PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : District 9


Dexter
08.09.2009, 19:46
Ich weiß nicht, ob ihr schon von dem Film gehört habt, aber von dem was ich so gehört habe, ist das eine echte Bombe.
Aber von Anfang an: Eigentlich wollten Regisseur Neill Blomkamp und Produzent Peter Jackson (!) einen Film zu den Halo-Filmen machen, aber Micro$oft wollte die Verfilmung ihres Flagschiffs anscheinend keinem so unerfahrenen Regisseur anvertrauen. Also hat Jackson einfach Blomkapm aus eigener Tasche 30 Mio. Dollar gegeben und ihn einfach mal machen lassen*clap*.

Heraus kam District 9, der letzte Woche die 100 Mio. Dollar Einspiel in den USA voll gemacht hat und von der Kritik hoch gelobt wird. Die offizielle Storyzusammenfassung sieht so aus:
Vor 20 Jahren tauchte über der südafrikanischen Metropole Johannesburg ein großes Raumschiff auf. Die Aliens kamen weder in kriegerischer noch in friedlicher Absicht, sie strandeten einfach zufällig dort. Direkt unter dem Raumschiff wurde "District 9", ein Auffanglager für die ursprünglich 1,8 Millionen Außerirdischen eingerichtet, die dort seither in erbärmlichen Verhältnissen leben müssen. In dem von einer eigens geschaffenen internationalen Organisation, der Multi-National United (MNU), verwalteten Lager herrscht Chaos und nigerianische Waffenhändler bereichern sich an den Außerirdischen. Die einstigen großen Erwartungen, die mit dem ersten Alien-Kontakt einhergingen, wurden enttäuscht, auch der von der MNU erhoffte technologische Quantensprung blieb aus. Das außerirdische Waffenarsenal ist für die Menschen aufgrund eines biomechanischen Schutzmechanismus nicht nutzbar. Zudem steigt der Hass gegenüber den mittlerweile 2,5 Millionen im Camp lebenden Aliens immer weiter. Die MNU will diese daher in ein neues Lager in der Einöde 200 Kilometer außerhalb von Johannesburg verlegen. Wikus Van De Merwe (Sharlto Copley) wird zum Leiter der Operation berufen und soll sicherstellen, dass alle Aliens über den Umzug informiert werden. Im Gegensatz zu MNU-Truppenführer Koobus Venter (David James) will er die Umsiedelung ohne jegliche Gewaltanwendung vollziehen. Doch Van De Merwe wird beim Einsatz verwundet und kommt zudem mit einer außerirdischen Flüssigkeit in Kontakt, die ihn verändert: Sein verletzter Arm mutiert zu einer Alien-Extremität, mit der Van De Merwe die explosiven Waffen der Außerirdischen bedienen kann. Um hinter sein Geheimnis zu kommen, ist der MNU jedes Mittel recht, auch der Tod des Patienten wird einkalkuliert. Doch Van De Merwe kann fliehen. Von Venter und den anderen Häschern der MNU gejagt, gibt es nur einen Ort, wo er sich verstecken kann: "District 9".

Es klingt mal nach etwas anderem und soweit ich gehört habe, kommen weder Story noch Äk'schn zu kurz, was ich immer wieder gerne höre. Vor allem wurde der Stil von Blomkamp gelobt, bei dem die Effekte auch mal nur im Hintergrund zu sehen sind und nicht wie bei Michael Bay nur mit ihnen geprotzt wird. Auch den Aliens soll man ihre Computerherkunft kaum anmerken.

Offizieller Trailer gibts auf youtube.

Einige Kurzfilme des Regisseurs, in denen man den Stil von Blomkamp (angeblich) schon mal erkennen kann, kann ich hier auch noch Posten:

Alive in Joburg der Kurzfilm, von dem die Idee für District 9 stammt und dem Anfang des Films sehr ähnlich sein soll. Die Aussagen der Leute, die im Film interviewt werden, sind echt undbeziehen sich eigentlich auf Flüchtlinge aus Simbabwe, was einen erst recht nachdenken lässt.

Yellow
First Robot Police Tetra Vaal Robotics
Halo Landfall einige Ausschnitte, aus dem geplanten Halo Film.

Wenn der Film ähnlich gefilmt ist, wie die Kurzfilme, habe zumindest ich keine großen Bedenken. Filmstart ist am 10.9.

ExLibris
09.09.2009, 13:48
Hab den Trailer im Kino gesehen, sieht schon spannend aus. Hab auch schon begeisterte Kritiken gehört. Ob was dran ist, wird sich zeigen.

Dumdidu
09.09.2009, 15:22
Ich habe ebenfalls den Trailer im Kino gesehen und er hat mir eigentlich ganz gut gefallen.
Jetzt noch deine Story dazu und freue mich nun schon richtig auf den Film.

Gerade auch weil Jackson mit von der Partie ist. :)

PoiSonPaiNter
11.09.2009, 19:42
Hab den Film gestern mit Mitstudenten und andern Mitarbeitern (spontan) geschaut und ich muss sagen:
Als Parodie auf bestehende Systeme (vor allem amerikanische Weltsicht) und das Sci-Fi Genre an sich gut gemacht.

Es klingt mal nach etwas anderem und soweit ich gehört habe, kommen weder Story noch Äk'schn zu kurz, was ich immer wieder gerne höre. Vor allem wurde der Stil von Blomkamp gelobt, bei dem die Effekte auch mal nur im Hintergrund zu sehen sind und nicht wie bei Michael Bay nur mit ihnen geprotzt wird. Auch den Aliens soll man ihre Computerherkunft kaum anmerken.Hmm....anders: JA, definitiv. Äk'schen: geht so...was du auf jeden Fall in diesem Film hast: JEDE MENGE Blut, Gedärme, fliegende oder platzende Körperteile und SEHR viele eklige Szenen. Also nix für Leute mit nervösem(?) Magen. :D

Die Darsteller waren meines Wissens alle eher unbekannt und haben ihre Arbeit gut gemacht, da die Menschen wirklich als die Idioten gespielt werden, die sie egtl sind. Bei vielen von Van de Merwes Handlungen saßen wir (also meine Mitstudentin und ich) einfach nur da und haben uns gefragt, wie bescheuert ein einzelner Mensch nur sein kann, dennoch war es für den Charaktere authentisch.
Die genialsten Charaktere sind allerdings Christopher, der "Shrimp" und sein Sohn...:rolleyes:...die beiden Aliens haben sich wesentlich "menschlicher" (also so wie ein Mensch sein sollte) benommen als die Menschen, die egtl nur alles vernichten und die Aliens so schnell wie mgl loswerden wollten.
Dem Hauptcharakter hätte ich allerdings des öfteren gerne mal eine runter gehauen weil er einfach nur dämlich gehandelt hat.
Er will zum Bsp. die konfiszierte Probe, die ihm die Verwandlung eingebrockt hat zurückholen und nimmt den einzigen Alien auf dieses Himmelfahrtskommando mit, der weiß wie man ihn wieder heilen kann....-.-...
Solche "sinnlos" Bsp gibt es relativ häufig im Film, z.B auch der Armeemensch Koobus Venter, wobei das noch schlimmer ist als o.g. Bsp.
Er steht mitten im Gefecht, alle um ihn herum sterben, außer ihm. Erst als er versucht van de Merwe zu töten wird er nach einem guten Dutzend Kämpfen ENDLICH von den "Kakerlaken" - wie er die Aliens nennt - zerfleischt. Und ich meine wirklich ENDLICH, denn man hofft einfach nur, dass er endlich abkratzt weil sein Überleben einfach nur noch absurd ist.

Ich weiß nicht ob es beabsichtigt war oder nicht, aber einige Bemerkungen von "Interviewten" (der Film wird teilweise wie eine Dokumentation gezeigt) waren sehr lustig, da einfach nur absurd, z.B. wenn ein Afrikaner Aliens diskriminiert oder ein Südafrikanischer Fernsehsender "SA TV" abgekürzt wird.

Schlecht finde ich allerdings auch die Kameraführung an manchen Stellen. Klar es ist so gefilmt, als wäre man dabei gewesen, aber für einen Zuschauer ist es wirklich anstrengend dem zu folgen.
Auch die Alien-Sprache klang in meinen Ohren iwie abartig...(auch wenn ich einmal "Jetzt" verstanden hab, wo das sogar im Untertitel stand XD)

Zusammengefasst lässt sich sagen: Erwartet nicht zu viel von dem Film. Die speziell Effekts und einige Dinge wie z.B. die beiden Aliens sind klasse, Handlung lässt vieles zu wünschen übrig und die menschlichen Charaktere sollen wahrscheinlich unsympathisch sein. Für die guten Dinge und die doch relativ gute Unterhaltung vergebe ich drei *star**star**star*

Kleine Anekdote zum Schluss: Während des Films hatte ich Hunger und einmal hat mein Magen auch geknurrt, auch meiner Mitstudentin erging es nicht anders als wir das und das wir dann was essen gehen wollten unseren männlichen (!) Kollegen nach dem Film erzählten, haben die uns nur angestarrt und gemeint: "Ihr wollt nach DEM Film was essen?" *rofl*
Mit den Leuten war es sehr lustig und wir wachen uns alle ziemlich sicher, dass es bald eine Fortsetzung geben wird. (Der Schluss lässt es vermuten)

Teylen
11.09.2009, 20:49
Spannend. Ich war gestern auch mit jemandem in dem Film.

Ich fand den Film gut. Nun ja, spritzendes Blute, fliegende Körperteile, explodierende Menschen war streckenweise schon etwas viel, aber ich denke da gibt's Filme in denen das weitaus schlimmer ist. Dem Regiesseur scheint's zwar sehr viel Spaß gebracht zu haben, aber dennoch bekam ich nicht das Gefühl, dass ein Splatter-/Baller-Film seine vorrangige Intention war.

Interessanter fand ich da schon das Spiegelbild welches er den Menschen vorhielt. Manchmal stark überzeichnet, wie z.B. bei van der Merwe und Venter, zeigt es wie hässlich Rassismus ist. Und Ausgrenzung. Und das dass Bild oder Vorurteil welches man über andere hat, ... bestimmt nicht für jeden gilt. (Mich zumindest macht das ein wenig nachdenklich darüber wie der Zustand der Welt wirklich ist.)

(Leicht off topic, aber als weitere Sichtweise darauf... "everybody's a little bit racist"... falls jemand das Lied aus Avenue Q kennt ^^ ... betrifft auch 'Afrikaner, die Aliens diskriminieren' ... warum sollte ein Afrikaner, der andere diskriminiert in irgendeiner Weise ungewöhnlich sein?)


Ich stimme PoiSonPaiNter jedoch zu. Van der Merwe und Venter waren sehr häufig unerträglich. Und irgendwann habe ich beiden den Tod gewünscht. x.x,


Die Story war zwar ab dem lebensverändernden Ereignis für van der Merwe zwar zunehmend vorhersehbarer (mit ein paar kleinen unerwarteten Verzögerungen) und Plot-Holes gab es auch einige, aber die ändern nichts daran, dass ich mal wieder mit einem 'hat mir gefallen'-Gefühl aus dem Kino ging... nach längerer Zeit mal wieder.

Für SciFi-Fans, die durchaus auch auf gesellschaftskritische SciFi garniert mit Action-Elementen stehen, ist der Film absolut empfehlenswert. Man sollte jedoch nicht zu sehr den filmischen Stil oder die visuelle Perfektion der Hollywood-Blockbuster erwarten... was für mich jedoch ein Pluspunkt war. (Ebenso wie die Tatsache, dass ich nur wenig über den Film vorher wusste. Hätte ich das erste Posting hier z.B. gelesen oder auch nur eines der unzähligen Reviews anderswo, hätte ich mir große Teile des Filmes sparen können.)


Das Ende gefiel mir dann auch...
... weil es meinen Sinn nach epischer Gerechtigkeit befriedigte.

Und ja.. Christopher und sein Sohn waren deutlich die menschlichsten Charaktere des Filmes... so wie man sich "menschlich" in einem positiven Sinne vorstellen möchte.
Van der Merwe, Venter, die Kriminellen... zeigten sehr deutlich die negative (und bisweilen doofe) Seite des "menschlichen".

Für mich... 4 von 5 Sternen. Ich habe nichts erwartet und viel bekommen. : )

Oh.. und im übrigen hatte ich am Ende das Gefühl, dass der Film für sich alleine stehen sollte und eigentlich ohne Fortsetzung am besten wirkt. (Falls doch nicht, so ist meine Wette, dass ein Nachfolger 'District 10' heissen wird ^^)

Dumdidu
15.09.2009, 21:13
Habe nun den Film auch gerade im Kino anschauen dürfen. :)

Ich fand ihn eigentlich recht gut.

Die genialsten Charaktere sind allerdings Christopher, der "Shrimp" und sein Sohn......die beiden Aliens haben sich wesentlich "menschlicher" (also so wie ein Mensch sein sollte) benommen als die Menschen, die egtl nur alles vernichten und die Aliens so schnell wie mgl loswerden wollten.

dito. Der Hauptdarsteller war zum Teil einfach der Hammer... seine letzte Tat war zwar wiederum ganz selbstlos, aber der Rest... Mhh, einfach bissl durchgedreht der Gute.

Ich habe nur noch mit den Aliens mitgefiebert und war im Grunde gegen meine eigene Rasse ;).
Naja, dachte mehrmals jetzt nimmt es nen böses Ende.

Paar Szenen waren auch grauenhaft. Einmal, wo er seinen Finger abgeschlagen hat und das anderemal wo dem Hauptdarsteller, das Herz bei lebendigem Leib herausschneiden wollten. (Ich glaub ich hab mir da in die Hand gebissen, vor lauter Schiss ^^).

RickyLee
15.09.2009, 22:41
Enttäuscht.

Das fasst soweit mein Eindruck vom Film zusammen. Trotz des geradezu winzigen Trailers hat der es wiederum geschafft, mir ein falsches Bild zu verschaffen. Ansonsten habe ich mich gründlichst von Inhaltsangaben fern gehalten und bin einfach so in den Film rein.

Was oben von anderen eher als Plus angeführt wurde, stört mich: Die Aliens waren ZU menschlich. Die kommen doch von einem anderen Planeten, da können die doch gerne etwas fremdartig sein!

Christopher: Nein, ich lass dich nicht zurück!!!
Arghs. Disney-Alarm

Und weshalb Menschen und Shrimps sich verstanden haben, ist mir auch schleierhaft.

Der Anfang jedoch hat mir sehr gut gefallen, die Situation der Flüchtlinge in den Slums, die allmähliche Umwandlung von Wikus, der Umgang der Menschen mit dem "Experiment Wikus" und den Aliens allgemein (Abtreibung!)...
Ab der Flucht ließ das Filmvergnügen jedoch ständig nach.

Mitte bis Ende des Filmes ging dann irgendwie in einem Gesplörke aus Blut und Gedärmen unter (ich hab da ja sonst nix dagegen, aber das war schlicht zu viel und schlecht eingesetzt), garniert mit etlichen logischen Fehlern.

Gut herauszuheben sind trotzdem noch:
Die Frau bzw. die Liebesgeschichte - auch wenn sie an manchen Stellen, nja, blöd war. (Aber die letzte Szene im Film war knuffelig...)
Der angebliche Grund, der in den Medien präsentiert wird, weshalb Wikus verfolgt wird. Erlaubt mir ein unverhohlenes dreckiges Grinsen :D
Dass die Schauspieler größtenteils no-names waren. Wikus gefiel mir anfangs irgendwie, danach, auf der Flucht... naja, der Charakter war zu überzeichnet blöd und feige, der Gesinnungswechsel zuuuu schnell.

Apropos: Es gibt ein Buch von Wolfgang Hohlbein - dummerweise fällt mir der Titel nicht ein, vielleicht könnt ihr mir helfen - wo sich ein Mann letztendlich auch in eines der Monster verwandelt, die er versucht hat, zu bekämpfen. Es geht dabei unter anderem um einen Minenschacht.

Die Verwandlung im Film hätte glatt aus dem Buch geklaut worden sein, sie läuft nämlich zu bestimmten Teilen genau so ab und die Mutation ist auch beschrieben, wie sie im Film gezeigt wird.

Zumindest eines muss man dem Film zugute halten:
Er ist irgendwie mal was anderes.

Teylen
16.09.2009, 09:28
Was oben von anderen eher als Plus angeführt wurde, stört mich: Die Aliens waren ZU menschlich. Die kommen doch von einem anderen Planeten, da können die doch gerne etwas fremdartig sein!


Ich denke in dieser Aussage steckt auch gleichzeitig der Grund dafür, dass die Aliens (in erster Linie Christopher) menschlich agierten. Es ging wohl darum einen Film über Menschen zu machen.
Das Verhalten der menschlich aussehenden Menschen wurde dafür comichaft übertrieben. Und das Aussehen der Aliens wurde möglichst abstossend gestaltet. (Wobei ich die mit zunehmender Gewöhnung weniger schlimm fand.)

Einen neuen "Alien"-Film, mit völlig fremdartigen Aliens war überhaupt nicht das Ziel.

Und das Geballere und Gesplatter... war wohl Folge davon, dass der Regiesseur eigentlich Halo verfilmen wollte und der Film ja auch was an den Kinokassen einspielen sollte. :-)

Warin
17.09.2009, 21:17
Habe heute auch eine Filmbeschreibung gelesen und mein erster Gedanke war:
Ach was, die gleiche Grundidee wie bei Alien Nation (http://de.wikipedia.org/wiki/Alien_Nation_%28Fernsehserie%29) und NieA_7 (http://de.wikipedia.org/wiki/NieA_7).

Wirklich neu ist es also nicht, Aliens zu verwenden, um Diskriminierung zu thematisieren. Dass dieser Film im Gegensatz zu den vorgenannten nicht ins komödiantische sondern in die Horror/Splatter-Richtung abzudriften scheint, macht es für mich nicht überzeugender. Also nichts für mich.

Verräter
18.09.2009, 08:02
Meine Erwartung an den Film: Typischer SF-Action mit Aliens, Explosionen, sterbenden Menschen und einer interessanten Handlung.

Diese wurden zu 100% erfüllt und ich bin glücklich.
Das der Film auch als Moralkeule gedacht war: Ja, von mir aus, ist letztlich auch gut gelungen, aber ich habe versucht die unterschwelligen Botschaften zu überhören.

Alles in allen gibt es nicht besonders viele Überraschungen in dem Film, nein ... eigentlich gar keine. Aliens sind auf der Erde gestrandet und können nicht mehr zurück, werden in einem abgesperrten Gebiet festgehalten und diskriminiert und sollen nun von unserer Hauptfigur gegen ihren Willen umgesiedelt werden. Ebendieser verwandelt sich dann langsam in einen von ihnen und versucht eine Heilung zu finden, die natürlich nur damit zu erreichen ist in die Hauptstation der MNU einzudringen und sich dabei durch Massen von Soldaten zu sprengen.

Die Charakterisierung fand ich ganz interessant. Van de Merwe, der absolute Büromensch, der ohne jede Skrupel die Shrimps versucht Auszusiedeln um sich selbst in seinem Job zu profilieren, dann aber leider selbst zu einem Shrimp wird und nur knapp seinem Tod entrinnt und gejagt wird. Was könnte da näher liegen, als Hilfe bei den Shrimps zu suchen?
Christopher und sein Sohn... ja, das waren wirklich die menschlichsten Charaktere.
Aliens sind eben doch auch nur Menschen...

Der Schluss war gut. Kein stupides Happy End, alle mögen sich wieder aber auch kein Ende bei dem man verdutzt zurückbleibt. Ein guter Mittelweg.
Ansonsten: Sehr schöner Film, mit wunderbaren Effekten und guten Charakteren.****

PoiSonPaiNter
18.09.2009, 19:02
Und weshalb Menschen und Shrimps sich verstanden haben, ist mir auch schleierhaft. Die waren seit 20 Jahren auf der Erde, da sollte man so langsam die Sprache verstehen. ;)

Wikus gefiel mir anfangs irgendwie, danach, auf der Flucht... naja, der Charakter war zu überzeichnet blöd und feige, der Gesinnungswechsel zuuuu schnell. Meine Theorie zum Gesinnungswechsel: Die Mutation hat ihn dazu gebracht! XD Also dadurch, dass er immer mehr zum Shrimp wurde, wurde auch seine Art zu handeln wie ihre.

Wobei es schon komisch war, dass alle anderen Aliens sich wie verfressene Tiere benommen haben nur zwei-drei wirklich "Geist" haben....

Amarilla
14.03.2010, 19:12
Ich hab den Film gestern auf DVD geschaut und ärger mich grade ein wenig.
Ich entnehme euren Beiträgen, dass es bei dem Film normalerweise einen Untertitel gibt wenn die Aliens sprechen?
Tja, hab ich ohne gesehen und das find ich grad ziemlich doof.
Ich denke mal das liegt daran, dass man bevor das Menü startet auf der DVD zwischen einem Menschen- und einem Alienszeichen wählen kann.
Wir haben natürlich den Alien gedrückt, ich könnt mir vorstellen, dass das der Gag bei der Sache ist..Wenn man ein Alien wäre, dann würde man es ja verstehen und bräuchte keinen Untertitel.
Das hab ich aber leider nciht gewußt und bin die ganze Zeit beim schauen davon ausgegangen, dass die nichts wichtiges erzählen und dass es so gewollt ist. Sowas blödes!

Naja aber ansonsten fand ich den Film ganz gut.
Die Bilder waren echt gelungen, das Raumschiff und die Aliens sahen beispielsweise großartig aus.
Die Idee die dahinter steckte war auch ziemlich cool, aber ich denke, da hätte man mehr draus machen können.
Die Kamreaführung ging mir auch gewaltig auf den Zeiger.
Am Anfang fand ichs ganz cool, da es ja auch Interviews waren die da gezeigt wurden. Aber als dieser Teil vorbei war, hätte man das mit dem wackligen Bild auch echt lassen können, denn das war zum Zuschauen echt anstrengend.
Ansonsten kann ich auch nur sagen, dass da viele Szenen waren die für mich fast unerträglich waren. Sobald es um irgendwelche Folter-Szenen geht bin ich echt zu empflindlich und auch die Veränderungen die der Körper von Van de Merwe durchgemacht hat waren nur mit einem Auge guckbar für mich.

Van de Merwe hab ich größtenteils so erlebt wie hier bereits häufig erwähnt.
Er nervte manchmal gewaltig und in manchen Szenen hat man ihn einfach nur hassen können (für seinen Egoismus und auch für seine Dummheit). Doch auf der anderen Seite gab es auch einige Szenen wo ich tierisch mit ihm mit gelitten habe.

Wobei es schon komisch war, dass alle anderen Aliens sich wie verfressene Tiere benommen haben nur zwei-drei wirklich "Geist" haben....
Da wurd aber ja gesagt, dass die Aliens die da gelandet waren wohl nur Arbeiter wären, die ohne Führung hilflos wären. Und man fragte sich was mit den führenderen Aliens passiert sind, die spekulierten die seien gestorben.
Vielleicht war Christopher ja eben kein Arbeiter...

nyx
24.03.2010, 21:16
Ich habe den Film gestern auf DVD gesehen... und zum Glück haben wir auf den Menschen gedrückt. :D

Ich bin ein bisschen zwiegespalten. Einerseits kann ich mich Teylen anschließen, denn die Intention des Films, also seine Geschichte und die Charaktere waren mE sehr gut, andererseits ging es mir zum Ende hin wie Ricky. Das Gesplattere und Geballere war doof und zu viel. Die Filmzeit, die dafür draufgegangen ist, hätte man lieber mit ein bisschen mehr Gehaltvollerem füllen sollen. So kam ich mir streckenweise vor, als würde ich eine Live-Action-Film-Version von einem Alienshooter gucken. Und das ist öde!

Nur die letzte Szene war dann wieder sehr schön (und irgendwie versöhnlich).

Eigentlich drei Sterne, weil wir vorher aber 2012 geguckt hatten, gibts noch nen halben Stern drauf. 2012 war nämlich so hirnlos, dass District 9 danach eine richtige Wohltat war. ^^

dugie
07.04.2010, 22:47
Habe mir eben District 9 angesehen.
Hat mich sehr positiv überrascht, nach dem ich so zwiespältiges gelesen habe.
Der Hauptdarsteller hat wirklich drei harte Tage.
Mir hat der Film gut gefallen. Mal etwas Abwechslung zur sonstigen Alien Sci-fi Rezeptur und eine schöne zur Schaustellung unserer Menschlichkeit.
Die Kampfszenen sind wirklich heftig - merkwürdig, dass der Film FSK 16 ist (aber das hat mich ja auch bei 300 schon so gewundert. Vermutlich ist das okay, wenn man sich Wehr und dann die Fetzen fliegen ... - Hauptsache der andere hat angefangen).

Ich werde mir den Film auf jeden Fall noch einmal ansehen und habe den Kauf nicht bereut.