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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bram Stoker - Dracula


Hathor
19.03.2008, 09:46
Jonathan Harker, ein Londoner Buchhalter, reist nach Transylvanien zum Schloss des Grafen Dracula, um geschäftliche Angelegenheiten des Grafen zu regeln, der die Absicht hat, nach London überzusiedeln. Harker wird in dem alten Gemäuer Zeuge unheimlicher Ereignisse, bis hin zu einer Begegnung mit drei Vampir-Damen, während Dracula, in dem Harker einen Vampir erkannt hat, nach London aufbricht, wo er Harkers Verlobte Mina und deren beste Freundin Lucy in seinen Bann zwingt. Jonathan Harker schließt sich nach seiner Rückkehr, von den Ereignissen sichtlich erschüttert, einer Gruppe von Vampirjägern um Dr. Van Helsing an, die Dracula gemeinsam zu seinem Schloss zurückverfolgen, um seiner unnatürlichen Existenz ein Ende zu bereiten.


Lange kannte ich es nur vom Hörensagen, das Original, die Mutter aller Vampirromane. Das Buch stammt ja aus dem Jahr 1897 und ist somit wirklich ein echter Klassiker und ziemlich antiquiert.

Bram Stoker ist ein Meister darin, Atmosphäre zu schaffen und düstere Stimmung zu erzeugen. Auch das Beschreiben von Landschaften versteht er wirklich. Die Handlung ist sehr spannend, logisch und schlüssig. Die Charaktere sind eindrucksvoll, allerdings für meinen Geschmack entweder zu gut oder zu böse. Ein paar Grautöne hätten mir gefallen.

Zum Schmunzeln brachte mich immer wieder das Frauenbild dieser Zeit und vor allem die Dialoge, die für heutige Ohren mehr als pathetisch, dramatisch und kitschig wirken.

Trotzdem - der gerade deshalb - eine unbedingt Leseempfehlung.


Falls ihr gebundene Bücher liebt und euch nicht vor kitschigen Titelbildern fürchtet: Ueberreuter hat was ganz Günstiges anzubieten...


Die Verfilmung durch Francis Ford Coppola ist meiner Meinung nach exzellent gelungen. Man hat auf das Pathos und die Schwarzweißmalerei des Buches verzichtet und es dadurch modernisiert und verbessert.

ExLibris
19.03.2008, 13:35
Ich muss gestehen, dass ich genau wie bei Mary Shelley´s Frankenstein, auch bei Bram Stoker´s Dracula nur die Verfilmung kenne. Eigentlich eine Schande, dass ich diese Bücher nie gelesen habe. Aber ich hab fest vor, das nachzuholen. Weil natürlich besonders Dracula ein Meilenstein in der Literatur ist. Wo wären wir heute, ohne Graf Dracula? :bat:
Die Coppola-Verfilmung fand ich aber sehr gut! Besonders überzeugend war Gary Oldman.

PoiSonPaiNter
19.03.2008, 16:39
Ein Meisterwerk seiner Zeit!

Hab es vor ein paar Jahren mal gelesen, ich weiß aber nicht mehr ob ich davor oder danach den Film gesehen habe...:rolleyes:

Besonders gut fand ich, dass das Buch eigentlich nur aus Tagebucheinträgen, Tonbandaufzeichnungen u.ä. besteht. Ich muss ehrlich gestehen das ich durch dieses Buch auf die Stenografie gekomme bin! :D Es hat mich lange Zeit interessiert zu erfahren was das eigentlich ist, bis ich dann letztes Jahr sogar die Möglichkeit hatte einen, naja Schnellkurs zu besuchen. Hut ab vor Leuten die das richtig gut können! :rolleyes:

Was wenige wissen ist das das Buch auf einem Traum Stokers basiert (siehe unten)! Stoker hatte in einem mehr oder weniger Alptraum, die Vision von einem Mann, umringt von drei wunderschönen Frauen, der ihn zu seinem bekanntesten Werk inspirierte!

Gemeint ist die Szene im Schloß, in der Jonathan nachts durch das Schloß streift und auf die Bräute trifft. Dracula kommt hinzu und schreit: "Dieser Mann ist mein!"...oder so in der Art

Stoker war ein riesen Fan von Henri Irving (glaub ich das er so hieß) und hatte glaub ich auch eine Figur nach seinen Zügen erschaffen, leider fällt mir nicht mehr ein wen...:(

Die Geschichte in Whitby basiert, genau wie die Draculalengende, auf einer wahren Begebenheit:
Als es Stoker auf Ideeensuche nach Whitby verschlug, erfuhr von einem russischen Frachter der vor der Küste gekentert ist, diese Schiff wurde später die Demeter mit der Dracula in England eintrifft.
Interessant ist auch das Stoker nie in den Transilvanien, geschweigen denn in den Karpaten war, er hat all sein wissen aus der Bibliothek in London!

Alpträume - Die Ursprünge des Horrors von Christopher Frayling
In diesem Buch wird sehr interessant beschrieben wie es zu den vier berühmten Gruselklassikern kam.
Frankenstein, Dracula, Dr. Jekyll & Mr. Hyde und der Hund von Baskerville
Viel interessantes Hintergrundwissen.

Razor
19.03.2008, 19:51
Stoker war ein riesen Fan von Henri Irving (glaub ich das er so hieß) und hatte glaub ich auch eine Figur nach seinen Zügen erschaffen, leider fällt mir nicht mehr ein wen...
Das war Dracula himself *eek* Das äußere Erscheinungsbild Draculas soll so ziemlich dem von Irving ähneln.

Interessant ist auch das Stoker nie in den Transilvanien, geschweigen denn in den Karpaten war, er hat all sein wissen aus der Bibliothek in London!
Hier sind Parallelen zu Dracula zu sehen. Der Graf, der sich unendlich danach sehnt aus Transilvanien rauszukommen und das interessante GB kennenzulernen. All sein Wissen (Kultur, Geographie etc.) hat er von Büchern aus seiner beachtlichen Bibliothek, ohne selbst je dort gewesen zu sein.

Außerdem heißt van Helsing mit Vornamen Abraham, ebenso wie der Autor.

sueño
19.03.2008, 22:12
Mit 12 oder so hab ich den "Original"Dracula von Bram Stoker zum ersten mal gelesen, und in dem Alter sind einem die altertümliche Sprache und die Verkleidung als Briefroman ziemlich egal. Selbst so ist das für mich ein Buch, das sich fast "modern" liest. Einfach DER Klassiker aller grusel-, horror- und ähnlicher literatur.

neoxinnia
20.03.2008, 11:31
Ich hab das Buch vor circa 1 - 2 Jahren gelesen. Ich hab es in einem Büchergeschäft gesehen und sofort gekauft und nicht bereuht.
Es war für mich jedoch etwas schwieriger in den Tagebucherzähllstil hineinzufinden, aber mit der Zeit hat man sich recht gut zurechtgefunden. Und irgendwie kann ich mir Dracula als nicht Tagebucherzählung gar nicht mehr vorstellen.
Ich hab keinen Film gesehen - keinen einzigen. Ich bin nicht stolz drauf, aber auch nicht sonderlich ... erm ...deprimiert deswegen.
Im ganzen finde ich das Buch wirklich sehr gut. ich hab es genossen das Buch zu lesen und würde es jedem weiterempfehlen, der mich danach fragt. ein Klassiker eben.

Dreyth
20.03.2008, 16:49
Wahrscheinlich blamiere ich mich jetzt bis auf die Knochen, weil ich mich irre, aber ...:

Das was Poison da sagt, ist, vollkommen, falsch. Meines Wissens - wobei ich nicht behaupten will, dass alles stimmt - gab es Dracula. Soweit, glaube ich, gibt mir mal jeder recht:
Fürst Vlad Tepes [sprich: Zepesch] III, genannt "Drakula", was entweder "Sohn des Teufels" oder "Sohn des Drachen" bedeutet, war (und das liest man zum Beispiel auch in "Die Chronik der Unsterblichen" von Hohlbein) ein rumänischer (Transsylvanien ist Siebenbürgen - in dem man, übrigens, heute noch Deutsch spricht.) Fürst der bekannt für seine Grausamkeit war. Seine politischen Gegner, Feinde (Die Osmanen; ebenfalls u.a. bei Hohlbein zu lesen) sowie Verbrecher lies er allesamt Pfählen. (Deswegen auch der deutsche Beiname (siehe Hohlbein): „Der Pfähler“.)
Bram Stoker war nicht nur einfach in Rumänien, sondern er hat dort, gemeinsam mit seiner Frau, Studien betrieben. Über Jahre hinweg! Unter anderem auch auf dem Schloss der (transsylvanischen) "Blutgräfin" die man, nachdem sie an einem Krebsleiden gestorben war, aufgrund des Verdachts von Vampirismus "obduziert" und dann in einer Kirche "beigesetzt" hatte. Besser gesagt: Nachdem sie halbwegs tot schien, entnahm man ihr das Herz, trieb einen Holzpflock durch, warf sie hastig in ein Kirchenloch, packte ein paar Tonnenschwere Grabplatten drauf und mauerte das ganze dann auch nochmal zu. (Dies geschah übrigens zu Zeiten Maria Theresias, erst ihr Leibarzt, ein HOLLÄNDER, untersuchte den Vampirismus genauer und stellte fest, dass er nur dort vorkomme, wo der Aberglaube stärker als die Vernunft sei. Man kann, besten Gewissens, sagen, dass Stoker ihn als Vorbild für van Helsing genommen hat.)
Ich weiß nicht mehr genau, was an ihr alles so, rein zufällig, ähnlich mit Dracula ist, aber...: In der ersten Version seines Buchs kam sie vor. Wieso er sie dennoch herausgestrichen hat, weiß man, oder zumindest ich, nicht. Es gibt tausende Parallelen zwischen Stokers Dracula und den "wahren" Vampirgeschichten. Stoker hat selbst absolut nichts erfunden, er hat nur die Geschichten von früher etwas aufgepeppt. Zum Beispiel hat er ihnen Emotionen verpasst, das war‘s aber auch schon wieder.

Ich selbst habe eine alte, wirklich, sehr, sehr alte Auflage von Dracula gelesen, und die Übersetzung (?) war so schrecklich langweilig, dass ich mich gerade einmal, unter größten Anstrengungen, ins hintere Viertel kämpfen konnte. Dann hab ich's aufgegeben. Es tut mir leid, wenn ich den Stoker-Freunden jetzt auf die Zehen trete, das Buch hat sicher viel Gutes an sich - Inhaltlich. Aber ich fand es schlecht (geschrieben); grott-en-schlecht.

PS: Entschuldigt all die Klammern. Ich habe mich trotzdem noch zusammen gerissen.

PoiSonPaiNter
21.03.2008, 18:53
Wo bitteschön habe ich gesagt das es Dracula nie gegeben hat??? Bzw was ist völlig falsch??? X.X o.O *umfall*

Meinst du diese Stelle?:
Die Geschichte in Whitby basiert, genau wie die Draculalengende, auf einer wahren Begebenheit

Damit meinte ich eigentlich, das es Dracula wirklich gab! Vllt habe ich es falsch ausgedrückt und hätte die Legende in " " setzen sollen, wenn du das falsch verstanden hast, sorry! Aber leider kenn ich mich ein wenig mit der Geschichte von Vlad Tepes und Elisabeth Bathory aus, tut mir leid!

Bram Stoker war nicht nur einfach in Rumänien, sondern er hat dort, gemeinsam mit seiner Frau, Studien betrieben. Über Jahre hinweg! Unter anderem auch auf dem Schloss der (transsylvanischen) "Blutgräfin" die man
Soweit ich es gelesen habe (in dem Buch das ich oben noch eingefügt habe und anderen Quellen) war Stoker nur an den Schauplätzen in Whitby (also in England) und niemals in Rumänien...und die Blutgräfin ist eine ungarische Adelige, die wie du schon sagtest auch in seinen Roman einfloß. Zwar gehörte Transylvanien für mehrere Jahre zu Ungarn, aber da Dracula ja die Walachai regierte und nur ganz selten mal in Transylvanien zu tun hatte, haben die beiden sich glaub ich um ein paar Jahre verpasst...

Ich weiß nicht mehr genau, was an ihr alles so, rein zufällig, ähnlich mit Dracula ist,
Sie badete im Blut von Jungfrauen um ihre Jugend so behalten, meistens waren das Bedienstete die sie vorher fast zu Tode folterte (Schläge, etc.). Man konnte ihr nur nichts anhaben weil sie halt ne Adelige war! Dracula soll das Blut seiner "Opfer" getrunken haben und er war genauso grausam wie sie, er pfählte jeden der ihm nicht passte. Obwohl es da auch ein paar interessante Ausnahmen gab!:D

Viel Interessantes über die beiden erfährt man auch in diesem Buch:
Auf Draculas Spuren von Raymond T. McNally und Radu Florescu
Man muss aufpassen, dass man die ganzen Vlad nicht verwechselt, besonders schlimm ist es, wenn in einem Kapitel von Dracul (Vater -> "Drache") und Dracula (demzufolge Sohn - siehe Namenserklärung Dreyth) gesprochen wird!

Dreyth
21.03.2008, 19:25
Blutgräfin; Nein, die meinte ich nicht. Die Blutgräfin, die ich meinte, war eine Fürstin unter Maria Theresia. Und das sie im Blut von Jungfrauen badete (obwohl ich an anderer Stelle schon von dem gehört habe - über andere Frauen) wäre unter einer aufgeklärten Kaiserin wohl nicht wirklich möglich gewesen. *lach*

Ich habe - eine tolle eigenschaft von mir - wieder mal voll am Thema vorbeigeschossen: eigentlich wollte ich nur schreiben, dass Stoker ganz bestimmt in Transsylvanien war; auf dem beharre ich übrigens, auch Wiki sagt das - obwohl Wiki wahrscheinlich nicht der beste Beweis ist... Aber in welchem Buch aus englischen Bibliotheken liest man zB von Paprikahenderln? (Oder wie auch immer man das schreibt.^^) Dann floß grad' die Gräfin ein und ich musste noch schnell zwei Takte dazu los werden; Tut mir leid, dass war wohl etwas zu chaotisch geschrieben.

Es stimmt, du hast nicht gesagt, dass es Dracula nie gegeben hat. Aber ich meinte damit nur, dass Stoker keinen eigenen Charakter erfunden hat - keinen eigenen Dracula. Er hat lediglich die regionalen Legenden zusammengefasst, etwas ausgeschmückt und sterbenslangweilig niedergeschrieben.


PS: Ich hoffe ich hab' jetzt nichts vergessen oder unerklärt gelassen.... Übrigens wusste ich nicht, dass sein Vater Dracul hieß. Ich dachte, er heißt (wenn wir jetzt mal das dunklere beispiel hernehmen,) Sohn des Teufels weil er einfach nur böse war. Danke für die.. "Aufklärung"? ^^

Razor
21.03.2008, 19:52
Aber ich meinte damit nur, dass Stoker keinen eigenen Charakter erfunden hat - keinen eigenen Dracula. Er hat lediglich die regionalen Legenden zusammengefasst, etwas ausgeschmückt und sterbenslangweilig niedergeschrieben.

Mooment mal, da muss ich aber ganz gewaltig nachhaken.
Vlad Tepes ist nicht gleich der Dracula, wie wir ihn aus Stokers Roman kennen. Zum einen haben wir einen halb wahnsinnigen, obgleich begabten und mutigen Kriegsherren, der seine Feinde pfählt und inmitten der sich noch quälenden Körper speist und zum Anderen ist da der durch und durch romantische Charakter des Grafen.

Ich für meinen Teil finde diesen Charakter nicht langweilig und geklaut.

Es ist wichtig zu erwähnen, wann das Buch geschrieben wurde und rauskam: Ende des 19. Jahrhunderts. Und wann Stoker lebte: In der Epochenzeit des Realismus. So, folgendes ist zwar meine Meinung (d.h. subjektiv), aber schlüssig:
Stoker war grad nicht begeistert von diversen anderen Werken, die in seiner Zeit publiziert wurden, aus diesem Grund sehnte er sich wieder nach so was wie die Romantik (Epoche). Was sind die Merkmale dieser Epoche?
- Reiselust
- Abenteuer
- Das Wunderbare/Schöne; Gefühl und Seele ...
Aber dann gibt es da noch die "dunkle Seite" der Romantik, die man aber auf jeden Fall auch aufzählen muss, wie etwa:
- Das Mystische/Unwirklich erscheinende
- Geister
- Wahn
- Dunkle Wälder, Nebel ...

Wie man sehen kann tauchen mehr als ein oder zwei Grundideen der Romantik im Werk auf.

PoiSonPaiNter
21.03.2008, 20:08
Hoffe das wird nicht zu viel Spam:

Blutgräfin; Nein, die meinte ich nicht. Die Blutgräfin, die ich meinte, war eine Fürstin unter Maria Theresia. Und das sie im Blut von Jungfrauen badete (obwohl ich an anderer Stelle schon von dem gehört habe - über andere Frauen) wäre unter einer aufgeklärten Kaiserin wohl nicht wirklich möglich gewesen. *lach*

Doch glaub mir, es gibt nur eine BlutGRÄFIN und das war Elisabeth Bathory, sie heiratete in die Familie der Bathorys ein und lebte ihre Zwänge (Blutbäder, Foltern,etc.) nach dem Tod ihres Mannes erst richtig aus. Sie war keine Kaiserin, sie war nur eine Landadelige oder sowas, aber dennoch mächtig genug ungehindert alles zu bekommen was sie will!

Übrigens wusste ich nicht, dass sein Vater Dracul hieß. Ich dachte, er heißt (wenn wir jetzt mal das dunklere beispiel hernehmen,) Sohn des Teufels weil er einfach nur böse war. Danke für die.. "Aufklärung"? ^^ Er hieß so weil er in den Drachenorden eingetreten ist, der zur Bekämpfung der osmanischen Feinde gegründet wurde. Er hat dann allerdings nen Bündnis mit einem der...wie hießen die noch gleich...*kopfkratz*...."Herrschern" geschlossen und ist dabei in ne Falle getappt. Dracul wurde später von seinen eigenen Verbündeten getötet, sein ältester Sohn Mircea (Draculas älterer Bruder) wurde sogar lebendig begraben. All das passierte während der junge Vlad und sein Bruder Radu (der Hübsche glaub ich) in osmanischer Gefangenschaft saßen - daher sein Hass. Dracula kämpfte glaub ich auch für den Drachenorden...jedenfalls fiel er in einer Schlacht nachdem der Speer eines seiner eigenen Leute ihn durchbohrte...wenn ich mich richtig erinnere...er wurde für einen Feind gehalten da er den Kampf von einem Hügel beobachtete. Is iwie Ironie des Schicksals...der Pfähler wurde aufgespießt...:D..achja bitte!^^

Um zurück aufs Buch zu kommen:
Mina Harker ist eine erstaunliche Frau, wenn man bedenkt das Frauen damals so gut wie keine Rechte hatte und nur zum Kinderkriegen da waren, war sie super gebildet! Jonathan hat ihr Steno begebracht, sie war diplomatisch und jeder mochte sie. Die junge Frau ist einer der interessantesten Charaktere der Geschichte. Lucy hingegen mag ich gar nicht...oder ihre Kerle...vllt bin ich da auch zu sehr vom Copola Film beeinflusst...aber nein ich fand Lucy glaub ich schon immer dumm...:D

Dreyth
22.03.2008, 00:02
Razor: Ich versuch mich wirklich nicht schwer auszudrücken. Wenn ich schreibe, "die regionalen Legenden", und die ganze Zeit von Vampirismus die Rede ist, dann meine ich nicht allein den Pfähler. Das habe ich nie geschrieben.

Und ob sein Werk nun im Stile der Romantik ist oder nicht; das macht es nicht besser, keinen Deut.

Poison: Ich glaube dir, ich habe auch nie behauptet dass die Gräfin, die in Rumänien, in einem Schloss, das Stoker einst besuchte, gelebt hat, die Blutgräfin war.

Blutgräfin; Nein, die meinte ich nicht. Die Blutgräfin, die ich meinte, war eine Fürstin unter Maria Theresia...

Das ich sie allerdings als Blutgräfin bezeichnet habe, ist mein Fehler - das war ungewollt, verzeih.
Zudem *seufz* - versteht mich denn eigentlich neimand?? - habe ich nicht geschrieben das sie eine Kaiserin war. Sondern unter einer Kaiserin.


Ich hoffe ich habe jetzt alles halbwegs verständlich rübergebracht...


PS: Das er in osmanischer Gefangenschaft etc. war, wusste ich schon - ich habe es mir, damals, als ich Dracula las, durchgelesen. Wurde er aber nicht enthauptet?

Belle Morte
22.03.2008, 19:43
Dreyth ich habe den Roman 3-4x gelesen in verschiedenen Altersstufen, aber besonders gut finde ich ihn auch nicht. Ich finde Dracula hat im Roman als das Böse einfach kein Flair und wird auf das Bösesein beschränkt. Deshalb mag ich zum Beispiel auch die Verfilmung von FFC lieber.

PoiSonPaiNter
22.03.2008, 20:41
Das war Dracula himself Das äußere Erscheinungsbild Draculas soll so ziemlich dem von Irving ähneln.
Huch das ist jetzt aber peinlich...*schäm*

Wurde er aber nicht enthauptet?
Nachdem er tot war, haben sie ihn geköpft und die Osmanen haben seinen Kopf als "Trophäe" zu ihrem Boss mitgenommen...mir ist immer noch nicht eingefallen wie man die Kerle nennt...hilf doch mal einer nach!^^

Sondern unter einer Kaiserin.
Du kannst dir gar nicht vorstellen, WIE einfach das war damals! So lange wie eine Sache brauchte um zur Obrigkeit zu gelangen...da vergingen schonmal ein paar Jahre! Das war immerhin im 14./15. Jhd.!!! Internet gabs damals noch nicht!*ja* Lesen und Schreiben konnten, wenn überhaupt, nur der Klerus und der hat sich gehütet gegen einen Adligen auszusagen!

Wer lebte nun eigentlich früher? X.X Bathory oder Dracula? Ich habs vergessen...*schäm*

Vlad Tepes ist nicht gleich der Dracula, wie wir ihn aus Stokers Roman kennen.
Würd sogar behaupten, die beiden haben außer ihrem Namen so gut wie nichts gemeinsam...

die in Rumänien, in einem Schloss, das Stoker einst besuchte, gelebt hat, die Blutgräfin war.
Stoker war NIE in Rumänien!!! *nein* :'-( *nein* Wie oft denn noch? Razor hat dem doch sogar schon zugestimmt, nur weil es bei Wiki steht heißt es nicht, dass das Schwarz auf Weiß gedruckte Wort auf das ich mich verlasse falsch ist! *nein*

Dreyth
22.03.2008, 21:30
Wie gesagt, hörte ich dies zB auch aus dem Fernsehen. Und von einigen anderen Seiten... Verzeih, aber ich BEHARRE darauf. Er WAR dort!

Und ich erkenne nun, was das Problem ist... *lach* Entschuldige, du bist wahrscheinlich aus Deutschland und das gehört nicht zu eurem Lehrplan, aber...:

Maria Theresia; Kaiserin von Österreich:
* 13. 5. 1717 Wien, † 29. 11. 1780 ebenda

Marie Antoinette (ich hoffe, es richtig geschrieben zu haben), also die "...dann sollen sie doch Kuchen essen?"-Königin von Frankreich (enthauptet. Französische Revolution. '89.) zum Beispiel war ihre Tochter.
Was ich sagen will: Die Gräfin, von der ich spreche lebte im 18. Jahrhundert! Glaub mir, deine Blutgräfin und meine Vampirgräfin sind zwei unterschiedliche Frauen!!

Und nun wieder zu Vlad III: (Das hat übrigens auch nur sehr wenig mit der ganzen Sache zu tun. Entschuldigt, ich hab euch alle vom Thema abgebracht.) Vielleicht die Janitscharen?

PoiSonPaiNter
23.03.2008, 20:29
Ne die waren es nicht...das waren ja die, gegen die er gekämpft hat...ich mein ja die großen Anführer...der Dunkelhäutige aus 300 war auch soeiner, glaub ich...ich komm einfach nicht auf das Wort...Scheich? Maharadscha? Ne glaub nich...*nein*

Glaub mir, deine Blutgräfin und meine Vampirgräfin sind zwei unterschiedliche Frauen!!
Sagen wir es mal so...dann hättest du sie nicht als Blutgräfin bezeichnen sollen, denn das ist Bathory! (Die von der ich rede) Und mit Jahreszahlen hab ichs eh nicht so...:p

Dreyth
24.03.2008, 00:58
Ich habe sogar einmal geschrieben, dass ich sie nicht so bezeichnen wollte... irgendwo... *verlorensei*

Na, Sultan wird es auch nicht gewesen sein,... Ich weiß es nicht, tut mir leid. Hast du schon in Wiki nachgesehen?

Frohe Ostern übrigens an alle - auch wenn wir eigentlich schon Montag haben.... *gähn*

Hathor
24.03.2008, 08:31
Vielleicht kommen wir wieder zurück zum eigentlichen Thema... ;)

Aber ihr könnt gerne jederzeit ein eigenes Thema zu Vlad Tepes oder/und der Blutgräfin eröffnen.

In diesem Thread soll es um Bram Stokers Buch gehen.

PoiSonPaiNter
26.03.2008, 17:25
Sorry! :( *fleh*

Da es wahrscheinlich untergegangen ist, in dem ganzen Wirrwarr von Behauptungen und Widersprüchen, hier nochmal:
Um zurück aufs Buch zu kommen:
Mina Harker ist eine erstaunliche Frau, wenn man bedenkt das Frauen damals so gut wie keine Rechte hatte und nur zum Kinderkriegen da waren, war sie super gebildet! Jonathan hat ihr Steno begebracht, sie war diplomatisch und jeder mochte sie. Die junge Frau ist einer der interessantesten Charaktere der Geschichte. Lucy hingegen mag ich gar nicht...oder ihre Kerle...vllt bin ich da auch zu sehr vom Copola Film beeinflusst...aber nein ich fand Lucy glaub ich schon immer dumm... :D

Sainz de Rouse
06.09.2008, 01:14
Au ja, Bram Stoker's Dracula ist toll. ^^
Das Buch habe ich leider bisher noch nicht gelesen, doch habe ich das Hörbuch. Und der Film ist auch nicht schlecht.

Cullabay
05.11.2008, 12:12
Ja Dracula von Bram Stoker ist die Mutter aller Vampir-Romane. Und von allen die ich bisher gelesen habe der einzige, der mich wirklich zum gruseln gebracht hat. Ok, als ich ihn das erste mal gelesen habe war ich 13 und hatte noch viel mehr Phantasie als jetzt, aber ich finde auch heute noch, dass der Roman extrem realistisch wirkt, weil er nur in Form von Tagebuchaufzeichnungen, Briefen u.ä. geschrieben ist. Man kann sich richtig vorstellen, dass das alles tatsächlich passiert sein könnte.

Jedenfalls hab ich danach eine Zeit lang nachts immer das Fenster zugemacht.*grins*

nyx
03.03.2009, 23:11
Ich hab Dracula zwar noch nicht durch, muss jetzt aber trotzdem mal meinen Eindruck posten. :D

Zunächst ist es natürlich sehr interessant zu sehen, wie er denn nun eigentlich wirklich ist, der Ur-Opa aller unserer heutigen Vampire - denn ob sie nun in der Sonne glitzern, gequälte Existenzen mit Gewissenskonflikten oder blutgierige Verführer von Jungfrauen sind, sie gehen letzlich doch alle auf den werten Herrn Dracula und seine Bräute zurück.

Ich finde es sehr interessant zu sehen, wie viele von den ursprünglichen Bildern mir heute eher als Klischees bekannt sind. Mir scheint es, als wäre inzwischen jedes dieser Bilder inzwischen mindestens einmal parodiert worden (spätestens in Tanz der Vampire dürfte so ziemlich jedes der Klischees auf die Schippe genommen worden sein). Deshalb fiel es mir am Anfang wohl auch etwas schwer, mich auf das Buch einzulassen. Immerhin gibt es da diese "Klischees" in Reinform - vermutlich einfach deshalb, weil sie zum Veröffentlichungszeitpuknt noch gar keine Klischees waren. Zunächst musste ich also eine gewisse Erwartungshaltung beiseiteschieben.

Wenn man also vergisst, was man schon alles über Vampire weiß, bzw. worüber man sich bisher meistens amüsiert hat, dann macht das Buch richtig Spaß. Ich finde, trotz - oder gerade wegen - der reversiven Erzählweise macht es Spaß das Buch zu lesen (auch wenn ich im Vorfeld eigentlich mit dem Gegenteil gerechnet hatte). Überhaupt erscheint mir das Buch ziemlich modern, auch was Minas Rolle betrifft. Natürlich musste ich das ein oder andere mal lächlen, wenn die Frau zur Stütze des starken Geschlechts degradiert wird, aber nichtsdestotrotz finde ich, ist Mina eine durchaus starke Frau. Lucy jetzt nicht so, aber die mochte ich ohnehin nicht. Die mochte ich erst als "Bloofer Lady". Da hat sie mir das ein oder andere Mal einen kalten Schauer über den Rücken laufen lassen. :D

Darcula finde ich ein wenig zu bööööse geraten. So wie mir Van Helsing eindeutig zu gut ist. Ein paar Schattierungen hätten dem Buch ganz gut getan. Überhaupt hat mich das gesamte Gutmenschen-Gehabe und der Pathos der männlichen Protagonisten ein wenig gernevt. Aber gut, ich schieb das jetzt mal auf das Alter des Buchs. <_<

Mal schauen, ob ich meine Meinung nach Beedigung der Lektüre nochmal revidiere. Bisher finde ich Dracula jedenfalls gut zu lesen, meistens sogar spannend und wenn man sich ein wenig drauf einlässt auch gruselig. Bloß das Vorbereiten auf den finalen Show-Down dauert mir momentan etwas zu lange.

SemSimkin
03.03.2009, 23:58
Ah ... da kam doch neulich eine Reportage auf Phoenix oder Arte : "Die Vampirprinzessin". Eine österreichische Gräfin, die an einem Tumor im Magen starb und vorher jahrelang dahingesiecht ist. Nachts nicht schlafen konnte und sich Wölfinnen (für die Milch) im Burghof hielt.

Natürlich kamen die Riesengerüchte im Dorf auf und der kaiserliche "Vampir-Spezialist" hat sich auch damit befasst. Und der hieß : Van Nochwas-ing.

In der Reportage wurde auch gesagt, dass Stoker sich diesen Menschen zum Vorbild für Van Helsing gemacht hatte und in der Urfassung von Dracula auch eine weibliche Ober-Vampirin vorkam (mit der Gräfin aus der Reportage als Vorbild). Später wurde es dann aber anders veröffentlicht.

AMBER schattensturm
04.03.2009, 14:25
Aus meiner Sicht ist Stoker nur eine bedingte Leseempfehlung. Bei einem modernen Leser wird sein Dracula kaum noch Schaudern verursachen. Der Tagebuchstil wirkt aus heutiger Sicht oftmals gestelzt und unbeholfen.

Wer jedoch bereit ist, sich auf die Rollenklischees und die Weltsicht des 19. Jahrhunders einzulassen, statt diese aus moderner Perspektive verarbeitet mundgerecht präsentiert zu bekommen, kann mit dem Buch durchaus seinen Spaß haben.

Die sorfältige Lektüre verrät zudem, dass keineswegs Anne Rice die Erfinderin des verführerischen Vampirs war, auch auf den Original Dracula passt diese Schublade, nur dass er dabei deutlich weniger Skrupel besitzt und tatsächlich so etwas wie eine dämonischa Aura hat. Für meinen Geschmack weit interessanter als Lestat et Cie.

Feuerfluegel
04.03.2009, 16:25
Ich habe das Buch vor knapp einem Jahr gelesen. Ich muss sagen, dass es mir zu Beginn der Lektüre tatsächlich Schwierigkeiten bereitet hat es zu lesen. Tagebucheinträge in der Länge und Detailreiche waren mir etwas suspekt. Das erste MAl dass bei mir wirklich Spannung aufkam war als Jonathan in Rumänien in Draculas Schloss verweilte. Da kam mir doch das erste Mal das Schaudern.

Später in England langweilten mich einige Passagen doch sehr. Zu viele endlos lange Gespräche, Planereien usw.

Dann habe ich angefangen, spät Nachts nach meinen Schichten in der Kneipe zu lesen, mit nur einer Kerze, statt Licht, ganz allein im Dunklen, mitten in der Nacht und da hatte ich doch zwei bis zehn Mal Angst und bin quasi aus der Kneipe an die frische Luft geflohen.

Dennoch wird dieses Buch sich sicherlich niemals in die Reihe meiner Lieblingsbücher einreihen. Ich habe mich dann doch an zwei, drei Stellen ein wenig zu sehr gelangweilt. Die Klishees haben mich weniger gestört, auch die Frauenrolle Minas nicht.
Aber die Tagebucheinträge haben bei mir niemals dieselbe Spannugn aufkommen lassen, wie die Sicht eines personalen Erzählers zum Beispiel. Die Emotionen die rüber gebracht wurden, wirkten teilweise unglaubwürdig, weil sie in einer Länge erzählt wurden, die meiner Meinung nach nicht recht in einen Tagebucheintrag passen wollten.
Ich habe es dennoch gern gelesen, es hat seinen gewissen Flair. Aber ich muss sagen, auch wenn ich so faul wirke, ich möchte mir doch lieber "moderne" Vampirromane vorsetzen lassen. Und auf das ein oder andere Klishee darf auch ohne Groll verzichtet werden.
(Obwohl ich sowieso ehr selten Vampirromane lese)

Ich muss trotzdem anmerken, der Roman hat mich dazu gebracht einen kleine Zwischensequenz meines in Arbeit stehenden Romans in Tagebuchform zu schreiben, auch wenn ich ihn sprachlich vollkommen anders aufziehe.

Hut ab, für Bram Stoker...

Yulivee
10.03.2009, 18:59
Wir haben das Buch in einer wirklich blöden deutschen Ausgabe - zwischendurch fehlen 17 Seiten, dann sind 22 Seiten doppeltò.ó.
Ich hab's mir also auf Englisch besorgt - und zwar ein einer Bearbeitung fürs 21. Jahrhundert, wo mich das Vorwort auch ziemlich anspricht (der Autor bringt da noch die Ironie zum Ausdruck, dass Mina zunächst als Frau von allen unterschätzt wird, letztendlich jedoch entscheidend zum Erfolg beiträgt). Da wurde auch gekürzt, was allerdings immer markiert wurde, was es authentisch wirken lässt.
Insgesamt kann ich es nur empfehlen, sich es auch mal auf Englisch anzutun - vielen kommt in der Übersetzung nicht so zum Tragen, zum Beispiel zwischendurch die deutsch/holländischen Ausrufe von Van Helsing.

Sylence
19.03.2009, 09:22
Ich habe es damals auch auf Englisch gelesen. Das ist nun mittlerweile 6 Jahre her oder so...
Einerseits fand ich es echt toll. Andererseits war es sehr anstrengend. Vorallem wenn irgendein schottischer Zoohüter 10 Seiten über Wölfe redet in seinem grauenhaften Slang...
Ich glaube ich habe noch nie so lange für ein Buch gebraucht (da ich auch keinen Spass an Fremdsprachen habe). Dafür war ich am Ende richtig stolz. Trotzdem habe ich vor, irgendwann dann doch noch mal eine übersetzte Fassung zu kaufen. ;)

Gwyneira
26.03.2009, 18:16
Dracula! Ich habe dieses Buch regelrecht verschlungen. Den Film mit Keanu Reeves kennt man ja an und für sich, deshalb dachte ich auch, dass das Buch dann so spannend eigentlich nicht mehr sein kann. :rolleyes:
Tja, Irrtum! Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen! Hab's natürlich auch im englischen Original gelesen. Freiwillig natürlich!
Ich finde Bram Stoker war einfach ein Meister darin Atmosphäre zu erzeugen. Wahnsinn! Mir sind beim Lesen nicht selten kalte Schauer über den Rücken gelaufen. Nicht einmal, weil es mich unbedingt gegruselt hat. Aber die Stimmung, die Stoker erzeugt, ist einfach Gänsehaut pur. :eek: Neben Robert Louis Stevenson's "The Strange Case Of Dr. Jekyll And Mr. Hyde" ist "Dracula" definitiv mein Lieblingsklassiker aus der englischsprachigen Literatur. *ja*