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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Andromeda


Warin
16.02.2008, 07:49
Und hier nach Earth: Final Conflict (http://www.fantasy-forum.org/showthread.php?p=2443) nun meine Rezension zum zweiten "Nachlassfall" von Gene Roddenberry:

Andromeda:
Eine bunt zusammengewürfelte Bande von Schrottsammlern zieht die Andromeda Ascendant, einst das Flagschiff des untergegangenen Commonwealth, nach 300 Jahren aus einer Zeitdilatation am Rande eines schwarzen Loches.

An Bord: Captain Dylan Hunt, der sich fortan zum Ziel setzt, das zerstrittene und degenerierte Universum zu einen und ein neues Commonwealth zu errichten. Die Zeit eilt, denn ein mächtiger Gegner steht vor der Tür. Der "Abyss" das abgrundtief Böse und seine Vasallen, die Magog, bedrohen das Universum.

Das erste, was mir dazu einfällt ist: Kevin Sorbo, Ex-Hercules ist ja sooooooooooo peinlich. Ein echter Gary Stu Chara. Wenn man darüber mal hinwegsieht (was zugegebenermaßen schwer fällt):

Die Andromeda Ascendant hat für mich das genialste Design, das je für ein Raumschiff entwickelt wurde.

Ein hoch technisiertes Schiff, mit virtuell begehbaren Speicherkern und lebensechten Schiffsavatar (Lexa Doigg, Ehefrau von SG1 Daniel Michael Shanks). Die Andromeda im Kampf zu sehen ist schon ein Erlebnis und hat mich über Schwächen der Handlung hinwegsehen lassen.

Daneben überzeugt vor allem die bunt zusammengewürfelte Crew: Seamus Harper, ein kleiner verrückter Computerfreak, Tyr Anasazi, muskelbepackter Nitzschianer, Trance Gemini als erst lila, dann goldbraunes Alienmädchen. Tolle Effekte, aber die Serie hätte bessere Drehbuchautoren und einen ansprechenderen Hauptdarsteller verdient, daher nur drei Sterne von mir.

Hathor
16.02.2008, 11:26
Was Warin über Kevin Sorbo schreibt, kann ich bestätigen, möchte es aber auf die anderen Charaktere ausweiten.

Als Andromeda im TV lief, befand ich mich gerade auf dem Höhepunkt meiner SciFi-Begeisterung. Natürlich habe ich mich neben ST, SW und B5 auch gleich auf diese Serie gestützt, in der festen Absicht, sie gut zu finden.
Aber ich konnte mich nie damit abfinden.

Auf mich wirkten die Schauspieler immer wie Schauspieler, nicht wie die Personen, die sie verkörpern wollten. Vielleicht lags auch daran, dass das alles eher Stereotype waren, eingeengt in ein Drehbuch, das ihnen keinen Spielraum für echte Entfaltung ließ.

Nein, Andromeda hat bei mir keine Begeisterung ausgelöst, obwohl ich viele Folgen gesehen habe. Was ich mir als Sci-Fan eben schuldig zu sein glaubte.

Rusch
16.02.2008, 14:27
Andromeda ist "nett" aber sicherlich kein Highlight des Genres. Man kann sich die Folgen ansehen ohne das Gefühl zu haben, die Zeit verschwendet zu haben. Das ist gar nicht mal so wenig. ;)

Dornkirk
16.02.2008, 22:59
Der Schwachpunkt an Andromeda ist meiner Meinung nach einfach das es keine echte Crew gibt. Das Schiff wirkt einfach leer. Nur diese 5 komischen Gestalten die planlos durch das Weltall gurken. Wäre das Schiff bemannt, wäre die Serie sicher spannender und mindestens so gut wie Star Trek.

Dr. Borstel
18.02.2008, 17:29
Als ich die Serie das erste Mal gesehen habe, war ich mehr oder weniger begeistert. Mittlerweile bin ich, nun ja, reifer und habe festgestellt, dass die Serie eigentlich eher schlecht gemacht ist. Kevin Sorbo spielt immer noch seine Herkules-Rolle, nur eben mit Kampflanze und etwas neumodischer gekleidet. Auch der Rest der Charaktere wirkt meist etwas bis sehr hölzern, vielleicht mit Ausnahme von Laura Bertram alias Trance Gemini, die immer mein Lieblingscharakter war.
Ein Manko der ASerie ist mit Sicherheit die Tatsache, dass die ANdromeda ständig Weltraumschlachten gegen Dutzende von Schiffen durchführt, ohne jemals auch nur eine Schramme davonzutragen. Selbiges gilt für die Crew in Nahkampf- und Feuergefechten. Realismus pur halt. Dazu kommt Harper, der irgendwie alles kann, was auch nur im entferntesten mit Technik zu tun hat, Beka Valentine als beste Pilotin des Universums, die natürlich keinen besseren Job gefunden hat als auf einem Schmugglerschiff ... Tja.
Soweit das negative. Positiv sind einmal die Optik sowie die SFX, die meiner Meinung nach über dem allgemeinen Sci-Fi-Serien-Durchschnitt liegen, sowie die Story, die zwar nicht besonders innovativ ist, sich aber immer wieder dreht und windet. Die Serie ist nicht topp, hat aber einen sehr hohen Unterhaltungsfaktor und rechtfertigt damit auch immer wieder, Mittwochs abends einzuschalten (zumal ja hinterher BSG läuft). Mein Favourit bei Andromeda ist die finale Staffel, deren letzte paar Folgen zwar eine absolute Katastrophe sind und die Serie nicht im Geringsten befriedigt abschließen (und auch nicht mehr wirklich Roddenberrys Handschrift tragen), dafür ist der größte Teil der Staffel eine klasse Sci-Fi-Fantasy mit Mystery-Touch, in der Trance einfach göttlich spielt und Captain Hunt zum ersten Mal ein wenig Authentizität erkennen lässt.

Sith-Lord
26.08.2008, 16:54
Hi Leutz,

wenn man nachts nicht schlafen kann und es läuft "Andromärchen", dann hat man seine Einschlafhilfe gefunden. *grins*

Antara
26.08.2008, 17:22
Ich kenn da nur die paar Folgen, die man zu kaufen kriegt, und die find ich ganz gut. Vor allem das lila Mädel find ich niedlich ;) Würde gern mehr davon sehen, aber bislang sind nur die paar Folgen erhältich, oder?

elbenweib
27.08.2008, 14:36
Zu Beginn mochte ich die Serie. Sie hatte was. Aber im Laufe der Zeit hat sich das ganze ziemlich verändert (irgendwie so ab der Neuetablierung des Commoenwealths). Ist um diese Zeit nicht auch Roddenberry gestorben?

Danach waren die Charaktere immer flacher, die Storys immer bescheuerter und das Flair aus der Anfangszeit der Serie weg. In einer Folge hatte ich unweigerlich das Gefühl, dass da Werbung für die Air-Force gemacht wurde, während zum xten mal die selbe Flugszene wiederholt wurde. *mph* (http://filme.hitmeister.de/andromeda-die-lange-nacht-pilotfilm-14390/)

Da gabs dann nur eins: *beam* me far far away.

EvanKorrigan
06.12.2008, 23:11
Ich fand das Schiffsdesign irgendwie komisch (ja, haut mich). Warum ist das Ding so hochgestylt, während alle neueren Schiffe ausnahmslos wie frisch von Schrottplatz aussehen? Warum macht sich jemand die Mühe, ein Kriegsschiff so aussehen zu lassen (Sternzerstörer sind viel realistischer), und müsste von diesen vielen Streben nicht dauernd was weggeschossen werden, so fragil wie die aussehen? warum ist die Andromeda so übermächtig, und wo kommen immer die neuen Raketen her? Und warum können 5 Verrückte (ist doch irgendwie so), so ein Riesending fliegen?

Fragen über Fragen...

Rusch
16.12.2008, 17:13
Also finde, dass die Andromeda eines der schönsten Raumschiffe überhaupt ist. Natürlich sieht das ganze nicht wie ein Kriegsschiff aus, aber wissen wir, wie Raumschiffe aussehen müssen. Letzten Ende müssten ja alle Raumschiffe glänzen, weil es im All keine Erosion gibt. Wenn als die Andromeda einen Partikelfilter hat, der alles ablenkt, was die Hülle verkratzen könnte, dass gibt es keinen Grund, warum das Schiff nicht immer wie frisch aus der Werft aussehen sollte.
Und was die Crew betrifft - es gibt einen Grund, der ganz einleuchtend ist: Man spart Produktionskosten, denn man braucht weniger Schauspieler. :D

Conan
18.12.2008, 20:13
Bei der Sache mit der Andromeda bin ich gespaltener Meinung, aber über Geschmack lässt sich ja streiten. Ihr ausgefallenes futuristisches Design passt für mich iwie nicht ganz zu ihrem Einsatzzweck. Dem Äußeren der Andromeda kann ich deswegen iwie gar nichts abgewinnen - nicht schön, nicht schlecht - iwie nichts Richtiges. Laut der K.I. an Board soll das ja ein Kriegsschiff sein... Ein Kriegsschiff? Bei dem Anblick sag ich nur - alles klar zum Entern.:steckenpferd:
Ich finde, die Raumschiffe von Andromeda, Star-Trek & co. auch insgesamt nicht sehr realistisch, u.a. auch was die Flächennutzung angeht. Riesige (leere) Gänge und diverse "kahle" Räume bei interstellaren Flügen sind m.E. iwie sinnlos. Manchmal frag´ ich mich schon ein wenig, wer beim Entwurf am Flächennutzungskonzept beteidigt war?
Der Platz, besonders bei Reisen, die viell. mehrere Jahre andauern, muss m.M.n. gut "eingeteilt" werden - da kann nicht jeder seine eigene kleine "Wohnung" haben (außer viell. der Cäpt´n). Bei der Enterprise ist ja sogar eine Art Teppich ausgelegt - klar im Weltraum ganz wichtig - fehlt nur noch sowas wie Laminat oder Fließen. So ein "Luxus" kann m.M.n. auf stationären Raumstationen oder auf diversen Kolonien vorkommen, aber nicht auf so einem (Kriegs)Schiff. Ja sicher, das sich die Besatzung "etwas" wohnlich einrichten will ist klar, aber das Ganze sollte alles in einem gewissen Rahmen bleiben.

Die Konstruktion der Raumschiffe von den Alien-Filmen (1-4) wie die "Sulako" & die "U.S.M.-Auriga" finde ich z.B. sehr gut gelungen. Oder die "Nebuchadnezzar" aus Matrix, vom äußeren & inneren Design her, die in etwa meiner Vorstellung von eine Art "Kriegs-Raumschiff" sehr nahe kommt.
Gut, das Innere war dort wiederum auch ziemlich geräumig, das Ganze war aber wohl weniger für die Besatzung als mehr der Technik gewidmet. Kein unnötiger Schnick-Schnack, den man auf einer langen Reise sowieso nicht braucht, alles war auch mehr oder weniger alltagstauglich & kompakt ausgelegt.

Mit der sehr kleinen Besatzung der Andromeda kann ich mich da schon viel besser anfreunden. Erstens verfügt das Schiff ja über eine klevere K.I. (Rommie), die locker auch selbstständig von A nach B fliegen kann, zum anderen wär´ eine zu große Besatzung m.E. auf langen Reisen eh nur hinderlich. Aber wie du schon sagtest, das ganze ist bestimmt auch alles eine Sache der Produktionskosten.
Natürlich sieht das ganze nicht wie ein Kriegsschiff aus, aber wissen wir, wie Raumschiffe aussehen müssen.
Stimmt auch wieder. Ich hab jedenfalls noch nie ein echtes gesehen.:D Die Sache (u.a. meine Beschreibungen) sollte dann doch nicht allzu erst genommen werden, denn schließlich ist das ja doch alles "nur" Fantasie!
Gut, die Kritik galt jetzt auch mehr dem Schiff. Die Serie an sich fand ich recht anständig. Besonders das ein oder andere Zitat ganz am Anfang bei jeder Folge fand ich sehr interessant.

Zack
27.12.2008, 21:44
Yeah, das Raumschiff sieht auf jeden Fall cool aus - geiles Bild, Warin! :)

Aber ich konnte mich auch nie an Hercules als Sci-Fi-Held gewöhnen ... und irgendwie bin ich mit Andromeda nie richtig warm geworden. Vieles wirkt unheimlich aufgesetzt.
Bin auch einfach mehr Stargate-Fan :) ... und stehe eher auf Cyberpunk, düstere, nahe Sci-Fi ...

Flexy
04.01.2009, 21:33
Ich habe mehrere Episoden gebraucht um mich mit Andromeda anzufreunden.
Aber hat dann doch geklappt :)
Bevorzugt sind allerdings immernoch Stargate und Battlestar Galactica ;)

Dr. Borstel
06.01.2009, 19:55
Uuh, Andromeda ... schwieriges Thema, um einiges komplexer als die Serie selbst. ;)
Ich muss vorausschicken, dass ich generell ein Fan charakterorientierter Serien bin und schon bei Kultformaten wie "Stargate" des öfteren den Wunsch unterdrücken musste, wegzuschalten. "Andromeda" ist da natürlich noch mal eine ganz eigene Marke. Ich brauchte auch erst einmal einige Folgen, um mich einzugewöhnen, und bin dann mangels Alternativen (und zum Teil auch bedingt durch mein damals noch nicht gerade fortgeschrittenes Alter) drangeblieben. Die Herkules-Problematik stellte sich für mich nicht, weil ich "Herkules" nie gesehen habe, anders herum war es allerdings ein ziemlicher Schock, als vor einem jahr überall diese Kinoplakate von "Meine Frau, die Spartaner und Ich" herumhingen, mit Kevin Sorbo in knapp bemessener Lederunterwäsche *graus*
Zurück zum Thema: Die Charaktere habe ich mit der Zeit lieb gewonnen, wie auch immer, und die Effekte sind für eine Fernsehserie doch relativ ansehnlich; der Unterhaltungsfaktor ist also allemal gegeben. Über die kruden Storylines und gelegentlich auftretende Logiklöcher kann man dann doch irgendwie hinwegsehen. Etwas schwierig war, dass ich nicht mit der ersten Staffel angefangen habe, sondern zu einer Zeit, in der RTL2 alle möglichen Widerholungen so wirr durcheinander geschmissen hat (nach dem Motto: Um 22 Uhr Staffel 5, um 23 dann Staffel 3, von wo aus wir in der nächsten Woche zu Staffel 1 springen ...) Deshalb brauchte ich doch immer erst Orientierungshilfe, vor wem die Andromeda-Crew eigentlich gerade das Universum rettet und wieso. Manchmal war das Commonwealth weg und dann wieder da, und dann hatte es auf einmal wieder tausende Mitgliedswelten, mal herrschte Frieden und dann befanden sie sich wieder mitten im Krieg oder wurden aus unerfindlichen Gründen von den eigenen Leuten gejagt ... schwierig. Manchmal ist weniger auch mehr.
Zu erwähnen bleibt noch, dass mir dann die fünfte und letzte Staffel der Serie aber wirklich herausragend gefallen hat. Vielleicht, weil sie eher Fantasy als Science Fiction war und auch mal ruhigere, wenn auch noch kryptischere Momente hatte. Jedenfalls war ich enttäuscht genug, als nach den großartigen ersten ca. 20 Folgen der Staffel ein so mieses Serienende produziert wurde; vielleicht das Schlechteste, das ich je zu Gesicht bekommen habe. Viel Rauch um nichts, sinnfreies Geballer und Dylan rettet im Alleingang die Galaxie, wie schon so oft - Abspann. Also, letzten Endes ist man mit "Battlestar Galactica" doch besser bedient.

sindar
22.06.2009, 15:24
Ich habe zuerst gedacht, dass es an der miserablen Synchronisation liegt, dass ich so wenig verstehe. Dann bin ich ueber eine Originalfolge gestolpert - und verstehe praktisch gar nichts! *mph* Grund genug fuer mich, die Serie nimmer zu gucken - auch wenn das Raumschiff genial aussieht. (Und damit meine ich nur den Anblick - ob das so effizient ist oder nicht, ist mir erstmal wurrscht.)