PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Besser als Herr der Ringe


Martin_
25.02.2008, 15:59
Was meint ihr, wird es jemals ein besseres Buch als Herr der Ringe geben?? Oder gibt es das eurer meinung nach schon??
Ich behaupete, dass es dass nicht gibt;):p

Livrion
25.02.2008, 16:13
Es gibt viele, viele Fantasy Bücher, die auf ihre Weise genial sind und nur teilweise mit dem Herrn der Ringe vergleichbar sind.

Deshalb kann man auf die Frage wenn überhaupt nur äußerst differenziert antworten.
Herr der Ringe gehört zu meinen Lieblingsbüchern, genauso aber Krabat und das Lied von Eis und Feuer und noch mehr. Sie gehören zur Fantasy und sind doch so verschieden, wie es eben nur geht.
Und alles, was dem Herrn der Ringe so ähnlich ist, dass man es mit ihm vergleichen kann, ist dann eben auch nur eine Kopie ;)

Elenya
25.02.2008, 16:16
Meiner Meinung nach gibt es viele gute Bücher und ich finde es unrecht, dass fast alles (oder eigentlich sogar alles) vom Genre Fantasy an HdR gemessen wird!
Zu HdR muss ich aber sagen, dass das Buch nicht gerade mein Favorit ist. Es gibt bessere und es gibt schlechtere Bücher!

Liebe Grüße von der vor sich hin grummelnden Elenya

Dark MiG
25.02.2008, 16:28
Muss mich Elenay anschließen Herr der Ringe ist für mich sicher nicht das Maß aller Dinge. Sicher es ist ein gutes Buch doch es gibt genug andere Buch die auf ihrer weise bezaubern.;)
So kann man eigentlich auch von keinem Buch sagen es sei das Beste da Geschmäcker bekanntlich verschieden sind:)

Hathor
25.02.2008, 16:44
Natürlich gibt es die. Hunderte, und es werden immer noch mehr.

Ich finde auch, dass HdR durchaus seine Vorzüge hat, aber das Maß aller Dinge ist er nicht, war er nie und wird er nie sein. Zumindest nicht für mich und viele, mit denen ich geredet habe.

Ich könnte allerdings auch nicht sagen, welches mein absolutes Lieblingsbuch ist. Je mehr ich lese, umso differenzierter wird mein Literaturgeschmack, auch und nicht nur in Bezug auf Fantasy.

Dieses ewige Vergleichen des HdR mit anderen Werken der Fantasy finde ich unsagbar nervig.

BTW: ich habe deine Umfrage durch eine notwendige Aussage ergänzt ;)

Rotkätzchen
25.02.2008, 16:50
Das Maß aller Dinge... hm, naja, doch, finde ich dann irgendwo schon. Herr der Ringe war sozusagen das erste Fantasy-Großereignis und hat Elben, Zwerge und Orks wie kein anderes Werk geprägt. Ganz klar gibt es würdige Lektüren, die man mit HdR messen kann, doch noch sind Tolkiens Werke der geläufige Inbegriff für Fantasy. Die Tragweite, die Epic von Tolkiens Werken (vor allem in Verbindung mit dem Silmarillion) ist unerreicht. Und HdR als Einzelwerk bleibt ebenfalls einzigartig. Auf den Schreibstil, inwieweit der die Geschmäcker trifft, will ich jetzt mal gar nicht eingehen, denn da hat jeder Leser seine eigenen Vorlieben und Bevorzugungen, aber rein an der Größe und Tragweite der Story gemessen, wüsse ich kein anderes Werk, das HdR gleichzusetzen wäre. Vielleicht ist das auch nur ein subjektives Empfinden von mir, aber unterm Strich weiß ich nichts, das HdR als Gesamtwerk betrachtet das Wasser reichen könnte. Ich habe trotzdem mal gevotet, dass es eines zukünftigen Tages wohl auch mal ein anderes "Maß aller Fantasy-Dinge" geben wird.

Mila
25.02.2008, 17:16
Wieso wird immer alles an diesem Buch gemessen? Das ist alles Geschmackssache und ich finde man kann unmöglich ein Buch herausfischen und es als das Beste überhaupt darstellen, da jeder andere Vorlieben hat.

Meine Antwort zu diesem Thread: JA, es gibt eine menge Bücher, die ich persönlich besser finde - fast alle, die ich je gelesen habe.

Martin_
25.02.2008, 17:21
Dieses ewige Vergleichen des HdR mit anderen Werken der Fantasy finde ich unsagbar nervig.

BTW: ich habe deine Umfrage durch eine notwendige Aussage ergänzt ;)

ok ;) Aber ich halte dieses ganze mit HdR vergleichen gar nicht für so nervig oder dumm :p Es ist ja schließlich das (nach meiner Erkenntnis) erste Fantasy Buch, mit Elfen, Orks, Zwergen usw.. Aber andererseits kann ich dich auch verstehen ;) Es werden wohl doch ziemlich oft Bücher mit Herr der Ringe verglichen..

Hathor
25.02.2008, 17:33
Es ist ja schließlich das (nach meiner Erkenntnis) erste Fantasy Buch, mit Elfen, Orks, Zwergen usw..

Eben nicht. Zwerge und Elfen bzw Alben kommen schon in der nordischen Mythologie, in der Edda und im Nibelungenlied vor. Orks sind allerdings Tolkiens Erfindung. Obwohl auch diese Gesellen ihre Entsprechung in der nordischen Sage haben. Der Unhold Grendel erinnert zB schon stark an die Orks.

Táralóm
25.02.2008, 17:37
Ich denke, dass es daran liegt, dass es bei vielen das ERSTE Fantasy-Buch ist, das sie gelesen haben und sie es damit auf so ein hohes Level setzen.
Natürlich hat Tolkien ein geniales Buch geschrieben und noch immer borgen sich viele Autoren seine Helden für ihre Romane aus, aber es ist wie mit einer Erfindung. - Jemand erfindet etwas, später kommen andere, die es besser machen und besser machen und besser machen und besser machen! ; ) ..

Allanon
25.02.2008, 17:52
Herr der Ringe von Tolkien habe ich erst sehr spät gelesen, den Enstieg in die Fantasy waren bei mir Werke von Terry Brooks, der ja ordentlich bei Tolkien gespickt hat, zumindest in seinen Anfangsbüchern. Was soll ich sagen, nach den ersten dreisig Seiten des ersten Buches von Herr der Ringe wollte ich es sogar weglegen und gar nicht weiterlesen. Zum Glück hat mein Ehrgeiz über den unglücklichen Einstieg in das Buch obsiegt. Ich finde man sollt aufhören Fantasy auf Elfen, Orks und Zwerge zu begrenzen, dann rückt Tolkien auf den Platz eines sehr guten Autoren mit einer hervorragenden Geschichte. Aber ich denke das es davon jede Menge gibt. Nicht zu vergessen die Geschmäcker einzelner, was dem einen gefällt kann ein anderer ganz leicht verteufeln. Ich habe duzende Bücher die ich HDR vorziehen würde, vielleicht nicht weil sie besser geschrieben sind, aber vl. weil mir die Charaktere besser gefallen oder der Schreibstil mich mehr anspricht.

liebe Grüße

Allanon

Waterstorm
25.02.2008, 17:54
Ich denke es kommt sehr auf den persönlichen Geschmack an ob man HDR als das ultimative Buch sieht oder nicht. Ich persönlich mochte die Bücher, aber für mich gibt es einige welche besser sind. Vorallem auch bei den eher unbekannten Autoren findet man manchmal echte Perlen. Allerdings wird es immer schwieriger solche Bücher zu finden.

Rusch
25.02.2008, 18:55
Ich denke, dass es daran liegt, dass es bei vielen das ERSTE Fantasy-Buch ist, das sie gelesen haben und sie es damit auf so ein hohes Level setzen.
Natürlich hat Tolkien ein geniales Buch geschrieben und noch immer borgen sich viele Autoren seine Helden für ihre Romane aus, aber es ist wie mit einer Erfindung. - Jemand erfindet etwas, später kommen andere, die es besser machen und besser machen und besser machen und besser machen! ; ) ..

Nun, zumindest war dies das erste moderne Fantasybuch. Dieses Buch ist schon Eckpfeiler des Genres und es hat vieles in Gang gesetzt. Aber wie es halt so ist: Ein anderer Autor greift das Thema auf, variert und ergänzt es. Seine Geschichte ist nun reichhaltiger. Doch auch seine Geschichte wurde übernommen, kombiniert und ergänzt. Die macht einen wahren Vergleich unmöglich. Außerdem hat Tolkien selbst alte Themen und Geschichten aufgegriffen und neu herausgebracht. So entwickelt sich das Genre halt weiter.

Martin_
26.02.2008, 14:19
Eben nicht. Zwerge und Elfen bzw Alben kommen schon in der nordischen Mythologie, in der Edda und im Nibelungenlied vor. Orks sind allerdings Tolkiens Erfindung. Obwohl auch diese Gesellen ihre Entsprechung in der nordischen Sage haben. Der Unhold Grendel erinnert zB schon stark an die Orks.

ja das war mir schon klar ;) Ich meine so "richtige" Romane und keine Mythen/Sagen usw. Ich glaube es ist klar, dass man sich so eine Geschichte nicht aus den Fingern saugen kann!

Dr. Borstel
26.02.2008, 17:37
Besser, ja, weil der Herr der Ringe sprachlich oder storytechnisch nie überragend war und Reihen wie Das Lied von Eis und Feuer usw. um Längen besser und packender geschrieben sind, wenn du das meinst.
Der Herr der Ringe ist und bleibt für mich das Meisterwerk der Fantasy. Keine epische Fantasy wird jemals den Ansprüchen genügen, an denen sich HdR messen lässt, von daher versuche ich auch gar nicht erst, andere Bücher mit HdR zu vergleichen. Man könnte sagen, es spielt in einer anderen Liga, aber das wäre vielleicht etwas ungerecht anderen Büchern gegenüber. Ich würde eher behaupten, Tolkiens Werk ist ein Genre für sich. Das trifft in meinen Augen die Sache am besten.

Faern
26.02.2008, 23:42
Der Dampflok-Vergleich von Martin_ triffts auf den Punkt. Der Herr der Ringe ist ein zwar ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Fantasy, der einen Grundstein für die heutige Literatur ist.
Trotzdem kann ich nicht nachvollziehen, dass ständig versucht wird, Filme oder Bücher mit HdR zu vergleichen und zu messen oder nach Dingen zu suchen, die der Autor aus HdR abgekupfert haben soll. Gleiches gilt auf für Vergleiche mit Star Wars o.Ä. Da denke ich mir jedes Mal: *eyesroll*

Dafür, ob ein Werk besser ist als ein anderes, gibt es keine Definition. Die Bewertung hängt immer von der Gewichtung der Eindrücke ab, die man gewinnt - was auch gut so ist, sonst hätten wir ja hier nichts zu diskutieren. :D
Ob man ein Werk besser als ein anderes findet, hängt letztendlich immer davon ab, welche Aspekte man an Fantasy mehr schätzt als andere.

Auf die Dampflok übertragen kann man sagen: Es soll Leute geben, die wegen der Ästhetik lieber mit der Dampflok als mit dem ICE fahren. Umgekehrt gibt es Leute, die lieber mit dem ICE fahren, weil sie damit schneller am Ziel ankommen.

Wenn man z.B. viel Wert auf detaillierte Beschreibung und Ausarbeitung der Welt, Völker, Sprache und deren Entstehung legt, ist Tolkiens Welt sicherlich bisher ungeschlagen. Legt man aber mehr Wert auf leicht verständliche Sprache, vielfältige Abenteuer oder Bücher in denen es keine klare Trennung zwischen gut und böse gibt, dann liegt Tolkien wahrscheinlich eher nicht auf Platz 1 der persönlichen besten Bücher aller Zeiten.

Mir ist eine "gute" Mischung aus durchgehend hoher Spannungskurve, angenehmem Schreibstil, lebendigen Charakteren mit ihren manchmal eigentümlichen Verhaltensweisen und Emotionswelten, vielfältigen Schauplätzen und Situationen, sowie kleinen Prisen von Witz und Humor am liebsten. Daher gibt es für mich bereits das ein oder andere Stück Literatur, das mir besser gefällt als Herr der Ringe.

Das bedeutet allerdings nicht, dass ich Tolkiens Welt nicht großartig finde. Es ist einfach eine andere Kategorie von Fantasy-Literatur als die heute geschriebene und ist deswegen mMn ungeeignet für Besser-Schlechter-Vergleiche.

LG,
Faern

Arrian
27.02.2008, 16:08
Ich glaube schon, das Der Herr der Ringe das absolute Top buch im Bereich Fantasy ist, nicht zuletzt, weil eben dieses Buch mit dafür verantwortlich ist, dass Fantasy sich heutzutage einer solchen beliebtheit erfreut.

Doch hängt halt alles auch mit dem Geschmack des Lesers zusammen.
Ich persöhnlich bevorzuge da aschon leichtere Kost, wie zum Beispiel die Bücher von Trudi Canavan oderWalter Moers. Nichts desto trotz halte ich den Herrn der Ringe für eine Art Pflichtlektüre, denn wer dieses Buch gelesen hat, wird es lieben.

SemSimkin
27.02.2008, 18:17
@ Dr. Borstel:

Naja, wir können uns jetzt mit Respektbekundungen gegenseitig übertreffen - denke kaum jemand bestreitet die Qualität vom HdR. Aber wieso sollte es ein eigenes Genre sein ? Es erfüllt doch zu 100% die High-Fantasy Definition ... und zu sagen, es liege dieser zugrunde ist ein bisschen zu hoch gegriffen, denn eigentlich gibt es Helden-Entwicklungs Geschichten dieser Art spätestens seit der Odyssee und stellen ein Grundbedürfnis der Menschen dar. Fantasy ist da eher nur ein weiteres Etikett.

Dr. Borstel
02.03.2008, 19:42
Natürlich ist HdR zu 100% High-Fantasy, aber eben auf eine komplett andere Art und Weise als alle anderen Bücher. Deswegen meinte ich, man könnte die Reihe mit "gewöhnlichen" Fantasy-Epen eben gar nicht vergleichen. Deswegen die Bezeichnung "ein Genre für sich", denn HdR kann man fast ebenso wenig mit anderen Fantasy-Reihen vergleichen wie beispielsweise mit einem Thriller oder einem Krimi (etwas übertrieben natürlich, aber ich hoffe, ihr versteht, was ich meine).

Faern
03.03.2008, 01:36
Sehe ich ähnlich wie Borstel. Man kann es nicht wirklich einer konkreten Gruppe zuordnen, mit denen HdR vergleichbar wäre.

Daher geht mir jeder klägliche Versuch ein(en) Film/Buch mit HdR zu Vergleich meist ziemlich auf den Keks, da man schon von vornherein weiß, wie es ausgeht: Die HdR-Fanboys machen den Film/das Buch schlecht (HdR ist besser!!11eins!elf) und versuchte sachliche Diskussionen gehen unter bzw. werden unterdrückt.

Zinko10
03.03.2008, 19:41
Ich finde, das das jeder selber entscheiden muss. Man kann nicht einfach sagen: das oder das Buch ist das BESTE, da das jeder selber wissen muss. Ich finde Herr der Ringe sehr genial, aber meiner Meinung nach giebt es, jetzt oder auch in späterer Zeit Bücher die mir NOCH besser gefallen.

bisou
05.03.2008, 13:58
ich schließe mich meinem vorgänger an. entgegen der meinung vieler anderer hier war ich auch von harry potter & andere sehr bekannte bücher nicht so begeistert.
es gibt so viele unterschiedliche geschmäcker und für mich persönlich deutlich bessere bücher als der herr der ringe

lg

Martin_
08.03.2008, 10:01
tja, anscheinend hat hier jeder seine eigene Meinung^^
Was lernt man daraus?? : Man kann nicht sagen, dies oder das Buch ist das beste, jeder sollte sich da seine eigene Meinung bilden ;)

Heryst
09.03.2008, 12:16
Ich persönlich finde es ziemlich überheblich, alles, was mit Fantasy zu tun hat, unbedingt an Herr der Ringe messen zu lassen.
Es gibt kein HDR2 oder so und ich denke, wir können darüber ganz froh sein. Sollte es hier, oder da eine Parallele zu HdR geben, ist das entweder gut oder schlecht, weil es vielleicht geklaut erscheint.
Letzten Endes ist ein Fantasy-Buch nichts weiter als eine Geschichte die in irgendeiner Fantasy-Welt spielt, oder in unserer. Ob sie nun Mittelerde, Alasea, oder Das geborgene Land heißt ist doch vollkommen egal.
Ich persönlich würde mir wünschen, wenn Zwerge freiwillig auf ein Pferd springen, oder einen wildfremden Elben/Elfen einfach mal das Leben retten, selbst wenn sie ihr eigenes Leben riskieren, das wäre doch auch mal schön.

ExLibris
12.03.2008, 10:03
Ich habe angekreuzt: Ja, da gibt es schon eins oder mehrere!

Der HdR ist natürlich ein Meilenstein! Und ich finde es schon in Ordnung, dass er zu vielen Vergleichen herangezogen wird. Er ist das bekannteste Bsp. für Fantasy-Literatur, viele Leute kennen ihn, und man kommt darüber leicht ins Gespräch.
Aber gibt es bessere Bücher? Wenn es darum geht, dass mich ein gutes Buch fesselt und nicht mehr loslässt, gibt es ganz sicher einige bessere Bücher als HdR. Den ich bei einigen Stellen fast weggelegt und nicht mehr weitergelsesen hätte.
Beim Lesen interessiert es mich wenig, ob Tolkien der erste war der einen Elb hatte, oder einen Ork, oder eine eigene Elbensprache, ob er ein Pionier war oder nicht. Es geht mir nur darum ob mich eine Geschichte packt und mitreißen kann. Und das habe ich bei anderen Büchern wesentlich mehr gespürt.

Ich sage also, es gibt (für mich) bessere Fantasy-Bücher als HdR. Aber im Vergleich dazu, fällt mir kein besserer Fantasy-Film ein.

Dragontear
12.03.2008, 15:08
Schließe mich ebenfalls der Meinung an, dass es bessere Bücher gibt wie Herr der Ringe! Schließlich kann man nicht ein Buch mit dem anderen Vergleichen, egal welches Buch. Jedes Buch erzählt seine eigene Geschichte. Und nur weil HdR dafür verantwortlich ist, dass es jetzt so ein Hype um Fantasy gibt, rechtfertigt meiner Meinung nach nicht, dass es als das beste Buch der Fantasy hingestellt wird. Schließlich waren ja eher die Filme dafür verantwortlich, und nicht das Buch.

Und wie schon so oft erwähnt, Geschmäcker sind eben verschieden. Und das ist auch gut so:D

Curuthrandir
26.03.2008, 15:50
Also rein vom Lesen und vom Plot her, gibt es einige hunderte Bücher, die ich HdR und dem gnazen Mittelerde-Zyklus vorziehen würde. Die eigentliche Genialität (und darin ist Tolkien unerreicht) ist das pseudowissenschaftlich-rekonstruierende Moment, das seinen Schreibstil so unverwechselnbar macht. Kein anderer Fantasyautor hat bisher geschafft, das seine Werke mit dieser "geschichtlichen" Präzision aufwarten können. Zu jedem KApitel und jeder Äußerung in den Urwerken gibt es in den verschollenen Geschichte, dem Silmarillion oder den Nachrichten aus Mittelerde Hintergrundinfos und Hintergründe. Ich denke auch, dies ist das faszinierende an Tolkien: er hat wirklich ein eigenes Universum erschaffen und man bleibt außer über Tom Bombadil über nichts uninformiert

Mad Bull
27.03.2008, 11:35
In dem anderen Thread wird der Herr der Ringe genauestens analysiert.
Da sind eine Menge kleine und größere Fehler auszumachen die ein heutiger Autor vermeiden wird, wenn er darauf aus ist sein Geld damit zu verdienen.

Logisch das die alles dran setzen um den Pionier der modernen Fantasy um ein weites zu übertreffen.

Troll Schlachter 18
30.03.2008, 20:11
Die Elfen von Bernhard Hennen erinnert mich bischen an dan Hobbit von Tolkin aber ich muss sagen das ich die elfen besser fand sogar besser als Herr der Ringe!!! Aber die meisten Fantasy bücher sind iregndwie auf hdr aufgebaut!!!

Euer Waffenbruder

Ravanna
01.04.2008, 18:07
Vielleicht liegt dieses Vergleichen ja auch einfach daran, dass Hdr alleine von der Story einfach der Inbegriff eines klassischen FAntasybuches ist. Ich meine, ein mehr oder weniger unfreiwilliger Held, der irgendwelche Bürden aufgeladen bekommt, eine gefahrvolle Reise, an dessen Ende ja gewissermaßen auch der Hauptbösewicht wartet, ein Gegenstand, an dem mehrere Personen interessiert sind,...
Das ist im Großen und Ganzen ja schon der grobe Inhalt vieler Fantasystories und da Hdr einfach so ziemlich das bekannteste Fantasybuch ist, ist der Vergleich natürlich schnell da.
Wie gesagt nur von der Story her, denn von den stilistischen Mitteln ect, kann man Hdr eigentlich nicht wirklich mit vielen anderen Büchern vergleichen.
Eben ein Genre für sich, wie auch schon gesagt wurde.
Und daraufhin, ob es ein besseres Buch als Hdr gibt, würde ich sagen, dass das eigentlich jeder für sich entscheiden muss

Elodarion
06.04.2008, 01:06
Ich finde, man muss HdR im Kontext mit der Zeit sehen, in der die Bücher von Tolkien geschrieben wurden. Die Geschichte an sich, von Gut und Böse, Liebe und Hass, ist natürlich zeitlos. Charaktere udn deren Sprache orientieren sich am frühen Mittelalter oder einem entsprechenden Zeitrahmen. Der Schreibstil ist episch, für die Zeit des Autors allerdingws durchaus noch angemessen.
Doch unabhängig davon, wie man zu den Büchern als solches steht, muss man die immense Schaffenskraft Tolkiens einfach bewundern.
Er konstruierte nicht nur eine vollständige Welt mit ihren Völkern, Charakteren und ihren Geschichten, sondern schuf eine umfassende Lyrik und vollständige Sprachen. Ich denke, dass ist sicherlich eine einzigartige Leistung.

Im übrigen finde ich nicht, dass sich die meisten Autoren an HdR orientieren. Zwerge, Elfen, Riesen, Magier und Helden bevölkern seit vielen Jahrhunderten die Legenden der Menschen. Und wer in seinen Romanen einen realistischen Hintergrund schaffen will, also ein Menschenvolk, welches real wirkt, der wird automatisch in Toliens Fahrwasser geraten. Toliken hat im Grunde auch nur historische Völker oder Sagengestalten für seine Zwecke umgestaltet.

Wenn ein Roman also "tolkinesk" erscheint, dann liegt das nicht unbedingt am Abschreiben oder mangelnder Phantasie sondern oft an gemeinsamen Wurzeln in der Geschichte der Menschen oder ihren Sagen.

Elodarion
(Autor der Pferdelords)

Nejira
08.04.2008, 00:39
Wenn man die Entwicklung und Ausarbeitung von Mittelerde betrachtet, dann gibt es meiner Meinung nach nur wenige Bücher, die sich mit dem Herrn der Ringe messen können. Kein Wunder, schließlich hat es lange gedauert diese Welt zu schaffen mit allen kulturellen Aspekten die dazu gehören: Sprachen, Schriften, Bräuche, verschiedene Zeitrechnungen (Auenlandkalender), geschichtliche Aspekte, etc., etc.

Aber der Schreibstiel von Tolkien ist meiner Meinung nach oft etwas nüchtern und macht es einem schwer, in das Buch "reinzukommen". Besonders merkt man das an anderen Werken von ihm, durch die ich mich teilweise richtig durchquälen musste...

Aber von der Dichte und Authentizität von Mittelerde her betrachtet, hat Tolkien eindeutig einen Meilenstein gesetzt!

Ollowain
12.04.2008, 17:14
Von der Ausarbeitung der Welt her gibt es sicher wenige Bücher, die derart umfangreich und detailliert sind.
Betrefflich des Schreibstils gibt es sogar Klassiker, die sich flüssiger lesen - bsp. Der Graf von Monte Christo - aber andererseits gibt es auch "moderne" Bücher deren Schreibstil einfach nur schlecht ist. Wobei ich den Schreibstil im HdR keineswegs als schlecht bezeichnen will. Er ist einfach nur gewöhnungsbedürftig.

Kruppe
21.07.2008, 20:41
Ich finde das es auf jeden Fall 3 Zyklen gibt die ich kenne und auch besser finde welche da wären Das Spiel der Götter, das Lied von Eis und Feuer, und die Zyklen rund um Midkemia natürlich ist keins davon so komplex wie die welt von Tolkin und es wird wohl auch nie wieder ein so komplexes Fantasy werk geben da Tokien immerhin sein Leben damit verbracht hat Mittelerde zu entwikeln ja sogar vollständige Sprachen erfunden hat aber rein leserich gibt es wie gesagt durchaus bessere Bücher

Acatane
22.07.2008, 14:17
Für mich ist es auch relativ unproblematisch, den Herrn der Ringe mit anderen Büchern zu vergleichen.
Natürlich nur unter dem Kriterium, ob es mir gefallen hat, aber das ist beim Herrn der Ringe nicht anders als bei jedem Anderen - ich würde mich ja auch nicht zurückhalten, wenn ich GRRM mit Holhbein vergleichen müsste. :)

Über die Sprachen und die Hintergründe die sich Tolkien ausgedacht hat, kann ich nicht viel sagen.
Als ich die letzten Seiten des Herrn umgeblättert habe, war die Geschichte für mich zu Ende und was die Vorvorvorfahren der Helden gemacht haben, war mir relativ gleichgültig. Frodos Finger hätte es auch nicht nachwachsen lassen.;)
Deswegen habe ich das Silmarillion nach ein paar Seiten lustlos wieder weggelegt. Bestimmt hätte der Herr der Ringe dadurch nachträglich an Dreidimensionalität gewonnen, aber es war für mich einfach nicht interessant genug geschrieben und wenn ich schon (relativ) trockene Mythologie lese, dann lieber echte.
Dieses "...und Elviron zeugte Trvianon und Trvianon zeugte Na´thrichon und.."
..ich.. mag das einfach nicht, auch wenn ich verstehe, dass man als richtiger HdR-Fan darin versinken kann, nur um ein bisschen mehr von dieser Welt in sich aufzusaugen und absolutes Verständnis dafür habe, dass man einfach sein Einfallsreichtum bewundern kann. Für mich besteht hier nur kein direkter Zusammenhang zur Qualität des Hauptbuches.
Was Ausarbeitung von Hintergründen im Buch selbst angeht (also ohne Legendensammlung, sondern als Erzählfetzen etc.) habe ich schon bessere gelesen (EuF, die Sternenkrone, die ich gerade lese, das Spiel der Götter..)

Die Charaktere sind fast gar nicht plastisch ausgearbeitet, was für mich wieder einen Nachteil bedeutet, weil ich absolute Charakterfetischistin bin.
Tolkien hat sich bezgl. der Vorbilder genommen, was er eben genommen hat und erzählt alles in einem legendenhaften Stil. Ich finde es in Ordnung, dass er sich dafür entschieden hat, wehre mich aber gegen die Behauptung, es hätte (was die Ausarbeitung der Figuren angeht) zur damaligen Zeit gar keine anderen Vorbilder gegeben.
J. Austen schrieb schon sehr viel früher Bücher, die beinahe an Charakterstudien grenzen.
Dementsprechend "darf" einem seine Figurenzeichnung auch "nicht gefallen", da sie willkürlich und nicht mangels Alternativen gewählt wurde.
Vergleiche sind an diesem Punkt auch in meinen Augen wirklich schwierig,
da Tolkien die Charaktere nicht schlecht, sondern absichtlich nicht vertieft hat, die oben bereits genannten Bücher haben mir persönlich aber um einiges besser gefallen.

Der Plot ist gar nicht so geradlinig mit einem gut-süßen Ende, wie oft behauptet, oder zumindest spart Tolkien nicht mit Bitterstoffen:
Das Verschwinden der Elben, Bilbos unheilbares Leiden, die Zerstörung des Auenlandes..
Ich mag es persönlich komplizierter, aber Tolkien hatte nun mal eine andere Intention als die meisten Schriftsteller, als er seine Bücher schrieb.

Die Sprache und die Bilder sind einfach nur episch, schön und tragend und da hat HdR für mich tatsächlich immer noch eine Führungsrolle.

Unter dem Strich, kommt für mich folgendes raus:
Nach meinen persönlichen beiden Hauptansprüchen (komplexe Story, Charakterzeichnung) habe ich schon einige bessere Bücher gelesen.
Was die Sprache und die Bilder angeht (so etwas gewaltiges und schönes wie Moria würde ich mir gerne nochmal schildern lassen) ist HdR für mich immer noch Referenz.

Kaya
22.07.2008, 15:25
Ich finde es gibt auf jeden Fall bessere Bücher wie Herr der Ringe. z.B. die Elfen-Trilogie hat mir viel besser gefallen als die Herr der Ringe Romane. Ich finde die HdR Bücher sind viel zu langatmig beschrieben ja man könnte meinen jeden einzelnen Schritt den die Gefährten gemacht haben wurde bis ins Detail beschrieben und das macht das Buch mit der Zeit wirklich langweilig.
Hinzu kommt das so viel Personen verwendet wurden, die eigentlich garnicht wichtig sind. Dann noch die ganzen Gedichte und Lieder also ich war wirklich froh als ich dieses Buch endlich hinter mich gebracht habe.
Die Elfen-Trilogie ist total anders. Man ließt und kann nicht mehr aufhören. Die Geschichte ist so beschrieben das sie immer spannend bleibt und man sich andauernd fragt wie es wohl weitergehen wird. Außerdem sind Haupt- und Nebencharakthere ziemlich ausgewogen.
Was aber an den HdR-Bücher einzigartig ist, ist die Sprache der Elben. Es hat besitmmt lange gedauert eine ganzen Sprache zu entwicklen und das muss man Tolkien auch hoch anrechnen. In diesem Punkt ist Tolkien den anderen Fantasybuchautoren voraus.

schneeeule
24.07.2008, 10:33
Mir geht es genauso wir dir Kaya.

Meiner Meinung nach gibt es viele Bücher die besser sind als Herr der RInge.

Die Filme sind wirklich genial geworden und es kommt auch kaum ein Film an sie ran, aber die Bücher sind nicht mein Ding. Ich habe das erste Buch gelesen, das zweite angefangen und nie beendet. Das war vor einer ewigen Zeit und die drei Bücher stehen immernoch in meinem Regal teilweise ungelesen.


Zur Begründung:
Meiner Meinung nach hat Tolkien teilweise viel zu langatmige Landschaftbeschreibungen usw. gemacht. Nicht wirklich mein Stil das jeder Busch und jeder Grashalm beschrieben wird. Denn das macht das Buch sehr langweilig.

Rusch
24.07.2008, 11:09
Also Schneeeule, nur weil Dir ein Buch nicht gefällt, heißt das nicht, dass es schlecht ist. Ich kann ja verstehen, das jemand der Erzählrhythmus oder die Beschreibungen nicht gefallen, aber das hat jetzt nichts mit der Qualität eines Buchs zu tun. Es steht Dir frei, so etwas zu mögen oder auch nicht, aber die Aussage, das Buch sei schlecht kann so nicht stehen bleiben.

Kain
24.07.2008, 13:31
Also Schneeeule, nur weil Dir ein Buch nicht gefällt, heißt das nicht, dass es schlecht ist. Ich kann ja verstehen, das jemand der Erzählrhythmus oder die Beschreibungen nicht gefallen, aber das hat jetzt nichts mit der Qualität eines Buchs zu tun. Es steht Dir frei, so etwas zu mögen oder auch nicht, aber die Aussage, das Buch sei schlecht kann so nicht stehen bleiben.

Ich finde auch, dass der Erzählrythmus und die ausführlichen Beschreibungen nichts mit der Qualität zu tun haben. Beim Herr der Ringe mochte ich beides irgendwie, auch Szenen wie im Hobbit, wo einfach nur mal chillig Honigbrote gegessen wurden, hatten etwas angenehm sorgloses. Jedenfalls musste ich mich beim Lesen nicht Quälen, stattdessen fand ich die Sprache und Erzählweise recht stimmig und bin zügig durchgekommen.

Was die Komplexität der von Tolkien erschaffenen Welt anbelangt, habe ich bis jetzt noch nichts Vergleichbares gelesen. Was Spannung, Handlung, Charaktere und Genialität von Einfällen betrifft, aber sehr wohl. Die Entwicklung der Sprache der Elben war sicher sehr arbeitsintensiv, aber ich sehe darin nur eine nette Beigabe, die bei mir nicht unbedingt Begeisterungsstürme hervorruft.

dragonheart
24.07.2008, 17:50
Huhu,
also ich persönlich denke, dass es viele Bücher gibt, die besser sind als Herr der Ringe.
Klar kann man nicht alle Bücher miteinander vergleichen, denn jedes einzelne hat seine "Magie". Aber die, die ich jetzt so aus dem Stehgreif vergleichen kann..
Ja, da sind schon ein paar besser, als Herr der Ringe, finde ich ^^

Direkt vergleichen kann man es wohl nicht. Wie gesagt, jedes Buch hat seine eigene "Magie", die durch den jeweiligen Schreibstil, den Ausbau usw. durchgesetzt wird.

LG Dragon

Arwen1237
08.09.2008, 16:21
Hallo!!
HDR ist ein Meisterwerk, aber es wurde ja schon öfter erwähnt,dass es sicher nicht unbedingt das Maß aller Dinge ist. Aber herausragend wird es immer sein. Sein Leben damit zu verbringen eine ganze Welt mit Sprachen und Characteren zu entwickeln ist fazinierend. Unsere Rollenssspielwelt z.B. basiert auf Tolkiens Ideen.

An'wén
09.09.2008, 11:49
Ich finde viele Bücher sehr sehr gut und finde, dass man den Herrn der Ringe nicht immer lesen kann, sondern er sehr viel Aufmerksamkeit, Durchhaltevermögen und Zeit beansprucht - aber was die Kulturenvielfalt, die Mythologie, Authenzität und die Sprachvielfalt angeht, sind mir selten so gute Bücher untergekommen wie Tolkiens Werk. *ja*
Sicher ist der Herr der Ringe nicht die Mutter aller Fantasybücher, aber doch eines der größten Bücher überhaupt und ich mag ihn nicht das Beste nennen, da ich nicht alle kenne, und mir andererseits auch Einordnungen wie "besser als .." oder "schlechter als ..." sehr zuwider sind. Man sollte jedes Fantasybuch für sich verstehen und es nicht am Herrn der Ringe messen. Das wird weder der einen noch der anderen Seite gerecht.

~An'wén~ *faun*

Veltruck
09.09.2008, 18:02
Ich glaube
das Herr der Ringe und Tokien nicht deswegen als Maß alles angesehen werden, weil das Buch besonders toll geschrieben war!
Es geht mehr um das was Tolkien mit diesem Buch aussagen wollte.
Er schuf außerdem eine Welt in der Platz für viele weitere Geschichten war.

Tokien ist einfach so was wie der Vater der Fantasy Bücher.
Außerdem wer nicht das Englische Buch gelesen hat kann garnicht sagen, ob Tolkien gut geschrieben hat, denn die deutsche Fassung verliert alles gute ...-.-

Verräter
09.09.2008, 21:20
Sind denn nun Bananen, oder Birnen die besseren Äpfel?
Meine persönliche Gegenfrage zu "Gibt es besseres als den Herrn der Ringe".

Sonst wurde im Prinzip ja das meiste, wenn nicht alles schon genannt. Tolkiens Werke sind nicht das Maß aller Dinge, ist nicht die Bibel aller Fantasy-Freunde und sicher nicht die "beste Geschichte aller Zeiten".
Fakt ist aber, dass sich Tolkiens Ideen so stark verbreiteten, wie von keinem zweiten Roman.
Schon sein fiktives Metall Mithril wird heute in jedem zweiten Fantasy-Spiel benutzt, die "Balrogs" kennt jeder und auch diese sind eine von seinen Schöpfungen. Die größten aller P&P-Rollenspiele basieren auf Tolkiens Rassensystem (Elfen, Zwerge, Menschen, Ork), wenn dies auch mit der Zeit immer wieder verändert wurde. Und eben diese RPG's haben (glaube ich) das heutige Verständnis von Fantasy doch extrem stark geprägt. Der Tolkienhype begann nicht etwa erst mit den Verfilmungen, sondern läuft schon Jahrzehnte.

Aber er ist kein Gott, kein Prophet, kein Heiliger. Tolkien war der erfolgreichste Pionier der Fantasy und ich möchte nicht einmal sagen, dass er sich mehr Mühe gegeben haben muss als andere. Aber daran haben sich eben sehr lange Zeit sehr viele gerichtet und tun das heute auch noch. Und das haben nur sehr, sehr wenige Autoren geschafft.

Narr
15.09.2008, 11:51
ich muss dem verräter zustimmen...
hdr hat einfach viele menschen erreicht. auch leute, die sonst außerhalb des fantasy-genres stehen. allein deshalb schon wird fast alles mit tolkien verglichen. wenn man jemanden, der sonst eher... krimis oder sonst was anderes liest, nach fantasy literatur fragt, werden die ersten antworten bestimmt herr der ringe und harry potter sein.
nicht, weil sie die besten, sondern, weil sie populär sind.
ich persönlich fand hdr genial, sowohl was den schreibstil, aber auch die handlung angeht, und natürlich ist und bleibt die komplexität des werkes unübertroffen.
trotzdem bin ich genervt wenn ich auf einem buchrücken lese:
Nachwuchs-Tolkien!
Dieses Werk ist dem des Fantasy Meisters Tolkien ebenbürtig!
Hier wird Tolkien ernsthaft die Fantasy-Krone streitig gemacht!

oder ähnliches...
schmunzeln musste ich, als ich folgendes las (ich weiß nicht mehr auf welchem buch):
Man neigt oft dazu, vielversprechende Fantasy-Autoren mit Tolkien zu vergleichen. Doch wenn jemand diesen Vergleich verdient hat, dann [name des autors]

mfg Narr

Antigone
16.09.2008, 09:27
HdR wird für mich immer ein Meilenstein in der Fantasy-Literatur sein, und immer eine besondere Bedeutung haben, weil es einer meiner ersten Fantasyromane war.

Nichtsdestotrotz hab ich mittlerweile einige Bücher gelesen, die m. E. besser bzw. einfach unterhaltsamer und einfacher zum Lesen waren. Mein Sohn wollte vor einiger Zeit ein Referat über HdR halten, und wie ich die Leseprobe mit ihm geübt habe, ist mir erst bewusst geworden, in welch altertümlichen Stil es geschrieben ist.

Aber wenn ich nun also eine Wertung abgeben müsste, so wäre "Ein Lied aus Eis und Feuer" auf Platz 1, die Darkover-Romane auf Platz zwei und HdR kriegt die Bronzemedaille. :D

lg, A.

Rusch
16.09.2008, 12:04
Wow, die Darkover Romane auf Platz zwei. Heute werden sie meist zu unrecht ignoriert. Und Martins Zyklus auf Platz 1? Das ist sicherlich keine Überraschung. Ich denke in einer großflächigen Umfrage würden dieser Zyklus und der Herr der Ringe Platz eins unter sich ausmachen.

schneeeule
19.09.2008, 12:20
Wow, die Darkover Romane auf Platz zwei

Wer hat denn diese Bücher geschrieben??

Die würde ich mir auch gerne einmal anschauen

Antigone
19.09.2008, 12:45
Wer hat denn diese Bücher geschrieben??

Die würde ich mir auch gerne einmal anschauen

Marion Zimmer Bradley. Eine ganz große Vorreiterin moderner (Frauen)Fantasy. Lass dich bloß nicht von den (meistens) grottenschlechten Covern abschrecken, die sind teilweise noch aus der "Wir brauchen ein nacktes Mädl auf dem Cover für Fantasy"-Zeiten.

Sehr empfehlen kann ich dir auch ihre Kurzgeschichten-Sammlungen. Beginnt mit Schwertschwestern und geht dann immer so:...schwestern weiter.

Ist allerdings die Frage, ob du das heute noch in Buchhandlungen findest. Ist alles schon etwas älter.

Merkt man eigentlich, dass ich ein großer MZB -Fan bin? :D

lg, A.

Maki
19.09.2008, 13:59
Das Problem ist, daß der der HDR-Trilogie (oder Sechsteiler, je nachdem, wie man es sieht) alle anderen größeren Fantasyepen davon abgeschaut waren.
TEilweise ist das den Autoren nicht mal bewußt, da sie in ihrem Leben von Fantasyromanen beeinflußt wurden, die von Fantasyromanen beeinflußt wurden, die von Fantasyromanen beeinflußt wurden, die vom "Herrn der Ringe" beeinflußt wurden.
Das ganze Fantasygenre, wie wir es kennen, wurde entweder von Tolkien oder von Robert E. Howard erst geschaffen. Alles, was danach kam, lehnte sich entweder an "HdR" oder an "Conan" an.
War es für Tolkien die keltische Folklore, lehnte sich Howard an die griechisch-römischen Heldenepen an.
Und diese Elemente finden sich bis heute in der Fantasyliteratur wieder

Durza
12.10.2008, 13:38
es gibt bessere bücher als herr der ringe. i-wann wird das jeder für sich festellen. eragon ist für mich bereits besser als herr der ringe, da die handlung nicht so hinziehend ist und es mal auch richtig kracht. zwar sind die schlachten aus hdr (den filmen) episch, jedoch ohne einen hauch von strategischem denken. in jeder schlacht gewinnt nur der, der mehr wumme hat. der alte tolkien hat auch viele namen erfunden die ich persönlich sehr hoch schätze jedoch sind die bücher eher langweilig

Sternenstaub
14.10.2008, 09:06
Mir fehlt hier so ein wenig die Option: "Man kann Herr der Ringe nicht mit anderen Büchern vergleichen!".
So sieht es nämlich für mich aus und deswegen stimme ich nicht ab. :(
HdR ist sicherlich DER Klassiker schlechthin, aber es gibt genug andere Fantasy-Bücher, die auf ihre Art ganz wundervoll sind und vielleicht auch besser. Aber generell sollte man Bücher eigentlich nie miteinander vergleichen, es sei denn, es ist so offensichtlich, dass sie ein Abklatsch sind.

Enduni
14.10.2008, 12:29
Herr der Ringe ist eine wunderschöne Saga und ein Stück Fundament der Fantasyliteratur. Man kommt nicht um ihn herum und er ist ein Liebling der Vermarktungsbranche geworden, die sich gerne mit Tolkiens Geschöpfen und Nachfolgern schmücken wie Großwildjäger mit Trophäen, aber zum Glück ist das nur in Deutschland so. *G* Vor allem für seine Weltenschöpfung gebührt Tolkien der allergrößte Respekt. Jeder, der sich einmal ein wenig damit beschäftigt hat, wird mit zustimmen, dass es eine riesige Leistung ist.
Allerdings muss ich gestehen; der Stil ist inzwischen ungewohnt, die Klischees der Story sind so weit verbreitet, dass die Geschichte vorhersehbar wird und es gibt Bücher mit mehr Unterhaltungswert und tieferem Charaktergang.

Deshalb; für seine Welt von mir alle Blumen dieser Erde, aber nicht für die Bücher, die er in ihr spielen lässt.

Gruß,

Saniya
30.10.2008, 22:31
Also ich denke, dass es in Zukunft noch Romane geben wird, die auch so in der Art sind. Der Herr der Ringe ist irgendwie zu einer Art Massstab geworden (Zumindest ich habe den Eindruck, dass viele Fantasy-Filme oder auch -Bücher zwangsläufig mit HdR verglichen werden. Von daher wird es bestimmt den ein oder anderen Nachahmer geben in Zukunft.

Livrion
31.10.2008, 02:23
i-wann wird das jeder für sich festellen.

Hier spricht entweder Anmaßung oder deutliche Pubertät. Ich vermute mal Letzteres

Das wird jder feststellen, ja? Weil es nicht wie bei Eragon so richtig kracht?


Nein, der Herr der Ringe ist wirklich nichts für dich. Bei Eragon bist du schon ganz gut aufgehoben ;)

Sternenstaub
31.10.2008, 08:31
Hier spricht entweder Anmaßung oder deutliche Pubertät. Ich vermute mal Letzteres

Das wird jder feststellen, ja? Weil es nicht wie bei Eragon so richtig kracht?


Nein, der Herr der Ringe ist wirklich nichts für dich. Bei Eragon bist du schon ganz gut aufgehoben ;)

Wenn ich das mal so sagen darf:
Ich finde deinen Beitrag gerade ziemlich anmaßend.

Ich teile auch nicht die Auffasung von durza, aber jeder hat ja seine eigene Meinung.

Idalia
31.10.2008, 09:52
Für mich ist der HdR nicht das Mass aller Dinge. Ich finde es auch eher unfair jeden Fantasyautor mit Tolkien zu vergleichen. Wie schon gesagt wurde, Elfen, Zwerge und Co. sind ja nicht Tolkiens Erfindung und daher ist eine Geschichte mit Elfen und Co nicht gleich ein Tolkienabklatsch.

Versteht mich nicht falsch, ich bewundere die Arbeit von Tolkien. Und ich finde Der Herr der Ringe eine absolut tolle epische Geschichte. Aber es gibt auch viele andere Bücher die ich mind. genauso gut finde, wenn nicht besser, da bei mir HdR doch zu den gemächlicheren Geschichten gehört :D.

Livrion
31.10.2008, 12:55
Wenn ich das mal so sagen darf:
Ich finde deinen Beitrag gerade ziemlich anmaßend.

Ich teile auch nicht die Auffasung von durza, aber jeder hat ja seine eigene Meinung.

Nicht mein Beitrag war anmaßend, sondern die höchst zweifelhafte Behauptung, jeder würde irgendwann feststellen, dass es bessere Bücher als den Herrn der Ringe gebe.

Das ist nicht die Äußerung einer eigenen Meinung, sondern eine Behauptung, die Andere miteinschließt.

Angelius
31.10.2008, 14:09
Ich habe ebenfalls angekreuzt, dass es schon ein oder zwei bessere gibt, und ich bin auch der Meinung das es noch bessere geben wird. Nichts hält für die Ewigkeit. Meine Lieblingsbücher (First Law Trilogie) wären da bei mir auf Platz 1 z.B. Sachen wie Martin und Erikson hol ich später mal nach wenn es die Bücher in 20 Jahren mal komplett gibt und man sie in einem rutsch lesen kann.

Mila
31.10.2008, 17:51
Sachen wie Martin und Erikson hol ich später mal nach wenn es die Bücher in 20 Jahren mal komplett gibt und man sie in einem rutsch lesen kann.

Erikson ist 2010 fertig ;)
Der vorletzte Teil der Reihe erscheint im Juli 09 und dann ein Jahr später der letzte Teil... Der gute Mann ist wirklich schnell - aber ohne dass es der Qualität der Bücher schaden würde.

Naja, zum "Herr der Ringe" kann man sagen was man will..Es ist einfach so, dass das Buch schon unglaublich lange so populär ist und ich glaub das wird sich in den nächsten Jahren auch nicht ändern. Deshalb wird halt viel damit verglichen... Bei Harry Potter ist es ja mittlerweile genau so.

Meine Meinung zum "Herrn der Ringe" hab ich hier schon gepostet, glaube ich.

Korben
31.10.2008, 22:54
Erstmal offtopic: Danke für die Hinweise auf Erikson und Martin! Klingt nach vielversprechender Lektüre und ich bin gerade auf der Suche nach was neuem :)

Zum Thema: Ich find es eigentlich recht sinnfrei Bücher miteinander zu vergleichen. Ich versuche jedes Buch für sich zu lesen, ohne es dabei ständig mit anderen zu vergleichen (ein Grund warum es mich langsam ankotzt das jeder zweite Autor als "würdiger Nachfolger Tolkiens" auf den Buchrücken bezeichnet wird...).
Tolkiens Werke sind für mich persönlich Meilensteine. Der Mann hat soviel Tiefe in die Geschichte Mittelerdes gebracht wie ich sie bei keinem anderen Buch gefunden habe. Kein Wunder, hat er fast sein ganzes Leben an den Geschichten geschrieben...
Ehrlich gesagt kann ich nie so wirklich nachvollziehen wieso manche (Fantasyfans!) die Bücher nicht mögen, aber ich bin auch ein Tolkien Missionar der alle unbedingt von seiner Meinung überzeugen muss ;) Ich empfehle die Bücher immer gern, aber manche können sich eben nicht für sie erwärmen. So ist das halt, genau wie in der Kunst und der Musik...
Es gibt Bücher die mich genauso berührt oder fasziniert haben wie Herr der Ringe, manche waren trauriger, lustiger oder spannender... Wenn dem nicht so wäre, wozu sollte ich dann noch neue Bücher lesen. Jedes gute Buch, jede gute Geschichte hat seine eigene Faszination.

Nayth
07.11.2008, 09:06
Zitat von Korben
(ein Grund warum es mich langsam ankotzt das jeder zweite Autor als "würdiger Nachfolger Tolkiens" auf den Buchrücken bezeichnet wird...).


Völlig richtig. Ich finde eine Menge Bücher viel besser als HdR, zum Teil auch nur, weil mir manche Personen da einfach besser gefallen..
Aber irgendwie hat Tolkien sowas wie den Grundstein für die ganzen anderen Bücher gelegt... Aber ich finde es grundsätzlich doof, Bücher zu vergleichen,
auch wenn dass eine lästige Angewohnheit von mir ist... *grins*

Zentara
10.05.2009, 23:44
argh, ich gerate da mit dem Wort "besser" aneinander... *nein*
Ich würde sagen: "anders" ;)
Ich kenne viele gute Bücher wie "Herr der Ringe" aber allgemein muss ich dazu sagen, dass ich die anderen Bücher nicht als besser bezeichnen würde sondern als anders *ja*
(immer diese schlauen Sprüche... tz)

Case
11.05.2009, 07:20
Man sollte sich auch mal vor Augen halten, wann die Bücher geschrieben, bzw. veröffentlicht wurden...das ist doch schon etwas länger her, und somit ist natürlich so einiges an Büchern in diesem Bereich erschienen, und wir haben jetzt reichlich Material, um zu vergleichen....
Sicherlich gibt es mittlerweile "bessere" Bücher, und auch der Schreibstil wird viele -vor allem jüngere Leser- abschrecken (die neue Übersetzung halte ich persönlich für völlig misslungen).
Aber die Trilogie wird immer ein Klassiker des Genres bleiben, und allein die Tatsache, dass wir hier so ausgiebig drüber diskutieren und Vergleiche anstellen zeigt doch für mich zumindest, dass die Bücher immer noch einen hohen Stellenwert geniessen. Und wieviele Bücher im Bereich der Fantasy können das nach einem dreiviertel Jahrhundert von sich behaupten?
Und alle, für die der "HdR" die erste Begegnung in der Fantasy war (ich war 16...:rolleyes:...lang ists her), werden sich bestimmt mit einem verträumten Blick an ihre erste Begegnung mit Frodo, Aragorn und Co. erinnern...;)

Watro
11.05.2009, 14:52
Ich kann mich im grunde nur anschließen.

HDR ist und bleibt der Klassiker und ich denke auch das man noch über HDR redet und liest, wenn andere, zur zeit hochgejubelte Romane wieder weg vom Fenster sind.

Jedoch habe ich beim lesen festgestellt, das ich die schreibweise sehr anstrengend fand.

Es ist nunmal doch eine völlig andere schreibweise als es heutzutage üblich ist.

Und für mich ist HDR zwar sehr gut, aber zum lesen fühlt es sich an als wate man durch Kaugummie (ne menge kaugummie o.O *grins* )

Felaróf
11.05.2009, 15:21
Natürlich gibt es Bücher, die besser als Der Herr der Ringe sind, aber ich habe für mich persönlich noch keines gefunden. Ich finde, es kommt immer ganz darauf an, wie man es sieht. Denn ob man ein Buch an seine persönliche Spitze setzt, hängt doch von jedem selbst ab, oder?
Der Erfolg von Herr der Ringe liegt wohl zum einen Teil daran, dass es damals einfach etwas Neues war und Tolkien wirklich sehr viel in diese Geschichte (Nicht nur Herr der Ringe) gesteckt hat.

Wie bereits erwähnt, habe ich noch kein besseres Buch gefunden, das Herr der Ringe zur Seite drängt. Denn für mich sind das nicht nur drei Bücher, die ich innerhalb von drei oder vier Tagen verschlungen habe, sondern da steckt für mich persönlich mehr dahinter und ich verbinde einiges damit. Ich würde sogar sagen, dass ich durch Herr der Ringe ein anderer Mensch geworden bin. Darauf gebe ich aber keine 100%-ige Garantie, da in dieser Zeit so einiges passiert ist. Meistens Dinge, die man lieber verdrängen möchte und nie hätte passieren sollen. Da habe ich mich eben an etwas geklammert.

Ja, ich habe auch viele andere gute Bücher gelesen und bevor ich Herr der Ringe gelesen habe, war ich total in Marion Zimmer Bradleys Nebel von Avalon vernarrt. Ich habe es bereits 6mal gelesen und werde wohl noch öfter darauf zurückgreifen. Ich mag es immer noch sehr und bin nicht umsonst letztes Jahr nach England gefahren und habe mir Glastonburry Abbey und Tintagel angesehen. Ich finde es genial, aber Herr der Ringe ist eben einen kleinen Tick besser.

Für mich wird Herr der Ringe noch etwas länger an der Spitze bleiben und ich bin einfach nur froh, dass ich damals die Filme gesehen und anschließend die Bücher gelesen habe.
Wenn jemand anderes ein anderes Buch als das Beste bewertet, dann kann er das gerne tun, solange man mir nicht einreden möchte, dass Herr der Ringe schlechter ist. Solche Bücher-Missionare kann ich nicht leiden ;)

Und ich klicke bestimmt nicht auf die Antwort, die besagt, dass es nie etwas besseres als Herr der Ringe geben wird. Vielleicht stoße ich ja noch auf DAS Buch, wenn es mir zufällig über den Weg läuft.
Außerdem würde ich nie behaupten, dass Herr der Ringe das Maß aller Dinge ist.

Lange Rede kurzer Sinn: Jedes Buch darf das Beste sein, und das entscheidet jeder persönlich.

Case
11.05.2009, 21:03
Ich würde sogar sagen, dass ich durch Herr der Ringe ein anderer Mensch geworden bin. Darauf gebe ich aber keine 100%-ige Garantie, da in dieser Zeit so einiges passiert ist. Meistens Dinge, die man lieber verdrängen möchte und nie hätte passieren sollen. Da habe ich mich eben an etwas geklammert.

Völlig legitim. Wer von uns flüchtet nicht in eine andere Welt, wenn die Realität mal wieder nicht zum aushalten ist...*ja*
Und genau dafür sind diese Bücher/Filme doch da- um uns zu zeigen, dass es auch noch etwas anderes gibt als unsere Realität, und wir uns für ein paar Stunden ausklinken können...
Ich persönlich glaube auch, dass Bücher einen Menschen positiv beeinflussen können.

PaganPunk
19.05.2009, 22:31
Tolkien war , wie bereits erwähnt, einfach der Erste, der etwas derartiges in seiner Form geschrieben hat. Ich will sein literarisches Geschick nicht schlecht machen, aber ich habe schon besserer Bücher gelesen z.B. den Herold der Verfemten.

Also ich finde es falsch Fantasy zu lesen um aus der Realität zu flüchten, denn es ist ja nur ein Verdrängungsprozess und auch bestimmte Bücher können doch bedenkliche psychologische Folgen haben, wenn sie in einem bestimmten Gemütszustand gelesen werden. Ich spreche hiervon aus eigener Erfahrung. ( Na gut vllt bin ich auch eine Ausnahme *grins* ) Für mich ist Fantasy vor allem Unterhaltung, wie ein Film oder Inspiration. Ich habe für mich selber , der auch Fantasyautor werden möchte :-) , habe den Anspruch auf eine moralische, politische, gesellschaftliche etc., Aussage. Ähnlich wie Max Frisch`s "Andorra", dass ja auch extra in einer unspezifizierten Umgebung spielt , damit es möglichst jeden anspricht. Ich denke dafür eignet sich Fantasy auch sehr gut.

DarkGod23
14.06.2009, 17:17
Herr der Ringe ist und bleibt ein klassiker und für seine Zeit sicherlich brilliant doch ich finde zum Beispiel die Wanderung der Hobbits viel zu weit gestreckt und das gejammere von Frodo ist nicht zu ertragen. Das Lied von Feuer und Eis sowie Werke von Lukianenko und Heitz halte ich schon jetzt für wesentlich besser. Auch von Tolkien selbst bevorzuge ich den Hobbit und das unvollendete Silmarillion.

Woelfchen
17.06.2009, 15:30
Für mich gibt es nur bessere Bücher als HdR... der kleine Hobbit war ein echt gutes Buch... aber HdR hat mich nur gelanweilt und ich kann bis heute nicht verstehen wie man alles damit vergleichen kann... vor allem oft auch Bücher die nicht mal ansatzweise ähnlich sind... einfach nur der Satz "Fast so gut wie HdR" auf einen Buchrücken hingeschmissen soll wohl die Verkaufszahlen erhöhen... auch wenn es auf diesem Buchrücken völlig sinnfrei ist... deshalb bin ich sehr genervt davon ^^°

Akaya
21.06.2009, 20:36
Für mich ist und bleibt HdR der Fantasy-Klassiker schlechthin. Dieses Buch enthält soviele Geschöpfe, wie etwa Elben, Zauberer, Drachen etc. ohne die das Fantasy-Genre heute nicht dasselbe wäre. Allerdings ist das wohl Geschmacks-Sache. Einige mögen durchaus finden, dass es bessere Bücher als HdR gibt. Ich selber bin auch ein grosser Fan von George R.R. Martins LvEuF, allerdings würde ich diese beiden Werke nicht miteinander vergleichen, da sie in unterschiedlichen Zeiten geschrieben wurden.

Lýkospir
28.06.2009, 19:00
Ich denke nicht, dass du "Herr der Ringe" mit einem anderen Fantasybuch aus der jetzigen Zeit vergleichen kannst. Erst einmal wurde "Herr der Ringe" vor Jahrzehnten geschrieben, wo es noch vieles gar nicht so gab, wies heute ist und demnach andere Bedinungen vorlagen. Heute ist es aber so, dass es mittlerweile fast alles schon gibt oder gab und so wirklich überraschen kann nur noch weniges. Herr der Ringe ist eben etwas ganz anderes, aus einer "anderen Zeit" und damit unvergleichbar.

Ich hoffe, es ist klar, was ich versuche auszudrücken.

Plusquamperfekt
20.07.2009, 18:27
Ich finde Herr der Ringe ist das Urgestein und kann nur überboten werden indem man Elemente aus hdr benutzt.
Daher kann man so eine Frage meiner Meinung nach nicht beantworten.

mfg
Pqp

Dexter
20.07.2009, 20:05
Ich finde Herr der Ringe ist das Urgestein und kann nur überboten werden indem man Elemente aus hdr benutzt.
Daher kann man so eine Frage meiner Meinung nach nicht beantworten.

mfg
Pqp

Das mit den "Elemente aus hdr benutzen" um ihn zu überbieten, kann imo garnicht funktionieren. Selbst wenn das besagte Buch besser geschrieben ist, es würde immer nur als HdR abklatsch wahrgenommen werden (zurecht). Abgesehen davon hat HdR jetzt auch nicht unbedingt den Überplot und hat mich auch nicht so sehr unterhalten und gefesselt, wie viele andere Bücher seitdem, einfach weil das "Kopfkino" nur selten wirklich rund gelaufen ist. Was mich aber am meisten stört ist, dass der Herr der Ringe praktisch ein "Standard-Fantasy-Setting" etabliert hat, dem die meisten späteren Romane folgen und das mir langsam aber sicher auf den Nerv geht...
Aus diesem Grund sind es meisten auch die Bücher, die mich überzeugen nicht in einer HdR-ähnlichen Welt zu Spielen, die ich als wesentlich besser bewerten würde...

Dumdidu
20.07.2009, 23:38
Also ich finde das der "Herr der Ringe" einen Sonderstatus in der Bücherwelt einnimmt. Er ist und bleibt für mich einfach eines der besten und Büchern ever.
Einfach deswegen, weil es meine erste Fantasytriologie ist und ich da zum ersten Mal in dieses wunderschöne Genre eintauchen durfte.

Bücher von Goodkind, Hobb usw. haben ihre eigene Stärke und sind somit sicherlich auch eine tolle Insitution für sich.

Samwell Tarly
23.07.2009, 09:27
Natürlich ist es richtig, dass Superlative nie unproblematisch sind. Aber wenn man mich zwingen würde, nur ein Werk für die einsame Insel auszuwählen, dann wäre es wie bei Antigone Das Lied von Eis und Feuer.

Engelskrieger
24.08.2009, 22:43
Also ich würde sagen, es wird schwer, etwas in der Art zu schreiben. Tolkien hat einfach etwas geniales erfunden. Der Herr der Ringe ist einfach eine Trilogie, der so schnell keiner das Wasser reichen kann. Allerdings finde ich es schade, das bei den meisten, wenn es um Herr der Ringe geht, vergessen, dass es ja auch noch andere gibt, die von der selben Welt handeln und die genau so gut sind, wie z.B. Der kleine Hobbit (The Hobbit), Die Kinder Húrins (Narn i chin Hurin) oder die ganzen Vorgeschichten im Silmarillion oder in den Nachrichten aus Mittelerde (obwohl ich zugeben muss, das ich mich nie an das Silmarillion getraut habe und Nachrichten aus Mittelerde nie gelesen habe ;)).

mutantula
28.08.2009, 16:20
Hallo,
bin neu hier und grad auf dieses Thema gestoßen.

Ich finde, dass „Der Herr der Ringe“ überwertet ist und es viele weitaus bessere Bücher als dieses gibt.

Fangen wir mal beim Plot an. Dieser ist eine simple Queste: Frodo muss den magischen Ring in den Schicksalsberg werfen, damit Sauron ihn nicht bekommt, weil er sonst zu mächtig werden und die Welt erobern würde. Frodo stehen dabei allerlei Gefährten zur Seite, welche den freien Völkern angehören und alle von Grund auf gut sind. Ihnen gegenüber stehen die abgrundtief bösen Schurken: die Orks.

Die Charakterisierung ist auch nicht gerade originell. Die Guten sind gut und die Bösen sind böse. Der einzig wirklich glaubhafte Charakter ist für meine Begriffe Boromir, weil man dessen Beweggründe nachvollziehen kann. Die restlichen Figuren sind für meinen Geschmack Pappkameraden mit nur einer Charaktereigenschaft, entweder gut oder böse.
Außerdem werden die Motive der Bösen nie wirklich klar. Sie sind halt böse und als Böser strebt man nach Tod und Verderben.:rolleyes:

Was mir bei der Diskussion besonders aufgefallen ist, ist dass immer wieder die Epik und Tragweite des „Herrn der Ringe“ betont werden. Das kann ich nicht nachvollziehen. Schaut man sich die Handlung an, ist diese nicht epischer als in „Die Zwerge“ von Markus Heitz.
Wenn man mich fragt, verwechseln die meisten „Der Herr der Ringe“ mit Mittelerde und sprechen dann fälschlicherweise dem Roman epische Bandbreite zu. Tolkiens Welt ist selbstverständlich episch und vor allem einzigartig. Die Geschichte reicht tausende von Jahren zurück und die Geschehnisse eines Zeitalters nähren die Mythen und Legenden des folgenden, ohne dass Dies konstruiert wirkt.

Ich schreibe diesen Kommentar mit mehr als 10 Jahren Abstand zum Zeitpunkt an dem ich „Der Herr der Ringe“ las. Damals gefiel es mir sehr gut und es war für mich das Nonplusultra der Fantasyliteratur. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch nicht besonders viel Fantasy gelesen. Heute ist dies anders, da ich nun viele Vergleichsmöglichkeiten habe und ich muss sagen, dass Tolkiens Roman in puncto Handlung und Figurenzeichnung schon mehrfach übertroffen wurde. Ich muss jedoch gestehen, dass ich selten in eine derart ausgefeilte Welt mit solch einer einzigartigen Atmosphäre eingetaucht bin.

„Der Herr der Ringe“ ist ein guter Fantasyroman, doch überbewertet. Mittelerde aber, ist eine einzigartige Schöpfung, die man bislang selten im Bereich der Fantasy bestaunen durfte und dafür hat J. R. R. Tolkien sich seine Lorbeeren redlich verdient.

Vermithrax
28.08.2009, 17:55
Für mich ist Tolkien nicht DER GOTT der Fantasy.
Es gibt Bücher, die ich wesentlich öfter zur Hand nehme, da sie kurzweiliger, weniger komplex aufgebaut etc. sind, deswegen aber mindestens genauso gut unterhalten können wie HdR.

Gwyneth
28.08.2009, 20:10
Die Welt die er geschaffen hat ist zweifellos wunderbar. Aber abgesehen davon find ich die Bücher eher ein gutes Mittelmaß, so wie X andere Bücher auch.
Er ist für mich in dem Sinne nicht wirklich etwas besonderes. Es gibt sogar sehr viele Bücher, die ich um einiges lieber gelesen habe.

Für mich auch nur Bücher wie viele andere in meinem Regal auch. :)

Guenhwyvar
28.08.2009, 22:26
Herr der Ringe ist schon eine Klasse für sich.
Es kann keiner abstreiten das es ein Klassiker in der Fantasyliteratur ist und
in sich auch ein Meisterwerk.
Aber ob es das Beste ist, da bin ich mir nicht so sicher.
Es gibt genug andere geniale Bücher , die viellecht anders sind , deswegen aber nicht schlechter.

Gwyneth
28.08.2009, 23:16
@Guenhwyvar: Naja, das ist halt Geschmackssache. Objektivität hat da ja nichts zu suchen.. objektiv könnte man natürlich sagen, dass es ein Klassiker ist.. aber für mich ist es das zB nicht, wenn es nach meinem Geschmack geht.
Es ist für mich nichts wo ich sage "Wow!". Abgesehen davon, was er innerhalb dieser Geschichte aufgebaut hat..nur.. die Story selbst? Nä, ich musst mich zwingen, zu lesen.

Ich glaube da kann eh jeder nur für sich selbst sprechen.
Was die Allgemeinheit angeht sagen Verkaufszahlen etc genug. :)