Hathor
11.08.2009, 10:52
Dann kann ich dir von "Die Insel" auch nur abraten, die Inhaltsangabe liest sich genauso. Mir wurde das Buch als guter Horror empfohlen, hat mich dann aber doch ein bisschen irritiert, was dabei raus kam.
Da das Buch als Mängelexemplar sooo billig war und ich gerne Urlaubslektüre kaufe, die ich nach dem Lesen im Hotel "vergesse", habe ich trotz deiner Warnung zugegriffen. :D
Nach der Explosion ihrer Jacht finden sich acht junge Urlauber auf einer einsamen Südseeinsel wieder, weitab von jeder Zivilisation. Was als Abenteuer beginnt - früher oder später wird sie ja bestimmt jemand retten, denken sie -, entwickelt sich jedoch zu einem Albtraum, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint: als nämlich einer von ihnen auf bestialische Art und Weise ermordet wird und sich herausstellt, dass die Explosion der Jacht kein Unfall war ...
Nach der Lektüre des "Kellers" war ich auf einiges gefasst. Und nach den enthusiastischen Kommentaren auf dem Buchrücken, die unter anderem von Jack Ketchum und Dean Koontz stammen, ebenso. Und noch dazu wird das Werk als "Heyne-Hardcore" bezeichnet. Wenn das alles zusammen nicht neugierig mach, weiß ich auch nicht, was da noch kommen muss ;)
Nun meine Meinung dazu:
Das Positive: die Geschichte ist eigentlich interessant, sie hat einen Spannungsbogen und einen guten, weil bösen Schluss. Laymons Schreibstil ist leicht und locker, so richtig was zum Abschalten und für den Urlaub.
Das Negative: Versprochenes wird nicht eingehalten. Einerseits nervt mit der Zeit die pubertäre Fixiertheit des Protagonisten und Ich-Erzählers auf Brüste. Selbst in höchster Lebensgefahr ist es für ihn das Höchste, wenn ein Bikinioberteil verrutscht und eine halbe Brustwarze zu sehen ist. Andererseits: Hardcore ist das keineswegs. Wessen Interesse vorhin geweckt wurde, den/die muss ich bitter enttäuschen. Alles nur halbgare Jüngelchen-Phantasien.
Dazu kommen klischeehafte Charaktere, die sowas von austauschbar sind. Für den Leser ist es allerdings von Anfang an sehr leicht, die Guten von den Bösen zu trennen: die Guten sind wunderschön und haben perfekte Körper. Die Bösen sind fett und hässlich.
Fazit: Schade, dass eine an sich gute Idee zu einem Produkt verkümmert, das weder Fisch noch Fleisch ist.
Da das Buch als Mängelexemplar sooo billig war und ich gerne Urlaubslektüre kaufe, die ich nach dem Lesen im Hotel "vergesse", habe ich trotz deiner Warnung zugegriffen. :D
Nach der Explosion ihrer Jacht finden sich acht junge Urlauber auf einer einsamen Südseeinsel wieder, weitab von jeder Zivilisation. Was als Abenteuer beginnt - früher oder später wird sie ja bestimmt jemand retten, denken sie -, entwickelt sich jedoch zu einem Albtraum, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint: als nämlich einer von ihnen auf bestialische Art und Weise ermordet wird und sich herausstellt, dass die Explosion der Jacht kein Unfall war ...
Nach der Lektüre des "Kellers" war ich auf einiges gefasst. Und nach den enthusiastischen Kommentaren auf dem Buchrücken, die unter anderem von Jack Ketchum und Dean Koontz stammen, ebenso. Und noch dazu wird das Werk als "Heyne-Hardcore" bezeichnet. Wenn das alles zusammen nicht neugierig mach, weiß ich auch nicht, was da noch kommen muss ;)
Nun meine Meinung dazu:
Das Positive: die Geschichte ist eigentlich interessant, sie hat einen Spannungsbogen und einen guten, weil bösen Schluss. Laymons Schreibstil ist leicht und locker, so richtig was zum Abschalten und für den Urlaub.
Das Negative: Versprochenes wird nicht eingehalten. Einerseits nervt mit der Zeit die pubertäre Fixiertheit des Protagonisten und Ich-Erzählers auf Brüste. Selbst in höchster Lebensgefahr ist es für ihn das Höchste, wenn ein Bikinioberteil verrutscht und eine halbe Brustwarze zu sehen ist. Andererseits: Hardcore ist das keineswegs. Wessen Interesse vorhin geweckt wurde, den/die muss ich bitter enttäuschen. Alles nur halbgare Jüngelchen-Phantasien.
Dazu kommen klischeehafte Charaktere, die sowas von austauschbar sind. Für den Leser ist es allerdings von Anfang an sehr leicht, die Guten von den Bösen zu trennen: die Guten sind wunderschön und haben perfekte Körper. Die Bösen sind fett und hässlich.
Fazit: Schade, dass eine an sich gute Idee zu einem Produkt verkümmert, das weder Fisch noch Fleisch ist.