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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Michael H. Schenk - Pferdelords


Nuramon
20.01.2008, 20:47
Ich hoffe Elodarion meldet sich hier auch noch zu Wort. Bis dahin mache ich erst einmal den Anfang.

Also, wenn man anfängt die Pferdelords zu lesen (Teil1 Der Sturm der Orks) denkt man als erstes:" Na, da versucht doch jemand an "Herr der Ringe" anzu schließen". In der Tat sind einige Paralelen nicht von der Hand zu weisen. Orks, Elfen, Zwerge, Graue Magier....aber schon nach kurzer Zeit vergisst man den HDR und man taucht ein in die Marken der Pferdelords.
Schön ist auch, das mit jedem Teil die Karktere mitwachsen und man so zu vielen sympatie aufbaut.
Das hier jemand schreibt der sich mit der Materie auskennt merkt man schnell. Michael versteht es Mittelalter mit Fantasy zu kreuzen.
Bis jetzt sind 4Teie erschienen


Der Sturm der Orks
Die Kristallstadt der Zwerge
Die Barbaren des Wüstenlandes
Das verborgene Haus der Elfen


Die Korsaren von Um`briel erscheint im Mai 2008

Elodarion
20.01.2008, 22:46
Ich hoffe Elodarion meldet sich hier auch noch zu Wort. Bis dahin mache ich erst einmal den Anfang.

Also, wenn man anfängt die Pferdelords zu lesen (Teil1 Der Sturm der Orks) denkt man als erstes:" Na, da versucht doch jemand an "Herr der Ringe" anzu schließen". In der Tat sind einige Paralelen nicht von der Hand zu weisen. Orks, Elfen, Zwerge, Graue Magier....aber schon nach kurzer Zeit vergisst man den HDR und man taucht ein in die Marken der Pferdelords.
Schön ist auch, das mit jedem Teil die Karktere mitwachsen und man so zu vielen sympatie aufbaut.
Das hier jemand schreibt der sich mit der Materie auskennt merkt man schnell. Michael versteht es Mittelalter mit Fantasy zu kreuzen.
Bis jetzt sind 4Teie erschienen


Der Sturm der Orks
Die Kristallstadt der Zwerge
Die Barbaren des Wüstenlandes
Das verborgene Haus der Elfen


Die Korsaren von Um`briel erscheint im Mai 2008


Hallo Nuramon, natürlich werde ich auch in diesem Bereich des Forums aktiv sein und freue mich darauf, mich eurer Meinung zu den Pferdelords zu stellen.

LaZy
15.02.2008, 23:25
Auf die Pferdelords gekommen bin ich zufällig durch einen Post im alten FAntasyforum. SOmit gehörten sie zu meiner Urlaubslektüre 07.

Wie Nuramon schon geschrieben hat sind auch mri die Parallelen zu HdR am Anfangs tark aufgefallen, irgendwann war ich dann aber so "drin" in den Büchern, dass ich nicht mehr an HdR gedacht habe. Außerdem erfährt man ja auch einige interessante DInge z.B: über die Dünenbarbaren, die man so nicht in HdR erfährt udn wohl auch eigene Ideen des Autors sind.

Alles in allem find ich die ersten drei Teile also auf jeden Fall empfehlenswert.

Elodarion
16.05.2008, 20:09
Hallo LaZy,
ich hoffe, ich kann die positive Meinung noch steigern. Inzwischen ist ja auch Band 5 erschienen. Ich weiß nicht, ob du den vierten bereits gelesen hast. Der war für mich ein Grenzfall, da das Volk der Elfen eigentlich schon ziemlich strapaziert ist, doch das gilt ja auch für die Orks. Das Echo auf Band 4 war jedoch absolut positiv. Scheinbar konnte ich den Spitzohren doch ein paar interessante Seiten abringen.
Band 5 wird mit Sicherheit Neuland, da ich darin das Volk von Alnoa und die Korsaren vorstelle.
Die Nähe zu HdR aus dem ersten Band hängt mir ein wenig wie ein Schatten nach. Aber mit jedem Band wird auch deutlicher, dass es große Unterschiede gibt.
Jedenfalls hoffe ich, dass du weiterhin viel Spaß beim lesen haben wirst.

Nuramon
16.05.2008, 21:04
Band 5 Steht schon bei mir im Regal und wartet sehnsüchtig darauf gelesen zu werden. Doch zur Zeit stecke ich noch in einem anderen Buch. Aber ich freue mich jetzt schon darauf Dorkemunt und Nedeam wieder auf ihren Abenteuern zu begleiten.

@Elodarion Übrigends habe ich den ersten Teil einer guten Freundin geliehen und sie ist jetzt schon schwer begeistert und wird sich nun auch die Bücher zulegen.
Wieder ein Fan mehr ;)

Elodarion
21.05.2008, 08:50
@Nuramon: Das ist eine gute Nachricht. Jeder neue Leser ist ein Hufnagel, der die Pferdelords wieder eine Länge weiter bringt. Wer einmal auf sie gestoßen ist, bleibt meist dabei, auch wenn es natürlich Leser gibt, denen sie überhaupt nicht zusagen. Aber ich denke, inzwischen bringe ich so viele neu Völker ins Spiel, dass die Pferdelords sich aus dem Dunstkreis von HdR gelöst haben. Was ihnen fehlt, ist eigentlich ein wenig Werbung. Momentan versuche ich, mich da ein wenig stärker einzubringen. Im Wesentlichen fehlt dazu einfach die Zeit, da ich am Manuskript für Teil 7 sitze, damit der Erscheinungsrhythmus von fünf Monaten gehalten werden kann. Es wird wieder zwei neue Völker geben und, wie bei Band 5, werden die Orks nur ganz am Rande erwähnt. Ich bin schon gespannt, wie dir die Korsaren und das Volk von Alnoa gefallen.

Simon the Sorcerer
21.05.2008, 11:36
Hallo,

ein guter Freund hat mir die Bücher gerade auch empfohlen, er hat die ersten 4 in einer Woche durchgelesen und war begeistert !!*ja*
Er selbst, hatte sie auch auf anraten eines Bekannten gelesen. Der wird sich freuen das Band 7 in arbeit ist....:D

Aber nach allem was ich hier lese und von meinem Freund gehört habe, muß ich mir demnächst auch mal die Bücher anschaffen.

Grüße,

ein evtl. zukünftiger Fan (oder Hufnagel *grins*) mehr !

Nuramon
21.05.2008, 21:18
Ich bin schon gespannt, wie dir die Korsaren und das Volk von Alnoa gefallen.

Ich habe schon angefangen das Buch zu lesen und bin schon wieder mitten drin im neuen Abenteuer. Ich glaube ich bin jetzt so auf Seite 150 oder so. Hauptpunkt ist bis jetzt das älterwerden der Karakter.

Wenn man so liest, wie die alle mit dem nutzlosen Gold umgehen, dann denkt man immer: Warum geben sie es dann nicht mir? ;)

Illyria
23.05.2008, 20:08
Ich habe mir am Dienstag den ersten Band von den Pferdelords geholt und bin jetzt auf Seite 174. Im Moment bin ich noch etwas hin und her gerissen ob ich weiter lesen soll/will oder nicht. Wäre natürlich schade, wenn ich jetzt aufhöre, obwohl hier alle sich nur positiv über die Bücher geäußert haben.

Erst einmal: Viele komische Namen. Ich musste mehrmal zurück blättern um zugucken wer nochmal wer ist. Viele Namen hören sich gleich an und da ist bei mir meisten Verwirrung schon vorprogrammiert. ;) Namen zu merken war noch nie meine Stärke und wenn sie dann noch etwas ungewöhnlicher sinds fällts mir noch schwerer. (Eine Ausnahme ist aber ,,Eternias'', obwohl ich da an die frühere Trickfilmserie He-Man denken muss. :rolleyes:)

Zwar sind mir auch viele, viele Parallelen zu Herr der Ringe aufgefallen, allerdings ist sie nicht gerade das, was mich so stört. Es ist vielmehr die Sprechweise von allen. Die Dialoge klingen alle so aufgesetzt und aufgedunsen. Bevor ich jetzt etwas verrate, setze ich den Rest lieber in Spoilerklammern.

Schon alleine die Tatsache wie die Eltern von Nedeam sich anreden. ,,Mein Gebieter'', ,,mein Weib'', ,,erhebe dich, mein Weib'', ,,und eil dich endlich, unserem Jungen etwas Ordentliches aufzutischen. Er muss heute die Arbeit eines Mannes verrichten und nach Eternas reiten.''
Die Geschlechterrolle ist meiner Meinung nach dann doch etwas zu stark ausgeprägt. Aber ich bin ja noch nicht weit. Wer weiß was noch kommt. ;)

Außerdem muss ich jedes mal, wenn ich den Spruch von den Pferdelords höre, anfangen zu grinsen. Da denke ich immer an irgendwelche Kampfszenen aus Hollywoodfilmen mit atemberaubender Musik und die selbst dem härtestem Knochen eine Träne etwa aus den Augen drücken soll. Bei mir hat es eher den gegenteiligen Effekt im Buch. :D

Außerdem finde ich die Einstellung der Pferdelords etwas unrealistisch. Zum Beispiel die Tatsache, dass Nedeam einfach sein Pferd stehen lässt, weil niemals ein Pferdelord einem anderem etwas klauen würde. Sehr naive Einstellung. Hätte mir eher gewünscht, dass dann alle Sachen weg sind, damit ich sagen kann: ,,Siehste, das hast du jetzt davon.'' Wo sind die Intrigen und finsteren Pläne, die bösen Buben, die gegen den Fürsten bzw. den König sind. Das sieht alles noch etwas nach Gut gegen Böse aus. Die Guten sind natürlich die lieben Pferdelords (treu bis zum Ende :rolleyes:) und die Bösen sind natürlich die bösen, gemeinen, menschenfressenen Orks.



Ich bin ja aber auch noch nicht lange am Ende angelangt. Wer weiß was noch kommt. ;)

Liebe Grüße
Illyria

Nuramon
23.05.2008, 23:03
Im Punkt Dialoge gebe ich dir recht. Das habe ich im alten Forum auch schon kritisiert. Auch das Nedeam im ersten Teil so eine art "Superkind" ist fand ich nicht so gelungen.
Aber ich kann nur sagen aller Anfang ist schwer und ich weis, (da ich bis jetzt alle Bücher gelesen habe) das Michael (alias Elodarion) auf Ratschläge und konstruktive Kritik eingeht und es von Buch zu Buch besser wird schon der zweite Teil ist wesentlich spannender wenn es zu den Zwergen geht.
Aber es ist von Vorteil (auch wenn man die Bücher in unchronologischer Reihenfolge lesen kann) alle Bücher in der richtigen Reihenfolge zulesen.

Lese weiter und du wirst bestimmt nicht enttäuscht.

Elodarion
26.05.2008, 19:32
Hallo Illyria,
der "Sturm der Orks" war mein Erstlingswerk und ich gebe ganz offen zu, wenn ich ihn heute schreiben würde, wäre der Stil anders. Die Handlung würde ich beibehalten, trotz der Nähe zu HdR, doch das verliert sich in den Folgebänden sehr schnell, wie du feststellen wirst. Aber im ersten Band hatte ich noch viele Schachtelsätze und eine komplizierte Sprache. Eure Kritik hat mir sehr dabei geholfen, mich weiter zu entwickeln. Vereinfacht formuliert: Wer sich durch den ersten Band geackert hat und sich an den zweiten wagt, der bleibt dann dabei. Es wird dir zunehmend Spaß machen, die Pferdelords zu lesen. Auch die Wiederholungen werden aufhören und nur noch dort verwendet, wo sie eine Veränderung in den Charakteren oder den Örtlichkeiten betreffen. Du wirst feststellen, dass die "Pferdelords" eine recht ungewöhnliche Serie sind. Und das sie Spaß machen.
Liebe Grüße
Elodarion/Michael

Elodarion
26.05.2008, 19:43
Böse Falle. Warte ab. Was am Anfang der Serie so wunderschön in schwarz-Weiß-Malerie dasteht, wird eine Menge schattierungen bekommen. Aber im Grunde sind die Pferdelords ein gutmütiges und ehrbares Volk. Sie klauen nicht und morden nicht. Aber auch dort wird noch einiges abgehen.
Ein gut ausgebildetes Sattelpferd kannst du übrigens wirklich stehen lassen. Es läuft nicht weg und zeigt einem potenziellen Dieb Zähne und Hufe und glaube mir, die können verdammt hart zwicken.
Die Geschlechterrolle ist streng zugeordnet. Privat bin ich anders. Aber bei den Pferdelords gab es noch keine Emanzipation und keinen Babybrei. Das ist nun einmal eine Anleihe an historische Realitäten die wir, ernsthaft betrachtet, noch immer nicht wirklich überwunden haben.
Sind die Orks böse? JA! Und doch... Behalte ab Band 2 Einohr und Fangschlag im Auge. Sie werden dir immer wieder begegnen und vielleicht wirst du überrascht sein, dass die "Bestien" durchaus menschliche Seiten haben. Da will ich jetzt nicht zu weit vorgreifen, aber ich denke, Nuramon kann schon sehr gespannt auf Band 6 sein.

Nuramon
04.06.2008, 20:20
Sind die Orks böse? JA! Und doch... Behalte ab Band 2 Einohr und Fangschlag im Auge. Sie werden dir immer wieder begegnen und vielleicht wirst du überrascht sein, dass die "Bestien" durchaus menschliche Seiten haben. Da will ich jetzt nicht zu weit vorgreifen, aber ich denke, Nuramon kann schon sehr gespannt auf Band 6 sein.

Ja, das denke ich mir. Du machst ja schon im 5.Teil Andeutungen auf die Ehre der Krieger in diversen Völkergruppen. Und Teil 6 ... und die Paladine der toten Stadt, ist schon vorbestellt.

Im übrigen möchte ich hier nocheinmal hervorheben, dass ich deine Völker sehr genial finde. Jedes Volk ist bis ins kleinste erklärt und liebevoll und in Szene gesetzt. Man kann sich alles super bildlich vorstellen und man findet an jeder Völkergruppe gute und schlechte seiten. Alles ist schlüssig und man merkt, dass du Ahnung von der Materie hast und nicht einfach drauf los schreibst. So macht das lesen spaß und ich hoffe, dass Nedeam und Dorkemunt noch lange lange zusammen Reiten bzw das die Pferdelordsromane noch lange weiter geschrieben werden.

Maranwe
19.06.2008, 18:33
Ihr macht es einem schon nicht leicht diese Bücher nicht zu kaufen *g*

Ich habe mich entschlossen die Bücher nöchsten Monat im Urlaub zu lesen, hoffe ich komme noch dazu nebst den anderen Urläublichen Tätigkeiten.

Bin mal gespannt darauf was mein Namensvetter sich da so alles einfallen lassen hat *g*

Elodarion
05.07.2008, 19:37
Ihr macht es einem schon nicht leicht diese Bücher nicht zu kaufen *g*

Ich habe mich entschlossen die Bücher nöchsten Monat im Urlaub zu lesen, hoffe ich komme noch dazu nebst den anderen Urläublichen Tätigkeiten.

Bin mal gespannt darauf was mein Namensvetter sich da so alles einfallen lassen hat *g*

Hallo Maranwe,
ich denke, du machst da keinen Fehlgriff. Die Pferdelords dürften dir Spaß machen. Wie erwähnt, Band 1 schwächelt, doch danach traben die Jungs so richtig los. Bin schon auf deine Meinung gespannt.

Michael/Elodarion

bookdealer
26.03.2009, 10:49
Hallo,

am 23. April um 11 Uhr findet in der Stadtbibliothek Dortmund (Königswall 18,Studio B) eine Lesung mit dem Autor der "Pferdelords" Herrn Michael H. Schenk statt. Im Anschluss signiert der Autor seine Bücher.

Schöne Grüße von der Buchhändlerklasse Dortmund :)

ThomasD.
06.04.2009, 19:29
Hallo,
ich bin derzeit im ersten Teil und etwa 200 Seiten vor dem Ende immer noch unschlüssig. Ich habe persönlich überhaupt nichts dagegen, beim HdR anzuknüpfen/reinzuschauen/usw. Allerdings stören mich ein paar Dinge:
Es sind immer nur so wenige Pferdelords. Praktisch ein größeres Dorf und ein paar extra Höfe. Da ist die Partnerauswahl für die Hochzeit nicht sehr groß. Die Hochmark ist seit Jahren größtenteils isoliert von den anderen Marken, obwohl sie nur ein paar Tagesritte entfert sind. Dann sterben die paar Pferdelords auch noch gelegentlich, so dass wahrscheinlich nach der letzten Schlacht nur noch eine Handvoll übrig sind. Wie sollen die dann weitermachen? Da bin ich gespannt...
Dann fangen die paar Überlebenden der Nachbarmark gleich mal an Häuser(!) zu bauen, obwohl man sich auf die Invasion vorbereitet. So ein(!) Haus baut man schon nicht über Nacht, von den erforderlichen Rohstoffen ganz zu schweigen. Zumal nach der bevorstehenden Invasion wahrscheinlich alles abgebrannt oder entvölkert ist.
Ich persönlich hätte es glaubwürdiger gefunden, wenn die Personen, die betroffenen Regionen und die zeitlichen Abstände (für die Ritte und Märsche) mindestens(!) verzehnfacht gewesen wären. Die Hauptpersonenanzahl müsste deshalb ja nicht vergrößert und die Handlung nicht verändert werden.
Außerdem sind mir die Orcs etwas suspekt. Einerseits sind die total gefährlich, werden aber in den ersten Schlachten weggemetzelt wie eine Horde Hobbits ;-)
Ich habe aber noch das Gefühl, dass es deutliche Steigerungen geben wird, deshalb liegen der zweite und dritte Teil schon bereit. Spannend ist es jedenfalls.
Grüße Thomas

ThomasD.
27.05.2009, 10:08
Also es tut mir leid, aber ich habe in der Mitte der zweiten Bandes aufhören müssen. Da springt einfach kein Funke über. Die Story ist aus meiner Sicht banal und teilweise unglaubwürdig.
Die Zwerge schließen ihre Äxte ein um sich bei den häufigen Streitigkeiten nicht zu verletzen und werden von den Orks ohne Waffen überrascht, weil man die nur mit der grünen Axt rausholen kann, bitte wie blöd sind die denn? Die Pferdelords sind die allerbesten Schmiede um die Brillen mit den Kristallen der Zwerge herzustellen, das kann kein anderer, und dann in diesen Mengen?? Haben die Orks beim letzten Band nur wegen ihrer Blindheit verloren, davon stand da aber nichts?? Kein Zwerg passt durch die Lüftungsschächte, aber der junge Pferdelord schon und das ist der geniale Befreiungsplan??? ...Und wie haben die Pferdelords eigentlich ihre enormen Verluste von vor drei Jahren so schnell ausgeglichen?????
Ich habe der Reihe wirklich eine Chance gegeben, aber es gibt so viele andere gute Fantasyliteratur, dass man die in seiner knappen Freizeit kaum alle lesen kann, warum also diese Reihe weiterlesen?

Elodarion
08.06.2009, 19:00
Warum lesen?
Ganz einfach: Weil diese Serie sehr ungewöhnlich ist und bislang fast jeden Leser überzeugt hat. Aber man kann es nicht jedem Recht machen und das will ich auch gar nicht. Dennoch glaube ich, dass dir da wirklich etwas entgeht. Ich bin gerne bereit, dir die vorhandenen Belegexemplare kostenfrei zuzusenden. Einfach weil ich glaube, dass du deine Meinung noch revidieren wirst.

Aber zu deinem Spoiler:
Die Zwerge schließen ihre Äxte ein um sich bei den häufigen Streitigkeiten nicht zu verletzen und werden von den Orks ohne Waffen überrascht, weil man die nur mit der grünen Axt rausholen kann, bitte wie blöd sind die denn?

AW: Was hat das mit blöd zu tun? Um es einmal auf unsere heutige Zeit zu übertragen: Soll jeder mit einem Colt herumrennen? Zudem liegt Nal´t´rund sehr weitab vom Schuss und wurde bisher nie von den Orks bedroht. Warum sollen sich nicht auch einmal Zwerge überraschen lassen?

Die Pferdelords sind die allerbesten Schmiede um die Brillen mit den Kristallen der Zwerge herzustellen, das kann kein anderer, und dann in diesen Mengen??

AW: Sieh dir frühmittelalterliche Schmiedekunst an. Wo ist also das Problem?

Haben die Orks beim letzten Band nur wegen ihrer Blindheit verloren, davon stand da aber nichts??

AW: Wurde da nicht erwähnt, dass die Orks sehr lichtempfindliche Augen haben? Wer ist denn bisher darauf gekommen, seine Orks mal mit Sonnenbrillen auszurüsten? Oder erscheinen dir jene Autoren so logisch, die in ihren vieltausendjährigen Reichen nur bis zum schmiedeeisernen Kerzenleuchter vorgedrungen sind?

Kein Zwerg passt durch die Lüftungsschächte, aber der junge Pferdelord schon und das ist der geniale Befreiungsplan???

AW: Schon mal überlegt, dass es zwischen der gedrungenen Figur eines Zwerges und dem schlanken Körper eines Heranwachsenden leichte Unterschiede im Umfang geben könnte?

...Und wie haben die Pferdelords eigentlich ihre enormen Verluste von vor drei Jahren so schnell ausgeglichen?????

AW: Da gebe ich dir vollkommen Recht. Das ist in der Tat eine logische und logistische Schwäche.

Eines finde ich gleichwohl etwas seltsam. Kaum jemand regt sich in der Fantasy auf, wenn ein Autor Wiederbelebungen und Superzauber als Endlösung für den Sieg nutzt. Da bin ich dann schon etwas verblüfft, wenn naheliegende Umstände oder Lösungen vereinzelt derart auf Widerstand stoßen.

Nuramon
08.06.2009, 20:22
also ich bin nach wie vor ein großer Fan der Reihe und bin jetzt mit dem neuen Band fast durch. Ich finde es erstaunlich, wio du immer die Ideen her holst. Ok, manche sachen waren vorraussehbar. Aber das störte mich wenig. Ich würde mich auf jeden Fall freuen, wenn die Lords noch lange weiter reiten.
Es gibt immer den einen oder anderen der etwas zu bemängeln hat, aber das ist ja auch gut so (wenn es berächtigt ist) nur so kann man eventuelle Fehler berichtigen. Also Michael...mach weiter so *fan*

Elodarion
09.06.2009, 10:20
Freut mich, dass es dir weiterhin gefällt und ich gebe mir Mühe, dass es immer neue Ideen und spannende Abenteuer gibt. Mit den "Pferdelords" will ich ja auch die Fantasy nicht neu erfinden, sondern etwas Lesespaß vermitteln. Natürlich gibt es da auch immer wieder ein paar Kinken und aus der Kritik am Anfang der Reihe konnte ich doch so einiges lernen. Wenn ich Band 1 mit Band 4 oder 5 vergleiche, gibt es da schon so einige Unterschiede. Ich hoffe, meine Interpreation des "beamens" durch den guten Grauen hat dir gefallen. Wie fandest du die Irghil? Mein Agent hat zunächst die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen, weil er meinte, man könne doch nicht über Krebse schreiben, die seien einfach nicht sympathisch... ;-). Wie fandest du die Episoden mit Fangschlag und Dorkemunt? Hoffe, ich habe das gut und auch humorvoll rüber gebracht. Machte jedenfalls viel Spaß, es zu schreiben.
Die meisten Leser mögen es doch sehr, dass sich die Pferdelords nicht zu "bierernst" lesen.

Galadheon
09.06.2009, 17:20
Wie viele Bücher gibt es ungefähr bis zum schluss???
Hab zwar noch keins gelesen aber schon eine weile auf meiner Liste... wenn ich aber so sehe das es immer wie mehr wird überlege ich es mir noch mal... Ich persönlich mag es nicht so gerne wenn irsinnig viele Bücher in einer Reihe erscheinen.
Weis zwar jetzt nicht ob das von belangen ist aber ich finde es positiv das alle Bücher vom gleichen Verlag sind!!!
Greez

Nuramon
09.06.2009, 20:12
@ Elodarion Die Irghil sind, ganz ehrlich gesagt, nicht ganz mein Fall. Aber die Idee ist witzig. Aber irgendwie wollen sie in meiner Fantasie nicht wirklich in meine Welt der Pferdelords reinpassen. Ich hätte mir da eher ne art Affenmensch (Bigfoot oder so) gewünscht. Krebse gehören für mich zum Wasser (Auch, wenn es ja keine richtigen Krebse sind) Aber das macht das Buch nicht schlecht.
Das Zusammenspiel mit Dorkemund und Fangschlag finde ich spannend und auch der Humor trifft mein Komikzentrum.
Das "beamen" fand ich ganz gut. Zu erst habe ich mich natürlich gefragt, warum er sich nicht zurück beamt sondern mit dem Pferd zurück reitet. Aber dann habe ich weitergelesen und bin dir natürlich voll auf den Leim gegangen (ich will jetzt hier nichts verraten)
Ich habe noch ca ein Viertel Buch vor mir und freue mich auf jede Pause wo ich weiterlesen kann.

@ Galadheon

Es ist unwichtig, wieviele Bücher es werden (ich hoffe natürlich es werden noch viele) denn jedes Buch ist in sich abgeschloßen. Du kannst also jederzeit aufhören. Aber glaube mir, wenn du die ersten beiden bzw drei durch hast, wirst du auch die anderen lesen. Es macht einfach Spaß, sie sind spannend, humorvoll und nicht anstrengend. Für mich genau das richtige.
Eine gute Freundin von mir hat alle gelesen obwohl sie durch einen dummen Fehler von mir mit dem zweiten Teil angefangen hat zu lesen.

ThomasD.
10.06.2009, 12:05
Hallo,
@ Eldarion:
erstmal vielen Dank für die Antwort. Es ist schon etwas Besonderes, wenn man in einem Forum nicht nur seine Meinung herausposaunen, sondern sich direkt mit dem Autor darüber austauschen kann.
Natürlich haben auch andere Bücher ihre Schwächen und Wiederbelebungen und Superzauber sind auch nicht meine Lieblingslösungen für ausweglose Situationen. Ich möchte auch nicht weiter auf einzelnen Kritikpunkten herumreiten, nur zu meinem ersten Hinweis vom 6.04.09 könntest Du Dich noch mal äußern:
Warum diese kleinen Anzahl an Personengruppen und warum diese geringen Entfernungen?
PS: vielleicht lese ich den zweiten Band doch noch weiter und den dritten habe ich ja auch da ;)





ich kann es mir doch nicht verkneifen:

"Aber zu deinem Spoiler:
Die Zwerge schließen ihre Äxte ein um sich bei den häufigen Streitigkeiten nicht zu verletzen und werden von den Orks ohne Waffen überrascht, weil man die nur mit der grünen Axt rausholen kann, bitte wie blöd sind die denn?
AW: Was hat das mit blöd zu tun? Um es einmal auf unsere heutige Zeit zu übertragen: Soll jeder mit einem Colt herumrennen? Zudem liegt Nal´t´rund sehr weitab vom Schuss und wurde bisher nie von den Orks bedroht. Warum sollen sich nicht auch einmal Zwerge überraschen lassen?"

OK: Vorschlag - Alle Waffen der Bundeswehr werden eingeschlossen und der einzige verfügbare Schlüssel liegt bei Angela Merkel im Nachttisch. *grins*

Elodarion
10.06.2009, 18:05
Hallo ThomasD.,

ich freue mich auch immer, wenn ich mal Feedback habe und mich austauschen kann. Sorry, wenn ich in einigen Punkten etwas ironisch zu antworten versuchte. Aber das ist meine Art und entspricht auch meinem Humor in meinen Büchern.
Zu deiner Frage bzgl. der kleinen Personengruppen: Falls du damit die Bevölkerung der Marken meinst, so kann das ein wenig täuschen. Zwar leben auf den Einzelgehöften nur kleine Familien, doch die Weiler können bereits mehrere Hundert Personen umfassen und Eternas wird sich im Verlauf der Bände immerhin zu einer Stadt mit einigen Tausend Einwohnern mausern - mit den daraus resultierenden Problemen.
Die Entfernungen sind gar nicht so gering. Eine Länge beträgt immerhin rund 2 Meter, eine Tausendlänge entspricht somit rund 2 Kilometern. Das ist aber vielen Lesern durchgegangen und in den späteren Bänden gibt es eine Auflistung der wichtigsten Personen (mit dem jeweils aktuellen Altern) und die wichtigsten Maß- bzw. Zeiteinheiten. Für die Wegstrecken sitze ich vor meiner überdimensionalen Karte und meiner Tabelle und messe aus. Habe da eine Liste, welche Geschwindigkeiten ein Fußgänger, Wagen oder Reiter im jeweiligen Gelände bewältigen kann. Anhand der Karte rechne ich dann aus, in welchem Zeitraum sie das jeweilige Gelände bewältigen. Die Angaben in den Romanen müssten also ziemlich exakt sein. Einmal ist mir allerdings ein Rechnungsfehler unterlaufen. Da habe ich ein Pfeilschiff der Elfen ein bisschen zu rasch durch die Gegend gebeamt...

PS: vielleicht lese ich den zweiten Band doch noch weiter und den dritten habe ich ja auch da
Ich will dich ja nicht überreden, die Pferdelords zu lesen, damit die Verkaufszahlen steigen, sondern weil die Romane letzlich die allermeisten Leser überzeugen konnten. Irgendwie wurmt es mich doch, wenn ich es nicht schaffe, jemanden zu überzeugen... ;-). Von Band 5 habe ich noch ein Belegexemplar. Wenn du magst, sende ich es dir zu.


"Aber zu deinem Spoiler:
Die Zwerge schließen ihre Äxte ein um sich bei den häufigen Streitigkeiten nicht zu verletzen und werden von den Orks ohne Waffen überrascht, weil man die nur mit der grünen Axt rausholen kann, bitte wie blöd sind die denn?
AW: Was hat das mit blöd zu tun? Um es einmal auf unsere heutige Zeit zu übertragen: Soll jeder mit einem Colt herumrennen? Zudem liegt Nal´t´rund sehr weitab vom Schuss und wurde bisher nie von den Orks bedroht. Warum sollen sich nicht auch einmal Zwerge überraschen lassen?"

OK: Vorschlag - Alle Waffen der Bundeswehr werden eingeschlossen und der einzige verfügbare Schlüssel liegt bei Angela Merkel im Nachttisch.
:-) Gefällt mir! Stelle mir Angela gerade mit Lockenwicklern vor, wenn so ein General den Schlüssel überraschend abholen will.

Zu der Kletterpartie mit Nedeam noch eine Anmerkung. Als "junger Hecht" stelle ich ihn mir deutlich schlanker vor, als so ein gedrungener Zwergenmann. Ich fand es daher einen akzeptablen Weg, ihn durch den Schacht zu schicken. Logischer, als einen plötzlichen Geheimgang zu erfinden. Ich versuche in meinen Geschichten, die Handlungen immer nachvollziehbar zu gestalten, was aber sicherlich nicht immer so gelingt, wie ich das beabsichtige.

Die Reihe ist definitiv auf 12 Bände begrenzt. Jeder Band steht für sich und zeigt die Entwicklung der Helden und ihrer Umgebung in chronologischer Reihenfolge. Wenn man mal durcheinander liest, ist das kein Problem. Jedes Abenteuer steht völlig autark. Aber in jedem Band sind Hinweise, die zwangsläufig ins Finale münden. Viele davon werden kaum registriert (was durchaus auch Absicht ist) und sollen nach der Lektüre von Band 12 dazu führen, dass man sich sagt, logisch, zeichnete sich ja irgendwie ab.
Wenn du Fangschlag und Einohr beobachtest, die in Band 2 ja ihren ersten Auftritt haben, wirst du feststellen, dass die Orks keineswegs dummes Kanonenfutter sind. Das entwickelt sich aber über die Romane. Selbst die Konkurrenz zwischen den Rundohren und Spitzohren verfolgt einen konsequenten Zweck.

Hallo Nuramon, schön, dass dir die Dialoge zwischen Dorkemunt und Fangschlag gefallen. Die haben mir selbst richtig Spaß gemacht. Und mit den Irghil wollte ich einmal ein ganz ungewöhnliches Völkchen vorstellen. Die Lederschwingen werden dir wahrscheinlich eher zusagen ;-). Und ich hoffe, du siehst mir den Schluss nach. Ich bekam schon ziemlich empörte Mails wegen D., aber da will ich jetzt ebenfalls nicht vorgreifen.
Gib mal Feedback, wenn du durch bist.

Elodarion
10.06.2009, 18:18
Nachtrag zu Thomas Fragen:
Es sind immer nur so wenige Pferdelords. Praktisch ein größeres Dorf und ein paar extra Höfe. Da ist die Partnerauswahl für die Hochzeit nicht sehr groß.
AW: Zunächst umfasst die Hochmark nur zwei große Weiler mit einigen Hundert Bewohnern, eine Handvoll Höfe und die Stadt Eternas mit geschätzten 2.000 Einwohnern. Da hast du völlig Recht, dass es personell knappe Ressourcen sind. Darauf bin ich auch erst später gestoßen (worden) und habe das dann durch Zuwanderung und Vermehrungsfreudigkeit ausgeglichen.

Die Hochmark ist seit Jahren größtenteils isoliert von den anderen Marken, obwohl sie nur ein paar Tagesritte entfert sind. Dann sterben die paar Pferdelords auch noch gelegentlich, so dass wahrscheinlich nach der letzten Schlacht nur noch eine Handvoll übrig sind. Wie sollen die dann weitermachen? Da bin ich gespannt...
AW: Die hochmark ist anfangs nicht auf Grund ihrer geografischen Lage isoliert, sondern weil Garodem schmollt und keinen Kontakt zu den anderen Marken udn seinem Bruder will. Das gibt sich dann, als das Pferdevolk in Not gerät. Bei Verlusten udn deren Ausgleich hatte ich anfänglich in der Tat ein Problem. Sorry, aber ich lerne dazu.

Dann fangen die paar Überlebenden der Nachbarmark gleich mal an Häuser(!) zu bauen, obwohl man sich auf die Invasion vorbereitet. So ein(!) Haus baut man schon nicht über Nacht, von den erforderlichen Rohstoffen ganz zu schweigen. Zumal nach der bevorstehenden Invasion wahrscheinlich alles abgebrannt oder entvölkert ist.
AW: Hochmark, relativ unwirtlich, kühl und schlechtes Wetter. Zudem müssen die Leute untergebracht (und auch beschäftigt werden). Also beginnt man mit dem Bau von Häusern, bis die Orks dazwischenfunken.

Wenn dir oder anderen Leserinnen und Lesern Ungereimtheiten begegnen oder Fragen aufkommen: Ich versuche gerne, darauf einzugehen. Die meisten Verhaltensweisen, Abläufe und Gegebenheiten lehnen sich bei mir irgendwo an möglichst reale Dinge an. Manchmal klappt es mit der Vermittlung nicht und dann freue ich mich, wenn man sich austauschen kann.

ThomasD.
11.06.2009, 10:30
Hallo,
@ Elodarion: noch eine kleine Erläuterung zu meinem Häuserbauproblem
"Dann fangen die paar Überlebenden der Nachbarmark gleich mal an Häuser(!) zu bauen, obwohl man sich auf die Invasion vorbereitet. So ein(!) Haus baut man schon nicht über Nacht, von den erforderlichen Rohstoffen ganz zu schweigen. Zumal nach der bevorstehenden Invasion wahrscheinlich alles abgebrannt oder entvölkert ist.
AW: Hochmark, relativ unwirtlich, kühl und schlechtes Wetter. Zudem müssen die Leute untergebracht (und auch beschäftigt werden). Also beginnt man mit dem Bau von Häusern, bis die Orks dazwischenfunken."

Also ich verstehe schon das Bedürfnis nach einer warmen Unterkunft. Allerdings sollte man doch in dieser Situation (Orks rücken sicher mit massiver Übermacht an und werden die Stadt in wenigen Tagen erreichen, es gibt keine Stadtmauer zum Schutz) andere Prioritäten setzen.
Wie lange braucht man denn mit mittelalterlichen Baumethoden zur Errichtung nur eines einzigen Hauses, noch dazu mit unserem kleinen schon angesprochenen Arbeitskräftemengenproblem? Zumal die meisten Männer in Verteidigungsvorbereitungen sind. Selbst wenn es einfachste Häuser ohne besonderen architektonischen Anspruch sind, wäre ich als Bauarbeiter hier wenig motiviert gewesen. ;)
Wenn Du mir ein Buch schickst mit Autogramm, freue ich mich sehr.
Ich lasse gleich mal die Adresse auf der Homepage.
Grüße Thomas

Elodarion
11.06.2009, 11:22
Du hast Recht. Wahrscheinlich hätte man die energie eher in Verteidigungsanlagen investieren sollen. Andererseits hätte die Zeit ja auch nicht gereicht, am Südpass noch eine effektive Stellung zu errichten. Garodem hätte die Bewohner von Eternas und die Überlebenden Eodans aber noch nicht in die Burg holen können. Dafür waren die Anlage und die Versorgungsmöglichkeiten zu gering und der Aufenthalt in der Kaverne war durch das CO2 ebenfalls stark begrenzt. Also ist man (ich) mit einer gewissen Blauäugigkeit ans Häuserbauen gegangen. Na ja, Bewegung hält Warm und lenkt ab ;-).
Und was den Aufwand und die Dauer des Häuserbaus angeht - Da aus Holzmangel überwiegend mit Stein gebaut wird... jede Menge Arbeit und Zeit. Selbst wenn man groben Bruchstein verwenden würde. Garodem gab ja zähneknirschend kostbares Holz frei. Ein Blockhaus aus massiven Stämmen mit zwei separaten Räumen (Siedlungshaus aus dem nordamerikanischen Westen) konnte von zwei Männern innerhalb einer Woche errichtet werden. Inklusive Grassodenbedeckung des Daches. War natürlich kein Schwarzwälder Zierhaus. Ein Fachwerkhaus oder eines mit Bretterverschalung dauert wesentlich länger.
Das Buch schicke ich dir gerne zu. Wobei in Band 5 auch keinerlei Orks auftauchen. Das gilt ebenso für Band 7 und Band 9.

ThomasD.
30.06.2009, 01:20
Die ersten beiden Bände waren teilweise harte Nüsse. Aber durch die Motivationskünste ;) des Autors habe ich durchgehalten. Also ich bin jetzt in der Mitte des dritten Bandes und es wird Zeit für einen Zwischenbericht:

Inzwischen habe ich mich an diese Welt gewöhnt und sehe es fast als normal an, dass alle Beteiligten einen Katzensprung, oder besser Pferdesprung, voneinander entfernt leben. Andere Klimazonen erreicht man eben schnell, wenn man das möchte, in einem Tageausflug - aber die Menschen sind eben eher wenig reisefreudig, was dann die deutlichen Unterschiede der Bewohner in den Marken und angrenzenden Ländern erklärt. Ich habe auch aufgehört, die Verluste in den Kämpfen nachzurechnen und deren katastrophalen Auswirkungen auf die äußerst überschaubaren Bevölkerungszahlen zu hinterfragen. Zumal die im nächste Teil sicher wieder zugewandert sind (woher eigentlich? - egal).
Und jetzt komme ich dann plötzlich an einen Punkt, wo ich zugeben muss: Es wird spannend! Es wird doch noch komplexer!! Und diese Pferdelords haben inzwischen tatsächlich Gesichter und Charaktere bekommen. Und diese Dünenbarbaren sind gar nicht mal so uninteressant, als Mischung aus Prärieindianern, Kopfjägern und ungleichmäßig hüpfenden Beduinen mit einem äußerst ausschweifendem Sexualleben.

Ok, ich besorge mir den 4. Band und bin guter Hoffnung, dass dann auch die Elfen noch etwas mehr Farbe bekommen.

Eriol
10.07.2009, 14:44
Ich hab ja den ersten Band vor 2 Jahren mal gekauft und nach der Hälfte wieder weggelegt, weil ich meinte, es ist ein totaler HDR-Abklatsch. (Sorry Michael!) Aber nachdem ich diesen Thread hier gelesen habe, werde ich auf jeden Fall noch nen zweiten Versuch starten. Die Reihe scheint ja wesentlich besser zu sein als ich damals dachte.

ThomasD.
18.07.2009, 11:24
So, der dritte Band neigt sich dem Ende zu. Meiner Meinung nach muss man sich doch jetzt wieder ganz schön zusammenreißen, um diese Pferdelords nicht in die Ecke zu werfen:
Die Orks stehen vor dem Lager der Barbaren, darin nur Alte und Kinder, dazu eine Handvoll Pferdelords. Die Orks sind hoffnungslos überlegen, keiner rechnet damit einen Kampf zu überleben. Flucht ist nicht möglich, weil die Alten und Kinder zu langsam sind. Was ist der Plan? Alle stellen sich zum Kampf und bereiten sich aufs Sterben vor!
Hängt da irgendwie keiner am Leben? Es gibt doch noch eine Menge an Optionen: Die Orks greifen doch erst Stunden später an! Wie wir festgestellt haben, liegen sind in der Welt die Entfernungen doch wirklich überschaubar. An einen halben Tag reist man doch fast durch die ganze Hochmark. Außerdem leben die Barbaren in der Wüste, da müsste man doch ein paar Vorteile bei der Flucht und dem Verstecken haben.
Ein paar Vorschläge - Man könnte: sich verstecken, sich in verschiedene Richtungen aufteilen, einen Teil zum Kämpfen zurücklassen während die anderen fliehen, noch mal versuchen zu verhandeln, die Pferde an ein paar übergeben, die überleben sollen, versuchen Hilfe zu holen, usw... Wofür entscheiden sich die edlen Pferdelords? Sie opfern sich völlig sinnlos und wählen damit den Tod aller Beteiligten auf ihrer Seite - sehr glaubwürdig.
Das ist schon starkes Zeug, was einem hier aufgetischt wird. Na mal sehen, ich bleibe noch dran.

Elodarion
11.10.2009, 12:30
Okay, da muss ich dann doch wieder dagegen halten:

Das ist ABSOLUT real. Ich verweise auf die Geschichte der nordamerikanischen Indianerkriege. Speziell die Kämpfe zwischen Comanchen und den "Büffelsoldaten" der 9th und 10th U.S.Cavalry (Colored Troops) oder den Überfall der 3rd Colorado Volunteer Cavalry unter Colonel Chivington auf die Cheyennes unter Black Kettle.

"Wie wir festgestellt haben, liegen sind in der Welt die Entfernungen doch wirklich überschaubar. An einen halben Tag reist man doch fast durch die ganze Hochmark."

Nachrechnen: eine Tausendlänge entspricht zwei Kilometern. Ich bin selbst Reiter und habe dies für die jeweiligen Geländeverhältnisse berechnet. Okay, bei einer Seereise habe ich mich gründlich verrechnet, sorry.

Wofür entscheiden sich die edlen Pferdelords? Sie opfern sich völlig sinnlos und wählen damit den Tod aller Beteiligten auf ihrer Seite - sehr glaubwürdig.

Antwort: Ich erinnere an die Grundsätze der Samurai oder der Hundesoldaten vom indianischen Stamme der Cheyenne (A good day to day).

sueño
12.10.2009, 15:06
Antwort: Ich erinnere an die Grundsätze der Samurai oder der Hundesoldaten vom indianischen Stamme der Cheyenne (A good day to day).

Genau. Nur ein Montag ist kein guter Tag für einen Tag.

Für "sinnlose Kämpfe bis zum letzten" gibts in der Geschichte allerdings genug Vorbilder. Mehr als die Tatsache an sich kommt es drauf an, die Umstände und die Motivation dazu glaubwürdig rüberzubringen.

ThomasD.
19.10.2009, 13:25
Freunde der Pferdelords,
also nicht das hier Missverständnisse aufkommen. Ich habe absolut nichts gegen tapfere Helden, die sich todesmutig für ihre Ehre in eine hoffnungslose Schlacht stürzen. Bei David Gemmell habe ich mit Begeisterung diverse ähnliche Geschichten gelesen.
Aber hier ging es doch wohl darum, die hilfsbedürftige Dorfbevölkerung zumindest teilweise zu retten. Da wäre etwas mehr Einfallsreichtum doch gefragt gewesen. Danach hätten sich die Pferdelords immer noch verheizen lassen können. Wenn sich die Helden schon aufopfern, dann doch zumindest für große und ehrenhafte Ziele.

Elodarion
25.10.2009, 16:57
"Welch edleres Ziel gibt es für einen Soldaten, als seinen schwachen Leib zum Schutze der Schutzlosen aufzurichten?"
Warum stürzt sich ein erwachsener Mann in ein brennendes Haus, "nur" um ein Kind zu retten? Das Stückchen Silber in meinem Schädeldach trage ich übrigens auch, weil ich mich vor eine Frau gestellt habe.
Die kleine Gruppe Pferdelords hatte doch gar keine andere Wahl, wenn man ihre Ehrauffassung berücksichtigt. Frauen und Kinder durch Flucht im Stich lassen, oder wenigstens auf ehrenvolle Weise beim Versuch sterben, sie zu retten. Natürlich, es waren Frauen und Kinder der Sandleute. Na und, verdammt? Ich bin kein Anhänger von William Tecumseh Sherman, der zur Ermordung von indianischen Frauen und Kindern sagte: "Aus Nissen werden Läuse".
Und welchen Einfallsreichtum erwartest du?
Ich finde, der Sandwurm war doch schon recht interessant, oder? Wieviel (zauberhafte) Ideen erwartest du von schlichten Kriegern, die über Pfeil und Bogen, Lanze und Schwert verfügen? Die beamenden Hilfstruppen eines Mahet?
Ich will da kein Geheimnis verraten, aber Ereignisse, die ich schildere, lehnen sich (natürlich mit Ausnahme der Monster) sehr eng an unserer realen Vergangenheit an. Auch heute werden natürlich die Schlachten der Vergangenheit von zahllosen Gelehrten zerpflückt. Man vergisst dabei nur eines: Auf dem Schlachtfeld ist dafür keine Zeit. Außerdem gibt es in Eternas keine Militärakademie. Die Männer handeln, wie sie es in ihren Traditionen und bisherigen Kämpfen gelernt haben. Was soll daran unrealistisch sein?

Mal ganz am Rande:
Ist euch eigentlich schon einmal aufgefallen, dass ausgerechnet die Fantasy-Fans so oft auf Glaubwürdigkeit pochen?
Bei Dan Brown ( der Typ ist Physiker!) springt schon einmal der Held mit einer Plastiktüte als Fallschirm aus dem Hubschrauber und kommt gesund unten an, alle finden das in Ordnung und klatschen dazu. Was ist dann also glaubwürdig an der Existenz von Vampiren, Werwölfen, Zwergen und Co? Oder gar einer Interpretation ihrer Gefühle und Motive?
Ist nicht Diskussionswürdig, fiel mir nur so auf.

ThomasD.
26.10.2009, 13:05
Also noch mal abschließend ganz konkret: Ich erwarte keine feige Flucht der tapferen Helden, sondern dass sie durch ihre Aufopferung den armen unschuldigen Kindern deren Flucht oder zumindest eine Chance dazu ermöglichen. Dann ziehe ich als Leser gern an der Seite meiner Helden in den hoffnungslos aussichtslosen Kampf gegen die erdrückende Übermacht, denn das ist für mich "glaubwürdig". Verschiedene denkbare Möglichkeiten hatte ich ein paar Beiträge vorher aufgeführt. Warum können die Familien nicht einfach ihre Sachen in Ruhe zusammenpacken und in alle Himmelsrichtungen verschwinden, während die Pferdelords die Orks dann ein paar Minuten aufhalten, wenn sie das unbedingt wollen?
Das ist aber wirklich nur meine ganz persönliche Meinung zum Thema "Wie wäre es für mich besser/spannender/glaubwürdiger gewesen" und ich respektiere natürlich auch andere Ideen. ;-)
PS: Das in einem Fantasyforum nicht über die Glaubwürdigkeit der Existenz von Fantasywesen gesprochen wird, ist für mich natürlich auch selbstverständlich. Wenn diese Fantasywesen allerdings keinen gesunden Überlebenswillen besitzen, finde ich es schon diskussionswürdig.
PS: Ich suche derzeit den 4. Band und schaue mal weiter :-)

Jarlaxle
26.12.2009, 23:40
Hallo erstmal!

Für mich ist die Reihe der Pferdelords einfach nur phantastisch! Mir gefallen alle Bücher sehr gut, bis auf das erste, durch welches ich mich (ja ich gebe es zu :D ) zu Beginn doch etwas gequält habe. Teilweise ziemlich blutig und HDR-lastig! Jedoch fand ich das Ende des Buches doch wieder so spannend, dass ich mir den zweiten Band zulegte.

Dazu muss ich sagen, dass ich den ersten Band seit gut einem Jahr im Regal stehen hatte und mir dieses Buch mit an den Bodensee als Urlaubslektüre genommen habe. So habe ich seit Juli 09 nun die ersten 7 Teile gelesen und bin gerade beim 8 Band als Nedeam zusammen mit Fangschlag unterwegs nach Merdoret ist. Das verborgene Haus der Elfen z.B. habe ich an 2 Tagen gelesen. Das Buch hat einfach seinen eigenen schönen Stil, der es sehr unterhaltsam macht. Der Urbaum unter Wasser, super Idee!

Wem die Bücher nicht gefallen, der soll sie halt nicht lesen, aber genau wie einer meiner Vorschreiber schrieb, stehen halt viele "Fantasyfans" doch auf eine hanebüchene Realität, die schon fast lächerlich ist. In jedem guten historischen Film, oder jeder guten Story opfern sich z.B. Menschen um andere zu retten! Wie man sieht, gibt es auch in der Realität viele Garwins und Einohrs:D!

Lieber Herr Schenk, weiter so!!! Aber bitte lassen Sie uns nicht so lange warten!

Lotaras
02.01.2010, 12:02
Guten Tag miteinander ich bin neu hier im Forum und möchte einfach zuerst "Hallo" sagen.
Ich habe gar nicht gewusst, dass in diesem Forum der Autor persönlich unterwegs ist.
Eine kleine Anmerkung: Herr Schenk sie sagen ja, das dies ihr erstes Buch ist, und ich muss also sagen, ich habe ja schon viele Fantasybücher gelesen, aber ihre Pferdelordsreihe stellt alles bisher gelesene in den Schatten. Kaum habe ich die ersten 30 Seiten gelesen, stand ich schon im Bann von Garodem und seinen Männern.
Ich wünschte ich könnte als erstes Buch eine solche grandiose Leistung erbringen. Also wirklich das nenne ich Fantasy!

mfG Lotaras

Elodarion
04.02.2010, 22:48
Vielen Dank für die freundlichen Worte. Man kann es nicht jedem Leser recht machen, dennoch nutze ich diese foren gerne für den Versuch, auch die Kritiker vom Volk der Pferdelords zu überzeugen. Bei vielen ist mir das gelungen, bei manchen wird das nie der Fall sein. Anregungen und Kritik haben mir immer geholfen, mich schriftstellerisch weiter zu entwickeln.
Dabei sollte man aber vielleicht wissen, dass diese Anregungen und Kritiken niemals Einfluss auf den Ablauf der Handlung haben. Mit Erscheinen des ersten Bandes standen die Inhalte jeder einzelnen Folge genau fest und somit auch, wie sich die Reihe entwickelt. Das hat für mich und auch die Leser/innen den Vorteil, dass es keine äußeren Einflüsse gibt, welche die Geschichte verändern könnten. Sie wird genau so erzählt, wie es von Anfang an geplant war.
Vier Bände werden jetzt noch folgen, wobei Band 9 "Die Pferdelords und die Nachtläufer des Todes" erst 2011 bei Arcanum-Fantasy erscheinen wird. Ein kleiner Trost wird vielleicht "Zwerge der Meere" sein, die im September diesen Jahres ebenfalls bei Arcanum erscheinen und im Umfeld der Pferdelords handeln.
Ich hoffe jedenfalls, dass die letzten vier Bände der "Pferdelords" noch eine Menge Spannung und einige Überraschungen bereiten werden.
Liebe Grüße
Michael H. Schenk