Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Recherchefragen
Diesen Thread gab es bereits auch im alten Forum schon und ich fand ihn durchaus sinnvoll und rufe ihn mal wieder auf.
Soweit ich weiß, gibt es mehrere hier im Forum, die auch selbst hobbymäßig Bücher schreiben.
Dieser Thread die Recherche vereinfachen, indem man sich von anderen Mitgliedern des Forums, die möglicherweise über ein Thema etwas mehr wissen, antworten holen kann, bzw. vorschläge von internetseiten, auf denen man etwas findet.
Beispiel: ,,Wie lange kann ein Pferd am Stück laufen" oder ,,Wo findet man etwas über Alchemie" und etc.
SemSimkin
25.02.2008, 18:17
Hmmm, bei der Gelegenheit gleich mal: Weiß einer über das Durchhaltevermögen von Pferden genauer Bescheid ? Anscheinend wird das allgemein überschätzt. Vollen Galopp dürften sie als Fluchttiere kaum länger als ne halbe Stunde durchhalten und lange Reisen sind nur im Schritttempo ohne Wechselstation möglich. Nicht umsonst haben die Griechen ja Marathon-Läufer eingesetzt, da ein Pferd wohl 42 Kilometer nicht am Stück geschafft hätte.
Also wirklich gut trainierte Distanzpferde (Distanzreiten ist im Prinzip Marathon zu Pferd) schaffen in zwei Tagen 160km und würden wohl auch mehr schaffen, aber man will den Tieren ja nicht schaden. Jemand der gut in Mathe ist, kann sich dann ja das Durchschnittstempo errechnen. ^^
Zwischendurch werden immer wieder kurze Pausen eingelegt in denen der Puls und die Atmung kontrolliert werden. Die Hauptgangarten sind Trab und langsamer Galopp.
Beliebte Rassen sind Araber und Kreuzungen aus diesen oder leichte Warmblüter mit flachen Gängen (d.h. dass die Pferde so kraftsparend wie möglich laufen).
Quellen:
http://www.vdd-aktuell.de/
http://www.distanzreiten-online.de/pferde.htm
SemSimkin
26.02.2008, 10:53
Aha ... eine Fachfrau ;) . Also 160 km an zwei Tagen. Sagen wir je 7 Stunden reine Fortbewegungszeit. Das wären dann rund 11 kmh, sprich mäßiges Joggen. Menschen schaffen am Tag ebenfalls bis zu 80 km, wenn sie durchtrainiert sind. Die krassen Äthiopier sogar deutlich mehr, könnt ich wetten. Der Mensch ist neben dem Wolf/Hund auch das einzige Tier, das eben 4-5 Stunden am Stück auf (relativ) hohem Tempo laufen kann. Bei Pferden sind eben die ganzen Pausen das Problem.
Na, Fachfrau würd ich jetzt nicht sagen, eher Interessierte. :D
Hab aber gerade nocheinmal nachgeschaut und anscheinend sind es drei Pausen bzw. Veterinäruntersuchungen. Und anscheinend gibt es auch Distanzritte für einen Tag die bis 100km gehen, aber da bin ich mir nicht ganz sicher, weil die Quelle nicht unbedingt zuverlässig ist.
Das mit den Marathonläufern ist ja krass. Wusste gar nicht, dass die so lange am Stück laufen können... *eek*
Ich denke mal, der Hauptvorteil beim Pferd ist einfach, dass man 1. nicht selbst laufen muss, 2. kurze Distanzen schnell zurücklegen kann und 3. wesentlich mehr Gepäck mit sich rumschleppen kann. :D
Quelle: http://www.koppel.de/autoren/distanz.html
SemSimkin
27.02.2008, 18:23
Ich denke mal, der Hauptvorteil beim Pferd ist einfach, dass man 1. nicht selbst laufen muss, 2. kurze Distanzen schnell zurücklegen kann und 3. wesentlich mehr Gepäck mit sich rumschleppen kann. :D
Quelle: http://www.koppel.de/autoren/distanz.html
Klar, das ist natürlich der Vorteil. Habe mich einmal vor ein paar Jahren schlau gemacht über die menschliche Leistungsfähigkeit. Gerade bei uns in der westlichen Kultur hat man ja eigentlich die Vorstellung der Mensch könne alles ein wenig, aber nichts richtig gut. In der Tat kann nur der Wolf in der Ausdauer mit uns mithalten ... wodurch wir ihn auch gleich bei uns anheuern ließen und die Hunde draus gezüchtet haben. ;) Die Steinzeitjäger sind dem Wild (gerade in übersichtlichen Steppenlandschaften) einfach solange hinterhergejoggt, bis die Fluchttiere nicht mehr konnten ... und dann gabs Essen. Finde ich sehr interessant - auch als Ansporn als moderner Mensch wenigstens mal einen Marathon in einigermaß tragbarer Zeit zu schaffen.
XD Bis ich mal einen Marathon schaffe muss erst noch ein Wunder geschehen... Bin ja schon nach ein bisschen Joggen aus der Puste. :D
äh... sorry für den spam... :o
ja ich hab da ne kleine quasi meinungsumfrage.
was stellt ihr euch unter riesen vor?
also eher dicke, große, dumme monster oder auch sensible, feinfühlige, große und auch manchmal freundliche wesen?
ich bin nämlich sehr unschlüssig, und eine ganz eigene interpretation trau ich mich irgendwie nicht :rolleyes:
was stellt ihr euch unter riesen vor?
also eher dicke, große, dumme monster oder auch sensible, feinfühlige, große und auch manchmal freundliche wesen?
Warum willst du unbedingt eine eindeutige Definition? Es gibt doch auch Menschen, die dicke, große, dumme, sensible, feinfühlige, große und auch manchmal freundliche Wesen sind... Warum sollte es nicht auch bei Riesen die verschiedensten Charaktere bzw Typen geben?
was stellt ihr euch unter riesen vor?
[...]
ich bin nämlich sehr unschlüssig, und eine ganz eigene interpretation trau ich mich irgendwie nicht :rolleyes:
Das ist schade.
Wenn es um's schreiben oder zeichnen geht, dann ist gerade die eigene Interpretation bekannter Dinge das was Spaß bringt. Und was erkennen lässt, dass der Künstler nicht nur dumpf reproduziert und schlechte Schatten eines beeindruckenderen Werks schafft.
Wenn du aber Definitionen zu Riesen suchst:
http://de.wikipedia.org/wiki/Riese
Google und Wikipedia können helfen. : )
Aber ansonsten sind Riesen natürlich kleine Schokokaramell-Bonbons von Storck.
Warum willst du unbedingt eine eindeutige Definition?
So meinte sie das glaub ich gar nicht o_o"
Aber ich stimme Teylen zu, die eigene Interpretation ist immer am besten... oder sagen wir mal zumindest besser, als wenn man sich von anderen oder von iwas etwas vorgeben oder Klischees aufdrängen lässt^^ Ich glaube, letztendlich wärst du damit dann auch nicht zufrieden^^
--
So, ich möcht auch was wissen: Kennt sich hier jemand mit keltischen Symbolen/Emblemen aus? Oder kennt ne Seite oder anderweitige Quellen, auf denen da was zu steht?
Ich hab da nämlich leider recht wenig Ahnung von und hätte eine Frage: Wie ist das, gibt es da Symbole, die was bedeuten oder für iwas stehen? Was weiß ich, für Hoffnung, für Liebe, für... bla : D Also jetzt nicht so wie zB im Chinesischen, wo ein Zeichen wirklich etwas bedeutet, sondern mehr, dass eben ein Symbol für etwas steht. Naja, hoffe mal, das wurde verstänlich und dass mir da wer aushelfen kann :D
So, ich möcht auch was wissen: Kennt sich hier jemand mit keltischen Symbolen/Emblemen aus? Oder kennt ne Seite oder anderweitige Quellen, auf denen da was zu steht?
Ich glaube hier die Seite ist dafür ganz gut: http://www.vampyrbibliothek.de/kelten/symbole.htm
DisAster
29.03.2008, 16:29
Hier stehen ein paar Symbole http://de.wikipedia.org/wiki/Keltische_Symbole
Aber sieh doch mal in einer Bibliothek nach. Da gibt es bestimmt ein paar Bücher darüber, die du dir ausleihen kannst.
Ansonsten finde ich auch recht gar nichts.
Da mag ich mich doch gleich mal an die Fragenden anschließen.
Wäre toll, wenn mir jemand sagen kann seit wann es Glas gibt (also auf was für einer Entwicklungsstufe der Menschen, bloß keine Jahreszahlen :D) woraus es gemacht wurde, was für Leute sich das leisten konnten und ob es Alternativen gab oder was ihr als Alternativen nehmen würdet in einer Geschichte.
Lieben Gruß
Wäre toll, wenn mir jemand sagen kann seit wann es Glas gibt (also auf was für einer Entwicklungsstufe der Menschen, bloß keine Jahreszahlen :D)
Guck mal da (http://vision2form.nl/glas_geschichte.html) vielleicht kann dir das weiterhelfen und jaaa es stehen Jahreszahlen dabei, aber ich denke auch genug Anreize für weitere Recherchen.
Guck mal da (http://vision2form.nl/glas_geschichte.html) vielleicht kann dir das weiterhelfen und jaaa es stehen Jahreszahlen dabei, aber ich denke auch genug Anreize für weitere Recherchen.
Oh danke Sanatii, genau sowas hab ich gesucht *cool*
*nochmal eben dazwischenfunk* wollt mich nur eben mal bedanken für die Hilfe :3 Danke!^^
Ollowain
30.03.2008, 17:00
Wäre toll, wenn mir jemand sagen kann seit wann es Glas gibt (also auf was für einer Entwicklungsstufe der Menschen, bloß keine Jahreszahlen :D) woraus es gemacht wurde, was für Leute sich das leisten konnten und ob es Alternativen gab oder was ihr als Alternativen nehmen würdet in einer Geschichte.
So weit ich weiß muss man (Quarz-)Sand schmelzen. Das heißt, du kannst Glas herstellen, sobald du Öfen hast, die du weit genug erhitzen kannst.
Dann kommt es auch darauf an, ob es um Fensterscheiben oder Glasperlen geht. Die Perlen gab es schon recht früh, die Fensterscheiben sind, meine ich, erst im Mittelalter für Kirchen oder das ein oder andere besonders teure Fenster zum Einsatz gekommen.
Hier (http://de.wikipedia.org/wiki/Glas#Geschichte_der_Glasherstellung) ist der Link zum Wikipediaartikel.
Büchermäßig würde ich empfehlen, dass du mal in einem über Handel (alternativ Seefahrt) in der Antike oder Kirchenbau(-Weisen) nachsiehst, da dürftest du etwas dazu finden können. Sowas findet sich eigentlich in selbst der kleinsten Bücherei.
Im Erdkundeunterricht hatten wir auch mal über Glashütten im Nordschwarzwald gesprochen. Die gab es wegen des Sandes dort wohl recht häufig. X.X
so, ich hab dann auch mal wieder ein Anliegen.
ist ein bisschen strange, ich weiß, aber ich würde gerne wissen, ob jemand von euch sich mit
- Arten von Schleiern (wann trug man sie?) im Orient
- Diebe und Bestrafung im Orient
auskennt.
Wäre dankbar über Hilfe.
Leibe Grüße
Liathano
25.06.2008, 15:52
so, ich hab dann auch mal wieder ein Anliegen.
ist ein bisschen strange, ich weiß, aber ich würde gerne wissen, ob jemand von euch sich mit
- Arten von Schleiern (wann trug man sie?) im Orient
- Diebe und Bestrafung im Orient
auskennt.
Wäre dankbar über Hilfe.
Leibe Grüße
Uff, das sind interessante, aber komplizierte Themen. Welchen Zeitraum hast du denn so ungefähr anvisiert? Und Orient ist auch nicht gleich Orient, denn die Einordnung der "Morgenländer" hat sich im Laufe der Jahre immens gewandelt, da wäre eine genauere Defintion hilfreich. Ganz abgesehen davon, dass man in den verschiedenen Völkern und Zeiten auch (relativ) unterschiedlich mit Dieben umging.
Schleier sind mW schon lange vor Christi Geburt genutzt worden und ihre Funktionalität hat sich oft verändert: vom Statussymbol (Sklaven durften bspw. nicht immer Schleier tragen, denn diese waren ein besonderes Prestigeobjekt), zum "Accessoire" (modischer oder praktischer Hinsicht) oder auch als religiöses Symbol.
oh, gomen nasai, ich wusste doch, dass ich was vergessen hatte.
also:
der Zeitraum soll so um 1700 rum gelegt sein.
wo genau das spielt weiß ich selbst noch nicht, weil es eine Stadt ist, die gar nicht existiert. also wäre was allgemeines ganz nützlich :D
der Schleier: ähm, dabei wollte ich wissen, wie das in religiöser und modischer/praktischer Hinsicht so aussieht...
Oder zu welchen anlässen man das trug, wenn es nichts mit der eigenen Religion zu tun hatte.
Liathano
26.06.2008, 17:50
[QUOTE]der Schleier: ähm, dabei wollte ich wissen, wie das in religiöser und modischer/praktischer Hinsicht so aussieht...
Oder zu welchen anlässen man das trug, wenn es nichts mit der eigenen Religion zu tun hatte.
Religiös/Mythisch: Es gab im Orient (in der babylonischen/assyrischen Region) eine Göttin namens Ištar bzw. Ischtar. Es gibt viele Legenden diese Göttin betreffend, zum Beispiel das jeder, der sie ohne Schleier sah, sterben musste.
Die Dienerinnen der Göttin trugen daher den sog. "Ischtar-Schleier".
Außerdem trugen Frauen den Schleier zum Schutz vor bösen Geistern und bösen Blicken.
In der patriarchalischen Gesellschaft schützte der Schleier Frauen vor den Blicken fremder Männer, bewahrte ihr Ehrgefühl und ihre Würde, etc. Diese "Anonymität" der Frau war ein Privileg - und der Schleier war somit ursprünglich der Oberschicht vorbehalten.
Je nach Region wurden Schleier auch a) als Zeichen der Jungfräulichkeit/Keuschheit oder b) bei Antritt der Ehe getragen und zeichnet somit die "Reife" der Frau aus, daher kommt vielleicht auch die erotisierende Vorstellung des Orientschleiers.
Wenn ich mich nicht irre, gab es auch spezielle Haremsschleier ...
Ein Schleier, der den gesamten Körper verhüllt, heisst Tschador (es gibt auch Niqab, Burka, etc.), die Tuareg trugen Gesichtsschleier namens Litham.
Naja, ein paar ungeordnete Informationen, später vielleicht mehr. Ich denke aber, du solltest da eher deiner Phantasie freien Lauf lassen - es ist ein kompliziertes Thema, mit dem sich ohnehin kaum jemand wirklich auskennt und es reicht ja, eine Welt zu kreiieren, die sich nur ganz locker an den Orient anlehnt. ;)
dankeschön schon einmal für diese ausführliche hilfe.
ja, es soll sich wirklich auf den orient stützen, aber spielen wird es nicht dort. Nennen wir es eine Parallelwelt.
Zu der Bestrafung von Dieben:
Ich wollte generell nur wissen, ob ihnen ein Körperteil abgetrennt wird (bsp. Hand) oder direkt getötet, Sklavendienst, etc.
sowas halt xD
aber das hat mir schon einmal deutlich weiter geholfen
kennt sich hier vielleicht jemand gut mit Chemie aus?
es geht um Brennbarkeit von Magnesium, um ein helles Licht zu erzeugen. Soweit ich weiß Funktioniert das bei Magnesiumbändern und Magnesiumpulver. Das eigentliche Problem ist jetzt, Magnesiumpulver entzündet sich bereits an der Luft und ich wollte wissen, ob es eine möglichkeit gibt, dieses irgendwo aufzubewahren, sodass man es mit sich nehmen kann und bei gelegenheit dann abzulegen und so für wenige sekunden ein grelles licht zu erzeugen
Soweit ich weis, muss Magnesium luftdicht und trocken in einem Glasgefäß gelagert werden, da es wirklich leicht oxidiert und auch mit Wasser heftig reagiert. Das Gefäß sollte ein relativ kleines Volumen haben, dann kann man es auch mal kurz öffnen und was herausholen, ohne das einem das ganze Zeug abfackelt.
ok, danke für die rasche antwort.
das hilft schon weiter.
Ollowain
03.07.2008, 16:58
es geht um Brennbarkeit von Magnesium, um ein helles Licht zu erzeugen. Soweit ich weiß Funktioniert das bei Magnesiumbändern und Magnesiumpulver. Das eigentliche Problem ist jetzt, Magnesiumpulver entzündet sich bereits an der Luft und ich wollte wissen, ob es eine möglichkeit gibt, dieses irgendwo aufzubewahren, sodass man es mit sich nehmen kann und bei gelegenheit dann abzulegen und so für wenige sekunden ein grelles licht zu erzeugen
Ich habe meine Chemielehrerin gefragt, weil es mir doch komisch vorkam, dass sich ein Pulver von selbst entzünden soll, wo der Stoff doch Aktivierungsenergie benötigt um zu oxidieren X.X
Und dabei habe ich Folgendes erfahren:
Magnesiumpulver ist leicht - mit einem Funken, o.ä. - zu entzünden; es entzündet sich aber nicht von selbst.
Magnesiumpulver hat man früher (bevor man das mit elektrischem Licht machen konnte) übrigens benutzt, um Blitze beim Photographieren zu erzeugen.
Was sich von selbst entzündet ist (ziemlich giftiges) weißes Phosphor. Es ist in jedem Fall so gefährlich, dass es dieses Zeug in Schulen prinzipiell nicht gibt.
Um auf das Aufbewahren zu sprechen zu kommen: Ich denke ein Beutel oder ein anderes Gefäß (so ala Flaschenkürbis) dürfte zur Aufbewahrung genügen. Es sollte in jedem Fall trocken sein, wie Kain schon sagte.
In Chemie hat man Glasgefäße, aber das dürfte für deine Zwecke wohl etwas unpraktisch sein :rolleyes:
Und wo wir gerade beim Thema Staub sind: Vielleicht könntest du das auch als eine Art Staubwolke in die Luft blasen und dann entzünden - das explodiert dann auch noch, wenn der "Nebel" fein genug ist ^_- (Jaja, da spricht die kleine Pyromanin in mir ^^")
Jetzt mal ganz nebenbei: Wie funktionieren dann Magnesiumfackeln, wenn sie doch nicht mit Wasser in Berührung kommen sollen *eek* Oder hat das nichts damit zu tun?
Aber ich wollte das nichtsdestotrotz immer mal wissen... Ich habe zwar gerade ganz kurz nachgeforscht, aber ich wurde da nicht schlau raus -.-
Ollowain
03.07.2008, 18:02
Die Fackeln zündest du über Wasser an und die Verbrennen so heiß, dass das Wasser um sie herum quasi verdunstet und mit dem daraus entstehenden Suaerstoff brennen die weiter, bis das Magnesium verbrannt ist. So ähnlich hat man mir das zumindest erklärt :rolleyes:
klick mich (http://www.taucher.net/forum/Funktionsweise_einer_Magnesiumfackel_equip3419.htm l)
Eine interessante Diskussion von Tauchern um die Magnesiumfackel. Vielleicht hilft sie Dir weiter - und ich fand sie auch ein wenig lustig. *cool*
Ist zwar schon eine Weile her, aber zu den 'Symbolen der Kelten' muss ich meinen Senf abgeben, weil wir Archäologen/Living History-Darsteller immer aufräumen müssen - sorry - 'was hobby-autoren verbockt haben'. Es gehört klar getrennt zwischen den sog. 'Inselkelten' die aber an sich genauswenig kelten sind wie die Bayern, die Spanier die Österreicher und Italiener.
Alle waren sie gewissen Fluktuationen der Bevölkerung ausgesetzt aber die 'Kelten' gibt es im Grunde nur in Mitteleuropa, dort wo Caesar sie wähnte. Und dann gibt es 'die Kelten' eigentlich auch nicht, es gab zahlreiche Stämme die Caesar alle in einen Topf geworfen hat.
Und all die schönen Muster, Knoten und Kringel sind ein Stilgemisch aus Wikingischen, Alemannischen, Langobardischen, Merowingischen, vielleicht auch Gotischen und diversen anderen Einflüssen und ist hat sich rund 500 Jahre nach den Kelten entwickelt. Sie haben also damit rein gar nichts zu tun. Auch wenn sie natürlich auch schön verzierte Dinge hatten. ;)
Und um kurz auf die Seiten einzugehen, da ist so gut wie gar nichts keltisches drauf. Allenfalls der Eber. Und die Kringel am Anfang.
So, das musste jetzt leider sein... Das kann ich nicht abstellen.
@ bisou
Also wenn du mit dem Orient jetzt nur die islamischen Länder meinst, da galt und gilt abgewandelt bis heute das islamische Gesetz, die Schari'a. Das ist eine Auslegung des Korans und, soweit ich mich erinnern kann, gab es als Strafen sowohl Amputation von Gliedmaßen als auch Steinigung. Ob Diebe getötet wurden, weiß ich nicht, aber es wurden auf jeden Fall Hände abgehackt :eek:. Naja, vielleicht findest du dazu noch was im Internet, wenn du unter Schari'a suchst. Ich hoffe, ich konnte helfen...
Liebe Grüße
Mürtz
Verräter
04.07.2008, 10:58
Wenn ich mir das mit den Gesetzen so anschaue, so sind doch die meisten Grundgesetze bereits in religiösen Schriften niedergelegt bzw. daraus übernommen. Was auch durchaus Sinn macht, wenn man sich die Macht der Kirche (hier in Europa besonders stark) in der Geschichte anschaut. Was mich jetzt aber fragt, ist wie die Gesetze dann in Völkern aussieht, deren Religion eine Naturistische ist. Dort wo es nie die "große Machtinstanz" war, wo es keinen Gott gibt von dem man nach dem Tod bestraft würde, es keine unangefochtene, heilige Schrift gibt.
Wie werden "Straftäter" dort bestraft und auf welcher Begründungsgrundlage?
Ich habe ernsthaft keine Ahnung davon (da sich die Schulischen Fächer in denen man so etwas beigebracht bekommen könnte sich mit anderen Dingen beschäftigen [Geschichte=Nur Europa und teilweise Amerika, die ja doch sehr christlich angehaucht sind. Und in Religion/Ethik bleibt man auch Thematisch fast nur bei den 3 Monotheistischen Religionen, die sich nicht sonderlich viel voneinander unterscheiden.]). Und wo ich so etwas suchen kann?
Weiß da jemand mehr?
Liathano
04.07.2008, 12:35
Dazu fällt mir ein Zitat von Dostojewski ein: "Wenn Gott nicht existierte, wäre alles erlaubt".
Aber so richtig zustimmen kann ich dieser Einschätzung nicht. Sicher, die Menschen berufen sich auf Gott/ihre Götter, aber -ich, als Atheistin und Rationalistin- erkenne doch wohl, dass nicht Gott Gesetze und Gebote geschaffen hat und sie durch seine Propheten mitteilte, sondern dass diese vom Menschen selbst kamen und vom Mensch selbst durchgesetzt wurden. Moses und Co, die menschliche Vernunft, haben die Gebote geschaffen, nicht Gott, warum sollten dann nicht auch gottlose Völker Gesetze schaffen und sich daran halten? Der Mensch kann zwischen Recht und Unrecht unterscheiden, auch wenn nicht jeder die selbe Defintion davon hat. Resultieren Moral und Gerechtigkeitsbewusstsein tatsächlich nur aus Gottesfurcht? Wissen nicht auch gottlose Völker, dass es Unrecht ist, zu stehlen und zu töten? Wie lange glaubst du, könnte ein Volk überleben, dass völlig verantwortungslos handelt, in dem jeder sich selbst der nächste ist, ohne Skrupel lebt, die totale Anarchie?
Was mich jetzt aber fragt, ist wie die Gesetze dann in Völkern aussieht, deren Religion eine Naturistische ist.
Bei "naturistisch" drängen sich mir immer... gewisse.. Assoziationen auf. Aber ich weiss ja, was du meinst.
Dort wo es nie die "große Machtinstanz" war, wo es keinen Gott gibt von dem man nach dem Tod bestraft würde, es keine unangefochtene, heilige Schrift gibt.
Hm. Wenn du das so sagst, klingt das sehr einfach. Aber viele Völker wurden zu irgendeiner mehr oder minder imperialistischen Zeit besetzt und haben dadurch gewisse Regeln und Gesetze aufoktroyiert bekommen und diese manchmal auch nach Zutückerlangung der Unabhängigkeit behalten/umgestaltet. Auch die Missionare wurden nicht immer weggejagt, ohne das man ihnen zumindest zugehört und gewisse Dinge anerkannt hat.
Btw, im Buddhismus gibt es auch keinen allmächtigen Gott ...
Wie werden "Straftäter" dort bestraft und auf welcher Begründungsgrundlage?
Erstens: Verallgemeinerungen sind schlecht, besonders bei so einer Frage. Du solltest dir da schon ein bestimmtes naturistisches, vielleicht pantheistisches "Volk" aussuchen, möglicherweise noch zwei bis drei andere zum Vergleich. Aber wenn du das ganze nicht differenziert angehst, kann ich dir gleich sagen, dass du keine Antwort finden wirst.
Und wo ich so etwas suchen kann?
In einer Bibliothek. Weitaus besser als im Internet.
Weiß da jemand mehr?
Ich nicht, aber ich wollt trotzdem was dazu sagen. :D
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Ob Diebe getötet wurden, weiß ich nicht, aber es wurden auf jeden Fall Hände abgehackt. :eek:
"Wurden" ist nicht ganz korrekt, das macht man auch heut noch teilweise so, genauso wie in Indien manchmal noch Frauen verbrannt werden, wenn ihre Männer sterben und genauso wie Menschen auch noch gesteinigt werden.
Ich habe meine Chemielehrerin gefragt, weil es mir doch komisch vorkam, dass sich ein Pulver von selbst entzünden soll, wo der Stoff doch Aktivierungsenergie benötigt um zu oxidieren
Und dabei habe ich Folgendes erfahren:
Magnesiumpulver ist leicht - mit einem Funken, o.ä. - zu entzünden; es entzündet sich aber nicht von selbst.
Das kommt darauf an, wie fein das Magnesiumpulver ist, bedingt durch die große Reaktionsoberfläche kann sich sehr feines Magnesiumpulver von selbst entzünden. Es handelt sich hierbei um eine spontane exotherm ablaufende Reaktion.
Und dabei habe ich Folgendes erfahren:
Magnesiumpulver ist leicht - mit einem Funken, o.ä. - zu entzünden; es entzündet sich aber nicht von selbst.
Ich habe mich zusätzlich noch einmal im Internet dazu schlau gemacht. Dort habe ich erfahren, das frisch hergesstelltes Magnesiumpulver sowohl sich irgendwie durch die Luft entzünden kann. ( ,,Magnesiumpulver, selbstentzündung" in eine Suchmaschine eingeben, da kommts an erster stelle), dennoch danke fürs nachforschen:)
Ollowain
28.10.2008, 19:30
Ich hab auch mal ne Frage...
Was haben Frauen im 18. und 19. Jahrhundert gemacht, um nicht "auszulaufen" wenn sie ihre Tage hatten?
Ich hätte dann auch mal eine Frage:
Wie viel kann man eigentlich mit einer (handelsüblichen*grins*) Goldmünze kaufen?
Ich meine nicht den Preis in Euro, sondern, wie viel z.b. ein Schwert kosten würde. (oder im Mittelalter gekostet hätte)
Soweit ich weiß gab es im mittelalter nicht nur Goldmünzen sondern auch Kupfer und silber. Zuviel darf es aber auch nicht kosten man kann ja net immer einen ganzen sack münzen mitschleppen. Damals hatten die leute ja immer so kleine münzbeutel. Ich würde sagen für ein gutes Schwert 5 Goldmünzen.
Aufgepasst, Onkel Razor hat was zu erzählen:
Genaue Angaben habe ich aus folgender Quelle:
- Was ist Was - Band 88 - Ritter
-> Urkunde aus der Zeit Karls des Großen zwischen 768-814
Demnach würde kosten:
Helm: 6 Kühe
Schuppenpanzer: 12 Kühe
Schwert: 7 Kühe
Beinschienen: 6 Kühe
Schild und Lanze (hölzern): 2 Kühe
Streitross: 12 Kühe
Oder auch anders ausgedrückt: Der Rinderbestand eines Dorfes ;)
Jetzt frag mich aber nicht, wie teuer so eine olle Kuh in Münzen wert war. :o
Aber vielleicht hast du nun so eine ungefähre Ahnung wie teuer eine Gesamtrüstung sein musste. Achja und so ein Schwert durfte im Mittelalter auch nicht jeder tragen - nur so zur Info.
Ollowain
03.11.2008, 17:16
@ koshka: Vielen Dank^^
Ich meine, im Gesichtsunterricht mal gehört zu haben, dass eine vollständige Ritterrüstung etwa eine Kuhherde gekostet hat... (Bin mir aber nicht sicher)
Mit der Goldmünze dürfte das so eine Sache sein... War vermutlich von Händler zu Händler verschieden... Außerdem wurde eher mit Naturalien gehandelt...
Aber drei vier Goldmünzen dürften das schon gewesen sein... Man muss halt bedenken, dass Eisen/Stahl damals sehr sehr teuer war...
Edit: lol
Mit Goldmünzen ist es damals wie heute - Angebot und Nachfrage bestimmten, was man für eine Goldmünze bekam.
Noch dazu, da es ja nicht DIE Goldmünze gab, sondern die unterschiedlichsten Prägungen und Gewichte.
Ein Gulden hatte sicher einen anderen Wert als eine Dublone und die sicher einen ganz anderen als ein Goldtaler.
Und auch in der Zeit dürfte sich der Wert gewandelt haben. Ist zwar nicht mehr Mittelalter, aber zur Zeit des Goldsegens durch die Neue Welt gab es eine regelrechte Goldschwemme, die den Wert von Gold dem Wert von Silber gleichsetzte. Gegen 1200 herum dürfte das Verhältnis eher noch 1:8 gewesen sein.
Also ich hab ma ne frage wisst ihr irgeneine seite die sich mit "Alchemie" befasst? oder ennt ihr euch in gewisser hinsicht selber damit aus?
Ollowain
04.11.2008, 19:34
Also ich hab ma ne frage wisst ihr irgeneine seite die sich mit "Alchemie" befasst? oder ennt ihr euch in gewisser hinsicht selber damit aus?
Ähm, was willst du denn wissen? Basiswissen oder Genaueres? Den mystisch-magischen Zweig oder den chemisch-physikalischen?
Weil "Alchemie" im Allgemeinen ist, so weit ich weiß, ein riesiger Themenkomplex, der auch gerne mal in die Chemie/die Physik reingeht.
Also eigentlich Basisiwissen und auch schon tiefergehendes.
Mein char in meiner Geschichte is ein lehrling bei einem Alchimisten deswegen brauch ich die infos
Lythande
04.11.2008, 20:14
Hallo,
die Grundlage aller Alchemie ist der Stein der Weisen. Es handelte sich um eine Substanz/einen Gegenstand, der ewiges Leben verleihen solte. Meiner Ansicht nach und einiger Bücher zufolge, ist dies jedoch nur eine Aussage von Alchemisten, die die Alchemie verkannten. Dr Stein der Weisen ist nichts anderes wie die buddhistische Suche nach Nirwana, die christliche Vereinigung mit Gott oder der allgemeine Wunsch der Findung des eigenen göttlichen Funken und die Verbindung mit ihm. Die Natur hat - so eine alchemistische Aussage - alles dazu angelegt, Gold im übertragenen Sinne zu sein, also alles ist auf einer höchsten Ebene eins und ohne Makel, also sprich göttlich. Diese Göttlichkeit sucht der Alchemist in sich selbst und hat im Mittelalter viele viele Symbole dafür verwendet u. a. den hermaphroditen als Zeichen der Verschmelzung von männlichem und weiblichem Prinzip, den Löwen, den Adler, den Drachen oder auch den weißen und roten Tropfen. Komplizierte Sache, aber Literatur gibt es viel zu viel darüber. Ich für meinen Teil denke, Alchemie findet nur im eigenen Geist statt und danach könnte dein Lehrling auch streben. Wenn dir das weiterhilft - er sucht den Stein der Weisen, doch hinter all den chemischen Experimenten erkennt er letztendlich, dass ER selbst der Stein ist, sein eigener Geist, den er läutern und reinigen muss. Der Weg der Alchemie ist lang und voller Schwierigkeiten und nur durch Ausdauer und Disziplin zu meistern.
Grüße
Lythande
ok danke für die guten ideen aber ich hab eigentlich nicht vorgehabt die Alchemie alls haupteil der geschichte zu machen eher als eine nütliche fähigkeit die ihm auf seinen langen weg hilft
Ollowain
04.11.2008, 20:29
Ich hätte dich jetzt erstmal auf Wiki (http://de.wikipedia.org/wiki/Alchemie) verwiesen.
Wenn du die (Al)Chemie aber mehr als Hilfsmittel brauchst, dann würde ich hier und da einfach mal einen Blick in ein Chemiebuch werfen.
Bücher oder Seiten über "Zauberei" (im Sinne von Kartentricks etc.) können auch helfen; sie sollten aber zu einem gewissen Teil von Kunststücken mit anderen Materialien als Karten, Münzen und Seilen handeln ^^,
Ein Blick in ein Survivalhandbuch ist evtl. auch nützlich. (Ich hatte mal eins in den Händen, in dem Feuerspucken erklärt wurde ^^,)
(Und wo wir grad beim Thema Alchemie sind: Der Anime "Fullmetal Alchemist" ist auch nicht schlecht^^,)
nazgul666-rr
04.11.2008, 21:01
hmm mir fällt da spontan der Roman "Die Alchemistin" ein - ich hab das als Hörbuch gehört und es war sehr spannend
geht auch um den Stein der Weisen, das Gilgamesh Kraut, die Unsterblichkeit - ok ist aber halt ein Roman
ich such aber eher so ne seite die sich eher auf die fantasy sicht der Alchemie stützt. "Magische heiltränke" und so ein kram
"Mystische Heiltränke und son Kram"... mh...^^" Dem kann man jetzt nicht so schrecklich viel entnehmen...
Wenn du mit der Fantasy-Variante auch die Zauber-und-Runenkreise-Seite meinst, was ich jetzt einfach mal annehmen würde, lass dir kreative Suchbegriffe in die Richtung einfallen, das ist immer die einfachste Methode ;)
Versuch mal sowas wie "Runenlehre". Google ist dein Freund.
Meiner auch, ich hab nämlich nicht mal ne halbe Minute gebraucht, um mir diese Seite zu ergooglen: http://www.waldfee.net/alchemie.html ;)
Wenn das auch nicht ist, wonach du suchst - wie gesagt, lass deiner Fantasie auch mal betrefflich Suchbegriffe freien Lauf, dann erzielst du wahrscheinlich eher Ergebnisse nach deinen Vorstellungen :D Oder du spezifizierst sie hier nochmal etwas genauer ;)
Ansonsten sag ich hier auch mal, dass in der Fantasy nunmal viel über die Fantasie des Autors läuft. Gibt es für Zauberei überhaupt sowas wie wirkliche Regeln?
Wui, ich hätte da auch mal wieder die eine oder andere Frage. Hoffentlich findet sich jemand, der sich damit ein wenig auskennt.
Also...
bei mir hängt's gerade an einer Szene, bei der ich einfach überhaupt nicht mehr weiterkomme. Ich weiß zwar ungefähr, wies weitergehen soll (♥ vielen Lieben Dank Elenya) aber ich habe leider kaum Kenntnisse im anatomischen Bereich, jedenfalls, was das betrifft.
Die Szenerie ist folgende: Ein älterer Mann (50-60Jahre, früher Pirat, heute eine Art Leuchtturmwärter) kriegt einen ca. 50cm langen Pfeil durch die linke Schulter, knapp unterhalb des Schultergelenks.
Zu welchen Bewegungen ist er dann noch fähig? Kann er noch ein Schwert ziehen oder ein Pferd lenken? Und wie siehts mit dem Drehen des Kopfes aus?
Leider finde ich dazu nichts im Netz.*mph* Und mein schlaues Buch hilft auch nicht. Vielleicht habt ihr 'ne Ahnung?
Ollowain
31.12.2008, 16:32
Die Szenerie ist folgende: Ein älterer Mann (50-60Jahre, früher Pirat, heute eine Art Leuchtturmwärter) kriegt einen ca. 50cm langen Pfeil durch die linke Schulter, knapp unterhalb des Schultergelenks.
Zu welchen Bewegungen ist er dann noch fähig? Kann er noch ein Schwert ziehen oder ein Pferd lenken? Und wie siehts mit dem Drehen des Kopfes aus?
Wenn er Rechtshänder ist, dürfte er ein Schwert noch ziehen können.
Pferd lenken dürfte auch gehen, auch wenn es vermutlich nicht sehr elegant aussehen wird (selbst mit nur einer Hand kann noch so ziemlich jeder an den Zügeln rumziehen...) Aber eigentlich sollte da der Großteil eh übers Gewicht gehen *hüstel*
Zu welchen Bewegungen er sonst noch fähig ist... Frag doch mal deinen Vater oder Bruder (jemanden mit ner großen und kräftigen Hand eben) ob er dich an besagter Stelle "kneifen" kann (also Handfläche auf die Schulter legen, und dann Daumen und Zeigefinger feste zusammendrücken (so dass der Daumen auf der Vorderseite der Schulter ist und der Zeigefinger auf der Rückseite oder andersrum) - ist nicht grad angenehm *flöt*), das dürfte dir ein ungefähres Gefühl geben, wie sich das anfühlt - wobei es dem Kerl noch viel mehr wehtun dürfte >_<" Und du kannst austesten, wie weit er sich noch bewegen kann.
Außerdem solltest du noch bedenken, wie fit er generell ist. Und je länger er so verletzt rumläuft, desto schlechter sollte es ihm gehen...
Worauf du aber beim eisernsten Willen verzichten solltest, sind Sachen, bei denen die Schulter und/oder der Arm belastet werden/wird: also keine Liegestützen, keine Rucksäcke tragen, keine Schilder halten, keine Seile hochklettern, etc. etc.
Ich hoffe mal, das hat dir geholfen^^
mein Gott...ich hab vergessen zu antworten. I'm sorry, Ollo. *mph*
Zu deiner Anmerkung mit "Am Zügel rumzerren". Da rollen sich die Fußnägel einer passionierten Reiterin schier auf xD Aber da wir hier ja nicht zum Klugscheißen *hüstel* da sind, dir auf alle Fälle vielen Dank für die Rückmeldung und die Hilfe (die ihren Zweck erfüllt hat^^).
Der Tipp mit meinem Vater war richtig gut :'P Und vor allem vielen Dank dafür, dass du mich aus meiner Schreibblockade rausgezogen hast. Und fröhlich geht's weiter...bis zur nächsten Blockade ^_^
*G*
Ich bin sozusagen in der 'unglücklichen' Lage dir helfen zu können. Hab mir mal an genau der Stelle einige Rippen gebrochen, als die obersten gleich unter dem Schultergelenk. Das tut sau weh, schränkt aber auch nur aufgrund der Schmerzen ein, und zwar die ganze Schulter, in jede Richtung.
Auch anatomisch gesehen ist nicht viel kaputt wenn die Lunge verschont geblieben ist, an der Stelle befinden sich große plattige Muskeln, die von einem einzelnen Pfeildurchschuss nicht komplett durchtrennt sind. Also sowohl der Latissimus Dorsi als auch der Pectoralis Major wären betroffen wenn's ein Durchschuss ist, bedenke aber, daß Pfeile selten GANZ durch einen Menschen durchgehen, es sei denn aus einer Armbrust abgeschossen. Also je nachdem ob von vorne oder hinten erwischt udn die Entfernung... das ist auch zu bedenken.
Hoffe das hilft etwas weiter.
Oh...äh...okay, danke ^_^ Von Knochenplatten habe ich keine Ahnung, da werde ich wohl nicht mehr drumherum kommen, mich etwas mehr mit Anatomie zu beschäftigen.:(
Habe ich das jetzt richtig verstanden? :
Wenn der Pfeil ihn trifft, wird die Bewegung in der Schulter nur durch die Schmerzen praktisch "ausgeschaltet" und nicht durch anatomische Blockade? Ach ja - dazu hätte ich auch noch eine Frage. WO genau wäre da der Schuss angesetzt? Ich hatte nämlich gedacht, dass er unmittelbar unterhalb des Schlüsselbeines getroffen wird, von vorne, aus ca. 50 Metern Entfernung, von einer Armbrust. Da du ja scheinbar ziemlich viel Ahnung bei dieser Materie hast - wie viel Kraft kostet es, den Pfeil rauszuziehen, bzw. kann er das überhaupt? Wie lange würde sowas dauern?
o.o Sorry, ich merke gerade, wie viele Fragen das sind. Tut mir leid, wenn ich nervig bin...
Liebe Grüße
Das mit dem rausziehen kommt nun wieder auf den Pfeil an... Wenn die Spitze Wiederhaken hat wird's schwierig, dann bleibt entweder die Spitze drin, oder es reißt eine Menge Fleisch mit raus.
Ballistik ist jetzt nicht gerade mein Fachgebiet, aber eine Armbrust dürfte auf 50 m durchgehen.
Und wenn doch nicht, dann sollte man den Pfeil nicht rückwärts rausziehen sondern sozusagen in Schussrichtung durchschieben. Soviel am Rande.
Nochmal zu Bewegung:
Ich weiß wie gesagt wie weh das allein mit Prellungen und angebrochenen Rippen tut, bei einer Pfeilschussverletzung dürfte das noch weitaus schlimmer sein. Rein Mechanisch ist wie gesagt nicht so viel kaputt daß die Bewegung unmöglich wäre. Ist etwas schwer zu erklären, aber wenn bei einem Seil nur einige Fasern durchschnitten sind kann es immer noch halten, aber eben nicht mehr so gut.
Und der Schmerz schaltet die Bewegung nciht aus, man bewegt sich vor Schmerz freiwillig nicht mehr.
Noch eine Anmerkung:
Der Wundschock wird dank einschlägiger Action-Filme gern unterschätzt. Man kann allein an den Schmerzen einer Verletzung sterben!
...also wenn er keine Betäubung vornimmt dürfte er aufgrund der Schmerzen zu fast nichts mehr in der Lage sein. Wenn du realistisch schreiben willst.
Und dazu wo der Schuss angesetzt ist:
Direkt unter dem Schlüsselbein ist die Gefahr groß die Lunge zu treffen, und wenn die verletzt ist überlebt er ohne ärztliche Hilfe so gut wie nicht.
Ich würd eher die Achselhöhle nehmen... durch den Ansatz des subscapularis am Oberarm. ;-)
=hotlink entfernt=
Quelle:http://www.onmeda.de/lexika/anatomie/schulter_anatomie.html
Hier findest du auch eine Beschreibung des Schultergürtels, ist ganz gut bebildert und nicht zu unverständlich. :-)
Omg, vielen lieben Dank für deine Mühen.
Ich werde mir das alles noch mal in Ruhe zu Gemüte führen und dann den Text auf Realitätsnähe prüfen.
Wobei mir das mit dem Überleben gerdae so gut gefällt...ich lass doch so gerne meine Protagonisten sterben hrhrhr
:knuddel: Auch auf die Gefahr mich zu wiederholen: hab vielen Dank ^^
Lythande
03.02.2009, 19:51
Hallo zusammen,
ich habe eine Frage: Wie sah der Alltag im alten Griechenland aus?
Was prägte ein Stadtbild? Hatten die Menschen - wie in Rom - öffentliche Bäder, Gärten etc.?
Wie war das Verhältnis zwischen Volk und Herrscher?
Was war mit dem Heilwesen, also Krankenhäuser bzw. Heilungstempel?
Gab es eigentlich so etwas wie eine psychologische Betreuung? (Das frage ich, da die alten Griechen so einiges an Philosophie besaßen)
Ich freu mich auf eure Antworten und bin sehr gespannt.
Lythande
Hallo Lythande
Auf die meisten deiner Fragen weiss ich leider auch keine Antwort, ich kann dir höchstens eine (ansatzweise) beantworten.
Gab es eigentlich so etwas wie eine psychologische Betreuung? (Das frage ich, da die alten Griechen so einiges an Philosophie besaßen)
Ich glaube nicht, dass es so etwas wie psychologische Betreuung gab, aber mit der Philosophie hast du Recht. Beispielsweise Sokrates, ein griechischer Philosoph, ging oft auf die Strasse und sprach Leute an. Er stellte ihnen Fragen, worauf sie eine (ihres Erachtens) richtige Antwort gaben, schaffte es im Verlauf des weiteren Gespräches aber, seinem Gegenüber zu zeigen, dass die anfängliche Aussage nicht richtig war. Er wollte damit erreichen, dass die Leute ihre Ansichten überdenken, was ihn früher ziemlich unbeliebt gemacht hat. *grins* Er war jedoch der Meinung, dass er lieber unbeliebt sterben wollte, als das Volk mit falschen Annahmen leben zu lassen.
Was die Staatsform des griechischen Stadtstaates Athen betrifft, glaube ich, irgenwo in Erinnerung zu haben, dass er eine Demokratie war, doch sicher genug, um weitere Aussagen zu machen, bin ich leider nicht.
Ich hoffe, ich konnte dir wenigstens ein bisschen weiterhelfen.
Grüsse Silaëna
PoiSonPaiNter
12.02.2009, 19:34
Was die Staatsform des griechischen Stadtstaates Athen betrifft, glaube ich, irgenwo in Erinnerung zu haben, dass er eine Demokratie war, doch sicher genug, um weitere Aussagen zu machen, bin ich leider nicht.
Die Griechen waren die Vorreiter der Demokratie wie wir sie heute kennen, immerhin leitet sich das Wort vom griech demos - Volk und cratie-Herrschaft (also Volksherrschaft XD) ab.
Die Stadtstaaten wurden meines Wissens nach Polis genannt und es gab auch Räte und sowas, aber das genaue will mir grad nicht einfallen, da habe ich aber in meiner Wohnung glaub ich iwo genauere Aufzeichnungen aus dem Geschichtsunterricht.
Was ich allerdings noch weiß ist, dass es ein sogenanntes "Scherbengericht" gab, bei dem auf Tonscherben der Name desjenigen geschrieben, dem geglaubt wurde...oder sowas in der Art...auch Wahlen erfolgten glaube ich über Scherben, aber ich werd versuchen mal meine Aufzeichnungen zu finden, dann kann ich dir mehr sagen!
Edit: Dann will ich mal auch gleich was Fragen! :D
Kennt sich jmd von euch mit dem amerikanischen und/oder britischen Schulsystem aus? Also ab wann welche Schule und welcher das ungefähr hier in D entsprechen würde? Danke schon mal im Voraus! :D
Lythande
13.02.2009, 18:51
Hallo,
danke Silaena und PoiSonPainTer. Das Sokrates sich so unbeliebt machte, kann ich nachvollziehen und finde es lustig. Ich fand kürzlich auch eine Seite (weiß den Namen jetzt jedoch leider nicht mehr), auf der alles beschrieben wurde.
Die Studentenbräuche jedenfalls, haben sich bis heute nicht geändert. Dort hieß es, dass sie Vorlesungen mit vielen Scherzen störten. Sie zählten die zu spät gekommenen Leute, klatschten, wenn es unangebracht war und lasen auffällig gelangweilt in ihren Aufzeichnungen. Absolut lesenswert! Ich suche die Seite mal raus.
Lythande
Was ich allerdings noch weiß ist, dass es ein sogenanntes "Scherbengericht" gab, bei dem auf Tonscherben der Name desjenigen geschrieben, dem geglaubt wurde...oder sowas in der Art...auch Wahlen erfolgten glaube ich über Scherben, aber ich werd versuchen mal meine Aufzeichnungen zu finden, dann kann ich dir mehr sagen!
Das war der Ostrakismos, eine Art negativer Wahl: In regelmäßigen Abständen wurde zu diesem "Scherbengericht" aufgerufen und jeder wahlberechtigte Athener (männlich, kein Sklave) konnte ohne Begründung den Namen eines anderen Atheners aufschreiben, den er ostrakisieren wollte, was für den Betroffenen die Kleinigkeit von 10 Jahren Verbannung zur Folge hatte.
Zur Vermeidung von "Tyrannei"? Gut oder schlecht? Die Anfänge griechischer Demokratie sind auch für unsere heutige Situation zumindest gedankenanregend. Über den Ostrakismos gibt es folgende berühmte Anekdote: Aristides, genannt "der Gerechte" wohnt dem Ostrakismos bei und wird von einem Athener gebeten, ihm beim Schreiben zu helfen. Auf die Frage, welcher Name auf die Scherbe soll, bekommt Aristides zu seiner Begeisterung seinen eigenen Namen zu hören. "Und warum soll es dieser Name sein?" Die Antwort: "Weil ich überall höre, dass er ´der Gerechte´ sein soll, und das geht mir auf die Nerven".
PoiSonPaiNter
14.02.2009, 14:40
So hab gestern meine Aufzeichnungen gefunden! :D
Könnte dir Regierungssystem der vorsolonischen Zeit (800-500 v.Chr.), solonische Zeit (595/594 v.Chr.), Peisistratos (561/60-527 v.Chr.), Kleisthenes (508/7 v.Chr.) und Perikles (443-429 v.Chr.) anbieten. Also vom Bürgerrecht zur athischen Demokratie. Müsstest mir dann nur sagen was genau dir vorschwebt, ein paar Infos hab ich dazu! :D
@sueno: Ja stimmt so war das ja! :D Hat ich Anfang der 12. Klasse, also von daher war ich froh, dass ich mich überhaupt noch dran erinnert hab! :D
- - - - - - - - - - - - -
Falls der Edit Untergegangen ist:
Dann will ich mal auch gleich was Fragen! :D
Kennt sich jmd von euch mit dem amerikanischen und/oder britischen Schulsystem aus? Also ab wann welche Schule und welcher das ungefähr hier in D entsprechen würde? Danke schon mal im Voraus! :D
Moment *Buch rauskram*
Ich habe in meinem alten Englischbuch eine Abbildung vom britischen Schulsystem - ich hoffe, ich kann es hier einigermassen verständlich darstellen.
In GB gehen Kinder von 5-11 Jahren in die "Primary School", von 11-16 (oder 18 - man kann noch 2 Jahre anhängen) in die "Secondary School".
Mit 7, 11, 14 und 16 Jahren müssen die Schüler spezielle Prüfungen ablegen, um ihren Wissensstand zu prüfen. Die Prüfung mit 16 Jahren ist die wichtigste von diesen und heisst "GCSE exam" (General Certificate of Secondary Education) oder "O-level exam" (o für ordinary). Danach kann man die Schule verlassen, oder aber noch zwei Jahre anhängen (bis 18 Jahre), damit man an die Uni oder ans College gehen kann (also eigentlich das Abitur). Die Prüfung, welche man mit 18 ablegen muss heisst "A-level exam" (a für advanced).
Speziell an diesem Schulsystem ist noch, dass man immer versetzt wird, egal wie schlecht man ist - es werden also keine Klassen wiederholt. Dafür gibt es in den verschiedenen Fächern verschiedene "sets" (Leistungsgruppen?). Ist man in einem Fach gut, ist man in einem hohen "set", sind die Leistungen schlecht in einem tiefen "set".
Ich hoffe ich konnte dir damit helfen und ich habe es nicht zu kompliziert erklärt (kann mich nicht so gut einfach ausdrücken...*nein*)
Silaëna
PoiSonPaiNter
26.02.2009, 17:00
Ich hoffe ich konnte dir damit helfen und ich habe es nicht zu kompliziert erklärt (kann mich nicht so gut einfach ausdrücken...*nein*)
Doch konntest dich für mich verständlich ausdrücken, liegt wohl daran, dass ich selbst gern mal Umwege mache als es auf dem direkten Weg zu erklären...;)
Dankeschön dafür, dass du extra dein altes Englisch Buch rausgekramt hast! :D
Glaube mich sogar daran zu erinnern selbst sowas in meinen stehen gehabt zu haben...aber das mussten wir ja abgeben...:(...nochmal Dankeschön! :D
Lythande
26.02.2009, 19:24
Hi,
ich habe die Seite über die Lebensform im alten Grichenland herausgefunden: www.meinebibliothek.de
Da kann man sehr viel Information rausholen und ich habe ein paar sehr interessante Artikel zu altgriechischer Lebensweise, Schulsystemen, Frauen oder Politik aus dem alten Griechenland entdeckt.
Also... für alle, die daran interessiert sind... nur zu empfehlen.
Lythande
Hallo zusammen,
ich habe auch noch ein paar Fragen. Und zwar: wie lange dauert es durchschnittlich, bis ein Tier verrotet, also nur noch die Knochen übrig sind?
Gibt es da Richtwerte oder ist die Dauer von Tier zu Tier, von Männlein zu Weiblein unterschiedlich?
Und wie sieht es mit Menschen aus?
Wie lange braucht ein mittelgroßer, durchtrainierter Erwachsener (1,70 - 1,85m), der sein Leben lang gearbeitet hat, von Feldarbeit bis Schmied, bis er komplett verrottet ist?
Nach welcher Zeitspanne sind gar keine Knochen mehr übrig?
Ich weiß, es sind wieder sehr viele Fragen, aber ich wäre für die ein oder andere Antwort oder einen/mehrere Link/s sehr dankbar. ^^
Das hängt eher vom umgebenden Material ab. Sicher auch von der Konstitution also der Masse des verwesenden, aber ich denke mehr davon wie sauer oder basisch der Boden ist, ob unter Luftabschluss oder gut belüftet, ob trocken oder feucht, heiß oder kalt, ob viele Tiere unterwegs sind, die das ganze vorantreiben, von größeren Aasfressern bis hin zu Mikroorganismen...
Da gibt es leider keine pauschale Antwort.
Es gibt Studien von einem amerikanischen Pathologen, der Versuche dazu durchgeführt und einen 'Park' hat - FBI Forensiker trainieren dort - aber mir fällt grade kein Schlagwort ein, geschweigedenn ein Name, wonach ich googeln könnte.
Wenn ich's wieder hab poste ich es hier.
evtl. das hier, ein Buch zum thema, aber das ist nicht was ich im Kopf hatte:
http://www.springerlink.com/content/pv18w8428w312688/
Da wäre noch was...
http://www.thedox.de/pdfs/TheDOX_AerztlichePraxis_20041105.pdf
Ich hätte auch eine Frage, hört sich platt an, aber ich brauche eine Antwort: Weswegen werden Städte umbenannt?
Ich weiß, dass in der Geschichte Städte durch Eroberungen einen neuen Namen bekamen, oder von einer Stadt weiß ich, dass der Herrscher die Stadt umbenannt hat, weil er es so wollte.
Gibt es noch andere Gründe, weswegen Städte umbenannt werden? (Geschichtliche Beispiele wären gut) Das wäre wirklich super, weil ich Google gequält habe, aber es wollte mir nichts sagen ;)
Wirklich wissen tu ich nicht, warum man Städte umbenennt, aber ich stelle einfach mal Vermutungen an. Achtung, kann etwas unrealistisch werden... *grins*
Ich denke die Wichtigsten hast du selbst erwähnt:
- Eroberungen
- Weil Herrscher es so wollen
Ein geschichtliches Beispiel dafür Istanbul. Die Griechen nannten diese Stadt zuerst Byzantion, später wurde sie von König Konstantin in Konstantinopel umgetauft, heute heisst sie Istanbul - das hat glaube ich auch mit verschiedenen Sprachen zu tun. Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Konstantinopel)liefert genauere Daten.
St Albans in England ist ein weiteres Beispiel für eine Stadt, die umbenannt wurde. Sie wurde in der Römerzeit gebaut und trug den Namen Verulamium, wurde aber wegen eines Märtyrers - dem Heiligen Alban - in St Albans umbenannt (hier (http://de.wikipedia.org/wiki/St_Albans)ebenfalls genauere Infos).
Und noch ein geschichtliches Beispiel: Wolgograd. Zuerst hiess die Stadt Zarizyn (ein tatarischer Name). Stalin benannte sie in Stalingrad um und 1961 erhielt sie aufgrund der Entstalinisierung den neuen Namen Wolgograd. Und auch hier (http://de.wikipedia.org/wiki/Stalingrad)genauere Informationen.
Warum Städte noch umbenannt werden? (Achtung, jetzt beginne ich zu fantasieren...)
- wegen einer Gottheit
- wegen eines berühmten Bauwerks (ich glaube, irgendwo in England gibt es einen Ort, der nach römischen Bädern benannt wurde - kann mich aber an den genauen Namen nicht mehr erinnern)
- wegen eines einschneidenden geschichtlichen Erlebnisses
- um "Altlasten" loszuwerden
- um den Beginn einer neuen Ära, eines neuen Zeitalters zu markieren
...
Mehr fällt mir gerade nicht ein, aber ich hoffe, dass ich dir wenigstens ein bisschen helfen konnte. :)
Grüsse, Silaëna
Außer Stalingrad wurden in Russland bzw. der ganzen damaligen Sowjetunion ja recht viele Städte hin- und herbenannt.
Der Grund war fast immer, bekannte Figuren der russischen Revolution ehren zu wollen und nebenbei auch Namen der zaristischen Ära zu löschen. So z.B. St.Petersburg, das zu Leningrad wurde und heute seinen alten Namen wieder hat. Weitere Beispiele sind Nischni Nowgorod (seinerzeit Gorki), Jekaterinburg (Swerdlowsk) und Samara (Kuibyschew).
Ich bin beim Schreiben jetzt auf ein ziemliches Problem gestoßen und bräuchte ein wenig Hilfe:
Wie kämpft man mit einem Zweihänder?
Beim Schreiben habe ich mir noch nicht wirklich sorgen darum gemacht, aber wie genau geht man mit so einem Monster um? Die einzigen "Anhaltspunkte" die ich bis jetzt habe sind Mangas und Animes (Berserk*rofl*) und das sind wohl kaum realistische Darstellungen. Wenn mir also bitte jemand helfen könnte:(
Yussuf der Esel
14.07.2009, 17:19
Wie kämpft man mit einem Zweihänder?
(
Ähnlich wie mit einem Andertalbhänder. ;)
Also du musst entscheiden:
In Filmen wie Hdr oder Narnia kämpfen sie anders als in echt, nämlich intuitiv.
In Echt gehst du langsam nach vorne und mit jedem Schritt schwingst du das Schwert rüber. Eine Kostprobe zum verstehen: http://www.youtube.com/watch?gl=DE&hl=de&v=H3LhHs6tXig
Sind zwar nicht wirklich gut, aber es dürfte helfen. *muahaha*
Danke Yussuf, ist ein Anfang, aber ich habe die Frage hier eigentlich reingestellt, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass man mit einem Zweihänder, der laut Wikipedia schon mal doppelt soviel wie ein Langschwert wog und die Klinge auch mal über 1,50m lang wurde, so kämpfen kann, wie mit einem Anderthalbhänder.
Ich möchte nicht, dass mein Prota sein Schwert viel zu einfach rumschwingt (auch wenn ich ihm nicht so ein Ding (http://manga.animea.net/berserk-chapter-18-page-23.html#i) in die Hand drücken will ;)). Ich würde einfach ganz gerne mal sehen, wie jemand wirklich einen Zweihänder benutzt, damit ich mir nicht nur etwas aus den Fingern saugen muss, was nur auf erfahrungen mit viel kleineren Schwertern beruht.
PaganPunk
15.07.2009, 11:50
Es kommt auch drauf an wer das Schwert benutzt. Ein Barbar wird eine andere Kampftechnik haben als ein akademisch ausgebildeter Krieger oder ein Soldat.
Hallo!
Weiß hier jemand, welche Bäume sich gut dafür eignen, um aus deren Holz Bögen herzustellen?
Vielen Dank schon mal *freu*
LG Sulaya
Willst du selber einen Bogen bauen oder willst du nur wissen, welche Hölzer sich am besten dafür eignen?
Jedenfalls hat Google gute Arbeit geleistet, als ich nach Bogenhölzern gesucht habe.
Eibe scheint das beste Holz zu sein, steht aber unter Naturschutz.
Offensichtlich kann man aber fast jedes Holz benutzen, so wie Ulme, Esche (englischer Langbogen), Roteiche, Ahorn, Kirsche, Birke und offensichtlich funktioniert es auch mit Holunder.
Zudem scheint es mehr von der Arbeit des Bogenbauers abzuhängen, als vom verwendeten Holz. Ich hoffe ich konnte weiterhelfen. :)
Es wurde aber nicht nur Holz zum Bogenbau verwendet, sondern auch Knochen, Horn und Sehnen. Dadurch konnte man z.B. kraftvolle Reiterbogen, die kompakter waren.
PaganPunk
18.08.2009, 01:15
Hallo!
Weiß hier jemand, welche Bäume sich gut dafür eignen, um aus deren Holz Bögen herzustellen?
Vielen Dank schon mal *freu*
LG Sulaya
Ja oder denk dir einfach eine Holzart aus. Solltest dann eventuell beschreiben, warum sie sich so gut eignet ( Dehnbarkeit, Robust, etc)
AMBER schattensturm
18.08.2009, 09:23
Zwar stimmt es, dass so gut wie jedes Holz verwendet wurde, die Waliser bevorzugten Ulme, die Engländer aber bevorzugten Eibe für ihre berühmten Langbögen. Der Bedarf war dabei so groß, dass Händler, die im hundertjährigen Krieg nach England kamen, Eibenholzrohlinge als Zollgebühr mitzuführen hatten. Dem englischen Hunger nach Eibe fielen dabei weite Teile des europäischen Eibenbestandes zum Opfer. DIe Bestände haben sich seitdem nie wieder erholt. Sie steht vielerorts daher noch heute unter Naturschutz.
Wie der Titel schon sagt, möchte ich hier etwas über die Könige, Imperatoren und Minister in der Fantasy wissen.
Ich habe vor in meinen Roman eine Menge Politik einzubauen und die ganze Geschichte wird wies aussieht voll mit Herrschern sein und deshalb wollte ich einfach mal fragen, was in euren Augen gute und was schlechte Eigenschaften für einen Herrscher sind und welche Herrscher aus der Fantasy oder auch aus der realen Welt auf euch Eindruck gemacht haben.
Ich zum Beispiel fand Tyrion Lannister in "Das Lied von Eis und Feuer" herrlich. Gut, er war nicht direkt König, aber hatte schon die Zügel in der Hand und war sehr weitsichtig und manipulativ und dachte imo auch an das Wohl des Reiches. Er ist natürlich nicht grade ein strahlender (und klischeehafter) Guter König, aber es macht einfach Riesenspaß über ihn zu lesen:D
EinfachSo
18.08.2009, 14:27
da ich von Politik nicht sonderlich viel weiß, weil kein Interesse und ich mich auch nie wirklich damit auseinander gesetzt habe kommt hier mal eine vielleicht etwas naive Darstellung meiner Pro und Kontra für etwaige "Höhergestellte" daher....
Total sympathisch finde ich: gewitzt, charmant, gut ausbalancierte Härte, nicht fehlerlos und weitsichtig
Gewitzt, weil niemand der immer nur ehrlich und direkt ist an der Macht bleiben oder überhaupt gelangen kann man sollte schon eine gewisse Bauernschläue haben finde ich
Charmant, weil damit die Bauernschläue besser vom Gegenüber "gefressen" wird - hoffe, dass ist klar was ich meine :)
Gut ausbalancierte Härte, weil ich denke schon, dass man als "Mächtiger" öfters durchgreifen muss aber sehr wohl auch wissen wie weit man gehen kann um nicht barbarisch zu sein
nicht Fehlerlos, weil man wäre es fad - wer will sich schon die ganze Zeit den perfekten Machthaber vor der Nase herum weisheiten haben - der muss auch mal auf einer Bananenschale ausrutschen können!
Weitsichtig, weil ich es auch im echten Leben hasse wenn jemand nicht mit denkt und wenn dann nur bis zum Tellerrand - boah da könnt ich Morde begehen!
Dem Bösen oder Unsympathischen würde ich auf jedenfall Narzissmus, Hinterhältigkeit, Kälte, Engstirnigkeit und Rachsucht zuordnen.
Sind bloß ein paar Beispiele - ich würde sagen diese Charakterzüge haben nun aber nicht unbedingt etwas mit der Stellung des Menschen zu tun - egal ob Bettler, Adeliger oder Herrscher - die einen sind gut - die anderen schlecht mit ihren weiteren Macken und Ticks.... bloß das Ausleben ist in jedem Fall anderes und auswirkungsreicher weil Menschen mit Macht natürlich einen längern Arm haben
Plusquamperfekt
20.10.2009, 12:04
Hallo!
Für eine meiner geschichten brauche ich ein paar Infos über Schwertkampf. Ich möchte nämlich einen kampf schildern, der realitisch (genung) ist. Deshalb hier drei Fragen:
1. Welche Grundstellung hat ein guter Schwertkämpfer?
2. Was sind häufige Fehler, die ein Anfänger, ein schlechter Schwertkämpfer macht (z.B.: Grundstellung, Haltung, etc.)?
3. Wie bringt man einen Gegner zum straucheln (Ka, wie ich es ausdrücken soll)
Vielen Dank für eure Antworten.
Mfg pqp
PaganPunk
20.10.2009, 12:53
Also ich kann nur für den nordisch/deutschen Stil sprechen und habe da ein paar Grundkenntnisse selbst gesammelt.
1. Mir wurden bisher eher defensive Sachen beigebracht und zum Parieren ist wohl die beste Grundhaltung folgende : Das Schwert etwas über Hüfthöhe vor dem Körper und dann so halten, dass es quer vor dem Oberkörper ist. So kann man eigtl relativ schnell auf jede Art von Schlag reagieren.
2. Nicht in Bewegung bleiben. Aus eigener Erfahrung weis ich, dass man Schläge nicht nur statisch pariert, sondern sich auch gleichzeitig aus der Schlagrichtung bewegt und zwar (ganz wichtig) immer seitlich und nicht rückwärts. Sicher gibt es noch mehr Fehler, aber das fällt mir spontan ein.
3. Ich würde sagen schnelle,,kraftvolle und hohe Schläge. Ein unerfahrener Kämpfer wird dann wohl instinktiv nach hinten zurückweichen und früher oder später Stolpern. Ansonsten halt irgendwie auf die Beine drauf :-D
Ich würde noch hinzufügen (ohne jegliche Schwertkampfkenntnisse, allerdings), dass man auf seine Körperspannung achten sollte... ist ja eigentlich immer wichtig xD Also ohne festen Stand bleibt man denke ich auch nicht lang stehen :) Breitbeiniger Stand mit leicht gebeugten Knien ist denk ich immer ein guter Anfang... vllt auch, da ja Paganpunk schon sagte, man solle sich nicht viel bewegen, ganz brauchbar, um so "sternschritt"-mäßig ausweichen zu können (also ein festes, ein mobiles Bein). Aber wie gesagt, alles mit Vorsicht zu genießen, ich kann mir da auch nur meinen Teil denken :)
Ansonsten findet man vllt sogar darüber was per Google :3
Ansonsten findet man vllt sogar darüber was per Google :3
Und wenn nicht über Google, dann z.B. über Bücher!
Amazon bietet da schon einiges an, kannst einfach ja mal "Schwertkampftraining" oder "Schwertkampf im Mittelalter" angeben, da kommt schon einiges bei raus.
Wenn du dir allerdings keins kaufen möchtest (wobei ich denke, dass du nicht nur eine Geschichte schreiben wirst, in der du sowas gebrauchen könntest, also wäre es auch gar nicht so schlecht sich gleich so ein Buch zuzulegen) kannst du ja auch in eine Bücherei gehen und dort mal stöbern. ;)
Ich kann nur für Kämpfe mit dem Katana sprechen. Eine gute Technik hier ist, wenn ein Anfänger mit hoch erhobenem Katana zuschlagen will, es zu unterlaufen, nahe an den Gegner herankommen und dann sein Bein wegfegen bei gleichzeitigem Nachdrücken mit Hüfte und Schulter. Zweite Variante: den Gegner umlaufen und ihn von hinten durch ziehen an den Schultern und zwar in Richtung Fersen (=Schwachpunkt) zu Fall zu bringen.
Bin gerade auf ein Video zum Thema gestoßen und möchte es dann doch grade mal mit euch teilen
http://www.youtube.com/user/TheRealGladiatores#p/u/2/HC5FIyfI8TA
Sieht wirklich gut aus, und man kann auch noch videos zum Umgang mit anderen Waffen finden.
Bin gerade auf ein Video zum Thema gestoßen und möchte es dann doch grade mal mit euch teilen
http://www.youtube.com/user/TheRealGladiatores#p/u/2/HC5FIyfI8TA
Sieht wirklich gut aus, und man kann auch noch videos zum Umgang mit anderen Waffen finden.
Ich habe 2 wichtige Erkenntnisse aus dem Video geschlossen:
1. Die wissen, was sie machen und machen es verdammt gut.
2. Man kann die Schrift kaum lesen (zumindest ich tue mich damit schwer *mph*)
Ansonsten finde ich die Techniken eigentlich sehr gut, nur das Problem ist, dass die das nicht in Slowmotion machen.. da erkennt man das kaum, also die genauen Einzelheiten der Ausführung..
Ich habe 2 wichtige Erkenntnisse aus dem Video geschlossen:
1. Die wissen, was sie machen und machen es verdammt gut.
2. Man kann die Schrift kaum lesen (zumindest ich tue mich damit schwer *mph*)
Ansonsten finde ich die Techniken eigentlich sehr gut, nur das Problem ist, dass die das nicht in Slowmotion machen.. da erkennt man das kaum, also die genauen Einzelheiten der Ausführung..
Ja, ich weiß, aber das war bis jetzt noch das video, wo ich die sachen am besten gesehen hatte.
Die Beschreibungen sind eben Zitate aus Fechtbüchern, die um 1500 rum geschrieben worden sind, da hab ich auch probleme mit, aber ich hab mir das ganze jetzt noch mal genauer angesehen und langsam ergibt es für mich (hoffentlich) genug Sinn, um so einen Kampf auch zu schildern.
Was mich noch interessieren würde, wäre wie Kämpfe zwischen Leuten mit verschiedenen Waffen, z.B. Schwert und Schild gegen Anderthalbhänder aussehen täten?
Ja, ich weiß, aber das war bis jetzt noch das video, wo ich die sachen am besten gesehen hatte.
Die Beschreibungen sind eben Zitate aus Fechtbüchern, die um 1500 rum geschrieben worden sind, da hab ich auch probleme mit, aber ich hab mir das ganze jetzt noch mal genauer angesehen und langsam ergibt es für mich (hoffentlich) genug Sinn, um so einen Kampf auch zu schildern.
Was mich noch interessieren würde, wäre wie Kämpfe zwischen Leuten mit verschiedenen Waffen, z.B. Schwert und Schild gegen Anderthalbhänder aussehen täten?
Ja, da kannst du ja nix für. :p
Ich hätte sowas halt schon gerne mal per Zeitlupe gesehen, damit man das wirklich detailiert sieht. Wir müssen z.B. jetzt in DS auch in unsere Szene etwas mit Stöcken einbauchen, und da wollten wir nen Schwertkampf draus machen. Da wäre sowas halt besser.
Deine Frage ist echt interessant und würde auch mich interessieren.
Vielleicht kann uns da ja jemand weiterhelfen?
Oh, das ist in der Tat ein interessanter Channel, da muss ich mir bei Gelegenheit noch was mehr von ansehen... :)
Wir müssen z.B. jetzt in DS auch in unsere Szene etwas mit Stöcken einbauchen, und da wollten wir nen Schwertkampf draus machen. Da wäre sowas halt besser.
DS? o_o Nintendo? :D
DS? o_o Nintendo? :D
Nein, DS ist bei uns ein Schulfach und steht für "Darstellendes Spiel", sprich: Schauspielerei. Das können wir sogar als Prüfungsfach ins abitur einfließen lassen. :)
Ramontra
11.11.2009, 23:05
Nya, ich würde das Thema noch gerne etwas ausweiten xD
Mich würde eventuell interessieren, wie man mit eher schwerere Waffen, wie Äxte, Keueln, Knüppel, Dreschflegeln (als Waffe), Morgensternen und ähnlich Geneinheiten umgeht.
Ich habe irgentwo mal gelesen, dass diese Waffen wesentlich besser gegen Rüstungen wären und somit Schwerter immer nutzloser wurden (man hatte einfach keine Schlagkraft, wegen der Gewichtsverteilung).
Mich würde somit interessieren, inwieweit Rüstungen Schläge abfangen, wie man mit den og. Waffen umgeht (Fechten kann man soweit ich weiß nicht) und mich würde generell interessieren, wie man mit solchen Waffen in einem Kampf mit mehreren hantiert, beziehungsweise als Gruppe effektiv kämpft (das geht schon an Armeestellungen ); )
Oh ich denke mit schweren Waffen ist das:
1.Sie sind meist Zweihandwaffen,da man mehr Kraft braucht um sie zu schwingen,bzw. hochzuheben
2.Gegen Rüstungen sind sie wohl deshalb so effektiv,weil sie so schwer sind und die Rüstung zertrümmern können oder aber mit Druck auf den Körper des Gegners arbeiten.(Deshalb auch weniger Schwerter,da diese die Rüstungen meist nur an einer Stelle durchdringen können,aber sie nicht wirklich zerstören.)
Daraus folgt:
(Du brauchst ein Bett von Ikea,das 100kg aushält.)
Eine solide,aber biegsame Rüstung.Biegsam,damit sie den Schlag aushält und du nicht darunter leidest,da die Rüstung den Schlag "ableitet".
Von Vorteil wäre es,groß zu sein,da der Gegner mit der Waffe dann eine höhere Kraftanstrengung hat,um die Waffe zu heben.(Das verschafft dir mehr Zeit.)
In einer Gruppe nehme ich an wärst du wohl jemand,der Schläge austeilt aber dank deiner Körperstatur auch zum beschützen geeignet.
Ramontra
13.11.2009, 04:45
Woraus fertige ich denn am besten Rüstungen?
Aus Stahl?
Nya und mich würde noch interessieren, in einer Schlacht, wie tötet man das die Leute,
ist es realistisch einen "durch zu hauen", "den Kopf abzuhauen", "den Kopf zu spalten", ihn zu "erstechen, das Schwert direkt wieder rauszuziehen und weiterzukämpfen"?
Wie geht man damit um, wenn die Gegner in der Überzahl sind,
wie kämpft man gegen einen überlegenen Gegner, wenn man selber die Überzahl hat
und wie nutzt man Überraschungseffekt? (=
Wenn du auf alle meine Fragen ein Antwort weißt, bist wohl eher Fantasy,
wer aber nett, wenn jemand, der da vielleicht mal recherchiert hat (muss man ja) was zu sagen kann xD
Oh ich denke mit schweren Waffen ist das:
1.Sie sind meist Zweihandwaffen,da man mehr Kraft braucht um sie zu schwingen,bzw. hochzuheben
2.Gegen Rüstungen sind sie wohl deshalb so effektiv,weil sie so schwer sind und die Rüstung zertrümmern können oder aber mit Druck auf den Körper des Gegners arbeiten.(Deshalb auch weniger Schwerter,da diese die Rüstungen meist nur an einer Stelle durchdringen können,aber sie nicht wirklich zerstören.)
Bei eins hast du recht, bei zwei nicht.
Die Waffen, die gegen Rüstungen am effizientesten waren, zeichneten sich eben dadurch aus, dass sie ihre ganze Wucht auf einen Punkt konzentrierten. Ein Streithammer oder auch ein (nicht ganz so geeigneter) Streitkolben waren nicht unbedingt schwerer als ein Schwert, aber ihr Schwerpunkt lag viel weiter oben. Der Kopf solcher Waffen entwickelt deshalb viel mehr Wucht, als die gleichmäßig geformte Klinge eines Schwerts.
Wenn diese ganze Wucht dann wie beim Streithammer oder auch einer Hellebarde auf die Spitze eines Dorns konzentriert wird, kann daamit durchaus mal die 2-3 mm Stahl eines Brustpanzers durchstoßen, während man mit einem Schwert meistens nur an den Schwachstellen, z.B. dem Helm oder den Gelenken durchkam.
Es geht auch garnicht darum, eine Rüstung zu zerstören, wenn man z.B. jemanden unter die Achsel sticht, dann wars das vermutlich mit dem, auch wenn seine Rüstung noch zu über 90% in Takt ist.
Woraus fertige ich denn am besten Rüstungen?
Aus Stahl?
Jo, das sollte am erfolgsversprechendsten sein. Das ist dann aber schon eine sehr teure Angelegenheit gewesen. Wenn du es genau wissen willst: http://de.wikipedia.org/wiki/Plattenpanzer#Mittelalter
Ansonsten waren beim Fußvolk zumindest im Spätmittelalter Brigantinen sehr beliebt, dass waren viele kleine Metallplatten, die innen an ein dickes Stoffgewand genietet waren. War zuverlässiger als ein Kettenhemd, aber noch nicht so teuer und starr wie ein Plattenpanzer.
Zu den in der Fantasy omnipräsenten Lederrüstungen kann ich nichts sagen, glaube aber ehrlich gesagt nicht, dass so etwas allzu effizient ist.
Nya und mich würde noch interessieren, in einer Schlacht, wie tötet man das die Leute,
ist es realistisch einen "durch zu hauen", "den Kopf abzuhauen", "den Kopf zu spalten", ihn zu "erstechen, das Schwert direkt wieder rauszuziehen und weiterzukämpfen"?
Ich denke Kopf abhauen kann schon mal passieren, aber normalerweise legt es ein Kämpfer nicht darauf an, da die Angriffe bei leicht gepanzerten Gegnern grundsätzlich auf den Körper gerichtet sind und man bei den gepanzerten die Schwachstellen treffen muss. Das man das Schwert in der Schlacht so schnell es geht wieder aus dem erstochenen rausziehen sollte, versteht sich von selbst, denn sonst steht man ja ohne Waffe da, außerdem sollte der Gegner durch den schock des Treffers zu Boden gehen, wo er dann vermutlich verbluten oder niedergetrampelt wird.
Wie geht man damit um, wenn die Gegner in der Überzahl sind,
Man sucht sich eine Engstelle, an der der Feind nicht alle seine Truppen gleichzeitig einsetzen kann und hofft, die besser ausgebildeten und motivierteren Truppen zu haben. (Wie die Spartaner bei 300)
Oder man umzingelt den Feind, wenn er in dichter Formation steht, so dass nur die äußeren Truppen kämpfen können, während die im inneren der Formation zu untätigkeit verdammt sind. So hat Hannibal die Römer bei Cannae besiegt.
wie kämpft man gegen einen überlegenen Gegner, wenn man selber die Überzahl hat
An einer Stelle, an der man den überlegenen Feind auf möglichst breiter Front angreifen kann und an der die eigenen Bogenschützen sie ungehindert beschießen können, also am besten nicht in den Bergen oder im Wald.
und wie nutzt man Überraschungseffekt? (=
In dem man so viele Feinde niedermetzelt wie man kann, bevor sie verstehen, woher der Angriff kommt und versucht die Organisation und Formierung der Feindlichen Truppen zu verhindern, in dem man die Offiziere ausschaltet.
Yussuf der Esel
18.11.2009, 15:18
Welche Kalendartypen gibt es eigentlich? Wie kann man es einteilen und trotzdem wissenschaftlich korrekt bleiben?
Meinst du verschiedene Kalendersysteme? In diesem Fall helfen Google und Wiki (http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Kalendersysteme) wie immer gern :)
Gibt es Berichte über die Motivation und den Gefühlzustand von Selbstmordattentätern kurz vor ihrer Tat? Eventuell auch Berichte aus erster Hand (soll heißen, von Selbstmordattentätern, die es dann doch nicht geworden sind)?
PoiSonPaiNter
19.11.2009, 18:11
Ah ich hasse mein Kurzzeitgedächtnis...und warum hab ich nicht die letzte Version meines Rechtslehre- Vortrages? http://www.smileygarden.de/smilie/Smileygarden/argh.gif
Was ich egtl sagen wollte: Wir hatten in diesem Vortrag (Straftaten im Sinne der Religion und Sekten) ein Video aus unserem Religionsunterricht mit eingebracht in der ein gescheiterter Selbstmordattentäter gesprochen hat und auch ein Deutscher der zum Islam konvertiert ist und sich einer Terrororganisation angeschlossen hatte (zum Zeitpunkt des Interviews saß er im Gefängnis), aber mir fällt partout nicht mehr ein wie es hieß...ich weiß nur noch etwas mit "Mord im Namen Allahs", weil wir das als Überschrift hatten, aber ich bin mir nicht sicher ob der Film wirklich so hieß.
Auch wenn ich dir nicht wirklich weiterhelfen konnte, vllt hast du ja bei Google mehr Glück als ich... :)
Soooo (Raab nachmach und die Hände gerieben)
Ich hab dann auch mal wieder ein sehr schwieriges Problem, welches Lösung bedarf.
Ich überfliege gerade die Aufzeichnungen für mein Netzprojekt und da ist mir aufgefallen, dass eine Kolonie, eine vollkommen andere Kultur hat, als das Mutterland. Ich hoffe, man kann mir folgen.
Das Mutterland ist eine Demokratie, wie man es bei den Römern oder Griechen kennt, die Kolonie, hat aber eine Kultur, die sich mehr auf Stämme aufbaut, wie die Germanen.
Dazwischen liegen rund 800 Jahre und ich würd jetzt wissen, ob das realistisch ist, oder was noch besser ist, gab es in der irdischen Geschichte, schon mal so einen Umbruch. Ich rede jetzt aber nicht von der Abschaffung der Monarchie, weil die gabs ja vor zweihundert Jahren auch noch in Deutschland.
Außerdem, könnte man diese Änderung mit einer Volksgruppe, des Mutterlandes erklären, welche sich dann einen neues Plätzchen gesucht hat? Beispiele aus der Realität wären auch hier von Vorteil. :)
Ich hoffe ihr könnt mir helfen. Und ich bedanke mich schon im Voraus :)
PoiSonPaiNter
23.11.2009, 19:46
Könnte mich jetzt komplett irren und bitte daher um Verbesserung falls es wirklich der Fall sein sollte, aber traf das nicht auf Amerika zu?
Als das noch britische Kolonie war hatten die ja nicht das gleiche Herrschaftssystem wie Britanien - so weit ich mich erinnern kann gab es dort keine Monarchie in dem Maß wie auf der Insel.
Das Ganze ging bis sich die ersten 13(?) Staaten zusammengeschlossen haben auch relativ schnell.
Und wenn man die Ureinwohner mit einbezieht hast du sogar ne Art "Stammesleben" :rolleyes:
Wobei die Einwanderer ja auch erst alles aufbauen mussten...=/
Das war so das was mir spontan eingefallen ist...vllt lieg ich ja nicht ganz so falsch mit meiner Idee und es hilft dir vllt ein bisschen :)
@Imhotep Hab leider noch nicht geschafft weiter nach dem Video zu schauen.
Ich bin nicht komplett sicher, ob ich deine Vorstellung der Ablösung der Kulturen richtig verstehe, daher mal eine etwas allgemeinere Antwort.
Das Problem bei einer in Stämmen organisierten Gesellschaftsstruktur ist in diesem Fall, dass sie im Gegensatz zur Demokratie eher einen Rückschritt darstellt. In der Geschichte hat sich diese Entwicklung hauptsächlich andersherum abgespielt, da eine großflächigere Organisation eigentlich immer auch mit höherer Lebensqualität, mehr Sicherheit und anderen Vorteilen verknüpft ist.
Was du also brauchst, ist ein Grund, der diese "Rückentwicklung" plausibel erscheinen lässt. Wenn sich einige Menschen von der Demokratie lösen und sich ein eigenes Plätzchen suchen, was haben sie dann für einen Grund, sich voneinander unabhängig oder womöglich sogar gegeneinander gerichtet zu organisieren? Im ersten Moment kommt es mir höchstens plausibel vor, dass die Gruppe sich aus einem Konflikt heraus in zwei oder drei Teile aufteilt. Theoretisch könnte dann natürlich eine weitere Aufteilung folgen, aber das empfinde ich als etwas sehr konstruiert; logischer wäre, dass nachfolgende Generationen alte Streitigkeiten begraben, weil wie gesagt eine gemeinsame Organisation einfach mehr Vorteile bringt.
Was mir logischer vorkäme, wäre, wenn nur ein Teil der Koloniebevölkerung aus dieser demokratischen Welt käme und vielleicht einen der "Stämme" dort bildet, die restliche Bevölkerung aber einfach schon in ihrer Stammesorganisation an besagtem Ort gelebt hat und aus sich Traditionswahrung gegen eine Vereinheitlichung gewehrt hat.
Man sieht manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht :D
Danke PoiSonPaiNter, dass war der Hinweis, den ich gebrauchen kann.
@ Storm
Dieser Rückschritt, genau das ist ja mein Problem.
Fakt ist aber auch, dass das Mutterland zwar eine Demokratie besitzt und auch einen Senat, die Mitglieder sich aber einkaufen. Soll heißen, wer viel Geld hat, kann auch viel mitentscheiden.
Kann ich es so machen, dass eine Volksgruppe, als Beispiel fallen mir leider nur die Juden ein, die im Mittelalter sehr unterdrückt wurden, dass sich eine solche Gruppierung zusammentut und sich eine neue Heimat sucht, und wegen schlechter Erfahrung der Demokratie, aufgrund des Einzahlens, dieser absagt?X.X
Für eine freiwillige Verwandlung von der Demokratie zu etwas wie auch immer geartetem Anderem gibt es meines Wissens keine Parallele. Zum einen sind Demokratien eine recht neumodische Erscheinung in der Geschichte,zum anderen ist Deine Überlegung dass sich eine solche Gruppierung zusammentut und sich eine neue Heimat sucht, und wegen schlechter Erfahrung der Demokratie, aufgrund des Einzahlens, dieser absagt? , also mit einer demokratischen Entscheidung die Demokratie absagt, ziemlich unwahrscheinlich.
800 Jahre sind übrigens auch eine lange Zeit. Sprachen können sich in einem so langen Zeitraum so verändern, dass sie kaum noch gegenseitig verständlich sind, wenn sie nicht gerade per Internet und Fernsehen in täglichem Kontakt sind.
Nehmen wir mal ein paar Auszüge aus der Geschichte, vielleicht sind da ja Parallelen für dich dabei:
- die Auswanderung der Puritaner aus England. Die Puritaner würde man heute als protestantische Fundamentalisten bezeichnen, die einen Ort suchten, um streng nach ihren Glaubensregeln leben zu können. In den Ortschaften, wo überwiegend Puritaner wohnten, beobachtete jeder den anderen, auf dass ein jeder nach des puritanischen Gottes Willen lebe. Wenn sie unter sich geblieben wären und nicht eine Auswanderung aus ganz Europa nach Nordamerika eingesetzt hätte, hätte dort eine Art "Gottesstaat" entstehen können, möglicherweise auch ohne Demokratie sondern unter einer Art oberstem Bischof.
- die Kreuzzüge. Dabei ging es nicht nur um die "Befreiung" Jerusalems von den Moslems, sondern durchaus auch um eine regelrechte Landnahme. Die zweiten, dritten und sonstwelchen Söhne der Adeligen vor allem in Frankreich hatten zuhause keine Chance, etwas zu werden und zogen in den Osten, um in den Gebieten des heutigen Libanon, Syrien und Israel etwas zu werden. Vom lokalen Baron an aufwärts bis zum König war für alle etwas dabei. Einmal in Kontakt gekommen mit der fortgeschrittenen Zivilisation der Araber ergab sich dabei eine interessante Änderung der Kultur der Eindringlinge. Eine Änderung des feudalen Systems hin zu etwas anderem war damals undenkbar, aber wenn die Kreuzfahrerstaaten nicht untergegangen wären, hätte die Mischung von Ost und West spannend weitergehen können. Im Gegensatz zum ersten Beispiel war das keine Kolonie eines Mutterlandes; die Kreuzfahrerstaaten blieben aber trotzdem auf ständige Hilfe aus dem Westen angewiesen.
- die Juden, an die du auch denkst, sind ja auch in Wirklichkeit aus den USA, England, Deutschland und Russland ausgezogen, um das heutige Israel zu schaffen. Im wesentlichen ging es darum, den Verfolgungen in den anderen Staaten zu entgehen, insbesondere den massakerhaften Pogromen in Russland, aber schon auch den Vorurteilen in Deutschland, dem Habsburgerreich + Nachfolgern und Frankreich. Der neue Staat wurde bekanntlich eine Demokratie, auch wenn es eine kleine, lautstarke Fraktion von Ultraorthodoxen gibt, die sich einen reinen Gottesstaat wünscht. Auch hier gibts grundsätzlich keine Kolonie eines Mutterstaates, auch wenn manche Araber da anderer Ansicht sind.
- dann gibt es da noch die Beispiele aus der Entwicklung nach dem Verfall des römischen Reiches. Da kann man vielleicht entfernte Parallelen zu deiner Welt sehen. Die Römer eroberten Europa von Spanien und England bis nach Rumänien und ans heutige Persien, den nahen Osten und Nordafrika. Eine Zeit lang gab es ja immerhin auch so etwas wie eine Republik, die zwar keine echte Demokratie war, aber auch keine Monarchie. Nach dem Zerfall von Westrom wurden die Kolonien aufgegeben, die Kolonisten verschmolzen mit den dortigen Völkern im Lauf der Zeit zu Portugiesen, Spaniern, Franzosen etc.
Wenn man sich nun fiktiv vorstellen, dass man in Spanien von der Republik enttäuscht war und die Kolonisten sich nicht vermischten sondern Römer, Iberer und die eingefallenen Westgoten nebeneinander herlebten, dann hättest du ungefähr dein Szenario.
Könnte mich jetzt komplett irren und bitte daher um Verbesserung falls es wirklich der Fall sein sollte, aber traf das nicht auf Amerika zu?
Als das noch britische Kolonie war hatten die ja nicht das gleiche Herrschaftssystem wie Britanien - so weit ich mich erinnern kann gab es dort keine Monarchie in dem Maß wie auf der Insel.
Das Ganze ging bis sich die ersten 13(?) Staaten zusammengeschlossen haben auch relativ schnell.
Das Britische Empire hatte da ne ganz interessante Methode seine Kolonien zu verwalten. Die Krone setzte (General-)Gouverneure ein, die mit königlichen Vollmachten ausgestattet waren. Unter ihnen diente auch ein ganzer Verwaltungsapparat. Er war der oberste Repräsentant des Königs/der Königin und unterstand auch nur diesem/dieser. Dieses System gibt es tatsächlich auch noch heute in einigen Staaten des Commonwealth of Nations, in denen der britische Souverän auch gleichzeitig das Staatsoberhaupt ist, sowie in den verbliebenen Überseekolonien. Tatsächlich gab es früher aber einen entscheidenen Unterschied zwischen dem Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Irland und den Dreizehn Kolonien. Denn während es im europäischen Mutterland ein parlamentarisches System mit einem immer stärker werdenden Unterhaus gab, war dies in den Kolonien nicht vorhanden. Unter anderem deswegen kam es zur Boston Tea Party und damit zur Amerikanischen Revolution, weil die Kolonisten zwar formal britische Staatsangehörige waren und damit auch Steuern zahlen mussten, jedoch keinen Sitz im Londoner Parlament bekamen (Stichwort: No taxation without representation). Da das aber ein vom Mutterland ausgehender Veränderungsprozess und keine innere Transformation war, kann man das nur bedingt als Beispiel heranziehen.
Das Mutterland ist eine Demokratie, wie man es bei den Römern oder Griechen kennt, die Kolonie, hat aber eine Kultur, die sich mehr auf Stämme aufbaut, wie die Germanen.
Dazwischen liegen rund 800 Jahre und ich würd jetzt wissen, ob das realistisch ist, oder was noch besser ist, gab es in der irdischen Geschichte, schon mal so einen Umbruch. Ich rede jetzt aber nicht von der Abschaffung der Monarchie, weil die gabs ja vor zweihundert Jahren auch noch in Deutschland.
Realistisch ist alles, solange du einen plausiblen Grund hast. Es ist unwahrscheinlich, dass ein Land (selbst wenn es demokratisch ist) Kolonien hat die eine demokratische Regierung besitzen. Der Schritt zur Erklärung der Unabhängigkeit wäre nicht weit und somit nicht gerade von Interesse für das Mutterland. Wahrscheinlicher wäre vielmehr eine Verwaltung, die einem Generalgouverneur unterstellt ist (wie oben schon erwähnt). Da aber die Stammeskultur so stark verwurzelt ist mit der indigenen Bevölkerung wäre eine Kooperation zwischen Gouverneur und Stämme gut möglich. Nordamerika vor der Zeit des Unabhängigkeitskriegs wäre dafür ein Beispiel oder auch Afrika, wobei man hier versuchte durch Waffenlieferungen und willkürlicher Grenzziehung verschiedene Stämme gegeneinander aufzuwiegeln, um so die Herrschaft der Imperialisten zu sichern.
Es gibt jedoch (wenn ich deine Frage richtig verstanden habe) kein mir bekanntes Beispiel, in dem aus einer demokratischen Staatsform eine Stammeskultur nach germanischem Typus wurde. Noch etwas: Die Römer hatten keine Demokratie, sondern eine Republik! Beides ist (entgegen der landläufigen Meinung) nicht dasselbe. Denn während eine Demokratie die Volksherrschaft ist (demos: Volk; kratia: Herrschaft), zeichnet sich die Res publica (Sache/Angelegenheit des Volkes) nur durch eine Beteiligung des Volkes (durch die concilia plebs) an der Herrschaft aus, anstatt selbst zu regieren. Die entscheidenen Instanzen blieben fest in der Hand des römischen Senats, der aus Aristokraten bestand.
neoxinnia
08.02.2010, 14:01
Ich hab gerade von einer meiner Betaleser eine Kurzgeschichte gebetat zurückbekommen, sie spielt auf einem Schiff.
Demnach existiert ein Kapitän und hier bin ich auch auf eine kleine Ungereimtheit gestoßen. Ich wollte nicht Kapitän schreiben, da das in meinen Augen zu "vornehm" klingt um auf einem Schiff voller ... Abenteurer. Eben deshalb hab ich "Käptn" geschrieben. (Wobei ich mir auch hierbei nicht sicher war, ob es nun "Käpt'n" oder "Käptn" oder sogar das englische "Captain" richtig wäre.)
Mein Beta hat mir jedes "Käptn" auf "Kapitän" ausgebessert, wobei mir dieser Begriff nach wie vor nicht wirklich gefällt.
Weiß vielleicht irgendjemand hier, wie es richtig wäre oder, ob es tatsächlich wäre bei "Kapitän" zu bleiben?
- neo
Ich hab gerade von einer meiner Betaleser eine Kurzgeschichte gebetat zurückbekommen, sie spielt auf einem Schiff.
Demnach existiert ein Kapitän und hier bin ich auch auf eine kleine Ungereimtheit gestoßen. Ich wollte nicht Kapitän schreiben, da das in meinen Augen zu "vornehm" klingt um auf einem Schiff voller ... Abenteurer. Eben deshalb hab ich "Käptn" geschrieben. (Wobei ich mir auch hierbei nicht sicher war, ob es nun "Käpt'n" oder "Käptn" oder sogar das englische "Captain" richtig wäre.)
Mein Beta hat mir jedes "Käptn" auf "Kapitän" ausgebessert, wobei mir dieser Begriff nach wie vor nicht wirklich gefällt.
Weiß vielleicht irgendjemand hier, wie es richtig wäre oder, ob es tatsächlich wäre bei "Kapitän" zu bleiben?
- neo
Außerhalb einer wörtlichen Rede würde ich immer "Kapitän" (oder ein Synonym) verwenden. Hier hat Umgangssprache wenig bis nichts verloren. Innerhalb einer wörtlichen Rede kann man durchaus auf lockere Bezeichnungen wie "Käpt'n" oder "Skipper" umsteigen.
Hilft das weiter?
neoxinnia
08.02.2010, 14:09
Dankeschön für die schnelle Antwort.
Ja, das hat mir sehr geholfen. Ich werde das gleich mal anpassen :D
edit:
Jetzt, da ich mir ihre Beta ansehe, fällt mir noch eine kleine Streitfrage zwischen uns ein.
"Er beugte sich nach vor."
Immer, wenn ich so einen Satz schreibe bessert sie mir immer das "vor" auf ein "vorn" aus. Ich habe mich auch in meinem Bekanntenkreis ein wenig umgehört und auch hier war man unterschiedlicher Meinung.
Geht beides?
Ich habe nämlich bisher immer "vor" geschrieben, bei allem, was ich je geschrieben hab, deshalb kommt es mir auch so komisch vor, dass es nun eigentlich "vorn" heißen sollte.
Und da ich diesbezüglich einfach nicht weiß, wie es richtig gehört, will hier hier mal nachfragen, wie ihr das seht.
-neo
Entweder "er beugte sich vor" oder "er beugte sich nach vorn". Deine Version geht garnicht ;)
neoxinnia
08.02.2010, 18:03
Vielen lieben Dank für die Antwort.
Das hilft mir sehr. :D
Ich habe mal eine Frage, die steht wahrscheinlich in keinem Lexikon, Wiki-Artikel (wenn doch, dann Link her :D) oder sonst wo.
Gerade schreibe ich eine ziemliche hektische Kampfszene und bin auf die Idee gekommen, dass mein "Held" einen Reiter von seinem Pferd schubst, während es galoppiert, dass Pferd schnappt und in die Freiheit reitet.
Bleibt ein Pferd überhaupt stehen, wenn der Reiter nicht mehr die Zügel in der Hand hat, oder rennt es panisch durch die Gegend? X.X
Derzeit vermute ich letzteres, deswegen ist momentan für mich der Aufbau der Szene hinfällig, aber ich weiß grad nett, wie ich ihm sonst zu einem Pferd verhelfen könnte, denn er braucht ganz dringend eines.
Wäre toll, wenn jemand eine Antwort hat, oder eine Idee für ein Ausweichen der Szene. :)
Bleibt ein Pferd überhaupt stehen, wenn der Reiter nicht mehr die Zügel in der Hand hat, oder rennt es panisch durch die Gegend? X.X
Das kommt einzig und allein auf die Ausbildung des Pferdes an und ein klein wenig darauf wie das Pferd auf die Situation reagiert, ist es Kampferprobt, könnte es sein das es seinem Reiter zur Seite steht, ist es schreckhaft rennt es weg usw... hier hast du eigentlich viele Möglichkeiten offen.
Du kannst natürlich auch schreiben, das es nur ein kleines Stück davon trottet und einfach anfängt zu grasen.
Wäre toll, wenn jemand eine Antwort hat, oder eine Idee für ein Ausweichen der Szene. :)
Eine Möglichkeit wäre noch das es dem Gegner des Reiters gelingt, hinter ihm auf das Pferd zu kommen, indem er sich an dessen Waffen oder Kleidung hinaufzieht.
liebe Grüße
Allanon
Man könnte ja auch den Reiter vom Pferd schubsen und dann schnell selbst die Zügel in die Hand nehmen ;)
Normalerweise, wenn ein Pferd im Galopp ist, rennt es aber einfach weiter, auch wenn keiner mehr drauf sitzt. Die können dann glaube ich garnicht sofort stehenbleiben, sondern brauchen eine gewisse Auslaufzeit, bis sie in den Stand kommen, um nicht über ihre eigenen Beine zu stolpern.
*räusper*
Ich wollt die Szene nicht so weit ausführen, aber ich merk schon, da kommt es glaube ich zu Missverständnissen.
Es ist eine Schlachtenszene vor den Mauern einer Stadt. Der 'Held' rennt dem galoppierenden Kavalleristen entgegen, das Schwert schön in der Hand und mit einem schönen Streich fliegt der Reiter im hohen Bogen vom Pferd runter.
@ Storm
Mir war schon klar, dass das Pferd ein wenig auslaufen muss, hat ja kein ABS :D
Wie macht er das denn, ohne dem Pferd in den Kopf oder Hals zu hacken? *wunder*
Ich denke, dass ein Pferd in einem solchen Fall einfach weiterrennt. Wenn ich im (langsamen) Galopp abspringe, rennt es auch noch einige Meter weiter, dreht dann aber um und trabt gemütlich zurück, was daran liegt, dass es das einfach gewohnt ist.
In einer solchen Situation wird es wohl noch ein Stückchen weiter galoppieren, irgendwann aber bemerken, dass der Rest fehlt und da Pferdeja bekanntlich Herdentiere sind,orientieren sich an den anderen Herdemitgliedern. Es wird also in der Nähe bleiben.
Außer ein Pferd ist wirklich panisch, dann hilft da eigentlich nichts mehr, außer hoffen, dass es irgendwann zu Hause im Stall steht oder doch von selbst stehen bleibt.
Pferde müssen aber nicht auslaufen, sondern können auch einen 'Sliding Stop' (Im Westerstil verbreitet) hinlegen, was aber speziell elernt werden muss, bzw. ich glaube nicht, dass man das in einer Fantasywelt gezielt antrainiert. Möglich ist es aber, kommt halt auf die Veranlagung des jeweiligen Pferdes an.
Wenn der Galopp nicht allzu schnell ist, stämmen Pferde auch einfach nur die Vorderbeine in den Boden, drücken den Hals leicht nach unten und kommen so recht schnell zum stehen, ohne auslaufen zu müssen. So können sie sich ausbalancieren und anschließend Wendungen auf der Hinterhand (also mit den Hinterbeinen als Kreismittelpunkt) machen.
Beschreiben kann ich das etwas schlecht, aber wenn sich die Möglichkeit bietet, einfach mal zuschauen, wie Pferde auf der Weide rumtollen. ;)
Auf youtube gibt's auch ein paar Videos, aber oftmals ist die Qualität ziemlich mies.
@ Storm
Guter Einwand, aber du bist mit Sicherheit Rechtshänder, hab ich Recht?
Wenn der das Schwert von links nach rechts schwingt, dürfte es aber funktionieren.
@ Felaróf
Vielen Dank für die Info, dass hat mir auch weiter geholfen.
Aber die Lösung des Problems liegt für mich doch viel näher. Die Geschichte spielt in einer Fantasy-Welt. Wer sagt denn, dass es da keine Pferde gibt, die anhalten, wenn der Reiter runter fällt?
In der Schlacht eindeutig ein Vorteil, sollte einem das Pferd getötet werden, und bei jemand anders, bleibt nur das Pferd übrig. Macht nach Adam Riese eine Kavallerie-Einheit :D
Trotzdem vielen Dank für die schnelle Hilfe. :)
Dragonologist
13.03.2010, 16:54
@Heryst: Du kannst ein Pferd genauso zügellos reiten wie mit Zügeln. Zügel sollten ohnehin beim guten Reiten ziemlich wenig zum Einsatz kommen! Der geübte Reiter kann allein mit seinem Gewicht und den Schenkeln ein Pferd dirigieren. Da brauchst du nicht mal eine Fantasywelt haben. Viele Reiter trainieren zügellos mit ihren Pferden.
Wenn du in einer Schlacht Pferde einsetzen willst, empfehle ich die Kunst der Britannier, die Caesar ausführlich beschreibt:
Ein Pferd ist vor einen Streitwagen gespannt. Auf diesem stehen ein Lenker und ein Krieger. Der Lenker fährt das Gespann im rasanten Galopp dorthin, wo der Krieger eingesetzt werden soll, dieser springt ab, das Pferd wird im Galopp so eng wie möglich gewendet und in sichere Entfernung gefahren, während der Krieger kämpft. Ermüdet er, führt der Lenker den Wagen wieder zu ihm und er springt auf.
Aber die Lösung des Problems liegt für mich doch viel näher. Die Geschichte spielt in einer Fantasy-Welt. Wer sagt denn, dass es da keine Pferde gibt, die anhalten, wenn der Reiter runter fällt?
Dazu braucht es keine Fantasywelt.
Wenn ich meine unmassgeblichen Erfahrungen mit Pferden und Reiterei hier einbringen darf, möchte ich gerne bemerken, dass sowohl in der Arbeitsreiterei, als auch in der Militärreiterei vieler Kulturen Pferde dazu ausgebildet wurden, stehen zu bleiben oder zurückzukommen, wenn der Reiter herunterfiel oder sprang. Ob das Berber, Cowboys, Indianer, Vaqueros oder sonstige sind.
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