Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Welle
Deutschland. Heute. Der Gymnasiallehrer Rainer Wenger (Jürgen Vogel) startet während einer Projektwoche zum Thema "Staatsformen" einen Versuch, um den Schülern die Entstehung einer Diktatur greifbar zu machen. Ein pädagogisches Experiment mit verheerenden Folgen.
Was zunächst harmlos mit Begriffen wie Disziplin und Gemeinschaft beginnt, entwickelt sich binnen weniger Tage zu einer richtigen Bewegung. Der Name: DIE WELLE. Bereits am dritten Tag beginnen Schüler, Andersdenkende auszuschließen und zu drangsalieren.
Als die Situation bei einem Wasserballturnier schließlich eskaliert, beschließt der Lehrer, das Experiment abzubrechen. Zu spät. DIE WELLE ist längst außer Kontrolle geraten...
Quelle (http://www.welle.film.de/)
Ich habe den Film am Freitag gesehen. Schon in der Schule haben wir den Film von 1981 durchgenommen und deswegen hatte ich zunächst nicht vor mir die (deutsche) Neuverfilmung anzusehen. Aber dann haben meine Freunde mich überredet und ich bin froh, dass sie das getan haben.
Der Film ist äußerst gut (und modern) umgesetzt und die Schauspieler überzeugen. Ich habe tatsächlich bei einigen Schülern gedacht: "Hey, genau so einen hatte ich früher auch in der Klasse." Umso erschreckender war, dass man sich das Ganze wirklich vorstellen konnte und hinterher war ich wirklich sehr ergriffen. Der Film regt nachwievor zum Nachdenken an und ist erschreckend aktuell.
Was meint ihr zu diesem Thema? Schaut ihr euch den Film an? Oder seid ihr der Meinung, dass das Thema Diktatur langsam mal ausgelutscht und der Film überflüssig ist?
Ich kenne auch die Fassung von 1981, und war davon sehr beeindruckt. Auch das Buch ist übrigens empfehlenswert.
Nein, ich finde absolut nicht, dass das Thema ausgelutscht ist. So ein Thema wird wohl leider immer aktuell bleiben. Diktatur, Verführung, Gruppenzwang, der Wunsch nach Führung und Anerkennung... sowas wird es immer geben.
Den neuen Film möchte ich auf jeden Fall auch sehen.
Ich habe tatsächlich bei einigen Schülern gedacht: "Hey, genau so einen hatte ich früher auch in der Klasse."
Genau das habe ich auch gedacht :D
Ich hab den Film letzte Woche gesehen und er hat mir sehr gut gefallen! Wir haben das Buch damals nicht in der Schule durchgenommen und ich kannte es gar nicht. Weiß jetzt nicht, ob ich es noch lesen soll.. Mein Bruder hat es irgendwo rumfliegen.
Jedenfalls fand ich das Ende sehr krass - damit hab ich ja mal absolut gar nicht gerechnet... Ich war einfach nur total baff.
Eine Frage habe ich da noch: Ist das Ende das Gleiche wie im Buch? Ich glaube ich hab mal irgendwo gehört, dass die das geändert haben...
habe das buch mal gelesen. damals, als ich noch nicht mit englischen büchern angefangen habe ^^
habe es glaub ich damals zum geburtstag gekriegt, und war hinterher auch sehr dankbar, da es wirklich ziemlich gut ist. ich konnte mir auch da schon sehr gut vorstellen, was dort passiert ist, weil alles so logisch zusammenhing.
daher werd ich mich auch darauf freuen, mir den film mit einigen leuten am mittwoch anzusehen. wenn ich lese, was ihr hier geschrieben habt, denke ich, dass ich keinen schlechten entschluss getroffen habe ^^
seit langer zeit mal ein film, auf den ich wirklich gespannt bin.
Rotkätzchen
24.03.2008, 10:22
Was meint ihr zu diesem Thema? Schaut ihr euch den Film an? Oder seid ihr der Meinung, dass das Thema Diktatur langsam mal ausgelutscht und der Film überflüssig ist?
Kein bisschen! Das Thema Diktatur wird so lange es Menschen gibt, ein Thema sein. Allerdings mus eine Diktatur nicht immer "Diktatur" heißen. Die chinesische Diktatur nennt sich nach eigener Betitelung "Demokratie" und ist aus dem Kommunismus heraus entstanden. X.X *eek*
Diktatur bedeutet, sich von der Obrigkeit diktieren zu lassen. Zu lesen, was sie wollen, zu sehen, was sie wollen, zu diskutieren, worüber sie wollen ... und natürlich das gleichbedeutende Verbot alles andere zu lesen, zu sehen und zu diskutieren. Da ich von Natur aus Pessimist bin, rechne ich damit, dass wir uns über kurz oder lang wieder in eine Diktatur hinein manövrieren. Natürlich wird sich auch diese Diktatur niemals "Diktatur" nennen, da schiebt man dann Worte wie "Sicherheitsstaat" oder eben "Demokratie" vor. Leider sagt der Name noch lange NICHTS über das Gebilde aus. Ein Mensch, der einen guten Namen hat, ist auch nicht automatisch ein guter Mensch.
Filme und Bücher wie DIE WELLE finde ich pädagogisch unverzichtbar. Ich sah kürzlich "Hitler - Aufstieg des Bösen". Im Grunde reiten diese Filme auf der selben Wellenlänge. Beide zeigen auf, WIE es geschehen konnte, dass sich eine Gesellschaft so verändern konnte bzw. ein fanatischer Wahnsinniger an soviel Macht gelangen konnte.
Die meisten Filme stellen den Zuschauer vor vollendete Tatsachen und präsentieren etwas Schlechtes - das gilt in Sachen drittes Reich oder auch anderen Filmen. Nur wenige Filme aber zeigen auf, WIE es dazu kommen konnte, was aber bedeutend wichtiger wäre. Denn es wird immer Fanatiker geben, die im Hintergrund lauern und dann zuschlagen, wenn es einem Volk besonders schlecht geht (allgemein ausgedrückt). Ich sehe da zum Beispiel mit Sorge auf die momentanen USA. Der Dollar sinkt, Amerika steht vor einer katastrophalen Wirtschaftsrezension. Solche Zustände sind der richtige Nährboden für "Führer", die alles besser machen können.
... Die Urkräfte des Universums mögen uns vor einem imperialistischen Amerika bewahren...
Ollowain
24.03.2008, 11:46
Bis jetzt habe ich nur das Buch gelesen. Sehr gutes Buch. Morton Rhue schreibt auch sonst sehr gut. (*Werbung mach*)
Den Film habe ich noch nicht gesehen und ich bin immer noch am überlegen, ob ich mir das ansehe oder nicht.
Einfach aus dem Grund, dass man den Film vollkommen eingedeutscht hat; sowohl Figuren als auch Handlungselemente. Beispielsweise hat man aus einem Footballmatch ein Wasserballtunier gemacht *mph* Also irgendwie verliert der Film damit für mich an Glaubwürdigkeit, Football ist in Amerika quasi Nationalsport, aber Wasserball in Deutschland o.Ó Da hätte man vielleicht eher Fuß- oder Handball nehmen sollen, weil es in meinen Augen damit einfach glaubwürdiger rüberkäme...
Außerdem habe ich das Gefühl, dass man das auch so verstehen oder interpretieren könnte, dass (nur) Deutsche (sehr) anfällig für Faschismus sind.
Im Buch wird halt wirklich deutlich, dass Faschismus sich nicht nur zu jeder Zeit, sodern auch an jedem Ort entwickeln kann.
Ob das im FIlm so klar, wie im Buch wird, weiß ich nicht.
SemSimkin
24.03.2008, 13:18
@Ollowain: Naja, das Eingedeutschte finde ich gerade interessant ... ich will halt nicht immer präsentiert bekommen, was jetzt in Los Angeles oder New York passiert, das ist einfach viel ferner für uns.
Den Film habe ich noch nicht gesehen, aber schon viel Gutes davon gehört. Ich denke, bzw. hoffe mal, dass es gerade nicht nur auf die Leier: Deutschland - besonders anfällig - blabla - hinausläuft. Denn die Art von Schule, die ich in den Berichten über den Film gesehen habe, könnte auch in Frankreich oder Schweden stehen.
ich habe das buch gelsen, hat mir wirklich sehr gut gefallen.
den film werde ich mir heute im kino ansehen, weil es ein thema ist, welches mich wirklich beschäftigt.
ich teile eure meinung insofern, dass diktatur immer noch ein sehr aktuelles thema ist, das es auch wahrscheinlich bleiben wird. aber ich bezweifle, dass es je wiede reine diktatur geben wird, wie in der Nazi-Zeit. Das war damals schon ganz schön krass, obwohl ich das nicht mitgekriegt habe (gott sei dank) habe ich mich dann doch mal bei leuten umgehört, die das mitbekommen haben. meine großeltern zum bleistift. :D ich persönlich interessiere mich sehr fürr das thema und hab auch alte zeitungen von damals gesammelt etc.
finde ich wirklich erstaunlich, dass die Nazi-Zeit (zumindest auf unserer schule) kaum im unterricht erwähnt wird, und wenn dann nicht besonders ausführlich und eher schön geredet als auf tatsachen basierend.
naja, gut, dass ist mein standpunkt.
aber manchmal stelle ich mir schon die frage, ob man unsere "demokratie" nicht auch mit Diktatur vergleichen kann. denn grundsätzlich ist es egal, was man sagt óder wie viel man protestiert. die entscheidungen der politiker bleiben so oder so die gleichen.
Die meisten Filme stellen den Zuschauer vor vollendete Tatsachen und präsentieren etwas Schlechtes - das gilt in Sachen drittes Reich oder auch anderen Filmen. Nur wenige Filme aber zeigen auf, WIE es dazu kommen konnte, was aber bedeutend wichtiger wäre. Denn es wird immer Fanatiker geben, die im Hintergrund lauern und dann zuschlagen, wenn es einem Volk besonders schlecht geht (allgemein ausgedrückt). Ich sehe da zum Beispiel mit Sorge auf die momentanen USA. Der Dollar sinkt, Amerika steht vor einer katastrophalen Wirtschaftsrezension. Solche Zustände sind der richtige Nährboden für "Führer", die alles besser machen können.
... Die Urkräfte des Universums mögen uns vor einem imperialistischen Amerika bewahren...
Da schließe ich mich dir voll und ganz an. Wenn es so weit kommt, dass Amerika wirklich zu der einen führenden Nation wird, dann aber halleluja. Es ist ja jetzt schon ziemlich krass, was die Vereinigten Staaten für einen Einfluss auf das Weltgeschehen haben und mittlerweile sind sie ja zum großen Teil Marktführer geworden, aber wenn sie dann anfangen, wirklich noch "übermächtiger" zu werden, dann wird das ganz bestimmt ein ziemliches Chaos werden.
Auch das mit den vollendeten Tatsachen - schon wieder stimme ich dir zu (wohin soll das noch führen;) ). Wenn ein Film zum nachdenken anregt, finde ich das einfach nur toll. Denn Filme, die ich mir einfach nur anschaue und denke: gut, war eh klar, wie das ausgeht, alles wird gut, so wird mir das bestimmt nicht passieren, sind filme, die sich das anschauen nicht lohnen, meiner meinung nach.
Ich glaube, deswegen liebe ich auch offene Enden so.
Aber wenn wirklich wieder einer dieser Irren die Macht an sich reißen wollte, würde ihm das mit der richtigen Unterstützung glaube ich gelingen. DEnn was sich momentan in unserer Welt abspielt, halte ich nicht mehr für normal. Man sehe nur mal nach Japan: Dort werden Burgerrechtler geknastet und mundtot gemacht, manchmal sogar mit Erpressung, dass sie der Familie etwas antun, nur weil sie die Regierungsmethoden des Landes kritisieren.
Mad Bull
29.03.2008, 13:46
Hallo Freunde und Gäste des Fantasy Forums,
ein paar von euch wissen schon, das es zu meinen Hauptinteressen gehört
wie Kriege entstehen können. Darum ist "Die Welle" ein besonders wichtiges literarisches Werk zu meinem Thema.
Ich sehe mich als Schriftsteller verantwortlich Kriege kritisch zu veranschaulichen.
In verschieden Betrachtungsweisen.
In vielen Fantasystories ist Krieg nunmal nicht wegzudenken.
Den in Kriegen spielen Diktaturen und andere Zwangskollektive eine sehr wichtige Rolle. Ohne sie haben Konflikte dieser Art keine so große Tragweite.
Hier noch das Zitat von Rotkätzchen:
Die meisten Filme (und andere Geschichten) stellen den Zuschauer vor vollendete Tatsachen und präsentieren etwas Schlechtes - das gilt in Sachen drittes Reich oder auch anderen Filmen. Nur wenige Filme aber zeigen auf, WIE es dazu kommen konnte, was aber bedeutend wichtiger wäre.
Auf die Frage wie es dazu kommen konnte.
Da gibt eine einfache Antwort darauf.
Viele Menschen können nicht mit Angst umgehen.
Und das kann ein Beherscher geschickt ausnutzen.
Aus Angst schliesen sich Einzelne einer Gruppe an.
Diese bietet dem Ängstlichen auch einen gewissen Halt und Schutz.
Angst ist es auch, das sie dann auch wirklich jeden Quatsch mitmachen damit
sie nicht mehr aus der Gruppe ausgestossen werden.
Doch ich sehe in Diktaturen auch positives und nützliches.
Diktaturen sind schneller. Geschwindigkeit ist in Kriseninterventionen das A und O. Das wird dann wichtig wenn kaum noch Zeit vorhanden ist.
Die typische Krisenintervention ist der Militäreinsatz. So kann ein kleiner Kampfverband einen größeren und stärkeren dadurch besiegen, in dem sich dieser eben schneller und effizienter bewegen kann.
Andere Kriseninterventionen sind z. B. medizinische Notfälle.
Richtig schlecht wird die Diktatur, wenn diese sich in alle Lebensbereiche einmischt und dazu noch inkompetent geführt wird.
Man sehe nur mal nach Japan: Dort werden Burgerrechtler geknastet und mundtot gemacht, manchmal sogar mit Erpressung, dass sie der Familie etwas antun, nur weil sie die Regierungsmethoden des Landes kritisieren.sry, für off-topic, bin bei der Suche nach "Japan" auf diese Aussage getroffen: Du hast jetzt Japan aber nicht zufällig mit China verwechselt, oder?*china* Falls nein, was für "Regierungsmethoden" meinst du?
PoiSonPaiNter
11.05.2008, 22:32
An einem mMn sehr passenden Datum (8.5.) haben wir von der Schule aus mit mehreren Klassen "Die Welle" geguckt.
Da ich das Buch kannte, kannte ich das Ende schon, aber die Umsetzung hat mich trotzdem beeindruckt.
Eine Frage habe ich da noch: Ist das Ende das Gleiche wie im Buch? Ich glaube ich hab mal irgendwo gehört, dass die das geändert haben... KA ob du den Film jetzt schon geseh hast, aber ja das Ende wurde geändert.
Im Buch zieht er doch einen Vorhang auf und dahinter erscheint ein Bild von Hitler, er sagt dann zu seinen Schülern "Seht her DAS ist euer Führer" oder iwie so is schon ne Weile her das ich das gelesen hab. Das haben sie jedenfalls rausgelassen, es wäre allerdings auch zu kompliziert (unpassendes Wort) für die Macher geworden die Szene mit reinzunehmen.
Die Besetzung find ich auch sehr gelungen, also ich könnt mir keinen anderen in der Rolle des Herr Wenger vorstellen, Jürgen Vogel macht seine Sache richtig gut, aber auch die Jugendlichen sind klasse. Der Tim-Schauspieler bringt das richtig gut rüber.
Auch wenn ich das Buch kannte/kenne ist der Film trotzdem nochmal was ganz anderes. Wirklich sehenswert!
Hier geht es um den Film, hm?
Und den mochte ich, um ehrlich zu sein, nicht wirklich. Daran sind auch diese von Ollowain angesprochenen Veränderungen Schuld. Bis 10min vor Schluss war der Film meiner Meinung nach noch in Ordnung, das Ende fand ich grausam. Typisch von wegen "machen wir auch mal einen auf Hollywood-Action".
Im Buch hat sich Robert nicht erschossen, davor hat er auch gegen keinen anderen die Waffe gerichtet. Der Darsteller im Film aber schießt einen anderen an, bevor er sich selbst erschießt.
Und das konnte ich nicht ab. Das Ende von dem Buch war sehr gut, dadurch wurde der Film jedoch verschandelt und ist für mich keine dem Buch würdige Verfilmung.
PoiSonPaiNter
12.05.2008, 20:05
Stimmt, so war das! Iwas hatte mich am Schluss noch gestört, ich kam nur nicht drauf was es war! Danke Mim! :D
Hab das Buch echt lange nicht mehr gelesen, kurz nach dem Film ist mir auch weider der Name des Mädchens eingefalln, glaub ich: Laurie oder? Robert..daüber hatte ich auch nachgedacht,a ber ich war mir nicht mehr sicher. Namen und ich wir vertragen uns nicht immer sehr gut! *lol*
Achja was ich vergessen hab zu fragen: Weiß eine/einer von euch wie bzw ob der Originallehrer bestraft wurde? Mir war so als wenn ich mal was darüber gelesen hab, dass er eingesessen hatte deswegen...X.X
Nightfarer
13.05.2008, 13:27
Also ich habe das Buch und den Film gesehen und der Film war ganz gut, aber Schluss. Ziemlich hart.
Vor allem hielt sich der Film gar nicht ans Buch. Halt nur an so kleinen sachen.
Rincewind
13.12.2008, 17:18
Um das Thema nochmal wiederzubeleben, werde ich mal meine werte Meinung einbringen.
Habe mir den Film gestern noch einmal angesehen und muss im Gegensatz zu meinen Vorrednern sagen, dass ich gerade die Änderung am Ende genial fand.
Dadurch, dass dies so schockierend ist, bleibt der Film viel länger im Kopf und die Folgen solcher Handlung werden meiner Meinung nach realistischer dargestellt als im Buch.
Allein den apathischen Jürgen Vogel im Polizeiwagen sein Gesicht in den Händen verbergen zu sehen, ist für mich Grund genug, sich niemals einem absolutistischen Regime anzuschließen.
Sehr lehrreich, dieser Film.
Rincewind
Lythande
13.12.2008, 18:29
Hallo,
auch ich war vor einigen Monaten im Film und fand auch dieses Ende gerade schockierend. Man vermutet es nicht und dann... Peng! Der Film ist mir so in Erinnerung geblieben. Das Buch las ich in der achten oder siebten Klasse und da es eine Klassenlektüre war, diskutierten wir auch sehr oft darüber.
Lythande
Ich habe das Buch bis jetzt noch nicht gelesen, werde das allerdings noch nachholen, da ich bis jetzt überwiegend Gutes darüber gehört habe.
Den Film habe ich im Rahmen des Gescihtsunterrichts gesehen. Hat ja perfekt zum Stoff gepasst.
Ich muss sagen, dass ich ihn sehr gut fand. Er war 'jugendnah' und zeigte genau die Probleme der Jugendlichen, die heute so in der Schule vorkommen. Auch die Schauspieler waren sehr gut!
Das Ende fand ich so, wie es war, absolut passend! Man behält es wirklich gut um Kopf, wenn man das Bild vor sich sieht, wie Tim (hieß der so?) nach seinem Selbstmord am Boden liegt. Aber auch der Werdegang der 'Welle' war sehr gut dargestellt. Man hat richtig gemerkt, wie nach und nach alle diesem Zwang verfallen und mitmachen.
Ehrlich gesagt: Ich wäre jemand, der bei so einer BEwegung mitmachen würde. Nicht, weil ich es toll finde, sondern weil ich eben auch so ein Mensch bin, der schon immer Außenseiter war/ist und durch so etwas vielleicht endlich Anschluss findet und ein Gefühl von Geborgenheit bekommt. Aber vielleicht ist man durch den Film/das Buch auch 'aufgeklärt' und weiß, wie man schnell merkt, dass bei so einem Projekt etwas außer Kontrolle gerät.
PoiSonPaiNter
15.12.2008, 21:33
Über das Ende lässt sich streiten, aber es ist halt nicht der Wirklichkeit entsprechend. Was in der anderen Verfilmung nicht der Fall war. Die hielt sich an das Buch, bzw an die realen Vorgänge.
Natürlich schockt so ein Ende mehr, als ein junge der flennend an ner Heizung lehnt und dann vom Lehrer rausgeführt wird.
Natürlich hat auch der alte Film schlechte Seiten (hab ihn neulich erst wieder gesehn), aber ich find die neue Version schon wieder zu überzogen.
Und es war ja sowieso mal wieder typisch deutsch, das der Film auf die Jugendszene zugeschnitten wird, manches überzogen dargestellt wird und so weiter und so fort...
Meine Rechtslehrerin meinte auch, das die schwingende Bewegung die in der "neuen" Welle gemacht wurde nicht so aussagekräftig ist wie die ruckartige in der "Urfassung" ( geschlossene Faust aufs Herz und dann den angewinkelten Arm im rechten Winkel neben die Schulter sodass die Hände einen Hohlraum bilden =>Veranschaulichungsversuch XD)
Ich hab die "Urfassung" nie gesehen, aber die neue Version der Welle. Ich hab den Film im Kino angeschaut - zum einen weil ich wissen wollte was genau in "Die Welle" passiert, da ich das Buch nie gelesen habe zum anderen weil ich Geschichte 4 stündig habe und das ganze in der nächsten Klausur dran kam und ich mir dachte "Kann ja bestimmt nicht schaden". :D
Im Großen und Ganzen fand ich den Film eigentlich ganz gut.Ich denke, dass das, was der Film vermitteln sollte wirklich gut rüber kam. Er dient ja sozusagen als Abschreckung, damit Hitler und der ganze Nazikram von allen Seiten als schlecht beleuchtet wird. Wenn jemand jetzt sagt, einige Stellen waren zu übertrieben dargestellt, oder er war zu sehr auf die Jugendszene fixiert, dann frag ich mich: Ja, war es wirklich zu übertrieben oder hat es einfach nur die Wahrheit von 1933-1945 widergespiegelt? Wurde durch diese "Übertriebenheit" nicht die "Durchschlagkraft" der NS-Herrschaft dargestellt? Und heute, nach 63 Jahren, wer ist da für Deutschand bedrohlich wenn er noch hinter Hitlers Ideologie steht? Die ältere Generation oder etwa grad die Jugendlichen, die sich leicht von so etwas beschwatzen lassen?
Fazit: Der Film - gerade mit dem extremeren Ende - hat seinen Sinn erfüllt, wirkt abschreckend, bewirkt Nachdenken bei den Zuschauern und beleuchtet die Geschichte Deutschlands noch einmal in einem neuen, vernichtenden Licht!
Fazit: Der Film - gerade mit dem extremeren Ende - hat seinen Sinn erfüllt, wirkt abschreckend, bewirkt Nachdenken bei den Zuschauern und beleuchtet die Geschichte Deutschlands noch einmal in einem neuen, vernichtenden Licht!
Nun ja. Eigentlich geht es darum, aufzuzeigen, dass Beeinflussung und Verhetzung jederzeit und überall möglich ist. Auch bei denen, die denken, sowas könne ihnen niemals passieren. Ohne Ansehen der Nation oder des Landes.
Also ich wollt den Film schon von Anfang an sehen.
Ok klar denk ich mir au erst wenn ich des Thema Hitler hör oh gott net schon wieder. Des wird richtig langweilig.
Aber der Film war echt "gut" wenn man des so sagen kann. Vorallem weil es auch ganz normale Schüler waren und sie sich zwar zu einer Gemeinschaft zusammengeschlossen haben aber dann etwas übertrieben haben.
Zu dem Film selber: Er ist super umgesetzt nicht übertrieben und verschleiert auch die Tatsachen nicht also ich war rundum zufrieden mit dem Film.
Nangyala
01.01.2009, 20:56
Hallu! :)
Ehrlich gesagt finde ich das orig. Buch u. den orig. Film besser, als den Deutschen.
Wieder einmal habe ich gemerkt, dass sich die wenigsten Regisseure an orig. Bücher halten. Habe sehr viele Szenen vermisst, die ich v. Buch her kannte, u. es waren Szenen dabei, die im Buch nicht auftauchten. Aber ist ja auch nicht sonderlich schlimm.
Wir nahmen Die Welle damals in der Schule durch,
im Englisch-Unterricht.
Es war sehr interessant u. wir haben im wahrsten Sinne des Wortes nur noch geschluckt.
Ich kann es als Lehrstoff nur empfehlen! :)
engelchen
18.04.2009, 11:40
Ich hab diesen Film auch in der Schule ansehen müssen, und er hat mir ehrlich gesagt überhaupt nicht gefallen. Was wohldaran liegt, dass er seine Botschaft, die ja eigentlich ziemlich gut ist, so herausschreit und damit protzt. Meiner Meinung nach. Man hätte es auch weniger offensichtlich und trotzdem auffällig darstellen können. Aber man muss sich das ja nicht so offensichtlich auf die Fahnen schreiben. Es ist etwas schwer zu erklären, aber vielleicht versteht ja jemand, was ich meine.
Verräter
18.04.2009, 13:19
Ich hasse diesen Film.
Ja, er sit gut gemacht. Ja, die Schauspieler sond toll. Ja, die Message ist anegkommen.
Das Buch habe ich nie gelesen und auch die ältere Fassung des Films nie gesehen und ich glaube, dass werde ich auch nicht tun. Denn dieser Film besitzt genau ein Manko, bei dem ich jedesmal wenn ich daran denke in die Luft gehen könnte, bei dem ich Aggressiv werde, bei dem ich alle Schauspieler, Autoren, Kameramänner usw. die an diesem Werk mitgearbeitet haben, gerne mit faulenden Tomaten bewerfen würde.
Das ist die Szene ziemlich zu Beginn, als der "Looser des Films" den "coolen Leuten des Films" Gras schenkt mit der Begründung: "Ihr seid doch meine Homies." (doh!)
Nach diesem Satz war der Film für mich gestorben und ganz ehrlich... da war das Ende mehr oder weniger abzusehen. Eine derart geballte Dummheit in nur einem Charakter? Ist doch selbstverständlich, dass alle "Außenseiter" dazu neigen zu Psychopaten zu werden! Alle die es schaffen sich in eine Gesellschaft voller kiffender, sich besaufender Vollidioten zu integrieren müssen ja soviel Verstand besitzen am Ende einzusehen das sie einen Fehler gemacht haben. Nein! Die werden nicht zu Gewalt neigen!
Ich kann den Film so wie er ist nicht ernst nehmen, mich der "Aussage" nicht öffnen, weil ich einfach ein riesiges Problem mit der Darstellung dieses Charakteres habe! Und nur deshalb hasse ich diesen Film wie keinen zweiten.
Das ist die Szene ziemlich zu Beginn, als der "Looser des Films" den "coolen Leuten des Films" Gras schenkt mit der Begründung: "Ihr seid doch meine Homies." (doh!)
Nach diesem Satz war der Film für mich gestorben
Kann ich verstehen. Das Remake kommt eben an den alten Film nicht heran und an das Buch schon gar nicht.
Statt Holzhammermethode und Moralkeule sind Buch und Erstverfilmung viel subtiler.
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