nyx
02.04.2008, 18:32
Seit Urzeiten teilen die Menschen des Kontinents Eion ihr Land mit den geheimnisvollen Qar, die auch das Zwielichtvolk genannt werden. Als eine schreckliche Krankheit ausbricht, macht man die Qar dafür verantwortlich und vertreibt sie in den nördlichen Landesteil. Um sich vor dem Eindringen der Menschen zu schützen, beschwören die Qar einen Nebelwall herauf, der jedem, der ihn passieren will, den Verstand raubt. Seither wird dieser unüberwindliche magische Wall von den Menschen die Schattengrenze genannt.
Nach langen Jahren des Friedens scheint Eion nun von neuen Konflikten bedroht. Der machtgierige Autarch des Nachbarreiches Xand streckt seine Finger nach den südlichen Regionen des Kontinents aus, und König Olin, Herrscher über die an die Zwielichtlande angrenzende Südmark, wird von Banditen gefangen genommen. Seine Kinder, die erst fünfzehnjährigen Zwillinge Barrick und Briony, zeigen sich der Bürde der Verantwortung kaum gewachsen, die die Regierung des Landes mit sich bringt. Am Hof mehren sich die Intrigen. Zudem werden seltsame Wesen an der Schattengrenze gesichtet. Rüsten sich die Qar zum Kampf, um ihr altes Reich zurückzuerobern?
Tad Williams hat mMn ein gutes, solides Fantasybuch geschrieben, dass den Leser schnell in seinen Bann zieht, nicht zuletzt wegen des angenehm flüssigen und schönen Schreibstils. Die Charaktere sind alle gut durchdacht, wirken (auf mich) sehr plastisch und haben alle ihre Stärken und Schwächen, die sie dem Leser näher bringen und die sie interessant werden lassen. Es gibt keinen aalglatten strahlenden Helden, der in den Sonnenuntergang reitet und im Alleingang die Welt rettet, vielmehr scheinen ganz normale (wenn auch tw. adlige) Menschen plötzlich in die Geschehnisse hineinzugeraten und zum Spielball der Ereignisse zu werden.
Das Setting ist recht klassisch, allerdings sind die Elfen diesmal nicht von übernatürlich-ätherischer Schönheit, sondern eher fremd und gewöhnungsbedürftig, die Zwerge heißen Funderlinge und die Menschen haben schon das Schießpulver erfunden.
Die zwei Kulturen der Menschen sind an dem europäischen und dem arabischen Kulturkreis orientiert, was sich v.a. in der Ausprägung der Religionen und der Sitten und Gebräuche niederschlägt. Interessant ist, dass alle drei großen Religionen des Buches auf ein und dieselben Götter zurückgehen, während die der Menschen sogar auf den selben Gott ausgerichtet ist, ohne dass diese das allerdings bemerken. Die Parallelen zum Christentum und zum Islam sind daher unverkennbar.
Williams lässt den Leser die Geschichte aus vielen verschiedenen Blickwinkeln erleben und betrachten, wodurch sich dem Leser ein komplexes Netz von Beziehungen der Völker untereinender, deren Beweggründen, sowie den unterschiedlichen Interessenkreisen erschließt.
Diese komplexe Welt mag den Leser am Anfang ein wenig verwirren, ebenso wie die Fülle von Namen, die auf ihn einprasseln, aber zum Glück gibt es für vergessliche Menschen wie mich ein Glossar und einige Karten, die das Lesen ungemein erleichtern.
Zwar hat mich das Buch (und auch der Nachfolger) gefesselt und in seinen Bann gezogen, ich könnte mir aber vorstellen, dass sich bei dem ein oder anderen Langeweile einschleichen könnte, da eine Stellen doch etwas langatmig anmuten. Das gilt besonders für den zweiten Band, in dem ich das Gefühl hatte, trotz der Dickes des Buches in der Geschichte nicht wirklich weitergekommen zu sein. Das bleibt wohl auch das größte Manko des Buches, ein anderes ist mir nicht aufgefallen. Man könnte vielleicht noch kritisch sehen, dass die Ideen nicht unbedingt innovativ sind, dem würde ich aber entgegenhalten, dass die Umsetzung dafür umso gelungener ist.
Nach langen Jahren des Friedens scheint Eion nun von neuen Konflikten bedroht. Der machtgierige Autarch des Nachbarreiches Xand streckt seine Finger nach den südlichen Regionen des Kontinents aus, und König Olin, Herrscher über die an die Zwielichtlande angrenzende Südmark, wird von Banditen gefangen genommen. Seine Kinder, die erst fünfzehnjährigen Zwillinge Barrick und Briony, zeigen sich der Bürde der Verantwortung kaum gewachsen, die die Regierung des Landes mit sich bringt. Am Hof mehren sich die Intrigen. Zudem werden seltsame Wesen an der Schattengrenze gesichtet. Rüsten sich die Qar zum Kampf, um ihr altes Reich zurückzuerobern?
Tad Williams hat mMn ein gutes, solides Fantasybuch geschrieben, dass den Leser schnell in seinen Bann zieht, nicht zuletzt wegen des angenehm flüssigen und schönen Schreibstils. Die Charaktere sind alle gut durchdacht, wirken (auf mich) sehr plastisch und haben alle ihre Stärken und Schwächen, die sie dem Leser näher bringen und die sie interessant werden lassen. Es gibt keinen aalglatten strahlenden Helden, der in den Sonnenuntergang reitet und im Alleingang die Welt rettet, vielmehr scheinen ganz normale (wenn auch tw. adlige) Menschen plötzlich in die Geschehnisse hineinzugeraten und zum Spielball der Ereignisse zu werden.
Das Setting ist recht klassisch, allerdings sind die Elfen diesmal nicht von übernatürlich-ätherischer Schönheit, sondern eher fremd und gewöhnungsbedürftig, die Zwerge heißen Funderlinge und die Menschen haben schon das Schießpulver erfunden.
Die zwei Kulturen der Menschen sind an dem europäischen und dem arabischen Kulturkreis orientiert, was sich v.a. in der Ausprägung der Religionen und der Sitten und Gebräuche niederschlägt. Interessant ist, dass alle drei großen Religionen des Buches auf ein und dieselben Götter zurückgehen, während die der Menschen sogar auf den selben Gott ausgerichtet ist, ohne dass diese das allerdings bemerken. Die Parallelen zum Christentum und zum Islam sind daher unverkennbar.
Williams lässt den Leser die Geschichte aus vielen verschiedenen Blickwinkeln erleben und betrachten, wodurch sich dem Leser ein komplexes Netz von Beziehungen der Völker untereinender, deren Beweggründen, sowie den unterschiedlichen Interessenkreisen erschließt.
Diese komplexe Welt mag den Leser am Anfang ein wenig verwirren, ebenso wie die Fülle von Namen, die auf ihn einprasseln, aber zum Glück gibt es für vergessliche Menschen wie mich ein Glossar und einige Karten, die das Lesen ungemein erleichtern.
Zwar hat mich das Buch (und auch der Nachfolger) gefesselt und in seinen Bann gezogen, ich könnte mir aber vorstellen, dass sich bei dem ein oder anderen Langeweile einschleichen könnte, da eine Stellen doch etwas langatmig anmuten. Das gilt besonders für den zweiten Band, in dem ich das Gefühl hatte, trotz der Dickes des Buches in der Geschichte nicht wirklich weitergekommen zu sein. Das bleibt wohl auch das größte Manko des Buches, ein anderes ist mir nicht aufgefallen. Man könnte vielleicht noch kritisch sehen, dass die Ideen nicht unbedingt innovativ sind, dem würde ich aber entgegenhalten, dass die Umsetzung dafür umso gelungener ist.