Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sergej Lukianenko - Spektrum
Ein Buch, welches wir im alten Forum in der Leserunde durchgekaut haben. Wohl bekommen ist es mir nicht unbedingt, lag mir schwer im Magen. :rolleyes:
Ich habe das Buch, vor allem den Anfang, als sehr langatmig empfunden und mich irgendwie zum Schluss durchgequälen müssen. Dieses Buch ist ganz und gar nicht nach meinem Geschmack, aber zum Glück sind Geschmäcker verschieden. Es erinnerte mich irgendwie stark an „Stargate“ und „Per Anhalter durch die Galaxis“, wobei ich nicht weiß wie ich auf letzteres kam.
Zum einen hinterließ Martin bei mir, keinen guten Eindruck, vorallem mit seiner Frauenfeindlichen Art, konnte ich mich so garnicht anfreunden. Zum anderen glaube ich, dass es keinen gibt, über den nicht hergezogen wurde. Die Liste ist endlos von Amerikaner (na gut kann ich noch nachvollziehen *ja*) bis zum Vegetarier (da fühl ich mich auch schon persönlich angegriffen *mph*).
Außerdem hat mich das ganze Essen, Trinken und Rauchen zunehmend genervt. Da ich es für die Handlung nicht unbedingt als notwendig empfunden habe, konnte ich mich nicht unbedingt damit anfreunden – viel Lärm um Nichts sozusagen. So fehlten mir auch ausführliche Beschreibungen – vor allem auf der Gefühlsebene, die kam irgendwie zu kurz.
Mit den Erklärungen die zum Schluss folgten, also des Rätsels Lösung, war ich auch nicht zufrieden. Hatte irgendwie das Gefühl Lukianenko hat sich das Ganze zu einfach gemacht. Das hätte man zumindest noch irgendwie ausbauen können, es ist viel zu knapp und nicht nachvollziehbar. Aber ich bin froh, dass er es nicht ausgebaut hat – so war ich wenigstens nicht mehr auf dem Weg meinen Verstand zu verlieren – denn mehr hätte ich nicht ertragen. (Leser sollten diesen Satz verstehen *grins*)
Oje, das klingt jetzt absolut negativ, na dann noch schnell was positives hinten nach. Interessant fand ich die aufgeworfenen Glaubensfragen, wie auch die bereisten Planeten und deren Bewohner, die zum Teil auch sehr gut wenn auch wieder knapp beschrieben wurden. Was mir auch noch gefiel, war die Namenswahl, die erst ein wenig später erklärt wird – Nils Holgersson gehörte zu meinen Lieblingsserien als Kind.
Spektrum - Sergej Lukianenko
Als die Menschen eines Tages ein von Außerirdischen installiertes Teleportationssystem entdecken, beginnt für Privatdetektiv Martin Dugin das Abenteuer seines Lebens: Denn dieses System ermöglicht es, in Sekunden die Abgründe zwischen den Planeten der Galaxis zu überwinden. Eine perfekte Möglichkeit also für jene, die den Zuständen auf der Erde entfliehen wollen - aus welchen Gründen auch immer ...
Vom Autor der Bestseller "Wächter der Nacht" und "Wächter des Tages" - das mehrfach preisgekrönte Science-Fiction-Meisterwerk. Ein atemberaubender Trip durch die Galaxis, mit dem Sergej Lukianenko seinen Ruhm als bester russischer Fantastik-Autor der Gegenwart begründete.
@Sanatii, wir können ja nicht immer einer Meinung sein, das wäre auch sehr langweilig.:)
Das Buch hat recht gut gefallen. Das Buch regt zum Nachdenken an. Gibt es einen Gott oder sogar mehrere? Ist es nicht schlimmer an einen falschen Gott zu glauben, als gar nicht zu glauben? Gibt es eine Seele und habe alle diese? Wären wir ohne Verstand glücklicher?
Wollte zwar auch noch nie Gott sein, aber nach diesem Buch will ich es auch nie werden. Gott zu sein ist unglaublich langweilig!
Obwohl Lukianenko ernsthafte Fragen stellt, schafft er es mit einer Prise Witz, seinen Weltweisheiten und natürlich Kochrezepten, das Buch nicht zu philosophisch zu gestalten. Er erschafft mehrere Rassen, die man sich gut bildlich vorstellen kann und ihre Gesellschaft und Beweggründe nachvollziehen kann.
Ein Schwachpunkt hatte das Buch meiner Meinung nach. Es war nach dem zweiten Kapitel klar, dass sich eine Sache sich immer wieder wiederholt.
Ich würde jedem das Buch empfehlen, der keine Schlachten und übermäßig viel Gewalt braucht. Der auch gerne über den Inhalt des Buches nachdenkt und nicht die Handlung nach fünf Minuten vergießt.
Ich erinner mich noch gut an die Leserunde, hat Spaß gemacht, besonders auch mit den geteilten Meinungen :)
Ich war ja auch in der Unterzahl mit meinem Empfinden, dass das Buch doch ganz gut sein könnte ;)
Das positivste daran waren für mich wohl wirklich die philosophischen Ansätze, hat mir sehr gefallen was Herr Lukianenko da geschrieben hat. Und auch die Art - durch das Erzählen an die Wanderer ( hießen die so xD? ) - war interessant.
Zudem gefielen mir die Beschreibungen des ganzen Essens usw. auch ganz gut, mich interessiert sowas zur Zeit einfach. Von daher hatte ich wohl Glück ^^'
Was mich nicht so faszinierte und somit vllt. sogar ein Problem darstellte, da ich probierte mir das krampfhaft vorzustellen, waren die ganzen neuen Planeten und Rassen.
Eigentlich sollte so eine " Entdeckungsreise " ja ziemlich beindrucken? Tat sie bei mir nicht.
Ein Schwachpunkt hatte das Buch meiner Meinung nach. Es war nach dem zweiten Kapitel klar, dass sich eine Sache sich immer wieder wiederholt.
Da hast du wohl Recht, ich habe immer noch gehofft: " Bitte passiert das nicht schon wieder - und wenn doch auf eine spektakuläre Weise ! "
Meine Hoffnung wurde nicht erfüllt :\
Viel mehr fällt mir jetzt nach der " langen Zeit " auch nicht mehr ein :D
Oh, ich erinnere mich auch. Vor allem wie viele negative Meinungen das Buch abbekommen hatte, das hat mich wirklich überrascht. :)
War ja nicht alles negativ :) Die Grundidee, des Buches war ja eigentlich ganz gut. Gerade die Glaubensfragen, die Lena angesprochen hat, fand ich schon sehr interessant. Aber Stellenweise hat es sich einfach zu sehr gezogen und war teilweise, leicht vorhersehbar. Wie man Kascha zubereitet, muss ich in solch einem Buch auch nicht unbedingt erklärt haben. Wobei mich ja auch die Bewohner der unterschiedlichen Welten sehr fasziniert haben....
Ja, zu Spektrum muss ich auch was sagen ;)
Ich habe die ersten drei Bände der Wächter-Reihe regelrecht verschlungen und mochte sie sehr. Umso größer war wahrscheinlich die Enttäuschung bei Spektrum.
Der Anfang war ja noch einigermaßen originell und hat mich neugierig gemacht. Aber spätestens im dritten Teil fühlte ich mich wie in einer Zeitschleife, auf den Ausgang des Kapitels hätte ich treffsicher meinen gesamten Besitz verwetten können.
Und das ist noch nicht alles an Kritik.
Diese detaillierten Schilderungen des (Fr)Essens, Saufens und Rauchens konnte über die äußerst magere Handlung nicht hinwegtrösten. Im Gegenteil. Dazu kam ein extrem widerlicher Protagonist, der sich durch schreckliche Rüpelhaftigkeit und Sexismus und Chauvinismus profilierte.
Dass die Übersetzung unter jeder Kritik war, ist bloß zu hoffen. Denn dann gehen die schlimmsten Stilblüten und Unverständlichkeiten nicht zu Lasten des Autors.
Nein, Herr Lukianenko, das können Sie eigentlich besser. Dieses Buch ist in meinen Augen ziemlich mies.
Ich kann es auch so sagen: wäre ich ein Schließer, käme der Autor mit dieser Geschichte bei mir durch kein einziges Tor.
Muchacho
30.05.2009, 12:14
Teilweise wurde es wirklich langatmig, aber der Autor zeigt auch in diesem Buch seine große Ideenvielfalt. Man hat immer einen Anreiz weiterzulesen, er verpackt die Handlungen geschickt und entwickelt daraus wieder eine neue Geschichte, auf die sich der Leser freuen darf. Er lässt kein Planet unendeckt, man taucht ab in eine neue Welt und das gefällt mir bei ihm sehr.
Er ist einer der wenigen aktuellen SciFi-Autoren, die ich lese. Aber: Leider sind - wenn man mehr von seinen Büchern gelesen hat - die Bücher doch in gewisser Weise ähnlich und gleich. Besonders mit "Weltengänger" hat man parallelen erkannt, was dann doch leider etwas gestört hat...
Koboldkind
16.08.2009, 11:09
Mein erster Sci-Fi-Roman. Er ist mit ganz lieb, vor allen, da die Raumschiffe fehlen. Mit Toren komme ich besser zurecht ^^
Das ganze Essen, Trinken und Rauchen ist tatsächlich zu viel. Ober habe ich den Eindruck und Lukianenko baut das übermäßig in ALLE seiner Romane ein? Zumindest hier hätte es gut 100 Seiten dieses Wälzers gespart. Auch wenn er es stellenweise noch gut unter gebracht hat. Mir fällt da der erste Prolog ein, wo Martin mit seinem Onkel dinniert, fünf Seiten Langeweile, bis überraschend in der Nähe ein UFO landet. War doch ein sehr guter Einstieg. Und wenigstens hat das ganze ein Muster: Im Prolog wird gegessen, im Rest nur zwischendurch getrunken und geraucht. Das macht alles erträglicher. -.-
Das Spekrtum an Weltengänger erinnert, stimmt. Von den besuchten Welten und vom Thema auch noch. Aber jeder Autor hat wohl seine Niesche/Masche, die er öfter verarbeitet.
Zumindest rettet das ganze Buch wirklich die unmengen philosophischer Ansätze. Außerdem macht die Frage nach der Seele die Sache einfacher, als dass er hier nach der Seele bei Außerirdischen fragt. Er hatte recht, wenn die Menschheit plötzlich vor dem Universum steht verlieren die Erdinternen Streitigkeiten schnell an Bedeutung.
Martin war Sexistisch? Lese ich die Protagonisten immer zu nett? Zumindest kann ich seine Haltung verstehen, dass er die Sache eigentlich jederzeit aufhören könnte und sollte. Er ist eben kein Held, sondern nur Detektiv. Aber das sagten sich viele Helden ja auch schon ^^
Die Geschichte selbst war gut. Dass sich eine Sache ständig wiederholte, nun gut, es war nötig. Wenigstens war es bisher noch spannend verpackt. Auch wie zufällig es bisher aussieht, ich bin echt mal aufs Ende gespannt (700 Seiten ziehen sich halt etwas hin). Und was der Titel mit dem Buch, abgesehen von der Kapitelaufteilung und der Wiedergabe in den Welten zu tun hat, das interessiert mich auch mal.
Die Außerirdischen: Ich hatte den Eindruck, Star Trek zu lesen. Die Geddarn sind wie Klingonen und die Aranker die glückseligen Vulkanier. Die Doi-Daos fand ich noch sehr originell. Und jetzt wollte ich einen Satz dranhängen, zu dem mir aber die Formulierung fehlt -.-
Leider finde ich noch an jedem Buch etwas gutes, daher kann ich den Verriss hier nicht zustimmen. In Punkten bisher aber... 7/10. Solide Arbeit, die nun noch vom Ende abhängt.
Mein erster Sci-Fi-Roman. Er ist mit ganz lieb, vor allen, da die Raumschiffe fehlen.Du hast ihn noch nicht zu Ende gelesen, gell?;)
Für mich ist Spektrum Leserverarsche und pure Zeitverschwendung. Ich bin mir immer noch sicher, Lukianenko sitzt irgendwo bei einer guten Flasche und lecker Essen und hält sich den dicken Bauch vor lachen darüber, dass es auf der Welt Leser gibt, die ihm diese krude Story abkaufen. Und was die angeblich philosophischen Ansätze betrifft: M.E. klarer Fall von Überinterpretation.:rolleyes:
Koboldkind
24.08.2009, 17:43
Stimmt, hatte ich bis dato nicht ^^
Aber das Bessarierschiff war ... annehmbar.
Das sich Lukianenko den Bauch hält, das kann durchaus sein, das kann mir aber egal sein, weil ich das Buch geschenkt bekommen habe :D
Was mich hierbei, oder daraufhin wohl auch bei allen anderen Geschichten stört, ist, wenn alleine auf dem Einband dann steht, dass es mal wieder um das Schicksal der Welt, wahlweise auch nur einer Nation geht. Gehts nicht auch etwas kleiner?
Die Philosophischen Ansätze: Ich hab die jetzt nicht groß verfolgt, philosophie ist dann doch etwas schwer, aber als Ideen sind sie ganz nett reingebracht. Also das Buch ist vielleicht Mittelmaß für zwischendurch.
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