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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : J.R.R. Tolkien - Die Kinder Húrins


Hathor
09.03.2008, 13:17
Die Kinder Húrins ist in der düsteren Vorzeit Mittelerdes angesiedelt, den Ältesten Tagen. Damit spielt die Geschichte weit vor den Ereignissen des Herrn der Ringe, in einem Teil Mittelerdes, der am Ende des Ersten Zeitalters von einer gewaltigen Flut überschwemmt werden sollte. Das Epos berichtet von der Schlacht der Ungezählten Tränen gegen den Gestalt gewordenen Gott Morgoth und der Niederlage Húrins von Dor-lómin. Nach einem Wortstreit wird Húrin von Morgoth verflucht und auf ewig an einen steinernen Sessel auf einem hohen Berg gefesselt. Sein Sohn Túrin Turambar macht sich daraufhin auf, seinen Vater aus der Gefangenschaft zu befreien.


Die Tolkien-Fans konnten erst ihr Glück gar nicht fassen, als angekündigt wurde, dass im Frühjahr 2007 ein neuer Roman ihres verehrten Tolkien erscheinen sollte. Im alten FF gabs dazu auch gleich eine Leserunde.

Begeistert haben mich eigentlich lediglich die Illustrationen von Alan Lee.

Alles andere war Stückwerk aus anderen Werken, Aufgewärmtes, Unausgegorenes. Es gab zwar eine rudimentäre Handlung, aber diese war schon sehr mager. Eine Überarbeitung war von Tolkien sicher beabsichtigt gewesen. Ob ihn sein Sohn einen guten Dienst erwiesen hat, indem er das halbfertige Manuskript herausgegeben hat, zweifle ich schon sehr an.

Inzwischen sind die Begeisterungsstürme der Fans einer ernüchterten Schweigsamkeit gewichen.

Hat jemand von euch sich dieses Werk angetan?

Nuramon
09.03.2008, 14:05
Ich habe es angefangen zu lesen. Habe aber schnell die Lust verloren.
Ich kam überhaupt nicht in die Handlung rein. Zu erst werden ja alle Personen vorgestellt und wenn man sich da durchgewühlt hat, hat man schon wieder vergessen wer der erste war.
Nein....das war auf jeden fall kein Buch für mich.*nein*

Wenn sich jemand dafür begeistern kann, dann wohl nur eingefleischte Tolkien Fans.

Dr. Borstel
09.03.2008, 22:25
Ich habe es gelesen und bin etwas zwiegespalten ... Auf der anderen Seite kann eine neue Erzählung Tolkiens gar nicht soo schlecht sein, auf der anderen Seite habe ich den Eindruck, er hat versucht, mit dem Stil des Silmarillions einen Roman zu schreiben, was hier furchtbar misslingt. Man weiß nicht so ganz, was man da eigentlich liest ... Auf jeden Fall ein Buch, dass man nicht unbedingt gelesen haben muss, das Silmarillion reicht da völlig.

Rotkätzchen
10.03.2008, 09:58
Wirklich überflüssig fand ich das Buch nun nicht. Ich hätte mir nur ein paar andere Schwerpunkte erhofft. Mehr persönliche Gefühle bei all den Tragödien, mehr Intensität bei der Umsetzung der Kämpfe, ein wenig mehr Trauer um Beleg... aber letztendlich hat hat man daraus nichts erfahren, was nicht auch schon im Silmarillion bzw. in den vergessenen Geschichten steht. Ich hab das Buch nach dem Auslesen wieder verscherbelt, denn ein zweiter Lesedurchgang steht nicht in meinem Terminplan.

Was ich mir von dem Buch am meisten erhofft hatte, wurde jedenfalls nicht erfüllt: Mehr über die Beweggründe von Orodreth zu erfahren. Finarfins Kinder haben es mir in der großen Saga um das erste Zeitalter am meisten angetan, und ich hätte mir erhofft, auch Orodreth bekäme in "Die Kinder Hurins" ein Bisschen Persönlichkeit. Leider war das nicht der Fall. So bleibt Orodreth weiterhin der etwas dumme Tor, der sich von jedem der große Worte schwingen kann, beeindrucken lässt (erst von Feanors beiden Söhnen Curufin und Celegorm, später von Turin) und seinen Ideen folgt. Seine Tochter bleibt genauso blaß. Schade.

Hathor
10.03.2008, 10:22
Ich hab das Buch nach dem Auslesen wieder verscherbelt, denn ein zweiter Lesedurchgang steht nicht in meinem Terminplan.


Werde ich wohl auch tun. Ich fand das Buch auch heillos überteuert. Ich habe damals 23€ bezahlt, für 280 Seiten in Monumentalschrift und doppeltem Zeilenabstand :rolleyes: Das ist das Buch auf keinen Fall wert.

Am Inhalt des Buches hat mich geärgert, dass viele wichtige Ereignisse in einem kurzen Nebensatz abgehandelt wurden. Aber ob der Weg rechts ober halbrechts oder doch vielleicht links abzweigt, sowas wird lang und breit erklärt. Langweilig *gähn*

Ich fand eigentlich Nienor viel interessanter und vielschichtiger als Turin. Aber ihre Geschichte wurde in eineinhalb Kapiteln abgefertigt, während die Turins bis ins uninteressanteste Detail ausgewalzt wurde. Und trotzdem blieben manche Handlungssprünge völlig im Dunkeln. Zum Beispiel, warum Turin plötzlich ein unbesiegbarer Krieger und Rächer war. Oder warum ihm plötzlich ein Heer zugelaufen ist, oder woher dieses Heer kam.

Engelskrieger
11.09.2009, 18:20
Am Inhalt des Buches hat mich geärgert, dass viele wichtige Ereignisse in einem kurzen Nebensatz abgehandelt wurden. Aber ob der Weg rechts ober halbrechts oder doch vielleicht links abzweigt, sowas wird lang und breit erklärt. Langweilig *gähn*

Ich fand eigentlich Nienor viel interessanter und vielschichtiger als Turin. Aber ihre Geschichte wurde in eineinhalb Kapiteln abgefertigt, während die Turins bis ins uninteressanteste Detail ausgewalzt wurde. Und trotzdem blieben manche Handlungssprünge völlig im Dunkeln. Zum Beispiel, warum Turin plötzlich ein unbesiegbarer Krieger und Rächer war. Oder warum ihm plötzlich ein Heer zugelaufen ist, oder woher dieses Heer kam.

Ganz zustimmen kann ich dir da nicht. ich habe das Buch auch gelesen, aber nur ausgeliehen. Die aussage, das es langweilig ist, weil Tolkien wie und wo es abzweigt breit und lang erklärt, aber die wichtigen Sachen "weg lässt" stimmt erstens nicht ganz und zweitens tut er das genau so im Herr der Ringe, also kann man nicht sagen es ist viel schlechter als Der Herr der Ringe. (Na gut, ich gebe zu, es ist schlechter, aber ich empfinde es als Mischung aus dem Silmarillion, welches ich nur angefangen habe, und dem Herrn der Ringe (Schreibtechnisch).

Dumdidu
11.09.2009, 19:08
Mir hat das Buch eigentlich ganz gut gefallen. Es war zwar nun nicht ein Buch, das man so ohne weiteres voller Spannung auf einen Habs verschlingen wollte, aber dennoch war es ganz intressant zu lesen und viele Nebeninformationen konnte man auch gewinnen :)

(Na gut, ich gebe zu, es ist schlechter, aber ich empfinde es als Mischung aus dem Silmarillion, welches ich nur angefangen habe, und dem Herrn der Ringe (Schreibtechnisch)

Finde ich eigentlich auch. Habe ich aber auch nichts anderes erwartet :) Von daher wars ok. Für mich jedenfalls ^^