Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hugh Laurie - Bockmist
Sein Name ist Lang. Thomas Lang. Er ist ein sogenannter Sicherheitsberater, kennt sich mit modernsten Waffen und Nahkampftechniken aus, aber nicht mit Frauen. Und ausgerechnet in eine solche verliebt er sich, als er in eine internationale Affäre um Drogen- und Waffenhandel verwickelt wird. Bockmist eben!
Als großer Hugh-Laurie- und House-Fan bin ich an diesem Buch natürlich nicht vorbeigekommen.
Dass es eine James-Bond-Parodie ist, war leicht herauszufinden. Etwas schwieriger war es schon, eine Handlung zu erkennen. Vielleicht (hoffentlich) liegt es an der Übersetzung, aber das Buch hat arge Schwachstellen. Hugh Lauries Stärke ist der Wortwitz, aber damit hat es sich schon. Die Charaktere hauten mich nicht vom Hocker, nach Spannung suchte ich vergebens.
Man hätte dem Buch und dem Autor sicher einen Gefallen getan, wenn man den alten Titel "Die Waffenhändler" beibehalten hätte. Denn beim neuen Titel drängt es sich förmlich auf, ihn auf den Inhalt zu beziehen. So weit gehe ich nicht, denn wie gesagt: es gibt einige sehr (wort)witzige Stellen.
Pantalaimon
28.04.2008, 15:34
Ich hab das Buch auch vor einiger Zeit gelesen.
Erst auf Englisch, da die deutsche Übersetzung nur zu horrenden Preisen über Amazon Marktplatz oder Ebay zu erhalten war.
Durch Glück und die richtigen Freunde hab ich später sogar die gebundene Ausgabe des "Waffenhändlers" erhalten und nochmal gelesen.
Ich muss sagen, ein sehr gutes Buch. Lustig, witzig und intelligent geschrieben. Sogar die Übersetzung war lesbar. Allerdings würde ich bei dem Buch doch das Original vorziehen, da es wirklich nicht schwer zu lesen ist und doch der ein oder andere Wortwitz verloren geht.
Auch wenn der neue Titel ziemlich daneben ist, der Inhalt ist auf jeden Fall lesenswert.
ChibiShiina
28.04.2008, 18:16
Oh yey, an dem Buch häng ich auch schon seit ungefähr 4 Wochen fest, also ca. seit dem ich es gekauft habe. Ich gab dem Buch ne Chance, dachte mir, ach Hugh Laurie spielt gut auf der Bühne, in Serien, kann halt gut schauspielern, vielleicht kann er ja auch schreiben?! ... *stareup*
Wie Hathor schon richtig sagte, Wortwitz ist vorhanden, aber nach spätestens 10 Seiten muss ich das Buch weglegen weil der Wortwitz in fast jedem Satz vorkommt. Streckenweise liest es sich wie ein verzweifelter Versuch durch den Wortwitz den nicht vorhandenen Inhalt wett zu machen. Und bei allem, das nervt tierisch. Mit dem Hauptchara habe ich weder Mitleid, noch kann ich mich in ihn hineinversetzen und der erste Spannende Mikromoment kam auch erst auf Seite 86 auf. Dann dauernd diese Andeutungen: "Hach ich bin nicht in sie verknallt" Nein Jungchen, natürlich nicht. >_> *auf Rückentext deut*
Ich weiss nicht worans liegt, an der Übersetzung? Ich hab keine Vergleichsmöglichkeit, möchte dem Buch aber noch ne Chance auf englisch geben, wenn sich mir die Gelegenheit bietet. An die alten Ausgaben kommt man schwer ran (die auch glücklicherweise noch mit dem wesentlich sinnvolleren Titel: "Der Waffenhändler" rausgebraucht wurden) Die werden unter Liebhabern auf ebay zwischen 50 und 80 Euro gehandelt. Die englischen Versionen sind genauso schwer zu ergattern.
Was mich noch nervt ist nicht nur dieser verhunzte Titel (vermutlich Verlagsprobleme, darauf tippe ich wenigstens), sondern auch die Aufmachung des Covers. Man kommt sich vor wie so ein blödes Fangirly wenn man damit durch den Buchladen läuft und das Ding kaufen will - so wie ich das natürlich unbedingt machen musste. Da steht dann noch groß und breit auf dem giftgrünen Hintergrund unter der blauen Unterhose drauf "Hugh Laurie ist Dr. House" und innen drin prangert gleich ein großes Promobild von Hugh Laurie als House... Muss das sein?? ;_;
Mein persönliches Fazit:
Netter Versuch, ich denke schon dass Hugh Laurie ein bisschen schreiben kann, aber er sollte sich zwischendurch mehr Gedanken um Story und Inhalt machen und weniger versuchen überall Witzig zu sein. Ich denke hier hat der Name auch ein bisschen nachgeholfen, Hugh Laurie ist schließlich in seiner Heimat England schon wesentlich länger bekannt als hier und kommt dort aus der Sparte: "Comedian" (siehe: Black Adder, A little bit of Hugh and Fry...), was den Witz im Buch erklärt. Wenn man jetzt bedenkt dass er das Buch nur schrieb weil er eigentlich ein Tagebuch schreiben wollte und es ihm zu langweilig war, ist das natürlich schon beachtlich was dabei am Ende herausgekommen ist und bei allem, er ist kein professioneller Schriftsteller. ;)
Es ist nicht schlecht, überragend aber auch nicht. Es ist was für zwischendurch, wenn man was absolut Witziges haben will, aber nicht viel Story drum herum haben will (was ich leider trotzdem vermisse). Man merkt ihm seine Unsicherheit an und das ist schade. Etwas mehr Selbstvertrauen beim nächsten Buch - falls es ein nächstes gibt. ^^
Inzwischen versuche ich das erste Buch zuende zu lesen ;)
Anmerkung am Rande:
ich bin natürlich auch nur darüber gestolpert weil ich auch House schaue, (inzwischen auch "Black Adder" und "A little bit of Hugh and Fry") unter normalen Umständen hätte ich das Buch niemals gekauft. Das zeigt dass der Name doch wirkungsvoll ist ;)
ExLibris
29.04.2008, 11:36
Hm, das klingt ja nicht so berauschend. Habs mir vor kurzem gekauft, weils in meiner Buchhandlung ausgelegt war. Natürlich bin ich nur wegen des Namens darauf aufmerksam geworden. Ansonsten hätte ich bei einem giftgrünen Buch mit Unterhose drauf, und mit diesem Titel nicht mal den Klappentext gelesen. Aber das ist Verlagssache, und halt nicht immer durchschaubar. :rolleyes:
Man hätte dem Buch und dem Autor sicher einen Gefallen getan, wenn man den alten Titel "Die Waffenhändler" beibehalten hätte. Ach, das ist das gleiche? Und ich dachte, er hätte noch ein Buch geschrieben. Na, tolles Marketing:rolleyes:
Hugh Laurie ist schließlich in seiner Heimat England schon wesentlich länger bekannt als hier und kommt dort aus der Sparte: "Comedian" (siehe: Black Adder, muhaha... die Verbindung hatte ich ja noch gar nicht... Ich kenn Black Adder, hab mal ein paar Folgen wegen Rowan Atkinson gesehen, war aber nicht ganz mein Humor.
ChibiShiina
16.05.2008, 19:29
Ich möchte den Thread doch noch einmal aus der Versenkung hervorzerren.
Da ich noch Parallel in einem anderen Forum angemeldet bin, wo Hugh Laurie regelrecht als Gott verehrt wird und keine negative Kritik "erlaubt" ist, wollte ich hier gerne die Gelegenheit Nutzen und diesen Absatz in den Raum werfen.
Bockmist – Hugh Laurie (Heyne Verlag)
vom Stern in der Rubrik "Taschenbücher" auf Platz 14 kurz umrissen:
Was Komik angeht, hat der Deutsche wenig Selbstvertrauen. Gern wird als leuchtendes Vorbild der britische Humor herbeizitiert, sarkastisch und fiesbös und skurril, ach, könnten wir doch wenigstens einmal so lustig sein wie Monty Python oder Rowan Aktinson oder Ricky Gervais. So viel zur Beruhigung: Es ist nicht alles zum Brüllen, nur weil es englisch ist. Hugh Laurie zum Beispiel, der Brite, der den "Dr. House" spielt in der ziemlich überschätzten gleichnamigen US-Krankenhausserie, hat einen Roman geschrieben. "Gnadenlos witziger britischer Humor", klappentextet der Verlag. Doch schon auf Seite 5 schlafen einem beim Lesen dieses angeblichen "Spionage-Thrillers" die Füße ein, und spätestens auf Seite 100 alle übrigen Gliedmaßen. Laurie schreibt ungefähr so wie er als Dr. House diagnostiziert: müde, tranig, bocklos, Am Ende der Lektüre stellt sich eine Ganzkörperlähmung mit Atemstillstand ein. Dagegen hilft nicht mal eine Wochenration Kreislauftropfen (verschreibungspflichtig). Höchstens eine DVD-Staffel "Nonstop Nonsens" mit Didi Hallervorden (rezeptfrei).
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Anmerkung von mir:
Der Absatz gibt, ein bisschen fieser, genau das wieder was ich beim Lesen des Buches empfinde und macht auf höhnische Art und Weise deutlich bemerkbar wie versucht wird das Buch in den Umlauf zu kriegen: Durch Hugh Lauries Rolle als House. Ich meine, der Satz auf dem Cover, das riesige Promobild von ihm als House, gehts vielleicht noch indiskreter? Ich kann verstehen dass der Kritiker darauf herumreitet, aber da hat der Verlag auch Mist gebaut, oder er war sich sicher dass eher die House-Fans darauf anspringen - weil der Inhalt das Buch alleine nicht Promoten kann.
Und es läuft, wie ich festestellen muss. Im Houseforum gibts durchweg positive Äußerungen bezüglich des Inhalts des Buches (kann aber auch an der hetzerischen Verfolgung von "ketzerischen" Äußerungen gegen die allgemein "harmonisch" propagierte Philosophie im besagten Forum sein).
@Warin
Wenn du Zeit und Muße hast, dann gib Black Adder nochmal ne Chance. In der 3. Staffel ist Hugh Laurie als trotteliger Prinzregent zu sehen und die Witze sind deutlich besser als in den vorherigen Staffeln.
ExLibris
16.06.2008, 15:36
Hab das Buch am WE ausgelesen und muss sagen, dass es mir wirklich gut gefallen hat! Ich fand Thomas Lang einfach zum Schmunzeln! Vermutlich hat der Wortwitz an einige Stellen durch die Übersetzung gelitten (manche Sätze klingen merkwürdig), aber im großen und ganzen hat es gut funktioniert.
Besonders gefallen haben mir die Seitenhiebe auf Länder-Klischees, allen voran natürlich die Amerikaner (A*** aufreißen) :D, aber auch Engländer, Schweizer und Österreicher (oder ist das dasselbe?) lässt er nicht aus.
Was ich auch gut fand, dass der Autor keine Pointen erzwingt, als würde er für sich selbst schreiben. Pech, wenn der Leser nicht alles mitbekommt.
Doch schon auf Seite 5 schlafen einem beim Lesen dieses angeblichen "Spionage-Thrillers" die Füße ein, und spätestens auf Seite 100 alle übrigen Gliedmaßen. Laurie schreibt ungefähr so wie er als Dr. House diagnostiziert: müde, tranig, bocklos, Am Ende der Lektüre stellt sich eine Ganzkörperlähmung mit Atemstillstand ein. Dagegen hilft nicht mal eine Wochenration Kreislauftropfen (verschreibungspflichtig). Höchstens eine DVD-Staffel "Nonstop Nonsens" mit Didi Hallervorden (rezeptfrei).
Auch wenns im Stern steht, find ich diese Beurteilung ziemlich überzogen. In böse-bissigem Stil kann eben doch nicht jeder so leicht schreiben, obwohl es hier eindeutig jemand versucht hat. Richtige Buchkritik ist das aber auch nicht.
Außerdem hätte ich noch nirgends gesehen, dass der Roman tatsächlich als "Spionage-Thriller" verkauft wird.
Richtige Durststrecken hatte ich eigentlich nicht, es plätschert lustig vor sich hin. Leichte Lektüre für zwischendurch, aber auf jeden Fall unterhaltsam.
Meine Befürchtung, ich hätte mir hier als House-Fan etwas aufquatschen lassen, hat sich nicht bewahrheitet.
P.S. Ich möchte noch bemerken, dass ich in keinem House-Forum registriert bin! "harmonisch" propagierte Philosophie" ist höchstens unfreiwillig entstanden. ;) :D
ChibiShiina
16.06.2008, 20:38
Auch wenns im Stern steht, find ich diese Beurteilung ziemlich überzogen. In böse-bissigem Stil kann eben doch nicht jeder so leicht schreiben, obwohl es hier eindeutig jemand versucht hat. Richtige Buchkritik ist das aber auch nicht.
Außerdem hätte ich noch nirgends gesehen, dass der Roman tatsächlich als "Spionage-Thriller" verkauft wird.
Ich les den Stern regelmäßig, um nicht zu sagen jede Woche und hab genau dieselbe Beurteilung auch gelesen. Sie ist gewollt überzogen, jeder Sternleser der die Bewertungsecke für die Charts eine ganze Weile verfolgt, wird unweigerlich feststellen, dass die bissigen Kommentatoren nie ein gutes Haar an irgendwas lassen. Buchkritik wollen die auch nicht, die wollen einfach nur bösartig Kommentieren. Man muss sich schon selbst ein Bild machen.
Ich kann dazu nur sagen dass ich immer noch an dem Buch herumhänge und es nicht wieder zur Hand genommen habe. Selbst während der Sonnenzeiten draußen konnte ich es nicht nehmen, ich hab immer ein Buch gefunden dass mich mehr fesselte, inzwischen sogar einen ganzen Autor, dessen Romane ich verschlinge. Tut mir leid, vielleicht finde ich einfach nicht den Bezug dazu, aber mir eröffnet sich das Buch nicht. Vielleicht zu einer anderen Zeit, einer anderen Gelegenheit.
Manchmal erschließt sich mir etwas wenn ich es später nochmal zur Hand nehme. "Alles zu seiner Zeit und wann Zeit dafür ist." <- mein Motto.
ExLibris
17.06.2008, 08:01
@ ChibiShiina
Das kenn ich auf jeden Fall auch, wenn ein Buch einfach nicht mehr zu Hand gehen will, und man dazwischen schon drei andere gelesen hat. Dann sollte man sich auch nicht durchquälen. Geschmäcker sind eben verschieden.
Wie Hathor schon richtig sagte, Wortwitz ist vorhanden, aber nach spätestens 10 Seiten muss ich das Buch weglegen weil der Wortwitz in fast jedem Satz vorkommt.
Was mich noch nervt ist nicht nur dieser verhunzte Titel (vermutlich Verlagsprobleme, darauf tippe ich wenigstens), sondern auch die Aufmachung des Covers. Man kommt sich vor wie so ein blödes Fangirly wenn man damit durch den Buchladen läuft und das Ding kaufen will - so wie ich das natürlich unbedingt machen musste. Da steht dann noch groß und breit auf dem giftgrünen Hintergrund unter der blauen Unterhose drauf "Hugh Laurie ist Dr. House" und innen drin prangert gleich ein großes Promobild von Hugh Laurie als House... Muss das sein?? ;_;
Anmerkung am Rande:
ich bin natürlich auch nur darüber gestolpert weil ich auch House schaue, (inzwischen auch "Black Adder" und "A little bit of Hugh and Fry") unter normalen Umständen hätte ich das Buch niemals gekauft. Das zeigt dass der Name doch wirkungsvoll ist ;)
Wie kannst du ein Buch kritisieren von dem du nur 10 seiten gelesen hast (die anfänge sind in büchern immer etwas nervig, Harry potter ist ja wohl der beweis, die ersten 300 seiten vom ersten band (also sozusagen der anfangs band im gesammten) ist auch ein tolles schlafmittel)
ich lese es seit kurzem, bin inzwischen bei seite 200, und fand es bisjetz immernoch sehr unterhaltsam.
Zu dem Cover geb ich dir recht, ich werde auch mal versuchen ein Band von "Der Waffenhändler" zu ergattern.
und zu der anmerkung, du solltest dir auch mal jeeves and wooster anschaun (auf deutsch herr und meister glaube ich, aber auf deutsch wird der witz rausgeschmissen)
ChibiShiina
24.06.2008, 13:02
Wie kannst du ein Buch kritisieren von dem du nur 10 seiten gelesen hast (die anfänge sind in büchern immer etwas nervig, Harry potter ist ja wohl der beweis, die ersten 300 seiten vom ersten band (also sozusagen der anfangs band im gesammten) ist auch ein tolles schlafmittel)
ich lese es seit kurzem, bin inzwischen bei seite 200, und fand es bisjetz immernoch sehr unterhaltsam.
Zu dem Cover geb ich dir recht, ich werde auch mal versuchen ein Band von "Der Waffenhändler" zu ergattern.
und zu der anmerkung, du solltest dir auch mal jeeves and wooster anschaun (auf deutsch herr und meister glaube ich, aber auf deutsch wird der witz rausgeschmissen)
Jeeves & Wooster gehört zu meinem Repartuar *stareup* Ich hab mir die DVD sogar extra aus UK importieren lassen und die P.G. Wodehousebücher gehören inzwischen zu meinen Lieblingsbüchern. Der Hinweis kam einen deut zu spät. ;) Ich bin schon hoffnungslos dem "Jeevesch" und Britischen Humor verfallen - inkl. der beiden Schauspieler. ;)
Aber wieso sollte ich nicht zu einem Buch etwas sagen dürfen, wenn ich erst 10 (ich korrigiere, es waren exakt 86 Seiten, das mit den 10 Seiten war eher eine Art Floskel) gelesen habe? Ausserdem habe ich lediglich gesagt, dass mir der Autor den Einstieg in die Geschichte selbst erschwert und fast eine "Do not cross the line"-Absperrband drum herumgezogen hat. Witzig sein? JA, das macht er aller erste Sahne, nur vergisst er dabei das Absperrband rechtzeitig abzubauen. Fast so als hätte er ein wenig Angst wenn er zu ernst wird in der Geschichte könnte er nicht mehr zum Witz zurückfinden.
Es ist eine nette Lektüre und ich nehme es mir wohl auch nochmal zur Brust, aber im Moment bin ich dem Wodehouse-Fieber verfallen, den ich nicht missen möchte. Vermutlich muss man es sich auf englisch durchlesen um es in seiner gänze erfassen zu können (das wurde mir von vielerlei Seiten schon bestätigt) Denn mir tut es um das Buch schon leid, dass es sich mir nicht eröffnet wie ich möchte und ich bin durchaus bereit dem eine Chance zu geben.
Dann gebe ich auch eine allumfassende Kritik ab, aber dies ist nur meine erste Einschätzung des ganzen, und da oben habe ich mich weit mehr über den Titel, das Cover und die Vermarktung über die Figur "House" ausgelassen, als über das Buch selbst ;)
Wißt ihr was? The Gun Seller wäre ein tolles Buch für eine Leserunde geworden. Nicht weil es so gut ist, sondern weil es soviel gibt, worüber man kontrovers diskutieren kann.
Z.B. den Wortwitz. Ja, er ist da, gerade in der englischen Ausgabe. Allerdings ist er so massiv vertreten, dass er meinen Lesefluß stört. Was bei mir den gleichen Effekt hat, wie bei Chibi: Ich lege das Buch immer wieder weg. Zwei Kapitel ist das Maximum was ich schaffe, dann ist es mir einfach wieder über. So habe ich mich bislang auch erst auf Seite 195 gequält. Und was ich auch klar sagen möchte: Auch wenn man sich an den sprachlichen Spielereien mit einem Hang zu bissiger Ironie à la House erfreuen kann: Das Buch ist nicht witzig. Nicht im Ansatz.
Inhaltlich ist es für mich eine durchschnittliche, britische Agentenstory. Nicht mehr, nicht weniger. Ich fühlte mich z.T. an eine Schullektüre erinnert: Harry's Game von Gerald Seymour. Wobei der Seymour aus meiner Erinnerung heraus spannender war.
Hat eigentlich mal jemand gezählt, wie oft das Wort "fuck" in dem Buch vorkommt? Far too often, I would say.
Und gibt es eigentlich irgendeinen Bodyguard -auch wenn er noch so trainiert ist- der Thomas Lang nicht unterlegen ist? Zumindest die Kampfszenen haben was Gary Stu-mäßiges.
Warum ich mir das Buch überhaupt gekauft habe? Nun, zum einen wegen des Amazon Angebots für englische Bücher.:D Und weil mich interessierte, wieviel Laurie in House steckt. Und wie es mir scheint, ist das eine ganze Menge. Lauries Leidenschaft für Motorräder findet sich in Thomas Lang wie in Dr. House wieder, genau so wie der Hang zu bissigen Bemerkungen. Was mir das nun bringt? Nichts denke ich mal. Was bleibt ist die alte Erkenntnis, dass ein Buch nicht gut sein muss, um sich gut zu verkaufen.
ChibiShiina
11.01.2010, 22:03
Hat eigentlich mal jemand gezählt, wie oft das Wort "fuck" in dem Buch vorkommt? Far too often, I would say.
Irgendwie hatte ich Lust diesen Thread mal kurz auszugraben. Nein, nicht weil ich das Buch endlich beendet habe (zumindest nicht auf Deutsch) sondern auf englisch gelesen habe ... und es da auch nicht wirklich besser wurde.
Aber ich hielt durch, weil ich während des Lesens das Wort "Fuck" gezählt habe und kam auf sage und Schreibe 94 Mal. Das Buch ist ja eigentlich gar nicht so dick, durchschnittlich ist also auf jeder zweiten Seite das Wort "Fuck" zu finden. Ich weiss ja, dass das Wort im englischen Sprachraum sowas wie ein Allzweck-Wort ist, aber ich weiss nicht ob das einer Story guttut die sowieso schon am schwächeln ist. ^^"
Zum Inhalt kann ich aber trotzdem irgendwie nicht viel sagen, weils tatsächlich schon ein paar Monate zurückliegt seit dem ich es zuende gelesen habe (Die Anzahl der "Fucks" hat sich aber mittlerweile so in mein Hirn eingebrannt, dass ich die so schnell nicht mehr vergesse) - was deutlich zeigt, wie wenig von dem eigentlichen Inhalt hängen geblieben ist - nämlich garnüscht.
Einzig kann ich dazu sagen, dass es mich im englischlesen weitergebracht hat und das ich irgendwo mal flüchtig gelesen habe, dass er bereits am 2. Teil von "The Gunseller" schreibt.
Wenn es rauskommt leih ich es mir aus und geb ihm eine faire Chance. Vielleicht hat er sich ja verbessert. ;)
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