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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Feedback Das Auge des Söldners


Gilead
13.03.2008, 16:48
Jede Art von Kritik ist gerne gesehen :)

Warin
13.03.2008, 21:34
ja, es ist wieder da, es ist wieder da*rofl*
/me verleiht seiner Freude ungehemmt Ausdruck^^

ich kann allen nur raten: *ansage*Lest das!

RickyLee
22.03.2008, 01:11
Ich geb es offen zu und es tut mir eigentlich leid:
Ich hab schon im alten Forum versucht mit der Geschichte anzufangen und ich bin daran gescheitert. Ich habs nochmal versucht, nun allerdings nur überflogen.

Die Grundaspekte der Geschichte habe ich erfasst, in dem ich quergelesen habe, und die wären:

Söldner sind böse, blutrünstig, stark und auch verhasst, die Hauptperson ist (unfreiwillig?) auch eine davon. Die Söldner greifen ein Fischerdorf an, Hauptperson kommt unter die Räder (Beine) und wird von (extrem gutaussehenden) Söldnerin namens Asa gerettet. Dorf fällt in der Schlacht.

So gut es sicherlich beschrieben war, es war mir zuviel Schlachtgetümmel. So etwas halte ich durch, wenn es in der Mitte oder am Ende einer Geschichte kommt, ich die Charakter kenne und mitfiebern kann, aber gleich am Anfang ist es wie... Schnaps auf leerem Magen. Zuviel.

Aber ich merke, ich bin unfair: Innerhalb der nächsten Tage werde ich nochmal einen Leseversuch starten und deine Geschichte gründlich durchlesen, immerhin hattest du einige Arbeit damit und gut geschrieben ist sie ja auch. Es liegt also eigentlich eher an mir, aber vermutlich geht es auch anderen so. Dies ist nur mein erster Eindruck.

Hathor
23.03.2008, 22:11
Gilead, du kannst schreiben. Du beherrscht die Sprache, die Grammatik, du bist wortgewandt und sprühst vor Ideen, das Erzähltempo passt sich der Handlung an. Du hast Talent... Hundertprozentig.

Inhaltlich finde ich die Geschichte entsetzlich. Nur blutrünstige, primitive, bösartige, feige Schlächter. Da nehme ich den Ich-Erzähler gar nicht aus, auch wenn du dich bemühst, ihn als besser darzustellen. In meinen Augen ist er noch das größere Schwein als seine Kumpane, denn er sieht das Unrecht. Er hat die Intelligenz, die seinen hirnlosen Mitschlächtern fehlt, und setzt sie nur für Untaten ein.

Gilead
24.03.2008, 15:53
Ganz lieben Dank Ricky und Hathor für euer Feedback.

Auch wenn Warin sagt, man soll sich nicht rechtfertigen in Kritiken so kann man meist nicht anders :D

Eines gleich vorweg: bitte nehmt das erste Kapitel nicht als Beispiel für die ganze Geschichte! Ich habe vielleicht einen Fehler begangen, indem ich den Leser gleich direkt ohne Vorwarnung inmitten dieser brutalen, erbarmungslosen Welt katapultiert habe. Ich hab mit diesem Überfall auf das Dorf begonnen, weil ich etwas abseits der Norm nicht mit seitenweise langatmiger Einleitung und Erklärungen starten wollte. Aber ich verstehe durchaus, dass dieses erste Kapitel auch abschreckend wirken kann, weil der Leser der Meinung ist, es geht so ununterbrochen weiter.
Dem ist aber nicht so! Ich denke, Warin kann das bestätigen. Große Schlachten wird es in diesem Romanversuch kaum geben - eher einige kleine, handlungsweisende Scharmützel.

Was die Brutalität betrifft: ja, ich schreibe meine Geschichten ausschliesslich für Erwachsene. Und die Welt dieser Geschichte - das Auge - ist eine unbarmherzige und von Kriegen überschattete. Vergleichbar in etwa mit Europa zur Zeit des dreißigjährigen Krieges. Es ist nunmal nicht mein Stil, nur anzudeuten oder zu verniedlichen. Und nein - ich bin kein von Splatterfilmen und Killerspielen geistig versauter Jugendlicher (Sarkasmus) :D
Dass dieser Stil nicht jedermanns - und vor allem jederfrau's - Sache ist, ist mir durchaus bewusst.

Noch ein Wort zu Kyron, dem Hauptcharakter der Geschichte: Kyron ist kein edler Superkrieger, der für Recht und gegen Unterdrückung kämpft. Er ist ein junger Bursche der aus seiner Heimat verbannt wurde (warum wird etwas später in der Geschichte andeutungsweise erklärt) und den hochtrabenden Reden der Anwerber auf den Leim gegangen ist. Er ist zu Beginn seines Abenteuers weder gut noch böse, sondern nur darauf Bedacht, möglichst heil diesen Krieg zu überstehen. Er begeht ehrvolle Dinge aber auch verwerfliche. Ich will, dass sein Charakter von dem Verlauf der Geschichte geformt wird und nicht von Anfang an feststeht. Es wird noch einige Wendungen geben....

Vielleicht gebt ihr meinem Romanversuch ja noch eine Chance und lest erst ab dem übernächsten Teil weiter ;) Dann bekommt ihr hoffentlich einen anderen Eindruck von Kyron und seiner Geschichte.

lg
Gilead

Hathor
24.03.2008, 16:06
Auch wenn Warin sagt, man soll sich nicht rechtfertigen in Kritiken so kann man meist nicht anders :D


In diesem Fall war deine Stellungnahme wohl auch wirklich notwendig und nicht eine unnötige Rechtfertigung.

Ich schätze es eigentlich schon, wenn ohne langatmige und weitschweifige Erklärungen gleich in medias res gegangen wird. Aber gleich so brutal loszulegen... huch ;) Trotzdem habe ich weitergelesen und auch kommentiert. Weil ich - wie ich sagte - deinen Schreibstil mag.

Und ich werde weiterlesen, aufgrund deiner Erläuterung. Bin schon gespannt, ob ich mein Urteil werde relativieren müssen :)

Razor
24.03.2008, 16:52
Soo, dann möchte ich auch mal etwas dazu sagen, wenn es denn gestattet ist.

Zur Anmerkung: Ich hab in einem Fenster die Geschichte, die ich lese und parallel dazu ein zweites Fenster, zu welchem ich umschalte und meine Kommentare abliefere.
Achja und zu meiner Motivation will ich sagen, dass mich die Kritiken von Hathor und RickyLee angespornt haben die Story des Söldners zu lesen. Blutige Schlachten? Da bin ich dabei! *duck*

Was mir direkt aufgefallen ist: Zu Beginn schreibst du viele Parataxen. Diese werden aber abgetrennt durch einen Absatz, so dass das für mich nicht schön aussieht vom Layout her - also wenn man sich nur die Form des Textes anschaut ohne den Inhalt. Ob es ein "Makel" ist weiß ich nicht, sondern nur eine kleine Auffälligkeit. Um Tempo zu erzeugen sind die Parataxen natürlich bestens geeignet, wenn man die kurzen Sätze aber nebeneinander anreihen würde, dann würden sie sich schneller lesen. So wie es jetzt ist gehen die Augen quasi immer eine Zeile runter und suchen den neuen Satz.

Diesen Abschnitt der Antithesen finde ich genial:
Söldner – Abschaum und Helden, große Krieger und ehrlose Räuber. Ob Bestie oder Halbgott – einerlei.
Und einer von ihnen war ...

Der hat mich stutzig gemacht, weil ich das Gefühl habe da fehlt was:
Und schließlich, sie waren ja nicht von sich aus gekommen

Bei der Passage wo du die Gesinnung und den Ruf der Söldner beschreibst, die ja sehr negativ behaftet ist, hätt ich mir gewünscht zumindest einen Satz zu lesen, nach dem Motto: "Wohl aber bei den fetten, machtgierigen Reichen, die es selbst nicht wagten ihr Schwert zu erheben - für sie waren die Söldner ein wahrer Segen, waren sie doch der Zorn derjenigen, die es sich leisten konnten. So lange die Bezahlung stimmte...

Nun habe ich ein ganzes Stück weiter gelesen und es tauchen Sätze auf, die so fantastisch sind, wie z.B.:
Einsame Wanderer und Krieger aus Ländern, deren Namen die Erinnerung an Sagen und Legenden aufwärmte, die manchmal in stürmischen Nächten neben knisternden Feuern ihre Runden machten.
Und noch einige Weitere!

Nachdem nun deine Definition von Söldnertum klar geworden ist, folgt die Beschreibung des Protagonisten, der sich inmitten dieser Schar befindet. Gelungen.
Als du nun überwechselst zum Ausruch der Schlacht hatte ich eine Metapher im Kopf: Das riesige Schlachtschiff ist schon beinahe am Ufer angekommen und die Dorfbewohner wehren sich so gut es geht, die meisten fliehen jedoch. Hinter dem Kriegsschiff toben die Wellen, der Himmel ist dunkel und stürmisch, so als das Banner des Königs das Übel mit sich bringt und alles hinter ihm zerfällt in Chaos und Zerstörung. Zwar beschreibst du es nicht so (von wegen dunkler Himmer) aber dennoch wird mir das bevorstehende Unheil klar.

Hier würde es sich besser anhören, wenn du das Wort "Ablehnung" entweder umschreibst oder zumindest einmal ein Synonym findet. 3x Ablehnung hintereinander in drei Sätzen klingt nicht all zu gut. Ein klitze kleiner Makel.
In manchen Gesichtern konnte ich auch Ablehnung lesen und in ein paar sogar Furcht. Und wie viele von denen die euphorisch mitbrüllten, hatten ebenso Furcht und Ablehnung in ihrem Herzen?
Zumindest Ablehnung glaubte ich auch an der Miene
Aber um beim Thema zu bleiben: Dafür findest du viele verschieden Wörter in andren Teilgebieten, was ich sehr gut finde - "Jubelorkan, Kriegsschreie, Schlachthymnen uvm."

Achso! Ich dachte die ganze Zeit der Ich-Erzähler sitzt in dem Riesen-Schlachtschiff. Oder meinst du diese kleinen Beiboote an den Seiten von großen Schiffen? Das wurd mir nicht ganz klar, ehrlich gesagt.
Dicht gedrängt saßen wir in dem schaukelnden Boot – in einem von sechzehn – und näherten uns behende dem Ufer.

Hmm, im Nachhinein muss er doch im großen Schiff gesessen haben. Ich glaube nicht, dass man das Ringmeer mit einem Schaukelboot überqueren kann :p

Die Wärme von Asas nacktem Schenkel drang durch den dünnen Stoff meiner Hose und durchfloss meinen ganzen Körper wie kochendes Öl. Es waren ihre Arme gewesen, die mich aus dem Wasser gezogen hatten. Schlanke, sehnige, durchtrainierte, sonnengerötete Arme. Makellose Arme!
Harr, einwenig Erotik kann ja nie schaden, nicht wahr?

„Man merkt wirklich, dass du noch keine Erfahrung hast.“ Die Arroganz in ihrer Stimme war nicht zu überhören.
Also.. ich weiß ja nicht ob das jetzt beabsichtigt war, oder ob ich sowieso alle Sachen zweideutig sehe *eek* *cool*

Hmm, also da bin ich auch einbisschen hellhörig geworden. Zuvor wird der Protagonist als eigtl. braver und garnicht all zu böser Charakter beschrieben, der ja zwangsweise Söldner geworden ist. Du hattest auch geschrieben, er würde sich wünschen, mit ruhmreichen Helden Seite an Seite zu kämpfen, anstatt mit den Räubern und Mördern.
Nun will er unbedingt mitmachen bei dieser Schandtat und einer der ihren werden?
Ich durfte nicht allzulange mein weiteres Handeln überlegen, oder ich konnte mich nach meinem ersten Kampf nur absoluter Tatenlosigkeit rühmen. [...]
Ich schloss mich ihnen an.
Ich könnte es nachvollziehen, wenn du geschrieben hättest, dass ihm ein namenloser Kampfrausch und unstillbare Blutgier ergriffen/besessen hätte, nachdem er z.B. einen Mann erstochen hat. Oder... ehh... die Kameraden ihn aufgefordert hätten mal hier ordentlich mitzumischen. Aber so ganz von alleine? Wo er doch noch einen kühlen Kopf bewahrt?
Also dieser Gegensatz wird zumindest hier und mir nicht ganz ersichtlich.

So, das wars jetzt erstmal zum ersten Teil deiner Geschichte. Im Moment fehlt mir die Zeit weiterzulesen, wird aber nachgeholt - versprochen! :)

Was ich noch zum Abschluss sagen will: Stilistische Mittel, Grammatik und Ideen sind Top. Ein, zwei Ungereimtheiten sind mir aufgefallen, aber im Endeffekt (wenn du sie mir erläuterst bzw berichtigst) nichts Schlimmes. Die Atmosphäre die erschaffen wird, passt. Gefällt mir ganz gut und ich bin gespannt wie es weiter geht *ja*

Razor

Gilead
24.03.2008, 19:51
Auch dir meinen herzlichsten Dank für deine Kritik, Razor.

Blutige Schlachten? Da bin ich dabei! *duck*
ähm...nunja, ob du da mal nicht enttäuscht wirst :D

Kurz ein paar Anmerkungen zu deinen Punkten:

Der hat mich stutzig gemacht, weil ich das Gefühl habe da fehlt was:
Da fehlt was? Was denn? Gehört doch zum nächsten Satz X.X

Bei der Passage wo du die Gesinnung und den Ruf der Söldner beschreibst, die ja sehr negativ behaftet ist, hätt ich mir gewünscht zumindest einen Satz zu lesen, nach dem Motto: "Wohl aber bei den fetten, machtgierigen Reichen, die es selbst nicht wagten ihr Schwert zu erheben - für sie waren die Söldner ein wahrer Segen, waren sie doch der Zorn derjenigen, die es sich leisten konnten. So lange die Bezahlung stimmte...
Ja klingt gut. Kann ich mir vorstellen :)

Hier würde es sich besser anhören, wenn du das Wort "Ablehnung" entweder umschreibst oder zumindest einmal ein Synonym findet. 3x Ablehnung hintereinander in drei Sätzen klingt nicht all zu gut. Ein klitze kleiner Makel.
Yep, geb ich dir völlig recht. Hab ich übersehen.

Hmm, also da bin ich auch einbisschen hellhörig geworden. Zuvor wird der Protagonist als eigtl. braver und garnicht all zu böser Charakter beschrieben, der ja zwangsweise Söldner geworden ist. Du hattest auch geschrieben, er würde sich wünschen, mit ruhmreichen Helden Seite an Seite zu kämpfen, anstatt mit den Räubern und Mördern.
Nun will er unbedingt mitmachen bei dieser Schandtat und einer der ihren werden?
Nun, zu diesem Zeitpunkt ist ihm auch noch nicht wirklich bewusst, was sich hier abspielt. Noch hat für ihn alle seine Ordnung. Die Söldner sind seine Kameraden und dieses Dorf ist der Feind, ob offensichtlich Fischer oder nicht.
Er hat angeheuert und hat das nicht zu hinterfragen. Aber wart mal ab, ein paar Seiten weiter sieht das vielleicht anders aus...;)

Razor
27.03.2008, 00:33
Da fehlt was? Was denn? Gehört doch zum nächsten Satz
Hmm, wenn man sich den Satz alleine vornimmt hat er keinen Sinn. Und wenn ein Satzgefüge zu einem andren passen soll, dann würde ich das mit einem Komma, Semikolon oder Doppelpunkt machen. Denn ich betrachte einen Satz als eine geschlossene Einheit. Meine Meinung.
__

Der Rausch des Blutes, den alle älteren Krieger fest verankert in sich trugen, schien nun auch in mir langsam zu keimen und meine Sinne zu benebeln.
Ah, darauf hab ich gewartet!

Doch dann kam direkt:
Ich erwählte mir eine Hütte im hinteren Teil des Kreises, wohl mit dem Gedanken, dort eine zeitlang Ruhe vor meinen marodierenden Kameraden zu haben.
Zuerst verfällt in eine Art Blutrausch - zumindest ist er dabei... und dann will er Ruhe?

Es kommt ein Flashback über Nadarja. Und da ist mir aufgefallen: In so kurzer Zeit hast du ja schon einige Flashbacks oder anderweitige Textstücke eingebaut, die nicht direkt mit der gegenwärtigen Handlung zu tun haben, oder? Jetzt weiß ich selber nicht, ob es möglicherweise gut wäre Erinnerungen kursiv zu schreiben, oder ob das in einem Wirrwarr von veränderten Schrifttypen ausarten würde. Aber wie gesagt, da bin ich selbst überfragt, ob das wirklich gut wäre.

Die Idee mit dem Keller find ich gut, das hat was geheimnisvolles.

Die [improvisierte] Fackel fiel zu Boden ohne zu verlöschen.

Eine Frage nebenbei: Die Maßeinheit "Stangen" - wie lang in m ist denn so eine Stange?
Ahja und generell tauchen ja einige Begriffe auf, von denen der Leser natürlich nicht weiß, was es damit auf sich hat. Wolltest du da noch ein Glossar anfertigen?

Es folgt die Passage mit der jungen Frau und der geplanten Vergewaltigung. Puhh... Also, ich zitier mich grad nochmal selber:
Hmm, also da bin ich auch einbisschen hellhörig geworden. Zuvor wird der Protagonist als eigtl. braver und garnicht all zu böser Charakter beschrieben, der ja zwangsweise Söldner geworden ist. Du hattest auch geschrieben, er würde sich wünschen, mit ruhmreichen Helden Seite an Seite zu kämpfen, anstatt mit den Räubern und Mördern.
Daraufhin meintest du ja, dass seiner Meinung nach alles seine Ordnung hat, er seine Befehle folgt usw. Dieser Satz passt ja dann aber nicht mehr zu diesem Verhalten, verstehst du was ich meine?
Ich will auf folgendes hinaus: Ich finde es ja im Prinzip nicht unbedingt schlecht, wenn etwas brutal beschrieben wird oder eine Figur (sei es auch der Protagonist) vom zweifelhaften oder sogar bösen Charakter ist. Aber mir persönlich geht die Entwicklung des Charakters oder die Veränderung seiner Moral/seiner Ideale zu schnell. Oder man hätte am Anfang wirklich die zwei Sätze weglassen sollen, die seinen eigtl. "edlen" oder zumindest halbwegs gutgesinnten Charakter erklären.
Vielleicht seh ich das auch einfach zu krass ich sag nur meine Meinung ;)
In der Hinsicht bin ich auch vorsichtig, weil ich weiß was es heißt, wenn die eigene Geschichte kritisiert wird.

So.
Was tat ich? Was hatte ich vor? War das meine Vorstellung von Abenteuern jenseits des Randbundes? War ich wirklich Söldner geworden, um Fischer zu töten und weinende Mädchen zu schänden?
Beim großen Sucher – nein!
*sich den Schweiß aus der Stirn wisch* Na Halleluja, der Protagonist wär ja dann ein richtiges A****loch gewesen!

Der Hieb musste sie fast in zwei Hälften geteilt haben.
Hoppla. Wenigstens handelt es sich hierbei nicht um einen Kinder-, oder Heile Weltroman.

Eine große Leere breitete sich in meinem Innersten aus, leerer noch als der dunkle Schlund der Verdammnis.
Schuldgefühle, Trauer... Jetzt ist der Protagonist wieder Herr seiner Sinne und das wird auch inder nachfolgenden Aktion gezeigt.

Hier gibt es also ein großes hin und her zwischen Tugenden und Greueltaten... Normalerweise hätte ich jetzt einen Großteil meines Posts gelöscht, weil ich das jetzt zu verstehen glaube: Und zwar ist der Charakter hin und hergerissen und mal sehen wie es weiter gehen wird - mit der Geschichte und mit dem Söldner. Wie du weißt lese und kommentiere ich gleichzeitig, deswegen kam auch die Verwirrung auf, wenn der Charakter dieses oder jenes getan hat.


Bin wirklich gespannt wie es weiter geht :) Generell gefragt: wie wieviel hast du schon geschrieben?

Gilead
07.04.2008, 12:58
Hoppla, hab grad germerkt dass ich vergessen habe, auf deine Fragen zu antworten :)

Aber vorerst nochmals vielen Dank für deine Mühe! Deine Kritik hilft mir wirklich sehr. Bin ja auch nur ein kleiner Hobbyautor, der noch viele Fehler macht - vor allem Logikfehler.

Ja es gibt einen Glossar. Werd ich echt mal einstellen - so als kleine Hilfestellung. Ich verwende ja doch viele erdachte Ausdrücke für alltägliche Begriffe um klarzustellen, dass es nicht auf der Erde spielt.
Eine Stange entspricht übrigens in etwa einem irdischen Meter.

Geschrieben habe ich bis jetzt ca.100 Word-Seiten. 300 bis 400 sollten es schon werden für diesen ersten Teil der Geschichte um Kyron. Bei meinem derzeitigen Enthusiasmus wird das wohl mein Lebenswerk :D

Lythande
16.10.2008, 17:51
Hallo,

da die Seite, auf der man sein Feedback geben kann, leider nicht funktioniert - jedenfalls hat sie das bei mir nicht getan -, werde ich hier mein Feedback geben. Wen die Seite wieder funktioniert, kann ja jemand gerne meinen beitrag dorthin verschieben.

Erst mal: Bravo! Ich habe hier schon viele Geschichten gelesen und viele gleich wieder zugemacht, aber die musste ich lesen. Sie hat mich von Beginn an gefesselt und ich las mir den ganzen Thread durch. Die Welt absolut klasse, Charaktere gut beschrieben, Spannung und Unterhaltung sehr gut und mitreißend. Ich saß jetzt den ganzen Nachmittag und habe gelesen und gelesen... Einfach toll. Mehr kann ich im Moment nicht sagen. Ich bin in diesem Punkt nicht zimperlich und gebe immer eine ehrliche Kritik ab und diese Story verdient meine volle Hochachtung. Ich weiß nicht, was andere dazu sagen, aber mir hat sie gefallen und dass ich eine Geschichte in einem Forum bis zum bitteren (oder hier auch bis jetzt) offenen Ende durchlese, kommt nur dann in Frage, wenn sie mich FESSELT!

Weiter so, ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
Lieben Gruß
Lythande

Gilead
20.10.2008, 11:11
Na sowas hört man doch immer wieder gerne :D
Herzlichen Dank Lythande!
Dann werde ich mich auch wieder bemühen, schneller die Fortsetzungen einzustellen.

Conan
16.12.2008, 21:14
Sooo...*ganztieflufthol*

Deine Geschichte hab ich jetzt auch von an Anfang bis "Ende" gelesen.:)

Mir hat sie sehr gut gefallen.*ja* Warum? Nun ja, mir gefällt u.a. besonders die Art und Weise, wie sie geschrieben ist. Am Anfang war ich ziemlich überrumpelt von der Story, die ja ohne lange Erzählungen gleich richtig zur Sache kommt, - ich finde es gar nicht schlecht, denn man ist gleich mittendrin und man bekommt sofort das harte und teils grausame Leben (d)eines Söldner zu spüren.*duck*
Was mir noch gefällt ist, das in deiner Geschichte nichts "beschönigt" wird und die Handlungen alle sehr ausführlich beschrieben sind, trotzdem hatte ich deswegen kein einziges Mal das Gefühl, das sie an igendeiner Stelle überflüssig sind. Mit "nichts beschönigt" meine ich solche Dinge wie z.B.:
Ein großgewachsener Westhanur schwang im Vorbeilaufen seine Klinge gegen den Körper des Mädchens....
...dann entwich alles Leben aus den weit aufgerissenen Augen.
Dieser Tod des jungen Mädchens im Fischerdorf hat mich doch schon ein bisschen getroffen - Kyron hat ja eigl. noch iwie versucht, es zu retten.
Trotzdem sind seine Handlungen für mich bisher immer nachvollziehbar gewesen, natürlich nur unter den Umständen, wenn man bedenkt, in welcher Zeit oder besser, in welcher Welt er lebt und letztlich auch aufgewachsen ist.

Die Ironie und die (kleinen?) Sticheleien der einzelnen Charaktere untereinander und gegenüber anderen fand ich eine gute Auflockerung seines sonst recht harten Lebens, über solche und ähnliche Sätze musste ich ´schon einige Male lachen. z.B.:

„Wir haben noch Wildlauch“, höhnte D’Ubp.
„Soll ich dir sagen, wohin du dir den Wildlauch stecken kannst?“
„Mir kannst du etwas geben“, forderte Daanta.
Joldo grinste sie an: „ Zum essen oder hast du was anderes damit vor?

„Und woraus besteht dieses herrliche ledyurische Frühmal?“...

...der Wirt erkannte keinen Hohn. „Rübensuppe, Eier, Sitzaspeck und
...äh...Gelbbohnen!“
„Mir wird schlecht“, murmelte Daanta.
„Großartig!“ übertönte sie D’Ubp. „Genau das hätte ich auch bestellt!“

Auch die Umschreibung und Namen von Zeit und Entfernungsangaben sowie die Tier- und Pflanzennamen finde ich richtig gut. Das gibt der ganzen Geschichte an sich noch mal ein bischen mehr Tiefgang. Was einige Dinge nun genau sind oder bedeuten, wird ja in der Geschichte ein paar mal geschrieben, für mich würde an der Stelle aber eine Art Legende sehr hilfreich sein. Ich würde mir wünschen, wenn am Ende der Geschichte noch mal all diese Begriffe aufgezählt und genau erklärt werden.*ja*
Es war bestimmt für dich nicht immer einfach, sich die ganzen Umschreibungen auszudenken, zu merken und die ganzen Namen dazu auseinanderzuhalten.:D

Das Einzige was mir inhaltlich wirklich nicht so gefallen hat war das:

Aber es war eine alte und unveränderbare Tradition, dass der älteste Sohn und die älteste Tochter gemeinsam einen neuen Familienzweig schaffen konnten, wenn beide damit einverstanden waren. Dieses Brauchtum gab es meines Wissens nur in Atilien...
...dem Warten auf die Augphase, in der Nadarja, die älteste meiner Schwestern, alt genug sein würde, die Verbindung mit mir einzugehen.
...Nun, Nadarja war einverstanden. Sie liebte mich und ich liebte sie, und unsere Verbindung würde uns Gelegenheit geben, einen neuen Platz im Auge für die Verbreitung des Namens Thormè zu suchen. Und dieser Platz würde sicher weit weg von Atilien liegen, darin waren wir uns einig.
Dass Kyron mit seiner Schwester Nadarja eine Beziehung einging,o.O auch wenn es viell. in dieser Gegend sowas wie Tradition oder Brauchtum ist und beide damit einverstanden sind, so kann sowas auf Dauer nicht gutgehen - ich denke, du weißt was ich meine.;)
Ich hätte in dieser Sache jedenfalls eine andere Person gewählt, wenn diese schon aus seiner Familie bzw. Clan stammen "muss", dann allerhöchstens aus einer weit entfernten Verwandtschaft.

Trotzdem, ich freu´ mich jedenfalls schon darauf, wie´s mit Kyron & co. weitergeht.*fan*

Zum Schuss noch folgendes; ein Satz der bestimmt schon mal öfter gefallen ist:
Lass(t) dich bzw. euch blos nicht entmutigen, wenn nicht immer gleich ein Feedback zu einer Geschichte kommt.
Ansonsten kann ich ebenfalls nur noch mal sagen:
~ "Leute, lest euch das durch!" ~

Gilead
17.12.2008, 12:56
Ganz, ganz lieben Dank für deine Kritik, Conan :)

Da nun doch schon öfters die Frage nach einem Glossar für die verwendeten, erfundenen Begriffe kam, werde ich diesen wirklich baldigst einstellen.

Was die Beziehung von Kyron zu seiner Schwester Nadarja angeht.... hm.... da gebe ich offen zu, dass ich mir darüber schon lange keine tiefschürfenden Gedanken mehr gemacht habe, da diese Beziehung ohnehin unter keinem guten Stern steht ;)
Aber ich verstehe was du meinst, Conan.
Nicht nur erbbiologisch ein Problem; Inzest ist vermutlich auch nicht unbedingt eine Handlung, die man vom Hauptcharakter eines Romanes erwartet ;)
Ich sehe das eigentlich als nebensächlichen Bestandteil von Kyron's Kulturkreis.

Hier ein noch ein kleiner Ausschnitt aus Wikipedia:
...Die Normen vieler Kulturen verbieten inzestuöse Ehen, die Normen anderer Kulturen gebieten inzestuöse Ehen. In beiden Fällen ist oft genau festgelegt, welche Ehen die „Verwandtschaft“ gebietet, zulässt oder verbietet. In Athen verboten die solonischen Gesetze die Geschwisterehe und die Ehe zwischen Eltern und Kindern. Andererseits gab es Geschwisterehen zwischen Herrschern im hellenisierten Ägypten....

Conan
25.01.2009, 16:54
Schön, das deine Geschichte (endlich) wieder weitergeht,*freu* sie war letztens genau dort zu Ende, als es gerade so richtig spannend wurde.

Dieses Kapitel ist ja mit einer der blutigsten in deiner bisherigen Geschichte - oh man, was da wieder so alles niedergemetzelt wurde.
Was ich diesmal wieder gut fand war, das du die Kampfhandlungen im Ganzen nicht unnötig in die Länge gezogen hast. Meistens wurden nur die nötigsten Kampfhandlungen und das Taktische beschrieben. Gut fand ich auch, das immer mal wieder ein paar Gedankengänge (in kursiver Schift) die Dialoge aufgelockert haben. In Kyron und den anderen Söldnern konnte ich mich auch deswegen immer gut hineinversetzen.

Hier jetzt noch etwas "Feedback" und einige andere Anregungen.:)

Nur sein Hof kennt die ... Zusammensetzung der Flüssigkeit in den Tonkugeln.“
Wieso ist hier eine Pause in diesem Satz?o.O Bei einigen anderen Sätzen erschien mir dieses "Innehalten" logisch, aber bei diesem empfinde ich es eigl. unnötig. Oder du fügst viell. wieder einen kleinen Gedankengang mit ein. Wie z.B. sowas wie.:
"Er hielt kurz inne und senkte erfürchrtig seine Stimme"
Jetzt ließ auch die Ordnung nach und panisch versuchte jeder, zu den ersten zu gehören.
Den Ersten :p - aber es ist ja auch nur ne´ Kleinigkeit.:D
...viele Männer, mehr als ich angesichts des feurigen Regens vermutet hatte. Aber es gab auch viele Verletzte...
Das mit den Wiederholungen ist mir ein paar mal im Text aufgefallen. Hier würde ich statt viele auch "etliche" oder "zahlreiche" Männer bzw. Verletzte schreiben.

Dann fand ich manchmal die Nennung der Personen etwas zu viel des Guten:
D'Ubp sah mich nicht, als er den jungen L'Ott auf seinem Rücken an mir vorbei trug. Die Haut seines Landsmannes war rot wie Mikstein und an Händen und Gesicht aufgeplatzt. L'Ott schrie vor Schmerzen, sodass D'Ubp mein Rufen nicht hören konnte. Ich wollte meinen beiden Kameraden mitteilen, wie froh ich über ihr Entkommen war, doch eine Gruppe Gardisten, die schnellen Fußes die Sicherheit des Stollens suchte, schnitt mir den Weg ab. Als sie an mir vorbei waren, waren D'Ubp und L'Ott in der Menge der Flüchtenden untergegangen. Ich verspürte den Drang, ihnen nachzueilen, doch Massak und Verten mussten immer noch ausserhalb der Festung sein, und vermutlich auch Mun, Joldo und Hesengart.
Heodil und Otonaz gesellten sich stumm zu Daanta und mir, Verten, Massak und D’Ubp standen nicht weit entfernt vor uns und Hesengart konnte ich inmitten der sich wieder formierenden Garde ausmachen.

Die Beschreibung an sich finde ich soweit ganz ok, nur hast du m.M.n. die einzelnen Namen etwas zu oft genannt. Das ist mir in der Mitte der Geschichte am meisten aufgefallen. Ich hätte sie hier mind. einmal weggelassen und andere Umschreibungen gewählt. Wie z.B.: "die Beiden" oder "meine Gefährten", "Freunde" usw.
Oder du wählst eine andere Variante:
Denn wenn so viele verschiedene Charaktere unterwegs sind, würde ich z.B. auch einfach nur die "Gruppe" oder die "Anderen" schreiben - wo sich genau wer befindet, ist für mich an der Stelle auch nicht so entscheident.

Einige Male sind mir im Text diverse Trennungszeichen aufgefallen, die viell. noch von deiner "Originalfassung" stammen:
...die Massaks Axt entkom-men waren.
Und noch erfreuter war ich über den Anblick der Bogen-schützen...
...und mein Säbel war nur noch ein bewegungs-hemmender Ballast.
...von den Füßen der Nachfolgen-den malträtiert.
Und manchmal hast du m.M.n. auch einfach nur zu viel beschrieben:
Ich sah ineinander verschlungene Körper, denen Kraft und Platz fehlten, vernichtende Hiebe auszuteilen, blutende Söldner, die von dem Druck der Nachfolgenden in vorgehaltene Speere und Schwerter getrieben wurden, zu hasserfüllten Fratzen verzogene Gesichter, wirbelnde Äxte, die Freund und Feind gleichermaßen verstümmelten, Tote und Sterbende, die von der Masse gehindert wurden, zu Boden zu sinken, verzweifelte Gestalten, deren einzige Waffe ein todesverachtendes Brüllen war und ... Massak.
Man man man, was Kyron da alles so gesehen hat...:D An der Stelle hätte ich viele Sachen ganz weggelassen, oder zumindest nur kurz die Szene angedeutet. Denn die Handlungen wurden ja schon im Laufe der Schlacht nach und nach dargestellt.
Wenn du das schon so beabsichtigt hast, dann würde ich zumindest zwei oder besser mehrere Sätze daraus machen.
Ein falscher Schritt, ein Stolpern beim schnellen Überwinden dieses Hindernisses, und es war vielleicht der letzte Schritt.
Ich stolperte nicht.
Der Kampf tobte schon wenige Schritte vor dem Tor. Es war offensichtlich, dass die Gardisten, die unseren Rückzug deckten, bald überrannt wurden. Ich blieb stehen. Für ein Eingreifen in das Scharmützel fehlte mir schließlich die Entschlossenheit. Ich sah ineinander verschlungene Körper...
Die beiden Sätze das er "nicht stolperte" und "stehen blieb" würde ich hier auch weglassen oder in den nachfolgenden einfügen.
An der Stelle hat mich auch die häufige Ich-Form gestört.
Ich stoperte, Ich blieb stehen, Ich sah... usw.

Dann noch die Sache mit den brennenden Tonkugeln (dem sogenannten "Ogessisfeuer"), die bei der Schlacht benutzt wurden. Bei dem Angriff hätte ich eher eine andere Belagerungstaktik/Waffe gewählt, aber das ist an der Stelle keine Kritik sondern viell. mehr eine Ansichtssache.
Der große Vorteil ist natürlich, das die Belagerung und somit die Handlung sehr schnell und einfach vonstatten ging und die Ereignisse eine unerwartete Wendung nahmen. Ich konnte mir aber iwie nicht so richtig die verherrende Wirkung vorstellen. Wobei die Brandgeschosse sicher auch eine gewisse Größe gehabt haben müssen, um überhaupt so ein verheerendes "Flammenmeer" zu erzeuen.
Dort wo die Tonkugeln aufgeschlagen waren, stießen die Flammenzungen in die Höhe und breiteten sich kreisförmig aus.
Das klingt für mich noch alles logisch und nachvollziehbar.
Mauern, an denen Feuer wie ein zäher Brei herunterrann, ja die selbst zu schmelzen schienen...
...Selbst Stein vermochte den Hunger dieser dämonischen Waffe zu nähren...
„Beim ...Sucher! Was ist das?“... „Flüssigkeit die Stein anzündet?“
Das hatte ich mich an den Stellen auch gefragt. Und auch wie wohl so ein Feuer die gesamte (doch eigl. recht solide) Festungsanlage in so kurzer Zeit zerstören konnte.o.O
„Nur Ogessis hat diese Waffe! Nur sein Hof kennt die ... Zusammensetzung der Flüssigkeit in den Tonkugeln.“
Och schade, das hätte mich nämlich auch mal gern interressiert. Mmh... Ogessis Männer haben wohl doch nicht etwa irgendwo eine Tankstelle ausgeräumt.:D
In der (realen) Antike wurden ja wahrscheinlich auch schon ähnliche Brandgeschosse verwendet, allerdings wohl mit weit weniger verheerender Wirkung. Ich finde Belagerungen iwie cool und will daher immer ganz genau wissen, wie was funktioniert. Die Brandgeschosse fand ich jetzt auch nicht so schlecht, nur ihre Wirkung erschien mir doch etwas übertrieben - meine Meinung.
Aber das ist ja auch nur eine Geschichte und am Ende ist das alles eine Sache der Fantasie.;)

So, ich hoffe du konntest mit meiner Kritik wieder etwas anfangen. Die meisten Sachen waren auch alles nur Kleinigkeiten, die meinen Lesefluss nur wenig beeinflusst haben. Denn es ist für mich immer noch eine sehr interessante Geschichte, auch wenn es natürlich manchmal "etwas" brutal zugeht.
Ich freu´ mich jedenfalls schon wieder sehr auf´s nächste Kapitel.*ja*

Gilead
26.01.2009, 13:18
Und wieder vielen Dank für dein Feedback, Conan :)

Ich werde sicherlich einige deiner Hinweise berücksichtigen bei der nächsten Überarbeitung - andere wieder weniger :D
Recht hast du auf alle Fälle mit den Wiederholungen und den häufigen Namensnennungen.
Die Trennungszeichen kommen tatsächlich vom kopieren/einfügen. Die meisten habe ich korrigiert, einige jedoch übersehen.

Das mit den Feuerkugeln ist vielleicht etwas falsch rübergekommen. Es ist natürlich eine Art Molotow-Cocktail mit einer extrem brennbaren Flüssigkeit, die in jede Ritze rinnt und sich in einem Flammenteppich verbreitet.
Doch es "scheint" nur so, als würde sie Stein verbrennen. Die Festungsanlage selbst bleibt selbstverständich intakt, nur Holzbalken, Leitern, Dächer und eben das Tor selbst fallen dem Feuer und der Hitze zum Opfer.

Mad Bull
16.04.2009, 20:39
Hi Gilead,

ich habe die Geschicht von dir mehrmals durchgelesen.
Zeilen, die mir besonders auffielen, habe ich kommentiert.


Fisch!
Der Geruch von frisch gefangenen Fischen.

Toller Einleitungssatz. Da war ich sofort drin. Vor allem, weil ich frischen Fisch mag. Kann aber auch auf etwas ekliges hindeuten.


Söldner – Abschaum und Helden, große Krieger und ehrlose Räuber. Ob Bestie oder Halbgott – einerlei.
Und einer von ihnen war ...

.. ich, Kyron Thormè, geboren in den Grasländern Atiliens, verbannt aus dem Land meiner Vorväter auf
Lebenszeit!

Klar, das macht Söldner zu Protagonisten schlecht hin.



Und wenn es ihr Gönner erlaubte, dann waren sie auch nichts anderes als Räuber. Dann gehörten Mord, Plünderei und Schändung zu ihrem Tageswerk wie das Essen und das Schlafen.

Das verdeutlicht das Söldnerunwesen noch mal.



Das Dorf.
Der Augmanne im Mastkorb hoch über dem Deck sah es zuerst.
Wie eine Narrenechse, deren Kopf sich langsam aus ihrem Panzer herausschob, tauchten die ersten Hütten hinter den schwarzen Klippen auf.

Originell beschrieben. Das regt bei mir die Fantasie an.


Das malerische Bild eines sodinischen Fischerdorfes, genauso wie ich es mir vorgestellt hatte.
Kinder – nackt oder in kurzen Leinenhosen – tummelten sich übermütig im seichten Uferwasser. Männer luden den Fang des Tages aus ihren kleinen Booten. Andere reparierten die Schäden, die das Wasser im Laufe der Zeit an den Holzplanken verursacht hatte. Die winzigen Einmaster lagen aneinandergereiht wie die Proltränen einer Halskette. Eine beachtliche Flotte für den Kampf gegen die wahren Beherrscher der Meere.

Das habe ich, in meinem geistige Auge klar und deutlich gesehen.



Selbst wenn sie die Gefahr schon früher erkannt hätten, so wäre ihnen eine Flucht trotzdem wohl nicht gelungen.

Bitter…:(


Das waren keine heldenhaften Krieger! Ein Rudel wilder Bassacks konnte nicht blutgieriger wirken.
Aber was hatte ich denn erwartet? Dass die lockenden Lügen des Registrators von Ruhm und Glanz und Kameradschaft der Wahrheit entsprachen?

Da vermisse ich eine kleine Rückblende. Eine mit den verlockenden Lügen des Registrators.;)


Einige von uns – so wie ich das nun sah wohl die meisten – hatten das schon gewusst, als sie dieses Schiff betraten, um in einem fernen Krieg zu töten. Ich nicht!

Wer gibt so etwas verwerfliches schon gerne zu. Der Protagonist könnte in dem Fall durchaus gelogen haben. In Kriegen wird sowieso viel gelogen.


Die Wärme von Asas nacktem Schenkel drang durch den dünnen Stoff meiner Hose und durchfloss meinen ganzen Körper wie kochendes Öl. Es waren ihre Arme gewesen, die mich aus dem Wasser gezogen hatten. Schlanke, sehnige, durchtrainierte, sonnengerötete Arme. Makellose Arme!

Erotische Merkmal mal anders beschrieben. Das hat was.




Asa sah mich an, als hätte ich aus dem Werk eines unbekannten Philosophen zitiert.
„….Aber mit der Zeit wirst du schon erkennen, dass jeder feindliche Bürger, egal ob Mann oder Frau, eine Gefahr für dich bedeuten kann.“

Das ist ein Grund, warum immer wieder Unbebeiligte mit betroffen sind.





Die Spitze der Söldner, die sich verständlicherweise aus den Wildesten und Kampfeshungrigsten zusammensetzte, leistete ganze Arbeit.

In so schlimmen Momenten passt „verständlicherweise“ ganz und gar nicht.
Verständnis trägt dazu bei, dass solche schlimmen Konflikte nicht erst entstehen.


Ich war aufgeregter als je zuvor in meinem Leben. Meine Bedenken an dem Massaker waren wie weggewischt. Der Rausch des Blutes, den alle älteren Krieger fest verankert in sich trugen, schien nun auch in mir langsam zu keimen und meine Sinne zu benebeln.

Dramatisch. Der Hauptcharakter ist nicht immer der heldenhafte Strahlemann.
So muss es bei mir sein.



Aber als ich wieder das tiefblaue Firmament über mir hatte, in dem Gromars Schlund wie ein bösartiges, schwarzes Auge über uns wachte und eine salzige Meeresbrise meine Nase umstrich, war es bereits zu spät.

Klasse, das weckt Fantasie.



Welch grausamer, böser Scherz des Suchers.
Ich hätte sie missbrauchen können aber sicherlich ihr Leben verschont. Aber ich hatte von ihr abgelassen und sie damit in den Tod getrieben. Ein bitterer Scherz!

Eine Erkenntnis, die noch mehr inneren Konflikt erzeugt


Atilien. Kleines All-Fürstentum im Westen des Mittelauges. Klein und bedeutungslos im Bund der Randländer.
Hügelketten, die die Grenzen des Landes markierten, waren die einzigen Erhebungen. Ansonsten gab es nur Meere aus wogendem, roten, grünen oder prolfarbenen Gras, durchsetzt von kleinen Wäldern mannshoher Beerensträucher. In einem behianischen Lehrbuch hatte ich einmal gelesen, Atilien wäre der langweiligste Ort des Auges. Bezogen hatte dies der Schreiber sowohl auf die eintönige Vegetation als auch auf den Entwicklungsdrang seiner Bewohner. Nun, ich hatte dem Verfasser im Stillen immer recht gegeben.

Diese Landschaftbeschreibung konnte ich auch wieder gut in meinem geistigen Auge sehen.
Und er hatte dem Verfasser im Stillen immer recht gegeben.


Die anderen Männer des Dorfes arbeiteten. Sie errichteten neue Hütten, besserten Löcher in den Grasdächern der alten aus oder ernteten das Getreide. Für mich war das Jagen die einzige Arbeit, der ich mit mehr oder minder großem Einsatz nachging. Mein Vater wusste dies, und deshalb verachtete er mich.

Für ihn war ich nur
ein fauler Träumer. Und in seinen Augen hatte ich meinen ersten Weidelöwen nur erlegt, damit ich unter dem Vorwand der Jagd noch weniger Arbeit im Dorf verrichten musste. Was in gewissem Sinne wohl auch stimmte.

Da musste ich richtig schmunzeln. Es ist so menschlich.



In dem Lehrbuch, in demselben auch die Langeweile der atilischen Kultur und Vegetation verhöhnt worden war, ….

Ein Merkmal einer Kultur wird in einem Lehrbuch verhöhnt. Sich so etwas vorzustellen, bringt mich wieder zum Lachen.


„Kyron!“ D’Ubp packte mich an der Schulter. „Warst du das?“ Er deutete auf den Leichnam des Mädchens, neben dem ich immer noch kniete.
„Nein“, antwortete ich kurz. Ich musste meine Gedanken erst wieder ordnen.

Das sagt jeder, der noch einen Funken gesunden Menschenverstand besitzt.



Aber wir sahen die Gesten. Eine Handbewegung von Pescepit, ein Kopfschütteln des Kruuden. Dann eine zeitlang Stillschweigen. Und dann geschah das Unglaubliche: der Kruude schwang sichtlich wütend herum und befahl seine Getreuen zurück an Bord der Des-Majell. Selbst die anderen Hauptleute waren überrascht von dieser Entscheidung, doch die Befehle eines Kruuden waren unantastbar, und so gelang es ihnen mit einiger Mühe, die protestierenden und schimpfenden Söldner langsam zurück Richtung Strand zu treiben.

Das hänge ich mit der Logik. Der Kruude hatte volle Befehlsgewalt und dann lässt er sich vor seinen Leuten sich etwas anderem bewegen?
Ist da Magie im Spiel?



Sicherlich hatte Pescepit gewusst, dass jeder ihm folgen würde. Was gab es sonst für Möglichkeiten? Im Fischerboot über das Ringmeer? Die Gastfreundschaft der überlebenden Dörfler nutzen? War beides ebenso lächerlich wie gefährlich.

Die Gastfreundschaft der überlebenden Dörfler: Das hat Galgenhumor.



„Kyron Thormè aus Atilien. Genauer gesagt nur Kyron. Du kommst aus Behia nehme ich an.“ Zu einer anderen Zeit und in einer anderen Umgebung wäre meine Begrüßung wahrscheinlich herzlicher ausgefallen. Zumal ich mit Frauen im Normalfall recht gut umzugehen wusste. Doch dies war keine normale Situation.

In Zeiten, wo man in der nächsten Stunde schon tot sein kann, ist es bei Mann und Frau üblich schneller zur Sache zu kommen.



„He D’Ubp, du willst doch nicht ohne uns durch Sodinien ziehen. Wer soll dann deine dummen Sprüche ertragen?“ fragte ich. D’Ubp quittierte das mit rollenden Augen.
„Überlegs dir gut!“ forderte Daanta. „Solche Freunde findest du nicht jeden Tag.“
„Ja, ja, gut, gut! Ihr habt mich schon. Ich komme mit euch! Beim Sucher, ohne eure augumfassenden Gespräche wäre es ohnehin öde.“ Wir grinsten uns gegenseitig an, und damit war der Entschluss besiegelt.

Schöner Humor. Schandmäuler dürfen einfach nicht fehlen.:)



Am nächsten Morgen trennte sich unsere große Truppe. Bolgg und einige andere altgediente Söldner hatten die halbe Nacht lang Überredungsarbeit geleistet. So war es wenig verwunderlich, dass ein großer Teil der Männer und Frauen nach einer kurzen, unsentimentalen Verabschiedung nach Westen weiterzog. Pescepit schien dies nicht weiter zu stören. Im Gegenteil. Er wirkte erheblich lockerer, nachdem seine Gefolgschaft auf sechsundzwanzig Köpfe geschrumpft war.

Realistisch dargestellt. Wenn sich die Gegebenheiten schon leicht zu ändern beginnen, können sich Gruppen schlagartig auflösen oder verkleinern.



Der kleinwüchsige Anführer der Gardeeinheit brachte seinen Menur knapp vor Pescepit zum stehen und musterte uns verächtlich. Seine Männer behielten einen Respektabstand bei.
„Ihr habt die Grenze Skions überschritten und somit das Reich unseres geliebten Großpanarchen Nohiok des Zweiten betreten! Da ihr augenscheinlich aus den Küstengebieten kommt, seid ihr Feinde für uns! Also nennt euer Ziel, bevor wir euch töten!“

Für Fremde wird nicht der rote Teppich ausgerollt. Klare Ansage. Das hat was.



„Warten wir ab“, sagte ich. „Pescepit wird schon das Beste für uns herausschlagen!“ Ich wusste nicht, ob ich mein ohnehin nicht allzu großes Vertrauen in den Ungeborenen nicht etwas zu hoch ansetzte.


dass er wegen seiner unzähligen Diebstähle in Hafenkneipen und auf Märkten auf die Des-Majell flüchten musste.


Joldo wirkte brutal und war immer nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht. Und seit er beiläufig erwähnt hatte, mit welchem Vergnügen er zwei Fischer bei dem Überfall vor nunmehr acht Tagen getötet hatte, wollte ich nichts mit ihm zu tun haben.

Hier werden charakterliche Mängel der verschiedenen Söldner ersichtlich.
Das gibt dem Ganzen mehr Echtheit.



Die zierliche Westhanur blickte Daanta verständnislos an. Wie ihr Bruder Otonaz verstand auch sie kaum ein Wort von dem, was wir sprachen. Warum die beiden unserer Gruppe immer noch wortlos folgten, wussten wohl nur sie selbst und der Sucher.

Auch an Sprachbarrieren gedacht.


„Wie viele seid ihr?“
„Elf.“ antwortete Verten. „Aber wir wissen noch nicht, ob sich auch alle uns anschließen werden.“

Herrlich.


„Wenn durch euch elf Gardisten weniger den Tod finden habt ihr uns schon geholfen“, entgegnete der Gardist, doch er sprach dabei zu Verten.

Das hört sich ja sehr aufbauend an wie: "Schussfang können wir immer gut gebrauchen."


„Gut, dann sind wir uns einig“, schloss Massak unsere Zusammenkunft. „Wir werden Skion im Kampf gegen Pritaahn unterstützen!“
„Vielleicht ist das ja jetzt die richtige Seite, auf die wir uns stellen“, mutmaßte Daanta.
Verten sah sie fragend an: „Welche ist die richtige Seite? Diejenige, die weniger Unbewaffnete tötet?“
„Die Siegerseite ist die richtige!“ tönte Massak.

Pragmatismus pur von Massak.



Alle Nicht-Gardisten hatten eine rote Schärpe ausgehändigt bekommen, auf der das dunkelgelbe Kajanuu, das Wappentier Skions, aufgestickt war. Die Schärpe sollte uns im Kampf von den pritaahnischen Söldnern unterscheiden. Es war ein beruhigendes Gefühl, dass an solche Dinge gedacht wurde.

Allerdings. Im Eifer des Gefechts werden immer wieder die eigenen Leute getötet. Ich bin mir sicher, dass an so etwas nicht immer gedacht wird.


„He, ich habe sehr wohl eine Kampfausbildung erhalten!“ rief D’Ubp entrüstet. „Ich war zwei Grom lang Landeswächter in Litarhout, bis ... bis sie mich nicht mehr wollten.“

Da musste ich wieder lachen.*muahaha*


„He Kyron, wir wissen ja, dass du keine Frauen schlägst, aber könntest du diesmal bitte eine Ausnahme machen?“ Nichts weißt du. Keiner wusste, was ich in dem Dorf getan und beinahe getan hatte.

Hier haben wir einen Stilbruch. Üblicherweise sehen Kerle, die sich an wehrlosen Mädchen vergehen, bald das Gras von unten wachsen.



Dann kam der Befehl zum Rückzug.
Rückzug? Wohin?
Doch der Klang dieses Wortes war zu verlockend, um es zu hinterfragen.

Klar war es das.:D


OK Gilead,

ich habe den Text streng unter die Lupe genommen und habe nichts daran auszusetzen. Wäre ich Verleger, würde ich dafür sorgen, das die Druckmaschinen zum laufen kommen.

Aber sei dir sicher, dass ich auch nicht zögern werde, es zu erwähnen, wenn die Qualität nachlassen sollte.

Gruß Mad Bull

Dexter
28.04.2009, 19:24
Hi Gilead,

ich habe mir deine Geschichte jetzt von Anfang bis Ende durchgelesen und muss sagen, dass sie mir recht gut gefällt!
Es gab eigentlich nur wenige Dinge die mich wirklich gestört haben und zwar wären da erstens die anderen Maßeinheiten, die mich verwirrt hatten (PramX.X) und auf mich etwas gezwungen wirken, als müsstest du unbeding "anders" sein. Solche Dinge reissen mich eher aus dem Lesefluß, denn es passt einfach nicht so ganz rein. Ich kann aber nach ein bisschen Einlesezeit acuh darüber hinwegsehen, von daher nicht so schlimm.

Was mich schon mehr gestört hatte, war der Rückblick und die Erinnerungen an seine Schwester. Ich hasse es immer, mitten in einer spannenden, actiongeladenen Szene rausgerissen zu werden, nur weil der Autor beschlossen hat, dass da eine gaaaaaaaaanz wichtige Info hingehört. Ist jetzt nicht böse gemeint und ich bin mir auch sicher, dass du dir schon überlegt hast, warum da der Rückblick hinkommt, aber wenn sowas öfter passiert, überblätter ich die Erinnerung nur noch und der arme Autor hätte sich die ganze Mühe umsonst gemacht:(.

Was mich dann auch gestört hat, war die Flüssigkeit in den Tonkugeln, die alles verbrennt.
Da bin ich in Gedanken grade in dieser etwas dreckigen, vom Krieg zerissenen, mittelalterlichen Fantasywelt (find ich übrigens echt toll, genau so mag ich es) angekommen, und dann wird dieses ganze Bild von einem Vietnamkriegsmäßigen Napalmangriff zerrissen und eine massive Steinmauer schmilzt vor meinen Augen zu einem Klumpen Matsch. Das schockt erstmal und eigentlich ist das auch in Ordnung, aber wozu bauen die überhaupt Burgen, wenn das alles in ein paar Stunden zu einem Haufen Asche verwandelt werden kann?
Mir kommt dieses Zeug einfach zu mächtig vor und ich hoffe du findest einen guten Weg, auch Armeen mit dieser Wunderwaffe besiegt werden zu lassen, ohne auf Deus ex Machina oder unglaubliche Dummheit auf Seiten der Besiegten zurückgreifen zu müssen.
Andererseits könnte die Flüssigkeit auch als ein klasse McGuffin dienen, denn ich wette die Formel wäre in deiner Welt praktisch die Lizenz zum Gelddrucken, was für einen Söldner/Abenteurer doch genau das sein sollte, wonach er sucht^^.

Insgesamt gefällt mir die Geschichte sehr gut und vor allem der Prota, der ja durchaus kein Heiliger zu sein scheint, hat sehr viel Potential. Du hast mit ihm ja viel mehr Möglichkeiten als mit einem strahlenden Helden, der die Welt retten muss, denn er ist ja eigentlich nur auf der Suche nach Profit.
Mit der fast-Vergewaltigung hast du schon sehr spannend ausgelotet, wo seine Grenzen liegen und ich hoffe, er kommt noch öfter in solche Situationen, denn in diesen "grauen" Momenten liegt imo grade der Reiz eines Protagonisten, weil sich der Leser dann nochmal überlegt ob und warum ihm dieser Kerl eigentlich so verdammt wichtig und symphatisch ist;)

Du bekommst für die Geschichte auf jedenfall mal ein dickes Lob, denn sie liest sich flüssig und ihr Thema ist fesselnd und einfach mal was anderes *thumbsup*

Viel Glück und Spaß noch beim Weiterschreiben
Dexter

Gilead
29.04.2009, 13:00
Erstmal schönen Dank für euer Feedback, Mad Bull und Dexter.

Dexter, das mit den Feuerkugeln scheint wirklich nicht klar genug formuliert zu sein. Immerhin bist du schon der Zweite, der diese Szene anders interpretiert.


Das mit den Feuerkugeln ist vielleicht etwas falsch rübergekommen. Es ist natürlich eine Art Molotow-Cocktail mit einer extrem brennbaren Flüssigkeit, die in jede Ritze rinnt und sich in einem Flammenteppich verbreitet.
Doch es "scheint" nur so, als würde sie Stein verbrennen. Die Festungsanlage selbst bleibt selbstverständich intakt, nur Holzbalken, Leitern, Dächer und eben das Tor selbst fallen dem Feuer und der Hitze zum Opfer.


Wir wohl bei der nächsten Überarbeitung etwas umgeschrieben werden müssen ;)

Grizou
25.06.2009, 18:51
Moin Gilead,

deine Geschichte hat mir sehr gut gefallen - am Anfang etwas gewöhnungsbedürftiger Stil, in den ich mich aber schnell eingelesen habe.
Die Verwendung eigener Maßeinheiten etc. finde ich gut, auch wenn anfangs das Glossar noch fehlte, konnte man sich viele Dinge zusammenreimen oder hat sich halt irgendwas drunter vorgestellt, was passen könnte - die Fantasie wird angeregt und die Welt kann vor dem geistigen Auge Form annehmen.

Die Sache mit dem Feuer hatte ich auch falsch verstanden, es liest sich halt so, als würden auch die Steine schmelzen und hinterher ist da nur noch ein Haufen Schlacke oder so ^^

Und wie u.a. Dexter schon schreibt - ein Protagonist, der keinen Heiligenschein mit sich rumträgt, ist auch mal sehr angenehm *thumbsup*

Freu mich schon auf weitere Teile (gern auch in kürzeren Abständen :D)

PaganPunk
25.06.2009, 21:18
Also mir macht das Lesen auch sehr viel Spaß. Du hast voll und ganz meinen Geschmack getroffen. Endlich mal kein Kindergartenfantasy, aber du streust doch sehr gut moralische Einsätze des Protagonisten. Vorallem die Sache mit dem Mädchen in dem Fischerdorf, was gestorben ist, weil er sie nicht geschändet hat, hat mich doch sehr zum Nachdenken angeregt. Also wenn es mal ein Roman und veröffentlich wird, würde ich mir ihn sofort kaufen ( Sogar im Paperback :D )

Gilead
01.07.2009, 12:14
wow, zwei Feedbacks an einem Tag :D
Schönen Dank Grizou und Pagan!
Die Veröffentlichung ist für 2037 geplant, nachdem ich ihn zum siebzehnten Mal neu geschrieben habe *grins*

PaganPunk
01.07.2009, 19:51
Hey da bin ich ja erst 47 ... Also ich weis ja nciht wie deine unüberarbeiteten Fassungen Aussehen, aber dass was du hier veröffentlichst ist schon sehr geil ^^

SenseiSuppentopf
07.07.2009, 17:53
Vielleicht bin ich dumm oder so...aber wo kann ich diesen viel gerühmten Text denn nun lesen?ôO

Hmm okay ich bin dumm aber ich habs gefuden xD. Ich finde es ist eine ...erfrischende Abwechslung mal so anzufangen(hab in meinem Prolog auch versucht ein bisschen unerklärte Handlung einzubringen =D). Du solltest nur dran denken, die Welt zumindest im Nachhinein ein bisschen zu erklären...in Amerikanischer Literatur fehtl dasm anchmal ein bisschen^^.
Hätte noch eine Anmerkung: man merkt, dass du vom Kämpfen wenig Ahnung hast...oder du machst es absichtlich...also ich meine so blutrünstig und undiszipliniert wie dieser Haufen ist, reicht eine kleine Abteilung ausgebildeter Kämpfer aus, um sie alle einzuebenen...also dieser Blutrausch oder so ähnlich den du beschreibst, ist für professionelle Kämpfer unüblich bzw. unpraktisch.

Dexter
10.07.2009, 22:44
Ich möchte auch ganz gerne sagen, dass ich hoffe, dass das "Auge" bald fortgesetzt wird und noch mehr Leute in dessen Genuss kommen.
Was den Kampf am Anfang angeht, wollt ich noch sagen, dass ich die Disziplinlosigkeit sehr passend fand, weil ja eigentlich nur geplündert wurde. Bei der zweiten Schlacht, die ja wirklich eine war, hatten ja alle wirklich eine Taktik und von daher würde ich einfach mal annehmen, dass die Söldner auch diszipliniert vorgehen können, wenn sie müssen. Ich finde du kommst nicht ahnungslos rüber. Von dem was ich übers Plündern von Städten und Dörfern weiß wurde die Disziplin nach dem eigentlichen Kampf über Bord geworfen und das ganze ging wohl ziemlich so ab wie bei dir.
Von mir gibts immer noch zwei Daumen hoch ;)