Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Home (ein Film über die Erde und wie der Mensch sie zerstört)
Lis-indo
05.06.2009, 18:34
Hallo,
dies ist ein Film für jeden, der sich nicht nur für die Natur, sondern auch für unseren Planeten an sich interessiert. Und da jeder auf dieser Erde lebt, sollte es eigentlich jeden in einer gewissen Art und Weise interessieren.
In einzigartigen Bildern wird die Ausbeutung der Natur durch die Menschen dargstellt, wie sich die Natur dadurch verändert, zu was es führen könnte, wenn wir so weiter machen und es wird gezeigt wie die Natur und der Mensch selbst unter der Ausbeutung leiden.
"Wir leben in einer alles-entscheidenden Zeit. Wissenschaftler sagen uns, wir hätten nur 10 Jahre um unsere Lebensweise zu ändern, um das Aufzehren von Rohstoffen zu verhindern und um eine katastrophale Entwicklung des Weltklimas zu verhindern.
Jeder Einzelne muss an dieser gemeinsamen Anstrengung teilnehmen ; und um so viele Leute wie möglich darauf aufmerksam zu machen, habe ich den Film HOME gedreht.
Damit der Film die größt-mögliche Verbreitung erhält, muss er um sonst sein ; unser Sponsor, die PPR Gruppe hat dies ermöglicht. EuropaCorp, der den Vertrieb sicherstellt, hat sich bereiterklärt, keinen Gewinn aus HOME erwirtschaften zu wollen, weil der Film nicht auf wirtschaftlichen Erfolg angelegt ist.
Ich hätte gerne, dass HOME auch Ihr Film wird. Verteilen Sie ihn weiter. Und handeln Sie."
(Zitat: Yann Arthus-Bertrand)
Der Film Home ist ein Film, der einem faszinierende Bilder unserer Welt zeigt, wie der Mensch die Natur zu seinen Gunsten verändert und sich damit selbst sein Grab schaufelt, wenn nicht dagegen gesteuert wird.
Die Musik ist ebenso schön wie die meisten Bilder und zeigt dennoch eine unschöne Realität.
Schaut ihn euch einfach an...
der Film zielt wie gesagt nicht darauf ab Gewinn zu erzielen, sondern hat das Ziel soviele Menschen wie möglich zu erreichen.
http://www.youtube.com/watch?v=IbDmOt-vIL8&feature=channel
Der Film geht 90min, ist in HD und Untertitel können unten rechts angeschaltet werden.
Der Anfang zeigt einem zwar manchmal nicht definierbare Bilder und erzählt die Grundlagen der Biologie, doch wer die ersten 10 min hinter sich hat, wird auf jeden Fall positiv überrascht.
Es lohnt sich, ihn anzuschauen!*ja*
kleine_elfe
05.06.2009, 23:15
Hab heute einen kurzen Bericht darüber in den Nachrichten gesehen und mir für morgen vorgenommen mir den Film anzugucken.
Hat ihn sonst schon jemand gesehen?
Verräter
06.06.2009, 13:37
Habe mir das ganze jetzt einmal angesehen.
Der Film gibt eigentlich kaum Informationen die man nicht schon wüsste, bietet dafür aber eine wundervolle Sprecherin (ich kenne die Stimme irgendwo her, wer ist das?), fantastische Bilder und phänomenale Hintergrundmusik!
Alles in allem ein sehr schöner Film, der es sich zu 100% lohnt einmal anzusehen.
Daher von mir 4v5 Sternen, weil ich 90% der Informationen bereits kannte.
Lis-indo
06.06.2009, 14:39
Ja, das stimmt, es sind viele Infos drinne, die man schon ansatzweise kannte, aber es gibt sicher einige, die sich mit sowas noch nicht auseinander gesetzt haben, weshalb es ganz gut ist, das dort noch mal diese Dinge erzählt werden.
Die Bilder sind echt super und die Musik passt wie gesagt auch total gut.
Ach ja..ich glaube der Film läuft nur noch bis zum 14 Juni, wenn mich nicht alles täuscht.
An sich ein schöner Film und nur zu empfehlen. Viele Bilder sind wirklich sehr beeindruckend. Schneller und immer Schneller... diesen oft genannten Satz, finde ich auch häufig in unserer Gesellschaft und (leider) auch oft in meinem Alltag wieder.:(
Es wird auf viele Probleme aufmerksam gemacht, wie z.B. Artensterben, Landschaftszerstörung, Luftverschmutzung, Ressourcenverbrauch und und und...
Nur sind die Probleme schon alle seit mehreren Jahrzehnten bekannt und leider sind nur die (beeindruckenden) Bilder das einzig wirklich neue an diesem Film - ansonsten ist die "Moralkeule" die gleiche, wie in anderen Dokus auch.
Na, die gestrige Ausstrahlung auf N-TV fand ich jedenfalls schon sehr sarkastisch. Denn nach dem Film ging´s wirklich von der einen Sekunde zur anderen wieder zum "Alltag".:rolleyes:
Mit den Worten der Nachrichtensprecherin: "Willkommen zurück..." zur Börse, zum Dax, zu den Arbeitsmarktzahlen, zum Wirtschaftswachstum...
Da hatte ich wieder diesen Satz aus dem Film im Kopf: Schneller und immer Schneller...
---
Bei mir zu Hause hab´ ich u.a. noch ein Buch zu liegen, es ist fast 50 Jahre alt und darum noch ohne diese farbigen, hochauflösenden Bilder. Aber es wurde auch damals schon auf genau die gleichen (globalen) Umweltprobleme aufmerksam gemacht... Geändert hat sich seit damals aber nichts, gar nichts - im Gegenteil, die Probleme haben sich seitdem massiv verstärkt. Und noch immer gilt das "Leugnen" bei etlichen Menschen als bequeme Alternative, um den eigenen (verschwenderischen) Lebensstil zu rechtfertigen.
Hier mal zwei Beispiele:
Es wird von vielen geleugnet, dass es einen menschgemachten Treibhauseffekt gibt oder überhaupt Treibhausgase existieren, und das wir überhaupt einen messbaren Einfluss auf die Atmosphäre bzw. das Klima haben werden. (Beispiel (http://www.klimaskeptiker.info/index.php?seite=klimaschutz.php))
Auch wird geleugnet, dass endliche Rohstoffe wie Erdöl überhaupt "endlich" sind. Es wird einfach behauptet, das im Erdinnern immer wieder neues Öl entsteht und zwar im selben Tempo wie wir es verbrauchen. (Beispiel (http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2008/06/welche-energiekrise.html))
Solange bei vielen Menschen noch die Meinung herrscht, das die Ressourcen des Planeten unbegrenzt verfügbar sind und die Menschheit zu "winzig" ist, um die Biosphäre ernsthaft zu gefährden, solange wird niemals ein (praktisches) Umdenken stattfinden.
Zu den Meinungen dieser sogenannten "Leugner" fällt mir immer nur folgender Satz ein:
"Wer sich nicht mit der Realität befasst, mit dem wird sich die Realität befassen."
Aber es gibt auch Hoffnung! Die derzeitige Rezession hat innerhalb eines halben Jahres mehr bewirkt als alle Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen zusammen.:)
Der Welthandel und die Industrieproduktion ist in diesem kurzen Zeitraum um einen zweistelligen Prozentsatz zurückgegangen. Und es gibt gerade wegen dieser "Krise" z.Z. weniger Artensterben, weniger Landschaftszerstörung, weniger Luftverschmutzung, weniger Ressourcenverbrauch und und und...
Home werde ich mir bestimmt auch mal anschauen. Ist wirklich schade, wie Welt zugrunde geht. Etwas ironisch sich das auch als DVD (praktisch zu den Akten) ins Regal zu stellen ...
Ich will niemandem den Tag oder sein Bild von der Welt versauen
Wer die nerven hat kann auch mal auf www.earthlings.com gehen. Habe das gestern mal als Signatur einer bekannten gesehen. Ist wahrscheinlich nicht so schön wie Home aber durchaus wichtig zumindest den Trailer zu sehen. -Unglaublich schrecklich und bloß nicht anschauen, wenn ihr Tiere lieb habt - es wirklich nichts für schwache Nerven
Lis-indo
06.06.2009, 21:05
Aber es gibt auch Hoffnung! Die derzeitige Rezession hat innerhalb eines halben Jahres mehr bewirkt als alle Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen zusammen.
Der Welthandel und die Industrieproduktion ist in diesem kurzen Zeitraum um einen zweistelligen Prozentsatz zurückgegangen. Und es gibt gerade wegen dieser "Krise" z.Z. weniger Artensterben, weniger Landschaftszerstörung, weniger Luftverschmutzung, weniger Ressourcenverbrauch und und und...
Das Problem an der ganzen Sache ist ja eigentlich, dass man die Lebensweise der Menschheit, trotz einiger Veränderungen, die schon geschehen sind, nicht grundlegend ändern kann.
In i.einen Wald wurden immer nur drei Bäume pro Hektar gefällt, eine gute Sache, die nicht nur ich, sondern sicher jeder gutfindet, dass Problen ist jedoch, dass (wenn es alle so machen würden) der Bedarf an Holz nicht gedeckt werden würde. Genauso ist es bei der Viehhaltung, den Monokulturen etc. Wir wollen es anders machen, aber es geht teilweise nicht, weil wir a) zu viele Menschen sind auf der Erde, b) es immer Leute geben wird, die sich einen Dreck um die Umwelt scheren, c) wir alle nicht wirklich auf eigentlich "unwichtige" Güter verzichten wollen, d) es zu wenig von z.B. Holz, Nahrung usw. geben würde.
Genauso ist es mit dem Auto, das mit Strom fährt (sich sozusagen neben dem Benzin selbst aufläd und dann mit Elektromotor fährt). Es besteht keine Nachfrage ein "Umweltschonendes"Auto zu bauen, es wird daher nicht gebaut (oder wenn nur extrem wenig), die Leistung ist schlecht und die Leute haben kein Geld sich eines zu kaufen(weil es sicher teuer wäre), wenn es auf dem Markt wäre.
Wir hängen ab von Erdöl usw. wir stellen damit nicht nur Benzin, sondern auch Plastik und viele andere Dinge her...
Es gibt für Energiegewinn zwar bereits Windparks, aber z.B. die in den Meeren stören z.B. den Orientierungssinn von Walen, stören Fischwanderungen etc, was sich wieder negativ auswirken würde.
Der Bau von Solarzellen verbraucht extrem viel Erdöl, damit man diese herstellen kann und sind sehr teuer. Es wird wahrscheinlich noch lange, lange Zeit dauern bis wir den meisten Strom durch regenerative Energiequellen herstellen können...
Das mit dem Biodiesel ist meiner Meinung sowieso ein Witz, denn es nützt der Umwelt nicht sonderlich viel, wenn sogar gar nichts.
Ich bezweifle, dass die Menschheit weit genug entwickelt ist, um sich derart ändern zu können, denn wir sind auf soviele Sachen angewiesen, die wir (auch wenn wir wollen) nicht beiseite lassen können.
Eine Zwickmühle würd ich sagen.
Und dabei ist es so schade um die schöne Natur!
RickyLee
06.06.2009, 21:58
Meiner Meinung nach schlägt die Natur dann irgendwann mal zurück. Siehe vermehrte Umweltkatastrophen usw.
Die Sättigungskurve ist nunmal irgendwann erreicht. Und so lange kann man nur versuchen, selbst sein bestes zum Umweltschutz zu geben...
Diese "Überpopulation", sodenn man sie so nennen kann, ist meiner Meinung nach eines der größten Probleme... China geht mit der ein-kind-politik schon dagegen an, Indien versucht es irgendwie auch und in Afrika sind Missionare unterwegs.
Auch aus diesem Grund... aber da stoße ich ein ganz anderes Thema an, das seine eigene Diskussion verdient... verstehe ich nicht, warum Sterbehilfe nicht erlaubt wird. Diese Menschen wollen gehen, sie haben Schmerzen. Es ist nur unnötige Quälerei, warum lässt man sie nicht gehen, wenn sie es wollen? Aber gut, das wird wohl den kleinsten Teil ausmachen.
Das Problem ist, dass wir eine Konsum- und Wachstumsgesellschaft sind. Das zeigt schon die Mode: Jede Saison muss neue Kleidung her. Handymodelle werden nach ein paar Monaten wieder ersetzt und halten gar nicht erst lange. Wohnungseinrichtungen werden auf den Sperrmüll gebracht, obwohl sie noch was taugen. Es ist immer der Zwang da, dass man das neueste, beste, schönste haben will. Absolute Schnellebigkeit, aber davon sind wir nunmal geprägt. Man kann da niemandem einen Vorwurf machen, aber man kann sich selbst überlegen, ob man es nicht anders machen will. Es wird immer nur auf Nachfrage hin produziert und wenn man sich entscheidet, seine Jeans zu nähen, anstatt sie wegzuschmeißen, dann tut man schon was.
Trotz aller Schwarzseherei bzw. Realismus: Wir haben uns noch nicht um 180 Grad gedreht, aber wir machen Fortschritte. Zur Zeit der Industrialisierung war die Umweltverschmutzung viel heftiger, nur gab es damals weniger Menschen.
Wir müssen auf die Bremse treten oder zumindest unser Niveau halten. Dann bekommen wir es vielleicht in den Griff.
Das Problem an der ganzen Sache ist ja eigentlich, dass man die Lebensweise der Menschheit, trotz einiger Veränderungen, die schon geschehen sind, nicht grundlegend ändern kann.
... will. ;)
Genauso ist es mit dem Auto, das mit Strom fährt (sich sozusagen neben dem Benzin selbst aufläd und dann mit Elektromotor fährt). Es besteht keine Nachfrage ein "Umweltschonendes"Auto zu bauen, es wird daher nicht gebaut (oder wenn nur extrem wenig), die Leistung ist schlecht und die Leute haben kein Geld sich eines zu kaufen(weil es sicher teuer wäre), wenn es auf dem Markt wäre.
Falsch, im Moment fehlt es an der Akku-Leistung, weniger an der Nachfrage. Es existiert bisher keine Technologie, die Akkus so schrumpfen und leichter machen kann, dass man sie sinnvoll in ein Auto verbauen kann, sodass es mehr als 200km am Stück fahren kann. Allerdings muss man auch mit nem Akku-Auto darauf achten woher der Strom kommt. Wenn man den Akku mit einem Dieselgenerator auflädt, kann man auch gleich ein normales Auto fahren. Außerdem verschleißen Akkus mit jeder Ladung etwas, weshalb sie auch irgendwann ersetzt werden müssen.
Der Bau von Solarzellen verbraucht extrem viel Erdöl, damit man diese herstellen kann und sind sehr teuer.
Richtig, deshalb wird auch nicht auf Photovoltaikanlagen gesetzt werden, sondern auf Sonnenkraftwerke in den Wüsten. Diese bestehen aus großen Spiegeln, die die Sonnenstrahlen auf ein Rohr bündeln, das eine Flüssigkeit enthält, die sehr heiß werden kann und auch über Nacht nicht auskühlt. Die Spiegel werden mit dem Sonnenstand gedreht. Die heiße Flüssigkeit treibt Turbinen an, die Strom erzeugen. Der Strom kann als Gleichstrom mit hoher Spannung über 1000de Kilometer mit geringen Verlusten (<5%) transportiert werden, kann also auch aus Afrika kommen. Nach Rechnungen würden deutlich weniger als 1% der Wüstenfläche ausreichen, um die ganze Welt mit Strom zu versorgen. Erste erfolgreiche Projekte, die nach dem Prinzip arbeiten, existieren bereits.
Das mit dem Biodiesel ist meiner Meinung sowieso ein Witz, denn es nützt der Umwelt nicht sonderlich viel, wenn sogar gar nichts.
Der Umwelt hilfts schon etwas, Menschen in der dritten Welt dürfen durch ihn aber noch mehr hungern.
Ich bin gespannt ob wir noch rechtzeitig gelernt und gehandelt haben werden, allerdings bezweifle ich es, wenn ich allein das betrachte was viele Unternehmen unter "Green IT" verstehen...
Lis-indo
07.06.2009, 23:42
Richtig, deshalb wird auch nicht auf Photovoltaikanlagen gesetzt werden, sondern auf Sonnenkraftwerke in den Wüsten.
Es wird noch recht viel auf diese Photovoltaikanlagen gesetzt.
Zitat von Lis-indo Beitrag anzeigen
Das mit dem Biodiesel ist meiner Meinung sowieso ein Witz, denn es nützt der Umwelt nicht sonderlich viel, wenn sogar gar nichts.
Der Umwelt hilfts schon etwas, Menschen in der dritten Welt dürfen durch ihn aber noch mehr hungern.
Naja, es gibt auch einige Nachteile bei Biodiesel.
Aber eigentlich meinte ich Biogas :D (sorry)
Es entstehen durch den Anbau von Mais, der nur für die Biogasanlagen angbaut werden noch mehr Monokulturen, Landflächen werden in teilweise einem großen Umkreis nur für Biogasproduktion bepflanzt, Futter für die Tiere (z.B, in Form von Getreide) steigt ziemlich hoch und ist deshalb in letzter Zeit stark angstiegen, Abgase werden in die Luft gepustet, weil kilometerweit der Mais zu den Anlagen kutschiert wird.
Früher wurden hauptsächlich Abfälle wie Gülle etc. verwendet, doch die Biogasanlagen boomen so sehr, dass extra dafür etwas angebaut wird.
Nun ja, mit dem, dass der Mensch sich nicht grundlegend ändern will hast du sicher auch in i.einer Weise Recht, aber er kann es auch nicht wirklich...denn die Technologie ist einfach nicht weit genug.
Koboldkind
08.06.2009, 13:58
Falsch, auch hier wieder, der Mensch will sich nicht ändern. Wie schon gesagt wurde, war vor Jahrzehnten schon die Klimaveränderung absehbar bzw. im Gang, von der massiven Umweltverschmutzung ganz abgesehen. Soweit ich weiß waren damals schon Pläne für Umweltautos in den Schubladen - aber eben nur in den Schubladen, weil die Öllobby gerne noch weiterverdienen wollte und es einfach noch keinen dringenden Grund gab, diese Ökoautos zu bauen. Gekonnt hätten sie schon. Und wenn sie damals schon daran gearbeitet hätten, wären wir heute mit unserer Technik Richtung Öko einen ganzen Schritt weiter.
Und hatte ich mich verlesen: Missionare in Afrika sollen die Population senken?
(Population ist vielleicht falsch gewählt)
Gerade die katholische Kirche ist es, die gegen Kondome wettert. Und eigentlich ist es Paradox, dass unser Herrscherdenken noch nicht ausgelöscht ist: Die armen Länder wie eben genannt China, Indien und Afrika(okay, Kontinent) sollen ihre Bevölkerungszahl in den Griff kriegen, und hier schreien die Familienminister, dass wir zuwenig Kinder haben. Wenn sie die Sterbehilfe zulassen denke ich im Gegenzug auch mal darüber nach, eigene Kinder in diese Welt zu setzen.*mph*
Aber zurück zum Film:
Es ist wirklich schade, dass er in Deutschland keinen Kino-Vertrieb gefunden hat. Alleine der Bilder wegen will ich ihn lieber sehen als Gores Film, allerdings wird er nur auf Youtube nicht die Masse erreichen, die er eigentlich bekommen müsste. Vielleicht könnte man ihn auch auf den Lehrplan setzen. Vielleicht sollte ich im Kultusministerium arbeiten... *seufz*
Nun ja, mit dem, dass der Mensch sich nicht grundlegend ändern will hast du sicher auch in i.einer Weise Recht, aber er kann es auch nicht wirklich...denn die Technologie ist einfach nicht weit genug.
Für Umweltschutz braucht es keine Technologie. Der radikalste Umweltschutz wäre, alles was in irgendeiner Form Öl, Gas und Strom verbraucht einzustampfen. Damit dir im Winter der Hintern nicht friert, darfst du abends noch ein Lagerfeuer anmachen. ;)
Lis-indo
10.06.2009, 20:10
Damit dir im Winter der Hintern nicht friert, darfst du abends noch ein Lagerfeuer anmachen.
Dies würden allerdings dann auch alle anderen so regeln, sprich die Wälder würden ziemlich leiden;)
Dies würden allerdings dann auch alle anderen so regeln, sprich die Wälder würden ziemlich leiden;)
Naja die natürliche Selektion würde die Gesamtpopulation auch noch ordentlich stutzen. ;)
Lord Dralnu
10.06.2009, 21:30
Diese "Oh, der arme Planet!"-Ausrufe amüsieren mich immer wieder.... Der Planet schert sich nicht drum, ob pro Tag 5 Millionen "Naturkatastrophen" auf ihm passieren, denn diese Naturkatastrophen schaden der natur selbst nur minimal. Ausgestorbene Tiere werden durch neue Arten ersetzt. Das Selbe passiert mit der Flora.
Im Endeffekt ist es der Mensch, der sich um sich selbst Sorgen machen sollte, denn er zerstört sich seinen Lebensraum. Spätfolgen sind dem Planeten egal, wenn man irgendwann aufhört/einen anderen Weg einschlägt.....
...ABER wenn wir immer weiter machen, wenn einfach Symptome statt Ursachen bekämpft werden(sagen wir mal filtern der Atmosphäre und Verwertung des Filtrats anstatt den CO2-Ausstoß zu senken), dann ist die Erde irgendwann ein grauer, nicht ein blauer Planet. Und auch das ist dem Planeten an sich egal, wie alles andere auch, aber ich, und ich denke auch die meisten anderen Menschen, fände/fänden das sehr schade...
(Für alle die das nicht gemerkt haben: Auch ich bin für Umweltschutz und gegen Umweltverschmutzung aufgrund von Profiterhöhung etc.!! Ich wllte nur mal darauf aufmerksammachen, dass wenn der Selbsterhaltungstrieb mit einem leider anscheinend nicht vorhandenen Rassenerhatungstrieb einhergehen würde, sich niemand Sorgen um das Klima/die Umwelt/etc. machen müsste.)
Die Berufung auf "Bevölkerungsexplosion" halte ich für verfehlt: rechnerisch reichen die Nahrungsmittel für ca. 12 Mrd. Menschen.
Hätten wir auf dieser Welt eine faire Verteilung von Wohlstand und Nahrungsmitteln, wären 7 Mrd. Menschen problemlos zu ernähren.
Die Frage ist einfach die: wollen wir die ökonomischen Verhältnisse beibehalten wie sie sind, und die Menschen diesen Verhältnissen anpassen- oder wollen wir die Weltwirtschaft so ändern, dass sie jedem Menschen ein Leben in Würde verschaffen kann.
Menschen, denen es ökonomisch schlecht oder sehr schlecht geht, auch noch vorzuwerfen, dass sie sich nicht ökologisch verhalten, kann jedenfalls nicht der Weg sein! Wer ein anderes Verhältnis des Menschen zur Natur will, der kommt nicht umhin, sich zuerst für ein anderes Verhältnis der Menschen unterienander einzusetzen.
Die Berufung auf "Bevölkerungsexplosion" halte ich für verfehlt: rechnerisch reichen die Nahrungsmittel für ca. 12 Mrd. Menschen.
Ui, für so viele?! Aber ich bin auch der Meinung, dass es möglich ist, dass noch für mehr Menschen auf der Erde Platz ist - alles eine Sache des wirtschaftens bzw. der Organisation. Jetzt aktuell ernähren wir 6,8 Mrd. Menschen. (Inklusive Fleischproduktion, inklusive Bierbrauen, inklusive Biokraftstoffe, inklusive Verplempern und Wegschmeissen.) Ein "bisschen mehr" Luft nach oben ist sicher noch... im globalem Ernährungspotential.
Hätten wir auf dieser Welt eine faire Verteilung von Wohlstand und Nahrungsmitteln, wären 7 Mrd. Menschen problemlos zu ernähren.
Naja, das stimmt schon, vielen Menschen wäre damit erstmal geholfen... Nur, wenn unser heutiger Wohlstand gleichmäßig auf alle verteilt wäre, dann hätten wir laut Film aber immer noch genau die selben Probleme. Denn für unsere heutige Lebensweise bräuchten wir schon zwei oder zukünftig gar mehrere Planeten, um so weiterzumachen wie bisher. So wie´s aussieht, ist eine gute alte Erde unseren Aktivitäten nicht (mehr) gewachsen (http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96kologischer_Fu%C3%9Fabdruck#Daten_und_Fakten ).
Ich persönlich denke daher, der Lebensstil wird überall (auch hierzulande) gesenkt werden. Steigende Kosten für Konsumgüter, Treibstoff, Strom und Lebensmittel werden m.E. früher oder später auch in Europa den sog. "American dream of live" beenden.
In absehbarer Zeit wird "peak oil (http://www.peakoil.de/)" nicht nur allein an den Tankstellen für lange Gesichter sorgen, sondern unsere gesamte Welt/Lebenweise tiefgreifend verändern.
Aber so richtig interessant wird´s erst, wenn Erdöl auch in der Landwirtschaft wegfällt bzw. sich der Einsatz aus Preisgründen nicht mehr lohnt. Das Thema wurde ja schon teilweise im Film angedeutet.
Früher haben die Tiere, die bei der Feldarbeit halfen, einen nicht unwesentlichen Teil der Ernte für sich selbst beansprucht - die Energie, die z.B. ein Traktor beim Pflügen benötigt, ist nicht gerade gering und muss iwo anders herkommen, wenn "Kollege Erdöl" demnächst in Rente geht. Auch werden Dünge- & Pflanzenschutzmittel ebenfalls aus Erdöl hergestellt. Auf kurz oder lang heißt es evtl. wieder: "Tank oder Teller".
In diesem Sinne müsste ich meine Aussage über die Bevölkerung eigl. anders formulieren. Kann eine Weltbevölkerung, die wesentlich größer ist als die heutige auf der Erde dauerhaft gehalten werden?
Ja, rein rechnerisch bzw. theoretisch schon... praktisch aber eher nicht.
vBulletin® v3.8.4, Copyright ©2000-2010, Jelsoft Enterprises Ltd.