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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Christopher Moore - Die Bibel nach Biff


Lena
13.02.2008, 01:35
Ich hoffe, dass diese Vorstellung richtig im Fantasy-Bereich ist, ansonsten...

Um die Lücke der fehlenden Jahren in der Bibel zu schließen wird Biff von den Toden aufgeweckt und muss die Erlebnisse mit seinem besten Freund aufschreiben. Und so wird er in einem Hotelzimmer eingesperrt und wird von Engel Raziel bewacht.


Biff wird mit der Gabe der Sprachen ausgestattet, was wohl auch erklären soll, dass 10 n.Chr. solche Wörter wie Ciao oder Okey-dokey fallen, was mich teilweise sehr gestört hat, aber ansonsten ist der Schreibstil sehr angenehm und erfrischend unkompliziert.

Josua wird manchmal etwas zu naiv dargestellt und auf das Thema der Keuschheit wird stellenweise zu viel eingegangen, müsste meiner Meinung nach nicht unbedingt sein.

Engel Raziel wird fast schon dumm dargestellt. Biff stellt sogar die These auf, dass die Blondinen-Witze daher kommen, weil die meisten Engel blond sind. :D

Aus Biff wurde ich nicht wirklich schlau, teilweise ist er die Dummheit in Person und nur kurze Zeit später gibt er etwas unglaublich intelligentes von sich.

Dafür wird Maria Magdalena, als die perfekte Frau dargestellt. Die heimliche Liebe von Josua. Die einzige Frau, bei der er in Versuchung kommen könnte. Das sie im Buch Maggie genannt wird, fand ich auch nicht wirklich gelungen, aber ständig Maria Magdalena zu schreiben, war wohl zu lang.

Der Anfang war wirklich witzig, aber irgendwie geht der Witz auf der Reise nach Osten verloren. Mit 14 machen sich die beide auf die suchen nach den drei Weisen, weil Josua nicht weiß wie man Messias werden kann und erhofft die notwendigen Antworten von Balthasar, Kasper und Melchior zu bekommen. So bekommt man zumindest eine „glaubwürdige“ Begründung für Josuas Lebenseinstellung und –philosophie.

Wenn Christopher Moore geschafft hätte den Witz über die ganze Handlung zu bewahren, wäre das Buch einfach nur genial, leider gelingt es ihm nicht, trotzdem ist das Buch lesenswert für Gläubige und Atheisten.*ja*

Hathor
13.02.2008, 08:25
@Lena: ich dachte schon, als du dich in Ich lese gerade sehr enthusiastisch über den Biff geäußert hast: warte mal ab...

Ich hatte große Erwartungen an das Buch. Erstens kannte ich von Moore schon Ein todsicherer Job (muss ich mal vorstellen, ein tolles Buch), zweitens fand ich die Grundidee einfach originell und komisch.

Leider hat es Moore nicht geschafft, den sprühenden Witz der ersten 50 Seiten das ganze Buch lang durchzuhalten. Mit der Zeit verdümpelten Sprachwitz und Kreativität in Langeweile und Klamauk.

Der Anfang ist stark, rasant, atmosphärisch und witzig. Aber sehr bald verflacht das Ganze zu langweiligem und langatmigem Unsinn. Die Sequenzen bei den drei Weisen sind an den Haaren herbeigezogen und nur ansatzweise humorvoll oder originell.

Erst auf den letzten 100 Seiten kommt Moores Erzähltalent wieder an die Oberfläche. Die Bergpredigt bzw die Vorbereitung derselben gehört zum Witzigsten, was ich je gelesen habe. :D

Manchmal hatte ich den Eindruck, den Mittelteil des Buches hätte jemand anderer geschrieben, der lange nicht Moores Schreibtalent besitzt.

EinfachSo
04.08.2009, 15:55
also ich kann mich eurer Meinung nicht ganz anschließen....
ich fand das Buch bis auf ein paar Kapitel durchgehend witzig und ich hab auch Tränen gelacht als er zum Beispiel bei Balthasar auf auf den ungebetenen "Gast" stößt und der in dann veräppelt... naja - für mich wars sau-komisch :D
ein Teil der für mich wirklich etwas flach und fast langweilig war - war der Teil bei Melchior - ok - da hatte Moore wirklich nachgelassen aber sonst - nein sonst fand ich das Buch super und witzig!
von mir eine Leseempfehlung und ich werde es gleich mal besorgen, weil dieses Buch bekommt mein Onkel fix geschenkt *grins*

Koboldkind
08.08.2009, 21:32
Meine Beurteilung ist nicht ganz so objektiv, vor allen weil ich damit sentimentale Erinnerungen verbinde. Die Geschichte selbst hat mir aber sehr gut gefallen, ist es doch mal eine schöne Geschichte über die Theorie, was Jesus in seinen 18 Jahren abwesenheit so getrieben (oder eben nicht ;) ) haben könnte. Und zumindest war er nicht in Japan ^^"
Ob der Witz im Mittelteil abflachte kann ich nun nicht mehr sagen, aber wenn ich schon nicht am lachen war, so habe ich doch zumindest ständig in mich hineinschmunzeln müssen. Biff ist wirklich ein wunderbar sarkastischer Charakter, nur getoppt durch Raziel.
"Ich bin gut im Wetter machen."
... Jaaa...

dugie
09.08.2009, 16:21
Das Buch habe ich von einem Lieben Freund geschenkt bekommen und war erst skeptisch.
Ich suche immer wirklich witzige und unterhaltsame Bücher, nur kommen diese mir selten unter (den letzten Tipp, dem ich aufgelaufen bin war "Maria ihm schmeckt's nicht" - fand ich gähnend langatmig).
Nun ja - die Bibel nach Biff habe ich dann mal im Urlaub gelesen und fand es recht unterhaltsam. Kann die Empfehlung auch nur weitergeben es selber mal zu lesen. Wenn ich alleine da sitze und lauthals vor mich hin lache ist es dem Autor wohl gelungen etwas witziges zu Papier zu bringen ...

Haramis
09.08.2009, 21:06
Ich fand das Buch gut. :)

Vor allem am Anfang und am Ende sehr witzig. Aber auch ich fand, dass es in der Mitte Längen hat.
Die Drei Weisen sind etwas sehr *hüstel* unrealistisch (abgedreht ;)) dargestellt.