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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Angriff" auf Liechtenstein


Warin
19.02.2008, 18:13
Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein (rofl, habt ihr bei dem Namen auch Bully Herbig vor Augen? Oder Alfons, den Viertel-vor-Zwölften?) fühlt sein Fürstentum "angegriffen", weil der BND auf Jagd nach deutschen Steuersündern Millionen für eine CD mit Daten brisanten Inhalts bezahlt hat.

Da hat wohl einer Angst um seine Volkswirtschaft, die nicht unerheblich vom Geschäft mit der Steuerunehrlichkeit lebt und dies gerne hinter dem Deckmäntelchen der Seriösität versteckt.

Sry, aber wer -wenn schon nicht aktiv, dann zumindest passiv- Steuerstraftaten fördert, sollte
ganz vorsichtig mit derartigen Äußerungen sein und
sich nicht aufs Bankgeheimnis berufen, wenn krumme Geschäfts ans Licht kommen.Schön auch die Aussage des Justizministers, "Liechtenstein habe seit dem Jahr 2000 zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um den Finanzplatz an internationale Standards heran zu führen" - ja erst seit 2000, erst, kann ich da nur sagen. Damit liegen sie Jahrzehnte zurück. Und was will er uns damit sagen? Erst nehmen wir den Liechtensteiner Geldhäusern und Stiftungsverwaltern die Geldwäscher und Mafiabosse weg und nun auch noch die "harmlosen" Steuersünder? Ja was bleibt denn da noch? Müssen wir jetzt einen EU-Fonds für Liechtenstein auflegen? Da muss ich vor Mitleid doch glatt mal in mein Taschentüchlein schnäuzen*lol*

Rusch
19.02.2008, 20:39
Am besten fand ich den Satz über das Steuersystem der Lichtensteiner. Sie bestimmen den Satz selbst und der wird dann aber entrichtet. Klar, wenn ein Land wie ein Egel an anderen Volkswirtschaft klebt, dann kann es sich leisten, niedrige Steuern zu verhänden.

Geschwätz!!!

John Doe
20.02.2008, 18:14
Liechtensteins Prinz wirft "Großstaaten" wie Deutschland sogar Hehlerei im großen Stil vor, schließlich hätten die deutschen Behörden Millionenbeträge an Datendiebe bezahlt. Dabei sind sie und einige andere Zwergstaaten die Hehler, die von der "Beute" der Steuerbetrüger leben. Wenn sogar internationale Organisationen wie die OECD Liechtensteins Auffassung des Bankengeheimnisses hinterfragen..

Rusch
21.02.2008, 13:03
Am allerbesten fand ich, dass Lichtenstein gegen einen gewissen Aufpreis einen Boten mit Diplomatenpass losschickt, der vom Kunden das Geld in bar abholt und dann nach Lichtenstein wieder mitnimmt. Die Zöllner können nichts machen, sondern nur den Wagen durchwinken.

Mad Bull
14.03.2008, 10:19
Hallo Fantasyfreunde,

das ist schon interessant. Das liefert Stoff für einen lustigen Wirtschaftskrimi.
Soviel ich weiss, ist Liechtenstein nicht die einzige Steueroase.
Steuern zahlen ist nichts schönes. Bei aller Ernüchterung muss man auch sagen,
das es in einer Gemeinschaft nunmal Pflichten gibt.
Auch darf man nicht vergessen, was dieser Staat alles leistet für die Steuern
die man zahlt.

Gruß Mad Bull