Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Roger Zelazny - Amber Teil 2: Die Gewehre von Avalon
2. Lesezirkel im Forum:
Roger Zelazny[/B]
Originaltitel: The Guns of Avalon
Area Verlag, 814 Seiten
Hier nur posten, was den zweiten Roman des Sammelbands betrifft!
Ich scheine die erste zu sein, die diesen Abschnitt zu Ende gelesen hat :)
Roger Zelazny verwirrt mich ab und zu wegen seiner unmotivierten Gedanken- und Handlungssprünge. Eben noch gibt es nicht enden wollende Dialoge über ein Thema, das schon dreimal durchgekaut wurde und einen Absatz weiter findet man sich inmitten einer Schlacht, einer Reise oder einer sonstigen Aktion, die in eher dürren Sätzen beschrieben bzw begründet wird, um dann wieder in nicht enden wollenden Dialogen zu landen.
Corwin nimmt langsam markantere Züge an, und er offenbart auch endlich eine Schwäche: er hat absolut keine Menschenkenntnis, was das andere Geschlecht betrifft.
Menschenkenntnis? Nein, davon hat er nicht viel. Aber immerhin hat er den Soldaten nicht einfach verrecken lassen, sondern ihn über Kilometer hinweg mitgeschleppt. Und dann die Schicksalsschwere Begegnung mit Gainalon.
Nun sieht man die Auswirkungen des Fluchs und erlebt auch zum ersten Mal die Schwarze Straße. Die Geschichte wird um einiges interessanter.
Ich bin noch mittendrin. Nicht viel Zeit im Moment. Die erste Begegnung mit Dara hat Corwin aber mittlerweile schon hinter sich.
Manchmal erinnert mich Corwin irgendwie ein wenig an Conan... nun gut. Corwin löst seine Probleme etwas häufiger mit dem Köpfchen als der Barbar und spätere König Conan, aber auch er hat nichts dagegen seine Pläne mit Waffengewalt durchzusetzen und hat generell ein wenig fragwürdige Moralvorstellungen...
... und dann wieder gibt's Momente wo er Dinge tut, die man nicht direkt von ihm erwarten würde. Zum Beispiel die von Rusch erwähnte Stelle mit Lance (wegen alter Freundschaft zu einem ähnlichen Menschen) oder die Unterstützung Ganelorns, obwohl es sich dort nur um einen Schatten handelt.
Interessant finde ich, dass Corwin in den Schatten um sein ehemaliges Avalon herum in der Geschichte immer als historischer und irgendwie böser Herrscher dargestellt wird. Ich denke das ist nicht nur ein Zerrbild seiner selbst, sondern spiegelt recht gut wieder wie er damals war. Mag sein, dass er sich nur wenig von dem entfernt hat, aber er hat sich immerhin schon davon entfernt.
Noch tappt der Gute aber etwas ahnungslos durch die Geheimnisse, die ihn umgeben.
.. ansonsten immer wieder nett zu sehen, dass er manchmal das Misstrauen in seiner Familie zu bedauern scheint, aber zeitgleich sicherlich nie damit aufhören würde.
Im übrigen, wenn man mal von einer völlig unschuldigen Dara ausgehen würde, ist es schon interessant wie viel sie über die Herrschafts-Familie von Amber weiss. Hätte Benedict ihr wirklich so viel erzählt? So viel, dass sie sich eine Meinung darüber erlauben kann, was Oberon tun würde oder nicht tun würde. Corwin hätte schon bei der ersten Begegnung stutzig werden müssen. :) ... ...und gerade die Intrigen seiner Familie bilden dieses Mal bei ihm den blinden Fleck.
Wirklich schlecht fand ich im übrigen den Höllenritt, um sich die Diamanten zu besorgen. Den habe ich schon damals ziemlich schnell überflogen und so auch dieses Mal.
Wirklich schlecht fand ich im übrigen den Höllenritt, um sich die Diamanten zu besorgen. Den habe ich schon damals ziemlich schnell überflogen und so auch dieses Mal.
Diese Aktion hat mich sehr verwirrt. Für mich eine völlig unmotivierte und nicht durchdachte Handlung. Ein kleines Verwirrspiel, das ich bald aufgegeben habe, verstehen zu wollen. Nachher gabs eine sehr dürftige Begründung.
Eigenartig: streckenweise mag ich das Buch sehr, finde es richtig gut. Aber dann wieder gar nicht. So, gäbe es mehr als einen Autor. Oder überarbeitete Stellen und solche in der unbehandelten Fassung X.X Geschliffene und rohe Diamanten sozusagen :D
Ich fand die Sache mit Benedikt seltsam: Wieso will er Corwin unbedingt töten und gibt ihm noch nicht einmal die Chance Stellung zu nehmen? Die Sache mit den Diamanten erklärt sich zum Ende hin aber noch.
erste Feststellung: Statt Zigaretten raucht man nun Pfeife:smoke:
zweite Feststellung: Wenn gar nichts mehr hilft, hilft eine Fußnote:rolleyes: -> also die per Fußnote nachgeschobene Erklärung des Namens des Schwertes... das wirkte doch arg unprofessionell auf mich
dritte Feststellung: Es gibt Autoren, die es schaffen, noch mehr Sätze ohne Verb aneinanderzureihen, als ich (bei dem von Teylen bereits erwähnten Höllenritt). Wenn ich da mal meine Autorenerfahrung mit einbringen darf: Was schon keine Lust macht, zu schreiben, macht später auch keine Lust zu lesen. Die Passage wirkt, als hätte Zelazny "keinen Bock" gehabt... Andererseits spricht dagegen, dass er es auf soviele Seiten ausgedehnt hat. Ich denke, das haben wir wohl alle nur überflogen (meine Augen wanderten sehnsüchtig nach der Stelle, an der wieder richtiger Text zu kommen schien).Lustigstes Highlight: Der Vergleich der Schwarzen Straße mit einem Versicherungsvertreter*lol*
Ich hatte gehofft, noch ein wenig mehr über die Schattenerde zu erfahren (wer waren die Gestalten, die Random verfolgt haben?), aber der Abschnitt war dann doch recht kurz.
Klasse dagegen die Figur der Dara. Ich war nicht mißtrauisch und völlig überrascht, als ihre Tarnung auflog. Überhaupt hat mir die überraschende Wendung in der Handlung sehr gut gefallen: Die verfeindeten Brüder plötzlich vereint, die Unschuld vom Lande verwandelt sich in das unsagbar Böse, sowas liebe ich.
Ich hoffe nur, zu Beginn von Band 3 erwartet mich nicht wieder eine in die Handlung eingearbeitete Zusammenfassung der ersten 2 Bände. O.K., wahrscheinlich ist es erforderlich, wenn die Bände ursprünglich einzeln und mit zeitlichen Versatz veröffentlicht wurden. Aber beim Lesen des Sammelbandes ist es doch irgendwie nervig.
Joa... öh.. ich bin dann auch tatsächlich mal mit Band 2 fertig und entwickle langsam wieder meine eigene Theorie zur Struktur der Schatten und dazu wie Amber und deren Bewohner sie beeinflussen.
Ich fand die Sache mit Benedikt seltsam: Wieso will er Corwin unbedingt töten und gibt ihm noch nicht einmal die Chance Stellung zu nehmen? Die Sache mit den Diamanten erklärt sich zum Ende hin aber noch.
Die Diamanten werden erklärt. Ja. Eigentlich schon zu der Stelle als er sie ausgräbt. Was nicht erklärt wird, ist, warum er den Höllenritt so in abgehackter Ausführlichkeit beschreibt. Wenn das die Besonderheit dieser Reiseform darstellen soll, ging das nach hinten los. Es nervt eher. : )
Was Benedikts Versuch angeht Corwin zu töten. Nun. Offensichtlich waren die (wohl von Dara getöten) Bediensteten Benedikt mehr ans Herz gewachsen als man von einem Prinzen von Amber allgemein vermuten würde. Alles deutete darauf hin, dass Corwin der Schuldige sei... dass Benedikt sich ausgenutzt und betrogen fühlt und somit nicht fragt, ist für mich recht verständlich.
Ganz vergessen hatte ich, dass Eric stirbt. : ( Irgendwie schade.
... auch Random hat sich verliebt, in seine Frau, die er eigentlich zwangsweise heiraten sollte. Corwin scheint nicht der einzige zu sein, der Dinge tut, die man von Prinzen von Amber nicht erwartet hätte.
(edit) Moderatoren-Leserunde? Wo ist der Rest?
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