Allgemeinplatz
17.06.2009, 16:37
Das späte 21. Jahrhundert: Auf ihrem Weg ins All ist die Menschheit einer Reihe von Alien-Völkern begegnet, mit denen sie Handelsbeziehungen aufnimmt und politische Bündnisse schmiedet. Doch dann kommt es auf einer interstellaren Konferenz zu einem folgenschweren Vorfall: Durch ein Missverständnis stirbt ein Außerirdischer vom Volk der Nidu. Eine kriegerische Auseinandersetzung droht - und nur Harry Creek, genialer Programmierer und Kriegsveteran, kann diesen Krieg verhindern ...
Handlung:
Das Buch beginnt mit dem Mord am Botschafter der Außerirdischen Rasse der Nidu, einer echsenähnlichen Rasse mit überragendem Geruchssinn ausgestattet. Dieser Geruchssinn erlaubt die Kommunikation durch Gerüche. Während der Verhandllungen kommt es zum Eklat, da der menschliche Verhandlungsführer den Außerirdischen durch manipulierte Gerüche dermaßen beleidigt, das beide einen Herzinfarkt bekommen. Einer wegen dem Stress, der andere wegen eines Lachkrampfes und Arterienüberfettung...
Die Erde befindet sich in einer großen, Galaxisweiten Konföderation, wobei die Nidu ihre Hauptverbündeten darstellen. Durch diesen Mord jedoch ist die Thronfolge der Nidu in Frage gestellt und ein neues Oberhaupt des regierenden Clans muss bestätigt werden . In der von Ritualen geprägten Gesellschaft der Nidu ist dazu allerdings ein bestimmtes Lebewesen notwendig. Es handelt sich dabei um ein Gen-Schaf mit blauer Wolle und dem seltsamen Namen Androidentraum. Steht dieses Lebewesen nicht zur Verfügung, kann die Zeremonie nicht stattfinden und alle 12 Clans haben die Möglichkeit, einen eigenen Thronanwärter als Regierungsoberhaupt einzusetzen. Die Folge wäre ein Bürgerkrieg und ein Angriff auf die Erde als Verursacher desselben.
In der folgenden Geschichte wird Harry Creek vom Außenministerium als Agent beauftragt, die Hintermänner des Furz-Mordanschlages ausfindig zu machen und ein Schaf Marke Adroidentraum von einem Züchter auf der Erde ausfindig zu machen, um den Bürgerkrieg zu verhindern. Dummerweise ist das letzte Schaf kein wirkliches Schaf, sondern die kecke Tierhändlerin Robin Baker, die nur zu 20% Schafsgene von Adroidentraum mit sich herum trägt. Dahinter verbirgt sich eine abstruse Geschichte um Genmanipulation, Verrat, die Machenschaften der Kirche des Höheren Lamms, Weltherrschaftsgelüste, dem Geist in der Maschine und jede Menge Verschwörungen und doppeltes Spiel.
Alles endet dann jedoch recht unspektakulär, nachdem alle Bösewichter das zeitliche gesegnet oder zur Kirche des Höheren Lamms übergelaufen sind. Robin Baker wird als ”Schaf“ zur Ausführung der Zeremonie der Nidu anerkannt. Da die Nidu wahre Kontrollfanatiker, aber trotzdem techno-phob sind, hat die Erde, genauer gesagt die Kirche, ein allumfassendes Computernetz in der Vergangenheit installiert, welches jetzt als Druckmittel benutzt wird. Im Endeffekt hat der Herrscher der Nidu ein Einsehen und da die Menschen ihm versprechen, nach 12jähriger Regentschaft das Ruder wieder abzugeben und sich so oder so kaum einmischen, haben sich alle am Ende ganz doll lieb.
Kritik:
- Trotz einiger überraschender Ideen und flüssigem Schreibstil, weiß das Buch im Ganzen dann doch nicht vollständig zu überzeugen. Auch wenn es den Lesespass nicht wirklich stört, kommt doch die Frage auf, ob man jetzt einen Thriller, einen SF-Roman oder Satire liest. Unter Umständen passt ja auch alles wunderbar zusammen, doch Scalzi hat es nicht geschafft, alles verschmelzen zu lassen. Der Furzmord am Anfang des Buches lässt eher an Satire denken, während die nachfolgenden Seiten dann wieder eher ernsten SF-Thriller darstellen, usw. usw.
- Leider ist das Ende dann doch ein wenig zu glatt. Während alle Puzzlesteine an ihren Platz fallen, wie logisch oder unlogisch auch immer, stehen die Aliens deppert da und sehen sich von der Menschheit, bzw. der scientology-artigen Kirche aufs Kreuz gelegt.
- Ich persönlich lese gerne SF, der einen guten, ausgearbeiteten Hintergrund mit sich bringt. Das hat auch etwas damit zu tun, das sich so die SF-Bücher unterscheiden und ich mir die zukünftige Welt besser mit den Augen des Autors ansehen kann. Leider hat Scalzi das im vorliegenden Roman sehr vernachlässigt. Am Anfang stellte ich mir noch die Frage, ob er gar in seinem Klon-Krieger Universum spielt. Es stimmt: An für sich ist es für die Geschichte selbst unwichtig, doch das Buch an sich setzt sich so von anderen Scalzi-Romanen nur schwer ab.
Der Allgemeinplatz
Handlung:
Das Buch beginnt mit dem Mord am Botschafter der Außerirdischen Rasse der Nidu, einer echsenähnlichen Rasse mit überragendem Geruchssinn ausgestattet. Dieser Geruchssinn erlaubt die Kommunikation durch Gerüche. Während der Verhandllungen kommt es zum Eklat, da der menschliche Verhandlungsführer den Außerirdischen durch manipulierte Gerüche dermaßen beleidigt, das beide einen Herzinfarkt bekommen. Einer wegen dem Stress, der andere wegen eines Lachkrampfes und Arterienüberfettung...
Die Erde befindet sich in einer großen, Galaxisweiten Konföderation, wobei die Nidu ihre Hauptverbündeten darstellen. Durch diesen Mord jedoch ist die Thronfolge der Nidu in Frage gestellt und ein neues Oberhaupt des regierenden Clans muss bestätigt werden . In der von Ritualen geprägten Gesellschaft der Nidu ist dazu allerdings ein bestimmtes Lebewesen notwendig. Es handelt sich dabei um ein Gen-Schaf mit blauer Wolle und dem seltsamen Namen Androidentraum. Steht dieses Lebewesen nicht zur Verfügung, kann die Zeremonie nicht stattfinden und alle 12 Clans haben die Möglichkeit, einen eigenen Thronanwärter als Regierungsoberhaupt einzusetzen. Die Folge wäre ein Bürgerkrieg und ein Angriff auf die Erde als Verursacher desselben.
In der folgenden Geschichte wird Harry Creek vom Außenministerium als Agent beauftragt, die Hintermänner des Furz-Mordanschlages ausfindig zu machen und ein Schaf Marke Adroidentraum von einem Züchter auf der Erde ausfindig zu machen, um den Bürgerkrieg zu verhindern. Dummerweise ist das letzte Schaf kein wirkliches Schaf, sondern die kecke Tierhändlerin Robin Baker, die nur zu 20% Schafsgene von Adroidentraum mit sich herum trägt. Dahinter verbirgt sich eine abstruse Geschichte um Genmanipulation, Verrat, die Machenschaften der Kirche des Höheren Lamms, Weltherrschaftsgelüste, dem Geist in der Maschine und jede Menge Verschwörungen und doppeltes Spiel.
Alles endet dann jedoch recht unspektakulär, nachdem alle Bösewichter das zeitliche gesegnet oder zur Kirche des Höheren Lamms übergelaufen sind. Robin Baker wird als ”Schaf“ zur Ausführung der Zeremonie der Nidu anerkannt. Da die Nidu wahre Kontrollfanatiker, aber trotzdem techno-phob sind, hat die Erde, genauer gesagt die Kirche, ein allumfassendes Computernetz in der Vergangenheit installiert, welches jetzt als Druckmittel benutzt wird. Im Endeffekt hat der Herrscher der Nidu ein Einsehen und da die Menschen ihm versprechen, nach 12jähriger Regentschaft das Ruder wieder abzugeben und sich so oder so kaum einmischen, haben sich alle am Ende ganz doll lieb.
Kritik:
- Trotz einiger überraschender Ideen und flüssigem Schreibstil, weiß das Buch im Ganzen dann doch nicht vollständig zu überzeugen. Auch wenn es den Lesespass nicht wirklich stört, kommt doch die Frage auf, ob man jetzt einen Thriller, einen SF-Roman oder Satire liest. Unter Umständen passt ja auch alles wunderbar zusammen, doch Scalzi hat es nicht geschafft, alles verschmelzen zu lassen. Der Furzmord am Anfang des Buches lässt eher an Satire denken, während die nachfolgenden Seiten dann wieder eher ernsten SF-Thriller darstellen, usw. usw.
- Leider ist das Ende dann doch ein wenig zu glatt. Während alle Puzzlesteine an ihren Platz fallen, wie logisch oder unlogisch auch immer, stehen die Aliens deppert da und sehen sich von der Menschheit, bzw. der scientology-artigen Kirche aufs Kreuz gelegt.
- Ich persönlich lese gerne SF, der einen guten, ausgearbeiteten Hintergrund mit sich bringt. Das hat auch etwas damit zu tun, das sich so die SF-Bücher unterscheiden und ich mir die zukünftige Welt besser mit den Augen des Autors ansehen kann. Leider hat Scalzi das im vorliegenden Roman sehr vernachlässigt. Am Anfang stellte ich mir noch die Frage, ob er gar in seinem Klon-Krieger Universum spielt. Es stimmt: An für sich ist es für die Geschichte selbst unwichtig, doch das Buch an sich setzt sich so von anderen Scalzi-Romanen nur schwer ab.
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