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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Chimäre geklont


Warin
04.04.2008, 19:41
Britische Wissenschaftler pflanzen menschliche Hautzellen in entkernte Eizellen von Kühen.

O.K., der Begriff Chimäre ist vielleicht ein wenig übertrieben. Im Ergebnis ist der Embryo 99,9 Prozent Mensch und 0,1 Prozent Kuh. Sinn und Zweck ist die Gewinnung von Stammzellen. Spätestens nach 14 Tagen sind die Embryonen nach britischer Rechtslage zu "vernichten".

Fast fragt man sich, ob das mehr in den SciFi, oder mehr in den Horror Themenbereich gehört. Wie haltet ihr es mit der Gentechnologie? Fluch oder Segen?

Ich befürchte, egal wie wir uns entscheiden, die Entwicklung ist nicht mehr aufzuhalten. Das Experimentieren wird weitergehen, wenn nicht hier, dann woanders. Und vielleicht sind es irgendwann unsere Leben oder die unserer Kinder, die mit den so gewonnenen Stammzellen gerettet werden können.

Trotzdem... bei mir bleibt ein unbehagliches Gefühl. Die Vorstellung von werdenden Leben als reiner Stammzellen- oder Organspender ist mir zuwider.

Ollowain
04.04.2008, 20:06
Ich befürchte, egal wie wir uns entscheiden, die Entwicklung ist nicht mehr aufzuhalten. Das Experimentieren wird weitergehen, wenn nicht hier, dann woanders. Und vielleicht sind es irgendwann unsere Leben oder die unserer Kinder, die mit den so gewonnenen Stammzellen gerettet werden können.
Eben. Wenn man bedenkt, dass man Menschen damit retten kann, habe ich ersteinmal keine Einwände.

Derzeit ist es wohl schon möglich, einzelne Körperteile (nach-)wachsen zu lassen. Wenn das Gewebe von dem späteren Empfänger der Prothesen, bzw. neuen Körperteilen stammt ist das eigentlich ideal. Ohne Stammzellen. Das hat man zumindest schon mit einer Nase hinbekommen.

Letzendlich kann man die Wissenschaft nicht aufhalten, man kann ihr Stein in den Weg legen, aber aufhalten kann man sie nicht.
Wenn man Stammzellen benötigt, warum nimmt man sie dann nicht von sowieso "ungenutztem" Material? Beispielsweise von abgetriebenen Föten? Wäre doch noch relativ human, oder?

In unserer Bücherei bin ich auf ein Buch gestoßen, dass ganz gut zu diesem Thema passt: In diesem Buch hat jeder Mensch eine Art Doppelgänger, dem man im Bedarfsfall Körperteile amputiert, um sie gegen beschädigte des Originals auszutauschen. So zumindest der Einband. Ich fand diese Vorstellung gruselig. Weder gut noch schlecht, einfach nur gruselig. (Um genaueres zu sagen müsste ich das Buch lesen ^^")

Hathor
04.04.2008, 20:11
O.K., der Begriff Chimäre ist vielleicht ein wenig übertrieben. Im Ergebnis ist der Embryo 99,9 Prozent Mensch und 0,1 Prozent Kuh. Sinn und Zweck ist die Gewinnung von Stammzellen. Spätestens nach 14 Tagen sind die Embryonen nach britischer Rechtslage zu "vernichten".



Solange die 14-Tage-Frist eingehalten wird und die Zellansammlung nicht größer ist als ein Stecknadelkopf, wenn diese Grenze nicht überschritten wird, habe ich keine allzu großen Bedenken, dass da Minotauren entstehen ;)

Aber ein ganz leicht gruseliges Gefühl kommt da schon auf...

SemSimkin
04.04.2008, 20:22
Dito. Lieber läuft die Sache wenigstens halbwegs unter den Augen der Weltöffentlichkeit ab, als in irgendeiner geheimen chinesischen Versuchsstation. ... Wobei´s da wohl sowieso nebenbei laufen wird. :rolleyes:

Aufhalten lässt es sich in der Tat in keinem Fall, also heißt es: Mitschwimmen oder untergehen !

Razor
05.04.2008, 06:43
In unserer Bücherei bin ich auf ein Buch gestoßen, dass ganz gut zu diesem Thema passt: In diesem Buch hat jeder Mensch eine Art Doppelgänger, dem man im Bedarfsfall Körperteile amputiert, um sie gegen beschädigte des Originals auszutauschen. So zumindest der Einband. Ich fand diese Vorstellung gruselig. Weder gut noch schlecht, einfach nur gruselig. (Um genaueres zu sagen müsste ich das Buch lesen ^^")
Das Buch heißt Duplik Jonas 7 (zumindest passt es 100%ig zu deinen Ausführungen) und ist ein Kinderbuch, welches ich aber uneingeschränkt empfehlen kann. Keine Sorge, im Folgenden nehme ich dir nichts vorweg, wenn du das Buch noch lesen möchtest.
In diesem Buch gibt es zwei Welten kann man sagen. Zum einen die Welt der "Normalen" und dann Die der Klone. Sobald dem Original-Menschen etwas passiert, er etwas braucht oder verliert, erhält er es von seinem genidentischen Zwillingsbruder (der er ja so gesehen ist). Wie du selbst schon oben erwähnt hast...

Ein anderes wundervolles Buch ist "Brave New World" von Aldus Huxley. Ich werde demnächst zumindest eins der hier genannten Bücher mal vorstellen.

Es gibt wohl viele Vorteile, aber auch viele Nachteile für die wissenschaftliche Genetik-Forschung.
Die eine Gruppe sagt, man solle nicht Gott spielen, die andere sagt diese Möglichkeit der Forschung sei der natürliche Entwicklungsprozess des Menschen.
Zum Einen könnte es sein, dass Krankheiten geheilt werden könnten, zum Anderen ist die Wissenchaft in der Hinsicht noch nicht ausgereift, es gibt immer noch viele Risiken und Unsicherheiten.

Ollowain
05.04.2008, 10:36
Das Buch heißt Duplik Jonas 7 (zumindest passt es 100%ig zu deinen Ausführungen) und ist ein Kinderbuch, welches ich aber uneingeschränkt empfehlen kann. Keine Sorge, im Folgenden nehme ich dir nichts vorweg, wenn du das Buch noch lesen möchtest.
In diesem Buch gibt es zwei Welten kann man sagen. Zum einen die Welt der "Normalen" und dann Die der Klone. Sobald dem Original-Menschen etwas passiert, er etwas braucht oder verliert, erhält er es von seinem genidentischen Zwillingsbruder (der er ja so gesehen ist). Wie du selbst schon oben erwähnt hast...

Nee, das Buch ist ein Roman für Erwachsene und geht eher in Richtung Thriller oder Horror, wenn ich das richtig einschätze. Ich hab ja auch nicht den ganzen Einband zitiert... Das Buch ist wohl recht düster und mitunter glaub ich auch ziemlich grausig... (Außerdem haben die das von dir genannte Buch nicht mal...)


Es gibt wohl viele Vorteile, aber auch viele Nachteile für die wissenschaftliche Genetik-Forschung.
Die eine Gruppe sagt, man solle nicht Gott spielen, die andere sagt diese Möglichkeit der Forschung sei der natürliche Entwicklungsprozess des Menschen.
Zum Einen könnte es sein, dass Krankheiten geheilt werden könnten, zum Anderen ist die Wissenchaft in der Hinsicht noch nicht ausgereift, es gibt immer noch viele Risiken und Unsicherheiten.
Wenn man bedenkt, wie schnell sich die Technik weiterentwickelt, kann man denke ich, davon ausgehen, dass diese "Klonerei" bis in 70 Jahren, wenn die Kirche und die Länder mitspielen, eingesetzt werden könnte.
Aber ob man bestimmte Krankheiten damit heilen kann ist wohl eher fraglich. Krebs zum Beispiel ist ja eine unkontrollierte Wucherung von Zellen, die man in der Chemo abtötet - da würde es auch nicht helfen, wenn man einen Zwilling hat, da Transplantationen bei Methastasenbildung (sorry, wenns falsch geschrieben ist) nicht mehr wirklich helfen kann - außer man setzt das Hirn (sofern noch methasthasenfrei) in einen anderen Körper oder ersetzt Großteile des eigenen...
Aber wer weiß, was sich die Forschung noch alles ausdenkt :rolleyes:

Sanatii
05.04.2008, 10:41
Also ich kann mich jedenfalls im Moment garnicht mit diesem Thema anfreunden und muss sagen, dass wenn es ums klonen geht, ich absolut dagegen bin. Ich find es zwar überaus wichtig, dass wir über unseren Genetischen Aufbau informiert sind um eventuelle Krankheiten vorzubeugen, entgegenzuwirken bzw. zumindest bescheid zu wissen. Genauso wichtig ist, dass Kinderlosen Paaren die Möglichkeit gegeben wird wenigstens auf diese Weise ihren Kinderwunsch erfühlt zu bekommen.

Aber das bewusste Experimentieren mit menschlichem Embryonen geht mir da eindeutig zu weit.
Und da is mir die Ausreden von wegen Stammzellen zu blöd. Wenn die Forschung in der Lage ist aus Menstruationblut Stammzellen (http://www.welt.de/wissenschaft/article1363422/Neue_Stammzellen_aus_Menstruationsblut_.html) zu gewinnen, wieso muss sie dann mit Embryonen spielen. Ich glaube nicht an Gott, aber trotzdem bin ich der Meinung, dass nur er das darf.

Rusch
07.04.2008, 08:53
Das Buch heißt Duplik Jonas 7 (zumindest passt es 100%ig zu deinen Ausführungen) und ist ein Kinderbuch, welches ich aber uneingeschränkt empfehlen kann. Keine Sorge, im Folgenden nehme ich dir nichts vorweg, wenn du das Buch noch lesen möchtest.
In diesem Buch gibt es zwei Welten kann man sagen. Zum einen die Welt der "Normalen" und dann Die der Klone. Sobald dem Original-Menschen etwas passiert, er etwas braucht oder verliert, erhält er es von seinem genidentischen Zwillingsbruder (der er ja so gesehen ist). Wie du selbst schon oben erwähnt hast...

Der Ansatz ist weit verbreitet in der SF.

Der jüngst ist "Krieg der Klone" von John Scalzi. Darin wird beschrieben, dass Greise in die Armee eintreten und in einem intergalaktischen Krieg kämpfen. Größter Anreiz hierfür ist ein neuer Körper, der zum Teil auch aus Alien DNA geklont wurde. Dann wird der Geist des Menschen auf den neuen Körper übertragen. Ein wirklich gelungenes Buch.
Meine Rezi bei Fictionfantasy (http://www.fictionfantasy.de/article5672.html)

Das Beste Buch, das sich mit den Folgen des Klonens und des menschlichen Liftings (SF Fachbegriff für genetische Aufwertung) beschäftigt ist die Bettler Trilogie von Nancy Kress.
Autorenseite bei Fictionfantasy (http://www.fictionfantasy.de/article4387.html)

Ich gehe mal davon aus, dass es in 50 Jahren normal ist, bestimmte Gene von Tieren in das menschliche Erbgut hinein zu nehmen. Der größte Anreiz dürfte wohl das Gen von Molchen sein, dass Glieder nachwachsen lässt (wenngleich ich zweifle ob sich das umsetzen lässt). In meinen Augen ist das auch ein Form der Evolution.

John Doe
07.04.2008, 21:47
Genauso wichtig ist, dass Kinderlosen Paaren die Möglichkeit gegeben wird wenigstens auf diese Weise ihren Kinderwunsch erfühlt zu bekommen.

Vielleicht weiss ich über das Thema nicht genug, aber was hat Klonen mit Kindern zu tun?

Rayk
19.04.2008, 19:06
Vielleicht weiss ich über das Thema nicht genug, aber was hat Klonen mit Kindern zu tun?

Ich glaube es geht darum, als Paar den Klon von einem der beiden Menschen aufzuziehen, falls man keine Kinder auf natürlichem Wege bekommen kann, oder?

Auch ich bin total gegen Klonen und Genforschung. Ich finde es ethisch nicht vertretbar ein Lebewesen zu klonen oder dessen Erbinformationen zu beeinflussen. Dies ist wider der Natur.
Nur Gott oder die Evolution sollte die Macht zu so etwas haben, aber niemals der Mensch.
Ich fürchte mich vor einer Welt in der Doppelgänger von Menschen herumlaufen, ich glaube nicht, dass die Klone ein solches Leben toll fänden.
Aber noch tiefere Abneigung empfinde ich gegenüber der Veränderung von Erbinformationen, um den Menschen zu "verbessern", darum geht es hier jedoch nicht.
Und der Missbrauch von Tieren zu Forschungszwecken - in jedwedem Sinne - ist mir vollkommen zuwider. Meines Erachtens ist der Mensch auch nur ein Tier, was er allerdings nicht wahrhaben will.

Soviel zu meiner Meinung.

Nejira
19.04.2008, 22:56
Als Kind den eigenen Klon aufziehen? Brrrrr... Eine gruselige Vorstellung!

Ich bin absolut dagegen, Menschen (und Tiere) zu klonen. Erstens ist es nicht unsere Aufgabe, Gott zu spielen und Leben "herzustellen". Zweitens muss man auch bedenken, was das für Folgen für den Klon hat - vor allem psychische!
Und drittens: Wo führt das im Endeffekt hin? In eine Gesellschaft, in der alle nur noch die Kopien von Kopien sind und fast alle irgendwie gleich aussehen?
o.Oo.Oo.Oo.Oo.Oo.Oo.Oo.Oo.Oo.Oo.Oo.Oo.Oo.Oo.Oo.Oo. Oo.Oo.Oo.Oo.Oo.Oo.O

Idalia
03.12.2008, 18:53
Ich finde es ethisch nicht vertretbar ein Lebewesen zu klonen oder dessen Erbinformationen zu beeinflussen. Dies ist wider der Natur.


Darüber könnte man sich streiten (auf philosphischer Ebene). Wenn es tatsächlich wider der Natur wäre, warum hat uns dann die Natur mit der Fähigkeit dieses Wissen anzueignen und anzuwenden, "ausgestattet"? Ausserdem sind die Menschen nicht die einzigen Gentechniker, es gibt diese auch ganz "nätürlich", z.B. das Agrobacterium tumefaciens.



Auch ich bin total gegen Klonen und Genforschung.


Achtung, man kann nicht immer alles in die selbe Schublade werfen. Ich denke aber eher, dass hier der Fehler aufgrund fehlenden Wissens zustande kommen. Ich denke du hast Gentechnik gemeint und nicht Genforschun im allgemeinen. Durch die Genforschung kann man heute viele physiologischen und pathologischen Prozessen nachvollziehen und so Krankheiten heilen. Auch stüzt sich die ganze Krebsforschung und AIDS Forschung, usw. auf die Genforschung. Ich will jetzt gar nicht anfangen alles aufzuzählen was uns die Genforschung ermöglicht und eröffnet.


Und der Missbrauch von Tieren zu Forschungszwecken - in jedwedem Sinne - ist mir vollkommen zuwider. Meines Erachtens ist der Mensch auch nur ein Tier, was er allerdings nicht wahrhaben will.


Ja, irgendwo ein emphatisch verständliche Meinung, aber nicht ganz vertretbar. Die meisten Medikament wurden nur aufgrund von Tierversuchen entwickelt. Sicher kann man sagen, soll der Mensch doch persönlich dafür herhalten, aber würdest du dich dafür zur Verfügung stellen? Ich denke wohl kaum.
Sicher gibt es heute vermehrt, Verfahren die Computermodelle benützen um Medikamente zu entwickeln. Aber selbst hier geht es nicht ganz ohne Tierversuche. Und wie eine Krankheit genau "funktioniert" kann man auch nur beschränkt mit computing herausfinden.

Es ist sehr einfach zu sagen 'ich bin absolut gegen jegliche Gentechnik', allerdings muss man auch weiterdenken und überlegen was die totale Untersagung der dieser Forschungsrichtung für Konsequenzen hätte.
Es ist auch falsch der Meinung zu sein die Gentechnik wäre absolut super und die Lösung für alles. Als Allzwecklösung für jegliches Weltproblem ist sie nicht gedacht, ausserdem steckt sie noch in den Kinder-, nein Babyschuhen. Trotzdem bin ich der Meinung das in der Gentechnik sehr grossses Potential steckt und zukunftsweisend ist. Aber eben mehr nach dem Motto, immer langsam mit den jungen Pferden. ;)

PoiSonPaiNter
03.12.2008, 20:15
Derzeit ist es wohl schon möglich, einzelne Körperteile (nach-)wachsen zu lassen. Wenn das Gewebe von dem späteren Empfänger der Prothesen, bzw. neuen Körperteilen stammt ist das eigentlich ideal. Ohne Stammzellen. Das hat man zumindest schon mit einer Nase hinbekommen. Da gibt es doch auch noch die Maus mit dem menschlichen Ohr auf dem Rücken, die wäre ja dann - wie der Mensch-Kuh-Embryo den Warin Eingangs erwähnte - auch eine Art Chimäre...

Wie schon mehrmals gesagt wurde ist die Genforschung, als das Untersuchen der Kleinstbestandteile unseres Körpers sehr wichtig und notwendig, wenn wir noch lange auf diesem Planeten leben wollen.
Würde man jetzt aufhören, würde viele Menschen einfach an unbekannten Krankheiten verenden oder schlimmsten Falls noch andere mit in den Tod reißen!

Was die Tierversuche angeht...einerseits ist es wirklich eine Art Qual für sie die Krankheiten durchzustehen und so, aber andererseits sind Tiere den Menschen ähnlicher als zB ein Computerprogramm wie Idalia es erwähnte. So ein Programm würde immer wieder den gleiche Verlauf der Krankheit aufzeigen, ein einzelnes Tier in einer Masse von Versuchs"objekten" könnte allerdings anders reagieren und für neue Erkenntnisse sorgen, die die Forschung dann voran treiben!
Natürlich ist der Mensch zu feige um sich selbst zu "opfern", aber was will man machen? Straftäter nehmen? Oder solche die eh zum Tode verurteilt sind? (Spruch den ich iwo mal aufgeschnappt habe: "Stoppt Tierversuche - Nehmt Kinderschänder") Im Moment wurde noch keine hinreichende Alternative gefunden, würde ich jetzt einfach mal so behaupten, bis es so weit ist, müssen eben die Tiere her halten - auch wenn das grad sehr hart klingt, aber das ist nun einmal ein nahezu unveränderbarer Fakt!

Zum Klonen...werden einzelne Zellen oder Teile von einem selbst neu hergestellt ist das egtl nichts verwerfliches, weil es ja iwo zum eigenen Körper gehört, nur halt wo anders produziert wurde.
Ist nicht auch die Herstellung neuer Hautpartikel für Brandopfer Klonen?
Und bedenkt wie viele Menschen das schon zu Gute gekommen ist!
Natürlich bin ich dagegen, das ganze Menschen geklont werden! Jeder sollte das Recht haben ein Individuum zu sein! Mit einem Klon fällt das dann ja weg. Außerdem müsste man dann auch noch sozusagen eine Auslese machen, denn man sollte nicht jeden Menschen klonen...von manchen reicht EINE Version schon zu genüge...
Hoffe das war nicht allzu verwirrend und mir fällt nicht nachher noch was ein was ich dann wieder vergess zu ergänzen! XD

Idalia
03.12.2008, 20:21
Das Klonen geht auch eher in die Richtung, menschliche Ersatzorgane "herzustellen" und nicht wirklich ganze Menschen. :)

PoiSonPaiNter
03.12.2008, 20:34
Das Klonen geht auch eher in die Richtung, menschliche Ersatzorgane "herzustellen" und nicht wirklich ganze Menschen. :)
Wer weiß was da noch auf uns zu kommt! ;)

Ob nicht iein irrer Wissenschaftler sich eine Klonarmee erschaffen will um die Welt zu unterwerfen! :D

Ok sorry für Offtopic, ersteres wollt ich nur mal erwähnen und da mir das zu kurz erschien...*flöt*

Achja da fällt mir grad ein: Iwer hatte was geschrieben von wegen: "Beste Eigenschaften raussuchen"
Wird das nicht sogar schon angewendet? Embryonen werden doch bereits in den ersten Schwangerschaftswochen untersucht um festzustellen ob sie genetische Defekte oder sowas haben oder nicht? Oder vertausch ich das grad mit iwas fiktivem was ich gelesen habe? o.O

Die Kinder so zu selektieren finde ich iwo schrecklich, also zu entscheiden von wegen: "Das Kind hat nicht genügend sportliche Anlagen, das will ich nicht - machen sie das anders!" Jetzt ist mir wieder eingefallen woher ich das kenne! Aus einem Text den wir in Englisch behandelt hatten...da ging es um "Mode-Kinder" oder so, also wo man sich die Fähigkeiten des Kindes dann später mglweise aussuchen könnte...fänd ich grausam dem Kind gegenüber...

Natürlich wird diese Vorsorgeuntersuchung auch gemacht um Behinderungen fest zu stellen, da finde ich es dann wiederum iwo besser wenn man diese Kinder "tötet", denn wirklich zumutbar ist ein Leben mit schwersten Behinderungen nicht, auch wenn es trotzdem ein Leben ist, aber nicht jede Familie kann damit umgehen und in den "falschen Händen" würde es dem Kind noch schlechter gehn als eh schon...und vllt kann man ja iwann auch diese Kinder bereits während der Schwangerschaft "heilen"...

Ollowain
04.12.2008, 19:10
Die Kinder so zu selektieren finde ich iwo schrecklich, also zu entscheiden von wegen: "Das Kind hat nicht genügend sportliche Anlagen, das will ich nicht - machen sie das anders!" Jetzt ist mir wieder eingefallen woher ich das kenne! Aus einem Text den wir in Englisch behandelt hatten...da ging es um "Mode-Kinder" oder so, also wo man sich die Fähigkeiten des Kindes dann später mglweise aussuchen könnte...fänd ich grausam dem Kind gegenüber...

*hide* Das hört sich ziemlich schlimm an...
Aber wenn man bedenkt, dass in einigen Ländern Mädchen ziemlich oft abgetrieben werden, weil sie Mädchen sind... Aber das kann man eindeutig feststellen... Wie soll man bitte die sportliche Veranlagung eines Embryos feststellen? Und vor allem: Wer kann sagen, ob das Kind später überhaupt so viel Sport treiben will? Wenn es nicht will, kann es noch so tolle Veranlagungen haben - es wird ihm keinen Spaß machen, ergo wird es es kaum so weit bringen, wie die Eltern gerne hätten.

Natürlich wird diese Vorsorgeuntersuchung auch gemacht um Behinderungen fest zu stellen, da finde ich es dann wiederum iwo besser wenn man diese Kinder "tötet", denn wirklich zumutbar ist ein Leben mit schwersten Behinderungen nicht, auch wenn es trotzdem ein Leben ist, aber nicht jede Familie kann damit umgehen und in den "falschen Händen" würde es dem Kind noch schlechter gehn als eh schon...und vllt kann man ja iwann auch diese Kinder bereits während der Schwangerschaft "heilen"...

Vorsorgeuntersuchungen sind mMn durchaus gut. Viele Eltern wären den Anforderung eines schwerbehinderten Kindes meiner Einschätzung nach kaum gewachsen. Und hinsichtlich dessen finde ich es besser, die Eltern vor die Wahl zu stellen - es gibt genug, die das Kind trotz Behinderung wollen.
Außerdem stellt sich ja immer noch die Frage, ab wann ein Embryo als Mensch gilt...
Ich persönlich glaube nicht, dass es möglich ist, den Chromosomensatz jeder (oder der meisten) Zellen des menschlichen Körpers "umzuprogrammieren". Insofern dürfte auch eine "Heilung" kaum möglich sein >_>
Und wenn man Wege findet am Erbgut zu pfuschen... wie lange wird es dauern, bis dieser Umstand mit katastrophalen Folgen ausgenutzt werden wird?

Conan
04.12.2008, 20:49
~ Conan findet das Thema sehr sehr interessant ~ *in die Sci-Fi-Ecke schleich*

Ja, ich bin auch so einer der sagt "ich bin absolut gegen jegliche Gentechnik", aaaber ich lass mich natürlich gern vom Gegenteil überzeugen. *ja*
Warum ich so dagegen bin, hab ich ja hier (http://www.fantasy-forum.net/showthread.php?t=614) schon mal geschrieben, darum lasse ich diese Gründe jetzt einfach mal weg. ;) Mißtrauen und Sorgen zur eigentlichen Gentechnik hab´ ich viele, aber es gibt natürlich auch indirekte Faktoren.
Im jetzigen kapitalistischen System sehe ich in dieser Sache nämlich noch ein anderes, viell. das größte Problem - das Geld! Und das wird m.E. früher oder später die entscheidende Rolle in der Gentechnik spielen, spätestens dann, wenn staatliche Subventionen und Forschungsgelder ausbleiben. Ja, es gibt sie schon heute, ich nenn sie jetzt mal frech: "private Genveränderungsbuden", die natürlich wie alle anderen Firmen auch, auf Gewinne und deren Maximierung aus sind. Versteht mich nicht falsch, Firmen und ihre Gewinne find ich keineswegs schlecht, nur bei der Gentechnik haben sie m.M.n. absolut nichts zu suchen. Und erst recht dürfen auf genveränderte Produkte und auf Gene an sich (egal welche) keine Patente erhoben werden - ganz wichtig! Denn man kann durch die Manipulation des Gencodes ja gewisse Eigenschaften steigern, wie z.B. den Ertrag von diversen Feldfrüchten oder gesteigerte Resistenz gegen Fressfeinde und Ungeziefer. Aber andere Eigenschaften kann man natürlich auch ausschalten, wie u.a. die Fruchtbarkeit. Und genau darin seh´ ich die Abhängigkeit. Solche Methoden wie z.B.:

● Erst verkauft man Bauern angeblich besseres Saatgut, was sich nicht eigenständig vermehren lässt und deshalb jedes Jahr teuer nachgekauft werden muss
● und zum anderen werden die, die das Zeug nicht kaufen wollen, einfach verklagt. Denn man findet dieses Saatgut bestimmt iwann auch auf ihren Feldern - wenn ja, dann ist das rechtlich z.Z. eine "Patentsrechtsverletzung auf Gensaatgut", die entsprechend geahndet wird. Und sollte der betroffene Bauer sogar ein Biobauer sein, dann kann er seine Lizenz und die Abnehmer für seine Produkte auch erstmal bis auf weiteres vergessen.

Solche Methoden gehören m.M.n. als allererstes abgeschafft, wenn sich solche Nahrungsmittel überhaupt (bei mir) durchsetzen sollten. Ich weiß noch ganz genau, was das damals für´n Theater bei der Kartoffelsorte "Linda" (http://de.wikipedia.org/wiki/Linda_(Kartoffel)#Geschichte) war *mph* - und die war nicht genverändert! Was soll denn erst werden, wenn Privatfirmen in ihr genverändertes Saatgut mehrere hundert Mio.€ an Entwicklungskosten gesteckt haben... ?

Soo... jetzt aber mal zur Forschung, dem Klonen und sonstiges.
Durch Klonen an sich, geht m.M. auch viel von der Einzigartigkeit verloren, was eigl. jedes Lebewesen ausmacht. Und Klonen hat, anders als die Gentechnik, schon heute keine Grenzen mehr. Allgemein gibt es das Klonen in der Natur jedoch schon seit ewigen Zeiten, ob nun bei Pflanzen oder Tieren. Diese Art der Vermehrung ist / war aber immer nur bestimmten Arten vorbehalten - und das hat wahrscheinlich auch seine guten Gründe.
Welchen Nutzen es hat, ein Tier oder viell. gar einen Menschen zu klonen, ist mir jedenfalls bis heute noch nicht ganz klar.

Ich bin viell. auch einfach nur deshalb gegen das ganze Genmanipulieren/Klonen-Zeugs, weil ich viell. den Menschen als ~Ganzen an sich~ in dieser Sache nicht traue. Jedenfalls, was den "sinnvollen Einsatz" von großen Erfindungen / Errungenschaften (egal welcher) angeht. o.O Beispiel - Kerntechnik: Ja, sie bot anfangs insgesamt doch riesen Vorteile, billige Energie (fast) ohne Ende, unter geringem Einsatz von "Brennstoff"... aber das Erste was passierte als man den Kernspaltungsprozess an sich halbwegs verstand - man baute drei Bomben und zwei davon ließ man über dicht besiedelte Gebiete abwerfen.
In der Gentechnik sehe ich die Sache ganz ähnlich, auch wenn sie viell. auf den ersten Blick nicht so verherrend scheint. Diese "kleinen Eingriffe" in die DNA sind nicht mehr rückgängig zu machen und die daraus resultierenden Langzeitfolgen sind nur sehr wenig erforscht. Was ist, wenn sich jemand diese Technik als Biowaffe nutzbar macht... *hide* die Erfindungen / Errungenschaften der Neuzeit werden jedenfalls immer "mächtiger" und ihre Auswirkungen deshalb immer weitreichender. Es wäre zumindest nicht schlecht, wenn man die ganze Sache etwas ruhiger angeht und sich mit pro und contra ganz genau auseinandersetzt. ;)

Ich befürchte, egal wie wir uns entscheiden, die Entwicklung ist nicht mehr aufzuhalten. Das Experimentieren wird weitergehen, wenn nicht hier, dann woanders.

Ja, am Ende kann man niemanden wirklich verbieten, an bestimmten Sachen weiterzuforschen. Gesetze werden da insgesamt auch nich´ viel bringen können. Ich denke, letztlich ist die Fantasie der alleinige begrenzende Faktor in der Wissenschaft. Die (Gen)Technik lässt sich jedenfalls nicht aufhalten.

Ob diese neuen Techniken wirklich Gutes bringen und sie unterm Strich nicht doch viell. größtenteils gegen Mensch & Umwelt eingesetzt werden, da bin ich jedenfalls noch sehr sehr skeptisch.

Werwolf95
09.12.2008, 21:32
Soo... jetzt aber mal zur Forschung, dem Klonen und sonstiges.
Durch Klonen an sich, geht m.M. auch viel von der Einzigartigkeit verloren, was eigl. jedes Lebewesen ausmacht. Und Klonen hat, anders als die Gentechnik, schon heute keine Grenzen mehr. Allgemein gibt es das Klonen in der Natur jedoch schon seit ewigen Zeiten, ob nun bei Pflanzen oder Tieren. Diese Art der Vermehrung ist / war aber immer nur bestimmten Arten vorbehalten - und das hat wahrscheinlich auch seine guten Gründe.

Darf ich mal eben was dazwischen werfen ?
Ich kenn da ein solches Tier, was sich Klonen kann: Blattläuse
Die können das wirklich aber das ist auch nicht so anspruchsvoll, die paar zellen. Die machen das halt zur vermehrung in "krisenzeiten" geht nämlich viel schneller als die andere möglichkeit.
Und daher sehen die auch alle gleich aus.
wollt ich jetzt nur mal so gesagt haben...

Idalia
10.12.2008, 13:59
Darf ich mal eben was dazwischen werfen ?
Ich kenn da ein solches Tier, was sich Klonen kann: Blattläuse
Die können das wirklich aber das ist auch nicht so anspruchsvoll, die paar zellen. Die machen das halt zur vermehrung in "krisenzeiten" geht nämlich viel schneller als die andere möglichkeit.
Und daher sehen die auch alle gleich aus.
wollt ich jetzt nur mal so gesagt haben...

Das nennt man Parthogenese in der Fachsprache :D. Allerdings können das nur die Weibchen. Blättläuse vermehren sich aber nicht nur ausschliesslich asexuell sondern auch sexuell.
Und vergesst mir ja nicht die Pflanzen. Die sind auch fähig sich asexuell, wie sexuell zu vermehren. Es gibt auch parthogene Arten, auch Apomikten genannt, z.B. der Apfel.

Wegen der Gentechnik und dem lieben Geld. Ja, Firmen werden woll immer auf Gewinn arbeiten, das ist ja klar und nicht nur auf Saatgut beschränkt. Und auch nicht auf die Gentechnik. Das alt bekannte Problem ist ja, die Hybridsaaten, aber ohne die gehts ja auch nicht. Und die Bauern/Farmer wollen/können diese ja auch nicht immer neu kreuzen.

Zack
28.03.2009, 17:06
Ganz eigentlich heißt das "Parthenogenese" ;) ...

Von der Gentechnik kann man halten, was man will. Fakt ist, dass man die Wissenschaft nicht aufhalten kann - also sollte man lieber dran weiter forschen und einen vertretbaren Umgang damit finden. Darin sehe ich persönliche die Aufgabe der Menschheit.

Viele Leute haben auch grundsätzlich was gegen Gentechnik, weil sie nicht wissen, was genau gemacht wird. Da hat man dann irgendwelche Sci-Fi-Monster vor Augen und die Vorstellung, dass gentechnische veränderte Pflanzen einen krank machen können. Zum Beispiel gibt es die Vorstellung, dass die veränderten Gene in den eigenen Organismus gelangen können - vollkommen unmöglich, da im Magen alles kaputt geht ;) ...

Insofern sollte mehr Aufklärungsarbeit geleistet werden. Eine gesunde Skepsis sollte man beibehalten, aber eine grundsätzliche Ablehnung führt zu nichts - und die Milliardenbevölkerung in Indien, die verhungert, würd auch die gentechnisch veränderten Pflanzen alle nehmen. Wir haben den Luxus, entscheiden zu können - aber man sollte auch mal nachdenken, wie man die Weltbevölkerung ernähren soll.

Und jahrelange Züchtungen sind auch irgendwo "Gentechnik" ... da wurde blindlings draus los gezüchtet, heute ist das sehr viel kontrollierter.

Letztlich sehe ich das so, dass die Menschheit lernen muss, mit dieser Verantwortung umzugehen - und ich fürchte, dass da noch die ein oder andere Sache schief geht. Aber grundsätzlich meine ich auch, lieber wird hier in Deutschland von einigermaßen vernünftigen Leuten Genforschung betrieben, als dass wir alles dem amerikanischen Militär oder irgendwelchen zweifelhaften Organisationen überlassen!

Wenn ich mir aber meine Mitstudenten so anschaue, krieg ich manchmal auch das kalte Gruseln ... (bin Biologe) ...

AMBER schattensturm
28.03.2009, 21:58
Ich habe, so skurril das auf den ersten Blick wirken mag, weniger Probleme mit der gentechnischen Veränderung von Tieren, als mit der von Pflanzen. Tiere klonen mag unethisch sein, aber Ethik ist eine Bewertung, die eine Gesellschaft treffen muss. Das Manipulieren von Pflanzlichem Erbmaterial jedoch birgt meiner Ansicht nach viel größere Risiken. Niemand kann wirklich verhindern, dass sich genetisch veränderte, landwirtschaftliche Pflanzen ausbreiten und/oder sich mit wildwachsenden Arten kreuzen. Dies birgt nicht nur Gefahren für die Biodiversität, sondern auch gesundheitliche Gefahren für Mensch und Tier. US-amerikanische Bauern beobachten beispielsweise seit einigen Jahren, dass durch die Fütterung mit Genmais die Fruchtbarkeit ihrer Schweine zurückgeht. Genetisch veränderter Raps hingegen, der resistenter gegen Schädlinge gemacht wurde, führte in Kanada dazu, dass Bienenvölker Anzeichen von Vergiftung mit Neurotoxinen zeigten. Problematisch wird es insbesondere dann werden, wenn ein negativer Aspekt einer genetischen Züchtung erst Jahre oder Jahrzehnte später offensichtlich werden sollten...

Zack
28.03.2009, 22:30
Tiere können sich theoretisch auch ausbreiten, wobei eben ein geklontes Tier eher unter Verschluss gehalten wird.

Und: bei Pflanzen kann man die Ausbreitung stark eindämmen. Es gibt Möglichkeiten Gene so einzuschleußen, dass sie nur maternal vererbt werden - keine Ausbreitung über Pollenflug etc. möglich. Die Tochterpflanzen bleiben am gleichen Standort. Da kannst reicht dann ein Abstand von 100 Metern zu einem "normalen Feld" aus ... (diese Variante ist nicht immer möglich, aber oft).

Dass Bienen z.B. drunter leiden ist ein wichtiger Aspekt, wo dringend Handlungsbedarf besteht. Und dass die Biodiversität geschützt werden muss, ist auch klar - ich denke, es gibt viele Forscher, die sich mit diesen Thematiken befassen und dass man diese Probleme sicher lösen kann. Man muss sie sogar lösen - weil dass die ganze Welt nein zu Gentechnik sagt, ist utopisch.

Idalia
28.03.2009, 23:19
Ich habe, so skurril das auf den ersten Blick wirken mag, weniger Probleme mit der gentechnischen Veränderung von Tieren, als mit der von Pflanzen. Tiere klonen mag unethisch sein, aber Ethik ist eine Bewertung, die eine Gesellschaft treffen muss. Das Klonen von Pflanzen jedoch birgt meiner Ansicht nach viel größere Risiken.

Kannst du mir vielleicht noch erklären was genau so problematisch daran ist, Pflanzen zu klonen? Abgesehen davon, dass das sowieso niemand wirklich tut :rolleyes:

Pflanzen klonen sich nämlich ganz von alleine, die brauchen dazu keine Hilfe.

Hier kann man schnell den Laien vom Experten unterscheiden, etwas zu klonen und etwas zu transformieren sind zwei unterschiedliche Dinge. :p

Ich habe übrigens erst letztens gelesen, dass eine Studie an Kühen durchgeführt wurde die mit genmanipuliertem Mais gefüttert wurden. Die Kühe zeigten keinerlei Unterschiede zur Kontrollgruppe, auch nicht in ihrer Milchqualität.

Aber bitte, nochmals, bringt Klonen und Gentechnik nicht durcheinander. Das ist nicht dasselbe. Ich denke du hast auch was anderes gemeint damit, Amber. Denn wie kann man das Klonen von Tieren mit der Genmanipulation von Pflanzen vergleichen?!

Zack
29.03.2009, 11:34
Vergleichen nicht, aber beides ist wohl "erschreckend" ... :rolleyes:

Ich sagte ja, irgendwie hapert es an der Aufklärung. Was allerdings auch wieder leicht problematisch ist, weil die Biologie inzwischen doch recht kompliziert geworden ist. Zwar kann man sich da reindenken, aber ich glaube, da fehlt allgemein die Bereitschaft dazu.

Stattdessen wird bei Straßenumfragen gerne mal geantwortet: "Oh Gott nein, ich würde niemals Gene essen!!!" ...

Und mal ehrlich, wenn über Gentechnik berichtet wird, sind es doch nur Negativberichte - das färbt die Meinung der Gesellschaft kräftig dunkel. Ich will mich nicht bedingungslos für die Gentechnik aussprechen, aber ich denke, wenn die Leute besser informiert wären, würde bei manchen / viele (?) die Ablehnung einer gesunden Skepsis weichen.

Conan
29.03.2009, 20:35
Und mal ehrlich, wenn über Gentechnik berichtet wird, sind es doch nur Negativberichte - das färbt die Meinung der Gesellschaft kräftig dunkel. Ich will mich nicht bedingungslos für die Gentechnik aussprechen, aber ich denke, wenn die Leute besser informiert wären, würde bei manchen / viele (?) die Ablehnung einer gesunden Skepsis weichen.
Och, es gibt auch allerhand positive Berichte (http://www.n-tv.de/933384.html?130320081319), nur erscheinen sie (mir) oft zu gut, um wahr zu sein. Und manchmal ist es schon geradezu unglaublich, mit was für Methoden der genetischen Manipulation von Nahrungsmitteln Vorschub geleistet wird.:eek:
Und wenn ich mir so manche Slogans für die genveränderten Produkte von der "Agralobby" anschaue, dann finde ich darin schon einige Ähnlichkeiten, wie etwa mit solchen Zitaten: ~ "Wir bringen Euch Freiheit und Wohlstand!" ~ (G.W. Bush)
[...]und die Milliardenbevölkerung in Indien, die verhungert, würd auch die gentechnisch veränderten Pflanzen alle nehmen. Wir haben den Luxus, entscheiden zu können - aber man sollte auch mal nachdenken, wie man die Weltbevölkerung ernähren soll.
Zum Glück musste ich noch nie richtig hungern und würde, wenn´s draufankommt, natürlich auch die genveränderten Nahrungsmittel essen.;)
Was jedoch m.E. nachweislich gegen Hunger hilft, ist eine moderne Art der Bewässerung, Erosionsschutz, sinnvolle Fruchtfolge, angemessene Düngung, geeignete Agrartechnik, Schädlingsbekämpfung und einiges mehr...
Ja, der Hunger besteht in den Entwicklungsländern. Aber man hat dort z.B. auch schon den Fehler gemacht, mit technisch ausgefeilten Pumpen für bessere Wasserversorgung zu sorgen. Ergebnis: Pumpe kaputt -> kein Geld für Ersatzteile oder monatelange Lieferzeit, oder einfach nur kein Geld für Benzin. Ähnliche Abhängigkeiten entstehen m.M.n. durch das Gen-Saatgut. Wirkliche Bekämpfung von Armut & Hunger kann nur in Hilfe zur Selbsthilfe funktionieren. Die Leute dort wissen aus Erfahrung, was bei ihnen geht und was nicht, sie haben nur einfach nicht die nötigen Mittel, um das richtige zu tun.

Beispiel: Republik Kongo / Fläche 2.345.400 km² / Einw. ~ 66,5 Mio (24 pro km²)
Im Vergleich zu Deutschland kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, das die "paar" Einwohner im Verhältnis zur Fläche nicht auch durch eine konventionelle Landwirtschaft sattzukriegen sind. Und klimatisch gesehen sind dort sogar mehrere Ernten im Jahr möglich. Bei vielen dieser sog. "Hungerländern" sieht das Verhältnis von Fläche zu Einwohnern ähnlich aus. Die Gründe für Unterernährung liegen m.M.n. eher bei der weltweiten (schlechten) Verteilung von Gewinn und Wohlstand.

Aber trotzdem: Ein weltweites Bevölkerungswachstum von ~ 1,16 Prozent pro Jahr zerstört letztlich jede Maßnahme für eine dauerhafte Bekämpfung des Hungers.
Von einer Überbevölkerung würde ich aber nicht sprechen, weil der Begriff den Eindruck erweckt, als wenn es sowas wie "überflüssige" Menschen gäbe.
...ich denke, es gibt viele Forscher, die sich mit diesen Thematiken befassen und dass man diese Probleme sicher lösen kann. Man muss sie sogar lösen - weil dass die ganze Welt nein zu Gentechnik sagt, ist utopisch.[...]
Fakt ist, dass man die Wissenschaft nicht aufhalten kann...
Dem stimme ich zu!*ja* Nur letztlich entscheidet der Verbraucher, in welche Richtung die Entwicklung geht. Bei der Gentechnik mag es hierzulande (im Moment) eher düster aussehen, weltweit gesehen würde ich aber schon sagen, das die Technik früher oder später eine völlig neue Ära einläuten wird. Aber wie schon hier in meinem letzten Post geschrieben - ob zum Guten oder Schlechten... das wird man sehen.

Warin
29.03.2009, 22:03
Und wenn ich mir so manche Slogans für die genveränderten Produkte von der "Agralobby" anschaue, dann finde ich darin schon einige Ähnlichkeiten, wie etwa mit solchen Zitaten: ~ "Wir bringen Euch Freiheit und Wohlstand!" ~ (G.W. Bush) An dieser Stelle gerade Bush zu zitieren, wundert mich jetzt ein wenig. G.W. Bush hatte ein Verbot der Finanzierung embryonaler Stammzellenforschung durchgesetzt. Obama hat es als eine seiner ersten Amtshandlungen wieder aufgehoben.

Conan
30.03.2009, 20:39
Diese Tatsache ist mir nicht entgangen und seine Interessen zu diesem Thema hab´ ich natürlich auch mitverfolgt.;)
Bush´s Entscheidung basiert aber wohl weniger auf die eigene Ablehung der Gentechnik, sondern ist wohl mehr auf den amerikanischen christlichen Glauben zurückzuführen, wo der Mensch als "Gottes höchste Schöpfung" angesehen wird und der als solches möglichst "unversehrt" bleiben muss. Denn gerade in der Landwirtschaft hat er wieder eine völlig andere Meinung (http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/73/08/dokument.html?titel=Unausgesprochene+Probleme&id=57038037&top=SPIEGEL&suchbegriff=gentechnik+george+bush&quellen=&qcrubrik=politik). In einer seiner Ansprachen rief er z.B. speziell die Europäer dazu auf, den Widerstand gegen die Gentechnik zu beenden:
- "Zur Rettung eines hungernden Kontinents fordere ich die Europäer auf, beenden sie ihren Widerstand gegen die Biotechnologie." - (G.W. Bush)

Er meinte damit wohl mehr die eigene, amerikanische Biotechnologie...:rolleyes: Mit Obama´s Entscheidung kann ich mich genauso wenig anfeunden. Denn viele andere Staaten werden evtl. (wieder) "mitziehen" wollen und trotz Einfuhr- und Produktionsverbot von entsprechenden Lebensmitteln die praktische Forschung und Anwendung an Stammzellen weiter vorrantreiben - das wäre dann iwie ein Widerspruch.

Nur andererseits...
Die Gentechnik ist natürlich ein sehr weites Spektrum. Es gibt insgesamt drei "Hauptarten", die sogenannten Anwendungsbereiche von Gentechniken - diese wären:

die Rote, - Anwendung bei Organismen mit rotem Blut (z.B. Wirbeltiere)
die Grüne, - Einsatz ausschließlich bei Pflanzen / vorw. in der Landwirtschaft
und die Graue/Weiße - in der Abfallwirtschaft spez. im Industrie-Bereich

Die eine Anwendung gutzuheißen und eine andere zu verteufeln, wie Bush es getan hat, ist m.M.n. aber iwie wenig sinnvoll, da die Arten auf der Erde untereinander in Wechselwirkung stehen und sich früher oder später das ganze Ökosystem auf die neuen Bedingungen einstellen bzw. verändern wird.
Ganz egal, ob nun Anfangs ausschließlich die Gene von Pflanzen oder die von Menschen/Tieren manipuliert werden - es wird m.E. letztendlich immer Folgen für alle haben. Und genau diese Folgen sind ja auch beabsichtigt und stellen den eigentlichen Sinn der Gentechnik dar. Denn wenn z.B. zukünftig eine Pflanze ein (neues) Medikament gegen eine Krankheiten produzieren soll, dann soll dies ja auch bei den Menschen zur Wirkung kommen.
Ungeklärt für mich ist jedoch, ob man sich damit nicht evtl. ganz neue "Probleme" schafft... denn alle Organismen leben immer miteinander, nie nebeneinander.

Und nein - George Bush ist/war für mich in dieser Sache gewiss kein Heiliger.

Zack
31.03.2009, 12:07
@Conan: die weiße Biotechnologie beschäftigt sich mit Mikroorganismen, wie z.B. Bakterien und Pilze - darunter fällt dann unter anderem die Abfallwirtschaft, weil Mikroorganismen auch bisher als nicht abbaubar geltende Stoffe im Co-Metabolismus mit umsetzen können. Aber die weiße Biotech ist weitaus mehr! :) ...

Und zu Buch sag ich lieber nichts :rolleyes: ...

ZanIzuNES
01.04.2009, 21:10
Achja da fällt mir grad ein: Iwer hatte was geschrieben von wegen: "Beste Eigenschaften raussuchen"
Wird das nicht sogar schon angewendet? Embryonen werden doch bereits in den ersten Schwangerschaftswochen untersucht um festzustellen ob sie genetische Defekte oder sowas haben oder nicht? Oder vertausch ich das grad mit iwas fiktivem was ich gelesen habe? o.O


Wird angewendet, ja, aber nicht ganz so wie du es schilderst.
Beispiel: Ein Ehepaar kann auf grund biologischer Befindlichkeiten nicht auf "natürlichem Weg" (ihr wisst schon - Bienchen und Blümchen) Kinder bekommen.
Also gibt's verschieden Möglichkeiten nachzuhelfen.
Variante a) "Naturnahe": der Samen des Mannes wird an der richtigen Stelle im Unterus per Spritze platziert, zum richtigen Zeitpunkt natürlich, den Rest regelt Mutter Natur.

Variante b) Man entnimmt Eizellen bei der Frau - bringt das Ganze mit dem Samen des Mannes im Reagenzglas zusammen. Schaut sich die befruchteten Eizellen an und wählt die aus, die vielversprechend sind und setzt die dann der Frau ein.

Variante c) Man entnimmt der Frau Eizellen, und "schießt" die besten Kandidaten der männlichen Samen direkt in die Eizelle, von den befruchteten Eizellen werden wieder die ausgewählt, bei denen die Wahrscheinlichkeit auf eine erfolgreiche Schwangerschaft besonders hoch ist.

Wird die Frau schwanger kann man bis zum Ende des dritten Monats (ich glaube auch noch später) die Chorionzottenbiopsie machen lassen, um Schädigungen des Erbguts festzustellen und evtl. Erbkrankheiten auszuschließen. Eine Garantie auf 100%ige Genauigkeit gibt es dabei nicht.
Und die Wahl ob man das Kind behalten will, oder nicht muss trotzdem jeder für sich treffen.

Das Risiko bei Variante c auf Schäden im Erbgut ist leicht erhöht. Eizellen, die nicht vielversprechen sind, werden verworfen. Aus diesen Eiern wäre aber auch bei einer "natürlichen" Schwangerschaft nichts geworden.

Dennoch es wird hier "selektiert". Aber frag mal ein Paar, dass auf diesem Weg Kinder haben durfte - da ist keiner dagegen das medizinisch Mögliche auszunutzen.

Gruß Zaniz

Bajarin
11.02.2010, 14:11
Ganz eigentlich heißt das "Parthenogenese" ;) ...

Von der Gentechnik kann man halten, was man will. Fakt ist, dass man die Wissenschaft nicht aufhalten kann - also sollte man lieber dran weiter forschen und einen vertretbaren Umgang damit finden. Darin sehe ich persönliche die Aufgabe der Menschheit.
( ...)
Letztlich sehe ich das so, dass die Menschheit lernen muss, mit dieser Verantwortung umzugehen - und ich fürchte, dass da noch die ein oder andere Sache schief geht. Aber grundsätzlich meine ich auch, lieber wird hier in Deutschland von einigermaßen vernünftigen Leuten Genforschung betrieben, als dass wir alles dem amerikanischen Militär oder irgendwelchen zweifelhaften Organisationen überlassen!

Wenn ich mir aber meine Mitstudenten so anschaue, krieg ich manchmal auch das kalte Gruseln ... (bin Biologe) ...

Ich fürchte, daß alles, was geht auch gemacht wird. Mein Vertrauen in die Durchsetzbarkeit von Gesetzen ist da eher gering. Die multinationalen Konzerne, die vorrangig solche Forschung finanzieren, weichen dann eben in ein anderes Land dieses Planeten aus, wo ihr Engagement nicht verboten ist. die Amis habe uns mit ihrer unbefristeten Inhaftierung und Folterung möglicher Terroristen doch allen gezeigt, wie man Gesetze und Menschenrechte umgeht.

Und wenn man erstmal eine neue Art gezüchtet hat, mit der sich Geld verdienen lässt, findet man auch einen Weg, die zu legalisieren.

Der Nutzen für die Hungernden dieser Welt kann übrigends so aussehen: Konzerne haben es geschafft, Kulturpflanzenarten zu züchten, die als einzige gegen die ebenfalls von ihnen verkauften Unversal-Pflanzengifte resistent sind. Natürlich haben sie sich diese Kulturpflanzenarten patentieren lassen, damit niemand anderer sie reproduzieren darf. Praktischerweise ist das aber meist sowieso nicht möglich, da entweder durch den Heterosis-Effekt die Nachkommen dieser Arten mickerig und unwirtschaftlich sind, oder aber überhaupt unfruchtbar. Menschenfreunde, die die Manager dieser Konzerne sind, haben sie das Saatgut dann kostenlos an die Bauern der hungernden Länder verteilen lassen, bis diese Kulturpflanzen, die ja so ertragreich unde preiswert anzubauen waren, die alten Arten völlig verdrängt hatten. Als es dann kein Saatgut mehr für die alten Arten gab, bzw. die Böden so mit dem Pflanzen"schutz"mittel durchsetzt waren, daß nichts anderes mehr wachsen konnte, waren die nur im Monopol des Entwickler-Konzerns erhältlichen Saaten plötzlich nicht mehr kostenlos.
In Indien haben sich in den letzten Jahren zigtausende von Bauern selber umgebracht, weil sie ihre Familien finanziell ruiniert haben. Schöne neue Welt.

Aus meiner Sicht ist nicht die entscheidende Frage, ob man Gentschnik (Kloning, Gentransfer und anderes) erlauben darf, oder nicht. Wie gesagt, gemacht wirds sowieso. Sondern die entscheidende Frage ist, wie man solche Monopole auf Nahrungserzeugung, aber auch auf Krankheitsbekämpfung und anderes verhindern kann. Ich finde es erschreckend, daß kürzlich die Krankenkassen der Bundesregierung eine Gesetzesvorlage, die sie viel Geld gekostet hätte, ganz legal abgekauft haben, so daß diese zurück gezogen und nicht in Kraft gesetzt wurde.

Idalia
11.02.2010, 14:44
Der Nutzen für die Hungernden dieser Welt kann übrigends so aussehen: Konzerne haben es geschafft, Kulturpflanzenarten zu züchten, die als einzige gegen die ebenfalls von ihnen verkauften Unversal-Pflanzengifte resistent sind. Natürlich haben sie sich diese Kulturpflanzenarten patentieren lassen, damit niemand anderer sie reproduzieren darf. Praktischerweise ist das aber meist sowieso nicht möglich, da entweder durch den Heterosis-Effekt die Nachkommen dieser Arten mickerig und unwirtschaftlich sind, oder aber überhaupt unfruchtbar. Menschenfreunde, die die Manager dieser Konzerne sind, haben sie das Saatgut dann kostenlos an die Bauern der hungernden Länder verteilen lassen, bis diese Kulturpflanzen, die ja so ertragreich unde preiswert anzubauen waren, die alten Arten völlig verdrängt hatten. Als es dann kein Saatgut mehr für die alten Arten gab, bzw. die Böden so mit dem Pflanzen"schutz"mittel durchsetzt waren, daß nichts anderes mehr wachsen konnte, waren die nur im Monopol des Entwickler-Konzerns erhältlichen Saaten plötzlich nicht mehr kostenlos.
In Indien haben sich in den letzten Jahren zigtausende von Bauern selber umgebracht, weil sie ihre Familien finanziell ruiniert haben. Schöne neue Welt.

Aus meiner Sicht ist nicht die entscheidende Frage, ob man Gentschnik (Kloning, Gentransfer und anderes) erlauben darf, oder nicht. Wie gesagt, gemacht wirds sowieso. Sondern die entscheidende Frage ist, wie man solche Monopole auf Nahrungserzeugung, aber auch auf Krankheitsbekämpfung und anderes verhindern kann.

Huiuiui...
also abgesehen davon, dass ich deiner Meinung bin, dass da sicher noch vieles im argen liegt... aber Firmen sind halt auf Gewinn bedacht und keine Wohltätigkeitsvereine (es lebe der Kapitalismus :rolleyes:).

Aber, bitte, mir tut das immer grad weh, wenn ich sowas lese. Züchtung ist nicht gleich Gentechnik. Und der Heterosis-Effekt tritt bei Züchtung auf und ist ein natürlicher Prozess, der der Rekombination zugrunde liegt. Hat also absolut gar nicht mit Gentechnik zu tun. Deshalb muss jeder Bauer, auch hierzulande, sein Hybridsaatgut immer wieder neu kaufen. Lies wenigstens Wikipedia... :rolleyes:

Bajarin
12.02.2010, 00:40
Huiuiui...
[SIZE="1"]Aber, bitte, mir tut das immer grad weh, wenn ich sowas lese. Züchtung ist nicht gleich Gentechnik. Und der Heterosis-Effekt tritt bei Züchtung auf und ist ein natürlicher Prozess, der der Rekombination zugrunde liegt. Hat also absolut gar nicht mit Gentechnik zu tun. Deshalb muss jeder Bauer, auch hierzulande, sein Hybridsaatgut immer wieder neu kaufen. Lies wenigstens Wikipedia... :rolleyes:

Das WEISS ich doch alles. Und ich habe nichts Gegenteiliges behauptet, oder?

Aber die Resistenz gegen die Gifte wurde mittels Gentransfer erreicht, was eindeutig eine Form der Genmanipulation ist. Daß das Saatgut von den Bauern nicht selber vermehrt werden kann, ist eine Folge des Heterosis-Effektes. Was DAS ist, weiß ich natürlich. Auch ohne extra nochmal bei Wiki nachzuschlagen. Manche Arten werden durch Einsatz widerum von Gentechnik unfruchtbar gemacht.

Dragonologist
16.02.2010, 17:52
Bei vielem, was Menschen anstellen, denke ich:"Bloß weil es möglich ist, muss man es ja nicht gleich machen, oder?"
Oft wird nicht hinreichend über die Folgen neuer Erfindungen nachgedacht - was neu ist muss einfach zwangsläufig besser sein als das was es vorher gab. Tja.
Und das ist der Grund dafür, dass auf unserem Planeten freie, nicht oder kaum abbaubare Gifte zirkulieren - weil Menschen nicht zuerst darüber nachgedacht haben, wie man sie nach der Verwendung abbauen kann. Habt ihr schon mal Schlagobers (Schlagsahne) mit der Hand geschlagen? Das braucht nur ein Bisschen Zeit, hat einen positiven Effekt auf die Armmuskeln und benötigt überhaupt keinen Strom. Bloß weil es Küchenmaschinen gibt, muss man sie ja nicht gleich benutzen, oder?
Ich finde, dass in Technik und Wissenschaft die Ressorts für Ethik und Zukunftsszenarien eine gehörige Verstärkung brauchen, um einerseits befriedigende Antworten auf Fragen zu finden wie: Ab wann beginnt ein Leben, haben Tiere Rechte und welche sind diese, Ab wann ist eine Operation nicht unbedingt notwendig etc. und andererseits die Auswirkungen der Entwicklung einer neuen Technologie gründlicher abzuschätzen.
Was das Klonen betrifft: Man ist schon fast soweit, ein Mammut klonen zu können. Aber ich denke nicht, dass man das tun sollte, denn es wäre für das Tier nicht zumutbar, ohne Artgenossen in einer Umgebung zu leben, die anders ist als die, in der sich seine Art entwickelt hat.

Off topic: Mein Hunderster! *vor Freude herumspring und die in der Wohnung darunter mit Getrampel nerv**party*

Idalia
19.02.2010, 09:19
Das WEISS ich doch alles. Und ich habe nichts Gegenteiliges behauptet, oder?

Aber die Resistenz gegen die Gifte wurde mittels Gentransfer erreicht, was eindeutig eine Form der Genmanipulation ist. Daß das Saatgut von den Bauern nicht selber vermehrt werden kann, ist eine Folge des Heterosis-Effektes. Was DAS ist, weiß ich natürlich. Auch ohne extra nochmal bei Wiki nachzuschlagen.

Den Zusammenhang musst du mir bei Gelegenheit erklären... X.X

Ausserdem, männlich sterile Pflanzen wären bei gentechnisch veränderten Pflanzen wünschenswert... heisst aber nicht das sie unfruchtbar sind.


@Dragonologist

Nette Plattitüden :rolleyes:
Ohne Forschung, kein Fortschritt. Und meinst du nicht, das die Forschung unter strengen Vorschriften steht? Aber wie kann das jemand wissen, der absolut nichts damit zu tun hat.
Man kann nicht immer alles verteufeln und in den ein und denselben Topf werfen, was aus den Labors kommt. Aber ohne Kenntnis kann man auch nicht differenzieren und schon gar nicht beurteilen.

Dragonologist
19.02.2010, 17:40
Ohne Forschung, kein Fortschritt. Und meinst du nicht, das die Forschung unter strengen Vorschriften steht? Aber wie kann das jemand wissen, der absolut nichts damit zu tun hat.
Man kann nicht immer alles verteufeln und in den ein und denselben Topf werfen, was aus den Labors kommt. Aber ohne Kenntnis kann man auch nicht differenzieren und schon gar nicht beurteilen.

Stimmt, ohne Forschung kein Fortschritt. Aber bis wohin und vor allem in welche Richtung ist Fortschritt sinnvoll?
Nachdem du ja offensichtlich ein hohes Tier im naturwissenschaftlichen Sektor bist, enorm bewandert in Chemie und deren Auswirkungen auf den Planeten Erde und ich ja überhaupt nichts damit zu tun habe, sag mir bitte a) Wo ich sinnvolle, umfassende und zukunftsorientierte ethische Vorschriften finde und b) was ich deiner Meinung nach tun sollte um Kenntnis zu erlangen.
Das wäre sehr konstruktiv. Dankeschön.

HMP
19.02.2010, 20:08
Stimmt, ohne Forschung kein Fortschritt. Aber bis wohin und vor allem in welche Richtung ist Fortschritt sinnvoll?


Wer definiert, was sinnvoll ist? Denn davon hängt es ab, was und welche Richtung als sinnvoll erachtet wird. Militärs definieren es wahrscheinlich anders als Wissenschaftler. Die wieder anders als ein Kirchenmann. Alle drei möglicherweise völlig anders als Du oder ich. Hängt auch von unseren Zielen ab.

Vorschriften, den menschlichen Forschungsdrang zu begrenzen, gibt es zur Genüge. Mal nennt man sie Gesetze, mal nennt man sie Gebote. Am Ende werden sie immer überschritten. Das war schon immer so. Wir Menschen haben eine sehr seltsame Eigenschaft. Man nennt sie Neugier. Sie lässt uns Grenzen überschreiten. Manchmal in die falsche Richtung und manchmal zu weit. Das ist keine Frage der Wissenschaft und wohin soll Forschung führen, das ist eine menschliche Frage. Denn es ist eine grundsätzliche Frage: „Wie weit kann ich gehen und soll ich es?“ Du wirst sie niemals allgemeingültig beantworten können. Immer nur für Dich selbst. Und manches anders sehen als andere. Doch wie gesagt, Vorschriften gibt es zur Genüge.

Das Dumme an der Sache ist nur, so sehr man auch vorher darüber nachdenkt, ob man soll und wie man soll … man weiß erst am Ende, was dabei herauskommen kann.

Dragonologist
20.02.2010, 07:27
Wer definiert, was sinnvoll ist?
Es gibt schon allgemein gültige Regeln, an die sich irgendwie jeder erinnern kann. Auch ein Offizier im Einsatz, der schon hunderte Menschen töten und vielleicht einige Foltern hat lassen, wird seinen Kindern erzählen dass sie nicht töten und keinen Lebewesen Schmerzen bereiten sollen. Das ist schon einmal eine ganz gute Basis, wenn man Dinge weiterdenkt. Wenn man draufkommt, dass ein chemisches Produkt in die Keimbahn gerät und doch kanzerogen ist oder Missbildungen fördert, sollte es sofort eingezogen und nicht noch die Restbestände verkauft werden*tsts* Was ich meine, ist allerdings, dass es zu solchen Produkten gar nicht kommen sollte, wenn Menschen im Voraus mehr darauf achten würden, was durch diese Chemikalie alles passieren könnte. Genauso beim Klonen; wenn ein Risiko besteht, dass ein ausgestorbenes Lebewesen, das zum Leben geklont wird, physische oder psychische Schmerzen leiden könnte, sollte man es nicht austesten.

Das Dumme an der Sache ist nur, so sehr man auch vorher darüber nachdenkt, ob man soll und wie man soll … man weiß erst am Ende, was dabei herauskommen kann.
Mit hundertprozentiger Sicherheit weiß man es erst danach. Aber ich finde, es sollte aller mögliche Aufwand in Risikoanalyse und Technologien gesteckt werden, die mögliche Auswirkungen berechnen. So etwas gibt es ja schon, ich habe davon gehört; ein Computer, wo man ein Szenario und variable Faktoren hat und der errechnet, was bei welcher Veränderung der Variablen geschehen würde.

HMP
20.02.2010, 07:51
Es gibt schon allgemein gültige Regeln, an die sich irgendwie jeder erinnern kann. Das ist mir zu vage. Irgendwie erinnern wir uns alle an irgendwelche Regeln. Zudem kommt es immer noch auf den Standpunkt des Betrachters an. Was für die einen gilt, muss für die anderen noch lange nicht gelten. Dazu haben wir zu viele unterschiedliche Kulturen.
Selbst wir im "Westen" haben unterschiedliche Ansichten über z. B. die Todesstrafe.

Auch ein Offizier im Einsatz, der schon hunderte Menschen töten und vielleicht einige Foltern hat lassen, wird seinen Kindern erzählen dass sie nicht töten und keinen Lebewesen Schmerzen bereiten sollen. Das ist schon einmal eine ganz gute Basis, wenn man Dinge weiterdenkt. Wer von seinem Tun überzeugt ist, es für richtig hält, es für notwendig hält, wird seinen Kindern eher nichts gegenteiliges erzählen.

Was ich meine, ist allerdings, dass es zu solchen Produkten gar nicht kommen sollte, wenn Menschen im Voraus mehr darauf achten würden, was durch diese Chemikalie alles passieren könnte. Genauso beim Klonen; wenn ein Risiko besteht, dass ein ausgestorbenes Lebewesen, das zum Leben geklont wird, physische oder psychische Schmerzen leiden könnte, sollte man es nicht austesten. Wenn wir auf alles verzichten, bei dem ein Restrisiko besteht, das wir nicht hundertprozentig ausschließen können (und das können wir je komplexer die Sache ist nie), dann würden wir - wie ich es einmal in einem anderen Zusammenhang schrieb - "heute noch in den Höhlen sitzen und alles Risiken abwägen und darüber nachdenken, was wir noch alles zu bedenken hätten. Möglicherweise lauert draußen ein Säbelzahntiger. Solange ich aber nicht rausgehe, weiß ich es nicht. Und wenn ich nicht rausgehe, dann verhungere ich."
Der verantwortungsbewusste Umgang mit Dingen, die wir tun können, muss sein. Ohne Zweifel. Aber irgendwann müssen wir etwas tun. Wir können nicht alle Risiken ausschließen. Selbst wenn wir nichts tun, ist das bereits ein Risiko.
Dieses "Es kann sein, dass ...", welches heute so gerne ganz pauschal als "Warnung" gebraucht wird (Rauchen, Alkohol, Nebenwirkungen bei Medikamenten usw.), würde am Ende dazu führen, dass wir nichts tun.


Mit hundertprozentiger Sicherheit weiß man es erst danach. Aber ich finde, es sollte aller mögliche Aufwand in Risikoanalyse und Technologien gesteckt werden, die mögliche Auswirkungen berechnen. So etwas gibt es ja schon, ich habe davon gehört; ein Computer, wo man ein Szenario und variable Faktoren hat und der errechnet, was bei welcher Veränderung der Variablen geschehen würde.
Ich kenne diese Simulationsprogramme. Aber selbst der beste Computer kann nur mit den Parametern arbeiten, die ihm eingeben sind. Diese wiederum werden von Menschen erdacht. Und der Mensch ist der unwägbarste aller Parameter.
Und auch hier: wenn Du alles analysieren und berechnen willst ... dann wird nie etwas geschehen. Was am Ende mindestens genauso schlimm sein kann.

Idalia
20.02.2010, 15:30
Stimmt, ohne Forschung kein Fortschritt. Aber bis wohin und vor allem in welche Richtung ist Fortschritt sinnvoll?
Nachdem du ja offensichtlich ein hohes Tier im naturwissenschaftlichen Sektor bist, enorm bewandert in Chemie und deren Auswirkungen auf den Planeten Erde und ich ja überhaupt nichts damit zu tun habe, sag mir bitte a) Wo ich sinnvolle, umfassende und zukunftsorientierte ethische Vorschriften finde und b) was ich deiner Meinung nach tun sollte um Kenntnis zu erlangen.
Das wäre sehr konstruktiv. Dankeschön.

Ich kann eigentlich nur HMP beipflichten, er hat schon viel gesagt.
Ich bin kein hohes Tier im naturwissenschaftlichen Sektor, danke. Ich bin bloss einfach ein Tier im naturwissenschaftlichen Sektor. :rolleyes:

Wo du sinnvolle, umfassende und zukunftsorientierende Vorschriften findest, weiss ich nicht, was sinnvoll ist hängt immer vom Betrachter ab. Aber das hat HMP schon gesagt.
Und welche Kenntnis möchtest denn du erlangen? Was so abgeht in einem Labor? Wie man kloniert? Was Gentechnik ist? Wie es funktioniert? Oder die Kenntnis wo man sinnvolle Vorschriften findet?

Schau, Dragonologist, Forschung besteht zu >90% aus Fehlern machen, und aus denen lernt man. Auch jedes noch so tolle Computerprogramm stützt sich aus Parametern, die auf Erfahrungswerten beruhen. Und Computermodelle haben dann oft genug nichts mit der Wirklichkeit zu tun.

Aber da du dich so vehement für Verbesserungen im naturwissenschaftlich Forschungssektor einsetzt, verbal zumindest. Tust du auch aktiv was dafür?

Simon the Sorcerer
20.02.2010, 16:33
sag mir bitte a) Wo ich sinnvolle, umfassende und zukunftsorientierte ethische Vorschriften finde und b) was ich deiner Meinung nach tun sollte um Kenntnis zu erlangen.
Das wäre sehr konstruktiv. Dankeschön.
Es gibt Universitäten, da kann man Fächer wie Ethik oder Naturwissenschaften studieren. ;)

. Wenn man draufkommt, dass ein chemisches Produkt in die Keimbahn gerät und doch kanzerogen ist oder Missbildungen fördert, sollte es sofort eingezogen und nicht noch die Restbestände verkauft werden*tsts* Was ich meine, ist allerdings, dass es zu solchen Produkten gar nicht kommen sollte, wenn Menschen im Voraus mehr darauf achten würden, was durch diese Chemikalie alles passieren könnte...

Mit hundertprozentiger Sicherheit weiß man es erst danach.
Aber ich finde, es sollte aller mögliche Aufwand in Risikoanalyse und Technologien gesteckt werden, die mögliche Auswirkungen berechnen. So etwas gibt es ja schon, ich habe davon gehört; ein Computer, wo man ein Szenario und variable Faktoren hat und der errechnet, was bei welcher Veränderung der Variablen geschehen würde.

Und du glaubst dies wird nicht getan ?
Weißt du wie viele Risikoanalysen gemacht werden in forschenden Firmen ?
Wieviele Stufen ein Produkt durchläuft bis es an den Patienten verabreicht wird ?
(Es dauert ca. 10 Jahre und kostet 100 Millionen €)

Und wenn man sich da nur auf einen "Computer" verlässt, wie sollte das funktionieren ?
Nehmen wir mal an, ein werdende Mutter ist totkrank, das neue Medikament würde ihr helfen und dein Computer sagt es ist in Ordnung, es schadtet dem Embryo nicht. Das Medikament wurde aber noch nie zuvor an menschlichen Zellen oder in Tierversuchen getestet.
Würdest du unterschreiben oder der Mutter ins Gesicht sagen, dass das Medikament ihrem werdenden Baby nichts ausmacht, es keine Missbildungen erleidet ?

Glaub mir, die medizinische Forschung unterliegt den strengsten und schärfsten Regulatorien und Sanktionen überhaupt !

So, das mußte ich mal loswerden, nix für ungut !

Grüße

Yussuf der Esel
21.02.2010, 12:13
Fast fragt man sich, ob das mehr in den SciFi, oder mehr in den Horror Themenbereich gehört. Wie haltet ihr es mit der Gentechnologie? Fluch oder Segen?


Da gilt die alte Regel:
Ein Mediziner nimmt ein Messer um zu heilen - Ein Krieger um zu töten.

Man kann Vor- und Nachteile nicht vergleichen.

Dragonologist
21.02.2010, 13:51
Und du glaubst dies wird nicht getan ?
Weißt du wie viele Risikoanalysen gemacht werden in forschenden Firmen ?
Wieviele Stufen ein Produkt durchläuft bis es an den Patienten verabreicht wird ?
(Es dauert ca. 10 Jahre und kostet 100 Millionen €)
Gut so. Aber wenn man die letzten Stunden in Chemie damit verbracht hat, vom Lehrer mit den furchtbaren Auswirkungen diverser Chemikalien, die seit der industriellen Revolution in die Welt gesetzt wurden und dort wegen mangelnder vorausschauender Überlegungen bis heute kaum abgebaut werden können, zugestopft zu werden und zur selben Zeit in Biologie von Contergan und diversen anderen schädlichen Dingen, die, nachdem sie bei uns verboten waren, einfach weiterverkauft wurden, hört - da ist es ziemlich schwer, den Fortschritt mit offenen Armen zu begrüßen. Wenn einem dann noch so gut wie vor die Haustüre ein AKW gebaut wird, obwohl radioaktiver Müll ewig braucht um wieder ungefährlich zu sein, und die Firmen trotz der vielen Proteste einfach weitermachen, fragt man sich schon mal, wieso Menschen erwiesenermaßen problematische Dinge tun, bloß weil sie sie tun können...

Und wenn man sich da nur auf einen "Computer" verlässt, wie sollte das funktionieren ?
Nehmen wir mal an, ein werdende Mutter ist totkrank, das neue Medikament würde ihr helfen und dein Computer sagt es ist in Ordnung, es schadtet dem Embryo nicht. Das Medikament wurde aber noch nie zuvor an menschlichen Zellen oder in Tierversuchen getestet.
So was meinte ich nicht. Aber gut, da hast du Recht.
Würdest du unterschreiben oder der Mutter ins Gesicht sagen, dass das Medikament ihrem werdenden Baby nichts ausmacht, es keine Missbildungen erleidet ?
Nein.

Aber da du dich so vehement für Verbesserungen im naturwissenschaftlich Forschungssektor einsetzt, verbal zumindest. Tust du auch aktiv was dafür?
Ich hocke in der Schule und lerne. Aber ich werde mich sicher auch ohne es angerechnet zu bekommen auf die Uni setzen und einer Vorlesung zu dem Thema zuhören, einfach um mehr zu wissen. Ich würde mit Freuden Bio und Physik studieren, wenn ich mehr als ein Leben zur Verfügung hätte, aber vielleicht häng ich eins davon dran wenn ich mit meinem Wahlstudium fertig bin. In dem übrigens auch ein Teil aus "Ethik und Recht in der Medizin" besteht.
Da ich momentan nicht fähig bin, weiterzuentwickeln, tu ich was mir möglich ist, um zumindest nicht schädlich zu sein: Mülltrennen, als Umweltsprecherin meiner Klasse (unsere Schule hat einen Umwelt- und Genderschwerpunkt) an Projekten teilnehmen, ohne Auto auskommen so lange es geht... und all die kleinen Dinge, um Strom und Wasser zu sparen wo es geht.

Seppel
22.02.2010, 01:43
Forschung ist doch nicht das Problem. Das Problem sind profitorientierte Konzerne, die für eine hübsche Jahresbilanz buchstäblich über Leichen gehen.
Und grade multinationale Großkonzerne, die sich der Veranwortbarkeit in den einzelnen Länder entziehen können (oder noch besser: so viel Bestechungsgelder investieren können/ihre wirtschaftliche Macht als Druckmittel benutzen können), ignorieren jegliche ethischen und moralischen Fussfesseln, die wir paar Hippies in Wohlstandsländern gerne beschliessen würden.
Solange "wir" in Form unserer Regierungsvertreter nicht in der Lage sind, diese Konzerne an die Leine zu legen, ist jede Überlegung müssig und sogar schädlich, der Forschung Einhalt gebieten zu wollen.
Ganz im Gegenteil: Die Forschung muss so frei wie möglich sein, damit der Vorsprung der geldgeilen Moralnihilisten, die ohnehin illegalerweise weiterforschen würden, so klein wie möglich bleibt. Je gefährlicher und ethisch bedenklicher ein Forschungsgegenstand ist, desto wichtiger es meiner Meinung nach, daß er unter irgendeiner Form von staatlicher Kontrolle und Beobachtung steht.