Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Jonathan Stroud - Bartimäus
Tintenherz
24.02.2008, 08:30
Hallo Forum-Mitglieder,
ich würde euch gerne das Buch Bartimäus Das Amulett von Samarkand vorstellen. ICh finde dieses Buch sehr toll und es ist sehr schön geschrieben. ICh kenne viele Leute denen es nicht gefällt, aber ich kann es nur empfehlen. Finde es auch besser als Cornelia Funkes Tintenherz-Trilogie.
Vor allem gefällt mir in dem Buch, dass es aus 2 Sichtweisen geschildert ist. *ja* So macht es viel mehr Spaß das Buch zu lesen.
Was haltet ihr davon?
So nochmal was über das Buch. Also in der Geschichte geht es um einen Jungen der von einer Familie adoptiert wird.
Der Dschinn Bartimäus bekommt eines Tages in London den Auftrag, dem hochnäsigen Zauberschüler Nathanael zur Seite zu stehen: ein Auftrag, der Bartimäus zunächst alles andere als glücklich macht. Doch schon bald stecken die beiden in einem Abenteuer, das sie wie Pech und Schwefel zusammenschweißt. Nathanael versucht sich am mächtigen Zauberer Simon Lovelace zu rächen und ihm das berühmte Amulett von Samarkand zu stehlen...
Vorallem das mit dem Magistirium gefällt mir gut. Wo das in dem Buch mit dem Turm kommt und NAthanael gezeigt bekommt wo das Magistirium sitzt. Die Geschäfte haben mich ein bisschen an Harry Potter erinnert. Da der letzte HP Teil meines erachtens nach schlecht warfinde ich BArtimäus wesentlich besser. Es hat mehr Pepp als HP.
LG Tintenherz
Dann stell das Buch auch bitte vor, Tintenherz. Sag etwas über den Inhalt, beschreib kurz die Handlung, gib selber eine Rezension. "Toll" ist nicht wirklich informativ, und dass es vielen nicht gefällt, auch nicht.
Pantalaimon
24.02.2008, 10:30
Bartimäus ist eins meiner Lieblingsbücher.
Es hat einen außergewöhlichen Schreibstil und die Fußnoten sind der Brüller.
Gekauft hatte ich mir das Buch ursprünglich, weil mir das Cover so gut gefiel.
Der Rückentext ließ ja eher auf einen weiteren Harry Potter Aufguss vermuten, was aber überhaupt nicht stimmt.
Meines Erachtens ist Bartimäus noch um Längen besser als HP.
Es ist einfach erfrischend, wie sich ein Zauberlehrling und sein beschworener Dschinn Wortduelle liefern, besonders die freche Art von Bartimäus.
Ich denke, der erste Band der Trilogie ist mit Abstand der Beste. Aber auch die Folgebänder sind gut gelungen, wenn auch nicht mehr ganz so überzeugend.
Meine Frau hat sich jetzt die Bücher gekauft und ich werde sie wohl auch in absehbarer Zeit lesen. Ihr gefallen sie auch gut und sie ist ein kritischer Leser (noch kritischer als ich). Frage: Sind das nun Jugendbücher oder nicht?
Tintenherz
24.02.2008, 12:00
Also ich finde, dass es keine Jugendbücher sind. Jeder kann sie lesen. Ich kenne viele Erwachsene, die das Buch auch gelesen haben..
Also ich denke es ist für jeden Fantasyfan!
LG Tintenherz
Pantalaimon
24.02.2008, 12:13
Es ist ein bisschen schwierig zu sagen, ob es Jugendbücher sind.
Ich würde es ein bisschen mit dem goldenen Kompass vergleichen. Ein bisschen Jugendbuch, ein bisschen für Erwachsene. Band drei aber definitiv eher was für Ältere...
Ich sag mal, es ist einfach witzig, aber manche Anspielungen und versteckte Kritiken verstehen Erwachsene sicherlich eher als Kinder oder Jugendliche.
Lesen lohnt sich aber auf jeden Fall!
Die Bartimäus-Reihe finde ich auch sehr gelungen, es ist schon eine Weile her das ich sie gelesen habe. Den Schwenk in die Fußnoten, bei denen der Autor einen immer wieder in seltsame geschichtliche Erläuterungen aus Sicht von Bartimäus entführt, fand ich erst etwas gewöhnungsbedürftig, hatte später aber richtig Spass daran.
Die Entwicklung von Nathanael im Lauf der Reihe durchschreitet, vom liebenswürdigen Menschen zum absoltuten Ego, finde ich Schade, aber das ist die Freiheit des Autoren.
Für mich eine Buchreihe die auch beim zweiten und dritten mal lesen nicht langweilig wird.
liebe Grüße
Allanon
Die Bärtimäus Reihe ist nicht nur wegen dem guten Schreibstil o.ä. gut!
Vielmehr ist es ein humorvolles Fantasybuch, mit neuen frischen Ideen, die nich etwa einfach von Herr der Ringe kopiert wurden. Sprich: Endlich wieder ein Fantasy Buch OHNE dass es wirklich Gut und Böse gibt, OHNE Orks Elfen Zwerge usw. aber auch OHNE jeglichen Krieg ;) (es geht schon manchmal zu sache, aber ich würde nicht von Krieg sprechen *ja*)
Wer mal AAbwechslung sucht sollte sich das ruhig zulegen ;)
Bartimäus Teil 1 habe ich erst letzte Woche beendet und bin im Moment bei Band 2 ungefähr bei der Hälfte.
Mein bisheriger Eindruck:
Die Bücher sind zwar als Jugendbücher konzipiert, v.a. durch den Jugendlichen "Helden" Nathanael, aber viele Dinge sind für den Durchschnittsjugendlichen mMn doch etwas schwer zu verdauen. Das Worldbuilding ist von Anfang an viel düsterer als bei HP. So sind die Zauberer nicht die netten Männer mit den grauen Bärten und spitzen Hüten, die die Welt vor dem Bösen beschützen, sondern sie unterdrücken die Gewöhnlichen und stellen sie als minderwertig dar. Bei mir hinterlies insbesondere die Szene im 2.Buch, als Kitty und Jakob von der Schwarzen Schleuder erwischt wurden, ein sehr sehr flaues Gefühl im Magen.
Auch Nathanael ist nicht der typische Held. Im Gegenteil: er ist sehr arrogant und überheblich und lässt das vor allem Bartimäus spüren. Bartimäus ist somit in meinen Augen auch der eigentliche Held der Bücher und sein schwarzer Humor (die Fußnoten, einfach herrlich!) helfen, die Geschehnisse zu verdauen.
Ich bin auf alle Fälle gespannt, wie es weiter geht.
LG Myriel
Also ich find auch das die Bücher, alle 3, absoluter hammer und natürlich besser als HP sind.
Spannend, zum brüllen witzig^^ und sehr gut geschrieben.
Ich finde die ewigen Sticheleien zwischen Bartimäus und Nathanael ziemlich amüsant.
Habe die ganze Trilogie gelesen. Wie schongesagt, anfangs gewöhnungsbedürftig(Fußnoten!), aber sehr witzig& vor allem: neue Ideen! Schwierig zubeschreiben: Fantasy, Humor, Tragik. Denke, es ist ein Jugendbuch (??)....auf jeden Fall innovativ.
Das fehlt hier glaube ich noch :rolleyes: :
Bartimäus: Bartimäus - Die Trilogie
von Jonathan Stroud
»Dämonen sind überaus heimtückisch. Sie fallen dir in den Rücken, sobald sich ihnen auch nur die geringste Gelegenheit bietet. Hast du verstanden?«
Mit dem Dschinn Bartimäus hat ein dämonischer Geist die Bühne der Fantasyliteratur betreten, dessen spitzzüngiger Charme die Leser überall auf der Welt begeistert. An der Seite des jungen, ehrgeizigen Zauberers Nathanael sieht sich Bartimäus nach Jahrhunderten der Ruhe und Beschaulichkeit in eine der schlimmsten Auseinandersetzungen verstrickt, die die Welt der Zauberer je zu meistern hatte: Eine Gruppe von nicht-magischen Widerständlern bedroht die machthungrige Zauberer-Regierung des Landes und ruft zum Umsturz auf. Doch mit einfallsreichen Tricks und hintersinnigem Witz gelingt es Bartimäus, die Pläne des Bösen zu sabotieren, Nathanael den rechten Weg zu weisen und seinen Meister aus jeder noch so verzwickten Lage zu befreien. Ausgezeichnet mit der Corine Internationaler Buchpreis 2006.
Hey
Also, ich find dieses Buch einfach HAMMER!!!*grins* Es ist genau die richtige Mischung zwischen einer guten Komödie und Fantasy. Als meine Kollegin mir dieses Buch vorstellte und sagte es wäre superlustig, habe ich gedacht, ja lustig ist schön und gut aber was ist mit der Fantasy? Jonathan Stroud hat mich verblüfft, er hat es geschafft, das Lustige und und das Fantasyhaftige zu vereinen ohne das er eins Bevorzugte oder Benachteiligte. Aber für solche die nur Fantasy mit Elfen und Orks lesen, gönnt euch mal eine Abwechslung, es lohnt sich!!!:D
Ich empfehle es sehr
Elyon
Simon the Sorcerer
05.03.2008, 17:05
Ich hab mir das erste Buch eigentlich nur gekauft weil mir der Einband so gut gefallen hat ! Ging mit nicht sehr hohen Erwartungen dran es zu lesen weil mir der Autor auch nichts sagte.
Tja... und dann hats mich einfach umgehauen !
Ich bekam wirklich Lachanfälle bei den herrlichen Fußnoten von Bartimäus !
Wobei dei Reihe mit jedem Buch düsterer wird und das dritte wirklich kein Jugendbuch mehr ist , wie ich finde.
Aber absolut lesenswert und eine gelungene Trilogie mal etwas abseitz vom Mainstream.
@Martin
OHNE jeglichen Krieg (es geht schon manchmal zu sache, aber ich würde nicht von Krieg sprechen )
Hey, nichts für ungut aber im dritten Buch gehts doch wohl die ganze Zeit um den Krieg in Amerika ? Oder nicht ?
Grüße
Es ist genau die richtige Mischung zwischen einer guten Komödie und Fantasy.
Sehr gute Beschreibung des Buches finde ich. Die Fußnoten fand ich keinesfalls verwirrend. Ich fand sie von Anfang an Klasse und sind das, was das Buch lesenswert und so lustig machen. Die Welt ist relativ düster gehalten, das Menschen - Dämonen Verhältnis mit all seinen Folgen finde ich eine super Idee und sorgt immer für einen Lacher (oder auch nicht).
Für mich war ab der Mitte des ersten Buches Bartimäus der richtige Held, er ist nunmal lustiger als sein arroganter Meister, den ich nicht so wirklich mochte.
Der Vergleich Harry Potter und Bartimäus finde ich zieht nicht immer, da Harry Potter doch eher für jüngere geschrieben ist, zumindest die ersten Teile. Besser sollte man 6 und 7 (vielleicht auch noch 5) mit Bartimäus vergleichen. Müsste ich mich entscheiden, würde es knapp für Bartimäus ausgehen, einfach witziger, innovativer und unbekannter ;)
Simon the Sorcerer
05.03.2008, 17:36
Ich finde man sollte die zwei Reihen überhaupt nicht miteinander vergleichen, da sie eigentlich gar nichts miteinander zu tun haben .
Gut man kann sagen es geht doch in beiden Fällen um Zauberschüler.
Aber ich finde wie der Titel auch schon sagt geht es bei Bartimäus eben um Bartimäus und eher um die Beziehung von Nathanel, Bartimäus aber auch zwischen den Dämonen allgemein !
Ein Vergleich wird also weder HP noch Bartimäus gerecht ! :)
Grüße
So, gestern Nacht bin ich mit Bartimäus fertig geworden und bevor ich mit dem nächsten Buch anfange, schreibe ich lieber noch mal einen kleinen Kommentar darüber. :D
Zuerst einmal: Das Buch hat mir wirklich wahnsinnig gut gefallen. (Liegt vielleicht auch daran, dass das Buch, was ich vorher gelesen habe, total langweilig war :D Na, wer weiß das schon. ;) )
Ich mochte besonders die Erzählweise des Dämo...äh, ich meine natürlich des Dschinns Bartimäus (und das nicht nur wegen der vielen kleinen Fußnoten, die alle paar Seiten aufgetaucht sind), sondern auch wegen der Erzählung der normalen Geschichte einschließlich der Wortduelle mit seinem Herrn und Meister Nathaniel. :D
Zwar ist die Geschichte einfach geschrieben, aber sie ist auch sehr flüssig zu lesen. Eigentlich ist mir zu keinem Zeitpunkt in dem Buch langweilig geworden. Keine langatmigen Stellen, kein unnötiges in die Längeziehen. :) Ein Grund mehr, warum man es in einem Schwung eigentlich durch lesen könnte (wenn nicht andauernd das Telefon klingeln würde :rolleyes:)
Das einzige, was mich irgendwie ein bisschen an die Reihe von Harry Potter erinnert hat, ist die Ignoranz der Zauberer und ihrer Denkweise sie wären etwas besseres als die "Gewöhnlichen" (in Harry Potters Fall ,,Muggeln''). Ein Grund mehr warum ...
...die "Gewöhnlichen" sich gegen die Zauberer behaupten und eine Widerstandsbewegung aufbauen. Ich bin auf jedenfall schon mal gespannt, wie es weiter gehen wird.
Ich denke schon, dass ich mir irgendwann in naher Zukunft das zweite Buch holen werde oder es mir in der Bücherei ausleihen werde, sofern sie endlich mal wieder zurück gebracht werden... :rolleyes:
Ich hab gestern mit dem dritten Band von Bartimäus abgeschlossen und ich muss sagen ich hab selten so gelacht bei einem Buch.
Der zynische Sarkasmus von Bartimäus, welcher durch die Fußnoten teilweise sehr gut betont wird, ist einfach Hammer.
Besonders anregend fand ich auch, das im dritten Band endlich das Geheimnis um den dunkel Haarigen ägyptischen Jungen Ptolemeus, dessen Gestalt Bartimäus oft annimmt, endlich gelöst wird und dessen Geschichte erzählt wird.
Was mir bis jetzt noch nicht ganz klar ist, in welcher Zeit es in etwa spielt. Entweder hab ich das verpennt oder einfach ein Brett vorm Kopf. Aber ich schätze mal es dreht sich um die 50er.
Ich kann das Buch nur jedem wärmstens empfehlen.
neoxinnia
27.03.2008, 18:35
Es ist schon etwas länger her seit ich die Reihe gelesen haben, aber ich erinnere mich noch gut daran.
Ich hab mir das Buch ja eigentlich nur gekauft, weil ich nicht ohne Buch von München nach Hause fahren wollte und weil es mir von einer Bekannten empfohlen wurde. Die Fußnoten fand ich mehr als amüsant. Sie waren richtig passend und haben meiner Meinung nach Bartimäus Charakter noch um ein gewaltiges verstärkt.
Nathanael war mir von Beginn an ein sehr unsympatischer Charakter aber damit kann ich bis heute leben. Man muss schließlich nicht jeden "Helden" mögen. Jedoch scheint mir das bei Stroud sehr beliebt zu sein, denn ich hab auch "Drachenglut" gelesen und auch in diesem Buch war der Hauptcharakter nicht besonders mögenswert ...
Ich würde die Reihe aber jedem weiterempfehlen. Allein schon Bartimäus selbst und sein Sarkasmus machen die Bücher lesenswert.
DisAster
28.03.2008, 16:49
An Lorkin; Es spielt im Jahre 2005. Das kann man sich an einer Stelle im dritten Band errechnen. Allerdings haben die Magier wahrscheinlich die Entwicklung der Gewöhnlichen behindert, somit war Technik dort nicht nötig.
Ich bin begeistert von der Trilogie. *ja* Und ehrlich gesagt finde ich, dass es von Band zu Band immer besser wird.
also meiner meinung nach sind die bücher SCHLECHT wie keine andren die ich bis jetz gelesen hab!!
der erste ging ja so aber das 2. -.-
*kotz*
das war sooooo langweilig, dass ich einfach nich mehr weiterlesen konnte^^
das dritte hatte ich leider auch schon....naja....ich habs eiskalt umgetauscht*ja*
es is meiner meinung nach auch 100 mal schlechter alls harry potter!
also meiner meinung nach sind die bücher SCHLECHT wie keine andren die ich bis jetz gelesen hab!!
der erste ging ja so aber das 2. -.-
*kotz*
das war sooooo langweilig, dass ich einfach nich mehr weiterlesen konnte^^
das dritte hatte ich leider auch schon....naja....ich habs eiskalt umgetauscht*ja*
es is meiner meinung nach auch 100 mal schlechter alls harry potter!
Hoi du,
ich glaube das die beiden Buchreihen nur sehr schwer zu vergleichen sind.
HP ist meines erachtens auf Kinder, aber dem dritten Band auf Jugendliche zugeschnitten. Dementsprechend ist es leicht zu lesen, wenn man nicht gerade HP verückt ist und jedes Geheimnis und jeder Person oder deren Namen und Herkunft auf die Spur kommen will.
Bei Bartimäus sieht das ganz anders aus, der Autor schreibt nicht so offensichtlich leicht wie JKR. Seine Bücher enthalten mehr Witz und Zeitgeist in Form des Dschinns. Ich glaube einfach das hier, wie auch so oft der Geschmacksnerv und das Alter des Lesers die entscheidende Rolle spielen.
Ich schreibe das jetzt nicht, weil ich HP nicht gerne gelesen habe, im Gegenteil sondern weil ich der Meinung bin das man die Sache einigermaßen fair betrachten sollte.
liebe Grüße
Allanon
Ich habe bis jetzt leider nur den ersten Band gelesen, aber der hat mir so gut gefallen (ich habe mich regelmäßig über die Fußnoten schlappgelacht!), dass ich gedenke, die nächsten zwei Bände zu verschlingen. :)
Ich bin der Meinung, dass es keinen Grund gibt, Bartimäus mit HP zu vergleichen. Bis auf die Tatsache, dass in beiden Büchern Zauberer vorkommen und ich beide sehr gerne mag, haben sie nicht viel miteinander gemeinsam. Sie sind von der Geschichte und vom Aufbau her völlig unterschiedlich konzipiert!
Genauso gut könnte man HP mit irgendeinem Thriller vergleichen - schließlich gibt es in beiden Büchern Tote! :D
RickyLee
09.05.2008, 14:08
Jetzt geb ich auch nochmal meinen Senf dazu:
Lieber Farodin, deine Meinung in allen Ehren, aber deine Kritik war etwa so hilfreich wie schwarze Schuhcreme bei weißen Schuhen...
WARUM gefällt dir das Buch nicht? Erklär doch mal.
"Böh, is langweilig", find ich ne schlechte Begründung und hilft demjenigen, der darüber entscheiden möchte, ob er es sich zulegen möcnte oder nicht, nicht wirklich weiter...
Über den Inhalt wurde hier irgendwie noch nicht allzuviel erzählt, also stell ich das hier mal rein:
Die Bartimäus-Triliogie spielt London in der Zeit während des Kriegen gegen Amerika, allerdings mit diversen Unterschieden. Der wichtigste: Das gesamte Parlament wird von sogenannten Zauberern geleitet, die Dämonen befehligen. (Obwohl sie Zauberer heißen, können sie doch selbst keine Magie wirken, eigentlich machen die Dämonen die ganze Arbeit) Die restlichen Bürger Englands werden die Gewöhnlichen genannt und mit gewisser Verachtung angesehen. Dieser "Klassenunterschied" ist ein wichtiges Element der Geschichte.
Die Dämonen, sehr mächtige Wesen, wurden über die Jahrtausende hinweg von den Zauberern versklavt und so auch Bartimäus. Der geht dementsprechend zynisch an seine Befehle heran. (Beispiel: Ein Zauberer befahl ihm mal seine große Liebe zu zeigen. Bartimäus hielt ihm einen Spiegel vor)
Im ersten Band wird er ausgerechnet von einem kleinen Knirps von 11 Jahren gerufen, er, der mächtige Dschinn, muss sich den Befehlen dieses dreikäsehochs beugen...! Der möchte von einem älteren, mächtigeren Zauberer, der ihn gedemütigt hat ein wichtiges Artefakt stehlen...
Und damit fängt der Schlamassel erst an...
Ich fürchte nur, meine Zusammenfassung ist nicht die beste, aber andere können ja gerne noch ergänzen ^^
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, wobei ich finde, dass man sich durch den ersten Band eher etwas quälen musste. Aber vor allem wegen der Charakterentwicklung der zweiten Hauptperson Nathanael (der Knirps aus dem ersten Band, der im letzten Band dann schließlich siebzehn ist) und Bartimäus Fußnoten, mit der er das Geschehen der eigentlichen Geschichte ironisch kommentiert, ist das Buch sehr lesenswert.
Jedes Buch wurde unter einem anderen Aspekt geschrieben:
Der erste Band erinnert mich in gewisser Weise an James Bond: Viele Auträge, viel Geheimhaltung und viele Schleichwege.
Der zweite Band wurde eher wie eine Kriminalgeschichte geschrieben, sogar eine Reise nach Prag findet statt, was ich als eine schöne Abwechslung empfand.
Der dritte Band ist am ehesten Actionlastig, sogar etwas Zombie-Horror-mäßig. Und definitiv ein gelungenes Finale, wenn auch etwas sehr traurig *seufz*
Der Schreibstil von Stroud ist sehr flüssig zu lesen, man kann sich das geschehene gut vorstellen und er schafft es dieses besondere "magische" London hervorzubringen, ebenso immer wieder einige Stilbrüche hineinzubringen um die Situationskomik zu veranschaulichen.
Es lohnt sich auf jeden Fall einen Blick zu riskieren, wie gesagt: meiner Meinung nach kommt das Buch erst am Ende des ersten Bandes richtig in Fahrt.
Soo...
Ich fand Bartimäus 1 ja wie schon gesagt akzeptabel, weil darin noch mehr passierte. Nathanael hat einen Feind: "Lovelace"
und will sich an ihm rächen. Da war einfach viel mehr Action drin als in dem 2. Buch, indem Nathanael arrogant wurde und sich zeigt, dass Bartimäus sich nur für einen Held hält und eigentlich sehr wenig kann. Er unterliegt fast immer oder flieht. Für mich gab es in dem Buch also i-wie keinen "Helden" so wie ich das gerne hätte. Was ich allerdings noch relativ spannent fand, war der einbruch im Grab von Gladstone.
Ich würde diesem Buch deshalb nur 2 Sterne von 5 geben, weil ich nur c.a. 100 Seiten von dem Buch als "gut" bezeichnen würde.
Es ist eben meine Meinung und es schließlich geschmackssache!!
RickyLee
09.05.2008, 21:40
Ja, klar ^^
Hast ja auch irgendwo recht: Einen "Helden" gibt es in den Büchern nicht, also keinen, der komplett frei von unmoralischen Dingen ist. Bartimäus versucht seinen Meistern einen Stein in den Weg zu legen und seine Aufträge zu überleben und Nathanael versucht nur sich selbst auf die nächste gesellschaftliche Höhe zu bringen... Meist arbeiten die Figuren mehr gegeneinander als miteinander. Aber grade das bildet einen guten Nährboden für Nathanaels und Bartimäus Wortfechtereien, finde ich.
Ich habe nun weit mehr als die Hälfte des Buches gelesen und bin versucht, etwas zu tun, was ich fast nie mache: aufgeben.
Okay, das Buch ist gut geschrieben. Besonders der Wechsel zwischen den Erzählstilen gelingt sehr fein, auch einige der Kommentare von Bartimäus haben mich zum Lachen gebracht.
Aber die Handlung ist sowas von fade, dass ich mich entsetzlich langweile. Passiert da auch irgendwann mal was? Die meiste Zeit muss ich mich durch ödes Blablabla quälen...
Liathano
13.05.2008, 21:39
Aber die Handlung ist sowas von fade, dass ich mich entsetzlich langweile. Passiert da auch irgendwann mal was? Die meiste Zeit muss ich mich durch ödes Blablabla quälen...
Kurze Antwort: Ja.
Lange Antwort: Der Anfang ist gewiss öde und mE sogar ein wenig nervig. Wenn dir der Humor bisher gefallen hat, die Handlung und Nathanael allerdings eher weniger, bleib trotzdem dran. Das Ende wird abenteuerlicher, da gibt es richtig "Äktschn" und es wird ziemlich spannend, wenn ich das recht in Erinnerung habe.
Ich habe nun weit mehr als die Hälfte des Buches gelesen und bin versucht, etwas zu tun, was ich fast nie mache: aufgeben.
Okay, das Buch ist gut geschrieben. Besonders der Wechsel zwischen den Erzählstilen gelingt sehr fein, auch einige der Kommentare von Bartimäus haben mich zum Lachen gebracht.
Aber die Handlung ist sowas von fade, dass ich mich entsetzlich langweile. Passiert da auch irgendwann mal was? Die meiste Zeit muss ich mich durch ödes Blablabla quälen...
Du sprichst mir aus der Seele!!
Die Bücher sind nur teilweise gut aber es kommt drauf an, wie weit du bist und bei welchem Buch. Wenn gerade das erste Buch liest, würde ich das noch zuendelesen, denn das fand ich noch relativ gut. Ich würde dann aber das 2. gar nicht erst anfangen, weil es eigentlich erst nach zwei dritteln des Buches richtig los geht. Außerdem wird Nathanael, wie schon von mir gesagt, ziemlich arrogant, was ihn für mich unsympathisch machte. Das Dritte Buch habe ich selber dann auch nicht mehr angefangen.
*lach* Ich finde den Wechsel von Begeisterungssturm zu Hass-Triade hier drinnen ziemlich witzig. :D
Den ersten Teil von Bartimäus mag ich sehr, aber 1. ist Strouds Schreibstil absolut nichts besonderes und 2. ist das Buch im ganzen doch nur Mittelklasse. Die Witze sind vielleicht mit einer Rate von 3% wirklich einfallsreich und auch witzig, ansonsten... -.-'
Alles in allem finde ich das Buch zwar gut, aber absolut nicht herausragend. Es war ganz nett, es zu lesen, aber die Jubelschreie die sich durch die ganze erste Seite des Themas ziehen, kann ich irgendwie nicht verstehen... Tut mir leid. X.X
Sithoras
14.05.2008, 11:34
Hm, im moment überlege ich mir, ob ich es lesen soll. Hier sind die Meinungen ja sehr geteillt. Ich hab deshalb ein paar Fragen:
1. Gibt es actionreiche Kampfzenen, Verfolgungsjagden oder ähnliches?
2. Ist das Buch eher düster oder fröhlich geschrieben?
3.Ist Humor vorhanden?
4.Spielt das Buch in einer eigenen Welt?
mfg
@Sithoras: ja, es gibt Verfolgungsjagden.
Deine anderen Fragen werden alle im Thread beantwortet. Musst nur nachlesen ;)
Es hat wenig Sinn, immer wieder dasselbe zu schreiben...
Hm, im moment überlege ich mir, ob ich es lesen soll. Hier sind die Meinungen ja sehr geteillt. Ich hab deshalb ein paar Fragen:
1. Gibt es actionreiche Kampfzenen, Verfolgungsjagden oder ähnliches?
2. Ist das Buch eher düster oder fröhlich geschrieben?
3.Ist Humor vorhanden?
4.Spielt das Buch in einer eigenen Welt?
mfg
Kampfszenen: ja
Ich würde sagen fröhlich.
Oh ja, ich habe sehr gelacht.
Hmm eine eigene Welt, London liegt soweit ich weiss in England^^ und Prag in der Tschechei, es ist unsere Welt nur anders aufgebaut, ersetze Politiker durch Zauberer und Schüler von der Waldorfschule zu Zaubererlehrlingen :D
Möchte doch noch was knappes antworten - ist ja auch subjektiv:
1. Ja. Wenn man es herauslesen will, muss man nicht lange suchen. Aber erwarte dir keinen Rambo IV. ^^
2. Der erste ist wirklich noch "fröhlich".
3. Jap
4. Jap.
Soweit meine Meinung. (Du bekommst aber sicher noch 300 andere. :) )
Bitte lasst das jetzt nicht zum nichts sagenden Plauderthema verkommen. Danke. Ich denke, Sinthoras hat nun alle Infos doppelt und dreifach ;)
Nun habe ich das Buch fertig gelesen. Obwohl ich gestehen muss, dass ich so manchen Absatz nur flüchtig überlesen habe, um endlich fertig zu werden.
Nein, das Buch hat mich nicht begeistert. Es ist sehr leichte Fantasykost. Stroud hat ein paar hübsche Einfälle, aber das wars dann auch.
Was mir völlig fehlte:
Erstens Spannung. Die Handlung plätschert dahin, ist vorhersehbar und fade.
Zweitens Charaktere, die mich berührt hätten. Fehlanzeige. Einzig Bartimäus fand ich ansatzweise interessant und sympathisch. Alle anderen waren mir bloß egal. Es war mir egal, ob die Erfolg haben oder nicht, ob sie überleben oder nicht. Und sowas ist mMn der Untergang eines Buches.
Als Einstieg in die Fantasywelt brauchbar. Aber wer schon ein paar der richtig guten und mitreißenden Romane dieses Genres kennt, wird furchtbar enttäuscht sein.
Wasserhand
21.05.2008, 16:14
Da bin ich völlig anderer Ansicht Hathor. Das Buch ist Sarkastisch, Ironisch und Zynisch, genau das was man erwartet, wenn man den Klappentext gelesen hatte. Daher verstehe ich es nicht, das du die Trilogie so herunterziehst, nur weil dir es Persönlich nicht gefallen hat.
Daher hätte ich von dir schon eine Etwas seriösere Antwort/Kritik zum Buch erwartet.
lg Wasserhand
Liathano
21.05.2008, 16:22
Da bin ich völlig anderer Ansicht Hathor. Das Buch ist Sarkastisch, Ironisch und Zynisch, genau das was man erwartet, wenn man den Klappentext gelesen hatte. Daher verstehe ich es nicht das du die Trilogie so herunterziehst nur weil dir es Persönlich nicht gefallen hat, eine Etwas seriösere Antwort/Kritik hättest du zum Buch schon abgeben können.
lg Wasserhand
Meinungen sind subjektiv - und Hathor hat deutlich geschrieben "Was mir nicht gefallen hat" und nicht "warum das Buch/der Autor schlecht war und das der Leser auch so sehen wird".
Und ich finde die Kritik durchaus begründet und nachvollziehbar.
Persönlich brauche ich keine Figuren, mit denen ich sympathisieren kann, weshalb mich nicht gestört hat, dass der Junge etwas weinerlich und alle anderen Charaktere (abgesehen von Bartimäus) flach bis unsympathisch waren. Mir hat es vor einigen Jahren (?) durchaus Kurzweil geboten, aber ob ich heute noch begeistert davon wäre, nachdem meine Leseerfahrungen wie auch die Ansprüche deutlich gewachsen sind, das bezweifle ich doch.
Allerdings muss man auch bedenken, dass es sich hier um ein Jugendbuch handelt - das ist keine Entschuldigung für ein schlechtes Buch, mahnt aber dennoch, die Messlatte nicht zu hoch zu setzen.
Wasserhand
21.05.2008, 16:33
Meinungen sind subjektiv - und Hathor hat deutlich geschrieben "Was mir nicht gefallen hat" und nicht "warum das Buch/der Autor schlecht war und das der Leser auch so sehen wird".[...]
Ok stimmt, da war ich wohl etwas voreillig, werde demnächst lieber etwas genauer hinschauen ;-) Also Hathor nichts für Ungut:)
[...] dass der Junge etwas weinerlich und alle anderen Charaktere (abgesehen von Bartimäus) flach bis unsympathisch waren. Mir hat [...]
Blättere grade durch die Bücher /lese ein paar Zeilen, um meinen Erinnerungen nachzuhelfen, und ja es stimmt, einige Personen sind ziemlich Flach beschrieben.
Aber ich finde dadurch dass das Buch/ die Kapitel/ immer aus verschiedenen Sichtweißen Geschildert wurden, wird das wieder relativiert. Daher einigen wir uns doch drauf das man das Buch ruhig lesen kann, wenn man nichts anderes zur Hand hat oder mal Lust auf etwas sehr Unterhaltsames/Leichtes gemischt mit ein Wenig Biss(Bartimäus) hat.
Also mir hat die Bartimäus Reihe richtig gut gefallen, wenn man vom zweiten Band ab sieht.
Der erste Band ist richtig witzig und es kommen viele einfallsreiche Sachen vor oder. Zum beispiel dass die Dämonen sich nicht gegen die Zauberer irgendwie verbinden, sondern eher einen Streit eher gesagt Wettstreit gegeneinander führen.
Leider widerspricht sich Stroud an einigen Stellen. In dem ersten Buch hieß es, dass die Verdauung von Nahrung dem Dämonen so viel Kraft kosten, dass sie nur lebendige Nahrung fressen wenn überhaupt, da sie die ganze Lebenskraft für die Verdauung brauchen. Im dritten Band vertilgt Bartimäus einen Kobold und wird dadurch gestärkt.
Der zweite Band war aller Dings nicht besonders witzig oder spannend, sondern eher langweilig. Zwar war es ganz interessant, als die beiden "Helden" in Prag waren, aber alles zog sich so hin wie ein Kaugummi. Es wird so unendlich viel erzählt was einen gar nicht interessiert, aber am Ende ist es ganz witzig oder wenn das Skelett in London rum turnt und ein geflügelter Urang Utan es jagt.
Fazit
Die Bücher sind ganz empfehlenswert, da es sehr viele ausgedachte Magiesysteme gibt und schon allein der Zoff zwischen den versklavten Dämonen ist himmlisch. Natürlich auch Bartimäus spitzzüngige Kommentare ;)
Nur leider sterben so viele Charakter, dir mir aus irgeneinen Grund ans Herzen gewachsen sind. Slimpkin, ruhe angenem in dem Magen des zerstörten Gollems und Jabor rest in peace.*traurigwink*
Weiß jemand ob bald ein Film von Bartimäus raus kommen soll? Ich hab mal gelesen, dass WB die Rechte für die Bücher gekauft hat.
verfilmt wird soweit ich weiss, das amulett von Samarkand, ich meine mich zu erinnern das ich sogar schon sowas wie nen trailer gesehn hab.
RickyLee
26.05.2008, 06:14
@ Hathor:
Ich kann deine Meinung absolut nachvollziehen, der erste Band ist... man kanns leider nicht wirklich anders sagen... lahm. Auch im zweiten Band wirst du evtl. nicht viel mehr Sympathien für Nathanael sammeln, der bleibt nämlich fürs erste ein arrogantes A... äääh... ein Schurke.
Meiner Meinung gilt bei der Bartimäus Reihe wirklich: Durchhalten!
Der zweite Band ist meiner Meinung nach besser als der erste, mehr wie ein Krimi als eine Agentengeschichte und der dritte haut´s raus: Im Nachhinein als Gesamtwerk betrachtet ist die Bartimäus Reihe wirklich ihr Geld wert.
Da ich dir natürlich aber keine Garantie geben kann, dass die nächsten Bücher besser sind und du nunja... evtl. etwas weniger begeisterungsfähig bist als ich (bei mir muss schon viel kommen, damit ich einem Buch nichts abgewinnen kann) würde ich dir nicht empfehlen, die Nachfolgebände zu kaufen. Allerhöchstens mal den zweiten Band ausleihen und im Urlaub drin rumschmökern oder so...
Und JA: Bartimäus soll verfilmt werden/wird verfilmt, aber momentan fehlt scheinbar noch ein Sponsor, wenn ich das richtig verstanden habe...
Bin auf jeden Fall sehr gespannt ^^
Rincewind
02.06.2008, 18:40
Habe nur den ersten Teil gelesen und kann mich daran erinnern, sehr viel gelacht zu haben.
Ich erinnere mich auch noch, dass ich zum Ende hin eine sehr starke Sympathie zu den beiden Hauptcharakteren aufgebaut habe, was ebenso eine Leistung des Autors ist.
Ich weiß gar nicht, warum ich die anderen Bände gelesen habe... naja sie kommen auf jeden Fall mal auf die "Muss-ich-mir-mal-kaufen" Buchliste.
Was mir auch sehr gefallen hat, ist, dass der "Held" in Richtung Antiheld geht und anstatt tapfer, mutig oder stark zu sein, eher ein wenig hinterlistig, (bösartig) und feige ist.
Insgesamt: Top! 9/10 Gummipunkten^^
Rincewind
Ich mochte die Bartimäus Reihe auch sehr. Bartimäus als Figur war mir total sympathisch, so witzige Dialoge, so locker aus der Hüfte und trotzdem ließ die Geschichte es nicht an Spannung fehlen. Absolut mein Fall. Und schöne Fantasy Elemente, die mir gut gefallen haben. Ich hab mich manches Mal köstlich amüsiert, wenn Bartimäus wieder mal in der Patsche war und sich trotzdem charmant daraus hervor gewunden hatte. Echt klasse. Auch für Erwachsene gut geeignet, obwohl eine Jugendreihe.
Ich habe bis jetzt nur den 1. Band gelesen, fand ihn aber gut.
Mein Freund hat die Trilogie auf Englisch gelesen und meint, der Stil leidet auch in der deutschen Übersetzung etwas.
Auf mich hat das Ganze auch stark den Eindruck einer Satire und herben Gesellschaftskritik gemacht. Ich denke, das steckt dahinter, sobald man mal hinter die lustigen Kommentare von Bartimäus blickt.
:D
SargAsmus
04.06.2008, 18:15
Auf mich hat das Ganze auch stark den Eindruck einer Satire und herben Gesellschaftskritik gemacht. Ich denke, das steckt dahinter, sobald man mal hinter die lustigen Kommentare von Bartimäus blickt. :D
da hast du nicht ganz unrecht. aspekte, wie der umgang mit schwächeren oder kriegsführung auf kosten der bevölkerung spielen da sicher mit rein. interessanter gesichtspunkt!
hi, ich hab das buch jetzt zum ich weis nicht mehr wie vielten mal durch und wollte mal fragen ob eine fortsetzung geplant ist oder ob es ähnliche bücher gibt...
Stroud's Drachenglut war ja nicht so der hammer:(
Simon the Sorcerer
13.10.2008, 18:57
@jmm:
Welches Buch meinst du ? Es gibt 3 ?!X.X
Grüße
Asfalasarion
13.10.2008, 21:43
Meine Kritik:
Ich habe die Reihe auch vor einiger Zeit gelesen und beurteile das Buch insgesamt positiv, auch wenn es eher Fantasy-Fastfood ist.
Gemessen am Durchschnitt sind die Bücher durchaus lustig, auch wenn die Witze ab und an etwas bemüht und flach sind. Auch lässt die Reihe in diesem Bereich ziemlich nach. Es ist halt sehr schwer lustig zu schreiben und insofern kann man den Humor wohl doch als Pluspunkt anführen.
6/10
Die Action ist nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Dramaturgisch wäre da mehr zu holen gewesen und ein bischen mehr Platz für die Gedanken/Pläne der Protagonisten hätte ich mir auf jeden Fall gewünscht.
4/10
Das Szenrario ist innovativ und recht stimmig. Soweit zu gehen und dem Autor Gesellschaftskritik u.Ä. zu unterstellen würde ich aber eher nicht gehen. Dazu ist dieser Aspekt einfach viel zu wenige ausgearbeitet (hätte man sicher viel mehr draus machen können). Viele Dinge werden einfach angerissen und dann nicht weiterverfolgt. Etwas mehr Planung hätte hier sicher Abhilfe schaffen können. Doch für einen flotten Unterhaltungsroman reicht es.
7/10
Die eigentliche Geschichte ist i.O. - nicht mehr und nicht weniger. Relativer Standard-Plot, der teilweise schlecht durchkonzipiert wirkt, wodurch die Atmosphäre leidet (ganz zu schweigen von der Logik). Einen durchgehenden Spannungsbogen vermisse ich genauso, wie ein Stück mehr Komplexität. Der erste Band ist in dieser Hinsicht wohl noch am Besten. Insgesamt hält sich die Reihe in diesem Bereich knapp im Mittelfeld.
4/10
Die Charaktere sind wie die Geschichte relativ platt und die Charakterentwicklung wirkt nicht eben glaubwürdig (zu sprunghaft und allgemein nicht genug dokumentiert). Allerdings muss man dem Autor zugestehen, dass er durchaus versucht hat nicht einen 0815-Helden abzuliefern und insgesamt finde ich die menschliche Hauptfigur doch ganz gut. Ebenso muss natürlich Bartimäus selber lobend erwähnt werden. Er ist in gewisser Weise sympatisch, wirkt relativ glaubhaft in seinem Spagat zwischen Menschlichkeit und Dämonenhafigkeit. Den restlichen Figuren wird aber auch vielfach einfach zu wenig Platz gegeben.
6/10
Der Schreibstil ist flott aber nichts Besonderes.
6/10
Fazit: Für leichte Unterhaltung taugt es auf jeden Fall.
5,5/10
Dr. Borstel
15.10.2008, 18:01
Nachdem ich den ersten Band durch habe, möchte ich sagen, er hat mir ganz gut gefallen, auch wenn das Buch irgendwo zwischen schwarzer Komödie und Harry-Potter-Trittbrettfahrer schwankt und in keine Kategorie so richtig hineinzupassen scheint. Die Figur des Bartimäus hat mir wirklich klasse gefallen, ebenso wie Simon Lovelace, Nathanael hat allerdings die meiste Zeit genervt. Das Szenario selbst fand ich recht nett, nur das Ende kam mir irgendwie übertrieben vor. Dennoch, alles in allem nette FunTasy, die zwar nicht an die besseren Scheibenwelt-Romane von Terry Pratchett heranreicht, aber trotzdem gut unterhält. Ich hab's nicht gerade eilig mit dem weiterlesen, werd's aber irgendwann sicher tun.
Also ich habe alle 3 bücher von Bartimäus gelesen.
Sie sind sehr witzig so ein art ironischer-Kalter Humor .Vor allen die kleine zitate unden .Echt super!Die handlungen waren auch sehr spanend.
Zu empfehlen!!!!
@Asfalasarion: Mich würde interessieren, welchen Buch Du 8 oder 9 Punkte geben würdest. Ich habe eine ähnliche Skala, aber die Gewichtigung ist bei mir anders: 1 Punkt entspricht dem Gestammel eines Analphabeten und 10 Punkte stehen für ein Meisterwerk. Dazwischen bildet sich die Skala und deswegen hat bei mir ein Buch, das mir gut gefallen hat vielleicht sieben Punkte. Bartimäus hat mir überdurchschnittlich gut unterhalten und die Geschichte war doch recht originell und durchdacht. Deswegen von mir 8 von 10 Punkten (allerdings für den ersten Band).
Asfalasarion
19.10.2008, 18:34
Dem ersten Band alleine hätte ich aucher 7 Punkte gegeben. Aber die Serie insgesamt hat das nicht verdient.
10 Punkte würde ich keinem der Fantasy-Bücher geben, die ich bisher gelesen habe (wohl aber 10 Punkte in einer Kategorie), denn kleinere Schwächen hat wohl jedes Werk. Ansonsten gilt: ab 3 Punkten lese ich das Buch zu Ende, ab 5 Punkten bereue ich das danach nicht, ab 7 Punkten lasse ich Mahlzeiten, (Standard-)Partys und andere entbehrliche Veranstaltungen ausfallen, bei 8-9 Punkten schmeiße ich auch mal eine Vorlesung o.Ä. und stöpsel das Telefon aus.
Allerdings ist eine Buchbewertung wohl immer sehr subjektiv und davon ganz abgesehen in solchen starren Kategorien (weshalb ich die auch ändere) wohl auch gar nicht sehr aussagekräftig. Deshalb würde ich das Fazit/den Text auch immer schwerer werten, als die Punkte.
10 Punkte? Würde ich vielleicht nur den ersten drei Bänden von "Lied von Feuer und Eis" gaben. Aber darüber hinaus... da fällt mir auch kein Buch ein.
Naja der Plot ist für mich jetzt nicht relativer Standard, mir fällt auf die schnelle kein Roman, Film oder sonstwas ein was ähnlich wäre.
Asfalasarion
21.10.2008, 21:56
Böse Magier wollen einen Dämon beschwören (und die Weltherrschaft an sich reißen) - ein im Grunde guter, fähiger Magier (gedemütigt + geliebte Person verloren) muss sie mit einem lustigen Sidekick (Bart.) aufhalten. Dazu ein bischen Gewissenskonflikt, ein Love-Interest, ein böser Handlanger und ein Kampf der mit unterlegenden Mitteln, aber Mut und Köpfchen gewonnen wird.
Das Innovative ist eher das Szenario.
Edit: Spoiler eingefügt - nicht, dass hier einem auf den Schlips getreten wird.
Im Übrigen kann man immer innovative Storys machen - braucht halt etwas mehr Talent und Mühe. Viele wollen aber auch gar nichts Innovatives lesen, fürchte ich.
Hehehe, richtig. Aber dass uns Fantasy nichts wirklich innovatives mehr bieten wird ist doch klar, oder?
Also hier fand ich die Perspektive innovativ. Und das ist schon mal was.
Am besten hat mir das 1. Buch gefallen, das habe ich sogar zweimal gefressen :D
der Schreibstil ist flüssig zu lesen und im Gegensatz zu vielen anderen Büchern hat mich nicht gestört, das die Kapitel aus unterschiedlichen Sichten geschrieben sind.
Ab dem zweiten Band haben mich diese Sichtwechsel dann schon ein bisschen genervt, allerdings wäre es wohl ohne nicht gegangen und nach einer Weile habe ich mich dann auch daran gewöhnt. Schade, dass es zuende gehen musste... aber die Trilogi war schon toll ^_^
Den Autor finde ich jedenfalls extrem gut, habe bisher sonst leider nur Drachenglut von ihm gelesen, welches zwar extrem anders, aber dennoch irgendwie spitze war :)
Huch, zu dem Thema hab ich ja noch gar nichts geschrieben..
Ich hab den ersten Teil der Bartimäus-Trilogie vor einiger Zeit gelesen und er hat mir ganz gut gefallen. Kein überragendes Buch, aber es war unterhaltsam, lustig und auch oft sehr spannend und actionreich.
Nathanael ist, wie schon gesagt, kein typischer Hauptcharakter, aber mir gefällt es ja eh besser, wenn ein Autor nicht (nur) auf Fantasy-typische Klischees zurückgreift und versucht innovativ zu schreiben.
Klar ist nicht alles neu (ich welcher Fantasy-Geschichte komm das schon vor?), aber man merkt (ich jedenfalls *g*), dass sich der Autor Mühe damit gegeben hat, ewas Eigenes zu entwickeln.
Die Fußzeilen fand ich übrigens nicht nervig, wie viele andere, sondern lustig und abwechslungsreich. Und Bartimäus ist einfach nur cool ;)
Den 2. Teil werde ich auch noch irgendwann lesen. (Meine Wunschliste wird immer länger...)
Zitat von Elyon
Also, ich find dieses Buch einfach HAMMER!!!
Also von wegen, Tintenherz, du kennst viele, die das Buch nicht mögen!
Aber ich kann mich eindeutig zu jenen glücklichen zählen. Neben Lewis´ Narnia und dem Schrott, den die Hohlbeins bringen, ist das eines der schlechtesten Bücher,die ich je gelesen habe!!! *teufel*
Ich habe zwar nach dreihundert Seiten oder so aufgehört, weil ich die Handlung nicht mal Ansatzweise verstanden hab, aber da wusste ich noch immer nicht, wer jetzt eigentlich dieser komische Nath..... ach, keine Ahnung wie er heißt und wer Bartimäus überhaupt ist. Außerdem finde ich die eingebauten Sternchen*star* richtig blöd.
Man muss es doch schaffen, alles, was erwähnenswert ist ohne Sternchen im Buch unterzubringen
Also nein, ich versteh euch alle echt nicht. *nono*
Nayth
Angelius
06.11.2008, 17:59
Ich finde das Buch schafft mal wieder was neues in der Fantasy. Zwar hab ich beim zweiten Band nicht mehr durchgehalten, aber den ersten finde ich genial. Bartimäus war eines meienr ersten Fantasybücher und die Sache mit den Fußnoten finde ich eigentlich ganz lustig, weil man dann nicht so langweilige Unterhaltungen einführen muss. Nathanael (Oder wie er genau heißt, ist schon was her), war für mich aber eher nicht das Highlight, etwas zu ergeizig der junge Mann :rolleyes::D Bartimäus hingegen ist eine echte Erfrischung, man kann sich wirklich in die Geschichte einfühlen und oft durch die sarkastische Art des Dschinns lachen. Habe alle drei Bücher zu Hause, aber nur bis zur hälfte des zweiten Bandes gelesen, da mich der neue Handlungstrang dort etwas gelangweilt hat. Werde es vielleicht aber mal nachholen ! Wusste jedoch garnicht wie gut das Buch überall ankommt, dachte auch eher das dem kritisch gegenüber gesehen wird ^^ dem ist wohl nicht so, was ich ziemlich gut finde, da es auch meine Fantasybegeisterung mitgeprägt hat, vielleicht nicht ganz so stark, aber es war schon ein Lesegenuss.
achso in Punkten: 7/10 (Damals vielleicht eine 8 aber heute habe ich ja ein wenig mehr Fantasy gelesen :] damit man mich besser einschätzen kann: Der First Law Trilogie von Abercrombie würde ich eine 9/10 geben, der "Zwergen" Trilogie 7.5/10 dem vierten, den ich wegen de Qualität eigentlich nicht dazu zähle, 5/10)
Simon the Sorcerer
07.11.2008, 08:34
@Angelius:
Ok, ja das zweite ist das schwächste der Trilogie, aber das dritte war wieder echt gut. Alleine desswegen lohnt es sich, das zweite Buch durchzustehen(wobei es gegen Schluß nochmal einigermaßen gut wird).
Also "hang on" ;)
Grüße
Alle 3 hatten was, aber ich muss euch recht geben. Das zweite ist schwach. Dies ist bei Trilogien meistens so. Entäuscht hat mich ein bisschen der Schluss. Aber im Leben geht auch nicht alles gut. Trotzdem ich habe sehr viel gelacht. Das ist einer meiner Lieblingstrilogien:)
Seraphina
02.06.2009, 19:36
Nicht immer. Ich erlebe es gelegentlich, daß der Mittelteil sogar interessanter ist als der Rest. Hier trifft das allerdings schon zu.
Ich mochte den ersten Band am liebsten ( da die Idee noch ganz frisch und neu war und Nathanael ein grösstenteils normales Kerlchen )!
Ich hoffe auch, daß sich endlich bald bezüglich der Verfilmung etwas tut!
Plusquamperfekt
16.07.2009, 12:33
Ich bin gerade mitten im zweiten und mir gefällt dieser Teil deutlich besser als der erste. Vorallem das Handeln um Kitty ist sehr schön angelegt. Wenn ich die Triologie durch habe werde ich hier meine Meinung kundtun.
Bis dann!
Pqp
EinfachSo
17.07.2009, 15:56
bin nun mit allen drei Bänden fertig - also ich habe sie als angenehme, unterhaltsame und erfrischend witzige Lektüre empfunden
auf keinen Fall würde ich die Trilogie als "nur Jugendbuch" bezeichnen - mein Verwandter, ein Anfang 40er, hat sich teilweise scheckig gelacht und die Bücher verschlungen :D
Ich fand die Geschichte sehr gut aufgebaut und konnte immer wieder mit netten Wendungen und neuen Dämonen aufwarten - und dieser herrliche Sarkasmus - auf sowas steh ich halt total *ja*
ich finde die Bücher lesenswert!
Plusquamperfekt
20.07.2009, 18:11
Ich finde die Trilogie hervorragend und die Bücher werden für immer einen Ehrenplatz in meiner Sammlung haben.
da ichs auch mit Sternen mache meine Bewertung:
1 Stern = Bullsh**
5 Sterne = ok
7 Sterne = gut
8 Sterne = sehr gut
9 Sterne = brilliant
10 Sterne = Tolkien
Band 1: Der Einband ist der schlechtste der Trilogie ich finde ihn aber trotzdem gut. Am Anfang hat mich das wechseln zwischen Bartimäus und Nathanael ein wenig gestört, doch mit der Zeit gefiel mir das ausgesprochen gut. Die Charachtere gefallen mir ausser Nat. und Bar. nicht besonders, denn um sie wird sich so wenig gekümmert dass sie ein bisschen ins Vergessen geraten. Mein Lieblingskapitel ist 30 ( das humorvollste der Trilogie).
Fazit:8/10 Sternen
Band 2: Die beste Neuerung ist, dass mt Kitty ein Charakter die Bildfläche betritt den man sowohl nachvollziehen und als lieben lernen kann. Sie ist ab jetzt bis zum Ende der Reihe mein Lieblingscharackter. Ebenfalls gut sind die Rückblicke in die Vergangenheit. Die Fußnoten finde ich wie in jedem Teil lustig, unterhaltsam und pepig. Die Spannung steigert sich noch merklich (Prag, die Gruft, usw.). Mein Lieblingskapitel ist 31 ( das spannenste der Trilogie)
Fazit: 9/10 Sternen
Band 3: das Buch beginnt mikt einem für mich echtem Kracher nämlich dem Anschlag auf Ptolemäus. Ptolemäus Story (5 Kapitel) fande ich mitreißend und war eine der besten Sache an den Büchern. Bartimäus tut einem richtig Leid wenn man das Buch liest. Ein super Buch die besten Szenen sind folgende: Kittys Ausflug zum anderen Ort,das Theaterstück und der letzte Kampf.
Meine Lieblingskapitel sind: 38 und Bartimäus Alexandria 124 v. Chr beim Beginn vonm Teil 5 ( die traurigsten Kapitel der Trilogie)
Fazit:9/10 Sternen
Mfg
Pqp
SargAsmus
20.07.2009, 23:05
da ichs auch mit Sternen mache meine Bewertung:
1 Stern = Bullsh**
5 Sterne = ok
7 Sterne = gut
8 Sterne = sehr gut
9 Sterne = brilliant
10 Sterne = Tolkien
bist du sicher, dass nicht gilt: 10 = 7 ?
und wo sind die sterne 2-4, 6 geblieben? interessantes system...X.X
Plusquamperfekt
21.07.2009, 13:58
bist du sicher, dass nicht gilt: 10 = 7 ?
und wo sind die sterne 2-4, 6 geblieben?
Ja ich bin mir sicher, Tolkien ist der Urvater der Fantasy und seine Bücher sind die besten die ich je gelesen habe. Wenn du anders denkst dann ist das deine Meinung und du kannst ja dein eigenes Ranking erstellen. Für mich ist Tolkien = 10 Sterne.
Zur Vollständigkeit jetzt sterne 2-4 und Stern 6:
2 Sterne = grottig
3 Sterne = schlecht
4 Sterne = naja
6 Sterne = nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut
Mfg Pqp
SargAsmus
21.07.2009, 17:10
ah, die sterne 2-4, 6 :D:D danke für die ergänzung und weiterhin viel spass mit tolkien *ja*
ich habe gerde den ersten teil der bartimäus triologie underr erste war sehr gut, und gut fand ich auch den humor von Bartimäus, der mich mehrmals zum lachen brachte
*schäm* Ich bin glaub die einzige die die Reihe noch nicht gelesen hat. Aber ich habe auch noch keine richtige "Meinung" zu den Büchern, oder die Klappentexte haben mich bisweilen nicht vom Hocker gerissen - das kann auch gut sein.
Also Humor, Sarkasmus etc hört sich schonmal gut an, mal kein Krieg - wow, auch mal nett, wie siehts so Zwischenmenschlich aus? Ich weiß, die Frage kann nur von einer Frau kommen aber ich mag eben in meinen Geschichten gern ein klitzekleines bisschen Romantik oder zumindest dern Weg zweier Protagonisten in diese Richtung;) ??
Serafine
09.08.2009, 15:08
Bartimäus war eines der ersten Fantasybücher, die mir richtig gut gefallen hatten. Richtig erfrischend zu lesen, der Humor im Buch hat mich auch sehr angesprochen. Das einzige Problem, welches ich hatte war der Name des Hauptcharakters, den konnte ich am Anfang nicht aussprechen.
Leider bin ich noch nicht dazu gekommen, mir die letzten beiden Bände auch zu holen. Ich denke das wird sich, aber noch ne weile hinziehen, da ich mich ersteinmal um wichtigere Dinge kümmern muss. Doch was ich bis jetzt über die letzten beiden gehört habe, lässt mir den Mundwässrig werden. Na mal schauen was sich noch so ergibt.
@ Hathor:
Ich kann deine Meinung absolut nachvollziehen, der erste Band ist... man kanns leider nicht wirklich anders sagen... lahm. Auch im zweiten Band wirst du evtl. nicht viel mehr Sympathien für Nathanael sammeln, der bleibt nämlich fürs erste ein arrogantes A... äääh... ein Schurke.
Meiner Meinung gilt bei der Bartimäus Reihe wirklich: Durchhalten!
Der zweite Band ist meiner Meinung nach besser als der erste, mehr wie ein Krimi als eine Agentengeschichte und der dritte haut´s raus: Im Nachhinein als Gesamtwerk betrachtet ist die Bartimäus Reihe wirklich ihr Geld wert.
Ja! Du hattest Recht... fand den zweiten Band um Klassen besser als den ersten. Vielleicht liegts daran, weil ich mit ganz anderen Erwartungen an den Roman herangegangen bin (besser gesagt mit gar keinen, im Gegensatz zum ersten Band, von den ich so viel erwartet hatte). Vielleicht liegts auch daran, dass nun endlich mehr passierte. Oder daran, dass Prag eine Rolle spielte, eine meiner Lieblingsstädte *grübel*
Wie auch immer: mir hat dieser zweite Band gefallen. Nette Unterhaltung, nichts Aufregendes, aber kurzweilig, ab und zu spannend und mit einer Prise Humor.
Nathanael ist weiterhin unsympathisch, aber mit einer Konsequenz, die mir gefällt. Der Kerl bleibt sich treu, wohl bis zur Selbstzerstörung ;)
Bartimäus ist vorlaut und arrogant, aber mit einem sehr sympathischen Wesen und einem goldenenen Herzen.
Kitty ist eine entsetzliche Nervensäge und reiht sich in die Schlange der altklugen Gören wie Hermione Granger oder Lyra oder Emily Laing perfekt ein. :D
Der Seelenvampir
23.08.2009, 14:30
Dem kann ich mich nur anschließen... und um ganz ehrlich zu sein, bei mir war es definitiv Prag, was den "Wert" des Bandes noch ein wenig in die Höhe schießen lies, vor allem, da ich einige der Orte mir sehr gut in diesem Kontext vorstellen konnte. Wobei der erste Band jetzt nicht sooo schlecht war, wie jeder immer wieder sagt... liegt wohl daran, dass ich alle drei am Stück und somit "Bartimäus" direkt als Gesamtwerk erlebt habe.
Alurl daewle
Ach was habe ich die Bücher geliebt.
Ist schon ein bisschen her, dass ich die Bartimäus Reihe gelesen habe, aber ich habe sie in sehr guter Erinnerung, auch wenn ich sagen muss, dass vor allem der erste Band schon seine Schwächen hatte, weil ich da mit Nathanael nicht so richtig warm werden konnte. In den anderen Bänden ist er vielleicht fieser, aber zumindest mir auch symphatischer. Zu Bartimäus und seinen Fußnoten muss ich wohl nichts sagen, die sind einfach Bombe :D. Kitty wurde mir auch erst zum Ende hin richtig symphatisch, obwohl ich nicht genau festmachen kann warum.
Das Prag im zweiten Band eine Rolle hatte, fand ich auch unheimlich toll, weil ich kurz bevor ich den Band gelesen hatte auch noch in Prag gewesen war und mir alles so lebhaft vorstellen konnte und man auch sehen konnte, wo die Geschichte in Bartimäus Welt anders verlief als bei uns. *sich in die Reihe der Prag Liebhaber einreih*
Plusquamperfekt
24.08.2009, 10:03
von Der Seelenvampir
...liegt wohl daran, dass ich alle drei am Stück und somit "Bartimäus" direkt als Gesamtwerk erlebt habe.
Genauso war es bei mir auch, trotzdem habe ich einen leichten aufwärtstrend festgemacht. Das liegt aber weniger an Prag (war noch nie dort), sondern an Kitty.
Pqp
Vindfell
24.08.2009, 21:42
Bartimäus Character ist einfach genial!!
Der erste und zeite Band gefallen mir am besten, im dritten finde ich es schade das Bartimäus' Substanz so dermaßen gelitten hat und er im Prinzip beinah schon einen Foliot in richtung der drei die in Prag beim angriff auf der Brustwehr Wache schieben abgibt. Und dabei stellt sich die Frage ob die Geister in der Hackordnung absteigen könnten ;) ...
Also, ich lese die Triologie gerade wieder und abgesehen davon dass ich die Bücher wegen der innovativen Erzählperspektive und Bartimäus gerne immer wieder lese, "mag" ich auch Nathaniel.
Meiner Meinung nach lässt sich die Entwicklung von Nathaniels Charakter sehr gut nachvollziehn, angefangen von dem kleinem harmlosem Jungen der von seinen Eltern anscheinend einfach für Geld an die Zauberer verkauft wird und bei seinem neuem Meister auch unerwünscht ist, über den selbstsüchtigen arroganten Zauberer John Mandrake. Wobei selbst dann, vor allem durch Bartimäus Beleidigungen, immer wieder eine gute Seite an ihm hervorscheint. Am Ende entwickelt sich zwischen Dschin und Meister sogar so etwas ähnliches wie eine Freundschaft und Nathaniel überwindet seine Charakterschwächen.
Die Bartimäus-Triologie bleibt einzigartig in ihrem Erzählstil (der natürlich gewöhnungsbedürftig ist) und deshalb ist es verständlich, dass diese Bücher nicht jeden ansprechen.
Seraphina
28.10.2009, 20:57
Ich habe mir kürzlich nochmal den zweiten Band ( Das Auge des Golem ) durchgelesen ... weil ich beim ersten mal etwas ungeduldig durchgehetzt bin ( Band 3 hat da schon gewartet ^^ ).
Der mittlere Teil der Trilogie ist wohl der gruseligste von allen. Waren schon die anderen Bücher nicht grade arm an schwarzen/Galgen- Humor, sowie vereinzelten morbiden Szenen, so enthält "Das Auge des Golem" besonders viel davon. Knapp noch im Rahmen eines Jugendbuches. Wirkt dadurch allerdings nicht mehr so erfrischend wie der erste Band, sondern bedrückender ( zuviele - kuriose - Tote )!
Das Prager Stadtbild erinnert hier eher an ein Städchen aus einem Dracula-Film. Eine Schlüsselszene im Buch erinnert gar an die Gruftszene aus "Das letzte Einhorn" ( Stichwort: "Das war ... echter Wein!" *hihihi* ).
Beinahe hätte es der Autor mit seiner Grusel-Atmosphäre übertrieben, v.a. da dies immer noch "urban fantasy" für ältere Kinder und Jugendliche sein soll und kein "dark fantasy" à la Christoph Marzi ( Lycidas, Heaven - Stadt der Feen, etc. )
Zum Glück nimmt Stroud im nächsten Band dann von diesem Grusel Abstand und setzt stattdessen mehr auf Dramatik.
Bartimäus' spezieller Humor bleibt allerdings die ganze Trilogie hindurch erhalten. ^^
Das typische - von Bartimäus erwähnte - Zauberergehabe wird noch genauer beschrieben. Hier merkt man besonders gut, daß die Zaubererschaft ( leider nun auch inklusive Nathanael ) ziemliche Antipathie-Träger sind. Bei Nathanael mag der Leser dies als schade empfinden und doch ist diese Entwicklung absolut nachvollziehbar, bedenkt man seine magische Erziehung und angelernte allgemeine Weltanschauung. Ist also nur konsequent. Glücklicherweise wird Nathanaels Charakterentwicklung im dritten Band weiter fortgeführt.
Zudem erfährt man hier mehr über die Gewöhnliche namens Kitty ... ebenso wie die Widerstandsbewegung gegen die absolute Willkürherrschaft der Zauberer.
Dank der "Kitty-Kapitel" ( mitsamt Rückblicken ) bekommt man auch ein genaueres Bild bezüglich des Lebensstils des durchschnittlichen Gewöhnlichen in dieser Parallelwelt. Dadurch erkennt man ein Gesellschaftssystem, welches noch im 19. Jahrhundert üblich war ... obwohl die Story in der Gegenwart spielt. Die Zauberer entsprechen dem Adel bzw. reichem Bürgertum und die Gewöhnlichen stellen dann die Unterschicht dar ... ohne großartige Bildung, mit kaum einer anderen Zukunftsperspektive als Fabrikarbeiter. Dementsprechend gibt es hier auch viele verwaiste Straßenkinder und Verbrecher/Querulanten werden noch öffentlich erhängt ( sowie an entsprechenden Orten "ausgestellt" ). Modernste Kommunikationsmittel wie Handy oder Internet existieren nicht ( und Computer? ). Nichtmal Kinos scheint es zu geben, bloss Theater. Trotzdem sind mechanische Erfindungen wie Autos oder Flugzeuge vorhanden. Also ein recht seltsamer Mischmasch aus Moderne und dem 19.Jahrhundert.
Interessant ist auch die andere Entwicklung der Weltgeschichte. Zum Beispiel kämpfen die Amerikaner erst jetzt um ihre Unabhängigkeit, etc.
Eine Dystopie, die erzählt was hätte sein können, wenn es tatsächlich machtvolle Zauberer auf der Welt gäbe? Möglich.
Jedenfalls eine weitaus realistischere Version als die bei Harry Potter, finde ich. Diese entspricht nämlich nicht wirklich dem menschlichen Verhalten ( nur die wenigsten würden mit ihrer enormen Macht hinter dem Busch bleiben ).
FAZIT:
Recht gruseliger Mittelteil, aber trotzdem ein Lesemuß, wenn einem der erste Band gefallen hat.
vBulletin® v3.8.4, Copyright ©2000-2010, Jelsoft Enterprises Ltd.