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Hat unsere Fantasie/Vorstellungskraft Grenzen?
Über diese Frage habe ich vor kurzem mit einem Freund diskutiert.
Dabei habe ich folgenden Standpunkt vertreten:
Fantasie lässt Dinge entstehen durch eine Kombination von Eigenschaften, die wir zwar an sich, aber nicht in dieser expliziten Zusammensetzung kennen.
Beispiel: Irgendwelchen Wesen gebe ich Flügel oder keine Flügel, Federn, Schuppen, Fell oder Haare. Sie sehen grau, blau, grün (...) aus, von mir aus auch regenbogenfarbig oder schillernd, je nachdem, wie das Licht darauf scheint, aber ich kann mir keine Farbe vorstellen, die ich nicht kenne. (Was nicht heisst, dass es sie nicht gibt. Aber könnt ihr euch UV-Licht vorstellen?)
Dinge sind entweder rund oder eckig, aber eine dritte Variante gibt es wohl nicht in unserer Fantasie, weil (wenn) wir es noch nie wahrgenommen haben.
D.h. Ich kann etwas zwar als "weder rund noch eckig" beschreiben, kann mir darunter aber nichts Konkretes vorstellen.
Da unsere Wahrnehmung beschränkt ist (wer will das schon bestreiten? :p ), ist also unsere Fantasie ziemlich gross, aber doch beschränkt, weil eine endliche Anzahl an Eigenschaften auch eine endliche Anzahl Kombinationen ergeben muss.
(Und deswegen kann man sich als Mensch auch die Unendlichkeit nicht wirklich vorstellen. Ich persönlich stell mir dabei immer eine Art Rahmen vor, und wenn ich weiter rüber gehe mit dem Blick, dann verschiebt sich der Rahmen und der Rand tritt in den Mittelpunkt. So ein bisschen Panoramafotomässig..Aber ich brauch dafür auch ein vereinfachendes Schema, kann mir die Unendlichkeit als solches nicht vorstellen. Oder bin ich einfach zu blöd dazu? :D )
Daraus folgt dann natürlich die interessante Frage, wie sieht die Fantasie blinder Menschen aus?
Er seinerseits war der Meinung, seine persönliche Vorstellungskraft sei zwar begrenzt, nicht aber die mögliche Vorstellungskraft. Also dass es eben durchaus möglich ist, dass jemand sich vorstellen kann wie UV-Strahlung aussieht, oder wie etwas aussieht, das weder rund noch eckig ist.
Was denkt ihr? Kann man sich Dinge vorstellen, die man noch nie wahrgenommen hat? Ist unsere Vorstellungskraft zwar gross, aber begrenzt, oder ist sie unendlich?
Es heißt ja immer so schön "Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt". Wenn man das auf den einzelnen Menschen bezieht, mag es möglicherweise durch die eigene Wahrnehmung der Welt und auf Grund von Erfahrungen persönliche Schranken geben. Man sieht gewisse Dinge, verändert sie gedanklich. Trotzdem gibt es Dinge, bei denen ich mir nicht erklären könnte woraus sie entstanden sind. Bestes Beispiel ist der Traum. Wer kennt es nicht? Man wacht auf und denkt sich "Was hab ich da bloß wieder zusammengeträumt?". Man sagt zwar immer, dass man im Traum das erlebte verarbeitet, trotzdem hat der Traum manchmal aber scheinbar absolut gar nichts mit der Realität zu tun.
Was "weder rund noch eckig" angeht, fällt mir als einfachstes Beispiel spontan eine Linie ein. Die besteht nur aus einer Kante, ist unendlich lang und hat weder Ecken noch ist sie rund. Ein anderes Beispiel wäre der Punkt.
Die Unendlichkeit kann man sich (in gewissen Grenzen (ich weiß, klingt erstmal nach Wiederspruch)) schon vorstellen. In der Mathematik hat man sehr oft mit unendlichen Räumen zu tun. Man kann mit ihnen problemlos rechnen und Dinge darin (virtuell) darstellen. Je öfter man damit zu tun, desto besser kann man sich den unendlichen Raum vorstellen. Zumindest geht es mir so. Wenn ich dir nun aber einen unendlichen Raum beschreiben sollte, würde ich mich ziemlich schwer tun es dir zu erklären.
Womit ich allerdings manchmal meine Probleme habe, ist wenn ich mir etwas zeitliches vorstellen soll, das keinen Anfang und kein Ende hat. Etwas das unendlich lange andauert kann ich mir vorstellen, etwas das nie begonnen hat zu existieren, sondern schon immer da ist, allerdings nicht so richtig. Wenn ich mir z.B. Gedanken darüber mache, wie lange es das Universum schon gibt, dann gibt es ja nur 2 logische Möglichkeiten: Es ist schon immer da oder es ist irgendwann entstanden. Hier habe ich das Problem, dass ich mir beides nicht vorstellen kann. Was bedeutet "ist schon immer da"? Wie kann etwas nicht irgendwann begonnen haben? Wenn das Universum aber irgendwann mal entstanden ist, wie ist es entstanden und was war vorher da? Oder gab es da einfach noch keinen Raum? Alles Dinge, die ich mir nicht zufriedenstellend vorstellen kann und die moderne Wissenschaft offensichtlich auch nicht.
Trotzdem kann ich mir eine unendlich lange Linie vorstellen oder mir vorstellen, dass das Universum noch unendlichen lange existiert.
Betrachtet man die Vorstellungskraft aller Menschen auf der Erde, fällt es mir extrem schwer irgendwelche Grenzen auszumachen. Ich bewundere oft Leute für Vorstellungen, auf die ich selbst niemals gekommen wäre. Warum soll es denn keine Leute geben, die sich etwas vorstellen können, was ich mir nicht vorstellen kann. Viele glauben für sich eine Antwort auf die Frage der Entstehung des Universums gefunden zu haben, weil sie sich das eine oder das andere vorstellen können, was mir selbst schwer fällt.
Daher würde ich deinem Freund mit seiner Behauptung zustimmen, dass die Vorstellungskraft des Einzelnen Schranken hat, nicht aber die von allen Menschen zusammen genommen. Dafür gibt es einfach viel zu viele Faktoren, die eine Rolle spielen.
Kann man sich Dinge vorstellen, die man noch nie wahrgenommen hat?
Die Frage meinst du glaube ich anders, als du sie gestellt hast oder? Die Fantasie besteht ausschließlich aus Dingen, die man noch nie wahrgenommen hat, das macht sie gerade aus, sonst wäre es ja eine Erinnerung.
SemSimkin
27.02.2008, 18:40
@Faern:
Ja, das mit dem Universum ist echt eine Grenze. Ich habe es mir auch mal planmäßig versucht vorzustellen, wie das Nichts aussieht ... bloß wird man dabei irre ! Auch diese ganzen Zeitlinie-Sachen kann ich mir nicht vorstellen (außer natürlich diesen reduzierten Käse in Star Trek etc.).
Sich " das Nichts", welches vor dem Universum dagewesen sein könnte, vorzustellen hab ich schon immer gemocht. Einfach amüsant, wie das immer wieder scheitert *grins*
Als ich mal etwas über die 4D-Sicht gelesen habe hat jmd. bemerkt:
" Wie soll auch jemand herausfinden was 4D ist, oder wie es aussieht, wie man sich fühlen würde? Du kannst ja auch nicht in die Rolle des Super Mario schlüpfen und dir 2D vorstellen. Genau so ist das mit 4D... "
Da hat die Fantasie wohl Grenzen ;)
Ich sag mal, Fantasie ist, was man daraus macht;)
Aus Autorensicht: Wer es schafft, jenseits von Trollchen und Elfchen Welten zu schaffen, die so unvorstellbar, so unbegreiflich, geradezu surreal sind, das sie auf der Vernunftebene kaum zu erfassen sind, der hat es zu wahrer Meisterschaft gebracht. Es gibt nur ganz weniges, was ich in diese Kategorie einordnen würde. Die Werke Sartres, die finalen Folgen von Neon Genesis Evangelion, Miyazakis Nausicaä Manga (nicht der Anime)... da vermischt sich Fantasie mit Philosophie. Die Grenze ist also gesprengt, wenn ich nicht mehr frage, hat die Gestalt Flügel oder nicht, sondern: Wofür steht diese Gestalt, wie ist sie zu interpretieren? Dabei kann jeder zu seiner eigenen Erkenntnis kommen, die auch nie falsch sein kann, da sie nur die persönliche Sichtweise darstellt.
Was die 4D Sicht betrifft, denke ich eher an Alice und den Caterpillar, als an Super Mario, aber auch ein interessanter Vergleich:)
Echt interessant, darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht :D
Ich glaube, ich stimme eher deinem Freund zu, Momo; für mich gibt es sicher viele Dinge, die ich mir nicht vorstellen oder vor Augen führen kann. Das heißt aber meiner Meinung nach nicht, dass das anderen auch unmöglich ist; wie Warin sagte, was manche Leute nur durch Fantasie und gedanklicher Fortsetzung momentaner Ereignisse/Entwicklungen zustande bringen, ist einfach erstaunlich.
Was meine ganz persönliche Fantasie betrifft, ist sie denke ich in die Fantasy-Richtung sogar sehr begrenzt. Ich kann mir eigentlich alles vorstellen, was ich lese oder höre oder was weiß ich; das ist für mich aber nur ein sehr kleiner Teil von Fantasie... für mich ist Fantasie mehr die erfinderische Seite des Ganzen. Und ich könnte mir nie ganze Welten, Sprachen, Mythen usw ausdenken, es geht einfach nicht, ich hab es schon einige Male probiert T_T Wird unverständlich, langweilig, unvollständig...
Meine Fantasie ist denke ich eher im... mh... Geschichten/Dinge auf der Basis des Existierenden (evtl mit einigen selbst erdachten Zusätzen) ausdenken besser brauchbar :D Absolutes Fantasy zu erfinden, ist mir praktisch unmöglich, dazu fehlt mir einfach was. Bei anderen Menschen ist es vllt genau andersrum.
Was ich damit sagen will: Ich denke, jeder hat ein bestimmtes Gebiet, in dem seine Fantasie auf verschiedene Weise sehr weit reicht, während man ihm bei anderen Dingen vllt einen Mangel an Fantasie vorwerfen würde. Insofern dürfte es wahrscheinlich niemanden geben, der sich wirklich ALLES vorstellen und ausdenken kann, aber bei jedem sind es andere "Bruchstücke".
Das sind aber nur die Gedanken, die ich mir zu dem Thema gemacht habe und zwar zum Großteil erst vor ein paar Minuten^^
Ollowain
28.02.2008, 18:14
Wenn ich mir z.B. Gedanken darüber mache, wie lange es das Universum schon gibt, dann gibt es ja nur 2 logische Möglichkeiten: Es ist schon immer da oder es ist irgendwann entstanden. Hier habe ich das Problem, dass ich mir beides nicht vorstellen kann. Was bedeutet "ist schon immer da"? Wie kann etwas nicht irgendwann begonnen haben? Wenn das Universum aber irgendwann mal entstanden ist, wie ist es entstanden und was war vorher da? Oder gab es da einfach noch keinen Raum? Alles Dinge, die ich mir nicht zufriedenstellend vorstellen kann und die moderne Wissenschaft offensichtlich auch nicht.
Nach, unter anderen, Stephen Hawking ist das Universum vor ca. 15 Milliarden Jahren entstanden. Zuerst hat es nur aus Wasserstoff und Helium bestanden, das teilweise verbrannt ist - also wie unsere Sonne, nur viel heißer.
Aus den Elementen haben sich dann mit der Zeit die ganzen anderen Elementen zusammengesetzt. (Insofern würden sich immer weitere, schwerere neue Elemente bilden :rolleyes:)
@Topic: Ich denke mal, dass Fantasie auf Eindrücken beruht, die man schon erlebt hat und sie neu kombiniert. Aber wenn ein Eindruck noch nicht wahrgenommen wurde, dann ist er schwer vorzustellen, bzw. zu ersetzen. Wenn ich beispielsweise zu jemandem, der noch nie auf einem Pferd gesessen ist, sage : "Auf einem Kamel zu reiten ist eigentlich, wie auf einem Pferd zu rewiten, nur dass man mehr zur Seite schaukelt." ;) Dann wird dieser "Jemand" sich überlegen, wie es ist auf einem Pferd zu reiten und das ganze dann "mehr schaukeln lassen". Aber sollte er sich je auf ein Kamel setzen wird er höchstwahrscheinlich denken, dass er sich das doch anders vorgestellt hatte.
Anders ist die Sache, wenn man bereits vorhandene Eindrücke kombiniert: Man kann sich zum Beispiel ganz einfach einen neongrünen Vogel vorstellen: Man kombiniert einfach einen Vogel mit der Farbe neongrün. Fertig. Neongrüner Vogel.
Insofern halte ich auch mit Momos Freund.
Daraus folgt dann natürlich die interessante Frage, wie sieht die Fantasie blinder Menschen aus?
Ich glaube, dass sich die Vorstellung bei einem Blinden, der noch nie sehen konnte, sich rein auf Auditives und Gefühltes, usw. konzentriert.
Unendlichkeit, wenn man mal zu dem Themaommt, stell' ich mir immer als eine Art einheitlich schwarze Fläche vor. ;) Sehr kreativ, ich weiß, aber halt ziemlich einfach vorzustellen - und irgendwie passt's.
RickyLee
29.02.2008, 13:44
Ja, Fantasie hat Grenzen. Direktes Beispiel: Stelle dir die Unendlichkeit vor.
Und da gibt es noch andere Dinge, die ich mir nicht vorstellen kann... (Angela Merkel im Badeanzug, da ist meine Fantasie gottseidank zuende...
Pardon, dummer Witz ^^)
Oder: Fantasie hat keine Grenzen und wenn doch, merken wir´s nicht, weil wir uns die Grenzen nicht vorstellen können XD
Was "weder rund noch eckig" angeht, fällt mir als einfachstes Beispiel spontan eine Linie ein. Die besteht nur aus einer Kante, ist unendlich lang und hat weder Ecken noch ist sie rund. Ein anderes Beispiel wäre der Punkt.
Die Fantasie besteht ausschließlich aus Dingen, die man noch nie wahrgenommen hat, das macht sie gerade aus, sonst wäre es ja eine Erinnerung.
Also als allererstes wollt ich mal sagen das eine Line oder kante, ein langes Rechteck ist, je nachdem wie breit dein stift ist, und ein punkt ist rund oder eckig, kommt auch auf deinen Stift/Pixel o.ä. an.
Etwas ist entweder rund oder ecke oder eine Mischung aus beiden, was man weiss wenn man z.b. ein Manekin zeichnet, ich denke jeder hier der zeichnen kann und mit einem solchen anfängt weiss das man alles in eben diese Geometrischen Figurn aufteilt.
Das Fantasie ausschliesslich aus Dingen besteht die man noch nie wahrgenommen hat find ich nicht.
Man würfelt ehr alles zusammen, wenn ich schonmal ein Bild von einem Tintenfisch gesehn hab fällt es mir nicht mehr schwer mir einen Alien mit 4 tentakeln vorzustellen.
Wir füttern unser Gedächtniss mit kleinen Teilen eines ganzen und wenn wir etwas sehn das wir nicht kennen vergleichen wir es mit dem was wir kennen und können es uns so VORSTELLEN.
Fantasie hat jeder Mensch....
Und ob es Grenzen hat?.... Das liegt am Mensch selber.... wenn man jemanden fragt, ob er sich "das Nichts"vorstellen könne, dann wird er sich vielleicht fragen: Wieso sollte ich über diese Frage nachdenken? Man kann sich das Universum gewiss vorstellen, man hat einfach eine schwächere Vorstellung von dem was man vom Universum erwartet..... Habt ihr das kapert?....( Ich weiss nicht, wie ich es anders hätte schreiben sollen) Wenn nicht, auch nicht schlimm.....
...dann wird er sich vielleicht fragen: Wieso sollte ich über diese Frage nachdenken?
Hm weil es interessant ist? Weil es über das alltägliche à la "Hm ein großes oder doch lieber zwei kleine Brötchen?" hinausgeht.
Die Sache mit der Unendlichkeit ist wirklich interessant. Daran scheitere ich immer, ich habe immer so ein Gefühl, dass ich es gleich verstehen oder sehen würde und im nächsten Moment zerplatzt alles und ich stehe wieder am Anfang.
So etwas ähnliches habe ich auch bei der Vorstellung von mir selbst, also bei der Frage was bin ICH eigentlich? Versucht es mal, das strapaziert meiner Meinung nach auch unsere Fantasie.
Ich denke, dass Fantasie keine festen Grenzen hat, sondern vielmehr Hürden. Manche überspringen mehrere, können sich mehr vorstellen (sei es nun die Unendlichkeit, etwas, dass weder rund noch eckig ist, oder die Funktion f(x)=x³+4x), andere weniger. Manche Menschen setzen sich vielleicht gewollt oder ungewollt eigene Grenzen über die sich nicht kommen wollen oder können.
nazgul666-rr
09.03.2008, 21:42
nun dazu passt vll am am besten Albert Einstein sein Zitat aus meiner Signatur:
Imagination is far more important then knowledge
Vorstellungskraft/Fantasie ist wesentlich wichtiger als Wissen, denn durch Fantasie wird das leben erst Interessant - Wissen kann man nachschlagen aber durch Fantasie kann so etwas entstehen wie die Relativitätstheorie und Fantasie kann auch zu einer sehr tollen Fernsehserie führen wie Star Trek, aus der schon Technologie in unser Leben adaptiert wurde (z.B.: Mobiltelefon, Diskette)
allein durch meine Vorstellungskraft und ein wenig Wissen über die Syntax und Vektorrechnung konnte ich aus einem Dreieck (von unserm Lehrer vorgegeben als Beispiel) in XAML mit Viewport3D (erweitertes XML mit 3D von M$) zunächst eine 3-seitige Pyramide, dann eine 4-seitige, daraus dann einen Turm - und zum ende der Ferien hab ich vll eine kleine Stadt in 3D
vondaher würd ich sagen, das Fantasie nur Grenzen hat in seiner eigenen Vorstellungskraft oder Kreativität und die sind für jeden Individuell
midknight
09.03.2008, 22:13
Phantasie und Grenzen? Hmm nein, dem kann ich nicht zustimmen. Wenn es etwas menschliches gibt, dem keine Grenzen gesetzt sind, dann Grausamkeit und Phantasie. Wobei das Eine auf dem Anderen aufbaut.
Ich denke man kann mit Hilfe der Phantasie Gegenstände, Objekte oder Wesen erfinden auch ohne, dass man vorher zwei oder mehr bereits erfahrene Sinneseindrücke kombiniert. Platos Ideenlehre ist z.B. so ein Fall, bei dem sich der Gedanke einer Idee anschickt vor dem Objekt dagewesen zu sein. Den Begriff der Idee kann man weder sehen, schmecken, hören noch fühlen. Trotzdem hat sich Plato diesen Gedanken vorgestellt und der Idee einen zentralen Platz in seinen Werken gewidmet.
Oder noch allgemeiner die Sprache. Als unsere Vorfahren die Sprache entwickelten haben sie ja nicht bereits sagen (grunzen) können, dass Gras grün ist. Sie wussten was Gras ist und wie es aussieht, seine Beschaffenheit, vielleicht der Geschmack und der Geruch aber der Begriff "grün" musste erstmal so definiert werden, dass er universell gültig ist. Praktisch aus dem Nichts heraus wurde der vorher nicht existierende Begriff des Grünen gebildet und zugeordnet. Mit einer begrenzten Phantasie kann dies meines Erachtens nicht möglich sein. Aber vielleicht schreib ich hier auch nur eine Menge Quatsch. Das bleibt letzten Endes jedem selbst überlassen. :D
Phantasie an sich, Phantasie als Allgemeingut hat wohl keine Grenzen. Immer wieder gibt es neue Gedanken, die noch niemand zuvor gedacht oder formuliert hat.
Die Phantasie des/der Einzelnen ist allerdings oft begrenzt. Ich kenne Menschen mit ungeheurer Phantasie, andere haben so gut wie gar keine.
ExLibris
10.03.2008, 11:05
Ich würde auch sagen, dass Phantasie an sich, keine Grenzen hat. Aber Phantasie "an sich" kann ich mir auch wieder nicht vorstellen, weil es immer jemanden braucht der sie definiert.
Also hat natürlich bei jedem einzelnen und individuell die Phantasie ihre Grenze. Jeder kann selbst entscheiden wie weit er gehen möchte, was er alles zerteilen und neu zusammen setzen möchte. Oder ob man lieber im begrenzten Bereich bleibt, ohne sich weiter hinaus zu wagen. Ich glaube es ist eher eine Frage der Entscheidung. Manche haben eben garkein Interesse daran. "Das kann ich mir nicht vorstellen" ist meistens eher ein "Das will ich mir garnicht vorstellen".
Phantasie ist Kreativität, sie ist Improvisation, und das liegt eben nicht jedem.
Das eigentlich Interessante bei der Phantasie ist, etwas wirklich neu zu erfinden! Etwas noch nie dagewesenes. Etwas zu erschaffen, ohne auf irgendeinen Erfahrungswert zurück zu greifen.
Ich denke, das ist schon eine Art "Genie". Das braucht man natürlich nicht um tolle Fantasy zu schreiben, aber wenn ein Autor es hat, ist es schon sehr beeindruckend.
Mery_Fantasy
10.03.2008, 12:59
ich finde, die eigene Fantasie ist geformt von der eigenen Umgebung... Ließt man viel, schaut man viel TV, interessiert man sich für andere Dinge... All das formt die eigene Fantasie und macht sie zu einem unschlagbaren Medium. Die Fantasie ist so wichtig wie die Luft zu atmen... aber ich habe auch schon Menschen getroffen, die sich im Kino bei Herr der Ringe darüber aufgeregt haben, warum Bäume reden können und daß das unrealistisch sei .. ähm *räusper*
Ich stimme Merry zu. Ich beispielsweise kann lesen und schreiben seit ich drei bin und deswegen ist meine Fantasie ziemlich ausgeprägt.
Ich persönlich finde eine große FAntasie toll, aber das wichtigste für mich ist, dennoch auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben. Wenn man nur mit dem Kopf in den Wolken hängt, kann man sich sehr schnell in Illusionen verrennen, finde ich.
Deswegen sollte man auch auf kleine Dinge in der Welt achten, wie zum beispiel eine schnecke, die auf der straße ihre schleimspur hinterlässt.
so habe ich es mir angewöhnt, das verhalten meiner beiden mäuse ganz genau zu beobachten...ich finde sowas einfach tierisch interessant und kann menschen, die sich absolut nicht für ihre umwelt interessieren nicht ausstehen...mit denken kann cih meist auch nicht so gut ^^
ExLibris
11.03.2008, 16:01
Ich beispielsweise kann lesen und schreiben seit ich drei bin und deswegen ist meine Fantasie ziemlich ausgeprägt.
Das verstehe ich nicht ganz, wie meinst du das?
Ich glaube Phantasie hat nichts mit Bildung zu tun. Ich nehme an, auch ein Analphabet kann ein sehr phantasievoller Mensch sein.
Aber ich stimme dir zu, was du über die Beobachtung sagst. Wer seine Aufmerksamkeit auch auf die kleinen Dinge lenkt, kann einfach mehr Eindrücken speichern, auf die er wieder zurückgreifen kann. Vielleicht hat es auch etwas mit Sensibilität zu tun. Ob ich nun mit offenen Augen und mit Neugier durch die Welt gehe, oder mit Scheuklappen.
Das verstehe ich nicht ganz, wie meinst du das?
Ich glaube Phantasie hat nichts mit Bildung zu tun.
Genau das glaube ich. Zwar teile ich deine Meinung, dass auch einAnalphabet sehr fantasievoll sein kann, doch eindrücke (und azu gehören meiner meinung nach auch die, die man aus büchern etc. bezieht) bleiben im gedächtnis haften und weiten das fantasiebild aus.
so denke ich mir das, dass man die gesammelten erfahrungen zu einem ganz neuen netz aus eindrücken zusammenweben kann, wenn man das möchte. für mich steckt da keinerlei "begabung" dahinter.
zum thema bildung: für mich ist bildung nicht das, was man in der schule lernt oder in schlauen büchern liest sondern das, was einem hilft, das leben ein bisschen mehr zu meistern und mit dingen zurechtzukommen.
und sowas kann man meiner meinung nach halt seit kindesbeinen an einfach nicht, weil man erfahrungen und fehler machen muss, um "schlau" zu werden.
ExLibris
12.03.2008, 08:37
zum thema bildung: für mich ist bildung nicht das, was man in der schule lernt oder in schlauen büchern liest...
Mit Bildung bezog ich mich auf deine Aussage, dass du mit 3 Jahren schon lesen und schreiben konntest. Und ich weiß noch immer nicht, wie du das meinst, dass du dadurch eine größere Phantasie hast.
Aus meiner Kindheit erinnere ich mich am deutlichsten an meine Bilderbücher. Auch wenn ich sie noch nicht lesen konnte, sind dadurch die fantastischsten Geschichten entstanden.
Irgendwie nimmt man als Kind soviel mehr wahr! Dinge werden ganz von alleine lebendig, alles hat einen gewissen Zauber. Den man als Erwachsener leider teilweise verliert. Und es geht darum, wieviel man sich von diesem kindlichen Zauber bewahren kann.
Phantasie verbinden wir in diesem Forum zwar häufig mit Fantasy-Literatur, aber ich glaube es kommt nicht darauf an, wieviel oder ab welchem Alter man schon lesen konnte.
Mery_Fantasy
12.03.2008, 10:07
je älter man wird, desto schwächer wird die Fantasy, da sie durch den heutigen Alltag und Streß einfach vernichtet wird ...
RJ Crack
12.03.2008, 20:18
je älter man wird, desto schwächer wird die Fantasy, da sie durch den heutigen Alltag und Streß einfach vernichtet wird ...
Nun...da ist was dran. Aber muss nicht unbedingt sein. Alte Menschen werden ruhiger, entspannter und somit öffnen sich die Augen wieder für die Umwelt. Natürlich hast du Recht, dass Stress ablenkt, aber es heißt ja nicht, nur weil man älter wird, wird man täglich von Stress geplagt.
Fantasy kann jederzeit wachsen, je nachdem, wie groß die Interesse ist, etwas Neues zu sehen und zu verarbeiten. Doch Grenzen wird Fantasy besitzen, wie alles auf der Welt. Irgendwann ist Schluss, weil alles entdeckt wurde und nichts Neues mehr unser Auge erreicht.
Doch bis der Mensch alles entdeckt hat, das überlebt wohl niemand. Vieles gerät in Vergessenheit und vieles wird neu entdeckt, das unsere Vorstellungskraft wieder anregt, wobei uns manchmal nicht klar ist, dass "diese Fantasy" schon vor hunderten Jahren gab, aber "ausgestorben" ist. Bis es wieder ins Leben gerufen wurde.
Darum könnte man wieder sagen, dass Fantasy keine Grenzen hat, weil es sich stets im Kreis dreht, aber der Gedanke ist im Grunde genommen falsch, dies sagt zumindest meine momentane Meinung.
Irgendjemand hat sich gefragt, ob man etwas komplett Neues ausdenken könnte. Etwas, was noch niemand gesehen hatte. Ich dneke nicht, dass dies möglich ist. Unsere Fantasy stützt sich auf alles, was wir hören, sehen, riechen und fühlen.
Ich kann mir nicht vorstellen, wie es ist zu sterben, (also der Moment, wo das Leben meinen Körper verlässt) da ich nie gestorben bin. Es wird schwarz vor Augen...ok. Und dann? Ich bin mir nicht mal sicher, ob es überhaupt schwarz vor Augen wird, ganz zu schweigen davon, ob wir das überhaupt noch mitkriegen.
Diese Frage lässt sich nicht mit einem klaren "JA" oder "NEIN" beantworten.
Nur weil ein Erwachsener weniger Vorstellungskraft besitzt als ein Kind, kann man nicht sagen, dass Fantasie begrenzt ist.
Umgekehrt bei Kindern, deren Vorstellungskraft mir oft grenzenlos erscheint. Sie sind in der Lage, imaginäre Freunde und Welten zu schaffen, an die sie auch noch fest glauben (und das ist nicht nur in Filmen wie "Brücke nach Terabithia" so, dies entspricht der Realität).
Ich konnte mir als Kind für die Schule die besten Aufsätze zusammenreimen.
Habe mir genaustens vorstellen können, wie es wäre eine Elfe, Fee, Meerjungfrau,..... zu sein. Diese Fantasie ist mir heute nicht mehr gegönnt. Was ich früher an einem Tag geschrieben habe, würde ich wohl heute in einer Woche längst nicht hinbekommen. Was ich damit sagen will ist:
Erwachsene: Fantasie hat Grenzen
Kinder: Fantasie hat keine Grenzen
_zuchtmopsNRW_
26.03.2008, 16:30
ok, hier fühl ich mich richtig
hab nur die erste seite gelesen, deshalb leg ich einfach mal los:
das universum kann nicht ewig existieren, da es sich (wahrscheinlich und müsste eigentlich) ständig ausdehnt.
Würde es unendlich lang bis jetzt existieren wäre es auch schon unendlich groß
ich habe das problem das mein "Fantasy" logisch und trotzdem halt... Fantasy sein muss!!
naja, könnten wir uns eine Form vorstellen, die es bei uns auf der erde nicht gibt
eigentlich besteht allles aus ecken kanten usw.
würden wir wohl zusammenbre3hen oder verrückt werden wenn wir so eine form sehen??
oder käme uns das wie eine optische täuschung vor??
nochmal zum universum:
vllt ist das heutige universum früher ein altes universum gewesen, welches durch instabilität (zu viel/wenig masse o.ä.) implodiert und somit auch wieder explodiert ist
wenn die energie die beim implodieren entsteht groß genug ist, könnte sie molekül etc. voneinander trennen, sodass wieder nur leichte atome bestehen.
kurz darauf bilden sie wieder schwere atome und alles beginnt von neuem.
oder aber es gibt paralleluniversen und bei einer kollesion im raum zeit kontinoum von zwei universen entstand der urknall
anmerkung: ganz weit hergeholt
oder es gibt gott (glaub ich net)
doch da stellt sich die frage wieso er das universum nicht schon früher erschaffen hätte
nunja wenn gott in der unendlichkeit "lebt" ist es für ihn nicht früher oder später es ist nunmal
jedoch sagt die bibel das gott allmächtig ist und somit in die zukunft schauen kann
wenn er uns jemals erschaffen hat, müsste er das schon davor (nicht in der zeit einfach vor unserem erschaffen) gesehen haben, dass er uns erschaffen wird
somit hätte er ein schicksal und wäre nicht mehr allmächtig
deshalb und wegen anderen gründen glaub ich auch net an gott
wieder zur fantasy:
falls irgendwer von euch eine vereinbarung zwischen logik und fantasy findet
also eine logische fantasy (die logik muss nur logisch sein und nichts mit unserer welt zutun haben, sie muss halt zueinander passen)
ERZÄHLT ES MIR BIIIITTTTTEEEEEE
hilferuf ende
so ich will nicht das einer augenschmerzen kricht deshalb überlass ich den rest euch andren
mfg
Zuchtmops
ich bins nochmal
ich glaube nicht das die fantasy mit dem alter nachlässt
sie ändert sich viel mehr
reift aus und so
tolkien hatte noch im hohen alter eine blühede fantasy denke ich mal*ja*
Troll Schlachter 18
31.03.2008, 16:43
Also in meinen Augen hat Fantasy null Grenzen man kann immer wieder etwas neues sich ausdenken und ausmalen wie es sein sollte!!! Machne leute denken das fantasy eine grenze hat aber schon wenn sie sowas sagen weiß man das sie selber nicht viel fantasy haben!!!
Euer Waffenbruder
_zuchtmopsNRW_
01.04.2008, 20:20
@troll schlachter:
ich denke die meisten von uns sind einfach soweit gegangen, dass wir nicht fantasy meinten
ich zum beispiel hab mich zu viel auf die freiheit unseres geistes bezogen
da muss man eigentlich unterscheiden
doch da fantasy alles ist, was wir in unseren köpfen erfinden ist dem doc ein limit gesetzt wie in den vorigen beiträgen schon ausfürlich erläutert wurde
ich hoffe das hier ist nicht zu kurz
es sollte nur an troll schlachter gerichtet sein und nicht zum wesentlichen des threads beitragen
@_zuchtmopsNRW_
Hio du,
muss für dich, Fantasy wirklich etwas mit Logik zu tun haben?
Lös dich doch mal von dem Gedanken, ich empfinde es eher so, das Fantasy oder auch Fantasie, egal wie sie gestrickt ist, nicht wirklich Grenzen hat ausser vl. die des eigenen Verstandes.
Ich bin der Meinung das unser Gehirn in der Lage ist sich auf Grund von äusseren Einflüssen, Wahrnehmungen ob sie real sind oder durch Täuschungen entstehen eine unendliche vielzahl von Bildern entstehen zu lassen die dann wiederum unsere Fantasie beflügeln. Wer Kinder hat und diese beim Spielen ab und an Aufmerksam beobachtet, wird mir das bestätigen. Für mich sind sie die Weltmeiter der Fantasie/Fantasy. bei ihnen entsehen aus Krümeln ganze Welten, werden aus schlichten Grashalmen riesige Bäume und aus Insekten die seltsamsten Monster.
also ich glaube nicht daran das es wirklich Grenzen gibt und wenn doch.... dann sind wir auf jedenfall ganz weit davon entfernt sie auch nur im geringsten zu erfassen.
Grüße
Allanon
ExLibris
03.04.2008, 11:40
muss für dich, Fantasy wirklich etwas mit Logik zu tun haben?
Ich würde Logik nicht mit Grenzen gleichsetzen. Fantasy muss für mich natürlich auch logisch sein. Nicht so sehr in der Umwelt, in Gestalt und Form, sondern im Handeln und Abläufen. Es muss für mich nachvollziehbar sein, ich muss mich damit identifizieren können. Ich muss die Absicht und die Motive verstehen können. Sowohl bei einzelnen Figuren, als auch bei einer ganzen Geschichte. Erst dann geht es mir nahe.
Das "Warum" muss geklärt sein. Das wollen auch schon 3-jährige Kinder. :)
Das "Warum" muss geklärt sein. Das wollen auch schon 3-jährige Kinder. :)
uiuiui, ich glaube das sehe ich anders, ich denke die Eltern wollen in erster Linie das ein Kind das "warum" versteht. Kindern sind viele Abläufe und Geschehnisse völlig egal, sie nehmen sie als gegeben ohne das sie sie aus ihrem Naturell heraus gleich hinterfragen. Es wird probiert, getestet und, wenn dabei kein Schaden entsteht, keine schmerzhafte Erfahrung zurück bleibt, wird es für gut befunden. Bei Kinder geht sehr vieles über die von Natur aus gegebenen Sinne wie tasten, richen, sehen,hören usw. die aus den sinnen gewonnene Erfahrung trägt dann dem lernen bei. Hinterfragt, wird mit Sicherheit erst viel später.
Ich würde Logik nicht mit Grenzen gleichsetzen. Fantasy muss für mich natürlich auch logisch sein.
Das verstehe ich jetzt nicht ganz, in der Fantasy gibt es jede Menge Zauberei, Fähigkeiten usw. die mit keiner Logik erklärbar sind, mann muss sie einfach als gegeben hinnehmen. Wo sind da die Grenzen? sind es die die der Autor seinen Charakteren auferlegt? Ich würde sagen nur bedingt. Denn wer sagt denn das der Leser diese nicht bis in`s sprichwörtlich unendliche erweitert? Ich weis nicht, für mich ist das alles nicht wirklich greifbar, immer wenn man denkt man hat das Ende eine Denkstrecke erreicht, geht es nochmal weiter und das immer wieder. Das Thema gibt auf jeden Fall viele interessante Denkansätze her.
Grüße
Allanon
Kindern sind viele Abläufe und Geschehnisse völlig egal, sie nehmen sie als gegeben ohne das sie sie aus ihrem Naturell heraus gleich hinterfragen.
Ich weiß ja nicht, hast du da eigene Erfahrungen? Weil:
"Waruuuuuuum? Was machst du da? Warum machst du das? Was heißt "..."? Wie macht man das?"
Beliebig ergänzbar. Kinder hinterfragen im Allgemeinen so gut wie ALLES.
Klar probieren sie auch viel aus (oft zum Leidwesen andere xD"), aber oft wird auch zur Mama gerannt und gefragt.
Ich weiß ja nicht, hast du da eigene Erfahrungen? Weil:
"Waruuuuuuum? Was machst du da? Warum machst du das? Was heißt "..."? Wie macht man das?"
Beliebig ergänzbar. Kinder hinterfragen im Allgemeinen so gut wie ALLES.
Klar probieren sie auch viel aus (oft zum Leidwesen andere xD"), aber oft wird auch zur Mama gerannt und gefragt.
yop ich habe drei an der Zahl sogar, leider verstehe ich gerade die Fragen in Bezug auf das Zitat das du herausgepflückt hast nicht.
ich versuch es einfach mal, auch auf die Gefahr hin das ich jetzt im Nebel herum schreibe.
Ein Bsp. Nimm mal einen kleinen Racker der zünselt in der Wohnung still heimlich in seinem Zimmer vl. hat er ja Mama gerade zugeschaut wie sie eine Kerze angezündet hat), das will er dann natürlich nachmachen, das ist suuper spannend und ebenso gefährlich. Glaube aber ja nicht das vorher gefragt wird ob man das darf und welche Gefahren da lauern. Nimm andere Kinder die mit Schneebällen werfen, vl. sogar obwohl der Boden unter dem schnee voll Splitt ist, Kinder werfen erstmal freudig (erst handel) hinterfragt wird vl. hinterher, weil ein Erwachsener motzt, das da Steine mit drin sind und es gefährlich ist. So ist es mit allem, je kleiner sie sind und umso weniger sie schon von der gesellschaft vereinnahmt sind, umso eher fällt es auf. Erst probieren, mit den eigenen Sinnen wahrnehmen und dann fragen. Oder im schlimmsten Fall (dies zu verhindern sind dann wieder Erwachsene da) eine Erfahrung sammeln die nicht so toll ist. Im o.g. Fall wäre das vl. ein Hausbrand.
Grüße
Allanon
yop ich habe drei an der Zahl sogar, leider verstehe ich gerade die Fragen in Bezug auf das Zitat das du herausgepflückt hast nicht.
ein BSP nun nimm mal einen kleinen Racker der zünselt, das ist suuper spannend und ebenso gefährlich. glaube aber ja nicht das vorher gefragt wird ob man das darf. Nimm andere Kinder die mit Schneebällen werfen, vl. sogar obwohl der Boden unter dem schnee voll Splitt ist, Kinder werfen erstmal freudig (erst handel) hinterfragt wird vl. hinterher, weil ein Erwachsener motzt, das da Steine mit drin sind und es gefährlich ist. So ist es mit allem, je kleiner sie sind und umso weniger sie schon von der gesellschaft vereinnahmt sind, umso eher fällt es auf. Erst probieren, mit den eigenen Sinnen wahrnehmen und dann fragen. Oder im schlimmsten Fall (dies zu verhindern sind dann wieder Erwachsene da) eine Erfahrung sammeln die nicht so toll ist. Im o.g. Fall wäre das vl. ein Hausbrand.
Grüße
Allanon
Ich war nicht so, meine Schwester war nicht so, meine Freundinnen waren nicht so (wobei die Betonung hier auf dem weiblichen liegt, bei den Jungs sind schon welche dabei gewesen, wenn ich das recht in Erinnerung habe).
Ich räume ein, ich habe keine Kinder (was mit 15 auch ziemlich unangebracht wäre :D), aber trotzdem schon einige Erfahrungen im Umgang mit ihnen. Sicher, Kinder probieren aus, da stimme ich dir zu, aber viele, wenn es denn nun nicht alle sein sollen, fragen auch viel. Beides geschieht bei verschiedenen Dingen, aber müsstest du als Elternteil das nicht kennen, von Fragen gelöchert zu werden? : D
Und es probieren auch nicht alle Kinder alles aus. Schnee mit Steinen drin hätte ich nicht mal zu nem Ball geformt, wenn wahrscheinlich auch zu Teilen der nicht vorhandenen Ästhetik wegen :D Das hat aber weniger etwas mit dem Thema dieses Threads zu tun, das ist was anderes. Worum es hier geht und was du in meinen Augen zu meinen scheintest, da könnte ich mich fraglos getäuscht haben, war, dass Kinder ihre Fantasie durchaus hinterfragen und belegt -> begrenzt haben wollen. Das hat nichts damit zu tun, ob sie jetzt ihre Hände auf eine Herdplatte knallen oder sich vorm Spiegel an den eigenen Haaren reißen. Sicher tun sie das nicht bei allem, was ihnen Fantasievolles in den Kopf kommt, das wäre auch ein wenig viel Arbeit :D Aber selbstverständlich will man doch wohl als Kind "Grenzen"... man will wissen, ob das "geht" und das zieht nicht grundsätzlich nach sich, dass alles immer ausprobiert wird... fragen reicht oft auch schon.
Wo ich dir recht gebe ist, dass Kinder Vieles einfach ausprobieren. ich hab mir iwann als Kleinkind mal die Fingrernägel mit nem Filzstift lackiert. Aber ich finde es etwas zu weit gedacht zu behaupten, Kinder würde nichts hinterfragen bzw. wissen wollen, wo die Grenze des Möglichen oder von was auch immer liegt.
Huhu Akissi,
ich denke das vieles auch mit der eigenen Sichtweise zu tun hat. Jeder interpretiert in das was er sieht, oft auch sein eigenes Bild der Sache hinein.
Unter dem Strich denke ich wir haben beide recht.
Villeicht ist es auch wirklich so, das sich jeder die Grenzen seiner eigenen Fantasie selbst setzt. Ein großes Stück dazu mag sein Umfeld und die Gesellschaft in der er lebt und aufwächst beitragen. diese Kriterien beeinflussen einen Menschen in höchstem Maße, ob er dies möchte oder nicht.
liebe Grüße
Allanon
gaea embla
07.04.2008, 12:38
Es ist eigentlich nur logisch und sinnvoll, dass Fantasie grenzen hat. Wenn sich der Mensch wirklich ALLES vorstellen könnte, dann bräuchten wir ein Gehirn, das ungefähr so groß ist wie ein Medizinball (oder noch größer). Und dann würde die Grenze zwischen Fantasie und Wirklichkeit immer mehr verschwimmen. So etwas gibt es zum Beispiel als psychische Krankheit, Menschen, die sich zumindest "mehr" vorstellen können, als ein normaler Menschen, bei denen sind die Synapsen im Gehirn anders verschaltet bzw die Transmitterausschüttung ist gestört. Und wenn ich es schon psychische "Krankheit" nenne, kann man sich vorstellen, dass das Leben für diese Menschen nicht angenehmer ist, durch ihre spezielle Fähigkeit.
Die Grenzen unserer Fantasie sind daher eher nützlich für uns als hinderlich. So ist es ja immer mit Grenzen. Sie nerven einen, weil sie die eigene Entwicklung behinder können, aber wir brauchen sie, weil sie uns Schutz und Ordnung bieten.
Und ich bin mit dem "Ausmaß" meiner möglichen Fantasie eigentlich ganz zufrieden:D
Emerelle89
22.08.2008, 10:21
Ich denke das Fantasie keine Grenzen kennt. Man kann sich alles mögliche Ausdenken. Wenn die Fantasie grenzen hätte könnten sich die Autoren irgendwann nichts mehr ausdenken. Aber es gibt ja ständig neue Bücher auf dem Markt, also muss die Fantasie doch Grenzenlos sein!
Elbenkriegerin
28.08.2008, 17:56
Fantasie oder Fantasy haben für mich so gut wie keine Grenzen... denn grade in der Fantasy kann man alles machen was man will. Das ist ja das tolle daran. Es gibt keine grenzen... :)
Asfalasarion
14.09.2008, 20:44
Bevor man diese Frage angeht:
Grenzen schließen nicht aus, dass das, was innerhalb der Grenzen liegt, unendlich groß ist.
Ich formuliere also mal die Frage:
Kann sich der Mensch theoretisch Alles vorstellen?
Problem: Was ist "Alles"?
Bezeichnen wir mit "Alles", alles was wir kennen/wahrnehmen/denken können?
=> führt zur Tautologie
oder
Umfasst "Alles" noch mehr?
=> Beantwortung entzieht sich naturgemäß unserem Verstand
=> Wir können es nicht ausschließen
Schlussfolgerung: Es lässt sich nicht ausschließen, dass sich der Mensch sich nichtmal theoretisch Alles vorstellen kann. Eine eindeutige Beantwortung dieser Frage wird nie möglich sein.
Vollkommen unabhängig davon ist die Frage, wie viel der Mensch nun kennen/wahrnehmen/denken kann.
Praktisches Beispiel: man kann sich keine neue farbe ausdenken. oder jedenfalls kenn ich keinen der es je geschafft hat.
ChibiShiina
23.09.2008, 10:19
Ohne mir jetzt den gesamten Thread durchgelesen zu haben, habe ich für mich festgemacht: "Die Fantasie hat nur insoweit Grenzen, wie man bereit ist sie zu setzen oder einzureissen."
Fantasie hat schon seit jeher die Menschen beflügelt, sei es in der Erfindung, in der Bauweise oder in der Kunst und Literatur. Woher kommt sie? Nur aus der einfachen Frage nach dem "Wie" und "Warum" und "Weshalb" ? Ich weiss, dass vieles was hinter diesen einfachen Fragen begann, zu etwas großem Herangewachsen ist.
In der Fantasie funktioniert es doch genauso. Manchmal sind es kleine Dinge die unsere Fantasie anregen, nicht unbedingt die Großen.
Ein Beispiel: Vor ein paar Jahren stand ich in unserer Küche, war mit dem Abwasch beschäftigt und schaute durch unser Küchenfenster hinaus, beobachtete den Garten hinter unserem Haus... DA, ja da bewegt sich doch etwas, hüpft über den Rasen und ich denke an einen Singvogel, der dort auf der Suche nach Futter ist und in meinen Gedanken begannen sich sämtliche Rädchen gleichzeitig zu drehen. Wohin will dieser Vogel? Was hat er vielleicht schon gesehen? Und so weiter... doch genau als ich gerade die Inspiration durch meinen Geist fliessen ließ, entdeckte ich dass der vermeindliche Vogel eigentlich nur ein im leichten Wind tanzendes Blatt ist. Aber auch das lässt meine Fantasie weiter rotieren und es formt sich eine kleine Kurzgeschichte in meinem Kopf, die ich sogar am selben Abend noch aufgeschrieben habe.
Somit kann ich, anhand dieses Beispiels, für mich festhalten:
- Fantasie ist subjektive Wahrnehmung in Verbindung mit der Aufnahmebereitschaft und der Bereitschaft seinen Gedanken freien Lauf zu lassen.
- Fantasie ist sich Fragen zu stellen, die Wirklichkeit manchmal zu verdrehen und erst am Ende das Richtige zu sehen. (Noch ein Beispiel: Wenn eine Wolke vorüberzieht, sehen wir manchmal auch Dinge, Gegenstände, Figuren, Personen etc. in ihnen)
- Fantasie ist ein Prozess, dem man manchmal auch einfach freien Lauf lassen sollte, ohne ihn unbedingt erklären zu wollen. Die Erklärung liefert sich manchmal hinterher und selbst diese Erklärung kann noch inspirierend sein.
- Je mehr man seiner Fantasie freien Lauf lässt, umso größer wird sie.
Fantasie ist eine persönliche Sache (im Prozess versteht sich) die man gut und gerne mit anderen Teilen kann und so seinen Horizont erweitert. Ein Gedanke wird ausgesprochen, drei Leute hören ihn und machen sich ihre eigenen Gedanken, denken ihn weiter, sprechen ihn vielleicht wieder aus, dieses mal an neun Leute, die den Gedanken noch weiter denken ... und so weiter.
Fest steht aber dass man seine Fantasie nicht aus sich heraus anstacheln kann (oder nur die wenigsten können das). Die meisten benötigen hierfür eine Inspiration, einen kleinen Schubs.
Okay, der Beitrag ist natürlich aus einer subjektiven Sichtweise erzählt. Ich hab mir den Thread jetzt nicht vollständig durchgelesen, vielleicht teilt ja jemand noch meine Ansicht, aber das ist es grob gesehen, was ich unter der Frage: "Ist Fantasie grenzenlos?" verstehe.
Also um erstmal eins klarzustellen (wurde weiter vorne angesprochen): Es gibt nur Ecken *ja*. Ein Kreis beispielsweise besteht schlicht aus einer unendlichen Anzahl von Ecken - sowas bekommt man eigentlich auch in der Schule gelernt, hatten wohl so manche etwas zuviel Gebrauch von ihrer Fantasie am falschen Ort zur falschen Zeit gemacht ;). Eine geomoetrische Figur ohne Ecken ist so schon mal nicht vorstellbar.
Dass "Fantasie keine Grenzen kennt" ist jedoch IMO nur ein hübscher Satz, der viel Symbolkraft, aber wenig tatsachenbasierenden Inhalt hat.
Die These, dass unsere Fantasie innerhalb ihrer Grenzen unendlich ist, halte ich ebenfalls für unhaltbar. Die Sinne eines Menschen können nur ein eingeschränktes Spektrum wahrnehmen, dieses Spektrum mag unvorstellbar (haha, wortwitz ^^) groß sein, aber es ist in jedem Fall begrenzt.
Beispiel: 1Mio verschiedenartige Klötze kann man auf gaaaaanz viele verschiedene Arten anordnen (wer mag darf das auch gerne ausrechnen), sodass die Illussion entstehen könnte, dass es unendlich viele Anordnungen gibt.
In der Realität gibt es aber einfach nur verdammt viele.
Diese verschiedenen Klötze symboliseren alle Erfahrungen und Eindrücke, die ein Mensch so haben kann, aus denen ja unsere Fantasy resultiert.
Fazit: Eine grenzenlose Fantasy existiert nicht in der Theorie, aber in der Praxis, da es für uns keinen Unterschied macht, ob es 1000 Quatrillionen und mehr verschiedene Fantasyszenarien gibt oder unendlich viele.
Ich stimme dem aber zu, dass eine tatsächlich unendliche Fantasie uns alle wahnsinnig und über das nächste Brückengeländer treiben würde. Für sowas ist der Mensch einfach nicht ausgelegt. Der würde ja schon den Verstand verlieren, wenn unser Hirn nicht schon die im Regelfall aufgenommen Eindrücke permanent sieben würde.
Asfalasarion
23.09.2008, 20:53
Man kann aus 1000 Klötzen unter Mehrfachverwendung durchaus unendlich unterschiedliche Kombinationen erstellen^^
Ebenso hängt der Begriff "Rundung" nur von der Defenition ab und da gemeinhin angenommen wird, dass ein Wort das bedeutet, was die Mehrheit denkt, dass es bedeutet => unendlich Ecken = Rundung.
Für mich hat Phantasie eigentlich keine Grenzen. Wiedersprechen sich denn Grenzen und Phantasie nicht? Oder nimmt man diese Grenzen nur nicht richtig war?
Sicher, es gibt bestimmt Grenzen im materiellen oder physikalischen Dingen und auch im Sinn oder in der Logik manch´ einer Geschichte, aber genau da geht ja wieder die Phantasie los... z.B. was wäre wenn?
Die Vorstellungskraft und Kreativität bestimmt letztlich die Grenzen der Phantasie des einzelnen. Andererseits entdeckt man auch immer wieder neue Sachen, die man vorher gar nicht für möglich gehalten hätte. Dadurch wächst in vielen Dingen das eigene Wissen und natürlich auch die eigene Phantasie.
Nur wenn etwas wächst, dann muss es doch auch Grenzen haben? Oder doch nicht? Wenn ich manchmal versuche, mir gewisse Grenzen in der Phantasie vorzustellen, dann geht ja genau in dem Augenblick die Phantasie wieder weiter. Ein Kreislauf ohne Ende, ohne Grenzen. Und genau das ist für mich Phantasie...
Ein Menschenleben dürfte jedenfalls nicht ausreichen, um sich alles vorzustellen. In gewisser Hinsicht liegen Wissen und Phantasie dicht beieinander. Aber wie Einstein mal so schön sagte:
Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.
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