Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Joe Abercrombie - Kriegsklingen. Seite 323 bis 493
Dies ist die atemberaubende Geschichte von Logen, dem Barbarenkrieger, der eigentlich nur seine Ruhe haben will - wenn er nicht ständig um sein Leben kämpfen müsste. Und die Geschichte von Großinquisitor Glokta, der eigentlich durch nichts zu erschüttern ist - bis er auf eine lebende Legende trifft, die in seiner Stadt eine magische Intrige spinnt, und die das ganze Reich zu erschüttern droht ...
Start der Leserunde: 10.Dezember 2009
Da vielleicht nicht alle dieselbe Ausgabe lesen: In diesem Thread bitte alles zu den Kapiteln "Das Gesicht der Freiheit" bis "Edles Blut"
Bin mit den ersten beiden Kapitel durch und hab gemischet Gefühle.
Einerseits lese ich das Buch nun schon gerne. Es wird immer interessanter, und so langsam verlaufen Stränge zusammen, die Charaktere entwickeln sich, es kommen neue hinzu usw.
Das erste Kapitel war sehr interessant, zwei neue Charaktere, diesmal aus einem anderen Land (Gurkhal oder so :p). Die Frau scheint Logen sehr zu ähneln, beide kämpfen ums überleben und das ist auch das Einzige, woran sie denken. Frage mich, wenn sie rächen möchte. Der alte Mann, der Magie wirken kann ist auch recht interessant. Bin gespannt, in welche Richtung sich das noch entwickeln wird und wie das ganze zur Haupthandlung beiträgt.
Sand dan Glokta ist nun mein richtiger Hasscharakter. Mitgefühl bekommt er keines von mir, ebenso wie Erzlektor Sult. Die Auflösung der Tuchhändlergilde wird einige Konsequenzen nach sich ziehen.
Werde heute Abend weiterlesen. :)
Uiuiui. Es wird heiß. :D
Die Stränge kommen nun zusammen - Der erste der Magi kommt nach Agriont und Jezal sieht Logen und ihn zusammen mit Quai. Währenddessen wird West "befördert", die Nordmänner fallen in Anglang ein, es kristallisiert sich der Konflikt raus.
Die drei Zeichen waren ja auch sehr.. lecker. :rolleyes: Nunja, Jezal fällt allerdings auch wieder in seine alte, hochmütige Rolle rein, ich dachte, das hätte er nun endlich abgelegt, was ja leider nicht der Fall war.
Außerdem will West nicht, dass er seine Schwester weiter trifft. Jezal scheint sich ja in sie zu "verlieben", bzw. vielleicht will er sie ja doch nur "vögeln", wie es so schön im Buch beschrieben ist. ;)
Glokta ist nun nur noch mehr zu einer meiner Hassfiguren geworden. Er entwickelt sich überhaupt nicht weiter. Ich dachte, er besitzt etwas Verstand, aber man sieht ja, dass er das nicht tut, er folgt einfach blindlings seinen Anweisungen. Vielleicht kommt die Erkenntnis später ja aber doch noch, wer weiß.
Die Brutalität seiner Praktikale mag ich auch nicht so sehr, aber das liegt nur daran, dass ich immer so viel Mitleid mit den ganzen Unschuldigen habe, die da alle eins auf den Deckel bekommen.
Bin nun auf Seite 414 angelangt, ich werde heute bestimmt noch mit diesem Teil des Threads fertig sein und auch gespannt weiterlesen, so langsam kommt nämlich wirklich Fahrt in die Geschichte. :p
Ich habe den Abschnitt jetzt durch. Insgesamt wird alles besser, auch wenn der Stil oft noch unbeholfen ist. Mir gefällt die Geschichte und wie alles erzählt wird recht gut. Auch die Figuren mag ich, aber Abercrombie hat recht wenig Ahnung davon, wie man wirklich gut schreibt.
Ich habe den Abschnitt jetzt durch. Insgesamt wird alles besser, auch wenn der Stil oft noch unbeholfen ist. Mir gefällt die Geschichte und wie alles erzählt wird recht gut. Auch die Figuren mag ich, aber Abercrombie hat recht wenig Ahnung davon, wie man wirklich gut schreibt.
Wäre ja dann der Schreibstil, entweder man mag ihn oder nicht, ich bin momentan so in der Mitte zwischen beidem. Ich bin schon der Meinung, dass es besser geworden ist, aber nicht das, was ich von anderen Büchern gewohnt bin, vor allem eben wegen diesen Kraftausdrücken. ;o
Ich bin nun auch mit dem Teil durch.
Jezal hat seinen ersten Kampf im Turnier gewonnen, war ja nicht anders zu erwarten. Seine Selbstverliebtheit ist schon ziemlich groß. Da denkt man mal, er ändert sich und auf einmal fällt er schon wieder in die alte Rolle.. nun gut.
Adree hat ihn nun richtig an der Angel, find ich super. Sie soll ruhig mal ein bisschen mit ihm spielen, tut ihm gut. ;)
Außerdem glaube ich, dass Logen und diese andere (Namen vergessen) zusammen sind und beide jeweils vom anderen glauben, dass er tot ist und denjenigen rächen wollen? Zumindest haben sie glaube ich denselben Namen, und der Charakter der beiden ähnelt sich ja auch stark.
Das ein Verzehrer Logen "angegriffen" hat, find ich eigentlich gar nicht mal so übel. Nur: Was genau ist denn nun ein Verzehrer, wieso ausgerechnet in der Gestalt seiner Frau? Was kann dadurch bewirkt werden?
Außerdem ist Glokta echt ein Einfalstspinsel, er blickts einfach nicht. Immerhin lässt er nun auf eigene Faust diese Bank kontrollieren von seinem Praktikalen. Bin gespannt, was folgt.
Ich weiß nicht, ob man bei diesen Stil von Gefallen oder nicht sprechen kann. Der Stil ist einfach nicht gut. Den eine stört es, den anderen weniger. Aber es ist nun mal ein Fakt, dass er alles andere als gut schreibt. Vieles ist schon sehr einfach, oft wiederholt er sich und wählt meist den einfachsten Weg.
Rotkätzchen
21.12.2009, 18:04
Ich bin mit dem Abschnitt noch nicht ganz durch, allerdings fällt mir in der Charakterisierung der Figuren immer deutlicher auf, dass sich der Autor in Sachen Funktion und Eigenschaften seiner Helden wirklich sehr an die klassische Herr der Ringe Formation gehalten hat: Da gibts die weise Zaubererfigur (Gandalf bzw. Bayak), den mächtigen Kämpfer (Aragorn bzw. Logen), die tragische Figur (Boromir bzw. Glokta), die heimliche Hauptfigur, die den anderen an Macht und Geschick unterlegen ist und doch eine Menge ausrichtet (Frodo bzw. Jezal) und ein wenig Zusatzmaterial, um die Stimmung zu heben und Konversation zu betreiben (Die Hobbits bzw. Major West, Ardee, Jalenhorm, Kaspa ...).
Im Unterschied zu dieser Lektüre haben andere allerdings Feeling. Ich vermisse hier einfach Esprit und Leidenschaft. Hierin fühlt sich alles so trocken und uninspiriert an. Meine Leselust schwindet im Moment leider von Seite zu Seite mehr. :(
So, ich breche mal wieder ab.. Es tut mir leid und ich hab ein schlechtes Gewissen, weil ich schon wieder eine Leserunden-Buch nicht zu Ende lesen werde (und ich es auch noch vorgeschlagen habe...), aber ich mag mich nicht durchquälen. Das macht ja keinen Spaß und ich will mich nicht zum Lesen zwingen.
Von dem Buch bin ich komplett enttäuscht. Ich hatte viel mehr erwartet. Viel mehr Innovatives, mehr Spannung, mehr Lesefreude. Aber der Schreibstil, die langweilige Story und die blassen Charas lassen mich echt verzweifeln. Sowas tu ich mir nicht weiter an.
Ich hoffe ihr versteht mich und seid nicht böse :(
Nebelkrähe
24.12.2009, 10:38
Ich bin mit dem Abschnitt noch nicht ganz durch, allerdings fällt mir in der Charakterisierung der Figuren immer deutlicher auf, dass sich der Autor in Sachen Funktion und Eigenschaften seiner Helden wirklich sehr an die klassische Herr der Ringe Formation gehalten hat: Da gibts die weise Zaubererfigur (Gandalf bzw. Bayak), den mächtigen Kämpfer (Aragorn bzw. Logen), die tragische Figur (Boromir bzw. Glokta), die heimliche Hauptfigur, die den anderen an Macht und Geschick unterlegen ist und doch eine Menge ausrichtet (Frodo bzw. Jezal) und ein wenig Zusatzmaterial, um die Stimmung zu heben und Konversation zu betreiben (Die Hobbits bzw. Major West, Ardee, Jalenhorm, Kaspa ...).
So habe ich das noch gar nicht gesehen. Könnte aber daran liegen, dass ich die Reihe schon komplett gelesen habe und im späteren Verlauf die Aspekte der Charaktere fernab von tolkienschem Heroismus liegen.
Rotkätzchen
12.01.2010, 10:28
Habe gestern den Kampf wieder aufgenommen und bin jetzt auf Seite 548 angekommen. Nun ja, es hat wohl wenig Sinn, hier noch was zu schreiben, da die Leserunde offensichtlich verendet ist.
An den Stil gewöhnt man sich, aber mögen muss man das nicht. Ich lese das Buch definitiv zu ende, aber packen tut es mich nicht, und das erwarte ich auch nicht mehr. Ein bezeichnender Lapsus findet sich auf Seite 459: Glokta sagt: "Zur Hölle, wovon reden Sie?" Wieso benennt er die "Hölle"? Seit wann ist Glokta religiös? Und seit wann gibt es dort einen Glauben, der eine "Hölle" beinhaltet?
Die Handlung kommt auch nicht voran. Obwohl der Krieg schon ausgerufen wurde und ein wenig Action und Geschehen versprach, sind noch alle zu Hause und gehen ihren Alltagsproblemen nach. West seiner Unsicherheit, Ardee ihrem Deplatziertheitsgefühl, und Jezal mit den Tuniervorbereitungen. Weit mehr die Hälfte des Buches ist durch, aber die Handlung ist immer noch lahm. Wie kann denn das sein?
Auf Seite 548 angelangt, ist nun abzusehen, dass Bayaz, Logen und Bruder Langfuss zu einer Schiffsreise aufbrechen, aber als Spannungsmoment kommt das reichlich spät, finde ich.
Und Ferro bekommt hoffentlich auch noch einen Daseins-Sinn, denn bislang ist die nur da, um die Frauenquote zu erhöhen. Von einem dramaturgischen Nutzen ist vorerst nichts zu bemerken.
Habe gestern den Kampf wieder aufgenommen und bin jetzt auf Seite 548 angekommen. Nun ja, es hat wohl wenig Sinn, hier noch was zu schreiben, da die Leserunde offensichtlich verendet ist.
Eine sehr schöne Bezeichnung dafür, sich durch ein Buch zu quälen! :p
Ansonsten: Ich lese deine Postings gerne, also kannst ruhig noch schreiben. *ja*
An den Stil gewöhnt man sich, aber mögen muss man das nicht. Ich lese das Buch definitiv zu ende, aber packen tut es mich nicht, und das erwarte ich auch nicht mehr. Ein bezeichnender Lapsus findet sich auf Seite 459: Glokta sagt: "Zur Hölle, wovon reden Sie?" Wieso benennt er die "Hölle"? Seit wann ist Glokta religiös? Und seit wann gibt es dort einen Glauben, der eine "Hölle" beinhaltet?
Da sprichst du tatsächlich etwas wahres, das habe ich gar nicht bemerkt beim Lesen und habe mir da aber auch keine Gedanken dazu gemacht. Aber natürlich hast du recht, das ist Abercrombie wahrscheinlich als Ausruf von Unglauben so rausgerutscht. :p
Die Handlung kommt auch nicht voran. Obwohl der Krieg schon ausgerufen wurde und ein wenig Action und Geschehen versprach, sind noch alle zu Hause und gehen ihren Alltagsproblemen nach. West seiner Unsicherheit, Ardee ihrem Deplatziertheitsgefühl, und Jezal mit den Tuniervorbereitungen. Weit mehr die Hälfte des Buches ist durch, aber die Handlung ist immer noch lahm. Wie kann denn das sein?
Das hat mich ja auch ungemein geärgert und wie ich schon sagte, hätte man das Buch locker auf die Hälfte kürzen können. Auch ziemlich unglaubhast, dass man die Bedrohung des Krieges gar nicht ernst nimmt und stattdessen dem Turnier entgegenblickt. Wäre ja so, wie wenn bei uns 2 Länder Krieg führen und sich alle nur auf ne WM/EM freuen. :rolleyes:
Auf Seite 548 angelangt, ist nun abzusehen, dass Bayaz, Logen und Bruder Langfuss zu einer Schiffsreise aufbrechen, aber als Spannungsmoment kommt das reichlich spät, finde ich.
Und Ferro bekommt hoffentlich auch noch einen Daseins-Sinn, denn bislang ist die nur da, um die Frauenquote zu erhöhen. Von einem dramaturgischen Nutzen ist vorerst nichts zu bemerken.
Das dachte ich am Anfang auch, aber sie scheint doch einen Nutzen zu bekommen. Zumindest treffen gegen Ende alle Charaktere zusammen und brechen zu einer Reise auf. Was genau Ferro dorthin führt, bzw. welche Hoffnungen die anderen an ihr hegen, steht in dem Buch nur ansatzweise. Vielleicht steht da ja im 2. Teil mehr dazu.
Viel Spaß weiterhin beim durchquälen. ;)
vBulletin® v3.8.4, Copyright ©2000-2010, Jelsoft Enterprises Ltd.