Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fehlerhafte Technologie
Mad Bull
08.04.2008, 13:10
"Das Fehlerhafte durchstreift das Leben, und es ist noch lange kein Ende in Sicht."
Altes ägyptisches Sprichwort.
Hallo liebe Freunde der phantastischen Literatur,
dieses Sprichwort unterschreibe Ich sofort.
In diesen Thread soll aufgezählt werden, was ein Mensch mit neu
erfundenen Methoden bewirken wollte, und was dabei herauskam.
Viel Spass beim Posten:)
"Das Fehlerhafte durchstreift das Leben, und es ist noch lange kein Ende in Sicht."
Altes ägyptisches Sprichwort.
Hallo liebe Freunde der phantastischen Literatur,
dieses Sprichwort unterschreibe Ich sofort.
In diesen Thread soll aufgezählt werden, was ein Mensch mit neu
erfundenen Methoden bewirken wollte, und was dabei herauskam.
Viel Spass beim Posten:)
Gut. Hast du denn auch ein Beispiel dafür?
Gut. Hast du denn auch ein Beispiel dafür?
*unterschreib*
Bitte gib doch erst mal selber einen Beweis für deine Behauptung, Mad Bull.
Im Prinziep so ähnlich wie Murphy's Law, oder?
Mad Bull
08.04.2008, 18:04
Antwort kommt.
Ich muss mir noch ein paar brauchbare Daten zusammenkramen.
Gebt mir bitte etwas Zeit;)
Ok ich komme zur Sache,
ein Beispiel ist das Luftschiff Hindenburg. Es hatte sich auch den Namen
Titanic der Lüfte erworben.
Als es in den 30ern in Amerika landete, ging die Hindenburg, nach dem die Passagiere das Schiff verlassen hatten, in riesige Flammen auf.
Es war auf diesen Flugplatz ein gigantischer Feuerball zu sehen.
Zum Glück waren die meisten Fluggäste weit genug entfernt gewesen.*eek*
Und Warum?
Damit ein Luftschiff fliegen kann, braucht es ein Gas das leichter ist als Luft.
Das dumme an der Hindenburg war, das man hochbrennbares Wasserstoff verwendete. Da genügt ein glitzekleiner Funke.
Ein ganze Zeit war das Thema Luftschiff vom Tisch.
Heute werden wieder Luftschiffe gebaut. Ich finde sie auch sehr schön.
Nur wird heute das Edelgas Helium verwendet. Nicht brennbar.*cool*
@Hindenburg
Wenn ihr Mythbusters guckt seid ihr schlauer :D
denn die haben es nachgemacht das unglück der Hindenburg... im Modell versteht sich ^^
Nun kam dabei raus, dass auch die Zusammensetzung des Materials das für die Hülle verwendet wurde eine Rolle gespielt hat. Denn ein Test ergab, dass sich eine Kombo aus dem Gas und dem verwendeten Material viel schneller und Explosionsartiger verbrannte =)
das nur so nebenbei... und naja n paar vermuten auch es sei n Attentat gewesen... naja Ölbarone etc. ihr wisst schon GeldGeldGeld... oh Konkurenz.. --> Booom ! Ende.
nu ja... beim Thema Luftschiff muss ich direkt an Cargo Lifter denken...
Da hat mein Schwager doch tatsächlich in der Blüte des neuen Marktes Geld reingepumpt. Ich hab' gleich gesagt: Das gibt nie was.
Nu ja, zumindest 'ne Halle haben sie gebaut. Und die ist jetzt ein Freizeitpark. Der aber auch nichts einbringt. So schön kann man Geld verbrennen.
SemSimkin
08.04.2008, 22:33
Damit ein Luftschiff fliegen kann, braucht es ein Gas das leichter ist als Luft.
Das dumme an der Hindenburg war, das man hochbrennbares Wasserstoff verwendete. Da genügt ein glitzekleiner Funke.
Ein ganze Zeit war das Thema Luftschiff vom Tisch.
Heute werden wieder Luftschiffe gebaut. Ich finde sie auch sehr schön.
Nur wird heute das Edelgas Helium verwendet. Nicht brennbar.*cool*
Nunja, damals hatten die Amis das Monopol auf Helium und gaben es natürlich aus militärischen Gründen nicht an uns raus. Was willst du denn mit diesem Beispiel und dem Sprichwort genau sagen ?
Mad Bull
08.04.2008, 23:45
Hi SemSimkin,
es geht hier in dem Sammelthread darum, die Störanfälligkeit der alten und neuen Technologie nochmal genauer zu durchleuchten.
Elyvrion und Hathor wollten von mir noch Beispiele haben, darum habe Ich mit der Hindenburg angefangen.
Pannen sind auch ein guter Stoff für Scifi-Geschichten.
Kommt gut, wenn die Schurken mal "verbraucht" sind.
Man könnt noch ein paar Beispiele posten. Macht laune.:)
nu ja... beim Thema Luftschiff muss ich direkt an Cargo Lifter denken...
Ich fand, der Cargo Lifter war ein geniales Konzept. Das wäre ein deutlicher Schritt in Richtung Umweltfreundlichkeit gewesen. Aber es hat nicht sollen sein.
Aber der Zeppelin war nicht fehlerhaft, er war nur anfällig. Das gleiche gilt für die Titanik. Die ist wegen der Überheblichkeit der Menschen gesunken, nicht, weil das Schiff nicht schwimmen konnte. Allerdings stellte sich das Dogma der Unsinkbarkeit als falsch heraus.
Ich überlege jetzt fieberhaft über tatsächlich Fehlerhafte Technologien nach. Es ist ja so, dass man die Dinger nicht zu Gesicht bekommt und Rohrkreperier niemals in das Medieninteresse gerückt werden. Und es gibt dann eben Technologien, die eigentlich funktionieren, aber dann wegen mangelnder Wartung oder menschlicher Fehler einen Unfall bewirken, wie z. B. auch der Kraftwerk Tschernobil.
SemSimkin
09.04.2008, 23:52
Ja, wirklich jammerschade mit dem Cargo Lifter. Allein die Japaner hätten sich 100 davon gekauft, die lieben Zeppeline ja über alles ! Hörte auch, dass das Projekt fast zur Gänze fertig war und es dann an ein paar Milliönchen scheiterte. *mph*
Naja als GROßEN Fehler könnte man bei den alten Römern anführen, dass sie ihre Wasserleitungen mit Blei ausgekleidet haben (flüchtig+giftig). Es gibt Forschungsansätze, dass der Niedergang des Imperiums nicht zuletzt auf die dadurch hervorgerufene schwindende Fruchtbarkeit und Lebenserwartung zurückging. Wir (die Germanen) dagegen haben uns wie die Karnickel vermehrt *grins* !
Mad Bull
11.04.2008, 08:47
Guten abend liebe Gäste und Freunde des Forums,
Ich bilde mir ein soeben wieder eine neue Erkenntnis bekommen zu haben.
Der Thread müsste eigentlich einen anderen Namen haben.
Heute würde Ich ihn "Fehler in der Technologie" nennen.
Wie Ich zu diesem Gedanken komme?
Was ist wenn der Apparat mit häufigen Fehlern besetzt ist?
Es reicht ja schon wenn man das glaubt.
Das heist der Apparat ist derart fehlerhaft, das kein Mensch auf die Idee käme
davon Gebrauch zu machen.
Darum bin Ich jetzt der Ansicht das es die kleine Dinge sind, die das ganze aus dem Ruder laufen lassen. Also Dinge die oft übersehen und überhört werden.
@Mad Bull: wenn du einen Threadtitel geändert haben willst, wende dich an jemandem vom Team. Wir editieren den Titel dann gerne ;)
Heute würde Ich ihn "Fehler in der Technologie" nennen.
[...]
Was ist wenn der Apparat mit häufigen Fehlern besetzt ist?
Es reicht ja schon wenn man das glaubt.
Das heist der Apparat ist derart fehlerhaft, das kein Mensch auf die Idee käme
davon Gebrauch zu machen.
Mit einem Wort: Hää?
Ein Apparat, der derart fehlerhaft ist, dass ihn niemand bei Verstand je benutzen würde, ist doch völlig irrelevant. Es ist dann schon ein Wunder, wenn ihn überhaupt eine größere Gruppe an Menschen kennt. Was dann wohl meistens auf das Talent eines genialen Schwätzers zurückzuführen ist, der gutgläubigen Menschen irgendwelchen Bullshit andreht. Das hat dann aber wenig mit Fehlern in der Technik zu tun.
Darum bin Ich jetzt der Ansicht das es die kleine Dinge sind, die das ganze aus dem Ruder laufen lassen. Also Dinge die oft übersehen und überhört werden.
Der erste Satz da klingt schon interessanter, während ich mich beim zweiten wieder frage was du eigentlich meinst.
Aber zu den kleinen Dingen: Oft sind es gerade kleine Fehler, übersehene Fehler oder unterschätzte Risiken, die Projekte dann zur Katastrophe werden lassen. Das finde ich schon deutlich interessanter darüber zu diskutieren.
Wie war das mit der Antriebsrakete (Raumfahrt), die vom Kurs abkam und gesprengt werden musste, weil in irgendeinem Teilprogramm inches mit centimeter verwechselt wurden? Oder der Fall wo wegen eines vergessenen Putzlappens irgendeine Treibstoffleitung verstopfte? (Falls jemand die Quellen dazu wiederfindet, wäre ich sehr dankbar.)
Manchmal führt nicht mal Technik selbst zu einem Glück, manchmal reicht schon simple Architektur, wenn zum Beispiel Ausgänge in Sportstadien falsch konstruiert sind und sich die Leute bei Panik dann dort gegenseitig zerquetschen. (Wobei es wohl leider manchmal zu solchen Unglücken kommen muss, bevor man sieht was eigentlich falsch läuft.)
... oder auch die Unkenntnis physikalischer Vorgänge. Zum Beispiel die Eigenfrequenz von Bauwerken. Hochhäuser, die bei Erdbeben einfach zusammenbrechen. Oder vielleicht bekannter: Brücken, die in gewaltige Schwingung geraten und auseinander brechen, weil ein Haufen Leute im richtigen/falschen Takt darüber gehen. (Ein Grund warum Soldaten nicht im Gleichschritt über Brücken gehen sollen. :) )
Mad Bull
17.04.2008, 12:00
Hallo Fantasyfreunde,
Neulich wieder auf einen Severfehler gestossen von einem Onlinespiel.
Logo was man da spielt als Fantasyfreak.
War wieder am zocken und klickte das Abenteurmenue an.
Und mir wurde wieder aufgetan.
1. Abenteuer: Die Entführung des Herzogs
2. Abenteuer: Der Schattenwolf
3. Abenteuer: Im Dienst des Herzogs
Hm, einerseits wurde der Duke entführt und zur gleichen Zeit konnte man in seine Dienste treten.
Für die die Adelränge in einer Feudalgesellschaft noch nicht kennen,
ein Herzog hat oft fast so Macht wie ein König.
Da wird nicht von einem Ritter oder Freiherrn geredet.
Darum ist weit und breit nur einer der Herzog.
Da ist was faul im Staate...
@Mad Bull: wie passt jetzt dein voriger Beitrag zum Thema? X.X Der Sinn erschließt sich mir einfach nicht.
Mad Bull
17.04.2008, 13:11
Entschuldige Hathor,
Ich weiss das meine Ideen manchmal etwas sonderbar und verwirrend sind.
Wenn wir miteinander kommunizieren, tendieren wir im laufe der Zeit eine gemeinsame Sprache zu sprechen.
Doch am Anfang sind Missverständnisse da. Das ist auch ein Grund warum kultivierte Menschen wie die Japaner alle Nichtjapaner als Gajins bezeichnen.
Das soll heissen das sie in deren Augen Babaren sind.
Nun zu dem was Ich als Technologie bezeichne
(kann im Fachdeutsch falsch sein):
Für mich ist Technologie nichts andereres als geleitete und gelenkte Energie.
Und in dem letzten Post kam von einem Programm etwas Sonderbares heraus.
Die Geschichten in diesem Programm wurden durch Zufall ermittelt und da war ein Widerspruch entstanden.
(Herzog entführt und gleichzeitig der Herzog beim herschen)
Hoi du,
ich hab grad so meine Problemchen zu verstehen wohin dieser Thread führen soll, ich probier es aber trotzdem mal.
Ich denke ein Bsp. Wie du es meinst könnte die A-Klasse mit ihrem nichbestandenen Elchtest sein. Oder die große S Klasse, die mit ihrem Eigengewicht so zu schaffen hatte das man so gut wie nichts zuladen konnte wenn die zulässige Anzahl von Personen im Auto saß.
Wobei ich hier sagen muß das die Technik nicht unbedingt was dafür kann, der Mensch der das ganze geplant hat ist wohl dafür verantwortlich.
liebe Grüße
Allanon
Mad Bull
17.04.2008, 13:48
Hallo Allanon,
an dem Beispiel mit der A- und S-Klasse hast du dir doch schonmal Gedanken gemacht. Und weitere Beispiele über dieses Thema aufgezeigt.
Noch eine Frage an dich. Was ist ein Elchtest?
Hallo Allanon,
an dem Beispiel mit der A- und S-Klasse hast du dir doch schonmal Gedanken gemacht. Und weitere Beispiele über dieses Thema aufgezeigt.
Noch eine Frage an dich. Was ist ein Elchtest?
Also Fehlerhaft ja, aber nicht in dem Sinne, dass beide Autos nicht fahren können.
Wegen des Elchtests - ich bin überrascht, dass Du das fragst, aber die Sache ist wohl schon wieder ein paar jährchen her und das war ein echter Schenkelklopfer.
Also die A-Klasse kam auf den Markt und wurde auch getestet nach üblichen Maßstäben. In Schweden aber gab es den "Elchtest". Das wird simuliert, wie ein Wagen ein blitzartiges Ausweichen reagiert - eben wenn halt mal gerade ein Elch auf der Straße steht. Und was soll man sagen: Die A-Klasse hat sich hingelegt. Seit dem weiß jeder in Europa, dass es in Schweden eine Elch Test gibt.
Trotz aller Erklärungsversuche von Mad Bull verstehe ich immer noch nicht, was eine Diskussion über ein Fantasyspiel und den Elchtest in einem Science-Fiction-Thread verloren haben.
Es wäre schon, wieder mal zum eigentlichen Thema zurückzukommen :)
Ok, ich habe gerade bei Wikipedia nachgesehen und da stand, dass die Sache mit der A-Klasse im Oktober 97 war. Gott, ist das echt schon 10 Jahre her?
Mad Bull
17.04.2008, 14:57
In diesen Thread soll aufgezählt werden, was ein Mensch mit neu
erfundenen Methoden bewirken wollte, und was dabei herauskam.
Ja richtig Hathor,
das eigentliche Thema ist dieses Zitat.
Rot steht für die ursprüngliche Absicht.
Blau steht für eine Konsequenz, mit der überhaupt keiner gerechnet hat.
Was Ich noch gut finde, war dein Angebot sich an die Moderation zu wenden wenn man einen Titel ändern möchte. :)
SemSimkin
18.04.2008, 23:12
Ja schade, dass es hier so ausgefranzt ist. Will bei der Gelegenheit nochmal auf meinen obigen Beitrag hinweisen ... :rolleyes:.
Desweiteren noch ein Beispiel: Während des zweiten Weltkriegs wurde in Deutschland durchaus fieberhaft an einer Atombombe geforscht. Zum Glück verschätzten sich ein paar Entscheidungsträger um einen dreistelligen Faktor und so kam man zu dem Ergebnis, dass man eine ungeheure Menge Spaltmaterial benötigen würde und damit verfolgte man lieber Dinge wie die V2. Die Amis rechneten dann richtig nach und mussten nur 4 Monate lang für ihre ersten Bomben anreichern.
Mad Bull
19.04.2008, 08:21
SemSimkin vergess bitte nicht das Fehler nunmal nicht vorhersehbar sind.
"Was wir wissen ist ein Tropfen, und was wir nicht wissen ist ein Ozean."
Isaac Newton
Ich sage dazu, das die Fehler oft aus diesem Ozean kommen.;)
SemSimkin vergess bitte nicht das Fehler nunmal nicht vorhersehbar sind.
Sicher sind Fehler vorhersehbar, sonst gäbe es ja keine Techniken zur Fehlervermeidung. Korrekter wäre zu sagen, dass man die Nicht-Existenz von Fehlern nicht eindeutig nachweisen kann, da man schlicht nicht beweisen kann alle Fehler gefunden zu haben.
In der Informatik gibts da einen Spruch:
"Beware of bugs in the above code; I have only proved it correct, not tried it." (Donald E. Knuth)
Zu deutsch: "Vorsicht vor Fehlern in obigem Programm; ich habe nur dessen Korrektheit bewiesen, es aber nicht getestet".
@SemSimkin
Hätten sich doch nur die Amis auch verrechnet. *whiteflag*
SemSimkin
22.04.2008, 23:17
Hmm, ja wäre für Japan besser gewesen ... vorallem da es ja definitiv nicht nötig war und die US-Militärs nur noch einen schönen Realtest durchführen wollten. (Geliefert war Japan damals schon längst)
nazgul666-rr
22.04.2008, 23:37
Hmm, ja wäre für Japan besser gewesen ... vorallem da es ja definitiv nicht nötig war und die US-Militärs nur noch einen schönen Realtest durchführen wollten. (Geliefert war Japan damals schon längst)
geliefert waren sie, aber das Militär war nicht wirklich vom Tenno (Kaiser) anhängig - der hatte bis zur Bombe alles blind unterschrieben - danach hat er aber seine Stimme erhoben GEGEN das Militär, das bis zum letzten Kind weiterkämpfen wollte
und die Amerikaner wollten dadurch Zeit und Verluste spaaren
also Tenno Hirohito ist da noch seinem Regierungsmotto gerecht geworden als "Himmlischer Frieden" (=Hiroito) - deswegen ist er auf jedenfall würdig in der Liste der "göttlichen Tennos" zu stehen, auch wenn er seiner "göttlichkeit" nachm 2. Weltkrieg entsagen musste.....
und Fehler in der Technologie gibt es immer - ich bin ja Informatiker/Programmierer (in Ausbildung bald Studium) und was da an Programmfehlern/Bugs anfällt ist enorm - es gibt einen Spruch der passt gut zu heutiger Software: "Es kompiliert - wir können ausliefern" (kompilieren ein Programm von Textform in ein ausfürbahres Programm in Maschinensprache übersetzen)
ich bin ja Informatiker/Programmierer (in Ausbildung bald Studium) und was da an Programmfehlern/Bugs anfällt ist enorm - es gibt einen Spruch der passt gut zu heutiger Software: "Es kompiliert - wir können ausliefern" (kompilieren ein Programm von Textform in ein ausfürbahres Programm in Maschinensprache übersetzen)
Ah ein Gleichgesinnter. Aber gerade in diesem Zusammenhang würde ich mich an deiner Stelle für die ersten beiden Zeilen deiner Signatur schämen. :D
SemSimkin
24.04.2008, 23:45
geliefert waren sie [...]
und die Amerikaner wollten dadurch Zeit und Verluste spaaren
Na wer hätte das gedacht ... blöd nur, dass in den Städten zu 95% Zivilisten waren. Die Atombomben waren Testwürfe unter Realbedingungen.
Mad Bull
29.04.2008, 11:17
Hallo,
ich möchte noch Murphys (Militär-)Gesetze hinzufügen.
Wo doch gerade gerade Soldaten andere Sicherheitskräfte mit ihrem elitären Getue bekannt sind, das sie uns ständig erklären wollen alles im Griff zu haben.
Murphys Gesetz besagt: Was schief gehen kann, das geht auch schief.
Hier ist ein interessanter Link:
http://de.geocities.com/boeser_oberherrscher/murphys.html
Je mehr man sich mit ihnen vertraut macht, umso mehr kann man auch die Angst vor Fehlern verlieren.
Mad Bull
30.04.2008, 17:02
Und hier noch eine Technikpanne.
Ein Pilot steuerte mit seinem Airbus auf einen Vulkan zu, der gerade einen Ausbruch hatte.
Ein Wendemanöver war nicht mehr möglich.
Zumindest war der Pilot der Meinung durch zu fliegen und die Asche durch die Düsen zu jagen.
Soweit war alles im grünen. Doch die Cockpitscheiben waren zugeschwärzt.
So konnte der nur noch durch das Seitenfenster was sehen.
Es kam dann noch dazu, das aus den Düsen Blutrote Flammen herauskamen.
Die Crew hatte auch keinen Plan.
Die Fluggäste wurden unruhig. Um eine Panik zu verhindern, textete der Pilot die Laute mit Technobabel zu. Er erzählte denen das ein neuer Treibstoff verwendet würde.
Später sind noch nach und nach drei von den vier Düsentriebwerken ausgefallen. Der Pilot meinte nur dazu, das es so sein müsste.
Die Maschine konnte ohne weitere Schwierigkeiten auf den nächsten Flughafen landen.
Wenn das wirklich so passiert ist, wäre das eher Fahrlässigkeit statt einer Technikpanne. Gibts da einen Link zu? Finde auf die schnelle nichts.
Mad Bull
03.05.2008, 11:04
Jo, mir ist da wieder was eingefallen.
Und zwar diese Laserpistolen wie man sie in so vielen Scifi Stories kennt.
Ein Perry Rhodan Freak meinte noch etwas zu Laserpistolen:
"Lass doch den Bub sein Spielzeug. Es gibt Thermostrahler. Die sind besser."
Schaute mir mal wieder die Bilder von Perry Rhodan an und stelle fest, die sind genauso tragbar wie die Laserpistolen. Hm.
Der Ernergieträger dieser Waffe muss eine immense Leistung besitzen.
Heutzutage braucht man dazu ein ganzes Kraftwerk. Oder irre Ich mich?
Was hat Murphy's Law eigentlich direkt mit fehlerhafter Technologie zu tun?
Oder was war an dem Airbus fehlerhaft? Für rußgeschwärzte Scheiben kann man die Konstrukteure jedenfalls nicht wirklich verantwortlich machen, wenn der Pilot unbedingt so dicht an einem aktiven Vulkan vorbei fliegen muss. Wo war das überhaupt? Und wieso führen Luftwege überhaupt so dicht an aktiven Vulkanen vorbei?
Und was hat Perry Rhodan jetzt in dem ganzen verloren? Beziehungsweise wieso siehst du die Laserpistolen als fehlerhafte Technologie? Bestenfalls ist es (derzeit oder auch zukünftig) nicht realistische Technologie. Wobei rein theoretisch ja ziemlich viel Energie zur Verfügung stehen könnte, wenn man Masse direkt in Energie umwandeln könnte. Wie man das ganze eindämmen oder kontrollieren will ist ja dann eine ganz andere Ebene.
... wenn man unbedingt Beispiele aus der Science Fiction nehmen will, dann gefallen mir so Fehlkonstruktionen wie der Todesstern aus Star Wars viel besser. Da dient der Fehler bzw. die Schwachstelle aber der Story.
Insgesamt empfinde ich nicht nur die Beispiele da oben irgendwie alle als etwas am Thema vorbei, sondern auch das Thema an sich erscheint mir zunehmend sinnlos.
Technologie hatte Fehler, hat Fehler und wird immer Fehler haben. Und nicht nur in diesem Bereich ist es so... auch überall sonst. Nichts dürfte perfekt sein und es gibt immer etwas zu verbessern. Es ist fast unmöglich für alle Eventualitäten vorzuplanen, auch wenn es Fehler gibt, die man vermeiden kann (wie zum Beispiel das verschwechseln von inches und cm).
Hmm... insofern müsste man eigentlich Fehlerklassen voneinander trennen. Einerseits direkte Fehler, die dadurch entstehen, dass nicht das gemacht wurde was eigentlich beabsichtigt war. Und indirekte Fehler, die dadurch entstehen, dass bestimmte Anwendungsfälle nicht berücksichtigt wurden.
Auf jeden Fall lernt man durch Fehler. Durch erkannte Fehler werden die Dinge erst besser.
Und bisweilen ist es auch gar nicht möglich alle möglichen Anwendungsfälle zu berücksichtigen. Manche sind gar nicht erwünscht. Mikrowellen sind zum Beispiel einfach nicht dazu gedacht um nasse Katzen zu trocknen... In den meisten Fällen geht man einen Kompromiss zwischen den derzeit erwünschten Anwendungsfällen ein und ignoriert den Rest.
Worum geht es hier also? Um Dinge, die zu einem bestimmten Zeitpunkt einen Fehler hatten? Um menschliches Versagen bei Umgang mit Technologie? Um Arroganz und Blindheit bei Entwicklern von Technologien und daraus resultierenden Problemen, wenn ihr Werk dann auf Anwender trifft? Um Bugs oder Logikfehler, wie sie zuhauf in Software auftreten? Um designbedingte Unzulänglichkeiten?
Ah.. zu letzterem fällt mir noch was ein. Gleitkommazahlen! Werden an vielen Stellen in Software für Berechnungen benutzt.
Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Gleitkommazahl
Mit eine der ersten Sachen, die man im Informatikstudium erklärt bekommt.
Es ist einfach unmöglich mit Gleitkommazahlen 100% richtig zu rechnen, es sei denn man hat unendlich viele Stellen für Exponent und Mantisse. Dafür lernt man dann auch gleich den Fehler abzuschätzen, der bei Berechnungen mit Gleitkommazahlen entstehen kann.
Hier ist das ganze ein Fehler, der in Kauf genommen wird, um überhaupt mit großen Zahlen im Computer rechnen zu können. Nicht jeder Fehler entsteht aus Versehen. :) Manche sind Absicht.
Mad Bull
06.05.2008, 13:08
Technologie hatte Fehler, hat Fehler und wird immer Fehler haben.
Auf jeden Fall lernt man durch Fehler. Durch erkannte Fehler werden die Dinge erst besser.
Und das ist genau eine Triebfeder für den Fortschritt.
Der Wunsch etwas zu entdecken und weiter zu entwickelen ist oft genauso stark wie der Wunsch es zu kontrolieren.*cool*
Ein bischen fies ist der Thread ja schon. Den in Schule und Ausbildung werden wir ja oft so konditioniert bloß keine Fehler zu machen.
Die Autoritäten wollen damit eins ausdrücken:
Du tust was Ich dir sage und dann kann auch nichts passieren.
Damit wird die Angst vor Fehlern geschürrt und der Mensch wird besser beherschbar. Das kann sogar soweit gehen, das man sich gar nicht mehr traut auf Fehler zu achten.:(
Auch müssen in bestimmten Lebens- und Arbeitbereichen Unterschriften getätigt werden das man juristisch belangt wird wenn es in die Hose geht.
Das führt bei vielen dazu es erst gar zu machen.
Das halte Ich für den größten Fehler.
Auch sollte ein Mensch nach meiner Meinung nur Dinge tun, die Fehler zulassen. Die Nulltoleranz bei der Kernkraft ist das beste Gegenargument das es gibt.*ja*
Hier noch ein Sicherheitshinweis:
Es ist Vorschrift in der Industrie Werkzeuge zu verwenden die aus CHrom-Vanadium-Stahl bestehn.
Den durch Funken kann Explosionsgefahr bestehen.
Was viele nicht wissen, das es Sicherheitshandys gibt die keine Funken bilden.
Wer als Zeitarbeiter in verschiedene Werkgeländen eingesetzt wird, sollte das mal überprüfen.;)
Also ich lerne in meinem Studium weniger die Fehler zu fürchten, sondern sie zu vermeiden bzw. mit ihnen umzugehen. Man muss die Dinge eben akzeptieren wie sie sind. Der Mensch, der keine Fehler macht wurde noch nicht geboren. Die Forschung hat das zumindest begriffen.
Das von dir angesprochene Schüren von Ängsten vor Fehlern hängt eigentlich, wie immer, mit wirtschaftlichen Interessen zusammen. Fehler kosten Zeit und Zeit ist Geld, denkt sich der BWLer. Das darf nicht sein. Was machen wir? Genau, wir verbieten unserem Personal Fehler zu machen. Das ist die Logik der Ökonomie. Ginge es nach der Logik des gesunden Menschenverstands, wäre die Kernkraft schon längst abgeschafft.
Was haben eigentlich Leute mit einem Handy in Bereichen mit Explosionsgefahr zu suchen? Sollte dort nicht generell jede Form von Elektrizität bzw. elektrischen Schaltkontakten verboten sein?
EvanKorrigan
18.09.2008, 20:47
Mir fallen da noch 2 Flugzeuge der deutschen im 2. Weltkrieg ein, die entwickelt wurden, als die Nazis schon in den letzten Zügen lagen.
Zum einen wäre da die Me-262 Sturmvogel, 2-motorige Düsenmaschine. Ein sehr fortschrittlicher Entwurf, der allerdings daran krankte, dass über die Hälfte der Abstürze auf DEfekte im Fahrwerk zurückzuführen waren.
Zum anderen die Me-163, ein Raketenflugzeug. Es war das schnellste Flugzeug seiner Zeit, besaß aber kein Fahrwerk und hatte eine Flugreichweite von sage und schreibe 30 Kilometern. Zudem neigte es in jeder Flugphase zu Explosionen...
Ich halte es für einen völligen Fehlentwurf.
SemSimkin
18.09.2008, 22:57
Naja, das waren wohl Proto-Prototypen, die halt einfach übereilt noch "reingeworfen" wurden :rolleyes:. Übrigens schossen die Nazis auch das erste von Menschen gebaute Vehikel ins Weltall ... kam halt nur wieder runter, da unter der Umlaufbahn ...
Mad Bull
06.12.2008, 16:07
Ich habe heute mal wieder einen Geistesblitz zu diesem Thema,
und zwar sind es die ersten U-Boote.
So gesehen, gibt es U-Boote seit es Schiffe gibt.
Es darf aber nur dann U-Boot genannt werden, wenn auch wieder auftaucht.
*lol*
Der Erfinder des U-Boots war Wilhelm Bauer.
Es stellte sich ende des 19. Jahrhunderts als eine große Bereicherung für die deutsche Marine heraus.
Patrolienfahrten mit der Umgehung von Seeblockaden.
Das macht sie einfach genial.
Das Problem war, Bauer hatte einen niedrigen Rang.
Die höheren Tiere wollten eben auch was von dem Ruhm ab haben.
Verständlich.
So redeten zu viele mit und die Jungfernfahrt in der Nordsee wäre eine Katasstrophe geworden.
Ein paar Pläne der ersten U-Boote sind immer noch gruselig an zu sehen.
In einem soll das Boot mit Handkurbeln, wie bei einer Galeere, an getrieben werden.
EvanKorrigan
06.12.2008, 21:27
Ein tolles Beispiel für fehlerhafte Technologie ist dieser eigenartige, schnurgrade Schacht, der den Hauptgenerator deiner unbesiegbaren Raumstationmit einem kleinen Loch an der Oberfläche verbindet, und von dem keiner so richtig weiß, wozu er da ist...(wurde glaub ich schon gesagt)
Oder man nehme eine beliebige Star-Trek-Folge (insbesonder aus Voyager):
Das Gerät, welches in einer ausweglosen Situation gebraucht wird, funktioniert nie. Der Chefingenieur läuft dann los, modifiziert irgendwas, und alles wird gut.
Grey Wolf
07.12.2008, 21:40
Der Erfinder des U-Boots war Wilhelm Bauer.
Es stellte sich ende des 19. Jahrhunderts als eine große Bereicherung für die deutsche Marine heraus.
Patrolienfahrten mit der Umgehung von Seeblockaden.
Das macht sie einfach genial.
erste, praktisch anwendbare U-Boot der Welt um 1800.
http://de.wikipedia.org/wiki/Nautilus_(U-Boot)
es gab bereits 1776 ein Angriff mit einem sogenannten tauchboot:
http://de.wikipedia.org/wiki/Turtle_(U-Boot)
@Grey Wolf
Interessante Sache das mit dem U-Boot! *ja*
Der Einsatz des ersten richtig bemannten U-Bootes war in psychologischer Hinsicht sogar mehr oder weniger erfolgreich. Es sollte ja u.a. diverse Kriegsschiffe versenken und zur Aufklärung & Spionage dienen. Es war jedoch nur mit den Händen möglich, die beiden Schiffsschrauben zu drehen und so das Boot zu steuern - eine für die horizontale, die andere in vertikaler Richtung.
Der integrierte Bohrer war jedoch viel zu schwach, um am Rumpf der "HMS-Eagle" ernsthaften Schaden anzurichten und deswegen konnte die bis zu 75 kg schwere Sprengladung nicht befestigt werden. Die Verzögerung der Unterwasserbombe soll wohl mittels einer einfachen Steinschloss-Sprengkapsel erfolgt sein, wie sie damals auch in verschiedenen Gewehrtypen verwendet wurde. Die anschließende Explosion soll dann angeblich auch ziemlich gewaltig gewesen sein - was bei der Menge eigl. auch zu erwarten war. Sie konnte jedoch keinen nennenswerten Schaden am Schiffsrumpf anrichten, da sie etliche Meter davon entfernt stattfand.
Ein Jahr später startete man mit dem selben U-Boot einen weiteren, ähnlichen Versuch, diesmal mit einer Sprengladung, die sich am Ende einer langen Stange befand und mit einem Aufschlagzünder versehen war - aber auch dieser Versuch scheiterte. Einige Zeit später wurde dann das U-Boot während eines Transports von den Briten zerstört.
Auch wenn das U-Boot somit keinerlei aktive Auswirkungen auf den Krieg hatte, zeigte es doch ganz deutlich, dass es theoretisch möglich war, mit so einer Methode jedes Schiff (von beliebiger Größe) zu versenken - was natürlich besonders das Militär sehr beunruhigte und sicher die Entwicklung in der Richtung "Unterwassertechnik" weiter vorrantrieb.
Das U-Boot wurde übrigens originalgetreu nachgebaut und in einem Musem ausgestellt. Eine fehlerhafte Technologie war es m.M.n. jedoch nur, weil es viell. auch mit das erste seiner Art war und deshalb noch einige "Konstruktionsmängel" enthielt.
Ich denke auch nicht, dass es (iwann) sowas wie fehlerfreie Technologien gibt.:rolleyes:
Aber wie siehts denn eigl. mit div. Bauwerken aus, waren / sind sie völlig perfekt... ?
Die "Götzenstatuen" auf den Osterinseln (Rapa Nui) waren zu der damaligen Zeit in den Augen der Baumeister bestimmt schon sowas wie ~ vollkommen perferkt (fehlerfrei), aber das war letztlich viell. auch ihre Schwäche. Diese Statuen sind im Durchschnitt vier bis sechs Meter hoch und ca. 30 Tonnen schwer. Sie wurden vom Steinbruch bis zu ihrem Standort meisten mit Rollen oder Schlitten aus Palmstämmen transportiert. Diese waren jedoch nicht sehr belastbar, so das man für den Transport sicher große Mengen an Holz (Palmen) benötigte. Die Palmen waren jedoch auch noch für viele andere wichtige Sachen (Lebens)notwendig, z.B. für den Bau von Wohnungen, zum Feuermachen oder zum Bau von Kanus zum Fischfang - der eine der Hauptnahrungsquelle der Inselbewohner war. Wahrscheinlich wurden im Laufe der Zeit zu viele Palmen verwendet oder einfach zu viele Statuen (mehr als 1000) gebaut - wie auch immer, die Lebensgrundlage der Inselbewohner war jedenfalls dahin. Das Ökosystem konnte wahrscheinlich auch auf Dauer die stetig steigende Inselbevölkerung nicht mehr verkraften. Die Folge war letztendlich der komplette Zusammenbruch dieser Kultur. Ähnliche Ereignisse durch übermäßige Belastung der eigenen Lebensgrundlage konnte selbst im Festland bei vielen anderen Hochkulturen mit großer Sicherheit nachgewiesen werden. mmh... Wie sagte mal eine Maschine aus der Zukunft so "schön":
"Es liegt in der Natur des Menschen, sich selbst zu zerstören"
- Terminator 2 / Cyberdyne System 1.01 -
Da könnte viell. sogar was dran sein... *hide* Aber ob nun all diese Vorgänge auf Rapa Nui nun wirklich hundertprozentig so stattgefunden haben, lässt sich (in diesem Fall) heute mit Gewissheit jedenfalls nicht mehr genau sagen. Aber ich finde, die Inseln sollten deshalb trotzdem eine Art Warnung sein, das man es - wie eigl. mit allen Dingen des Lebens - besser nicht übertreiben sollte.
Was sagt ihr denn zu der Phantommörderin, die sich (vermutlich) als Arbeiterin in der Wattestäbchenfabrik entpuppt hat? Ist das nicht ein schönes Beispiel, wie sehr wir uns inzwischen in die Vorstellung des unfehlbaren Genbeweises verrannt haben?
Mensch, da packt man sich doch an den Kopf, dass das nicht vorher aufgefallen ist. All diese Fälle verbindet nichts - außer den Wattestäbchen, mit denen die Genspuren gesichert wurden. Mit ein bisschen gesunden Menschenverstand... aber nein, die Gene lügen ja nicht. Sachen gibts... Wäre schon der 1. April, würde ich glatt an einen Aprilscherz glauben wollen:D
Das beweist mal wieder eindeutig, das wir alle schon mehr oder weniger zu Sklaven unserer eigenen Technik mutiert sind. Vielleich wäre es hin und wieder ganz gut, sich auf unsere Kulturerbschaften, die wir nahezu alle vergessen haben zu besinnen.
Es fängt doch schon bei den Dialekten an, alles wird erst Verhochdeutscht und dann noch Verdenglischt und was weis ich. Und schließlich noch die Rechtschreibung fünf mal geändert bis keiner mehr durchblickt.
Ein anderes schönes Bsp. hierfür ist die Schulmedizin, die Jahrelang alles verteufelt hat was sich ausserhalb der Weißlittelkunde bewegte. Nun, Momentan ändert sich hier das denken etwas, zwar noch widerstrebend aber dennoch gehen die Ärzte die ersten Schritte auf die alte Heilkunde und Heiltechniken der Kräuterfrauen zu.
Es geht meines erachtens auch anders, es muss nicht immer ein Computer sein. Manchmal reichen auch ein paar Gesunde Hände etwas Menschenverstan dazu vielleicht ein Blatt Papier und ein Bleistift.
liebe Grüße
Allanon
Ja, da hab ich mir auch an den Kopf gefasst, als ich die Meldung gelesen habe. Peinliche Panne, kann man da nur sagen. :D
Ist eben doch nichts perfekt, und der Mensch schon gar nicht (immerhin ist es ja nicht die Technik an sich, die gescheitert ist, sondern der Mensch hat die falschen Schlussfolgerungen gezogen).
Sofort die Arbeiterin verhaften und verhören. Die Frau muss ja ein Unmensch sein bei sovielen Missetaten.
...
Diese Megapanne wird auf jeden Fall zur Schulbuchausrüstung für alle kommenden Generationen von Genetikern und von Technikern im Kripobereich werden. Jahrelang wurde gemutmaßt und spekuliert, wer diese rätselhafte, hochgefährliche und skrupellose Frau wohl sein könnte. Vorsicht, bewaffnet! Wieviele Kommissionen, Beamte, Ermittler fragen sich jetzt, wofür zum Teufel sie die letzten Jahre verschwendet haben? Wieviel reellen Fällen hätte man nachgehen können, wobei der der erschossenen Polizistin ja dank dieser Panne auch noch ungelöst ist? Einfach ein Hammer.
Ein absoluter Brüller, aber mit sicherheit auch ein Wachrüttler der zeigt das das ganze DNA Zeug auch nicht 100% ist.
In der Bildzeitung (ich schäme mich) war das Zitat des Polizisten über die Wattestäbchen: "Die waren doppelt verpackt, wir dachten das sei der Mercedes unter den Wattestäbchen."
Da müsste ich schon ein wenig lachen^^
Gerade bei solchen Sachen bin ich froh das wir keine Todesstrafe haben.
Es gibt bei dem Thema viele Leute die dann sagen "Naja wenn mans 100% Beweisen kann. wärs ok."
Wie man sieht kann man das aber nicht.
Als ich den Bericht mit den Teststreifen zum ersten Mal gehört hab, dachte ich auch: "Schönes Ding"!:rolleyes:
Aber an dieser Stelle war eigentlich weniger die Technologie fehlerhaft, sondern es war mehr ein Versagen bei der Endkontrolle. Das Motto - Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser - wird wohl zukünftig in diesem Bereich in besonderem Maße zur Geltung kommen.;)
Im Vergleich zu anderen Sachen war diese "kleine" Panne aber noch relativ harmlos:
Denn nach der Einführung von Agent Orange, PCB und Contergan wurden diese Stoffe auch sehr lange Zeit als "sicher" eingestuft. Und da wurde auch immer wieder und wieder gebetsmühlenartig versichert, das deren Anwendung absolut risikofrei ist und das nichts "ungewöhnliches" passieren kann...
Aber Risiken und Fehler in neuen Technologien wird es wohl immer geben - das ist m.M.n. auch nicht das entscheidende Problem. Nur sollten alte & neue Errungenschaften (und Produktionsabläufe) immer mal wieder hinterfragt werden.
Eine hundertprozentig sichere Sache gibt´s wohl in keinem Bereich. Allerdings...
Wer sowas doch erfindet, wird wahrscheinlich mit Preisen, Geldern und Denkmälern überschüttet werden - vorausgesetzt, er schafft es lebend bis zum Patentamt.^^
Lord Bahl
27.12.2009, 15:21
Ein richtig gutes Beispiel it Windows Vista, total der Rohrkrepierer.
Es werden kaum Exemplare verkauft und alle bleiben bei XP. Kein Wunder also, dass die für Windows 7 kräftig die Werbetrommel gerührt haben, das wurde bei Vista nämlich unterlassen.
Außerdem gab es zu viele Bugs.
Dass Windows Vista eine Totgeburt war, lag nicht an der Werbetrommel, sondern am nicht vorhandenen Mehrwert, einem defective-by-design Sicherheitskonzept und dem nicht rational begründbaren Hardwarehunger.
Zumindest die letzten beiden Probleme wurden beseitigt/verbessert. Die wahrnehmbaren Mehrwerte sind eigentlich nur DirectX 10/11 und die Klickibunti-Oberfläche, wobei letzteres mMn eher ein Minderwert ist. :rolleyes:
Daher ist Win 7 eigentlich nur für Gamer relevant und Leute, die Win 7 ohnehin mit einem neuen PC hinterher geworfen bekommen.
SemSimkin
01.01.2010, 15:19
Denn nach der Einführung von Agent Orange, PCB und Contergan wurden diese Stoffe auch sehr lange Zeit als "sicher" eingestuft. Und da wurde auch immer wieder und wieder gebetsmühlenartig versichert, das deren Anwendung absolut risikofrei ist und das nichts "ungewöhnliches" passieren kann...
Aber Risiken und Fehler in neuen Technologien wird es wohl immer geben - das ist m.M.n. auch nicht das entscheidende Problem. Nur sollten alte & neue Errungenschaften (und Produktionsabläufe) immer mal wieder hinterfragt werden.
Eine hundertprozentig sichere Sache gibt´s wohl in keinem Bereich.
Hmm, so ähnlich ist es auch mit diesen schönen Laser-Korrekturen bei Fehlsichtigkeit. Nach manchen Berichten ändert sich über Jahre hinweg langsam der Augeninnendruck, was noch spannende Langzeitergebnisse bescheren dürfte ...
Ist es nicht schön? Nachdem Y2K-Bugs größtenteils ausgeblieben sind, haben wir nun Y2K+10 Bugs:)
Zahlungsverkehrskarten, die nicht mehr funktionieren
Straßenbahnen, deren Anzeigetafeln verrückt spielen (so passiert in Düsseldorf, zur Zeit fährt w/ Neuprogrammierung der Silberlinge die beige "Opa"-Generation aus den 60ern - mit Handbetrieb der Nummernanzeige:D
und auch wir haben im Büro ein SAP-Tool, das den Wechsel ins neue Jahrzehnt nicht gepackt hat.
Wer hätte das gedacht? Da kann man doch nur sagen: Unverhofft kommt oft! Vielleicht war die Hysterie zum Jahrtausendwechsel doch berechtigt.*ja*
nazgul666-rr
06.01.2010, 21:06
Straßenbahnen, deren Anzeigetafeln verrückt spielen (so passiert in Düsseldorf, zur Zeit fährt w/ Neuprogrammierung der Silberlinge die beige "Opa"-Generation aus den 60ern - mit Handbetrieb der Nummernanzeige:D
das hatten wir schon letztes Jahr - mal wurde eine falsche Haltestelle angezeigt oder es gab gar keine Anzeige oder nur die Versionsnummer der Software, ...
und das bei Bus und Straßenbahn in Kassel
Bluescreens und sonstige Fehlermeldungen auf den Bildschirmen im ÖPNV sind auch immer wieder schön. :D
Zahlungsverkehrskarten, die nicht mehr funktionieren
Gut, Fehler passieren überall - aber ein "simpler" Jahreswechsel und nichts geht mehr? Ich kenn´ mich jedoch zu wenig aus, aber kann man eigl. solche Sachen nicht im Vorraus "simulieren" und somit den/die Fehler rechtzeitig erkennen/beseitigen?
Naja, mittlerweile scheint man ja das Problem in den Griff bekommen zu haben.
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Aber es gibt auch noch andere Problemchen:
Die Bahn kommt...
...aus dem Chaos nicht mehr raus.
Auch die Züge im Eurotunnel funktionieren jedenfalls allem Anschein nach nur bei Zimmertemperatur. Ich meine, es geht doch nicht mit rechten Dingen zu, wenn wegen Temperaturunterschiede o.ä. die gesamte Flotte im Tunnel(!) steckenbleibt.
Während sich die Fähren durch die stürmische See mit teils meterhohen Wellen kämpfen, machen die "Schönwetterzüge" im Tunnel erstmal Pause...:rolleyes:
Also ich weiß nicht, wie solche Probleme hinter dem Ural gelöst werden - ich meine, die Züge der sibirischen Einsenbahngesellschaft(en) haben viell. nicht den selben Komfort, fahren dafür aber nonstop bei Hitze & Kälte, wie sie hier nicht mal annähernd herrschen.
Also, russische Chef-Ingenieure einstellen - dann passiert so was nicht!:D
Also ich weiß nicht, wie solche Probleme hinter dem Ural gelöst werden - ich meine, die Züge der sibirischen Einsenbahngesellschaft(en) haben viell. nicht den selben Komfort, fahren dafür aber nonstop bei Hitze & Kälte, wie sie hier nicht mal annähernd herrschen.
Also, russische Chef-Ingenieure einstellen - dann passiert so was nicht!:D
Schon mein Opa hat berichtet, daß die Deutsche Wehrmacht im 2. Weltkrieg in Russland auf die erbeuteten russischen Waffen zurückgegriffen hat, weil nur die bei dem schweren Frost noch funktionierten. Manchmal ist weniger eben mehr, auch in der Technik.
Straßenbahnprobleme haben wir hier in der Wildnis der Südheide nicht, weil wir keine Straßenbahn haben. Die Pkws fahren oder auch nicht. Manchmal hat man Glück und kann hinter einem Schneepflug herfahren. Oder man fährt eine Stunde eher los, vorzugsweise mit dem Unimog.
Schon mein Opa hat berichtet, daß die Deutsche Wehrmacht im 2. Weltkrieg in Russland auf die erbeuteten russischen Waffen zurückgegriffen hat, weil nur die bei dem schweren Frost noch funktionierten. Manchmal ist weniger eben mehr, auch in der Technik.
Auch in Vietnam haben die Marines öfter mal ihre M16 weggeworfen und gegen eine Kalashnikov getauscht. Das liegt einfach an der anderen Einstellung der russichen Ingenieure, die bauen eher etwas robustes, auch wenn das auf Kosten der Präzisizion oder des Komforts geht.
Bei den Zügen muss man aber auch einfach mal sagen, dass wir Europäer es da einfach nicht raushaben. Bei uns läuft ne Herde Schafe auf die ICE-Gleise und schon entgleist das Teil und dei Bahn hat einen Wagon voller Verletzter zu verantworten, während so was in Japan erst ab Erdbeben der Stärke 6 zu erwarten ist.
Naja, nobody is perfect.
Dragonologist
15.02.2010, 16:50
Ich weite "Technologie" mal auch auf Chemie aus...
Einer der größten Fehler der Chemiker war es, überhaupt damit anzufangen, Verbindungen und Stoffe zu entwickeln, die in der Natur nicht vorkommen und für die es daher auch keinen Abbauweg gibt. Anders gesagt: der Fehler liegt darin, Dinge zu entwickeln ohne sich vorher zu überlegen, wie man sie wieder wegbekommt. Die ganze Erde ist voll mit Chemikalien, die zuerst als große Wundermittel angepriesen wurden und nun ewig zum Abbauen brauchen während sie Missbildungen und Krankheiten bei Tier und Mensch hervorrufen. Wenn das mal keine fehlerhafte Entwicklung ist...
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