PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Stanislaw Lem - Solaris


Hathor
03.03.2008, 11:00
Der Planet Solaris ist von einem Ozean bedeckt - einem Ozean, der auf die physikalischen Verhältnisse ebenso Einfluß zu nehmen scheint wie auf die Wissenschaftler, die ihn von der Raumstation aus untersuchen sollen. Der Psychologe Kris Kelvin wird geschickt, um die seltsamen Vorkommnisse zu klären, aber was ihn erwartet, übersteigt jegliche Vorstellungskraft...


Diesen Roman sollte man als SF-Fan gelesen haben. Manche bezeichnen ihn als Meilenstein der SF-Literatur. Interessant ist das Buch allemal.

Allerdings sollte man bereit sein, sich auf ein etwas anderes Erzählschema einzulassen. Andernfalls ergeht es euch so wie mir beim ersten Lesen: Lems Abschweifungen und oberlehrerhaft-dozierend-ermüdende Erklärungen machten mich rasend.
Inzwischen beeindrucken mich die spannende Handlung und die ganz eigenartige Atmosphäre, die Lem großartig zu schildern versteht, mehr.

Solaris ist ein sehr spannendes und zugleich ruhiges Buch ohne große Action, aber mit viel Stoff zum Nachdenken.

Rusch
03.03.2008, 11:33
Von Lem kann ich Dir empfehlen:

Robotermärchen
Sternentagebücher

und vor allem:
Der futurologische Kongress

Rayk
19.04.2008, 21:30
Ich habe dieses Buch auch gelesen und fand es durchaus interessant.
Die langen Beschreibungen der Abläufe auf dem Planeten wirken auf mich allerdings auch sehr langweilig und ermüdend.

Nichtsdestotrotz ist dieses Buch -meiner Meinung nach- sehr zu empfehlen.

Yovril Vandros
24.04.2008, 07:39
Solaris hat für mich so seine Längen, aber ich mag Lem.

Angefangen hatte ich mit den Sterntagebüchern, aber das beste Buch von ihm ist für mich "Das Fiasko".

Liathano
13.05.2008, 15:13
Ich muss gestehen, ich hab bisher keinen Lem zu Ende gelesen. *tsts*
Sicher schreibt der Mann beeindruckend, aber irgendwie kommt er mir auch arg ..prätentiös vor. So, als solle der Leser nicht selbst Wissen aus seinen Büchern ziehen, sondern als dienen Lems Exkurse nur dazu, zu beweisen, dass er eine Menge weiss.
Vielleicht hat diese (von mir so empfundene) Selbstdarstellung auch dazu geführt, dass sich meine Synapsen dann gegen seine Literatur gewehrt haben und ich nur noch die Hälfte verstanden hab. ;) Irgendwann will ich aber noch mal Die Sterntagebücher lesen, die sollen auch zugänglicher sein, als Solaris und Co.

Nina
21.01.2009, 19:01
Also ich habe Solaris als eines der berührendsten Bücher empfunden, die ich je gelesen habe. Dazu ist es sprachlich schön geschrieben und einige Stellen wären echt zum Rausschreiben. (Ja, ich hab mir da tatsächlich was unterstrichen, weils mir so gefallen hat ...)

Ich finds übrigens erstaunlich, dass ein Autor, der sonst mehr für lustige Sachen bekannt ist, auch so was zustandebringt.

Und noch was: Wer den Film kennt, wo man das zweifelhafte Vergnügen mit Clooneys nacktem Hintern (oder dem seines Gesäßdoubles) hat, sollte sich davon nicht abschrecken lassen, das Buch zu lesen. Der Film ist so was von fehlbesetzt. (Und ich meine damit nicht nur den Herrn, sondern vor allem Hari, die vom Typ und Alter gar nicht passt und die komischerweise im Film plötzlich anders heißt.)