PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Motive und Gründe für's Schreiben


Tintenherz
07.04.2008, 15:27
Hallo liebe Forenmitglieder,
für wen oder was schreibt ihr Geschichten egal welcher Art. Schreibt ihr von eurem eigenen Leben oder denkt ihr euch mit Hilfe euer Fantasy etwas aus? Würde mich mal interessieren. :) Hattet ihr schon mal Kontakt zu Verlagen? Wenn ja hat es geklappt euer Buch zu veröffentlichen? Macht es euch Spaß für andere zu schreiben und ihnen von eurem Leben zu erzählen?

Will ja nicht neugierig sein, aber vielleicht möchten das ja auch andere wissen! *IndieRundeschau*

Lg Tintenherz

Razor
07.04.2008, 15:36
Ich glaube hier ist das Thema besser aufgehoben :)

Tintenherz
07.04.2008, 15:46
Also mir helfen die DSA Bücher sehr gut beim schreiben. Zum Beispiel gefällt mir Zoobotanica Aventurien sehr gut. Ach ich würde so gerne wieder schreiben habe aber leider keine Zeit dazu. Die blöde Schule. Was soll man nur tun?


LG Tintenherz

DisAster
07.04.2008, 15:55
Manchmal hilft mir Fantasy, aber in letzter Zeit schreibe ich einfach Geschehnisse aus meinem Leben auf. Ich weiß nicht, es hilft. Ich schreibe für mich. Es tut einfach so gut, sich etwas von der Seele zu schreiben.

Irgendwie möchte ich auch für niemand sonst schreiben. Ich will nichts schreiben, bloß damit es ein Anderer liest. Ich will schreiben, um mich festzuhalten.

Elenya
07.04.2008, 17:02
Ich habe mal angefange eine Geschichte für eine Freundin zu schreiben. Ich wollte ihr damit zeigen, dass sie etwas ganz besonderes ist, wie jeder andere auch und sich nicht unterkriegen lasse soll.
Mittlerweile tue ich das auch in gewisser Weise für mich, weil es mir Spaß macht und auch für die Schule, da ich die Geschichte als Jahresarbeit verwenden werde, welche bei uns in der Schule in der 8. und 12.Klasse Pflicht ist (wurde bei uns zum Glück auf die 11. verschoben, damit wir in der 12. nicht so viel Stress haben). Muss ja keiner wissen dass ich schon seit zwei Jahren daran schreibe :D.

Mit Verlagen hatte ich noch keinen Kontakt und werd wohl auch nie welchen haben, da es mich nicht so interessiert. Auch wenn viele Leute meinen ich sollte das machen...:rolleyes:

Nejira
08.04.2008, 16:40
Ich schreibe einfach, weil ich nicht anders kann. Sonst platzt mein Kopf irgendwann, so viele Geschichten und Ideen habe ich da drin...
Außerdem macht es Spaß!
Und irgendwann hoffe ich schon, dass ich meine Geschichten veröffentlichen kann! ... dazu muss ich aber erst mal was fertigstellen... Meine Geschichten sterben immer viel zu früh! :'-(

Tintenherz
08.04.2008, 16:49
Ja bei mir ist das genauso. Ich kann zum Beispiel am besten schreiben, wenn ich im Urlaub bin in den Bergen im winter. Ich weiß auch nicht vielleicht liegt es an der Aura, aber da kann man sich besser konzentrieren, lässt sich nicht ablenken etc. :rolleyes:

Eigentlich ist es schade, dass ich nur dort schreiben kann, denn erstens mal kostet der Urlaub viel Geld *mph* und zweitens würde ich nie dazu kommen meine geschichten bzw. Gedichte zu veröffentlichen. Sie werden nie fertig und dann fällt mir schon wieder was neues ein.

Dazu hab ich auch gleich mal eine Frage:
Wo kann man denn Gedichte veröffentlichen? Kennt ihr einen Verlag bei dem das geht?
Ich habe bisher keinen gefunden, denn ich finde und meine Bekannten auch, dass meine gedichte sehr gut sind. Das heißt nicht, dass der Verlag oder ihr das auch so seht. Kritik ist immer gut.

Ich finde es immer lustig, wenn Leute keine Kritik vertragen können. Na ja bis dann mal... :p

CHINESICH LERNEN *HEUL*

Lg Tintenherz

Akissi
08.04.2008, 17:44
Ich schreibe sowohl für mich, als auch für andere. Ich freue mich immer, wenn jemand mein Zeug liest und mir seine Meinung dazu mitteilt^^
Und klar ziehe ich meine Ideen sehr oft aus meinem eigenen Leben; da sind einfach die meisten Quellen ;D

Ollowain
08.04.2008, 18:11
In den meisten Fällen fange ich an etwas zu schreiben, wenn mich etwas beschäftigt. Muss nicht mal zu dem Thema sein, aber eben hauptsächlich für mich, muss ich gestehen.
Wenn ich mal etwas weiter komme, dann gebe ich das auch mal zum Lesen weiter, aber ich muss erst mal so weit kommen ^^"

Als Inspiration dient mir so ziemlich alles, was ich finden kann: Gedichte, Lieder, AMVs, Zeitungsartikel, Dinge die mir passiert sind.

Am schwersten finde ich es, Kurzgeschichten oder Gedichte (am besten noch ohne vorgegebenes Thema) für die Schule zu schreiben. Geht es jemandem da ähnlich?

Tintenherz
08.04.2008, 18:22
Also ich finde es eigentlich sehr einfach Gedichte zu schreiben. Da schreibt man sich den Frust von der Seele und fühlt sich viel freier...
Wie findet ihr das? Meine eine Geschichte die ich schreibe ist schon 30 DinA4 Seiten lang. Uiuiuiuiui.....
Mal sehen wie lang sie noch wird, aber das Auge des Söldners werde ich wohl nie schlagen. :D Darum geht es ja auch nicht, aber es ist ein Anreitz.
Kennt ihr eigentlich irgendwelche Fantasyzeitschriften????


LG Tintenherz

Elenya
08.04.2008, 18:56
Am schwersten finde ich es, Kurzgeschichten oder Gedichte (am besten noch ohne vorgegebenes Thema) für die Schule zu schreiben. Geht es jemandem da ähnlich?
Ja, besonders wenn eine bestimmte Länge eingehalten werden soll. Dann fühl ich mich irgendwie eingegrenzt :D
Manchmal kann ich einfach nicht aufhören zu schreiben...

Nejira
08.04.2008, 20:26
Aber ganz ehrlich: Ich würde tausend mal lieber Kurzgeschichten schreiben als Literarische Erörterungen und Co. Ich kann einfach nicht sachlich schreiben und mir widerstrebt es, einen schönen Text zu zerpflücken um Stilmittel rauszufinden.

DisAster
09.04.2008, 14:48
Am schwersten finde ich es, Kurzgeschichten oder Gedichte (am besten noch ohne vorgegebenes Thema) für die Schule zu schreiben. Geht es jemandem da ähnlich?

Ohne Thema? Das ist mir noch nie passiert. ^^
Naja, ich fand es früher, in der 6ten, wo wir noch viel selbst geschrieben haben, immer peinlich, meine Geschichte vorzulesen. Inzwischen bekommen wir auch immer sachlichere Themen. Da sind es eben Analysen, Berichte, Beschreibungen, alles mit drin, aber keine Kurgeschichten. Etwas schade, aber das muss man ja schließlich auch können.
Gedichte fallen mir auch immer sehr schwer. Ich brauche lange, um die passenden Reime zu finden, weiß nicht welches Reimschema ich überhaupt verwenden soll, welches Metrum am Geeignetesten wäre und wie ich das umsetze, auch in Bezug auf die Silbenanzahl. Ich finde es wirklich schwer ein Gedicht zu verfassen. Man muss sich ziemlich viele Gedanken machen, wie man den Inhalt passend betont.


mfG

Haramis
10.10.2008, 22:48
Einer meiner Gründe für das Schreiben ist, dass es mir einfach Spaß macht. Der Umgang mit Wörtern, Sätzen, Metaphern ...
Beim Schreiben kann ich über Dinge nachdenken, Dinge verarbeiten, Stimmungen erzeugen, meine Gedanken mitteilen und meine Sicht der Welt, andere zum Nachdenken anregen ...

Für mich wäre es das Größte, irgendwann mein Hobby zum (Neben-)Beruf machen zu können.

Einer meiner Professoren hat einmal gemeint, Schreiben wäre eine Art von Sinnsuche. Ich glaube, dass es das zumindest für mich ganz gut trifft. Ich versuche immer, ein Stück unserer Welt, des Lebens festzuhalten. Ob es mir gelingt, weiß ich nicht.
Es hilft auf jeden Fall, die Gedanken zu ordnen. :D

:)

Ts4EVER
11.10.2008, 02:16
Mir macht schreiben einfach spaß, außerdem kann ichs auch sehr gut :D. Schreiben ist die einzig funktionierende Art von Telepathie: man transferiert eigene Gedanken und Vorstellungen in den Kopf des Lesers.

Haramis
11.10.2008, 10:27
Schreiben ist die einzig funktionierende Art von Telepathie: man transferiert eigene Gedanken und Vorstellungen in den Kopf des Lesers.
So habe ich das noch nie gesehen; aber es klingt gut. :D

DisAster
11.10.2008, 11:48
Die Idee ist cool, bloß ist das Problem dabei, dass sich jeder Mensch einen gelesenen Text zumindest vermutlich ganz anders vorstellt. Ob wir uns das ganze nicht gleich vorstellen, wissen wir ja nicht.

Lythande
11.10.2008, 13:29
Hallo,
ich schrieb seit meiner Kindheit immer schon gerne. Anfangs hasste ich das lesen, dann fand ich die für mich richtigen Bücher (also Fantasy, Horror usw) und fing an. Zu Beginn waren meine Geschichten ohne besondere Spannung, aber jetzt kann ich vergleichen, was ich damals geschrieben habe und was ich heute schreibe.
Heute sind meine Motive für eine Geschichte erstens die Ideen und die gewaltige Imagination, die ich besitze, mir Bilder vorzustellen und eine Szene zu beschreiben und zweitens die Intensität, mit der meine Vorstellung in die Geschichte fließt und so ein Geschehen entstehen lässt. Es gibt Tage, da kann ich gar nicht schreiben und an einem anderen setze ich mich hin und es sprudelt nur so heraus.
Oft habe ich gar nicht vor zu schreiben und finde mich dann doch vor dem Computer tippend.
Schon seltsam, aber meine Motive für eine Story sind vielfältig und häufig von meiner Beschäftigung mit Magie, Mystik und oft auch außerirdischen Fantasien beeinflusst.

treogen
11.10.2008, 22:00
Warum ich schreibe?
Die arrogante Antwort: Weil ich es kann!
Die Wahrheit: Weil es schon immer zu mir gehört.

Für wen ich schreibe?
Als ich mit 5 Jahren anfing - nur für mich.
Zwischendurch - für Freunde.
Mittlerweile - für den Markt.

Meine Geschichten sind Fantasy - und doch wieder nicht. Wer genau liest, wird mich in jeder einzelnen Figur wiederfinden. Manchmal nur Bruchstücken. Manches sind die "Torstens" aus meiner Vergangenheit, manches die, die ich in Zukunft sein könnte. Und manches die, die ich mir nie zu sein getraut habe.
Genauso mit der Story selbst. Viele lesen sie einfach - und sehen gar nichts dahinter. Politisch und historisch Gebildete finden an allen Ecken und Enden Allegorien und Vergleiche zu unserer Welt.

Kontakt zu Verlagen, außer zu meinen eigenen - Nein.
Als ich den 1. Teil von Dunkel über Daingistan fertig hatte, hatte ich es mal überlegt. Aber zum einen haben mich diverse Horrorstories abgeschreckt, zum anderen hätte ich nie geglaubt, dass es jemanden geben könnte, den mein Geschreibsel interessiert.
Ein wenig hat es mich im nachhinein geärgert, dass ich es nicht versucht habe. Tag ist mittlerweile auf dem Wege, das zu werden, was man in Kleinverlagen als "Bestseller" bezeichnet. Wieviele Exemplare mehr hätten es bei guten Marketing, einem günstigeren Preis, einem richtigen Lektorat und einem besseren Cover sein können?
Andererseits habe ich mit dem eigenen Verlag alle Möglichkeiten. Unter anderen auch die Möglichkeit, andere Autoren zu fördern (was wir ja mit Lichtbringer nun auch machen).


Meine Geschichten sterben immer viel zu früh!


Dieses Problem hatte ich lange Zeit. Die Lösung hat darin bestanden, dass ich
1.) Immer nur eine Geschichte gleichzeitig schreibe
2.) Ich für diese Geschichte harte Termine setze.
Damit erlege ich mir selbst den Zwang auf, diese Geschichte in einer gewissen Zeit und nichts anderes zwischendrin zu schreiben. Das klappt mittlerweile ganz gut. Muß es auch, denn wenn ich bekanntgebe, dass DüD 3 im Juni '09 erscheint, sollte ich möglichst auch vorher fertig werden.

Wo kann man denn Gedichte veröffentlichen? Kennt ihr einen Verlag bei dem das geht?

Lyrik geht aktuell ganz schlecht. Das liegt wahrscheinlich daran, dass zwar jeder Gedichte schreibt - aber fast keiner welche liest :D
Deswegen ists da schon relativ schwer, einen Verlag zu finden.
Am besten ist, du versuchst es mit Zeitungen und Zeitschriften.
Tageszeitungen veröffentlichen ab und an Gedichte passend zu den Jahreszeiten. Zeitschriften veröffentlichen Gedichte passend zu Themen. Und dann gibts da noch die Lyrik-Magazine. Ob das was ist, kann ich dir nicht sagen. Da ich selber wenig Gedichte lese, haben diese Mags nie zu meinen Kaufobjekten gehört.

Kennt ihr eigentlich irgendwelche Fantasyzeitschriften????

Hmmm - ich weiß ehrlich gesagt nicht ganz, welche Art der Zeitschrift du meinst. Welche, die Geschichten abdrucken? Welche, die Rezis drucken? Na gut.
Dann liste ich mal bevorzugt die Mags und Zeitschriften auf, die auch meine Bücher besprechen.
- die Phantastisch! aus dem Hause Havemann. Interessantes Mag zu Themen aus SF&F. Bietet auch die Möglichkeit, Kurzgeschichten abdrucken zu lassen.
- Magira. Das Jahrbuch der Fantasy bietet neben einem Haufen Rezis und Artikeln über aktuellen Infos aus der SF&F-Szene ebenfalls Geschichten.
- Amaranon. Das Magazin von den Weltentor-Jungs bringt alle paar Monate eine neue Ausgabe, die meist eines speziellen Thema (Orks, Zombies, etc.) zugeordnet ist. Larp-Infos, Foto-Geschichten, Infos zum geplanten Weltentor-Projekt und natürlich auch Buchvorstellungen sowie Kurzgeschichten.
- Envoyer. Ja, er lebt noch - das Mag von Andre Wiesler. Interessant für Rollenspieler und für die Mitglieder des ADRV e.V. (wie mich) im Mitgliedsbeitrag mit enthalten, bietet es hauptsächlich Buchvorstellungen, Rollenspielneuheiten und Beiträge von Lesern und Mitgliedern (egal welcher Art, solange es mit Fantasy oder Rollenspiel zu tun hat). Ab 2009 wird der Envoyer Bestandteil von SpielxPress, aber das Konzept, dass die Leser sich aktiv an der Gestaltung der Zeitschrift beteiligen sollen, soll erhalten bleiben.
- phantastischer Bücherbrief. Die Fleißarbeit von Erik Schreiber ist ein reines Rezi-Mag.

Für mich wäre es das Größte, irgendwann mein Hobby zum (Neben-)Beruf machen zu können.

absolute Zustimmung.
Wobei - Nebenberuf ist es bei mir bereits.
Ich würde mir wünschen, dass ich das "Neben" irgendwann mal streichen kann.

Phöbe
11.10.2008, 22:03
Es gibt Tage, da kann ich gar nicht schreiben und an einem anderen setze ich mich hin und es sprudelt nur so heraus.

*ja* Das kommt mir ziemlich bekannt vor! Es gibt wirklich Tage, an denen möchte ich gern schreiben und kann es einfach nicht, sondern sitze einfach vor dem Laptop und starre die leere Seite an, obwohl die Geschichte in meinem Kopf abläuft.

Gründe für's Schreiben zu finden fällt mir eigentlich schwer. Aber wenn ich die Geschichte im Kopf habe, muss ich sie einfach aufschreiben. Es macht Spaß, Szenen und besonders Dialoge in Worte zu fassen und sich auszudenken, wie die Hauptpersonen in den jeweiligen Situationen reagieren könnten.
Außerdem finde ich es unglaublich spannend, Charaktere zu entwerfen und sie zu beschreiben. Also das Schreiben könnte ich aus meinem Leben vermutlich gar nicht mehr wegdenken.

Angelius
28.10.2008, 17:29
Hmm, ich persönlich schreibe, weil es mein Traum ist. Ich bin mir zwar bewusst, dass ich wahrscheinlich nie davon leben könnte - weswegen ich auch beruflich andere Wege gehen will - aber ich möchte eines Tages stolz sein, meinen eigenen Fantasyroman in einem Buchhandel in den Händen halten zu können. Das wäre wirklich schon eine große Freude.
Nunja, ich schreibe eher für mich selbst als für andere, wie gesagt mein Ziel ist/sind ein umfangreiche/r Fantasyroman, vielleicht kann ich da die ein oder andere gewidmete Passage unterbringen, doch zum allergrößten Teil schreibe ich für mich selbst. Ich sollte vielleicht anmerken, das ich äußerst selten bis garnicht Kurzgeschichten schreibe.
Kontakt zu einem Verlag oder mehreren, hatte ich noch nie. Für einen großen Verlag fehlen mir wohl die nötigen Kontakte, doch ich habe es auch noch nie versucht, und ich bin noch jung, daher sind meine Kontakte sehr ausbaufähig ;). Nebenbei gesagt, habe ich auch noch kein Buch vorzuweisen welches ich verlegt haben möchte :D. Bevor das allerdings geschieht, muss ich wohl noch einiges an Lebenserfahrung und Recherche aufbringen, von der Schreibarbeit mal abgesehen.
Auch meine Geschichten sterben sehr früh, aus verschiedenen Gründen wie z.B Faulheit, Zeitstreß usw. Doch habe ich mir momentan ein Mamutprojekt vorgenommen, welches ich zwar nicht in einem bestimmten Zeitrahmen fertigstellen will, welches aber unter anderem die Erstellung meiner Fantasywelt darstellt, was natürlich eine unendlich lange Arbeit ist.
Abschließend kann ich auch nur zitieren:
Für mich wäre es das Größte, irgendwann mein Hobby zum (Neben-)Beruf machen zu können.

Felaróf
10.11.2008, 16:17
So richtig angefangen zu schreiben habe ich erst in der 7. Klasse. Saß in Norwegen, am Geirangerfjord, hab den Schweinswalen zugeschaut und plötzlich war die Idee da. Zum Glück hatte ich mein Notebook dabei und sofort die wichtigsten Stichpunkte aufgeschrieben.
Seit ca. 5 Jahren arbeite ich nun an dieser Idee, habe sie solange ausgebaut und jetzt kann ich sagen: Yep, das ist es!
Bis jetzt beläuft sich das Ganze auf 156 PC-Seiten, Schriftgröße 11. Ich weiß, dass ist nicht gerade viel, aber es wächst. Für mich ist es wichtiger, dass ich mir Zeit lasse. Bin kein Mensch, der alles möglichst schnell beenden und fertig stellen möchte.

Warum ich schreibe? Nunja, natürlich weil es mir Spaß macht, es einfach schön ist verschiedene Charaktre agieren zu lassen. Aber Hauptgrund ist wohl, dass ich immer etwas suche, auf das ich stolz sein kann. Mein Selbstbewusstsein/-vertrauen ist dank jahrelangen Mobbings durch Klassen wohl nicht mehr vorhanden, außerdem haben es 25 Leute geschafft, mich psychisch so zu ruinieren, dass ich irgendwann nicht mehr wollte und mit 14 beim Psychologen saß, weil es langsam doch kritisch wurde. Ok, ist ne andere Geschichte, aber in der Zeit habe ich angefangen intensiv an meiner Geschichte zu schreiben. Das gab mir ein Stückchen halt.
Kurz gesagt: Ich suche nach Erfolgserlebnissen. Ich möchte einfach mal mein Buch in der Hand halten und sagen können: Das hast DU selbst gemacht, DU kannst etwas. Ich möchte einfach einmal irgendwann stolz darauf sein, dass ich etwas alleine geschafft habe, ohne, dass mir jemand vorschreibt, wie ich etwas zu machen habe. Das ist auch der Grund, wieso ich zeichne. Niemand kann einem vorschreiben, wie man einen Stift zu halten hat oder was man zu zeichnen hat. Man könnte sagen, ich bin ein bisschen auf der Suche nach 'Freiheit'.
In meiner Geschichte, die hoffentlich, vielleicht, eventuell mal als Buch erscheinen sollte, geht es eigentlich hauptsächlich um Freiheit, verpackt in einer Schale aus Abenteuer. Ich verarbeite darin eigentlich alles, das mich bewegt ... die Charaktere sind genau nach dem Muster aufgebaut, wie ich mir damals meine Freunde gewünscht hätte, und ja, ich liebe einige Charaktere sehr und bin froh, dass mir die Idee gekommen ist. Es wäre wirklich einer meiner größten Wünsche, einmal mein eigenes Buch im Regal stehen zu haben. Mehr möchte ich auch nicht ... von mir aus kanns auch der totale Flop werden.

Kurz gesagt: Ich schreibe, weil ich sonst zerplatzen würde. Irgendwie muss ich meine Gefühle loswerden, meine Probleme und Gedanken verarbeiten. Anderen Menschen vertraue ich mich dabei nicht an

Heryst
16.11.2008, 15:28
@ Felaróf

Offtopic: Ich fühle mit dir. Mobbing ist fies und ungerecht.

Ontopic: Warum ich angefangen habe zu schreiben?
Hatte schon einen kleinen unscheinbaren Versuch gewagt, war im Krimigeschäft unterwegs, aber das hat nicht geklappt.
Zusammen mit meinem ersten Fantasy-Buch begann auch meine große Schreibsucht.
Ja, eine Sucht würde ich es schon beschreiben. Denn seitdem ich angefangen habe eine Fantasy-Geschichte zu schreiben quilt mein Hirn mit Ideen über. In der Zeit wo ich eine Geschichte schreibe, habe ich zehn Ideen für neue Geschichten. Das ist kein Scherz und wenn ich mein jetztiges Projekt einmal beendet habe, habe ich die Qual der Wahl, wo ich weiter mache.

Aber in erster Linie soll schreiben ja Spass machen, aber ich sehe mehr dahinter. Ich persönlich glaube nicht, dass ich mal in die Bestsellerlisten kommen werde (Wenn's passieren würde, wär es auch nicht schlimm :p), aber ich möchte einfach mal 'mein' Buch in Händen halten. Mit meiner Idee, mit meinen geschriebenen Zeilen. Ich denke, dass ich dann sehr stolz auf mich wäre. Geht jetzt nicht so darum, dass es gut ist, aber die Arbeit die dahinter steckt, zu wissen, dass sie gefruchtet hat und etwas daraus gewachsen ist, könnte mir auch helfen zu 'wachsen'. Denn auch ich wurde nicht immer nett behandelt und der Weg zum Psychologen ist auch nicht mehr weit.

Lythande
16.11.2008, 16:49
Hallo,
@Heryst: Ich fühle mit dir! Es muss nicht das allerbeste Buch sein, dass die allerbesten Preise und schieß mich tot bekommt, aber wenigstens ein paar Leute, die es interessiert, wären schon die ganze Mühe und Plackerei wert.
Finde ich jedenfalls.

Warin
16.11.2008, 21:54
Ich hab' in diesem Thread noch nichts geschrieben?o.O
Ich hab' in diesem Thread noch nichts geschrieben!:eek:
Na, dann wird's ja langsam Zeit*ja*

Ich denke, ein verrückteres Motiv zu Schreiben, als ich, dürfte wohl niemand haben.

Grundsätzlich fühle ich mich eigentlich schon seit der Grundschule bemüßigt "mal ein Buch zu schreiben".
Irgendwann in der 6./7. Klasse habe ich auch mal mit einem Inhaltsverzeichnis begonnen (sollte wohl "Lehrer sind auch nur Menschen" oder so ähnlich heißen:))
In der Wendezeit war ich dann mal schwer in ein Mädchen aus Sachsen-Anhalt verliebt und war kurz davor eine schmalzige deutsch-deutsche Liebesgeschichte zu schreiben*lol* (zum Glück hat mir eine Freundin davon abgeraten).

Nun denn, das Schreiben hatte ich schon fast vergessen, als mir beigebracht wurde, wie man Mitarbeitern möglichst schonend den Verlust ihres Arbeitsplatzes beibringt (change management, wie es neudeutsch so schön heißt, zum Glück ist mir die praktische Anwendung bislang erspart geblieben). Die entscheidende Frage dabei lautet: "Was wollten sie schon immer mal machen und haben es bis heute nicht getan?" Ich habe mir die Frage selbst gestellt und die Antwort war für mich: Ein Buch zu schreiben.

Und dann kam es Ostern 2006 zu der für mich schicksalhaften Begegnung mit "Chihiros Reise ins Zauberland" von Hayao Miyazaki. Und von diesem Tag an wußte ich, wie meine Geschichte auszusehen hatte. Es war eine Phase, in der ich berufliche vor Langeweile fast umkam, mit dem Hausbau fertig war und die Familienplanung abgeschlossen war. Sprich: Ich hatte Zeit für Neues. Und so entstand Alegrias Suche.

Mein Ziel war es mir zu beweisen, dass ich es kann, dass ich es durchhalte, einen ganzen Roman zu schreiben. Mein Traum jedoch - und da kommen wir zu dem ungewöhnlichen Motiv - ist und bleibt es, eines Tages einmal eine meiner Geschichten als Anime verfilmt zu sehen. Und dafür muss sie erst einmal zu einem Buch werden. Und das erfolgreich sein. Damit sie auf japanisch übersetzt werden kann. Um vielleicht irgendwann einmal in die Hände eines Animes Regisseurs zu gelangen... Wie gesagt, ich träume*flöt*

Was für mich aber auch eine Rolle spielt, ist ein Vorbild für meine Kinder zu sein, sie zu ermutigen, ihre eigenen Talente zu entwickeln und zu zeigen, was alles möglich ist.

Verräter
16.11.2008, 22:23
Ich hab' in diesem Thread noch nichts geschrieben?
Ich hab' in diesem Thread noch nichts geschrieben!
Na, dann wird's ja langsam Zeit

Das selbe dachte ich auch schon einige male, bin dann aber nie dazu gekommen tatsächlich einmal meinen ganz persönlichen Senf hier liegen zu lassen.

Also,... Motive fürs Schreiben?
Jetzt muss ich wieder auseinanderhalten:
Fakt 1: Ich kann noch nicht so schreiben, wie ich es gern hätte. Sprich: Ich lösche/Vernichte das meiste meiner geschriebenen Sachen umgehend, oder nach mehrmaligen Überlesen.
Fakt 2: Mein Kopf ist voll von Geschichten!

Warum ich also schreibe? Damit ich meine Geschichten nicht vergesse. (klingt blöd, ist aber so) Und vielleicht... damit sie mich überleben. Die Vorstellung einmal das "eigene Buch" in den Händen zu halten hat natürlich etwas schönes, für mich aber nur bedingt wichtig. Vorerst möchte ich meine eigenen Geschichten Lesen können. Und dafür ist es einfach Notwendig zu "Schreiben". Doch bemerke ich immer wieder, dass es viel einfacher ist über die Geschichte zu schreiben, als sie letztlich selbst zu Papier zu bringen.

Bleibt noch die Frage: Warum zur Hölle man knapp 4 Stunden täglich im eigenen Zimmer Kreise dreht und sich völlig abstruse und realitätsferne (eben Fantasy :P) Geschichten/Welten/Charaktere/Gedankenkomplexe ausdenkt?
Vielleicht habe ich ja zuviel Zeit? Letztlich habe ich keine Ahnung warum, ich habe es einfach schon immer getan. Selbst meine "Plüschtierarmeen" aus meiner frühesten Kindheit besaßen eigenständige Persönlichkeiten. Und warum auch immer, aber jedenfalls gab es da die "guten" und die "bösen" und... uhm... nunja... diese Geschichten besaßen so ziemlich jedes nur denkbare Klischee der Fantasyszene. Heute weiß ich nicht mehr woran ich mich orientiert habe, sondern nur noch, dass mir eben diese Geschichten irgendwann einmal nicht mehr gereicht haben. Es begann mit Fanfics, bestehende komplexere Geschichten verändern/erweitern,neue Charaktere in alte Welten einsetzen (oder andersrum) und schließlich neue Chars in neue Welten.

Ich habe mein gesamtes Leben damit verbracht Geschichten zu erdenken, in allen Formen und Farben und mittlerweile genügt es mir eben nicht mehr diese nur vor meinem geistigen Auge zu sehen. Deshalb schreibe ich und werde es wohl auch noch in Zukunft tun. Ob sie anderen Gefallen würden? Vielleicht... vielleicht auch nicht. Zu vorderst will ich meine Geschichten selbst lesen können.

Hathor
17.11.2008, 11:55
Ja, ich schreibe auch. Allerdings werdet ihr wohl niemals eine meiner Geschichten lesen. Warum? Weil ich der Meinung bin, dass ich nicht gut und originell genug schreibe, um meine Machwerke anderen zuzumuten und ich zudem finde, dass es schon viel zuviele zweit- und drittklassige Geschichten auf der Welt gibt.
Und wenn es zu nichts wirklich Neuem, Originellem und Erstklassigem reicht, da schreib ich lieber für mich selber und lösche den Quatsch dann wieder ;)

Mein Beweggrund für das Schreiben ist, mir selber über das, was in meinem Kopf vorgeht, klar zu werden.

Lythande
17.11.2008, 13:13
Hallo,
Hathor, das finde ich aber schade, denn die jenigen, die von sich am wenigsten überzeugt sind, schreiben meiner Erfahrung nach nicht mal schlecht.
Hoffentlich überlegst du es dir einmal anders, da ich aus deinen Beiträgen herausgelesen habe, dass du sprachlich eigentlich sehr viel drauf hast. Ich selbst war immer gut in Rechtschreibung und musste das auch, denn als blinder Mensch merkt man sich einiges mehr, als Sehende. Das weiß ich aus Erfahrung und da gibt es nur sehr wenig Ausnahmen. Ein Sehender hat den Kopf voller vieler unnützer Bilder, ich habe ihn voller Vorstellungen von Geschichten und Filmen.
Meiner Meinung nach ist es nie zu spät, eine Geschichte zu Papier zu bringen, denn wenn man Fantasy liest, hat man in der Regel eine sehr ausgeprägte Vorstellungsgabe.

Ich für meinen Teil würde mich über eine kleine Kostprobe deiner Schreibversuche freuen.

Nightfarer
17.11.2008, 14:36
Ich habe keinen wirklich Grund zum Schreiben. Es macht mir einfach Spaß. Natürlich hoffe ich, dass es mit einer Karriere irgendwann etwas werden wird. Aber ob es so ist, dass weiß keiner. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

Angefangen habe ich nachdem ich den Film "Der König von Narnia" gesehen habe. Ich glaube das war 5. Klasse oder 6.
Da begann auch irgendwie meine Lust zum Lesen. Mittlerweile mag ich Bücher. Ich frage mich heute noch, warum ich angefangen habe, obwohl ich ja immer in Deutsch eine 4 oder 5 mit mir rumgeschleppt habe (heute ist es 3 oder 4 :D).

Vielleicht liest ihr mal was von mir im Forum, wenn ich mal eine Kurzgeschichte schreibe.

Soweit von mir.

Gwyneira
26.03.2009, 23:42
Meine Motive und Gründe fürs Schreiben? Na, ganz einfach: ich kann nicht anders...! :o Im "wahren Leben" neigen die Leute irgendwie dazu mich zu überhören und zu ignorieren. Dann muss ich mir eben auf anderem Wege "Gehör verschaffen". :rolleyes: Und das schaffe ich indem ich schreibe. Zumindest sind von meinen Gedichten immer alle ganz begeistert und das ist doch immerhin schonmal etwas. *mir da jetzt nichts drauf einbilde* Es ist irgendwo traurig, aber wahr. Ich kommuniziere mit Leuten viel lieber auf schriftlichem Wege, als von Angesicht zu Angesicht. Da kann ich einfach viel mehr rüberbringen, überlegter formulieren, mir eben mehr Gedanken machen. Was gesagt ist ist gesagt. Wenn man Unsinn redet hat man schnell den Stempel "dümmlich" weg oder "naiv" (und letzteres trifft fürchte ich bei mir ziemlich häufig zu). Beim Schreiben kann mir sowas nicht passieren. Da kann ich mich vollkommen auslassen und meine Meinung genau auf den Punkt bringen. Das fällt mir einfach viel leichter als Reden.

Sylence
27.03.2009, 11:21
Ich glaube, ich habe gar keine richtigen Motive fürs Schreiben... *grübel*
Ich schreibe seit dem ich es kann. Irgendwie ist es ein Teil von mir. Vor kurzem habe ich beim aufräumen ein altes Schulheft aus der 2. Klasse gefunden, in dem Kurzgeschichten stehen, die ich damals schon geschrieben habe.
Als ich 10 Jahre alt war, hatte ich meine "Hanni & Nanni"-Phase und habe auch sowas in der Art geschrieben. Ich weiß bis heute nicht, woher der Mut kam, aber ich schickte es damals an den Ravensburger Verlag. Lange kam keine Antwort und ich war irgendwie echt schon traurig. Dann hatte ich es fast vergessen und plötzlich lag da ein Brief für mich. Es war ein Antwortschreiben von einer Mitarbeiterin des Verlages. Sie bedankte sich für meinen Brief samt Skript und lobte mein Talent, dass für eine 10 Jährige wirklich gut sei. Natürlich erklärte sie mir, dass von einer Veröffentlichung abzusehen sei :D Aber das ganze in einem sehr netten Ton. Sie machte mir Mut weiter zu schreiben und nicht aufzugeben. Sie meinte, wenn ich mal Älter sei, hätte ich wohl bessere Chancen.
Ich habe nicht aufgehört zu schreiben. Zwischendurch habe ich immer wieder irgendwas angefangen und dann nie beendet. Ich glaube, wenn ich mal suche, fliegen hier 20 halb fertige Skripte rum. Mittlerweile habe ich allerdings auch zwei fertig, doch der Mut von damals ist irgendwie weg.
Die Wahrscheinlichkeit von den tausend Einsendungen entdeckt zu werden, liegt bei ca. 1%. Die meisten Verläge arbeiten nur noch mit Selbstbeteiligung. *seufz* Und als Studentin habe ich dafür leider kein Geld.
Meine Freunde lieben was ich schreibe. Aber es sind halt Freunde, nicht wahr? ^^ Ein Dozent fand es auch gelungen. Tja, kaufen kann ich mir davon leider auch nichts.
Allerdings muss ich sagen, dass meine Freunde eine ganz große Motivation sind, da sie andauernd mit mir darüber reden oder nachfragen. Ich arbeite gerade an einem neuen Skript und eine Freundin hat die Charakterskizzen zwischen die Finger gekriegt. Sie fragte, worum es gehen würde und wir quatschten 5 Stunden drüber. Das liefert mir Ideen, da ich ihre Vorstellungen erkenne. Außerdem fragt sie jetzt immer nach, ob sie was davon zum lesen kriegt :rolleyes: Sowas hält dann auf Trab.
Naja, so lange bleibt es ein Traum, dass ich damit mal richtig Geld verdienen kann :D Und wer weiß? Durch Träume setzt man sich doch immer neue Ziele.

Und so lange schreibe ich einfach weiter. Schließlich ist es ein Teil von mir. Und selbst wenn ich damit nur meine Freunde begeister... dann habe ich immer hin jemanden begeistert.

Allanon
27.03.2009, 12:53
Hallo zusammen,

nun, eigentlich wollte ich diesen Thread gar nicht nutzen, aber da so viele vor mir ihre Gründe für`s Schreiben offenbart haben, möchte ich mich doch auch einmal anschließen.

Warum ich schreibe? Dazu müsstet ihr wissen wie ich dazu gekommen bin. Alles hat mit Fantasy und einer eigenen Welt angefangen, inspiriert wurde ich durch die Saga um Shannara und die Conan Reihe. Dies ist lange ich würde sagen so 25 Jahre, ich war etwa in der achten, neunten Klasse. Ich hatte oft Stress mit meinen Eltern (wer hat das in dem Alter nicht) und um dem aus dem Weg zu gehen, versank ich oft in meinen Büchern und meiner eigenen Traumwelt. Irgendwann habe ich dann angefangen die mir erdachte Welt in eine einfache Karte zu zeichnen. Die Karte füllte sich Stück für Stück mit Orten und Figuren die sie bewohnten. Damit ich nicht vergaß wer in dieser Welt wohnen durfte schrieb ich mir alles auf. Auch eine vage Handlung dazu. Allerdings noch offen und ohne Erkennbares Ziel der Helden. Wie bei jugendlichen so üblich, war das bei mir auch nur ein spleen und er verging rasch wieder. Die Erinnerung daran aber nicht.
Viele Jahre später, lernte ich über ein anderes Forum jemanden kennen der mir recht schnell am Herzen lag. Nun dieser jemand schrieb Kurzgeschichten und FF`s. Und dies in solch ansprechender Form das ich hin und weg war. Meine eigenen Aufzeichnungen kamen mir wieder in den Sinn und ich erzählte von ihnen (wie töricht). Natürlich wollte meine neue gewonnene Freundschaft sofort eine Leseprobe haben. Dies stellte mich vor vollendete Tatsache. Nach einigem hin und her lies ich mich breitschlagen und tippte das ab. Vieles das ich dort las, war in einem fürchterlichen Deutsch verfasst, Teile davon in einer Sauklaue das mir fast der Spaß daran vergangen wäre. Aber die Überarbeitung der alten Unterlagen machten mir so viel Freude und weckten so viele alte Erinnerungen das ich die Finger nicht davon lassen konnte. Es dauerte nicht lange und ein Fieber hatte mich gepackt, das einmal Angefangene zu Ende zu bringen. Bis dahin eigentlich für mein eigenes Ego. Ich hatte nicht mit dem Ergebnis der ersten Leseprobe gerechnet, sie kam prompt korrigiert und mit vielen Randbemerkungen zurück. Als Fazit stand drunter das ich das unter allen Umständen zu Ende bringen müsste. Nun wie das in einer guten Freundschaft so ist, kann man Wünsche nicht abschlagen. Es dauerte nicht lange und aus einem Betaleser wurden zwei bzw. drei. Und mit den Betalesern kamen verschiedene Wünsche, so zum Bsp. die Personen in Form von Charakteren in die Geschichte einzubauen. Auch hier konnte ich wieder einmal nicht nein sagen. Alledings war meine Geschichte bisher auf einer einzigen Säule, dem von mir selbst ausgedachten Hauptcharakter aufgebaut. Ich ließ mich nicht davon abhalten, Aufgaben die auf den Schultern einer Person getragen werden ließen sich auch auf drei verteilen. Drei schien mir zudem eine gute Zahl, andere Wünsche wurden ebenfalls erhört ud in Randfiguren untergebracht. So bekamen viele Personen meiner Geschichte einen Charakter und vor allem ein Gesicht. Ich machte mir die Charaktere der Personen einfach zu nutzen, übertrug sie in meine Geschichte. Tja, das ganze war vor drei Jahren und vielen DIn/A4 Seiten Text.
Meine Betaleserin,die ich bis heute trotz der vielen vielen Kilometer die zwischen uns liegen, meine beste Freundin nennen darf, ist mir bis heute treu geblieben. Oh ich schweife ab. Entschuldigt.
Die Geschichte hatte bisher viele Rückschläge, Datenverlust durch Blitzschlag, 2 Schleppis wurden Opfer von Langfingern usw. Aber ich habe den Spaß daran nicht verloren. Leider habe ich viel zu wenig Zeit um konstant daran zu schreiben, oftmals pausiert das ganze drei vier Wochen ehe ich wieder dazu komme, so dass ich gezwungen bin, mich oftmals völlig neu einzulesen (was natürlich wieder viel Zeit kostet). Eines kann ich auf jeden Fall sagen, seit ich dieses Projekt begonnen habe, höre ich meinen Mitmenschen viel besser zu, beobachte Kleinigkeiten ganz anders als früher. Ich habe es mir mittlerweile zu eigen gemacht, Gesten oder Sprüche, die ich am Rande aufschnappe oder sehe, zu dokumentieren. Bilder Eindrücke die ich wahrnehme, egal ob von Menschen, Tieren, Maschienen oder Landschaften präge ich mir gut ein. Alles was neu ist oder einen bleibenden Eindruck macht wird irgendwie zu Papier gebracht um später zusammen mit den eigenen Ideen verflochten zu werden. Es gibt dabei wirklich vieles zu Entdecken, das man sonst vielleicht gar nicht beachtet hätte. So als Fazit warum ich schreibe würde ich sagen: Der Spass und die Lust ein begonnes Projekt mit der Hilfe und dem unermüdlichenh Antrieb der besten Freundschaft die man sich Wünschen kann zu Ende zu bringen. Natürlich steck dahinter auch ein nicht unerheblicher Ehrgeiz das ganze vl. einmal wirklich drucken zu lassen und in einem festen Einband sei es auch nur für einen ganz kleinen Kreis im regal stehen zu sehen. Die wenige Zeit allerdings die ich dafür abzwacken kann, lässt letzteres in ziemlich weite Ferne rücken.
So nun wisst ihr warum ich die Finger nicht von der Tastatur lassen kann.

liebe Grüße

Allanon

Zack
27.03.2009, 21:39
Ich schreibe aus verschiedensten Gründen. Um zu verarbeiten, Stimmungen auszudrücken, Gedanken auszudrücken, etwas zu erzählen, um zu experimentieren, um umzusetzen, was mir so im Kopf rumspuckt ...

Wirklich "für jemanden" schreiben tue ich eigentlich nicht. Und wenn ich mal etwas über nahestehende Personen schreibe, lesen die es eigentlich nie. Gibt kleine Ausnahmen, aber allgemein bekommt gerade die persönlicheren Sachen niemand oder nur einzelne Personen zu Gesicht.

Beim Roman ist das etwas anders. Da spielt sehr vieles mit rein. Hauptsächlich ist es die Freude daran, Charaktere zu entwerfen und eine ganze Welt zu gestalten. Aber konkrete Absichten hab ich nicht ^^...

Ishtar
11.04.2009, 12:26
hi @ all,

ich schreibe, weil es mir Spaß macht und weil ich nen vollen Kopf mit geschichten habe... ^^ Der muss ja auch mal leer werden, damit wieder neues kommen kann. Ich bin sehr viel unterwegs und da erlebt man einiges, was einfach aufgeschrieben werden will. Meist forme ich dann daraus meine geschichten. Zum Beipiel meine Abenteuer-Geschichte "Der Schatz von Leiden" (Leseprobe findet ihr auf meiner Homepage www.melanievanroosendaal.com), sind ebenfalls einflüsse aus meinem Leben darin. jedoch geht es auch mir so, dass ich etwas anfange und irgendwann aufhöre, sodass meine Geschichten meist auch nie fertig werden. Aber zur Zeit arbeite ich an einem Kurzroman für einen Wettbewerb (*mal ausprobieren will*) und habe mich dafür mal hingesetzt, um endlich mal ein Stück fertig zu bekommen. Zum Ende der Geschichte liest man das leider sehr heraus, deshalb überarbeite ich das noch (bis zum 30.04. sollte es abgeschickt sein). Nunja, mal sehen, wie es wird ^^ Zum Glück sind ja gerade Osterferien *Zeit ausnutzt*
ich entwerfe ebenfalls ganze Welten und Charas, aber meist komm ich nur paar Seiten und dann bleibt es liegen...^^°
Direkte Absichten habe ich auch nicht. Ich hab auch noch nie an wettbewerben mitgemacht, will (und werde) es aber mal ausprobieren. Kontakte zu Verlagen habe ich auch nicht.

Liebe Grüße
Ishtar

engelchen
11.04.2009, 17:49
Ich schreibe einfach so, teilweise aus Zeitvertreib, teils weil es mir Spaß macht, teil weil ich immer neue Ideen habe, was ich einbringen könnte usw... Mittlerweile hab ich schon eine ganz eigene Welt erfunden, wo ich mich heimisch fühlen kann. Außerdem kommt immer, wenn ich ein gutwes >Buch lese, das gefühl bei mir auf "sowas musst du doch auch können, los, schreib!"
Fantasy macht einfach Spaß, man kann so leicht vor der Realität flüchten

Shane
03.05.2009, 19:46
Ich habe erst vor kurzem angefangen zu schreiben, aber das weil ich viele Bücher lese und selber eine große Fantasy habe. Ich habe schon seit einiger Zeit viele Ideen im Kopf und will sie auf Papier bringen damit ich sie anderen zeigen kann, denn mich interessirt es was die Leute von diesen Ideen halten.
Auserdem ist das tolle am schreiben finde ich das man selbst den lauf der Geschichte bestimmen kann

Cullabay
05.05.2009, 12:04
Für Geschichten habe ich einfach kein Talent. Ich habe vielleicht ein Idee, von der ich denke, die könnte man ausbauen aber es gelingt mir nie eine wirklich stimmige Geschichte daraus zu machen. Und außerdem bin ich einfach nicht detailbesessen genug um das ganze Drumherum, das beim Lesen dann auch wirklich Atmosphäre erzeugt tatsächlich auszuarbeiten.

Wenn ich schreibe, dann ausschließlich Gedichte, um Gefühle zu transportieren und zu verarbeiten.
Ich liebe Gedichte deswegen, weil es für mich eine Herausforderung ist mit möglichst wenigen und treffenden Worten ein Gefühl, das mich bewegt, einzufangen und festzuhalten.

Zentara
05.05.2009, 16:35
Manchmal schreibe ich Gedanken auf die mich sehr beschäftigen, doch wenn ich mir das Geschriebene zu einem anderen Zeitpunkt noch einmal durchlese finde ich meist dafür eine Verwendung in meiner Geschichte die ich nun schon länger schreibe. Ich bin da wohl eher die Patchwork-Schreiberin.
Es ist faszinierend welche Denkanstöße man dadurch bekommt.
Aber ich habe bisher auch Geschichten für andere geschrieben.
Denn bei mir ist es persönlich so, dass ich vieles nicht aussprechen kann und im Schreiben mir alles sehr viel leichter fällt.
Im Vordergrund steht natürlich immer, dass ich einer bestimmten Person etwas übermitteln will, aber das gestalte ich dann lieber mehr rätselhaft und versteckt.
Deswegen schreibe ich auch gerne Gesichten wie man es vielleicht aus Kinderbüchern kennt, denn wenn man etwas schöner verpackt nimmt man es meist lieber an ;)
All die Gesichichten die ich für jemanden geschrieben habe, haben denjenigen zum Weinen oder zum Lachen gebracht, wichtig jedoch ist, dass es sie berührt und deswegen schreibe ich so gerne.

Plusquamperfekt
26.07.2009, 11:18
Ich schreibe um...
-abzuschalten (nur bei fantasy und beim Sport kann ich richtig relaxen)
-Fantasy miterleben (spannende Welten & co.)
-Erlebnisse aus meinem Leben verdauen
-...

Mfg
Pqp

Der Seelenvampir
01.08.2009, 00:27
Ich schreibe hauptsächlich (v.a. meine Gedichte betreffend) um Erlebnisse der Vergangenheit und Gegenwart zu verarbeiten, und auch um nicht an ihnen zu zerbrechen. Wer mich kennt, weiß, dass diese Selbsttherapie eine Katastrophe extremen Ausmaßes verhindern konnte.

Ein weiterer Grund (meine aktuelle Geschichte betreffend) ist das Bedürfnis, dieses ewige Gut-Böse-Duell mal etwas anders zu gestalten.