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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was stellt ihr euch unter einer tollen Fantasy Schlacht vor?


Troll Schlachter 18
30.03.2008, 19:25
Also ich hab mir eigene Schlachten vorgestellt wie zum beispiel: Kentauren, Zauberer, Zwerge und Menschen (insgesamt so um die 30.000 krieger) gegen einem Heer von Trollen, Orks und anderen dunkelen Geschöpfen die über spezielle Kräfte verfügen (insgesamt so um die 40.000 Krieger). Die Schlacht findet an zwei verschiedenen Orten um die gleiche Zeit: einmal auf dem Wasser mit Schiffen und der andere Ort Im Gebirge!!

Den Rest Der Schlacht überlasse ich eurer Fantasy!!!

Ich hoffe diese Thema gibts so noch nicht!!!

Was stellt ihr euch unter einer angemessenen Schlacht vor???

Wer gegen Wen??? Wer gegen Was??? Und wo passierts??



Euer Freund und Waffenbruder

John Doe
30.03.2008, 22:33
Ich habe mir schon oft Gedanken über eine eigene Fantasywelt und ihre Völker und Kulturen gemacht. Auch dort gibt es natürlich große Ereignisse und Kriege nehmen einen nicht geringen Anteil daran ein, aber es gibt immer einen Anlass zu der jeweiligen Schlacht, wie Ideologien oder Machtpolitik. Deshalb habe ich Schwierigkeiten, mir unter dem von dir beschriebenen Szenario etwas vorzustellen. Warum zum Beispiel sind Trolle und Orks verbündet? Wie sieht das Schlachtfeld im Gebirge und das Gebirge selbst aus? Und warum kämpfen die Völker überhaupt, statt einen miteinander zu trinken?
Ich habe mich in der Umfrage übrigens für "Dunkle Geschöpfe" entschieden, da diese wohl laut Namen ziemlich fiese Burschen sein müssen;-)

Belle Morte
30.03.2008, 22:58
tja da ich ja eine Schwäche für das zwielichtige, nicht zwanghaft böse aber undurchschaubare habe, würde ich wahrscheinlich als Dunkelelf erscheinen und Bäumchen wechsel dich spielen.

Auf jeden Fall müssten Zwerge dabei sein, die bringen einfach den richtigen Actionfaktor.

Teylen
30.03.2008, 23:34
Uhm... ich habe das Eingangsposting erst für einen verfrühten Aprilscherz gehalten. Vor allem mit den ganzen !!! und ???. Irgendwie nehmen die so ziemlich jedem Posting auch den Rest von Ernsthaftigkeit.

Wie war das gleich bei Terry Pratchett?

'Multiple exclamation marks,' he went on, shaking his head, 'are a sure sign of a diseased mind.'

Wie auch immer.. Schlachten.

Erster Punkt: Es ist mir völlig Banane, ob sich da nun nur 2 Personen, 100, 10.000 oder eine Million gegenseitig das Lebenslicht auslöschen wollen. Wenn Schlachten schon in Fantasy-Büchern oder -Filmen vorkommen, dann sollte es wenigstens um etwas gehen und man sollte zumindest zu ein paar der Teilnehmenden im Laufe der Story eine emotionale Bindung aufgebaut haben. Ansonsten ist es nichts als ein sinnloses Spezialeffekt-Gewitter.

Zweiter Punkt: Damit einhergehend sollte die Schlacht überhaupt irgendeinen Sinn ergeben. Es sollte deutlich werden warum gekämpft wird, wieso gerade an dieser Stelle gekämpft wird und warum Einheiten so eingesetzt werden, wie sie eingesetzt werden. Strategie und Taktik sollten rüberkommen... denn die interessieren mich. Quasi der Plan beider Seiten dahinter und wie er sich auswirkt. Leider scheitern viele Stories gerade auf dieser Ebene episch.


Diese beiden Punkte sind es, die mich an Schlachten in Fantasy-, SciFi- und historischen Geschichten interessieren.

Wobei diplomatische Lösungen auch ihren Reiz haben... eine Schlacht ist irgendwie immer ein Zeichen dafür, dass die Diplomaten versagt haben oder dass mindestens eine der beiden Seiten entweder zu stark ist oder sich zu wenig für das Leben an sich interessiert.

nyx
31.03.2008, 00:13
Ich mag Schlachten in Büchern eher weniger, oder um genau zu sein, gar nicht. Nicht nur, dass ich geschicktes Agieren und Fädenziehen viel anspruchsvoller finde, als plumpes Draufhauen, ich finde es auch wenig spannend zu lesen, wie zwei mächtige Heere aufeinanderprallen und sich gegenseitig niedermetzeln.

Da ist mir eine gepflegte Intrige zur Entmachtung eines Herrschers oder ein hinterhältiger Mord bei weitem lieber.

Zu meinem Leidwesen scheinen viele Fantasyautoren meine Einstellung nicht zu teilen. Deshalb lese ich meist quer, wenn es dann zum Gemetzel kommt und warte darauf, dass es wieder um Hinter- und Beweggründe geht.
Deswegen möchte ich mir auch gar nicht erst vorstellen, wie diese Schlacht, die du beschreibst wohl aussehen könnte.

Hathor
31.03.2008, 07:57
Für mich wäre die "geilste" Schlacht... nein, das ist jetzt jugendgefährdend und das darf ich nicht schreiben :rolleyes:

Also, dann die 2."geilste"...hmmmm... *nachdenk*

Ich sehe ein Suizidkommando vor mir, auf jeder Seite so an die 30.000 zu allem entschlossene Wesen (Rasse und Weltanschauung egal), die sich in einer Reihe aufstellen und Selbstmord begehen. Der einzige Überlebende macht den Thread...äh... die Türe zu.

Livrion
31.03.2008, 14:30
Also, ich sehe eine Schlacht komplett im Dunkeln.
Man sieht nichts und weiß nicht, wer gegen wen kämpft, aber es ist ungeheuer spannend und noch viel ungeheurer blutrünstig.

Am Ende gehn alle nach Hause und trinken "Uhn-intèr-èßant-Klysch-ééh", einen Schnaps, auf dessen Flaschen das Konterfei von Wolfgang Hohlbein äußerst kunstvoll abgebildet ist.

Rotkätzchen
31.03.2008, 15:00
Eine der visuelle eindrucksvollsten Schlachten finde ich die Schlacht zwischen König Arthurs Ritter und Mordreds Truppen in dem Film "Excalibur", die komplett im Nebel ausgeführt wird und man weder Freund noch Feind über ein-zwei Schritte hinaus erkennen kann.

Insgesamt bemessen gebe ich auf Schlachten auch nicht besonders viel. Eine Schlacht ist nur dann interessant, wenn sie ins Storygefüge passt. Das Abschlachten zweier Armeen als solche hat für mich erstmal gar keinen Unterhaltungswert.



Dieser Umfrage enthalte ich mich, da ich am liebsten gegen keines von irgendwas jemals kämpfen möchte.

Namses
31.03.2008, 16:00
Die perfekte Schlacht gibt es nicht... es ist mir im Grunde ziemlich hegal, wer gegen wen kämpft, es kommt darauf an wie die Schlacht beschrieben (oder im Film dargestellt) ist...

Ollowain
31.03.2008, 18:01
Für mich wäre die "geilste" Schlacht... nein, das ist jetzt jugendgefährdend und das darf ich nicht schreiben :rolleyes:

Du sagst es XD"

Okay *hust* um auf's Thema zu kommen: Schlachten finde ich wirklich eher uninteressant. Sie haben zwar was, aber bloßes "Drufkloppä" ohne Taktik etc. ödet mcih echt an. Seeschlachten ziehe ich da fast schon den Schlachten an Land vor - da muss einfach Taktik dabeisein. Und wenn man will kann man immer noch ein schönes Gemetzel einbauen ^^
Zweikämfe sind aber meine persönlichen Favoriten :rolleyes: Da ist die Handlung einfach auf zwei konzentriert und springt nicht alle zwei Absätze zu einem anderen Charakter.

Wenn es schon Schlachten sein müssen, dann am liebsten gegen "Dunkle Geschöpfe". Am besten noch ala Kingdom Hearts Viehcher in Richtung Herzlose und Niemande ^^

Akissi
31.03.2008, 18:49
Äh... Ich versteh das Thema irgendwie nicht ._."

Unter ner Schlacht stell ich mir... naja, ne Schlacht vor, sprich: viele Leute, die sich die Köpfe einschlagen, ohne das zum Großteil aus eigener Überzeugung zu tun... und keine davon finde ich "geil" o_o Auch wenn auch ich diesen Begriff immer mal wieder verwende, so ist es ja nicht, nur...^^"
Ne Schlacht ist für mich jedenfalls kein Inbegriff der absolut besten Stelle eines Buches oder Films ._. Und wenn es keinen besseren Höhepunkt des ganzen gibt, muss ich das nicht sehen oder lesen :D
Kurz gesagt... naja, siehe erster Satz >.>

Dark MiG
31.03.2008, 19:18
Naja das wichtigst ist eine Schlacht in einen fantasy Buch für mich nicht gerade;)

Und wenn dann soll beim Lesen bitte ein Hauch von Dramatik rüber komment und die Taktik der beiden oder wenigsten einer der beiden Parteien beschreiben werden.
Auch der Grund und die Beweggründe dafür soll man erfahre.Sowie wie die Charaktere dazu stehen und damit klar kommen.
Dabei ist eigentlich relativ gleich was für ein Volk jetzt kämpft.
So lange nicht Armee A voll Hirnloser auf Armee B auch mit lauter Hirnlosen stürmt so eine Schlacht brauch ich nun wirklich nicht:rolleyes::rolleyes:

Dr. Borstel
01.04.2008, 15:07
Wirklich gute Fantasyautoren können auch mal ein ganzes Buch schreiben, in dem kein einziger Mensch (oder sonstige Lebewesen) gewaltsam sein Leben verliert. Schlachten sind in manchen Büchern zwar unumgänglich, aber in dem Fall interessiert mich doch eher, wie es dazu kam, und was anschließend passiert. Wie ein paar Krieger sich gegenseitig die Köpfe einschlagen, muss ich nicht zwingend in besonderem Detailreichtum präsentiert bekommen.
Wenn Schlachten stattfinden, sollte es vor allem nicht unbedingt so sein, dass zwei gleich starke Armeen mit gesenkten Köpfen aufeinanderzurennen und am Schluss vielleicht zwei dutzend Kämpfer noch stehen. Mich reizen Taktik und Strategie. Eine kleine Schahr von Verteidigern, die eine gut befestigte Burg gegen eine risige Überzahl von Verteidigern hält, so etwas finde ich spannend. Seeschlachten haben auch etwas, weil Strategie dort besonders gefragt ist. Wer genau da nun gegeneinander kämpft, ist mir ehrlich gesagt herzlich wurscht.

bisou
05.04.2008, 17:13
Wirklich gute Fantasyautoren können auch mal ein ganzes Buch schreiben, in dem kein einziger Mensch (oder sonstige Lebewesen) gewaltsam sein Leben verliert. Schlachten sind in manchen Büchern zwar unumgänglich, aber in dem Fall interessiert mich doch eher, wie es dazu kam, und was anschließend passiert. Wie ein paar Krieger sich gegenseitig die Köpfe einschlagen, muss ich nicht zwingend in besonderem Detailreichtum präsentiert bekommen.


ich schließe mich dir an. Schlachten sind nun wirklich nicht das wichtigste. Viel schöner finde ich es, wenn das Buch gut aufgebaut ist und Hintergründe, Persönlichkeiten und Ereignisse mit schwerwiegenden Folgen beschréibt. Das ganze Gemetzel mit (meist) auch noch schlechten Beschreibungen kann man sich im Grundsatz sparen. Wie zum Beispiel in Eragon. Da sind beide Schlachten relativ kurz gehalten und das Vor- und Nachgeschehen ist eigentlich deutlich wichtiger. Wenn ein Roman wir´klich nur auf dieser alles entscheidenden Sch´lacht basiert, lese ich den gar nicht mehr. Ich meine, dass wir schon genug Krieg und Unzufriedenheit haben, da muss nicht noch ein ganzes Buch davon handeln. *mph*

Warin
06.04.2008, 17:37
Wirklich gute Fantasyautoren können auch mal ein ganzes Buch schreiben, in dem kein einziger Mensch (oder sonstige Lebewesen) gewaltsam sein Leben verliert. signed. Das ist die Art von Fantasy, die ich auch bevorzuge.
Wenn Schlachten stattfinden, sollte es vor allem nicht unbedingt so sein, dass zwei gleich starke Armeen mit gesenkten Köpfen aufeinanderzurennen und am Schluss vielleicht zwei dutzend Kämpfer noch stehen. Warum so bescheiden: Im ersten Teil der Prinzen von Amber sind es Millionen und am Ende steht noch einer*umfall* Und das allerschärfste ist: Die Schlacht spielt für die Triologie keine, aber auch überhaupt keine Rolle. Als ob der Autor glaubte: O.K., ich schreib Fantasy, also muss da auch eine ordentliche (geile) Schlacht rein.

Antigone
06.04.2008, 21:28
Unter einer "geilen" Schlacht kann ich mir gar nichts vorstellen, denn m.E. ist sowas nicht geil. Ich mag sie auch nicht - ich mag weder besonders gerne davon lesen, noch mag ich sowas selbst schreiben. Genaugenommen bin ich über jede Geschichte froh, die ohne solche Gemetzel auskommt. Und es gibt wohl kaum Langweiligeres als seitenlange Beschreibungen, wer wo wann wen auf welche Art ums Leben bringt *gähn*

Viel besser sind da schon gutgeschilderte Zweikämpfe.....:)

Lg, A.

gaea embla
07.04.2008, 12:55
Hmm ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie hatte ich beim Lesen des Themas hier so ein schlechtes Gefühl in der Magengegend...*nein*
Wem es bei Fantasyromanen und Filmen nur um Schlachten geht, der hat den Sinn von "Fantasy" vielleicht nicht ganz verstanden... aber gut... jedem das Seine.

Schlachten können sinnvoll und stilvoll in Fantasyfilme eingebaut werden, zum Beispiel wie in Herr der Ringe. Diese Schlachten sind für mich die gelungensten, da die Beweggründe beider Seiten klar sind und ja im Endeffekt gegen "Monster" für das "Gute" gekämpft wird. Es geht also nicht darum, aus Hass irgendjemanden platt zu machen, sondern es steht ein Ziel im Vordergrund, von dem nach dem Sieg dann alle profitieren (Sauron kann Mittelerde nicht mehr terrorisieren, Frieden usw...ihr wisst ja:D)
Außerdem wirkt die Masse an Orks, Menschen, Elben, Waffen und Rüstungen natürlich sehr imposant, wenn man die Schlacht im Kino im XXL-Format verfolgt.

Aber wenn ich an Herr der Ringe denke, dann denke ich eher weniger an die Schlachten, sondern an die wirklich bewegenden Momente, in denen Frodo gegen den Einfluss des Rings kämpft, an die beeindruckenden Landschaften und Elbenwälder und einfach allgemein an die hinreißende Story.

Wenn ich mir vorstelle, dass sich jemand diese tollen Filme nur wegen der Schlachten ansieht! Also... da fällt mir nur ein Wort ein: BANAUSE!
Ich hoffe, das trifft auf den Verfasser des Threads nicht zu*nein*

Livrion
07.04.2008, 13:03
Na ja, was wäre der Herr der Ringe schon ohne die beeindruckenden Schlachten, im Buch wie im Film.
Außerdem finde ich, dass an einer epischen Fantasyschlacht nichts auszusetzen ist.
High Fantasy ist Drama in extremster Form und da gehört auch Krieg dazu.
Jedem das Seine....

Ich eher überrascht ob des hohen Feedbacks in diesem Thread.
Ich glaube, ich mach mal eine Umfrage zur geilsten Brotzeit in Fantasyfilmen.
Mal sehen, wieviele da schreiben...

Namses
07.04.2008, 22:29
Ich eher überrascht ob des hohen Feedbacks in diesem Thread.
Ich glaube, ich mach mal eine Umfrage zur geilsten Brotzeit in Fantasyfilmen.
Mal sehen, wieviele da schreiben...

xD wie geil, hab mich grad so weggeschmissen!

sry für offtopic
um dem post noch irgendwie Sinn zu geben: Ich finde nicht dass bei Fantasy Schlachten zwingend dazugehören, allgemein ist mir ein ausführlich beschriebener Zweikampf wesentlich lieber als eine Massenschlacht. Aber in irgendeiner Form muss schon bisschen Action drin sein...sonst fehlt mir da bei Fantasy irgendwas...

Suráya
08.04.2008, 13:49
also wenn ich mir jetzt einfach mal die Frage durchlese und dazu die Geschöpfe, die du oben aufgelistet hast, ist das für mich ein typischer Fall von Gut vs. Böse.

Ich bin kein Fan von so etwas. Ich lese gerne mal die ein oder andere Schlacht, aber auch nur, wenn das Feeling dafür rüber kommt und ich wirklich mit meinen Lieblingscharakteren mitfiebern kann, ob sie es schaffen. Es darf nicht sowas entstehen, á la " Das ist der Hauptcharakter, der "metzelt" sowieso alle nieder, das wird bestimmt voll "geil" "...
Sowas hasse ich. Wenn ich selbst schreib, muss Dramatik rein und meist nutze ich Schlachten, um wirklich mal ne Wendung zu zeigen, die völlig unerwartet war, was nicht heißt, dass nachher noch einer steht und 2 Mio. Scheusale um ihn herum verrecken...
Allgemein finde ich diese Gegenüberstellung von Gut muss Böse angreifen gar nicht gut. Wenn man sowas schreibt, dann mit Hintergrund bitte und nicht einfach so nach dem Motto "Die sind "böse" und werden immer "böse" sein."
Wie schon meine Vorredner sagten, es gehört ne ordentliche Portion Taktik und Geschick mit in so eine Schlacht. Überhaupt finde ich es viel ansprechender, wenn die Übermacht anrückt und man bemerkt, wie aussichtslos es ist, dass eine Flucht entsteht. Da ist für mich der Nervenkitzel höher.

Fazit: Es sollte immer Sinn haben eine Schlacht zu "eröffnen" und so, wie du es oben beschreibst sehe ich zwar ein Bild, auf dem unglaublich viele Kreaturen gegeneinander kämpfen, aber ich sehe keinen Sinn dahinter. Versuch uns doch einfach etwas in die Hintergrundgeschichte einzuweisen. Wenn du nur sagst, ich soll mir ne "geile" Schlacht vorstellen, dann sehe ich da keine, sondern einfach nur ein Gemetzel, das für mich ohne Sinn ist ;)

Heryst
17.04.2008, 18:02
In den meisten Büchern, in denen es Schlachten gibt, wird manchmal jeder Schlag des Schwertes der Protagonisten exat beschrieben. Eigentlich ganz lustig, man sieht das Blut im Geiste nur so spritzen, aber es ist einfach bescheuert, wenn sich zwei fast gleichstarke Armeen bekämpfen und am Ende überlebt nur eine Hand voll und schleppt sich wieder nach Hause.
ich denke, Schlachten zeigen den Kampf Gut gegen Böse immer sehr gut auf. Meist ist das Böse stärker, aber das Gute lässt sich nicht so einfach unterkriegen, kennt man ja.
Ich habe erst vor kurzem Das Drachentor von Jenny-Mai Nuyen gelesen. Am Ende gibt es eine große Schlacht, aber man ist nicht wirklich interessiert, wer die Schlacht gewinnt, obwohl es ein Böses in Form einer Person gibt, aber beide Armeen sind Menschen. Es ist eine Schlacht wie in unserer Welt gewesen: England gegen Frankreich, während des Hundertjährigen Krieges, wäre so ein Beispiel, was mir da einfällt.
Wirklich wichtig sind diese Schlachten nie, aber sie sind wichtig für den Verlauf der Geschichte. In Büchern meist gut beschrieben, im Kino auf der Leinwand spektakulär umgesetzt(wenn das Budget reicht)

SemSimkin
18.04.2008, 23:02
Junge junge, Trollschlächter 18 ... hast du irgendwas eingenommen ? *grins*

Jaja, das gute alte Testosteron. Gut, also ich finde Schlachten dementsprechend auch mal ganz interessant, wobei sie natürlich nicht "in der Luft hängen" sollte, sprich organisch aus der Handlung hervorgegangen sein. Dann darf die Sache auch mal durchaus "geil" im Sinne des Themen-Urhebers hier werden, schließlich sind die meisten Fantasy Welten ja so archaisch, dass sonst die Glaubwürdigkeit flöten gehen könnte.

Faern
19.04.2008, 01:41
Wie zuvor schon geschrieben wurde, sollte die Schlacht einen Sinn für die Handlung ergeben. Eine Schlacht als Selbstzweck muss nicht sein. Auch muss sie nicht das blutigstmögliche Ende nehmen, sodass das Schlachtfeld hinterher einem Meer abgeschlagener Gliedmaßen gleicht. Interessant werden Schlachten meist erst, wenn eine unterzählige Seite die andere mit List zu Leibe rückt.

Allerdings müssen es nicht immer Schlachten sein. Kann der Autor seine Feder gekonnt zum Schwert machen, haben auch Zweikämpfe ihren Reiz. Wenn sich Meister der Kampfbeschreibung wie R.A. Salvatore ans Werk machen, braucht man auch keine Schlachten mehr. :)

Allanon
19.04.2008, 10:03
hmm... irgendwie dachte ich zu diesem Thema schon einmal etwas geschrieben zu haben.

Einer tollen Schlacht bei der hunderte und abertausende blutrünstig aufeinander losgehen und sich niedermetzeln, mit welchen Waffen auch immer, kann ich nicht wirklich etwas abgewinnen. Gut es gehört bei manchen Storys einfach mit dazu, viel interessanter finde ich es wenn durch geschicktes Taktieren oder durch Handlungen vereinzelter eine solche Schlacht rechtzeitig vermieden werden kann. Dabei ist es mir auch relativ egal ob diese Kämpfe von Zwergen Trollen Menschen oder Getier geführt werden.
Komplexe Schlachten die von Autoren beschrieben werden, verlieren schnell an Handlungstiefe, ein ganzes Schlachtfeld mit all seinen Details ist nur durch Worte sehr schwer zu beschreiben. In einer Momentaufnahme geht es ja noch, aber bewegte Szenen, Kämpfe an allen Ecken und Enden? Wenn der Autor sich bemüht, alles bildhaft und glaubwürdig zu beschreiben wird es langatmig, die eigentliche Handlung leidet schnell. Das gleich gilt anderes herum, versteift man sich auf die Handlung wird die Beschreibung der Schlacht oberflächlich.
Wie schon gesagt, weniger ist in diesem Fall mehr. Bücher in denen die Kämpfe sich überschaubar gestalten, vl. sogar ganz vermieden werden, ziehe ich vor.

liebe Grüße

Allanon

damagefilter
10.05.2008, 21:44
Ich hatte mich mal daran versucht, eine Schlacht zu schreiben. Ich muss sagen, es ist wahnsinnig schwer, sowas gut rüberzubringen. Ich selbst fand es dann nicht so gut. Es traf zwar das hauptthema "Schlacht" aber irgendwie sind die Leute im ganzen Wortgewirr untergegangen, die wichtig waren, und aus dieser Sicht: Sinn verfehlt, 6, setzen. (Für mich)
Meine Freundin hat das mal ganz gut hinbekommen. Da ging es um einen Kampf zwischen Alben (die dunkle Variante von Elben/Elfen bei ihr) und ... Tongus, wenn ich mich nicht irre. Das sind so zu Kampfmaschinen gewordene Menschen gewesen, die blutrünstig und unberechenbar waren.
War alles drin, die Story, warum die Hauptcharaktere überhaupt da waren und eine gute Inszenierung der Schlacht selbst. Düster und kalt.

Ansonsten sind Schlachten zwischen irgendwelchen düsteren Kreaturen bestimmt total interessant.

Sithoras
12.05.2008, 11:35
Was ich cool fände wenn eine Grupe Magier und ein paar andere "Fabtasy Wesen" gegen einen Riesiegen feuerspuckenden Drachen Kämpfen würde. Hm ich weiß nicht ob man sowas eine Schlacht nnnen könnte. Ich kenne leider kein Buch wo sowas beschrieben ist.Vieleicht finde ichs noch.
mfg

Glavo
25.07.2008, 21:01
Eine tolle Schlacht, nun wenngleich ich finde das kleinere Gefechte oft schöner Wirken als riesen große Massenschlachten, finde ich die Schlacht im zweiten Band von Eragon bsp. sehr gut. Im grunde kommt es natürlich darauf an wie es beschrieben ist und wie gut das Kopfkino das ganze dann umsetzt, aber wenn man nach meiner eigens ausgedachten Schlacht fragt, hmm.
Die Sonne geht unter, der Himmel färbt sich im selben Rot ton wie das blutige Schlachtfeld. Die Schlacht tobte bereits zwei Tage und weder die Königstruppen noch die Kämpfer des Ordens würden freiwillig zurückweichen. Die Krieger zeigten keine Erschöpfung und das dumpfe Grollen der Kriegstrommeln erfüllt das Tal. Magier auf beiden Seiten behacken sich mit Zaubersprüchen, ein Feuerwerk aus tausend Farben erhellt den Schalachroten Himmel...
Alles weitere würden den Umfang eines Buchkapitels benötigen und das will ich euch mal nicht zumuten :D

Mit freundlichen Grüßen
Glavo

Zachary
26.07.2008, 01:16
Ich hatte mir zuerst oben nur die Umfrage durchgelesen und daher den Threat erstmal ganz anders verstanden:
Gegen würde ich am liebsten kämpfen?

Äh...ich...dann nehm ich am besten den Troll, dagegen hätt ich vielleicht noch einigermaßen eine Chance. *schwitz* Könnte ich jedoch eine von den oben genannten Rassen wählen... So ein Kampf Elf gegen Elf oder auch zu mehrt fänd ich schon toll (muss ja kein blutiges Ende nehmen). Elfen beherrschen sowohl die körperliche Kampfkunst als auch Magie, so würden sie alle Disziplinen in sich vereinen. Eine Jagd durch den Wald oder ein unterirdisches Labyrinth mit verschärften Sinnen - reiner Nervenkitzel.

Großschlachten hingegen, wie sie momentan von Hollywood inszeniert werden, finde ich eher langweilig. Aber es gab auch spannende: siehe Spartacus, Die Königin von Saba etc. Aber da lag es weniger an den Schlachten an sich, sondern an den Geschichten, die darum gesponnen wurden. Im Fantasy Genre fällt mir momentan keine derartige Schlacht ein, die ich für herausragend gut befunden hätte.

Bei "A Bards Tale" von Mercedes Lackey gefiel mir der Kampf zwischen Naitachal dem Dunkelelfenmagier und dem Nekromanten sehr gut. Aber nicht, weil die Heerscharen, die sie herbeigerufen haben, mich sosehr beeindruckt hätten, sondern, weil der geistige Kampf, der zwischen den Magiern gewütet hat, dermaßen real für mich beschrieben war, dass ich einfach bildlich gesehen habe, wie sie ihre Magie gegeneinander geschleudert haben, die Line vor und zurück gewogt war. Auf die eigentlich Kämpfenden kam es da gar nicht an, sondern was in den Charakteren vor sich ging. Die Kämpfe bei R.A. Salvatore find ich im übrigen auch sehr gut, obwohl ich die Bücher nicht nur deswegen lese.

Lykorn Tsar'kath
26.07.2008, 21:36
Wie zuvor schon geschrieben wurde, sollte die Schlacht einen Sinn für die Handlung ergeben. Eine Schlacht als Selbstzweck muss nicht sein. Auch muss sie nicht das blutigstmögliche Ende nehmen, sodass das Schlachtfeld hinterher einem Meer abgeschlagener Gliedmaßen gleicht. Interessant werden Schlachten meist erst, wenn eine unterzählige Seite die andere mit List zu Leibe rückt.

Allerdings müssen es nicht immer Schlachten sein. Kann der Autor seine Feder gekonnt zum Schwert machen, haben auch Zweikämpfe ihren Reiz. Wenn sich Meister der Kampfbeschreibung wie R.A. Salvatore ans Werk machen, braucht man auch keine Schlachten mehr. :)

Da Stimme ich dir voll und ganz zu, allerdings muss ich sagen das die Schlachten zwischen den einzelnen Drow-Häusern auch sehr genial sind ... es wird nur solange gekämpft bis alle Adeliegen des Gegnerischen Hauses erledigt sind, alle krieger die dann übrig bleiben weder in die eigene Armee eingegliedert.

treogen
29.07.2008, 11:10
Ich dachte eigentlich, hier hätte ich schon etwas dazu geschrieben - aber anscheinend... X.X
Naja.

Klar kann ein guter Fantasy-Roman auch ohne Schlachten auskommen, aber irgendwie gehört es doch dazu und zumindest ich erwarte es. Wobei eine Schlacht niemals nur Selbstzweck haben sollte.
Und es steht natürlich die Frage, wie solch eine Schlacht geschrieben ist. Die Perspektive spielt eine ganz entscheidende Rolle.
In meinen Romanen gibt es mehrere Schlachten, in denen die Perspektive sehr schnell wechselt. Ein Rezensient schrieb, dass es fast wie bei einem Film sehr schnelle Schnitte gäbe. Dabei sind mir aber weniger herumfliegende Körperteile und spritzendes Blut wichtig, sondern die Emotionen und Empfindungen meiner Prots.
Mir ist es auch wichtig, das nicht nur die "Guten" beleuchtet werden. Schlachten, bei denen die Fronten von Anfang an geklärt sind, sind mir zu langweilig. Durch die Perspektivenwechsel bekommen auch "die Bösen" die Möglichkeit, ihre Sicht der Dinge zu schildern. Am Ende könnte der Leser sogar zu der Meinung kommen, dass die Bösen gar nicht so böse und die Guten gar nicht so gut sind (ein Thema, welches ich auch selbst immer wieder in meinen Geschichten aufgreife).

Edit: hab gerade noch mal das Subjekt des Threads gelesen. Unter einer "tollen" Schlacht stelle ich mir vor, dass man als Leser hautnah erfährt, dass eine Schlacht eines eben nicht ist - toll. Eine Schlacht ist dreckig, schmutzig, widerlich (wie Krieg nunmal ist) - aber nicht toll.
Ich habe auch nach keiner Schlachtszene mich darüber gefreut: "Mann, war das geil, wie die Köpfe über das Schlachtfeld gerollert sind".

Ollowain
29.07.2008, 21:33
Was mir vorhin beim Last Samurai gucken aufgefallen ist: Heutzutage gibt es diese Schlachten "Regiment A gegen Regiment B: Nahkampf und ein paar Fernwaffen" nicht mehr... Höchstens bei Straßenschlachten.
Heute gleichen Schlachten eher "Verstecken-und-Fangen"-Spielen, wenn auch nicht im Entferntesten so harmlos. Dann wird noch hier und dort eine Rakete o.ä. eingesetzt. Die DIstanz zum Gegner ist sozusagen auf die Reichweite einer Schusswaffe vergrößter worden.
Das was man unter einer "Schlacht" versteht ist quasi ausgestorben.

Wie einen heutigen Krieg stelle ich mir jedenfalls keine gute Schlacht vor - am ehesten noch Aufstände.
Krieg ist eh Schwachsinn *nein*

MDHS08
30.07.2008, 17:16
Krieg ist eh Schwachsinn *nein*

/sign!

*Offtopic ende*

Also meiner Meinung nach gehoeren Schlachten bei Fanatsy Buechern (bei den meisten zumindest) dazu, vor allem bei High Fantasy und Konsorten. Allerdings stimme ich meinen Vorrednern zu, dass die Schlachten irgenteinen Sinn (soweit es da einen Sinn geben kann) gibt und die Schlacht nicht einfach nur da ist damit man auf Teufel komm raus ne Schlacht in der Geschichte hat. Ich finde zum Beispiel, dass Schlachten in Warhammer dazugehoeren (grosse Ueberraschung *grins*)...und manche Autoren schaffen es auch die Geschehnisse waerend einer solchen Schlacht gut wiederzugeben.

Abschliessend will ich noch sagen, dass Schlachten zwar gut und schoen sind, dass man es aber nicht uebertreiben sollte. Intrigen, Zweikaempfe u.ae. sind doch auf dauer viel interessanter! *ja*

Lg MDHS

Weltenwanderer
02.08.2008, 22:20
Wurde hier schon oft gesagt; ich finde auch, Schlachten müssen sich aus der Geschichte ergeben und irgendeinen emotionalen Bindungspunkt mit dem Zuschauer/Leser bereits vorher hergestellt haben. Bestes Negativbeispiel ist für mich der Film 300 (ich ordne den mal grob unter Fantasy ein, zumindest kommen die Schlachten dem ja scon sehr nahe). Ich habe mich nur gelangweilt, weil's mir eigentlich am Allerwertesten vorbei ging, wer gewinnt. Diese spartanischen Unsympathen waren mir sowas von egal... egal, danach hatte ich mir - quasi als Kontrastprogramm - Starship Troopers reingezogen. Interessant ist hier, dass man den Film so deuten kann, dass die Schlachten bzw. der Krieg gegen die Bugs dazu dient, den satirischen Subtext des Films zusammenzuhalten... losgelöst davon wären das auch nur simple Schlachtfeste gewesen.

Schlachten von Gut gegen Böse kann ich nichts abgewinnen, allenfalls beim Herr der Ringe, da die Mächte des Guten quasi wie in die Ecke gedrängt um ihr Überleben kämpfen und die jeweilige Schlacht auch eine Legitimation erhält - nicht zuletzt birgt diese Situation etwas herrlich apokalyptisches *cool*

Insgesamt aber finde ich die psychologische Seite des Krieges bzw. der Schlacht interessanter als das Gemetzel oder der plumpe Kampf Gut gegen Böse. Wenn beide Seiten Tiefe besitzen, wird es für mich spannend.
Letztendlich ist die Thematik von Zwangssoldaten auch eine, die mich sehr bewegt - wenn Menschen gegen ihren Willen kämpfen müssen, nur weil es die Regierung bzw. das Umfeld verlangt, das ist schrecklich.

Schlachten sollte man wenn möglich vermeiden. Sagte schon Sun Tzu.

Wenn's jedoch dazu kommt, sehe ich folgendes gerne: zum einen taktische Finesse, und zum anderen Chaos im Handgemenge. Denn so sehr man auch planen kann, wenn Mann auf Mann trifft, da ist es meiner Meinung nach vorbei mit antrainierten Verhaltensmustern, "Moves" und Kampfgeschick. Da regieren Instinkt und der Würfel, sprich der Zufall, Glück.

ich
04.08.2008, 11:39
Ich hasse es, wenn irgendwelche namenlosen und sehr schlechten Krieger auf einander einrennen, und die Helden aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen hundert dieser Krieger töten, und dann trotzdem noch weiter kämpfen können. Naja. Wenn es irgendwann nur mehr darum geht, andere umzubringen, einfach so zum Spaß, und schon von anfang an klar ist, wer diese Schlacht gewinnt, hätte ich es mir eigentlich sparen können, dass Buch zu lesen.
Ist euch schon aufgefallen, dass es noch NIEMAND geschafft hat, eine Schlacht wirkich (gut) zu begründen? Vielleicht lese ich einfach nur die falschen Bücher.

Ich habe Menschen angekreuzt, weil ich, wie schon gesagt (angedeutet) diese namenlosen dunklen Viecher, die einfach nur böse sind, weil sie hässlich aussehen, nicht ausstehen kann.
Ja.
(*ja*)

Kain
04.08.2008, 15:29
Wenn es zur Geschichte passt, lese ich ganz gerne von Schlachten.
Ich mag es, wenn das Schlachtgeschehen aus verschiedenen Blickwinkeln geschildert wird. Die Hauptcharaktere aus deren Sicht die Schlacht geschildert wird, sollten möglichst nicht als unverwundbare Berserker gezeichnet werden, die Alles nieder machen. Wenn es passt können in der Schlacht auch Hauptprotagonisten umkommen, das verleiht dem Ganzen noch etwas Dramatik. Zu einer Schlacht gehört für mich viel taktisches Geplänkel. So kann eine Armee die in Punkto Mannstärke unterlegen ist, die gegnerische Armee doch durch die richtige Taktik bezwingen.

Schön finde ich auch solche, doch etwas klischeehafte, Szenen wie im Herr der Ringe: als die Schlacht um Helms Klamm schon verloren scheint, plötzlich Gandalf mit Erkenbrand und den Reitern von Rohan auftaucht und sich das Blatt wendet.

Fantasy braucht nicht unbedingt große Schlachten, epische Zweikämpfe finde ich eigentlich viel interessanter, diese können aber auch in großen Schlachten angesiedelt sein, was die Schlacht noch etwas interessanter Gestaltet.

Wargomar
04.08.2008, 16:57
Hallole.

In einer Schlacht in meiner Geschichte gibt es zwar Festungen, die werden jedoch geschliffen, noch bevor die Hauptmacht aus dem Osten und Süden eintreffen. Und so müssen sich die Heere Anaduin's in offener Feldschlacht, vier Armeen, bestehend aus Albae, Gnomen, Orks und Ogern stellen.
Es gibt Drei weitere Armeen in dieser Schlacht. Die Nordstämme. Bestehend aus den Kriegern der Zwerge, die Weststämme, alles Berittene und die Stämme der Mittellanden. Berittene, Infanteristen, Bogenschützen und Steinschleuderer. Diese Armeen waren einst verstritten und kämpften gegeneinender, weil sie...
Sie haben zwar das selbe Ziel, die Heere der Dunklen Lande zu vernichten, aber jede Führt sein Kampf auf seine Weise.
Der Rest bleibt ein Geheimnis.

Lythande
03.09.2008, 21:01
Hallo zusammen,

da ich im Augenblick selbst an einem über 100 Seiten Roman schreibe, finde ich eure Meinungen zum Thema Schlachten sehr interessant. Ich sehe es so, dass es, wenn es zur Schlacht kommt, wenigstens Werte geben muss, für die das eine Heer kämpft. Ich finde es jedoch schwierig, ein detailiertes Schlachtgeschehen zu beschreiben und finde dies auch nicht ausschlaggebend. Viel wichtiger finde ich den Rahmen und die tiefere Handlung einer Geschichte. Eine echte Schlacht gehört zwar zu einer Fantasy-Geschichte (wenn es reinpasst), aber die Schlacht sollte nicht die ganze Story ausfüllen.

Gruß
Lythande

Amandil
03.09.2008, 21:28
schöne frage bzw umfrage :)

ich würde gerne gegen orks oder andere, böse geschöpfe, kämpfen, da ich elfen am liebsten mag und die ja hauptsächlich immer zur guten seite gehören. an meiner seite dann menschen und zwerge, die das böse mit mir besiegen wollen. wir reiten richtung festung des feindes, wo die landschaft kahl und dunkel wirkt. nichts außer rauer stein ist dort vorhanden. kurz vor einem abhang bleiben wir stehen und formieren unsere armee. die moral der krieger wächst von wort zu wort, welches die anführer der jeweiligen rasse ihren soldaten schreiend mitteilen. wir reiten los. die elfen mit pfeil und bogen halten sich im hintergrund, vorne als fußvolk die zwerge, stark mit ihren waffen und rüstung und als reiterei die menschen, die sich durch geschick und schnelligkeit auszeichnen.

Scheunentor
10.09.2008, 02:39
Die geilste Schlacht ist eine in der ich und meine Leute wieder heil rauskommen XD.

Im Fantasygeschichten finde ich es ganz wichtig, dass eine Schlacht immer wieder Wendungen erfährt. Jede Seite sollte mal in Bedrängniss kommen und am besten nur durch ein kluges Manöver, einer List, oder einfach einen simplen Trick die Sache wieder unter Kontrolle bringen können. Man nehme als Beispiel Aragorn und Gimli, die im Film vor dem Tor in Helms Klamm mit den Uruks aufräumen, damit man das Tor wieder verrammeln kann.


Auf nem Con, vor allem auf den großen mit 4.000 Mann ist es immer wieder schön, wenn dann mal eines der so oft in Filmen gesehenen Manövern wirklich klapt (gibt leider zu wenig, wirklich aufeinander eingestellte Heere im LARP ^^), man sich eine schönes Duell liefert, alle die Treffer schön ausspielen und niemandem real etwas zustößt.

An'wén
10.09.2008, 10:10
Ich gebe zu, dass ich große und epische Schlachten liebe, allerdings sollte das ganze immer wieder von Massenszenen zu Einzelszenen wechseln. Zweikämpfe finde ich auch gelungen, insbesondere, wenn um den beiden Kämpfenden noch eine Schlacht geschlagen wird oder sich ein kleiner Ring bildet ... Ebenso mag ich es, wenn Leute umkommen, die für eine Hauptperson wichtig waren - ergo wenn sich Hass und Wut entwickelt.

Allerdings finde ich Taktik noch sehr viel wichtiger und einen gewissen Hang zur realistischen Darstellung. Was ich hingegen überhaupt nicht leiden kann, sind Stereotypen ... Orks und ähnliche dunkle Gestalten sollten nicht immer die Bösen sein - das ist einfach nur langweilig, denn warum sollte das Böse immer hässlich sein? Ich stehe da eher auf Wendungen ^^

:steckenpferd:

Lythande
10.09.2008, 10:35
Hallo An'wén,

da stimme ich dir zu, denn genauso habe ich es mit meiner Schlacht in meinem Roman gehandhabt. Ich habe keine Ahnung von Schlachten, aber mir so viel Rat geholt, dass das Ergebnis doch ganz brauchbar ist. Ich machte es auch immer wieder so, dass die Schlacht teils aus der Sicht des hauptmanns erzählt wurde, teils aus der Vogelperspektive d. h. im gesamten Stil, der das allgemeine Geschehen beschrieb. Bei mir gibt es auch keine Orks, sondern nur die feindlichen Armeen des gegnerischen Herrschers, der sich wegen einer Demütigung rächt und den Magierkönig des Reiches gefangen genommen hat, um ihm sein magisches Wissen zu entreißen.

Das Forenpelztier
11.09.2008, 19:29
George R. R. Martin beschreibt imho sehr toll die Kampfszenen in seinen Büchern.

EvanKorrigan
16.09.2008, 21:13
Also...
Zuerst einmal gehören Schlachten in den meisten Fantasy-Welten dazu, für mich zumindest. Allerdings gibt es da einige Bedingungen. Zunächst sollten beide Seiten einen vernünftigen Grund zum Kämpfen haben ("die da sind böse" zählt nicht), es muss für beide Seiten um etwas gehen. Sie sollte nur eingeführt werden, wenn der Konflikt nicht mehr anders zu lösen ist, und dies nicht die Schuld des Autors, sondern der Umstände der Story ist. Außerdem sollte man sich nicht hauptsächlich auf das Blutvergießen konzentrieren. Beide Seiten sollten eine Taktik haben, die sich von "Nimm 5000 Mann und stürme auf den Feind zu!" unterscheidet. Außerdem sollte man die Beweggründe, Gedanken und Gefühle der Heerführer beschreiben, also was sie darüber denken. Zudem muss die schlacht realistisch ausgehen, man kann nicht mit 300 Mann ganz Mordor zusammenschlagen.
Zusammengefasst: Eine Schlacht sollte sich weniger auf das tatsächliche Gemetzel, als auf die Gründe, die Taktik, die Reflektion der Heerführer darüber (sagt etwas über ihren Charakter aus), und die Auswirkungen auf den Fortlauf der Story beziehen, sie muss eine tiefere Bedeutung für die Handlung haben als einfach mal nen paar Gute Jungs auf Hunderttausend Böse Jungs zu schicken.

PS: Dunkelelfen gegen Elfen, aus Sicht der Dunkelelfen, wär mal reizvoll...
Ihre Beweggründe, ihre Gedanken darüber und nicht zuletzt ihre Taktik wären sicher interessant.

Verräter
16.09.2008, 22:00
Dunkelelfen gegen Elfen? Na... da bin ich persönlich anderer Meinung, denn die Beweggründe beider Parteien sich zu hassen sind doch ziemlich gleich und sehr einfach gestrickt. Die Elfen haben die "abtrünnigen" gemetzelt und in die Unterwelt gejagt, die daraufhin praktisch ewige Rache geschworen haben. Seither herrscht mehr oder weniger ständiger Krieg zwischen den Völkern, auch wenn tatsächlich selten Übergriffe stattfinden, einfach wegen der "großen Entfernung".
Das zumindest ist die mir geläufige Variante, kann aber gut sein, dass dies von Geschichte zu Geschichte unterschiedlich ist.

Bei einer "tollen Fantasy Schlacht" muss ich natürlich an vorderster Stelle an meine eigenen Geschichten denken und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich diese fast überhaupt nicht verwende. Was wohl an den Geschichten an sich liegt, da ich keine Kämpfe zwischen Rassen oder Nationen verfolge, sondern mich um eine persönlichere Ebene bemühe - daher sind Zweikämpfe bei mir wesentlich häufiger vertreten.

Aber gut... das hat mit dem Thema an sich nichts zu tun, gehen wir mal zum Grundsätzlichen. Leider wurde dort schon alles genannt... eine Schlacht an sich, ohne Hintergründe, Taktiken, Tragödien ... ergibt keinen Sinn und wirkt flach. Was ich will - ist eine persönliche Entscheidung während der Schlacht :-) Und ich als Leser sollte gefälligst immer um die Verlierer trauern müssen, aber auch sollten die Kosten des Sieges für die Gewinner deutlich sein.
In einer 1000 gegen 1000 Schlacht werden sicher nicht auf einer Seite 0 und auf der anderen 998 übrig bleiben!
Wichtig ist aber... das die Schlacht nicht das eigentliche Ziel des Kampfes war, getreu dem Motto: "Wir sind zu viele, so viel Futter gibt es nicht." -"Erklär dem Nachabrreich den Krieg, wir schicken alle hungernden in einen blutigen Kampf, vielleicht gewinnen sie ja und wir verdienen noch dran." usw.

Welches Land (oder Rasse) gewinne kann mir egal sein (und ist es auch meist) solange ich mit den Personen mitfühlen kann... und das ist eben bei den meisten Schlachten schlichtweg nicht der Fall. (Nehmen wir nur einmal Salvatore als Beispiel, dort weiß ich schon zu beginn der Schlacht, dass die Zwerge und ihre Freunde gewinnen, und dass jeder einzelne verstümmelt und ermordet werden darf, außer eben die Hauptfiguren.(Also Drizzt, Cattie, Wulfgar, Bruenor und Regis - alle anderen dürfen sterben!) *gääähn*)

Enduni
16.09.2008, 22:05
Für mich sind Schlachten erst einmal eines; ein gigantisches Blutbad, der massenhafte Tod von Seelen, Leid in Reinstform. Dies sollte meiner Meinung nach auch ungeschönt und ungeschont in einer Schlachtdarstellung vorkommen und wenn ich Schlachten beschreibe, werde ich es wohl auch so handhaben.

Schlimmer als verblümte Schlachten finde ich es noch, wenn auf einmal am Ende frisch frei fröhlich feiern, obwohl dutzende von Freunden und Gefährten in der Schlacht ihr Leben gaben. Meistens findet ja noch nicht einmal Auseinandersetzung mit dem Thema statt, außer es stirbt ein Hauptcharakter, und sogut wie nie findet später eine Trauerfeier statt, um den Verstorbenen zu gedenken. So etwas fände ich wichtig, vor allem bietet es einen guten "Ausgleich" zur Schlacht zuvor.

Letztlich das schon angesprochene; Die Schlacht sollte nicht um ihrer selbst willen da sein, sollte realistisch dargestellt sein und auch taktische Ansprüche haben, auch wenn mir nur ein Einblick in einen der Heerführer bzw. seine Befehle vollkommen genügen würde. Die gegnerischen Züge erfährt man ohnehin früh genug. (Auch fällt mir auf, dass oftmals technische Details gar nicht bis kaum zu tragen kommen, zum Beispiel die Qualität der Waffen oder Rüstungen. - Meist konzentrentiert man sich hier auf die Magier.)

Gruß,

EvanKorrigan
17.09.2008, 20:51
Naja, ich bin von den Dunkelelfen ausgegangen, die ich mir ausgedacht habe und zu denen ich immer noch versuche mal eine Geschichte zu schreiben.
Ich gehe dabei nicht von "Abtrünnigen" aus, sondern von einer komplett anderen Rasse, einem ebenso zivilisierten wie kämpferischen und isolationistischen Volk, das sich selbst Tari Acar nennt. Den Namen Dunkelelfen haben die Menschen geprägt, weil die Tari Acar den Elfen ähnlich sehen, in den Augen der Menschen aber düsterer wirken. Sie sind politisch, gesellschaftlich und militärisch an die Römische Republik angelehnt.

Ts4EVER
22.09.2008, 18:23
Ich unterscheide zwischen zwei Arten Schlachten zu beschreiben:

1. Eine außenstehende Perspektive, bei der das taktische Vorgehen im Vordergrund steht ( wer stößt wohin vor, gibt es vorbereitete Stellungen, wann und wo trifft Artillerie ein etc.). Diese Herangehensweise ist natürlich etwas weniger "fesselnd" in dem Sinne, wenn auch nicht unbedingt weniger spannend. Das schwierige daran ist, wie viel man dem Leser mitteilt. er muss genug Wissen haben um einen groben Überblick über das Geschehen zu haben und taktische Entscheidungen der Befehlshaber zu verstehen, aber man muss sich noch Raum für überaschende Wendungen und Entwicklungen lassen (Plötzlich im Rücken der Protagonisten auftauchende Verbände etc.)

2. Eine nahe Perspektive, bei der der Leser die Schlacht aus den Augen eines oder mehrerer Protagonisten sieht. Bei dieser Herangehensweise lasse ich den Leser gern imm Unklaren über den Verlauf der Schlacht, wer gewinnt oder wo der Held sich befindet. Dadurch wird der chaotische Charakter solcher Begegnungen unterstrichen. Hierbei darf man in meinen augen ruhig recht brutal werden, allerdings komme ich auch eher von der Beschreibung modernerer Schlachten, besonders aus dem zweiten Weltkrieg. In einem Fantasy-Setting mag man bei der Gewalt etwas zurückschrauben können.

Welche Perspektive man anwendet ist natürlich geschmackssache, aber ich bevorzuge die zweite.

Durza
12.10.2008, 12:58
eine gute schlacht ist die, die nicht geschlagen werden muss. aber ok ich sag mal meinen traum von einer schlacht.
1. schwarze ritter (böse menschen mit magischen kräften)gegen elfen.
2. kavalerie, infranterie und ein bisken artelerie
3. schwarze ritter - 40.000 elfen - 60.000
4. unter einem grauen himmel
5. in einer prärie
aber ich finde das solche sachen nur nebensächlich sind, wie schon von vielen erwähnt ist sinnloses draufprügeln eher uncool. da in meiner schlacht die ritter gewinnen sollen, würde ich strategie in den vordergrund stellen. leider is bei herr der ringe oder eragon oder star wars und selbst bei harry potter nie ein schlacht plan vorhanden. es fehlt immer der gewisse scharfsinn einer guten kriegführung.

Lythande
12.10.2008, 13:10
Hallo Durza,
hast du da eine konkrete Vorstellung von Kriegsführung? Ich frage, da ich im Moment auch alles nach guten Ideen für meinen Roman absuche. Ich stecke gerade zwar mitten in der Schlacht, aber ein paar nachträgliche Tips könnten nicht schaden.

Ach übrigens: Der Name Durza hat mich auch immer fasziniert, genau wie eben die Gestalt des Schattens in Eragon. War einer meiner heimlichen dunklen Lieblingscharaktere.
Grüße
Lythande

Durza
12.10.2008, 14:03
Lythande, :D ich suche NICHT auch nach ideen für meinen roman, da ich schon weiß wie er aussehen soll ^^. ich wollte eigentlich nur ein beispiel hinzuziehen. ich bin wohl kaum so geschmackslos und nenne eine rasse "schwarze ritter" :D. und auch elfen sind mir zuwider. ;)
mfg Durza

Ts4EVER
17.10.2008, 20:14
Hallo Durza,
hast du da eine konkrete Vorstellung von Kriegsführung? Ich frage, da ich im Moment auch alles nach guten Ideen für meinen Roman absuche. Ich stecke gerade zwar mitten in der Schlacht, aber ein paar nachträgliche Tips könnten nicht schaden.

Ach übrigens: Der Name Durza hat mich auch immer fasziniert, genau wie eben die Gestalt des Schattens in Eragon. War einer meiner heimlichen dunklen Lieblingscharaktere.
Grüße
Lythande

vormoderne Kriegsführung sieht meistens ungefähr so aus: Zwei große Infanteriehaufen marschieren aufeinander zu. Vor den jeweiligen Hauptstreitkräften laufen meistens eher unorganisierte Plänkler und/oder Bogenschüzen her, um die feindlichen Truppen vor dem eigentlichen Treffen zu demoralisieren oder in Unordnung zu bringen. Sobald die feindlichen Heere sich im Nahkampf befinden, versucht man mit mobilen, gut ausgebildeten Truppen (leichte Infanterie, Kavallerie) in eine schwache Flanke oder am besten in den Rücken des Gegners zu fallen um seine Truppen so in Panik zu versetzen. Verloren hat meist der, dessen Truppen zuerst in einen unorganisierten Zustand verfallen und nach dem Motto "Jeder für sich selbst" stiften gehen. Einen großteil der Schlachten der Weltgeschichte lassen sich auf dieses Prinzip vereinfachen, auch wenn es natürlich noch ausnahmen gibt wie Hinterhalte und Finten etc. Aber wenn man von einer normalen Feldschlacht ausgeht läuft die ungefähr so ab. Das interessante an der Fantasy ist, dass man noch Zauberer und Drachen dazufügen kann :D

Lythande
17.10.2008, 23:02
Hallo,
@Ts4ever: Danke dir. Du entzerrst meine momentane Stresssituation sehr, da ich krampfhaft versucht habe, eine geplante Ordnung zu beschreiben, aber das beruhigt mich wirklich. Ich denke, du hast da recht mit der "Schlachtordnung" früherer Zeiten, denn was anderes kann man ja auch kaum machen, es sei denn, man hat eine Burg zu verteidigen oder ein guter Kriegsherr wählt die tapfersten Krieger oder auch nur genügend Kanonenfutter, damit seine Truppen weniger Verluste machten. Bei mir läuft das genauso in die Richtung. Wenn die Heere erstmal aufeinander prallen, dann ist sowieso jede Art von Schlachtordnung vorrüber. Bei mir ist es so, dass ich einen Teil aus der Sicht des hauptmanns schildere und mich in seine Lage sehr gut hinein versetzen kann.

Stellt euch vor, ihr seid Hauptmann, habt eine Armee von ein paar tausend Mann zu befehligen und dann stehen sie vor euch: die Krieger der feindlichen Armee, die ihr noch nie gesehen habt oder auch nur wisst, ob sie eher stark oder leicht zu zerstreuen sind. Ihr werdet fast umgepfiffen und entkommt dieser Schlacht höchstens mit vollen hosen. Ich denke, da muss man schon knallhart gewesen sein, um einen solchen Stressfaktor zu überstehen. Kein Wunder, dass viele Schlachten im Chaos endeten.
In einer Fantasyschlacht lässt sich da mit Magie und sonstigen Leckerli so einiges aufpeppen, muss aber gar nicht sein. Ich meine, erst könnte man das Geschehen aus der Perspektive ohne Magie beschreiben, dann geschieht etwas: ein mächtiger Zauberer oder ein lang ersehnter Trupp kräftiger Krieger oder ein Drache taucht auf und wendet das Geschehen für die eine oder andere Seite.

Tschuldigung, dass der Beitrag so lang wurde, aber meine Finger müssen sich grade auslaufen. Ich habe gerade eine Menge an meinem Roman weitergeschrieben...

Gruß
Lythande

Ts4EVER
17.10.2008, 23:39
Hier ein schönes Beispiel dafür, die Schlacht von Cannae (215 v.Chr.)

Hier siehts noch so aus als würden die Römer (rot) gewinnen:
http://en.wikipedia.org/wiki/Image:Battle_of_Cannae,_215_BC_-_Initial_Roman_attack.gif

Hier knallt die kathargische Kavallerie (die blauen gestrichelten Pfeile) von hinten rein:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/51/Battle_cannae_destruction.gif

Ergebnis:
76000 tote Römer bei 6000 toten Karthagern. Moral ist alles, sobald die Truppen nicht mehr tun was man ihnen sagt sondern versuchen abzuhauen ist es keine Schlacht mehr sondern ein Massaker.

Durza
18.10.2008, 12:27
ich geb euch ja recht das man strategie nur begrenzt eisetzen kann aber ist magie wirklich eine wende in einer schlacht?? das hängt doch immer damit zusammen wie man gegen magie vorgeht.
das ist klar, dass wenn ein anführer keine ahnung hat wie man einen drachen aus dem gemetzel zieht, im nachhinein auch seine truppen bishin zu seinem leben verlieren kann. aber erfahrung ist eher bedeutender als moral. moral kann man erzwingen, erfahrung nicht.
all das ist bezogen auf schlachten die teils bis überwigend von menschen bzw. mindermagischen geschöpfen geschlagen werden. jedoch ist meine schlacht von grund auf magiebasierend und es ist kein einziger mensch oder zauberer darin verwickelt. diese schlacht geht über magisch und nicht magisch schon längst hinaus.
und wenn man man angenommen davon ausgeht, dass nur eine einzige person eine seite der armeen mit der willeskraft kontroliert, dann ist jede schlacht schon sogut wie geschlagen.

Verräter
18.10.2008, 13:11
Nun... 1000 gut ausgebildete Soldaten gegen 2000 einfache Bauern werden wohl sicherlich nicht verlieren. Und Moral kann man glaube ich nicht "erzwingen". Wenn ein Soldat glaubt, dass es keinen Sieg mehr gibt und er dem sicheren Tod verfallen ist, solange er hier bleibt, wird er jeden Befehl ignorieren und versuchen seine eigene Haut zu retten. Und diese sind wahrscheinlich die einfachsten Ziele. Und es ist klar, dass wenn eine Reihe von Soldaten niedergemetzelt werden, alle anderen dementsprechend ebenso Panik schieben. Insofern müsste man davon ausgehen, dass so eine Schlacht wahrscheinlich schon nach sehr kurzer Zeit entschieden ist.
Kämpfe auf bestimmten Territorium (bsp: bei der Verteidigung eines Ortes) unterliegen wahrscheinlich anderen Regeln.

Und Durza's Ausführungen verstehe ich irgendwie nicht, aber ok.
Magie? Ja... Magie könnte etwas verändern, aber auch nur dann wenn diese in dieser Welt extrem mächtig ist. In meinen Geschichten zum Beispiel findet man in Schlachten höchstens ein oder zwei Magier, die nicht dafür bestimmt sind Gegner zu töten sondern meist zum Schutz "wichtiger" Personen anwesend sind. Denn mitten im Getummel können diese bei mir in der Regel überhaupt nichts ausrichten! (Ausnahmen bestätigen die Regel)

Durza
18.10.2008, 13:37
@ verräter

bei meinem post habe ich angedeutet, dass bei mir ein magier ein ganzen heer an bestien kontroliert. vereinfacht ausgedrückt:
ein necromant kann untote erwecken. also erweckt er 10000 untote und geht damit in eine schlacht. da die untoten seinem willen unterliegen tun sie genau das was er von ihnen will. deshalb ist es für ihn nicht schwer eine schlacht nach seinen vorstellungen zu manipulieren

Ts4EVER
18.10.2008, 18:37
Untote sind natürlich wieder was anderes...
kein mitleid, keine Angst, keine eigene Meinung.
Der feuchte Traum jedes Kommandanten.

Angelius
29.10.2008, 15:14
Ich würde wenn ich wirklich ein Krieger in einer F-Welt wäre, am liebsten gegen Orks kämpfen. Ich bräuchte mir keine Gedanken darüber machen wen ich töte, mir keine Vorwürfe machen und es würde mir wesentlich leichter fallen zu töten. Menschen oder andere Geschöpfe mit Intelligenz würden mir ein sher schlechtes Gewissen bescheren, man denke an die ganzen Familien die man durch einen Tod ruiniert. Außerdem sind Orks relativ beschränkt, ihnen fehlt oft die nötige Weitsicht in einer Schlacht und sie gehen nicht mit viel Plan vor. Es wäre Insgesammt viel leichter gegen diese Geschöpfe.

Dürfte ich allerdings nur zusehen als ob ich einen Film gucke und es ginge um coole Schlachten die keine Folgen auf die echte Welt hätten:

Drachen + Dunkle Geschöpfe aller Art (Orks etc mitinbegriffen)
vs
Menschen, Elfen, Zwerge, Gute Drachen (Drache vs Drache = Highlight), Gute Geschöpfe aller art etc etc

Im großen und ganzen

Alles was die gute Seite zu bieten hat vs alles was die böse Seite zu bieten hat.

Hathor
29.10.2008, 18:28
Ich würde wenn ich wirklich ein Krieger in einer F-Welt wäre, am liebsten gegen Orks kämpfen. Ich bräuchte mir keine Gedanken darüber machen wen ich töte, mir keine Vorwürfe machen und es würde mir wesentlich leichter fallen zu töten. Menschen oder andere Geschöpfe mit Intelligenz würden mir ein sher schlechtes Gewissen bescheren, man denke an die ganzen Familien die man durch einen Tod ruiniert. Außerdem sind Orks relativ beschränkt, ihnen fehlt oft die nötige Weitsicht in einer Schlacht und sie gehen nicht mit viel Plan vor. Es wäre Insgesammt viel leichter gegen diese Geschöpfe.



O je, diese Einstellung finde ich schon ziemlich daneben. Entschuldige, aber warum darf man Lebewesen, die einem beschränkt erscheinen, eher töten als intelligente? Lies bitte deine Sätze nach und überlege, wonach das klingt... Das hast du sicher nicht so gemeint. Hoffentlich.

Angelius
29.10.2008, 18:58
Ok:

Ich meinte nicht das man sie eher töten darf, sondern nur das es einem leichter fällt. Wenn ich z.B einen Ork angreife der für mich nur unverständlich grunzt, bringe ich es eher übers Herz ihn zu töten als einen Menschen der vielleicht noch um Hilfe ruft, Tränen in den Augen hat etc. Ich meinte damit auch, das man sich als Mensch einen Ork als Böses Wesen vorstellt was keine Moral und keine Familie hat. (was natürlich quatsch ist, aber diese Vorstellung ist in einer Schlacht äußerst angenehm weil man glaubt "Im Recht zu sein") Hingegen denkt man bei einem Menschen immer, das dieser eine Familie hat (Natürlich nicht mitten in der Schlacht eher bei der Ruhe vor dem Sturm) und man kommt vielleicht doch darauf das der Feind garnicht so unrecht hat und tut sich schwerer diesem zu schaden. Bei Orks denken wir zumindest, das sie nichts Gutes im Sinn haben und nur willenlose Kampfmaschinen sind die man aufzuhalten hat. Es ist vielleicht ein bisschen unverständlich ausgedrückt, aber ich meinte damit auf keinen Fall das man einen Ork eher töten DARF, vielmehr das man einen Ork eher töten KANN. Zumindest empfinde ich so.

Btw ich bin GEGEN Tierversuche :D

m_s
29.10.2008, 19:02
Aber vielleicht hat der ork ja ne Familie und Kinder die ihn vermissen werden. Vieleicht greifen genau diese Kinder dann Meschen an um Rache wegen des todes ihres Vaters auszuüben. *ja*

Angelius
29.10.2008, 20:16
Ich habe doch ebenfalls erwähnt das sich der Mensch das halt so vorstellt, es sich praktisch einredet, das ist bei orks definitiv einfacher als bei Menschen. Ich habe ja in Klammern geschrieben das das natürlich Quatsch ist.

Verräter
29.10.2008, 20:36
Dann ist es aber im Prinzip egal als was man gegen was kämpft. Letztlich fühlen sich alle im Recht und glauben, ihre Rasse sei den anderen Überlegen. Es sind doch im Prinzip alles rassisten (siehe Klischee-Thread). Als Mensch: Alles was grün, braun oder irgendwie grau ist darfst du töten. Je nach Welt auch was klein, besonders groß oder spitze Ohren hat. Als Ork darfst du alles töten was nicht grün ist und als Elf darfst du alles töten, wenn du einen guten Grund dafür vorlegen kannst. Bei uns in der "realen Welt" muss man dann eben auf Nationalität, Glaube, Haarfarbe oder ähnliches zurückgreifen. Das Prinzip bleibt das selbe ;-)

Was die Orks speziell angeht... das kommt immer darauf an, in welcher Welt man sich bewegt ;-) Wenn ich an "Die Rückkehr des Dunkelelf" (Salvatore) denke, und mir dazu spontan Obould (Den Führer der Ork) einfällt... kann ich deinen Ausführungen nicht ganz zustimmen. Oder an Shadowrun-Romane ^^ Anderswo sind sie dann halt eben sinnlose Metzelmaschinen, nur dazu gut um die Helden besonders stark aussehen zu lassen, wenn er im Alleingang hunderte von ihnen abschlachtet. *gähn*

Angelius
29.10.2008, 21:04
Ausnahmen bestätigen die Regel ;)

Ich spreche (Um es nochmals zu sagen) auch nicht von dürfen sondern von können. Ich z.B könnte es mit meinem Gewissen eher vereinbaren eine aus meiner Sicht willenlose Killermaschine die oft auch noch wie ein Ungeheuer aussieht zu töten, anstatt eines Menschen z.B über den ich dann doch mehr nachdenke.

Tovena
04.11.2008, 14:53
magier wären ne herausforderung. ne große.
wenn menschen auf elfen treffen - das wär krass. davon träum ich schon seit ich ganz klein bin.
ich hab "mensch" angekreuzt. weiß nicht ob das jetzt falsch war.
elfen auf mensch.

wär doch cool. :D

Conan
10.12.2008, 20:06
Bei einer richtig guten Fantasy-Schlacht ist es mir eigl. egal, wie groß die Masse der Kämpfer ist, die sich da gegenüberstehen. Auch, welche Kreaturen sich da bekämpfen, interessiert mich eigl. weniger. Der Grund ist mir wichtig - warum kämpfen überhaupt diese zwei oder mehr Fraktionen gegeneinander!? Ein "es sind Feinde" reicht mir nicht als Grund. Und die gesamte Schlacht muss spannend geschildert sein. Spannend? - das klingt jetzt natürlich sehr allgemein, aber einige Punkte müssen für mich schon vorhanden sein, wie z.B.:

• Der Aufmarsch der Kämpfer bzw. der Armee muss zu allererst ausgiebig geschildert oder gezeigt werden - was sind das genau für Leute bzw. für Kreaturen
• Schlachtrufe oder eine Art von ~mächtiger Geräuschkulisse beim Aufmarsch müssen iwie gut zum Ausdruck kommen (natürlich auch iwie im Buch).
• Die Kampfausrüstung interessiert mich eigl. mit am meisten - ich will wissen, welche Waffen verwendet werden und welches Kriegsgerät zum Einsatz kommt. Bei einer Belagerung einer Festung wäre es gut, wenn ich vorher schon ungefähr weiß, wie sie aussieht - mit dem Ort muss ich mich schon iwie ein bischen identifizieren können.
• Wie ist die Moral der Truppen -sind sie ängstlich?.- fürchten sie sich?- oder ziehen sie eher unerschrocken in die Schlacht?
• Die "Metzelszenen" sollten in einer Schlacht nicht im Vordergrund stehen, es reicht m.M n. aus, wenn sie nur kurz gezeigt oder beschrieben werden.
• Bei einem Film muss dann noch das ganze Geschehen von Anfang bis Ende mit einer "angemessenen" Musik hinterlegt sein.
• und ganz wichtig! - eine Schlacht ist nie "toll", "klasse" oder "genial", ganz besonders am Ende, wenn viell. viele Freunde & Bekannte von den (restlichen) Überlebenden gefallen sind. Man kann allerhöchstens sagen, das sie gut war. Diese Tatsache sollte trotz viell. eines glorreichen Sieges immer mit berücksichtigt werden!

Das klingt viell. jetzt ein wenig viel, kann aber alles innerhalb von einigen Minuten oder auf ein paar Seiten zum Ausdruck gebracht werden.
Eine der besten Buch- / Filmschlachten (aus allen Kategorien), die zwar nicht immer alle meiner Punkte beeinhaltet haben, waren für mich bisher u.a.:
- "Herr der Ringe" - der Kampf in der Zwergenmine, die Belagerung von Helms Klamm und die Schlacht um Minas Tirith
- "Der Soldat James Ryan" - Invasion der Normandie und die Verteidigung der Brücke
- "Aliens - Die Rückkehr" - die "Befreiung" der Kolonisten aus dem Fusionskraftwerk
- "Braveheart" - Die Schlacht von Stirling Bridge

Es gibt sicher noch viel viel mehr... oder ~ andere Schlachten *grad´-keine-besseren-einfall*. Aber (Fantasy)Schlachten sind natürlich nicht das Wichtigste. Wenn sie schon vorkommen müssen, dann sollten sie für mich ungefähr so w.o. beschrieben aussehen - die beste Schlacht ist aber sicher immer noch die, die nicht geschlagen wird. ;)
Ich hab´ bei der Umfrage übr. "andere" gewählt, weil mir m.M.n. nicht wichtig ist gegen wen, sondern wie (siehe Stichpunkte) gekämpft wird.

Silaëna
18.12.2008, 18:52
Was ich bei den meisten Fantasy-Schlachten vermisse, ist die Sicht aus beiden Perspektiven. Meist ist es so, dass ein "gutes" Heer gegen ein "böses" kämpft, das typische Klischee also von Gut gegen Böse. Wenn es spannend beschrieben ist, kann man auch bei einer solchen Schlacht richtig mitfiebern, aber mMn nur, wenn nicht das Gemetzel, sondern die Gefühle und Erlebnisse von (Haupt-)Personen im Vordergrund stehen, die Art, wie sie die Schlacht sehen/erleben.
Was ich aber wirklich gerne mal lesen würde, ist eine Schlacht, in der auf beiden "Seiten" gut und böse, Hauptcharaktere kämpfen müssen. Hauptcharaktere, die man mag und zwischen denen man hin- und hergerissen ist und sich nicht entscheiden kann, wer jetzt gewinnen soll. Das artet dann auch nicht in ein Gemetzel aus, in der die "bösen" Kreaturen abgeschlachtet werden, bloss weil sie eben böse sind.
Auf eine solche Schlacht bin ich noch nie getroffen... na ja, vielleicht in Zukunft mal.

Nangyala
19.12.2008, 13:35
Kriegsgetrommel.
Rufe, Schreie, Schamanengesänge.
Die 2 Heere stehen sich gegenüber, Orks/Gobbos u. Elfen/Menschen.
Sie starren sich an, man bringt sich durch verbale Attacken in Rage. Die Schamanen weben Schutzzauber, Stärkezauber - die Barden unterstützen die Krieger mit Kriegsgesängen.
Es ertönt der Ruf eines uralten Hornes, dann beginnt die Schlacht.
Die Heere setzen sich in Bewegung u. stürmen aufeinander zu..

:D

grey
26.12.2008, 13:48
Conan, du schreibst mir aus der Seele. Ich bin mit all deinen Punkten einverstanden. Und diese Schlachten ...

(...)- "Herr der Ringe" - der Kampf in der Zwergenmine, die Belagerung von Helms Klamm und die Schlacht um Minas Tirith
- "Der Soldat James Ryan" - Invasion der Normandie und die Verteidigung der Brücke
- "Aliens - Die Rückkehr" - die "Befreiung" der Kolonisten aus dem Fusionskraftwerk
- "Braveheart" - Die Schlacht von Stirling Bridge(...)

… fand ich ebenfalls total genial ins Szene gesetzt. Einfach nur klasse. Bei Braveheart kamen mir sogar die Tränen, als William am Ende der Schlacht seinen mächtigen Bidenhänder empor riss und seinen Triumph hinausschrie.

Zu einer guten Schlacht gehören für mich immer große Gefühle. Ich will wissen, dass die Massen für eine große Sache einstehen, für etwas woran sie mit Inbrunst glauben. Darum liebe ich es, wenn die Anführer vorher noch eine inspirierende Rede vom Stapel lassen. So zum Beispiel in Matrix zu sehen. Die Rede, die Morpheus in Zion hält, gehört für mich zu den besten überhaupt: Wir sind noch hier! Einfach nur geil. Oder die Rede des Präsidenten in Independence Day.

Bei all der Glorie sollte man – und hier muss ich Conan wieder zustimmen – während einer Schlacht nicht vergessen die Schrecken des Krieges darzustellen. Es muss zu sehen sein, dass die Schlacht alles andere als schön ist, egal weswegen sie ausgefochten wird. Allerdings muss es für mich immer Streiter geben, die all dem Schrecken zum Trotz ihren Mut nicht verlieren und ihre Männer zum Sieg führen.

Ich persönlich würde gerne gegen Orks kämpfen. Aus Warcraft 3 kenne ich die Orks als ehrenhafte und wilde Krieger und weigere mich das Bild anzunehmen, das von ihnen zum Beispiel durch Herr der Ringe vermittelt wird.

Artok
22.01.2009, 21:05
Eine tolle Fantasy-Schlacht? Entschuldigung, aber die Frage ist für mich ein bisschen unklar ausgedrückt. Ich äußere mich mal differenziert dazu. Ich habe auch erst mal nichts in der Umfrage angekreuzt. Denn ich wüsste nicht, was ich da antworten sollte.

Wenn du in Büchern meinst dann kommt es drauf an, wie die Schlacht in Szene gesetzt ist. Da darf nicht einfach nur stehen "Da fetzten die Körper geradezu auseinander und das Blut floss wie ***...". Es muss elegant und atmosphärisch umschrieben sein. Und die Schlacht darf möglichst nicht das Hauptthema des Buches sein, sondern vielleicht irgendein mehr oder weniger großer Nebeneffekt, der die Handlung etwas voranbringt. Ähnlich ist es bei Filmen, wobei hier natürlich viel auf visuelle Effekte geachtet wird. Manchmal gut, manchmal schlecht, das ist Geschmackssache.

Bei Computerspielen hingegen, wo man ruhig viel Action erleben will, kann auch ruhig viel gekämpft werden :D Ich träume noch von so einem guten Spiel, tausende Soldaten 3D-animiert und doch irgendwie atmosphärisch in eienr Fantasy-Welt. Aber finde dieses Spiel sollte nicht nur auf die Schlachten ausgelegt sein, auch wenn es dann imemr ein spannendes Element wäre. Aber auch mit anderen Dingen wie Aufbau, Geschichte, Diplomatie etc was dem Spiel noch mehr Tiefe verleihen würde.

Naja könnte noch viel dazu sagen, aber brauche Atempause ;)

AMBER schattensturm
22.01.2009, 21:39
Wenn es um Fantasy Schlachten geht, denke ich an David Gemmel. Insbesondere das Buch "Druss". Hier hält eine kleine Zahl Soldaten die größte Festungsanlage, die je gebaut wurde, Dross Delnoch, gegen eine riesige Armee Nadir, ein Mongolen ähnliches Reitervolk.
Gemmel schafft es dabei während der Schlacht Charaktere herauszuarbeiten. Etwas, was die meisten Autoren weder für nötig halten, noch können.
Beispiel ist ein Nadir Soldat, der die Festungsmauer erklimmt in der Hoffnung das Kopfgeld, dass auf Druss ausgesetzt wurde zu ergattern, wenn er ihn erschlägt. Man erfährt vom besten Freund des Soldaten, von der Frau, die er liebt, wie er aufgewachsen ist, Pläne, die er mit dem Geld hat - und dann wird er erschlagen, bevor er auch nur die Chance hat in die Nähe seines Ziels zu kommen.

Brillenmensch
27.06.2009, 18:58
60 todmüde Ritter in schweren Rüstungen dreschen bei Nieselregen in einem Sumpf mit rostigen Schwertern aufeinander ein.*teufel*

PaganPunk
27.06.2009, 19:23
Ich wollte schon immer einmal gerne son paar Zombies platt machen. Ich glaube das ist eher eine Fitnessübung und ethisch voll korrekt *thumbsup*

Lord Dralnu
28.06.2009, 02:17
Ich wollte schon immer einmal gerne son paar Zombies platt machen. Ich glaube das ist eher eine Fitnessübung und ethisch voll korrekt *thumbsup*

Hehehe^^. Welcher Imperator eigentlich?


Ich wollte zuerst menschen nehmen, habe mich aber aus einer Laune heraus für Elfen entschieden. Einfach mal einigen dieser Schönlinge die Frese poliern nd dann nochmal nachfragen, wer hier in Relation zum Antlitz des jeweils anderen hier überirdisch gut aussieht. Hehe.
Aber mal davon abgesehn.... fällt mir keine Religion ein, bei der es eine Sünde darstellt, nicht-menschen zu töten^^. Den Weg in den Himmel erbau ich mir so schon mal nicht^^. Zudem... wenn ich gegen Menschen kämpfen möchte, geh ich auf die Straße und nenne 20 Leute "Motherfucker". Am nächsten tag stehen mindestes 5 familienverbände samt und sonders Schlagringen und Totschlägern vor meiner Haustür. Eine kleine Armee.
Wer braucht da Fantasy?:p

Irgendwie mag ich Elfen nicht. Wenn ich neben jemand dem Menschen in allen Punkten überlegenes kämpfe, dann soll die Person doch bitte seelelos sein, sonst fühle ich mich einfach irgendwie verarscht... Elfen sind irgendwie der Traum vom "besseren" Menschen. Intelligenter, magiebegabter, stärker, schneller, besser aussehend, schärfere Sinne.... frei nach dem Motto
"pimp my race(, it sucks at every part of life)"*mph*. Ich mag Elfen einfach nicht.

Was eine ordentliche Fantasy-Schlacht brauch? Nun, das ist unterschiedlich.... natürlich ist es interessant, wenn sie aus der Sicht von Teilnehmern geschildert wird(Emotionen...), aber die Schilderung eines "Beobachters von oben" kann auch interessant sein, z. B. wenn das sich verändernde Bild der Schlacht, der ineinander verkeilten Streitkräfte beschrieben wird.

PaganPunk
28.06.2009, 08:37
Hehehe^^. Welcher Imperator eigentlich?


Ich wollte zuerst menschen nehmen, habe mich aber aus einer Laune heraus für Elfen entschieden. Einfach mal einigen dieser Schönlinge die Frese poliern nd dann nochmal nachfragen, wer hier in Relation zum Antlitz des jeweils anderen hier überirdisch gut aussieht. Hehe.
Aber mal davon abgesehn.... fällt mir keine Religion ein, bei der es eine Sünde darstellt, nicht-menschen zu töten^^. Den Weg in den Himmel erbau ich mir so schon mal nicht^^. Zudem... wenn ich gegen Menschen kämpfen möchte, geh ich auf die Straße und nenne 20 Leute "Motherfucker". Am nächsten tag stehen mindestes 5 familienverbände samt und sonders Schlagringen und Totschlägern vor meiner Haustür. Eine kleine Armee.
Wer braucht da Fantasy?:p

Irgendwie mag ich Elfen nicht. Wenn ich neben jemand dem Menschen in allen Punkten überlegenes kämpfe, dann soll die Person doch bitte seelelos sein, sonst fühle ich mich einfach irgendwie verarscht... Elfen sind irgendwie der Traum vom "besseren" Menschen. Intelligenter, magiebegabter, stärker, schneller, besser aussehend, schärfere Sinne.... frei nach dem Motto
"pimp my race(, it sucks at every part of life)"*mph*. Ich mag Elfen einfach nicht.

Was eine ordentliche Fantasy-Schlacht brauch? Nun, das ist unterschiedlich.... natürlich ist es interessant, wenn sie aus der Sicht von Teilnehmern geschildert wird(Emotionen...), aber die Schilderung eines "Beobachters von oben" kann auch interessant sein, z. B. wenn das sich verändernde Bild der Schlacht, der ineinander verkeilten Streitkräfte beschrieben wird.

Na der einzige wahre,heilige Gott-Imperator, auf seinem goldenen Thron auf dem heiligen Terra! :D *ja* ( Warhammer 40000 *hrhr* )

Ja die Elfen sind eingebildete Schnösel, aber mir wäre das zu gefährlich sich mit denen anzulegen. Die verstecken sich überall und treffen nen Spatzen auf 100m in den Anus. Außerdem ist das ja ethisch nicht korrekt, da müsste ich mich ja mit jedem Anzugträger anlegen und die CDU/FDP Parteizentralen belagern.:D

starkhand
29.06.2009, 11:46
Aber vielleicht hat der ork ja ne Familie und Kinder die ihn vermissen werden. Vieleicht greifen genau diese Kinder dann Meschen an um Rache wegen des todes ihres Vaters auszuüben. *ja*

Erinnert sich noch jemand an Azog und seinen Sohn Bolg? :)

Die beste Schlacht ist natürlich die - wer sagte es weiter oben noch? - die ich überlebe. Was nützt es, wenn am Ende Aragorn statt Théoden blutend am Boden liegt?

Viel näher gehen mir bei eingehender Betrachtung jedoch reale Schlachten, vor allem, wenn man sich darauf einläßt, die Gnadenlosigkeit und Grausamkeit nachzuempfinden: Termopylen, Issos, Teutoburger Wald, Katalaunische Felder, Lechfeld, Tannenberg, Sempach, Calvenbrücke und und und - stell Dir vor, Du steckst da drin … Trotzdem: die packendste Szene ist für mich jene, wo Théoden die Reiter von Rohan vor der Schlacht auf dem Pelennor aufputscht, egal, wie oft ich das lese.

Koboldkind
01.07.2009, 00:15
Ich hab Andere gewählt. Denn alles, was mir an die Gurgel will, ist es wert, getötet zu werden ò.ó
Ich denke, gegen Menschen und Elfen kämpfen wäre noch am einfachsten. Denn bei denen erschrecke ich erstmal nicht durch die komische Form, und ich erkenne sie durch die Helme nicht. Dann noch überleben, dann nehme ich auch den Adrenalinrausch in Kauf.

Eine Schlacht im Buch?
Nicht Seitenlang. Ich brauche mir nicht die raffinierten Strategien der verschiedenen Heerführer anzulesen, wenn zwischendrin nichts spannendes passiert. Irgendwelche Sonderaufträge, woran die Schlacht steht und fällt. Das übernehme ich auch gere selbst, da ist die Überlebenschance wenigstens gefühlt höher ^^"
Davon abgesehen habe ich es lieber klein und fein. Ein Heer von über Tausend Leutchen, da frage ich mich immer, wo gerade die Bauern zur Ernte fehlen.

sulaya
04.08.2009, 11:07
Ich würde am ehesten gegen Menschen kämpfen, denn die haben die meisten Schwächen...
Schlachten in Büchern kann ich auch seitenlang lesen, wenn sie groß sind und immer wieder überraschende Wendungen eingebaut wurden! Bei großen Schlachten lese ich lieber so eine Art Überblick über das gesamte Geschehen. Wenn die Schlacht aus der Perspektive einer einzelnen Personen geschrieben ist, sollte sie nicht mehr wie tausend Krieger umfassen.

Faraiel
28.08.2009, 14:46
Also ich stelle mir " meine beste Schlacht " so vor .
Elfen, Menschen, Zwerge, Kentauren und alle Geschöpfe des Lichts, von dennen auch manche " böse" sein könnte z.B Orks oder Dunkelelfen. Allerdings hätten diese ihre eigene Rasse verraten und kämpfen nun für das Gute. Es ist natürlich auch so, dass ein paar gute Wesen zu den Bösen helfen.
Insgesamt sind es so an die 100.000 Gute und 200.000 Böse. Also eine Megaschlacht^^
Gekämpft wird mit allem: Schwertern, Äxten, Magie, Bögen, Feuerwaffen ( aus " Die Elfen " ), zwergischen Kanonen...
Es werden Dämonen beschworen, und totgeglaubte Feinde erheben sich erneut durch schwarze Künste, um in der letzten Schlacht zu kämpfen, die das Schicksal der ganzen Welt bestimmen wird^^
Licht oder Schatten... Wer wird siegen...

Stjersang
30.08.2009, 23:53
Ganz Bodenständig, Mensch gegen Mensch.
In Büchern lese ich generell nicht gern von Schlachten größeren Ausmaßes.
Mit sind da kleinere Auseinandersetzungen, bei denen man um jeden einzelnen Kämpfer bangen muss, lieber. Außerdem mag ich keine Kanonenfuttercharaktere, deren Tod schon bei ihrem ersten Satz feststeht.
Zwerge hätten allerdings auch einen gewissen Reiz...

Plusquamperfekt
13.09.2009, 10:04
Was stellt ihr euch unter einer angemessenen Schlacht vor???


Helms Klamm, Helms Klamm, Helms Klamm! *thumbsup*

In dieser Sclacht wird mMn alles gute aus Fantasyschlachten vereint. Zwar kann man die Gegner für mich auch anders mischen, vorallem jetzt wo das Model Orks vs. Menschen aufgebraucht ist. Das erste was mir sehr gut gefällt, ist die Stimung. Die Hilflosigkeit der Menschen am Anfang, das Eintreffen der Elben und die Gefühle von Legolas, Gimmly und Arargon. Die Kampfszenen an sich packten mich so sehr, dass ich nicht blinzeln sollte, ganz anders als bei Eragon ;) Und dann das Ende, die Ritter von Rohan kommen, geführt von Gandalf, die Urukahis (so ?) fliehen unnd von den Bäumen getötet werden. Ganz großes Kino!

Gwyneth
13.09.2009, 12:29
Ich gehöre zu der Gruppe hier, die so große Schlachten allgemein nicht gerne liest.. und im Film seh ich sie auch nicht gerade gerne.
Kleine Kämpfe untereinander? Super, gefällt mir.
Aber diese Massenschlachten treffen sehr selten meinen Geschmack, auch wenn es da die ein oder andere gibt.


Ich selbst würde am liebsten gegen Menschen kämpfen. Wieso wurde hier schon mehrmals genannt - sie haben von allen eben einfach die meisten Schwächen.
Aber gegen Orks hätte ich auch nichts einzuwenden, die mag ich wirklich nicht sonderlich.. :x..
Wies scheint schließ ich mich hier also der Mehrheit an.

Bakira
12.10.2009, 23:21
Also Zwergen verkloppen hat bestimmt was.:D
Diese kleinen, zähen Mistkerle sind eine Herausforderung für jeden Krieger.

Ich liebe große, epische Fantasyschlachten. Wenn tausende Gegner brüllend auf dem Schlachtfeld aufeinanderkrachen und das unübersichtliche Chaos ausbricht. Am Liebsten seitenlang und cineastischen Bildern.

Waechter
17.10.2009, 15:18
Schlachtbeschreibungen sind dann interessant, wenn die verschiedenen Perspektiven berücksichtigt werden. Also die Kämpfe des einfachen Soldaten bis hin zum Befehlshaber, der den Überblick bewahren und Entscheidungen treffen muss.
Überflüssig sind Schlachten, um des reinen Gemetzels willen oder solche, bei denen Helden alles entscheiden und Topografie keine Rolle spielt. "Die Schlacht am Rayhin" im ersten Band von Kryson ist so eine. Da weiß man als Leser nicht, ob man lachen oder weinen soll.

Alcarin
17.10.2009, 16:37
Ich halte nicht viel von Schlachten. Für denjenigen, der drinnen steckt und um sein Leben kämpft, ist eine Schlacht sicher aufregend, aber der Leser neigt bei endlosen Beschreibungen von Blut und sterbenden Körpern sicher zur Langeweile.
Jedenfalls ist eine aufregende Schlachtenbeschreibung zu erstellen eine hohe Kunst, die, wie ich meine, bisher am besten von Tolkien umgesetzt wurde. Oder ist jemand anderer Meinung? Wenn dem so ist, erfahre ich vielleicht etwas von Werken, die zu lesen sich lohnen würde.

Gegen wen ich am liebsten kämpfen würde? Eine schwere Frage und sie hängt auch davon ab, was man selbst ist und wie man kämpft. Wenn ich ein Zwerg wäre und mich in einer Phalanx von Pikenträgern befinden würde, hätte ich vor Trollen recht wenig Angst.
Ich habe Elfen gewählt. Menschen wären irgendwie langweilig, Zwerge zu gefährlich, weil ich die wegen ihrer Größe und ihrer Zähigkeit nicht richtig einschätzen kann, Trolle wären mir zu groß, dunkle Wesen und Orks zu eintönig und Drachen eine Nummer zu groß.

Cilia
17.10.2009, 19:43
Ich find auch dass es nicht unbedingt ne Schlacht geben muss um ein Fnatsybuch zu einem guten Fantasybuch machen. Und wenn es ne Schlacht gibt dann wäre es schön wenn am ende nicht einfach nur noch die Hauptfiguren lebend dastehen.

Plusquamperfekt
17.10.2009, 19:48
Und wenn es ne Schlacht gibt dann wäre es schön wenn am ende nicht einfach nur noch die Hauptfiguren lebend dastehen.

Oh, ja!
Ich finde es auch schrecklich, wenn die Schlacht ein richtiges Gemetzel ist, tausende leute sterben, aber der Held überlebt (in Manchen Büchern ganz easy, in manchen steht er am Rande der Todes) und tötet nebenbei noch 100 Leute. Und am Ende wandert er weinend über die Leichen (@ Eragon). Das ist zum Ko*****mph*

Nazurka
19.10.2009, 20:46
Helms Klamm, Helms Klamm, Helms Klamm!

In dieser Sclacht wird mMn alles gute aus Fantasyschlachten vereint. Zwar kann man die Gegner für mich auch anders mischen, vorallem jetzt wo das Model Orks vs. Menschen aufgebraucht ist. Das erste was mir sehr gut gefällt, ist die Stimung. Die Hilflosigkeit der Menschen am Anfang, das Eintreffen der Elben und die Gefühle von Legolas, Gimmly und Arargon. Die Kampfszenen an sich packten mich so sehr, dass ich nicht blinzeln sollte, ganz anders als bei Eragon Und dann das Ende, die Ritter von Rohan kommen, geführt von Gandalf, die Urukahis (so ?) fliehen unnd von den Bäumen getötet werden. Ganz großes Kino!

Während ich diesen Thread las dachte ich nur an Helms Klamm, genauso wie du!
Um dies mal zu erläutern:

1. Ich bin ein riesenfan von Schlachten. Alleine diese imense Anzahl an Menschen, kreaturen etc. finde ich schon sehr beeindruckend. In Helms Klamm und auch in der Schlacht im 3. Teil von Herr der Ringe werden viele verschiedene Strategien der Gegenseite (Orks etc.) sichtbar. DIe Olefanten, Katapulte, Nazgul etc., einfach traumhaft!

Aber das hat die Schlacht nicht ausgemacht. Meiner Meinung nach stellt dies nur das Äußere Bild, die Struktur, dar. Es geht eigentlich nicht darum mitzuverfolgen, wer wem den Kopf einschlägt.
Ich sage nur: Zweikämpfe alla Aragorn, Gimmli, Legolas, Eowin, als sie den höchsten Nazgul tötet, die Zählerei von Gimmlie und Legolas. Als Legolas sich an dem Olefanten hochschlänglt: Das war atemberaubend!

Ich glaube, damit habe ich allzu deutlich verdeutlicht (:D), was für mich da sein sollte.

Generell finde ich Schlachten super. Sie sollten nur eben beherzigen, den "Hintergrund" für die Zwei- und Einzelkämpfe darzustellen, die Kulisse (wie man beim Theater sagen würde :D) um die Haupthandlung darzustellen.
Ich fiebere bei sowas immer mit!

Und ich dachte eigentlich auch, dass Schlachten alla Herr der Ringe beliebter wären. Ich fand auch die Schlachten in "Eragon" gut beschrieben, leider wurde aus dem Buch nicht so viel im Film umgesetzt (fand ich sehr schade), daraus hätte man auch ein riesen Epos drehen können.
Vielleicht wagt sich irgendwann mal wieder ein Regissuer an dieses Werk, mich würds freuen! :)

Alcarin
20.10.2009, 09:50
Eine Schlacht ist ja im Grunde eine sehr simple Angelegenheit. Zwei Seiten treffen aufeinander und es wird so lange getötet, bis eine von Angst und Verlusten vom Feld getrieben wird.
Filmisch lässt sich aus einer Schlacht sehr viel machen. Das Ansehen von Schlachtszenen lässt den Zuschauer mitfiebern.
In Büchern lässt sich so ein Effekt kaum erreichen. Ich meinerseits habe noch kein Buch gelesen, in dem eine Schlacht an sich von der rein militärischen Seite ein spannendes Ereignis war.
Ich wage zu behaupten, dass eine Schlacht in einem Buch nur dann etwas taugt, wenn sie nur den Hintergrund zu dem hergibt, was mit den Personen geschieht.
Ein Beispiel: Die Schlacht am Pelennor (im Buch "Die Wiederkehr des Königs" von Tolkien) ist ein gewaltiges Gemetzel. Aber spannend wird sie erst dann, wenn der Leser verfolgt, was mit den teilnehmenden Personen geschieht. König Théoden wird getötet und beweist gerade in seinem Tod große Heldenhaftigkeit. Éowyn setzt sich über alle Konventionen weg und beweist sich als größer als fast alle Männer, die auf dem Pelennor mitkämpfen. Merry und Pippin zeigen, dass sie mehr leisten können als die vielen großen Menschenkrieger, obwohl sie nur kleine Hobbits sind.
In dieser Schlacht wachsen viele Personen über sich selbst hinaus. Nur durch diese persönlichen Vorgänge wird die Schlacht erst spannend.

PaganPunk
20.10.2009, 10:13
Eine Schlacht ist ja im Grunde eine sehr simple Angelegenheit. Zwei Seiten treffen aufeinander und es wird so lange getötet, bis eine von Angst und Verlusten vom Feld getrieben wird.
Filmisch lässt sich aus einer Schlacht sehr viel machen. Das Ansehen von Schlachtszenen lässt den Zuschauer mitfiebern.
In Büchern lässt sich so ein Effekt kaum erreichen. Ich meinerseits habe noch kein Buch gelesen, in dem eine Schlacht an sich von der rein militärischen Seite ein spannendes Ereignis war.
Ich wage zu behaupten, dass eine Schlacht in einem Buch nur dann etwas taugt, wenn sie nur den Hintergrund zu dem hergibt, was mit den Personen geschieht.
Ein Beispiel: Die Schlacht am Pelennor (im Buch "Die Wiederkehr des Königs" von Tolkien) ist ein gewaltiges Gemetzel. Aber spannend wird sie erst dann, wenn der Leser verfolgt, was mit den teilnehmenden Personen geschieht. König Théoden wird getötet und beweist gerade in seinem Tod große Heldenhaftigkeit. Éowyn setzt sich über alle Konventionen weg und beweist sich als größer als fast alle Männer, die auf dem Pelennor mitkämpfen. Merry und Pippin zeigen, dass sie mehr leisten können als die vielen großen Menschenkrieger, obwohl sie nur kleine Hobbits sind.
In dieser Schlacht wachsen viele Personen über sich selbst hinaus. Nur durch diese persönlichen Vorgänge wird die Schlacht erst spannend.

Ahja.... Hast du mal Sun Tzu gelesen? Die meisten Schlachten werden schon davor entschieden. Eigtl geht es selten um die wirklich Kampfkraft, sondern um das Gelände, Moral, Versorgung und Kriegslisten. Dieses epische einfach losprügeln ist sowas von langweilig geworden.

Alcarin
20.10.2009, 10:19
Nein, ich habe Sun Tzu noch nicht gelesen.
Aber die Berücksichtigung seiner Lehre in einem Fantasy- Roman würde die Schlachten ja noch langweiliger machen.

PaganPunk
20.10.2009, 10:28
Nicht wirklich , einfach nur verändern. Es wäre kein sinnloses Gemetzel mehr, sondern doch mal anspruchsvoller. Du sagst doch selber, dass dir die epischen Metzelschlachten zu langweilig sind, vielleicht wäre das mal ein guter Zeitpunkt seinen Horizont zu erweitern

Dexter
20.10.2009, 10:40
Nein, ich habe Sun Tzu noch nicht gelesen.
Aber die Berücksichtigung seiner Lehre in einem Fantasy- Roman würde die Schlachten ja noch langweiliger machen.

Ganz ehrlich: Das bezweifel ich.

Wenn einer der Protagonisten das Kommando in der Schlacht führen muss, dann könntest du das alles bestimmt sehr gut heruasarbeiten. Er muss schließlich das Gelände für die Schlacht kennen und am besten aussuchen, er muss sich mit feindlichen Spionen rumschlagen und gleichzeitig seine Autorität gegen Gegner in der eigenen Armee behaupten und er muss dafür sorgen, dass seine Armee versorgt ist und nicht mitten im Feldzug die Nahrung ausgeht.

Sowohl Napoleon als auch die Nazis sind auf ihren Russlandfeldzügen gescheitert, weil ihren Truppen die Nahrung, Kleidung, Munition und im zweiten Falle auch noch der Sprit ausgegangen ist (Das ist nicht der einzige Grund aber auf jeden Fall einer der wichtigsten).

Ich glaube aber vor allem, dass die Konflikte innerhalb einer Armee mindestens genauso viel Spannung hergibt, wie die eigentliche Schlacht und es würde der Sache einfach mehr tiefe verleihen.

Auf der anderen Seite lässt es die Helden natürlich viel weniger Heldenhaft aussehen, wenn die Schlacht eigentlich von Anfang an gelaufen ist...



Verdammt, jetzt war Pagan Punk schneller:(

sueño
20.10.2009, 12:51
Nein, ich habe Sun Tzu noch nicht gelesen.
Aber die Berücksichtigung seiner Lehre in einem Fantasy- Roman würde die Schlachten ja noch langweiliger machen.

Sehe ich so wie Dexter; mehr Realismus wird wohl nicht zu mehr Langeweile führen. Man muss sich ja nicht in allen Einzelheiten danach richten, aber ein paar Dinge zu beachten kann dem Autor ja auch helfen, die Geschichte zu entwickeln. Dass man mit abgeschnittenem Nachschub verloren ist, wenn einem die Lebensmittel ausgehen, wird auch dem unbedarftesten Leser klar sein; dass Fußtruppen ohne besondere Vorkehrungen gegen schwere Kavallerie verloren ist, kann man ja auch für das Drama nutzen etc.

Alcarin
20.10.2009, 19:46
Nun ja, ich habe gewisse Zweifel, dass es spannend wäre, wenn ganze Kapitel eines Buches aus Stellungssondierungen, Disziplinarmaßnahmen, Informationssammlungen, logistischer Planung, Koordination der Truppenteile und taktischen Überlegungen vergehen.
Das mag für ein Strategiespiel am PC ganz gut sein, aber ich habe meinerseits noch kein Buch gelesen, in dem eine Schlacht so verarbeitet und gleichzeitig spannend gehalten wurde.
Sind die Schlachten, die am meisten Spannung hervor rufen, nicht diejenigen, bei denen der Ausgang unsicher ist bzw. man vorher darauf wetten kann, dass der böse Gegner gewinnt? Das unterscheidet Fantasy- Schlachten doch allgemein von realen Schlachten.
Beispiele aus Mittelerde: In der Schlacht der fünf Heere tauchten völlig überraschend die Adler und Beorn auf. In Helms Klamm rettete Erkenbrand die fast verlorene Festung. Die Schlacht auf dem Pelennor wurde durch den Tod des Hexenkönigs und die unerwartete Ankunft der Flotte Aragorns entschieden. Die Schlacht am Schwarzen Tor hätte ganz sicher zu Saurons Gunsten ausgehen müssen, aber was passierte? Der Ring wird gerade noch rechtzeitig zerstört und Sauron verbrutzelt.

Vielleicht irre ich mich. Das kann sein. Aber eingestehen werde ich das erst, wenn ich eine richtig spannende Schlacht ganz nach Sun Tzu gelesen habe.

Waechter
20.10.2009, 19:57
Man muss diese Sachen wie Logistik ja nicht so explizit als solche schildern. Wenn es über normale Soldaten läuft, denen Schuhe und Essen fehlen, weil die Versorgung nicht klappt, wäre es doch gut. Oder es geht die Munition aus (seien es nun Pfeile, Wurfspeere oder was auch immer): alles Elemente, die eine Schlacht dramatischer und doch realistischer machen können.

Dexter
20.10.2009, 20:31
Sind die Schlachten, die am meisten Spannung hervor rufen, nicht diejenigen, bei denen der Ausgang unsicher ist bzw. man vorher darauf wetten kann, dass der böse Gegner gewinnt? Das unterscheidet Fantasy- Schlachten doch allgemein von realen Schlachten.
Beispiele aus Mittelerde: In der Schlacht der fünf Heere tauchten völlig überraschend die Adler und Beorn auf. In Helms Klamm rettete Erkenbrand die fast verlorene Festung. Die Schlacht auf dem Pelennor wurde durch den Tod des Hexenkönigs und die unerwartete Ankunft der Flotte Aragorns entschieden. Die Schlacht am Schwarzen Tor hätte ganz sicher zu Saurons Gunsten ausgehen müssen, aber was passierte? Der Ring wird gerade noch rechtzeitig zerstört und Sauron verbrutzelt.

Ich finde irgendwie lustig, dass du dein eigenes Argument zerstückelst;) Du sagst doch selber, dass am Ende die Guten gewinnen, und wenn es durch Deus Ex Machina ist...

Mal ehrlich: Welche Fantasy-Schlacht ist denn unsicher?
Ist es der erste Band? Dann gewinnen die Guten eine Schlacht, aber der Krieg fängt grade erst an.
Ist es der zweite Band? Dann kriegen die guten eins auf die Mütze, können sich aber wieder sammeln.
Band 3 bis Band x können dann variieren, es sei denn Band 3 ist der letze Band. Im allgemeinen gilt allerdings, dass die Helden eher fortschritte machen
Ist es der letze Band? Dann gewinnen die Guten und die Reihe ist zu Ende.

Natürlich stimmt das nicht immer, aber eine ganze Menge Fantasy-Trilogien halten sich an das bewährte Star Wars Schema und ich habe noch nicht viele Fantasy-Bücher gelesen, bei denen das Ende einer Schlacht wirklich unsicher war.

Nun ja, ich habe gewisse Zweifel, dass es spannend wäre, wenn ganze Kapitel eines Buches aus Stellungssondierungen, Disziplinarmaßnahmen, Informationssammlungen, logistischer Planung, Koordination der Truppenteile und taktischen Überlegungen vergehen.


Willst du mir etwa erzählen, dass Spionage keine Spannung hergibt? Und zu den anderen Punkten hat Waechter ja schon etwas gesagt, wobei man zum Beispiel die Suche nach einer fehlenden Nachschublieferung spannend erzählen kann. Und die Geschichte von einem Soldat, der nicht nach den Vorschriften, sondern nach seinem Gewissen gehandelt hat und dann einer harten Strafe ins Auge sieht ist doch einer der ältesten Hüte überhaupt...

Alcarin
20.10.2009, 21:26
Spionage bietet sicherlich Möglichkeiten, eine Schlacht bzw. die Zeit unmittelbar davor spannend zu machen.
Ich will nicht sagen, dass Schlachten, wenn man sie realistisch schildert, völlig langweilig sein müssen.
Aber ich behaupte, dass eine rein realistisch aus der Sicht eines Oberbefehlshabers geschilderte Schlacht einfach zum Gähnen wäre, sofern sie- hier muss ich mich einschränken- auf einer technologischen Ebene stattfindet, die noch Spannung erlaubt.
Damit meine ich, dass eine realistisch geschilderte Schlacht am ehesten dann spannend ist, wenn sie wie im Mittelalter oder den Dark Ages ausgefochten wird. Das heißt: Zwei Kriegshaufen marschieren in loser Ordnung aufeinander los, es wird gemetzelt und getötet, bis- wie es da noch vorkommen kann- irgendein Held etwas vollbringt, was die Feinde weglaufen lässt.
Aber das ist keine Schlacht, wie sie Sun Tzu beschrieb. Soweit ich weiß, war er ein Militärtheoretiker des chinesischen Kaiserreiches, das als Hochkultur schon sehr viele Raffinessen der Taktik und Strategie kannte.
Nun will ich zur Fantasy zurück: Wenn man in einer Welt, die von Drachen, Geistern und haufenweise anderen magischen Kreaturen bewohnt wird, zwei Heere aufeinander treffen lässt, können die Heerführer schon alle möglichen Raffinessen kennen.
Aber ich würde sehr davon abraten, dass die Schlacht dann auch nur nach menschlichen Raffinessen entschieden wird. Das wäre langweilig. In der Fantasy kommt dann halt ein großer Drache, ein Zauberer oder ein Koboldheer und greift ins Geschehen ein.

Nazurka
20.10.2009, 21:46
Aber ich würde sehr davon abraten, dass die Schlacht dann auch nur nach menschlichen Raffinessen entschieden wird. Das wäre langweilig. In der Fantasy kommt dann halt ein großer Drache, ein Zauberer oder ein Koboldheer und greift ins Geschehen ein.

Das muss keine Norm sein. Nicht in jeder Schlacht entscheiden solche Dinge den Ausgang. Es gibt auch viele (zumindest habe ich davon gelesen, also aus den Büchern), wie Schlachten endeten, weil ein ganz gewöhlicher Mensch mal seinen Verstand eingesetzt hat, Fallen stellte und dann eben von seiner Logik und Koordination Gebrauch machte. ;>
Und das kann ebenso spannend sein, wie das, was du eben beschriebst.

Seppel
26.10.2009, 22:31
Aber ich würde sehr davon abraten, dass die Schlacht dann auch nur nach menschlichen Raffinessen entschieden wird. Das wäre langweilig. In der Fantasy kommt dann halt ein großer Drache, ein Zauberer oder ein Koboldheer und greift ins Geschehen ein.

Genau das ist doch langweilig, weil alles, was vorher passiert, bedeutungslos wird. "Der Drache macht dat schon!"

Amandil
30.10.2009, 11:53
Genau das ist doch langweilig, weil alles, was vorher passiert, bedeutungslos wird. "Der Drache macht dat schon!"

das find ich auch. am besten wäre vllt eine mischung von beidem, aber einfach eine "übermacht" in den kampf zu schicken, der dann alles besiegt finde ich dann nicht so toll. das kann man vllt einmal pro buch machen, aber lieber wäre mir, wenn z.b. ein neuer kampfeswille die krieger packt oder irgendwie noch andere gleichstarke unterstützung kommt, obwohl alles hoffnungslos erschien (z.b. Herr der Ringe, 2. Teil, die Szene am Ende des Films in Helms Klamm).

Nazurka
31.10.2009, 11:56
das find ich auch. am besten wäre vllt eine mischung von beidem, aber einfach eine "übermacht" in den kampf zu schicken, der dann alles besiegt finde ich dann nicht so toll. das kann man vllt einmal pro buch machen, aber lieber wäre mir, wenn z.b. ein neuer kampfeswille die krieger packt oder irgendwie noch andere gleichstarke unterstützung kommt, obwohl alles hoffnungslos erschien (z.b. Herr der Ringe, 2. Teil, die Szene am Ende des Films in Helms Klamm).

Wo wir wieder bei Helms Klamm wären! :D
Ja, das denke ich ebenfalls. Wie gesagt, wer will schon eine Schlacht sehen/lesen, in der die andere Armee niedergestampft wird? Da muss schon mehr dahinter stecken. Kleinere odr auch größere Rückschläge, eine Lage, die Aussichtslos erscheint, und dann aber irgendwie sich wieder zum Guten wendet, vielleicht auch nur ein kleiner Hoffnungsschimmer, an dem man sich festklammern kann. Manchmal braucht man dann gar keine weiteren Leute, sondern jemand hatte nen Geistesblitz und dadurch wird eine Wedndung der Schlacht herbeigerufen. Es gibt so viele Möglichkeiten, die man geschickt miteinander kombinieren kann, das Spekrtum ist groß. ;)
Und jedem gefällt da halt was anderes, was ja auch ganz normal ist. ;)

Alcarin
01.11.2009, 12:45
Dabei stellt sich die Frage, was die Schlacht für einen handlungstechnischen Zweck hat. Wozu soll sie führen? Davon abhängig ist die Stellung der Protagonisten bzw. Antagonisten.
Damit meine ich: Bei einer Schlacht wie in Helms Klamm sind die Protagonisten an der Spitze einer Seite, durch ihr Handeln beeinflussen sie den Ausgang der Schlacht. Das ist typisch bei einer Quest.
Bei Schlachten in Romanen ohne reinen Quest- Charakter kann es sicher auch sein, dass die Protagonisten nicht an herausragender und bestimmender Stelle mitkämpfen, dass die Schlacht die Handlung aber doch voranbringt. Probleme fallen zum Beispiel von selbst weg, weil handelnde Personen umkommen oder in der Hirarchie sinken oder aufsteigen.
Aber zweiteres kommt wohl eher selten in Fantasy- Romanen vor.

HMP
01.11.2009, 12:59
Dabei stellt sich die Frage, was die Schlacht für einen handlungstechnischen Zweck hat. Wozu soll sie führen? Davon abhängig ist die Stellung der Protagonisten bzw. Antagonisten.
Damit meine ich: Bei einer Schlacht wie in Helms Klamm sind die Protagonisten an der Spitze einer Seite, durch ihr Handeln beeinflussen sie den Ausgang der Schlacht.

Ich lese viel und gerne mit, auch wenn ich nicht immer etwas poste. Irgendwann muss ich aber doch einmal fragen und daher jetzt: wo sind bei Helms Klamm der Protagonist und der Antagonist? Meines Wissens nach sind weder Frodo noch Sauron vor Ort. Oder sind damit Aragorn, Gimli, Legolas usw. gemeint? Das sind Hauptfiguren der ganzen Geschichte, aber keine Protagonisten.

Protagonist und Antagonist sind jene, zwischen denen der Konflikt besteht. Im Falle von "Der Herr der Ringe" sind das Frodo und Sauron: der eine hat den Ring, der andere will ihn. Das ist der grundlegende Konflikt.

Protagonisten und Antagonisten werden gerne mit den Hauptfiguren gleichgesetzt. Das muss aber nicht immer gelten. Und in dem Fall der Schlacht bei Helms Klamm (oder auch Minas Tirith oder ...) gilt das eben nicht. Pro- und Antagonist sind weit weg von dieser Schlacht.

Nur mal so am Rande eingworfen.

Alcarin
01.11.2009, 15:35
Stimmt schon, in Helms Klamm findet man namentlich bekannt nur Protagonisten.
Allerdings bezeichne ich zumindest Gandalf und Aragorn schon als Protagonisten. Legolas, Gimli etc. sind da schon eher hintangestellt. Die ganze Handlung folgt ja verschiedenen Strängen und die beiden zuerst genannten sind sicher die Protagonisten ihrer Stränge.
Aber ist es nicht irgendwie typisch für Herr der Ringe, dass man in den großen Schlachten nur einmal, nämlich mit dem Hexenkönig auf dem Pelennor, was auch nur spannungssteigernd wirkte, Antagonisten auf dem Schlachtfeld findet?
Typisch für Herr der Ringe ist die Quest. Und die Schlachten sind dabei epische Zwischenstationen mit unsicherem Ausgang, durch die sich die Protagonisten einfach durchhauen müssen.
Ich kenne leider viel zu wenige Bücher der epischen Fantasy. Wie viele haben eigentlich einen Quest- Charakter? Ist Herr der Ringe eher atypisch verglichen mit der heutigen Fantasy?

HMP
01.11.2009, 17:33
Stimmt schon, in Helms Klamm findet man namentlich bekannt nur Protagonisten.
Allerdings bezeichne ich zumindest Gandalf und Aragorn schon als Protagonisten. Legolas, Gimli etc. sind da schon eher hintangestellt. Die ganze Handlung folgt ja verschiedenen Strängen und die beiden zuerst genannten sind sicher die Protagonisten ihrer Stränge.
Aber ist es nicht irgendwie typisch für Herr der Ringe, dass man in den großen Schlachten nur einmal, nämlich mit dem Hexenkönig auf dem Pelennor, was auch nur spannungssteigernd wirkte, Antagonisten auf dem Schlachtfeld findet?
Ja und nein. Handlungsstränge gibt es durchaus verschiedene. Aber sicher ließe sich (im positiven) darüber streiten, wer im "Der Herr der Ringe" protagonist ist und wer nicht. Für mich sind es - wie gesagt - Frodo und Sauron. Die anderen sind Hauptfiguren, die durchaus auch einen Konflikt mit jemandem haben, der aber zum einen im Gesamtkonflikt aufgeht, zum anderen dem aber auch eindeutig untergeordnet ist.
Darüber hinaus tauchen die mächtigen Antagonisten in aller Regel eher weniger auf dem Schlachtfeld auf. Das ist nicht nur bei Tolkien so. Diese Antagonisten haben ihre Hilfsvölker (siehe zum Beispiel auch "Die Chroniken von Thomas Covenant, dem Zweifler" von Stephen R. Donaldson). Je mächtiger ein Antagonist ist, desto seltener taucht er persönlich auf. Zumindest habe ich diese (Lese-)Erfahrung gemacht.
Typisch für Herr der Ringe ist die Quest. Und die Schlachten sind dabei epische Zwischenstationen mit unsicherem Ausgang, durch die sich die Protagonisten einfach durchhauen müssen.
Ich kenne leider viel zu wenige Bücher der epischen Fantasy. Wie viele haben eigentlich einen Quest- Charakter? Ist Herr der Ringe eher atypisch verglichen mit der heutigen Fantasy?
Die Quest, die Heldenreise (oder wie immer man es übersetzen möchte) ist ein wesentliches Merkmal der Fantasy, denke ich. Mehr oder weniger deutlich kommt sie immer vor. Das beschränkt sich nicht nur auf die epische Fantasy. Auch "Elric von Melniboé" von Michael Moorcok (manche zählen es zur Heroic Fantasy) zum Beispiel ist auf seiner Quest - nur ist sie natürlich mit der eines "Frodo Beutlin" oder "Thomas Covenant" nicht zu vergleichen. Es ist eine andere Quest, nichtsdestotrotz eine Quest.
Und ist nicht auch "Harry Potter" auf einer Quest? Seine heißt, sich gegen Lord Voldemort zu behaupten.

Alcarin
01.11.2009, 18:57
Von einer Harry- Potter- Quest kann man im sechsten und siebten Band sprechen. In den vorigen Bänden lebt Harry sein Leben in Hogwarts und Voldemort und die Vergangenheit dringen immer wieder in dasselbe ein.

HMP
01.11.2009, 19:39
Von einer Harry- Potter- Quest kann man im sechsten und siebten Band sprechen. In den vorigen Bänden lebt Harry sein Leben in Hogwarts und Voldemort und die Vergangenheit dringen immer wieder in dasselbe ein.

Ich denke, "Harry Potter" muss man insgesamt sehen, oder? Die Bände mögen in sich abgeschlossen sein, doch Voldemort (und das, was er Harrys Eltern angetan hat, was daraus reslutiert, wohin es führt usw.) ist der rote Faden der Bücher ... die Quest.

Du betrachtest ja "Der Herr der Ringe" auch nicht einzeln, oder?

Alcarin
01.11.2009, 21:05
Beim Herrn der Ringe ist die Quest von Elronds Rat an expliziert bestimmt. Bei Harry Potter wird sie stückchenweise entschlüsselt.

Nazurka
01.11.2009, 21:26
Beim Herrn der Ringe ist die Quest von Elronds Rat an expliziert bestimmt. Bei Harry Potter wird sie stückchenweise entschlüsselt.

Trotzdem geht es doch um das Gesamtwerk, dass man, wie HMP schon sagte, betrachten soll. Von Anfang an fand Harry immer mehr heraus, wer er ist, wieso seine Eltern ermordet wurden, wie und auf welche Weise. Seine Abenteuer führten zur Rückkehr Lord Voldemords und damit wieder zu seiner Bestimmung, gegen ihn zu kämpfen, oder sehe ich das falsch?
Von Beginn der Geschichte an, ist das sein Weg, sein Ziel, auch wenn er diesen zu Beginn noch nicht kennt.

HMP
01.11.2009, 21:38
(@ Moderatoren: Vielleicht macht es Sinn diesen Teil vom Schlachtteil abzutrennen)

Eine Quest wird sehr oft erst nach und nach entschlüsselt. Frodos Quest erfährt bei Elronds Rat eine Erweiterung. Den Ring zu tragen und in Sicherheit zu bringen beginnt in dem Augenblick, als er in bekommt und das Auenland verlässt. Zuerst soll er nur nach Bree, dann nach Bruchtal und schließlich nach Mordor. Das ist seine Quest, seine Heldenreise.