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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eigene Sprachen?


Astarov
20.01.2010, 16:03
Würdet ihr eine/mehrere Sprache/n erfinden und erdenken, wenn ihr eine eigene Welt erschafft?

Also, ich persönlich bin dabei, wenigstens ein paar Grundgerüste eigener Sprachen zu entwerfen.

Ist das mit den Kenntnissen eines 6-Klässlers überhaupt möglich(auch wenn ich mich schon immer überdurchschnittlich für Sprachen und vor allem für ihre Grammatik interessiert habe)?

Würdet ihr das wagen?

Amarilla
20.01.2010, 17:29
Auf einen Versuch kann man es ja ruhig ankommen lassen ;)
Ansonsten würde ich sagen, wenn ich jemals daran gedacht habe eine eigene Sprache zu kreieren, dann doch wohl besonders in jüngeren Jahren.
Ich denke viele kennen noch irgendwelche Geheimsprachen die sie sich als Kinder mit ihren Freunden überlegt haben, damit andere sie nicht verstehen.
Bei meinen Freunden und mir war es früher eher so, dass wir uns geheime Zeichen oder Buchstaben überlegt haben, die eine bestimmte Bedeutung hatten.

neoxinnia
20.01.2010, 17:53
Würdet ihr eine/mehrere Sprache/n erfinden und erdenken, wenn ihr eine eigene Welt erschafft?

Nein.
Wobei "Nicht mehr" wohl eher stimmen würde.
Eine Sprache vielleicht, aber mehrere nicht wirklich.
Nachdem ganzen Herr-der-Ringe-Hype, war ich ziemlich überzeugt davon, dass Sprachen in einem Fantasy Roman gut ankommen, vor allem wenn sie komplex sind, nur von wenigen gesprochen werden können, wenn sie möglichst oft vorkommt und so weiter und so fort.
Inzwischen bin ich anderer Meinung.

Ich bin nicht gegen andere Sprachen, nur, um das gleich von Anfang an klar zu stellen. Es kommt meiner Meinung nach auch sehr darauf an, wie man sie darstellt und präsentiert. Wenn du ganze Dialoge in dieser Sprache schreiben willst, dann trifft das nicht meinen persönlichen Geschmack, vor allem nicht, wenn man dann auch noch bis zum Ende des Buches Blättern muss, um nachzusehen, was dieses Worte, oder dieser Satz denn nun bedeutet. Das stört den Lesefluss.

Dennoch finde ich es toll, wenn man andere Sprachen richtig einbaut. Ich kann dir jetzt nicht einmal ein gutes Buch nennen, weil in allen, die ich bisher gelesen hab keine anderen Sprachen vorkommen. ^^" Wenn, dann waren es nur Wörter, die schnell übersetz wurden und sich durch das ganze Buch gezogen haben. Wörter, mit denen man einfach vertraut wurde. Aber eine ganze Sprache war es nicht.

Wie gesagt, ich persönlich bin kein Fan von allzu komplexen Sprachen, die mehr verwirren, als schöner Zusatz zu dem Buch sind. Aber, wenn du es dir zutraust, dass durchzuziehen, mit Grammatik und allem drum und dran und sie auch noch gut einzubauen - warum nicht? :D

Mithras
20.01.2010, 19:02
Da ich mich beim Erfinden neuer Welten gerne an der realen Welt orientiere, haben viele Kulturen reale Vorbilder. Das wirkt sich natürlich auch auf die Sprachen aus, die nicht extra neu erschaffen werden müssen. Latein und Altgriechisch sind doch auch nicht schlecht! *cool*

Dennoch spiele ich schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken, eine eigene Sprache zu erfinden. Manche Völker (und damit meine ich wirklich eigenständige Völker, die, wie etwa Elfen und Orks, nicht (direkt) mit den Menschen verwandt sind) verlangen regelrecht nach einer eigenen Sprache. Sie soll nicht mehr gesprochen werden und wird daher auch nicht allzu durchdacht und komplex sein, aber sie soll der Ausgangspunkt dür die Entwicklung weiterer Sprachen sein, quasi die früheste Vorform der indogermanischen Sprachen.
Vor allem das Avestische (altpersisch) hat es mir angetan; meine Idee ist, dass die Urform dieser Sprache von einem eigens erfundenen Volk gesprochen wurde und wie das Lateinische großen Einfluss auf andere Sprachen hatte. Momentan arbeite ich an einer dazu passenden Buchstabenschrift, die bislang etwa zwanzig Zeichen umfasst. Hinzu kommen Sonderzeichen für betonung, harte und weiche Konsonanten, Stimmlage und Kenntlichmachung von Minuskel und Maiuskel.

Arveles
20.01.2010, 19:08
Ich kann mich neoxinnia in dem Punkt anschliessen, dass es teilweise mühsam ist, wenn man immer wieder in den Anhang blättern muss, um zu lesen was jetzt da geschrieben steht, weil der Autor eine erfundene Sprache benutzt.

Manchmal frage ich mich dann auch wieso überhaupt eine andere Sprache verwendet werden muss. Klar, ist es vermutlich gedacht, um ein Volk noch authentischer zu machen.
Aber je nachdem ist dies meiner Meinung nach eher überflüssig, da sowieso kein längerer Text in dieser Sprache geschrieben werden kann.

Eine Ausnahme sind für mich die Sprachen von Tolkien. Denn das sind meiner Meinung nicht irgendwelche Fantasiesprachen, sondern realistisch erschaffene Sprachen, welche man auch lernen könnte, wenn man will - gibt ja schon genug Bücher darüber.
Dass er Sprachprofessor war, merkt man dabei. Er hat genau gewusst, wie eine Sprache aufgebaut sein muss, die Grammatik funktionieren sollte etc.
Quenya und das Sindarin sind für mich, im Gegensatz zu anderen erschaffenen Sprachen - welche ja oft nur aus einzelnen Worten oder Sätzen bestehen - authentische Sprachen, weil eine ausgearbeitete Grammatik und das Vokabular dahintersteht.
Und um so etwas zu erschaffen, benötigt man meiner Meinung nach schon das nötige Know-How.

Storm
20.01.2010, 19:53
Ich finde es auch eher nervig, wenn in einem Buch ganze Passagen in einer Sprache geschrieben sind, die man nicht verstehen kann. Auch bei Tolkien ist das nervig, auch er hat da nicht besonders leserfreundlich gearbeitet.
Ich denke mir einfach: Wenn derjenige, aus dessen Perspektive erzählt wird, die Sprache versteht, dann wird er demjenigen, dem er die Geschichte erzählt, das gesagte sicher übersetzen, vor allem, wenn er weiß, dass dieser diese Sprache eben nicht kann. Und wenn er die Sprache nicht versteht, dann macht es auch gar keinen Sinn, jedes Wort einzeln wiederzugeben, es ist im Gegenteil höchst unwahrscheinlich, dass man sich da überhaupt irgendetwas von merken kann.

Was ich reizvoll finde, ist, wenn man Völkern eigene Sprache gibt und dann aber "nur" einzelne charakteristische Wörter oder Phrasen auftauchen lässt. Wenn beispielsweise ein Volk zig verschiedene Wörter für "Feuer" hat, dann sagt das etwas über seine Identität, vor allem wenn man dann noch Reibungspunkte einbaut, wie eine Szene in der ein Angehöriger dieses Volkes einem Außenstehenden versucht zu erklären, inwiefern diese verschiedenen Wörter vonnöten sind, weil das ja alles ganz unterschiedliche Arten von Flammen sind, die sie beschreiben. Genauso finde ich Flüche, Gebete, Ausrufe aller Art ganz reizvoll, um sie in einer eigenen Sprache zu behalten, weil man für so etwas einfach auch nicht immer eine eindeutige Übersetzung hat.

Fazit: Eigene Sprachen komplett zu entwickeln finde ich kontraproduktiv, wenn es nur darum geht, einer Geschichte mehr Authentizität zu verleihen. Aber einem Volk einige Ausschnitte einer eigenen Sprache angedeihen zu lassen, um seine Identität damit runder und tiefer zu gestalten, ist in meinen Augen eine schöne Sache *ja*

Hathor
20.01.2010, 21:21
Würdet ihr eine/mehrere Sprache/n erfinden und erdenken, wenn ihr eine eigene Welt erschafft?

Würdet ihr das wagen?

Naja, warum nicht, wenn es dir Spaß macht? Ist sicher eine nette Beschäftigung :)

Von der Seite der LeserInnen her bin ich von der Idee weniger begeistert, weil ich den Sinn dahinter nicht so ganz sehe. Ich meine, wenn ich ein Buch lese, das in einer anderen Welt spielt, passt es sicher, wenn die eine oder andere Phrase eingestreut wird. Zum Beispiel, wenn ein Charakter immer wieder - sozusagen als "Markenzeichen" - den einen oder anderen Ausdruck der erfundenen Sprache verwendet.

Häufen sich allerdings die unverständlichen Sprüche, dann gefällt mir das gar nicht. Vor allem, wenn die Sätze dann in Fußnoten oder (noch schlimmer) im Anhang übersetzt werden. Ich hasse es, wenn der Lesefluss durch solche (meiner Meinung nach völlig entbehrliche) Anmerkungen gestört wird.

Es gibt schon Schriftsteller, die eine wirklich passende und authentisch wirkende Sprache erfunden haben. Aber sehr, sehr wenige. Wenn ich beispielsweise an diese gekünstelte und fürchterlich schlecht konstruierte "Sprache" in Eragon denke... *grusel*

Und vor allem sollte die erfundene Sprache nicht das einzig Kreative in einer Geschichte sein. Wenn die Handlung nicht passt, wenn die Charaktere schwach sind, wenn der Erzählstil schwächelt, dann nützt auch eine gut erfundene Eingeborenensprache gar nichts ;)

Verräter
20.01.2010, 21:52
Wir haben hier ein ganz ähnliches Thema würde ich sagen:
http://www.fantasy-forum.org/showthread.php?t=927

ansonsten... habe ich dort meine Meinung schon verbreitet, will mich ja nicht wiederholen. :o

Hathor
20.01.2010, 21:57
Wir haben hier ein ganz ähnliches Thema würde ich sagen:
http://www.fantasy-forum.org/showthread.php?t=927

ansonsten... habe ich dort meine Meinung schon verbreitet, will mich ja nicht wiederholen. :o

Nun, so ganz ist das nicht dasselbe Thema. Ähnlich, aber nicht dasselbe. Hier geht es eher darum, ob man es in eigenen Geschichten wagen soll, eigene Sprachen zu erfinden.
Im anderen Thread geht es allgemein um fiktive Sprachen in der Literatur.

Darum sind die beiden Threads ja in verschiedenen Unterforen ;)

Alvadas
21.01.2010, 18:24
Ich bin auch dabie, eine eigene Sprache in miene Geschichten mit einzubinden und ich finde das eigentlich total cool! Nur man muss sich damit sehr viel beschäftigen(sonst passieren einem dauernd irgendwelche fehler, wie zum Beispiel, dass man falsch durch konjugiert)! Aber man sollte es mindestens versuchen(rauslassen kann man es immer noch!)

Naja, warum nicht, wenn es dir Spaß macht? Ist sicher eine nette Beschäftigung :)

Von der Seite der LeserInnen her bin ich von der Idee weniger begeistert, weil ich den Sinn dahinter nicht so ganz sehe. Ich meine, wenn ich ein Buch lese, das in einer anderen Welt spielt, passt es sicher, wenn die eine oder andere Phrase eingestreut wird. Zum Beispiel, wenn ein Charakter immer wieder - sozusagen als "Markenzeichen" - den einen oder anderen Ausdruck der erfundenen Sprache verwendet.

Häufen sich allerdings die unverständlichen Sprüche, dann gefällt mir das gar nicht. Vor allem, wenn die Sätze dann in Fußnoten oder (noch schlimmer) im Anhang übersetzt werden. Ich hasse es, wenn der Lesefluss durch solche (meiner Meinung nach völlig entbehrliche) Anmerkungen gestört wird.

Es gibt schon Schriftsteller, die eine wirklich passende und authentisch wirkende Sprache erfunden haben. Aber sehr, sehr wenige. Wenn ich beispielsweise an diese gekünstelte und fürchterlich schlecht konstruierte "Sprache" in Eragon denke... *grusel*

Und vor allem sollte die erfundene Sprache nicht das einzig Kreative in einer Geschichte sein. Wenn die Handlung nicht passt, wenn die Charaktere schwach sind, wenn der Erzählstil schwächelt, dann nützt auch eine gut erfundene Eingeborenensprache gar nichts ;)


also Fußnoten sind eig. ganz gut(wenn sie nicht die ganze geschichte erzählen...) z.B. bei Bartimäus sind sie sehr afschlussreich und witzig! Und übrigens werden wohl wenige ihre geschichten in ihrer erfundenen Sprache schrieben, schon allein aus dem Grund, weil es niemand versteht und deshalb auch niemand kauft....

ZwergenTurner
21.01.2010, 19:12
also Fußnoten sind eig. ganz gut(wenn sie nicht die ganze geschichte erzählen...) z.B. bei Bartimäus sind sie sehr afschlussreich und witzig! Und übrigens werden wohl wenige ihre geschichten in ihrer erfundenen Sprache schrieben, schon allein aus dem Grund, weil es niemand versteht und deshalb auch niemand kauft....

Ach komm schon, ein wenig mehr Beachtung darf man seinem Text schon schenken. Besonders einen solch kurzen Absatz kann man ja wohl ein Mal durchlesen. Ich bin ja kein Moderator, aber ich bitte dich trotzdem den Text kurz zu überarbeiten. Das ist ja wohl nicht zu viel verlangt.X.X
lg, ZwergenTurner

dragon7
22.01.2010, 13:41
Wenn dir das erfinden von Sprachen Spaß macht, dann mach es.
Nur sei eben mit der "Dosierung" in der letztendlichen Geschichte vorsichtig.

Ich habe hier auch die Anfänge einer Sprache herumliegen - die gehört aber (bis jetzt jedenfalls) weder zu einer Welt noch zu einer Geschichte. :)

Alvadas
22.01.2010, 13:59
Ach komm schon, ein wenig mehr Beachtung darf man seinem Text schon schenken. Besonders einen solch kurzen Absatz kann man ja wohl ein Mal durchlesen. Ich bin ja kein Moderator, aber ich bitte dich trotzdem den Text kurz zu überarbeiten. Das ist ja wohl nicht zu viel verlangt.X.X
lg, ZwergenTurner

bist ein Erbsenzähler, was? Wenn du nicht weißt, welche Beiträge du sonst bringen sollst, dann lass es doch bitte, so etwas stört eine Unterhaltung!

Natürlich sollte man darauf achten, dass die Geschichte nicht nur von einer fiktiven Sprache lebt( übrigens habe ich erst den Rahmen der Geschichte geschaffen, bevor ich mit der Sprache angefangen habe), da muss ich dir schon Recht geben. Aber ich finde, es verbessert eine Geschichte!

HMP
22.01.2010, 18:41
Eine fiktive Sprache kann sein, muss aber nicht sein. Wenn sie etwas bedeutet, etwas mit der Geschichte zu tun hat, einen Sinn macht - dann wegen mir.

Bei "Thomas Covenant" zum Beispiel sind die Worte in der Sprache der Altlords machtvolle, bedeutsame Worte. Sie bewirken etwas. Und Donaldson verwendet sie außerdem äußerst sparsam.

Ebenso finde ich Parsal in "Harry Potter und die Kammer des Schreckens" genau richtig dosiert.

Bei manche einem Fantasy-Werk habe ich aber das Gefühl, dass eine fiktive Sprache nichts anderes soll, als etwas fremdartig wirken zu lassen. Das könnte man aber auch anders erreichen. Die fiktiven, fremden Sprachen finde ich dort völlig überflüssig. Verbessert wurden die Geschichten dadurch nicht. Warum auch? Es stört einfach nur und hat oft genug nichts mit der Geschichte zu tun.

Eine fiktive Sprache erfinden? Ich habe eine erfunden. Ich verwende sie aber in dem Werk nur in ganz besonderen, wenigen Augenblicken. Dann, wenn sie etwas ausdrücken sollen, wenn es nicht anders geht. (Die Übersetzung wird aber postwendend erklärend mitgeliefert.) Und es gibt keine ganzen Absätze in dieser Sprache.

Ich kann Hathor nur zustimmen: zu viel in einer fremden Sprache behindert den Lesefluss.

Ein kleines Beispiel aus der "Realität": "Krieg und Frieden" von Tolstoi. Tolles Werk ... nur nicht leicht zu lesen. Französisch war auch seinerzeit die Sprache am Zarenhof. Zu dem Doppelband, den ich hier liegen habe, gehört ein engbeschriebenes Heftchen mit den ganzen Übersetzungen. Nervt unheimlich, da immer reinzuschauen. Und Französisch ist nicht einmal eine fiktive Sprache und ich habe es mal gelernt (aber nie beherscht ;)).

Bergtatt
22.01.2010, 19:12
Ein kleines Beispiel aus der "Realität": "Krieg und Frieden" von Tolstoi. Tolles Werk ... nur nicht leicht zu lesen. Französisch war auch seinerzeit die Sprache am Zarenhof. Zu dem Doppelband, den ich hier liegen habe, gehört ein engbeschriebenes Heftchen mit den ganzen Übersetzungen. Nervt unheimlich, da immer reinzuschauen. Und Französisch ist nicht einmal eine fiktive Sprache und ich habe es mal gelernt (aber nie beherscht ;)).

Offtopic: Welche Übersetzung hast du? Bei meiner sind bisher (hab etwa 1/4) etwa 2-3 französische Stellen aufgetaucht, kommt da noch mehr oder haben wir verschiedene Versionen? Meine ist von einem Hermann Röhl.

Ontopic: Kommt immer ganz drauf an. Ich glaube, beim Herr der Ringe war sogar die Sprache vor dem Buch da.
Ein Negativbeispiel ist Eragon: Anfangs fand ich die alte Sprache recht interessant und für Zaubersprüche auch irgendwie nötig, aber als dann auch noch das Zwergische kam, wurde es deutlich zu viel. Ich hab permanent hinten nachgeschlagen. War jetzt auch nicht so überragend von der puren Ästhetik her.
Positivbeispiel fällt mir grad keins ein. Gibt's aber sicher auch das eine oder andere. Grundsätzlich aber eher contra Sprachen.

Alvadas
23.01.2010, 11:54
Ich stimme dir zu, dass es bei Eragon etwas zu viel und unübersichtlich war, doch ich muss sagen, dass mir das Zwergische besser gefallen hat, als die alte Sprache! Das ständige Knurla hat mir total gefallen... Aber Eragon ist eig. das eintige Negativ-Beispiel, was mir zu fiktiven Sprachen einfällt, aber vielleicht, muss ich einfach nur die richtigen(bzw. falschen) Bücher lesen!

Koboldkind
13.02.2010, 20:57
Was sagt ihr dazu, eine terristrische Sprache(Französisch, Latein, Taiwanesisch, etc.) in ein Fantasybuch einzubauen?
Ich sehe jetzt mal von UrbanFantasy ab, da ist es kein Problem. Und in einer anderen Fantasywelt sollte man vielleicht von den TopTwenty der meistgesprochenen Sprachen absehen. Die Sache ist nämlich die, dass ich ganz gerne Euskara einbauen würde, eine Sprache aus dem Pyrenäengebiet von den Euskadi(auch wenn es wohl schwierig ist, Nachschlagewerke über diese Sprache zu finden).
Ich meine, es gibt gut und gerne 200 Sprachen, grob über den Daumen gepeilt, auf der ganzen Welt, Sprachen der Afrikanischen Stäme, der amerikanischen Einwohner, in Asien, und alles ist mehr oder weniger am Aussterben ... fällt es auf, wenn ich einem Volk von Wüstenelfen die Sprache der Shawnee aufdrücke?
Nicht zu vergessen, die zwanzig Dialekte, die ich alleine im Deutschen dem Charakteren aufdrücken kann, aber ich denke, das ist hier nicht das Thema.
Oder Latein: Wenn es schon universell für Zaubersprüche herhalten muss, kann es dann nicht auch wieder eine lebende Sprache werden? (Ich kann zwar kein Latein, was nicht über Asterix-Sprüche hinausgeht, aber für diesen Anlass will ich es gerne lernen, zumindest die Grundzüge, damit ich genauso viel verstehe wie meine Charaktere :D)

Oder wie sieht es damit aus, einzelne Sätze einer "Sprache" reinzuwerfen(mit anschließender Erklärung), ohne eine wirkliche Sprache in der Hinterhand zu haben? Also "Takerte kah-kah damak-te" heißt "**********", und ferdisch.

Ich hatte zwar auch mit einer eigenen Sprache angefangen, welche später in der Geschichte auch immer wieder mal auftauchen könnte, jedoch bin ich gramatikalisch völlig unbegabt(Grammatik? Ist mir noch nicht vorgestellt worden.), weshalb es nur Wortteile sind, damit sie für Namenskreationen herhalten können. In der Geschichte selbst werden jedoch nur Eigennamen auftauchen und erklärungsbedürftig sein, und an sich sollte es nicht in einem Anhang geschehen, das finde ich nämlich auch stören. Ich finde, wenn die Erklärung direkt in der Geschichte erfolgt, dann lässt es sich doch viel leichter merken, der Anhang sollte nur zum wiederholen der "Vokabeln" dienen. Ähnlich wie einem Dramatis Personae.

Am banalsten ist natürlich die Lösung, dass der Chara nur eine Fremde Sprache hört und etwas das Sprachbild beschreiben kann, die Gestik und so, aber nicht den Wortlaut. Da spart man sich einiges. Ich frage mich nur, warum da der Reiz ist, eigene Sprachen zu entwickeln. Von so Leuten wie Tolkien ... also, von Tolkien einmal abgesehen, wenn nicht ganze Passagen anders gesprochen werden, kann man es sich doch auch sparen. Lieber gut die Andeutung einer fremden Sprache gemacht (und dann lieber Dialekte eingebaut, das macht doch auch schon einiges) als alle Hochdeutsch sprechen lassen und Pseudo-Sindarin und Zwergisch eingebaut.

Harlekin
30.03.2010, 15:55
Was sagt ihr dazu, eine terristrische Sprache(Französisch, Latein, Taiwanesisch, etc.) in ein Fantasybuch einzubauen?
Ich sehe jetzt mal von UrbanFantasy ab, da ist es kein Problem. Und in einer anderen Fantasywelt sollte man vielleicht von den TopTwenty der meistgesprochenen Sprachen absehen. Die Sache ist nämlich die, dass ich ganz gerne Euskara einbauen würde, eine Sprache aus dem Pyrenäengebiet von den Euskadi(auch wenn es wohl schwierig ist, Nachschlagewerke über diese Sprache zu finden).
Ich meine, es gibt gut und gerne 200 Sprachen, grob über den Daumen gepeilt, auf der ganzen Welt, Sprachen der Afrikanischen Stäme, der amerikanischen Einwohner, in Asien, und alles ist mehr oder weniger am Aussterben ... fällt es auf, wenn ich einem Volk von Wüstenelfen die Sprache der Shawnee aufdrücke?

Ich sehe da kein Problem, solange es eine relativ unbekannte Sprache ist, die keinen allzu hohen Wiedererkennungswert hat. Am Besten wäre es natürlich, wenn du die Kultur, in der die Sprache bei dir gebraucht wird, an ihr real existierendes Vorbild anlehnst. Aber das ist nur meine bescheidene Meinung, Tolkiens Elben haben schließlich auch keine große Ähnlichkeit mit Skandinaviern, obwohl Quenya an die finnische Sprache angelehnt ist.

Latein verwende ich öfter mal, wenn mir keine guten Namen einfallen. Ich suche mir einen Begriff heraus, der auf die jeweilige Person zutrifft, und suche mir dann die entsprechende lateinische Vokabel raus. Da kommen gelegentlich richtig coole Ergebnisse, zum Beispiel Nefarius (ruchlos, frevelhaft, gibt's aber leider schon in World of Warcraft) oder Alcyon (Eisvogel). Wenn ein Wort nicht ganz passt, kann man es auch nach Belieben ändern oder die Buchstaben umstellen.

Aber gute Fantasy muss natürlich nicht zwangsläufig eine eigene Sprache haben.