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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Stephenie Meyer: Bis(s) zum Morgengrauen - Teil 2


Rusch
14.02.2008, 10:45
1. Lesezirkel im Forum:

Stephenie Meyer - Bis(s) zum Morgengrauen
Originaltitel: Twilight
Carlsen Verlag, 512 Seiten


Hier nur posten, was die zweite Hälfte des Buchs betrifft!

Rusch
18.02.2008, 08:56
Ich habe jetzt mal für die Schnellleser den zweiten Thread aufgemacht.

Lena
19.02.2008, 18:30
Habe immer noch kein Problem damit, dass Edward so perfekt dargestellt wurde, aber das dies ständig erwähnt wurde*nein*. Zwischendurch habe ich gedacht: Ich habe es schon verstanden, dass er gut aussieht, man braucht nicht hundertmal auf einer Seite schreiben, dass er engelhaft aussieht. Das hat schon genervt, daher war ich schon erleichtert, dass die Handlung nicht nur um das Schmachten von Bella drehte und etwas unerwartetes passierte.

Das erste Treffen mit der „Familie“ war schon sehr interessant. Bella wurde fast von jedem mit offenen Armen empfangen. Man erfährt etwas mehr von der Vergangenheit der Cullens und das Haus wurde sehr einladend beschrieben. Obwohl nicht mit einander verwand, verhalten sie sich sehr familiär, zumindest hatte ich den Eindruck, als das Baseball-Spiel stattfand.

Und schon tauchen fremde Vampire auf der Bildfläche. Zwar habe ich mit dem Kampf Jacob und Edward falsch gelegen, aber ich denke James war eine bessere Lösung. Er ist ein Tracker und vertreibt sich die Zeit, in dem er sich eine bestimmte Beute bis zum bitterem Schluss verfolgt. Das er Bella, als sein Ziel aussucht, war klar und brachte endlich eine Wendung in die Handlung.

Bella beweißt, dass sie strategisch denken kann auch unter sehr hohem Druck und es wird vorgeführt, wie selbstlos sie handeln kann. Sie nimmt ihr unvermeidliches Schicksal an und versucht dabei die „Außenstehende“ rauszuhalten, dabei begeht sie einen Denkfehler, weil sie nur der Köder ist und nicht gewünschter Gegner.

Den Abschlussball hätte Stephenie Meyer sparen können, aber wie könnte es auch anders sein, Edward hat es perfekt gemeistert.

Bella wird schon als ein Mitglied der Familie angesehen und somit wird eine Geburtstagsfeier organisiert, die leider schief geht, aber es kommen ja noch zwei Bücher, daher....

Rusch
19.02.2008, 20:37
Also mit dem Besuch bei Edwards Familie gewinnt das Buch nach langem Durchhänger endlich wieder an Fahrt. Ich dachte schon, Stephenie Meyer wollte diese höchst emotionale Edward vergöttern bis zum Ende durchziehen. Das ware auf die letzten Seiten hin ganz schön hart geworden. So aber kommt endlich mal ein bißchen action in das Buch.

Heute werde ich die Lektüre wohl beenden und dann weiß ich mehr.

Der Abschlussball überrascht mich gar nicht. Eine gute, amerikansiche Teenager High School Geschichte kann nicht ohne die "Night of the Proms" enden, oder?
Aber mir wäre auch lieber gewesen, sie hätte dieses Klischee ausgespart.

Mila
20.02.2008, 16:25
Und weiter geht's!

Was mir sehr am Anfang des 2. Teils gefällt ist, dass endlich mehr über die Vergangenheit von Edward und den Cullens erzählt wird.. Er ist also 1901 geboren, huh? Dann muss ich mal ganz klar feststellen, dass er sich nicht seinem Alter entsprechend verhält.
Jeder Vampir hat also seine eigenen Superkräfte.. Das ist auch mal was Neues. Also ich hab jedenfalls noch nicht von Vampiren gehört, die unterschiedliche, tolle Kräfte haben.
Alice finde ich übrigens interessant und ich glaube, sie wird noch wichtig werden.

So, kommen wir zu Edward. Also ich kann mir nicht helfen.. Der wird bei mir immer mehr zur ...Witzfigur. Ja, ich weiß.. Wahrscheinlich bin ich die Einzige, die das so sieht... Aber dadurch, dass er immer wieder mit den gleichen Worten so übertrieben beschrieben wird, alles kann (--> ich füge hinzu: Er ist ein Gott im Klavier spielen) und einfach DER Übercharakter ist, verliert er bei mir an Glubwürdigkeit..

Bellas Handeln konnte ich auch zum Teil gar nicht nachvollziehen.. Da erzählt ihr Edward, dass er jeden Tag in ihr Haus einbricht und sie beim Schlafen bespannt, und sie regt sich nicht darüber auf? Okay, sie ist verliebt, aber trotzdem finde ich sowas total unverschämt.. Das würde ich niemandem durchgehen lassen. Achso.. sie reden ja auch das erste mal über Sex.. Ich glaube das wird's in dem Buch eh nicht geben, aber ich wäre sehr gespannt auf eine Sex-Szene.. Edward ist bestimmt ein Gott im Bett. Auf die Beschreibungen freu ich mich schon.

Nach dem Baseballspiel wird's ja jetzt endlich mal spannend. Dieser "Tracker" will natürlich Bella haben (wen auch sonst?). Die Geschichte nimmt jetzt mal richtig Fahrt auf und es plätschert nicht mehr so dahin.
Mal schauen, wie es weitergeht.

Rusch
21.02.2008, 13:06
Also ich bin jetzt durch. Stephenie Meyer ist eine durchschnittliche Autorin und richtig überzeugen kann sie mich nicht. Die Fortsetzungen werde ich mir jedenfalls nicht antun.

Hier meine ausführliche Rezi bei Fictionfantasy.de (http://www.fictionfantasy.de/article5605.html)

Saniya
21.02.2008, 22:25
Unter dem Aspekt einer Teenager-Love-Story betrachtet, ist das Buch ganz okay. Man kann Bellas Gefühle durchaus nachvollziehen und zum Schmunzeln gibt es auch hier und da mal was.
Aber es geht nunmal nicht nur um die erste große Liebe, sondern um Vampire. Und die werden meiner Meinung nach in dem Buch verharmlost, ja sogar ins Lächerliche gezogen. Die funkeln doch nicht in der Sonne!!!!!!*mph*
Neben den ganzen Beschreibungen des achso perfekten Edward, die ich hier im Einzelnen nicht mehr erläutern möchte,;) hat diese Stelle im Wald dem ganzen noch die Krone aufgesetzt.
Es gibt so viele Vampirgeschichten und wir alle haben unsere eigenen Vorstellungen von ihnen, doch Stephenie Meyer macht das irgendwie alles zunichte.ò.ó Vielleicht wollte sie ja einfach nur mal ausprobieren, wie es wirkt, wenn Vampire plötzlich gar nicht mehr so sind wie sie sich jeder vorstellt. Naja. dieser Versuch wäre dann meiner Meinung nach fehlgeschlagen.

Rusch
21.02.2008, 22:54
Ich musste ständig an die "Black-Ribboner" Vampire von der Scheibenwelt denken, die ja auch dem Blut Trinken abgeschworen haben und als Zeichen dafür ein schwarzes Band tragen. In "Weiberregiment" spielt einer eine wichtige Rolle und der hat Blut durch Kaffee ersetzt. :D

Saniya
21.02.2008, 23:03
Blut durch Kaffee ersetzt???? Naja, bis auf die Farbe ist es ja fast das gleiche:D
Ich kann mich noch dunkel an einen Film erinnern, den ich vor Jahren mal angesehen habe. Da lebten in einer Stadt gute und böse Vampire und die guten haben in einer Fabrik eine spezielle Sonnencreme entwickelt, trugen Sonnenbrillen und tranken künstlich hergestelltes Blut. Ich hab vergessen, wie der Film heisst, aber das war vielleicht ein Schwachsinn.....

Moon
22.02.2008, 17:24
Nun endlich bin ich auch durch. Und es war ein Vergnügen :)
Habe selten so lange in die Nacht reingelesen wie gestern^^

Erstmal zum Schreibstil:
Wie schon erwähnt, sehr flüssig und leicht zu lesen. Ich komme wirklich schnell beim Lesen voran. Die vielen Wiederholungen sind mir eig. gar nicht aufgefallen. Ich habe sowieso ein ziemlich eigenes Bild von Edward im Kopf ( ein gar nicht so göttliches, irgendwie will er nicht so wunderschön werden *grins* ) und lese die Beschreibungen von ihm deshalb wohl nicht so genau.
Außerdem gab es 3-4 Sätze, die ich partout nicht ganz verstehen wollte. Entweder waren sie unlogisch oder passten einfach gar nicht. Natürlich habe ich mir aber keine Notizen gemacht und mir lediglich eine falsche Seitenzahl gemerkt xD


Was ich allerdings sehr merkwürdig finde, ist die Tatsache, dass niemand außer Bella wirklich Interesse an den Vampiren zu haben scheint. Irgendwie beachten die anderen Schüler sie gar nicht richtig, obwohl Bella sie ja als sehr außergewöhnlich beschreibt. Jedenfalls fällt nur Bella die Veränderung von Edwards Augenfarbe auf. Und niemand hinterfragt die übernatürliche (unnatürliche) Schönheit oder das komische Verhalten der Cullens - außer Bella. Oder kommt mir das nur so vor?

Ja, das kam mir auch sehr merkwürdig vor. Zudem finde ich auch, dass die Geschichte von Jacob z.B. doch im Dorf die Runde machen müsste und die Einwohner da sicher mehr würden wissen wollen?

Und ist euch mal aufgefallen, dass Bella gar keine Freunde hat? Also in Phoenix meine ich. Sie bekommt ständig Emails von ihrer Mutter und das wars. Kann doch nicht sein, dass sie dort die totale Außenseiterin ohne einen einzigen Freund war und dann kommt sie nach Forks und kann sich vor Verehrern kaum retten und findet gleich neue Freundinnen?
Das kann ich auch nur unterstreichen. Ist ziemlich unlogisch, aber fügt sich gut in die ganze Atmosphäre der Geschichte ein :)

Ein anderer kleiner logischer Patzer, zumindestens unklar:
Edward erwähnt öfter, dass (Isa)Bella bloß auf sich aufpassen soll und nicht sterben solle xD
Entweder auf ihr lastet ein Fluch, seit sie in Forks ist, oder sie hatte in Phoenix einfach nru sehr viel Glück. Denn so viel Unfälle, wie ihr in Forks schon in der kurzen Zeit geschehen sind, hätten sie in Phoenix doch schon längst umgebracht? Da hat ja Edward auch noch nicht auf sie aufgepasst..

Und dass Edward Bella nur beschützt und begleitet, weil sie so lebensgefährlich tollpatschig ist und er nicht ihre Gedanken lesen kann, ist auch zweilhaft. Er sagt zwar, dass da noch mehr wäre ( und wird dann untebrrochen ), aber dass das eine Form von Liebe ist, ist auch etwas ungewöhnlich. Schön romantisch, aber nicht wirklich realistisch ;) Mir gefällts trotzdem :D

Schade finde ich, dass durch die kurze Beschreibung auf der Rückreite schon ein Teil der Spannung, und zwar das Mysterium um Edward, genommen wird. Aber das ist wohl unvermeidbar und es gibt trotzdem noch genug interessante Seiten an Edward zu entdecken.

Ein ziemlich wirrer Post, deshalb hier ein Fazitversuch:
Die anscheinend kitischige Story stört nicht, da ich zuvor nie Vampirgeschichten gelesen habe.
Die Protagonisten und die Atmosphäre gefällt mir sehr gut.
Der Schreibstil ist sehr gut.
Spannung zum zweiten Teil ist aufgebaut.

Rusch
22.02.2008, 20:24
Nun endlich bin ich auch durch. Und es war ein Vergnügen :)
Habe selten so lange in die Nacht reingelesen wie gestern^^

Ein ziemlich wirrer Post, deshalb hier ein Fazitversuch:
Die anscheinend kitischige Story stört nicht, da ich zuvor nie Vampirgeschichten gelesen habe.
Die Protagonisten und die Atmosphäre gefällt mir sehr gut.
Der Schreibstil ist sehr gut.
Spannung zum zweiten Teil ist aufgebaut.

Ich haben das Posting in den zweiten Thread verschoben. Dort sollten sich auch ggf. Endbewertungen des Buch find.

Zum Lesezirkel im allgemeinen: Wir liegen hier nicht im Wettstreit und es kommt auch nicht darauf an, den anderen von der eigenen Meinung zu überzeugen. Dem einen gefällt es: ok - dem anderen nicht: auch ok.
Macht Euch nicht zu viele Gedanken, was die anderen von Euren Worten halten, sondern schreit einfach nieder, was Euch auffällt. Da es Eure Meinung ist kann sie nie falsch sein.

Shiya
25.02.2008, 12:08
[...]Aber es geht nunmal nicht nur um die erste große Liebe, sondern um Vampire. Und die werden meiner Meinung nach in dem Buch verharmlost, ja sogar ins Lächerliche gezogen. Die funkeln doch nicht in der Sonne!!!!!!*mph*
Neben den ganzen Beschreibungen des achso perfekten Edward, die ich hier im Einzelnen nicht mehr erläutern möchte,;) hat diese Stelle im Wald dem ganzen noch die Krone aufgesetzt.
Es gibt so viele Vampirgeschichten und wir alle haben unsere eigenen Vorstellungen von ihnen, doch Stephenie Meyer macht das irgendwie alles zunichte.ò.ó Vielleicht wollte sie ja einfach nur mal ausprobieren, wie es wirkt, wenn Vampire plötzlich gar nicht mehr so sind wie sie sich jeder vorstellt. Naja. dieser Versuch wäre dann meiner Meinung nach fehlgeschlagen.

Ist das schlecht? Ich weiß nicht. Es gibt keine einheitliche Geschichte oder Regel, wie Vampire auszusehen, sich zu verhalten haben etc und wie du schon sagst, hat jeder seine eigene Vorstellung von Vampiren - meine zum Beispiel weicht nicht wahnsinnig von der Meyers ab (okay, ich habe sie mir nie in der Sonne glitzernd vorgestellt). Ich denke man kann Stephenie Meyer nicht zum Vorwurf machen, dass sie ihre eigene Vorstellung von Vampiren in das Buch hat einfließen lassen... Vielleicht hat sie deine nicht unbedingt getroffen, aber man kann sich doch auf was Neues einlassen?
Wer sagt uns denn, dass Vampire, wenn es sie denn gäbe, nicht genau so wären wie Meyer sie beschreibt ;) Also ich finde das nicht wirklich verwerflich....

Nun zum Ende des Buches.
Gerade der letzte Teil ist, wie ich finde, äußerst spannend. Obwohl ich nicht so ganz nachvollziehen konnte, dass Bella ihren Vater verletzen musste, um nach Phoenix zu reisen und er sie letzendlich ohne Erklärung wieder bei sich aufnimmt. Aber das ist wieder nur eine Kleinigkeit. Es geht bei dieser Jagd nicht mehr um die Liebesgeschichte zwischen Bella und Edward, sondern es kommt wirklich Spannung auf. Klar wusste man, dass Bella nicht sterben wird, aber ich habe doch irgendwie gehofft (oder vermutet), dass sie "verwandelt" wird ^^ Jedenfalls hat mir das Ende ziemlich gut gefallen und ich werde auf jeden Fall den nächsten Band lesen. Und das nicht zuletzt wegen der Leseprobe - die hat mir schon Lust auf Mehr gemacht *ja*

Saniya
25.02.2008, 21:49
@Shiya:
Natürlich ist das nicht schlecht;) Ich bin wohl nur etwas enttäuscht, weil meine Vorstellung von Vampiren nicht mit der Stephenie Meyers übereinstimmt. Hab mir halt was richtig schön schauriges drunter vorgestellt.
Aber ja. Auch ich werde die anderen beiden lesen. Die sollen nämlich noch spannender werden. (vorausgesetzt ich krieg den 2. Teil am Donnerstag zurück, den ich ausgeliehen habe;))
Ich habe bisher, was Vampire anbelangt, noch diese Trilogie von Nora Roberts gelesen. Und die war halt genau nach meinem Geschmack. So was ähnliches hab ich dann auch von Stephenie Meyer erwartet.

Warin
27.02.2008, 21:21
So, ich muss zugeben, ich sitz hier noch mit ganz roten Wängelchen, leicht außer Atmen und hab Teil 2 grad mehr oder minder in einem Rutsch gelesen.
Mich hat die Geschichte begeistert. Natürlich, Stephanie Meyer ist kein Michael Ende, mehr eine talentierte Hobbyautorin, die Geschichte hat keine Aussage, sondern ist trivial... aber durchaus mitreißend. Klar, über die Lobpreisungen von Edwards Schönheit bin ich irgendwann nur noch hinweggeflogen, was mir mit der englischen Ausgabe vielleicht ein wenig leichter gefallen ist. Hier hätte ein Lektor in der Tat korrigierend eingreifen sollen.

Aber ansonsten *schmacht* Nu ja, ich steh auf Kitsch, das merkt ihr ja auch an meinen eigenen Geschichten:D Die Idee, die Vampire in der Sonne funkeln zu lassen, fand ich herrlich und schön gegen den Strich. Wenn er zu Staub zerfallen wäre oder völlig verunzelt gewesen wäre, hätte ich das langweiliger gefunden. Der einzige Logikfehler für mich ist: Wo ist der Nachteil des Vampir-Daseins. Langeweile? Drei Tage Schmerzen? Ich denke, das würd' Bella wohl gerne auf sich nehmen, lieber jedenfalls, als zu altern, während er ein unwiderstehlicher Gott bleibt (wie in Highlander 1, diese Vorstellung ist sowas von bitter...) Ihr Wunsch, ein Vampir zu werden, ist damit mehr als nachvollziehbar. Unsterblich, übernatürliche Fähigkeiten, perfektes Äußeres (das bekommen sie ja wohl erst nach der Umwandlung, oder?). Oder haben wir noch nicht alles erfahren? Bewahren die Cullens ein dunkles Geheimnis vor Bella, das nur den Werwölfen, äh, Indianern bekannt ist?

Nu ja. Ob ich auch die weiteren Teile lesen werde, kann ich noch nicht sagen. Ich denke, vorerst nicht. Auf jeden Fall hat die Leserunde Spaß gemacht, habt ihr was nettes ausgesucht.;) Vier Sterne.

Mila
27.02.2008, 21:31
Ich hab das Buch schon länger durch (Hab nur vergessen hier zu schreiben).So, mein letzter Beitrag:

Der letzte Teil des Buches hat mir schon mehr gefallen. Mehr Spannung und endlich passiert etwas! Nur am Ende hatte ich eigentlich mit einem spektakulären Kampf Edward vs. Tracker gerechnet.. Der Abschlussball war dann natürlich wieder super kitschig, aber was soll's.

Das Buch war eindeutig nichts für mich. Klar, es ließ sich ganz schnell lesen und so, aber dieses ewige Rumgeschmachte ist absolut nicht mein Geschmack.. Ich bleib dabei und werde in Zukunft keine (kitschigen) Schnulzen mehr lesen. Einen Versuch war's trotzdem Wert und die Leserunde hat mir echt Spaß gemacht! Beim nächsten Mal bin ich bestimmt wieder dabei..

Solange nicht "PS Ich liebe dich" oder ähnliches gelesen wird :p

Moon
28.02.2008, 14:36
Ich haben das Posting in den zweiten Thread verschoben. Dort sollten sich auch ggf. Endbewertungen des Buch find.

Der Post war auf den ersten Teil, also bis zur Hälfte des Buches, bezogen, von daher wäre er da schon richtig gewesen ;)

Trotzdem gibt es nicht viel mehr zu sagen...
Ich habe anfangs total überlesen, wie Edward in der Sonne aussieht und mich später dann gewundert, was daran so besonders gewesen sein sollte xD
Die Spannung am Ende war eine gute Abwechslung, das Rumgeschmachte hat mich nicht genervt und die Darstellung der Vampire finde ich gut.
Dass Edward der Gott aller Menschen und Vampire ist, steht für mich nicht ganz fest. Besonders zu Ende mag ich behaupten einen Hauch von Andeutung abbekommen zu haben, der darauf hinweist, dass die Welt der Vampire und deren Fähigkeiten noch vielfältiger und größer ist, als man denkt und somit selbst Edward sich mal zurücknehmen müsste.

Die Folgebücher werde ich mir auch holen und lesen :)

Bajarin
02.01.2010, 16:20
Bei aller Kritik für oder gegen Twilight sollte man respektieren, daß Meyer eine Marktlücke für sich entdeckt hat. Es ist ja peinlich zuzugeben, aber Mädchen brauchen nun einmal gelegentlich ein wenig Schmalz. Ob das so etwas Hochwertiges ist, wie "Romeo und Julia" ist, oder eben Twilight oder etwas anderes.

So ein Superjunge, der unverwundbar und göttlich schön ist, der nicht nur gute Manieren hat (wo gibt es das heutzutage noch?), der alles für einen tut, einschließlich eines Kampfes auf Leben und Tod, und der einem nicht nur an die Wäsche will ... UND sich auch noch in so ein ganz normales unscheinbares, tollpatschiges Dummchen verliebt, wie Bella ... welches frühpubertierende Mädchen hat noch nicht davon geträumt? Und welches reifere Mädchen genießt es nicht, sich mit solchen Träumen an seine sehnsüchtige, bittersüße Teeniezeit zu erinnern?

Setzt man dann noch den Biss des Vampirs allegorisch für Sex, denn über so etwas redet und schreibt eine wohlerzogene Mormonin ja nicht, dann wird das Konzept vollends simpel. Teenie-Mädchen will, Teenie-Junge ist dagegen vernünftig genug, um im Interesse des Mädchens zu verzichten, zumindest bis zur Hochzeit. Okay...

Ist es nicht die Kernfrage, vor der zahllose Teenie-Mädchen immer mal stehen: Soll ich, oder soll ich nicht, um den Jungen meiner Träume zu bekommen? Ein Traumjunge, der einem diese Frage erspart, ist einfach ideal.

Auch wenn sie vielleicht nicht den technisch und künstlerisch perfekten Schreibstil hat, zumindest hat sie offensichtlich das geschrieben, was Millionen Leserinnen haben wollten, zum Schmachten und zum Träumen.

Schlichtes Konzept, aber erfolgreich genug, um dutzendfach nachgeahmt zu werden.

Rotkätzchen
20.01.2010, 17:28
Aus der Amazon.de-Redaktion
Eigentlich ist Isabella Swan nur ungern nach Forks zurückgekommen. In der verregneten US-Kleinstadt scheint nur selten die Sonne, das Leben ist langweilig -- und der Ort steht eigentlich für eine Zeit, die sie hinter sich zu lassen gehofft hatte. Aus Forks war ihre Mutter mit ihr als Säugling ins geliebte Phoenix geflohen, und in Forks hatte sie Jahr für Jahr ein paar Wochen Urlaub bei ihrem Vater machen müssen, bis sie 14 war. In den letzten drei Jahren hatte sich Charlie, ihr Vater, dann aufgerafft, mit ihr in Kalifornien Urlaub zu machen. Jetzt geht Isabella zurück nach Forks -- „ins Exil“, wie es in Stephanie Meyers Roman Bis(s) zum Morgengrauen heißt: „und zwar mit Schrecken“.
Die Schrecken sind berechtigt, und das, obwohl (und gerade weil) die verschlafene Kleinstadt plötzlich einen ganz eigenartigen Zauber bekommt. Das liegt weniger an dem grünen Auto, dass Charlie Isabella schenkt und das sie trotz seines Alters gleich ins Herz schließt. Das liegt vor allem an Edward, der sie durch seine rätselhafte Art in ihren Bann zieht. Warum nur, denkt sich Isabella, lebt Edward an einem Ort, an dem die Sonne so selten scheint? Bald wird sie es erfahren. Denn Edward ist ein Vampir, der nach ihrem Blut dürstet. Aber Isabella kann nicht fliehen. Längst ist sie dem Mann bedingungslos ausgeliefert ...

Ich habe gesucht, aber bislang noch keinen Thread zum Erstlingswerk der Autorin gefunden. :eek:
Mittagsstunde, Abendrot und Ende Nacht hat einen eigenen Thread, Morgengrauen aber offenbar nicht.

Ich habe das Buch gerade ausgelesen und fühle mich nun in gewisser Weise erleuchtet. Ich kann nun nachvollziehen, warum dieses Buch so viele begeisterte Leser hat und ein gewisser Kult darum entstanden ist. Trotzdem hatte ich eine kitschige Teenie-Romanze erwartet, die mit den Träumen und vielleicht teilweise naiven Vorstellungen junger Mädchen spielt. Aber so wars dann doch nicht. Vielleicht lag es auch an meiner sehr geringen Erwartungshaltung, dass mir das Buch eigentlich ganz gut gefallen hat.

Lange Zeit war es inhaltlich etwas belanglos, konzentrierte sich das Geschehen doch rein auf die Gefühlsduselei von Bella und Edward. Als allmählich Gefahr aufzog wurde es interessanter, auch als Edwards Geschwister zunehmend Profil bekamen und Bestandteil des Geschehens wurden. Die Auflösung des Ganzen und Bellas Rettung präsentierte wenig überraschendes, doch dieser Kritikpunkt ist zu vernachlässigen. Es ist ja allgemein beliebt, den Helden erst im letzten Augenblick das schwache Mädchen retten zu lassen. *cool*

Edward natürlich ist der Traum einer (fast) jeden Frau: Ein starker Beschützer, ein verständnisvolles Gemüt, ein zärtlicher Küsser und noch dazu künstlerisch begabter Komponist. Und daüber hinaus ist er auch noch einer, der nicht nur das eine von Frauen will, sondern vorwiegend ihre Gesellschaft oder ihren Inellekt schätzt und weniger ihren Körper. Ja, Edward ist schon irgendwo ein Ideal-Mann. Aber er hat eine verflucht unheimliche Gabe: Das Gedankenlesen! Eine Freundin von mir meinte mal, sie wünschte sich auch einen Freund, der Gedanken lesen könne und ihren Wünschen damit stets zuvor käme. Mir ist das unheimlich, und ich vestehe nicht, wieso Bella Swan das nichts ausmacht. Ich finde es unheimlich, wenn es jemanden gäbe, der Gedanken lesen könnte und damit auch solche Gedanken liest, die man z. B. einen Augenblick zuvor hat, bevor man einer Flatulenz nachgeben muss.

Alles in allem bin ich doch positiv von dem Buch überrascht worden. Gefehlt hat mir allerdings ein wenig mehr Handlung. Wenn ich da mal Sookie Stackhouse und ihre Sorgen und Nöte zum Vergleich ziehe, dagegen kommt Bella Swan bei weitem nicht an. Da gibt es neben der Vampir-Mensch-Liebelei die Eskapaden von Sookies Bruder, die Vampirjäger, Taras Sorgen und Nöte und natürlich die Fangbanger-Morde, die die Stadt Bon Temps in Atem halten. Andererseits sehe ich natürlich ein, dass "Bis(s) zum Morgengrauen" erstmal nur den Grundstein gelegt hat. Ich gehe mal davon aus, dass inden Nachfolgebüchern mehr Schwerpunkte auf die Handlung gesetzt wird, da das Grundgerüst ja schon steht.

Ich werde es herausfinden. *cool*

Pantalaimon
20.01.2010, 19:09
Ich habe gesucht, aber bislang noch keinen Thread zum Erstlingswerk der Autorin gefunden.
Mittagsstunde, Abendrot und Ende Nacht hat einen eigenen Thread, Morgengrauen aber offenbar nicht.

Nein, der erste Teil der Bis(s)-Reihe hat sogar zwei eigene Threads, nämlich in unserer Leserunde. Hab es mal hierhin verschoben...