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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : mit Autor Christoph Marzi - Malfuria, Das Geheimnis der singenden Stadt (Seite 227-Ende)


Warin
13.04.2008, 07:55
Christoph Marzi - Malfuria, Das Geheimnis der singenden Stadt (Seite 227-Ende)

Aquamarin
Ramon Rocas
Finsterfalter
Meduza
Enthüllungen
Die Gezeitengondel
Arxiduc
Malfuria

Warin
22.04.2008, 19:25
Nun denn, dann mach ich mal den Anfang.

Bis zum vorletzten Kapitel war ich begeistert von dem Buch, erfreute mich an der schönen Sprache, war gespannt, auf das was kommt. Viele klassische Elemente (Hexen, Leuchtturm, Kristall, Bibliothek), aber ideenreich, phantasievoll, ja geradezu poetisch in Szene gesetzt.

Und dann das letzte Kapitel, Malfuria... Ich weiß nicht, ich werd es wohl nochmal lesen müssen. Plötzlich geht alles Holter di Polter, soviel auf einmal, soviel neue Informationen, soviele Fragen. Und was bleibt, ist das Gefühl, dass dies kein Ende, sondern ein Prolog ist. Der Prolog des nächsten Bandes.

Die Mutter ist also die Böse, das hat was, das ist neu, das gefällt mir, sonst sind's ja immer die Stiefmütter. Aber warum? Wo ist das Motiv? Karim Karfax, ja, der hatte eins, die Gier nach Macht und die Anbetung von La Sombría. Oder sind La Sombría und Sarita ein und diesselbe? Wenn ja, wie ist es dazu gekommen?

Und Karim Karfax. Schmiert einfach so ab mit der mächtigen Meduza und ist hinüber? Oder wird er wiederauferstehen, ich wünsche es mir fast. So leicht vernichtet, mit einem Federstrich aus Nuria Nieblas Hand, kaum zu glauben.

Nuria Niebla. Sie ist wohl das größte Geheimnis. Wie hat sie das Feuer überlebt? Und was ist mit den Bewohnern ihres Dorfes? Leben die auch noch, oder hat sie ihren Tod billigend in Kauf genommen, wie von Lena bereits gefragt?

Jordi? Wo ist der eigentlich geblieben, der kam ja gar nicht mehr vor, außer in Catalinas Gedanken? Fragen über Fragen.

Was bleibt, ist ein toter Rabenkater. Ramon, "dem tatsächlich ein Flaum aus winzigen schwarzen Federn aus der Stirn herauswuchs." Dreimal fand ich exakt diese Formulierung im Text. Ein Stilmittel? Die Beschreibung erinnert mich jedenfalls an den sich verwandelnden Hauro aus bereits erwähnten Anime.

Eine ganz dumme Frage: Warum heißt das Kapitel Finsterfalter eigentlich so? Vielleicht habe ich es überlesen, aber m.E. kam da gar kein Finsterfalter drin vor.

Nun denn, Band 2 ist bestellt und ich hoffe, darin Antworten zu finden^^

Hathor
22.04.2008, 20:00
Eine ganz dumme Frage: Warum heißt das Kapitel Finsterfalter eigentlich so? Vielleicht habe ich es überlesen, aber m.E. kam da gar kein Finsterfalter drin vor.


Auch ich habe keinen Zusammenhang zwischen Kapitelüberschrift und -inhalt gefunden. Aber auch im Kapitel "Aquamarin" kam der Aquamarin noch nicht vor. Da mussten wir auf Ramon Rocas warten.
Wolltest du da die Leser testen, Christoph, oder war der Lektor ein wenig unaufmerksam? ;)

Der Rabenkater gefällt mir sehr, er war von Anfang an so dargestellt, dass ich keine Sekunde daran glaubte, er sei auf der bösen Seite.

Hier muss ich leider sagen, dass mir in diesem letzten Abschnitt zweierlei nicht so gut gefallen hat:

1. die für meinen Geschmack viel zu dramatisch-verwickelten Ereignisse des letzten Kapitels. Vielleicht lese ich zuviel in dieser Richtung, aber das ganze Hin und Her um Catalinas Mutter war mir zu "konstruiert". Eine falsche Fährte und die falsche Fährte der falschen Fährte. Mir persönlich wäre da mehr Geradlinigkeit viel lieber gewesen.

2. Catalina kennt Jordi erst ein paar Stunden und sie weiß jetzt schon, dass er für sie das Liebste auf der Welt ist. Eeeek.... also wirklich. Das erschien mir wahnsinnig pathetisch. Wie alt ist die Gö... das Mädchen doch gleich? ;)

Christoph Marzi
22.04.2008, 20:51
Auch ich habe keinen Zusammenhang zwischen Kapitelüberschrift und -inhalt gefunden. Aber auch im Kapitel "Aquamarin" kam der Aquamarin noch nicht vor. Da mussten wir auf Ramon Rocas warten.
Wolltest du da die Leser testen, Christoph, oder war der Lektor ein wenig unaufmerksam? ;)

Der Rabenkater gefällt mir sehr, er war von Anfang an so dargestellt, dass ich keine Sekunde daran glaubte, er sei auf der bösen Seite.

Hier muss ich leider sagen, dass mir in diesem letzten Abschnitt zweierlei nicht so gut gefallen hat:

1. die für meinen Geschmack viel zu dramatisch-verwickelten Ereignisse des letzten Kapitels. Vielleicht lese ich zuviel in dieser Richtung, aber das ganze Hin und Her um Catalinas Mutter war mir zu "konstruiert". Eine falsche Fährte und die falsche Fährte der falschen Fährte. Mir persönlich wäre da mehr Geradlinigkeit viel lieber gewesen.

2. Catalina kennt Jordi erst ein paar Stunden und sie weiß jetzt schon, dass er für sie das Liebste auf der Welt ist. Eeeek.... also wirklich. Das erschien mir wahnsinnig pathetisch. Wie alt ist die Gö... das Mädchen doch gleich? ;)

Ich werde alles auf meine Lektorin schieben. Die antworten wird: "WIE KANNST DU NUR?!" Und ich werde mich korrigieren und sagen: "Ich wollte nur den Leser testen." Und der Leser wird sagen: "Hey, hört, hört, wie er sich windet."

Zur Dramaturgie: ich wollte diese riesige, überdrehte Art von Finale ... und ich wollte auch den richtig üblen Cliffhanger (die "Western von gestern"-Freitage lassen sich nicht verleugnen). Was aus den Personen wird, kann ich jetzt natürlich nicht verraten :-) Will ich auch nicht :-)

Zum Jordi/Catalina-Romantic-Flash: ... ist das wirklich ein Romantic-Flash?!

Meine Tochter (Catharina) steht gerade neben mir. Hier der Dialog:

ich: War die Sache mit Jordi und Catalina zu überdreht?
Catha: Nee, ich find das so süß!
ich: Gut.
Catha: Schreibst du das jetzt?
ich: Ja.
Catha: Schreib bitte nicht "süß"
ich: Okay!

(an dieser Stelle: Grüße von Catha-Cool ans Forum)

... soviel für jetzt
&
liebe Grüße,

Christoph.

Hathor
22.04.2008, 20:58
/me winkt Catha-Cool zu *winke*

Ja, Catalina und Jordi sind süß. Eine Kinderliebe ist immer süß. Ich selber war das erstemal mit sechs unsterblich verliebt. Und mit elf und mit zwölf und mit zwölfeinviertel und mit... na, dauernd halt ;)

Was mich stört, ist nicht die Schwärmerei an sich. Auch nicht, dass die Kleine denkt, Jordi sei die Liebe ihres Lebens. Was mich stört, ist, dass die Umgebung diese Schwärmerei tödlich (im wahrsten Sinn des Wortes) ernst nimmt. Liebe soll süß sein, nicht so ernst und grausam.

Warin
22.04.2008, 21:46
(die "Western von gestern"-Freitage lassen sich nicht verleugnen)*rofl* tja, ja, das waren noch Zeiten... Das war das Schöne an nur drei Fernsehprogramme: Wir wurden alle von den gleichen Serien beeinflußt:). Ich glaub' die fehlt uns noch unter "Das Beste von Gestern" (http://www.fantasy-forum.org/showthread.php?t=254).

Auch von mir liebe Grüße zurück an Catha-Cool (die ja auch schon selbst schreibt, wenn ich das richtig gelesen habe)^^

Ja, Catalina und Jordi sind süß. Eine Kinderliebe ist immer süß. Ich selber war das erstemal mit sechs unsterblich verliebt. Und mit elf und mit zwölf und mit zwölfeinviertel und mit... na, dauernd halt ;)Also Hathor, Catalina ist 14, da kannst du doch nicht von Kinderliebe reden*tsts*;). Nu ja, ich hab' ja schon weiter oben geschrieben, dass ich's süß finde. Aber ich habe ja auch so'ne kleine romantische Ader.

Btw, meine Große hat erzählt, sie hätte heute ihren ersten Kuss bekommen*bussi*. Auf die Lippen. Mit acht. Ich weiß ja nicht... (sry, für off-topic, aber das passte grad so gut:D)

Hathor
23.04.2008, 07:46
Also Hathor, Catalina ist 14, da kannst du doch nicht von Kinderliebe reden*tsts*;). Nu ja, ich hab' ja schon weiter oben geschrieben, dass ich's süß finde. Aber ich habe ja auch so'ne kleine romantische Ader.



Gut, dann korrigiere ich mich auf "Teenieliebe". Besser? Aber das ist nur Wortkosmetik.

Noch einmal: auch ich finde sowas süß, zuckersüß *lieb* Aber deshalb gleich davon zu sprechen, dass dieser Junge, den man eben mal ein paar Stunden kennt, der liebste und wichtigste Mensch im Leben ist, DAS ist es, was mir eben verdammt unwahrscheinlich erscheint.

Auch ich hab eine romantische Ader, auch wenn es niemand zu glauben scheint. Auch ich war schon verliebt. Mit vierzehn jede Woche in einen anderen Jungen. Vor allem, wenn er liebe Augen und wuschelige Haare hatte... Und so geht es den meisten Mädchen, behaupte ich mal...

Davon habt ihr beiden Männer ja keine Ahnung :p

Rusch
26.04.2008, 18:38
So, ich bin jetzt auch durch. Tolles Ende, wirklich. Zum Ende hin nahm das Tempo zu, ohne das es überzogen gewesen wäre. Die Sache mit dem Preis für die Magie ist echt hart und das Spiel der Mutter bringt Würze in die Geschichte. Also ich kann sagen: Meine Erwartungen wurden erfüllt und niedrig waren sie nicht. Ich werde die weiten Bücher bestimmt auch noch lesen, wenn aber nicht sofort.

Warin
27.04.2008, 20:27
Ich werde die weiten Bücher bestimmt auch noch lesen, wenn aber nicht sofort.Puh, ich müsste ehrlichgesagt sagen, ich könnte keine Pause machen.

Wie schon so schön am Ende von Teil 1 steht, ist Malfuria eine Geschichte in drei Bänden. Und es lohnt sich auf jeden Fall weiterzulesen;)

Rusch
27.04.2008, 22:10
Naja, ich muss eine Pause machen, denn ich habe noch einen Roman und einige SF Geschichten für den Deutschen SF Preis zu lesen und meine Bewertung muss bis Pfingsten stehen. Außerdem startet im Mai der Lesezirkel zu Rama von Arthur C. Clarke. Irgendwie tanze ich auf zu vielen Hochzeiten. ;)

Saniya
27.04.2008, 22:51
Also ich war recht flott mit lesen fertig. Das Buch kann man ja kaum aus der Hand legen.
Obgleich ich zugeben muss, dass mich die Lügengeschichte über Sarita Soleado etwas verwirrt hat. Und ich hatte Catalina so sehr gewünscht, dass sie wieder glücklich vereint mit ihrer Mutter ist.
Ansonsten kann ich die verzweifelte Sorge um Jordi sehr gut nachvollziehen. Die erste große Liebe, und schon muss Catalina fürchten, dass sie ihn auch gleich wieder verliert. Ich glaube einfach nicht, dass Jordis Leben der Preis ist, den Catalina zahlen muss. Das wäre einfach zu gemein *nein*
Ansonsten freu ich mich darauf, wie es in Band 2 weitergeht.

Silwyna
01.05.2008, 13:45
so nun bin ich auch endlich durch. (ich hatte in den letzen Tagen auf Grund von Schule & Freund einfach zu wenig Zeit zum lesen..)

ich fand das Buch herrlich zu lesen, aber irgendwie ist am Schluss schon alles etwas gedrängt. und man muss fast zwangsläufig die weiteren Bände lesen.
irgendwie sieht es ja so aus, als ob es für Jordi keine Hoffnung mehr geben würde, aber dass kann ich nicht glauben. Es würde nicht zu diesem Buch passen.
Das der Rabenkater schon wieder sterben musste, finde ich schade. Ich mochte ihn, weil er so doofe Antworten gibt. :D aber wie oft wurde das mit den Federn erwähnt? Mit der Zeit dachte ich nur noch: "ja ich weiss jetzt langsam, dass er Federn am Kopf hat." :p
der Rabenfedernsturm gefällt mir. klingt irgendwie weise.^^

ich werde die anderen beiden Bände sicher irgendwann auch noch lesen, aber im Moment fehlt mir Geld & Zeit dafür.. :(

schneeeule
02.05.2008, 10:06
Da ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte, schreibe ich meinen ersten Beitrag in diesem Thema.

Ich habe das Buch regelrecht gefressen (eineinhalb Tage und es war durch). Ich bin jetzt auch schon im zweiten Band unterwegs und morgen hole ich mir den dritten. Ich hoffe das Buch reicht noch bis morgen.

Die Story einfach der reine Wahnsinn. Ich bin wieder einmal komplett überrascht über den Verlauf der Story, vor allen Dingen wenn man überlegt, dass das gesamte Buch nur über eineinhalb Tage handelt (wenn man einmal von dem Prolog absieht).

Mit dem "Ende" habe ich absolut nicht gerechnet, dass die Mutter auf einmal diejenige ist, die mit den Schatten zusammen arbeitet und auch das Sie Karim Karfax anscheinend nur benutzt hat.

Ich bin sehr gespannt wie es weiter geht im nächsten Band. Ich werde auch gleich sofort weiter lesen.

Pantalaimon
06.05.2008, 11:54
Ich bin auch heut morgen mit dem Buch durch... und auch ich fand das Ende sehr atemlos. Und die Romanze too much.

Der Rabenkater war nett, besonders den Ausdruck "Rabenkater" find ich toll. Und ich hatte auch keinen Moment lang den Eindruck, dass er böse, falsch oder niederträchtig sein könnte. Ganz im Gegenteil, als er angefangen hat zu fauchen und knurren, war mir eigentlich direkt klar, dass die Mutter die Böse sein muss.

Was mir aber als alter Gargoyle-Fan sofort aufgefallen ist, einige der Säulen in der Kathedrale zeigten oben Gargyle. So, so. Ist ja eine fiktive Stadt, kann also sein. In der "richtigen" Welt wären solche Figuren jedoch niemals im Inneren einer Kirche zu finden.

Band 2 und 3 hab ich auch schon daheim liegen und werde, sobald ich die Zeit dazu hab, weiter lesen.