Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Trickfilm Pixar's "Oben"
Wohl kaum ein Studio schafft es, reihenweise derart gute Kritiken einzusammeln, wie Pixar - und das zu recht*ja*
"Oben" kommt im Vergleich zu Ratatouille und Wall-E geradezu minimalistisch daher. Doch was an Effekten gespart wurde, wurde an Herz und Gefühl dazu gegeben. Vom Trailer her war mir nicht so ganz klar, worum es eigentlich geht.
Es geht um Lebensträume, das Älterwerden, die Liebe und das Leben an sich am Beispiel des Ehepaares Carl und Ellie Fredricksen, wobei das besondere ist, dass Ellie schon in der Rückblende zu Beginn des Films stirbt und der Zuschauer mit dem verbitterten Rentner Carl allein zurück bleibt, der im hohen Alter noch das Abenteuer seines Lebens beginnt: An tausenden Ballons lässt er sein Haus in die Luft steigen, um Altersheim und Grundstückspekulanten zu entkommen und den Paradies-Fällen entgegenzufliegen, dem nie erreichten Jugendtraum von Ellie und Carl.
Das zu Tränen anrührende Highlight des Films ist, als Carl zum ersten Mal Ellies Abenteuertagebuch über die Seite "Was ich erleben will" hinaus blättert und statt leerer Seiten Bilder seines glücklichen Lebens mit Ellie vorfindet, die ihn in der Schlussnotiz bittet, ein neues Abenteuer zu beginnen.Dann gibt es noch einen kunterbunten, lustigen Paradiesvogel, sprechende Hunde und einen Held aus Carls Jugend, der sich als ein vom Ehrgeiz zerfressener Bösewicht entpuppt.
Fazit: Sehr ansprechende Familienunterhaltung mit einer ausgewogenen Dosierung von Spannung, Klamauk und Gefühl -> vier Sterne.
Ich habe mir "Oben" im Kino in 3D angeschaut und ich muss dir absolut zustimmen, Herz und Gefühl spielen eine große Rollen in dem Film.
Gerade die Anfangszene war herzzereissend und auch der weitere Verlauf erinnerte immer wieder an "Elly".
Es waren viele komische Szene im Film. Ich erinnere die "Hund-Katze"-Szene ;), aber am Schluss nochmal den Abspann zu sehen, die Bilder... die waren auch noch schön.
Was ich mich aber Frage ist, wie alt der eine mit den Hunde gewesen sein musste, wen der Hauptdarsteller schon so alt gewesen ist ^^.
neoxinnia
21.09.2009, 16:02
Ich habe den Film vorgestern im Kino gesehen und auch ich war begeistert. Aus den Vorschauen, war Carl eine eher "böse" Person. Doch nach den ersten zehn Minuten im Film hat sich diese Ansicht komplett gewendet, da man mehr Hintergrundinformationen bekommen hat und hat Carl den ganzen Film über für mich doch ein wenig sympatisch gemacht. Ich fand diese ersten Minuten wirklich nett und sie hat mir sehr gut gefallen, hat den Charakter von Carl ein wenig näher gebracht und besonders süß fand ich ja, dass Carl am Anfang eigentlich gar nichts gesagt hat. (und Elly das so gut gefällt :D )
Kurz bevor ich den Film im Kino gesehen habe, kam im Fernsehen ein kleiner Bericht darüber. Ich weiß das Zitat nicht mehr wortwörtlich, aber es hieß in etwa "Auf jede Träne folgt ein Lachen." und dem kann ich eigentlich nur zustimmen.
Es gab viele Szenen, die einfach richtig nett - komisch waren. Vor allem jene Szene, in der man zum ersten Mal Alphas Stimme hört. Sein Auftreten ließ ja schon darauf schließen, dass eine etwas "andere" Stimme zu hören sein wird. Aber dennoch fand ich die Stimme ein netter Einfall und nach einiger Zeit sogar passend. :D
Ich muss noch hinzufügen, dass es beim Kino ja - meiner Meinung nach - darauf ankommt, mit wem man im Kino sitzt. Bei mir waren es sehr viele Kinder und das hat den Film noch ein wenig besser gemacht, da man bei vielen Szenen von dem herzlichen Lachen einfach nur angesteckt wurde.
neo
Was ich mich aber Frage ist, wie alt der eine mit den Hunde gewesen sein musste, wen der Hauptdarsteller schon so alt gewesen ist ^^.Na ja, die Paradies Fälle wurden doch auch als "Ort, an dem die Zeit stillsteht" (oder so ähnlich) bezeichnet. Ich habe das so interpretiert, dass der Typ deshalb so langsam gealtert ist.
ChibiShiina
25.09.2009, 20:18
Das zu Tränen anrührende Highlight des Films ist, als Carl zum ersten Mal Ellies Abenteuertagebuch über die Seite "Was ich erleben will" hinaus blättert und statt leerer Seiten Bilder seines glücklichen Lebens mit Ellie vorfindet, die ihn in der Schlussnotiz bittet, ein neues Abenteuer zu beginnen.
Im Kino musste ich an dieser Stelle heulen und ich heule sonst nie während eines Films.
Er ist einfach so genial gemacht, die Figuren passen zueinander, jeder hat seinen Standpunkt und jeder muss ab einem gewissen Punkt über sich hinauswachsen und die Prioritäten verteilen.
Dann noch die Idee mit dem Haus das an einer riesigen Parade von Luftballons hängt und fliegt. Schon als kleines Kind hatte ich einen ähnlichen Traum/Gedankengang/Spinnerei gehabt, deshalb hat es mich auch noch persönlich angesprochen.
Und die Liebe zwischen Ellie und Carl war einfach nur schön.
Besser als Wall-E, sehr gut ausgearbeitete Charaktere, nur die Hunde finde ich dann irgendwann schon etwas lächerlich (Hunde in ein Flugzeug setzen die wild in der Gegend herumballern <- Absolut nicht mein Fall).
Kevin war immer wieder für einen Lacher wert, ebenso wie Russell, der mich am Anfang noch genervt hat, sich aber im Laufe des Films mauserte. Und Doug ist wirklich am Anfang treudoof, wächst aber dennoch über sich hinaus - Charakterentwicklungen finde ich sowieso immer wieder faszinierend.
5 Sterne von mir. An Carl kommt man einfach nicht vorbei.
(Hunde in ein Flugzeug setzen die wild in der Gegend herumballern <- Absolut nicht mein Fall).Ich hab' mich schon gefragt, ob das Luftschiff und die Luftkämpfe nicht eine Remineszens an Hayao Miyazaki waren. John Lasseter und Hayao-san sind ja sehr eng und die Flieger, in denen die Hunde saßen, sahen irgendwie aus wie die Flieger in Porco Rosso. Für die Handlung des Films war die Szene ziemlich überflüssig, da gebe ich dir Recht.
ChibiShiina
25.09.2009, 21:12
Ich hab' mich schon gefragt, ob das Luftschiff und die Luftkämpfe nicht eine Remineszens an Hayao Miyazaki waren. John Lasseter und Hayao-san sind ja sehr eng und die Flieger, in denen die Hunde saßen, sahen irgendwie aus wie die Flieger in Porco Rosso. Für die Handlung des Films war die Szene ziemlich überflüssig, da gebe ich dir Recht.
Jetzt wo dus schreibst weiss ich auch endlich woran mich die Szene mit den Hunden in den Mini-Fliegern die ganze Zeit erinnert hat! So eine Mischung aus Porco Rosso und Laputa... du erinnerst dich die fliegenden Piraten? Zumindest wars das was meine Schwester nebenben mir im Kino vor sich hin gemurmelt hat. ^^" Jaja, alter Kopf schaltet schwer.
Was mir noch einfällt, und ich vorhin vergessen habe, Muntz ist schon sehr sehr rücksichtslos gewesen während des Films. Ich glaube so einen fiesen hatte Pixar bis jetzt noch nicht gehabt.
Hey immerhin hat er...
Russel an einen Stuhl gefesselt und einfach in über 1.000 m Höhe die Lucke aufgemacht, damit er hinausfällt! Oder wo Carl auf dem Luftschiff verzweifelt das Haus festhält während Muntz seine Waffe holt, anlegt und auf Russel, Kevin und Doug schiesst, die absolut wehrlos sind. Oder wo Muntz das Haus einfach angezündet hat um Carl und Russell zu erpressen...
Er hat sich schon eine ganze Menge Sachen herausgenommen wo ich manchmal im Kinosessel saß und mit dem Kopf schütteln musste.
Andererseits aber auch eine gute Idee, immerhin zeigt es die andere Seite. Carl der zurückgezogene und stille, aber dennoch auf ein Liebevolles Leben zurückblickende und dann Muntz, der sein Leben an eine an sich verzweifelt anmutende Suche verschwendet hat und daraufhin verbittert, egomanisch und absolut rücksichtslos wurde.
Gott, war der süß :)
Teilweise hab ich ruhig und herzerwärmt dagesessen und teilweise bin ich vor Lachen fast aus dem Sitz gefallen x] Ein wunderschöner Film, ich weiß nicht, wie oft ich dieses verzückte "Mh-mh"-Lachen von mir gegeben habe... :)
Aus den Vorschauen, war Carl eine eher "böse" Person. Doch nach den ersten zehn Minuten im Film hat sich diese Ansicht komplett gewendet, da man mehr Hintergrundinformationen bekommen hat und hat Carl den ganzen Film über für mich doch ein wenig sympatisch gemacht.
Genauso ging's mir im Prinzip auch. Nach den paar Fetzen, die ich von Trailer und so her kannte, hatte ich mir auch so ein Scrouge-ähnliches Bild von der Hauptperson gebildet, der dann von dem kleinen Jungen eine... bessere Welt eröffnet bekommt oder sowas, also die Story kam vllt gerade im Ansatz rüber, wenn überhaupt.
Der einzige Unterschied zum Zitat war bei mir, dass mir Carl nicht ein wenig, sondern sehr sympathisch war :)
Die Hunde fand ich zB einfach nur zum Kreischen (was hab ich gelacht, als Doug plötzlich Japanisch redet xD), die Charaktere total putzig, den gesamten Anfang, der fast überhaupt keine Worte braucht, um seine Geschichte zu erzählen und seine Botschaften rüberzubringen und einen praktisch durchgehen zum Lächeln und vor allem Mitfühlen bringt. Genauso toll eingesetzt war die Musik - die im Prinzip nur aus einem Stück bestand, aber iwie zu jeder Situation passte.
Und diese ganzen kleinen Details, dieser typische Disney-Flair... so Nuancen, wie dass in dem Moment, in dem für eine Sekunde vom Tod gesprochen wird, ein Schädel zur Seite geschlagen wird. Oder die geniale Mimik. Oder so wunderbar dämliche Sachen, wie dass der Alpha-Hund plötzlich eine Heliumstimme hat oder man fast eine halbe Minute zusammen mit Muntz beobachtet, wie Russel über die Frontscheibe des Zeppelins qietscht. Oder die Umsetzung des Hundeverhaltens, bei dem man dauernd denkt "Ja! Genau SO ticken die Viecher!"
Im Prinzip war das einzige, was mir nicht gefiel, dass der vorher so nette, umgängliche und ja auch durchaus, öh, psychisch in Ordnung wirkende Muntz so plötzlich in den absoluten Bösen umschlug, ohne auch nur noch einmal drüber nachzudenken (auch wenn es irgendwie plausibel zu erklären ist, das ist wieder ein Plus-Punkt^^). Aber naja, es ist ein Kinderfilm :) Wenn auch ein für Erwachsene mehr als geeigneter :)
Also ich war/bin einfach begeistert. Gut, dass ich endlich mal wieder im Kino war :)
Das erste, was ich während des Kuckens dachte, war übrigens: "Der Nachrichtensprecher am Anfang spricht auch Hana in Tokyo Godfathers!" :D
vBulletin® v3.8.4, Copyright ©2000-2010, Jelsoft Enterprises Ltd.