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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Schwerter des Königs - Dungeon Siege (mit Spoiler)


Teylen
20.01.2008, 17:11
Vor einer Weile habe ich diesen Film im Kino gesehen...

* Worum geht's?

Nun.. Vorsicht.. hier wird's voller Spoiler. Aber das ist nicht so schlimm.

Der Hauptcharakter des Filmes heisst Farmer und ist Farmer. Er lebt im Königreich Ehb und kümmert sich um sein Gemüse und seine Familie. Bis eines Tages deren Dorf von Krugs überfallen wird.
Die Krugs sind schon fast tierartige Kämpfer und liegen scheinbar schon seit langer Zeit im Clinch mit dem Königreich. Mit besonderer Intelligenz scheinen sie ursprünglich jedoch nicht ausgestattet worden zu sein. Dafür sind sie viele und sie haben einen neuen Anführer: den Zauberer Gallian, der sie auch mit Waffen ausstattet und im Hintergrund kontrolliert. Nebenbei verführt er noch die Tochter des obersten Zauberers und schubst den willensschwachen Neffen des Königs herum.
Nun ja... die Krugs verschleppen Farmes Frau und killen einen großen Teil des Dorfes. Außerdem killt eine Avatar-Kreatur von Gallian Farmes kleinen Sohn.
Farmer ist darüber natürlich nicht sehr erfreut und macht sich mit zwei Freunden auf, um seine Frau zu finden, statt mit dem König zu ziehen, der gerade Soldaten rekrutiert.
Nun ja. Machen wir's kurz und schmerzlos: Irgendwann stellt sich heraus, dass Farmer der verloren gegangene Sohn des Königs ist. Und Gallian wird am Ende gekillt. Farmer und seine Frau, die schon wieder schwanger ist, küssen sich und Abspann. Zwischendurch gibt's massenweise Kämpfe.

~

Ehrlich gesagt: Der Film war eine absolute Zeitverschwendung. Es war der schlechteste Film, den ich seit langem gesehen habe. Ich war erstaunt und enttäuscht wie schlecht man Fantasy machen kann.
Es gibt so viele große und kleine Blödsinnigkeiten in dem Film, dass man kaum weiss wo man anfangen soll.
Da ist zum Beispiel der total sinnlose Tod von Farmers Sohn, der noch viel inhaltsleerer wird, weil seine Frau am Ende schon wieder schwanger ist.
Dann gibt es haufenweise Schlachtszenen, die scheinbar nur daraus bestehen, dass Leute aufeinander einprügeln. Man kann keinem Charakter dort recht folgen und übergeordnete Taktiken kann man auch nicht sehen. Idealerweise spielt das ganze nämlich in einem recht unübersichtlichen Wald. Zudem springen da teilweise Figuren durch's Bild, die in keinster Weise erklärt werden. Insbesondere wäre eine seltsame Gruppe an Pseudoninjas zu erwähnen, die keinen weiteren Sinn ergeben. Ebensowenig wie eine Gruppe von Waldamazonen.
Darüberhinaus ist die schauspielerische Leistung größtenteils ziemlich grottig. Selbst John Rhys Davis als der Magier Merick kann da nicht viel retten. Auch sind die Dialoge unglaublich schlecht. (Beispiel gleich aus der ersten Szene? Gallian und die Tochter seines Erzfeindes liegen gemeinsam auf dem Bett und sie meint: "Ich wusste, dass du kommen würdest!" ... Wie bitte? War die Doppeldeutigkeit da wirklich so geplant?)
Der einzige Vorteil des ganzen ist, dass es ab der Mitte des Filmes tatsächlich immer lustiger wird. Allerdings nicht absichtlich. Irgendwann kann man nicht mehr anders als über den Blödsinn zu lachen. Das reissen dann nicht mal mehr ein paar sehr schöne Kulissen oder Kostüme raus.


Mein Fazit: Wenn man dafür ins Kino gegangen ist, war es eine echte Verschwendung von Zeit und Geld.


Hat den Blödsinn sonst noch irgendwer ertragen?

Nuramon
20.01.2008, 17:33
Ja ich.....:D

Das ganze war echt `ne Flache Nummer. Das absolut beknackteste was sich da im Film abspielt sind diese Waldamazonen die an Lianen durch die Gegend schwingen wo garkeine Bäume sind *muahaha* (nur gut aussehen reicht halt nicht immer aus).
Dafür gebe ich dem Film nicht eimal Punkte :D

Rusch
12.02.2008, 21:46
Gestern habe ich mir Dungeon Siege angesehen und der Film war genau so, wie ich es mir vorgestellt habe. Eine vorhersehbare Handlung und viel gekloppe. Tatsächlich war die Handlung sehr vorhersehbar. Es war schon bei der ersten Einstellung auf den Farmer klar, dass seine Familie entweder getötet oder entführt wurde. Sie haben sich für beide Lösungen entschieden. Wie originell. Auch der weitere Verlauf war den Figurenklischees entsprechend. Da gabe es keine Überraschung, ganz gleich ob es noch der strahlende Held war, der sich als Königssohn entpuppt, dessen Frau, die dem Bösewicht mental die Stirn bot, die kämpferische Maid, der alte Magier, der im zweikampf mit dem Finsterling unterliegt, der alte Lehrmeister, der einen Heldentod stirbt oder der jugendliche Gefährte, der während der Reise reift. Alles drin. Immerhin.

Überrascht hat mich dann doch das Schauspieleraufgebot. Rhys Davis war wie immer hervorragen und auch Burt Reynolds als König konnte überzeugen. Die Nebenrollen waren überhaupt gewaltig besetzt. Die Schauspieler boten eine gute Darbietung, die Special Effekts waren Ok, nur die Story war so was von altbacken, dass man während des Zuschauens sich ständig überlegt, woher sie nun diese Idee wieder genommen haben. Eigene Ideen oder gar was wirklich neues gab es nicht.

plasmaworx
27.02.2008, 00:32
Ich finde es erstaunlich, wie Uwe Boll immer die hochkarätigen Schauspieler herkriegt, obwohl sich Film um Film aus seinen nur sehr ganz wenig talentierten Händen desaströs endet.

Gegen Computerspielverfilmungen habe ich im Grunde nichts, die haben sich mittlerweile zu einem soliden Genre gemausert, aber Boll schafft es, jedes seiner Projekte voll in den Sand zu setzen.

Rusch
27.02.2008, 09:17
Eigentlich schade. Mit ein einem richtig guten Drehbuch hätte der Film sehr gut werden können. Die Ausstattung passt und die Schauspieler waren gut. Selbst die Regie war annehmbar.

Sanatii
27.02.2008, 10:11
Ich bin auch der Meinung, dass dieser Film Schrott ist. Aufgebläht mit unnötig vielen, teilweise Sinnfreien Kampfszenen. (Wobei ich immer das Gefühl hatte, dass die Bösen nur rumgelaufen sind und geprügelt haben) Was die "Pseudoninjas" dort verloren haben, hab ich auch nicht verstanden, wie auch die schwingenden "Amazonen" in dem ach so gefährlichen Wald ... X.X Genauso bemängle ich den unnötigen Tod des Jungen. Gefühlsmäßig kam mir da auch zu wenig rüber. Die Geschichte ansich kam mir irgendwie einfach zu Lückenhaft vor, mir hat ständig etwas gefehlt.
Hat es eigentlich eine Erklärung gegeben wie es kam das Farmer der Sohn der Königs ist? Bzw. Wieso er Farmer ist, oder hab ich das in der Langeweile und zwischen gelegentlichen Lachanfällen einfach übersehen.
Die Kostüme und sonst waren eigentlich ganz okay, wobei ich mir ein Dorf eigentlich aus mehreren Häusern bestehend vorstelle. Gescheitert ist es mMn leider an der Sinnfreien und bzw. schlecht umgesetzten Story und schauspielerisch hat mich auch keiner überzeugen können.