Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Jennifer Fallon - Der unsterbliche Prinz, Kapitel 36 - 50
Hunderte Jahre lang regierten die Gezeitenherrscher das Land Amyrantha, bis ihre magischen Kräfte nachließen. Inzwischen sind sie kaum mehr als eine Legende. Da taucht eines Tages ein Mann auf, der behauptet, Cayal, der unsterbliche Prinz, zu sein. Die junge Herzogin Arkady kann nicht daran glauben, und doch übt der Unbekannte eine enorme Anziehungskraft auf sie aus ...
Und hier Teil3 unserer Leserunde:
Bitte in diesem Thread alles zu den Kapiteln 36 und 50.
Ich konnte das Buch ebenfalls fast nicht mehr aus der Hand legen und kriegte schon am Festival am Samstag Entzugserscheinungen, weil ich es nicht dabei hatte. Schlimm oder?
Die Geschichte hat doch einige sehr interessante Wendungen genommen:
- der wahre Grund warum Arkady Stellan geheiratet hat (wobei ich mich da frage, ob das für einen ersten Spion nicht doch rauszukriegen wäre?)
- Jaxyn ist ein Unsterblicher! Das hat mich doch fast aus den Socken gehauen!!!
- wenn man Tillys Andeutungen glaubt, dann existiert sowas wie die Bruderschaft nach wie vor. Fragt sich nur, wieviel von ihrem Wissen sie noch haben. Ich mag Tilly total gerne, weil sich hinter der schrulligen alten Witwe doch ein wacher Geist verbirgt. Ihre Kunst die Tischgespräche zu lenken, ist ja nicht "einfach so" da. Ich hoffe, dass sie doch noch ein bisschen zu einer Hauptfigur wird.
Wer weiss, vielleicht könnten die Crasii und die Mitglieder der Bruderschaft ihr Wissen gegenseitig ergänzen?
Das mit Jaxyn hat mich überrascht. Der Name ist eigentlich zu ungewöhnlich, als das ein Zufall sein könnte, doch stellt sich die Frage, warum Jaxyn mit Cayal Kontakt aufnimmt order zumindest mehr über ihn erfahren möchte. Es würde doch zu Jaxyn passen, ihn zu verhöhnen. Na, vielleicht kommt das noch. Ich bin gerade mitten in Kapitel 36. Ich weiß also noch nicht, wie Arkady auf Jaxyn reagiert.
Pantalaimon
16.06.2009, 10:13
Ich war auch überrascht, dass meine Vermutung tatsächlich bestätigt wurde. Aber es war ja eigentlich schon ein bisschen vorherzusehen, dass es sich um den gleichen Jaxyn handeln muss, da er so gut mit den Crasii umgehen konnte und sogar trotz bösartigen und schnippischen Bemerkungen in deren Wohngebiet nicht in Gefahr geriet.
Das Kapitel über Warlock fand ich auch äußerst spannend. Jetzt fügen sich auch langsam die Fäden zusammen, da ich denke, dass Boots der entflohene Crasii aus dem Palast ist.
Ich bin auch schon sehr gespannt, wie es mit Warlock und Cayal weiter geht, da gibt es sicherlich auch noch die ein oder andere Verbindung.
Allmählich bahnt sich auch endlich die langersehnte Romanze zwischen Cayal und Arkady an (ich bin grad beim Ausflug in die Berge).
Ich war auch überrascht, dass meine Vermutung tatsächlich bestätigt wurde. Aber es war ja eigentlich schon ein bisschen vorherzusehen, dass es sich um den gleichen Jaxyn handeln muss, da er so gut mit den Crasii umgehen konnte und sogar trotz bösartigen und schnippischen Bemerkungen in deren Wohngebiet nicht in Gefahr geriet.
Mich hat das tatsächlich SEHR überrascht. Aber eigentlich hätte man echt schon vorher darauf kommen können, da er, wie du sagst, sehr gut mit den Crasii klar kommt.
Aber ich dachte immer, dass er nur nach dem Tide Lord benannt wurde.. Wurden nicht auch irgendwann mal Verwandte von ihm erwähnt? Ich glaub ein Freund von Mathu hatte den gleichen Nachnamen.. Müsste doch auffliegen, dass er nicht zu der Familie gehört, oder?
Aber viel mehr frag ich mich jetzt, was Jaxyn eigentlich vor hat. Ist ihm einfach nur langweilig und er amüsiert sich ein wenig, oder strebt er nach Höherem? Wahrscheinlich letzteres...
Die Erzählstruktur gefällt mir außerordentlich gut! Erinnert mich ein bisschen an "the name of the wind". Da hat der Protagonist auch seine Geschichte erzählt, wobei da die Gegenwart nur Rahmenhandlung ist und viel mehr Wert auf das, was geschehen ist, gelegt wird. Ich mag beides.
Es ist sehr interessant die anderen immortals kennen zu lernen und zu erfahren, was von den alten Mythen über die Tide Lords wahr ist, und was nicht. Ich bin sehr gespannt, wie die Geschichte mit Amaleta ausgeht...
Dass immer nur kleine Teile geschrieben werden und nie die ganze Geschichte am Stück, macht es für mich noch spannender.
Cayal mag ich übrigens immer mehr. Er ist für mich ein richtig gut ausgearbeiteter Charakter. Nachvollziehbar und mit Ecken und Kanten.
Interesannt ist auch der Ursprung der ganzen Immortals. Sie waren alle ganz normale Menschen, samt und sonders, aus allen möglichen Bereichen. Und einigen steigen Unsterblichkeit und magische Fähigkeiten so zu kopf, dass sie sich für Götter halten, obwohl sich nicht viel mehr als ein Haufen machtbesessener Psychoten sind. Wie sagt das Sprichwort, "Macht korrumpiert und absolute Macht korrumpiert absolut".
Die Geschichte der Entstehung der Crasii und der Farmen unterstreicht das ja noch. Den "Göttern" haben alle Hemmungen verloren. Und Cayal, auch wenn er nicht die Allmachtsphantasien von Engarhood und Syrolee hat, ist ebenfalls ein ziemlich skrupelloser Typ. Aber wenigstens weiss er noch, wo richtig und falsch liegen, jedenfalls so ungefähr.
Die Geschichte mit Jaxyn fand ich auch ziemlich überraschend. Schliesslich erzählt er ja noch vorher irgendwo, dass seine Eltern es offenbar lustig fanden, ihn auf diesen Namen zu taufen. Frau Fallon mag es wohl, Überraschungen dieser Art aus dem Hut zu zaubern, im weiteren Verlauf des Buches gibt es noch mehr davon.
Nebenbei entspinnt sich dann der Handlungsstrang mit Warlock und Boots und den Untergrundkämpfern der Crasii-Volksfront. Wie genau die sich ihren Widerstand vorstellen, bleibt auch abzuwarten. Verstecken in Hidden Valley, bis wieder "Ebbe einsetzt"? 1000 Jahre sind wohl ein bisschen lang dafür. Vielleicht gibt es davon später noch mehr zu hören. "Shalimar" ist vielleicht nicht so bekannt wie "Chiquita" aber trotzdem ein geklauter Name, bei dem man sich fragt, ob die Fantasyautorin an manchen Tagen ihre Phantasie mit der Lupe suchen muss.
So, das Buch gewinnt jetzt so richtig an Fahrt. Die Sache mit der Erschaffung der Crasii war krass. Man versteht nun, warum die Gezeitenfürsten so gefürchtet sind. Es kommt auch nun genauer raus, was es mit der Ebbe auch sich hat, auch wenn nicht ganz klar ist, wie häufig sich Flut und Ebbe abwechseln. Erst dachte ich, dies wäre so im Wechsel von ein bis zwei Tausend Jahren, aber ich bin mir nicht mehr so sicher.
Ein wenig überrascht bin ich, dass Akardy nicht wegen Jaxyn nachfrägt. Das hätte ihr doch auffallen müssen. Oder habe ich was überlesen.
Ein wenig überrascht bin ich, dass Akardy nicht wegen Jaxyn nachfrägt. Das hätte ihr doch auffallen müssen. Oder habe ich was überlesen.
Hm, ich glaube bis jetzt kam da noch nichts.
Wahrscheinlich macht sie sich gar keine Gedanken. Es scheinen ja noch so ein paar Menschen nach den Tide Lords benannt worden zu sein. Vielleicht kommt das öfter vor.
Taryx, der Ego-Kater, trägt ja auch den Namen eines Immortals.. Und da er ein Crasii ist, ist er bestimmt kein echter. Oder was denkt ihr? :D Ich hatte ja vor kurzem doch die Vermutung, dass er ein Tide Lord sein könnte..Als das mit Jaxyn rausgekommen ist, musste ich sofort daran denken. Aber eigentlich wärs unlogisch *g* Mal abwarten.. Ich hab noch an die 100 Seiten zu lesen.
Übrigens hab ich mir nochmal Gedanken über Jaxyn gemacht.. Wir hatten ja auch Parts aus seiner Sicht und die kommen mir im Nachhinein etwas unlogisch vor. Da wir ja auch seine Gedanken mitbekommen haben, hätte doch da auffallen müssen, dass er ein Tide Lord ist. Oder was meint ihr?
Übrigens hab ich mir nochmal Gedanken über Jaxyn gemacht.. Wir hatten ja auch Parts aus seiner Sicht und die kommen mir im Nachhinein etwas unlogisch vor. Da wir ja auch seine Gedanken mitbekommen haben, hätte doch da auffallen müssen, dass er ein Tide Lord ist. Oder was meint ihr?
Eigentlich schon. Allerdings muss er ständig sich ins Gedächtnis rufen, dass er unsterblich ist? Ich denke nicht. Überheblich ist er jedenfalls und seine Gedanken zeugen von einem hohen Selbstbewusstsein. Allerdings hätte er sich Gedanken zu Cayal machen müssen (so: Warum taucht er auf? Was hat er vor? Ist er hinter mir her?)
Bei Jaxyn bin ich mir auch nicht sicher, ob er ein Gezeitenherrscher ist. Es könnte auch sein, dass er nur ein "gewöhnlicher" Unsterblicher ist.
"Es gibt keine unsterblichen Kinder. Unsterblichkeit unterbindet den Alterungsprozess des Körpers von dem Augenblick an, wenn sie einen erfasst. Zwei Unsterbliche können kein neues Leben erschaffen, weil das neue Leben ja sofort unsterblich wäre, was bedeutet, dass es sich nie über den Augenblick seiner Entstehung hinaus entwickeln kann." S. 366
Diese Stelle finde ich absolute genial. Eine meiner Meinung nach absolut logische Schlussfolgerung. Da hat sich die Autorin wirklich Gedanken gemacht.
Die Erschaffung der Crasii hat mich zugegebenermassen schockiert. Dass sie einer derartigen Grausamkeit entspringen, hätte ich nie gedacht. Die meisten Errungenschaften der Menschen seien Zufallsprodukte - dieser Satz hat mich auch noch beeindruckt. Meiner Meinung nach ist er fast schon universell anwendbar und trifft auch auf viele Errungenschaften in unserer Welt zu. Vieles wurde zufällig und meist auch für einen ganz anderen Verwendungszweck entdeckt und erforscht, als das, wofür es schlussendlich dient.
Und noch ein letzter Gedankenblitz, heute nach der abendlichen Schule im Bus nach Hause: der Name Lukys und sein Bedürfnis Herrscher einer ganzen Galaxie zu sein. Da klingelte was und mir schoss plötzlich der Name Luke Skywalker durch den Kopf.
Hatte jemand ähnliche Assoziationen oder ist das einfach mein Verstand, der unter Hitze und Unterricht gelitten hat? ;)
Hm, der Vergleich hinkt, zumal der Name abgewandelt ist und Luke niemals Herrscher der Galaxis werden wollte. Aber gut, auszuschließen ist das nicht.
Ich bin jetzt bei Kapitel 48. Nun ist von der Rückkehr der Flut die Rede und die Gezeitenherrscher spüren das. Jaxyn ist tatsächlich ein Gezeitenherrscher und nicht nur einfach ein Unsterblicher. Interessant.
Und es wurde nun auch ein Zeitraum für die Gezeiten genannt. Die Rede war von 1000 Jahren Ebbe. Kommen nun 1000 Jahre Flut?
Pantalaimon
18.06.2009, 09:34
Was mich interessiert ist, wieso es so unglaublich schlimm ist, wenn wieder Gezeitenflut herrscht. Es wird immer nur gesagt, dass die Gezeitenfürsten dann sehr mächtig sind, und die Menschheit darunter leiden wird, aber was genau dann passiert, ist immer noch im Dunkeln. Dass die Gezeitenfürsten die Macht an sich reißen wollen ist klar, aber Kriege und Intrigen gibts ja offensichtlich auch bei Ebbe.
Den Vergleich zu Luke Skywalker (der Held meiner Kindheit) kann ich auch nicht nachvollziehen. Ich hatte eher die Assoziation zu Loki, dem nordischen Gott des Feuers.
„Loki ist schmuck und schön von Gestalt,
aber bös von Gemüt und sehr unbeständig.
Er übertrifft alle andern in Schlauheit und in jeder Art von Betrug.”
(Gylfaginning, 33)
Es wurde ja mehrfach angedeutet, was die Folgen früher waren. Es wurde mindestens einmal ein ganzer Kontinent zerstört. Und ich erinnere an den Prolog. Es muss ja nicht sein, dass dies wieder passiert, aber Cayal hat mehrfach angedeutet, wie extrem die Reaktionen seiner Mitbrüder waren. Als der eine (Namen habe ich jetzt vergessen) geköpft wurde, hatte er keine Erinnerungen, aber auch keine Kontrolle über seine Fähigkeiten mehr. Die Folge waren schreckliche Verwüstungen. Also ich hätte bei einer steigenden Flut schon Angst.
Nochmal was zu Lukys:
Den finde ich auch sehr, sehr interessant und ich hoffe/denke, dass er in den Folgebänden eine Rolle spielen wird. Es wurde ja schon mehrmals erwähnt, dass er angeblich schonmal auf einem anderen Planeten war..und es sein Ziel ist, die Galaxie zu beherrschen. Ich denke das Thema ist noch nicht beendet.
Zur (steigenden) Flut:
Die Tide Lords halten ja in den Jahren, in denen Ebbe herrscht, einen Waffenstillstand... Gezwungernermaßen *g*
Und wenn die Flut kommt, gehts wieder rund. Dann übernehmen sie wieder die Macht, bekriegen sich ohne Rücksicht auf Verluste.. Es ist 1000 Jahre her seit dem letzten Mal. Klar, dass niemand weiß, was einen erwartet..
Ich frage aber, wie lange die Tide Lords dann ihre Macht haben. Ob das immer relativ ausgeglichen ist? Das wären dann auch wieder ca. 1000 Jahre :eek:
Das mit den 1000 Jahren Flut hatte ich mir auch schon gedacht. Aber ich bin mir nicht ganz sicher, dass die einen Krieg vom Zaum brechen. Cayal ist das egal, er hält sich da raus. Andere träumen von den Sternen und wiederum andere graben nach Gold und Silber. Ich denke, dass nach 8000 Jahren die Weltherrschaft nicht mehr so wichtig ist.
Ich denke, dass nach 8000 Jahren die Weltherrschaft nicht mehr so wichtig ist.
Für alle sicher nicht, Cayal hat ja sogar erwähnt, dass es ihm zu anstrengend ist *g*
Aber bei Syrolee und Engarhod bin ich mir nicht so sicher. Genauso wie bei Jaxyn..
Und andere (Lukys) streben nach noch mehr.
Ich hoffe, dass die Flut bald wirklich kommt und bin gespannt, welche immortals und tide lords dann aus ihren Löchern kriechen.
Als der eine (Namen habe ich jetzt vergessen) geköpft wurde, hatte er keine Erinnerungen, aber auch keine Kontrolle über seine Fähigkeiten mehr.
Pellys, der einen ganzen Kontinent "zertrat", oder wie es formuliert wurde. Dazu die von Cayal heraufbeschworene Sintflut mit ihren Millionen an Opfern. Und die bizarren Experimente... es gibt sicher genug Gründe, sich in einer Ebbezeit wohler zu fühlen als mit launischen Allmächtigen außer Kontrolle.
Lukys finde ich auch interessant. Einerseits scheint er einer der wenigen mit einem Gewissen zu sein, andererseits versucht er, mal eben die nähere Galaxis zu kolonisieren. Widersprüchlich .. und interessant.
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