ChibiShiina
19.02.2008, 17:06
Das Buch schlechthin, die Geschichte von Hildegunst von Mythenmetz darf hier natürlich auch nicht fehlen. Deshalb hier in aller bescheidenen Kürze, die eines Mythenmetz natürlich eigentlich nicht gerecht wird, aber es wenigstens versucht.
Hildegunst ist als junge Großechse auf der uneinnehmbaren Lindwurmfeste aufgewachsen, einem Ort, an dem jeder davon träumt, einmal ein ganz großer Schriftsteller zu werden und zu diesem Zweck von den Eltern mit einem ”Dichtpaten” ausgestattet wird. Hildegunsts Abenteuer nimmt seinen Anfang, als sein Dichtpate Danzelot von Silbendrechsler das Zeitliche segnet und ihm ein Manuskript hinterlässt, das es in sich hat: Nur zehn Seiten umfasst es, aber es ruft beim Leser eine Vielzahl stärkster Empfindungen hervor wie kein anderer Text der zamonischen Literaturgeschichte.
Leider kennt Hildegunst den Namen des Autors nicht, denn Danzelot hatte die Erzählung von einem angehenden Schriftsteller erhalten und diesem empfohlen, sein Glück in der Bücherstadt Buchhaim zu versuchen. Und so macht sich Hildegunst auf den Weg in die Stadt der Träumenden Bücher, wo an jeder Straßenecke finstere Antiquariate auf Kunden lauern, magisch begabte Buchimisten ihr Unwesen treiben und auch sonst zahllose Gefahren die dem ahnungslosen Bücherliebhaber drohen ...
Um es gleich zu sagen: Moers’ Übersetzung aus dem Zamonischen ist vorzüglich gelungen. Mit großer Sprachgewalt beschwört er die exotische Bücherstadt mit all ihren merkwürdigen Lebensformen herauf. Ob gepanzerte Bücherjäger, Nebelheimer Trompaunenkonzerte oder Katakomben voller Erstausgaben und ”Gefährlicher Bücher” -- das vorliegende Werk ist eine Großtat der Völkerverständigung. Nicht nur die gekonnt ins Deutsche gerettete Makrostruktur des Buches und die zahllosen Illustrationen legen Zeugnis ab von Moers’ Kunst, auch im Detail hat er Herausragendes geleistet. Überaus staunenswert sind vor allem die herrlichen Alliterationen in Sätzen wie ”Eine Weile lauschte ich den beängstigenden Lauten der Labyrinthe ...” -- man kommt aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus.
Quelle: amazon
Ich gebe es zu, es war das Buch das mich zu Moers brachte, es war das Buch das mich fesselte und mich daran erinnerte warum ich das Schreiben und Lesen so sehr liebe. Eine fantasievolle versteckte Hommage an das Schreiben selbst. Faszinierend und Packend bis zum Schluß.
Es ist meine unangefochtene Nummer Eins aus der Reihe "Zarmonien" von Walter Moers. Als ich es las wollte ich ein Buchling sein, den ganzen Tag lang lesen und Bücher sortieren oder ich wollte Mythenmetz sein, den schreibenden Dinosaurier mit den Ausschweifungen. Ich war in diese Welt hinabgetaucht und es war absolut Fantasievoll.
Ausserdem hat Moers es geschafft mich an einer Stelle zu überrumpeln. Das schafft man bei mir normalerweise nicht so schnell, da ich immer vorausdenke und mir gewisse Dinge schon denken kann, aber an einer Stelle hat er mich tatsächlich mit einer Wendung in der Geschichte überrascht, die ich nicht bedacht hatte. Respekt.
Fazit:
Meiner Meinung nach der beste Moers. Ich hätte gerne noch mehr Geschichten über Mythenmetz selbst, eine interessante Persönlichkeit.
Hildegunst ist als junge Großechse auf der uneinnehmbaren Lindwurmfeste aufgewachsen, einem Ort, an dem jeder davon träumt, einmal ein ganz großer Schriftsteller zu werden und zu diesem Zweck von den Eltern mit einem ”Dichtpaten” ausgestattet wird. Hildegunsts Abenteuer nimmt seinen Anfang, als sein Dichtpate Danzelot von Silbendrechsler das Zeitliche segnet und ihm ein Manuskript hinterlässt, das es in sich hat: Nur zehn Seiten umfasst es, aber es ruft beim Leser eine Vielzahl stärkster Empfindungen hervor wie kein anderer Text der zamonischen Literaturgeschichte.
Leider kennt Hildegunst den Namen des Autors nicht, denn Danzelot hatte die Erzählung von einem angehenden Schriftsteller erhalten und diesem empfohlen, sein Glück in der Bücherstadt Buchhaim zu versuchen. Und so macht sich Hildegunst auf den Weg in die Stadt der Träumenden Bücher, wo an jeder Straßenecke finstere Antiquariate auf Kunden lauern, magisch begabte Buchimisten ihr Unwesen treiben und auch sonst zahllose Gefahren die dem ahnungslosen Bücherliebhaber drohen ...
Um es gleich zu sagen: Moers’ Übersetzung aus dem Zamonischen ist vorzüglich gelungen. Mit großer Sprachgewalt beschwört er die exotische Bücherstadt mit all ihren merkwürdigen Lebensformen herauf. Ob gepanzerte Bücherjäger, Nebelheimer Trompaunenkonzerte oder Katakomben voller Erstausgaben und ”Gefährlicher Bücher” -- das vorliegende Werk ist eine Großtat der Völkerverständigung. Nicht nur die gekonnt ins Deutsche gerettete Makrostruktur des Buches und die zahllosen Illustrationen legen Zeugnis ab von Moers’ Kunst, auch im Detail hat er Herausragendes geleistet. Überaus staunenswert sind vor allem die herrlichen Alliterationen in Sätzen wie ”Eine Weile lauschte ich den beängstigenden Lauten der Labyrinthe ...” -- man kommt aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus.
Quelle: amazon
Ich gebe es zu, es war das Buch das mich zu Moers brachte, es war das Buch das mich fesselte und mich daran erinnerte warum ich das Schreiben und Lesen so sehr liebe. Eine fantasievolle versteckte Hommage an das Schreiben selbst. Faszinierend und Packend bis zum Schluß.
Es ist meine unangefochtene Nummer Eins aus der Reihe "Zarmonien" von Walter Moers. Als ich es las wollte ich ein Buchling sein, den ganzen Tag lang lesen und Bücher sortieren oder ich wollte Mythenmetz sein, den schreibenden Dinosaurier mit den Ausschweifungen. Ich war in diese Welt hinabgetaucht und es war absolut Fantasievoll.
Ausserdem hat Moers es geschafft mich an einer Stelle zu überrumpeln. Das schafft man bei mir normalerweise nicht so schnell, da ich immer vorausdenke und mir gewisse Dinge schon denken kann, aber an einer Stelle hat er mich tatsächlich mit einer Wendung in der Geschichte überrascht, die ich nicht bedacht hatte. Respekt.
Fazit:
Meiner Meinung nach der beste Moers. Ich hätte gerne noch mehr Geschichten über Mythenmetz selbst, eine interessante Persönlichkeit.