Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : High-Tech vergangener Zeiten
Wie oft sagen wir heute: "Also die Technik entwickelt sich ja rasend - wohin uns das alles führen mag!" Und generell sind wir ja heutzutage toll, weil uns die Wissenschaft viele neue und praktische Dinge beschert hat, wie etwa den Motor. Oder wie wäre es zum Beispiel mit dem
Elektrischen Licht
Achja, wie steht es doch geschrieben in den Geschichtsbüchern: Galvani (1737-1798) entdeckte die Elektrizität und der allseits bekannte Edison erfand die Glühlampe.
Kann es nicht sein, dass Zauberer und Akademiker alter Zeiten schon dieses Wissen hatten? Tatsächlich gibt es uralte Berichte, in denen die Rede von "ewig brennenden Leuchten" oder "Zauberlampen" gibt, denen Wind und Wetter nichts ausmachten.
Jetzt kommt was für Hathor ;)
Im Hathor-Tempel von Dendera gibt es Reliefs, die so was hier aufzeigen:
http://img518.imageshack.us/img518/7470/tet16brk8.jpg (http://imageshack.us)
Eine antike Glühbirne?
Es heißt: In den Tempelgängen sind keine Rußspuren zu finden. Wie also konnten die Bildschhauer ihrer Arbeit nachgehen oder Tempelbesucher durch die Gänge wandeln ohne Fackeln?
Ein österreichischer Ingenieur baute diese Glühbirne nach und siehe da: Wenn auch schwach, sie spendete Licht.
das ist interessant...
aber es ist schwierig.
trotzdem halte ich es nicht für ausgeschlossen, dass die menschen früher schon diese entdeckung gemacht haben. aber anscheinend konnte es sich damals nicht dauerhaft durchsetzen. sonst wäre die elektrizität hier wahrscheinlich schon länger bekannt.
aber zu den Tunneln: ist es denn 100%ig sicher, dass die steine von innen behauen wurden? könnte es denn nicht auch sein, dass sie außen angefertigt wurden und dann nach innen transportiert und eingebaut? oder vielleicht wurden ja auch die gänge, in denen gearbeitet wurde, noch nicht geschlossen, sodass von oben licht herein fiel.
wer weiß das schon? ich denke, sowas werden ungeklärte geheimnisse bleiben, tatsache ist, dass die dinge jetzt existieren. ganz begründen kann man solche dinge wahrschienlich nie.
Mad Bull
05.04.2008, 18:16
Da lohnt es sich dranzubleiben.
Ich habe manchmal Inspirationen über Endzeitgeschichten wo Babaren immer wieder mal auf Relikte von untergegangenen Stoßen.
Oder Science Fiction Geschichten wo die meisten Menschen wieder in eine mittelalterlichen Kultur leben und die High Tech einer privilegierten Bevölkerungsschicht zugänglich ist.
Mensch, das wärs. Nur ist es bei mir die verdammte Zeit wo mal wieder fehlt...
ist es denn 100%ig sicher, dass die steine von innen behauen wurden? könnte es denn nicht auch sein, dass sie außen angefertigt wurden und dann nach innen transportiert und eingebaut? oder vielleicht wurden ja auch die gänge, in denen gearbeitet wurde, noch nicht geschlossen, sodass von oben licht herein fiel.
Zum ersten Punkt kann ich leider nichts sagen, da bin ich wirklich überfragt.
Was ich aber weiß: Die Kammern, in dem diese Abbildungen zu sehen waren, befanden sich tief unterirdisch im Gebäude, so dass zumindest das meiner Meinung nach ausgeschlossen ist.
ganz begründen kann man solche dinge wahrschienlich nie.
Ahh und da liegt das schöne Mysteriöse, was das Ganze ja so toll macht :)
Nun ja: zumindest die Malereien auf den Steinen in den Kammern wurden ganz sicher erst nach dem Bau der Pyramiden aufgetragen. Und die Malereien sind noch dazu in Farbe. Sowas kann man nicht ohne Licht machen. Und die fehlenden Rußpartikelchen geben schon Rätsel auf.
Und wenn das wirklich eine Glühbirne war - was war die Stromquelle?
Und andererseits: warum sollten die Ägypter nicht eine solche gefunden haben? Sie kannten Metalle und ihre Bearbeitung. Sie errichteten Bauwerke, die noch nach Jahrtausenden bestaunt werden. Sie hatten Kultur und Schrift, als die Mitteleuropäer noch auf Bäumen und in Erdlöchern hockten ;)
John Doe
05.04.2008, 19:46
Und andererseits: warum sollten die Ägypter nicht eine solche gefunden haben? Sie kannten Metalle und ihre Bearbeitung. Sie errichteten Bauwerke, die noch nach Jahrtausenden bestaunt werden. Sie hatten Kultur und Schrift, als die Mitteleuropäer noch auf Bäumen und in Erdlöchern hockten ;)
Kultur und Wissenschaft kann man schwer miteinander vergleichen. Man kann zwar mit primitivsten Mitteln das Phänomen der Elektrizität nachweisen, die Entwicklung einer konstanten Stromquelle ist aber eine andere Sache. Auszuschließen ist natürlich nichts, das Prinzip der Glühbirne ist nach heutigen Maßstäben leicht zu begreifen, jedoch mit den Mitteln, die den alten Kulturen zur Verfügung standen, kaum zu realisieren.
Sith-Lord
14.09.2008, 14:54
Schönes Thema,
also ich glaube nicht das T. Edison der erste gewesen ist dem ein Licht aufging.
Allein schon die Tatsache, das es die Menschheit schon wasweißichwievielJahre vorher gegeben hat, erhöht die Chancen, das irgendwer den Strom schon vor ihm entdeckt hatte.
Darüberhinaus, gibt es inzwischen Ausgrabungen der Mayas, glaube ich, bei denen man primitive Batterien gefunden hat. Wissenschaftler haben das bestätigt, indem sie diese nachgebaut haben. Und ich meine jetzt nicht die "Mythbusters"!
Es gibt immer wieder Berichte, die auf ein höheres Können hindeuten als wir es den "Barbaren" zutrauen. das liegt daran, das wir uns kein bild von dem machen können, weil wir in einer technologischen Welt leben und unsere Imagination lässt es nicht zu, zu glauben, das diejenigen vor uns auch schon Kultur etc. besessen haben. Nur weil wir ein paar Mauern, Tonscheiben oder Pfeilspitzen entdecken, heißt das noch lange nicht, das wir wirklich WISSEN wie unsere "Vorväter" gelebt haben und was sie angetrieben hat.
Ich frage mich, wie die Menschen in 3000 Jahren uns betrachten, wenn sie, als Beispiel, ein Monitorgehäuse, einen Autoreifen und einen Kochlöffel bei Ausgrabungen entdecken ...
Ciao
malublub
nazgul666-rr
14.09.2008, 15:02
ich hab letztens eine Doku gesehen über chin. Waffen im "Altertum"
und da hieß es das die schon Kanon und andere Schusswaffen hatten, sowie Raketen, auch mehrstufige - sahen zwar nicht genau so aus wie heute, aber für die damalige Zeit sehr fortgeschritten
*Name such*
Ursprung der Technik - Waffen im alten China
und dazu "Ursprung der Technik - Mechanik des Fernen Ostens" konnte ich aber nicht sehen
elbenweib
15.09.2008, 11:25
Zu dem Thema passt folgendes, dass ich mal in einer Doku über das Antike griechenland gesehen habe:
Ein Konstrukteur damals (2500 vor christus) hat mit Wasser experimentiert und hat eine Kugel mit 2 gebogenen 'schornsteinen' gebaut. rein kam wasser. Wenn er das ganze erhitzt hat, wurde die Kugel in eine Richtung gedreht, da der ausströmende Dampf die Kugel angetrieben hat. er hat also im endeffekt die erste Dampfmaschine erfunden.
Er hat damals das Pozential aber nicht erkannt, da es zum erledigen von Arbeiten genügend Sklaven gab, die billiger waren... :eek:
Wir haben dieses Wissen dann erst vor ein paar hundert Jahren wiederentdeckt / neuentdeckt... sonst wären wir möglicherweise heute 2500 Jahre weiter in der Technik. oO°
Von solchen Reliefs auf tatsächliche Objekte zu schliessen ist gerade bei den ägyptischen sehr schwer, da sie eine stark verklausulierte Bildsprache verwendet haben. Es kann sich genauso um Blumen, Sarkophage, oder sonstwas handeln, evtl. sogar um etwas abstraktes, das in der Bildsprache eben so aussah.
Aber wenn ich mal wieder auf dem Gang nen Ägyptologen treffe frag ich was es mit den Bildern auf sich hat.
Aber tatsächlich gab es wohl schon früh Experimente mit Elektrizität:
z.B. Batterie von Bagdad (http://www.archaeoforum.de/viewtopic.php?t=353&highlight=batterie): c. 250 BC... funktionierte mit Säure
Und mit mechanischen Dingen: der umstrittene Mechanismus von Antikythera (http://cs.uni-muenster.de/Studieren/Scripten/Lippe/geschichte/pdf/Kap2.pdf) dessen Funktion noch diskutiert wird, und der um 80 BC gebaut wurde...
Von einem griechischen Theater ist bekannt, daß es über Seilzüge sozusagen mechanisch Szenenfolgen abspielte, wie im Kino... aber da fällt mir grade der Name nimmer ein.
Und noch eine andere Herangegensweise:
Wenn man sich die Kunst der LaTéne-Zeit ansieht, die Zirkelornamentik, dann müssen sie wohl sehr fortschrittliches gravier und Zeichengerät gehabt haben...
Und es gibt in fast jeder Kultur Hinweise auf sehr ausgefeilte Techniken und hervorragende Handwerker. Allein die Bronzeverarbeitung auch in unserer Gegend vor 3000 Jahren... Sie kannten den Überfangguss und verschiedene Legierungen.
Lythande
16.09.2008, 17:45
Hallo,
ein sehr interessantes Thema!
Es war ja auch so, dass das erste Telefon nicht von Bell erfunden wurde, sondern irgendwo in Irland. Ich habe von unserem Lehrer gehört, dass dort jemand das mit einem Kupferdrahdt probiert hat. Die Menschen waren jedoch im 18. Jahrhundert noch nicht reif für diese Technik, darum fand es keine Interessenten. Heute telefonieren wir schnurlos oder über Computer! Ich würde gerne mal einen Blick auf die Technik in fünfzig Jahren werfen. Da muss man gar keine tausende von Jahren zurückgehen. Das geht heute alles so schnell mit der Entwicklung.
Sith-Lord
17.09.2008, 03:26
@lythande
es ist ja oft so das erfindungen, die die welt bewegten, von mehreren erdacht wurden. habe mal gehört, das nicht nur watts die dampfmaschine entworfen hat, sondern, das es auch einen niederländer gegeben hat, der schon vor ihm eine maschine gebaut hatte. letztendlich bleibt bei sowas nur übrig: wer schaffts als erster in die geschichtsbücher!
da fällt mir ein, das ich neulich eine reportage/doku gesehen habe, in der es um antike Kriegsmaschinen ging. Ein griechischer Erfinder hat mal eine stadtverteidgung aufbauen müssen und stellt euch mal vor wie er das gemacht hat ... na? ...nein, keine katapulte ... nein, auch keine tribuchets. ich verrate es euch: der grieche hat den ersten laser erfunden! mit mehreren spiegeln, hat er das sonnenlicht gebündelt und so die feindlichen schiffe angezündet. genauso wie es pöse jungens mit der lupe und den ameisen machen.
ciao
Sith-Lord
SemSimkin
18.09.2008, 23:09
Zu dem Thema passt folgendes, dass ich mal in einer Doku über das Antike griechenland gesehen habe:
Ein Konstrukteur damals (500 vor christus) hat mit Wasser experimentiert und hat eine Kugel mit 2 gebogenen 'schornsteinen' gebaut. rein kam wasser. Wenn er das ganze erhitzt hat, wurde die Kugel in eine Richtung gedreht, da der ausströmende Dampf die Kugel angetrieben hat. er hat also im endeffekt die erste Dampfmaschine erfunden.
Er hat damals das Pozential aber nicht erkannt, da es zum erledigen von Arbeiten genügend Sklaven gab, die billiger waren... :eek:
Wir haben dieses Wissen dann erst vor ein paar hundert Jahren wiederentdeckt / neuentdeckt... sonst wären wir möglicherweise heute 500 Jahre weiter in der Technik. oO°
Genau genau ... aber war das nicht 100 vor Christus rum ? Naja, immernoch früh genug. Da sähe die Welt heute wirklich anders aus ... !
Wall Hadrian
21.09.2008, 21:27
Als treuer "Conan-Fan" bin auch ich von der Vorstellung begeister, dass es alte untergegangene Zivilisationen gibt/gab, die schon früher ein erst jetzt erreichtes technologisches Wissen hatten.
Immerhin gibt es "uns" schon seit 160.000 Jahren, was also ne Menge Spielraum lässt.
Mein Lieblingsbeispiel für vergessenes Wissen ist schlicht der Beton oder Zement ... . Ich finde es krass, das unser Baumaterial Nr.1 erst im 19Jh kwasi wider entdeckt wurde, obwohl die Römer das Kolosseum schon mit ner ähnlichen Mischung gebaut haben.
In der Theorie ist also auch Platz für ne Pharaonen-Glühbirne ... ;).
Ne Doku auf N24 hat "mir" jedenfalls den Glauben daran genommen.
Den "laser" von Archimedes (polierte Bronzeschilder) ebenfalls ... *depri*.
Die erste Dampfmaschine ist übrigens von "Heron von Alexandria" , hätte man doch bloß das Potenzial erkannt ...
Jap, wie von euch schon gesagt, wir könnten schon so weit sein ... *beam*
elbenweib
22.09.2008, 16:58
Genau genau ... aber war das nicht 100 vor Christus rum ? Naja, immernoch früh genug. Da sähe die Welt heute wirklich anders aus ... !
Ne, ich meine das war noch ne ganze Ecke früher als ich zuerst geschrieben habe. Aber die genauen Zahlen habe ich vergessen. sorry. :(
Heron... ja das hört sich passend an, irgendwer mit 'H' wars. :)
Ich halte es eigl. für sehr unwahrscheinlich, das die Ägypter o.a. Zvilisationen damals schon eine Art Energiequelle oder sowas wie elektrisches Licht hatten. Die Abbildung kenne ich schon etwas länger - darüber lief sogar mal eine interessante Doku im Fernsehen, die sich über das für & wieder dieser Darstellung auseinander setzte. Auch von anderen Dingen gibt es Spekulationen, dass sie viell. was mit Elektizität im Zusammenhang stehen könnten, wie z.B. die Bagdad-Batterie (http://de.wikipedia.org/wiki/Bagdad-Batterie). Ein spezielles Tongefäß das u.a. diverse Eisenteile & Kupferstücke enthielt als man es gefunden hatte.
Die Abbildungen in diesem Tempel stellen m.M.n. etwas anderes da als eine Lichtquelle. Soweit ich weiß, gibt es diese Form der Darstellung (von was auch immer?) auch nur in diesem "Hathortempel". Licht oder eine Quelle als solches (wie z.B. die Sonne) wird in ägyptischen Zeichnungen und Schriften eigl. auch ganz anders dargestellt. o.O
In der näheren Umgebung dieses Tempels befinden sich umfangreiche Friedhöfe & Grabanlagen - in dieser "Nekropole" stehen auch sogar einige große Mastabas. Diese dienten vor & während der Zeit der großen Pyramiden als Begräbnisstätten von hochrangigen Beamten, Pristern oder verschienenen Herrschern. Ich nehme mal an, das die Abbildung in dem Tempel mehr in diesem Zusammenhang stehen und viell. sowas wie etwa die "Reise der Seele ins Jenseits" oder ein Teil zu deren Vorbereitung dazu darstellt.
Auf kurze Distanz sorgten in solchen Bauwerken evt. auch pollierte Kupferplatten als "Spiegel" für ein wenig Licht. Und das man z.B. im Inneren von Pyramiden keine Rußspuren gefunden hat, könnte auch daran liegen, dass man viell. weniger rußende Fackeln verwendet bzw. entwickelt hat - denn wer wollte schon pechschwarze Wände in (Wohn)Häusern oder Palästen haben. :p Öle & Fette von vielen Tieren brennen z.B. recht gut, die meisten auch fast ohne Rückstände zu hinterlassen.
Sollte diese Art einer elektrischer "Lichtquelle" jedoch jemals existiert haben, dann war ihre Verbreitung wohl nur sehr begrenzt und die Erfindung an sich ist dadurch bestimmt nicht sehr erfolgreich gewesen. Elektrizität in vielen Formen gab´ es doch eigl. während der gesamten Menschheitsgeschicht in Form von unterschiedlichsten Naturereignissen - nur die Kontrolle darüber wurde m.M.n. erst in der Neuzeit erlangt.
Interessant finde ich im Zusammenhang zu diesem Thema auch die Aeolipile von Heron (http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84olsball), die viell. erste "Dampfmaschine" der Welt. Die u.a. für die allgemeine Unterhaltung (Belustigung?) und das "automatische" gleichmäßige Wenden von großen Fleischstücken verwendet wurde. mmh... Wie würde die Welt wohl heut´ aussehen, wenn man damals schon das volle Potential einer solchen Maschine erkannt hätte.
Eine andere, wie ich finde auch sehr interessante High-Tech Erfindung vergangener Tage, war wohl der Tribock, auch "Blide" genannt. Er soll wahrscheinlich eines der größten und gefährlichsten Kriegs- oder besser Belagerungsmaschinen des Mittelalters gewesen sein. Denn mit diesen Schleudern konnten Steine mit einem Gewicht so um die 20kg bis zu ~ 400m weit "verschossen" werden.*duck* Der Transport und der Aufbau solcher Anlagen war jedoch sehr aufwändig und zeitintensiv und konnte auch wohl nur von entsprechend gut ausgebildeten Leuten ausgeführt werden. Mehrere dutzend Zimmerleute & Holzfällern und einige Tage harter Arbeit waren bestimmt nötig, um solch eine Anlage zu bauen. Es musste außerdem eine Menge Material (bis zu 15 Tonnen) als Gegengewicht herrangeschafft werden. Und nach dem Abfeuern war die Anlage erst wieder nach etwa ~ 20-30 Min. voll Einsatzbereit.
Trotzdem muss sich damals der ganze Aufwand gelohnt haben - denn die Reichweite war trotz Langbögen ungeschlagen und die Geschosse konnten selbst meterdicke Mauern durchschlagen. Der Tribock konnte meines Wissens nach auch so genau eingestellt werden, das man gewisse Punkte ("Schwachstellen") einer Festung sehr präziese unter Beschuss nehmen konnte. Als "Geschosse" wurden außer Steine auch brennende, dichtgepackte Strohballen oder "Pestleichen" verwendet - selbst kleinere Fässer mit Öl, Pech oder Teer inkl. einer brennenden Lunte sollen zum Einsatz gekommmen sein. Mehrere dieser Schleudern konnten wohl eine Festung in wenigen Tagen sturmreif schießen. Den Belageren blieb dann als Alternative meistens nur ein Ausfall übrig, um den Tribock zu zerstören, denn Burgen & Festungen hatten meines Wissens nach aus Platz- und Bewegungsgründen selbst keine solcher Schleudern.
Die Entwicklung dieser Waffe soll schon mehrere hundert Jahre v.Chr. stattgefunden haben. Kleinere Anlagen sollen sogar auf (Kriegs)Schiffen zum Einsatz gekommen sein. Der Tribock war so erfolgreich, das er sich sogar bei der Einführung der Kanonen noch einige Zeit in der Geschichte halten konnte. Denn letztere waren anfangs sehr wetterabhängig (Schwarzpulver + Regen = sch*zensiert*) und viele töteten auf Grund von "Materialfehlern" auf der eigenen Seite mehr Menschen als auf der Seite des Feindes.
Es gibt bestimmt sehr sehr viele Maschinen, Techniken & Wissen aus vergangenen Tagen/Zeiten, deren Anwendung nach und nach verloren ging, oder sie wurden einfach nur durch andere Sachen ersetzt. mmh... Was wohl zukünftige Generationen über unseren heutigen High-Tech-Kram so alles denken werden... ? :rolleyes:
Die ZDF Reihe Terra X bringt momentan jeden Sonntag interessante Reportagen zu den großen Erfindungen unserer Zeit, ich finde, das passt ganz gut in diesen Thread. Schon interessant zu sehen, dass viele Erfindungen erst Nachahmern das Glück brachten, während die wahren Erfinder verarmt in Vergessenheit gerieten.
Letzten Sonntag ging es um die Erfindung des Telefons. Schon spannend, was für einen Wettlauf sich Alexander Graham Bell und Elisha Grey lieferten mit welch faulen Tricks Grey dabei spielte und welche Zufälle Bell letztendlich zum Durchbruch verhalfen.
Dabei haben andere das Telefon eigentlich schon vorher erfunden. Der Deutsche Phillip Reis, der nur eine Spielerei darin sah (ob der erste übers Telefon übertragene Satz wirklich "Das Pferd frisst keinen Gurkensalat" war, lässt sich leider nicht mehr belegen:D) und der aus Italien stammende Antonio Meucci, der eine Verbindung für seine rheumakranke Frau schaffen wollte, aber nicht die finanziellen Mittel besaß, seine Patenvormerkung zu verlängern.
AMBER schattensturm
12.02.2009, 21:59
Die ZDF Reihe Terra X bringt momentan jeden Sonntag interessante Reportagen zu den großen Erfindungen unserer Zeit, ich finde, das passt ganz gut in diesen Thread. Schon interessant zu sehen, dass viele Erfindungen erst Nachahmern das Glück brachten, während die wahren Erfinder verarmt in Vergessenheit gerieten.
Terra X ist klasse. Als Kind habe ich die Bücher zu der Serie verschlungen.
Ja, die Sendung hab ich auch gesehen und sie war wirklich sehr interessant. Auch die Tatsache, das Bell´s Telefon nach so langer Zeit immer noch funktionierte und in Sachen Übertragungsqualität sogar noch mit heutigen Apperaten mithalten kann.
Aber die Verlegung des ersten "interkontinentalen" Telefonkabels um 1860 war wohl mind. genauso ein Wettkampf - darüber gab´ es mal einen ähnl. Bericht.;)
Denn die eine Seite wollte es einfach "nur" durch den Atlantik verlegen und die andere von den USA über Alaska, quer durch Sibierien bis nach Europa. Beide Versuche scheiterten anfangs mehrfach aus den unterschiedlichsten Gründen. Von dem Kabel, das nach Russland verlegt wurde, hatten sich z.B. die Indianer zwischenzeitlich Hängebrücken und so´n Zeugs gebaut, ohne das der eigl. Bautrupp davon Wind bekam.:D
So ähnlich entstanden in der Geschichte viell. auch aus einer Erfindung eine völlig andere. Jedenfalls was es am Ende dann doch das Atlantikkabel, das die erste Telefonverbindung zwischen zwei Kontinenten ermöglichte.
Schon interessant zu sehen, dass viele Erfindungen erst Nachahmern das Glück brachten, während die wahren Erfinder verarmt in Vergessenheit gerieten.[...]
Dabei haben andere das Telefon eigentlich schon vorher erfunden. Der Deutsche Phillip Reis, der nur eine Spielerei darin sah...
Aber war es denn nicht schon oft in der Geschichte so, dass das Potential einer Erfindung nur nicht richtig erkannt wurde? Ich finde auch, das es schon ziemlich krass war, was damals alles so für arme Schlucker am Start waren und am Ende dennoch Dinge hervorbrachten, die heute noch Bestandteil unserer Welt sind.
Mir fällt in diesem Zusammenhang z.B. das erste Automobil ein, das noch weit weit vor dem Benzin erfunden wurde. Es stammte von Nicolas Cugnot (http://de.wikipedia.org/wiki/Nicholas_Cugnot) und "rollte" schon um 1769 über die Straßen.
Und wenn man bedenkt, das vor über 120 Jahren vorwiegend Dampf- & Elektofahrzeuge produziert wurden und erst in den letzten Jahren dieses Antriebssystem erneut eine gesteigerte Aufmerksamkeit bekommt, ist das schon beachtlich. Tja, manche Dinge müssen halt immer wieder neu erfunden werden.
vBulletin® v3.8.4, Copyright ©2000-2010, Jelsoft Enterprises Ltd.