Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wortvorgabe
So ich hab mir dann auch ein Spiel einfallen lassen. Etwas für die Schreiberlinge unter euch.
Vorgabe sind fünf Wörter, irgendwelche.
Ich nehme mal Gießkanne, Kerker, Fahrrad, Tau und Uniform.
Daraus sollte dann eine kleine, nette Geschichte entstehen, je skurriler desto besser. Am Schluss einfach fünf neue Wörter drunter schreiben und der nächste ist dran. Bin schon gespannt was da zustande kommt.
Ich hab da mal was zusammengeschustert::D
Auf dem Land erzählt man sich viele Geschichten. So auch die vom jungen Wächter, der vor 200 Jahren im KERKER des naheliegenden Schlosses eingesperrt wurde. Da man ihn bis heute nicht befreite, spukt sein Geist noch immer durch die Verließe.
Zwei Kinder - wohl die einzigen, die jener Geschichte Glauben schenkten - machten sich an einem frühen Sommermorgen auf den Weg zu besagtem Schloss. Jedes der beiden Geschwister schwang sich auf sein FAHRRAD und schon ging es los, durch den frischen MorgenTAU.
Am Ziel angekommen, stiegen der Junge und das Mädchen hinunter zu den finsteren Kerkern. In einem der hinteren Verließe erspähte das Mädchen eine UNIFORM. Sie erschrak, denn darin verbarg sich ein Skelett. Verstört wich sie einen Schritt zurück und polterte gegen eine rostige alte GIEßKANNE, die unmittelbar hinter ihr stand. Daraus rutschte ein Schlüssel, mit dem die Geschwister den Geist befreien konnten. Dieser bedankte sich ausgiebig und ward seither nie mehr im Schloss gesehen.
Ist das ungefähr so wie Du es Dir gedacht hast?
Ehe ichs vergesse, hier meine 5 Wörter:
Flugzeug, Wald, Apfel, Haus, Straße
Der Nächste bitte.....
Das ist schön, das hab ich ewig nicht gemacht. :)
Flugzeug, Wald, Apfel, Haus, Straße
Drei Hexen waren es, die in dem kleinen Flugzeug saßen. Drei Hexen, die nur jemand erkannt hätte, der sich ein wenig mit Hexen auskannte, denn äußerlich sahen sie aus wie drei Frauen, die sich mit Plastikbesteck über ihre lauwarmen Nudeln hermachten, die ihnen gerade zusammen mit etwas Obst serviert worden waren.
Aber es war gerade niemand da, der sich mit Hexen auskannte.
Das Flugzeug schwebte gerade über einen großen Wald, als eine der Drei plötzlich einen markerschütternden Schrei ausstieß.
"Apfel".
Die anderen zwei drehten sich verdutzt zu ihr um. "Was?"
"Apfel", wiederholte die Erste beharrlich und starrte aus dem Fenster.
"Sie blickt wieder in die Zukunft", hauchte die Dritte erfürchtig und vergaß ihre Nudeln für einen Augenblick. "Was siehst du noch?"
Die Erste starrte weiter aus dem Fenster. "Ein Haus. Und eine Straße. Und über die Straße läuft ein Wolf auf uns zu."
Die Zweite runzelte die Stirn. "Das ist höchst merkwürdig. Und was bedeutet das?"
Die Dritte zuckte mit den Achseln und schob sich die Gabel in den Mund. "So besonders ist es nicht. Sieh mal aus dem Fenster, an dem Haus sind wir gerade vorbei. Wir stürzen ab. Und jetzt gib ihr endlich ihren verdammten Apfel."
Mehr fiel mir auf die Schnelle nicht ein...:D
Hier die nächsten 5:
Wanderung, Glas, Hügel, Teppich, Kröte........
Wanderung, Glas, Hügel, Teppich Kröte
An einem sonnigen Tag, irgendwo in der Stadt an einem Fenster, saß in einem GLAS eine gelangweilte KRÖTE.
Sie blickte hinaus auf die Strasse und dachte sich:"Es ist sooo langweilig hier drin. Ich will endlich hinaus in die weite Welt. Hier habe ich lange genug den Wetterfrosch gespielt. Ich verschwinde hier."
Gedacht, getan. Mit einem Satz sprang sie aus dem Glas, hinunter auf die Fensterbank und von da aus direkt auf den herrlich weichen TEPPICH. Die Tür stand offen, sie huschte hinaus und endlich befand sich die Kröte mitten auf der belebten Strasse wieder.
Nun sollte ihre WANDERUNG beginnen. Sie hüpfte und hüpfte, wurde fast getreten von den eiligen Schritten der Menschen, wurde fast überrollt von den vorbeirasenden Autos. Bis plötzlich: "Quak, Quak", auf einem kleinen HÜGEL, nicht weit entfernt, da saß ein Frosch. "Beeil dich, wenn dir dein Leben lieb ist", sagte dieser. Die Kröte hatte natürlich noch nie einen Frosch gesehen. "Wer bist du"?, fragte sie den grünen Gesellen. "ich bin ein Laubfrosch und lebe schon lange hier mitten in der Stadt, am einzigen Fleck, wo es noch einigermassen ruhig ist", erklärte der Frosch. Er fühlte sich gestört vom ständigen Lärm in der Stadt. Der Kröte hingegen gefiel es recht gut hier und hüpfte sofort in den kleinen Teich direkt vor ihr.
Also beschlossen die beiden kurzerhand ihr Leben zu tauschen. Von diesem Tag an saß die Kröte glücklich und zufrieden in ihrem Teich, und wenn sie ganz still war und sich konzentrierte hörte sie von irgendwoher das leise "Quak, Quak" eines Frosches in einem Glas, irgendwo auf einer Fensterbank....
Die Geschichte ist aus.:) Hier meine neuen 5 Wörter:
Hund, Auto, Musik, Nest, Burg
@ Nijura also mit dem Nest hatte ich echt Schwierigkeiten :) aber es soll ja auch nicht zu einfach sein.
Hund, Auto, Musik, Nest, Burg
Das Geräuschs eines in die Auffahrt biegenden Autos erweckte meine Aufmerksamkeit, als ich das letzte Nest nach Eiern durchsuchte. Vor Aufregung hätte ich fast den Korb fallen lassen, dass hätte ein schönes Donnerwetter gegeben. Ich legte ihn vorsichtig ins Heu und stürzte ich in den Hof. Tatsächlich, es war Papas Auto. Papa war da. Endlich. Papa.
Ich stürmte auf ihn zu, ließ ihm kaum Zeit aus dem Wagen zu steigen und fiel ihm um den Hals.
"Ich hab eine Überraschung für dich Jan", hörte ich ihn sagen. "Los, steig ein. Mama weiß bescheid, hab sie auf dem Weg hierher angerufen.
"Was für eine?"
"Steig ein, wir müssen sie erst holen." Während ich auf den Beifahrersitz platz nahm, drehte Papa die Musik leiser, kurz darauf fuhren wir los.
Wir fuhren einen steilen Waldweg hinauf und ich wollte wissen, wieso wir uns auf den Weg zur Burg machten. Doch Papa wollte mir nichts verraten.
"Das wirst du schon sehen Jan, wir sind ja gleich da." Ungeduldig knabberte ich an meinen Fingernägeln herum. Wir erreichten den Burghof, wo uns schon der Eigentümer erwartete. Wir begrüßte ihn und folgten ihm. Ich war ganz zappelig vor Erwartung, denn mir war klar, dass hier irgendwo meine Überraschung verborgen war. Ich fand mich im Stall wieder und blickte mich verwirrt um. Kurz darauf vernahm ich ein leises Winseln aus einer dunklen Ecke. Neugierig folgte ich dem Geräusch. "Papa?! Einen Hund? Bekomme ich wirklich einen Hund?" Papa nickte und ich war überglücklich.
So und die neuen: Aura, Bilderrahmen, Maus, Baumstamm, Reise
Aura, Bilderrahmen, Maus, Baumstamm, Reise
Enttäuscht und sehr verletzt trat sie durch die Haustür und ließ ihr Gepäck achtlos auf den Boden fallen. Etwas klirrte in der Reisetasche. Sie öffnete den Reißverschluss, kramte darin herum und eine Scherbe stach ihr schmerzhaft in den Finger. Sie verzog das Gesicht, während sie den BILDERRAHMEN aus der Tasche zog. Sein unverschämtes Grinsen machte sie nun wütend. Er hatte ihr vorgeheuchelt, er freue sich auf ihre Rückkehr, weil er sie ja soooo sehr liebte. Von wegen.
2 Stunden lang wartete sie vergeblich am Flughafen, redete sich ein, ein Stau sei schuld. Dann rief sie ihn vom Handy aus an und musste sich mit der Mailbox begnügen. Er hätte jetzt keine Zeit, war die Ansage. Und er wusste sehr genau, wann sie von ihrer REISE zurückkam.
Sie schritt zur Balkontür, öffnete sie und trat hinaus. Ihre Blicke verfolgten eine kleine MAUS, die quer durch den Garten huschte, hinter den Apfelbaum.
Der Apfelbaum. Hatte sich da nicht gerade etwas hinter dem BAUMSTAMM bewegt? Sie blinzelte in die Sonne. Waren das schon wieder die Nachbarskinder? Nur zu. Sie war sowieso gerade in bester Stimmung. Doch hinter dem Baumstamm trat kein Kind hervor, sondern Er. Seine AURA strahlte geheimnisvoll, als er grinsend dem Gartenhaus zunickte. Einer nach dem anderen kam zum Vorschein. Mama, Papa, ihre besten Freunde. "Überraaaaschuuuung!" riefen sie, im Chor.
Wer wagt sich an die nächsten 5?
Buch, Unterschlupf, Regenschirm, Notizen, Käfig
Buch, Unterschlupf, Regenschirm, Notizen, Käfig.
Schon seit einiger Zeit saß er in seinem Unterschlupf, mit einem Buch in der Hand. Doch bald wurde er des Lesens überdrüssig, er schlug das Buch zu und starrte in´s Leere.
Vielleicht hätte ich nicht von zu Hause weglaufen sollen... Aber hier finden sie mich sowieso nicht, schoss es ihm durch den Kopf.
Es sei denn... plötzlich bekam er ein ungutes Gefühl. Es sei denn, sie finden die Notizen, die ich zu meinem Unterschlupf gemacht habe!
Er bekam es mit der Angst zu tun.
Er lief zu einer kleinen Öffnung und sah hinaus, erblickte durch den Regen seine Eltern mit einem Regenschirm, sie gingen direkt auf den Unterschlupf zu.
Doch er erkannte noch etwas, dass sein Vater trug. Es war....
Ein Käfig!
So in Panik, war er nicht mehr imstande, klar zu denken. Seine Eltern betraten bald den Unterschlupf, fingen ihren widerspenstigen Sohn ein und brachten ihn nach "Hause". Man hörte nie wieder auch nur irgendetwas von ihm.
:D
So, nächste Wörter:
Marsch, Wald, Böse, Licht, Schwert
Verräter
15.10.2008, 11:41
,,Gut, Gut... fangen wir noch einmal von vorne an!", begann ich mein Selbstgespräch. Zumindest würde es für einen Außenstehenden wie eines wirken, schließlich war ich völlig alleine in diesem Wald.
,,Wir Marschieren jetzt bis zum Ende Der Welt, an dem ein Wald in dem keine Bäume wachsen, weil dort das ultimative Böse lebt, dass...", ich zögerte kurz, ,, was wollte es nochmal?"
Daraufhin erklang eine Stimme in meinem Kopf, ohne einen lästigen Umweg durch die Ohren zu machen.
"Die Welt zerstören.", erklang es ohne jegliche Betonung.
,,Ahh.. ja! Richtig!", rief ich voller gespielter Begeisterung aus, ,,Darauf hätte man kommen können."
Ich ordnete meine Gedanken, der Plan war zwar nicht sonderlich kompliziert, aber schließlich hing das Schicksal der Welt davon ab!
,,Dann haue ich dich in den Stein..."
,,Ein Kristall!", unterbrach die Stimme mich.
,,In den Kristall, du leuchtest auf und dein Licht besiegt das Böse. Danach herrscht dann ewiger Friede auf der Welt?"
,,Nicht ewig", korrigierte es mich, ,,Nur für Fünfhundert Jahre, danach muss ich zu einem anderen Kristall. Das Böse ist geschickt, weißt du? Man kann es nicht töten, deshalb sucht es sich immer eine neue Stelle, nachdem ich es besiegt habe - und das dauert eben seine Zeit."
,,Und warum ausgerechnet das Ende der Welt? Es hätte doch auch in der nächsten Stadt bleiben können, dann würden meine Füße jetzt nicht so weh tun."
Ich finde, wenn man 3 Stunden über unebenes Gelände läuft und dabei mit einem Schwert redet, das den Hang besitzt alles was du sagst zu korrigieren, hat man das Recht dazu, zu meckern! Ich konnte ja nicht Ahnen, dass es nach fünfhundert Jahren Einsamkeit so schnell die Geduld verlieren würde...
"Gut mein Junge! Wenn du die Welt nicht retten willst, dann geh doch einfach zurück!", es wirkte wirklich sauer, ,,Leg mich einfach ins Gras. IRGENDWANN wird schon ein "richtiger Held" auftauchen, der gewillt ist, dass man noch in tausend Jahren Lobeshymnen auf seinen Namen singt!"
Ich nahm es in Beide Hände.
,,Wie hieß der letzte, vor einem halben Jahrtausend?"
"Vrjkyy Nbumur Skraait! Ein wild entschlossener Krieger, das Bild von einem Mann!"
Nach einer kurzen Überlegung kam ich zum Schluss: ,,Nie gehört!" und lehnte die Klinge an einen alten Baum.
Ich glaube es rief mir noch etwas hinterher, ich bin mir aber nicht sicher was es war.
In diesem Moment verpasste der Dorfälteste dem jungen einen harten Schlag mit seinem Stock. "Du Idiot!" Dann sah er in den roten Himmel, schon bald würde die Dunkelheit auch diesen Teil der Welt erreichen.
,,Ich konnte ja nicht ahnen, dass es recht hatte. Ich dachte es, oder ich, wäre verrückt."
Nächste Worte:
Tee, Tor, Ferne, Nadel und (*grübel*) Blick.
Ollowain
15.10.2008, 21:00
Tee, Tor, Ferne, Nadel und Blick.
Ich hob meinen Blick. Da zog sie davon. Samira, das einzige Mädchen, das ich je geliebt hatte. Sie setzte einen Fuß vor den anderen, darauf bedacht, nicht zurück zu sehen. Zu mir... und es sich doch noch anders zu überlegen.
Sie lief und lief. Bald konnte ich die Glöckchen, die sie auf ihren Rock genäht hatte, nicht mehr hören.
Der Wind frischte auf. Mir standen Tränen in den Augen. Nicht nur wegen des Windes. Vor meinem inneren Auge lief all das, was wir zusammen erlebt hatten nocheinmal ab.
Wie wir spätabends am Feuer saßen und süßen Tee tranken, wie wir durch den Wald spazierten, auf der Suche nach Pflanzen, die sie für ihre Kräutertinkturen benötigte, wie wir durch einen klaren Bach wateten, uns gegenseitig mit dem eiskalten Wasser bespritzten. Ich erlebte nocheinmal, wie sie lachte, wie sie tanzte, wie sie sang. Ich spielte in Gedanken nocheinmal die Begleitung dazu auf meiner Flöte. Kugelte und balgte mich noch einmal mit ihr im Gras. Küsste nocheinmal den Finger, in den sie sich versehentlich mit einer Nähnadel gestochen hatte. Fühlte nocheinmal jene unglaubliche Geborgenheit.
Aber das alles jetzt war es vorbei. Für immer. Aus, Ende Schluss.
Samira hatte ihren Weg gefunden. Würde ihn bis zum Ende gehen. Egal, ob es bitter oder süß sein würde. Ganz egal...
Ich sah noch ein letztes Mal nach ihr; einem winzigen Punkt in der Ferne.
Es würde wieder aufwärts gehen, das wusste ich. Aber jetzt fühlte ich mich schlaf. Ausgelaugt. Ich brachte kaum die Kraft auf, das Tor hinter mir zu schließen. Vielleicht hoffte ich ja insgeheim noch, sie käme zurück.
Doch ich wartete vergebens. Nie wieder hörte ich von ihr.
Neue Worte: Traum, Wolf, Bildhauer, Prärie, Wächter
Definitiv ein nettes Spiel^^
PoiSonPaiNter
16.10.2008, 19:38
Traum, Wolf, Bildhauer, Prärie, Wächter
Als ich eines morgens schweißgebadet aus einem anstregenden Traum erwachte, rieb ich mir verdutzt die müden Augen, denn noch vor nicht einmal 13 Sekunden war ich der oberste Wächter einer Antiken Stadt mitten in der Prärie, umgeben von Meilenweitem
Nichts,
einzig Staubwölkchen wagten es sich hier einem den Weg zu stellen, sollte man versuchen der Einsamkeit zu entfliehen und sich in das totbringende Gelände zu begeben, wodurch meine Arbeit dort recht mühsam und eingeschränkt war, aber nun da ich wach war erhob ich meine noch tauben Glieder und schritt zum Fenster um die Jalousien zu öffnen, dabei fiel mein Blick auf eine Statue (http://nazgul666-rr.pytalhost.de/coppermine/albums/Neubrandenburg/normal_P1010103.JPG) die der berühmter Bildhauer Max Mustermann angefertigt hat als Symbol für seine Verbundenheit mit seiner Heimat, dieses Werk rief wiederum meinen Traum zurück in meine Gedanken, denn eben solch ein Wolf säumte beidseitig den Eingang des großen Tempelkomplexes in meiner Traumstadt, ob es sich dabei wohl um eine Vision über das Leben in meiner neuen Heimatstadt dreht, dass dies nur ein Gefängnis ist, ohne Chancen auf Flucht oder Zukunft?
:D Btw das ist EIN Satz! :D
Neue Wörter: Antike, Mond, Egoismus, Vogelscheuche, Fledermaus
Ollowain
22.10.2008, 20:08
Antike, Mond, Egoismus, Vogelscheuche, Fledermaus
Irgendwann vor langer langer Zeit... In einem Land weit weit weg...
Genauer gesagt im antiken Griechenland:
Der Beamte Serafeim sitzt in einem Korbstuhl auf der Terrasse seines Hauses und genießt die letzten Strahlen der untergehenden Sonne. Gerade als der Mond aufgeht tritt seine Gattin Tasia wutentbrannt hinzu.
"Du alter, Egoist!", beschimpft sie Serafeim.
"Bei den Göttern, was habe ich denn verbrochen, dass du mich so beschimpfst, Geliebteste?"
"Versuch bloß nicht, dich einzuschleimen, alte Vogelscheuche!", faucht sie ihn an. "Ich weiß genau, dass du das ganze Zuckerwerk gegessen hast, das ich für mich habe verwahren lassen!"
"Wegen des bisschen Zuckerwerks machst du so einen Aufstand?"
"Wenn es denn nur einmal wäre! Aber das war mindestens das zwanzigste Mal, dass du es mir wegisst!"
"Das sechsunzwanzigste..."
"Was bitte?"
Serafeim räuspert sich. "Ich wollte sagen, dass du dieser Fledermaus von Bediensteten sagen sollst, dass sie es das nächste Mal besser verstecken soll."
Tasia starrt ihn mit offenem Mund an.
"Ist doch wahr. Entweder sie versteckt es in der Küche, in der Vorratskammer, in irgendwelchen Privatgemächern oder im Weinkeller. Also ganz so einfallslos bin ich auch wieder nicht."
Neue Wörter: Hase, Schinken, Training, Stuhl, Säule
Nangyala
14.01.2009, 20:09
Neue Wörter: Hase, Schinken, Training, Stuhl, Säule
Ein Hase spazierte an einem Waldrand entlang und genoss die schöne Umgebung.
Er wollte gerade seine zwei Jüngsten von Frau Eule zum Renn-Training abholen.
Denn ein Hase muss schnell sein, muss rennen und Haken schlagen.
Nach wenigen Momenten kam er auch bei Frau Eule an die ihm schon die Tür geöffnet hatte.
"Hallo, Hase! Heute bist Du ja früh dran, setze Dich derweil auf einen Stuhl, ich rufe die Kleinen herbei.", schuhute sie.
Der Hase nahm dankend Platz und sah sich im Haus der Eule um. Es war riesig und schön eingerichtet,
mit vielen Bildern, Mosaiken, Teppichen und Säulen, denn die Eule war so weise und gescheit, dass sie Tierärztin wurde und einen Haufen Eicheln verdiente.
Eicheln, das Zahlungsmittel im Wald, wurden von allen Tieren höchst geschätzt. Nur einen Bösewicht gab es,
das Eichhörnchen. Es brach überall ein und stahl die Eicheln um sie zu verspeisen. Doch es wurde gefasst, stand in der Tierzeitung, und eingesperrt. Mehr schrieben sie darüber nicht.
Plötzlich erschien die Eule mit den Hasenkindern. Der Hase bedankte sich herzlichst, gab der Eule vier Eicheln, nahm seine Kleinen an den Pfötchen und verlies das schöne Haus.
"So, meine Kinder, jetzt müssen wir uns beeilen dass wir schnell zum Training kommen. Kommt, wir nehmen eine Abkürzung durch den Wald, das geht schneller!"
Die Eule sah den drei Verschwindenden noch nach und runzelte die Stirn.
Papa Hase bog ein in den Wald, doch die Kinder stockten ein wenig.
"Aber Papa? Mama sagte, wir dürfen nicht hinein, da doch der Herr Wolf wohnt. Sie meinte, er sei sehr gefräßig und würde uns verspeisen, da der dicke Wolf immer Hunger hat! Sie erzählte uns auch das Märchen vom Rotkäppchen, die hat der Wolf auch gegessen.."
Papa Hase lachte auf und sagte:
"Ach Kinder, Rotkäppchen ist doch nur ein Märchen! Ihr seid doch schon groß genug um nichtmehr an Menschen zu glauben. Kommt, ich beweise euch, dass es den Wolf nicht gibt. Kommt nur mit!". Schon bog er die dichten Zweige auseinander und hüpfte in den Wald. Die beiden Kleinen schauten sich an. "Und er hat doch Unrecht. Es gibt das Rotkäppchen. Und den Wolf! Die Mama lügt nicht - oder?" Verunsichert guckten beide in den Wald, folgten ihrem Papa aber trotzdem.
Sekunden später hörte man ein lautes Kreischen. Erschrocken sahen sich die Hasenkinder an und duckten sich unter einem duchten Busch durch wo sie Sicht auf eine Lichtung hatten.
Und da sahen sie es:
ein gigantischer Wolf und ein Mädchen, umhüllt mit einem roten Mantel und einer roten Kapuze, hatten den Hasenpapa in ihrer Gewalt.
"Sooo, Du glaubst also nicht an uns? Jetzt, wo wir vor Dir stehen - glaubst Du nun? " knurrte der Wolf. Das kleine Mädchen ganz in rot kicherte nur und hüpfte von einem Bein auf das andere.
"Schatz", kicherte sie den Wolf an, "machen wir heute Hasenschinken?". Der Wolf nickt und sabberte den Hasen voll.
"Ja, er wird uns schmecken. Zwar ist nicht viel dran, aber einen saftigen Schinken können wir daraus gewinnen!"
Rotkäppchen kramte in ihrem Beutel, holte ein langes Messer heraus und wetzte es an einem herumliegenden Wackerstein. Ein Geschenk der Geisslein an den Wolf.
Das Mädchen kicherte und kam näher.
Nun packte die beiden Hasenkinder der Mut und sie sprangen aus ihrem versteckt und rannten zu ihrem Papa.
"Nein! Das dürft ihr nicht! Ihr könnt doch nicht unseren Papa essen?"
Rotkäppchen und Wolf sahen sich an - und lachten los. Beide lachten Tränen, als sich plötzlich ein Gebüsch auseinanderbog.
"Mama!" riefen die Jungen, der Hasenvater war starr vor Angst und konnte sich nicht rühren.
Die Hasenmutter lachte schallend und umarmte ihre Kinder, die jetzt vor Erleichterung weinten.
Sie drehte den Kopf und blickte zu ihrem Mann, der immernoch zwischen Rotkäppchen und Wolf lag und sich nicht rührte.
"Und Du, mein Freund.. Wir werden uns jetzt unterhalten!". Sie lies die Kinder los und ging zu ihrem Mann.
Sie griff nach seinen Ohren und zog ihn daran auf die Beine. (Jetzt wisst ihr, warum Hasen lange Ohren haben, weil sie nicht hören wollen!)
"Mein geliebter Schatz, wenn ich sage, ihr sollt nicht in den Wald, dann sollt ihr nicht in den Wald! Es ist einfach noch zu gefährlich für die Kinder, was, wenn sie sich verlaufen?".
Der Hasenpapa schämte sich in Grund und Boden und schwor, dass er niewieder das Gegenteil von dem macht was seine Frau sagt. (Merkt euch das, Männer, wir können auch an euren Ohren ziehen!:D)
Rotkäppchen gab dem Wolf Fünfe und hakte sich bei ihm ein.
Die Hasenmutter gab den Beiden einen Korb voll von köstlichen Dingen, wie etwa Kuchen, Wein, Hühnchen und dergleichen.
Der Vater, als er wieder halbwegs normal war, fragte in die Runde, woher denn der Wolf, das Mädchen und seine Frau wussten, dass er in den Wald gehen würde.
Seine Frau zwinkerte und meinte:
"Wir Frauen, wie Du weisst, sollten immer zusammenhalten.
Frau Eule rief mich an und teilte mir mit, dass ihr in den Wald eingebogen seid, obwohl ich es euch verboten hatte.". Wieder begann sie zu kichern und holte ihr Mobiltelefon aus ihrer Felltasche. Sie tippte die Nummer der Eule ein und erklärte, dass alles genau so stattgefunden hat wie sie es sich ausgedacht hatten.
Der Hasenvater war in diesem Moment so perplex, dass er nichtsmehr sagen konnte.
Rotkäppchen meinte dann, dass sie und der Wolf jetzt weitermüssten, da sie noch ein paar Assassinenaufträge zu erledigen hätten.
Sie drehten sich um und gingen, doch Rotkäppchen drehte sich noch einmal um, blickte den Hasenvater an und grinste.
"Bis zum nächsten Mal!". Sie legte ihren Kopf in den Nacken, lachte hell auf, sprang auf den Rücken des Wolfes und beide galoppierten davon.
Die Hasenfamilie nahm sich an der Hand und ging nach Haus' -
und jetzt ist die Geschichte aus.
Hmm..
5 neue Wörter?
Kuchen, Hufeisen, Metzger, CD-Player, Gehirn
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