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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Roger Zelazny - Amber Teil 4: Die Hand Oberons


Rusch
15.03.2008, 14:48
2. Lesezirkel im Forum:


Roger Zelazny[/B]
Originaltitel: The Hand of Oberon
Area Verlag, 814 Seiten


Hier nur posten, was den vierten Roman des Sammelbands betrifft!

Hathor
22.03.2008, 15:13
Erster Eindruck: die drei vorherigen Bände hätten wir uns eigentlich sparen können. Denn Zelazny widmet fast ein ganzes Kapitel einer Zusammenfassung der drei Bände.

Wenn man die Bücher einzeln gekauft und in größeren Abständen gelesen hätte, wäre das durchaus vertretber. Aber in einem Sammelband? Als Leserin komme ich mir da schon ein wenig verar*zensiert* vor.

Warin
23.03.2008, 17:16
Erster Eindruck: die drei vorherigen Bände hätten wir uns eigentlich sparen können. Denn Zelazny widmet fast ein ganzes Kapitel einer Zusammenfassung der drei Bände. O.K., aber es gibt eine Fußnote des Herausgebers, der einen vorwarnt. Schöner wäre natürlich noch ein Hinweis gewesen, wo die Wiederholung endet, dann hätte man vorblättern können. Ich hab die Zusammenfassung diesmal aber ganz gerne gelesen, um mir nochmal alles in Erinnerung zu rufen.

Also mich hat es jetzt gepackt. Wie sich das Ränkespiel zusammenfügt, nach Irrungen und Wirrungen langsam Puzzleteil zu Puzzleteil passt ist genial. Interessant finde ich die häufige Erwähnung von Freud. Zelazny scheint sich zumindest oberflächlich mit Psychoanalyse auseinandergesetzt zu haben, was sich auch im Wechselspiel seiner Charaktere wiederzuspiegeln scheint.

Sehr ungewöhnlich für eine Triologie empfinde ich, dass die späteren Bände besser sind als die ersten. Den aller ersten mit der auch in der Nachbetrachtung immer noch sinnlosen Schlacht hätte ich mir in der Tat gerne gespart.

Den letzten beiden Bänden hat gut getan, dass Zelazny an Fantasy-Elementen (oder was er dafür hält) gespart hat. Denn das kann er m.E. nicht. O.K., auch im vierten Teil gab es wieder einen Höllenritt, den ich überblättern musste, aber darin bekomme ich langsam Übung.

Sehr gut gefällt mir, dass die Handlung immer wieder zur Erde zurückkehrt, irgendwie reizt mich die Verbindung zu "unserer" Welt. Interessieren würde mich noch, wie die "schwarze Straße" wohl auf der Erde aussieht. Ich hatte ja die Befürchtung, dass noch eine billige Verknüpfung zu Nazi-Deutschland gezogen worden wäre (bei Star Trek wäre das sicher so gewesen), aber dieser Versuchung konnte Zelazny anscheinend wiederstehen.

Ganelons (auch ein Name, bei dem sich eine wiki Recherche lohnt) wahres Ich hat mich allerdings wenig überrascht, diese Vermutung kam mir schon im 3. Band. Überraschender fand ich dagegen Dworkins Rolle, wobei diese ja noch nicht vollumfänglich geklärt ist.

Hathor
23.03.2008, 17:39
Endlich gewinnen die Charakterprofile der Brüder an Tiefe. Nur schade, dass die Frauen nur Staffage sein dürfen. Sie sind interessant und wären mMn schon den einen oder anderen Handlungsstrang wert. Besonders Fiona scheint Fäden zu ziehen - das wird aber immer nur in Nebensätzen erwähnt.

Ansonsten bietet Buch 5 viele (sehr gute) Beschreibungen, viel (überflüssiges) Herumgerede und -gelaufe, und nur ein seichtes Dahinplätschern der Handlung.

Der Schluss war allerdings für mich ein schöner, wirklich unerwarteter Knalleffekt. Im Gegensatz zu Warin hatte ich keinerlei Vermutung diesbezüglich.

Rusch
03.04.2008, 08:38
Ich bin jetzt mit dem vierten Buch fast durch. Es ist schon überraschend, wie die Geschichte immer mehr an Tiefgang gewinnt und zurückliegende Taten immer wieder neue Bedeutung erhalten in dem Maße, in dem Corwin die Hintergründe aufdeckt. So etwas liebe ich.
Die Sache mit der Schwarzen Straße und dem Muster finde ich immer besser. Das ist mal was, was wirklich sonst nirgendwo in der Fantasy zu finden ist und wir alle wissen, wir selten wirkliche Originalität ist.

Rusch
04.04.2008, 08:54
Der Schluss war doch eine ziemlich Überraschung. Andererseits: bei dem Titel der Geschichte hätte man so etwas erwarten müssen. Mal sehen wie das ganze nun ausgeht.