Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Unsterblichkeit - Forever Young
Na, habt ihr auch schon mal mit dem Gedanken gespielt? Was wäre wenn? Wer sagt unseren Zellen eigentlich, wie alt wir sind? Muss sich das nicht irgendwie manipulieren lassen, wo wir sonst schon (fast) alles manipulieren können? Kann doch nicht so schwer sein, oder?
Und dann? Unsterblichkeit für Reiche, Geburtenkontrolle für Arme? Oder könnte man sich die Unsterblichkeit durch besondere Leistung verdienen, eine Auszeichnung für die geistige Elite? Könnten wir davon profitieren, wenn Einstein noch leben würde, Galileo Galilei oder Goethe? Was wäre das für eine Welt, in der es kein altern mehr gäbe? Klar, die Vorstellung, mit den Erfahrungen des Alters in einem jungen Körper zu stecken hat was. Aber wie sieht es mit der Evolutionsfähigkeit aus? Ist eine Gesellschaft aus Unsterblichen zwangsläufig dem Untergang geweiht?
Und was bedeutet Unsterblichkeit überhaupt? Ewiges Leben oder nicht in Vergessenheit geraten, durch Werke, Wirken, Tun? Ich tendiere zu letzterem. Und in diesem Sinne erachte ich "Unsterblichkeit" durchaus für erstrebenswert. Ist die Vorstellung, tageintagaus seine Pflicht zu tun und irgendwann diesen Planeten zu verlassen, ohne das etwas bleibt, nicht einfach nur schrecklich? Wobei, wo sollten wir hin mit den ganzen Hinterlassenschaften von 6.680.504.508 Menschen...
Sicher ist die "körperliche" Unsterblichkeit eine faszinierende Vorstellung, auf der anderen Seite finde ich sie aber auch schrecklich - stell dir mal vor, du kannst nicht mehr anders deine Ruhe finden als durch Selbstmord *nein* Das würde ich nicht wollen... vielleicht/wahrscheinlich wird es auch am Ende meines Lebens Dinge geben, die ich noch gerne getan hätte oder denen ich nachtrauere, aber irgendwann muss es doch auch mal gut sein...^^ Jeder hat seine Zeit... und man sollte einfach versuchen, was möglichst Gutes daraus zu machen, finde ich.
Was die "seelische" Unsterblichkeit angeht, ist es ohne Frage eine tolle Vorstellung, zB Musik zu schreiben, die noch 300 oder 500 Jahre später gespielt und bewundert wird *ja* Andererseits fände ich es aber auch nicht schlimm, nichts zu hinterlassen. Vllt ein bisschen "Naja, ich hätte gerne...", aber auf keinen Fall "Ach Mann, hätte ich bloß...!" - zumindest sehe ich das heute so und werde auch möglichst versuchen, diese Einstellung zu behalten xD
Denn irgendwer erinnert sich nach meinem Tod an mich und zwar jemand, der mir nahe stand - und um ehrlich zu sein, ist das doch eigentlich viel schöner und mehr wert als Bewunderung von irgendwelchen Fremden, von denen ich wiederum nicht mal weiß, dass sie existieren.
Wenn ich es mir aussuchen könnte, ob ich - wenn überhaupt - zu meinen Lebzeiten oder viele viele Jahre danach (und mehr oder weniger lang anhaltend) berühmt werden wollte, würde ich glaube ich ersteres wählen... Unsterblichkeit schön und gut, aber was habe ich persönlich, der der Ruhm gehört, denn wirklich davon, wenn er erst nach meinem Tod eintritt? Mozart hatte zu seiner Zeit "Fans", aber kein Vergleich zu heute, wer kann schon behaupten, er hätte noch nie was von Mozart gehört? Sowas meine ich. Schön und gut, wir mögen denken "Boah, das wär toll, wenn ich auch mal so werden würde..." Aber erfahren werden wir es doch so oder so nie... und dann wäre es mir eindeutig lieber, noch etwas von meinem Erfolg erleben zu können :)
Aber das ist nur meine - ausführlich geschilderte - Meinung xD
Nüchtern betrachtet sehe ich das so. Wenn ich unendlich lange Zeit auf dem Bau malochensollte möchte ich doch lieber mit 65 endlich ruhe haben. Wer sagt den, das wenn ich unsterblich bin, das ich auch finanziel abgesichert bin? Dann würde es doch bestimmt auch reich und arm geben. Würden wir alle unsterblich sein oder nur die, die es sich erkaufen können?
Wenn ich es mir aussuchen könnte würde ich doch lieber ein kurzes aber dafür glückliches Leben haben. Und ausserdem habe ich mein Erbgut schon weitergereicht somit werde ich auch noch in meinen Kindern und Kindeskindern weiter leben. ;)
Ich stimme Nuramon zu: es sollte schon gesichert sein, dass man sozusagen zur privilegierten Schicht der Bevölkerung gehört ;)
Es wäre wunderbar, eine sehr lange Lebenszeit zu haben. Unsterblichkeit müsste es nicht gerade sein, aber doch ein wenig mehr als die 80 bis 100 Jahre, die uns zur Verfügung stehen. Tausend Jahre wäre doch ein Kompromiss.
Ich mag den Gedanken nicht, dass das Leben einmal endet. Ich habe nicht direkt Angst vor dem Sterben. Aber es entsetzt mich, dass dann nach meinem Tod vielleicht so viele interessante Dinge passieren, von denen ich nichts weiß und die ich nicht miterleben kann.
Tausend Jahre wäre doch ein Kompromiss.
OO Entschuldige meine Neugier, aber was willst du mit der ganzen Zeit anfangen...? Oo
Wie heißt es immer so schön "Man kann nicht alles haben" - dafür erlebst du eben die Dinge, die in dieser Zeitepoche passieren, anders als wieder andere Menschen, so muss man das finde ich sehen... Und wenn wir langsam wirklich so sehr auf die Vollautomatisierung zuarbeiten, wie es immer wie im Sci-Fi dargestellt wird... ich weiß ja nicht, ob ich so schrecklich scharf drauf bin, das alles mitzuerleben *nein* Ein bisschen vllt, aber gleich 1000 Jahre von dieser Rasantentwicklung, die es seit 1nem Jahrhundert gibt... *oi*
OO Entschuldige meine Neugier, aber was willst du mit der ganzen Zeit anfangen...? Oo
Entschuldigt :D
Was ich mit der Zeit anfangen will? Leben, lernen, Spaß haben, reisen... Ich glaube nicht, dass mir langweilig würde. Und durch meine immense Erfahrung könnte ich sicher auch viel Nützliches tun *engel*
Also immer her mit den tausend Jährchen. Solange, wie schon gesagt, die Rahmenbedingungen passen.
Also immer her mit den tausend Jährchen. Solange, wie schon gesagt, die Rahmenbedingungen passen.
DAS ist nämlich das Entscheidende. Ich kann das nämlich absolut nachvollziehen und ehrlich gesagt, hört sich das sehr verlockend an zehn Jahrhunderte Lebenszeit zu haben. Aber: Was, wenn ein schlimmer Unfall passiert? Man muss mit den Folgen lange leben. Oder wenn man finanziell irgendwie nicht abgesichert ist, dann muss man ja die ganze Zeit hart arbeiten *umkipp*
Aber ich behaupte mal, dass mit diesem Gedankenexperiment immer utopische Elemente mitschwingen, wie z.B. "1.000 Jahre? = Viel Zeit zum Reisen und Spaß haben." Mal davon abgesehen dass ein um ein 13-faches verlängertes Leben (grob verglichen mit unsrem, wenn die Durchschnitts-Lebensspanne bei 80 Jahren liegt), automatisch auch heißt: 13x mehr Stress, 13x mehr Arbeit, 13x mehr zur Schule gehn (da man ja auch mehr lernen kann, da mehr Zeit) etc.
Aber ehrlich gesagt würde mich diese Erfahrung schon interessieren... (vergessen wir mal den zuletzt genannten Aspekt *grins*)
So, wie sich die Welt entwickelt, möchte ich glaube nicht in 100 Jahren noch leben.
Mich ekeln ja schon gewisse Entwicklungen der Neuzeit an, wie soll das dann in 20, geschweige denn 200 Jahren sein?
Solange es noch schöne Dinge gibt, die man sehen und erleben kann, möchte ich die Zeit dazunutzen.
Aber unsterblich sein....
Irgendwann ist jeder Satz einmal gesagt worden, jeder Gedanke gedacht und ich glaube, man wird des Lebens irgendwann einmal schrecklich müde.
Der Gedanke, der mir eigentlich nur Angst macht ist der, dass die Menschen, die ich liebe, irgendwann einmal alt und sterben werden...
Ich kann gerne in 50-60 Jahren zum Donnerdrummel fahren, bis dahin gibt es noch genug zu tun...
Wie heißt es doch beim Herrn der Ringe so schön...."Unsere Rolle in dieser Geschichte ist zu Ende" und das will ich auch mal sagen können...
So, wie sich die Welt entwickelt...
Irgendwann ist jeder Satz einmal gesagt worden, jeder Gedanke gedacht
Des is ja ein Widerspruch! Denn, wenn die Welt doch im (überaus rasanten) Wandel ist, dann bietet sie doch Neues. Und vor allen Dingen auch neuen Denkstoff, wie etwa moralische Fragen etc.
Ich stell mir dann z.B. neue Regierungsformen vor, oder Klone, Maschinen, die den Menschen immer ähnlicher werden, neue Telekommunikation usw. usf.
Also langweilig, monoton oder ähnliches ist ein langes Leben denke ich mal keineswegs. Ob es gut ist, ist natürlich eine andere Frage.
Des is ja ein Widerspruch! Denn, wenn die Welt doch im (überaus rasanten) Wandel ist, dann bietet sie doch Neues. Und vor allen Dingen auch neuen Denkstoff, wie etwa moralische Fragen etc.
Ich stell mir dann z.B. neue Regierungsformen vor, oder Klone, Maschinen, die den Menschen immer ähnlicher werden, neue Telekommunikation usw. usf.
Also langweilig, monoton oder ähnliches ist ein langes Leben denke ich mal keineswegs. Ob es gut ist, ist natürlich eine andere Frage.
Nein, das ist kein Widerspruch.
Das Eine betrifft die Entwicklung der äußeren Welt, das Eine meine Persönliche.
Ich glaube, dass man als Mensch nach langer Zeit an einen Punkt kommt, wo man sich persönlich nicht mehr entfalten kann und wohl auch nicht mehr will, weil man an die Grenzen dessen stößt, was draußen in ungeheurer Geschwindigkeit geschieht und das nichts mehr mit der Welt zu tun hat, wie man sie selbst kennt. Das sieht man in jedem Altersheim, wo auch die Menschen, die körperlich wie geistig fit sind irgendwann sagen: "Es reicht, ich will nicht mehr."
Wie müssen sich die Menschen vor über 100 Jahren gefühlt haben, als sie die ersten Auto sahen.
Ich stoße ja schon teilweise an Grenzen wo ich denke, "das soll die Zukunft sein?" Verblödung der Gesellschaft und Massenkonsum und die Zerstörung von natur, Werten und Kultur, das sehe ich. Und das Ende davon will ich nicht mehr mitbekommen.
Denn irgendwer erinnert sich nach meinem Tod an mich und zwar jemand, der mir nahe stand
ich hoffe, dass du dich irgendwann noch an mich erinnerst *winke*
Unsterblichkeit schön und gut, aber was habe ich persönlich, der der Ruhm gehört, denn wirklich davon, wenn er erst nach meinem Tod eintritt?An diese armen "Unsterblichen" habe ich auch gedacht. Mich macht die Vorstellung immer ein wenig traurig. Wenn ich solche Geschichten höre, denke ich immer, hätte er/sie das doch bloß noch miterlebt.:(
Sehr schön neulich in Doctor Who dargestellt, als Charles Dickens ganz sentimental fragte: "Wird sich in ihrer Zeit denn noch jemand an mich erinnern können?"
Ollowain
21.02.2008, 18:24
Ich bin dafür, dass die Lebensspanne beim alten bleibt. Sicherlich wäre es reizend nicht nur dreißig, vierzig Jahre in der Blüte seines Lebens zu verbringen. "Mehr" aus dem Leben machen. Expeditionen durch das Sonnensystem und unverändert zurückkehren. Sich ausgiebig mit den Interessen beschäftigen und sie meistern. Es hat schon seine Reize :rolleyes:
Aber andererseits ist man hinterher genauso lange alt, bzw. vorher proportional länger jung - denn es wird sicher nicht funktionieren, als Erwachsener geboren zu werden.
Ich persönlich glaube nicht, dass man von einige Berühmtheiten immer noch so eine gute Meinung hätte, wenn man eben nicht nur beinahe ausschließlich ihre Taten kennen würde.
Würde Alexander d. G. nicht für eine Schlagzeile nach der anderen sorgen? Würden wir Mozart so lieben wie wir es tun, wenn wir alle seine Persönlichkeitszüge kenne würden? Hätten neue Talente und Größen dann überhaupt eine Chance?
Und die eigene Person: Ein Leben in ewiger Unbekanntheit? Was nützt es einem da schon groß unsterblich zu sein, wenn sich die Rahmenbedingungen letzlich doch nicht verändern?
Für mich persönlich wäre Unsterblichkeit ein Fluch. Vor allem, wenn sie nur käuflich wäre. Dann würden die Reichen ewig wie Sterne am Himmel der Gesellschaft schweben, während die, die sich die "Transform" nicht leisten können ganz normal leben und sterben. Wollen Eltern erleben müssten, wie sie ihre Enkel und Urenkel überleben? Ich denke nicht. Von daher sollte man die Natur belassen, wie sie ist - bisher hatte es ja kaum Gutes gebracht, wenn in zu großem Maß in die Natur eingegriffen wurde.
Grey Wolf
21.02.2008, 20:30
Freilich hab ich schon des öfteren mit den Gedanken gespielt, hauptsächlich, weil der Tod das unbekannte große Etwas ist, vor dem die Meisten sich fürchten.
Allerdings find ich das Schlimmste an der Unsterblichkeit ist immernoch, dass nichts ewig ist. Katastrophen wird man erleben, Kriege, Revolutionen und das Schlimmste sind dann die Freunde, Verwandten und Bekannten, die man alle überlebt. Und würde die Unsterblichkeit für alle eingeführt, dann könnte man in einigen hundert Jahren seine ehemaligen Freunde aufzählen und müsste dabei an deren gewaltsamen Tod denken (Unfall, Mord, Selbstmord, etc.). Denn es gibt immer welche, denen nichts passiert, und diese Leute sehen dann ihre Freunde sterben, denn die körperliche Unsterblichkeit bietet keinen Schutz vor Tödlichen Unglücksfällen.
Auch wäre es traurig, wenn man dann später mal sagen muss: "Vor 500 Jahren hatte ich einen guten Freund... wie hieß er denn gleich nochmal...?"
Ich würd mich da nicht bei wohl fühlen, aber so käme es. In einer Zeitspanne von, sagen wir, 1000 Jahren bekommt man es mit so vielen Leuten zu tun, dass das Hirn einige Daten raus schmeißen muss, um neue auf zu nehmen.
Ih bin auch der Meinung, dass das Hirn nicht unbegrenzt informationen sammeln kann. Merkt man doch schon jetzt innerhalb von ein paar Jahren. Wenn man eine Sprache lernt und diese einige Jahre nicht anwendet, ist praktisch alles davon vergessen, da es nicht gebraucht wurde. So zu sagen eine Datenträgerbereinigung.
Deshalb wird man in Tausend Jahren nicht unbedingt mit Erfahrung trumpfen können, da ein Großteil vergessen ist.
Auch die Kluft zwischen Jung und Alt ist mir da nicht geheuer. Es wird ja heute schon massiv geredet, wenn ein Pärchen einen Altersunterschied von 30 Jahren aufweißt. Wie wird es dann er mit nen Unterschied von 500 Jahren?
Aber allem Negativen zum Trotz, es hat schon seine Reize
Rotkätzchen
21.02.2008, 21:32
Ich halte es da ganz mit der Philosophie Loriens (B5):
Die altersbedingte Sterblichkeit ist vielleicht unser größtes Geschenk, denn sie bringt uns dazu, aus unserer begrenzten Zeit etwas zu machen. Nichts ist unendlich - auch die Liebe nicht, auch wenn das ein schöner, romantischer Gedanke ist. Aber Liebe kann 50, 60, 70 Jahre und länger anhalten, und da unser Leben dann irgendwann endet, bleibt uns die Illusion der niemals endenden Liebe. Und das ist das größte Geschenk, das uns das Universum zugedacht hat.
SemSimkin
03.03.2008, 19:43
@Rotkätzchen: Naja, ich glaube durchaus an die ewige Liebe ... zumindest wenn man Liebe nicht mit Verschossenheit + Hormonschub gleichsetzt.
@Elyvrion: Was genau ekelt dich denn so an ? Wenn man mal ganz spontan die Lebensqualität eines 0815-Bürgers (in GER jetzt mal) hernimmt, so hatten diese vor 500 Jahren vielleicht gerade einmal Kaiser und Könige. Selbst bei Herzögen ist es schon in eine ungeheizte Burg abgedriftet.
Aber natürlich gibt es auch unschöne Entwicklungen. Aber die Menschheit wird sich immer irgendwie weiterentwickeln und sich nicht im Kreis drehen. Dabei mag es immer wieder dunkle Abschnitte geben, wie im Leben eines Menschen auch, doch am Ende steht mindestens ein neuer Anfang und im optimalen Fall eine Verbesserung.
Entsprechend würde es mich schon sehr reizen, unsterblich zu sein. Man könnte ja in unendlich viele Rollen schlüpfen und müsste sich in seiner aktuellen nicht so ernst nehmen ;) . Ich bin mir desweiteren sicher, dass in 1 oder 2 Generationen entweder das oder eine enorme Lebensverlängerung möglich wird. Leider wohl nur für Bill Gates und CO. Das wird wiederum zu sozialen Spannungen, gegen die die Kulturrevolution in China ein Dreck sein wird, führen ... und demnach zu einem der o.g. dunklen Abschnitte.
Rotkätzchen
03.03.2008, 20:57
@Rotkätzchen: Naja, ich glaube durchaus an die ewige Liebe ... zumindest wenn man Liebe nicht mit Verschossenheit + Hormonschub gleichsetzt.
Ein schöner Glaube. Da unser Leben jedoch endlich ist, wird niemals je ein menschliches Wesen den Beweis erbringen können, dass Liebe wirklich und wahrhaftig ewig währen kann. Durch unsere Sterblichkeit kann uns diese Illusion jedoch erhalten bleiben.
Mad Bull
15.03.2008, 15:27
Ein Physiker soll einmal gesagt haben,
das sein tatsächliches Alter 15 mililiarden Jahre alt sein soll.
Wenn er also recht behält, gibt es keinen Tod.
Und so gesehen, ist man unsterblich.
das halte ich aber doch für dummen humbug, den jemand in die welt gesetzt hat, um beoachtung zu erlangen.
ich glaube wie die hinduisten an die unsterblichkeit der seele. vllt gibt es ja irgendwo einen teil der welt, wo die seelen aufbewahrt werden und es ist wie ein zweites leben...aber wer weiß das. wir jedenfalls werden es wohl nie wissen.
Ein Physiker soll einmal gesagt haben,
das sein tatsächliches Alter 15 mililiarden Jahre alt sein soll.
das halte ich aber doch für dummen humbug, den jemand in die welt gesetzt hat, um beoachtung zu erlangen.
Physiker erzählen niemals Humbug, schon garkeinen dummen, man muss die Aussage nur richtig zu deuten wissen;) :
Das Universum ist vor ungefähr 15 Milliarden Jahren entstanden, also auch die Materie, aus der es besteht (obwohl man meistens eher Werte zwischen 13 und 14 Milliarden Jahren liest). Die Atome, aus denen jeder einzelne von uns besteht, sind also schon uralt. Wenn wir sterben, kann es sein, dass wir vermodern, eine Pflanze uns "recycled", diese Pflanze von einer schwangeren Frau gegessen wird und somit ein(ige) Atom(e) von uns nun zu einem neuen Lebewesen gehören, der Stoff, aus dem wir also gemacht sind, hört niemals (?) auf zu existieren, lediglich das, was er zu einem bestimmten Zeitpunkt "formt" (im Prinzip wie Legosteine). Das ist mit der Aussage des Physikers gemeint. Nebenbei, es wäre schön zu erfahren, welcher Physiker das war.
Mit Unsterblichkeit hat das natürlich wenig zu tun, da unser Bewusstsein ja wenig mit der Materie, aus der wir bestehen, zu tun hat...
danke für die belehrung.
von der seite hatte ich das tatsächlich noch nicht betrachtet.
aber wären wir dann nicht sogar noch viel älter?
ich meine, man hat doch entdeckt, dass die erde bei einer explosion entstanden ist. aber eine explosion solchen ausmaßes passiert nicht einfach. also müsste doch da schon früher etwas gewesen sein. Genau genommen müssten wir abermilliarden von Jahren schon leben. erklären kann man sich so etwas wahrscheinlich nicht, auch wenn alles einen ursprung hat.
von daher bleibe ich bei meiner meinung, dass das leben nach dem tod zuende ist.
nazgul666-rr
17.03.2008, 14:30
ich meine, man hat doch entdeckt, dass die erde bei einer explosion entstanden ist. aber eine explosion solchen ausmaßes passiert nicht einfach.
nun eine Explosion dieses Ausmaßes ist schon möglich - das war ein expodierender Stern (auch unsere Sonne ist einer) die am Ende ihrer Lebenszeit war
das ganze soll wohl eine Supernova gewesen sein (gehen die Wissenschaftler jedenfalls von aus (-> Alpha Centauri, Google/Wiki:Entstehungsgeschichte des Sonnensystems)
Ein Stern ist ein Fusionsreakter, der aus der Fusion von Wasserstoff zu Helium Energie freigibt
wenn ein Stern seinen Kernbrennstoff verbraucht hat explodiert dieser und wird im schlimmsten Fall zu einem schwarzen Loch (Stern), das alle Materie in seinem Umfeld aufsaugt
andere Endformen von solchen Sternexplosionen sind roter Riese, weißer Zwerg, Neutronenstern, ...
ExLibris
17.03.2008, 15:51
Ich glaube für mich wäre es ein Albtraum! Ich erinnere mich dabei an Filme wie der 200-Jahre Mann, oder A.I.. Die ganze Zeit hatte ich den panischen Gedanken: ja aber es hat nie ein Ende! Der Junge sitzt noch immer am Meeresgrund und starrt die Frau an. Das hat mich irgendwie an die griechischen Mythen erinnert.
Abgesehen davon, wenn Materie nicht vergänglich wäre, und Zellen nicht altern/verfallen würden, wäre unserer Planet in Kürze überflutet mit Fauna, Flora, und Menschen. Wo soll das alles hin? :p Oder gäbe es dann auch keine neuen Geburten mehr?
Und was mache ich in 1000 Jahren, was ich nicht auch in einem Leben machen könnte? Es wäre mir schnell langweilig. Gerade weil alles ein Ende hat, wird es doch erst kostbar.
Außerdem entwickelt sich alles um uns rum mit so rasender Geschwindigkeit, bei der man kaum mithalten kann. Ich selber hab den Sprung mit PC, Internet, Elektronik geschafft, aber besonders älter Menschen leben doch in einer Welt, die sie garnicht mehr richtig verstehen können! (ich denke da an meine Großmutter :), manchmal schrullig, aber sicher nicht leicht für sie.) Ich würde das für mich nicht wollen.
nazgul666-rr
17.03.2008, 17:05
nun unendlich leben würd ich auch nicht wollen - wohl aber ein paar Jahre länger - so vll mit 500 Jahren erst sterben
Star Trek greift diese Problematik mit den Q auch auf - die haben alles erforscht, wissen alles, können alles - das Leben für die ist nicht wirklich mehr Sinnvoll
In einer Voyager-Folge wird den Menschen bzw den Gerichtsmitgliedern gestattet Einblicke in das Q-Kontinuum zu werfen und es wird in einen den Menschen verständliche Form gezeigt - eine verlassene Straße mit einem Hau, bei dem die Bewohner im Garten auf Schaukelstühlen und lesen dieselbe (wohl letzte) Zeitung - der Druck wurde eingestellt nachdem es nichts mehr zu Berichten gab
ein Grund vll, warum der Q (John De Lacie (glaub ich)) gerne mit den Menschen/Föderation spielt und sie gerne vor Gericht zieht (TNG) oder auch mal zum Spaß auf der Voyager vorbeischaut
Na wer will schon auf ner Magielosen welt unsterblich sein.. na gut vllt alle ausser mir >_< aber egal... lieber woanders neuanfangen ... *mit dem wissen von vorher versteht sich hrhr* hehe
Im Moment würde es mir schon gefallen, unsterblich zu sein. Ich habe in meinem Leben noch sooooo viel vor. Das schaff ich gar nicht alles....
Doch was, wenn ich unsterblich wäre, das alles schon getan hätte, an jedem Eckchen der Erde bereits war und alle, die mir je etwas bedeutet haben, schon lange tot sind?
Dann würde ich auch nicht mehr leben wollen *nein*´
Aber vielleicht sind unsere Seelen ja wirklich unsterblich und werden wieder geboren, wie das in manchen Religionen geglaubt wird. Das würde ich mir schon eher gefallen lassen (allerdings nur, wenn ich wieder ein Mensch würde ;))
Aber vielleicht sind unsere Seelen ja wirklich unsterblich und werden wieder geboren, wie das in manchen Religionen geglaubt wird. Das würde ich mir schon eher gefallen lassen (allerdings nur, wenn ich wieder ein Mensch würde ;))
Steht alles auch in dem Buch das ich grad lese ;) ist noch interessant =) wirklich ALLE Religionen hatten diesen Urglauben an die Wiedergeburt... auch das Christentum... welches diesen später aber verleugnete und dem Pöpel andere Lügen auftischte =)
John Doe
25.03.2008, 21:42
wirklich ALLE Religionen hatten diesen Urglauben an die Wiedergeburt... auch das Christentum... welches diesen später aber verleugnete und dem Pöpel andere Lügen auftischte =)
Wie kommst du denn darauf? Die monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam sind sich sehr ähnlich, zumindest wenn man sie mit den fernöstlichen Religionen vergleicht. Auch wenn die Anhänger sonst vielleicht nicht miteinander klarkommen..
naja so stehts im buch... muss nich wahr sein.. aber laut dem was da steht kam dieser glaube so ziemlich in allen religionen vor... und es besagt es war ja nur ein teil des glaubens... oder man findet in allen schriften diesen glauben wieder... *mph*
_zuchtmopsNRW_
27.03.2008, 09:00
mal meine meinung dazu
1. wenn jeder mensch unsterblich wäre hätten wir ein riesen problem mit der bevölkerung
2. wenn nur bestimmt personen "unsterblich" werden könnte das protest der restlichen bevölkerung geben
das alter ist eine art der natur altes unfähiges wegzuschmeißen
außerdem müssten wir unseren körper völlig umkrempeln um das ziel zu erreichen
und ich könnte mir vorstellen, dass nicht jeder ein Borg (STAR TREK) sein möchte oder
DisAster
31.03.2008, 14:57
Ich möchte weder Wiedergeburt, noch ein ewiges Leben. Das wäre mir alles zuwider. Ein längeres Leben will ich auch nicht. Ich habe bisher schon lange lange Jahre hinter mir und die 70 Jahre, die ich wohl noch leben werde, sind auch schon viel. Ich bin glücklich, dass man stirbt. Jenseits oder Wiedergeburt lehne ich ab, bzw. möchte nicht daran glauben.
Ausserdem,... stelllt euch vor, ein Wissenschaftler hätte das bereits erfunden. Er hätte bestimmt dieselben Gedanken gehabt, wie hier schon gesagt. Würde er seine Entdeckung dann noch der Öffentlichkeit präsentieren? Nicht auszumalen in was für einer Gesellschaft wir dann leben würden.
Ich bin glücklich, dass ich eines Tages sterben werde. Es gehört zum Leben dazu und das ist auch gut so.
Aber mal eine Frage zum Christentum, glaubt man dort denn nicht an das Jenseits, das "ewige Leben"? ... Es findet zwar nicht "hier" statt,. aber dennoch ist es ja ein ewiges Leben. Ich wünsche mir sehnlichts, dass es das nicht gibt, es wäre schrecklich nach dem Tod einfach nur irgendwo zu existieren ohne wirklich leben zu können. *nein*
hmm oh ja ich bin auch schon viel zu lange hier *hust.. 22 ist.. hust*
jo wenn das alle könnten.. eweig leben.. dann hätten wir in nem jahrzehnt ken platz mehr hier :D
hmm ein ewiges leben im jenseits.. ich denke das is unsinn... dann eher die wiedergeburt, denn stell dir vor, Menschen gibts schon paar tausend jahre... wenn jetzt da im Jenseits sich alle rumtummeln die seit jeher gestorben sind... na dann prost *mph*
DisAster
31.03.2008, 19:24
hmm ein ewiges leben im jenseits.. ich denke das is unsinn... dann eher die wiedergeburt, denn stell dir vor, Menschen gibts schon paar tausend jahre... wenn jetzt da im Jenseits sich alle rumtummeln die seit jeher gestorben sind... na dann prost *mph*
Aber Wiedergeburt ist doch auch unlogisch. Die Bevölkerung steigt an, werden mehr "Seelen" entstehen? Und wenn die Bevölkerung wieder sinkt, muss man dann länger warten bis man wiedergeboren wird?
Seelen wären eine unnütze "Erfindung". Man braucht sie nicht, der Körper funktioniert ja auch so. Meine Meinung.
nun es wird so erklärt, dass nid alle wiedergeboren werden =) ein Teil bleibt al "Geist" auf erden und findet den Weg nid in die Oberen Ebenen. andere finden den weg zwar rauf aber nid mehr runter ^^ ... und naja.. viele, von Lüsten und Begierden getrieben, werden Verfallen in Angst und Dunkelheit...und... hmm naja irgendwie so wirds zum teil beschieben ^^ X.X
und wenn die seelen da oben nid ausreichen werden neue erschaffen... und wenn man brav ist gehts halt weiter :D hehe
DisAster
04.04.2008, 21:17
nun es wird so erklärt, dass nid alle wiedergeboren werden =) ein Teil bleibt al "Geist" auf erden und findet den Weg nid in die Oberen Ebenen. andere finden den weg zwar rauf aber nid mehr runter ^^ ... und naja.. viele, von Lüsten und Begierden getrieben, werden Verfallen in Angst und Dunkelheit...und... hmm naja irgendwie so wirds zum teil beschieben ^^ X.X
und wenn die seelen da oben nid ausreichen werden neue erschaffen... und wenn man brav ist gehts halt weiter :D hehe
Also bleiben diejenigen ungeboren, die sozusagen sehr viele Sünden begangen haben? Und wenn ich brav war, aber nicht wiedergeboren werden will, was dann?
Und überhaupt, nach welcher Philosophie/Religion ist das so? Bloß aus Interesse.
Hmmm ob man auswählen kann.. keine Ahnung wär aber eigentlich noch schön =)
nun in gewissen Esoterischen Büchern ist es so beschrieben... es is wohl eher ein Glaube und keine Religion! Wobei wie schon gesagt viele Religionen diesen Glauben haben oder hatten!
DisAster
05.04.2008, 15:35
nun in gewissen Esoterischen Büchern ist es so beschrieben... es is wohl eher ein Glaube und keine Religion! Wobei wie schon gesagt viele Religionen diesen Glauben haben oder hatten!
Ist eine Religion nicht ein Glaube? Aus welchen Esoterikbüchern hast du das denn? Und haben nicht alle Religionen einen ein wenig von einander abweichenden Glauben, auch in Bezug auf die Wiedergeburt?
Entschuldige die vielen Fragen, aber ich würde das einfach nur gerne wissen.
hmm also so kenne ich das nicht.
im hinduistischen glauben heißt es, dass man, wenn man sünden begangen hat, als räudiger hund oder ratte wiedergeboren wird. dort gilt natürlich auch das kastenwesen, soll heißen, leute die auf der straße leben wird nicht geholfen. angeblich soll das eine strafe der götter sein im bezug auf ihr früheres leben.
also in indien bloß keine sünden begehen;)
aber mal im ernst: das ganze halte ich für völligen unsinn. die leute können doch nichts dafür, dass sie nicht so reich sind wie andere. das ganze halte ich für völlig hirnrissig. da wird den armen nich geholfen sondern man schlägt sie und versucht, sie zu vertreiben. tolle gesellschaft. *mph*
Was soll ich machen, wenn ich ewig lebe? Arbeiten für immer? -Nein, danke^^
Leben ist Leiden. Und irgendwann will ich auch Ruhe davon. Ein ewiges Leben kann ich mir nicht als erfüllend vorstellen.
Außerdem empfinde ich ein ewiges Leben als unfair, unfair gegenüber allen Ungeborenen, denen das Leben verwehrt würde, da es keinen Platz für sie gäbe.
Wäre in einem ewigen Leben denn noch ein Reiz? Wolltest du ewig dasselbe erleben wollen? Über tausende von Jahren? Nicht wirklich.
Keine neuen Menschen mehr oder die totale Überfüllung unseres Planeten ist nicht erstrebenswert, meine ich. Die Erde ist heute schon überlastet und das ist äußerst tragisch...
Wie wollte man entscheiden, wer ewig leben dürfte und wer nicht? Kann jemand eine solche Entscheidung fällen? Und wenn alle ewig leben könnten, was geschähe mit Neugeborenen? Die wären wohl unerwünscht, oder?
Welches Paar dürfte sich einen Kinderwunsch leisten, welches könnte sich noch "EWIGE" Liebe schwören?
Wenn wir Gott besiegen, was ist dann der Sinn des Lebens?
Niemals meine Ruhe finden...Nein, nein, das wäre nichts für mich...
Ollowain
19.04.2008, 21:22
Vielleicht gibt es in einem Paralleluniversum wirklich Unsterbliche :rolleyes: Aber ich nehme an, dass es immer noch genug Menschen gäbe, die durch Unfälle, Krankheiten, etc stürben. Und wenn jedes Paar nur ein Kind haben dürfte, wäre das doch kein allzu großes Problem.
Und zu den Kindern: Ich glaube eher, dass die einen besonderen Status hätten. Sowas würde man dann ja sehr selten sehen.
Aber andererseits, was wäre, wenn dein Geliebter/deine Geliebte nach Jahrhunderten an einer Krankheit oder soetwas verstirbt? Das wäre doch noch viel schlimmer, als es soweiso schon ist.
Aber das größte Problem wäre wohl wirklich, was man mit all der Zeit anfängt.
Unsterblichkeit ist zuerst ein Segen, dann ein Fluch, so sehe ich das.
Zuerst freut man sich, dass man unsterblich ist. Man kann machen was man will, weil dass was man nicht schafft, ja immer noch irgendwann machen kann.
Aber ich denke nach spätestens zweihundert Jahren wird's ziemlich langweilig. Man war schon überall, hat jeden Job schon mal gemacht, und der Körper scheint sich auch nicht mehr zu verändern. Schlimm, wenn man dann schon im Körper eines Greises steckt und dass bis in alle Ewigkeit.
Ich denke, dann würde ich langsam verrückt werden, mich versuchen umzubringen, wäre schlimm, wenns so weit kommt, aber das wäre dann schlichtweg Verzweiflung.
Man war schon überall, hat jeden Job schon mal gemacht, und der Körper scheint sich auch nicht mehr zu verändern. Schlimm, wenn man dann schon im Körper eines Greises steckt und dass bis in alle Ewigkeit.
Nein, das eben glaube ich nicht. Die Welt verändert sich, und bis man diese umrundet und jedes Land besucht hat, hat sich in den zuerst besuchten Ländern wieder eine Menge verändert... Und allein all die Bücher und Filme, die jedes Jahr erscheinen. All die Kurse und Studien, die mich interessieren würden. Da reicht ein Leben nicht aus, wohl nicht mal hundert.
Außerdem reden wir von Forever Young - also ewiger Jugend - von daher ist nix mit Greisenkörper.
Ich bleibe dabei: ich will ewig jung sein und ewig leben :D wer altern und sterben will: okay, euer Wille geschehe. Und meiner bitte auch :D
Ist eine Religion nicht ein Glaube? Aus welchen Esoterikbüchern hast du das denn? Und haben nicht alle Religionen einen ein wenig von einander abweichenden Glauben, auch in Bezug auf die Wiedergeburt?
Entschuldige die vielen Fragen, aber ich würde das einfach nur gerne wissen.
@Bücher.. immo les ich "Praxis der Weissen und Schwarzen Magie"
Da steht halt auch einiges theoretisches drinne... aber naja so ganz mein ding ises au ned ^^
und ... so viel versteh ich auch noch ned davon =) du musst dir schon dein eigenes bild davon machen und was du schlussendlich glauben willst ist dir überlassen.! Jede Religion, jeder "Glaube" hat wohl seine eigenen Theorien... welche wohl auch immer ein wenig variiren... Die Tibeter zum Beispiel haben einen sehr starken glauben daran! Das Totenbuch der Tibeter beschreibt einem wies geht und sogar danach gibt es noch anweisungen also nach dem man schon Tot ist ^^ hat auch n kleinen Ausschnitt in meinem Buch...
Im neuen PM ist n schöner Bericht drinn mit Experimenten und so... NTE´s etc..
Aber eben.. jeder muss selber wissen was er denkt! Es sind halt solche Lehren die diesen Glauben vermitteln! aber ob das dann wahr ist sie mal dahin gestellt...
Nein, das eben glaube ich nicht. Die Welt verändert sich, und bis man diese umrundet und jedes Land besucht hat, hat sich in den zuerst besuchten Ländern wieder eine Menge verändert... Und allein all die Bücher und Filme, die jedes Jahr erscheinen. All die Kurse und Studien, die mich interessieren würden. Da reicht ein Leben nicht aus, wohl nicht mal hundert.
Außerdem reden wir von Forever Young - also ewiger Jugend - von daher ist nix mit Greisenkörper.
Ich bleibe dabei: ich will ewig jung sein und ewig leben :D wer altern und sterben will: okay, euer Wille geschehe. Und meiner bitte auch :D
Ok, da gebe ich dir Recht. Aber dann würde immer noch das Problem bleiben, dass die ganzen Leute die man kennt, altern und sterben würden. Ich fände das schrecklich, wenn jeder, für den ich ein Freund bin, tatenlos zusehen muss, wie sie altern und schließlich sterben. Und ich kann absolut nichts dagegen machen. Das ist dann auf jeden Fall ein Fluch der Unsterblichkeit.
Hab noch ein bischen nachgedacht und bin darauf gekommen:
Gibt es dann noch ne lebenslängliche Haftstrafe? Ich weiß, Lebenslänglich ist heute auch nicht Lebenslänglich, eher 10, 15 Jahre oder so, aber was wäre das dann?
Würden die Knaststrafen überhaupt länger werden?
Oder würde überall die Todesstrafe wiedereingeführt?
Stellt euch doch mal vor: Es ist gewiss (also wenn man "unsterblich" ist), dass man ermordet wird, an einer Krankheit stirbt, einer Naturgewalt zum Opfer fällt, vehungert/verdurstet, einen Unfall nicht übersteht oder sich eben selbst umbringt... :( Oder man erlebt das Ende der Welt. Das stell ich mir nicht grade prickelnd vor...
Da sterb ich lieber alt aber in Ruhe.
Ich bin klar gegen Unsterblichkeit, gegen ein längeres, gesundes Leben so um die hundert Jahre hätte ich nichts.
An dieser Stelle mache ich Werbung für einen Roman von Simone de Beauvoir, der mich fasziniert hat. Die Autorin beschreibt sehr schön und spannend die Probleme eines ewigen Lebens. Aber auch Madame de Bauvoir konnte mich nicht bekehren:
Mit Fosca, dem ungewöhnlichen Helden des Romans, dem auf geheimnisvolle Weise Unsterblichkeit verliehen ist, erleben wir sechs Jahrhunderte europäischer Geschichte in blutvollen Gestalten und abenteuerlichen Ereignissen. Foscas wechselvolle Schicksale lassen in ihm die tragische Erkenntnis reifen, daß die Sehnsüchte der Menschen ewig erfüllbar und ihre Hoffnung immer vergeblich sind.
..~'Eleroa'~..
17.05.2008, 17:29
*mich auch mal meld*
Zuerst etwas zum körperlichen Altern:
Hab mal gehört, das dass was mit der Erdanziehungskraft zu tun hat. So wird unsere Haut schlaf, sie wird so zu sagen angezogen und die Organe werden immer schwächer.
Überleg mir schon seit längerem auf den Mond zu ziehen. Da gibts ja keine Anziehungskraft *grins*...
-> Ein unendliches Leben wär ja schon verlockend. Aber eigentlich ist der Tod ja das 'Ziel' - jetzt etwas überspitzt dargestellt! Aber wiso sollte man sich anstrengen und auf etwas hin arbeiten, wenn man ja so oder so unendlich lange Zeit hat?
@Rayk: Das mit dem Lebenslänglich ist ne gute Frage! Allerdings ist diese Strafe ja zeitlich begrenz und dauert nicht unbedingt bis zum Tode. Sind, so weit ich mich erinnern kann, 15 Jahre.
[COLOR="DarkOliveGreen"]Überleg mir schon seit längerem auf den Mond zu ziehen. Da gibts ja keine Anziehungskraft *grins*...
Chrm chrm... *räusper*
[Klugscheißermodus ON]
Der Mond hat Anziehungskraft. Jeder Körper hat Anziehungskraft! (Selbst die allerkleinsten Staubkörner...)
Die Anziehungskraft des Mondes ist einfach geringer als die Schwerkraft der Erde. (Hat was mit der Dichte zu tun.)
[Klugscheißermodus OFF]
Ich würde nicht ewig leben wollen! So erschreckend es auch sein mag - der Tod gehört nun einmal zum Leben. Und wenn ich die einzige oder eine von wenigen Unsterblichen wäre, könnte ich es nicht ertragen, alle um mich herum sterben zu sehen.
..~'Eleroa'~..
17.05.2008, 17:42
Der Mond hat Anziehungskraft. Jeder Körper hat Anziehungskraft! (Selbst die allerkleinsten Staubkörner...)
Okey... wieder was dazu gelernt!
Auf jeden Fall 'würde' man auf dem Mond
nicht so schnell altern *mich korigier* ..
SargAsmus
17.05.2008, 18:21
um über unsterblichkeit zu reden, sollte man zunächst erst einmal "sterben" definieren. ist damit nur das ende der irdischen existenz oder das ende jeglicher existenz gemeint?
unsterblichkeit muss also nicht immer das ziel sein, je nachdem, ob man die irdische existenz als übergang, segen oder gar strafe sieht. für mich zB bedeuten gerade zustände wie weisheit oder erleuchtung einen gewissen grad der loslöung von irdischer existenz. unsterblichkeit im sinne einer ewigen irdischen existenz wäre in meinen augen also eher stillstand in der entwicklung. und für christen zB ist das irdische leben auch nicht unbedingt das letzte ziel ihrer existenz, denn sie warten ja darauf, dem schöpfer gegenüberzutreten. aber kann man eine solche "postmortale existenz" als leben bezeichnen?
meine schlüsse aus den og ausführungen sind: unsterblichkeit als ewige irdische existenz ist für mich nicht erstrebenswert. außerdem bedeutet unsterblichkeit nicht freiheit von gebrechen! und wer möchte schon ewig an chronischen schmerzen leiden?
..~'Eleroa'~..
17.05.2008, 18:31
Sargasmus: außerdem bedeutet unsterblichkeit nicht freiheit von gebrechen! und wer möchte schon ewig an chronischen schmerzen leiden?
Da der Thread 'Unsterblichkeit - Forever Young' heisst, denke ich mir das damit auch für immer schön und fit gemeint ist. Also wohl so was wie Regenerierung bei Verletzungen und so..
Sry, wenn ich das falsch intepretiert hab.
SargAsmus
17.05.2008, 20:53
Eleroa:
Da der Thread 'Unsterblichkeit - Forever Young' heisst, denke ich mir das damit auch für immer schön und fit gemeint ist. Also wohl so was wie Regenerierung bei Verletzungen und so.. [/COLOR]
ja ja, das verstehe ich schon. aber ohne zu deprimierend sein zu wollen muss ich doch feststellen: jugend und gesundheit sind keine synonyme!
..~'Eleroa'~..
17.05.2008, 21:12
jugend und gesundheit sind keine synonyme!
Dies ist mir bereits zu Ohren gekommen ;) ...
Ich meine nur das dies wahrscheinlich im Sinn des Thread-Verfassers war. Jung im Sinn von schön und gesund. Mir ist schon klar das dies keine zwingenden Komponenten sind! Aber ich versteh schon was du meinst.:D
winfried küpper
08.07.2008, 14:29
ich bin heute zum ersten mal im forum .zum thema wenn man sich vorstellt heute käm einer zu mir und würde fragen ob ich nicht mehr altern möchte? ich glaube nicht das irgend jemand sagen würde nein !ich könnte mir schon vorstellen ein paar jahrhunderte zu leben .alles andere wie tausende von jahren ist eigentlich unmöglich denn man würde irgend wann bei einem unglück umkommen.
Auf den ersten Blick scheint Unsterblichkeit was ganz tolles zu sein, denn es bringt einige Vorteile mit sich, wie z.B. mehr Zeit für was auch immer. Jeder einzelne hat Interessen, Wünsche, Träume. Mit einem längeren Leben könnte er viel mehr davon verwirklichen, sich Zeit dabei lassen, alles gewissenhaft planen und genauso gestalten, wie er es gerne haben möchte.
Auf der anderen Seite, bedeutet ein längeres Leben, auch eine größere Anzahl von Tiefschlägen, Niederlagen, Schicksalsmomenten.
Stellt euch mal folgendes vor: Ihr seit 200 Jahre mit der Frau oder dem Mann eures Lebens verheiratet/zusammen und dann stirbt dieser (Wie dieser Tot aussieht, ist dann wieder ein anderes Thema). Und dann? Wie soll es dann weitergehen. Es fällt ja heute vielen älteren Menschen schon so unglaublich schwer, den Tod des Ehemanns oder der Ehefrau zu verkraften und viele folgen ihrem Partner nach wenigen Monaten ins Grab.
Ich denke, dass solche Schicksalsschläge dann noch viel mehr wehtun. Spätestens auch dann, wenn vielleicht die ersten Kinder/Enkel/Urenkel oder Ururenkel sterben.
Es bleibt natürlich die Frage zu beantworten, woran sie sterben, wenn doch alle Menschen "unsterblich" sind. Ich sage jetzt einfach mal "langes/längeres Leben" anstatt "Unsterblichkeit".
Unsterblichkeit wäre für mich die Hölle. Soll ich der Menschheit wirklich über ewig zusehen, wie sie Unheil anrichtet, die Erde zerstört und wer weiß was noch, wenn wir erst einmal so weit entwickelt sind, die Milchstraße zu besiedeln. Ich möchte mir das nicht vorstellen.
Ich bin froh, dass ich nach sagen wir mal 80 Jahren in Frieden ruhen kann. Bis dahin werde ich ein erfülltes Leben gehabt haben und jede Sekunde davon geschätzt haben. Es wird Höhen und Tiefen gegeben haben; diese haben mich entweder stärker oder schwächer gemacht. Jeder Tag wird ein Geschenk gewesen sein.
Der Wert des Lebens an sich geht doch völlig verloren, wenn die Lebenszeit nicht eingeschränkt ist oder um ein vielfaches länger ist, als es die menschliche Natur zulässt ?!?
Normalerweise würde ich gerne mit dir über das Leben und das was es danach sein wird philosophieren aber ich habe mir gerade gedacht, dass wenn ich jetzt hier zu viel nachdenke.. ich ja meine Lebenszeit verplämpere. Daher sind Internetforen doch eigentlich reine Zeitverschwendung wenn du bist 80 unglaublich rockig gelebt haben willst.
Das unterscheidet uns! Mich erfüllt es, wenn ich sinnvolle erfüllende Diskussionen über Themen führen kann, bei denen jeder Gesprächspartner noch was lernen kann und neue Gedankengänge finden kann. Fernsehserien, wie Simpsons können da wohl kaum mithalten; auch wenn ich zugeben muss, dass ich natürlich auch Simpsons gucke, aber nur um abzuschalten und meinem Hirn nach der Arbeit ne Pause zu gönnen.
Naja Simpsons is n schlechtes Beispiel. Ist eine anspruchsvolle Serie, die garantiert nicht für Kinder geeignet ist, da diese den meist versteckten Hintergrund eh nicht erkennen. Aber is n anderes Thema .. :)
Hoppala du wolltest das Niveau des Themas heben, so dass ich mich nicht mehr zurechtfinde und voll auf die Mauer zurase, mir die Nase breche und nicht mehr aufstehe. Nicht so einfach mit Gee!
Keine Ahnung, wieso du dich persönlich angegriffen fühlst. Is mir eigentlich auch egal.
Aber wieso führen wir diese Diskussionen im gesichtlosen Internet? Wo lernt man denn dann noch wirklich was fürs Leben? Man lernt ja nicht, wie man sich richtig ausdrückt ohne noch drei Mal zu lesen, was man schreibt. Man lernt nicht wirklich zu kommunizieren und das finde ich eigentlich ist eine reine Zeitverschwendung. Nicht, dass ich Zeitverschwendungen nicht häufig auch geniesse.. aber ich habe ja auch den Sinn des Lebens noch nicht entdeckt.
Natürlich macht es mehr Spaß im realen Leben über solche Themen zu sprechen. Ich gebe dir Recht, dass nur die Kommunikation zwischen zwei Menschen eine wahre Kommunikation ist. Aber leider gibt es da draußen nicht viele Menschen, die über solche Dinge reden. Deswegen fällt es schwer, Gesprächspartner zu finden und wenn man welche gefunden hat, dann kann man nach einiger Zeit ihre Ausführungen auswendig und dann wird es auch langweilig.
Außerdem wer zwingt dich, hier zu sein? Keiner, genauso wie mich keiner gezwungen hat und ich bin trotzdem hier, weil ich es so will. Also wieso sollte ich das in Frage stellen?
Und jetzt bitte zurück zum Thema!
Ein Thema, das schon so oft behandelt wurde in der Geschichte und sicher werden wir auch keineabsolute Antwort darauf erhalten.
Aber ein Gedanke: Der Film "Zardoz" mit Sean Connery.
-Ein Teil der Bevölkerung ist unsterblich, der Rest lebt barbarisch auf einer verwüsteten Erde. Doch die Unsterblichen haben es satt, sie kennen das Leben nicht mehr und wollen nur noch ein Ende des ganzen. Deshalb holen sie isch einen der Barbaren, damit er die Situation beendet.
Oder in einer der STAR TREK- Classic Folgen: Die Bewohner eines anderen Planeten können nicht mehr krank werden und sterben. Der Planet ist deshalb überbevölkert. Sie entführen Kirk, damit sie sich von den Krankheitserregern, denen jeder Mensch ausgesetzt ist, infizieren lassen können.
Die Frage bei den Überlegungen nach Unsterblichkeit: Wollen wir an diesen Punkt kommen, an dem wir uns den Tod wünschen?
Rotkätzchen
17.09.2008, 21:51
Es ist doch erst der Tod, der ein Leben wertvoll macht. So schön es ist, jung zu sein, aber ein Dauerzustand wäre es meines Erachtens auch nicht. Es muss weitergehen, man muss sich körperlich und auch psychisch verändern. Und es muss auch irgendwann enden. Ich finde daran nichts Erschreckendes, eher etwas Versöhnliches. Wäre das Leben endlos, würde keiner von uns noch das Geschenk der Gesundheit, der Jugend und der Magie vereinzelter Augenblicke zu würdigen wissen. Der unausweichliche Tod durch das vorschreiten der Alterung macht unser Leben erst wertvoll. Und er ist der Antrieb, in der Zeit der uns gegeben ist, etwas aus uns und unserer Umwelt zu machen.
Lythande
18.09.2008, 17:37
Hallo,
@Rotkätzchen: Ich schließe mich deiner Ansicht an. Das Leben ist erst wertvoll, wenn man weiß, dass es auch ein Ende hat. Man sollte jeden Augenblick genießen und sich auch darum bemühen, etwas dazu zu lernen.
Ich sehe unser Leben als eine große Schule und den Tod nur als weiteres Semester oder eine Weiterbildung geistiger Fähigkeiten. Man verlässt die fleischliche Hülle und der Geist kann in höhere Seinsformen aufsteigen und die Welt oder auch andere Welten aus der Vogelperspektive erkunden.
Der Tod ist in den heidnischen Religionen, die ich sehr schätze, ein Tor zu anderen Wirklichkeiten und erst der Anfang eines langen Prozesses des Lernens.
In Indien ist (nur ein kleiner Exkurs) die Farbe weiß eine Trauerfarbe und nicht schwarz. Schwarz ist auch nur die Farbe der fruchtbaren Erde und des Neubeginns eines Lebens - egal ob Mensch, Tier oder Pflanze.
Um es mit Commander William T. Riker zu sagen: "Sprechen Sie nur für sich selbst, denn ich habe vor, ewig zu leben"
Also, ewiges Leben finde ich nicht besonders erstrebenswert. Entweder wird es irgendwann langweilig, weil man einfach schon alles kennt und alles gesehen hat oder man musste so viele Schicksalsschläge hinnehmen, dass man weitere gar nicht mehr verkraften kann und nur noch sterben will.
Nein, der Tod ansich ist nicht verachtenswert, nur durch ihn entwickelt sich erst das Leben - Menschen kommen und gehen wieder und mit jeder Generation entwickelt sich der Mensch weiter, ohne den Tod würde stillstand herrschen.
Ich hätte aber nichts dagegen 80-120 Jahre lang zu Leben und immer körperlich und geistig fit zu bleiben. Das Privileg ein langes Leben genießen zu dürfen geht meistens mit einem gewissen körperlichen Verfall einher, dem ich nichts abgewinnen kann. Gut, dadurch fällt es einem vielleicht leichter vom Leben abschied zu nehmen. Zum Thema alt werden gab es vor ein paar Wochen eine Sendung, wo Reinhold Messner zu Gast war und der sagte dort, das es ihm innerhalb des Aterungsprozesses am schwersten viel, sich von seiner Fitness der Jugend zu verabschieden. Ich sehe das ähnlich, deshalb weiß ich meinen momentanen körperlichen Zustand sehr zu schätzen, gleichzeitig macht es mich traurig zu wissen, das es irgendwann einmal nicht mehr so ist. Die einzige Alternative zum alt werden ist ein früher Tod, aber da drauf kann man getrost verzichten - vielleicht ist in dem Fall der körperliche Verfall von Menschen die alt werden ja so etwas wie eine metaphysische Gerechtigkeit.
Ein schöner Gedanke - die Unsterblichkeit. Na gut, es muss ja nicht gleich ein unbegrenzt langes Leben sein, nee das würde ich nicht haben wollen. Aber so ein "paar Jahre" mehr wären sicherlich gar nicht mal schlecht. Ein zeitlich völlig unbegrenztes Leben hingegen, egal ob nun im ~forever young Modus~ oder nicht, ist sicher mehr Fluch als Segen. Die Folgen für die Gesellschafft und der Umwelt wären jedenfalls verherrend.
Aber einen Zeitraum, der ~ ich sag mal, ein vielfaches der normalen (irdischen) Existens entspicht, würde ich mir schon gefallen lassen. Denn EIN LEBEN, selbst wenn es mehrere hundert Jahre andauern würde, reicht mit Sicherheit nicht aus, um alles auf dieser Erde zu sehen, zu erleben, zu berühren...usw. Ich denke nicht, dass deswegen irgendwann mal so richtig große Langeweile aufkommen wird. Schade, dass ich diese Art von Lebensspanne wohl nie erreichen werde, außer ich (er)finde doch noch eine Art von Jungbrunnen... *hrhr*
Aber auf die natürliche Lebensspanne hat man ja in einem bestimmten Rahmen sicher auch einen (kleinen?) Einfluss. Denn in gewisser Weise kann ja jeder für sich selbst bestimmen, wie Alt er werden will - natürlich alles in einem realistischen Zeitraum betrachtet. Die Art wie man lebt, ist sicher entscheidend, um ein hohes Alter zu erreichen und trotzdem noch Fit und Vital zu sein. Angeblich soll es ja laut einer großen Langzeitstudie (http://www.welt.de/wissenschaft/article1527067/Vier_Regeln_verlaengern_das_Leben_um_14_Jahre.html ) schon vier einfache Verhaltensregeln geben, die das Leben im Durchschnitt um ~ 14 Jahre verlängern könn(t)en:
-nicht rauchen,
-etwas Sport treiben,
-nur mäßig Alkohol trinken
-und täglich fünf Portionen Obst und Gemüse essen.
Klingt auf jedenfall alles sehr gesund & einfach - entspricht ehrlichgesagt nur nicht hundertprozentig meinem eigenen Lebensstil. *flöt* Es gibt sicher noch viel, viel mehr Faktoren für ein langes gesundes Leben, aber darüber hat wohl jeder seine ganz eigenen Vorstellungen. Doch das viell. einfachste Lebensmotto in Sachen "gesunde" Lebensweise ist sicherlich dieses hier: "Alles mäßig - aber regelmäßig"!
Also, ewiges Leben finde ich nicht besonders erstrebenswert... Ich hätte aber nichts dagegen 80-120 Jahre lang zu Leben und immer körperlich und geistig fit zu bleiben.
Ganz meine Meinung! Ich sag mal, gesund so alt zu werden ist mit Sicherheit gar nicht schlecht, besonders dann, wenn man noch ein bisschen was von seiner Umwelt mitbekommt.
Aber viel wichtiger als wirklich alt zu werden, ist doch letztendlich, dass was man aus seinem Leben macht, völlig egal wie lang oder kurz es ist. Ich weiß jetzt nicht mehr von wem dieser Satz ist, aber ich finde, er ist ziemlich treffend:
"Es kommt nicht darauf an, das Leben mit Jahren zu füllen, sondern die Jahre mit Leben!"
Ich kann mich dem Satz nur anschließen, er trifft vollkommen zu *ja*
Nun ja ewiges Leben klingt auf jeden Fall verlockend ( Wie oft wurde das jetzt gesagt? *grins* ). Aber letztenendes würde ich es auch nicht anstreben. Aber länger leben würde ich schon gerne, so 200 bis 500 Jahre, und hoffentlich entwickelt man in der Zukunft etwas, damit man im Alter nicht mehr so faltig wirkt, sondern noch gesund und munter :) Der menschliche Erfindungsgeist ist ja sehr effizient ^_^
Ich hatte mal einen eigenen Spruch entwickelt: Nach deinem Leben zählt nicht, was du getan hast oder wie man dich nennt, sondern wie viele an deinem Grab stehen.
Ich hoffe natürlich auch, dass die Seele unsterblich ist, aber naja, das wird man erst dann sehen, wenn es so weit ist, und so lange werde ich mich bemühen, meienr Familie, meinen Geliebten, meinen Freunden, Bekannten und Kontakten so gut wie möglich im Gedächtnis zu bleiben ^_^
Unsterblichkeit ist sicher ein reizvolles Thema. Ich persönlich würde das unter den derzeitigen Umständen in dieser Welt mit dieser Kultur nicht haben wollen.
Zunächst vielleicht aber noch ein Aspekt, der (soweit ich das bisher lesen konnte) noch nicht aufgetreten ist:
Unsterblichkeit bedeutet, keines natürlichen Todes sterben zu können. Ein gewaltsamer Tod ist möglich.
Stellt sich sofort die Frage: Ist der Tod durch Krankheit ein natürlicher Tod oder ein gewaltsamer?
Unverwundbarkeit sollte dann an sich die Steigerung von Unsterblichkeit darstellen. Weder ein gewaltsamer noch ein
natürlicher Tod sind möglich. Das wäre allerdings vermutlich mehr ein Fluch ...
Ich habe mir schon des Öfteren zu dem Thema Gedanken gemacht, jedoch eher für das Schreiben von Geschichten, in denen Unsterbliche auftreten oder fürs Rollenspiel mit unsterblichen Charakteren.
Welche Folgen hat Unsterblichkeit für das Verhalten des Einzelnen und für die Entwicklung einer Kultur?
Gehen wir davon aus, dass eine humanoide Rasse, also eine Rasse mit eher menschlichen Eigenschaften wie Emotionen oder Neugier Unsterblichkeit erlangt.
Zumindest wenn man es ein wenig weiter denkt, treten dabei verschiedene Folgen der Unsterblichkeit auf:
Erinnerungen
Unter der Voraussetzung, dass die Gedächtnisleistung der eines Menschen entspricht, wird es da sicherlich Begrenzungen geben. Daher ist es denkbar, dass Unsterbliche, die bereits ein sehr langes Leben hinter sich haben in ihren Erinnerungen verhaftet bleiben, dass sie möglicherweise ständig davon verfolgt werden. Andererseits kann es auch durchaus sein, dass es einfach unendliche viele Zonen des Vergessens im Gedächtnis gibt. Weder das eine noch das andere halte ich für eine besonders erstrebenswerte Folge von Unsterblichkeit. Natürlich kann man das Vergessen beispielsweise durch ein Tagebuch aufhalten. Allerdings kann es dann sein, dass das Lesen des eigenen Tagebuches wie das Lesen von Einträgen eines Fremden erscheint.
Fähigkeiten
Ewiges Leben gibt zumindest die Möglichkeit, Fähigkeiten handwerklicher, geistiger oder körperlicher Art in einem unvorstellbaren Ausmass zu perfektionieren. Dies setzt allerdings voraus, dass Motivation und Disziplin hierfür auch stark genug sind. Wenn ewig Zeit dafür da ist, kann man es auch ewig verschieben. Zusätzlich folgt das Erlernen von Fähigkeiten immer einer Kurve, die am Anfang sehr steil ist und hinterher fast vollständig flach ausläuft, also einer Exponentialfunktion (mmmh...schreibt man das mit z? wie Potenzial?). Also finden nach einer gewissen Zeit kaum noch Fortschritte statt und wenn, dann nur unter allergrößten Mühen. Macht ein Unsterblicher dann weiter? Vermutlich doch nur, wenn er über eher unmenschliche Disziplin verfügt.
Fortschritt
Ich würde davon aus gehen, dass Kultur und Technik sich in einem Volk von Unsterblichen nur sehr langsam weiterentwickelt. Einfach deswegen, weil man dann wirklich "alle Zeit der Welt" hat. Allerdings sehe ich auch die Gefahr von Stillstand. In diesem Thread wurde der Film ZardOz genannt. Dort ist das sehr anschaulich dargestellt. An sich ist diese Gesellschaft im Film schon tot. Dass alle Mitglieder einen gewaltsamen Tod durch die Hand Sterblicher erfahren ist nur noch eine direkte Konsequenz aus dem Zustand dieser Gesellschaft. Was am Ende diese Filmes interessanterweise entsteht ist ein neues Volk aus der Verbindung eines Sterblichen mit einer Unsterblichen. Man kann durchaus den Standpunkt vertreten, dass Leben, dass Erneuerung und Fortschritt nur aus dem Tod heraus entstehen und dass Unsterblichkeit dann auch Tod ohne Sterben bedeuten kann.
Zeugung und Nachwuchs
"Kurzlebige" Gesellschaften, Völker, Rassen können Ausfälle durch Kriege, Naturkatastrophen oder Seuchen durch eine schnelle Generationenfolge relativ gut kompensieren. Unsterbliche mit einer vergleichbar kurzen Geburtenfolge würden sehr schnell an die Grenzen der verfügbaren Ressourcen stossen, da die Bevölkungersentwicklung durch schnellen Zuwachs und sehr geringem Abgang gekennzeichnet wäre. Also müssten sie sich ausbreiten. Vermutlich wäre eine Gesellschaft Unsterblicher mit kurzer Geburtenfolge eine kriegerische Gesellschaft, die sich schnell und gewaltsam die überlebenswichtigen Ressourcen wie Nahrungsmittel und Rohstoffe sichert. Die alternative Variante wäre eine sehr strikte Geburtenkontrolle oder eine sehr geringe Fruchtbarkeit. Dies hätte eventuell zur Folge dass ein Kinderwunsch ein ewiges Leben lang unerfüllt bleiben müsste. Weiterhin lässt sich die Schlussfolgerung ziehen, dass die Entwicklungs des Nachwuchses bis zum Erwachsenen sehr lange Zeit in Anspruch nehmen würde. Beim Menschen mit seinen etwa achtzig Jahren Lebenserwartung nimmt diese Zeit auch schon fast ein Viertel des Lebens ein. Alles zusammen würde bedeuten, dass Gesellschaften Unsterblicher somit in viel höherem Ausmass vom Aussterben bedroht sind. Werden die Ausfälle durch Kriege oder Naturkatastrophen zu hoch, werden die wenigen Überlebenden durch die geringe Geburtenrate und lange Entwicklungszeit geschwächt. Eine kurz darauf folgende Katastrophe könnte dann viel eher den vollständigen Genozid bedeuten als bei sterblichen Gesellschaften.
Fazit
Unsterblichkeit erfordert für den Einzelnen weitergehende Eigenschaften wie gutes Erinnerungsvermögen und starke Disziplin.
Eine Gesellschaft Unsterblicher ist eher vom Aussterben bedroht als ein Volk Sterblicher. Oder auch: Tod bedeutet Leben.
Nun gut, man möge dies hier als Anregung betrachten und bei Bedarf zerpflücken.
P.S.
Als ich mir so die Länge dieses Beitrages angesehen habe, habe ich doch tatsächlich darüber nachgedacht, ihn zu splitten, um meinen Beitragszähler hochzutreiben. Wie zu sehen, habe ich das unterlassen. Da ich zu Vielschreiberei neige, werden die 100 Beiträge bis zum Stammuser ein gutes Stück Arbeit werden. Na gut, ich werd's angehen...
Der Seelenvampir
19.08.2009, 00:02
@ Rotkrätzchen: Ich als Goth schließe mich dem voll und ganz an... wie war das nochmal aus dem Politik-Unterricht, frei nach Adam Smith... Je höher die Nachfage, und je weniger von dieser Sache vorhanden ist, desto höher steigt der Wert einer Sache. Marktwirtschaftlich betrachtet, kann man also sagen, dass ewiges Leben sozusagen unendlich wertlos ist, wenn es denn unendlich lang ist, also unendlich viel vorhanden ist.
@ Ylduran: zunächst einmal ist sowohl Potenzial als auch Potential zulässig, wurde in der Mathematikkonferenz so festgelegt und meines Wissens nach in der Rechtschreibung übernommen.
Und zum Schluss: Ich will noch nichtmal sonderlich lange leben... 120 Jahre sind schon hart an der Grenze, 100 würden mir vollauf genügen!
Nun gut, man möge dies hier als Anregung betrachten und bei Bedarf zerpflücken.
Okay, wenn man mich darum bittet :D
Erinnerungen: Unter der Voraussetzung, dass die Gedächtnisleistung der eines Menschen entspricht, wird es da sicherlich Begrenzungen geben. Daher ist es denkbar, dass Unsterbliche, die bereits ein sehr langes Leben hinter sich haben in ihren Erinnerungen verhaftet bleiben, dass sie möglicherweise ständig davon verfolgt werden. Andererseits kann es auch durchaus sein, dass es einfach unendliche viele Zonen des Vergessens im Gedächtnis gibt. Weder das eine noch das andere halte ich für eine besonders erstrebenswerte Folge von Unsterblichkeit. Natürlich kann man das Vergessen beispielsweise durch ein Tagebuch aufhalten.
Vergessen der eigenen Geschichte ist möglich und bei einem gewissen Alter plausibel. Es kommt aber auch bei Sterblichen vor.Ebenso, dass Menschen Erinnerungen nicht loslassen können. Kein Unterschied in diesem Punkt also zwischen Sterblichen oder Unsterblichen.
Fortschritt: Ich würde davon aus gehen, dass Kultur und Technik sich in einem Volk von Unsterblichen nur sehr langsam weiterentwickelt ... Man kann durchaus den Standpunkt vertreten, dass Leben, dass Erneuerung und Fortschritt nur aus dem Tod heraus entstehen und dass Unsterblichkeit dann auch Tod ohne Sterben bedeuten kann.
Fortschritt und Aneignung neuer Fährigkeiten: Hier sehe ich kein Problem. Wenn es keinen Fortschritt gibt, und niemand an Neuem interessiert ist, dann hat offenbar niemand das Bedürfnis danach. Hat jemand das das Bedürfnis, wird er sich darum bemühen. Dass er das erreicht, wonach er sucht, ist unsicher, aber das unterscheidet Unsterbliche in nichts von Sterblichen.
"Kurzlebige" Gesellschaften, Völker, Rassen können Ausfälle durch Kriege, Naturkatastrophen oder Seuchen durch eine schnelle Generationenfolge relativ gut kompensieren. Unsterbliche mit einer vergleichbar kurzen Geburtenfolge würden sehr schnell an die Grenzen der verfügbaren Ressourcen stossen, da die Bevölkungersentwicklung durch schnellen Zuwachs und sehr geringem Abgang gekennzeichnet wäre. Also müssten sie sich ausbreiten.
Hängt davon ab, ob die Unsterblichen Hungergefühl haben und wie sie auf das Fehlen von Nahrung reagieren. Macht ihnen keine Nahrung nichts aus, spielt es keine Rolle. Leiden sie darunter, wird die Knappheit an Lebensmitteln langfristig regulierend wirken (wenn man sich ausmalt, wie unzählige Unsterbliche sich verhalten, wenn sie duch Hunger und Durst wahnsinnig werden, ohne daran zu sterben).
Vermutlich wäre eine Gesellschaft Unsterblicher mit kurzer Geburtenfolge eine kriegerische Gesellschaft, die sich schnell und gewaltsam die überlebenswichtigen Ressourcen wie Nahrungsmittel und Rohstoffe sichert. Die alternative Variante wäre eine sehr strikte Geburtenkontrolle oder eine sehr geringe Fruchtbarkeit. Dies hätte eventuell zur Folge dass ein Kinderwunsch ein ewiges Leben lang unerfüllt bleiben müsste.
Kriegführung wäre ein weiteres Regulativ, und ungehemmte Expansion der Bevölkerung verhindern würde. Damit entfällt auch die Notwendigkeit einer Geburtenkontrolle.
Weiterhin lässt sich die Schlussfolgerung ziehen, dass die Entwicklungs des Nachwuchses bis zum Erwachsenen sehr lange Zeit in Anspruch nehmen würde.
Ich sehe keinen Grund, warum das Erwachsenwerden immer den selben Pronzentanteil des Gesamtlebens ausmachen sollte (das bei Unsterblichen je ohnehin potentiell unendlich wäre). Unsterbliche sind auch nur Menschen- warum sollten sie länger dazu brauchen?
Eine Gesellschaft Unsterblicher ist eher vom Aussterben bedroht als ein Volk Sterblicher. Oder auch: Tod bedeutet Leben.
Das ist ein Widerspruch. Ist die Gesellschaft vom Aussterben bedroht, ist der Tod ja doch wieder da. Mit allen sich daraus ergebenden Folgen. Womit die Unsterblichkeit nur ein Umweg wäre, wieder zum Ausgangspunkt zurückzukommen.
Je höher die Nachfage, und je weniger von dieser Sache vorhanden ist, desto höher steigt der Wert einer Sache. Marktwirtschaftlich betrachtet, kann man also sagen, dass ewiges Leben sozusagen unendlich wertlos ist, wenn es denn unendlich lang ist, also unendlich viel vorhanden ist.
Steigen oder fallen tut nur der Preis, der Wert bestimmt sich durch die Menge der im Objekt enthaltenen Arbeitskraft. :)
Der Preis meines Lebens interessiert mich aber ohnehin nur, wenn ich es eintauschen wollte. Aber wogegen? Wenn mir mein Leben nicht mehr gehört oder nur noch ein Teil meines Lebens, dann bringt mir das dafür eingetauschte nur teilweise etwas oder eben gar nichts.
Persönlich würde ich keine Sekunde zögern, vor die Wahl gestellt, unsterblich zu werden. Welches Wissen ließe sich in Jahrhunderten erwerben! Man könnte ein Universalgelehrter werden, wie es noch nie einen gegeben hat!
@Imhotep: Ok. Danke. Jetzt werd ich das sicher nicht mehr kontern können. Es gibt da einiges, was ich durchaus genauso sehen würde. Allerdings würde ich auch gerne dazu noch ein wenig differenzierter Stellung nehmen. Kann also ein wenig dauern.
Okay, wenn man mich darum bittet :D
Heute morgen ist mir noch gar nicht aufgefallen, wie wörtlich du das "Zerpflücken" genommen hast. Man könnte fast so etwas wie subtile Ironie in dem optischen Aufbau des Beitrages erkennen. Also setzten wir genüsslich das gründliche Schreddern von Beiträgen fort:
(Dass ich mich dabei ständig selbst zitiere hat nichts mit Eitelkeit zu tun. Es dient nur dazu den Zusammenhang bei zu behalten.)
Erinnerungen: Unter der Voraussetzung, dass die Gedächtnisleistung der eines Menschen entspricht, wird es da sicherlich Begrenzungen geben. Daher ist es denkbar, dass Unsterbliche, die bereits ein sehr langes Leben hinter sich haben in ihren Erinnerungen verhaftet bleiben, dass sie möglicherweise ständig davon verfolgt werden. Andererseits kann es auch durchaus sein, dass es einfach unendliche viele Zonen des Vergessens im Gedächtnis gibt. Weder das eine noch das andere halte ich für eine besonders erstrebenswerte Folge von Unsterblichkeit. Natürlich kann man das Vergessen beispielsweise durch ein Tagebuch aufhalten.Vergessen der eigenen Geschichte ist möglich und bei einem gewissen Alter plausibel. Es kommt aber auch bei Sterblichen vor.Ebenso, dass Menschen Erinnerungen nicht loslassen können. Kein Unterschied in diesem Punkt also zwischen Sterblichen oder Unsterblichen.
In der Regel funktioniert das menschliche Gedächtnis ganz gut. Vor allem bei alten Menschen zeigt sich, dass gerade der Zugriff auf das Langzeitgedächtnis noch recht intakt ist. Zumindest ist das meine Erfahrung mit Grosseltern. Dass sie Erinnerungen nicht loslassen oder nur noch in ihnen leben hängt aber doch eher damit zusammen, dass sie am Ende ihres Lebens nicht mehr nach vorne blicken, eben weil dort nicht mehr viel zu erwarten ist. Ein Vergessen der eigenen Geschichte ist bei Menschen dann in der Regel die Folge einer Krankheit, wie z.B. Alzheimer. Bei der Überlegung zu den Erinnerungen Unsterblicher hatte ich eher so die Vorstellung einer Festplatte, die nach zehntausenden von Jahren ihre Kapazitätsgrenze erreicht.
Fortschritt: Ich würde davon aus gehen, dass Kultur und Technik sich in einem Volk von Unsterblichen nur sehr langsam weiterentwickelt ... Man kann durchaus den Standpunkt vertreten, dass Leben, dass Erneuerung und Fortschritt nur aus dem Tod heraus entstehen und dass Unsterblichkeit dann auch Tod ohne Sterben bedeuten kann.
Fortschritt und Aneignung neuer Fährigkeiten: Hier sehe ich kein Problem. Wenn es keinen Fortschritt gibt, und niemand an Neuem interessiert ist, dann hat offenbar niemand das Bedürfnis danach. Hat jemand das das Bedürfnis, wird er sich darum bemühen. Dass er das erreicht, wonach er sucht, ist unsicher, aber das unterscheidet Unsterbliche in nichts von Sterblichen.
Wenn wir bei Menschen als Sterbliche bleiben, so ist doch eines der treibenden Motive Sterblicher die Neugier. Solange dieses Handlungsmotiv als menschliche Eigenschaft, also hier als Eigenschaft Sterblicher bleibt, wird es auch Fortschritt geben. Allerdings sehe ich es schon so, dass der Umkehrschluss Unsterbliche seien nicht neugierig oder nicht an Fortschritt interessiert eher nicht zulässig ist. Trotzdem habe ich dazu immer die Idee, dass Gesellschaften Unsterblicher erstarren und zum Stillstand kommen. Allerdings ist mir nicht wirklich klar warum das so sein soll. Vielleicht hat jemand eine Idee hierzu.
"Kurzlebige" Gesellschaften, Völker, Rassen können Ausfälle durch Kriege, Naturkatastrophen oder Seuchen durch eine schnelle Generationenfolge relativ gut kompensieren. Unsterbliche mit einer vergleichbar kurzen Geburtenfolge würden sehr schnell an die Grenzen der verfügbaren Ressourcen stossen, da die Bevölkungersentwicklung durch schnellen Zuwachs und sehr geringem Abgang gekennzeichnet wäre. Also müssten sie sich ausbreiten.
Hängt davon ab, ob die Unsterblichen Hungergefühl haben und wie sie auf das Fehlen von Nahrung reagieren. Macht ihnen keine Nahrung nichts aus, spielt es keine Rolle. Leiden sie darunter, wird die Knappheit an Lebensmitteln langfristig regulierend wirken (wenn man sich ausmalt, wie unzählige Unsterbliche sich verhalten, wenn sie duch Hunger und Durst wahnsinnig werden, ohne daran zu sterben).
Die unzählige Unsterblichen, die du meinst sind wohl eher Untote. Wenn man Unsterblichkeit als das Ausbleiben eines natürlichen Todes definiert müsste man Untote allerdings zu den Unsterblichen zählen.
Vermutlich wäre eine Gesellschaft Unsterblicher mit kurzer Geburtenfolge eine kriegerische Gesellschaft, die sich schnell und gewaltsam die überlebenswichtigen Ressourcen wie Nahrungsmittel und Rohstoffe sichert. Die alternative Variante wäre eine sehr strikte Geburtenkontrolle oder eine sehr geringe Fruchtbarkeit. Dies hätte eventuell zur Folge dass ein Kinderwunsch ein ewiges Leben lang unerfüllt bleiben müsste.
Kriegführung wäre ein weiteres Regulativ, und ungehemmte Expansion der Bevölkerung verhindern würde. Damit entfällt auch die Notwendigkeit einer Geburtenkontrolle.
Es war eher als Geburtenkontrolle vs. Ausbreitung durch Kriegsführung gemeint zur Verhinderung von Ressourcenverknappung durch ungehemmtes Bevölkerungswachstum.
Weiterhin lässt sich die Schlussfolgerung ziehen, dass die Entwicklungs des Nachwuchses bis zum Erwachsenen sehr lange Zeit in Anspruch nehmen würde.
Ich sehe keinen Grund, warum das Erwachsenwerden immer den selben Pronzentanteil des Gesamtlebens ausmachen sollte (das bei Unsterblichen je ohnehin potentiell unendlich wäre). Unsterbliche sind auch nur Menschen- warum sollten sie länger dazu brauchen?
Ich habe übersehen, dass ein Teil von unendlich schliesslich auch unendlich ergibt. Trotzdem sollte man sich doch mal schlau machen, ob nicht nicht grundsätzlich gilt: Höhere Lebenserwartung = Längere Entwicklungsdauer. So weit mir jetzt ohne Google zu bemühen bekannt ist, haben Schildkröten die höchste bekannte Lebenserwartung. Also jetzt doch nachschauen:
Die ältesten bekannten Schildkröten und damit vermutlich die ältesten Wirbeltiere überhaupt waren:
* König Faruks Schildkröte (* um 1736; † 2006) (270 Jahre)
* Adwaita (* um 1750 (?); † 22. März 2006) (256 Jahre)
* Tu'i Malila (* um 1773 oder 1777; † 19. Mai 1965) (188 oder 192 Jahre)
* Harriet (* um 1830; † 23. Juni 2006) (176 Jahre)
* Timothy (* um 1844; † 4. April 2004) (160 Jahre)
Hola...das ist schon nicht schlecht.
Allerdings:
Das Muttertier leistet in keinem Fall Schutz oder Aufzuchthilfe, die Jungen sind vom Schlupf an auf sich alleine gestellt und sind teilweise sogar eine willkommene Beute für erwachsene Artgenossen. Bis zur Geschlechtsreife vergehen mehrere Jahre.
Ok..kein zwingender Zusammenhang zwischen Lebenserwartung und Entwicklungsdauer.
Eine Gesellschaft Unsterblicher ist eher vom Aussterben bedroht als ein Volk Sterblicher. Oder auch: Tod bedeutet Leben.
Das ist ein Widerspruch. Ist die Gesellschaft vom Aussterben bedroht, ist der Tod ja doch wieder da. Mit allen sich daraus ergebenden Folgen. Womit die Unsterblichkeit nur ein Umweg wäre, wieder zum Ausgangspunkt zurückzukommen.
Eben. Es ist ein Widerspruch. Das ist ja gerade das Interssante daran. Unter den beschriebenen Voraussetzungen ist es auch schlüssig.
Werden die Ausfälle durch Kriege oder Naturkatastrophen zu hoch, werden die wenigen Überlebenden durch die geringe Geburtenrate und lange Entwicklungszeit geschwächt. Eine kurz darauf folgende Katastrophe könnte dann viel eher den vollständigen Genozid bedeuten als bei sterblichen Gesellschaften.
Gut. Wir haben festgestellt, dass eine lange Entwicklungszeit nicht zwingend ist. Unter der Voraussetzung, dass eine geringe Geburtenrate als biologisches Regulativ in einer Gesellschaft Unsterblicher existiert, besteht die Gefahr, dass die Reihen der Gefallenen oder der Katatastrophenopfer nicht schnell genug wieder gefüllt werden können, um eine mögliche, weitere Katastrophe zu überleben.
Allerdings kann dies auch bei sterblichen Lebenwesen passieren (s. Dinosaurier). Trotzdem halte ich kurzlebige Sterbliche hier für die Überlebensfähigkeit der gesamten Gesellschaft, nicht für die des Einzelnen, als besser geeignet. Sie können einfach schneller und flexibler reagieren. Einfach fleissig Kinder machen und weiter geht's...
Kriegführung wäre ein weiteres Regulativ, und ungehemmte Expansion der Bevölkerung verhindern würde. Damit entfällt auch die Notwendigkeit einer Geburtenkontrolle.
Würde ich jetzt nicht ganz so sehen, denn es kommt dabei natürlich immer auf die Art der Kriegsführung an.
Denn z.B. in den beiden Weltkriegen ist trotz der ganzen Millionen von Toten die Bevölkerung (weltweit gesehen) gestiegen und in den Kriegsgebieten lediglich stagniert, bzw. war das "Defizit" bereits wenige Jahre später wieder ausgeglichen.
Andererseits, wenn man natürlich die Konflikte mit dem heutigen Waffenpotenzial austrägt, dürften die Todesfälle die Geburten weit übertreffen. Aber nach dem massiven Einsatz von modernen Waffensystemen (z.B. SS-18 Satan) würde sich wohl niemand mehr "Unsterblichkeit" wünschen... im Gegenteil.
Kriege führen m.M.n. (im allgemeinen) nicht zu einem wirklichen Rückgang der Bevölkerung, lediglich zu unsagbarem Leid...:( In vielen Ländern, in denen derzeit (Bürger)Krieg herrscht, wächst die Bevölkerung trotzdem.
Nur stabile soziale Umfelde und eine starke Wirtschaft führen m.E. zu einem Rückgang der Geburten und letztlich auch der Bevölkerung, auch ganz ohne Geburtenkontrolle - siehe führende Industrieländer (G20).
Aber ich merke gerade, ich schweife ab... wir waren ja eigl. bei Unsterblichkeit.:D
Unverwundbarkeit sollte dann an sich die Steigerung von Unsterblichkeit darstellen. Weder ein gewaltsamer noch ein natürlicher Tod sind möglich. Das wäre allerdings vermutlich mehr ein Fluch ...
Ja, völlige Unsterblichkeit ohne den Tod, dass würde nicht lange gut gehen. Es gibt Millionen von Arten auf der Erde, jedoch ist keine einzige wirklich unsterblich - wohl nicht ohne guten Grund...
Fazit[...] Eine Gesellschaft Unsterblicher ist eher vom Aussterben bedroht als ein Volk Sterblicher. Oder auch: Tod bedeutet Leben.
Wenn die "Unsterblichkeit" auf die gesamte Bevölkerung zutrifft, dann auf jeden Fall.*ja*
Marktwirtschaftlich betrachtet, kann man also sagen, dass ewiges Leben sozusagen unendlich wertlos ist, wenn es denn unendlich lang ist, also unendlich viel vorhanden ist.
Wirklich? Marktwirtschaftlich gesehen aber doch eher eine wunderbare Sache. Keine (steigenden) Renten- bzw. Sozialbeiträge mehr, die die Kaufkraft schwächen. Zudem eine niemals versiegende Arbeitskraft, die für die Arbeitgeber doch geradezu ideal ist.;)
Und unendlich vorhanden ist diese Arbeitskraft am Ende ja auch nicht. Denn die Anzahl der Unsterblichen bleibt ja in einer begrenzten Welt auch begrenzt - die Arbeitskraft ist halt nur unendlich lange verfügbar.;)
Wobei am Ende die gesellschaftlichen Nachteile diese "Vorteile" dann doch wieder zunichte machen würden.
---
Die sog. "Unsterblichkeit" mag für den einzelnen (auch für mich) interessant sein - für die Gesellschaft wäre das aber eine absolute Katastrophe.
Würde es dann eigl. noch Kinder geben, wenn niemand mehr geboren werden kann/darf? Oder gibt es noch alte Menschen, wenn niemand mehr älter wird... ? Und wenn man als "Unsterblicher" geboren wird, ab welchem Alter hört denn eigl. das Älterwerden auf?
Tja, Fragen über Fragen...:D
In der Regel funktioniert das menschliche Gedächtnis ganz gut. Vor allem bei alten Menschen zeigt sich, dass gerade der Zugriff auf das Langzeitgedächtnis noch recht intakt ist.
Was würde ausschließen, dass es sich bei Unsterblichen ähnlich verhält? Menschen vergessen ja nicht automatiusch in derselben Reihenfolge, in der sie erlebt haben.
Dass sie Erinnerungen nicht loslassen oder nur noch in ihnen leben hängt aber doch eher damit zusammen, dass sie am Ende ihres Lebens nicht mehr nach vorne blicken ....
Dass man die Erinnerungen nicht loslässt, liegt v.a. daran, dass man sie nicht verarbeiten kann. Entweder weil die Erlebnisse zu überwältigend waren oder weil das Ich zu schwach ist (oder eine beliebige Kombination aus beidem).
Trotzdem habe ich dazu immer die Idee, dass Gesellschaften Unsterblicher erstarren und zum Stillstand kommen. Allerdings ist mir nicht wirklich klar warum das so sein soll.
Selbst wenn, warum sollte das so schlimm sein? Genausogut könnte man sagen, Sterbliche sind unbeständig, wechseln ihre Meinung so oft wie ihre Unterhose :D und sind daher unfähig, langfristig mit gleicher Ausdauer ein Ziel zu verfolgen.
Die unzählige Unsterblichen, die du meinst sind wohl eher Untote. Wenn man Unsterblichkeit als das Ausbleiben eines natürlichen Todes definiert müsste man Untote allerdings zu den Unsterblichen zählen.
Das zeigt das Problem unserer Debatte: da es keine klare Definition von "Unsterblichkeit" gibt und keiner von uns unsterblich ist (nehme ich einfach mal an), reden wir als Blinde von der Farbe (wobei es in dieser Frage nur Blinde gibt). Der Vampir Lestat ist unsterblich, Connor Maceod ist es auch. Aber ihre Unsterblichkeit hat völlig andere Konditionen, weshalb sich alle Fragen anders beantworten würden.
Es war eher als Geburtenkontrolle vs. Ausbreitung durch Kriegsführung gemeint zur Verhinderung von Ressourcenverknappung durch ungehemmtes Bevölkerungswachstum.
Wie gesagt, kommt drauf an, ob sie überhaupt essen müssen. Und ob sie Kinder bekommen können. Und ob die Kinder ihrerseits automatisch unsterblich sind.
Trotzdem sollte man sich doch mal schlau machen, ob nicht nicht grundsätzlich gilt: Höhere Lebenserwartung = Längere Entwicklungsdauer.
Hängt davon ab, wie komplex das Sozialverhalten ist. Je komplexer, desto länger dauert die Sozialisation.
Trotzdem halte ich kurzlebige Sterbliche hier für die Überlebensfähigkeit der gesamten Gesellschaft, nicht für die des Einzelnen, als besser geeignet. Sie können einfach schneller und flexibler reagieren. Einfach fleissig Kinder machen und weiter geht's
Ich verstehe nicht ganz, wieso Unsterbliche unbedingt länger brauchen sollten, Kinder zu machen. (Gut, dass sie nach einem Balg die nächsten hundert Jahre genug haben, wäre verständlich :D). Aber genausogut könnte es Unsterbliche geben, die als Vater oder Mutter ihre Erfüllung finden. Masochismus ist schließlich auch menschlich ...
Kriege führen m.M.n. (im allgemeinen) nicht zu einem wirklichen Rückgang der Bevölkerung, lediglich zu unsagbarem Leid...:( In vielen Ländern, in denen derzeit (Bürger)Krieg herrscht, wächst die Bevölkerung trotzdem.
Entweder heißt Unsterblichkeit auch Unabhängigkeit von Nahrung- dann entfasllen Probleme von Ressourcenknappheit und daraus folgender Konkurrenz.
Oder auch Unsterbliche müssen essen und bekommen Hunger. Die Frage wäre dann, was passiert, wenn sie trotzdem nichts Essen (können).
Aber abgesehen davon: intelligente Unsterbliche können das alles ja voraussehen und danach Nachwuchs bekommen oder nicht. Die Notwendigkeit der Altersversorgung durch die Familie (wie etwa in Afrika) entfällt schließlich.
Ja, völlige Unsterblichkeit ohne den Tod, dass würde nicht lange gut gehen. Es gibt Millionen von Arten auf der Erde, jedoch ist keine einzige wirklich unsterblich - wohl nicht ohne guten Grund...
Doch, *ein* natürliches Beispiel für Unsterblichkeit fällt mir ein: Bakterien. Durch Zellteilung wird aus einem zwei, aber sterben tun sie nicht so einfach (nicht mal im Weltraum). Aber obwohl es einige Bakterienarten länger gibt als jeden Mehrzeller, ist die Erde nicht meterdick von Bakterien überschwemmt und hat das auch eine weitere Entwicklung des Lebens nicht verhindert.
Das zeigt das Problem unserer Debatte: da es keine klare Definition von "Unsterblichkeit" gibt und keiner von uns unsterblich ist (nehme ich einfach mal an), reden wir als Blinde von der Farbe (wobei es in dieser Frage nur Blinde gibt). Der Vampir Lestat ist unsterblich, Connor Maceod ist es auch. Aber ihre Unsterblichkeit hat völlig andere Konditionen, weshalb sich alle Fragen anders beantworten würden.
Das ist offensichtlich das Kernproblem. Allerdings würde ich es eher so sehen, dass nicht Definition sondern Kondition von Unsterblichkeit festzulegen ist, um über Folgen und Wirkungen zumindest versuchsweise zu diskutieren. Auch wenn wir alle blind sind, so bleibt es doch ein reizvolles, aber eben durchweg spekulatives Thema. Um also nicht völlig auszufransen und bei jedem Beitrag immer alle möglichen zutreffenden oder nicht zutreffenden Bedingungen angeben zu müssen, sollte man eventuell versuchen die existierenden Modelle für Unsterblichkeit zu betrachten, und anhand derer das Thema weiter zu bringen. Allein den zwei Genannten, MacLeod und Lestat werden gänzlich verschiedene Annahmen zugrunde gelegt.
Entweder heißt Unsterblichkeit auch Unabhängigkeit von Nahrung- dann entfasllen Probleme von Ressourcenknappheit und daraus folgender Konkurrenz.
*Verdammte-Axt*
Ich hätte ja eigl. von Anfang an ruhig mal (so ähnlich wie Ylduran) unterscheiden sollen zwischen:
Unsterblichkeit in Form von teilweise unbegrenztem Leben - keine Alterung, jedoch tödliche Folgen bei Nahrungsentzug, Krankheiten, Verletzungen etc.
oder
totale Unsterblichkeit (ich sag mal "Gottesgleich") - kein Tot, in welcher Form oder durch welche Einflüsse auch immer = absolut unbegrenztes Leben.
Mh... ok. Wenn du natürlich letzteres meinst, hast du recht.*ja*
Nur, der Sinn des Lebens oder zumindest ein großer Teil davon geht dann natürlich verloren. Also die zweite Variante der Unsterblichkeit stell´ ich mir wie gesagt schrecklich vor - für den Einzelnen, wie für die Gemeinschaft.
Aber abgesehen davon: intelligente Unsterbliche können das alles ja voraussehen und danach Nachwuchs bekommen oder nicht. Die Notwendigkeit der Altersversorgung durch die Familie (wie etwa in Afrika) entfällt schließlich.
Das mit den Geburten ist bei Unsterblickeit natürlich ein Problem, das letztlich existenzbedrohend sein kann.
Fragt sich am Ende nur, was der Unterschied zwischen intelligenten Sterblichen und intelligenten Unsterblichen ist? Denn können/wollen Menschen, auch wenn ihnen ein (theoretisch) unbegrenztes Leben bevorsteht, sich in dieser Hinsicht einschränken?
Auch wenn wir alle blind sind, so bleibt es doch ein reizvolles, aber eben durchweg spekulatives Thema.
Ja, es macht echt Laune, darüber zu diskutieren.:)
Doch, *ein* natürliches Beispiel für Unsterblichkeit fällt mir ein: Bakterien. Durch Zellteilung wird aus einem zwei, aber sterben tun sie nicht so einfach (nicht mal im Weltraum). Aber obwohl es einige Bakterienarten länger gibt als jeden Mehrzeller, ist die Erde nicht meterdick von Bakterien überschwemmt und hat das auch eine weitere Entwicklung des Lebens nicht verhindert.
Naja, das Leben basiert halt auf Zellteilung oder zumind. auf die Weitergabe von Informationen. Daher muss ja dazu iwo eine Art "Grundmechanik" existieren.
Sagen wir, die DNA wird seit Urzeiten immer wieder an die nächste Generation weitergegeben und lebt daher in gewisser Hinsicht "unbegrenzt". Die Datenträger (Bakterien, Einzeller & Co.) unterliegen jedoch auch der natürlichen Alterung.
Und selbst die DNA verändert sich im Laufe der Zeit - denn eine Kopie von der Kopie von der Kopie... sieht nicht mehr so "gut" aus wie das Original.;)
Damit die Informationen dauerhaft erhalten bleiben, müssen auch sie immer wieder (durch Zellteilung) neu "geschrieben" werden.
Gut, zugegeben, die Alterung ist natürlich etwas anders als die beim Menschen und zudem besitzen einfache Organismen meist mehr Potential zur Regeneration gegen schädliche Umwelteinflüsse - aber auch nur bis zu einem gewissen Grad...
Alcarinque
21.08.2009, 13:46
Bisher eine sehr interessante Diskussion, was mir aber im Moment etwas fehlt ist das "wie".
Unsterblichkeit im Sinn von Unverletzlich, Gottgleich, etc. würde ich eher ins Reich der Fantasy verbannen und nicht im SciFi Forum behandeln.
Wenn man einmal von "magischen" oder fantastischen Unsterblichkeitsverzauberungen absieht, was bleibt dann übrig?
Was mir dazu einfallen würde:
Eingelegte Gehirne, wie sie in Futurama parodiert werden.
Übertragen der Erinnerungen vor dem Tod auf einen Computer, sozusagen unsterblich in einem Roboterkörper
Naniten die Zellen konstant reparieren und so ein Altern verhinden
Verjüngungtherapien, der Körper wird, wenn er z.B. ein Alter von 50 erreicht hat, wieder verjüngt (z.B. in Hamiltons ArmageddonZyklus)
Und dann kommen wir schon langsam in die moralisch bedenkliche Richtung, aber wenn die Möglichkeit bestehen würde, denke ich das es auch Leute geben würde, die sie nutzen wollen würden:
Noch ist man nicht so weit, aber wenn es möglich wäre das Gehirn auszulesen, könnte man es sich er auch irgendwann "beschreiben", also wir der Körper geklont und das eigene Bewusstsein in den neuen Körper übertragen
Wieso teuer klonen wenn man auch ganz einfach jemanden in der dritten Welt kaufen oder rauben kann?
...
Damit belasse ich es mal, ich glaube es ist klar in welche Richtung meine Ideen gehen.
Was aber eigentlich immer ein Thema sein wird, ist Geld, nur die Reichen können es sich leisten, oder man muss sein Leben lang sparen um sich eine Verjüngung leisten zu können um das nächste Leben genau gleich zu verbringen.
Die Erinnerungen wurden ja schon erwähnt, irgendwann wir die Kapazität des Gehirns erschöpft sein, und man muss Erinnerungen entweder "auslagern" oder sie verschwinden dann einfach irgendwann.
Das selbe sehe ich bei den Fähigkeiten, man kann vermutlich nciht unbegrenzt lernen, Fähigkeiten sind ja, um es einmal technisch auszudrücken, auch nicht mehr als Informationen die im Gehirn gespeichert sind, also das selbe Platzproblem.
Von wegen Überbevölkerung sehe ich da aber eigentlich kein Problem, steigender Wohlstand bedeutet eigentlich auch immer sinkende Geburtenraten und unsterblich bedeutet ja nicht unverwundbar. Zudem kommt das Projekt Weltall wirklich mal in Schwung und man kann neue Lebensräume in unserem Sonnensystem erschließen.
AMBER schattensturm
21.08.2009, 13:51
Bisher eine sehr interessante Diskussion, was mir aber im Moment etwas fehlt ist das "wie".
Unsterblichkeit im Sinn von Unverletzlich, Gottgleich, etc. würde ich eher ins Reich der Fantasy verbannen und nicht im SciFi Forum behandeln.
Wenn man einmal von "magischen" oder fantastischen Unsterblichkeitsverzauberungen absieht, was bleibt dann übrig?
Was mir dazu einfallen würde:
Eingelegte Gehirne, wie sie in Futurama parodiert werden.
Übertragen der Erinnerungen vor dem Tod auf einen Computer, sozusagen unsterblich in einem Roboterkörper
Naniten die Zellen konstant reparieren und so ein Altern verhinden
Verjüngungtherapien, der Körper wird, wenn er z.B. ein Alter von 50 erreicht hat, wieder verjüngt (z.B. in Hamiltons ArmageddonZyklus)
Du vergisst den Klassiker der SciFi-Lebensverlängerung, den "Zellregenerator" bei Perry Rhodan. Ein Gerät, dass am Körper oder als Transplantat getragen wird und sozusagen, den Körper dauerhaft mit Zellregenerationsfähigkeiten versorgt, so dass sowohl der Alterungsprozess aufgehalten wird, als dass es auch die (Wund)heilungsfähigkeiten verbessert.
Unsterblichkeit im Sinn von Unverletzlich, Gottgleich, etc. würde ich eher ins Reich der Fantasy verbannen und nicht im SciFi Forum behandeln.
Wenn man einmal von "magischen" oder fantastischen Unsterblichkeitsverzauberungen absieht, was bleibt dann übrig?
Gut. Richtig. Wir sind hier im Science Fiction Forum. Ich denke aber, dass es durchaus zulässig ist, die Diskussion abstrakt und unabhängig vom Genre zu führen. Warin hat diesen Thread zwar hier eröffnet, allerdings glaube ich, dass er dabei nicht unbedingt daran gedacht hat, dass die Beiträge auf Science Fiction zu beschränken sind.
Na, habt ihr auch schon mal mit dem Gedanken gespielt? [...]
Und dann? Unsterblichkeit für Reiche, Geburtenkontrolle für Arme? Oder könnte man sich die Unsterblichkeit durch besondere Leistung verdienen, eine Auszeichnung für die geistige Elite? [...] Aber wie sieht es mit der Evolutionsfähigkeit aus? Ist eine Gesellschaft aus Unsterblichen zwangsläufig dem Untergang geweiht?
Und was bedeutet Unsterblichkeit überhaupt? [...]
Es ist sicherlich nicht ohne Absicht fast ausschliesslich in Form von Fragen formuliert. Und bisher sind alle Fragen in teilweise ziemlich ausführlicher Form und auch tatsächlich auf zum Teil hohem Niveau angesprochen worden. (Das MUSSTE ich unbedingt erwähnen. Ich zwar neu hier und daher noch etwas skeptsich, was die Community betrifft, bin aber doch recht positiv überrascht)
Das dazu.
--------------Falzkante. Bitte hier knicken--------------------
Bisher eine sehr interessante Diskussion, was mir aber im Moment etwas fehlt ist das "wie".
Der Modus Operandi, also das "Wie" , die Konditionen der Unsterblichkeit, das ist hier durchaus schon zur Sprache gekommen:
Das zeigt das Problem unserer Debatte: da es keine klare Definition von "Unsterblichkeit" gibt und keiner von uns unsterblich ist (nehme ich einfach mal an), reden wir als Blinde von der Farbe (wobei es in dieser Frage nur Blinde gibt). Der Vampir Lestat ist unsterblich, Connor Maceod ist es auch. Aber ihre Unsterblichkeit hat völlig andere Konditionen, weshalb sich alle Fragen anders beantworten würden.
Allerdings ist das nicht konkret benannt worden, so wie Alcarinque es geschrieben hat.
Festzustellen ist also, dass die Folgen von Unsterblichkeit davon abhängen, auf welchem Wege und mit welchen Mitteln sie erreicht wird. Das "Wie" ist entscheidend.
Ich habe mir gerade mal die Mühe gemacht, zu versuchen wieviele Mitglieder sich in diesem Thread für Unsterblichkeit entschieden haben und wieviele dagegen. Natürlich ist das unscharf, weil fast in allen Beiträgen Bedingungen formuliert werden und die Äusserungen daher zum Teil nicht eindeutig sind. Trotzdem ergibt sich folgendes Bild:
Mitglieder, die sich in ihren Beiträgen für Unsterblichkeit äussern: 8
Mitglieder, die sich in ihren Beiträgen gegen Unsterblichkeit äussern: 22
Ich finde das Ergebnis erstaunlich. Wenn man eine ganz schlichte Umfrage starten würde (Wie geht das eigentlich?), die folgende Frage stellt:
Wollt ihr unsterblich sein?
Ja
Nein
so würde das Ergebnis vermutlich möglicherweise anders aussehen.
Was ich hier gelernt habe, ist: Es hängt von den Bedingungen ab, dem "Wie", den Konditionen.
Dumm ist nur: Das ist nichts Neues. Mmmmh...
Nicht, dass ich jetzt missverstanden werde. Mein Motiv hier zu posten ist, zu beleuchten wie Unsterbliche oder Unsterblichkeit in Geschichten oder im Rollenspiel glaubhaft dargestellt werden kann. Was das betrifft, so bin ich da doch schon gewaltig voran gekommen.
Allgemeinplatz
21.08.2009, 23:29
Da in unserer technisierten Gesellschaft das Spirituelle immer mehr vom dem logisch Begründbaren verdrängt wird, ist das wie vielleicht gar nicht mehr so entscheidend. Für einen Menschen des Mittelalters war die Unsterblichkeit sicher im Leben nach dem Tode zu suchen. Nur jene, welche die moralischen Grundsätze der Bibel vollkommen verworfen hatten, suchten nach einem Weg, ihr Leben auf der Erde zu verlängern.
Ich möchte jetzt nicht sagen, das wir unsere moralischen oder spirituellen Werte vollkommen verloren haben. Was allerdings für viele evtl. fraglich ist, ist ein Leben nach dem Tod. Da lässt sich die Frage nach dem "wie" eigentlich auf zwei grundlegende Möglichkeiten reduzieren:
1. Verlängerung der Lebensfähigkeit des eigenen Körpers / des Gehirns. Ob das nun durch Organtransplantation, Zellregeneration oder das Gehirn in Dosen geschieht.
2. Transfer des Bewußtseins auf ein anderes Medium. Auch hier: Egal ob es der Computer, das Internet, als energetische Lebensform oder auch ein fremdes Gehirn ist.
Wie groß ist denn die Angst vor der völligen Auflösung des Bewußtseins nach dem Tode? Ich kann mir durchaus vorstellen, das einige Menschen dann nach jedem Strohhalm greifen, auch auf Kosten anderer Lebewesen. Was danach kommt, während eines solchen ewigen Lebens, das ist erst einmal uninteressant. Hauptsache leben und nicht den natürlichen Weg der Kompostierung und der Speicherlöschung gehen...
Der Allgemeinplatz
Alcarinque
22.08.2009, 11:21
@Ylduran: Sorry wenn das als Kritik rübergekommen ist, ich wollte nur einen weiteren Aspekt erwähnen.
Denn wie du so schön zusammengeschrieben hast haben sich viele gegen Unsterblichkeit ausgesprochen, aber bei den meisten Postings war, zumindest schien es mir so, der Hintergrund, das man einmal umgewandelt wird und dann für immer unsterblich sei. Wenn man sein z.B. immer nur um 50 Jahre verlängern kann würde die Umfrage sicher ganz anders aussehen.
Außerdem könnte auch das Alter eine gewisse Rolle spielen ob man unsterblich sein will oder nicht. :D
@Allgemein: Ich würde das nicht mal auf das Mittelalter beschränken, ein gläubiger Mensch, der an das Leben nach dem Tode glaub, wird vermutlich auch heutzutage weniger Interesse an lebensverlängernden Mitteln haben als ein Atheist.
@Amber: Perry Rhodan habe ich leider nur wenige Bücher gelesen, aber ich denke so eine Zellverjüngungsmaschine würde ich heutzutage am Ehesten mit Nanobots erklählren. :D
@Ylduran: Sorry wenn das als Kritik rübergekommen ist, ich wollte nur einen weiteren Aspekt erwähnen.
Kritik ist erwünscht und daher kein Problem. Nur eine Diskussion, in der unterschiedliche Standpunkte argumentiert werden ist meiner Ansicht nach sinnvoll. Daher muss es auch Kritik an anderen Standpunkten geben können, auch wenn es eine Anmerkung ist, die darauf hinweist, dass das Thema möglicherweise ein anderes ist. Kritik ist daher entweder durch schlüssige Argumentation zu entkräften oder vielleicht auch nur zu relativieren oder wenn berechtigt und nicht ausräumbar anzunehmen und sollte zur Revision des eigenen Standpunktes führen.
Das war jetzt wirklich nicht zum Thema.
Von wegen Überbevölkerung sehe ich da aber eigentlich kein Problem, steigender Wohlstand bedeutet eigentlich auch immer sinkende Geburtenraten und unsterblich bedeutet ja nicht unverwundbar.
Sicher, der Anstieg der Bevölkerung wird sich wohl früher oder später ganz von selbst regeln. Aber ich würd´ sagen, da gibt es nur noch zwei Möglichkeiten:
- Entweder eine natürliche Regulierung durch die "Überlastung der Biosphäre" oder
- durch Maßnahmen (Gesetze) in Form von strengen Geburtenkontrollen
Die dritte Möglichkeit "Rückgang der Geburten durch Wohlstand", wie sie hierzulande ganz gut funktioniert, ist m.M.n. aber nicht (mehr) möglich.
Einerseits; die Volkswirtschaften der Industrieländer benötigen Millionen von hungernden Tagelöhnern - auch um ihren/unseren westlichen Wohlstand zu sichern. (Denn wie soll man sonst das Pfund Kaffee für 2,59.- ins Regal stellen oder beim Textildiscounter die Shirt´s für 3,99.- anbieten?:rolleyes:)
Und andererseits; sollten weitere fünf Mrd. Menschen so leben wie wir heute, tritt wiederum Punkt Eins ein: "Überlastung der Biosphäre" - die Folgen sind bekannt...
Zudem kommt das Projekt Weltall wirklich mal in Schwung und man kann neue Lebensräume in unserem Sonnensystem erschließen.
Das wäre dann evtl. Möglichkeit Vier.^^
In der Hinsicht war ich auch mal sehr otimistisch, aber mittlerweile hat sich bei mir Ernüchterung breit gemacht. Denn eher wir (die Menschheit) soweit sind...*gähn*
Außerdem denke ich nicht, dass Millionen von Menschen von der Erde aus "Platzgründen" zu anderen Planeten gebracht werden (können). Höchstens viell. einige hundert bzw. zehntausend, die sich ja dann auf weit entfernten Raumbasen befinden und wiederum ihre eigenen Staaten und auch (Einwanderungs)Gesetze haben werden.
Die irdischen Probleme wird man in dieser Form wohl nicht exportieren können.
Was aber eigentlich immer ein Thema sein wird, ist Geld, nur die Reichen können es sich leisten, oder man muss sein Leben lang sparen um sich eine Verjüngung leisten zu können um das nächste Leben genau gleich zu verbringen.
Das ist richtig.*ja*
Selbst ein einfacher aber viell. doch komplizierter Knochenbruch kann schnell (inkl. Erstversorgung - z.B. Hubschraubereinsatz, Krankenhausaufenthalt, Operationen, Reha-Maßnahmen, Protese usw.) mehr kosten als der Verletzte je an Beiträgen gezahlt hat. Die Heilungschancen waren noch nie so gut wie heute, allerdings waren auch die Kosten noch niemals so hoch...
Ein Problem, welches bei umfangreichen medizinischen Maßnahmen (die ja gut sind!) immer weiter zunimmt. Darüber wird sich noch so manche(r) Gesundheitsminister(in) den Kopf zerbrechen.
Wobei auch statistisch belegt ist, dass reiche Menschen wesentlich länger leben als solche mit geringem Einkommen.
Sollte daher (viell. in entfernter Zukunft) die "Unsterblichkeit" auf medizinischen Errungenschaften beruhen, wird wohl auch ein "Unsterbliches, äh... unerschöpfliches Bankkonto" Vorraussetzung dafür sein.:D
Ich habe mir gerade mal die Mühe gemacht, zu versuchen wieviele Mitglieder sich in diesem Thread für Unsterblichkeit entschieden haben und wieviele dagegen.[...] Wenn man eine ganz schlichte Umfrage starten würde (Wie geht das eigentlich?), die folgende Frage stellt:
Wollt ihr unsterblich sein?
so würde das Ergebnis vermutlich möglicherweise anders aussehen.
Hehe... ja, kommt halt immer auf die Fragestellung an. Wie würde das Ergebnis aussehen, wenn ich fragen würde: "Ist es auf lange Sicht gesehen etisch & moralisch vertretbar, unsterblich zu sein?";)
Allgemeinplatz
24.08.2009, 19:15
Hehe... ja, kommt halt immer auf die Fragestellung an. Wie würde das Ergebnis aussehen, wenn ich fragen würde: "Ist es auf lange Sicht gesehen etisch & moralisch vertretbar, unsterblich zu sein?";)
Es gibt ja sicher viele Gründe außer der Angst vor dem Tod, länger oder gar ewig leben zu wollen. Aber irgendwie schleicht sich bei mir da der Gedanke ein, das die Frage der Ethik da für die Mehrzahl eine Nebenrolle spielt. Wie viele reiche Menschen würden denn aus ethischen Grundsätzen heraus ihren Reichtum mit den Ärmsten teilen, mit dem Endresultat, am Ende gar mit diesen Menschen finanziell auf einer Stufe zu stehen? Die Frage ließe sich sicher auch auf eine mögliche Unsterblichkeit oder Langlebigkeit ausweiten.
Unsterblichkeit bei Aldi im Sixpack ist sicherlich eine Utopie. Ich denke auch, das nur die Reichen oder gar Superreichen sich so etwas leisten werden können. Wenn ich also so etwas kaufen kann, warum dann nicht, wenn das Geld da ist? Ethik? Wo bist du?
Es muss übrigens nicht über tatsächliche Unsterblichkeit gesprochen werden. Das Altern ohne krank zu sein, ohne geistigen und körperlichen Verfall ist schon verlockend genug. Genau da sehe ich für die Zukunft die Erfüllung des Traumes von der Unsterblichkeit. Bis zum Ende hin im Vollbesitz meiner Kräfte? Ja, gerne. Unsterblich über den Tod hinaus? Lieber nicht.
Zerstört die Unsterblichkeit nicht vielleicht das was wir sind, nämlich ein ganz normaler Mensch zu sein?
Der Allgemeinplatz
Auch wenn man die Frage nach der Ethik, also nach dem moralisch Begründbaren oder dem sittlich Vertretbaren in Bezug auf Unsterblichkeit stellt, so sind auch hier zuerst Konditionen der Unsterblichkeit zu betrachten. Ethische Probleme treten dann auf, wenn Unsterblichkeit als Privileg für einen Teil der Bevölkerung ermöglicht wird. Ist die gesamte Bevölkerung unsterblich, gibt es dahin gehend auch keine ethischen Probleme. Natürlich ist die Idee, Unsterblichkeit käuflich zu machen und bei ausreichenden, finanziellen Mitteln erwerben zu können, ethisch nicht vetretbar.
Andererseits sind Privilegien ein reichlich "normaler" Bestandteil aller Gesellschaften. Selbst in unserer, aktuellen Situation sind Teile der Bevölkerung durch ihren Besitz an materiellen Gütern priviligiert. Über die Möglichkeit der Vererbung sogar durch Geburt. Ist das ethisch vertretbar?
Ist die gesamte Bevölkerung unsterblich, gibt es dahin gehend auch keine ethischen Probleme.
Öhm... doch - find ich zumindest.^^
Denn Unsterblichkeit heißt ja auch, anderen (ungeborenen) Menschen einen Platz auf dieser Erde vorzuenthalten. Wobei ich "Platz" jetzt nicht nur in Form von räumlicher Einschränkung sehe.;)
Zudem würde die Evolution für die Spezies, dessen Individuen "unsterblich" sind, komplett zum Stillstand kommen. Denn ohne vernünftige Geburtenkontrolle (oder besser gar keine Geburten) geht die Form des "unbegrenzten Lebens" sicher nicht allzu lange gut...
Und wenn es viell. doch sowas wie Wiedergeburt geben sollte, werden die Leute im "Jenseits" in der "Warteschlange" dann bestimmt ziemlich ungeduldig werden.:D
Klar, wenn jemand stirbt ist das immer tragisch, besonders wenn dieser Mensch einem sehr nahe stand, aber er schafft auch gleichzeitig neuen Raum für kommende Generationen. Ein langes (erfülltes) Leben sei natürlich jedem gegönnt und meinetwegen auch ein "extralanges" - jedoch muss iwann Schluss sein. Aber in einer flächenmäßig unbegrenzten Welt wäre Unsterblichkeit sicher ein geringeres Problem als in dieser.
Andererseits sind Privilegien ein reichlich "normaler" Bestandteil aller Gesellschaften. Selbst in unserer, aktuellen Situation sind Teile der Bevölkerung durch ihren Besitz an materiellen Gütern priviligiert. Über die Möglichkeit der Vererbung sogar durch Geburt. Ist das ethisch vertretbar?
Besitz und Reichtumer (legal) zu erwirtschaften oder anzuhäufen, daran ist nichts einzuwenden, im Gegenteil. Der Eine schafft das besser, der Andere viell. halt weniger gut in seinem Leben und ich denke, dass wird auch immer so bleiben.
Jedoch materielle Güter auf Kosten anderer zu erwirtschaften... oder besser zu ergaunern, DAS ist m.M.n. ethisch nicht vertretbar.*nein* (Stichwort: Hungerlöhne)
Denn Unsterblichkeit heißt ja auch, anderen (ungeborenen) Menschen einen Platz auf dieser Erde vorzuenthalten. Wobei ich "Platz" jetzt nicht nur in Form von räumlicher Einschränkung sehe.;)
Nach der Logik bist auch Du durch deine bloße Existenz ein Massenmörder- denn für eine Empfängnis brauct es (lt. WHO) etwa 20 Mio. Spermien pro ml. 20 Mio. potentiellen Menschen wurde ein Platz auf dieser Erde vorenthalten, nur weil Du Dich vordrängeln musstest :D
Zudem würde die Evolution für die Spezies, dessen Individuen "unsterblich" sind, komplett zum Stillstand kommen.
Keine Zwangsläufigkeit. Sie könnten auch eine neue Qualität in der Evolution erreichen- etwa so wie der Sprung von (unsterblichen) Einzellern zu (sterblichen) Mehrzellern.
Die Frage wird vollends unbeantwortbar, wenn wir die gesellschaftliche Entwicklung einbeziehen:
Wenn z.B. ein Teil der Menschen unsterblich, ein anderer sterblich ist, kann allein das zu Konflikten führen, die jeden Stillstand verhindern.
Ebenso bleibt offen, ob die Existenz der Unsterlichen überhaupt allgemein bekannt ist (Achtung, Verschwörungstheorie: was wäre, wenn die Superreichen schon unsterblich sind und die neuen Geschäftleute in ein paar Jahrzehnten dieselben sein werden, die gestern beerdigt wurden?)
Ebenso offen ist, ob die Unsterblichen überhaupt gegenseitig voneinander wissen oder auch nur dei geringste Ahnung haben, warum sie unsterblich sind.
Und wenn sie sich kennen, steht nicht fest, weolches Verhältnis die Untserblichen zueinander haben (Distanz, Rivalität, Feindschaft, Zusammengehörigkeit?)
Jedoch materielle Güter auf Kosten anderer zu erwirtschaften... oder besser zu ergaunern, DAS ist m.M.n. ethisch nicht vertretbar. (Stichwort: Hungerlöhne).
DAS ist legal und in einem kapitalistischen Wirtschaftssystem auch unvermeidlich. Das "mehr" an Verdienst der einen ist das "mehr" an Verausgabung von Arbeitskraft der anderen. Wert und Geld kommen schließlich nicht aus dem Nirvana. "Geschäft" und "Gaunerei" ist insofern nur ein semantischer Unterschied :D. (sr wg ot)
Nach der Logik bist auch Du durch deine bloße Existenz ein Massenmörder- denn für eine Empfängnis brauct es (lt. WHO) etwa 20 Mio. Spermien pro ml. 20 Mio. potentiellen Menschen wurde ein Platz auf dieser Erde vorenthalten, nur weil Du Dich vordrängeln musstest :D
So meinte ich das zwar nicht, aber gut: "Besser einer - als keiner, oder?" ^^
Ne, im Ernst:
Die Persöhnlichkeit, der Charakter und alles was mit (m)einer Identität zusammenhängt, entsteht m.E. erst im Leben, durch Umwelteinflüsse und den Kontakt mit anderen Personen. Die Seele "formt" sich erst im Verlauf des Lebens. Spermien & Eizellen enthalten doch lediglich "nur" den "Standartbauplan" eines Menschen - mehr nicht.
Erst wenn dieser "Bauplan" aktiviert wird - sprich, wenn es zur Schwangerschaft kommt, gewinnt jeder Mensch durch versch. Prozesse erste Zeichen von Individualität. Und fast alle Lebewesen produzieren aus "Sicherheitsgründen" mehr Fortpflanzungsmaterial als es eigl. nötig wäre.
Aber je älter die Menschen werden, desto langsamer muss die Generationenfolge stattfinden. Bei Unsterblichkeit (keine Alterung) würde es jedoch keinen solchen Wechsel mehr geben, denn Geburten wären dann in einer begrenzten Welt fatal.
Aber gar keine Geburten würde natürlich bedeuten, den Sinn des Lebens auszuhebeln. Und das würde ja wiederum bedeuten, dass es keine Kinder mehr gibt, die eine Gesellschaft m.M.n. mehr bereichern als jede andere Altersgruppe.
Und darauf wollte ich ja eigl. nur hinaus.;) Nämlich, dass man mit der eigenen Unsterblichkeit (bzw. Ignoranz) neuen Generationen die Zukunft verwehrt.
Jedoch materielle Güter auf Kosten anderer zu erwirtschaften... oder besser zu ergaunern, DAS ist m.M.n. ethisch nicht vertretbar.*nein* (Stichwort: Hungerlöhne)
DAS ist legal und in einem kapitalistischen Wirtschaftssystem auch unvermeidlich. Das "mehr" an Verdienst der einen ist das "mehr" an Verausgabung von Arbeitskraft der anderen. Wert und Geld kommen schließlich nicht aus dem Nirvana.
Ja, natürlich ist das vollkommen legal, keine Frage.
Aber...
Nicht alles was legal ist, ist am Ende auch gerecht.;) Und da beginnen die Probleme!
Wie ich hier im Forum schon mal erwähnt hab: "Menschen, die nichts mehr besitzen, haben auch nichts mehr zu verlieren."
Wenn z.B. in Paris tausende (Luxus)Autos brennen, ist das zwar nicht legal, zeigt aber, dass (u.a.) an der Einkommensverteilung etwas falsch läuft. Ich hab´ auch oft dem Kapitalismus die Schuld dafür gegeben, was aber eigl. nicht richtig ist. Denn dieser Umstand kommt mehr oder weniger in allen Gesellschaftsformen vor, die mit "...ismus" enden.
Und man kann Menschen, deren Einkommen sehr weit auseinanderliegen, nicht dicht nebeneinander leben bzw. wohnen lassen - das geht nicht lange gut. Besonders dann nicht, wenn diese Einkommensschere mit der Zeit immer mehr auseinander geht. Das hat in der Geschichte schon viele Konflikte ausgelöst - u.a. war "ungerechte Verteilung" Auslöser der französischen Revolution. Aber gut, nun waren die Franzosen schon eh immer ein Volk der "Revolutionäre".
Aber noch ein Beispiel:
Wenn eine handvoll der reichsten Menschen in Deutschland ein genauso hohes Einkommen haben, wie mehrere hundert Mio. der ärmsten Menschen dieser Erde, dann ist iwas faul... Denn dieses Kapital wurde (über Umwege) zum Teil auf genau den Knochen dieser Menschen aufgebaut, die wohl nie das 50´ste Lebensjahr erreichen werden.
Natürlich ist das alles vollkommen legal... Nur, dass hat in meinen Augen nichts mehr mit "Legalität" oder Neid zu tun - sondern mit Gerechtigkeit & Anstand.
Wenn dieser Umstand immer mehr zunimmt, braucht man sich jedoch über so manchen blutigen Konflikt nicht mehr wundern.:rolleyes:
Wie gesagt, es wird immer Menschen geben, die mehr besitzen, verdienen... als andere. Einfach deshalb, weil sie erfolgreicher sind - egal in welchem politischen System sie leben. Eine klare Sache - aber das ist nicht der Punkt.
Wenn jedoch Raffgier & Maßlosigkeit überhand nehmen, dann hat früher oder später die "Rüstungsindustrie" volle Auftragsbücher. Panzersperren, Minenfelder und Stacheldraht werden dann aber nicht mehr reichen, um den Mob aufzuhalten. Das zeigt die Geschichte sehr deutlich...
---
P.S: Wär´ ja z.B. nich´ schlecht, wenn die auf Hungerlohnbasis bezahlten Gastarbeiter von heute auf morgen sagen würden: "Wenn ihr schon extrem billigen Spargel haben wollt, dann stecht den Schei... auf euren Äckern doch selber!" Hehe... die langen Gesichter der einheimischen Spargelfreunde möcht´ ich dann mal sehen.;)
Ein gerechter Lohn hat m.E. auch etwas mit "Würde" zu tun - die ja angeblich "unantastbar" sein soll.
Aber wieder zurück zur Unsterblichkeit...
Ebenso bleibt offen, ob die Existenz der Unsterlichen überhaupt allgemein bekannt ist (Achtung, Verschwörungstheorie: was wäre, wenn die Superreichen schon unsterblich sind und die neuen Geschäftleute in ein paar Jahrzehnten dieselben sein werden, die gestern beerdigt wurden?)
Ebenso offen ist, ob die Unsterblichen überhaupt gegenseitig voneinander wissen oder auch nur dei geringste Ahnung haben, warum sie unsterblich sind.
Ui... eine gewagte These. Fox Mulder lässt grüßen...*lol*
Aber wer weiß, viell. weilt ja schon der ein oder andere "Highlander" unter uns, ohne das wir davon wissen!?^^
Wenn z.B. ein Teil der Menschen unsterblich, ein anderer sterblich ist, kann allein das zu Konflikten führen, die jeden Stillstand verhindern.
Da sind wir anscheinend (naja, mehr oder weniger^^) einer Meinung.:D
Tja, wie eine Gesellschaft wohl aussehen würde, wenn sich evtl. nur allein die hohen Einkommensschichten "Unsterblichkeit" (in Form von medizinischen Errungenschaften) leisten können, will ich mir gar nicht richtig vorstellen...
Für mich ist diese "Teilung" aber auch schon ein Grund, warum eine solche Gesellschaft von Anfang an zum grandiosen Scheitern verurteilt wäre. Wobei ich, wenn die gesamte Bevölkerung unsterblich wäre, mind. die selben Probleme sehe.
Ebenso bleibt offen, ob die Existenz der Unsterlichen überhaupt allgemein bekannt ist (Achtung, Verschwörungstheorie: was wäre, wenn die Superreichen schon unsterblich sind und die neuen Geschäftleute in ein paar Jahrzehnten dieselben sein werden, die gestern beerdigt wurden?)
Eigentlich macht es keinen Unterschied, ob sie jetzt schon unsterblich sind oder nicht. Wir haben mittlerweile einen gesellschaftlichen Zustand erreicht, in dem, zumindest wenn man soziale Schichten als Ganzes betrachtet, Unsterblichkeit im Sinne eines besseren Lebens mit erheblich höherer Lebensqualität durch Vererbung von Privilegien bereits erzielbar ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass Herrn Ackermanns Nachwuchs dieselbe, vom Normalbürger astronomisch weit entfernte Lebensqualität erreicht, ist enorm hoch und wird sich weiter erhöhen.
Auch wenn diese Lebensqualität letztendlich durch Diebstahl erreicht worden ist. Denn: Ressourcen sind von vorne herein begrenzt. Ob sie sich überhaupt im Besitz von Personen oder Organisationen befinden dürfen, bleibt für mich ethisch fragwürdig. Wenn das der Fall ist, jedenfalls ist es legal, so bedeutet das jemanden etwas wegzunehmen, weil konsequent weiter gedacht, würde es bedeutet, dass alles was an Ressourcen vorhanden ist, bereits jemanden gehört. Aneignung ist daher Diebstahl.
@Conan: Auch dein Beitrag dreht sich jetzt stark um so etwas wie die Vertretbarkeit sozialer Unterschiede. Wir kommen vom Thema ab. (Man beachte das "auch" am Satzanfang ;))
Yussuf der Esel
01.09.2009, 15:02
Auch wenn das komisch klingt... Ist es nicht irgendwann langweilig zu leben?
Als meine Ur-Grußmutter gestorben war, war sie glücklich es zu können.
Ich denke, dass man im Alter einfach die Lust dran verliert. Irgendwann ist es genug.
Die Elfen in der Fantasy sind ein schönes Beispiel, dass es irgendwann reicht.
In einigen Romanen sterben die Elfen dann, wenn sie glauben ihr Ziel erreicht zu haben.
Genau so ist es auch in Echt.
Wenn du länger lebst, als du brauchst, dann bist du irgendwann unglücklich.
Magitorius
06.09.2009, 16:33
Ist es nicht irgendwann langweilig zu leben?
Genau der Meinung bin ich auch. Ich kann es mir auch nicht vorstellen Ewig zu leben. Ich hab mich z.B. immer gefragt wie um Gottes Willen sie es geschaft haben die Geschichte von Perry Rhodan über tausende von Geschichten zu ziehen. Aber ich denke wenn man keine so herausragende Persöhnlichkeit ist, wird einem mit der Zeit dann doch langweilig.
Das man die Unsterblichkeit durch irgentwelche Techniken in Zukunft erreichen kann, glaube ich ehrlichgesagt nicht. Und wenn man es eines Tages doch schaft würde ich mir natürlich wünschen, dass dieses Wissen der gesammten Menschheit zu Gute kommt und nicht nur ein Paar Reichen. Aber so wie die Dinge im moment stehen, sehe ich das nicht besonders positiv. (doch wieder nur die Reichen)
Naja du eine gewisse Art von Unsterblichkeit durch seine Werke zu erreichen ist ja nun auch heute schon möglich. Dazu muss man allerdings ein wirkliches Meisterwerk abliefern, sonst klappt das natürlich nicht. :D
Fazit: Lieber keine Unsterblichkeit, das führt nur zu Ungerechtigkeiten.
Ich kann auch damit leben nicht ewig da zu sein. Ist vielleicht auch besser für eine Mitmenschen ;)
Gruß
Magitorius
Ist es nicht irgendwann langweilig zu leben? ... Ich denke, dass man im Alter einfach die Lust dran verliert. Irgendwann ist es genug.
Ich denke, man verliert nicht die Lust am Leben als solchem, sondern die Lust am Altern mit all seinen Begleiterscheinungen. Irgendwann ist das Alter größere Qual als das Leben an Freude bringt.
Aber angenommen, da käme ein Mephisto mit dem (glaubwürdigen) Angebot, ein 60jähriger könnte wieder jung werden und bleiben, solange er will- von hundert Menschen, wieviele würden da wohl ablehnen?
Naja du eine gewisse Art von Unsterblichkeit durch seine Werke zu erreichen ist ja nun auch heute schon möglich. Dazu muss man allerdings ein wirkliches Meisterwerk abliefern, sonst klappt das natürlich nicht. :D
Müssen ja keine positiven Leistungen sein. Herostratos ist heute noch bekannt- weil er vor 25 Jaherhunderten den Artemis-Tempel in Ephesos angezündet hat. (Für einen gewissen Deutsch-Österreicher sehe ich da auch gute Chancen :D)
Dragonologist
12.02.2010, 18:36
Physisch unsterblich? Nur über meine Leiche*grins*
Ehrlich, ich will nicht ewig jung oder lebendig bleiben. Ich hatte immer das Gefühl, älter zu sein als mein Körper und freue mich sehr auf das Altern. Ich lebe mein Leben sehr intensiv; in alle Ewigkeit wäre mir das zu anstrengend, deswegen bin ich froh, dass ich eines Tages sterben werde, und dass möglichst auch mein Tod noch irgendwem nützen wird.
Mir ist es auch egal, ob man noch lange über mich reden wird; ich will nur wissen, dass ich diese Welt als einen besseren Ort verlasse, als ich ihn vorgefunden habe. Unsterblichkeit ist mir egal oder ein mittleres Gräuel...
...ich will nur wissen, dass ich diese Welt als einen besseren Ort verlasse, als ich ihn vorgefunden habe...
Was vielleicht ein noch viel größeres (anspruchsvolleres, schwierigeres) Ziel ist als unsterblich werden zu wollen ...
Dragonologist
13.02.2010, 18:43
Ja. Na und? Es lohnt sich und ich werde nicht aufgeben! :steckenpferd:
"Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist; es ist nur deine Schuld, wenn sie so bleibt!" *unterschreib*
Und was bedeutet Unsterblichkeit überhaupt? Ewiges Leben oder nicht in Vergessenheit geraten, durch Werke, Wirken, Tun? Ich tendiere zu letzterem. Und in diesem Sinne erachte ich "Unsterblichkeit" durchaus für erstrebenswert.
Hm, was würde mir aber die Unsterblichkeit meiner Werke nützen, wenn nach meinem Tode für mich alles vorbei wäre (einmal angenommen, mit dem physischen Tod stirbt auch die Seele - und nichts bleibt von mir ausser meine Werke - schön für den Rest, aber ich bin "weg").
Und wenn nicht, und meine Seele nach meinem physischen Tod das ewige Leben erwartet, kümmern sie dann noch Belange des vorhergegangenen "Stadiums"?
Oder, wenn ich nach meinem Tod als anderes Wesen wiedergeboren werde, ist es wichtig für dieses wiedergeborene Wesen, was sein Vorgänger "erreicht" hat?
Hier evtl. schon, wenn man dadurch Stufe für Stufe dem Nirvana näher käme.
Es ist sicher ein angenehmes Gefühl zu Wissen, dass man zu Lebzeiten viel Gutes und Sinnvolles getan hat, das Anderen geholfen hat, wenn die Zeit kommt.
Aber ich glaube nicht hauptsächlich, weil dadurch ein Name der Nachwelt erhalten bleibt, sondern die positiven Auswirkungen der guten Tat.
Körperlich ewig leben auf der anderen Seite, auch wenn vorausgesetzt wäre, dass Körper und Geist ewig jung bleiben (im Sinne von nicht verkalken).....für mich wäre das nichts.
Alle Menschen, die man liebt sterben nach und nach....soll man sich ständig Neue suchen und wäre das für eine Seele auf ewig praktiziert gesund?
Könnte irgendwann in den Wahnsinn führen, glaube ich.
Puh, ich würde das nicht wollen.
EDIT:
Eines ist mir noch eingefallen, nur so ein Denkansatz.
Ein Mensch verändert sich ja im Laufe seines Leben nicht nur körperlich, sondern auch geistig...und ich meine damit nicht den im Alter zunehmenden Verfall.
Die Denkweise verändert sich im Laufe der Jahre.
Überspitzt gesagt, die Jugend ist extrem in ihren Ansichten und sucht nach dem Neuen, Anderen, Besseren, das Alter ist ruhiger, konservativer, besitzt aber mehr von dem, was man Lebenserfahrung nennt.
Das merke ich an mir selbst und ich bin noch nicht sooo alt ;).
Wie würde dies wohl bei jemandem enden, der 1.000 Jahre oder mehr auf dem Buckel hat?
Dazu hatte Douglas Adams doch so eine hübsche Idee. War da nicht dieser unsterblich Gewordene, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, jedes Lebewesen im Universum zu beschimpfen, und zwar in alphabetischer Reihenfolge? Dem gingen doch die Unsterblich geborenen Wesen derartig auf den Sa... , mit ihrer Ausgeglichenheit und Glückseligkeit, daß er seine Agressivität auf diese Weise loszuwerden versuchte. Ich besitze leider das Buch nicht selber und daß ich es zuletzt gelesen habe, ist nun bestimmt schon zwanzig Jahre her, also die Details (wie Namen) sind irgendwie nicht mehr greifbar. Trotzdem: ein "ergötzliches" Bild!*grins*
Alcarinque
15.02.2010, 11:09
Wie würde dies wohl bei jemandem enden, der 1.000 Jahre oder mehr auf dem Buckel hat? Das hängt wohl auch sehr damit zusammen wie man ewig lebt. Wenn man alle 50 Jahre wieder einen jugendlichen Körper bekommt wird man sich sicher ganz anders verhalten (Hormone und so) als wenn der aktuelle Körper einfach am Leben gehalten wird, das Altern deaktiviert werden kann oder so.
Wer weiß, vielleicht sind dann alle so abgestumpft das sie nach dem ultimativen "Kick" suchen und Extremstsportarten würden überall nur so aufblühen. (Lavasurfen, Tiefseeschnorcheln, Nudisten-pol-marathon, Löwenringen etc.)
:D
Dragonologist
15.02.2010, 13:42
Hm, was würde mir aber die Unsterblichkeit meiner Werke nützen, wenn nach meinem Tode für mich alles vorbei wäre (einmal angenommen, mit dem physischen Tod stirbt auch die Seele - und nichts bleibt von mir ausser meine Werke - schön für den Rest, aber ich bin "weg").
Und wenn nicht, und meine Seele nach meinem physischen Tod das ewige Leben erwartet, kümmern sie dann noch Belange des vorhergegangenen "Stadiums"?
Oder, wenn ich nach meinem Tod als anderes Wesen wiedergeboren werde, ist es wichtig für dieses wiedergeborene Wesen, was sein Vorgänger "erreicht" hat?
Hier evtl. schon, wenn man dadurch Stufe für Stufe dem Nirvana näher käme.
Es ist sicher ein angenehmes Gefühl zu Wissen, dass man zu Lebzeiten viel Gutes und Sinnvolles getan hat, das Anderen geholfen hat, wenn die Zeit kommt.
Aber ich glaube nicht hauptsächlich, weil dadurch ein Name der Nachwelt erhalten bleibt, sondern die positiven Auswirkungen der guten Tat.
Ich denke auch, dass es der Seele oder sonstigen weiterlebenden Dingen nach dem Tod nichts nützt - außer, ja, im Karma-System. Ich denke, dass wir Menschen bestimmte Taten als (positiv!) "unvergesslich" definieren, die es wert sind, begangen zu werden. Daher, wenn ein Mensch viele (gute!) Dinge tut, um nicht vergessen zu werden, ändert er sein momentanes Leben und nicht unbedingt das nach seinem Tod. Kurz gesagt: Durch "unsterbliche" Taten verändert sich eigentlich "nur" das Leben und es kann einem de facto egal sein, ob nach dem Tod wirklich noch jemand drüber redet - wichtig ist, dass es Taten sind, die als erstrebenswert und erinnerungswürdig angesehen werden, und so den eigenen Lebensweg verändern.
Äh. Hab ich das irgendwie klar ausgedrückt? *wunder*
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