DisAster
30.03.2008, 22:41
Der Film beginnt mit einem namenlosen Erzähler. Einem ziellosen Menschen, der einen der vielen Bürojobs in einem Hochhaus in einer amerikanischen Metropole nachgeht. Vom stressigen Job und Leben zermürbt, ohne Ideale, Ziele und Motive, von Schlaflosigkeit geplagt sucht er sein Seelenheil bei Selbsthilfegruppen. Erst bei Menschen die verzweifelt und todkrank sind findet er Befriedigung, um sich zu entspannen.
Mit Tyler Durden lernt er wenig später eine weitere Person im Flugzeug kennen, die ihn auch sofort analysiert und durchschaut. Durden ist ein Mann, der Pornobilder in Disneyfilme schneidet und in Suppen von Banketts pinkelt. "Sicherheit ist eine Illusion" behauptet dieser Mann und beweist dieses sofort durch seine unbeschönigenden Taten. Geschickt spricht der Erzähler direkt die Zuschauer und macht damit ein Ausweichen unmöglich. Sehr intensive Erfahrung...
Durden ist genau dass, was der Erzähler gern sein möchte. Er ist talentiert, humorig, einfallsreich und extrem selbstbewusst. Als der Erzähler seine Wohnung verliert und nicht mehr weiß wohin er soll trifft er sich mit Durden auf ein Bier. Plötzlich verspüren sie die Lust sich zu schlagen, nicht aus Wut, sondern aus Überzeugung. So gründen sie den "Fight Club". Ein Verein, nur für Männer, in dem ganz normale Menschen sich einfach nur gegenseitig zusammenschlagen. Das ist der einzige Weg um aus der monotonen Lebensmaschinerie auszubrechen und überhaupt etwas zu fühlen. Es geht nicht ums Gewinnen oder Verlieren, sondern einfach mal aus sich selber herauszukommen und Dampf abzulassen. Selbstzerstörung ist hier Fortschritt, denn erst dadurch fühlt man sich lebendig.
Eine weitere wichtige Person dieses Films ist Marla. Sie besuchte ebenfalls Selbsthilfegruppen und wollte Selbstmord begehen, wovon Durden sie allerdings abhielt. Anschließend führte sie eine Liebesbeziehung mit ihm. Durch sie begann die ganze Geschichte erst und mit ihr endete es auch.
Das Ziel von Jack und Tyler war es, den Nullpunkt zu erreichen, bei dem es nicht mehr um Kapital und Lebensstandard, sondern nur noch um die pure Existenz geht. Man möchte komplett von Neuem anfangen und so alle Menschen auf eine Stufe stellen. Niemanden bevorteilen oder benachteiligen.
So wurde auch von Tyler das Projekt Chaos geplant, bei dem es darum ging die Finanzwesen zu zerstören, so dass jeder Mensch noch einmal bei "Null" anfangen darf.
Anfangs dachte ich dem Titel zufolge es sei wieder ein sinnloser Film, in dem es nur um Gewalt geht. Als ich jedoch hörte, es sei der beliebteste Film von David Fincher entschloss ich mich dennoch ihn mir anzusehen, und wurde eines Besseren belehrt. Ich selbst habe noch nie einen Film gesehen, der an dieses Maß herankommt, bzw. sich überhaupt mit solch einer Thematik befasst. Es wird auf eine zynische Art und Weise Kritik an unserer Konsumgesellschaft genommen. Um FC zu verstehen muss man ihn mehrfach sehen. Es gibt so viele Anspielungen, die einem beim ersten Ansehen nicht klar werden. Ausserdem wurden verschiedene Philosophien aufgegriffen und verarbeitet, die die Handlung prägen und verdeutlichen ("In der Transformation der antimaterialistischen Fight Clubs zum „Project Chaos“ unter der Führung Tyler Durdens wurden neben faschistischen Motiven auch nihilistische, anarchistische und buddhistische Elemente identifiziert", Quelle:Wikipedia). Die meisten Zitate wurden aus dem Buch von Chuck Palahniuk entnommen.
Alles in allem ein Film, wie es ihn nur selten gibt. Sinnvoll, nachdenklich, zynisch und auf jeden Fall lohnenswert ihn sich anzusehen.
Was haltet ihr davon?
Mit Tyler Durden lernt er wenig später eine weitere Person im Flugzeug kennen, die ihn auch sofort analysiert und durchschaut. Durden ist ein Mann, der Pornobilder in Disneyfilme schneidet und in Suppen von Banketts pinkelt. "Sicherheit ist eine Illusion" behauptet dieser Mann und beweist dieses sofort durch seine unbeschönigenden Taten. Geschickt spricht der Erzähler direkt die Zuschauer und macht damit ein Ausweichen unmöglich. Sehr intensive Erfahrung...
Durden ist genau dass, was der Erzähler gern sein möchte. Er ist talentiert, humorig, einfallsreich und extrem selbstbewusst. Als der Erzähler seine Wohnung verliert und nicht mehr weiß wohin er soll trifft er sich mit Durden auf ein Bier. Plötzlich verspüren sie die Lust sich zu schlagen, nicht aus Wut, sondern aus Überzeugung. So gründen sie den "Fight Club". Ein Verein, nur für Männer, in dem ganz normale Menschen sich einfach nur gegenseitig zusammenschlagen. Das ist der einzige Weg um aus der monotonen Lebensmaschinerie auszubrechen und überhaupt etwas zu fühlen. Es geht nicht ums Gewinnen oder Verlieren, sondern einfach mal aus sich selber herauszukommen und Dampf abzulassen. Selbstzerstörung ist hier Fortschritt, denn erst dadurch fühlt man sich lebendig.
Eine weitere wichtige Person dieses Films ist Marla. Sie besuchte ebenfalls Selbsthilfegruppen und wollte Selbstmord begehen, wovon Durden sie allerdings abhielt. Anschließend führte sie eine Liebesbeziehung mit ihm. Durch sie begann die ganze Geschichte erst und mit ihr endete es auch.
Das Ziel von Jack und Tyler war es, den Nullpunkt zu erreichen, bei dem es nicht mehr um Kapital und Lebensstandard, sondern nur noch um die pure Existenz geht. Man möchte komplett von Neuem anfangen und so alle Menschen auf eine Stufe stellen. Niemanden bevorteilen oder benachteiligen.
So wurde auch von Tyler das Projekt Chaos geplant, bei dem es darum ging die Finanzwesen zu zerstören, so dass jeder Mensch noch einmal bei "Null" anfangen darf.
Anfangs dachte ich dem Titel zufolge es sei wieder ein sinnloser Film, in dem es nur um Gewalt geht. Als ich jedoch hörte, es sei der beliebteste Film von David Fincher entschloss ich mich dennoch ihn mir anzusehen, und wurde eines Besseren belehrt. Ich selbst habe noch nie einen Film gesehen, der an dieses Maß herankommt, bzw. sich überhaupt mit solch einer Thematik befasst. Es wird auf eine zynische Art und Weise Kritik an unserer Konsumgesellschaft genommen. Um FC zu verstehen muss man ihn mehrfach sehen. Es gibt so viele Anspielungen, die einem beim ersten Ansehen nicht klar werden. Ausserdem wurden verschiedene Philosophien aufgegriffen und verarbeitet, die die Handlung prägen und verdeutlichen ("In der Transformation der antimaterialistischen Fight Clubs zum „Project Chaos“ unter der Führung Tyler Durdens wurden neben faschistischen Motiven auch nihilistische, anarchistische und buddhistische Elemente identifiziert", Quelle:Wikipedia). Die meisten Zitate wurden aus dem Buch von Chuck Palahniuk entnommen.
Alles in allem ein Film, wie es ihn nur selten gibt. Sinnvoll, nachdenklich, zynisch und auf jeden Fall lohnenswert ihn sich anzusehen.
Was haltet ihr davon?