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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Keine Anne Rice FanFiction mehr erlaubt...


Melyanna
20.01.2008, 15:16
Auch wenn es schon ein wenig her ist - aber im Jahr 2000 hat Anne Rice es ausdrücklich verboten, FanFictions über ihre Bücher bzw. ihre Charaktere zu schreiben...

Für alle die es näher interessiert, können das auch hier (http://www.angelfire.com/rant/croatoan/) nachlesen..

Hathor
02.02.2008, 16:22
Was für ein Segen. Ich finde Fan Fictions schlimm. Jede Fan Fiction.

Wer glaubt, Geschichten schreiben zu müssen/können/sollen, der sollte sich doch was eigenes ausdenken und nicht die Gedanken anderer klauen. Oder gar verändern und verunstalten.

Ist sicher ein Standpunkt, mit dem ich mir nun viele Feinde machen werde. Aber es ist meine Überzeugung.

Akissi
02.02.2008, 17:54
Mh, also ganz so würde ich das nicht sehen... ich meine, ich kann dich sicher nicht umstimmen und versuche das jetzt auch nicht zwangshaft, aber ich sag's mal so:

Es gibt Fanfictions, die sind einfach nur toll gelungen. Geschrieben von Leuten, die's können, mit einer guten Storyline und guter Wiedergabe der Charaktere.

Wo ich dir zustimmen würde, ist diese Sache mit den Mary Sues usw. Das ist... dumm. Ich käme mir shcon arg bescheuert vor, eine äußerlich perfekte und innerlich etwas verbesserte Inkarnation von mir selbst oder jemandem, den ich kenne, mit einer Person aus einem Buch o.ä. zusammenzubringen. Vor allem dann, wenn so Zeug wie "Snape ist Harry Potters Vater und Harry hat auch noch ne Schwester, was er aber nicht weiß, weshalb er dann mit ihr zusammenkommt. Und diese Schwester ist wie ich", dabei rauskommt, im Extremfall. Sowas will ich nicht lesen...

Ich hab selber eine FF geschrieben und eine seit Monaten in Arbeit, wobei die wahrscheinlich nicht mehr länger werden wird...^^" Ich hab dabei immer das Bedürfnis, ne gute Geschichte zu schreiben, und sei es nur ein "na, wie gehts denn so den charakteren"-ding oder meinetwegen auch eine reine pairing-story, das find ich auch ab und mal ganz süß (wenn sie denn gut ist). Inhalt muss eben rein. Und die Charaktere möglichst nah an dem dran sein, was sie in der jeweiligen Originalfassung sind. Ich find es nämlich durchaus ne schöne Art und Weise, seine Gedanken zu etwas zusammenzufassen und anderen mitzuteilen *ja*

Ollowain
08.02.2008, 15:41
Wo ich dir zustimmen würde, ist diese Sache mit den Mary Sues usw. Das ist... dumm. Ich käme mir shcon arg bescheuert vor, eine äußerlich perfekte und innerlich etwas verbesserte Inkarnation von mir selbst oder jemandem, den ich kenne, mit einer Person aus einem Buch o.ä. zusammenzubringen. Vor allem dann, wenn so Zeug wie "Snape ist Harry Potters Vater und Harry hat auch noch ne Schwester, was er aber nicht weiß, weshalb er dann mit ihr zusammenkommt. Und diese Schwester ist wie ich", dabei rauskommt, im Extremfall. Sowas will ich nicht lesen...


Da kann ich mich nur anschließen. Vor allem Letzteres möchte niemand lesen - nicht mal als selbsterdachten Roman.

Solange sich jemand wirklich Gedanken über die Charaktere und ihr Verhalten macht, sodass man es nicht mit einem Harry Potter zu tun bekommt, der sich aufführt wie Voldemort persönlich, sind FFs auch in Ordnung.

Ganz interessant finde ich FFs, die sich mit den Hintergründen der Figuren beschäftigen und sich dabei weitestgehend an die Vorlagen halten oder die Geschichte weitererzählen. Vor allem bei letzterem ist einiges Können und eigene Ideen gefordert, da man sozusagen eine Konstante hat, an der man seine ganze Geschichte ausrichten muss. Und vor allem bei charakterlich schwierigeren Personen ist das mit Sicherheit kein Zuckerschlecken.
Eine FF muss ja auch nicht zwangsläufig mit den Charakteren des Originals spielen, sondern kann auch "nur" in der bereits gegebenen Welt handeln oder eine Idee aufgreifen.

Viel schlimmer als FFs, sind, finde ich, Autoren, die sich Ideen oder Teile von Geschichten ihrer Kollegen klauen und diese umsetzten.
Genau das hat mir Eragon versaut. Allein der Name "Eragon" hört sich ja schon fast an wie "Aragorn". In Ordnung, kann man drüber hinwegsehen. Aber einen Vulkan Farthen Dur zu nennen und einen Berg Orodrim, oder eine "eigene Sprache", die von Tolkien abgeschrieben sein könnte, entwickelt zu haben, DAS finde ich ist wirklich respektlos! Und wäre es auf Basis von Paolinis Idee nötig gewesen? Nein. Seine Idee an und für sich ist gut.

@Topic: Schade, dass sie FFs zu ihrem Kram verboten hat. Aber es ist auch verständlich, dass es einem Autor nicht behagt, wenn er seine Figuren aus andererleute Feder handeln ließt.

Táralóm
08.02.2008, 17:08
Auch wenn es schon ein wenig her ist - aber im Jahr 2000 hat Anne Rice es ausdrücklich verboten, FanFictions über ihre Bücher bzw. ihre Charaktere zu schreiben...

Für alle die es näher interessiert, können das auch hier (http://www.angelfire.com/rant/croatoan/) nachlesen..

Endlich einmal Jemand der sich durchsetzt! ; ) ... Ich muss Hathor schon zustimmen. Viel zu viele Menschen schreiben grausame FanFictions und veröffentlichen die dann noch mit stolz geschwelter Brust im Internet!

Ich habe noch nie eine FanFiction geschrieben und werde es auch nicht tun. Natürlich fällt es einem manchmal schwer Charakter aus den Büchern zurück zu lassen, aber man kann sie ja immer wieder in ihrem eigenen Buch besuchen! ; )

Nina
22.01.2009, 19:24
Ich mag keine Leute, die alles zu ernst und sich selbst zu wichtig nehmen. Und dazu scheint Frau Rice zu gehören.
Klar, ich verstehe, dass kein Autor will, dass sich ein anderer mit seinem Werk schmückt. Aber das Fanfiction Autoren ja gar nicht, niemand von denen behauptet bespielsweise, die Charaktere entwickelt zu haben. Fanfiction zu schreiben drückt meiner Ansicht nach höchste Bewunderung für das entsprechende Werk aus. Und im Endeffekt ist es wie ein bisschen Tagträumen, nur dass einer das niederschreibt.

Und klar: Die allermeisten Fanfics sind ganz grässlich zu lesen. Und gerade drum sollten die Autoren die Fanfic-Schreiber werken lassen. Beweist doch nur: Niemand kanns besser als der Meister/die Meisterin höchstpersönlich! Die Leute sind keine Bedrohung, sondern mehr ein Kuriosum. Also wenns zu meinem Geschreibsel so was gäbe (da ich nur Kurzgeschichten schreibe, unwahrscheinlich, aber ich komme immerhin schon als reale Person in einem Drehbuch vor und mein Foto ist einer Art Werbetrailer für ein Buch zu sehen, ich sag da einfach überall ja, wenn so lustige Anfragen von kreativen Leuten kommen und hab meinen Spaß dabei), würde mich das mehr als amüsieren als sonst was.

Ich selbst schreibe übrigens normal keine Fanfiction, habe aber im Laufe der Jahre einzelne Geschichtchen geschrieben, mal für so eine Art Fanclubs Wettbewerb und einmal für den einer Con. Da habe ich schon mal was gewonnen, so ein Sackerl mit allem möglichen Krimskrams drin.
Frustriert war ich eher darüber, dass bei der Con rappeldicht mit ein paar Hundert Leuten voll war und ich mich mühsam nach vorne kämpfen musste, während der Anfang von meiner Geschichte vorgelesen wurde.
Mache ich eine Lesung mit eigenen Werken irgendwo, war ich schon früh, wenns überhaupt mehr als fünf Leute geworden sind. Also da kann man schon irgendwie eine Sinnkrise bekommen.

wortmann
28.01.2009, 13:04
Bei mir begann alles mit einer FanFiction, die niemals fertig wurde, sondern eher fünfhundertmal neu angefangen wurde. :D

Aber generelle finde ich es okay, wenn man etwas so toll findet, dass man davon eine FanFiction macht. Das spricht doch nur dafür, wie toll man eben ein Werk findet. Und außerdem ist das ja nicht kommerziell. Und deshalb finde ich es auch ziemlich doof, wenn Schriftsteller wie Anne Rice es verbieten. Aber das muss sie ja selbst wissen.

Wenn ich Schriftsteller wäre (und das werde ich, selbst wenn die Hölle dafür zufrieren muss^^) und etwas gebracht hätte, das auch nur einen einzigen Menschen dermaßen begeistert, dass es ein FanFiction davon machen möchte - nur zu. Ich freue mich nämlich genau darauf, wenn es soweit kommen sollte. Ich möchte später engen Kontakt zu meinen Lesern haben, und wenn es nur einer ist - ich meine, das ist ja noch ok. Aber wenn man Millionen hat wird das wohl sehr schwer, aber dennoch gefällt mir diese Idee - die Betonung liegt auf ...noch.^^

Nochmal: FanFictions finde ich nicht schlimm, ich sehe sie vielmehr als Keim einer Leidenschaft. Nämlich der, sich der Sprache und dem Schreiben anzunähern. Ich habe das jedenfalls genau in dieser Weise hinter mir und bin glücklich darüber (kaum auszudenken, wenn das nicht so passiert wäre!). Jetzt bin ich dabei, eine eigene Welt zu entwerfen, die ich solange ausbauen werde, bis ich bereit dazu bin, die Herausforderung anzunehmen, sie zu nutzen. Bis dahin lese ich noch einige Bücher und schreibe Gedichte, Kurzgeschichten oder ähnliches ...

FanFiction ist okay - schade nur, dass Anne Rice das anders zu sehen scheint.