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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ein Buch schreiben mit 13!?


Elyon
05.03.2008, 21:56
Hallo zusammen
Ich habe sehr viele Ideen wenn es um Fantasy geht... Daher bin ich jetzt daran es aufzuschreiben. Aber ich bin erst 13!!! Kann ich überhaupt in diesem Alter ein Buch herausbringen? Muss ich dazu die Schule schmeissen? Und was werden meine Eltern dazu sagen?

Nun, jetzt zu meiner Geschichte: Dabei geht es um Lariana, ein Mädchen, dass eines Morgens aufwacht und eine Stimme in ihrem Kopf hört. Diese Stimme erzählt ihr, dass sie ihre Schwester sei und von einer anderen Welt komme;Nimoron die Welt der Elfen. Sie sei in diesem Land die Königin und man hatte sie umgebracht. Die Aufgabe von ihr bestünde darin, auf diese Welt zu gelangen und den Elf zu stürzen, der die Macht an sich gerissen hatte. Nun muss Lariana Verbündete finden, die sie nach Nimoron begleiten. Um herauszufinden wo diese Elfen sind, spürt Lariana jeden Elf in ihrer Nähe. Diese Elfen haben auch magischen Kräfte,entweder die Kräfte vom Wasser, vom Feuer, don der Erde oder der Luft. Kurz die vier Elemente.

Tönt das kindisch?
Bitte schreibt mir eine Antwort...
Elyon

RickyLee
05.03.2008, 22:07
*lach*
Schule schmeißen?

Nein, ganz sicher nicht. ^^
Meinen ersten Buchversuch hab ich mit 9 gestartet, mein erstes Buch (naja... hatte nur 25 Seiten *drop*) hab ich dann mit 13 fertiggestellt.

Ich rate dir folgendes: Schreibe erstmal drauflos, so wie du Lust und Zeit hast. Die Geschichte klingt interessant, daraus lässt sich sicher etwas machen. Und wenn die Geschichte niedergeschrieben ist, siehst du dann ja, wie´s weitergeht.

Aber ein Buch mit 13 - warum nicht?
Ich fand allerdings, dass meine Geschichte nicht gut genug zum veröffentlichen ist.
Und was das mit der Schule angeht: Nur die wenigsten schaffen es, 10 Stunden am Tag zu schreiben, ich denke, das Schreiben geht, erstmal als Hobby, prima nebenbei.

Ich hoff, ich konnte helfen und bin gespannt auf deine Geschichte, wenn du sie dann mal im Fantasy-Forum veröffentlichen willst!

PS: Ich würde dazu raten: Ich hab selbst viel durch die Meinung anderer gelernt und meistere schwierige Stellen viel leichter (Anfangs hatte ich große Probleme mit den Parts der Geschichte, die weniger aufregend waren, bei mir ging immer alles Schlag auf Schlag.) Viel Erfolg beim Schreiben!

nazgul666-rr
05.03.2008, 22:29
also ich würd sagen einfach mal anfangen zu schreiben und gucken ob du ein Talent dafür hast bzw das noch verstärkt werden muss/kann

aber schmeiß niemals für sowas die Schule - eine abgeschlossene Schulausbildung ist erstmal mehr wert, als ein verkauftes Buch

Warin
05.03.2008, 22:47
Ich rate dir, gar nicht so sehr auf eine Veröffentlichung zu schielen.

Zunächst einmal schreibst du für dich, um es dir selbst zu beweisen, um zu schauen, ob du's kannst.

Folgende Herausforderungen werden dir begegnen:
kannst du deine eigene Geschichte lesen und reflektieren? (Nicht lachen, du glaubst gar nicht, wie viele ihr Geschreibsel anderen unter die Nase reiben, bevor sie sich das selbst mal kritisch angeguckt haben)
ist dein Selbstbewußtsein stark genug, alle Selbstzweifel zu überwinden? Manch gute Idee verkommt, weil der Autor den Glauben daran verliert.
bringst du es fertig, die Geschichte zu Ende zu bringen? Nimm dir zu Beginn nicht zuviel vor. Versuche erst einmal eine Kurzgeschichte zu konstruieren und hole dir Feedback ein. Von Verwandten, Freunden, Lehrern... wenn das positiv ausfällt in Foren (hier aber erst nach 100 Beiträgen;))
was deine Eltern sagen? Sie werden stolz sein, wenn du ihnen deine erste Geschichte präsentierst (denke ich jedenfalls). Natürlich nur, wenn du die Schule nicht vernachlässigst.
nächster Schritt wären dann z.B. Wettbewerbe, auch um gegenüber Verlagen was vorweisen zu können.
na ja, und dann bist du iwie da, wo Ricky und ich jetzt sind und es beginnt die schwere Suche nach einem Verlag... Und das wird hart. Ohne Beziehungen geht da fast gar nichts. Lass dich nicht blenden von angeblichen "Wunderkindern" wie Jenny-Mai Nuyen, diese Wunderkinder sind kein Wunder sondern "gemacht", hatten Kontakte, oder Glück, mit Talent allein hat das wenig zu tun.Über das Alter würde ich mir keinen Kopf machen. Hättest du's nicht erwähnt, hätte ich es deinem Post in keinster Weise angemerkt. Das Alter allein sagt auch nichts über die Schreibfähigkeiten aus. Und kindisch klingt deine Idee ganz und gar nicht. Nicht besonders originell und ich bin bekanntermaßen kein Freund von Elfchengeschichten, aber lass dich davon nicht abhalten, schließlich ist es deine Geschichte.

Alles richtig gemacht hast du, wenn du am Ende eine Geschichte hast, auf die du stolz bist, wenn du dir bewiesen hast, dass du schreiben kannst. Und wenn du dann noch Zeit und Lust hast, kannst du versuchen, das Buch zu vermarkten. Aber wahrscheinlich schreibst du da schon längst an der nächsten Geschichte;)

ChibiShiina
05.03.2008, 22:51
aber schmeiß niemals für sowas die Schule - eine abgeschlossene Schulausbildung ist erstmal mehr wert, als ein verkauftes Buch

Das kann man so stehen lassen ^^

Ausserdem können nur die wenigsten Autoren wirklich nur von dem Leben was sie mit dem Schreiben einnehmen. (Stephen King und J.K. Rowling sind da solche Beispiele) Viele betreiben das nur als eine Art Zweitjob.

Ich würde dir in jedem Fall empfehlen erstmal die Idee in die Tat umzusetzen und dann weitersehen. Die Idee hört sich interessant an, wenn du sie gut umsetzt kann auch was dabei herumkommen - man sollte nur nicht Anfangen den fünften Schritt vor den ersten vier Schritten zu unternehmen. ;)

Es steht sehr viel harte Arbeit hinter dem fertigen Produkt, dem Buch/der Geschichte/dem Werk, wie auch immer du es gerne nennen magst.

Du musst dir Überlegen: Was will ich mit dieser Geschichte erzählen?
Einfach eine Geschichte oder steckt da vielleicht sogar mehr dahinter?
Was für einen Charakter soll die Figur haben?
Was soll sie am Ende tun?
Wie soll das Ende überhaupt aussehen?
Spielt alles in einer Fantasywelt oder habe ich auch einen realen Bezug?
Muss ich vielleicht sogar Recherchieren um gewisse Dinge, die in der Geschichte vorkommen, besser darstellen zu können?

Das ist nur eine Grobe Übersicht über die Fragen, die du dir selbst als Autor stellen solltest/könntest bevor du loslegst, also eine Art Hilfestellung.

Und lass dir Helfen. Zeige dein Werk - am besten das Fertige Werk - jemandem der sich mit dem Genre auskennt und dir entsprechende Tipps geben kann, Hinweise gibt, ob du etwas falsch machst oder richtig.

Eine Anlaufstelle wäre, wie RickyLee schon vorschlug, sie vielleicht im Fantasy Forum zu posten, wo viele verschiedene Meinungen und Kritiker etwas dazu sagen können.

Aber schreib die Geschichte erstmal ^^ Nur Mut, jeder hat mal angefangen ^^

Hathor
06.03.2008, 10:06
Hallo zusammen
Ich habe sehr viele Ideen wenn es um Fantasy geht... Daher bin ich jetzt daran es aufzuschreiben. Aber ich bin erst 13!!! Kann ich überhaupt in diesem Alter ein Buch herausbringen? Muss ich dazu die Schule schmeissen? Und was werden meine Eltern dazu sagen?



Ja, da bist du nicht allein. Ideen haben Tausende... Was dir schon geraten wurde, kann ich nur unterstreichen: schreib erstmal, schau, wie weit du überhaupt kommst. Mit ein paar Ideen allein ist noch wenig erreicht.

Dein Alter allein ist weder ein Vorteil noch ein Nachteil.

Falls es dir wirklich irgendwann gelingen sollte, etwas Originelles zu schreiben und das Glück haben solltest, auch einen Verlag zu finden, der dein Buch druckt, dann spielst du bei den großen Jungs und Mädchen mit. Dann wirst du an deinem Buch gemessen, nicht an deinem Alter.

Ich als Leserin kann dann zwar sagen: ganz beachtlich, was der Dreizehnjährige da geleistet hat. Aber wenn ich dann das Buch kaufen und dafür gutes Geld ausgeben soll, dann gibts keinen Kinderbonus mehr. Dann will ich für mein Geld auch gute Leistungen.

treogen
06.03.2008, 11:03
Hallo Elyon,

ich glaube, das Alter ist fürs Schreiben relativ uninteressant. Meine erste Geschichte habe ich mit 7 oder so geschrieben. Über die knapp 30 maschinebeschrieben Seiten war ich äußerst stolz - heut wäre es mir wahrscheinlich peinlich ;) (weiß ich leider nicht, die Geschichte ist verlorengegangen).

Kann ich überhaupt in diesem Alter ein Buch herausbringen?


Mit 13 habe ich noch nicht an Veröffentlichungen gedacht. Da hatte ich eher noch das Problem, dass ich nichts beendete. Und wenn ich das richtig gelesen habe, hast du ja auch noch nichts fertiges.
Die richtige Reihenfolge ist wichtig:
1.) Die Idee, Konzept, Expose
2.) Das Schreiben.
3.) Das Überarbeiten. Bis hierher wars Spaß - ab jetzt wirds ernst. Und es wird ARBEIT (daher heißts ja auch Überarbeiten)
4.) eventuelle Testleser (kritische Freunde und Bekannte, Autorenforen)
5.) abhängig davon, was deine Testleser und du von den Geschriebenen halten, legst du das fertige Produkt entweder in die Schublade und fängst mit etwas Neuem bei 1 wieder an. Oder du wirst aktiv und schreibst Verlage an und versuchst, deine Geschichte zu vermarkten. Den Schritt 5 vor dem Schritt 2 und 3 zu planen, ist eigentlich verschwendete Energie.
Meine erste Veröffentlichung hatte ich erst mit 20 in Fanzines. Da bin ich heute noch stolz drauf, weil ich da das erste Mal den Mut hatte, mich mit meinem Geschreibsel der Öffentlichkeit zu stellen.
Das ist übrigens schwerer als gedacht - auch das muß man erst einmal lernen. Nicht aufzugeben, nur weil man zerrissen wird. Über Mails ala "Dein Roman ist so Scheiße, dass es ja selbst beim Umblättern noch stinkt" zu stehen. Und auch nicht einfach bockig werden und sagen: "Liegt ja nicht an mir, dass der Leser zu doof ist, mein tolles Werk zu verstehen". Sondern auch selbstkritisch mit sich und seinem Roman umgehen und zu sagen: "Ok, vielleicht hat er ja doch recht und ich muß manches noch besser machen."
Das ist fast noch härter als das Schreiben und das Überarbeiten.


Muss ich dazu die Schule schmeissen?


Nein, bloß nicht.
laut dem Verband der Schriftsteller verdienen Autoren in Deutschland durchschnittlich ca 11.000 Euro pro Jahr. Und da sind Vielproduzenten wie Wolfgang Hohlbein und Bestsellerautoren wie Günter Grass dabei. Die Mehrzahl Autoren würde mit der Schreiberei als Hauptjob wohl unter dem Sozialhilfeniveau liegen. War ja letztens in Tübingen in der Autorenrunde und saß mit meinen Buch zwischen der Evelyn Okonnek und der Nina Blazon *eek*. Daß ich vom Schreiben nicht leben kann, wußte ich ja (wer kennt mich denn bisher), aber dass selbst diese beiden einen Brotjob brauchen, obwohl sie mittlerweile renommierte deutsche Autoren sind, fand ich dann doch erschreckend.
Außerdem gibt es in Deutschland eine Schulpflicht - d.h. solange du keine Alternative anbieten kannst (also eine Ausbildung, ein Job oder ähnliches), die der Zukunftsicherung dient, darfst du der Schule sowieso nicht fernbleiben. Und Schreiben gehört definitiv nicht dazu.

Und was werden meine Eltern dazu sagen?


Frag sie! Meine Eltern waren stolz (und sind es noch), dass ich schreibe. Mein Vater ist einzig deswegen unzufrieden, weil ich keine Western schreibe.

Elyon
06.03.2008, 14:01
Also erst mal vielen Dank für diese Antworten, sie werden mir garantiert weiterhelfen*ja* Mal schauen, vielleicht schreibe ich mal eine Kurzgeschichte(die schon länger in meinem Kopf herumgeistert) in den Eigene Geschichten Thread!! Ihr habt ja recht, das Alter spielt wirklich keine Rolle. Ich werde versuchen,so bald wie möglich zu schreiben was in diesem Buch als nächstes passiert. In letzter Zeit hatte ich einfach keine Zeit mehr, an meinem Buch weiterzuschreiben..... Aber ich werde nicht Aufgeben.:)

Danke nochmal
Elyon

bisou
06.03.2008, 15:09
mhm ich wollte dir auch noch meinen standpunkt mitteilen^^

ich bin auch 13 und arbeite seit längerem an einer geschichte (buch?!) , bisher ca. 300 seiten. am anfang hab ich mir gedacht: hey, das wird einfach. álle die du kennst finden deine geschichten toll, warum nicht auch verlage? aber irgendwie hats dann klick gemacht, ich hab mir das ganze mal an einem tag der offenen tür angeschaut und war beinahe schon geschockt. das schreiben besteht meiner meinung nach aus soviel mehr als nur talent haben und mut, die eigenen ideen auch aufs papier zu bringen.
also hab ich mir meine geschichte nochmal durchgelesen und war entsetzt. die hälfte hab ich in den müll geschmissen, weil ich nur auf ideen herumgeritten bin und mich nicht auf die struktur konzentriert habe, die ich von anfang an haben wollte. so wurden dann aus ca. 500 seiten 100. ich schrieb fließig weiter und finde es absolut toll, dass du auch die mottivation hast, ein umfassendes "werk" zu schreiben.
Ich denke, das fordert sehr viel selbstbewusstsein. ich persönlich versuche immer, mich zu verbessern und lege meine geschichten auch unserer schulbibliothekarin vor die nase, die mir super tipps geben kann.

deshalb rate ich dir, vdich vielleicht auch an kompetentes "personal" zu wenden und rat und hilfe einzuholen - den meisten hilfts wirklich.

ich wünsche dir noch viel erfolg und würde mich freuen, hier etwas von dir zu lesen.

Akissi
06.03.2008, 19:20
Zur Erstveröffentlichung gut geeignet sind auch Zeitungen oder Schülerzeitungen oder sowas in der Art, falls sie es nehmen wollen^^

Man ist nie zu jung für ein Hobby, würde ich sagen...^^ Außerdem kommt es bei Dingen wie Schreiben, Malen o.ä. weniger darauf an, wie alt du bist, sondern vielmehr darauf, wie lange du es schon machst^^
Mein erstes Buch (mit etwa... mh... 65 Seiten Din A4? Glaub ich?) hab ich so mit 10, 11 angefangen bzw auch beendet (von den ganzen angefangenen wollen wir mal lieber nicht reden :D), das zweite dann mit 12, 13 und daran feile ich heute, 2 Jahre später, noch immer rum. Abgeschickt hab ich es noch kein einziges Mal. Und schreibe schon am nächsten xDDD
Also ich denke nicht, dass man in irgendeiner Weise zu jung für sowas sein kann und die Schule schmeißen muss man nun wirklich nicht :D
Man kann höchstens zu wenig Erfahrung haben - aber die lässt sich sammeln^^ Ich denke aber auch, man sollte sich die Zeit lassen, die man braucht, und sich nicht hetzen *ja* Letztendlich macht das wahrscheinlich eh jeder, wie er es sich denkt^^ Es gibt Autoren, die schon um ihr 10tes Lebensjahr herum was veröffentlicht haben, zumindest habe ich davon gehört (der Name ist mir nur leider entfallen =/ ) - es muss dir selbst gefallen, das ist m.E. der erste Schritt (nach dem Schreiben selbstverständlich ;D)

Suráya
23.03.2008, 16:20
hallo :) ich hab den anderen nichts hinzuzufügen... Schreib, solange es dir Spaß macht, und mach eine Pause, wenn es dich langweilt. Doch die Schule sollte immer im Vordergrund stehen, damit du dir deine Zukunft sichern kannst. Nebenbei kannst du immer noch schreiben. Und gerade mit 13 hast du ja auch noch sehr viel Freizeit.

Eine kleine Anmerkung hab ich aber noch, eher auch ne Frage an unsere User :)

Wenn ich eine Geschichte habe, und die hier veröffentliche. Besteht bei einigen Verlägen das Problem, dass sie diese dann nicht mehr veröffentlichen wollen, weil sie schon "zugänglich" war. Zumindest habe ich das so gehört, woraufhin ich aus allen Internetseiten meine Geschichte herausgenommen habe... Könnt ihr mir da Genaueres zu sagen?

lg Suráya

Rusch
23.03.2008, 17:27
Ich kann nur sagen: Lese, was Du in die Finger bekommst - je mehr umso besser. Versuche zu ergründen, warum ein Buch oder eine Stelle in einem Buch gut ist und warum nicht und versuche das zu berücksichtigen, denn Du willst sicherlich nicht, dass ein armer Testleser Deine Ergüsse bewerten muss und auf die Frage, wie er es denn fand, mit einem verzerrten Grinse irgend was dahin stammelt nur um ein Statement zu vermeiden, dass echt weh tut. Insofern ist es verdammt wichtig, dass Du einen sehr großen emotionalen Abstand zu Deinen ersten Werken hast, zum einen um Deine Werke objektiv selbst betrachten zu können und zum anderen den Testleserns einiges zu ersparen. Aber besonders ersteres ist wichtig um dich vorwärts zu bringen. Lege die Texte weg und nimm sie Dir nach ein paar Wochen vor und lies sie so, als seien sie nicht von Dir und sei sehr kritisch.

Ollowain
23.03.2008, 18:46
Wie schon gesagt wurde, es ist nicht wichtig, wie alt du bist, sondern wie lange du es schon machst *ja*
Und wer weiß, wie lange du letzendlich brauchst, um die Geschichte fertig zu schreiben. Je nachdem könnte sich das noch eine Weile hinziehen. Und dann heißt es nicht mehr "mit 13 ein Buch geschrieben und veröffentlicht" sondern vielleicht "mit 13 angefangen und mit 15 veröffentlicht" o.ä.

Die meisten Menschen werden es dir sogar eher honorieren, dass du "in dem Alter" ein Buch schreibst (auch wenn sie das Teil nie gelesen haben - es ist schon eine Leistung *ja*), als es dir krumm zu nehmen (gibt aber immer und überall Neider >.>).

Und ehrlich gesagt, wenn ich was auf eine Veröffentlichung hin schriebe, dann habe ich meine Idee jetzt - in 10 Jahren, oder so, könnte ich die Idee zwar immer noch ausschreiben, aber es käme mit Sicherheit was anderes bei raus. Und das ist ja nicht der Sinn an der Sache.
Außerdem ist es gar nicht gut, sich immer wieder zu sagen, dass man zu jung für etwas ist. Es kommt drauf an, wie man sich gibt.

Mad Bull
25.03.2008, 21:46
Elyon,

jetzt hast du schon so viele Ratschläge erhalten.

Doch wann hat man den wirklich eine gute Geschichte geschrieben?
Wir Schreiber sind Illusionisten. Wir regen mal sanft und mal ruppig die Vorstellungskraft der Leser an.

Darum ist die Antwort folgende, du und die anderen Schreiber haben es geschafft, wenn mit der erzeugten Illusion der Leser tatsächlich glaubt sie wäre echt. Es wäre dann so als wäre der Leser live dabei.

Darum schreibe deine Elfengeschichte mit viel Liebe.
Lebe deine Geschichten. Stell es dir vor wie sie atmen.
Stell es dir vor wie deine Elfen lachen und wie sie vielleicht manchmal auch weinen. Beschreibe ihre schöne Umgebung mit dem Sonnenschein und dem Schauer. Deine Phantasie ist der Schlüssel. Vorstellung ist mehr als Wissen.

Du hast es in der Hand.*ja*

Tintenherz
13.04.2008, 12:10
Man kann natürlich mit 13 ein Buch schreiben und es zu einem Verlag senden. Ich selbst hatte auch schonmal bei einem Verlag angefragt und sie sagten man könne so was machen.
Habe mein Buch aber nie dort hingeschickt...

LG Tintenherz

Elli von Aventerra
15.05.2008, 20:47
Ich denke, das hat nichts mit dem Alter zu tun, sondern mit der Fantasie! Ich kenne ein paar Leute, die sind über 20 (!) und wissen nicht mal richtig, was Fantasie/Fantasy ist!
Wenn du meinst, du hast genug Fantasie, dann stehst nur noch du dir im Weg! Ganz einfach ;)

SargAsmus
15.05.2008, 21:12
Aber ich bin erst 13!!! Kann ich überhaupt in diesem Alter ein Buch herausbringen? Muss ich dazu die Schule schmeissen? Und was werden meine Eltern dazu sagen? Elyon

also, ich denke, es ist gut, dass du so kreativ bist und lust am schreiben hast. dem solltest du meiner meinung nach folgen und und deine ideen festhalten. dabei spielt es keine rolle, welches alter du hast. ich würde dir allerdings dringend davon abraten, die schule zu verlassen, denn die konkurrenz ist groß und du solltest auch damit rechnen, vielleicht vom schreiben allein später nicht leben zu können. schaffe dir ein gutes standbein, dann hast du später den kopf frei, um dich dem schreiben zu widmen!

Liathano
15.05.2008, 21:26
Die anderen haben dir ja schon wertvolle Tips gegeben. Auf jeden Fall besitzt du schon weitaus mehr grammatikalische/orthographische Fähigkeiten, als so manch Volljähriger, den ich kenne. ;) Und um diese weiter auszubauen heisst es natürlich, weiterhin viel lesen und zur Schule gehen. Auch ein großer Wortschatz ist etwas, das einen Autor auszeichnet und das man sich selbst im Laufe vieler Jahre aneignen muss.

Das Problem, das sich bei jungen Schreibern aber stellt -und da möchte ich dir keine Illusionen machen- ist die fehlende Lebenserfahrung.
Du kannst nicht über einen 20-jährigen schreiben, weil du noch nie 20 warst und nicht beurteilen kannst, wie es sich als ein solcher lebt, welche Gedanken und Gefühle er hat. Das kannst du allenfalls vermuten und Charaktere sollten nunmal glaubwürdig sein. Natürlich hindert dich das nun nicht daran, ein Buch mit jüngeren Protagonisten zu schreiben, aber dennoch wird es vermutlich immer wieder den ein oder anderen Erfahrungswert geben, der dir in deinem zarten Alter noch fehlt. Das kann man notfalls durch Recherchen und Befragungen von Freunden und Verwandten kompensieren - was wiederum mehr Arbeit bedeutet. Hier stellt sich also auch die Frage: schreibe ich zum Vergnügen oder um Anerkennung zu gewinnen?

Nunja, auf jeden viel Glück und denk dran - Übung macht den Meister. ;)

Antigone
16.05.2008, 09:33
Das Problem, das sich bei jungen Schreibern aber stellt -und da möchte ich dir keine Illusionen machen- ist die fehlende Lebenserfahrung.
Du kannst nicht über einen 20-jährigen schreiben, weil du noch nie 20 warst und nicht beurteilen kannst, wie es sich als ein solcher lebt, welche Gedanken und Gefühle er hat. Das kannst du allenfalls vermuten und Charaktere sollten nunmal glaubwürdig sein.


Hmmm, lass mich diesen Gedanken mal weiterspinnen: dann kann ich also auch keine Krimis schreiben, weil schließlich hab ich noch nie jemanden umgebracht, hab das auch nicht vor, und kann mich in den Charakter also nicht reinfinden.

Oder bleiben wir beim Fantasy: ich kann nicht zaubern und/oder schwertkämpfen. Wie kommt es, dass ich schon seit Jahren über solche Sachen schreibe?

Das ist ja das schöne an der Phantasie. Ich kann mir Dinge AUSDENKEN, ohne sie ERLEBT haben zu müssen.

Und deswegen kann ich sehr wohl als 13jährige über alte Omas schreiben, als Pazifist über Kriegsverbrecher, als Frau über pubertierende Jünglinge und als Mensch über Katzenprotas....

lg, A.

Livrion
16.05.2008, 09:49
aber dennoch wird es vermutlich immer wieder den ein oder anderen Erfahrungswert geben, der dir in deinem zarten Alter noch fehlt.

Das glaube ich auch. Fantasie ist nicht alles, das wäre doch sehr einfach.

Im Allgemeinen denke ich schon, dass insbesondere die Tiefe eines Charakters erst durch ein gewisses Alter, Schreib- und Lebenserfahrung entstehen kann.

Was natürlich nicht bedeuten muss, dass man nicht auch mit 13 etwas schreiben kann.
Aber da sollte man doch genau schauen, was man kann.

Liathano
16.05.2008, 12:09
Hmmm, lass mich diesen Gedanken mal weiterspinnen: dann kann ich also auch keine Krimis schreiben, weil schließlich hab ich noch nie jemanden umgebracht, hab das auch nicht vor, und kann mich in den Charakter also nicht reinfinden.

Oder bleiben wir beim Fantasy: ich kann nicht zaubern und/oder schwertkämpfen. Wie kommt es, dass ich schon seit Jahren über solche Sachen schreibe?

Das ist ja das schöne an der Phantasie. Ich kann mir Dinge AUSDENKEN, ohne sie ERLEBT haben zu müssen.

Und deswegen kann ich sehr wohl als 13jährige über alte Omas schreiben, als Pazifist über Kriegsverbrecher, als Frau über pubertierende Jünglinge und als Mensch über Katzenprotas....

lg, A.

Weiterspinnen ist ein treffendes Wort. ;)

Es ist wohl wahr, dass man sich Dinge ausdenken kann, ohne sie erlebt haben zu müssen - die Frage ist nur, ob man sie auch glaubhaft darstellen kann (undzwar -wie ich schon sagte- ohne recherchiert zu haben)?
Bei einem Mord ist das vermutlich nicht allzu schwer - es gibt eine Vielzahl von Motiven, Täterprofilen, Mordarten, etc. Da wird es erst schwierig, einen raffinierten Mörder zu beschreiben, denn dann muss man selbst über ein gewisses Maß an Raffinesse verfügen - sprich, man muss etwas darüber wissen, wie ein Mörder es schafft, keine Spuren zu hinterlassen, schnell und sauber zu töten, möglicherweise versch. Gifte und Waffen kennen, etc.pp. Man kann natürlich auch einen verrückten Mörder darstellen - aber auch das benötigt adäquate Stilmittel, sonst kauft einem der Leser das nicht ab.

Beim Zaubern ist das mitunter einfacher - dem Leser fehlen ja ebenso Erfahrungs-/Vergleichswerte wie dir, denn echte Magie gibt es schließlich nicht. Dennoch wird ein ausgeklügeltes Magiesystem (das sich z.B. elementaren, physikalischen o.Ä. Regeln unterwirft) ebenfalls immer positivere Kritiken erreichen, als ein simples "mit dem Zauberstab schwingen" oder "Abacadabra" murmeln.
Bei einem Schwertkampf gibt es verschiedene Dinge zu beachten. Zum einen die versch. Schwertarten, versch. Techniken, etc. Du kannst über einen Schwertkampf schreiben - machst du das allerdings zu ausführlich, wird wohl jeder, der sich mit dem Thema auskennt, eine Vielzahl logischer Fehler bemerken.

Vielleicht noch mal ein profaneres Beispiel: Kann ein junger Autor eine Sexszene schreiben, wenn er noch nie Sex hatte? Natürlich kann er das. Aber wird es für Leser, die diese Erfahrung schon gemacht haben, glaubhaft wirken? Nein. Nicht, wenn sich der Autor nicht bei Menschen mit mehr Erfahrung erkundigt hat und selbst dann steht noch in Frage, ob die Schilderung wirklich überzeugend wird. Und solche Beispiele gibt es eben haufenweise.

Ansonsten hat das Elyvrion schön zusammengefasst. *ja*
Und zum Spaß schreiben kann man all diese Dinge ohnehin - nur für ein gutes Buch wird es wohl eher nicht reichen.

treogen
16.05.2008, 14:20
Um nochmal auf die Hauptfrage zurückzukommen:
Natürlich kann man im Alter von 13 Jahren ein Buch veröffentlichen. Warum auch nicht.
Allerdings (jetzt kommt das große, dicke Aber) ist man in dem Alter noch nicht geschäftsfähig. D.h. falls wirklich ein Verlag dein Buch haben möchte, müssen deine Eltern zustimmen und auch unterschreiben.
Wobei die meisten Eltern das sicher tun würden (außer man hat einen Dienstleister-Vertrag abgeschlossen).

Das war erst einmal das Grundsätzliche.
Nun zum Thema, ob man die Erfahrung hätte.
Wer nie geliebt hat und wer nie enttäuscht wurde, kann die Gefühle, die dabei mitspielen einfach nicht beschreiben.
Wer nie einen Sterbenden die Hand gehalten hat, hilflos danebenstand oder hoffnungsvoll Wiederbelebung leistete, nie an einem Grab stand, einen Trauernden sein Beileid aussprach oder selber zu den Trauernden gehörte, der wird Probleme haben, das Thema Tod in Worte zu fassen.
Viele Dinge kann man recherchieren und wenn man das gut macht, wird es sicher niemand merken, dass man noch nie unter Artilleriebeschuß im Schützengraben lag und noch nie auf Leben und Tod mit jemanden gefochten hat. Aber was man recherchieren sollte, wieviel und wann es genug ist - auch das ist eine Frage der Erfahrung.
Auch der Wortschatz ist erfahrungsbasierend und nebenher auch abhänging davon, wie viel und was man gelesen hat. Und oftmals hat man mit 13 weniger gelesen, als mit 30.
Außerdem neigt man - besonders in jungen Jahren - Stil und Geschichten von anderen zu kopieren, Details auszutauschen und zu glauben, man hätte dadurch eine neue Geschichte erschaffen. Dann heißt der Dunkle Lord halt Tauron und eine Gemeinschaft von 12 Leuten müssen ein güldenes Amulett in einen endlosen Schacht entsorgen, wobei mindestens einer von den Leuten ein Zauberer, einer ein Zwerg, einer ein Elb u.s.w. ist.
Bis man seinen eigenen Stil findet - und vor allem, bis man wirklich soweit ist, dass man nicht einfach nur kopiert, sondern etwas eigenes kreiert, kann es dauern.

Das ist alles keine Frage, die man pauschal mit dem Alter beantworten könnte. Der eine ist frühreifer, der andere Spätzünder. Der eine war behütet, der andere mußte sich schon frühzeitig durchbeißen.
Ich würde jetzt nicht sagen, dass man es mit 13 nicht könnte und mit 17,25 kann man es. Das ist für jeden individuell verschieden.

@Antigone:

Das ist ja das schöne an der Phantasie. Ich kann mir Dinge AUSDENKEN, ohne sie ERLEBT haben zu müssen.

X.X
Ich könnt in die Luft gehen, wenn ich lese, dass es Leute gibt, die nur deswegen Fantasy schreiben, weil man dafür nichts recherchieren müsste (man könnte sich ja alles AUSDENKEN).
Wenn du für den Buchmarkt schreibst (und das war ja das Ziel des Fragestellers), reicht es eben nicht aus, sich Dinge AUSZUDENKEN.
Charaktere und Charakterentwicklungen müssen (zumindest halbwegs) nachvollziehbar sein. Wenn du dir da Sachen "auszudenkst", die für den Leser nicht nachvollziehbar sind, wird er die Nase rümpfen und keines deiner Bücher mehr kaufen.
Gefühle müssen nachvollziehbar sein. Und wenn sie es nicht sind, dann sollte es eine verdammt gute Erklärung sein.
Physikalische Gegebenheiten müssen auch in Fantasy-Welten beachtet werden. Ein Apfel fällt nicht von unten nach oben, nur weils eine Fantasy-Welt ist.
Gesellschaftsformen müssen auch wenigstens halbwegs so angelegt sein, das sie funktionieren könnten. Da kann man sich nicht einfach alles ausdenken, da muß man auch mal schauen, was schon alles funktioniert hat - und was nicht.
Und jeder, der sich ein wenig mit Waffen auskennt, wird sich 'nen Ast lachen, wenn er liest, dass die Person den Bogen über die Brust (statt über den Rücken) hängt (kein Witz, so ein Manuskript hab ich auch schon mal auf meinen Tisch gehabt). Wenn derjenige mal ausprobiert hätte, mit so einem Bogen vor der Brust im Gebirge herumzuklettern und ihn der Bogen ständig behindert hätte, dann hätte er ihn vielleicht auch andersherum gehängt.
Und meinst du nicht, dass man Storylöcher auch mit etwas anderen als mit einem Zauberspruch stopfen kann?
Nee - man sollte nicht alles bei Fantasy einfach der Phantasie überlassen.

Auch dem nächsten Punkt kann ich nicht zustimmen:

Und deswegen kann ich sehr wohl als 13jährige über alte Omas schreiben, als Pazifist über Kriegsverbrecher, als Frau über pubertierende Jünglinge und als Mensch über Katzenprotas....


Bei letzteren gebe ich dir Recht, es dürfte kein Problem sein, darüber zu schreiben, da die meisten Leser noch nie eine Katze waren.
Frau über pubertierende Jünglinge? Kein Problem - mit der entsprechenden Lebenserfahrung. Die Frau muß nicht umoperiert worden sein, um sich in einen Jungen hineinzuversetzen.
Es hilft sicher, täglich so einem Jungen das Mittagessen zu machen, ihn die Socken nachzuräumen, sein Tagebuch zu lesen und sich über die Regeln im Haushalt mit ihm zu streiten.
Aber gerade beim ersten Punkt (13jährige über alte Omas) - das kommt wahnsinnig darauf an, wie gut derjenige sich in andere Menschen einfühlen kann. Also - klarer Fall von Erfahrung.

Antigone
16.05.2008, 20:15
Ich könnt in die Luft gehen, wenn ich lese, dass es Leute gibt, die nur deswegen Fantasy schreiben, weil man dafür nichts recherchieren müsste (man könnte sich ja alles AUSDENKEN).

Bitte nicht in die Luft gehen - das ist nicht nötig. Ich vergaß, dass ich im FANTASY-Forum bin, hab nämlich das Schreiben an sich gemeint. Und ich habe absichtlich PHANTASIE geschrieben - meinte damit nämlich keineswegs die literarische Gattung, sondern tatsächlich schlicht und ergreifend die Vorstellungskraft.

Und auf gar keinen Fall würde ich Fantasy schreiben, um mir Recherche-Arbeit zu sparen. Hab ich übrigens auch nicht behauptet (und wenns so rüberkam, wars halt schlecht formuliert). Tatsächlich bin ich eine große Anhängerin logischer Vorgänge und Einhaltung von Naturgesetzen passend zur Fantasywelt. Aber innhalb dieser Logik, Nachvollziehbarkeit und Gesetzen kann ich mir den Rest dann sehr wohl ausdenken.... wie in jedem anderen Genre auch.

Und somit kann eine 13jährige sehr wohl ein Buch schreiben, sofern ihr das bewusst ist, sie zu Recherche bereit ist und ein gewissen Maß an Empathie und Beobachtungsgabe verfügt. Und selbst, wenn nicht - meine Güte, es muss ja nicht gleich ein Bestseller werden,oder?

lg, A.

treogen
18.05.2008, 16:48
@Antigone: Dann habe ich dich wohl falsch verstanden.
Aber bitte nicht wundern, ich habe diese Begründung nämlich wirklich schon oft genug gehört.

Und somit kann eine 13jährige sehr wohl ein Buch schreiben, sofern ihr das bewusst ist, sie zu Recherche bereit ist und ein gewissen Maß an Empathie und Beobachtungsgabe verfügt.

Jepp.
Das Alter ist nicht alles. Erfahrung gehört in jedem Fall dazu (und auch die haben die "Alten" nicht für sich gepachtet). Wobei das Alter halt ein natürlicher Faktor für Erfahrungszuwachs ist ;)

Antigone
18.05.2008, 17:45
@Antigone: Dann habe ich dich wohl falsch verstanden.
Aber bitte nicht wundern, ich habe diese Begründung nämlich wirklich schon oft genug gehört.


Oh ja, ich auch. Und was noch viel schlimmer ist - schon viele solche Bücher gelesen...;) (da ist auch so mancher berühmter Autor nicht davor gefeit...)

lg, A.

Tudor
18.05.2008, 18:17
*lach*
Schule schmeißen?

Nein, ganz sicher nicht. ^^
Meinen ersten Buchversuch hab ich mit 9 gestartet, mein erstes Buch (naja... hatte nur 25 Seiten *drop*) hab ich dann mit 13 fertiggestellt.

Ich rate dir folgendes: Schreibe erstmal drauflos, so wie du Lust und Zeit hast. Die Geschichte klingt interessant, daraus lässt sich sicher etwas machen. Und wenn die Geschichte niedergeschrieben ist, siehst du dann ja, wie´s weitergeht.

Aber ein Buch mit 13 - warum nicht?
Ich fand allerdings, dass meine Geschichte nicht gut genug zum veröffentlichen ist.
Und was das mit der Schule angeht: Nur die wenigsten schaffen es, 10 Stunden am Tag zu schreiben, ich denke, das Schreiben geht, erstmal als Hobby, prima nebenbei.

Ich hoff, ich konnte helfen und bin gespannt auf deine Geschichte, wenn du sie dann mal im Fantasy-Forum veröffentlichen willst!

PS: Ich würde dazu raten: Ich hab selbst viel durch die Meinung anderer gelernt und meistere schwierige Stellen viel leichter (Anfangs hatte ich große Probleme mit den Parts der Geschichte, die weniger aufregend waren, bei mir ging immer alles Schlag auf Schlag.) Viel Erfolg beim Schreiben!

Das sehe ich auch so, bzw. kann das unterschreiben. Sicher schreibst Du mit 13 anders als mit, sagen wir mal 25 oder 40, aufgrund prägender Lebenserfahrungen, aber das muß nicht heißen, daß Du schlecht schreibst! Und was Schule schmeißen betrifft - das solltest Du so oder so nicht. Vom Büchersschreiben zu leben ist nämlich sehr, sehr schwierig. Du mußt meist selbst erst viel Geld in Dein Werk investieren, wenn Du noch nicht bekannt bist, für Werbung, Eigenexemplare, evtl. Druckkosten usw. Und wenn es dann ans Verdienen geht, bekommst Du pro verkauftem Buch nur ein paar Euro. Ich will Dich nicht abschrecken, im Gegenteil! Wie oben geschrieben: Schreib munter drauflos, wenn Du Zeit hast und nimm Dir evtl. einen kleinen Notizblock mit, wenn Dir unterwegs mal eine gute Idee kommt. Dann kannst Du sie notieren und mußt nicht dauernd daran denken. Gerade in der Schule ist so etwas ungünstig. *ja*

treogen
19.05.2008, 11:06
Tschuldigung, wenns OT ist (notfalls macht halt nen neuen Thread daraus), aber ich muß mich mal wieder zu Wort melden...

Bitte, liebe Leute, setzt doch nicht immer solche Halbwahrheiten in die Welt.
Dann denken noch unsere Jungautoren, man muß wirklich was dafür bezahlen, dass man verlegt wird.
Nicht umsonst heißen die Dinger, wo die Bücher herkommen, Verlag!
Das kommt von verlegen bzw. von vorlegen, also vorschießen. Es ist also die Aufgabe eines Verlages, das Risiko einzugehen und das benötigte Geld für Produktion, Werbung, Lektorat "vorzulegen".


Du mußt meist selbst erst viel Geld in Dein Werk investieren, wenn Du noch nicht bekannt bist, für Werbung, Eigenexemplare, evtl. Druckkosten usw.


Wenn man bei einem großen Publikumsverlag verlegt wird, dann wird alles vom Verlag getragen. Werbung? Normalerweise ist die Art Werbung, die ein Autor macht, eher geschäftsschädigend, deswegen überläßt das den Profis. Eigenexemplare? Was meinst du damit? Die Belegexemplare? In renommierten Verlagen stehen dem Autor mindestens ein kostenloses Belegexemplar zu. Und Druckkosten? Der Verlag hat das Risiko zu tragen! Das wäre ja noch schöner, wenn der Autor zahlen muß, um verlegt zu werden.
Stell dir vor, du gehst auf Arbeit und zahlst deinen Arbeitgeber Geld dafür, dass du arbeiten darfst. Würdest du das machen? NEIN!
Also warum gehen so viele Menschen davon aus, dass man das als Autor machen muß?

Natürlich gibts neben diesem "Königsweg" auch andere Wege. Sie werden eingeschlagen, weil man unbedingt verlegt werden will, auch wenn man von den Großen abgelehnt wurde. Oder weil man eine Kleinauflage für die Familie machen möchte, und sich das Buch dann mehr verbreitet als ursprünglich gedacht (so ists mir gegangen). Oder weil man an einen Kleinen geraten ist, der das Risiko nicht komplett alleine tragen kann. Oder weils man schlicht und einfach nicht besser weiß.

Und hier die selbstfinanzierten Ausnahmen:
Da gibt es die Selbstverlage oder Eigenverlage. Auf diesen Weg ist mein Roman entstanden. Ich mache alles selbst, bin für den Roman, den Satz, das Layout, den Druck, das Cover, den Titel, den Titeleintrag, den Schutz des Romanes, den Eintrag ins VLB, die Abgabe der Bibliotheksexemplare und die Werbung selber verantwortlich. Aber nur, weil ich es wirklich so gewollt habt - und nicht, weil das der normale Weg wäre.
Dann gibt es Kleinverlage. Manche können kein Honorar zahlen. Manche geben keine Belegexemplare. Und manche verlangen Unterstützung in Form einer garantierten Abnahme von Exemplaren und aktiver Vermarktung. In dem Falle ists ok, weil das meist ambitionierte Projekte sind, die in der Freizeit, nach der normalen Arbeit enstehen. Meist mit dem privaten Geld des "Verlegers" und meist sind diese Bücher so kalkuliert, dass sie auf plus/minus 0 hinauslaufen. Die Verleger sind oft hochmotivierte Leute, die eine Menge Herzblut in das Entstehen eines solchen Buches stecken. Wer sich auf so etwas einläßt, ist nicht unbedingt an einen Abzocker geraten, sondern eher an einen, der versucht, sein persönliches Risiko zu minimieren, indem er die Kosten auf verträgliche Art auf mehrere Schultern zu verteilen versucht. Auch diese Perspektive kenne ich bereits, bin ich doch beim "Lichtbringer-Projekt" ebenfalls in der Position des Kleinverlegers (allerdings übernehme ich die Druckkosten, verlange für die Autoren an dem Projekt keine Mindestabnahme, stelle Belegexemplare zur Verfügung und zahle das übliche Honorar).
Dann die Dienstleister-Verlage. Meist sind das Verlage, die eine Mindestabnahme von Exemplaren verlangen. Dabei habe ich alles mögliche gehört: 40, 60, 100, 125, 200, 500 Bücher. Meist kriegt der Autor einen großzügigen Rabatt auf den Romaneinkauf. Der Verkauf läuft ausschließlich über den Autor, genauso wie die Werbung, Lektorat oder Covererstellung.
Also eigentlich eine Art von Selbstverlag - nur dass der Autor dabei nicht offiziell der Verleger ist (auch wenn er einen Großteil der Arbeit macht). Für den "Verlag" ist dieses Geschäft ein absolutes Gewinngeschäft ohne jegliches Risiko. Denn gedruckt werden nur die Exemplare für den Autor und ansonsten "on demand". Die Exemplare des Autors werden durch diesen bezahlt (und zwar mit einem saftigen Aufschlag), Werbung wird nicht oder nur in den seltensten Fällen initiert. Zusatzpakete wie Lektorat, Werbungsunterstützung oder Covererstellung kosten extra. Wer so etwas machen will, sollte sich bewußt sein, dass er sich nur eine teure Druckerei und keinen Verlag gesucht hat!
Und dann wären da noch die DKZV. Druckkostenzuschußverlage. Sie leben davon, dass sie das Werk drucken (meist in unrealistischen, vierstelligen Auflagen im billigen Offset-Druck) und sich diesen billigen Druck teuer vom Autoren bezahlen lassen. Da die Gewinnquelle ausschließlich der Autor ist, endet die "Unterstützung" sobald das Geld auf dem Konto ist. Meist gibt es seltsame Klauseln in den Verträgen (zum Beispiel, dass der Autor eine 2000'er Auflage bezahlt, aber nur eine Auflage von 500 gedruckt wird und der Nachdruck beginnt, falls die Auflage abverkauft ist). Oft sind die Preise so kalkuliert, dass beim Autoren Eurozeichen in den Augen leuchten, wenn sie ihre Honorarhöhen sehen, so dass sie bedenkenlos unterschreiben und bezahlen.
Dazwischen gibt es noch Mischformen und Abstufungen.


Und wenn es dann ans Verdienen geht, bekommst Du pro verkauftem Buch nur ein paar Euro.

Ugh!
Also ich weiß ja nicht, wo du die Information über "ein paar Euro" her hast. Ich könnt mir vorstellen, dass sich selbst so mancher bekannte Autor über "ein paar Euro" je Buch freuen würde, denn das ist weit mehr als ein normaler Autor für ein normales Tb erhält.
Es ist ein Fakt, dass die meisten Honorare für die Erstrechte (also für die Druckausgabe) zwischen 5 und 10 % liegen. 5-10 % von was? Da gibts unterschiedliche Möglichkeiten. Vom Ladenpreis, vom um die MWST reduzierten Ladenpreis, ect...
Aber gut, gehen wir von einem durchschnittlichen Taschenbuch aus. Ladenpreis - 12 Euro, der Autor - unbekannt, das Honorar - 5 % vom Ladenpreis.
Honorar je Ex.: 60 Cent.
Ok, nehmen wir ein Hardcover, Ladenpreis - 25 Euro, der Autor - bekannt, das Honorar - 10 %
Honorar: 2,50 Euro.
Gut, dann wären da noch die Heftchen (wie Perry und Co.). Da hab ich mal was von 500 Euro brutto je Titel gehört. Dafür sitzt ein Autor aber schon 1-2 Wochen.
Doch sein wir mal ehrlich - wieviele Bücher kommen als HC heraus. Die meisten landen doch gleich zwischen zwei labbrigen Kartondeckeln. Und beim Verkauf gehen weitaus weniger HC als TBs weg. Und viele wollen auch nicht als Lohnschreiber in der Heftchenproduktion ausbrennen.
Also rechnen wir mal mit den 60 Cent für ein TB weiter.
Gehen wir davon aus, dass eine durchschnittliche Erstauflage bei 4000 Ex liegt. Dann hat der Autor sagenhafte 2400 Euro verdient. Moment. Dann kommt die Steuer. Dann kommt die Versicherung (Autoren sind Künstler und damit in der Künstlerversicherung). Dann kommt eventuell noch der Agent, der will 15 % von jedem Buchhonorar abhaben.
Was überbleibt, sind weniger als 50 Cent je Buch...

@Threadersteller:
Wollen wir mal weiterrechnen, wenn du einen Roman hättest und einen Verlag, der ihn komplett vorfinanziert herausbringen würde. Wieviel Bücher müsstest du pro Jahr verkaufen, damit du davon leben kannst?
Gehen wir mal von den Wert aus, der vom Verband der Schriftsteller jedes Jahr ermittelt. Ich glaube, aktuell liegt er bei 14.000 Euro (ich habe diese Zahl in diesem Thread schon mal genannt).
14.000 Euro nimmt ein Autor in Deutschland durchschnittlich pro Jahr ein. Gut, das wären pro Monat etwas weniger als 1200 Euro brutto. Dann bräuchtest du pro Jahr etwa 24000 Buchverkäufe, um "halbwegs" davon leben zu können.
In Zeiten, wo jedes Jahr etwa 90.000 verschiedene Buchtitel auf den Markt kommen und schon ein Buchhändler überhaupt überlegen muss, welche Bücher er eigentlich im Laden aufstellt, in Zeiten in denen Käufer immer weniger Geld für Bücher übrig haben, in Zeiten in denen viele Bücher schon nach 12 Monaten ein unwürdiges Schicksal (Verramschung und Makulierung) erleiden und deswegen mehr als 95 % aller Bücher nie mehr als eine Erstauflage haben wird (und die meist unter 10.000 Ex.), in diesen Zeiten ist es verwegen auf einen Jahresabsatz von gut 25.000 zu spekulieren.
Selbst wenn du jedes Jahr 3 oder 4 Bücher schreibst, wird es schwer sein, ausschließlich vom Schreiben zu leben.
Andreas Eschbach meinte mal in einem Artikel, dass er von den ersten veröffentlichten Roman bis zu den Punkt, vom Schreiben leben zu können, etwa 10 Jahre gebraucht hat.
Und da sind noch nicht die vielen Versuche eingerechnet vom 1. vollendeten Buch bis zum ersten veröffentlichten Roman.

Also keep cool, sieh es als schönes Hobby (nicht als Geschäft) und lass dir die Zeit, die es braucht.

Tudor
19.05.2008, 13:48
Tschuldigung, wenns OT ist (notfalls macht halt nen neuen Thread daraus), aber ich muß mich mal wieder zu Wort melden...

Bitte, liebe Leute, setzt doch nicht immer solche Halbwahrheiten in die Welt.
Dann denken noch unsere Jungautoren, man muß wirklich was dafür bezahlen, dass man verlegt wird.
Nicht umsonst heißen die Dinger, wo die Bücher herkommen, Verlag!
Das kommt von verlegen bzw. von vorlegen, also vorschießen. Es ist also die Aufgabe eines Verlages, das Risiko einzugehen und das benötigte Geld für Produktion, Werbung, Lektorat "vorzulegen".



Wenn man bei einem großen Publikumsverlag verlegt wird, dann wird alles vom Verlag getragen. Werbung? Normalerweise ist die Art Werbung, die ein Autor macht, eher geschäftsschädigend, deswegen überläßt das den Profis. Eigenexemplare? Was meinst du damit? Die Belegexemplare? In renommierten Verlagen stehen dem Autor mindestens ein kostenloses Belegexemplar zu. Und Druckkosten? Der Verlag hat das Risiko zu tragen! Das wäre ja noch schöner, wenn der Autor zahlen muß, um verlegt zu werden.
Stell dir vor, du gehst auf Arbeit und zahlst deinen Arbeitgeber Geld dafür, dass du arbeiten darfst. Würdest du das machen? NEIN!
Also warum gehen so viele Menschen davon aus, dass man das als Autor machen muß?

Natürlich gibts neben diesem "Königsweg" auch andere Wege. Sie werden eingeschlagen, weil man unbedingt verlegt werden will, auch wenn man von den Großen abgelehnt wurde. Oder weil man eine Kleinauflage für die Familie machen möchte, und sich das Buch dann mehr verbreitet als ursprünglich gedacht (so ists mir gegangen). Oder weil man an einen Kleinen geraten ist, der das Risiko nicht komplett alleine tragen kann. Oder weils man schlicht und einfach nicht besser weiß.

Und hier die selbstfinanzierten Ausnahmen:
Da gibt es die Selbstverlage oder Eigenverlage. Auf diesen Weg ist mein Roman entstanden. Ich mache alles selbst, bin für den Roman, den Satz, das Layout, den Druck, das Cover, den Titel, den Titeleintrag, den Schutz des Romanes, den Eintrag ins VLB, die Abgabe der Bibliotheksexemplare und die Werbung selber verantwortlich. Aber nur, weil ich es wirklich so gewollt habt - und nicht, weil das der normale Weg wäre.
Dann gibt es Kleinverlage. Manche können kein Honorar zahlen. Manche geben keine Belegexemplare. Und manche verlangen Unterstützung in Form einer garantierten Abnahme von Exemplaren und aktiver Vermarktung. In dem Falle ists ok, weil das meist ambitionierte Projekte sind, die in der Freizeit, nach der normalen Arbeit enstehen. Meist mit dem privaten Geld des "Verlegers" und meist sind diese Bücher so kalkuliert, dass sie auf plus/minus 0 hinauslaufen. Die Verleger sind oft hochmotivierte Leute, die eine Menge Herzblut in das Entstehen eines solchen Buches stecken. Wer sich auf so etwas einläßt, ist nicht unbedingt an einen Abzocker geraten, sondern eher an einen, der versucht, sein persönliches Risiko zu minimieren, indem er die Kosten auf verträgliche Art auf mehrere Schultern zu verteilen versucht. Auch diese Perspektive kenne ich bereits, bin ich doch beim "Lichtbringer-Projekt" ebenfalls in der Position des Kleinverlegers (allerdings übernehme ich die Druckkosten, verlange für die Autoren an dem Projekt keine Mindestabnahme, stelle Belegexemplare zur Verfügung und zahle das übliche Honorar).
Dann die Dienstleister-Verlage. Meist sind das Verlage, die eine Mindestabnahme von Exemplaren verlangen. Dabei habe ich alles mögliche gehört: 40, 60, 100, 125, 200, 500 Bücher. Meist kriegt der Autor einen großzügigen Rabatt auf den Romaneinkauf. Der Verkauf läuft ausschließlich über den Autor, genauso wie die Werbung, Lektorat oder Covererstellung.
Also eigentlich eine Art von Selbstverlag - nur dass der Autor dabei nicht offiziell der Verleger ist (auch wenn er einen Großteil der Arbeit macht). Für den "Verlag" ist dieses Geschäft ein absolutes Gewinngeschäft ohne jegliches Risiko. Denn gedruckt werden nur die Exemplare für den Autor und ansonsten "on demand". Die Exemplare des Autors werden durch diesen bezahlt (und zwar mit einem saftigen Aufschlag), Werbung wird nicht oder nur in den seltensten Fällen initiert. Zusatzpakete wie Lektorat, Werbungsunterstützung oder Covererstellung kosten extra. Wer so etwas machen will, sollte sich bewußt sein, dass er sich nur eine teure Druckerei und keinen Verlag gesucht hat!
Und dann wären da noch die DKZV. Druckkostenzuschußverlage. Sie leben davon, dass sie das Werk drucken (meist in unrealistischen, vierstelligen Auflagen im billigen Offset-Druck) und sich diesen billigen Druck teuer vom Autoren bezahlen lassen. Da die Gewinnquelle ausschließlich der Autor ist, endet die "Unterstützung" sobald das Geld auf dem Konto ist. Meist gibt es seltsame Klauseln in den Verträgen (zum Beispiel, dass der Autor eine 2000'er Auflage bezahlt, aber nur eine Auflage von 500 gedruckt wird und der Nachdruck beginnt, falls die Auflage abverkauft ist). Oft sind die Preise so kalkuliert, dass beim Autoren Eurozeichen in den Augen leuchten, wenn sie ihre Honorarhöhen sehen, so dass sie bedenkenlos unterschreiben und bezahlen.
Dazwischen gibt es noch Mischformen und Abstufungen.



Ugh!
Also ich weiß ja nicht, wo du die Information über "ein paar Euro" her hast. Ich könnt mir vorstellen, dass sich selbst so mancher bekannte Autor über "ein paar Euro" je Buch freuen würde, denn das ist weit mehr als ein normaler Autor für ein normales Tb erhält.
Es ist ein Fakt, dass die meisten Honorare für die Erstrechte (also für die Druckausgabe) zwischen 5 und 10 % liegen. 5-10 % von was? Da gibts unterschiedliche Möglichkeiten. Vom Ladenpreis, vom um die MWST reduzierten Ladenpreis, ect...
Aber gut, gehen wir von einem durchschnittlichen Taschenbuch aus. Ladenpreis - 12 Euro, der Autor - unbekannt, das Honorar - 5 % vom Ladenpreis.
Honorar je Ex.: 60 Cent.
Ok, nehmen wir ein Hardcover, Ladenpreis - 25 Euro, der Autor - bekannt, das Honorar - 10 %
Honorar: 2,50 Euro.
Gut, dann wären da noch die Heftchen (wie Perry und Co.). Da hab ich mal was von 500 Euro brutto je Titel gehört. Dafür sitzt ein Autor aber schon 1-2 Wochen.
Doch sein wir mal ehrlich - wieviele Bücher kommen als HC heraus. Die meisten landen doch gleich zwischen zwei labbrigen Kartondeckeln. Und beim Verkauf gehen weitaus weniger HC als TBs weg. Und viele wollen auch nicht als Lohnschreiber in der Heftchenproduktion ausbrennen.
Also rechnen wir mal mit den 60 Cent für ein TB weiter.
Gehen wir davon aus, dass eine durchschnittliche Erstauflage bei 4000 Ex liegt. Dann hat der Autor sagenhafte 2400 Euro verdient. Moment. Dann kommt die Steuer. Dann kommt die Versicherung (Autoren sind Künstler und damit in der Künstlerversicherung). Dann kommt eventuell noch der Agent, der will 15 % von jedem Buchhonorar abhaben.
Was überbleibt, sind weniger als 50 Cent je Buch...

@Threadersteller:
Wollen wir mal weiterrechnen, wenn du einen Roman hättest und einen Verlag, der ihn komplett vorfinanziert herausbringen würde. Wieviel Bücher müsstest du pro Jahr verkaufen, damit du davon leben kannst?
Gehen wir mal von den Wert aus, der vom Verband der Schriftsteller jedes Jahr ermittelt. Ich glaube, aktuell liegt er bei 14.000 Euro (ich habe diese Zahl in diesem Thread schon mal genannt).
14.000 Euro nimmt ein Autor in Deutschland durchschnittlich pro Jahr ein. Gut, das wären pro Monat etwas weniger als 1200 Euro brutto. Dann bräuchtest du pro Jahr etwa 24000 Buchverkäufe, um "halbwegs" davon leben zu können.
In Zeiten, wo jedes Jahr etwa 90.000 verschiedene Buchtitel auf den Markt kommen und schon ein Buchhändler überhaupt überlegen muss, welche Bücher er eigentlich im Laden aufstellt, in Zeiten in denen Käufer immer weniger Geld für Bücher übrig haben, in Zeiten in denen viele Bücher schon nach 12 Monaten ein unwürdiges Schicksal (Verramschung und Makulierung) erleiden und deswegen mehr als 95 % aller Bücher nie mehr als eine Erstauflage haben wird (und die meist unter 10.000 Ex.), in diesen Zeiten ist es verwegen auf einen Jahresabsatz von gut 25.000 zu spekulieren.
Selbst wenn du jedes Jahr 3 oder 4 Bücher schreibst, wird es schwer sein, ausschließlich vom Schreiben zu leben.
Andreas Eschbach meinte mal in einem Artikel, dass er von den ersten veröffentlichten Roman bis zu den Punkt, vom Schreiben leben zu können, etwa 10 Jahre gebraucht hat.
Und da sind noch nicht die vielen Versuche eingerechnet vom 1. vollendeten Buch bis zum ersten veröffentlichten Roman.

Also keep cool, sieh es als schönes Hobby (nicht als Geschäft) und lass dir die Zeit, die es braucht.

Ja, gut, das ist jetzt mal eine sehr gute umfassende Situationsbeschreibung! :) Es gibt auf dem Markt wirklich unzählige Möglichkeiten und verschiedenste Verlagskonzepte, darunter auch Verlage, die Druckkostenzuschüsse u.ä. verlangen, damit sie das Risiko nicht voll tragen. Es gibt jedoch in der Tat unterschiedliche Möglichkeiten, als Autor nichts bezahlen zu müssen. Aber das führt alles zu weit - wie schon mehrfach gepostet wurde: Schreib einfach entspannt drauflos, laß es Freunde und Bekannte lesen und kommentieren und mach Dir vor allem keinen Streß. :) Vielleicht ein abgedroschener Satz, doch nichts desto trotz richtig: Du hast das Leben doch noch vor Dir.

JeromeArn
29.05.2008, 21:57
Hey großer,

also... Mit 13 ein Buch schreibn? Why not? Ich tats mit 14... Und jetzt wo ich 17 bin isses aufm Markt :-P

BITTE NICHT DIE SCHULE SCHMEISSEN! Schreibe deine Ideen in deiner Freizeit... oder auch gerne im Unterricht... :-P Aber Schule ist WICHTIG!!!

Ich geh ja selbst noch zu Schule ;-)
Natürlich isses nich einfach eine Geschichte unterzubringen... Aber Hey? Ich habs auch geschafft! Und mach dir um deine Eltern ma keine sorgen... Selbst wenn sie dich nich unterstützen(wovon ich nicht ausgehe)... Schreib mich an, wenns soweit is... Hab jedemenge Verlagsadressen für dich ;-) Helfe dir auch gerne beim Anschreiben, Lebenslauf usw....

Pack datt Ding!!!

Wenn du eine Idee hast... Lass sie bloß nicht verfallen... Wer weis... Villeicht steckt in deiner Idee der nächste Harry Potter? ;-)



Ah und nochwas....

Ich geb dir den Tipp... Schreibe Ohne zu denkenn... Und denke ohne zu Schreiben :-P.... Gedachte geschriebsel, udn Geschriebenes Überlegsel... Mach die Geschichte i-wie Starr.... Schreib so wie es dir in den Kopf kommt... Und nicht wie es dein VERSTAND dir vorgib... Und vorallem Lass Rechtscheibfehler Fehler sein... Wenn du die zwischen durch korrigierst... Verlierste nur Wertvolle Ideen :-P (so mach ich des jedenfalls.... dem lektorat seih dank)


Weiter so*ja**ja**ja**ja**ja*

ganz Liebe Grüße
jerome


(achso... Ich hab die vorherigen beiträge nicht gelesen...)

Gargron
15.07.2008, 12:26
Schmeiss nicht die Schule! Mit Büchern allein kann man nicht viel anfangen.

Deine Idee ist interessant, du müsstest sie nur weiterentwickeln. Wieso hört das Mädchen die Stimme im Kopf jetzt, und nicht vorher usw.

Rusch
15.07.2008, 13:55
Das mit den 5 - 10 % stimmt schon, aber man muss davon ausgehen, dass das Honorar für das erste Buch sich eher an der Untergrenze orientieren wird. Wenn ein Autor einen Namen hat, wird es sich an der Obergrenze orientieren.

Und eine Auflagenzahl von 4000 Stück ist auch schon sehr optimistisch, denn die erzielen nur die großen Verlage. Allerdings kommt man als Neuling kaum bei einem der großen Verlage unter.

Was die Heftromane betrifft: Wenn man mal nachvollzieht, wer so hinter welchem Pseudony steht, dann sieht man recht bald, dass man durchaus davon leben kann. Es gibt Autoren, die Verfassen 8 oder mehr Romane pro Monat. Da darf man allerdings nicht wählerisch sein. Alfred Bekker hat da tolle Einblicke geben: Heut Zamorra, morgen Bad Earth, übermorgen einen Jerry Cotton und dann einen Bergdoktor Roman. Ich habe allerhöchsten Respekt vor solchen Leuten. Das ist hartes Brot und hat mit Liebe zur Literatur wenig zu tun.

Wavebreaker
20.07.2008, 09:23
Zum eigentlichen Thema:

Viele Leute denken bestimmt wenn ein 13-jähriger sagt "Ich schreibe einen Roman!", dass man es mit einem naseweisen Möchtegern zu tun hat, der Aufmerksamkeit will. Obwohl die meisten 13-jährigen wohl höchstens Kleinkindergeschichten zu schreiben im Stande sind muss das nicht verallgemeinert werden. Hat man eine gute Idee, ist man bereit Kritik und Verbesserungsvorschläge von Eltern, Verwandten oder Bekannten anzunehmen und zu berücksichtigen, hat man eine ordentliche Rechtschreibung und genug Elan, so sehe ich keine Probleme. ;)


Zum Thema Erfahrung:

Es gibt Dinge, denen ich zustimme und es gibt welche, denen ich widerspreche. Dann fang ich mal an ;)
Es ist mit Sicherheit hilfreich, wenn man die Situationen, die man beschreiben will, schon mal erlebt hat, aber notwendig ist diese Erfahrung nicht. Wobei auch wieder Unterschiede je nach Art des Beschriebenen gemacht werden müssen. Beschreibt man beispielsweise einen Schüler im Schwertkampf, dem gerade etwas von seinem Meister erklärt wird, so ist es sicherlich besser, wenn man zum Beispiel mal einem Schwertkampfseminar beigewohnt hat, denn sonst kann man schon ziemlichen Unsinn schreiben und dem Leser eventuell falsche Eindrücke vermitteln. Ein Langschwert ist beispielsweise in erster Linie eine Schlag- und keine Stechwaffe. Solche Sachen halt eben.
Beschreibt man Gefühle, so muss man nicht zwingend eine solche Situation erlebt haben. In diesem Fall zahlt sich das Lesen von Büchern, die erwachsene geschrieben haben aus. Auch das schauen von Filmen ist dabei hilfreich. Wird eine Schlacht im mittelalterlichen Stil beschrieben, so ist es hilfreich sich auf historischer Ebene umzuschauen oder einfach mal Medieval 2 zu spielen. ;)

Würde man wirklich nur gut schreiben können, wenn man die Erfahrungen alle gemacht hat, so müsste man Highländer oder sowas sein, denn so lange kann man gar nicht leben.

MfG Wave

Daij-Djan
10.10.2008, 22:22
geht die geschichte nicht allzu... apbrubt los?

Schule schmeißen ist unnötig.
Schreib nebenbei, Freistunden.
Die Plötzlichen Ideen, sind immer die besten, und die kommen
wenn man eine Halbe stunde wachliegt.

DDW111
05.12.2008, 17:28
Ich rate dir, gar nicht so sehr auf eine Veröffentlichung zu schielen.

Zunächst einmal schreibst du für dich, um es dir selbst zu beweisen, um zu schauen, ob du's kannst.

Folgende Herausforderungen werden dir begegnen:
kannst du deine eigene Geschichte lesen und reflektieren? (Nicht lachen, du glaubst gar nicht, wie viele ihr Geschreibsel anderen unter die Nase reiben, bevor sie sich das selbst mal kritisch angeguckt haben)
ist dein Selbstbewußtsein stark genug, alle Selbstzweifel zu überwinden? Manch gute Idee verkommt, weil der Autor den Glauben daran verliert.
bringst du es fertig, die Geschichte zu Ende zu bringen? Nimm dir zu Beginn nicht zuviel vor. Versuche erst einmal eine Kurzgeschichte zu konstruieren und hole dir Feedback ein. Von Verwandten, Freunden, Lehrern... wenn das positiv ausfällt in Foren (hier aber erst nach 100 Beiträgen;))
was deine Eltern sagen? Sie werden stolz sein, wenn du ihnen deine erste Geschichte präsentierst (denke ich jedenfalls). Natürlich nur, wenn du die Schule nicht vernachlässigst.
nächster Schritt wären dann z.B. Wettbewerbe, auch um gegenüber Verlagen was vorweisen zu können.
na ja, und dann bist du iwie da, wo Ricky und ich jetzt sind und es beginnt die schwere Suche nach einem Verlag... Und das wird hart. Ohne Beziehungen geht da fast gar nichts. Lass dich nicht blenden von angeblichen "Wunderkindern" wie Jenny-Mai Nuyen, diese Wunderkinder sind kein Wunder sondern "gemacht", hatten Kontakte, oder Glück, mit Talent allein hat das wenig zu tun.Über das Alter würde ich mir keinen Kopf machen. Hättest du's nicht erwähnt, hätte ich es deinem Post in keinster Weise angemerkt. Das Alter allein sagt auch nichts über die Schreibfähigkeiten aus. Und kindisch klingt deine Idee ganz und gar nicht. Nicht besonders originell und ich bin bekanntermaßen kein Freund von Elfchengeschichten, aber lass dich davon nicht abhalten, schließlich ist es deine Geschichte.

Alles richtig gemacht hast du, wenn du am Ende eine Geschichte hast, auf die du stolz bist, wenn du dir bewiesen hast, dass du schreiben kannst. Und wenn du dann noch Zeit und Lust hast, kannst du versuchen, das Buch zu vermarkten. Aber wahrscheinlich schreibst du da schon längst an der nächsten Geschichte;)

Das ist auch meine Meinung , ich habe auch das selbe Problem,aber der Text ist mal unpateiisch(das hilft mal,bin gestern 13 geworden)

Magierin
20.02.2009, 21:31
Hallo zusammen
Ich habe sehr viele Ideen wenn es um Fantasy geht... Daher bin ich jetzt daran es aufzuschreiben. Aber ich bin erst 13!!! Kann ich überhaupt in diesem Alter ein Buch herausbringen? Muss ich dazu die Schule schmeissen? Und was werden meine Eltern dazu sagen? (Zitat)

Schule schmeißen? *g*
Bin selber noch nicht sooo^^ alt, gehe noch in die Schule und schreibe auch meine Fantasygeschichten auf.
Wichtig ist, dass es dir Spaß macht, und kein Zwang für dich ist!

Schmeiß bloß deshalb nicht die Schule hin!
Abitur oder eine gute Ausbildung ist heutzutage sehhhhrrrr wichtig!!!!
Wenn dir das Schreiben später auch noch Spaß macht und du dich damit über Wasser halten kannst, kannst du ja noch immer auf den Beruf Autorin umsteigen!!!!

Ich hoffe ich konnte dir helfen!

Deine
Magierin

MüllTonnenDieb
22.03.2009, 21:35
Hey gleich gesinnter!

Respekt, mit 13 an ein Buch denken! Naja, ich hab mit 12(okay ich bin immernoch 12 und 3/4 ^^) auch schon viele einfälle gehabt, aber ein buch...

Ich gebe mal eine ganz plausible Antwort: Jein!

Ja weil:
-warum nich?
-Kreativität soll nicht zur Bürde werden ;)
-Taschen geld :>
-Vlt. ein wenig ruhm (jaja, es gibt Leute, die die augen nicht mehr zu kriegen, wenn sie jmnd. kennen der ien Buch schreibt)

Nein weil:
-wenn du es raus bringen willst... Verleger sind Geschäftsmänner, und denken (vlt!) "Ein Kind übern Tisch zu ziehen is einfach und bringt Kohle!" was man bei einer gewissen School Band ja gemerkt hat(Name vergessen :( ) Also vorsicht mit'm Verleger!
-Du dich vlt. so sehr ins Schreiben vertiefst, dass du wenig mit deinen Freunden unternimmst. Das kann(muss aber nicht!) dann so sein wie mit den Anime Fans, die nur Poster von Full Metal Alchemist und Pokemon im Zimmer hängen haben. Aber ich glaube, sowas passiert nur im Ernstfall ;)


Sooo, dann bin ich ja nichtmehr alleine :D

edit\ Falls du Science Fiction magst, und Perry Rhodan kennst, könntest du mal Recherchieren, ob du vlt. eine Geschichte für Perry R. schreiben willst. jede novelle ist von jmnd. andrem geschrieben, und ich kennselbst jmnd. der einmal eine Novelle für P.R. geschrieben hatt. Wäre auf jedenfall eine möglichkein.

MfG, die Mülltonne von nebenan :)

treogen
23.03.2009, 13:03
-wenn du es raus bringen willst... Verleger sind Geschäftsmänner, und denken (vlt!) "Ein Kind übern Tisch zu ziehen is einfach und bringt Kohle!" was man bei einer gewissen School Band ja gemerkt hat(Name vergessen :( ) Also vorsicht mit'm Verleger!


Nunja - kein Verleger kann einfach ein Kind über den Tisch ziehen.
Nachdem der TE erst 13 ist, ist er sowieso nicht geschäftsfähig. Ein Vertrag muß in dem Falle immer von den Erziehungsberechtigten unterschrieben werden.
Und wenn ein Verleger den TE über den Tisch ziehen will, dann versucht er es mit 13, 23 und 93 :p

Viel wichtiger ist eigentlich auch an der Stelle noch mal der Hinweis: Finger weg von Druckkostenzuschuß-Veröffentlichungen. Auch - oder besser gerade - dann, wenn der Verlag was von "wunderbar bearbeitet" und "nächster Harry Potter" faselt.
"Richtige" (Belletristik-)Autoren zahlen kein Geld für eine VÖ, sie kriegen welches. Manche vom 1. Buch an, andere sogar schon davor.
Und Autoren, die für eine VÖ zahlen, sind geächtet. Bei Literaturpreisen und Literaturstipendien, wenn es um die Mitgliedschaft im Schriftstellerverband geht und auch in richtigen Verlagen. Man fässt sie nur mit der Kneifzange an und eigentlich ist ihre Karriere vorbei, noch bevor sie begonnen hat.
Ausnahmen bestätigen die Regel. Wenn solche Autoren es trotzdem schaffen, dann nicht wegen dieser VÖ, sondern trotz dieser VÖ.

LG
Treogen

engelchen
11.04.2009, 18:00
Ich denke, über die Veröffentlichung braucht man sich überhaupt noch gar keine Gedanken zu machen. Es dauert so lange, eine Geschichte zu schreiben. Schließlich hat sie viele nforderungen zu erfüllen und muss tausendmal überarbeitet werden, bevor man selbst damit zufrieden ist. und hier spreche ich aus Erafhrung. Ich habe für undgefähr 200 Seiten etwa ein Jahr gebraucht und es ständig überarbeitet.

amuri
15.09.2009, 19:22
Hallo zusammen
Ich habe sehr viele Ideen wenn es um Fantasy geht... Daher bin ich jetzt daran es aufzuschreiben. Aber ich bin erst 13!!! Kann ich überhaupt in diesem Alter ein Buch herausbringen? Muss ich dazu die Schule schmeissen? Und was werden meine Eltern dazu sagen?

Nun, jetzt zu meiner Geschichte: Dabei geht es um Lariana, ein Mädchen, dass eines Morgens aufwacht und eine Stimme in ihrem Kopf hört. Diese Stimme erzählt ihr, dass sie ihre Schwester sei und von einer anderen Welt komme;Nimoron die Welt der Elfen. Sie sei in diesem Land die Königin und man hatte sie umgebracht. Die Aufgabe von ihr bestünde darin, auf diese Welt zu gelangen und den Elf zu stürzen, der die Macht an sich gerissen hatte. Nun muss Lariana Verbündete finden, die sie nach Nimoron begleiten. Um herauszufinden wo diese Elfen sind, spürt Lariana jeden Elf in ihrer Nähe. Diese Elfen haben auch magischen Kräfte,entweder die Kräfte vom Wasser, vom Feuer, don der Erde oder der Luft. Kurz die vier Elemente.

Tönt das kindisch?
Bitte schreibt mir eine Antwort...
Elyon

Hallo Elyon, ich kann nur wiederholen, was andere hier geschrieben haben:
Du darfst mit 13 die Schule nicht schmeißen, da in Deutschland aus gutem Grund die Schulpflicht besteht! Ob du in deinem Alter ein Buch herausbringen kannst, weiß ich nicht. Schreib doch einfach mal einen Verlag an, nenne dein Alter und schicke ein Exposè, also eine Zusammenfassung deiner Geschichte wie du sie hier geschrieben hast. Die werden die dann schon Auskunft geben, ob du ein Buch herausbringen kannst. Was deine Eltern dazu sagen, who knows X.X, frag sie doch einfach mal :D

Dir und anderen Jungschriftstellern kann ich folgendes Buch empfehlen:
Die neue Wörterwerkstatt. Tipps für Jugendliche, die gern schreiben
von Sylvia Englert (Autor). Leider kann ich keinen Link setzen, da ich den ISBN-Code nicht finde. Schaut mal Amazon nach.

sueño
15.09.2009, 22:10
Charmant, dass du hilfst, aber ich glaube kaum, dass der Threaderöffner nach eineinhalb Jahren hier noch viel reinsieht.

Esolver
16.09.2009, 13:43
Hey Ely,
Schön das du schreiben möchtest, ich habe selbst sehr früh damit angefangen und muss zugeben das mir das in der Schule sehr weitergeholfen hat; Rechtschreibung, Formulierung, Satzbau, man wird einfach sicherer und geht kritischer mit seinen Texten ins Gericht. Die Analysen und interpretationen werden einfacher und Diktate...nun ja sind halt Diktate XD (wird natürlich auch besser)

Deine kleine Inhaltsangabe oder Vorstellung hat noch recht viele Lücken, aber bevor ich hier groß Kritisiere würde ich gerne ersteinmal einen Textauszug von dir lesen zudem kann ich dir eine Seite empfehlen die dir helfen kann sicherer und bessere in der Umsetzung zu werden, besonders aber hilft sie bei der Analyse der eigenen Schöpfungsmaschinierie (Geschichte).

http://www.autorenforum.de/content/view/39/37/
Die Seite ist von Autoren für werdene Autoren konzipiert, viel zu lesen, aber lesenswert auf alle Fälle, fang oben mit Schreibgewohnheiten an --> sehr zu empfehlen ^^

Es tönt für mich kindisch das du in betracht ziehst die Schule zu schmeißen, ja.
Schreiben steht zwar mit Schule in verbindung, jedoch hast du deine Privaten Angelegenheiten, hier das schreiben, dafür zurück zustellen so scheiße das auch klingen mag. Ohne ordentlichen Schulabschluss keine Ausbildung, Arbeit und letztendlich auch kein Buch oder erhoffst du dir das deine Eltern das finanzieren? Was ist wenn du einfach nur schreiben möchtest weil es neu für dich ist selbst etwas zu verfassen? Willst du deshalb ein Loser sein? Ich denke nicht!
Also ersteinmal an die Zukunft ohne ein erfolgreiches Buch denken und dann hast du immernoch Zeit es zu verfassen *ja*

Sodelle ich muss leider schon los (zur Arbeit ^^) wie gesagt schick mir mal ein wenig Text, ich schau ihn durch und zerhacksel ihn ein wenig mit meiner Kritik bussi und viel Spaß bei deiner Geschichte deine Esolver:p

amuri
17.09.2009, 21:18
Hey Sueno,
vielleicht schaut Elyon hier nicht mehr rein. Aber die "Wörterwerkstatt" kann ich nur empfehlen. Habe mir das Buch mal aus der Bücherei ausgeliehen, es ist sehr gut geschrieben - und nicht für Jugendliche, die schreiben wollen interessant *ja*
Vielleicht mache ich mal einen eigenen Thread zum Thema "Bücher, durch die man lernt, wie man gute Geschichten schreibt." auf, sonst wird es hier zu OT. ;)

sueño
17.09.2009, 21:28
Ich habe das Buch selber dieser Tage in der Hand gehabt, als ich eigentlich etwas anderes gesucht hatte. Als praktische Hilfe für Leute, die etwas veröffentlichen wollen, scheint das schon seinen Wert zu haben.

Japa
16.10.2009, 22:06
ich bin 12 und fange jetz an mir wirklich mühe mit einem fantasy roman zu machen...

Hab schon soo viel gelesen und keinerlei Erfahrung mit so etwas...
Ich erkunde mich hier und versuche mein bestes....

Also viel Glück und liebe Grüße Japa

Warin
02.12.2009, 21:39
Hallo zusammen
Ich habe sehr viele Ideen wenn es um Fantasy geht... Daher bin ich jetzt daran es aufzuschreiben. Aber ich bin erst 13!!! Kann ich überhaupt in diesem Alter ein Buch herausbringen? Wenn...


Dein Vater Literaturkritiker beim Deutschlandfunk und Juror des Deutschen Buchpreises wäre...
eine Verlegerin, die im Autorenforum Montségur auf der schwarzen Liste der Druckkostenzuschußverlage steht, auf Dich aufmerksam würde...
Dein Vater und eben jene Verlegerin sich einig würden... (insbesondere über das finanzielle...)

dann kannst Du Deinen Fantasy-Roman nicht nur herausbringen, dann wird Dir auch noch die Presse zujubeln, von Welt über FAZ bis zur Lokalzeitung um die Ecke.

Glaubst Du nicht? Dann schau Dir am 06.12.2009 mal "Menschen 2009" mit Thomas Gottschalk an.

Wie heißt es noch so schön? Beziehungen schaden nur dem, der sie nicht hat, gell?

Storm
03.12.2009, 09:05
@Warin ein bisschen Polemik in allen Ehren, aber man sollte doch erwähnen, dass auch schon bei seriösen Verlägen sehr junge Menschen Bücher herausbringen konnten. Das hilft wohl den Usern, die hier diese Frage stellen, auch mehr ;)

Hier mal ein kleiner Mutmacher (http://www.faz.net/s/Rub79A33397BE834406A5D2BFA87FD13913/Doc~EE0022948AB074180B51CD5F01BFA3394~ATpl~Ecommon ~Scontent.html) ^^

RickyLee
03.12.2009, 14:07
Wenn...


Dein Vater Literaturkritiker beim Deutschlandfunk und Juror des Deutschen Buchpreises wäre...
eine Verlegerin, die im Autorenforum Montségur auf der schwarzen Liste der Druckkostenzuschußverlage steht, auf Dich aufmerksam würde...
Dein Vater und eben jene Verlegerin sich einig würden... (insbesondere über das finanzielle...)

dann kannst Du Deinen Fantasy-Roman nicht nur herausbringen, dann wird Dir auch noch die Presse zujubeln, von Welt über FAZ bis zur Lokalzeitung um die Ecke.

Glaubst Du nicht? Dann schau Dir am 06.12.2009 mal "Menschen 2009" mit Thomas Gottschalk an.

Wie heißt es noch so schön? Beziehungen schaden nur dem, der sie nicht hat, gell?

Huihuihui, da ist aber jemand zynisch XDDD

Im Gegensatz zu Storm hab ich mal nen Anti-Mutmacher.

Klar kann man mit 13 schon ein Buch schreiben. Aber die Frage ist dann, wie qualitativ hochwertig es ist. Ich sags mal so: Mit 13 hat man einfach noch eine recht eingeschränkte Sicht auf die Welt. Ein 13jähriger kann sich zum Beispiel schlecht in einern 25-jährigen hineinversetzen, andersherum schon eher, weil der schonmal 13 war. Und gewisse philosophische Ansätze oder gesamtökonomische Zusammenhänge kann er auch noch nicht ganz begreifen, dafür fehlt unter anderem das Hintergrundwissen.

Natürlich kann ein 13-jähriger ein Buch schreiben. Dann heißt es von allen Seiten: Wow, du bist aber schon toll für dein Alter, was für eine Leistung, in deinem Alter! *hätscheltätschel*
Aber im Vergleich mit anderen Büchern stinkst du einfach ab.

Lebenserfahrung füttert ein Buch mit Authenzität.
Ein Unterschied von 2 Jahren macht ja schon gigantisch was aus, wenn man das Weltbild und die emotionale Reife eines 11-jährigen und eines 13-jährigen vergleicht.
Ich kann nicht einmal von mir als 19-jährige behaupten, dass ich hochwertige Literatur schreiben kann. Eigentlich sollte ich dafür (meiner Meinung nach) schon mindestens 55 sein und 2 Kinder großgezogen haben. Oder zumindest einen Beruf ausgeübt. Ich meine, es gibt derartig viele Dinge, von denen ich keine Ahnung habe! Wie sollte ich ein Recht haben, darüber zu schreiben?

Im Fantasy-Bereich hat man natürlich den Vorteil, dass man sich die Welt komplett ausdenken kann. Trotzdem: Der Realismus im Detail erschließt einem das Werk und macht es authentisch.

Vor allem aber legt man mit dem Laufe der Jahre gewisse Klischees ab, weil man sie totgedacht hat und ist bereit, etwas Eigenständiges, innovatives auf die Beine zu stellen. Das dann nicht beschämende Ähnlichkeit mit dem Lieblingsbuch oder der Lieblingsserie, die einen zum Schreiben inspirert, hat.

Aber, um dem ganzen die Spitze zu nehmen:
Das soll keinesfalls heißen, dass man mit Schreiben aufhören sollte.
Das soll heißen, mach weiter, jetzt erst recht! Denn je mehr zu übst und schreibst und übst, desto besser wirst du. Deine Charaktere werden tiefer, die Geschichte übersichtlicher und nachvollziehbarer, den Stil festigt sich und im Nachhinein kannst du stolz betrachten, was du schon alles geschafft hast.

Und so arbeitet man sich vor zum gute Autoren.

So, dies ist meine These :D
Ich freue mich darauf, sie zerrissen, diskutiert oder bestätigt zu sehen.

PS: Ich betone zum "guten Autor" und nicht "zum Beststeller." Denn letzteres hat, wie Warin oben schon erwähnt hat, eher mit Marketing und Vitamin B, denn mit Talent zu tun.

Yussuf der Esel
03.12.2009, 14:41
Ich betone einfach nochmals das, was schon wer anders mal dazu geschrieben hat:

Wenn ein 13-jähriger nicht eine Geschichte aus der Sicht eines 20-jährigen schreiben kann, weil er es noch nicht erlebt hat, wie es ist, wie können dann Leute Krimis, Fantasyromane und Science-Fiction schreiben?
Die wenigsten haben schonmal Leute umgebracht oder sind schonmal auf einem Drachen oder zum Mond geflogen.

Dexter
03.12.2009, 14:52
@ Yussuf

Du hast dir die Antwort doch schon selbst gegeben: Eben weil so wenige Leute von diesen Dingen Ahnung haben, kann man darüber schreiben, ohne das die Ahnungslosigkeit des Autors irgendeinem ahnungslosen Leser auffällt.
Vielleicht kommen einige erfolgreiche Krimis echten Polizisten (oder auch Mördern) unrealistisch oder unathentisch vor und Science-Fiction finden garantiert den meisten Wissenschaftler unrealistisch, aber den Ottonormalleser stört das nicht.

Das Problem ist einfach, dass jeder über zwanzig mal zwanzig war und genau merkt, wenn die Gedanken und Handlungen eines fiktiven Zwanzigjährigen nicht diesem Alter entsprechen, während das einem jungen Autor vermutlich nicht auffällt.

HMP
03.12.2009, 15:45
Ich glaube so manchem oder mancher ist der Background von Warins Post entgangen :D ...

Da geht es um etwas ganz bestimmtes. OK, ich gebe zu, ich weiß auch etwas mehr *ja* ...

Bardin
03.12.2009, 17:53
@ RickyLee: Mist, eigentlich hatte ich vor, einen Post dieser Art zu schreiben. Nun bleibt mir nichts anderes übrig als zu sagen, dass ich dir voll und ganz zustimme.
Im Übrigen habe ich schon auf einem Autorenforum die Geschichte einer 13-Jährigen gelesen, ^deren Alter man an ihrem Schreibstil nicht erkennen konnte. Die war schon verdammt weit ^^ wenn ich da an mich zu der Zeit denke...
Aber sie hat auch nur aus der Sicht eines Schülers geschrieben, und ist auf ihrem, hmmm, Nievau geblieben.

@ Yussuf: Genauer lesen, da steht alles drin.
Stelle ich es mal drastisch dar: Eine 8jährige schreibt über das Leben einer 30jährigen Frau. Für Erwachsene.

Meinst du im Ernst, das Buch könnte auch nur ansatzweise die Erwartungen eines Erwachsenen erfüllen? Das Mädchen hätte ja gar nicht die Möglichkeit, alle Facetten der Erwachsenenwelt zu verstehen (die habe ich mit 18 auch nicht). Es hätte auch nicht genug Lebenserfahrung, um die Charaktere realistisch und glaubwürdig darzustellen. Noch nicht mal das Allgemeinwissen, um alles korrekt darzustellen.

Wie sollte das auch gehen?

Und mit 13 ist es nicht viel anders. Zwar ist das Niveau in allen Bereichen gestiegen, reicht aber immer noch nicht an das eines Erwachsenen ran.
Deshalb sollten Kinder und Jugendliche erst mal für ihre Altersgruppe schreiben.

Und jeder - wirklich JEDER über 20 ist schon mal 20 gewesen. Und weiß damit, wie das in dem Alter ist, was man denkt, fühlt...
Aber 13jährige können das beim besten Willen nicht wissen.
Deshalb.

Storm
03.12.2009, 23:07
Ihr tut aber gerade auch so, als könnte jeder über 20 glaubhafte Charaktere und deren Regungen beschreiben. Es gibt doch genauso Geschichten und Bücher von Erwachsenen (durchaus auch von solchen jenseits der 30), die von völlig überzogenen, unrealistischen und furchtbar nervigen Figuren geprägt sind. Da ist es doch in der Summe angenehmer, wenn eine Figur vielleicht ein wenig weniger erwachsen wirkt, als sie sein sollte, aber sonst schlüssig und glaubhaft gestaltet wurde, würde ich meinen ;)

Und wenn ich mich an meine frühen Geschichten erinnere: Da habe ich durchaus auch gewusst, dass jemand über 20 anders tickt als ich mit meinen kleinen 14. Aber wenn man selbst viel liest und/oder mit Menschen spricht, dann bekommt man da auch einiges mit. Und auch, wenn man die Gefühlsregungen und Ansichten in diesem Alter noch nicht selbst erlebt hat, heißt das nicht, dass man in dem Alter noch nicht fähig ist, sie zu verstehen, wenn man davon liest oder erzählt bekommt. Und sie dann dementsprechend auch wiederzugeben. Das mag natürlich weniger authentisch sein als bei jemandem, der etwas mehr eigene Erfahrung hat, aber das ist ja wie oben schon erläutert längst nicht alles, was bei der Darstellung von Persönlichkeiten zählt.

Yussuf der Esel
04.12.2009, 15:14
Ich denke, dass man nach Abschluss der Pubertät auch aus der Sicht eines Älteren schrieben kann. Vor oder während der ganzen Aktion ist das wahrscheinlich eher schwer. :D

Jadeaugen
03.01.2010, 14:25
Auch wenn der Thread schon eine Zeit ruht, grab ich ihn mal ganz dreist aus:

Bei dieser ganzen Lebenserfahrungsdiskussion hier habe ich daran gedacht, was ich bei meinen Geschichten aus der Zeit 12/13 analysiert habe, besonders im Vergleich zu denen in meiner peer group/damaligen Klasse (in der Schule lässt sich das recht gut nachvollziehen.)
Meiner Meinung nach ist es nicht fehlende Lebenserfahrung - da habe ich oft genug das umgekehrte Beispiel erlebt, wie absolut furchtbar und unrealistisch Erwachsene über Kinder und Jugendliche geschrieben haben. Ein Talent zum Schreiben kann man schon in sehr jungen Jahren erkennen, blühende Phantasie, auffallende Ideen und eine stringente Gedankenführung. Was am Ende aber eine Geschichte von einem 13-Jährigen von der eines 25-Jährigen trennt, sind zahlreiche Geschichten, die er in der Zwischenzeit geschrieben, gelesen und analysiert hat.
Jüngeren fehlt oft nicht die Denkarbeit, sondern das Handwerkszeug, um Realismus und Glaubwürdigkeit zu erzeugen. Und viele lernen diese Dinge auch nie, egal wie alt sie sind. Ein sehr guter Autor kann dich glauben machen, er wäre schon überall gewesen, hätte alles gemacht und jedes Gefühl, das er beschreibt, schon erlebt. Das nennt man dann wohl Handwerkszeug und Recherche ;)
Um diese Dinge zu lernen, muss man vor allem schreiben. Aber es hilft nicht, dann jede Geschichte in den Himmel zu loben - nur wirklich angemessenes Lob hilft dann auch weiter. Und die wichtigste Erfahrung für mich war, beim späteren Lesen all die Kritikpunkte an meinen Texten zu erkennen und daran arbeiten zu wollen, statt mich auf dem "guten" Text auszuruhen.

ZwergenTurner
15.01.2010, 15:01
Ich könnte grundsätzlich nichts dagegen einwenden ein Buch mit 13 zu schreiben, obwohl dieses Alter schon hart an der Grenze liegt. Ich würde sagen ca. ab 13 hat man genügend Wissen und Vorstellungskraft sich, zumindest halbwegs, in die Situation eines Erwachsenen zu setzten. Natürlich ist es unmöglich für ein/en Kind/Jugendlichen es genauso zu schildern, wie es ein älterer tun würde. Denn das allerwichtigste Kriterium ist glaube ich: Erfahrung.
Es ist sicher aber auch interessant als Erwchsener zu wissen wie ein Kind denkt, wie man denkt(irgendwie verdreht *wunder*).^^
Aber schließlich hat man Erwachsene als Kind IMMER um sich. Du siehst sie in Filmen, du liest von ihnen in Büchern, du erlebst sie einfach ununterbrochen. Da hast du dir dann auch irgendwann(ca. mit 13:)) genügend Wissen geholt um über sie zu schreiben.
Für Kinder denke ich mir ist es leichter sich in einen älteren zu versetzten, da ja die Zukunft so sein wird. Man denkt oft darüber nach. Für Erwachsene hingegen ist das Vergangenheit und es wird nur selten daran gedacht. Außerdem ist man dann ja schon "normal" und man kann sich nur schwer die bunte Fantasie eines Kindes vorstellen.
Genau darum glaube ich kann ein Kind, falls die richtigen Voraussetzungen da sind, besser über einen Erwachsenen schreiben als umgekehrt.

Achja und wenn ein Kind ein Buch mit einem Kind als Akteur schreibt glaube ich ist dieses BESTIMMT wahrheitsgetreuer, als das eines Erwachsenen. Nicht unbedingt besser!:D

Michael
03.02.2010, 21:49
Hallo, reden wir hier über das Schreiben, oder über das erfolgreiche Veröffentlichen?

Ich finde, für das Schreiben gibt es keine Altersbeschränkung nach unten. Wenn Du eine Idee hast, dann schreib sie auf. Wenn Du Lust zum Erzählen einer Geschichte hast, dann mach das. Arbeite dran, guck immer wieder drüber. Und wenn Du noch nicht zufrieden bist, leg es noch mal zur Seite und hol es später wieder vor, oder gib es jemandem, der Ahnung von der deutschen Sprache hat zum Lesen, zum Beispiel Deinem Deutschlehrer.

Mit dem Veröffentlichen soltest Du noch warten, bis der obengenannte Fachmann (oder die Fachfrau) Dir grünes Licht gibt. Und dann wende Dich an einen seriösen Verlag. Es gibt genug Leute, die Dir erzählen, auf Dein Werk hätte die Welt gewartet, wenn Du ihnen nur genug zahlst. Versuch es auf einem Kurzgeschichten-Wettbewerb oder so. Für den Anfang ist eine Kurzgeschichte schon ganz schön lang und macht deutlich mehr Arbeit als ein Schulaufsatz.

Und lass Dir nicht einreden, Schreiben wäre eine Frage des Alters. Pratchett hat die Urform der "Teppichvölker" mit (ich glaube) 17 Jahren geschrieben, dann aber später noch einmal überarbeitet. Paolini war auch noch Teenager, als er Eragon 1 geschrieben hat. Allerdings ist die Geschichte der Veröffentlichung ein klassischer Fall von Werberummel durch die Eltern und von Protektion durch einen Verlag.

Eindeutig hilft die Förderung durch Verlag und Presse bei der Veröffentlichung. Schreiben musst Du aber allein und das hängt nicht vom Alter, sondern von Talent und Wissen ab.

Bajarin
06.02.2010, 01:20
Wenn...


Dein Vater Literaturkritiker beim Deutschlandfunk und Juror des Deutschen Buchpreises wäre...
eine Verlegerin, die im Autorenforum Montségur auf der schwarzen Liste der Druckkostenzuschußverlage steht, auf Dich aufmerksam würde...
Dein Vater und eben jene Verlegerin sich einig würden... (insbesondere über das finanzielle...)



Bei Deinem Statement hast Du nur eins nicht bedacht:

Wenn der Vater eines jugendlichen Autoren Literaturkritiker beim Deutschlandfunk und Juror des Deutschen Buchpreises wäre, dann ist der Jungautor nicht auf DKZV angewiesen, denn Carlsen und BasteiLübbe würden ihm einen Vertrag im Galopp hinterherschleppen. Oder wie erklärst Du Dir sonst, daß dort ein Rundfunkproduzent mit einer Jugendbuchreihe erfolgreich war, die hier im Forum nicht mal eine einzige positive Kritik bekommen hat?

HMP
06.02.2010, 06:18
Bei Deinem Statement hast Du nur eins nicht bedacht:

Wenn der Vater eines jugendlichen Autoren Literaturkritiker beim Deutschlandfunk und Juror des Deutschen Buchpreises wäre, dann ist der Jungautor nicht auf DKZV angewiesen, denn Carlsen und BasteiLübbe würden ihm einen Vertrag im Galopp hinterherschleppen. Oder wie erklärst Du Dir sonst, daß dort ein Rundfunkproduzent mit einer Jugendbuchreihe erfolgreich war, die hier im Forum nicht mal eine einzige positive Kritik bekommen hat?

Nur ist das Ding nicht bei Carlsen oder Bastei Lübbe erschienen (und ich bezweifle, dass die auch nur den Bruchteil einer Sekunde daran denken würden, dieses "Werk" zu veröffentlichen).

Und die Jugendbuchreihe ... nun, um positive Kritikien zu bekommen sollte etwas auch positiv zu kritisieren sein, oder?

Bajarin
06.02.2010, 11:13
Nur ist das Ding nicht bei Carlsen oder Bastei Lübbe erschienen (und ich bezweifle, dass die auch nur den Bruchteil einer Sekunde daran denken würden, dieses "Werk" zu veröffentlichen).

Und die Jugendbuchreihe ... nun, um positive Kritikien zu bekommen sollte etwas auch positiv zu kritisieren sein, oder?

Nein, "Das" Ding nicht. Ich wollte auch nur meine Meinung äußern, daß der Autor und sein Vater nicht auf DKZV angewiesen gewesen wären. Man sieht es eben an der besagten Jugendbuchreihe, die trotz fehlender positiv zu kritisierender Aspekte von Carlsen/BasteiLübbe im Hardcover und mit der ganzen Marktmacht dieser Verlagsgruppe in den Handel gebracht und erfolgreich vermarktet wurde. Man darf annehmen, daß sowohl der Verlagsvertrag, als auch die freundlichen Presserezensionen zumindest teilweise Gefälligkeitsleistungen waren, auf die andere Debütautoren nicht rechnen dürfen.

treogen
07.02.2010, 20:56
Ich wollte auch nur meine Meinung äußern, daß der Autor und sein Vater nicht auf DKZV angewiesen gewesen wären.

Das glaube ich nicht.
Verlage sind gewinnorientiert denkende Unternehmen, die es sich nicht erlauben können und wollen, mal ebend 20.000 Euro aus Gefälligkeit in den Sand zu setzen.
Übrigens gibt es haufenweise renomierte Autoren, die es beispielsweise nicht geschafft haben, ihre Kinder in ihrem Verlag unterzubekommen.
Ergo: Vitamin B ist nicht alles.


Man sieht es eben an der besagten Jugendbuchreihe, die trotz fehlender positiv zu kritisierender Aspekte von Carlsen/BasteiLübbe im Hardcover

1.) ich weiß jetzt nicht, um welche Reihe es hier geht. Aber Jugendbuchreihe matcht nicht wirklich mit den durchschnittlichen Forenbenutzern als Zielgruppe. Deswegen weiß ich nicht, ob dieses Buch wirklich so schlecht gelaufen ist, wie du jetzt behauptest.
2.) Auch Lektoren machen Fehler. Das passiert. Sowohl mit Ablehnungen von Büchern, die hinterher zu Bestsellern mutieren, als auch mit Zusagen für Bücher, die sich als Flop erweisen. Für einen normalen Verlag mit einer gesunden Mischkalkulation kein Problem. 1 Bestseller und 7-8 gut laufende Bücher können einen Flop gegenfinanzieren.
Mehr allerdings ist kritisch, deswegen ist auch der Griff zu Altvertrauten schneller als zu riskanten Neuautoren mit gewöhnungsbedürftigen Protagonisten und schrägen Charaktären. Und der Leser (Kunde) gibt dem recht. Schließlich greift er oftmals zu altbewährten und läßt Neues abseits der ausgetretenen Pfade einfach im Regal liegen. Damit wirds zum Flop und der Lektor wird sich das nächste Mal nicht wieder die Finger mit einen deutschen Jungautoren verbrennen.

Bajarin
08.02.2010, 06:32
Wenn der Carlsen Verlag ein Buch im Hardcover mit ansprechend gestaltetem Coverbild herausbringt und die ersten drei bis fünf Journalisten sich positiv geäußert haben, dann steht das Buch aber schon mal in den Regalen der Buchhändler. Von dort ist der Weg zu den Lesern deutlich kürzer als aus dem Karton beim Kleinverlag. Und Jugendliche oder die Omas und Patentanten öassen sich gern vom vorhandenen Angebot leiten, wenn sie ein Geburtstagsgeschenk oder eine Reiselektüre für die Klassenfahrt suchen.
Wenn das Buch dann nicht ganz schlecht ist, sondern nur ziemlich mau, verkauft es sich schon ganz gut.


Und die Sache mit den Gefälligkeiten für 20.000 Euro... da hat es aber schon ganz andere Gefälligkeiten gegeben, wenn man an die Bordell-Affäre des VW-Betriebsrates denkt. Ich kann mir sehr gut vorstellen, daß es einem Verlag mehr als 20.000 Euro wert ist, sich einen Juroren des Deutschen Buchpreises gewogen zustimmen!