Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Roger Zelazny - Amber Teil 3: Im Zeichen des Einhorns
2. Lesezirkel im Forum:
Roger Zelazny[/B]
Originaltitel: Sign of the Unicorn
Area Verlag, 814 Seiten
Hier nur posten, was den dritten Roman des Sammelbands betrifft!
Entweder bin ich die einzige, die noch durchhält, oder ich bin zu schnell... aber langsamer kann ich nicht mehr lesen, ohne wieder alles zu vergessen :)
Daher schreibe ich mal meine Eindrücke zu diesem 3.Buch:
Es war das Buch der Erzählungen, Rückblenden und Enthüllungen. Die Geschichte kam nicht richtig voran, allerdings wurden einige Geschehnisse besser beleuchtet und damit ein bisschen Licht in das Dunkel von Amber gebracht.
Bei den Charakteren bin ich mir über ihre Rolle gar nicht schlüssig: Julian scheint der Bösewicht zu sein. Aber er ist mir etwas zu negativ dargestellt - vielleicht gibts eine Überraschung. Corwin dagegen ist der naive Bruder, der "thumbe Thor". Seine häufigen Verwundungen werden langsam zur Gewohnheit und sorgen für Längen...
Insgesamt drängt sich mir der Gedanke auf, dass der Autor unbedingt ein Epos schreiben wollte, aber nicht mehr Ideen hatte als für einen mittellangen Roman.
Ha! Endlich habe ich herausgefunden, was mich am Wort "Rebma" gestört hat... Es ist Spiegelschrift. Manchmal steh ich echt auf dem Schlauch.
Entweder bin ich die einzige, die noch durchhält, oder ich bin zu schnell...
Für mich bist du zu schnell. :) Im Moment ist's für mich ne ungünstige Zeit mit viel Lesen. Dafür ist weder genug Tag, noch genug Nacht da. Leider.
Ha! Endlich habe ich herausgefunden, was mich am Wort "Rebma" gestört hat... Es ist Spiegelschrift. Manchmal steh ich echt auf dem Schlauch.
*grins*
Was sonst wäre passender als Name für diesen Ort? : )
Tauchte Tir'na'Nog (sp?) schon auf?
Da ich noch nicht in Band 3 bin und es eigentlich egal ist wo ich zu einer Frage / einem Gedankengang schreibe, schreibe ich hier mal:
Was mich immer wunderte an Amber ist folgendes: Alles um Amber herum sind quasi Schattenwelten. Selbst Rebma, welches ziemlich nah liegt, ist schon ein Schatten Ambers.
Was ist aber mit den umliegenden Ländern, mit denen Amber wohl schon gelegentlich Ärger hatte? Auch nur Schatten? Haben sie sich den Ärger dann nicht selbst zuzuschreiben?
Und ist Amber eigentlich nur eine Stadt und das war's? Gibt es keinen Planeten auf dem der Ort liegt? Kein passendes Universum? Wieso kommt sowas gewaltiges wie ein Universum in den Schatten überhaupt vor? (Oder sind die Sterne am Himmel mehr eine Art Illusion?)
Und wenn in Amber moderne Technik größtenteils nicht funktioniert. Woher kommen dann technisch fortschrittliche Welten, wenn sie doch nur Schatten Ambers sind? (Und gibt es SciFi-Schatten mit Raumschiffen usw.?)
Eine mögliche Erklärung wäre wohl, dass die 'Courts of Chaos' den Gegenpol bilden und sowas wie Interferenzen in den Schatten erzeugen. Ich bin mir gerade nicht mehr sicher, ob's so eine Erklärung in den Büchern gab, oder ob's selbst zusammengereimt war...
Ich habe da gar keinen Durchblick mehr, was nun dir Wirklichkeit und was eine Schattenwelt ist. Und das mit der Technik habe ich aufgegeben, verstehen zu wollen :rolleyes:
Tauchte Tir'na'Nog (sp?) schon auf?
Ja, Tirna Nog'th kam schon vor. Wieder so ein seltsamer Name, hinter welchen ich immer eine versteckte Botschaft vermute. *rätsel* Muss man da sie Vokale vertauschen? X.X Gabe beim Lautsprechen einen Sinn...
Ich habe da gar keinen Durchblick mehr, was nun dir Wirklichkeit und was eine Schattenwelt ist.
Es gibt ein tolles Filk-Lied zum Amber-Zyklus von Mercedes Lackey und Leslie Fish, gesungen von Heather Alexander... hier nur mal eine Strophe daraus, um auch den Eindruck anderer zu verdeutlichen:
Oh, I have walked the pattern till my senses were confounded
Till my mind was in confusion by perplexities surrounded
And illusions took the place of all the things I thought were real
And I can no longer tell for certain what I think or feel
Das Lied ist aus der Sicht von Corwin und beschreibt doch recht deutlich, dass er auch irgendwann nicht mehr durchsteigt.
Am liebsten würde ich ja den ganzen Text posten, aber das gäbe sicherlich Ärger mit irgendwem. *brumm* Gerade bei Liedtexten von Liedern, die man mag, kann ich das nicht verstehen. Erst recht nicht, wenn man einerseits versucht das ganze weiter bekannt zu machen.. und andererseits es fast unmöglich ist an das Album zu kommen.
Was die Technik angeht... Zelazny neigt(e) wohl leider auch leicht dazu einige Sachen einfach nicht zu erklären. Der einfachste Weg um Plot-Holes herum zu kommen.
Ja, Tirna Nog'th kam schon vor. Wieder so ein seltsamer Name, hinter welchen ich immer eine versteckte Botschaft vermute.
Was den Namen angeht, gehe ich einfach dazu aus, das Zelazny geklaut hat. Denn: http://en.wikipedia.org/wiki/T%C3%ADr_na_n%C3%93g
... warum er den Ort mit diesem Namen gerade da platziert... keine Ahnung.
Ich habe Band 3 jetzt auch durch und werde jetzt erst mal eine Pause machen. Mir gefällt das ganze recht gut, so wie sich alles langsam enthüllt. Ob Julian der Verräter ist, wage ich zu bezweifeln. Am Ende des dritten Buchs kommt ja einiges heraus und die Namen der verantwortlichen werden genannt. Hm, ich habe das Buch vor einigen Jahren gelesen, aber daran erinnern, was so passiert war geht irgendwie nicht mehr. Nur an den Schluss kann ich mich erinner.
Ich habe Buch 3 und 4 in nahezu einem Zug gelesen und werde jetzt wahrscheinlich sogar schon 5 in Angriff nehmen, daher fällt es mir momentan ein wenig schwer, zu trennen.
Ich empfinde es so, dass die Geschichte besser wird. Zelazny's Stärke sind die Ränkespiele, wenn er sich darauf konzentriert, ist er richtig gut.
Das mit Rebma war mir gar nicht aufgefallen, interessant, ich hatte mir da gar keine Gedanken drum gemacht.
Dass sich die Schattenwelten alle auf einen Planeten befinden stellt sich mein Gehirn wie das Holodeck der Enterprise vor. Es gibt nur einen realen Raum, das Holodeck (oder Amber). Alles darum ist Illusion, die um so verrückter wird, je mehr man sich vom Zentrum entfernt. Wobei sich hier die Holoprojektion nicht im Zentrum (=Amber) sondern nur zu den Rändern hin verändern läßt, man muss also zunächst innerhalb des Holodecks "Strecke" vom Zentrum weg machen, um die Projektion (die Schatten) dann verändern zu können.
Die unterschiedliche technische Entwicklung wundert mich eigentlich nicht. Wenn in Amber kein normales Schießpulver funktioniert, wie sollte dort ein Verbrennungsmotor funktionieren? War deshalb nicht auch klar, dass der Mercedes Amber nicht erreichen konnte? Ob das Verbrennen fossiler Brennstoffe ein Fluch oder ein Segen ist, darüber kann man sicher lange philosophieren. Die feudale Herrscherstruktur (die bei den besonderen Fähigkeiten des Herrschergeschlechts nicht verwundern kann) lassen Amber auf mich viel eher rückständig wirken, als technische Dinge, denn Muster und Karten stellen für mich durchaus sowas wie Hochtechnologie dar.
Die unterschiedliche technische Entwicklung wundert mich eigentlich nicht. Wenn in Amber kein normales Schießpulver funktioniert, wie sollte dort ein Verbrennungsmotor funktionieren? War deshalb nicht auch klar, dass der Mercedes Amber nicht erreichen konnte? Ob das Verbrennen fossiler Brennstoffe ein Fluch oder ein Segen ist, darüber kann man sicher lange philosophieren. Die feudale Herrscherstruktur (die bei den besonderen Fähigkeiten des Herrschergeschlechts nicht verwundern kann) lassen Amber auf mich viel eher rückständig wirken, als technische Dinge, denn Muster und Karten stellen für mich durchaus sowas wie Hochtechnologie dar.
Corwin ist doch mit dem Autor übehaupt nicht bis nach Amber gefahren, sondern nur in den Schattenwelten geblieben. So gesehen ist es OK, dass er fahren konnte, oder?
Was die Schattenwelten an sich betrifft, so sind sie für mich Paralellwelten. Deren gibt es unendlich viele und die Grenzen zwischen diesen sind deswegen auch fließend. Zumindest sind sind nicht das Gebilde eines der Prinzen, denn die Welten entwickeln sich ja weiter, wenn der Prinz weg ist und sind auch da, wenn ein anderer aus dem Clan von Amber kommt. Vielleicht wurde jede dieser Welten irgendwann einmal von Corwin oder einem anderen erschaffen, danach aber bestanden sie weiter.
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