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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : mit Autor Aileen P. Roberts, Thondras Kinder (Kapitel 1 - 7)


Rusch
17.09.2009, 15:36
Sieben Schwerter, sieben Auserwählte, sieben Freunde: Der Kampf gegen die dunklen Mächte beginnt
Ihr Schicksal ist seit fünftausend Jahren miteinander verbunden, als der Kriegsgott Thondra sie auserwählte: die Sieben, die die Welt vor dem Zerbrechen retten sollen. Immer wieder werden sie wiedergeboren, um gegen das Böse zu kämpfen, doch bisher konnten sie die dunklen Mächte nie ganz besiegen. Auch Rijana, das Bauernmädchen, und Ariac, der wilde Steppenjunge, könnten Kinder Thondras sein. Zumindest scheinen sie füreinander bestimmt zu sein. Doch erst an ihrem siebzehnten Geburtstag werden sie eines der magischen Schwerter berühren, und es wird sich zeigen, ob die Zeit der Sieben gekommen ist ... Der Beginn einer zweiteiligen All-Age-Fantasy-Saga von einer brillanten deutschen Autorin. Abenteuer, Magie und eine Liebe, die alles besiegt.

Kapitel 1-5 (bis Seite 122)
ab. 18. September

Feuerfluegel
18.09.2009, 19:24
Heute ist der 18.? *in den Kalender schau*, ja stimmt, noch keiner was geschrieben? Naja, dann mache ich mal den Anfang.

Ich habe mich den 122 Seiten zwar schon gewidmet, aber alles der Reihe nach.
Zunächst einmal zum Prolog.
Ein bisschen kurz. Aber immerhin ausreichend um zu erklären, welch enge Bindung zwischen Zweien der Sieben herrschen kann. Des Weiteren auch ausreichend um die Feinde kurz anzuschneiden und auch deutlich zu machen, dass es eine Niederlage gab.
Und das Ende zeigt, warum zwei der sieben Schwerter verschwunden sind. Dafür haben ja Dagnar und Nariwa gesorgt. Wenn sie schon verlieren, müssen die Schwerter ja nicht in die falschen Hände fallen.

Bisher ist der ganze Konflikt ja noch sehr stark in Schwarz und Weiß, richtig gut und richtig böse aufgeteilt.
Gespannt bin ich nur auf die Erklärung, wie König Scurr an zwei der wichtigen Schwerter dran gekommen ist. Wie viele der Sieben waren Verräter?!
Merkt man ja sehr deutlich an der unterschiedlichen Behandlung der Anwärter.
Gerade diese "Alltagsgeschichten" mag ich persönlich ja sehr gerne. Auch wenn ich manchmal gerne mehr Details gehabt hätte.
Zum Beispiel als die 17 jährigen geprüft werden, das war sehr schnell abgehandelt, ohne viel Spannung und nur mit sehr wenigen Details.
Auch die Mutproben der beiden Kinder hätte man etwas aufregender gestalten können.

Generell gab es schon ein zwei Stellen wo ich auf Grund des Stils etwas stutzig wurde.
Ariac und Rijana lernen sich kennen. Ariac rettet ihr Essen. Sie unterhalten sich etwas, Ariac erzählt ihr ein paar Geschichten und dann heißt es da plötzlich ganz platt:
Die beiden lächelten sich an und waren von nun an die besten Freunde (Seite 49, mitte des ersten Abschnitts)
Lange hat ja diese Freundschaft nicht dauern dürfen.

Die Namen sind noch etwas, sagen wir, gewöhnungsbedürftig. Liegt wohl an mir, ich kann mir einfach nicht merken, wer da nun wie genau heißt. Immerhin kann man sie aussprechen :D

Das alles mag jetzt recht negativ geklungen haben, sollte es aber gar nicht. Mir haben die ersten 122 wirklich gut gefallen. Ich hab nix gegen Gut/Böse denken, und außerdem ist vieles noch sehr sehr ausbaufähig.
Die Charaktere sind alle recht sympatisch (zumindest die Guten ;) ) wenn auch noch etwas stereotypisch.
Es gibt schon einige unterschiedliche Charakterzüge und ich bin neugierig, wie es weiter geht. Soviel erstmal zu meiner Meinung.

Wenn andere gepostet haben, werde ich wohl zum ersten Rest auch noch was sagen.

Pantalaimon
18.09.2009, 19:38
Ich bin mit dem ersten Teil noch nicht durch, will aber schon mal meine ersten Eindrücke loswerden.

Ich finde die Geschichte bis jetzt ok. Zwar nervt mich schon, dass es um Orks und Zwerge und Trolle geht, das ist in meinen Augen mittlerweile schon arg abgedroschen, aber das soll mich jetzt erstmal nicht vom Weiterlesen abhalten. Ich lass mich überraschen. Was mich viel mehr gestört hat, waren die extrem kurzen Sätze. So kommt irgenwie keine wirklich Spannung auf. Es fehlt mir an "show, don´t tell", was mit einfachen, kurzen Sätzen natürlich schwer ist.
Das wird im Laufe der Zeit schon besser, aber es fiel mir erstmal etwas schwer, in die Geschichte reinzukommen, da sie mich nicht direkt in ihren Bann gezogen hat.

Generell gab es schon ein zwei Stellen wo ich auf Grund des Stils etwas stutzig wurde.
Ariac und Rijana lernen sich kennen. Ariac rettet ihr Essen. Sie unterhalten sich etwas, Ariac erzählt ihr ein paar Geschichten und dann heißt es da plötzlich ganz platt:
Zitat:
Die beiden lächelten sich an und waren von nun an die besten Freunde
(Seite 49, mitte des ersten Abschnitts)
Lange hat ja diese Freundschaft nicht dauern dürfen.

Das dachte ich mir auch, es passieren einfach zu schnell hintereinander zu viele Dinge, die man m. E. besser oder spannender schildern könnte. Andererseits passt das natürlich gut ins "kurze-Sätze-Schema". Auch die ständige Wiederholung, dass die Tätowierungen einen guten Jäger auszeichnen hab ich schon nach der ersten Erwähnung verstanden, da brauchte ich keine mehrfachen Erläuterungen.

Insgesamt find ich die Geschichte bislang (ich betone, bislang!!) halt eher 08/15-Fantasy mit sehr voraussehbarer Handlung und stereotypischen Charakteren. Aber ich hab die große Hoffnung, dass das noch besser wird.

Plusquamperfekt
19.09.2009, 08:18
Ich bin zwar erst auf Seite 50, aber ich will auch jetzt schon berichten wie mir das Buch gefällt.

Als Erstes ist mir beim in die Hand nehmen wieder aufgefallen, was für ein schreckliches Format das Buch hat. Dafür kann die Autorin zwar nichts aber ich möchte es hier trotzdem anmerken.

Jetzt zum eigentlichen Inhalt: Ich finde hier wird keine Zeit auf Beschreibungen verschwendet. Nur die Personen werden ein bischen dargestellt (Lange, braune Haare und Tätowierungen). Das gefällt mir persönlich nicht so gut, denn ich möchte mich in die (Fantasy-)Welt hineinversetzen, was bisher bei mir noch nicht so gut funktioniert. Hoffentlich nimmt Ariac nicht das Eragon-Schema an (toller Kämpfer, liebt seinen Stamm, ist nett) an, wenn nicht ist für mich dieser Charakter zwar noch ausbaufähig, aber schon ein Grundstein für einen schönen Helden, wenn er dies wird.

Ein mal bin ich aber stutzig geworden. Orks? Ich hasse es schon wenn man z.B. die Elben (obwohl ich das auch tue;)) abkupfert und dann Orks, nein *nein*. Die kurzen Sätze sind mir auch aufgefallen. Für mich geht die ganze Handlung auch ein bischen zu schnell. Aber das ist ja Ansichtssache.
*o* Sehe gerade das ich vergessen habe das Prolog zu lesen *schnell nachhol* Auch ein bissel kurz, aber zur Einleitung eines Buches ok. Nur zuviele Klischees!
Das klang jetzt vielleicht so als würde ich das Buch nicht mögen, aber ich finde es nochsehr ausbaufähig und wenn sie an den Punkten anknüpft die ich denke, kann das noch ein sehr schönes Buch werden. Ich freue mich auf jeden Fall aufs weiterlesen.

Warin
19.09.2009, 11:52
Ich gehöre zu den vermutlich wenigen Lesern, die den Beginn eines neuen Buches damit "zelebrieren", auch alle Angaben zum Autor, Widmungen, selbst das Kleingedruckte zur Auflage zu lesen.

Sehr irritierend bei "Thondras Kinder" fand ich, dass auf der zweiten Umschlagsseite unter Buch schon die Handlung der ersten beiden Kapitel gespoilert wird und zwar in einem Umfang, der m.E. deutlich über einen üblichen Klappentext (den es obendrein gibt und der in Ordnung geht) hinaus geht. Wie kommt's? Ist das bei Goldmann so Usus?

Leicht mit den Augen rollen musste ich bei der nachfolgenden Karte. Gebirge, Steppe, Inseln, Küste, ein kleiner Fantasy-Kosmos, der dem Üblichen entspricht. Nicht unbedingt mein Ding, aber nu ja. Verstärkt hat sich mein Augenrollen dann beim Prolog. Orks, Trolle und unheimliche Krieger... ah ja... Wohlwollend könnte man wohl von "klassisch" sprechen. Blut trieft und ich hab' schon keine Lust mehr weiter zu lesen. Aber da ich in einem ICE sitze und noch vier Stunden Fahrt vor mir habe, tue ich es trotzdem. Ganz ehrlich: Hätte ich in diesem Buch in einer Buchhandlung geblättert, ich hätte es nicht gekauft*nein*

Was dann folgt erinnert mich dann doch sehr an Teria's Leitfaden für einen Fantasy-Bestseller (http://www.fantasy-forum.org/showthread.php?t=603). Junger Held / junge Heldin müssen sich dem Bösen stellen und eine uralte Prophezeiung erfüllen. Als ob das nicht schon klischeehaft genug wäre, kichern alte Hexen irre vor sich hin und sind die Bösen aus dem Norden schon seit Generationen böse. Wieso? Warum? Weil's im Norden immer so kalt und unwirtlich istX.X

Wie dem auch sei, ich kann mit fehlender/schwacher Handlung gut leben, da ich bekanntermaßen ein Sprachästhet bin. Und nun kommt der für mich deutlichste Schwachpunkt des Romans: Wo ist denn das "show don't tell", das wir hier immer unseren Hobbyautoren einbläuen? Beschreibungen erfolgen ausschließlich über Adjektive. Dabei erfährt man ein gutes Dutzend Mal, das Scurr's Soldaten kurz geschorene Haare haben, über die Kleidung unserer Helden erfährt man dagegen nichts, über ihre Gefühlslage nur wenig.

Obgleich wir einen auktorialen Erzähler mit Einblick in die Gedanken aller Figuren haben, bleiben mir die Charaktere merkwürdig fremd, was für mich daher rührt, dass der Einblick in die Gedankenwelt der Charas viel zu selten und viel zu wenig fokussiert erfolgt.

Positiv vermerken kann ich, dass die Handlung logisch und geradlinig verläuft.

Fazit der ersten Kapitel für mich: Eine Ansammlung von Fantasy-Klischees ohne Spannung und Überraschungen, sprachlich auf dem Niveau eines guten Schüleraufsatzes. Für ein verlegtes Buch für mich zu wenig.

Bewertung: Mit viel guten Willen zwei Sterne.

Idalia
19.09.2009, 13:23
Ich muss gestehen, dass ich mit dem Buch schon am am Mittwoch angefangen habe. Desweitern muss ich auch beichten, dass ich mittlerweile schon bei der Seite 492 angekommen bin.

Dass ich das Buch so schnell durchlese, zeigt schon mal dass ich davon angetan bin. Aber....und das wird jetzt ein grosses Aber... mir gefällt nur die Geschichte. Der Erzählstil (in Bezug auf die Art der Sprache)...seufz... wo soll ich anfangen? Er erscheint ziemlich unbeholfen und ungeschliffen. Vielleicht macht es die Tatsache, dass ich davor gerade Claudia Kern gelesen habe, umso schlimmer. Aber es ist leider nicht schön... sorry :(. Ich mag keine Sätze die sich in etwa so anhören: Sie taten das, denn es war ja so und so. Also quasi eine Aussage und dann eine Begründung dahinter. Das braucht es nicht, der Leser kann sich das auch selber vorstellen. Lieber: Er zog den Mantel aus. Es war warm geworden. Anstatt von: Er zog den Mantel aus, denn es war ja doch schon ein wenig warm geworden.
Und dann gibt es da Wörter, die ich bald nicht mehr sehen kann. "Packte" wäre eins ("griff" wäre so viel schöner). Und seinen Hauptcharakter ständig als unglaublich hübsch zu bezeichnen, geht dem Leser auf jeden Fall schon nach dem 2. oder 3. Mal mächtig auf den Senkel.

Allerdings gefällt mir der Stil in anderer Hinsicht, weil es mal was anderes ist. Aileen erzählt eine Geschichte. Man ist sich der Autorin in jedem Augenblick bewusst, im Sinne von 'jemand erzählt einem eine Geschichte'. Wenn jemand Geschichten erzählt, dann arbeitet er die Charaktere normalerweise auch nicht wirklich aus. Somit ist das Buch vollkommen der Erzählung einer Geschichte und ihrer Ereignisse gewidmet und den Charakteren nur insofern es der Geschichte dient. Und ich finde es gut !*ja* Es gefällt mir sehr, und bewirkt auch, dass ich wie ne Süchtige immer weiterlesen muss. *grins*
Da die Autorin ja mitmacht, wäre es ganz spannend zu wissen, ob dass so beabsichtigt war. ;)

Dann doch noch was zu den ersten 5 Kapitel:

Es ist spannend, dass 2 verfeindete Könige/Mächte nach den Sieben suchen, und dabei jeder ein paar der Schwerter besitzt (bis auf die 2 die verschollen sind). So zieht also Brogan durch die Lande und "sammelt" Kinder mit einer natürlichen Begabung zur Schwertkampfkunst.
Dass Ariac einer der Sieben ist, dürfte wohl schon klar sein. Warga hat es ihm eigentlich auch schon geweissagt (gibts so ein Wort?). Und dann lernt er die kleine Rijana kennen und sie spüren beide automatisch eine Verbundenheit. Der Satz also, dass sie sich anlächelten und gleich beste Freunde waren, hat wahrscheinlich damit zu tun, dass sie sich aus früheren Leben kennen. Und ich bin mir an dieser Stelle schon ziemlich sicher, dass es sich bei den beiden um Nariwa und Dragan handelt. Was meint ihr?

Aileen_P
19.09.2009, 17:11
So, hallo, ein paar von euch haben ja schon etwas geschrieben:
Erstmal ein paar kurze Kommentare:


Ariac und Rijana lernen sich kennen. Ariac rettet ihr Essen. Sie unterhalten sich etwas, Ariac erzählt ihr ein paar Geschichten und dann heißt es da plötzlich ganz platt:
(Seite 49, mitte des ersten Abschnitts)Die beiden lächelten sich an und waren von nun an die besten Freunde


Das hat Idalia ja zum Glück sehr gut erkannt:
Der Satz also, dass sie sich anlächelten und gleich beste Freunde waren, hat wahrscheinlich damit zu tun, dass sie sich aus früheren Leben kennen.

Genau, sie kennen sich aus früheren Leben, daher die unterbewusste innere Verbundenheit.

Was die "abgekupferten" Orks betrifft. Ja, auch bei mir kommen Orks vor, wobei sie keine Hauptrolle spielen.
Meiner Meinung nach gehören mittlerweile Orks, Trolle, Zwerge, Elfen usw. einfach zu den meisten Fantasybüchern dazu. Man kann sie verwenden oder auch nicht. Bei mir gibts auch ein paar "neue" Wesen als Nebendarsteller. Klar könnte man auch alle magischen Wesen neu erfinden, aber ich mag bekennederweise eben auch die gängigen Rassen.

Idalia dazu: Lieber: Er zog den Mantel aus. Es war warm geworden. Anstatt von: Er zog den Mantel aus, denn es war ja doch schon ein wenig warm geworden.Ja, klar, könnte man, aber dann beschwert sich unter Umständen wieder jemand über kurze, abgehackte Sätze :rolleyes:
Ja, ich erzähle die Geschichte schon bewusst und ich bin auch kein Fan davon, alles ins kleinste Detail auszuschmücken, denn ich möchte dem Leser ja auch Raum für seine Fantasien zu lassen. Es freut mich, dass dir das gefällt.

Warin: sind die Bösen aus dem Norden schon seit Generationen böse. Wieso? Warum? Weil's im Norden immer so kalt und unwirtlich ist
Die Bösen aus dem Norden sind böse, weil der jeweilige Herrscher Ursanns von dem Geist des Zauberer Kaar beherrscht ist. Mal abgesehen davon, hätten die Bösen im Osten gelebt, hätte doch garantiert jemand geschrien: Abgekupfert von Herr der Ringe, müssen denn alle Bösen im Osten sein????
Also, ich befürchte, egal wo man einen Bösen hinsetzt, irgendjemand wird sich immer daran stören.

Hathor
19.09.2009, 17:37
Die Orks stören mich gar nicht mal so, denn ich bin es schon gewöhnt, dass man diese stupiden Haudraufs als Allerweltsbösewichte ausborgt. Muss man sich nicht die Mühe machen, neue zu erfinden ;)

Da stört mich schon mehr, dass zumindest auf den ersten hundert Seiten nur Klischees bedient werden. Von den unwilligen Auserwählten über die gemeinen Eltern bis zu den sehrsehrbösen Herrschern ist alles dabei, was nach Meinung der Verleger das Fantasyliebhaberherz höher schlagen lässt. Da darf natürlich auch nicht das Schwert im See fehlen (*nach Avalon wink*) und - ein bisschen subtiler entlehnt - die sieben Schwerter Waylands...

Ich hoffe sehr, dass die Geschichte noch spannender wird, denn bisher ist alles sehr vorhersehbar.

Hauen möchte ich das Korrektorat. Da wurden schon ein paar arge Schnitzer übersehen. Nun nützt es ja nichts mehr, aber ein guter Lektor hätte Stilblüten wie "Erwachsene sensten das Gras", "restliche Kinder" oder "sie vertrauten sich" bemerken müssen, ebenso die vielen Wortwiederholungen und uneleganten Formulierungen wie "er fragte so bestimmt wie möglich"...

Es wäre auch schön gewesen, wenn dem Leser/ der Leserin etwas mehr Intelligenz zugetraut worden wäre. Ich mag es gar nicht, wenn mir alles vorgekaut und dreimal erklärt wird... Und warum es so furchtbar wichtig ist, dass ich die Haarfarbe und die Frisur jeder unbedeutenden Nebenfigur wissen muss, ist mir schleierhaft ;)

Eigentlich kann es nur besser werden :)

Feuerfluegel
19.09.2009, 18:36
Mir persönlich hätte vielleicht ein personaler Erzähler, natürlich gern auch aus verschiedenen Perspektiven, vermutlich besser gefallen, aber das ist nur meine ganz persönliche Meinung.

Auch wenn es vielleicht nicht ganz neu ist, ist es aber eine gute Sache Ariac quasi ins Quartier der Bösen zu stecken.
Weil man dann 1. deren Pläne, Gesinnungen etc. als Leser mitverfolgen kann
2. das ganze nicht aus der Sicht der Bösen erzählt bekommt, sondern aus der kritischen Sicht Ariacs.

Im Moment wundere ich mich immer über Ariacs Standvermögen. Immerhin ist er ja zu Beginn auch erst zwöf und dennoch schon zu stolz sich den Bösewichten zu beugen. Aber finde ich ganz gut so.
Immerhin zeigte sich ja bei der Ansprache des Königs schon, dass auch er möglicherweise etwas ins Wanken gerät.

Generell hatte ich die gleiche Vermutung wie Idalia, dass Ariac der wiedergeborene Dagnar und Rijana die wiedergeborene Nariwa sein könnte. Immerhin war es ja auffällig, dass die beiden das Gefühl hatten, sich bereits zu kennen.
Einerseits könnte das aber auch der Kniff der Autorin gewesen sein, den Leser das denken zu lassen. Immerhin hat die alte Steppenhexe ja nicht gesagt, dass Ariac einer der Sieben ist, sondern möglicherweise sein Schicksal nur eng mit den Ihren verbunden sein könnte. Dem widersprechen würde dann aber seine besondere außerordentliche Begabung mit dem Schwert.
Natürlich könnte Ariac, sollte er einer der Sieben sein, zu einem der gefürchteten Verräter werden. Was dann ja wieder ganz interessant werden könnte, sollte er mal auf die anderen Sieben treffen.

Vorallem wenn Rijana eine der Sieben sein sollte, könnte es da zu einem Gewissenskonflikt kommen.
Aber alles nur Spekulationen.

Auch wenn hier alles noch sehr typisch daher kommt, hat das Buch bei mir ja bereits Fragen aufgeworfen, wie ihr sehen könnt.
Ich werde auf jeden Fall weiter lesen.

Samwell Tarly
20.09.2009, 08:14
Zuerst mal was Banales: Ich mag dieses Buchformat total gern, viel lieber als das normale TB-Format. Da gehen also die Geschmäcker wohl auseinander.

Ich bevorzuge generell eher personale Erzählweise. Gegen die auktoriale Erzählweise hier gibt es eigentlich auch nichts einzuwenden, allerdings hüpft die Erzählerin mir oft zu schnell von einem Köpfchen ins nächste, manchmal auch nur, um ein oder zwei Gedanken zu schildern. Am deutlichsten fiel mir das auf Seite 42f auf.

Insgesamt erscheinen mir Erzählweise und Sprache sehr am klassischen Märchen orientiert. Sollte dies Absicht sein, ist gegen bestimmte Elemente (eher tell als show, "und von da an waren sie die besten Freunde"...) schon weniger einzuwenden. Da ist dann halt eher die Frage, ob einem das persönlich liegt und ob einem das in einem Fantasy-Roman gefällt. Die Bemerkung "Aileen erzählt eine Geschichte" finde ich deshalb sehr treffend, denn das ist ja das ursprüngliche Wesen des Märchens, bei dem man sich jederzeit des Erzählvorgangs bewusst ist. Allerdings teile ich die Meinung, dass das Lektorat noch ein bisschen sorgfältiger hätte sein können.

Mir fehlt noch eine Information darüber, woher man (also die Welt) weiß, dass König Scurr besessen ist.

Insgesamt gefällt mir die Trennung der Kinder als Ausgangslage ganz gut, ebenso das Wissen darüber, dass es immer einen Verräter in den Reihen der "Kinder" gab.

Ich fand es gar nicht schlecht, dass die Prüfung der 17-jährigen so kurz abgehandelt worden ist. Alles andere wäre ein müder Abklatsch der ohnehin langweiligen Hut-Zeremonie bei Harry Potter geworden.
Die Mutproben fand ich hingegen völlig überflüssig.

Aber mal ne wichtige Frage zu den Schwertern: Insgesamt 5 sind in Besitz der beiden Parteien. Im Prolog wirft Dagnar doch nur sein eigenes Schwert in den See. Was ist mit Nariwas Schwert? Wer hat ihr Schwert?

Eine Frage an Aileen: Wie bist du bei den Namen (für Personen, Länder, Städte) vorgegangen? Orientierst du dich dabei an bestimmten Sprachen oder Mythologien oder entspringen sie deiner Fantasie?

Koboldkind
20.09.2009, 09:16
Viele haben ja schon einige Kritikpunkte genannt, denen ich mich anschließe, unter anderem die Klischeelastigkeit.

Ich finde, dass der Buchrücken- als auch er Klappentext und der Prolog zu viel von Ariac und Rijana vorwegnehmen. Es ist okay, wenn deutlich gemacht wird, dass es eine Liebesgeschichte über die beiden ist, aber ich hätte mehr Rätselraten gewünscht. Als Rudrinn dazu kam hatte ich ja schon Hoffnung. Mittlerweile (ich bin bei Kapitel 9) bin ich zufrieden, weil das Beziehungsraten wirklich verzwickt geworden ist. So sehr, nicht nur um Rijana, dass meine Prognose zur Happy-End-Wahrscheinlichkeit extrem schwankt. Ich bin bei bitteren 80 Prozent ^^

Die Karte... mich stört vielleicht am meisten, dass sie auf zwei Seiten verteilt wurde.

Zu dem Klischee-Bösen: Die sind mir so vorgeformt, dass ich garnicht glauben will, dass sie wirklich so sind. Ich hege immer wieder die Hoffnung, dass sich irgendeiner aus Ursann noch als freundlich erweist.
Außerdem, ein logischer Fehler: Warum tötet Scurr die Mädchen mit 17 und lässt seine Jungs dann die Dörfer und deren Frauen überfallen? Klingt jetzt vielleicht brutal, aber als Mann würde ich die Mädchen da behalten, dann kann ich mich schnell mal abreagieren. Nur so ein Gedanke.

Die EDO-Völker, also Elfen, Zwerge(Dwarf), Orks: Sie werden zwar erwähnt, tauchen außer als Trainingsmaterial nicht mehr auf. Es heißt "Wenn in der ersten Szene eine Flinte auftaucht, muss sie bis zum Schluss auch abgeschossen werden". Tauchen also Elfen, Zwerge und Other noch irgendwann auf? Oder kriegen die Orks noch eine größere Rolle als nur Kanonenfutter? Ich bin kein Fan dieser Völker, von mir aus hätten sie auch unerwähnt bleiben können, denn ich denke die Männer vo Ursann sind auch schon schlimm genug.

Überhaupt Ursann: Es will nicht in meinen Kopf hinein, dass es wirklich zu so einer Gesellschaft kommen kann. Das ist so meine Horrorvorstellung. Gibt es solche hassenden Menschen, kann man sie so sehr brechen? Und warum dann Ariac nicht? Er kann doch nicht der einzige sein *panische zweifel hegt*
Ich kämpfe also noch mit dieser Männergesellschaft, aber das ist keine Kritik. Diese ist möglich, von daher, auch wenn ich sie extrem abstoßend finde, gerade deshalb in Ordnung. Ich bin unheimlich fasziniert ^^

Ariac: Denkt ein 12-jähriger schon so sehr an die Freiheit? Aber okay. Ich fand die geistige Entwicklung der Kinder gut dargestellt, auch von Rijana und später in Camasann, keine Einwände.

Camasann: Ich bezweifle mal, dass es nur diese hand voll Zauberer und Lehrmeister gibt ^^ Die Konstellation der Lehrer gefällt mir sehr gut, ihre Streitereien sind glaubwürdig dargestellt. Es sind zwar Schabelonen-Zauberer, die außer Weisheit und Blitze noch nicht mehr gezeigt haben, aber ansonsten sympathisch.

Etwas, was wohl auch unter die Erklärung "Erzählt die Geschichte" fällt: Die Charaktere sind mir später zu weit weg. Also Tovion und Nelja, zu denen habe ich irgendwie keinerlei Bezug. Nelja ist vielleicht auch vernachlässigbar, aber zumindest Tovion sagt doch noch mehr als nur träumend in der Gegend zu gucken.

In Kapitel 5 - Harte Zeiten wird von dem schlechten Zustand der Welt erzählt, wie alles immer mehr zerfällt. Darüber hätte ich gerne näher etwas erfahren - aber da die Kinder davon so weit entfernt sind kriegen sie selbst ja auch nicht viel mit. Diese Distanz ist also gut rüber gebracht.
Hier komme ich aber auch gerade wieder zu dem Rumspringen von Kopf zu Kopf, wie vor mir schon gesagt wurde, das ist mir zu diffus. Ich hätte gerne das personelle auf zwei, drei Charaktere beschränkt.

Ebenfalls hab ich ein Problem mit den Zeitsprüngen bzw. eher dem Zeitfluss. Ist bedingt durch das Unterschiedliche Alter der Kinder, okay, ich mag es aber nicht. Also, nur als Beispiel, hätte ich prägnante Punkte gesetzt, wo man ein Jahr später wieder zu den Kindern stößt und sie etwas im Alltag begleitet, also irgendwie lebendiger. Ich weiß nicht, ob klar ist, was ich meine ^^"
Also: Der Anfang von Ariacs und Rijanas Trennung ist gut gewählt, dann noch die Einführung in Camasann und Ursann, Schnitt drei Jahre später.

Fazit bis Kapitel Fünf: Der Anfang hätte mich abgeschreckt. Ich kann verraten, dass ich mich aber mittlerweile von Lesen zurückhalten muss, was also wieder für die Geschichte spricht. ich bin gespannt, wie die Beziehungen sich auflösen, mir schweben ständig Szenen im Kopf, deren Lösung ist kennen lernen will. Spätestens als Ariac mir Brogan mit kommt war ich drin und wurde selbst angeregt.
Die Story selbst spricht mich also nicht an, die Umsetzung ist aber gut. Jetzt da ich von dem Erzählen weiß, werde ich es gleich ganz anders lesen.

Aileen_P
20.09.2009, 11:13
Danke für eure Gedanken und Einschätzungen. Ich werde heute Abend noch ausführlicher antworten, hier nur ein paar Erklärungen zu Fragen:


Aber mal ne wichtige Frage zu den Schwertern: Insgesamt 5 sind in Besitz der beiden Parteien. Im Prolog wirft Dagnar doch nur sein eigenes Schwert in den See. Was ist mit Nariwas Schwert? Wer hat ihr Schwert? /QUOTE]
Wo Nariwas Schwert ist, kommt im Laufe des Buches noch heraus, ich bitte um ein bisschen Geduld :)

[QUOTE=Samwell Tarly;54387]Eine Frage an Aileen: Wie bist du bei den Namen (für Personen, Länder, Städte) vorgegangen? Orientierst du dich dabei an bestimmten Sprachen oder Mythologien oder entspringen sie deiner Fantasie?
Die meisten Namen entspringen meiner Fantasie, manchmal, wenn mir gerade kein Name einfällt, nehme ich auch mal eine Namensliste zur Hilfe, z.B. aus nordischen Ländern, wenn es denn passt und spiele dann ein bisschen mit den Buchstaben rum, bis er mir gefällt.

Ariac: Denkt ein 12-jähriger schon so sehr an die Freiheit?
Die Frage ob ein 12-jähriger schon so standhaft sein kann (wenn er es denn bleibt ;) ) kam ja mehrfach.
Ariac ist in einer ganz anderen Gesellschaft aufgewachsen, bei den Arrowann ist er schon kurz davor, ein "erwachsener Krieger" und ein Mann zu sein. Vielleicht ist es in der Welt in der wir leben schwer nachzuvollziehen, aber ein Volk, das seit Generationen frei und ungezwungen durch die Steppe zieht, kann meiner Meinung nach durchaus auch einen sehr willenstarken jungen Mann hervorbringen.

Also Tovion und Nelja, zu denen habe ich irgendwie keinerlei Bezug. Nelja ist vielleicht auch vernachlässigbar, aber zumindest Tovion sagt doch noch mehr als nur träumend in der Gegend zu gucken.
Okay, die beiden kommen zugegebenermaßen im 1. Teil etwas kurz, in Teil 2 erfährt man mehr über sie.

Außerdem, ein logischer Fehler: Warum tötet Scurr die Mädchen mit 17 und lässt seine Jungs dann die Dörfer und deren Frauen überfallen? Klingt jetzt vielleicht brutal, aber als Mann würde ich die Mädchen da behalten, dann kann ich mich schnell mal abreagieren.
Ja, hätte er, aber nachdem die Mädels ebenso hart und grausam ausgebildet wurden und durch die eher karge Versorgung mit Essen sicher auch nicht sehr weibliche Formen haben, finden es seine Krieger vermutlich reizvoller, irgendwelche schreienden Schankmägde zu nehmen, als die zähen, kantigen Luder (so stelle ich sie mir vor ;) ) die sicherlich einige gezielte Tritte in relevante Stellen auf Lager haben :D Ähmm, jaa, ich bin eine Frau und kann nur Vermutungen über männliche Vorlieben anstellen ...

Orks und Trolle kommen hin und wieder schon noch zum Zug, aber wie gesagt, eher nicht als Hauptdarsteller, sondern nur als Scurrs Verbündete.

Gwyneth
20.09.2009, 11:37
Die Frage ob ein 12-jähriger schon so standhaft sein kann (wenn er es denn bleibt ;) ) kam ja mehrfach.
Ariac ist in einer ganz anderen Gesellschaft aufgewachsen, bei den Arrowann ist er schon kurz davor, ein "erwachsener Krieger" und ein Mann zu sein. Vielleicht ist es in der Welt in der wir leben schwer nachzuvollziehen, aber ein Volk, das seit Generationen frei und ungezwungen durch die Steppe zieht, kann meiner Meinung nach durchaus auch einen sehr willenstarken jungen Mann hervorbringen.


Das war nun einer der Punkte, wo ich es nicht verwunderlich fand.
Auch in unserer Welt waren vor vielen, vielen Jahren Kinder schon so gut wie erwachsen. Sie wuchsen eben unter anderen Bedingungen auf und durften einfach nicht so lange Kinder sein. Ich schätze mal, wenn man die Zeit bedenkt in der die Geschichte spielt, das ist dort nicht anders.

Also, dann will ich jetzt auch mal ^^:

Das Buch selbst.. ok.. das Format ist wirklich geschmackssache, ich mags nicht so, aber weiter schlimm ist es auch nicht.
Was mich viel mehr störte waren die ganzen Flecken im Buch. Ich frag mich wirklich woher das kam. Ein kleiner Fleck sah sogar nach altem Blut aus.. und ich hab das Buch neu gekauft. *mph* Das war jetzt nicht so schön.
Aber naja, hat ja nichts mit dem Inhalt zu tun.

Ich muss mich den anderen leider anschließen. Die Schreibweise ist auch überhaupt nicht meins.. Anfangs kam es mir, tut mir leid, wirklich einfach lieblos runtergeleiert vor. Was aber daran liegen mag, dass ich zuvor ein Buch gelesen habe in dem sich viel Zeit für jede Erklärung genommen wurde und die Zeitsprünge nicht so extrem waren.. auch so etwas was ich nicht so gut fand, lässt sich allerdings auch nicht vermeiden, wenn man die ganze Geschichte der Charaktere mitbekommen will, sobald sie ausgewählt wurden. Sonst wäre das wohl ein 10-Teiler geworden. x)
Was der Vorteil an dieser Schreibweise ist, ist das es sich wie nichts wegliest. Also es hat auch durchaus seine Vorzüge.
Die Erzählperspektive mag ich jetzt auch nicht so, aber auch dies ist Geschmackssache und hat auch einen Vorteil, dass man wirklich alles mitbekommt.
Also ich sehs jetzt nicht sooo eng.

Die einzigen 2 Dinge die mich nur gestört haben, ohne etwas Gutes daran zu finden:
1. Die Orks und Trolle. Nicht wegen des Klischees wegen sondern weil sie einfach mal so immer als Gegner hergenommen werden. Das ist irgendwie.. mhm.. ich kanns nicht beschreiben.. es ist mir zu beiläufig. Irgendwie stört mich das sehr. Evtl liegt es daran, dass man nicht wirklich an sie herangeführt wurde, etwas Hintergrund am Anfang oä.
2. Die Wiederholungen. Das fiel mir das erste Mal bei dem Gespräch zwischen Ariac und seinem Vater auf. Den genauen Wortlaut weis ich jetzt nicht mehr..ob es packte oder nahm war.. jedenfalls wars beides mal gleich..
"Er packte seinen Sohn an den Schultern" - paar Zeilen - "er packte seinen Sohn am Arm" - nochmal ein paar Zeilen - "Er packte seinen Sohn an den Schultern". Es gibt ein paar Wiederholungen dieser Art, bei denen ich mir das dann bildlich vorstelle, so wie eigentlich alles beim lesen und nur denke, dass es irgendwie nicht sehr durchdacht ist.

Zur Story:
Ja, evtl ist sie etwas klischeehaft, aber das empfind ich nicht wirklich ..zumindest nicht als negativ. Wobei dazu auch gesagt sei, dass ich auch gerne mal Klischees lese. :)
Ich finde die Story alles in allem ca ab dem 4. Kapitel richtig spannend. Gestern Abend wollt ich eigentlich nur bis zu Seite 122 lesen, doch daraus wurden 30 Seiten mehr, nach denen ich dann aber dank Müdigkeit aufhören musste, sonst wären es sicher noch mehr gewesen.
Es ist zwar sehr vorhersehbar teilweise.. zum Beispiel wurden alle Feste, bei denen die Schüler geprüft wurden, nie Detailreich beschrieben.. immer nur in ein paar Sätzen das es war, das getanzt wurde, es leckeres Essen gab und keiner gefunden wurde. Als dann das Fest genauer beschrieben wurde, war sofort klar, dass nun einer ausgewählt wird und irgendwie auch wer.
Das stört ein bisschen die Spannung, aber naja.. die Geschichte gefällt mir trotzdem und trotz den anderen Kritikpunkten gefällt mir das Buch bisher gut. Ich freu mich aufs weiterlesen.

Ylduran
20.09.2009, 14:05
Ich bin zwar mit den ersten fünf Kapiteln noch nicht ganz durch und und bin jetzt auf Seite 97 im 4. Kapitel.
Ich denke jedoch, dass das ausreichend ist für einen Versuch, hier möglichst konstruktive Kritik zu äussern, die dann der an dieser Leserrunde beteiligten Autorin (und den anderen Beteiligten natürlich auch) von Nutzen sein kann.

Vorweg möchte aber noch anbringen, dass ich bisher eher negative Kritik feststellen konnte. Auch meine Anmerkungen sind überwiegend negativ. Ich möchte daher darauf hinweisen, dass bedingt durch die Gruppendynamik, die hier ohne Zweifel stattfinden kann, sich diejenigen die das Buch uneingeschränkt gut finden, möglicherweise abschrecken lassen. Ich hoffe, dass das nicht der Fall ist. Jedenfalls gibt es im Thread "Leserrunde im September" auch sehr positive Stimmen, die sich hier bisher noch nicht geäußert haben.

Zuerst die positive Kritik. Hierzu kann ich allerdings auch nur einen einzigen Punkt nennen:

Die Autorin treibt die Handlung recht gradlinig voran. Anfangs lief die Geschichte mit nur einem Handlungsstrang. Mittlerweile gibt es immerhin noch einen zweiten parallel verlaufenden Plot. Ich persönlich und jetzt wird's subjektiv mag es eher, wenn sich eine Geschichte in mindestens einem Dutzend verschiedener, parallel laufender Handlungstränge aufteilt, die dann möglichst so geschickt konstruiert sind, dass sie sich kreuzen oder gegengeseitig beeinflussen. Aber das ist sicherlich Geschmackssache. Trotzdem empfinde ich es als angenehm, dass die Geschichte recht zügig voran kommt.

An negativer Kritik muss ich doch so einiges mehr erwähnen.

Auch andere haben hier schon den etwas zu schlichten Schreibstil bemängelt. Dem kann ich mich nur anschliessen. Teilweise sind die Formulierungen so gewählt, dass ich beim Lesen jetzt schon mehrfach darüber gestolpert bin und es mich ziemlich heftig aus dem Lesefluss heraus gebracht hat. Ein Beispiel ist die Formulierung auf Seite 17:
"Ariac nickte misstrauisch, wahrscheinlich folgte gleich irgendeine Beleidigung, aber nachdem Lyn gerade nicht da war, sagte Léa nichts mehr".
Nachdem? Wie? Wonach? Was macht das "nachdem" da? Leider finden sich häufig solche Formulierungen, die eben immer wieder meinen Lesefluss behindern. Generell ist mir die Sprache zu schlicht. Auch werden grösstenteils nur Handlungen in sequentieller Folge beschrieben.

Somit bin ich dann schon beim nächsten Punkt. Die Charaktere sind mir viel zu oberflächlich. Besser gesagt, ich erfahre nichts oder für meinen Geschmack viel zu wenig über deren Innenleben. Deswegen bin ich auch völlig unberührt von den Geschehnissen. Als auf Seite 51ff der Überfall stattfindet, hat mich das überhaupt nicht getroffen. Wo bleiben Blut und Schweiss, Schmerz und Tränen? Auch Ariacs "harte" Ausbildung geht mir nicht wirklich nahe. Erstens ist mir das viel zu harmlos und zweitens würde ich mir auch da wünschen, dass man als Leser Gelegenheit bekommt mitzufühlen, indem man beispielsweise während der Nachtwachen auf dem Turm etwas von Ariacs Innenleben erfahren könnte. Gerade diese Situation bietet doch perfekt Raum für so etwas wie einen wirren, inneren Monolog in einem Geisteszustand, der zwischen Wachsein und Schlaf liegt.

Weiterhin vermisse ich ganz allgemein etwas weitergehende Dialoge zwischen den Charakteren, bei denen sich dann auch die Möglichkeit ergeben würde, Charakterzüge deutlicher herauszuarbeiten.

Grundsätzlich stört es mich nicht, wenn Orcs, Trolle etc. vorkommen. Meiner Ansicht nach muss die Wahl der Völker, Rassen und Kreaturen in einem Fantasy Roman nicht notwenigerweise etwas völlig Eigenständiges darstellen. Allerdings ist der Auftritt der Piraten auf Seite 62ff derart schablonenhaft, dass ich mich darüber regelrecht geärgert habe. Ich habe diese Szene als absolut unglaubwürdig empfunden. Weiterhin überlässt der Kapitän Norwinn seinen Sohn Rudrinn dann auch noch völlig leichtfertig dem Zauberer Brogan. Ich kann nicht nachvollziehen, dass so einfach der Argumentation gefolgt wird, dass Rudrinn dann ansonsten in die Hände König Scurrs gerät. Aus meiner Sicht könnte ich es leichter nachvollziehen, wenn der Piratenkäpitän seinen Sohn eine Ausbildung verschaffen wollen würde, die dem Klischee eines Piraten, was meiner Ansicht nach nicht auf der guten Seite anzusiedeln ist, weit mehr entspricht und ihn gerade in die Hände König Scurrs gibt.

Zusätzlich ist mir aufgefallen, dass Beschreibungen des Öfteren wiederholt werden. Beispielsweise wird auf Seite 95 mindestens zum zweiten Mal erwähnt, dass Schwertmeister Tharn und gelegentlich auch Brogan für die Kampfausbildung verantwortlich sind. Das ist auf Seite 69 bereits beschrieben. Daher kam mir das überflüssig vor und ich hatte dabei so ein wenig das Gefühl, dass meine Aufmerksamkeit als Leser nicht sonderlich hoch eingeschätzt wird und es dann daher notwendig ist, so etwas mehrfach zu erwähnen.

Trotz diesem doch eher negativen Eindruck werde ich vorerst weiter lesen. Mal schauen, wie es sich entwickelt.

EDIT: Rechtschreibkorrekturen

Koboldkind
20.09.2009, 15:08
Die Frage ob ein 12-jähriger schon so standhaft sein kann (wenn er es denn bleibt ;) ) kam ja mehrfach.
Ariac ist in einer ganz anderen Gesellschaft aufgewachsen, bei den Arrowann ist er schon kurz davor, ein "erwachsener Krieger" und ein Mann zu sein. Vielleicht ist es in der Welt in der wir leben schwer nachzuvollziehen, aber ein Volk, das seit Generationen frei und ungezwungen durch die Steppe zieht, kann meiner Meinung nach durchaus auch einen sehr willenstarken jungen Mann hervorbringen. Okay, das kann ich verstehen. Bei der Frage nach der Freiheit meinte ich aber eher, ob er wirklich bewusst davon überzeugt ist oder es hoch hält, weil sein Volk darauf stolz ist. Ich meine, es gibt eine Schwelle im Leben, in der man anfängt sich bewusst zu werden, quasi aus der Kindheit aufwacht.
Aber egal, spätestens in Ursann lernt Ariac den Wert der Freiheit wirklich zu schätzen.

Okay, die beiden kommen zugegebenermaßen im 1. Teil etwas kurz, in Teil 2 erfährt man mehr über sie.Gut. Also wirklich ein Zweiteiler? Verdammt, ich hasse es, wenn ich mehrbändige Geschichten ohne wissen anfange. Ich kann nicht ohne Ende. Außerdem verschiebt es meine Happy-End-Wahrscheinlichkeits-Prognose nach hinten... *mph*

Ja, hätte er, aber nachdem die Mädels ebenso hart und grausam ausgebildet wurden und durch die eher karge Versorgung mit Essen sicher auch nicht sehr weibliche Formen haben, finden es seine Krieger vermutlich reizvoller, irgendwelche schreienden Schankmägde zu nehmen, als die zähen, kantigen Luder (so stelle ich sie mir vor ;) ) die sicherlich einige gezielte Tritte in relevante Stellen auf Lager haben :D Ähmm, jaa, ich bin eine Frau und kann nur Vermutungen über männliche Vorlieben anstellen ...
Okay, schlüssige Argumentation :p

Weiterhin vermisse ich ganz allgemein etwas weitergehende Dialoge zwischen den Charakteren, bei denen sich dann auch die Möglichkeit ergeben würde, Charakterzüge deutlicher herauszuarbeiten.
Das meine ich, habe ich mir auch gewünscht. Broderick kommt noch halbwegs rüber, weil sein Charakter auch so offensiv ist, aber Toivon, Nelja und sogar Rijana gehen etwas unter.

Hathor
20.09.2009, 16:00
Die Charaktere sind mir viel zu oberflächlich. Besser gesagt, ich erfahre nichts oder für meinen Geschmack viel zu wenig über deren Innenleben. Deswegen bin ich auch völlig unberührt von den Geschehnissen.


So geht es mir auch. Bis jetzt ist mir keine einzige Person so wichtig, dass ich mit ihr oder ihm mitfühlen oder gar mitfiebern könnte. Sie lassen mich kalt.

Ariac, der am ehesten das Potential dazu hätte, ein interessanter Charakter zu werden, halte ich schlichtweg für bescheuert. Wer sich um jeden Preis gegen jeden stellen will, auch wenn er nichts als Nachteile davon hat, der ist in meinen Augen nicht mutig, sondern nur dumm. Seine Zeit würde schon noch kommen, warum hält der dann den Ball nicht flach und übt sich in Geduld?

So langsam habe ich so meine Zweifel an der Schubladenwelt, die die Autorin uns vorsetzt: hier die Bösen, dort die Guten. Who is who? Ich möchte jetzt endlich mal Beweise lesen, nicht nur Behauptungen.
Bei der Schwarzweißmalerei in den beiden Schulen/Ausbildungsstätten musste ich schon wieder die Augen rollen.

In Naravaack wird man geschlagen, bekommt weder zu essen noch zu trinken, und wenn, dann ungenießbaren Fraß, und als Draufgabe gibts Schlafentzug. Schlimmer als bei Charles Dickens`Oliver Twist...

Dagegen ist das Leben in Camasann so zuckersüß lieblich: phantastisches Essen, alle sind furchtbar lieb und herzig, alles ist eitel Wonne. Schlimmer als bei Hanni und Nanni. Das gibt es einfach nicht, dass die nicht auch ein paar Leichen im Keller haben.

Feuerfluegel
20.09.2009, 16:52
Jetzt kam ja häufig die Theorie auf, dass der Erzählstil absichtlich auf diese Weise gewählt worde. Also Erzählen, nicht zeigen.
Ich muss dazu sagen, noch einmal, mir persönlich gefällt er nicht. Gar nicht. Aber das ist Geschmackssache.
Es behindert mich nicht beim lesen und das lesen geht leicht von der Hand.

Vielleicht würde er mir besser gefallen, wenn er konsequent durchgehalten werden würde. Was aber leider nicht der Fall ist. Szenen, die ich persönlich als wichtig empfunden hätte, wie eben die erwähnte Szene mit der Auswahl werden nur kurz angerissen.
Andere Szenen, wie die Tanzszene zwischen Schüler und Lehrer dagegen werden sehr deutlich hervorgehoben und ausgeschmückt.
Warum?
Diese Szene erscheint mir nicht wichtig, zumindest nicht wichtiger als die Erwählungsszene. Warum diese Prioritätenverteilung?

Hier muss ich dann leider auch sagen, dass ich mich in eine eventuelle Gefühlswelt der Charaktere nicht hinein versetzen kann. Sie sind einfach noch zu oberflächlich.

Dann muss ich mich Hathor anschließen.
Ariac war der einzige Charakter, der Zeit gehabt hat, sich vor den Augen des Lesers zumindest vorzustellen. Da man seine Welt ein wenig kennen lernen durfte. Die anderen Charaktere wurden nebenbei eingeschmissen.

Warum Ariac dann aber als Einziger hart genug ist, sich gegen alles und jeden zu wehren ist mir nicht klar.
Die anderen fügen sich ja alle scheinbar begeistert in ihr neues Schicksal.

Mir fehlen auch einfach, die Mischcharaktere in den verschiedenen Lagern.
Gibts bei den Bösen wirklich nur die absolut Bösen? Und bei den Guten nur die absolut Guten?
Naja, vielleicht erlebe ich ja noch einige Überraschungen im Laufe der Zeit.

Plusquamperfekt
20.09.2009, 17:36
Hallo!

von Feuerflügel
Bisher ist der ganze Konflikt ja noch sehr stark in Schwarz und Weiß, richtig gut und richtig böse aufgeteilt.

Oh ja, das stört mich bei soo vielen Büchern. Das war auch einer der Wenigen Punkte wegen dem ich Eragon ausgelesen habe. Murthagh hatte so einen tollen Konflikt zwischen sich selbst, dem "Bösen" und dem "Guten". Hoffentlich ändert sich da noch etwas, denn dieses Model ist für mich schon lange (fast) durchgekaut.

von Warin
Ich gehöre zu den vermutlich wenigen Lesern, die den Beginn eines neuen Buches damit "zelebrieren", auch alle Angaben zum Autor, Widmungen, selbst das Kleingedruckte zur Auflage zu lesen

Ohh, ein Gleichgesinnter. Ja eigentlich tue ich das auch, aber hier habe ich diese Inhaltsangabe zum Buch glücklicher Weise vergessen. Finde es auch nicht notwendig, ich meine der Klappentext reicht und wenn ich ein neues Buch im Laden kaufe, dann lese ich lieber in das Buch rein anstatt mir eine Inhaltsangabe anzugucken. So kriege ich z.B. auch etwas über den Stil der Autorin mit.

von Warin
Positiv vermerken kann ich, dass die Handlung logisch und geradlinig verläuft.

Für mich verläuft die Handlung zu geradlinig. Ich würde mir ein Paar Brüche wünschen. Hier passiert nichts unvorhersehbares. Mir war klar das sowohl Ariac als auch Rijana "abgeschleppt" wurden. Um ehrlich zu sein: Langweilig

Aber als Fazit muss ich bisher sagen: Story 3 v. 5 Sternen
Stil 1,5 v. 5 Sterne

Ich habe noch mal eine Frage an Aileen. Liest du auch selbst Fantasy, oder findest du das man nicht das gleiche Genre lesen und schreiben sollte.

Aileen_P
20.09.2009, 18:46
Hallo,

so, das mit der Gruppendynamik ist mir auch schon aufgefallen :eek:, aber ich versuche es jetzt einfach mal sportlich zu nehmen.
Hier und da habe ich ja auch den einen oder anderen positiven Zwischenton rausgehört.*ja*
Kritik ist ja auch okay und sinnvoll, zumindest, solange es nicht zur Hexenjagd wird, und solange sich niemand auf den Schlips getreten fühlt, wenn ich vielleicht Gegenargumente bringe oder auch mal einen Kritiker kritisiere*grins*.

Also, der Erzählstil gefällt den meisten nicht - das lasse ich jetzt mal so stehen – denn daran kann man, zumindest in diesem Buch jetzt schlicht und einfach nichts ändern.

Ihr stört euch an Klischees - ja, die liebe Klischeediskussion :rolleyes:, ich muss gestehen, die geht mir so ein bisschen auf die Nerven (nicht nur bei meinem eigenen Buch, sondern auch, wenn es um andere Autoren geht).
- Kaum wagt es jemand, einen Protagonisten als hübsch, oder eine Frau gar als schön darzustellen - Klischee.
- Ein Krieger, der besonders gut kämpft - Klischee.
- Ein Fantasybuch mit Elfen - Klischee
- Die Bösen - Klischee: Meint ihr wirklich es gibt nicht wirklich (auch in der Realität) Menschen, die mehr oder weniger "nur" böse und machtbesessen sind?

Gibt es tatsächlich Fantasybücher, in denen es keinerlei Klischees gibt??
Wollt ihr tatsächlich, dass alle Figuren nur noch grau dargestellt werden? Wollt ihr wirklich nur hässliche, dumme oder picklige Hauptdarsteller? Und wie lange dauert es dann, bis DAS zum Klischee wird?

Mir fehlen auch einfach, die Mischcharaktere in den verschiedenen Lagern.
Gibts bei den Bösen wirklich nur die absolut Bösen? Und bei den Guten nur die absolut Guten?
Naja, vielleicht erlebe ich ja noch einige Überraschungen im Laufe der Zeit.
Ihr seid ja nicht so weit, der eine oder andere kann sich ja noch ändern :)

@Ylduran: Zu der Sache mit den Piraten:
Selbst ein klischeehafter Pirat wird ja wohl nicht wollen, dass sein Sohn eine hirnlose Tötungsmaschine wird.
Mal abgesehen davon X.X ich denke, ihr wollt keine Klischees, oder hier dann doch wieder ...

J
Warum Ariac dann aber als Einziger hart genug ist, sich gegen alles und jeden zu wehren ist mir nicht klar.
Die anderen fügen sich ja alle scheinbar begeistert in ihr neues Schicksal.
Vielleicht, weil er einem anderen Volk entstammt, einem, dem Freiheit über alles geht, einem Volk, das zwar von den meisten anderen Völkern verachtet wird, das aber Menschen mit mehr Rückgrat hervorbringt. Und ... NICHT weiterlesen, wenn noch nicht alle 7 gefunden wurden ... vielleicht einfach, weil er einer der Sieben ist, und schon seit Jahrtausenden gegen Kaars Geist kämpft

@Plusquamperfekt: Ja, ich lese selbst auch Fantasy, aber auch hin und wieder historische Romane, und ich denke nicht, dass es hinderlich ist, im gleichen Genre zu lesen und zu schreiben, es verhindert vielleicht eher, dass man (unwissentlich) eine bereits geschriebene Geschichte erzählt, wobei man natürlich nicht alle Fantasybücher kennen kann ...

Gwyneth
20.09.2009, 19:00
Hallo,

so, das mit der Gruppendynamik ist mir auch schon aufgefallen :eek:, aber ich versuche es jetzt einfach mal sportlich zu nehmen.


Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass es die Gruppendynamik ist... zumindest bei kaum jemandem. Bei mir zum Beispiel stand meine Meinung schon bevor hier gepostet wurde, da ich etwas verfrüht gelesen habe ;)
Aber sportlich nehmen sollst/kannst du es natürlich trotzdem, immerhin ist es keine böse gemeinte Kritik oder Kritik an deiner Person selbst :)

Ich finds gut das du hier Stellung beziehst und einiges erklärst, mir macht das zum Beispiel einiges verständlicher. Danke dafür an dieser Stelle einmal =)

Feuerfluegel
20.09.2009, 19:05
Ich hab ja schon sehr viel Kritik geübt. Aber wie ich schon in meinem ersten Post sagte, mir sagt das Buch ja trotzdem zu.

Im letzten Leserunde Buch ging es mir zum Beispiel sehr deutlich auf den Keks, dass es keinen einzigen Charakter gab, der "gut" war.
Ich mag es ja sogar manchmal, wenn ein Buch sogenannte Klishees enthält. Zu viele ist nicht gut, aber es beruhigt mich sozusagen manchmal auch ein Buch zu lesen, wo mir Charaktere einfach sympatisch sein können.

Und die viele Fragen, die sich mir auftaten, die ich ja hier auch chon gepostet habe, sollten ja auch zeigen, dass ich schon neugierig bin, wie es weiter geht.
Es gab ja auch schon Andeutungen, dass es mit Ariac nicht alles Friede Freude Eierkuchen weiter gehen wird.

Und außerdem weiß man ja auch noch nicht, welche anderen Personen noch zu den Sieben gehören werden.
Ich wollte zwar meine Kritik loswerden, aber beileibe nicht jetzt schon das Buch vollständig bewerten oder gar runter machen.

Ich werde erstmal das Buch beenden und dann kann ich immernoch Sterne vergeben.
Außerdem wird das Buch schon so seine Berechtigung haben. Immerhin ist es verlegt worden. :D

Rusch
20.09.2009, 19:08
Ich habe jetzt auch angefangen, aber erst ein paar Seiten gelesen. Ich vertrete ja, dass so oder so ein Fantasy Buch nur auch Klischees besteht, ganz gleich wie gut geschrieben wurde. Alles an der Fantasy ist ein Klischee (bitte jetzt nicht negativ werten). Es gibt nun mal eine gewisse Weise, wie Fantasy Bücher geschrieben werden. Dir Frage ist halt immer, wie überstrapaziert die Klisches sind.

Es ist noch zu früh für Wertungen, aber ich kann mit dem Beginn durchaus leben. Die Idee mit den Schwertern gefällt mir ganz gut und auch das Thema mit den rückkehrenden Kämpfen Gut gegen Böse mag ist. Ich denke, ich werde Spaß mit dem Buch haben, denn genau auf so eine Geschichte habe ich gerade lust. Na mal sehen.

anita
20.09.2009, 19:47
So, nach einem internetfreien Weekend komme ich endlich dazu meine Eindrücke über die ersten Kapitel zu schreiben. Ich habe zuerst die Vorposts durchgelesen und bin ehrlich gesagt etwas erschrocken. Ich hätte doch andere Posts erwartet, aber das soll mich nicht davon abhalten meine Meinung zu diesem Buch zu schreiben.

Der Prolog ist ein gern verwendetes Stilmittel, um den Einstieg in die Geschichte in einem von ihr losgelösten Bereich zu beschreiben. Dies ist aber positiv gemeint. Mir gefällt ein solch kurzer, prägnanter Einstieg, bevor die eigentliche Geschichte losgeht. So habe ich dann erste Koordinaten auf meiner noch leeren Geschichte-Landkarte.

Das schöne an dieser Geschichte ist, dass aufgrund der vielen bedienten Klischees von Anfang an eine gewisse Vertrautheit herrscht. Ich kannte vieles, wusste, was mich erwartet und auch bei der Götterwelt dachte ich das eine oder andere mal an entsprechende andere Götter. Doch genau dies ist für mich ein überaus positiver Aspekt an diesem Buch. Ich mag es, wenn mir vieles vertraut ist, wenn ich quasi ein Ordnungssystem vorfinde, welches ist kenne. So macht mir das Lesen enorm Spass und ich bin mir dann jeweils immer sehr gespannt, was die Autorin daraus macht, wie sie die Charaktere und den Plot entwickelt.

Die Idee mit den sieben Schwertern finde ich sehr gelungen und ich freue mich jetzt schon mehr darüber zu erfahren. Auch aus den lange vergangenen Zeiten und über die Kämpfe, die bereits stattgefunden haben.

Mein Fazit: Ein sehr schönes Buch mit klarer, verständlicher Sprache, welches sich sehr gut und flüssig liest.

Ylduran
20.09.2009, 19:59
@Ylduran: Zu der Sache mit den Piraten:
Selbst ein klischeehafter Pirat wird ja wohl nicht wollen, dass sein Sohn eine hirnlose Tötungsmaschine wird.
Mal abgesehen davon X.X ich denke, ihr wollt keine Klischees, oder hier dann doch wieder ...


Da hast du natürlich Recht. Mir war auch klar, dass dieser Teil meines Beitrages durchaus Widersprüche aufweist. Aber wir sind hier nun auch keine professionellen Literaturkritiker, sondern Leser, die ihre Eindrücke hier posten.
Ich erkenne gerade einen Vorteil einer Leserrunde mit Autorin, der darin liegt, dass die eigene vielleicht manchmal etwas zu verbissene Sichtweise auch mal von jemanden gerade gerückt werden kann, der in jedem Fall hinter seinem Buch steht ;).
Andererseits möchte ich aber auch keine Rücksicht darauf nehmen, dass die Autorin hier mit dabei ist und deswegen so etwas wie Selbstzensur ausüben. Und ich hoffe doch, dass ich meine Sichtweise deutlich, aber dabei weitgehend sachlich und belegt dargestellt habe.

Hathor
20.09.2009, 20:21
so, das mit der Gruppendynamik ist mir auch schon aufgefallen :eek:, aber ich versuche es jetzt einfach mal sportlich zu nehmen.
Hier und da habe ich ja auch den einen oder anderen positiven Zwischenton rausgehört.*ja*
Kritik ist ja auch okay und sinnvoll, zumindest, solange es nicht zur Hexenjagd wird, und solange sich niemand auf den Schlips getreten fühlt, wenn ich vielleicht Gegenargumente bringe oder auch mal einen Kritiker kritisiere*grins*.

Aber hallo... bitte beruhige dich. Ich kann mir schon vorstellen, dass du ein bisschen beleidigt bist. Du hast vielleicht nur Lob erwartet und erntest nun auch Kritik. Aber du wirst sicher noch lernen, damit professionell umzugehen ;)

Ich kann mir schon vorstellen, dass es für dich schwierig ist, sachliche Kritik nicht persönlich zu nehmen. Bitte bleib auch du sachlich.
Mit dem Schlagwort "Gruppendynamik" gegenseitige Beeinflussung zu unterstellen ist schon gewagt. Aber du darfst gerne die Kritiker widerlegen, indem du Gegenargumente bringst.


Ihr stört euch an Klischees - ja, die liebe Klischeediskussion :rolleyes:, ich muss gestehen, die geht mir so ein bisschen auf die Nerven (nicht nur bei meinem eigenen Buch, sondern auch, wenn es um andere Autoren geht).
- Kaum wagt es jemand, einen Protagonisten als hübsch, oder eine Frau gar als schön darzustellen - Klischee.
- Ein Krieger, der besonders gut kämpft - Klischee.
- Ein Fantasybuch mit Elfen - Klischee
- Die Bösen - Klischee: Meint ihr wirklich es gibt nicht wirklich (auch in der Realität) Menschen, die mehr oder weniger "nur" böse und machtbesessen sind?


Vielleicht solltest du die Postings nochmals lesen. Ich zumindest meinte mit Klischees keinesfalls die hübschen/schönen Protagonisten, von deren Schönheit ich übrigens bislang nichts gelesen habe. Außer Saliah ist niemand als auffallend schön beschrieben, aber das ist zumindest jetzt noch kein Hauptcharakter.

Was ich mit Klischees meinte, sind eher die Stereotypen, die du verwendest. Ob es Rijanas Eltern sind, die das eigene Kind traumatisieren, die bösen Schwestern derselben Protagonisten, die brutalen, aber dummen Ausbildner, der weise Zauberer, der gemein grinsende Intrigant, der seine Bestimmung nur widerwillig annehmende jugendliche Held: Klischees.

Das ist der "Nachteil" bei der Leserunde mit Autor/in: es ist ein Drahtseilakt, das Buch so zu besprechen, dass man dem Verfasser/der Verfasserin nichts sagt, was er/sie nicht lesen möchte...

Ylduran
20.09.2009, 20:29
Mit dem Schlagwort "Gruppendynamik" gegenseitige Beeinflussung zu unterstellen ist schon gewagt. Aber du darfst gerne die Kritiker widerlegen, indem du Gegenargumente bringst.


öhhmm..das mit der Gruppendynamik habe ich ins Spiel gebracht. Ich wollte damit darauf hinweisen, dass so etwas durchaus passieren kann und vorsorglich nur die Pferde ein wenig einbremsen.
*grins*

Warin
20.09.2009, 20:45
@Aileen: Wir haben hier einen ganz interessanten Thread: Sollten Autoren auch viel lesen? (http://www.fantasy-forum.org/showthread.php?t=941) Mich würde mal interessieren: Was schätzt du, wieviele Fantasy-Romane hast du gelesen, bevor du zu schreiben begonnen hast? Und aus welchen bevorzugten (Teil-)Genres?

Deine vorhergehenden Ausführungen zu Klischees lassen mich zweifeln, dass du Fantasy bereits in ihrer ganzen Bandbreite wahrgenommen hast. So gibt es z.B. eine fernöstliche Fantasy, die Spannung ganz ohne Gut-/Böse Schemata entwickeln kann, wie z.B. die Filme von Anime-Altmeister Hayao Miyazaki (Prinzessin Mononoke, Chihrios Reise ins Zauberland, u.a.).

Ich nehme hier auch keine negative Gruppendynamik wahr, im Gegenteil, ich glaube in Gegenwart der Autorin ist eher ein starkes Bemühen da, das Gute zu finden. Du musst bedenken, du hast es hier mit einer sehr Fantasy-erfahrenen Leserschaft zu tun. Da sind die Ansprüche vielleicht ein wenig höher, als in anderen Communities.

Rusch
21.09.2009, 07:52
Ariac und Rijana lernen sich kennen. Ariac rettet ihr Essen. Sie unterhalten sich etwas, Ariac erzählt ihr ein paar Geschichten und dann heißt es da plötzlich ganz platt:
(Seite 49, mitte des ersten Abschnitts)
Lange hat ja diese Freundschaft nicht dauern dürfen.

Das fand ich jetzt nicht: Aufgrund der Stellung der beiden in der Gruppe und die auch in Ninblick auf die Tatsache, dass beide ja noch Kinder sind, ist das durchaus nachvollziehbar. Rijana sieht in Ariac einen Freund, weil er ihr Essen zurückerobert hatte und sich als Freund erwies. Ariac sieht in Rijana eine Seelenverwandte - beide Außenseiter, beide wollen gar nicht auf die Reise gehen und nichts mit der Sache zu tun haben.

Die Sache mit dem Piraten hingegen war mir etwas zu überzogen. Dieses fröhliche Piraten Klischee wollte nicht recht in die Geschichte passen, die doch recht ernsthaft ist. Das passt vielleicht in ein Buch wie "Die Braut des Prinzen" aber hier eher nicht.

Insgesamt bin ich gut unterhalten worden, doch ich hoffe, die Figuren bekommen mehr Konturen. Ich begrüße es, dass sich die Handlungsebenen gering halten und die Geschichte konsequent voran getrieben wird. Das macht das Buch sehr flüssig lesbar und zu einer angenehmen Feierabendlektüre.

Die Grundkonzeption gefällt mir nach wie vor. Als Ariac von den Schergen gefangen genommen wurde, hatte ich schon befürchtet, dass die Geschichte nun mit zwei Handlungsebenen bis zum Ende des Buchs vornan getrieben werden würde. Beschreibungen über mehrere Hundert Seiten, wie der gute Ariac sich gegen das Böse stellt und gebrochen werden soll (was er natürlich letzten Endes nicht wird), wären wohl auf Dauer sehr mühsam gewesen. Aber das kommt wohl zum Glück in dieser Form nicht (ich habe - wie es meine schlechte Angewohnheit ist, ein wenig in die hinteren Seiten gespickt).

Aileen_P
21.09.2009, 09:43
Hallo,

also, sollte der Eindruck entstanden sein, ich wäre beleidigt wegen der Kritik - NEIN!!
Ich möchte nur auch Stellung beziehen und ich denke, es sollte auch mir vergönnt sein, mein Buch zu verteidigen oder Dinge klarzustellen. Ich wollte hier niemanden angreifen und fühle mich auch nicht persönlich angegriffen.
Nein, ich habe nicht damit gerechnet, nur auf Begeisterungsstürme zu treffen, mir ist durchaus klar, dass nicht jeder mein Buch mag und das ist auch vollkommen in Ordnung.
Den Begriff der Gruppendynamik habe ich, wie Ylduran bereits bemerkte, nicht ins Spiel gebracht, es ist doch nur so, dass bei einer eher negativen Grundstimmung der eine oder andere (ich betone der eine oder andere!) geneigt sein kann eher das Negative herauszukehren.

Wie gesagt, ich habe durchaus auch die positiven Dinge gelesen und habe mich darüber gefreut - Feuerflügel, Rusch, Anita & Co, ich habe Euch bemerkt :)
Das mit der Klischeesache hat sich ja, wie gesagt, nicht nur auf mein Buch bezogen, sondern generell auf andere Bücher, wo häufig auf Klischees herumgeritten wird.
Warin, du hast Recht, fernöstliche Fantasy habe ich bisher noch nicht gelesen, das gebe ich gerne zu. Nur als Frage und ohne zu urteilen: Gibt es denn nicht innerhalb der fernöstlichen Fantasy auch Klischees?

Bertvogel
21.09.2009, 10:57
Ich hatte das Buch vorgeschlagen, weil es auf Amazon viele gute Bewertungen hatte (so viele Leser können nicht irren) und es Topseller in der Fantasy war.
Da ich gleichzeitig "Der letzte Tag der Schöpfung" (danke Rusch!) erhielt, hatte ich Gelegenheit, deinen Prolog mit dem Vorwort von Frank Schätzing zu vergleichen.

In den zwei Seiten deines Prologs fielen deine vielen bewertenden -nicht beschreibenden - Adjektive auf.
So hast du jeweils zweimal die Worte unheimlich, tapfer, unerschrocken, verzweifelt, gnadenlos verwendet. Diese Adjektive vermitteln keine Information sondern sind Autorenmeinung.
Dann gibt es bei den Klischees solche und solche. Fantasyleser lieben meistens Klischees, aber Klischees dürfen nicht falsch sein.
Deine Krieger sind unerschrocken und verzweifelt, was unmöglich ist. Gnadenlos halte ich für überflüssig, weil es nicht zur Debatte steht, Gnade zu gewähren. Unheimlich erheischt Darstellung des Unheimlichen.

Einige Darstellungen sind einfach nicht möglich, mal unabhängig vom phrasenhaften:
Dagnar sprang vom Pferd und schlug mit der letzten Kraft der Verzweiflung einen Ork und zwei dunkle Krieger kampfunfähig.
Phrasen in fett.
Mein erster Gedankengang war: Mit den unheimlichen Kriegern kann es aber nicht weit her sein, wenn sie so einfach umzuhauen sind. Aber ok.
Die nächsten Sätze stellten diesen Satz ab adsurdum:
Nariwa lag blutend am Boden. Als er sie vorsichtig aufhob, brachte sie sogar noch ein Lächeln zustande.
Welch eine Regeneration, erst kämpft er mit letzter Kraft, im nächsten Moment ist er in der Lage, Nariwa vorsichtig aufzuheben.
Vor allem, ein paar Sätze später:
Dann richtete er sich mit letzter Kraft auf...
Es ist gerade diese Sorte von künstlichem Pathos, die mir das weitere Lesen verleidet. Denn in meinen Regalen stehen mindestens 10 ungelesene Bücher, die mir still bittere Vorwürfe machen.

Frank Schätzing über Wolfgang Jeschke:
Wolfgang Jeschke galt uns damals als der Obi-Wan Kenobi der deutschen Science Fiction, einer, der wispernden Respekt genoss...Wolfgang Jeschke hatte eine trüffelfeine Nase für Autoren
Man würde mich also zum Kaffee einladen, heimlich scannen, in Moleküle zertrümmern, meine Bauanleitung in die beginnenden Achtziger irgendeines benachbarten Umiversums schicken und darauf hoffen, dass ich dort quantengesetzlich wieder zu einem vollständigen Frank Schätzing zusammengefügt werdeem der Stein und Bein zu schwören bereit ist, er selber zu sein.

Sicher kannst du in deinen 600 Seiten nicht so viel Geist versprühen wie Schätzing auf 6, aber wenigstens stimmende Klischees sind ein Muss.

Immerhin, die hohe Zahl deiner Leser beweist, dass du ihnen was gegeben hast.

Gruß

Rusch
21.09.2009, 11:21
Hallo Aileen (oder Claudia), die Klischee Diskussion ist so alt wie das Forum hier und noch älter. Ich pflege immer zu sagen: Fantasy ist das Aneinanderreihen von Klisches. Der Leser erwartet das. Allerdings - und hier wird es schwierig - sollten die Klischees nicht überreizt werden. Der von Dir angesprochene Krieger, der gut Kämpft, kommt so ziemlich in jedem Fantasy Buch vor. Doch wenn man 10, 50 oder gar über 100 Fantasy Bücher gelesen hat, dann sehnt man sich nach Helden mit vielen Facetten. Und tatsächlich - und jetzt wird es richtig schwierig - gibt es schon die 2. Generation von Klischees, wie z. B. dem Krieger, der gut kämpft, aber den Kampf ablehnt oder dem Krieger, der gut kämpft, aber eine dunkle Vergangenheit hat. Jetzt kommen die vollkommen unbequemen Leser und fordern noch mehr. ;) Um es ganz offen zu sagen: Das letzte Fantasy Werk, das mich wirklich durch und durch überzeugt hat, war Martins Epos "Das Lied von Feuer und Eis" (und vielleicht Lukianenkos Wächter Trilogie). Wenn ein Leser mal über 100 Fantasy Bücher gelesen hat, dann wird es für den Fantasy Autor schon recht schwierig, den Leser zu überzeugen, denn Fantasy ist - und das sage ich jetzt ganz bewusst - ein schwieriges Genre. Es ist nahezu unmöglich, etwas neues zu erzählen und so variiert man bestehende Geschichten und man muss das so machen, dass der Leser nicht gleich den Braten riecht, in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt.

Bei manchen von den Postings der User hier schwang die Frustration darüber auch mit, dass es den Autoren im allgemeinen nicht gelingt, ihre (hohen) Erwartungen zu treffen. Man sieht eine Masse an Fantasy Publikationen, die nur selten überzeugen können. Aber man muss auch sagen, dass der Leser, der wirklich viel Fantasy gelesen hat, eine verschwindende Minderheit darstellt. Die große Masse der Leser liest diese Publikationen mit großer Freude - zumindest lassen Auflagezahlen im allgemeinen darauf schließen.

Warin
21.09.2009, 20:18
Weil's grad' so gut passt nochmal zur Erinnerung:Tipps für Feedback-Geber:

1) aufmerksam wahrnehmen
am besten Notizen während des Lesens machen (ich öffne z.B. den Editor und kopiere mir auffällige Passagen da rein)

2) nachvollziehbar beschreiben, was auffällig war,
nicht verallgemeinern, sondern anhand vorgenannter Notizen belegen

3) bewerten
Kriterien und Maßstäbe offenlegen, nur im eigenen Namen sprechen, eigene Reaktionen benennen (ich habe das so und so empfunden, auf mich hat das so und so gewirkt)

4) Empfehlungen abgeben
auch hier: Ich-Botschaften verwenden, "ich würde dieses und jenes ändern", nicht "du solltest..." oder "du musst noch..."

Tipps für Feedback-Empfänger

1) Nicht verteidigen und rechtfertigen.
JAAAAAA ich weiß, dieser Tipp stößt stets auf Widerstand. Weil nichts liegt der menschlichen Psyche näher, als sich umgehend zu rechtfertigen. Und was bringts? Wenn der Feedback-Geber die o.g. Tipps berücksichtigt hat, hat er nur seinen ganz persönlichen Standpunkt wiedergegeben. So hat es auf IHN gewirkt. Punkt. Das muss der Empfänger akzeptieren, darüber sollte er nachdenken. Fängt er sofort mit Rechtfertigungen an, droht die Wirkung des Feedbacks zu verpuffen und wir beginnen eine Debatte, in der eine Partei die andere überzeugen will. Das ist aber kein Feedback.

2) Nachfragen,
sofern Punkte nicht verstanden wurden oder unklar waren, aber: nicht rechtfertigen (s.o.)

3) bedanken
offenes und ehrliches Feedback ist ein kostbares Geschenk und - es gibt kein "negatives" Feedback

4) wirken lassen
drüber nachdenken, warum hat das auf diesen Feedback Geber nun so gewirkt?

5) Konsequenzen ziehen

und nun viel Spaß beim Feedback Geben und Nehmen

Arius
21.09.2009, 23:25
Hallo,

Im Grunde würde mir die Geschichte gefalle. Sie hat viel Potential und bietet alles was eine herkömliche Fantasygeschichte ausmacht. Doch momentan bekunde ich noch etwas Mühe, mich in die Geschichte rein zu finden. Ein paar der Handlungen erscheinen mir unlogisch. Auch geschieht, viel zu viel und viel zu schnell. Dennoch ist alles vorhersehbar.

Ein Beispiel: Als der Wagen mit den Kindern überfallen wird, hätte Ariac die Gelegenheit gehabt, zu verschwinden. Meiner Meinung nach hätte sein Anliegen sein müssen, Rijana zu beschützen. Doch er beschliesst, das Mädchen mehr oder weniger in einem fragwürdigen Versteck zurückzulassen und sich in einen aussichtslosen Kampf zu stürzen.

Mir ist schon klar, dass es das Ziel dieser Szene war, Ariac gefangennehmen zu lassen. Doch da hätte sich die Autorin etwas besseres einfallen lassen können.

Auch wird von Handlung zu Handlung gesprungen, ohne dem Leser eine kurze Pause zu gönnen. Vor allem werden die diversen Szenen aus verschiedenen Sichten erzählt. Oft sind es nur kurze Passagen und schon kommt ein anderer Erzähler zu Wort. So dass sich der Leser mit keinem der Protagonisten richtig anfreunden kann.

Arius

Samwell Tarly
22.09.2009, 07:13
Also, das bei dem Überfall sehe ich anders. Bei seinem Stamm gehört Ariac zu den jungen Kriegern, d.h. wenn ein Angriff erfolgt, ist es für ihn normal, dass er sich an dem Kampfgeschehen beteiligt statt abzuhauen und die anderen allein kämpfen zu lassen.

Rusch
22.09.2009, 07:28
Also, das bei dem Überfall sehe ich anders. Bei seinem Stamm gehört Ariac zu den jungen Kriegern, d.h. wenn ein Angriff erfolgt, ist es für ihn normal, dass er sich an dem Kampfgeschehen beteiligt statt abzuhauen und die anderen allein kämpfen zu lassen.

Ja, so sah ich das auch.

Was mich allerdings ein wenig gestört hat, war die Sache mit dem Krieger, der sich als einer der Sieben ausgab. Obwohl alle wussten, dass einer der anderen beiden Siebten ein Betrüger war, schenkten sie ihm Vertrauen, obwohl die anderen der Sieben ihm alle insgeheim misstrauten. Ich hatte ja erwartet, dass der Angriff in einen Desaster enden würde und König eine bittere Niederlage einstecken würde weil die Gegenseite eine Falle stellte.

Pantalaimon
22.09.2009, 08:40
Ja, so sah ich das auch.

Was mich allerdings ein wenig gestört hat, war die Sache mit dem Krieger, der sich als einer der Sieben ausgab. Obwohl alle wussten, dass einer der anderen beiden Siebten ein Betrüger war, schenkten sie ihm Vertrauen, obwohl die anderen der Sieben ihm alle insgeheim misstrauten. Ich hatte ja erwartet, dass der Angriff in einen Desaster enden würde und König eine bittere Niederlage einstecken würde weil die Gegenseite eine Falle stellte.

Wann war das denn? Das hab ich wohl überlesen.

Ich bin jetzt genau bis Ende Kapitel 5 gekommen und werde das Buch hier wohl abbrechen müssen.
Es ärgert mich einfach nur, dass die Sprache so unglaublich grottenschlecht ist. Sorry, dass ich das so sagen muss, besonders da ich weiß, dass die Autorin mitliest und ich eigentlich nicht so hart und gemein sein wollte, aber ich hab noch nie für so ein schlechtes Buch so viel Geld ausgegeben. Die Geschichte mag ja vielleicht gut sein, aber die Sprache hat mir zu oft den Magen umdrehen lassen.

Beispiel:
Seite 102: " Zauberer Tomis hatte(...) ein Sichtglas in sein eines Auge geklemmt." Schrecklicher Satz. Sein eines Auge...
oder:
Seite 107: Im ersten Abschnitt (5 1/2 Zeilen) wurden allein je 4x der Name "Rijanna" und "Saliah" genannt. Das ist einfach schlechtes Deutsch. Schade, dass sowas auch einem Lektor nicht auffällt.

Und diese Beispiele hab ich jetzt nur mal rausgepickt, weil sie schnell zu finden waren. Es gibt noch viele, viele andere Stellen, die mich einfach gestört haben.
Selbst das Argument, dass Aileen die Geschichte erzählt, und daher das Stilmittel der kurzen Sätze nutzt, ist dahingehend nichtig, da es auch längere Passagen mit "ordentlichen" Sätzen gibt. Also, als Stilmittel durchgefallen.

Die Geschichte an sich hätte vielleicht Potential, schade dass sie so schlecht "erzählt" wird.

Rusch
22.09.2009, 09:27
Wann war das denn? Das hab ich wohl überlesen.


Nein, hast Du nicht. Das kam später im Buch.

Puh, das sind harte Worte. Ich für meinen Teil bin eher ein schlampiger Leser und fallen mir solche Dinge nicht auf. Hathor hatte ein ähnliches Problem wie Du.

Ich hoffe, Aileen, Du schmeißt jetzt nicht das Handtuch, denn ich hätte eine Frage in diesem Zusammenhang, die mich brennend interessiert: Wie lief das mit dem Lektorat. Ich meine, Goldmann ist ja kein kleiner Verlag und wohl einer der etabliertesten Verlage für Fantasy überhaupt. Wie war da die Kommunikation mit dem Verlag? Wie haben die Dich unterstützt? Ich habe so den Eindruck, die Verlage fahren das Lektorat allmählich ganz herunter und man lässt Autoren vollkommen alleine. Ein Lektorat - das muss jetzt mal ganz klar gesagt werden, ist keine Schande, denn jeder Autor ist in gewisser Weise betriebsblind und sieht selbst irgendwann nicht mehr seine Schwächen.

Bertvogel
22.09.2009, 09:52
Dem kann ich mich nur anschließen. Hat das jemand lektoriert?
Versehen wie "eines Auge" stören mich weniger, als, wie ich oben genannt habe, unstimmige Phrasen, die bewusst verwandt wurden.
Ich denke, hier ist allen schon bewusst, dass Meckern und selber machen zwei ganz verschiedene Dinge sind.
Deswegen, Kopf hoch!

Eine andere Sache: Wie lange schreibst du an 600 Seiten?

Gruß

Aileen_P
22.09.2009, 12:20
Hallo,

Rusch, danke zu deinen Ausführungen zum Thema Vielleser. Da hast du natürlich Recht.
Für diejenigen, die sich gar so sehr aufregen. Es ist euer persönliches Empfinden, eure subjektive Meinung, und ich nehme eure Kritik auch ernst und werde versuchen, das was meinem Empfinden nach fair und objektiv geäußert wurde, auch umzusetzen. Das Buch gefällt euch nicht - okay - aber es ist, zumindest für euch, eben nur ein Buch, eines von vielen. Ihr müsst es nicht fertiglesen, ihr müsst nie wieder ein Buch von mir lesen, ihr könnt es bei ebay oder booklooker oder sonstwo verscheuern, dann hält sich sogar der finanzielle Verlust im Rahmen (der bei 12 Euro meiner Meinung nach ohnehin überschaubar ist). Jeder von uns hat sicher schon mal ein Buch gekauft, das ihm nicht gefallen hat, das wandert dann eben ganz hinten ins Regal.
Der ganze Büchermarkt ist eben Geschmacksache. Auch ich kenne Das Lied von Eis und Feuer von Martin und ich fand es gut. Aber auch bei diesem Werk gibt es Leute, denen es nicht gefällt - okay, so ist das eben.

Zum Lektorat: Ja, natürlich gab es das. Das Manuskript ging mehrfach hin und her, einzelne Passagen wurden geändert, Sätze umgestellt - ich denke die normalen Dinge halt. Wie stark wo anders lektoriert wird, kann ich natürlich nicht beurteilen.
Ich glaube, ich habe etwa 2 Jahre geschrieben.

Zu den Anmerkungen:
Zitat:
Zitat von Samwell Tarly Beitrag anzeigen
Also, das bei dem Überfall sehe ich anders. Bei seinem Stamm gehört Ariac zu den jungen Kriegern, d.h. wenn ein Angriff erfolgt, ist es für ihn normal, dass er sich an dem Kampfgeschehen beteiligt statt abzuhauen und die anderen allein kämpfen zu lassen.

Ja, das war auch mein Hintergedanke. Er hätte auch mit Rijana fliehen können, aber das wäre für ihn unehrenhaft gewesen.

Was mich allerdings ein wenig gestört hat, war die Sache mit dem Krieger, der sich als einer der Sieben ausgab. Obwohl alle wussten, dass einer der anderen beiden Siebten ein Betrüger war, schenkten sie ihm Vertrauen, obwohl die anderen der Sieben ihm alle insgeheim misstrauten. Ich hatte ja erwartet, dass der Angriff in einen Desaster enden würde und König eine bittere Niederlage einstecken würde weil die Gegenseite eine Falle stellte.

Gut, da ist was dran. Aber, zum einen hätte es ja doch der Richtige sein können, also wollte ich, dass die anderen ihm eine Chance lassen. Zweitens war ja klar, dass ein von Scurr ausgebildeter Krieger etwas gewöhnungbedürftig ist, aber sie wollten ihn auf ihre Seite ziehen, da sie wissen, dass sie nur gemeinsam siegen können.
P.S. Keine Rechtfertigung, nur eine Erklärung meiner Gedanken ;)

Dumdidu
22.09.2009, 12:43
So, jetzt habe ich endlich auch die 5. Kapitel durch. Habe bissl gebraucht, weil ich in den letzten Tagen wiedermal keine bzw. wenig Zeit zum lesen gehabt habe.

Mir gefällt das Buch bis jetzt ganz gut :). Mich stören auch nicht die Orks oder Trolle, weil sie doch einfach doch in vielen Fantasyromanen vorkommen warum sollen sie dann nicht auch hiervorkommen? Wenn man die Monster, jetzt mit nen anderen Namen betitelt(siehe Rad der Zeit)... im Grunde kommts ja immer auf das selbe hinaus UND bis jetzt wurden sie ja in dem Roman nur ein paar mal nebenbei erwähnt.

Das alles jetzt nicht so ausführlich geschrieben ist, finde ich eigentlich wiederum ganz ok, weil man kann sich auch auf das Wesentliche konzentrieren und die Spannung vorantreiben und spannend finde ich das Buch bis dato wirklich. (Ich kanns eigentlich gar nicht mehr erwarten weiterzulesen :) )

Das Einzige, was ich bis dato komisch finde ist, dass sich Ariac u. Rijana schon nach so kurzer Zeit als beste Freunde bezeichnen. Wurde aber ja schon damit erklärt, weil sie ja schonmal mit einander gelebt haben ;).

Also mir gefällt das Buch und ich freue ich wieder weiterlesen zu können.

Feuerfluegel
22.09.2009, 13:11
Also ich habe schon mal weiter gelesen, ich war einfach so neugierig, wie es weiter geht. Meine Anmerkungen zu den nächsten Teilen kommt dann im nächsten Thread natürlich.
Obwohl ich kurz hier was spoilern möchte zur Aufmunterung der Autorin
Die Guten bleiben nicht immer gut. König Greedeon zum Beispiel und auch Hawionn werden ziemlich pragmatisch an die Politik ran gehen. Und suchen nur ihren eigenen Vorteil
Das könnte Pluspunkte bringen.

Ich wollte nur auch kurz auf die Szene mit dem Kampf eingehen. Diese Szene erschien mir recht logisch. Einerseits wollte Arias Rijana in Sicherheit wissen und er macht sich ja tatsächlich Sorgen, ob das Versteck ausreichend geschützt ist und auch nachdem er gefangen wurde, macht er sich Sorgen um sie.
Es scheint mir auch ganz richtig, dass er den Zauberern helfen will zu kämpfen. Mit seinen zwölf Jahren gehört er nun zu den Jägern in seinem Stamm. Ich denke auch dort, wird er sich nicht drücken können, wenn die Seinen angegriffen werden.
Ein wenig "platt", war für mich nur, dass Brogan in der Zeit natürlich nicht anwesend gewesen ist. Natürlich war das wichtig. Da ja Rijana auch irgendwie ankommen musste.

Also mich stört der Schreibstil zwar auch, wie bereits erwähnt, aber ein Gutes hat das Ganze. Dadurch, dass alles sehr knapp beschrieben ist, muss man nicht lange warten, bis wieder etwas Spannendes erzählt wird. Es passiert ja alles sehr schnell und die Autorin hält sich nicht mit belanglosen Beschreibungen auf. Alle fünf Zeilen passiert wieder etwas Wichtiges.

Ich werde weiter lesen.

Rusch
22.09.2009, 13:54
Also mich stört der Schreibstil zwar auch, wie bereits erwähnt, aber ein Gutes hat das Ganze. Dadurch, dass alles sehr knapp beschrieben ist, muss man nicht lange warten, bis wieder etwas Spannendes erzählt wird. Es passiert ja alles sehr schnell und die Autorin hält sich nicht mit belanglosen Beschreibungen auf. Alle fünf Zeilen passiert wieder etwas Wichtiges.

Also ich denke auch, dass ein ausführlicherer Schreibstil das Buch in den Länge gezogen hätte. Dennoch hätte ich mir ein paar Episoden mehr gewünscht, in denen die Protagonisten besser eingeführt worden wären. Es ist halt alles einfacher, wenn man eine emotionale Beziehung zum Protagonisten hat.

Was anderes: Ich glaube die Aufteilung mit vier Threads ist zu viel, weil sich das Buch recht schnell liest. Wenn niemand etwas dagegen hat, werde ich aus den restlichen drei Thread zwei machen.

Feuerfluegel
22.09.2009, 14:02
Also ich denke auch, dass ein ausführlicherer Schreibstil das Buch in den Länge gezogen hätte. Dennoch hätte ich mir ein paar Episoden mehr gewünscht, in denen die Protagonisten besser eingeführt worden wären. Es ist halt alles einfacher, wenn man eine emotionale Beziehung zum Protagonisten hat.

Was anderes: Ich glaube die Aufteilung mit vier Threads ist zu viel, weil sich das Buch recht schnell liest. Wenn niemand etwas dagegen hat, werde ich aus den restlichen drei Thread zwei machen.

Zu den Threads: Ich bin sehr dafür. Habe auch gemerkt, dass sich das Buch wirklich schnell lesen lässt. Und da ich nun mal auch wissen wollte, wie es weiter geht, habe ich ja auch schon mal weiter gelesen und würde natürlich auch sehr gern zu den weiteren Teilen posten.

Zu den Episoden:
Ist mir auch so gegangen. Ariac konnte man ja ganz gut kennen lernen. Er hatte ja zu Beginn des Buches einige Szenen für sich. Ganze Seiten. Die Einführung von Rijana ging mir auch ein bisschen zu einfach und ein bisschen zu schnell. Auch wenn sie relativ viele Szenen im Weiteren für sich beansprucht. Da kann man sie noch halbwegs gut kennen lernen. Aber bei dem Piratenjungen und auch bei den anderen Freunden war es auch schwierig. Da wurden nur hier und da mal einige Charakterzüge eingeworfen, die aber halt nur erzählt wurden und nur sehr wenig gezeigt.
Broderick bekam ja noch mal seinen Alleinauftritt beim Tanz mit Tomis. Da zeigte sich ja noch etwas von seinem Wesen.
Aber es ist schon schwierig, sich emotional in die Charaktere hinein zu versetzen.
Vielleicht hätte ich zu Beginn des Buches jedem der wichtigeren Charaktere wie bei Ariac einige Seiten gewidmet, in den erzählt wird, wie sie früher gelebt haben, wie sie geworden sind, wie sie waren und wie ihre Kindheit verlaufen ist.
Bei dem Piratenjungen und auch Rijana wäre das glaube ich, kein Problem gewesen.
Jetzt muss man halt auf die kleineren Feinheiten mehr achten.
Aber ich gebe dir Recht.

Samwell Tarly
22.09.2009, 15:21
Aileen, bitte sei jetzt nicht vergrätzt, sondern beachte, was wir bisher positiv vermerkt haben. Ich finde zwar auch, dass das Lektorat nicht so dolle war (und ein gescheites Lektorat ist total wichtig, da man - wie Rusch schon sagte - oft betriebsblind ist), aber ich werde auf jeden Fall weiterlesen, denn ich finde die Geschichte bis jetzt gut und entwickle auch inzwischen Sympathien zu bestimmten Figuren. Und ich habe außerdem den Verdacht, dass da noch einiges passieren wird, was sehr spannend wird!

Aileen_P
22.09.2009, 18:44
2 Threads ist okay.

Aileen, bitte sei jetzt nicht vergrätzt,
Nein bin ich nicht, und um Himmels Willen, denkt jetzt bitte nicht, ihr dürft nur noch positive Dinge schreiben, das war nicht Sinn der Sache!!

Feuerflügel: Es stimmt, der 1. Teil ist schon sehr auf Rijana und Ariac zentriert. Offensichtlich habe ich die anderen etwas zu kurz kommen lassen.

Dumdidu, freut mich, dass es Dir gefällt. Möchtest Du vielleicht noch sagen, wer oder was Dir besonders gefällt?
Dass sie sich eigentlich alle zueinander hingezogen fühlen, sehe ich tatsächlich in der Sache mit der Wiedergeburt begründet. Ein Teil ihrer Seele erinnert sich eben noch an die frühere Verbundenheit. Die besondere Bindung von Rijana und Ariac wird auch später nochmal erklärt (allerdings in Teil 2)

anita
22.09.2009, 19:12
Die kurzen Sätze und die knappen Beschreibungen fallen mir vor allem in den späteren Kapiteln auf. Dazu dann mehr im entsprechenden Thread, wenn er dann aufgeht.

In den ersten fünf Kapiteln hat mir eben das gefallen. Einerseits ein bekannter Rahmen (man kanns auch Klischee nennen) und andererseits eine sehr knappe Sprache. Das lässt mir mehr Freiheit mir z.B. Kampfszenen selbst auszumalen, sie vor meinem inneren Auge entstehen zu lassen. Des weiteren lese ich so genauer und auch etwas langsamer. Ich habe hier den direkten Vergleich zu Terry Goodkinds Schwert der Wahrheit (Magie der Erinnerung), welches ich aufgrund der Threadaufteilung dazwischen lese. Hier habe ich mich oftmals ertappt, diagonal zu lesen oder ganze - sich bisweilen auch mehrfach wiederholende - Passagen zu überspringen. In Thondras Kinder habe ich keinen Grund dazu. Klar, das ist Geschmackssache wie so vieles anderes auch.

Idalia
22.09.2009, 19:18
So, ich melde mich auch nochmal zu Wort.

Zuerst muss ich allerdings anmerken: Ich hab das Buch gestern ausgelesen. *schäm* :p Sorry, aber ich konnte einfach nicht aufhören, und bin eigentlich ziemlich traurig :(, dass ich noch solange auf Buch 2 warten muss. Aber es ist schon vorbestellt :).

Ich kann verstehen, dass die sprachliche Leistung oder die Anwendung derer, ein wenig zu wünschen übrig lässt, leider. Aber... das Buch liest sich weg wie nichts, ein echter page turner. Die Geschichte ist super. Egal, ob jetzt zu viel Klischees oder auch nicht. Wie schon gesagt wurde, Fantasy an sich ist ein einziges Klischee. Ich persönlich als Fantasyleser, möchte diese Klischees. Wie sollte Fantasy sonst aussehen? Eigentlich ist es nur wichtig eine gute Geschichte zu erzählen. Manche Autoren tun das über ihre Charakter, andere halt nicht. Aber das ist doch schon, wenn man mal ne Abwechslung hat.

Und: an der Sprache kann man feilen, das ist erlernbar. Aber eine Idee zu Papier zu bringen, eine Geschichte mehr oder wenig logisch und konsequent durchzuziehen, ist ein anderes Level. Das kann nicht jeder. Ich weiss, ich kann es nicht.
Ich will damit sagen, Aileen hat es geschafft, eine Geschichte zu ersinnen, die mir sehr gut gefällt und die Lust auf mehr macht *ja*.

Jedoch, eine ganz kleine Bitte hätte ich vielleicht... :D... kannst du jetzt aufgreifen oder auch nicht, Aileen. Das Wort "packte/packen" hat bei mir am meisten sauer aufgestossen (hab ja das schon letztes Mal erwähnt). Es kommt sehr oft vor in deinem Buch. Zu oft und auch, für mich jedenfalls, falsch eingesetzt. Packen an sich, ist für mich, eher ein hartes, grobes Wort. Und darunter stell ich mir auch ein grobe Handlung/Aktivität vor. Wenn also Rijana Ariac am Arm packt, dann stell ich mir das grob vor. Dabei war aus dem Kontext eher ersichtlich, dass sie ihn wahrscheinlich am Arm/Hand nahm und ihn wohin führte. Oder fasste, oder griff... vielleicht könntest du ja eventuell...vielleicht mal eins dieser Verben brauchen? :p *grins* Nur so eine Anregung... du darfst mich aber auch ignorieren ;)

Ansonsten, grosses Lob für deine Geschichte, ernsthaft!

Plusquamperfekt
22.09.2009, 19:19
Hallo!
So auch ich habe den ersten Teil abgeschloßen. Was jetzt kommt wird dir hoffentlich nicht den Eindruck machen, dass ich dein Buch nicht mag. Ich fande die ersten 50 Seiten zwar nicht so dolle, aber denke auch, dass das Buch besser und besser wird. Aufgehört habe ich dann beim bis jetzt spannensten Teil.
Als erstes ist mir bei vielen textstellen aufgefallen, dass die Sichtweise zu schnell wechselt. Eis Beispiel dafür ist S. 44 mitte. Zu erst wird alles aus der Sicht des Mädchens geschildert (Wie sie das Dorf verlässt, Die Trauer etc.) und dann kommt plötzlich der Satz:
"Sie sah den verwirrten und traurigen Ausdruck in ihren Augen. Es war der gleiche, der auch bei ihr zu sehen war."
Das verwundert mich, denn sie kann ja wohlkaum ihren eigenen Gesichtsausdruck sehen, oder?
Der Kampf, also die Stelle, an der man richtig Spannung einbauen konnte, gefiel mir ebenfalls nich gut. Viel zu kurz, emotionslos geschildert und ohne überraschende Wendungen. Schade.
Des weiteren glaube ich einen Logikfehler entdeckt zu haben. Auf Seite 53 steht: "Schließlich wurde (Ariac) ebenso gefesselt(...)."
Und gleich danach auf Seite 56 "(...), wurden die Jungen gefesselt (...),"
Die nehmes es mit dem Fesseln aber sehr ernst, wenn sie ihre Gefangenen gleich doppelt umwickeln.
Ein bisschen aufgestöhnt habe ich als die Piraten ins Soiel kamen. Augenklappe, viel Bier und Schnaps, Prügelei, Umgangston^^ und dann auch noch die selbsternannten "Schrecken der Meere". Fehlt nur noch der Papagei.
Die nun folgenden zwei Handelsstränge gefallen mir sehr gut, aber gegen mehr habe ich nichts ;) So gewinnt die Geschichte vorallem an Tiefe.
Bei Rijana habe ich sofort an Aschenputtel gedacht. Von der eigenen Familie verstoßen, hält sich für hässlich und ist soooo lieb. Ich hoffe inständig dass sich da noch was ändert. Ariac gefällt mir eigentlich ganz gut, auch wenn er ein bissel komisch ist (Nichts essen, nur um Rebel zu sein^^). Doch er ist sympatisch und wenn er nicht zu einer Scherge des Bösen wird, kann er mir noch einiges bieten ;)
Seine ach so unglaublich schlimme Zeit in Ursann kann ich (und will ich mir im Moment) einfach nicht vorstellen. Damit hätte man schon noch die zwei Jahre die einfach so verstreichen füllen können. Wem solche großen Abstände gefallen ok, ich mag es nicht.
Im großen und Ganzen freue ich mich aber die Geschichte weiterzulesen. Ich hoffe ich konnte helfen.
Mfg PQP

Dumdidu
22.09.2009, 19:25
Dumdidu, freut mich, dass es Dir gefällt. Möchtest Du vielleicht noch sagen, wer oder was Dir besonders gefällt?

Natürlich :)

Mir gefällt es zum einen sehr gut, dass z.b. so Charaktere wie der widerspenstige Piratenjunge mit in die Geschichte gekommen sind oder auch so ein Charakter wie Brogan. Ein liebenswerter und gefühlsbetonter Zauberer. Hoffentlich erfährt man auch noch mehr über Broderwick (is jetzt sicherlich falsch geschrieben ;) ).

Es hat mir auch gefallen, dass es nicht so reibungslos funtioniert hat, so dass Ariac und Rijana beide es nicht auf die Insel geschafft haben.
Ich freue mich schon darauf, wenn sie sich beide wiederfinden und wie das dann zustande kommt.

Ich finde es auch spannend, wie Ariac sich gegen Worran und seinem König stellt und es intressiert mich auch, wie oder ob Ariac noch gebrochen wird.
Auch die Auseinandersetzungen die Ariac mit seinen Mitsoldaten hat ist ja auch ganz intressant.

Die Welt erinnert mich auch irgendwie an Märchen mit ihren vielen Schlössern, Königen und Königreichen.

Mit einem Schloss im Wald, dass mich an Dornröschen erinnert...das gefällt mir alles. Hätte nur gern mehr darüber erfahren ^^.
Auch wenns der ein oder andere als wiederverwertet ansieht. Es muss ja nicht alles neu erfunden werden ;).

Man könnte ja schon Wetten abschließen, wer alles nen Schwert bekommt.

Ich schätz mal: Natürlich Ariac und Rijana, der Piratenjunge, Saliah, die mit dem 1. Schwertträger tanzt.... :)

Idalia
22.09.2009, 19:26
Als erstes ist mir bei vielen textstellen aufgefallen, dass die Sichtweise zu schnell wechselt. Eis Beispiel dafür ist S. 44 mitte. Zu erst wird alles aus der Sicht des Mädchens geschildert (Wie sie das Dorf verlässt, Die Trauer etc.) und dann kommt plötzlich der Satz:

Das verwundert mich, denn sie kann ja wohlkaum ihren eigenen Gesichtsausdruck sehen, oder?


Zu Anfang hat mich das auch ziemlich gestört, denn es ist sehr ungewohnt. Ich glaube ich habe bis anhin noch nie ein Buch gelesen, dass ohne Szenenwechsel, Absatz, was auch immer, die Erzählperspektive ändert. Ich war auf den ersten, sagen wir 30-40 Seiten, auch ziemlich verwirrt und bin ständig darüber gestolpert. Aber irgendwann hat man sich daran gewöhnt und es stört auch nicht mehr. Das ist genau das was einem klar vermittelt, dass Aileen die Geschichte erzählt.

Feuerfluegel
22.09.2009, 20:53
Mit einem Schloss im Wald, dass mich an Dornröschen erinnert...das gefällt mir alles. Hätte nur gern mehr darüber erfahren ^^.

Da kann ich dich beruhigen. Hab ja schon ein bisschen vorgelesen. Das Schloss kommt noch mal vor. Und einiges dazu wird erklärt.
Kannst ja mal schauen.

Zu Aileen:
Die besondere Bindung von Rijana und Ariac wird auch später nochmal erklärt (allerdings in Teil 2)

Ich hatte den Eindruck, dass das schon recht früh geschieht. Und es war genau das, was ich mir schon zuvor gedacht hatte. Hehe!

Samwell Tarly
23.09.2009, 08:21
Ich hab auch schon weitergelesen und finde die Geschichte spannend. Und ich stimme Rusch in puncto Klischees voll zu: Es gehört zu Fantasy-Literatur irgendwie dazu.

Mal zwei ganz andere Fragen an Aileen: Was sind denn deine Lieblings-Schriftsteller? Die Widmung vorne im Buch sieht Gälisch aus. Sprichst du Gälisch?

Aileen_P
23.09.2009, 12:05
Ansonsten, grosses Lob für deine Geschichte, ernsthaft!
Also, erstmal vielen Dank, auch den anderen!

Oder fasste, oder griff... vielleicht könntest du ja eventuell...vielleicht mal eins dieser Verben brauchen? :p *grins* Nur so eine Anregung... du darfst mich aber auch ignorieren ;)
Nein, um Himmels Wilen, ich will dich nicht ignorieren! Diese Art von Kritik ist ja durchaus gewünscht und angebracht. Ich bin nur eben der Meinung, der Ton macht die Musik ...

Ich hatte den Eindruck, dass das schon recht früh geschieht. Und es war genau das, was ich mir schon zuvor gedacht hatte. Hehe! Da hast Du natürlich recht, vielleicht habe ich mich etwas falsch ausgedrückt, es wird nochmal kurz aufgegriffen und weitergehend erklärt in Teil 2.

Plusquamperfekt, ich kann dich beruhigen, nein ich habe nicht den Eindruck ;)
Das verwundert mich, denn sie kann ja wohlkaum ihren eigenen Gesichtsausdruck sehen, oder?
Ich glaube, du hast Dich vertippt, "sie sah den den verwirrten" Ausdruck in SEINEN Augen. Aber ja, klar, das war ungeschickt ausgedrückt, ich hatte es eigentlich im Sinne von "man" sieht, dass beide den gleichen Ausdruck haben.

Die Zeit in Ursann/Camasann habe ich eigentlich absichtlich nicht weiter ausgeführt, weil ich die Protagonisten nicht ewig Kinder sein lassen wollte.

Danke, für Dumdidu, der Gute heisst Broderick ;), ja, über ihn erfährt man auch noch etwas.
Wer alles ein Schwert bekommt ist und sollte zugegebenermassen kein großes Geheimnis sein. Klar, hätte man auch anders lösen können, aber mir ging es in diesem 1. Teil mehr darum, dass sie alle wiedergeboren sind, ausgebildet werden und dann aufeinandertreffen. Mit allen Schwierigkeiten, die sich daraus ergeben, dass einer von ihnen beim Feind ausgebildet wurde (na ja, und noch ein paar Dinge, die ihr später erfahren werdet)

Hmm, Rijana bleibt schon noch eine Weile eher nett, wobei sie sich schon weiterentwickelt. In der Fortsetzung wird sie dann allerdings eine Entscheidung treffen, die der eine oder andere weniger nett findet ... aber mehr will ich nicht verraten.

@Samwell Tarly: Fantasyschriftsteller die ich mag, sind u.a. Tad Williams, Elizabeth Haydon, Terry Brooks, ja, klar, Tolkien natürlich auch :)
Stimmt, die Widmung ist gälisch, allerdings kann ich leider nur ein paar Brocken, aber ich möchte schon seit langem einen Gälischkurs machen, leider hat bisher der Termin immer nicht gepasst ...

Koboldkind
23.09.2009, 13:08
Ich hatte den Eindruck, dass das schon recht früh geschieht. Und es war genau das, was ich mir schon zuvor gedacht hatte. Hehe!
Jap. Deren Beziehung war sowas von klar...
Aber gut, wenn du sagt, Aileen, dass um die Sieben an sich auch kein großes Geheimnis gemacht werden sollte, dann nehme ich auch den Vorwurf zurück, dass bis Kapitel 5 bzw. bis zum Erscheinen der Sieben alles so vorhersehbar ist. Ich hatte ja Hoffnung, das mit Rudrinn eine Dreiecksbeziehung aufkommt (ich bin bei Kapitel 13, also brauchst du zu dem Thema nichts mehr zu sagen;))

Anderes Thema, inhaltlich: Die Kinder Thondras selbst.
Es werden zwar mal die Namen der Söhne erwähnt, welche aber soviel schwerer zu merken waren (um ehrlich zu sein, ich habe sie mir nicht gemerkt) als die der Frauen. Ich hoffe ja, dass noch viel mehr auf die ersten Kinder und die Beziehungen der Sieben und die verschiedenen Verräter eingegangen wird. Das was ich bisher gelesen habe ließ mich einige Male auflachen, so Ariacs Vorgänger, was mich ungewollt an den roten Power Ranger erinnerte *rofl* Sorry :D

Deine Welt: Ich kenne das, dass man nur eine Welt für die Gechichte baut und es andererseits Geschichten gibt, welche neben der Welt existieren, wo diese also genauso viel Hintergrund ansammlt wie ein einzelner Charakter. Anhand deiner Karte nehme ich an, dass diese Welt (Hat das ganze eigentlich einen Namen?) nur für den Rahmen existiert. Für meinen Geschmack lebt sie nicht wirklich... ich finde gerade mal die Steppenvölker haben einen wirklichen Charakter mit ihren Tätowierungen, oder später bekomme ich einen Eindruck von den Silberminen, welche dieser sauberen Fantasy-Welt einige Scharten verpasst.
Was mir also fehlt ist noch etwas Leben.
Und damit meine ich nicht nur, Elfen und Zwerge da rein zu setzen. Die haben zwar auch eine Kultur, welche besonders bei den Elfen rüber kommt, aber ich meine, mir fehlt das bei den Menschen.

Also, auch wenn ich das Buch in die Bücherei aussortieren werde liest es sich extrem gut, Page Turner, so ein passender Begriff. Ich hatte gestern Kapitel 12 abgeschlossen und dachte mir "Oh verdammt*nein*", und wollte eigentlich das Buch zur seite legen - aber dann war es doch wieder in meiner Hand. Trotz vielen Hände nehmen, Köpfe streicheln und Herzstichen will ich es zuende lesen.

Plusquamperfekt
23.09.2009, 14:06
von Aileen

Zitat:
Das verwundert mich, denn sie kann ja wohlkaum ihren eigenen Gesichtsausdruck sehen, oder?

Ich glaube, du hast Dich vertippt, "sie sah den den verwirrten" Ausdruck in SEINEN Augen.

Ja, hast recht ich habe mich da vertippt. Im Buch siehst sie natürlich den verwirrten Ausdruck in seinen Augen. Nur dann kommt halt:

"Es war der gleiche der auch bei zu sehen war"

Und sie weiß ja nicht, dass sie den gleichen Gesichtsausdruck auf gesetzt hat.

Aber ja, klar, das war ungeschickt ausgedrückt, ich hatte es eigentlich im Sinne von "man" sieht, dass beide den gleichen Ausdruck haben.

Damit wäre das auch klar ;)

Feuerfluegel
23.09.2009, 16:33
Ich habe gesehen, wür dürfen jetzt hier auch unsere Meinungen bis Kapitel sieben posten?
Feine Sache!

Mal eine Sache zu Lugan. Lugan ist schon nen echt fieses Sch...n. Und er benimmt sich echt widerlich. Und irgendwie fand ich es wenig glaubhaft, dass die Zauberer Lugan direkt so vertrauensvoll behandeln.
Erstens: Sie wissen, dass Scurr ein Lügner ist. Und dass er fiese Pläne schmieden kann.
Zweitens: Es wird vorher sooooo oft erwähnt, dass kein Krieger aus Ursann der von Scurr gebrochen wurde jemals wieder was Gutes wird.
Drittens: Keines der Kinder mag ihn, da sollten die Zauberer doch stutsig werden oder?

Ich fand da fehlte ein klein wenig die Logik. Wie gesagt, ein klein wenig. Aber ich fand es sehr spannend zu erfahren, wie es mit der List weiter geht. Ohne was zu verraten: Ich finde es wurde dann doch ganz gut gelöst.

Was mich jetzt dagegen nicht so stört, ich aber erwähnen will, ist dass Rijana, die mir ja als graue Maus schon sehr sympatisch war, sich immer mehr zu der wunderschönen erwachsenen Frau gemausert hat. Sie wird also wieder ein Klishee. Aber ich mag das Klishee ;) Ich mag Helden. Ich mag auch Heldinnen. Und ich mag es vorallem, weil Rijana nicht so wirklich bewusst ist, dass sie sich verändert hat. Und sie demnach nichteingebildet wird etc.

Mich stören auch diese Sprünge nicht. Man erlebt zwar diese ganzen Veränderungen der Kinder zu jungen Erwachsenen nicht direkt mit, aber die Entwicklungen werden schon deutlich gemacht.

Aileen_P
25.09.2009, 10:35
@Koboldkind:
so Ariacs Vorgänger, was mich ungewollt an den roten Power Ranger erinnerte Sorry
Sorry, das habe ich jetzt nicht ganz kapiert, welchen Vorgänger meintest Du? Dagnar, der er in seinem früheren Leben war?

Nein, meine Welt hat keinen eigenen Namen. In späteren Kapitel führt einen Teil der Sieben die Reise noch durch die übrigen Länder, wo man etwas über die Menschen dort erfährt.

@Feuerflügel:
Zweitens: Es wird vorher sooooo oft erwähnt, dass kein Krieger aus Ursann der von Scurr gebrochen wurde jemals wieder was Gutes wird.
Drittens: Keines der Kinder mag ihn, da sollten die Zauberer doch stutsig werden oder?
Brogan ist ja auch anfangs dagegen, und er wollte nicht, dass sie einen von Scurrs Kriegern bei sich aufnehmen, aber er hat auf Camasann ja nicht so viel zu sagen ...

Mich stören auch diese Sprünge nicht. Man erlebt zwar diese ganzen Veränderungen der Kinder zu jungen Erwachsenen nicht direkt mit, aber die Entwicklungen werden schon deutlich gemacht.
Wie gesagt, sie sollten einfach nicht ewig Kinder bleiben, manch einer mags, ein anderer nicht :)

Plusquamperfekt
26.09.2009, 14:18
So zu Kapitel 8- Seite 300 habe ich ja schon was geschrieben, jetzt noch meine Meinung zu Kapitel 6 und 7.

Zu Hyldor: Ich finde er könnte interessant werden, ist aber bisher so im böser kleiner Bruder Schema. Und das er neidisch auf seinen Bruder ist, dass habe ich auch beim ersten Mal gecheckt. Spielt er denn noch eine weitere Rolle?
Die Zeitsprünge, naja ich finde sie auch nicht schön und mMn hätte man auch später ins Buch einsteigen können. Dann mit Rückblicken.
Was mich stört ist das es im Gutenlager wirklich keinen Bösen gibt, das alles tutti butti ist und das sich dort jeder wohlfühlt. Im Bösen Lager hingegen wie soll ich sagen, da ist wirklich jeder, jeder fies. Ein bisschen Mixen wäre auch mal ganz schön gewesen.
Mehr Spannung hätte man bei der Entdeckung der Sieben einbauen können. Man konnte ja leider vorhersagen, wer einer der Sieben wird.

Feuerfluegel
26.09.2009, 14:39
Was mich stört ist das es im Gutenlager wirklich keinen Bösen gibt, das alles tutti butti ist und das sich dort jeder wohlfühlt.

Na, ich weiß nicht. Ich glaube auch bis hierhin, ist alles nicht so Friede Freude Eierkuchen. Brogan ist ja wirklich liebenswert, aber Hawionn doch etwas kühl. Wenn ich von ihm lese habe ich immer das Gefühl, dass es ihm eigentlich egal ist, was mit der Person XY passiert, es sei denn diese Person stellt sich als einer der Sieben heraus.
Dann ist es ihm ganz wichtig, was geschieht. Aber er will eigentlich alles nur unter Kontrolle haben, seinen Willen durchsetzen.
Ich finde später im Buch zeigt sich das noch deutlicher.
Auch noch bei anderen Personen.



Zu Hyldor: Ich finde er könnte interessant werden, ist aber bisher so im böser kleiner Bruder Schema. Und das er neidisch auf seinen Bruder ist, dass habe ich auch beim ersten Mal gecheckt. Spielt er denn noch eine weitere Rolle?
Der ist mir auch aufgefallen. Und da wittere ich sowas wie eine Intrige. Ist aber alles nur Spekulation.
Man weiß nicht genau, wie viel Einfluss er auf seinen Vater haben wird, ob er sich vielleicht sogar gegen ihn stellt um dann tatsächlich König zu werden. Und sich dann, wenn er dann die Macht hat, gegen die Sieben stellt. Oder sich vieleicht sogar mit Ursann gut stellt. Oder ob er seinen Vater in diese Richtung beeinflussen wird. Man weiß es nicht.

anita
26.09.2009, 17:11
Hyldor ist mir auch total unheimlich. Ich glaube, dass er seinen Auftritt irgendwann noch haben wird und dass dieser ungelöste Bruderkonflikt (auch wenn er einseitig zu sein scheint) noch grossen Einfluss auf die Geschichte haben wird.

Plusquamperfekt
26.09.2009, 17:20
Zu Hyldor:
Hyldor ist mir auch total unheimlich. Ich glaube, dass er seinen Auftritt irgendwann noch haben wird und dass dieser ungelöste Bruderkonflikt (auch wenn er einseitig zu sein scheint) noch grossen Einfluss auf die Geschichte haben wird.

Mir ist er nicht unheimlich, sondern er ist zu flach. Es gibt seine Rolle schon in so vielen Büchern, ich fänds schön, wenn er ein bissel was anderes wär. Zu deinen vermutungen Feuerflügel: Die sind alle sehr durchdacht, ich würde aber finden diese ist die Wahrheit (bloß Rätselraten):

Oder ob er seinen Vater in diese Richtung beeinflussen wird.

anita
26.09.2009, 17:24
Zu Hyldor:


Mir ist er nicht unheimlich, sondern er ist zu flach. Es gibt seine Rolle schon in so vielen Büchern, ich fänds schön, wenn er ein bissel was anderes wär.

Ja, das ist er in der Tat. Allerdings ist es auch schwierig, einen Charakter der nur zwei Miniauftritte hat bis ins Detail auszuarbeiten. Dann hätte man ihm schon mehr Platz einräumen müssen. Wer weiss, vielleicht kommt da ja noch was?

Feuerfluegel
26.09.2009, 18:43
Hyldor und sein Bruder sind ja noch verfeindet. Aber Falkann hat sich ja auch verändert. Wer weiß ob die beiden doch noch mal irgendwann gemeinsame Sache machen.
Was auch möglich ist, (sollte Falkann wirklich der Verräter werden), dass Hyldor sich auch was das an geht gegen ihn stellt und plötzlich "der Gute" wird.
Aber ich glaube meine Spekulationen führen jetzt etwas zu weit :D

Ich muss mal anmerken, dass ich ständig die Namen nachsehen muss. Mein Gedächtnis lässt mich wohl etwas im Stich.

Plusquamperfekt
26.09.2009, 18:49
Hyldor und sein Bruder sind ja noch verfeindet. Aber Falkann hat sich ja auch verändert. Wer weiß ob die beiden doch noch mal irgendwann gemeinsame Sache machen.
Was auch möglich ist, (sollte Falkann wirklich der Verräter werden), dass Hyldor sich auch was das an geht gegen ihn stellt und plötzlich "der Gute" wird.
Aber ich glaube meine Spekulationen führen jetzt etwas zu weit :D

Ich muss mal anmerken, dass ich ständig die Namen nachsehen muss. Mein Gedächtnis lässt mich wohl etwas im Stich.

Das sie sich zusammentuen halte ich für nicht möglich, denn der leine Bruder hat ja keine andere Meinung als Falkann, sondern fühlt sich von ihm in den Schatten gestellt. Da finde ich deine andere Theorie schon eher glaubwürdig, denn er ist für mich das Gegenstück von Falkann.
Und naja eigentlich kann ich mir die doch recht vielen Namen merken, ausser den von dem Piratenjungen.

Aileen_P
27.09.2009, 09:48
Und naja eigentlich kann ich mir die doch recht vielen Namen merken, ausser den von dem Piratenjungen. RUDRINN :D:D
Im 2. Teil gibt es übrigens ein Namensregister der wichtigsten Personen, wäre, im Nachhin betrachtet sicher auch schon im 1. Teil sinnvoll gewesen.

Hyldor spielt im weiteren Verlauf der Geschichte schon noch eine wichtige Rolle, aber ich verrate jetzt mal nichts :p