Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Existieren Parallelwelten?
Mich beschäftigt seit einiger Zeit die Frage, ob Parallelwelten existieren.
Was wäre, wenn sich irgendwo, versteckt hinter "Zeitfenstern" (so will ich sie mal nennen) andere Welten mit völlig neuen Möglichkeiten existieren? Möglich wäre es... Woher sollten sonst die ganzen Geschcihten über Elfen, Elben, Zwerge, Einhärner, Riesen, Drachen etc. stammen?
Ich glaube nicht, dass sie Einbildung sind sondern existieren/existiert haben. Ich weiß, dass nicht viele diese Meinung teilen werden, aber was ist dann mit der Fantasie? Woher stammen die vielen Geschichten. Doch nicht nur aus den Köpfen von uns Menschen?
Es ist doch möglich, dass unsere Fantasie mit parallelen Denkweisen verknüpft ist und stark oder weniger stark wahrnimmt, was woanders passiert.
Ich weiß, ihr werdet mich wahrscshienlich für ziemlich durchgeknallt halten, aber möglich wäre es doch...
Zwar bleibe ich immer fest auf dem Boden der Tatsachen und mir ist bewusst, dass das hier ein ziemlich strittiges Thema ist, doch ich würde gerne mal wissen, wie ihr über Parallelwelten zu unserer denkt..
mfg
Rotkätzchen
22.02.2008, 19:15
:)
Zunächst mal: Ich halt niemanden für durchgeknallt, der an mehr glauben will, als wir bewusst wahrnehmen. Im Gegenteil, Leute, die an mehr glauben als an das Materialistische, das uns umgibt, sind Suchende. Und Suchende sollte man respektieren.
Ja, Parallelwelten, oder parallele Zeiten, Vergangenheit, Zukunft, kann das nebeneinander existieren? Stephen Kings Langoliers haben da eine interessante aber ziemlich abstruse Theorie hübsch veranschaulicht. Könnte einer von uns durch die Zeit reisen, würde er die Gegenwart auslöschen, sobald er in der Vergangenheit angelangt ist? Oder entstünde ein Paralleluniversum (wie in der Serie Sliders)?
Ich kann und will mich da nicht festlegen, woran ich jedoch nicht glaube, ist eine tatsächlich existente "Fantasy-Welt", in der all das Realität ist, was uns Tolkien und Co. in ihren Büchern beschert haben. Ich würd mich aber gern vom Gegenteil überzeugen lassen. *cool*
Woher sollten sonst die ganzen Geschcihten über Elfen, Elben, Zwerge, Einhärner, Riesen, Drachen etc. stammen?
Woher stammen die vielen Geschichten. Doch nicht nur aus den Köpfen von uns Menschen?
Elfen/Elben: Jeder ist doch wohl von der Idee einer Art "Übermensch" fasziniert, oder?^^ Und ich denke, dass diese Wesen aus genau dieser Idee entstanden sind und sich dann immer weiter entwickelt haben^^
Zwerge & Riesen: Es gibt ja auch heute noch Zwergenwüchsige - im MA war man schließlich sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr (...) schreckhaft und machte aus etwas Ungewöhnlichen sofort etwas Mystisches... xD
Und die Riesen... Menschenfresser... Ausgeburten der Hölle... sowas gibtes doch in allen Formen, Farben, Größen... :D
Drachen: Drachen waren ziemlich sicher Bilder, die sich die Menschen ganz früher auf der Grundlage von Dinosaurierknochen ausmalten. Es gab ja auch geflügelte Dinosaurier - sagen wir mal, die finden ein Tyrannosauerus-Skelett neben einem Paar Flügelknochen, die nicht nach Vögeln aussehen...? :D Darin dürfte sich auch begründen, warum Drachen auf vielen Bildern viel zu kleine Flügel haben...^^
Und doch, sicher kann das alles nur unserer Fantasie entspringen. Wenn ich dran denke, was ich als Kind alles für Fabelwesen erfunden habe, samt Eigenschaften und Charakterzügen... =D
Im Grunde finde ich die Idee mit Parallelwelten aber durchaus interessant und vorstellbar... wir werden's nie wissen... was ich aber unwahrscheinlich finde, ist dieser Gedankenübersprung, von dem du da redest - ist sicher Meinungssache^^
Unter einer Parallelwelt würde ich mir allerdings auch eher etwas in einer anderen Zeit vorstellen, wie Rotkätzchen schon sagte... mir kommt oft der Gedanke, ob vielleicht die Sekunde, die gerade vergangen ist, in einer anderen Dimension erst im nächsten Moment geschieht und wieder und wieder, sodass jeder Moment quasi immer wieder passiert... ohne dass wir es selbst merken...^^
Und:
Zunächst mal: Ich halt niemanden für durchgeknallt, der an mehr glauben will, als wir bewusst wahrnehmen. Im Gegenteil, Leute, die an mehr glauben als an das Materialistische, das uns umgibt, sind Suchende. Und Suchende sollte man respektieren.
Auch hier stimme ich Rotkätzchen zu ; )
Meine Vorstellung von Parallelwelten sieht wie folgt aus:
Wir treffen ständig Entscheidungen, jede Minute, jeden Augenblick, wichtige und weniger wichtige, unzählig viele Male am Tag. Stehe ich auf oder drehe ich mich noch mal um? Für welchen Job bewerbe ich mich? Heute mittag Pizza oder lieber Salat?
Und jede Entscheidung schafft eine neue Welt, denn in der anderen Welt habe ich mich genau anders entschieden. Und genau so jeder andere Mensch, jedes andere Lebewesen auf dieser Welt. Somit ergeben sich eine uns unendlich erscheinende Zahl von Parallelwelten, die je nach dem, wann sie sich von "meiner" Zeitlinie abgespalten haben, gravierend anders - oder nahezu identisch sein können.
Mit Elfchen und Zwerglein hat das allerdings nichts zu tun. Die kommen genau da her, wo Aki sie angesiedelt hat: Aus der Unaufgeklärtheit und den Mythen des Mittelalters.
Tintenherz
23.02.2008, 12:54
Ich glaube wirklich, dass Parallelwelten bestehen, denn manchmal passieren sehr komische Dinge bei mir. Und ich denke mir auch manchmal ich würde ein Fenster wie bei DGK sehen... Ich weiß meine Phantasie geht mit mir durch, aber ich würde gerne mal wissen wie unsere Parallelwelten aussehen und ein MM besitzen wie bei DMM. Das wäre echt toll..
Stellt euch mal vor ihr könntet in andere Welten reisen durch Staub.
Mich beeindrückt so was total, deswegen mag ich auch die Trilogie von DGK.
Wie bei UriGeller, der Fakeshow des Jahres... *ja*
LG Tintenherz
Nani? Aküfi? Was sind denn DGK, MM und DMMX.X *ahnungslosbin*
Tintenherz
23.02.2008, 18:13
Hey Warin,
habe mir son gedacht, dass einige die Abkürzungen nicht kennen!
Sorry deswegen. Tut mir echt leid...
DGK - Der goldene Kompass
MM - Magisches Messer
DMM - Das magische Messer
Nochmal: Es tut mir total leid, dachte das jemand die Abkürzungen kennt...
*rotwerd*
:(
*schmunzel*
:rolleyes:
@ Tintenherz
Mich würde ja jetzt schon mal interessieren, was das für komische Dinge sind, die dir da passieren.
Beim Thema Parallelwelten kommen mir zuerst einmal die "Sliders" in den Sinn. Die sind doch auch immer durch verschiedene Welten geslidet.
Die Serie ist gut aber dran glauben tu ich nicht.
Auf unsere Welt bezogen finde ich, Warins Erklärung hört sich doch sehr plausibel an.
Ansonsten gibt es im Universum allgemein bestimmt auch Parallelwelten. Allerdings denke ich hierbei an fremde Planeten und andere Sonnensysteme. Da gibt es vielleicht auch so was wie ne Erde.
Ob es Parallelwelten nun gibt oder nicht, wird uns wohl niemand beantworten können, denn selbst wenn es sie gibt, wird`s wohl keiner dorthin geschafft haben, schließlich laufen sie ja parallel zu unserer Welt.
So wird dieses Thema wohl für immer in die Schubladen der Science-Fiction, Mystery, was auch immer verstaut werden.
Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass Parallelwelten existieren. Dazu reicht meine Vorstellungskraft wohl nicht aus. Und mir noch mehr von meines Sorte vorstellen, kann ich mir auch nicht. Wobei es doch interessant wäre, zu sehen was meine Doppelgänger - oder bin ich einer? - so treiben, wie sie leben, wie sie sich entwickelt haben.
Daweil würde ich mich eigentlich noch am meisten mit Warins Theorie anfreunden können. Schließlich treffen wir täglich etliche Entscheidungen, meist aus dem Bauch heraus. Wer weiß vielleicht gibt es ja tatsächlich ein Paralleluniversum, bzw. etliche mehr. Das würde aber wieder voraussetzen, dass ich an die Existenz glauben müsste. *gg* Da ich gerne Theorien durch Beweise bekräftigt habe und da die Beweise doch ausbleiben dürften, bleib ich dabei - nein. Erfahren werden wir es nie.
Mukudmak
13.06.2008, 21:08
Was mich nur wundert, ist dass es Menschen gibt, die einen erzählen:"Geister gibt es nicht!" aber an das Jenseits glauben! :D
Geschichten ranken sich halt viele darum und zb das dritte Reich ging ziemlich steil drauf ab von der Vorstellung des Übermenschen (Vril). Woher kommen diese Ideen? Vielelicht weil es Menschen gibt, die ein paar Informationsquellen haben, die andere Menschen nicht haben? Wie sieht es generell mit Geisterkontakten aus? Gehen viele Menschen in die Psychiatrie, nur weil sie Stimmen hören ( lasst den Onkel Doktor also NIE wissen, dass ihr nen Radio habt!) oder weil sich niemand für interessiert, dass sie etwas wahrnehmen und damit allein gelassen werden?
Die Welt ist im Grunde auch alles nur Psyche und Wahrnehmung und wer sagt nicht, dass wir uns das hier alles nicht bloss einbilden? Was wäre, wenn ihr grad mal seit 5 Minuten eingeloggt seid und eure Vergangenheit bloss Erfunden ist..? Gibt zum Beispiel das Gerücht, dass es "Materie" in dem Sinne gar nicht gibt! Alles besteht soweit aus Atomen, die wiederum NUR Energie sind. Also, Energie mit Bewusstsein,w as ne riesen Welle macht. Und wie stellt ihr euch das NICHTS vor? Wenn es das NICHTS gibt, darf es dann tatsächlich NICHT sein, ich meine damit auch Raum und zeitlos sein? Im All zb ist weit und breit NICHTS? Nicht ganz, immerhin ist dort Platz, Raum, also ist da schonmal etwas...
Wer zum Beispiel mal Gläserrücken gemacht haben sollte oder auf nen Friedhof war, ist euch dabei auch schonmal diese komische Kälte bei aufgefallen..?
Ollowain
13.06.2008, 21:43
Meine Vorstellung von Parallelwelten sieht wie folgt aus:
Wir treffen ständig Entscheidungen, jede Minute, jeden Augenblick, wichtige und weniger wichtige, unzählig viele Male am Tag. Stehe ich auf oder drehe ich mich noch mal um? Für welchen Job bewerbe ich mich? Heute mittag Pizza oder lieber Salat?
Und jede Entscheidung schafft eine neue Welt, denn in der anderen Welt habe ich mich genau anders entschieden. Und genau so jeder andere Mensch, jedes andere Lebewesen auf dieser Welt. Somit ergeben sich eine uns unendlich erscheinende Zahl von Parallelwelten, die je nach dem, wann sie sich von "meiner" Zeitlinie abgespalten haben, gravierend anders - oder nahezu identisch sein können.
Ich kann nur unterschreiben^^
In wissenschaftlichen Kreisen sprich man im Übrigen von einem Multiversum, bzw. der Multiversum-Theorie.
Es scheint mir eigentlcih sogar überaus logisch :rolleyes:
Edit: Vor allem wenn man die Chaostheorie bedenkt; mit jeder Handlung beeinflussen wir Andere. Einen Moment später, würde es schon nicht mehr den selben Effekt nach sich ziehen. Warum sollte sich nicht mit jeder Handlung eine andere Welt abstpalten, d.h. in einer Parallelwelt würde ich das hier z.B. nicht schreiben, in einer wieder anderen hätte ich es gleich mit in den Post geschrieben. In einer herrschen vielleicht ganz andere physikalische Gesetze und einige sind deshalb gleich nach ihrer Entstehung kollabiert. In einer wieder anderen
Und was die Fabelwesen angeht: Ich denke, dass sie einfach versuche waren, Dinge zu erklären, die man auf Grund von fehlenden wissenschaftlichen Kenntnissen nicht erklären konnte - auch schon vor dem Mittelalter ^^
Pantalaimon
24.06.2008, 21:32
Weiß man, was unsere Kuscheltiere tun, wenn man ihnen den Rücken zudreht?? Vielleicht retten sie die Welt oder spielen fangen... :D
Nein, irgendwie glaub ich zwar an eine Art Parallelwelt, aber wie die genau aussieht, könnte ich nicht sagen.
Irgendwie wohl eine Mischung aus den Filmen "Sliders" und "Butterfly Effect". Vielleicht existiert ja eine Parallelwelt nebenher, die genauso abläuft wie wenn ich eine kleine Entscheidung anders getroffen hätte, als ich sie hab.
Wer weiß... man ist dummer Weise in dieser Dimension gefangen...
Verräter
24.06.2008, 22:57
Wie sieht die Welt eines Schmetterlings aus?
So gesehen - ja, es gibt Parallelwelten, da jeder einzelne von uns durch seine Sinne die Welt anders wahrnimmt als andere. Und als z.b. ein Tier würdest du unsere Welt nicht wieder erkennen.
Aber das ist ja nicht die Antwort auf die eigentliche Frage, nunja... eigentlich kann es da höchstens Meinungen und Theorien geben. Ich persönlich glaube nicht daran, einfach weil ich mich schwer damit tue solche "Science-Fiction" Gedanken ernst zu nehmen, für die es keine Beweise gibt. Und wie soll man es beweisen können? Tja... das wird man mit unserem Wissensstand nicht können. (vielleicht in ein paar Jahrhunderten... vielleicht... Vorausgesetzt die Menschheit existiert dann noch)
Nunja,... ich kann es mir einfach nicht vorstellen aus folgendem Grund: Es müsste eine Art Schicksal geben, der es diesem und jenem Universum bestimmt exakt diesen Weg einzuschlagen. Oder es gibt eine unendliche Anzahl an "Standard-Universen", die mit jeder einzelnen Entscheidung einen Zustand annehmen, der bis zur nächsten Entscheidung anhält. Es müsste eine für uns unvorstellbare Zahl an Universen geben, schließlich haben wir zu jedem Zeitpunkt hunderte, wenn nicht gar tausende Möglichkeiten zu handeln (wobei wir mindestens 99% erst gar nicht wahr nehmen [wie z.b. dass ich jetzt einfach aus meinem Fenster hüpfe, den Zigarettenautomat gegenüber zu Schrott verarbeite oder was ich genau hier schreibe, ich könnte ja auch etwas ganz anderes schreiben - einfach nur so]) und jede einzelne Handlung offenbart wieder neue mögliche Handlungsstränge.
Und da... fehlt mir einfach der Sinn. Ein solcher "Apparat" kann nicht einfach ein "Glückstreffer" sein (was ich gern von diesem Universum behaupte), sondern benötigt Planung. Und wer plant? - Genau! Und deshalb möchte ich nicht an die Existenz von Parallelwelten glauben ;-)
Zitat von Verräter
So gesehen - ja, es gibt Parallelwelten, da jeder einzelne von uns durch seine Sinne die Welt anders wahrnimmt als andere. Und als z.b. ein Tier würdest du unsere Welt nicht wieder erkennen.
Das ist mal ein interessantes Argument.
Etwas was ich mir auch oft denke - wie sieht jemand anderes die Welt? Wie sehen die Farben aus? Klar, der Himmel ist blau, weil man euch gesagt hat, dass die Farbe "Blau" heißt - aber ist euer Blau genauso wie mein Blau? Und wie sieht ein Rot-Grün-Blinder die Welt?
Wie sieht das dann erst bei Tieren aus? Und haben Pflanzen vielleicht doch irgendeine Form von Wahrnehmung?
Aber ich schweife vom Thema ab...
Jaja, Parallelwelten... Quantentheorie, Schrödingers Katze, und so weiter und so weiter.
Ich denke, letzten Endes können wir es tatsächlich nicht festlegen.
Meiner Meinung nach, existieren keine Parallelwelten - und zwar genau aus dem umgekehrten Grund als der, den Verräter nennt. Denn dass dieser "Planer" (Nennt ihn Gott, nennt ihn Schicksal, nennt ihn wie ihr wollt...) so einen Apparat planen sollte, kommt mir ziemlich unwahrscheinlich vor. Ich denke eher, er konzentriert sich auf ein Universum - ist ja auch schon eine ganze Menge.
Aber mal was ganz anderes:
An die Schreiber unter uns: Überfällt euch manchmal auch das merkwürdige Gefühl, dass eure Geschichten ohne euch weiterwachsen? Dass es da mehr gibt, als ihr euch ausgedacht habt? So ähnlich wie in "Sophies Welt"?
Nicht dass ich mich als Gott aufspielen würde. Aber man kommt ins Grübeln... Ob es nicht doch irgendwo eine Art... Dimension gibt, in der auf irgendeine Art diese Geschichten die wir uns zusammenphantasiert haben, wirklich werden.
Und diese Dimension ist unser Kopf, bzw. die Köpfe der Menschen, die die Geschichten gelesen haben. Ich meine, schaut euch doch mal bekannte Werke wie "Der Herr der Ringe" oder "Harry Potter" an. All die Fans haben sich die Geschichten zu eigen gemacht - und sorgen dafür, dass diese Geschichten zwischen den Buchdeckeln hervorquellen und außerhalb der Seiten und der Köpfe der Autoren existieren. Sie haben sich zu etwas... anderem entwickelt.
Insofern wäre es schon möglich, dass Parallelwelten auf eine Art existieren. Aber nicht als alternative Universen, sondern in unseren Köpfen. All die Dinge die wir uns ausdenken, unsere sorfältig konstruierten Tagträume, Spinnereien und "Was wäre wenn?"-Gedanken. Das sind die Parallelwelten - wir haben sie selbst erschaffen und halten sie immer weiter am Leben.
@Verräter
Ich weiß schon, warum ich so gerne mit dir diskutiere. :D
Parallelwelten - mhm ... die Theorie mit den Entscheidungen hat was. Allerdings vertrete ich sie nicht.
Ich habe mal in einem Buch gelesen (von Hans Peter Dürr), da meint er, alles wäre Potentialität und diese gerinnt sozusagen zu Realität.
Es gibt millionen von Möglichkeiten, manche wahrscheinlicher als andere und irgendeine davon tritt ein. Und all die Möglichkeiten, die verwirklicht werden, werden zu "Realität" - die Realität als Schaumkrone auf dem Meer der Potentialität.
Diesen Gedanken fand ich sehr interessant ...
Zu den Fantasyparallelwelten: Ja, wäre doch irgendwie cool, aber ich vertrete auch eher die Theorie, dass da überinterpretiert wurde usw. ... Phantasie, was ist das? Assoziationen, vernetztes Denken, Verknüpfen ... ich denke, Fantasywelten entstanden so wie Wolken sich in Figuren verwandeln ...
eine interessante Frage....
im Grunde aber ist dir Frage wohl nicht zu beantworten, doch die Gedanken, die man sich darüber machen kann und die Ansichten, die hier dazu gesteuert werden, sind sehr interessant.
Ich glaube so auch nicht, daß es Parallelwelten gibt, jedenfalls nicht in dem Sinne, daß man (theoretisch) eine Tür öffnen kann und so in eine andere Welt tritt, die oberflächlich der unseren ähnelt. (Es sei denn in seiner eigenen Fantasie)
Jedes Lebewesen, daß existiert, hat seine eigene Welt, seinen eigenen Kosmos und somit eine parallele Welt neben der eigenen.
Ansonsten kann ich gar nicht so kompliziert denken, um die Chaostheorie oder ähnliches einigermaßen zu verfolgen, bzw. zu verstehen.
Und wenn wir schon bei so einem Thema sind, gehört der Aspekt der (theoretischen) Zeitreise auch zu einer Parallelwelt?
Als ich das Thema gesehen und die ersten Sätze gelesen habe, kam mir das Buch von Andreas Eschenbach in den Sinn "Das Jesusvideo", wo in einen 2000Jahre altem Garb eine Videokamera gefunden wird, die erst noch auch dem Markt kommen soll.
Ja und das mit den Fantasiegeschöpfen ist wie schon hier geschrieben, entstanden aus Unwissen und den Versuch, Unheimliches in etwas Greifbares zu verwandeln, auch wenn es "nur" Kobolde sind (die man ja auch nie zu Gesicht bekommt), die die Milch versauern lassen.
Das ist meine Meinung dazu.
Möglich ist die Existenz von Parallelwelten durchaus, schließlich hat die Wissenschaft das Gegenteil noch nicht bewiesen. :D
Wir können uns das mit unserem momentanen Wissensstand vielleicht nicht vorstellen, aber hätte sich Galilei, trotz seines Wissens und seiner Forschung, Dinge wie das Internet oder eine Mikrowellen vorstellen können? Ganz sicher nicht.
Möglich ist alles. Vielleicht gibt es andere bewohnte Planeten. Vielleicht sind irgendwann Zeitreisen möglich. Vielleicht ist Warins Theorie ja wahr. Wer weiß das schon so genau? Aber ausschließen würde ich die Möglichkeit nicht.
Wir wissen ja auch nicht, ob ein Jenseits existiert, oder Wiedergeburt. Vielleicht weiß man das ja auch irgendwann einmal. :D
Ich hab auch oft drüber nachgedacht, nd bin zu ner ähnlichen Idee gekommen, wie glaube ich das Zitat von Zack beinhaltet...
...was nämlich passiert wenn eine Entscheidung getroffen wir, wenn es auf der kippe steht wie man sich entscheidet, oder etwas zufällig passiert... Gibt es vielleicht eine parallele Schicht, in der etwas anderes geschieht?
Terry Pratchett hat das glaub ich mal die 'Hosenbeine der Zeit' oder so ähnlich genannt, und man muß immer aufpassen bei Zeitreisen im jeweils richtigen zu landen. ;-)
Aber so abwegig finde ich es gar nicht, daß zu jeder Entscheidung auch eine Welt mit einer anderen existiert, also mehre Milliarden oder noch mehr... unzählige halt.
Vielleicht nicht grade welche mit Elfen und Trollen, wobei natürlich die Artenentwicklung so gelaufen sein könnte, daß ganz andere Wesen diesen Planeten bevölkern... Wer weiß das schon.
Aber so gesehen wäre es dann sogar arrogant zu behaupten, daß wir die einzige Möglichkeit darstellen... Und an Planer, Schöpfer und Götter glaube ich nicht im geringsten.
Verbindungen zwischen Parallelwelten sind eine andre Frage... Wenn Socken wirklich absolut spurlos aus Waschmaschinen verschwinden bin ich geneigt an etwas derartiges zu denken... :D
Aber ernsthaft: Ich will nicht sagen, ich glaube an Parallelwelten, aber ich halt's für möglich, daß das was wir als Realität wahrnehmen nur eine sehr dünne Schicht von irgendetwas ist, von dem wir keine Ahnung haben.
Meine Vorstellung von Parallelwelten sieht wie folgt aus:
Wir treffen ständig Entscheidungen, jede Minute, jeden Augenblick, wichtige und weniger wichtige, unzählig viele Male am Tag. Stehe ich auf oder drehe ich mich noch mal um? Für welchen Job bewerbe ich mich? Heute mittag Pizza oder lieber Salat?
Und jede Entscheidung schafft eine neue Welt, denn in der anderen Welt habe ich mich genau anders entschieden. Und genau so jeder andere Mensch, jedes andere Lebewesen auf dieser Welt. Somit ergeben sich eine uns unendlich erscheinende Zahl von Parallelwelten, die je nach dem, wann sie sich von "meiner" Zeitlinie abgespalten haben, gravierend anders - oder nahezu identisch sein können.
Mit Elfchen und Zwerglein hat das allerdings nichts zu tun. Die kommen genau da her, wo Aki sie angesiedelt hat: Aus der Unaufgeklärtheit und den Mythen des Mittelalters.
Du nimmst mir die Worte aus dem Mund oder eher die Tastenkombinationen aus den Fingern. Nur bin ich in meinen Überlegungen mit der Zeit etwas vorsichtig. Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Zeit etwas ist, was wir uns selbst geschaffen haben, schließlich ist sie sowohl eine Stütze (zum Beispiel "Zeit heilt alle Wunden") als auch eine Behinderung (schließlich gibt uns die Zeit vor, dass nach etwa 80 Jahren der Besuch bei Gevatter Tod ansteht). Deswegen bin ich mir auch nicht so ganz sicher, ob die Zeit in den Welten, in denen wir uns anders entschieden haben und die folglich eine andere Realität haben als wir, genau gleich ist/verläuft, was auch immer... Und ich glaube auch nicht, dass man diese Welten "besuchen" kann, obwohl sie schon irgendwie miteinander verbunden sein müssen. Aber eben auf einer anderen Ebene, nicht auf der Materiellen.
Mir geht es relativ oft so, dass jemand einen Satz sagt, oder dass ich meinetwegen einfach nur mit dem Fahrrad über die Straße fahre, und auf einmal habe ich das Gefühl "das kenne ich doch alles schon". Und damit meine ich nicht die Person, die etwas gesagt hat, oder den Sinn des Gesagten, ich meine auch nicht die Autos, die an der Ampel warten sondern genau diese Situation, haargenau so. Meine Erklärung oder Vermutung wäre, dass genau das schon in einer der Parallelwelten passiert ist, und weil doch alles irgendwie verbunden ist, bekomme ich das Gefühl in meinem Unterbewusstsein...
Jaaa also ich hoffe, dass man mein komisches Geschripsel wenigstens zum Teil nachvollziehen kann. :D Und - ja ich denke auch oft, dass ich verrückt bin und mir alles nur einbilde! Aber wenn ich schon verrückt bin, dann kann man mir doch hoffentlich auch meine verrückten Überlegungen nachsehen. ;)
Vor allem weil ich in 20 Jahren womöglich vom exakten Gegenteil überzeugt bin... und in 30 Jahren... da hat man mich dann wahrscheinlich schon längst eingeliefert. :)
Ich wäre doch noch ein wenig vorsichtiger.
Deja-vú's die du ja offenbar meinst sind weitgehend erklärt, durch eine merkwürdige Verschaltung in der Wahrnehmung, ich denke, wenn es weitere Welten gibt merken wir es schlichtweg nciht, und ich vermute auch, wir wären nie dazu in der Lage...
Im Grund ist es das gleiche Problem wie mit dem unsichtbaren Drachen in der Garage und allen anderen Gottesbeweisen. Es geht nicht, man kann es nur vermuten, für möglich halten oder die Warscheinlichkeit einräumen... das war's aber leider schon.
Naja, und träumen kann man selbstverständlich. ;)
Das was sich hier die meisten unter Parallelwelten vorstellen sind ja eigentlich nichts anderes als Denkmodelle. Sie sind zwar in sich schlüssig und logisch, aber eindeutig beweisen oder widerlegen lassen sich viele der Modelle nicht. Ich z.B. bin wie Mürtz der Meinung, dass die Zeit etwas vom Menschen geschaffenes ist. Warum? In der Relativitätstheorie heißt es ja bekanntlich, dass für ein "Objekt", das sich sehr schnell bewegt, weniger Zeit vergeht als für die Umgebung. Das wurde auch experimentell schon so "bewiesen". Das Problem dabei ist nur, dass man ja nicht an 2 Orten gleichzeitig sein kann und Licht nicht unendlich schnell ist. Eigentlich sagt das also nur aus, dass das Licht bei dem Objekt erst später ankommt, als an dem Ort an dem es gestartet ist. Trotzdem ist das Objekt genauso schnell gealtert, als hätte es sich nicht bewegt. Es kommt also darauf an wie man Zeit betrachtet.
Mich erinnert das Thema an etwas, das gerade in der Uni vorkam und worüber ich nächste Woche auch eine Klausur schreibe:
Es gibt eine sog. "Happened-Before-Relation". Die besagt einfach, dass ein Ereignis nach einem anderen passiert, wenn das zweite Ereignis nach dem ersten kommt. Angenommen 2 Personen können sich nicht sehen, haben nirgends eine Uhr und kennen deswegen die Zeit nicht. Jeder für sich weiß natürlich in welcher Reihenfolge er was gemacht hat. Beide wissen aber nicht was der jeweils andere vor einem bestimmten Zeitpunkt gemacht hat, wenn sie sich nicht darüber austauschen, was sie tun. Wenn sie sich nicht austauschen können, wissen sie aber auch nicht, dass der jeweils andere überhaupt existiert.
Wenn man das auf die Entstehung von dem was wir uns als Parallelwelten vorstellen überträgt, dann heißt das so viel wie: Wenn man vor einer Entscheidung steht und eine Möglichkeit wählt, weiß man nicht, wie es weiter gegangen wäre, wenn man sich anders entschieden hätte. Bildlich kann mans sich einfach wie eine Kreuzung vorstellen, wo man auch einen Weg wählen muss. Der einzige Unterschied ist, dass man nie wieder auf die dieselbe Kreuzung treffen kann. Das Problem ist nur: Wie soll daraus eine Parallelwelt entstehen? Man müsste voraussetzen, dass man sich (ohne es zu wissen) teilen kann, sich jedes meiner "Zweit-Ichs" für eine andere Möglichkeit entscheidet und diese "Zweit-Ichs" danach nicht mehr mit mir kommunizieren können. Da ich mir das nicht so richtig vorstellen kann, glaube ich eigentlich nicht an Parallelwelten.
Aber letztendlich ist das eine philosophische Frage wie der Sinn des Lebens oder ob durch Kausalität schon alles vorherbestimmt ist. Im Fantasy-Sinne ist es trotzdem immer interessant und es macht Spaß darüber nachzudenken, wie sich verschiedene Welten parallel zu unserer oder eben einer fiktiven Welt verhalten. :)
Genau das mit der Kreuzung meine ich.
Und weil ich es mir sehr gut vorstellen kann (liegt vielleicht auch daran, daß ich mehr Phantasie als Ahnung von Physik hab) halte ich es für nicht ausgeschlossen. Wie gesagt, Begriffe wie 'glauben' will ich hier eher meiden. ;-)
@ koshka
Natürlich sind das alles nur vage Vermutungen! Ich muss zugeben, dass ich mich nie intensiv mit der Erforschung von Déjà-vus beschäftigt habe, mir war zwar immer klar, dass diese bei mir auftreten, aber ich habe mir eben meine eigenen Gedanken gemacht... Ich denke sowieso zu viel nach. Irgendwann ergibt das, was zuerst noch gut verständlich war, einfach keinen Sinn mehr. Alles wird immer unrealistischer und dann komme ich zu dem Ergebnis, dass ich bei meinen Überlegungen kein Stück weitergekommen bin... Die wirklich guten Ideen klopfen für gewöhnlich völlig überraschend an der Tür und sind, zumindest bei mir, eher selten die Folge intensiven Nachdenkens. Aber das schweift jetzt vom Thema ab! :D
Ich wollte im Grunde nur noch einmal sagen, dass ich keineswegs felsenfest von irgendeiner Theorie überzeugt bin, sondern dass ich einfach einige für wahrscheinlicher halte und ich es als gerechtfertigt erachte, wenn all die "gestorbenen" Möglichkeiten ihren rechten Platz erhalten (<- nicht sehr wissenschaftlich, das gebe ich zu). :)
Und: Sollten die Parallelwelten nur in unseren Köpfen existieren, ist das nicht auch eine sagen wir mal "abgewandelte" Form des Seins? ;)
(Darauf muss jetzt bitteschön wirklich keiner antworten, das ist nicht sonderlich ernst gemeint...)
Warum soll das nicht erst gemeint sein?
Auch was im kopf passiert ist real.
Ok, nachdem ich durch und durch Sarkast bin muß ich anfügen: '...und oft auch behandelbar...'
Aber es gibt Geschichten (ob nur sog. Urban Legends oder real kann ich jetzt nicht sagen... such ich noch) Daß jemand, der über Nacht in einem Kühlhaus eingeschlossen war am nächsten morgen erfroren aufgefunden wurde, obwohl das Kühlhaus gar nicht eingeschaltet war... Das hiesse also, gesetzt den Fall es wäre wahr, er ist erfroren weil er erwartet hat zu erfrieren.
Manchmal ist der Übergang von Phantasie zur Psychose fliessend, und im Grund wird's zur medizinischen Angelegenheit sobald jemand drunter leidet...
Dumm ist halt nur, wenn man Parallelwelten im Kopf hat, und so lebt als wären sie auch ausserhalb existent, und sonst sieht sie keiner. Dann wäre wieder der Tatbestand von etwas krankhaften erfüllt.
...aber jetzt hab ich mich glaub ich auch verzettelt.
@Mürtz
Klar nehmen wir das ernst - das ist ja auch genau meine Ansicht. Die Frage "Ist das was wir uns ausdenken in irgendeiner Art und Weise real?" beschäftigt mich auch des öfteren.
Und wenn koshka schon von behandelbar spricht - für jemanden mit Wahnvorstellungen sind diese Vorstellungen absolut real, das heißt, in der Vorstellungswelt jenes Menschen sind sie durchaus wirklich. - Nur für die Menschen um ihn herum nicht.
Das heißt im Prinzip, dass jeder einzelne von uns seine eigene Realität hat, weil keiner die Welt genauso sieht wie ein anderer. Und was immer der einzelne wahr nimmt - für ihn ist es real. (Da fällt mir grad auf: in "wahrnehmen" steckt das Wörtchen "wahr"...)
Ganz nach dem Dumbledore-Ausspruch (kann sein, dass der Wortlaut nicht stimmt)
"Natürlich passiert das alles nur in deinem Kopf - aber das heißt nicht, dass es nicht real ist." (oder so ähnlich)
Und wo wir gerade dabei sind:
Manchmal spukt mir so ein seltsamer Gedanke durch den Kopf: Im Prinzip könnte die Welt gerade erst entstanden sein - sozusagen völlig fertig. Und alles was in der Vergangenheit liegt haben wir (oder jemand anderes, wer weiß?) uns nur ausgedacht.
Das ist natürlich völliger Blödsinn - aber wir könnten so etwas niemals nachweisen...
Manchmal denkt mein Hirn komische Sachen.
...an soetwas knüpfen Filme wie Brasil, Matrix u.ä. an. :-)
Und die Frage was real ist und was nicht, oder wie objektiv unsere Wahrnehmung ist fast schon ne eigene Diskussion.
Dazu wer die Welt wie wahrnimmt hätte ich noch ein gutes Beispiel. Ich bin selbst Synethesist, sprich, visuelle, akkustische, olfaktorische und haptisch/taktile Wahrnehmung ist bei mir verknüpft und manchmal vermischt. Ganz banal: Manche Farben haben Zahlen und manche Gerüche einen Klang. Für mich war das immer selbstverständlich, und ich bin einfach davon ausgegangen, daß das bei jedem so ist. Auch jetzt muß ich mich zusammenreissen nicht zu sagen, daß mir etwas zu lila schmeckt. Mir fällt es auch schwer, mir vorzustellen wie jemand Dinge anders als ich wahrnimmt.
Also muß ich sozusagen meine Wahrnehmungswelt übersetzen. Das bringt jetzt von der Parallelweltenfrage etwas weg, aber bringt die Diskussion näher an die Frage nach der Psychose.
Genaugenommen ist es nur deshalb ein Phänomen und keine Psychose weil keiner ernsthaft drunter leidet. Wenn diese Verknüpfung aber einen Grad erreichen würden daß Alltagsgegenstände den Geruch von Fäkalien haben - solche Fälle gibt es - dann wird es gerne als Halluzination bezeichnet und behandelt... wenn möglich.
Wenn nun jemand aufgrund höherer Hirnaktivität in bestimmten Regionen verstorbene sieht, Stimmen hört und sowas, dann wird das sogar umgehend behandelt, weil die Abweichung von der normalen Wahrnehmung so gravierend ist, daß der Betroffene meist nicht mehr angepasst leben kann. Die Frage, ob und wie real das ist bleibt da eher auf der Strecke, auch wenn ich persönlich - ohne die Schulmedizin angreifen zu wollen - es durchaus für möglich halte, daß deren Wahrnehmung genauso real sind, wie meine blau-Wahrnehmung bei der Zahl 2.
[/doziermodus aus];)
Synästhesie ist eine interessante Sache. Mein Hirn verknüpft zwar keine Sinneseindrücke miteinander - aber gerade deshalb finde ich dieses Phänomen so so faszinierend.
Und mir ging es auch einmal so, dass ich festgestellt habe, dass die Hirne unterschiedliche Eigenheiten produzieren - erst vor ein paar Jahren habe ich (durch) Zufall mitbekommen, dass es Menschen gibt, die niemals Ohrwürmer haben. Mehr noch - die nicht einmal Töne im Kopf hören können. Für mich als Musikerin unvorstellbar, vor allem wenn diese Leute auch noch gut singen. Wie schaffen die das, ohne den Ton vorher im Kopf zu haben?
Das kann ich mir einfach nicht vorstellen. Ich höre komplette Arrangements im Kopf, komplett mit Begleitung, Rhythmus und mehreren Stimmen - nehme praktisch die Musik auf und spiele sie dann geistig einfach ab.
Zur Hirnaktivitäg: Ich denke in unseren Köpfen gibt es so einiges, was die Medizin nicht erkennen, geschweigedenn erklären kann. Und irgendwie ist das auch tröstlich, denn wer will denn schon auf seine Chemie reduziert sein?
Da mag es schon sein, dass jemand Dinge spürt, die anderen verborgen bleiben - und für ihn ist es so real wir alles andere. Und was wir davon halten - Psychose oder Wahrheit - das können nur wir selbst entscheiden.
Vielleicht sollten sich die Mods unserer annehmen. Wir sind mittlerweile so weit vom Ursprungsthema entfernt, dass sich durchaus ein eigener Thread lohnen würde...
@ nejira & koshka:
Nachdem ich mir das nochmal durch den Kopf habe gehen lassen, muss ich euch zustimmen.
So weit war ich eigentlich auch selbst schon gekommen, aber dann habe ich's wohl wieder in die falsche Gehirnschublade verlegt. Mein Kopf ist ein einziges Chaos! :(
Tja, so ist das bei mir... Meine Vermutungen und Überzeugungen springen von Minute zu Minute immer weiter. Und manchmal wieder zurück, bis mir dann eingefallen ist, warum ich diese Überlegung verworfen habe... *mph*
Das mit den Zahlen und Farben ist ja interessant. :) Das musst du bei Gelegenheit mal genauer ausführen! :D Ich persönlich verbinde eigentlich nur Namen, Personen und Gefühle mit Farben, und auch nicht mit bestimmten Zahlen...
.stimmt, wir sind heillos offtopic... aber das Thema ist zu interessant...
:-)
@ Mürtz:
Es geht auch nicht in jede Richtung, aber ich kann es nicht genau systhematisieren welche Verknüpfung wo anspringt. Auf jeden Fall haben alle Buchstaben und Zahlen Farben, wobei manche Kombinationen (v.a. Worte) eigene Farben haben weil hier noch mal das Schriftbild mitspielt.
Auf jedenfall kann ich mir Worte oder Zahlen mit zu unharmonischen Farben nicht merken. Ist manchmal lästig.
@Nejira:
Das gibt es? Also ich hab ständig Ohrwürmer und kann ganze Musikstücke im kopf abspeichern und abrufen wenn ich irgendwo die richtigen Initialklänge höre... Ohne Musik könnte ich auch nicht leben... Allerdings bin ich zur Gänze unmusikalisch - also es hapert an der Wiedergabe. Musiklehrer sind an mir verzweifelt. :-)
Was machst du für Musik?
Verräter
07.07.2008, 18:35
Vielleicht sollten sich die Mods unserer annehmen. Wir sind mittlerweile so weit vom Ursprungsthema entfernt, dass sich durchaus ein eigener Thread lohnen würde...
Finde ich nicht. Nur die "Definition" von Parallelwelten hat sich im laufe des Threads verändert. Zur Ursprungsfrage wurde bereits alles gesagt und dadurch wurde die "nächste Tür" des gleichen Themenkomplexes geöffnet, die Frage wodurch sich eine Welt (oder Parallelwelt) überhaupt an Existenz gewinnt.
Was ist eine Parallelwelt und damit verbunden: Was ist unsere Welt?
Eine, so einfach wirkende Frage, bei der es keine Antwort gibt. Denn dafür müssten wir die Welt objektiv betrachten, sprich ohne selbst ein Teil von ihr zu sein, ohne dass sie auf uns wirkt ohne unsere Sinne dabei zu nutzen. Nur dann könnten wir verstehen was unsere Welt ist und nur mit diesem Verständnis wäre es uns möglich eindeutige Aussagen über Parallelwelten zu machen.
Was ist Realität?
Eine wunderbare Frage! Die kurze und langweilige Antwort: Keine Ahnung!
Sinneseindrücke miteinander verbinden - Synästhesie? (Bislang noch nichts davon gehört. Gilt es als "Krankheit"?)
Aber machen wir das nicht alle? Woher wissen wir denn, wenn der Glockenturm zwei mal schlägt, dass es 2 Uhr ist? Unsere Ohren hören nur das Geräusch, die Uhrzeit entsteht dann im Gehirn wenn es diesen Klang mit bereits gehörtem und abgespeichertem Material vergleicht - vielleicht dem Bild einer Uhr.(Und das kommt von woher? Richtig - vom Sehen) Und das wird dann an die Erinnerung von dem geknüpft, was wir über die Zeitansage von Glockentürmen gelernt haben. Unsere Sinne haben für uns überhaupt keinen Nutzen, solange wir nicht in der Lage dazu sind diese miteinander zu verbinden. Und es gibt solche Fälle, in denen das nicht richtig funktioniert. Diese Menschen sind dann im "Alltagsleben" nicht mehr zu gebrauchen, auf ständige Hilfe angewiesen. (gut... je nach schwere) Sie sehen oder hören etwas, können daraus aber keine Rückschlüsse ziehen.
Bei "Synethesisten" (Seltsames Wort*grummel*) werden dann wohl lediglich Verknüpfungen gezogen, die für die meisten anderen unsichtbar sind. Wobei ich die Behauptung aufstellen möchte, dass sich diese Verknüpfung von Dingen bei jedem einzelnen Menschen unterscheidet und es daher keine "Norm" gibt. (Individualität mal anders) Wenn dabei dann allerdings tatsächlich Fehlinformationen geleitet werden, (moment... was ist schon eine Fehlinformation? Aber, eben Informationen die schädlich für das Allgemeinleben sind) wie, was koshka sagte, etwas nach Fäkalien riecht bedeutet diese Verknüpfung natürlich eine erhebliche Einschränkung.
Aber genau dort liegt das größte Problem: Woher wissen wir wie etwas riecht, wenn andere etwas anderes riechen. Und wie können wir erfahren was der andere riecht, wenn er doch dieselben Worte nutzt um es zu beschreiben.
Unsere Welt gewinnt nur dadurch an Realität, dass wir sie wahrnehmen. Aber schon jetzt wissen wir, dass unsere Wahrnehmung trügerisch ist und nur einen kleinen Ausschnitt von dem zeigt, was tatsächlich existiert. (Siehe Licht. Wir sehen nur einen minimalen Teil der Lichtstrahlung, oder Feldlinien von Magnetfeldern)
Wir sind in unserer Sinneswelt gefangen. In diesem Zusammenhang fällt mir als erstes das Höhlengleichnis ein. Menschen, die in ihrem Leben nie etwas anderes als Schatten gesehen haben und diese deshalb für "wahr" nehmen. Aber wenn eine Person die Höhle verlässt, die Welt sieht... wie kann sie sich jemals sicher sein auch dort nur Schatten von etwas noch größerem zu sehen? Wie können wir uns etwas sicher sein? Noch kennen wir nicht einmal einen Bruchteil unseres Universums (siehe Dunkle Materie) und wissen nicht was sich außerhalb befindet, werden es womöglich niemals erfahren. (Also ich in diesem Leben bestimmt nicht!)
Und was bleibt?
Der Glaube und die Hoffnung, darauf nicht selbst nur ein Schatten zu sein.
Die Frage also, gibt es Parallelwelten ist im Prinzip nur eine Definitionsfrage.
Jeder hat seine eigene "Sinneswelt", also ja!
Objektiv betrachtet nach einer weiteren Welt neben der unseren: Vielleicht.
An so banale Dinge wie die Turmuhr habe ich noch gar nicht gedacht. Aber du hast Recht, das Prinzip ist eigentlich ähnlich - nur ist es in diesem Falle so vertraut, dass wir es als völlig natürlich erachten.
Und wo wir gerade bei den Glockenschlägen sind, denen wir blind vertrauen - oft glauben wir einfach blind dem was wir wahrnehmen. Ob es tatsächlich zwei Uhr ist - wer hinterfragt das schon? Und (fast immer) nehmen wir das hin, was wir sehen.
Und wie Verräter gerade schon sagte: Wie sollen wir herausfinden, wie etwas für jemanden riecht, wenn er denselben Wortschatz zur Verfügung hat, wie wir?
Das bringt mich auf einen irren Gedanken:
Mal angenommen, Aliens würden auf der Erde landen... (Nur mal angenommen!) Wie würden wir herausfinden, inwieweit sich ihre Sinneswahrnehmung in Details von unserer unterscheidet? Denn wenn wir ihre Sprache übersetzen könnten, würden sie ja wieder die gleichen Worte verwenden wie wir... Und mit unseren Mitmenschen ist das genau dasselbe.
Folglich wäre ja selbst der engste Freund eine Art Alien, dass wir niemals ganz begreifen können.
(Ist das irgendwie nachvollziehbar?)
Zitat von Verräter
Wir sind in unserer Sinneswelt gefangen. In diesem Zusammenhang fällt mir als erstes das Höhlengleichnis ein. Menschen, die in ihrem Leben nie etwas anderes als Schatten gesehen haben und diese deshalb für "wahr" nehmen. Aber wenn eine Person die Höhle verlässt, die Welt sieht... wie kann sie sich jemals sicher sein auch dort nur Schatten von etwas noch größerem zu sehen? Wie können wir uns etwas sicher sein? Noch kennen wir nicht einmal einen Bruchteil unseres Universums (siehe Dunkle Materie) und wissen nicht was sich außerhalb befindet, werden es womöglich niemals erfahren. (Also ich in diesem Leben bestimmt nicht!)
Da muss ich an die Schlusszenen der beiden "Men in Black"-Filme denken. Wir wissen nicht, was da draußen, außerhalb unserer eigenen - und vergleichsweise kleinen - Welt liegt.
Und ja, die Wissenschaft kann sich ja nicht einmal einigen, welche Form das Universum hat. Und ich kann es auch nicht.
Eigentlich denke ich, dass es unendlich ist - aber da gibt es ein Problem. Die Unendlichkeit kann ich mir nicht vorstellen, da ich nur eine Welt mit Grenzen kenne.
Aber wenn es einen begrenzten Raum einnimmt, dann frage ich mich: Was ist hinter der Grenze? Entweder etwas Unendliches (Problem: siehe oben) oder etwas begrenztes - und was ist hinter dieser Grenze?
Ich drehe mich im Kreis. Und wenn ich mich im Kreis dtehe wird mir schwindelig.
Man könnte im Grunde sagen, meine Sinne sind nicht fähig, geistig ein solches Phenomen zu verdeutlichen, weil sie so etwas eigentlich nicht gewohnt sind.
Ich bin wie ein Blinder, der versucht, sich das Licht vorzustellen. Wie ein Tauber, der überlegt, wie das Rauschen der Blätter klingt.
Vielleicht gibt es aber jemanden, der hören und sehen kann. Und dieser jemand entzieht sich mir, weil ich ihn mit meinen begrenzten Sinnen nicht wahrnehmen kann. Und dieser jemand (oder vielleicht auch mehrere) weiß sehr wohl, wie Licht aussieht und wie das Rauschen der Blätter klingt - und für ihn ist dieses Wissen selbstverständlich.
Und vielleicht wäre ich damit überfordert. Ich denke, es gibt Dinge, die können wir Menschen mit unseren beschränkten Sinnen (ob verknüpft oder nicht) nicht einmal erahnen - und werden es auch nie können.
Und vielleicht ist das auch besser so...
Ich denke, man muss sich auf gewisse Konventionen einlassen. Wir können durchaus soweit kommunizieren, daß wir sozusagen auf den gleichen Reiz adäquat reagieren. Wie jetzt der einzelne die Turmuhr wahrnimmt, und die Zahl zwei ist dann fast egal, wir sind uns einig, daß es eine Turmuhr ist und haben gelernt eine Uhrzeit gleich zu interpretieren. Es kommt letztenendes das gleiche dabei raus. Gleiches Gilt für Gerüche... Wobei ich denke, hier liegt eine stärkere biologische Programmierung vor. Etwas verfaultes das bestimmte Duftstoffe abgibt wird wahrscheinlich von fast allen Lebewesen mit dem gleichen Nahrungsspektrum ähnlich abstossend empfunden, weil der Schutz notwendig ist um die Art zu erhalten. Bei Schmeissfliegen sieht das dann wieder anders aus. *cool*
Synästhesie (griechisch συναίσθηση, syn-aisthese - die Mitempfindung, auch zeitliches Zusammen-Fühlen) ist an sich keine Krankheit, weil die wenigsten wirklich drunter leiden. Es kann eher als Phänomen bezeichnet werden, wie die Händigkeit. Und es lässt sich tatsächlich nicht normen, jeder empfindet auch verschiedene Zahlen anders, und manchmal ändert sich das auch im Laufe der Jahre. Und es ist eben so, daß Essen zusätzlich oder manchmal auch statt dem normalen Empfinden salzig oder süß oder so ein Farbe dazukommt. Der Farbeindruck entsteht aber im Gehirn nicht auf der Netzhaut, man hat das gleiche Gefühl als würde man die Farbe sehen, und das wiederum kann ein Rückkoppelung geben und man hat das Gefühl, daß man die Farbe auch sieht. Nur als Beispiel.
Nahe ran kommt das Vokabular von Weinverkostern. Mein Vater schätzt gute Weine und wie er sie beschreibt kommt das nahe ran, auch ohne daß ich Wein so sehr mag, ich kann die Formen halbwegs nachvollziehen, die oft Aussenstehenden absurd vorkommen.
Über das mit den Aliens hab ich auch schon oft nachgedacht... Ich denke, man wüsste es schlichtweg nicht. Viel Banaler ist die Übersetzung zwischen weiter entferneten Sprachen. Ich denke auch wenn sie die gleiche Sprache lernen dürften sich Schneebewohner und Wüstenbewohner in der Kommunikation schwertun.
Metaphern sind hier ein schönes Beispiel. Mit fallen grade keine ein, aber schon wenn ich englische Texte les tu ich mir manchmal schwer den Sinn ganz zu verstehen, weil mir eine kulturelle Komponente fehlt, die mir die Metapher begreifbar macht.
An die Grenzen der Interpretierbarkeit stösst man auch in der Archäologie sehr häufig. Wie kann man von einigen Scherben und kleinen Gegenständen der Sachkultur eine lebende Gesellschaft rekonstruieren, wie sie vor über 2000 Jahren gelebt hat? Welche Analogien sind zulässig, welch nicht? Ist es überhaupt möglich irgendetwas auszusagen, oder verändert sich der Mensch innerhalb kurzer Zeit so stark, daß schon nah 100 Jahren das Verständnis aufhört? Oder gibt es durchgängige Merkmale, unveränderliches das den Menschen charakterisiert?
Ich kann's gleich verraten: Es gibt keine Antwort. Manchmal glaubt man eine gefunden zu haben, dann verwirft man sie wieder. Seit Jahrzehnten streiten sich die Archäologen verschiedener Schulen darüber und man kommt nur in winzig kleinen Schritten voran.
An die Grenzen der Interpretierbarkeit stösst man auch in der Archäologie sehr häufig. Wie kann man von einigen Scherben und kleinen Gegenständen der Sachkultur eine lebende Gesellschaft rekonstruieren, wie sie vor über 2000 Jahren gelebt hat? Welche Analogien sind zulässig, welch nicht? Ist es überhaupt möglich irgendetwas auszusagen, oder verändert sich der Mensch innerhalb kurzer Zeit so stark, daß schon nah 100 Jahren das Verständnis aufhört? Oder gibt es durchgängige Merkmale, unveränderliches das den Menschen charakterisiert?
Ich kann's gleich verraten: Es gibt keine Antwort. Manchmal glaubt man eine gefunden zu haben, dann verwirft man sie wieder. Seit Jahrzehnten streiten sich die Archäologen verschiedener Schulen darüber und man kommt nur in winzig kleinen Schritten voran.
So in etwa versucht die Neue Kirche auch, zu belegen, dass die Bibel nicht wörtlich zu verstehen ist. Anscheinend hat sich die Sprache von damals im Vergleich zu heute grundsätzlich verändert, nach Meinung der NK hat man früher eher in Bildern und Symbolen gesprochen, also ist die Bibel eher bildhaft gemeint. Den Katholiken passt das natürlich gar nicht... :D
Tja, nur hat das, fürchte ich, überhaupt nichts mehr mit dem Thema des Threads zu tun. Aber es ist nun mal so interessant... :)
Egal wenn man abschweift, und irgendwann kommt man wieder zum Thema zurück... vielleicht ergeben sich aus all diesen Exkursen ja auch neue Anregungen zum Originalthema.
Da hatte ich mal nen Religionslehrer, der uns das in der Schule näher gebracht hat. Das war damals auch der einzige Relgionsunterricht der halbwegs Spass gemacht hat.
Du hast in einem vorherigen Beitrag anhand der Turmuhren erläutert, dass die tatsächliche Uhrzeit (die ja prinzipiell nur von auf einem Konsens basiert, wie man z.B. an unterschiedlichen Kalenderführungen merkt) letztendlich keine Rolle spielt, so lange dieser Konsens eben besteht.
Dass er besteht, kann man ja in diesem Fall anhand von tatsächlichem Geschehen überprüfen (Uhren, U-Bahn-Fahrpläne) überprüfen.
Es gibt Fälle, wo sich aber kaum feststellen lässt, ob er besteht:
Faszinierend finde ich den Gedanken, dass theoretisch eine Farbe (nehmen wir rosa) von jedem unterschiedlich gesehen werden könnte, ohne dass man es jemals erfährt.
Sagen wir, ich würde rosa als blau wahrnehmen und dementsprechend abgewandelt die restliche Farbpalette, aber folgerichtig immer alle rosafarbenen Gegenstände als blau bezeichnen - da meine persönlichen Eindrücke in diesem Fall nicht mit denen anderer abgleichbar sind, würde ich es vermutlich nie erfahren.
Ich würde sagen, wir sind noch deutlich "labiler" als es die Wahrnehmung allein zulassen würde.
Das deshalb, da letztendlich alle Wahrnehmung (selbst wenn man annimmt, dass diese möglichst objektiv, d.h. auf den Rest der Menschen abgestimmt ist) auf Gedanken reduziert wird (die subjektiv und leicht zu verfälschen sind):
-Was hinter uns liegt (Eindrücke, Farben,Geschmack), ist Vergangenheit, die lediglich in Form unserer Gedanken abgespeichert ist.
Erinnerungen sind aber beeinflussbar - so existiert zum Beispiel die Theorie, dass wir Träume deshalb so schnell vergessen, damit sie unser Körper nicht mit Erinnerungen verwechselt. Das wäre insofern nachvollziehbar, wie einem ein schlechter Traum ein wenig den Morgen verderben kann, auch wenn wir uns im Klaren darüber sind, dass er nicht real war - die Gefühle die wir dabei empfunden haben, waren es durchaus und erzeugen manchmal einen "Nachhall".
Insofern sind wir sowohl unserem schlechten Gedächtnis, als auch möglicher Manipulation ausgeliefert.
Dies wurde in meinen Augen perfekt in der Antiutopie "1984" erfasst, in der
die Geschichtsbücher ständig umgeschrieben werden und einen Tag nach der Senkung der Schokoladenration das Fernsehen mitteilte, dass die Schokoladenration erhöht worden ist - was auf Grund des totalitären Systems und des Verbotes eigener schriftlicher Aufzeichnungen von der Bevölkerung als Wahrheit angenommen wurde - eine Art "bösartiger Konsens".
-Ein "jetzt" gibt es eigentlich nicht, da es bereits zu s. oben gehört, sobald wir es gedacht haben.
-Die Zukunft sind Pläne:
kurzfristige (Finger zur Tastatur) oder langfristige (Traumhochzeit) und bis sie verwirklicht sind, sind sie mehr "reiner Gedanke" als alles Andere.
So betrachtet, bestehen wir eigentlich ausschließlich aus Denken -
und handeln gar nicht. :)
@ Topic:
Die "Hose der Zeit" (ich war Pratchett sehr dankbar dafür, dass er dieses Bild visualisiert hat :)) bekommt man, manchmal ein bisschen zu spüren.. also ich zumindest.
Ein bisschen an diese Zeitfenster-Geschichte war für mich persönlich folgendes angelehnt:
Ich kann mich daran erinnern, zur U-Bahn gelaufen zu sein und beim Anblick eines älteren Herren, der sich mit dem Fahrkartenautomaten abmühte ist mir eingefallen, dass ich noch keine Wochenkarte gekauft habe.
Dies habe ich nachgeholt und prompt wurde der Zug auf der Fahrt (nur eine Station) kontrolliert.
Ich konnte mich in der Alternativsituation fast spüren (Tasche auskramen, Panik), als ob die oben beschriebene Wand zwischen der Parallelverläufen ganz dünn wäre. Das war keine nachträgliche Erleichterung, sondern eher, auch wenn es albern klingen mag, eine Art Vision - nachfühlen der Dinge, da mein armes verschusseltes Zweit-Ich erleben würde.
Vielleicht hatte einer von euch schon mal etwas in die Richtung, wenn er knapp einer bestimmten Situation entronnen ist. ;)
Ich glaube der letzte Teil kommt dem, inwiefern ich an eine Paralleldimension glaube, am Nächsten - dieses "Deja non vu"..:D
Erinnerungen sind aber beeinflussbar - so existiert zum Beispiel die Theorie, dass wir Träume deshalb so schnell vergessen, damit sie unser Körper nicht mit Erinnerungen verwechselt.
Ist das so? Hast du da irgendwelche Quellen dazu? Bitte jetzt nicht als Angriff verstehen, mich interessiert das einfach, weil ich selten 'nichts' Träume, bzw. mir die meisten Träume sehr gut merken kann und entsprechend den Verdacht habe, sie ab und zu mit der Realität zu verwechseln wenn ich fest davon überzeugt bin dieses oder jenes schon mal zu jemandem gesagt zu haben.
Insgesamt denke ich sind wir auf dem gleichen Konsens, mit der Übersetzung von Eindrücken und im Grunde der Unmöglichkeit diese zu 100 % mit anderen zu synchronisieren.
Ich erinnere mich zwar vage daran, daß es einmal Hirnstrommessungen gab mit dem Ziel eben herauszufinden wie Farben wahrgenommen werden und ob das Resultat vergleichbar ist, die Ergebnisse sind mir aber momentan nicht auffindbar...
Und wenn ich versuche mich zu erinnern passiert etwas, das auch ein gutes Beispiel nach der Frage der Realität ist... ich kann mir im Grunde jede mögliche Antwort so plastisch vorstellen als wäre sie wahr...
Also wie wahr sind Träume?
Es stimmt schon, so kann das Gedächtnis manipuliert werden.
Allerdings war das nicht immer so. Wir sind erst seit etwas über 1500 Jahren eine schriftführende Kultur. Vielleicht das eine oder andere Jahrhundert länger, kommt auch innerhalb Deutschlands auf die Gegend an... Vorher wurde Wissen nur mündlich weitergegeben und bewahrt, und es hielt sich... sehr lange und sehr konstant. Das heißt, daß das Gedächtnis einmal viel präziser funktioniert haben muss...
Und nochmal zur Hose der Möglichkeiten:
Genau das meinte ich mit glaub ich meinem ersten Beitrag hier. Manchmal ist es fast spürbar, daß nur eine Kleinigkeit einen von dem anderen Bein trennt. Nur Beispiel weiß ich jetzt keines... Kommt noch.
Zitat von koshka
Ist das so? Hast du da irgendwelche Quellen dazu? Bitte jetzt nicht als Angriff verstehen, mich interessiert das einfach, weil ich selten 'nichts' Träume, bzw. mir die meisten Träume sehr gut merken kann und entsprechend den Verdacht habe, sie ab und zu mit der Realität zu verwechseln wenn ich fest davon überzeugt bin dieses oder jenes schon mal zu jemandem gesagt zu haben.
Tut mir leid, ist wirklich nur ein Schnipsel, das ich aufgeschnappt habe.
Nano hat sich kurz damit auseinadergesetzt:
http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/cstuecke/101042/index.html
Und in einem Buch von mir, Träume verstehen von Bassermann wird es mal in einem Nebensatz erwähnt (hatte ich es mir ursprünglich wegen Traumparalyse geholt, dh: Träume in denen man glaubt, man würde aufwachen, sich aber nicht bewegen kann).
Sehr umfassend zum Thema Träumen ist folgende Seite:
http://asdreams.org
Vielleicht wird zumindest geklärt, weshalb du dich so oft an Träume erinnern kannst.
Das kann man üben, was auch wärmstens empfohlen wird, also kann ich mit nicht vorstellen, dass du daraus als "Naturtalent" einen Nachteil hast.:)
Ich habe mal die wilde Theorie aufgestellt, dass Träume Realität sind und unser RL nur dazu bestimmt ist, uns auf die Bewältigung der Aufgaben vorzubereiten, die uns dort erwarten. :)
Auf die Idee bin ich nach einer Reihe von Träumen gekommen, in denen der Weltuntergang durch das ultimative Böse und sämtliche anderen Katastrophen drohte. Die Gefühle waren dementsprechend intensiver als einige im echten Leben - wo man normalerweise eben nicht mit Emotionen wie Todesangst konfrontiert wird.
Es war nicht besonders ernst gemeint und könnte an der vertilgten Menge Strongbow gelegen haben, aber sehr interessant, den Spieß mal umzudrehen.
Freue mich auf ein potentielles "Hosen-Erlebnis" und bedauere zutiefst, dass mir niemand einen Disorganizer aufzwingen möchte..:D
Zunächst mal: Ich halt niemanden für durchgeknallt, der an mehr glauben will, als wir bewusst wahrnehmen. Im Gegenteil, Leute, die an mehr glauben als an das Materialistische, das uns umgibt, sind Suchende. Und Suchende sollte man respektieren.
*ansage*
Genau das finde ich auch! ;)
Ich versuche manchmal verzweifelt darüber nachzudenken, ob es nicht doch etwas gibt das alle nicht wahrnehmen, z.B. Parallelwelten. All diese Fantasygeschichten müssen ja auch irgendwoher stammen oder?! Und ich meine, hätte der Verstand nicht irgendetwas komisches bemerkt, wären wir nie zu Fantasy gekommen! Ich glaube irgendwie an Parallelwelten und werde diesen Glauben nicht los, egal was andere von mir halten oder nicht. Mir soll das egal sein. Ich versuche meine Fantasie immer mehr zu erweitern, weitere Wege zu finden, die einem eigendlich unmöglich erscheinen. Ja, das ist eines meiner Ziele. Ich hoffe, ich habe irgendwann erfolg.. ;) *fan*
Alcarinque
22.12.2009, 16:06
z.B. Parallelwelten. All diese Fantasygeschichten müssen ja auch irgendwoher stammen oder?! Jep, Tolkien. :D
Der hat alle möglichen Sagengestalten zusammengemischt und einmal kräftig geschüttelt und herausgekommen ist Mittelerde mit seinen Bewohnern, davor gab es so etwas einfach nicht. Die ganze moderne Fantasy beruht eigentlich darauf.
Die ganzen Ursprünglichen Sagengestalten die er hergenommen hat, waren für unsere Ahnen ja meist nur ein Versuch, sich für sie unerklärliches zu erklären. Was natürlich auch zu einer sehr großen Variation von Eigenschaften dieser Wesen geführt hat.
z.B. die Fänggen, ein Sagenwesen welches nur in meiner Ecke der Alpen existiert (hat) und möglicherweise die Vorlage für Tolkiens Ents war (die Ähnlichkeit ist verblüffend). Schon in der kleinen Region in der sie bekannt waren gab es die hilfsbereite, zurückgezogene und menschenfressende Art, je nach Region.
Zur Paralellwelt sollte es diese geben (es gibt ja Theorien die dafür sprechen) scheinen mir Welten mit Elfen eher unwarscheinlich, aus oben genannten Gründen, Welten die sich durch minmale Unterschiede abspalten scheinen mir dahingehend eher plausibel. Wenn wir allerdings davon ausgehen, das dies seit Anbeginn des Universums geschiet, würde ich so etwas wie die "Sliders" machen, niemals wagen, denn der größte Teil dieser Welten wäre dann wohl unbelebt und tot, oder die Erde würde gar nicht erst existieren...
Aber da muss natürlich jeder selbst wissen, was er "glauben" will, ich beneide ja Leute die tatsächlich an Elfen oder ähnliches Glauben können, das macht die Welt zu einem wesentlich mystischeren Ort...
Jep, Tolkien. :D
Nicht zu vergessen bitte Robert E. Howard, C.S. Lewis, Mark Twain, Jules Verne, Lewis Carroll ... größtenteils vor Mr. Tolkien. Ihm gebührt zwar die Ehre, die moderne Fantasy sozusagen begründet zu haben, doch Fantasy als solche (wenn auch noch nicht als Fantasy bezeichnet), gab es schon vor Tolkien. Mit ziemlich seltsamen Wesen in ziemlich bekannt anmutenden Welten.
Jep, Tolkien. :D
Der hat alle möglichen Sagengestalten zusammengemischt und einmal kräftig geschüttelt und herausgekommen ist Mittelerde mit seinen Bewohnern, davor gab es so etwas einfach nicht. Die ganze moderne Fantasy beruht eigentlich darauf.
Jap! Und das finde ich auch total super! Fantasy ist total mein Ding! Manchmal Mysthisch und manchmal auch spannend! Einfach 'meins'. ;)
Hi,
also zum Thema Parallelwelten fällt mir folgendes ein:
Erstmal muss ich Warin zustimmen, dass man mit jeder Entscheidung, jeder Handlung, ja mit jedem Bruchteil einer Sekunde eine neue Welt erschafft.
Vielleicht nehme ich nur die Welt um mich wahr, aber vielleicht lebe ich auch gerade in tausenden anderen dieser Parallelwelten, jedoch verläuft mein Leben da ganz anders als mein jetziges, da ich ja andere Entscheidungen getroffen habe.
Vielleicht wurde ich in einer dieser Welten getötet, vielleicht bin ich in einer anderen schon Millionär^^
Eine Frage beschäftigt mich bei diesem Gedanken jedoch immer:
Wie wäre es in einer solchen anderen Welt zu Leben? Was wäre wenn ich mich in einer bestimmten Situation anders entschieden hätte? Wäre mein Leben dann jetzt besser oder schlechter?
Leider werde ich das wohl nie erfahren:(:(^^
Andere Parallelwelten: Es gibt die Erde mit ihren Bewohnern. Wieso sollte es dann nicht weit weg von dem Blauen Planeten irgendwo im All noch andere Planeten geben, die bewohnbar sind oder sogar schon bewohnt sind?
Vielleicht gibt es ja auch eine zweite Sonne, die so weit weg ist, dass wir sie nicht sehen können, aber sie spendet einer anderen "Erde" Wärme und Licht.
Viellciht leben auf diesem anderen Planeten/ Parallelwelt (naja eine Parallelwelt ist der Planet ja eigentlich gar nicht^^) Aliens oder ein noch viel weiterentwickeltes Volk als wir es sind^^
Und noch was: Ich bin Christ und glaube an ein Leben nach dem Tod.
Also das ist ja dann eigentlich auch eine Parallelwelt.
LG, Faraiel
Erstmal muss ich Warin zustimmen, dass man mit jeder Entscheidung, jeder Handlung, ja mit jedem Bruchteil einer Sekunde eine neue Welt erschafft.
Klar, menschliche Handlungen Entscheidungen schaffen die Welt. Die Frage ist nur, ob es überhaupt verschiedene Möglichkeiten der Entscheidung gibt. Alles was passiert, hat Ursachen. Kann ein Mensch sich anders verhalten, als die Ursachen es zulassen? Können Menschen mit denselben Ursachen überhaupt verschiedene Entscheidungen treffen?
PS: Ich denke mittlerweile Aliens sind in unserer Gesellschaft das, was Succubi bzw. Incubi im Mittelalter waren ... die Parallelen zwischen mittelalterlichen Vorstellungen von Besessenheit und aktuellen von Alien-Entführungen sind frappierend.
Erstmal muss ich Warin zustimmen, dass man mit jeder Entscheidung, jeder Handlung, ja mit jedem Bruchteil einer Sekunde eine neue Welt erschafft.
Erschafft man jedesmal eine komplett Neue oder verändert man nur die Bestehende?
Denn bei den unzähligen Menschen und deren unzähligen Entscheidungen dürfte es selbst in der "Unendlichkeit" irgendwann ziemlich enge werden. :D
Oder verschwinden Parallelwelten auch wieder? Denn nichts ist unendlich bzw. für immer...
Ich bin Christ und glaube an ein Leben nach dem Tod.
Also das ist ja dann eigentlich auch eine Parallelwelt.
Stimmt. Aber es ist doch schon mehr als nur eine Parallelwelt.
Was ist denn eigl. mit Himmel & Hölle - oder zählen die Beiden auch nur als eine? ;)
Da jedoch unser menschgemachtes Wachstum auf dieser Welt ausschließlich auf begrenzte (billige) Energie ohne jegliche Nachhaltigkeit aufgebaut ist, denke ich, dass in diesem Jahrhundert ein ziemlicher Andrang in das Jenseits stattfinden dürfte. (Beispiel (http://www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=9440&seite=5))
Da müsste dringend "angebaut" werden...
Aber da unsere Welt begrenzt ist, gehe ich (theoretisch) davon aus, dass die anderen es auch sind.
Das Jenseits (soweit existent) dürfte der Unseren daher sehr ähnlich sehen. Denn wenn dort die selben Menschen/Seelen samt ihren Eigenschaften hinkommen, werden dorthin bestimmt auch dieselben Probleme exportiert. Fazit: Das Jenseits -> nichts für mich, denn irgendwann muss schließlich auch mal Schluss sein.
---
Aber letztlich ist es doch egal, welche Entscheidungen getroffen werden, sie geschehen alle in dieser/unseren Welt. Ob andere (Parallel)Welten davon betroffen sind, ist eh nur Spekulation.
Ich denke mittlerweile Aliens sind in unserer Gesellschaft das, was Succubi bzw. Incubi im Mittelalter waren ... die Parallelen zwischen mittelalterlichen Vorstellungen von Besessenheit und aktuellen von Alien-Entführungen sind frappierend.
Wie heißt es; "Die Melodie bleibt die gleiche, lediglich der Takt ändert sich..." ;)
Alcarinque
10.02.2010, 15:08
Erstmal muss ich Warin zustimmen, dass man mit jeder Entscheidung, jeder Handlung, ja mit jedem Bruchteil einer Sekunde eine neue Welt erschafft.Klar, menschliche Handlungen Entscheidungen schaffen die Welt. ... War das nun ironisch gemeint? X.X
Das "wir" diese Welten schaffen, scheint mir dann doch etwas sehr religiös/esoterisch angehaucht zu sein, das würde bedeuten das Parallelwelten erst existieren seit es Menschen gibt und sie sich seit damals angefangen haben abzuspalten. Das klingt für mich doch eher unwahrscheinlich.
Wenn sie sich aber seit Entstehung des Universums aufspalten, für jedes einzelne Atom, welches nur ganz minimal etwas mehr nach links oder rechts bewegen würde, würden wir auf eine recht große Zahl von Welten kommen. Eine kurze Suche gab mir als Anzahl der Atome des Universums 10^68 an, das wäre dann also die Zahl der Welten in einem Augenblick, wenn wir nun einen relativ großen Zeitraum nehmen, sagen wir eine Sekunde, und die Anzahl der Atome mal der Sekunden seit dem Urknall vor 13 Milliarden Jahren rechnen, kommen wir schon mal auf eine recht nette Zahl. Ein unvorstellbare Zahl, die Welten in denen nun eine Erde entstanden ist, wird der Bruchteil eines Bruchteils eines Bruchteils eines Bruchteils etc. sein, die mit Menschen entsprechend kleiner und die in denen tatsächlich eine Version von mir existiert natürlich noch viel kleiner.
@Himmel: An was für eine Art Himmel glaubst du denn?
Eine zweite Welt auf der alle Toten "leben"?
Alle bisherigen Beschreibungen des Himmels, der Unterwelt wasauchimmer die ich kenne sind eigentlich immer komplett anderes als die bisherige Welt, eher eine andere Dimension oder ähnliches, aber nichts das Ansatzweise mit eine Parallelwelt vergleichbar wäre.
Die Idee finde ich aber interessant, wie würde das denn funktionieren?
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