Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Warum sind Fantasy-Romane meistens Zyklen von mehreren Büchern??
Hi,
Das ist etwas was ich mich schon öfters gefragt habe, warum sind gerade im Fantasy-Bereich die meisten Romane Zyklen bzw. eine Serie von mehreren Teilen? Gibts da eine bestimmte Logik dahinter? Bei keinem anderen Genre fällt mir das so auf.
Natürlich gibts auch Einzelbände, wie z.B. von Peter S. Beagle - das letzte Einhorn oder das Zauberhaus od. auch einige der Wolfgang und Heike Hohlbein-Bücher. Aber die meisten Bücher der Fantasy, die ich kenne, sind doch irgendeine Reihe - Herr der Ringe, Harry Potter um mal welche zu nennen. Wobei bei Harry Potter ja die Bände noch irgendwie in sich abgeschlossen sind und nur das große Ganze auf ein bestimmtes Ende hinarbeitet. Bei den meisten Reihen ist es ja dann auch noch so, dass der 1. Band die Vorgeschichte darstellt und dann erst die Geschichte richtig los geht, manchmal ist es ganz passend (wie ich es zB bei den Zauberschiffen fand), aber manchmal möchte ich doch gleich ins Geschehen einsteigen und nicht lang die ganzen Charaktere kennenlernen bzw. auch dann warten bis die Handlung endlich loslegt.
Meine persönliche Theorie ist ja, dass man ja gerade im Fantasy/SciFi-Bereich neue Welten erschafft und diese viell. möglichst langlebig halten möchte. Der Vorteil ist ja definitiv, dass man die Charaktere viel besser ausarbeiten kann in mehreren Teilen, die eigentl. eine Geschichte darstellen, als nur in einem Buch, da ja in einem Buch die Handlung doch viel schneller voranschreitet.
Kennt ihr noch mehr einzelne, in sich abgeschlossene Fantasy-Bücher?
Oder welche Reihen sind wirklich zu empfehlen?
Warum müssen es immer mindestens 3 Bücher sein zur gleichen Geschichte - oder "gehört sich das so"? (Die Saga des XXX Teil 1, Teil 2, Teil 3 ...)
Was denkt ihr so darüber?
Liebe Grüße!
Nun ja, die eine Logik ist sicher die, dass sich mit mehreren Bänden mehr verdienen lässt ...
... aber ich denke, das ist nur sehr bedingt ein Grund. Ein Hauptgrund liegt sicher schon teilweise in dem, was Du geschrieben hast: Die Charaktere und den Hintergrund kennen lernen. Denn Fantasy erzählt oft epische Geschichten. Manches ist nur dann verständlich, wenn man etwas weiter ausholt. Das alles in einem Buch unterzubringen, macht entweder alles verwirrend oder wird zu einem Wälzer, der nicht nur 1000 Seiten stark ist.
Dazu kommt - von Schreiberseite aus gesprochen - dass eine komplexe Welt auszuarbeiten viel Zeit und Mühe kostet. Da will man das Ganze nicht auf einen Band beschränken, kann es oft gar nicht. Die Geschichte braucht ihren Raum.
Wobei ich ein Problem damit habe, wenn sie zu viel Raum braucht. Irgendwann ist eine Geschichte zu Ende erzählt. Dann kann - muss aber nicht zwangsläufgig - eine andere Geschichte kommen, die in derselben Welt spielt. Für mich ein gutes Beispiel ist eben "Der Herr der Ringe". Die Geschichte ist zu Ende, wenn die Elben mit Gandalf, Frodo und Bilbo Mittelerde verlassen. Tolkien hat dieses endgültige Ende gut gemacht und auch gut daran getan, keine "Fortsetzung" zu schreiben.
Endlos-Zyklen, bei denen die Geschichte auch nach Band 35 nicht zu Ende ist, finde ich öde.
Gleich ins Geschehen einzusteigen ist bei Phantastik (insbesondere bei den komplexen Welten der Fantasy und der SF) nicht immer ohne weiteres möglich. Um diese Welten und die darin lebenden und handelden Wesen zu verstehen, muss einfach manchmal etwas mehr geschrieben werden, als bei einem Roman, der zwar auch fiktiv ist, aber in einer Welt spielt, die wir kennen ... und sei es nur die Ritterzeit.
Beispiele für Einzelbände?
Klassiker z. B. wie "Urshurak" von Jerry Nichols mit wunderbaren Bildern der Gebrüder Hildebrandt oder Michael Moorcocks "Gloriana".
Die meisten Gründe sind wohl schon erwähnt worden, weshalb gerade Fantasy-Bücher meistens über mehrere Bücher verteilt sind.
Es ist schwierig eine komplexe Welt zu erschaffen in einem Buch mit 300 Seiten und dann auch noch eine gute Geschichte darin einzubauen.
Auch sind die Handlungen in einem Fantasy-Buch meistens Ereignisse, welche langsam beginnen und sich über einen langen Zeitraum entwickeln. Wenn es dann noch ein oder zwei parallel laufende Handlungsstränge hat, dann kommt man schnell auf eine hohe Seitenzahl.
Und anstelle eines Buches mit 1500 Seiten ist es dann einfacher, wenn man dies auf 2 oder 3 Bücher aufteilt.
Ich denke in einzelnen Fällen ist es auch so, dass ein eigentlich in sich abgeschlossenes Buch einen zweiten Teil bekommt, weil der Autor bemerkt hat, dass das Buch erfolgreich war und an diesen Erfolg mit einer Fortsetzung anknüpfen möchte.
Ein sehr interessantes Thema und gute Frage ^^
Meine Meinung dazu: Ich schreibe selber an einer Fantasygeschichte, die auf mehrere Bände angelegt ist. Anfangs wollte ich mich auf ein Buch beschränken, aber damals war die Handlung auch sehr unausgegoren. Mit zunehmender Komplexität, die die Geschichte allein dadurch erreichte, dass die Handlung Fragen aufwarf die ich beantworten musste, ist die Geschichte aber auf ca 5-7 Bände angewachsen. Würde ich nach dem ersten Buch aufhören, blieben noch tausend Fragen offen.
Und ich denke, genau das ist auch bei den meisten Autoren das Problem: Wie HMP schon sagte, sind Fantasygeschichten meist episch angelegt und allein durch den Aufbau einer eigenen Welt, mit eigenen Völkern und Wesen, einer bestimmten Gesellschaft, einem Magiesystem und und und einfach zu komplex, um alles in einen Band zu packen.
Bei Fiction ist das einfacher, da man bei einer Handlung in der realen Welt vom Vorwissen der Leser ausgehen kann.
Allerdings sind wirklich nicht alle Fantasygeschichten mehrbändig, ich selber habe einige einzelne in meinem Regal stehen.
Wolfgang Hohlbein zB hat mehrere einzelne Bücher geschrieben - die sind allerdings in Maßen zu genießen, weil einem irgendwann die Fließbandschreibe ins Auge fällt.
Des weiteren habe ich mehrere Bücher von Sherryl Jordan (Jing Wey und der letzte Drache, Elsha - Rebellin und Seherin, Tanith - die Wolfsfrau,...) die alle einzelne Bücher sind, zugegebenermaßen aber auch mehr in den Grenzbereich der Fantasy fallen - es gbt fantastische Elemente und öfters auch eine eigene Welt und insbesondere Gesellschaft, aber die Magie, die Fantasygeschichten so komplex macht, steht mehr im Hintergrund. Somit fehlt die für Fantasy typische Epik und dem Leser muss nichts so viel Nebenwissen erklärt werden.
Ein weiteres einzelnes Buch ist "Natalie und die Zauberlords" von Katherine Roberts, in dem tatsächlich eine andere Welt (die parallel zur realen Welt existiert) und ein eigenes Magiesystem kurz und schlüssig erklärt werden.
Und ich habe noch "Drachenmeer" von Nancy Farmer, ebenfalls ein einzelnes Buch, das an die nordische Sagenwelt angelehnt ist.
Wenn ich diese Bücher betrachte stelle ich jedoch fest, dass bei jedem dieser Bücher von einem größeren Vorwissen der Leser ausgegangen werden kann - und je eigener die Welt und je mehr Magie und fremde Wesen, desto dicker das Buch.
Bei Fiction ist das einfacher, da man bei einer Handlung in der realen Welt vom Vorwissen der Leser ausgehen kann.
Nur am Rande: Ist Fantasy nicht auch "Fiction" ;)?
Nur am Rande: Ist Fantasy nicht auch "Fiction" ;)?
Wahrscheinlich schon... aber wenn man in Bücherläden sucht, fallen unter "Fiction" eigentlich alle Bücher, deren Handlung ausgedacht ist, aber in der realen Welt spielt. (zumindest in den englischen war das so... will man Fantasy, sucht man da unter "Sience Fiction" Auch wenn ich DAS unlogisch finde)
Daher erschien mir der Begriff sehr praktisch ^^
Antigone
03.01.2010, 12:33
Entgegen ihres Titels ist die "Unendliche Geschichte" von Michael Ende auch nur ein einziger Band.
Ich würde sagen, von Verlagsseite herrscht einfach der GEdanke: was sich einmal gut verkauft, verkauft sich auch als Nachfolgeband gut. Bücher, die nicht gut gehen, werden wohl kaum fortgesetzt. INsofern ist es sicher ein guter Trick, ein Buch zu schreiben, das als EInzelband funktioniert, aber Potential zur Fortsetzung bietet.
Von Autorenseite könnte ich mir vorstellen, dass man sich von liebgewonnen Personen und Welten einfach nicht trennen möchte. Aber das ist ja nicht nur bei FAntasy so. Auch in allen anderen Genres gibt es Reihen und Fortsetzungen.
lg, A.
Da sind ja schon viele Antworten da :)
Wenn ich jetzt so überlege fallen mir auch noch einige Bücher ein, die in sich abgeschlossen sind – Die unendliche Geschichte (wie ja vorher erwähnt wurde), der kleine Hobbit (da gabs ja dann auch den Herrn der Ringe als Zugabe), Krabat (wobei ich da sagen muss, dass ich mir manches detailreicher gewünscht hätte …) Aber ich habe hier denke ich auch jetzt auch gute Anregungen gefunden für einzelne Bücher. Mich stört es auch nicht wenn letztendlich das Buch 1000 Seiten hat und die Geschichte gut ist, und dann zu Ende. Mehr "Profit" machen da sicher Einzelbände, das stimmt wohl...
Stimmt eigentlich, das kann ich mir vorstellen, dass einem gerade bei Fantasy unter dem Schreiben einfällt, dass ja viell. Einiges erklärt gehört, z.B. woher kommt dieses Volk, wie sind gewisse Zusammenhänge entstanden? Auf das habe ich gar nicht gedacht, man muss eigentlich viel Hintergrundgeschichte „erklärt“ bekommen, damit man wirklich in die Welt eintauchen kann. Mich ärgert dann auch nichts mehr, als wenn ich eine bestimmte Frage nicht aufgelöst bekomme. Aber mich stört es auch, wenn es jetzt sehr viele Fortsetzungen gibt und IRGENDWO wird das mal aufgeklärt.
Ich persönlich lese aber auch gerne so Geschichten wie sie bei Hohlbein immer wieder vorkamen wo doch die reale Welt auch vorkommt. Die neueren Bücher von Hohlbein kenne ich gar nicht, habe aber schön öfter gelesen, dass die neueren nicht mehr so gut sein sollen.
HMP: Wobei ich ein Problem damit habe, wenn sie zu viel Raum braucht. Irgendwann ist eine Geschichte zu Ende erzählt. Dann kann - muss aber nicht zwangsläufgig - eine andere Geschichte kommen, die in derselben Welt spielt. Für mich ein gutes Beispiel ist eben "Der Herr der Ringe". Die Geschichte ist zu Ende, wenn die Elben mit Gandalf, Frodo und Bilbo Mittelerde verlassen. Tolkien hat dieses endgültige Ende gut gemacht und auch gut daran getan, keine "Fortsetzung" zu schreiben.
Endlos-Zyklen, bei denen die Geschichte auch nach Band 35 nicht zu Ende ist, finde ich öde.
Hmm, ich denke man merkt auch, ob es etwas von Anfang an auf mehr Bände ausgelegt ist, oder ob eine Fortsetzung jetzt nur rauskam, weil das 1. erfolgreich war; merkt man auch bei Filmen finde ich – vor allem daran wenn Teil 1 an sich beendet ist und bei Teil 2 und 3 hängt die Geschichte zusammen (Fluch der Karibik zB). Das kann ich mir aber durchaus vorstellen, dass das auch ein Grund ist für mehr Bände.
Endlos-Zyklen finde ich dann auch ab einem bestimmten Punkt mühsam, irgendwann ist ja dann doch die Luft raus und die Ideen gehen aus.
Wenn ich da jetzt an Harry Potter denke – da braucht man schon mal ziemlich den ganzen 1. Band um die Zaubererschule zu erklären und die Leute kennenzulernen. Bei Herr der Ringe find ichs auch besser, dass dann keine Fortsetzung mehr kam. Die Geschichte ist wirklich zu Ende und als Vorgeschichte gibt’s ja den Hobbit, obwohl mein Eindruck beim Lesen von Herr der Ringe damals war, dass die Geschichte ein bisschen künstlich in die Länge gezogen wurde.
Was es ja dann noch gibt – fällt mir jetzt erst wieder ein – so Welten, wie zum Beispiel die Scheibenwelt, wo es die Welt als Grundstruktur gibt, aber jeder Band erzählt eine eigene Geschichte - finde ich auch gut, obwohl ich von der Scheibenwelt nicht viele kenne. Was mir da auch gut gefallen hat waren die Chroniken von Xanth, die Bücher sind ja leider nicht mehr lieferbar, wo man letztendlich mit ein bisschen Vorwissen jeden Band extra lesen kann.
Aber letztendlich kann man nicht abstreiten dass wirklich viele viele Bücher der Fantasy aus Zyklen bestehen.
Bardin: Wahrscheinlich schon... aber wenn man in Bücherläden sucht, fallen unter "Fiction" eigentlich alle Bücher, deren Handlung ausgedacht ist, aber in der realen Welt spielt.
Das habe ich auch schon öfter bemerkt, dass man in den Buchhandlungen Sciene Fiction und Fantasy gemischt bzw. zusammen findet.
Von Autorenseite könnte ich mir vorstellen, dass man sich von liebgewonnen Personen und Welten einfach nicht trennen möchte. Aber das ist ja nicht nur bei FAntasy so. Auch in allen anderen Genres gibt es Reihen und Fortsetzungen.
Das kann ich mir auch gut vorstellen.
In anderen Genres denke ich ist es eher die Ausnahme als die Regel und bei Fantasy ist es meines Erachtens eher umgekehrt.
Mhhh.. also meiner Meinung nach gibt es schon einige Einzelbände. Oder auch in sich abgeschlossene.
Ich muss aber auchsagen, die meisten Fantasybücher die Einzelbände sind, sind nicht so mein Geschmack, da die Story und die Characktere sich einfach nicht richtig entfalten können. Ich denke am Ende immer: da geht doch noch mehr. Ist auch kein Wunder, finde ich. Es muss einfach so vieles erklärt/beschrieben werden, damit man sich diese ganze Fantasywelt, die Kreaturen etc überhaupt erst vorstellen kann. Und kaum ist es so weit, ist man auf Seite 300, 400, 500 und schon ist die Story fertig. Es zieht einen einfach nicht so mit rein, ist auch nicht wirklich möglich.. meiner Meinung nach.
Koboldkind
03.01.2010, 17:53
Es war einmal ein Herr Tolkien, der einen Wälzer von über tausend Seiten schrieb. Es konnte der Verständnis und der Welt wegen nichts mehr gestrichen werden, den Leser wollte man aber auch nicht erschlagen. Das war die Geburtsstunde der berühmt-berüchtigten TRIOLOGIE!
*schreianfall*
So habe ich es zumindest gehört. Bei Gegenbeweis bitte melden.
WARUM IMMER TRIOLOGIEN?!
Da fand ich Harry Potter oder die Wächter-Serie noch schön abwechslungsreich -.-
Ansonsten, gegen Zyklen/Chroniken/Geschichten von- habe ich nichts einzuwenden, außer es ist eine zwingende Chronologie zu beachten und ich fange das ganze von hinten an. Dat nervt.
Wenn eine Geschichte selbst etwas ausgewalzt wird, solange es Sinn macht und spannend bleibt kein Problem. Genial finde ich es sogar, wenn es zu einer Welt mehrere Geschichten gibt, die unabhängig spielen(bei den Elfen ist es wohl so, auch wenn ich die nicht gelesen habe). Diverse Vor- und Nachgeschichten und Sequels sind ebenso gut. Aber, wie gesagt, wenn der Sinn und die Spannung erhalten bleibt.
Es war einmal ein Herr Tolkien, der einen Wälzer von über tausend Seiten schrieb. Es konnte der Verständnis und der Welt wegen nichts mehr gestrichen werden, den Leser wollte man aber auch nicht erschlagen. Das war die Geburtsstunde der berühmt-berüchtigten TRIOLOGIE!
*schreianfall*
So habe ich es zumindest gehört. Bei Gegenbeweis bitte melden.
Melde gehorsamst *ja*:
"Der Herr der Ringe ist in sechs Bücher untergliedert und besitzt einige Anhänge. Anstatt in einer Gesamtausgabe wurde das Werk – entgegen dem Wunsch des Autors – auf Wunsch der Verleger, insbesondere von Rayner Unwin und vor allem wegen der hohen Papierpreise im Nachkriegsengland in drei Bänden publiziert.
(...)
Die geplanten Titel waren: Der Ring wandert, Der Ring geht nach Süden, Isengards Verrat, Der Ring geht nach Osten, Der Ringkrieg und Das Ende des Dritten Zeitalters. In der siebenbändigen Ausgabe (mit Der kleine Hobbit) wurden später auch diese Titel verwendet."
Zufrieden ;)?
Das war die Geburtsstunde der berühmt-berüchtigten TRIOLOGIE!
*schreianfall*
WARUM IMMER TRIOLOGIEN?!
Kleiner Hinweis: es gibt keine Triologien. Was du meinst, ist eine Trilogie :D
Melke die Kuh, solange wie sie Milch gibt. *ja*
Was im Kino mit Erfolg praktiziert wird, kann für die Bücherecke nicht viel schlechter sein.
Hat ein Autor Erfolg mit seinem Werk, warum aufhören?
Die Verlage minimieren das finanzielle Risiko einer Neueinführung, mit dem weiterführen von etwas etablierten.
Trilogien oder Mehrteiler gibt es nicht nur in der Fantasywelt.
In der Kinder- und Jugendliteratur gibt es genug Beispiele.
Die Bücher von Alexander Wolkow und ihren unzähligen Ablegern sind stellvertretend genannt.
In der Historie angesiedelt ist die Jack Aubrey Reihe von
Patrick O’Brian mit 20 vollendeten Romanen.
Der finanzielle Aspekt ist für mich der Hauptgrund, wenn es um mehrteilige Zyklen geht.
Gruß, Thorsten.
PS: Sagt euch der Name Dan Brown etwas? :D
Viele Gründe wurden schon genannt.
Da ich persönlich auch schreibe, kann ich schon verstehen, warum es Autoren so leicht fällt, sich in mehr als nur einen Band auszutoben.
Ich will gar nicht wissen, wie ich mich fühle, wenn ich einmal mit meinem Roman fertig bin. Wenn die letzte Frage beantwortet ist und die letzte Seite geschrieben.
Ich denke, ich werde ein wenig traurig sein. Jahre hatte man die Leute in einer anderen Welt begleitet und nun ist alles vorbei, ein Abschied eines Freundes vielleicht. Die Welt wird sich vielleicht weiter drehen, aber für den Autor könnte es sein, als würde die Zeit stehen bleiben, dort wo die Geschichte spielt.
Andererseits hatte ich auch gedacht, ich würde mit zwei Teilen auskommen. Doch ich musste erkennen, dass die Geschichte noch nicht vorbei ist. Die letzten Seiten werfen neue Fragen auf und nun muss ich einen weiteren Wälzer schreiben.
Fantasy gibt dir alle Möglichkeiten, aber sie gibt dir nicht die Möglichkeit, dich kurz zu fassen, nur so nebenbei ;)
Ein interessantes Thema, zu dem ich gerade einen Thread eröffnen wollte. War ich wohl zu langsam. :D
Ich bin nämlich auf der Suche nach abgeschlossenen, für sich stehenden Fantasy-Büchern und außer Elantris von Brandon Sanderson will mir beim besten Willen nichts einfallen.
Es ist in der Tat so, dass Fantasybücher fast immer auf mehrteilige Reihen angelegt sind. Momentan stört mich das ungemein, da ich einfach nicht die Zeit habe, so viel zu lesen. Viel lieber hätte ich es, wenn eine Geschichte auch mal ein Ende finden würde - möglichst in dem selben Buch, in dem sie begonnen hat. Hinzu kommt dann noch, dass viele Reihen noch gar nicht beendet sind. Ich weiß gar nicht, wie viele Mehrteiler ich inzwischen begonnen habe, welche ich allerdings nicht beenden kann, weil die Folgebände noch nicht erschienen sind.
Ich versteh das Argument der komplexen Welt, der vielen Handlungsstränge etc. zwar durchaus, und es macht mir auch Spaß, Mehrteiler zu lesen, bloß wie gesagt, ich finde, es nimmt ein wenig überhand. Kann es denn wirklich so schwierig sein, einen ausgewogenen, spannenden und nicht all zu flachen Roman auch in einem Buch zusammenzufassen? Ich wage zu behaupten, dass das durchaus möglich ist, auch in der Fantasy. Nur scheint es gerade unter Fantasyautoren einen Konsens zu geben, mindestens fünf Subplots und sechs Hauptcharaktere einzuführen. Da wundert es mich dann auch nicht, wenn aus einem Buch plötzlich drei werden.
Meinetwegen könnte es zumindest ein paar Fantasybücher geben, die weniger episch sind, sondern ein bisschen kompakter, so dass der Fokus auch wirklich auf die für die Geschichte wichtigen Dinge gerichtet bleibt.
Koboldkind
03.01.2010, 21:36
Melde gehorsamst *ja*:
"Der Herr der Ringe ist in sechs Bücher untergliedert und besitzt einige Anhänge. Anstatt in einer Gesamtausgabe wurde das Werk – entgegen dem Wunsch des Autors – auf Wunsch der Verleger, insbesondere von Rayner Unwin und vor allem wegen der hohen Papierpreise im Nachkriegsengland in drei Bänden publiziert.
(...)
Die geplanten Titel waren: Der Ring wandert, Der Ring geht nach Süden, Isengards Verrat, Der Ring geht nach Osten, Der Ringkrieg und Das Ende des Dritten Zeitalters. In der siebenbändigen Ausgabe (mit Der kleine Hobbit) wurden später auch diese Titel verwendet."
Zufrieden ;)?
Danke ^^
Da ich HeRing nicht gelesen habe kann ich auch nicht beurteilen, ob die Trennung sehr krass war. Aber wenn die Geschichte schon im Vornherein in sechs Teilen da war, dann war das sicher kein Problem.
Kleiner Hinweis: es gibt keine Triologien. Was du meinst, ist eine Trilogie :D
Ah, ja, aber das lässt sich so schlecht schreien ;)
*danke*
@nyx unc Kompakte Geschichten: Das ist dann wohl die Arbeit eines Lektors, den Autoren in seiner ausschweifenden und detailreichen Erzählung 100 Seiten zurück zu pfeifen. Ich meine, ich kenne mich, und die GEschichte, wo ich dachte das würden mit der ganz banalen, nur der reinen Handlung 100 Seiten, nun ... sprengt den Rahmen. Daher ist die Frage, was du willst. Du, nyx, eine Kompakte, abgeschlossene Handlung, welchen ich mich, wenn es um sowas wie Harry Potter geht, auch anschließe. Epen mag ich nicht. Wenn es Seriencharakter hat schon gar nicht, ich will Serien sehen und nicht lesen. Ich bin also durchaus auch für sechs HPs und zehn Subplots. Solange das alles ein absehbares Ende hat.
(Ich erinnere an manchen Manga, der nach 50 Bänden noch lange nicht im Hauptplot überhaupt zur Hälfte vorangekommen ist hustconanhust *mph*)
Ob die berühmteren Autoren das selber so empfinden, weiß ich natürlich nicht, aber neben allen wirtschaftlichen Erwägungen (cash-cow usw.) kann ich mir vorstellen, daß einem Autor auch "seine" Welt ans Herz gewachsen ist, daß er sich da so sehr zu Hause fühlt, daß ihm für diese Welt immer neue Ideen kommen. Das müssen dann ja auch nicht immer Fortsetzungsromane sein. DAS Beispiel für diese Überlegung wäre Terry Pratchett mit seiner Scheibenwelt, oder ein weiteres auch der Darkover-Zyklus von Marion Zimmer Bradley, an dem nachher auch andere Autoren offiziell mitschreiben durften. Manche Welten sind zu groß und schön, um sie nach dem Lesen eines einzigen Buches zu vergessen.
mittelalterpunk
04.01.2010, 20:44
Ich denke auch, dass dem Autor seine Welt ans Herz gewachsen ist.
Ich glaube auch, dass es sowohl für den Autor als auch die Leser einfacher ist, wenn mehrere Geschichten in derselben Welt spielen, da man sich nicht bei jedem neuen Buch in eine komplett andere Welt reinversetzen muss, sondern vlt. nur den Kontinent oder die Stadt in ein und derselben Welt wechselt.
Außerdem können in nachfolgenden Büchern Orte, die zuvor nur auf einer Karte verzeichnet waren oder über die geredet wurde, gezeigt werden, ohne dass der Autor den Drang hat, dem Leser alle erwähnten Orte in einem Buch zu zeigen. Zusätzlich hat der Autor die Möglichkeit, alle für ihn relevanten Geschehnisse einer Welt auf mehrere Bücher zu verteilen, und eine Welt so am Leben zu erhalten und den Leser aufzufordern, sich über die Zukunft der Welt Gedanken zu machen.
Für mich ein gutes Beispiel ist eben "Der Herr der Ringe". Die Geschichte ist zu Ende, wenn die Elben mit Gandalf, Frodo und Bilbo Mittelerde verlassen. Tolkien hat dieses endgültige Ende gut gemacht und auch gut daran getan, keine "Fortsetzung" zu schreiben.
*hust*
Also Herr der Ringe ist ja wohl nur ein Bruchteil aus der Welt von Tolkien und kann nicht als einzelstehender Band gewertet werde (egal ob 1,3 oder 6 Bücher). Das ganze ist doch gekommen, weil er "Sindarin" mit Leben einhauchen wollte und das Produkt war das Silmarilion. Und somit ist es nicht das Ende, als Gandalf sich ins Boot setzt, bzw. es ist nicht der Anfang als das Bündnis aus Elben, Zwergen und Menschen Sauron besiegen.
Und abgesehen von der Schreibweise von Tolkien im Silmarilion, muss ich sagen, dass der Stoff aus den Buch für 100 gereicht hätte, aber er ging 0 ins detail.
mfg hinka
Bergtatt
04.01.2010, 22:19
Ich glaube auch, dass der Hauptgrund der ist, dass für ein Fantasy-Buch eine komplette Welt erstellt werden muss, die man dann natürlich auch ausnutzen will. Und der Autor will oft sicher auch die Leser bedienen, denen die Figuren ans Herz wachsen.
*hust*
Also Herr der Ringe ist ja wohl nur ein Bruchteil aus der Welt von Tolkien und kann nicht als einzelstehender Band gewertet werde (egal ob 1,3 oder 6 Bücher). Das ganze ist doch gekommen, weil er "Sindarin" mit Leben einhauchen wollte und das Produkt war das Silmarilion. Und somit ist es nicht das Ende, als Gandalf sich ins Boot setzt, bzw. es ist nicht der Anfang als das Bündnis aus Elben, Zwergen und Menschen Sauron besiegen.
Und abgesehen von der Schreibweise von Tolkien im Silmarilion, muss ich sagen, dass der Stoff aus den Buch für 100 gereicht hätte, aber er ging 0 ins detail.
mfg hinka
*zurückhust*
Sicher ist "Der Herr der Ringe" nur ein Teil aus der gesamten Tolkien-Welt, aber das war glaube ich nicht die Eingangs-Frage, oder? Die lautete:
"Warum sind Fantasy-Romane meistens Zyklen von mehreren Büchern?"
"Der Herr der Ringe" funktioniert ohne die Kenntnis des Silmarillion, des Hobbit, der Nachrichten aus Mittelerde usw. Die Reihe "Der Herr der Ringe" hat 6 Bücher verteilt in 3 Bände. Mit einem Anfang und einem Ende dieser Geschichte.
Anders gesagt: "Der Herr der Ringe" ist eine eigenständige Reihe innerhalb des gesamten Komplexes "Tolkien-Welt". Dass es über "Der Herr der Ringe" hinaus noch andere Werke aus dieser Welt gibt, ist nicht zu bestreiten. Sie haben sicher auch Verbindungen zu "Der Herr der Ringe". Doch muss man sie kennen, um die Geschichte dieser Reihe zu verstehen? Sie ergänzen, erweitern, vertiefen sicher manches. Aber zu der Reihe dieser 6 Bücher gehören sie nicht zwingend - allenfalls ergänzend.
Ein interessantes Thema, zu dem ich gerade einen Thread eröffnen wollte. War ich wohl zu langsam. :D
Ich bin nämlich auf der Suche nach abgeschlossenen, für sich stehenden Fantasy-Büchern und außer Elantris von Brandon Sanderson will mir beim besten Willen nichts einfallen.
Wirklich? Ich muss sagen, das waren auch teilweise die Gründe warum ich diesen Thread eröffnet habe - einerseits habe ich selbst nicht so viel Zeit und andererseits hat mich wirklich die Thematik interessiert. Und die Bände in der Fantasy, die abgeschlossen sind (zumindest die mir jetzt so einfallen), sind ja teilweise eher sagen wir mal auf Kinder/jüngere Leser ausgerichtet, auch wenn man sie als Erwachsener auch lesen kann... was ja die Komplexität mildert.
@ nyx
Ist "Elantis" von Brandon Sanderson ein gutes Buch?
(Edit: habe grade den Thread dazu im Forum gefunden)
Momentan stört mich das ungemein, da ich einfach nicht die Zeit habe, so viel zu lesen. Viel lieber hätte ich es, wenn eine Geschichte auch mal ein Ende finden würde - möglichst in dem selben Buch, in dem sie begonnen hat.
Genau das meinte ich auch!
Und wenn man dann doch mal am Ende ist bei gewissen Zyklen bemerkt man, dass man eigentlich schon Band 2 liegen haben sollte, weils grad spannend weitergehen würde!!
HMP: Sicher ist "Der Herr der Ringe" nur ein Teil aus der gesamten Tolkien-Welt, aber das war glaube ich nicht die Eingangs-Frage, oder? Die lautete:
"Warum sind Fantasy-Romane meistens Zyklen von mehreren Büchern?"
Es kann ja auch über andere Bücher diskutiert werden... :) Ich kenne allerdings nur HdR und den Hobbit von Tolkien. Bemerkenswert finde ich allerdings, dass er sich eine eigene Sprache ausgedacht hat zu seiner Mittelerde.
LG!
Bemerkenswert finde ich allerdings, dass er sich eine eigene Sprache ausgedacht hat zu seiner Mittelerde.
Korrektur: Er hat sich zu eine Welt ausgedacht zu seiner selbst erfundenen Sprache.
Er war, soweit ich weiß, Sprachwissenschaftler (verbessert mich, wenn der Punkt falsch ist). Er kannte sich mit Sprachen gut aus und hat einfach aus Spaß eine erfunden. Und für die wollte er einen schönen Hintergrund, so entstand Mittelerde ^^
Und nicht anders herum.
Zyklen stören mich übrigens nicht. Ich finde sie meist sogar interessanter als einzelne Bücher (das gilt aber nur für Fantasy).
Wahrscheinlich sind die meisten Zyklen wirklich einfach komplexer und damit für mich attraktiver.
Das Warten stört mich (meistens) nicht besonders, selbst wenn es spannend ist. Das kann ich gut ausharren.
Somit sind Zyklen für mich wirklich kein Problem.
mittelalterpunk
06.01.2010, 13:15
Das "Problem" der wenigen einzelnen Bücher liegt vlt. auch daran, dass der Autor immer zu viel Spaß an der Welt hat, als dass er sie nach einem Titel wieder verlassen würde. Kommt aber jetzt auch drauf an, ob du Bücher, die einzeln abgeschlossen sind, aber in der gleichen Welt spielen, als Zyklus betrachtest.
Gibt ja zb von Dennis L. McKiernan mehrere abgeschlossene Geschichten in der selben Welt. Wobei die dann aber auch mehrteilig sind...
Hallo, Bardin,
Tolkien war in Oxford Professor für alte Sprachen und hatte von daher besten Einblick in alte Kulturen und deren Art, sich zu artikulieren.
Ich mag übrigends auch gerne Zyklen. Aber oft haben sie entsetzliche Längen, weil der Autor einfach zu keinem Ende kommt. Absolutes Negativbeispiel: Eragon! Band 3 empfinde ich in großen Teilen als Zumutung. Auch die "Klingen"-Reihe von Abercrombie könnte man auf die Hälfte kürzen. So umfangreiche Werke stellen in meinen Augen oft das Unvermögen des Autors dar, sich kurz zu fassen.
Am Besten ist es für meinen Geschmack, wenn jedes Buch in sich abgeschlossen ist. Die Welt und auch die Figuren dürfen immer wieder gerne auftauchen. Das ist für mich wie ein Besuch bei alten Freunden. Bestes Beispiel: Die Scheibenweltromane von Pratchett.
Ich mag übrigends auch gerne Zyklen.
Das widerspricht sich aber irgendwie, oder :)? Ein Zyklus hat mehrere Teile ...
Am Besten ist es für meinen Geschmack, wenn jedes Buch in sich abgeschlossen ist.
Trotzdem kann jeder Band eine in sich geschlossene Geschichte erzählen.
Trotzdem kann jeder Band eine in sich geschlossene Geschichte erzählen.
Eine in sich geschlossene Geschichte ist kein Zyklus.
Ich denke er meint, dass zwar jedes Buch in sich abgeschlossen ist, aber dennoch in der selben Welt spielt oder anderweitig miteinander zu tun hat.
z.B. Das Silmarillion und Die Kinder Hurins von J.R.R. Tolkien
Ich mag abgeschlossen Zyklen. Dann lese ich auch gerne von Band 1 bis 3 oder 5 oder 7.
Dagegen ein oder zwei Jahre warten zwischen den Einzelbänden, das ist nicht so meins.
Krimizyklen gibt es im Grunde ja auch, klar jeder Fall für sich ist ein abgeschlossener Einzelband, aber die handelnden Personen tauchen doch oft in verschiedenen Büchern auf.. quasi auch eine Reihe. Bsp: Annika Bengtzons Krimis von Liza Marklund, Kommissar van Veeteren (Hakan Nesser)..
Kein richtiger Zyklus, aber doch ein dauerhafter Einblick in eine bestimmte literarisch geschaffene Welt, warum man gerne auf Folgeromane, Reihen etc zurückgreift..
Der Leser (ich) neige dazu, wenn mir die Welt gefällt, gerne zurückzukommen. Immerhin kostet es auch gewiss ein kleines bisschen Zeit, sich so eine Welt bis in die kleinen Details auszudenken.. da wäre es doch schade, wenn der ganze Spuk nach 400 oder 500 Seiten zu Ende ist.. zumindest denke ich so.
Daher mag ich Zyklen, Reihen.. wenn ich auch warte ,um sie dann am Stück zu lesen.
@ Lars
Danke schön für Deinen Hinweis. Oft verwendet man im Leben einen Terminus immer wieder falsch, ohne sich dessen bewusst zu sein.
Deiner Meinung schließe ich mich an. Auch ein Zyklus im RICHTIGEN Sinne ist etwas Schönes. Aber auch zwischen Einzelbänden muss der Abstand nicht Jahre betragen. Vielschreiber Pratchett hat in seiner besten Zeit pro Jahr zwei Bücher herausgebracht.
Krimizyklen gibt es im Grunde ja auch, klar jeder Fall für sich ist ein abgeschlossener Einzelband, aber die handelnden Personen tauchen doch oft in verschiedenen Büchern auf.. quasi auch eine Reihe. Bsp: Annika Bengtzons Krimis von Liza Marklund, Kommissar van Veeteren (Hakan Nesser)..
Ja gibts auch, nur das meinte ich nicht. Ich meinte die Fantasybücher, wo teilweise in mindestens 3-5 Bänden erst EINE Geschichte erzählt wird.
Wobei es ja oft, auch wenn die Einzelbände in sich abgeschlossen sind, auch noch einen gewissen Endbösewicht zu besiegen gibt, der dann erst im letzten Teil besiegt wird - was ja irgendwie auch schon oft nach "Schema F" verläuft, aber das wäre wieder ein anderes Thema ("XXX und XXX machen sich auf die Reise um den Frieden wiederherzustellen .... wie oft gibt es denn das jetzt schon?!)
LG
midnighter
08.01.2010, 21:50
Also ich finde Buchreihen generell eigentlich besser. Natürlich nur, wenn einem die Bücher auch gefallen. So hat man einfach länger etwas von der Welt und den Charakteren.
Ich denke Autoren schreiben Zyklen, weil ihre Ideen in einem Buch einfach nicht genung Platz gefunden hätten.
Oder sie arbeiten auf einen großen Countown im Finalband hin und wollen in den ersten Bänden Spannung aufbauen.
Es kann natürlich auch sein, dass sie es einfach nur wegen des Geldes machen. Gerade bei Zyklen, die abgeschlossene Bände haben, kann man das ja gut verkaufen. Nur oftmals leidet darunter auch die Qualität der Bücher.
Meistens werde sie dann dünner, aber dafür teurer. Das ist fast schon wie mit Markenartikel. Nur der Name zählt.
Was ich immer interessant finde ist, wenn die ganzen Bücher in einer Reihe auch noch genau die gleiche Seitenanzal haben. Was ein Zufall. Ich kann mir nicht vorstellen, dass so etwas ungewollt passiert. Das wird bestimmt vom Verlag passend gemacht.
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