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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lyrik Storms Gedichte


Storm
01.07.2009, 23:14
Ich schreibe hin und wieder dann auch mal wieder ein Gedicht - allerdings sind die meisten brauchbaren doch schon relativ alt. Dennoch, in der Hoffnung, dass hier jemand Freude daran findet, poste ich mal ein wenig was :)
Kritik und Tipps sind natürlich auch immer gern gesehen!


Winternacht

Des Winters Mantel lischt schon leis'
Des frierend' Landes letzte Glut,
Der Zeiten Lauf schließt seinen Kreis,
In meinem Herzen Kälte ruht.

In Stille nun die Welten liegen,
Voll Frieden und doch Einsamkeit,
Und meine Träume sanft mich wiegen,
In Weiten, fort von allem Leid.

Der Schein der weißen Morgenpracht,
Dem Lande schenkt ein neues Leben,
Die Seelenfeuer, neu entfacht,
Am Schicksalsnetze weiterweben.

Im Glanze einer Winternacht,
Mein Herz die Kälte niederlegt,
Der Flocken Tanz erhebt mich sacht,
Der Wind mich zu den Sternen trägt.

(c)2004 by Storm

Nightfarer
02.07.2009, 10:29
Ich bin kein Experte in Punkto Gedichte, aber ich finde das wirklich gut. Würde ich nicht zusammenbekommen :D. Vor allem ist die Thematik schön, gefällt mir. Daumen hoch.

Zentara
01.08.2009, 12:53
Schönes Gedicht, so ... träumerisch ;)
Hoffentlich bekommt man mehr von dir zu "lesen"!!
Mir gefällt daran, dass du in den wenigen Zeilen so viel "Aussage" reinpacken kannst, was viele mit einem doppelt so langen Gedicht vielleicht nicht zu schaffen vermögen.

pheinen
06.08.2009, 09:58
Die winterliche Stimmung wurde schön im Gedicht mit eingepackt. Toll gemacht!

Storm
14.01.2010, 11:04
Mir ist grad eingefallen, dass es den Thread hier ja auch noch gab... also poste ich mal ein etwas aktuelleres Gedicht, auch wenn es auch schon einige Monate auf dem Buckel hat :)


Geradeaus


Eilig tut sich jeder Schritt
ganz von selbst und ich geh' mit.

Das Leben zieht mich unentwegt,
da jeder Tag nur vorwärts weist,
während innerlich mein Geist
Gedanken an den Ausbruch hegt.

Wenn ich nur stehenbleiben könnt'!
Denn rechts und links verschwimmt die Welt.
Ich wüsst' gern, ob sie mir gefällt,
doch kaum ein Blick wird mir gegönnt.

Braucht doch das Leben einmal Rast
(ein jeder Reisende muss ruh'n),
erkenn ich endlich um mich nun -
Berge, hoch zum Himmel fast.

Hinüber, drüber, fort, hinaus,
viel trennt mich von der Welt nicht mehr,
nur wär' der Aufstieg arg und schwer -
und leicht und schnell geht's geradeaus.

Schließlich tut sich jeder Schritt
nur fast von selbst - denn ich geh' mit.

Cullabay
27.02.2010, 15:23
Ich geniesse einfach nur Deine Gedichte, sie sind so schön. Einfache klare Bilder in poetischer Sprache, die meine eigenen Gefühle widerspiegeln.
Bitte mehr.