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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Jo Nesbø - Das fünfte Zeichen


Hathor
17.02.2008, 18:16
“Was sind das für Klumpen im Wasser? ... Vibeke blinzelte an die Decke ... und spürte, dass ihr Herz zu rasen begann.“ Wie ein Paukenschlag eröffnet ein gruseliger Mord das im doppelten Sinne starke Buch. Auf fast 500 Seiten ermittelt der schon bekannte Osloer Hauptkommissar Harry Hole. Diesmal steckt er selbst in einer gefährlichen Krise.
Hole kommt nicht über den gewaltsamen Tod seiner Kollegin Ellen hinweg, fängt an zu trinken und verliert auch seine Freundin Rakel. Verflixt glücklich kann er sich schätzen, einen Chef wie Bjarne Moller zu haben, der für ihn schon manche Kohlen aus dem Feuer geholt hat. Schöne Fiktion, wenn ein Hauptkommissar völlig betrunken zum Dienst kommen, der „arroganteste, egoistischste Arsch“, den man kennt. Tatsache bleibt: er ist eben der Beste! Aber irgendwann fällt auch hier das Wort Kündigung.


Jo Nesbø ist für mich eine Neuentdeckung, und eine besonders vielversprechende. Gleich der erste Roman dieses norwegischen Autors hat mir sehr gut gefallen. Er steht seinen skandinavischen Kollegen nicht nach und ist doch ganz anders. Sein Schreibstil ist flüssig, aber nicht oberflächlich. Die Handlung ist zu jeder Zeit logisch und scheint gut recherchiert, soweit ich das beurteilen kann.

Harry Hole ist ein Kommissar mit vielen Fehlern, aber ein brillianter Ermittler. Seine Art, einen Fall zu lösen, lässt den Leser über vieles im Unklaren, baut Spannung auf, bringt Überraschungen und einen überraschenden Schluss.

Ich freue mich, wieder einmal einen Autor gefunden zu haben, von dem ich mehr lesen will.