Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bernhard Hennen - Nebenan (Kapitel 1-6)
Ab dem 16. Oktober.
Hier kommt alles zwischen Kapitel 1 bis 6 hinein. :)
Och, dann mache ich mal den Anfang!
Normalerweise wollte ich eigentlich nicht schon nach dem 1. Kapitel bzw. den ersten 30 Seiten posten, weil ich mir noch einen genaueren Einblick über die Geschichte verschaffen wollte!
Allerdings muss das nun sein. :D :
Ich muss sagen, dass ich schon im 1. Kapitel einige Passagen las, die mich echt zum grinsen brachten. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen bisher. :D
Sehr schön finde ich die Umsetzung der Ineinanderschachtelung der "Super Technologie der Menschen" und der "Erfindungskunst der Heinzelmänner", die z.B. den Pentium-VII-Rechner erfanden! :D
Gegen Erwartung, da ich doch skeptisch war, finde ich mich hier in einer guten Mischung zwischen Fantasy(-geschöpfen) und der Menschheit, wie sie heute ist, wieder!
Am Anfang wird noch nicht sehr viel preisgegeben. Es gibt die sieben Ringe, welche, wenn ein Geschöpf von Nebenan sie trägt, eben jene für die Menschen sichtbar macht und andersherum gilt das für die Menschen mit den Geschöpfen von Nebenan.
Interessant finde ich, dass alle sieben Ringe eine besondere, eigenwillige Eigenschaft haben, die ihnen zugrunde gelegt wird. Das wird bestimmt noch erleutert werden, da bin ich gespannt drauf. *ja*
Ansonsten finde ich, dass Till ja ganz schön leicht zu treffen ist. ô.o Er fühlt sich ja wahrlich durch diesen einen Kommentar des Professors total verletzt! Das er sogar denkt "den großen Sprung wagen zu müssen" finde ich schon etwas überholt. Aber von ihm hörten wir ja auch noch nicht so viel. ;>
Ansonsten habe ich sofort eine gewisse Sympathie für Neriella gespürt! Ich mag sie jetzt schon! *grins*
Bin dann mal weiterlesen, hui. :D
Der Humor gefällt mir übrigens ganz und gar @ Silberblut! :D
Um von Anfang an etwas klarzustellen: "Nebenan" ist ein autobiographischer Fantasyroman, in dem Bernhard Hennen alias Till Küster einige persönliche Erfahrungen humorvoll und selbstironisch verarbeitet. Nähere Infos gibt's hier: http://www.geisterspiegel.de/index.html?background/interviews/b_hennen.php~mainFrame
Immer daran denken, wenn ihr es lest! :D
Koboldkind
17.10.2009, 22:54
Auch noch Autobiiographisch? Das erklärt natürlich einiges. Und irgendwie dachte ich mir auch, das auf jedem Fall die Keltentruppe ein Erfahrungsbreicht ist. So intim kann die nur vorstellen, wer selbst in der Szene drin ist.
So wie ich, ich musste auch bei Hilbert Giller lachen. Ja, die Hiller-Märkte sind berümt berüchtigt, jedoch eher als Konsumtempel verschrien.
Keine Ahnung, wo ich gerade bin, ich meine Kapitel drei, und wirklich Notizen habe ich mir auch noch nicht gemacht - weil ich aus dem schmunzeln und lachen nicht mehr rauskomme.
Grölen musste ich ja, als Cagliostro den Magier hat verschwinden lassen *khehe*
Ist ja auch die Logische Schlussfolgerung. Er MUSS ja nicht unbedingt woanders wieder auftauchen. :D
Ansonsten bin ich mir noch unschlüssig, wo das alles hinführen soll(Till wird der Ritter in Strahlender Rüstung? Wortwörtlich?). Ich finde den Humor sehr klasse, weitere Details und Kritikpunkte werden sich aber erst noch finden.
:D
Schon die Liste der Dramatis Personae brachte mich zum Lachen. Wirklich witzig... Viele, viele intelligente Anspielungen auf Fantasy- und andere Klischees. Sehr vielversprechend.
Und dann habe ich noch das erste Kapitel gelesen. Es wurde gehalten, was die Einleitung versprochen hatte: flüssiger Schreibstil, alles mit einem Augenzwinkern und nicht so ernst zu nehmen. Viel Ironie, vor allem unterschwellig.
Wallerich und Nöhrgel sind vielversprechende Charaktere, die ich mir schon nach wenigen Seiten gut vorstellen konnte. Ich kenne solche Leute :D
Wallerich schient der Depp oder Pausenclown vom Dienst zu sein.
ExLibris
19.10.2009, 07:23
Ich fand die Vorstellung der Personen auch sehr witzig. :) Obwohl mich so eine Liste gleich ins Schwitzen bringt, wie ich mir die Namen merken soll. Erinnert mich an Reclam-Zeiten.
Den unterschwelligen Humor und die Ironie finde ich sehr schön! ^^ Aber beim Spiel mit Klischees hat sich bei mir das erste müde Lächeln bemerkbar gemacht.
Eine witzige Stelle gleich zu Beginn, Wallerich erklärt Birgel wie er Neriella beeindrucken will:
"Heute soll sie erkennen, wie sehr ich sie liebe!"
"Dazu braucht man doch keinen Ring!"
Schau schau! :D
Was sollte überhaupt diese Aktion mit dem Ring und dem Sichtbarwerden während der Vorlesung? Um das Mädel zu beeindrucken? Eine Mutprobe? Ein Männlichkeitsritual? Eine sinnfreie Gnomenaktion?
Diese Szene hat Wallerich in meiner Wertung der Intelligenz ans untere Ende der Skala gereiht :D
Was sollte überhaupt diese Aktion mit dem Ring und dem Sichtbarwerden während der Vorlesung? Um das Mädel zu beeindrucken? Eine Mutprobe? Ein Männlichkeitsritual? Eine sinnfreie Gnomenaktion?
Um sich für sie in Gefahr zu bringen und den Helden zu spielen wahrscheinlich.^^ Der dachte bestimmt, sowas beeindruckt sie, wenn er schon das Urteil der Ältesten auf sich nimmt.
Diese Szene hat Wallerich in meiner Wertung der Intelligenz ans untere Ende der Skala gereiht :D
Mal sehen, vielleicht entwickelt er sich ja von Unterstem zum Obersten in deiner Liste? :p
ExLibris
19.10.2009, 11:18
Was sollte überhaupt diese Aktion mit dem Ring und dem Sichtbarwerden während der Vorlesung?
Was ich in dem Zusammenhang nicht ganz verstanden habe, Till war doch bei der Vorlesung dabei. Anscheinend hat ihn dieser Vorfall nicht beeindruckt, er verliert kein Wort darüber. ^^
Was ich in dem Zusammenhang nicht ganz verstanden habe, Till war doch bei der Vorlesung dabei. Anscheinend hat ihn dieser Vorfall nicht beeindruckt, er verliert kein Wort darüber. ^^
Das hat mich auch etwas verwirrt. ô.o
Ansonsten bin ich momentan ca. bei Mitte Kapitel 3.
Der Erlkönig fängt jetzt schon an, fies zu werden.^^ Dass der einfach das Mundwerk von dem Caliostro verzaubert hat und der seinem Werwolf solche Sachen sagen musste.. Als der geknickt loszog, hab ich voll Mitleid empfunden. :(
Und Wallerich darf nun also aus Entdeckungstour gehen. Der wird bestimmt einer der Hauptpersonen, die dann im Buch den Erlkönig jagen. Vielleicht wird sich irgendwann auch Caliostro gegen ihn stellen? Wer weiß.
Wir werden es sehen! ;)
Samwell Tarly
20.10.2009, 08:01
Ich fang mal mit der einzigen Sache an, die mich stört. Ab und an finde ich die Personenbeschreibungen zu plump und manchmal auch kitschig. ("In Wahrheit jedoch hatte er lediglich hohe Mauern um seine verletzte Seele errichtet." (S. 34) - Brrr, ist ja schaurig.)
Ansonsten amüsiere ich mich köstlich.
Werwolfi tut mir echt leid. Bloß, weil er so doof ist, wird er echt schäbig behandelt.
Eigentlich ist der Erlkönig ganz symphatisch. Und da war ich baff: Er ist Umweltschützer (S. 94), Pazifist (S. 96) und tritt für die Gleichstellung von Frauen ein (S. 114). Also ein echt politisch korrekter "Dunkler"!
Sehr lustig finde ich, dass die Heinzelmänner am Aktienmarkt so aktiv sind. Auch Birgels Schlussfolgerung, dass er sterben muss, weil er an Zwiebelkuchen dachte - wunderbar.
Und schließlich und endlich: "Rölps" ist ein toller Name für einen Troll!
Hallo,
Ich finde die Geschichte recht amüsant. Der Humor kommt nicht zu kurz. Das einzige, was mich stört, sind die häufigen Wechsel der Protagonisten. Von denen gibt es für meinen Geschmack zu viele. Vor allem. da sich dadurch die Geschichte in mehrere Handlungsstränge aufspaltet und zwischen ihnen hin und her hüpft.
Arius
Das hat mich auch etwas verwirrt. ô.o
Ansonsten bin ich momentan ca. bei Mitte Kapitel 3.
Der Erlkönig fängt jetzt schon an, fies zu werden.^^ Dass der einfach das Mundwerk von dem Caliostro verzaubert hat und der seinem Werwolf solche Sachen sagen musste.. Als der geknickt loszog, hab ich voll Mitleid empfunden. :(
Und Wallerich darf nun also aus Entdeckungstour gehen. Der wird bestimmt einer der Hauptpersonen, die dann im Buch den Erlkönig jagen. Vielleicht wird sich irgendwann auch Caliostro gegen ihn stellen? Wer weiß.
Wir werden es sehen! ;)
Gerade du, die Italienisch kann, solltest wissen, dass er Cagliostro geschrieben wird! :p
Ich fang mal mit der einzigen Sache an, die mich stört. Ab und an finde ich die Personenbeschreibungen zu plump und manchmal auch kitschig. ("In Wahrheit jedoch hatte er lediglich hohe Mauern um seine verletzte Seele errichtet." (S. 34) - Brrr, ist ja schaurig.)
Vergiss nicht, dass Hennen in "Nebenan" gerne alles überzieht, sei es der Humor, seien es die Situationen, die Personenbeschreibungen oder die Formulierungen. Vielleicht ist das auch bei der zitierten Stelle der Fall! ;)
Hallo,
Ich finde die Geschichte recht amüsant. Der Humor kommt nicht zu kurz. Das einzige, was mich stört, sind die häufigen Wechsel der Protagonisten. Von denen gibt es für meinen Geschmack zu viele. Vor allem. da sich dadurch die Geschichte in mehrere Handlungsstränge aufspaltet und zwischen ihnen hin und her hüpft.
Arius
Daran wirst du nicht vorbeikommen, wenn du einen Roman von Hennen liest. Nur manche wie etwa seine frühen Elfen- sowie die DSA-Romane verzichten größtenteils auf diesen schnellen Wechsel, wobei auch dort einige Perspektiven nebeneinander existieren. Gemessen an seinen jüngeren Büchern ist "Nebenan" in dieser Hinsicht sogar noch ein Waisenkind - in "Elfenkönigin" existieren gut ein Dutzend Perspektiven nebeneinander, wenn nicht mehr. Ein überragender Protagonist ist damit nur schwer auszumachen, aber die Welt wird facettenreicher geschildert. Mich stört das nicht im Geringsten.
Nightfarer
20.10.2009, 17:10
Also bisher ist das Buch gut und vor allem amüsant. Der Erlkönig ist mir auf eine ungewöhnliche Art sympathisch, obwohl er zu den Dunklen gehört. :D
Und zu Cagliostro ist naja auch ein sehr lustiger knappe. Wie hier schon angesprochen: Wenn etwas verschwindet muss es auch wirklich wieder auftauchen? :D
Das es verschiedene Perspektiven sind stört mich keineswegs. Ich mag sowas eigentlich sogar mehr als wenn es strikt nur eine ist.
Ingesamt also ein bisher sehr positiver Eindruck und zur Anmerkung: Es ist mein erstes Bernhard-Hennen-Buch
Hm... woraus schließt ihr, dass Cagliostro und der Erlkönig fies oder böse seien? Bisher sind sie nicht anders als die Heinzelmännchen :D
Am besten gefiel mir momentan das Kapitel über die Pseudo-Druiden. Herrlich, wie sich Hennen über diese spätpubertären Realitätsflüchtlinge lustig macht... Beim Zeltlager zur Wintersonnenwende ist mir vor Lachen fast das Buch ais der Hand gefallen. Auch bei der Stelle, als den Göttern drittklassiger Chianti geopfert wurde, weil man den erstklassigen Burgunder lieber selber getrunken hatte. Sowas gefällt mir. Ich hatte eigentlich nicht erwartet, eine Fantasy-Parodie zu lesen. Aber umso besser :D
Und die Vorstellung eines treuherzig mit dem Schwanz wedelnden Werwolfes ist unbezahlbar...
Ein wenig stört mich wie Arius die Fülle an Personen. So ganz blick ich da noch nicht durch.
Gerade du, die Italienisch kann, solltest wissen, dass er Cagliostro geschrieben wird! :p
Puh! :( Da hat man mal 2 Jahre Italienisch gehabt und schreibt den Namen falsch aus dem Buch ab (halb 6 Uhr morgens, kurz vor Arbeitsbeginn) wird man schon so gedisst! :( (xD)
Hm... woraus schließt ihr, dass Cagliostro und der Erlkönig fies oder böse seien? Bisher sind sie nicht anders als die Heinzelmännchen
Die reden doch ständig von irgend so einem Plan. xD Anscheinend geht es dabei ja um diese Menge an unverbrauchter Magie. :D
Ein wenig stört mich wie Arius die Fülle an Personen. So ganz blick ich da noch nicht durch.
Die Fülle stört mich jetzt nicht so sehr, obwohl es doch etwas ungewohnt ist, aber durchblicken tue ich auch immernoch nicht so richtig! :D
Ansonsten:
"Schließlich wusste jeder, dass Opfer, die im letzten Moment gerettet wurden, in einem einzigen Herzschlag ihr Leben an sich vorbeiziehen sahen, um hinterher richtig was zu erzählen zu haben." (S. 71, Mitte)
Herrlich, wie ich mich weggepisst habe! :p
Die reden doch ständig von irgend so einem Plan. xD Anscheinend geht es dabei ja um diese Menge an unverbrauchter Magie. :D
Nun ja... ein Plan muss ja noch keine schlechten Absichten zum Inhalt haben :p Und was soll an unverbrauchter Magie schlecht sein?
Ich denke eher, da wird uns was suggeriert: erstens durch die Beschreibungen im Vorwort, zweitens durch die Namen. Jeder, der Goethes Erlkönig kennt, weiß, dass der böse ist. Der Erlkönig. Nicht Goethe :D
Und mit Cagliostro ist es ebenso. Ein Träger dieses Namens kann nur Fieses im Schilde führen...
Noch eine Bitte an Nazurka: Bitte zitiere vollständig, also mit Namen. Man sollte schon wissen, auf wessen Äußerung du dich beziehst... Benutz einfach den Zitieren-Button, dann geht das automatisch ;)
Am besten gefiel mir momentan das Kapitel über die Pseudo-Druiden. Herrlich, wie sich Hennen über diese spätpubertären Realitätsflüchtlinge lustig macht... Beim Zeltlager zur Wintersonnenwende ist mir vor Lachen fast das Buch ais der Hand gefallen. Auch bei der Stelle, als den Göttern drittklassiger Chianti geopfert wurde, weil man den erstklassigen Burgunder lieber selber getrunken hatte. Sowas gefällt mir. Ich hatte eigentlich nicht erwartet, eine Fantasy-Parodie zu lesen. Aber umso besser :D
Nicht Wintersonnenwende, sondern Samhaim-Fest - das ist der Vorläufer von Halloween, also der 31.10.! :p
Es gibt bessere Stellen, aber dieses Beispiel ist natürlich treffend. Besonders skurill ist es, wenn man bedenkt, dass es die Ui Talchiu wirklich gab und Hennen alias Till in seiner Studienzeit Mitglied war. Das Buch ist also durchaus selbsironisch. Ich finde es immer gut, wenn sich der Autor selbst nicht allzu ernst nimmt.
Puh! :( Da hat man mal 2 Jahre Italienisch gehabt und schreibt den Namen falsch aus dem Buch ab (halb 6 Uhr morgens, kurz vor Arbeitsbeginn) wird man schon so gedisst! :( (xD)
Einfach gründlicher lesen! :p
Nun ja... ein Plan muss ja noch keine schlechten Absichten zum Inhalt haben :p Und was soll an unverbrauchter Magie schlecht sein?
Nichts, das ist ja das Problem. Die so genannten Dunklen sind im Grunde fanatische Öko-Aktivisten mit nachvollziehbaren Motivationen, die einfach nur humorvoll dargestellt werden.
Noch kann ich nicht viel sagen. Meine Lieblingsszenen kommen noch. Stichworte: pilze, Oswald von wolkenstein, Vatikan, Kölner Dom, AKW, Faselfarnwald, Schneekönigin, Knusperhexe usw. es wird noch besser! :D
ExLibris
21.10.2009, 09:57
Ich wusste nicht, was das Samhaim-Fest genau ist, danke für die Erklärung. Dann lesen wir ja zur richtigen Zeit. :p
Zu gut und böse: Falls uns etwas suggeriert werden sollte, hat es bei mir funktioniert. Der böse, böse Erlkönig will in unsere Welt eindringen, was die Heinzelmänner bis jetzt aber immer verhindern konnten. In irgendwelche Schubladen muss ich die Figuren ja stecken, bis ich genaueres weiß. :D
Abgesehen davon macht es ja nicht den Anschein, dass es wirkliche Bösewichte gibt. Cagliostro und sein Werwolf sind so schrullig, dass sie mir einfach sympathisch sind.
Wen Hennen jetzt wirklich mit einzelnen Personen meint, oder wie autobiografisch das alles ist, ist mir nicht so wichtig. (Öko-Aktivisten X.X ^^) Erstmal muss ich in die Geschichte reinkommen. Mir fehlt das Hintergrundwissen zu Hennen, um Metaphern zu entdecken mit denen er anscheinend spielt. Aber das brauche ich auch nicht unbedingt, und muss ich nicht ungbedingt nachholen.
Aber gut zu wissen, dass er es tatsächlich so ironisch meint, wie es sich liest. Wobei ich mir noch immer nicht sicher bin, wieviel Parodie da wirklich beabsichtigt ist. :D
Nicht Wintersonnenwende, sondern Samhaim-Fest - das ist der Vorläufer von Halloween, also der 31.10.! :p
Einfach gründlicher lesen! :p
Moment. Selber gründlicher lesen...
Till erzählte von diesem besagten Wintersonnwendfest.
Wann Samhain stattfindet, weiß ich sehr wohl. Und nicht erst seit Robin Hood... Ich habe auf der Uni sogar einmal eine Semsterarbeit über keltische Feste geschrieben :p
Ich weiß sogar, wie man Samhain richtig ausspricht :D
Ich muss mich mal kurz mit einer Frage zu Wort melden:
Cagliostro und dem sein Werwolf sind nun in der Zahnarztpraxis und können gesehen werden, sobald der Zahnarzt den Whisky getrunken hat?
Ich dachte das geht nur über diese sieben Ringe.
Überhaupt: Müssten die Leute auf dem Samhaimfest nicht dann auch die Heinzelmännchen etc. gesehen haben? Die haben doch bestimmt auch einiges getrunken.
Irgendwie bin ich da gerade etwas verwirrt. ô.o
Doch, zu Samhain hat Mariana den Erlkönig und Cagliostro gesehen, da sie Tollkirschen gegessen hatte. Und der Zahnarzt muss sich aus demselben Grund betrinken. Unter Drogeneinfluss können Menschen also die Kreaturen aus Nebenan sehen. Ist doch eine nette Idee, nicht?
Doch, zu Samhain hat Mariana den Erlkönig und Cagliostro gesehen, da sie Tollkirschen gegessen hatte. Und der Zahnarzt muss sich aus demselben Grund betrinken. Unter Drogeneinfluss können Menschen also die Kreaturen aus Nebenan sehen. Ist doch eine nette Idee, nicht?
Ah, okay. Stimmt, daran habe ich auch gar nicht mehr gedacht. Aber ich weiß ja nichtmal, was Tollkirschen sind, deswegen konnte ich glaube ich auch gar keinen Bezug dazu aufstellen.^^
Drogen & Alkohol dann anscheinend. Hm, ist wirklich keine schlechte Idee. Dann frage ich mich aber, ob die Heinzelmännchen das wissen, wenn sie ihre Ringe so gut beschüzen? (Nunja, beschützen sollten :p)? Die Geschöpfe aus Nebenan haben davon ja eigentlich keine Ahnung, zumindest wunderte sich der Erlkönig so weit ich weiß, wieso nur das Mädchen sie sehen konnte beim Samhaimfest. Das er so schnell darauf kam, wundert mich irgendwie. Und vor allem auch, woher er das weiß. X.X
Moment. Selber gründlicher lesen...
Till erzählte von diesem besagten Wintersonnwendfest.
Wann Samhain stattfindet, weiß ich sehr wohl. Und nicht erst seit Robin Hood... Ich habe auf der Uni sogar einmal eine Semsterarbeit über keltische Feste geschrieben :p
Ich weiß sogar, wie man Samhain richtig ausspricht :D
Das Chianti-Opfer findet jedenfals während des Samhaim-Festes statt (S. 40), es sei denn, du hast eine andere Ausgabe, in der etwas Anderes steht! ^^
Man kann Samhain oder Samhaim sagen, wobei die Schreibweise mit n die häufigere ist. Mir ist das Wort vor einem Jahr beim ersten Durchgang durch "Nebenan" als zum ersten Mal begegnet, und der erste Eindruck prägt den Menschen ja irgendwie - deshalb schreibe ich es so wie Hennen! :p
Es ist noch nicht so lange her, dass ich das Buch zum letzten Mal gelesen habe. Ich habe mir daher vorgenommen, trotzdem mitzumachen und nur einen Teil - nämlich die witzigsten Stellen - noch einmal zu lesen. es kann durchaus sein, dass ich mit den Details nicht mehr ganz so vertraut bin.
Ah, okay. Stimmt, daran habe ich auch gar nicht mehr gedacht. Aber ich weiß ja nichtmal, was Tollkirschen sind, deswegen konnte ich glaube ich auch gar keinen Bezug dazu aufstellen.^^
Tollkirschen sind Nachtschattengewächse und zählen zu den giftigsten Pflanzen in unseren Breiten. Ihr Gift setzt sich zu einem großen Teil aus Alkaloiden zusammen, und Alkaloide wirken oft berauschend wie z.B. Koffein oder Morphin/Morphium als Hauptbestandteil des Opiums.
Das Chianti-Opfer findet jedenfals während des Samhaim-Festes statt (S. 40), es sei denn, du hast eine andere Ausgabe, in der etwas Anderes steht! ^^
Nein, ich habe anscheinend dieselbe Ausgabe wie du. Allerdings habe ich auch nie behauptet, dass das Chanti-Opfer nicht an Samhain stattgefunden hätte:
Am besten gefiel mir momentan das Kapitel über die Pseudo-Druiden. Herrlich, wie sich Hennen über diese spätpubertären Realitätsflüchtlinge lustig macht... Beim Zeltlager zur Wintersonnenwende ist mir vor Lachen fast das Buch ais der Hand gefallen. Auch bei der Stelle, als den Göttern drittklassiger Chianti geopfert wurde, weil man den erstklassigen Burgunder lieber selber getrunken hatte. Sowas gefällt mir. Ich hatte eigentlich nicht erwartet, eine Fantasy-Parodie zu lesen. Aber umso besser :D
Dann bitte ich dich auch auf Seite 33 nachzulesen. Als Till von Gabriela erzählt, erinnert er sich:
Sie hatte die meisten Kostüme geschaffen, die sie trugen.... [...]... und hatte sie zu dem berüchtigsten Zeltlager während der Wintersonnenwende überredet, von dem alle mit einer ausgewachsenen Grippe in die Villa Alesia zurückgekehrt waren.
Alles klar? Meine Erwähnungen der Zeltlagers und des Chianti-Opfers als bei mir heiterkeitsauslösende Passagen bedeuten nicht, dass beide zur selben Zeit stattfinden ;)
Und ich habe keineswegs die alternative Schreibweise des Festes bekrittelt, Silberblut. Musst nicht gleich denken, ich wolle dich kritisieren. *nein*
Ich wollte nur ein wenig damit angeben, dass ich die korrekte gälische Aussprache kenne...
Tollkirschen sind Nachtschattengewächse und zählen zu den giftigsten Pflanzen in unseren Breiten. Ihr Gift setzt sich zu einem großen Teil aus Alkaloiden zusammen, und Alkaloide wirken oft berauschend wie z.B. Koffein oder Morphin/Morphium als Hauptbestandteil des Opiums.
Wenn sie zu den giftigsten zählen, wieso aß sie die Dinger denn dann?! X.X
Und wieso erzielt der Whisky dann die gleiche Wirkung wie dieses Gift?! X.X
Sorry, aber ich bin da gerade echt verwirrt.
Ist es also so, dass die dann high war und sie dann den Erlkönig und den anderen (-mit Bedacht nicht seinen Namen hierhin schreib'- :p) sah?
Und als der Zahnarzt den Whisky trank, hat er ihn auch gesehen?
D.h. dann ja: Alkohol & Drogen/Gift -> Führt zu dem Zustand, die Geschöpfe sehen zu können (ohne Ring)?
X.XX.XX.X
Ich hab die ersten sechs Kapitel schon fast durch und ich bin mir nach wie vor nicht ganz schlüssig, ob mir das Buch nun zusagt oder nicht. Einerseits mag ich lieber Fantasy, die in einer eigenen Welt spielt und nicht in unserer, andererseits konnte ich mit Büchern von Hennen bisher nichts anfangen.
Es gibt ein paar Stellen - Zwergen und moderne Technik, die Story beim Zahnarzt, das Gebaren der Pseudo-Druiden - welche wirklich gelungen sind, aber die totale Faszination fehlt bisher. Die Idee, dass all diese Wesen aus Nebenan erst unter Alkohol- bzw. Drogeneinfluss sichtbar werden, finde ich hingegen Weltklasse. Das ist einfach genial.
Alles klar? Meine Erwähnungen der Zeltlagers und des Chianti-Opfers als bei mir heiterkeitsauslösende Passagen bedeuten nicht, dass beide zur selben Zeit stattfinden ;)
Es kam mir so vor, als hätte das eine etwas mit dem anderen zu tun. Da habe ich wohl eine Verbindung gesehen, wo keine war - bitte vielmals um Entschuldigung! :p
Und ich habe keineswegs die alternative Schreibweise des Festes bekrittelt, Silberblut. Musst nicht gleich denken, ich wolle dich kritisieren. *nein*
Manchmal bin ich etwas paranoid, vor allem im Internet, weil es bekanntlich schwerer ist, den Unterton von Geschriebenem herauszuhören! :D
Wenn sie zu den giftigsten zählen, wieso aß sie die Dinger denn dann?! X.X
Und wieso erzielt der Whisky dann die gleiche Wirkung wie dieses Gift?! X.X
Sorry, aber ich bin da gerade echt verwirrt.
Weil es von der Menge bzw. der Konzentration abhängt, ob ein Stoff als Gift wirkt oder nur berauschend oder gar heilend - aus Tollkirschen (schwarze Tollkirsche = Atropa belladonna) wird ja auch das gleichnamige (homöopathische) Medikament gewonnen! ^^
Ist es also so, dass die dann high war und sie dann den Erlkönig und den anderen (-mit Bedacht nicht seinen Namen hierhin schreib'- :p) sah?
Und als der Zahnarzt den Whisky trank, hat er ihn auch gesehen?
D.h. dann ja: Alkohol & Drogen/Gift -> Führt zu dem Zustand, die Geschöpfe sehen zu können (ohne Ring)?
X.XX.XX.X
Genau. Prinzipiell besteht auch noch die Möglichkeit, mit Pilzen seiner Wahrnehmung auf die Sprünge zu helfen, aber mehr verrate ich nicht, sonst erzielt der Gag nicht dieselbe Wirkung. Nur so viel: Mich hat ein Lachkrampf gepackt wie selten zuvor. Seid gespannt! :D
ExLibris
22.10.2009, 07:15
Die Idee, dass all diese Wesen aus Nebenan erst unter Alkohol- bzw. Drogeneinfluss sichtbar werden, finde ich hingegen Weltklasse. Das ist einfach genial.
Ich weiß noch nicht, wie ich das finde. Die Tollkirschen fand ich noch ok, aber dass sie den Zahnarzt zuerst abfüllen müssen... wozu dann überhaupt Ringe, und warum sieht man nicht ständig irgendwelche Wesen, wenn man zufällig betrunken auf dem Albertus-Magnus-Platz spazieren geht, wo gerade ein Werwolf zwei Heinzelmännder überfällt?
Vielleicht ist Neriella auch nur eine kleine, grüne Absinth-Fee. :D
Edit:
"Der Erlkönig tupfte sich mit dem Ärmel über die Stirn. Er schwitzte ein wenig. Zu transpirieren war seiner Majestät nicht angemessen! Er sollte sich besser unter Kontrolle haben!"
Da musste ich laut lachen! *grins*
Ich hab die ersten sechs Kapitel schon fast durch und ich bin mir nach wie vor nicht ganz schlüssig, ob mir das Buch nun zusagt oder nicht. Einerseits mag ich lieber Fantasy, die in einer eigenen Welt spielt und nicht in unserer, andererseits konnte ich mit Büchern von Hennen bisher nichts anfangen.
Es gibt ein paar Stellen - Zwergen und moderne Technik, die Story beim Zahnarzt, das Gebaren der Pseudo-Druiden - welche wirklich gelungen sind, aber die totale Faszination fehlt bisher. Die Idee, dass all diese Wesen aus Nebenan erst unter Alkohol- bzw. Drogeneinfluss sichtbar werden, finde ich hingegen Weltklasse. Das ist einfach genial.
Ich bin ebenfalls fast durch, 1 Kapitel fehlt mir noch. Wobei ich dachte, dass ich für die ersten sechs Kapitel nicht so lange brauchen werde.
Ich bin mir ebenfalls noch unschlüssig.
Einerseits finde ich, dass es eine willkommene Abwechslung zur Fantasy ist, wie ich sie normalerweise lese, andererseits liegen mir solche Bücher dann halt doch nicht...
Das es sehr humorvoll ist wird ja niemand hier bestreiten. Aber ob ich so ein Buch nach der Leserunde nochmal lesen werde, ist ne andere Frage.^^ Kommt natürlich jetzt auch auf den Verlauf des weiteren Buches an.
@ Silberblut: Danke für die Aufklärung, jetzt bin ich schlauer. :p
Plusquamperfekt
22.10.2009, 10:09
Hallo!
Ich bin erst auf Seite 45, möchte aber rtrotzdem schon mal sagen, was ich von dem Buch halte.
Als ich das Buch aufgeschlagen habe war ich skeptisch,denn ein Fantasybuch, das nur zur Belustigung da ist, habe ich noch nie gelesen und.
Die Dramatis Personae zu Anfang, fande ich ok, mal waren sie lustig (Luigi Bügler) mal nicht so (Knusper). Ich hoffe, dass das Gut und Böse Klischee, welches, ja hier schon angedeutet wird lustig und nicht völlig übertrieben wird.
Aber was ich in den nächsten zwei kapiteln gelernt habe ist, dass ich diese Charakterliste brauche. Onhe sie würde ich unter den ganzen Namen noch zusammenbrechen.
Ich finde die Welt an sich eigentlich in Ordnung, High Fantasy liegt mir zwar auch mehr, aber die fließenden Übergänge von "unserer" Wet und Nebenan finde ich sind ein schöne Abwechslung. Nur nicht so schön finde ich es, dass die Nebenanwelt auch Lotto spielt. Da hätte ich die Welten gerteilt.
Zu Anfang an stören mich die vielen Perspektiven erstmal, ich fände es besser, wenn das erste Kapitel, aus der Sicht einer oder maximal zwei Personen geschrieben wird.
Die Anspielungen auf unsere Welt gefallen mir sehr gut und wenn die Nebenanbewohner dann auch noch unwissende Kommentare über unsere Welt machen, finde ich das schon zum Lachen.
Fazit 1. Kapitel: Eine solide Geschichte, die zwar noch nicht mitreisst (Tun aber die Wenigsten Geschichten nach den ersten 30 Seiten), aber schon einen guten Grundstein legt, mit zuvielen Charas, die ohne Namensverzeichnis nicht auseinander zu halten wären.
Im zweiten Kapitel füllt sich langsam das Bild der Dramatis Personae und die Bedeutung (und alles drumherum) des Ui Talchiu wird erklärt.
Ich bin zwar in Mythology völlig unbewandt, doch dieses Buch weckte meine Neugier und ich hoffe, dass ich in diesem (und in Mara und die Feuerbringer) mehr über diese Wissentschaft erfahre.
Martin ist ja das perfekte Klischee. Reich, aber ungeliebt, wächst er in einem riesen Haus auf, wo ganz viele Kindermädchen sind, die aber nicht ihn sondern des Vaters Geld mögen *grins*
Ok, den Rest, poste ich dann, wenn ich mit diesem Abschnitt fertig bin.
Mfg Pqp
Hi,
In der Zwischenzeit habe ich das Buch zu Ende gelesen, daher halte ich mich mit Kommentaren zurück
@ Plusquamperfekt: Nur nicht so schön finde ich es, dass die Nebenanwelt auch Lotto spielt. Da hätte ich die Welten gerteilt.
Das habe ich so verstanden, dass die Heinzelmännchen in der realen Welt Lotto spielen. Mit dem Wahrscheinlichkeitsgenerator eine leichte Sache. Sie haben ja auch Aktien aus der wirklichen Welt. :D
Ich frage mich nur, wofür sie das Geld brauchen. Sie kaufen ja gar nichts, sondern leihen sich Dinge bei uns für alle Ewigkeit aus.
Arius
Plusquamperfekt
23.10.2009, 10:54
Hallo!
So, auch ich bin jetzt mit dem ersten Teil durch. Eigentlich finde ich das Buch bisher gut, nur Till und eigentlich die ganze Ui Talchiu, finde ich nicht so naja interesannt. Gerade die Fülle der Personen macht, dieses Buch zu etwas besonderem.
Am meisten mag ich Cagliostro und Werwolfi. Die sind wirklich ein eingespieltes Team. Und Cagliostos Bemerkungen am Rande sind einfach göttlich:
"Durch langjährige Erfahrung mit zahllosen einschläfernden Logensitzungen und solcherlei Gesprächssituationen erprobt verfiel er automatisch in beiläufiges Kopfnicken" (Seite 64 2. Abschnitt unten) *muahaha*
Ob ich den Erlkönig symphatisch finde weis ich noch nicht. Mal finde ich ihn zu ko**** (z.B.: als er Werwolfi wegschickt :D) und manchmal (z.B.: bei der Zaubervorstellung) finde ich ihn in Ordnung. Da muss ich noch gucken ;)
Vorallem die Heinzelmänner wachsen mir ans Herz (allen voran Wallerich), ihn ihnen sehe ich irgendwie meine wahre Natur *grins*
Fazit: Eine solide Story, die durch Witz und Humor überzeugt. Ich freue mich schon auf weiterlesen.
@Arius:
Ich frage mich nur, wofür sie das Geld brauchen. Sie kaufen ja gar nichts, sondern leihen sich Dinge bei uns für alle Ewigkeit aus.
Eben. Und Neriella wusste ja noch nicht mal was geld überhaupt ist. Auch das mit den Aktien ließ mich stutzen. Klar, das sollte in Gag sein, aber wenn die nicht weiter wichtig sind würde ich sie weglassen.
So, ich habe nun die ersten sechs Kapitel beendet.
Eigentlich ein ganz angenehmes Buch bisher. Das ist halt was ganz anderes, als ich normalerweise lese und durchaus gewöhnungsbedürtig, aber trotzdem ganz gut. :)
Nunja, jetzt hat Till ja ein Liebesgeständnis erhalten, und das einzige, was er denkt ist "Wenn er die Stimme recht verstand, dann war er in sich selbst verliebt und seine weiblichen Anteile flirteten gerade mit ihm" (S. 107)! (da musste ich übrigens voll grinsen! :p)
Auch finde ich Neriella ja voll süß! Und das Liebesgeständnis auch.. ich kann ihre Enttäuschung regelrecht nachempfinden. x.x
Ansonsten kommt ja nun auch ein gewissen "Frank" mit ins Spiel, von dem ich aber bis dato noch nichts allzu genaueres weiß.
Werde demnächst dann weiterlesen, das wars hierzu. :)
Mfg, Nazurka. :)
Ich habe "Nebenan" im Urlaub gelesen und mir dabei zu den einzelnen Abschnitten der Leserunde Notizen gemacht:
Nachdem ich zuvor die letzten drei Bände "Harry Potter" gelesen hatte, war der Wechsel zu "Nebenan" doch ein wenig krass...:) Die Dramatis Personae wirkte auf mich eher abschreckend. Wie sollen so viele abgefahrene Charaktere zu einer halbwegs sinnvollen Handlung zusammenfinden? Es kostet mich daher zunächst ein wenig Überwindung, den Roman in die Hand zu nehmen.
Die Geschichte beginnt als eine herrliche Satire auf Rollenspieler und alternde Studenten, in deren Verlauf auch noch weitere Bevölkerungsgruppen, von lustlosen Polizisten, Promi-Zahnärzten bis zu ihre Ideale verleugnende AKW-Ingenieure ihr Fett weg kriegen. Fast könnte man interpretieren, dass jeder Lebensweg, ob Festhalten an jugendlichen Idealen oder Anpassung ans Establishment den Menschen in mittleren Jahren zur Witzfigur werden lässt. Da ich von Hennens Rollenspielervergangenheit wusste, habe ich schnell einen autobiographischen Hintergrund vermutet und hier sowie im Nachwort bestätigt bekommen.
Für mich kurzweilige und gefällige Unterhaltung, die sich gut zum schmunzeln und zwischendurch lesen eignet.
Koboldkind
28.10.2009, 14:46
Zum Alkohl: Ich bin fest der Meinung, dass das nicht nur Whiskey war. Immerhin war das eine Mischung von Mairana!
Ist mir gar nicht so aufgefallen, aber im Nachhinein bin ich der Meinung, dass das Dramatis Personae unbedingt nötig war. Unbewusst hatte ich immer wieder zurück geblättert, wenn ein Name auftauchte.
Zu Gut oder Böse: Eher die Bezeichnung "Wütend, weil Jahrunderte eingesperrt" und "Völlig blind" (Ui Tachiu) und "Unglaublich eingebildet und machtbesessen" (Heinzel) sind mir eingefallen. Ich kann Erlkönig sowas von nachfühlen. Dagegen war Cagliostro irgendwie nur dämlich ... oder eher dämlich im Sinne eines Jack Sparrow. Ja, ich glaube es würde mich nicht wundern, wenn der auch so betrunken rennen würde :D
Die Szene mit Neriellas Liebesgeständnis und Tills Reaktion fand ich bis dahin auch noch das Merk-Würdigste. Hatte mich sehr an eine Freundin erinnert. Alles in allen bis dahin ein sehr köstliches Buch, ich habe mehrmals in der Ecke gelegen.
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