Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zeitreisen
Hi
Wie ihr vielleicht seht, habe ich mich hier erst heute angemeldet. Der Grund hierfür ist, dass wir im Moment eine Forschungswoche in der Schule haben. Mein Thema ist: Zeitreisen in der Literatur
Ich lese selbst unheimlich gerne Fantasy Bücher und finde, dass dies der Richtige Zeitpunkt ist, mich mal in einem Forum anzumelden. Natürlich auch mit dem Hintergedanken, dass mir hier in meiner Forschungsarbeit weitergeholfen werden kann.
Da ich es für wahrscheinlicher halte in einem Forum im WWW mehr Leute ansprechen zu können als nur in einer Bücherhalle/Bibliothek, möchte ich euch 10 Fragen stellen zu Büchern, die ihr schon gelesen habt, in denen Zeitreisen vorkommen und was ihr selber von Zeitreisen haltet.
1. Welche Bücher mit Zeitreisen haben Sie schon gelesen?
2. Was ist für sie das Besondere an dem Thema der Zeitreise in der Literatur?
3. Wie wird die Zeitreise dargestellt?
4. Welche Auswirkungen haben Veränderungen in der Vergangenheit auf die Zukunft?
5. Können Sie sich vorstellen, das Zeitreisen möglich sind?
6. Würden Sie eine Zeitreise machen, wenn sie die Möglichkeit dazu hätten?
7. Wie stellen Sie sich ihre Persönliche Zeitreise vor?
8. Wozu würden Sie eine Zeitreise machen?
9. Hätten sie Angst, dass Ihr Vorgehen in der Vergangenheit die Gegenwart/Zukunft beeinflusst?
10. Wie stellen Sie sich eine Zeitmaschine in der Zukunft vor?
Es wäre echt lieb wenn mir jemand helfen könnte, da ich nicht davon überzeugt bin, morgen genügend Leute in der Bibliothek zu diesem Thema befragen zu können.
Ein großes Danke schon mal an alle, die sich die Mühe machen.
Liebe Grüße
Gakiki
PS: Natürlich bin ich jetzt nicht nur wegen meiner Forschungswoche hier:) Und falls hier solche Umfragen nicht erwünscht sind oder ich sie in die falsche Kategorie eingeordnet habe, habe ich es nicht mit Absicht gemacht.:D
PS: Natürlich bin ich jetzt nicht nur wegen meiner Forschungswoche hier
Beweise, mein lieber Watson, Beweise... ;)
Und da Zeitreisen eher in das SF-Genre passen, verschiebe ich den Thread.
Verräter
06.05.2008, 21:04
Uff... Ich glaube in irgendeiner Geschichte war mal eine Zeitreise dabei, ich weiß aber nicht mehr in welcher. SF hab ich zu viel Zeug gesehen und gelesen. Ich könnte dir einen 15 Minütigen Vortrag von Harald Lesch, ein Astrophysiker, anbieten, in dem er über Zeit spricht und dabei auch einen kleinen Exkurs zu Zeitreisen macht, indem er das Paradoxon dieser erklärt.
Wenn ich Morgen mal dazu komme, kann ich nach ein paar Büchern, die das Thema Zeitreise beinhalten im Regal suchen. Angesprochen wird es oft aber wirklich "Das Thema" ist es relativ selten, wobei es da einige Sci-Fi Serien gibt, die es schon einmal behandelt haben. In Stargate ging es zwei oder drei mal um Probleme mit Zeiten, ebenso in Star-Trek aber auch Andromeda und dort ist dies ein sehr, sehr großes Thema. Das habe ich allerdings nicht genau verfolgt. Ich glaube selbst Farscape hatte in einer Episode Probleme mit einer Zeitschleife.
Die Auswirkungen einer Zeitreise sind fantastisch. Das perfekte Paradoxon. Kaum ist man angekommen, verneint man seine eigene Existenz, wird niemals existieren und kann deshalb auch niemals eine Zeitreise unternommen haben wodurch theoretisch alles wieder genauso ablaufen würde wie vorher, sprich eine Zeitreise unternommen würde... und alles beginnt von vorn.
Zeitreisen? Da denke ich spontan an Doktor Who... ;) Ich denke ich nicht knapp 1000 Folgen der Serie wird alles über Zeitreisen gesagt, was man sich vorstellen kann.
@Verräter: Harald Lesch, ist das nicht von SciFi, der immer wieder zwischen den Serien einen kurzen, unterhaltsamen Vortrag zu einem Thema aus der SF hält?
Aber gut: Zurück zum Thema. Nachdem Gakki nur fordert und nicht gibt, werde ich mir auch nur einen Punkt rauspicken. Die Liste mit 10 Punkten ist sowieso der Overkill.
Zeitreisen in der Literatur:
NATIONAL
In der deutschen SF sind die zwei bekannte Vertreter zu diesem Thema:
Wolfgang Jeschke - Die letzten Tage der Schöpfung
Um den Arabern das Öl abzuluchsen reist ein westlicher Stoßtrupp in den Vergangenheit um dort eine Pipeline zum Europäischen Festland zu bauen. Doch auch die anderen sind schon da und ein Krieg entbricht.
Hier geht es zur meiner Rezi (http://www.fictionfantasy.de/article4435.html)
Andreas Eschbach - Das Jesus Video
Bei Ausgrabungen werden die Hinterlassenschaften eines Zeitreisenden entdeckt. Es entbricht eine rücksichtslose Suche nach einer Video Kamera, mit der Jesus gefilmt worden sein soll.
und erst vor ein paar Jahren erschienen:
Andreas Brandhorst - Der Zeitkrieg
Dieses Buch beschreibt die Auswirkungen und die Mechanismen der Wirkung von Zeitreiseverstößen recht gut.
Hier geht es zur meiner Rezi (http://www.fictionfantasy.de/article3064.html)
INTERNATIONAL:
H. G. Wells: Die Zeitmaschine
Mit dem Roman begann alles.
Hier geht es zur meiner Rezi (http://www.fictionfantasy.de/article2638.html)
Philip K. Dick: Der Marisanische Zeitsturz
In dem Roman geht es um eine massive Störung des Raum-Zeit-Kontinuums
Hier geht es zur meiner Rezi (http://www.fictionfantasy.de/article4200.html)
Jack Finney - Von Zeit zu Zeit / Die anderen Ufer der Zeit
Ein Zeitreise-Kriminal Romans. Meiner Meinung nach der beste Zeitreiseroman überhaupt.
Hier geht es zur meiner Rezi (http://www.fictionfantasy.de/article4122.html)
Ken Grimwood - Replay - Das zweite Spiel
Ein Roman im Stile von "Und täglich grüßt das Murmeltier". Allerdings sind die Zeitschleichen viele Jahre lang und das Thema wird ernsthaft behandelt.
Hier geht es zur meiner Rezi (http://www.fictionfantasy.de/article4229.html)
Fritz Leiber - Eine tolle Zeit
In einer Zeitblase sammeln sich die Kämpfer in einem Zeitkrieg, doch dann werden sie von einem Verräter angegriffen und kämpfen um ihre Existenz
Hier geht es zur meiner Rezi (http://www.fictionfantasy.de/5831.html)
Audrey Niffenegger - Die Frau des Zeitreisenden
Zeitreise-Liebesroman: Henry hat ein Problem, immer wieder springt er unkontrolliert in die Zukunft oder in die Vergangenheit, doch seine Frau Claire nimmt dies mit stoischer Gelassenheit, hat sie doch Henry bereits mit 7 Jahren kennen gelernt.
Hier geht es zur meiner Rezi (http://www.fictionfantasy.de/3812.html)
Robert J. Sawyer - Flash
Die Menschheit bekommt aufgrund eines Phänomens für 94 Sekunden einen persönlichen Blick in eine 21 Jahre entfernte Zukunft. Dies prägt die Menschheit.
Hier geht es zur meiner Rezi (http://www.fictionfantasy.de/6730.html)
So, mehr fällt mir jetzt auf die Schnelle nicht mehr ein.
nazgul666-rr
07.05.2008, 09:40
@Verräter: Harald Lesch, ist das nicht von SciFi, der immer wieder zwischen den Serien einen kurzen, unterhaltsamen Vortrag zu einem Thema aus der SF hält?
*einmisch*
BR Alpha - Alpha Centauri - eine kleine Vortrag zu gewissen (Astro-)Physikalischen Themen
http://www.br-online.de/br-alpha/alpha-centauri/index.xml
sehr interessant - nur kommen dauernd Wiederholungen auf BR Alpha aber man kann alle Folgen online gucken - auf graphische Qualität kommt es dabei weniger an:
http://www.br-online.de/br-alpha/alpha-centauri/alpha-centauri-harald-lesch-videothek-ID1207836664586.xml
Verräter
07.05.2008, 10:27
*einmisch*
BR Alpha - Alpha Centauri - eine kleine Vortrag zu gewissen (Astro-)Physikalischen Themen
http://www.br-online.de/br-alpha/alpha-centauri/index.xml
sehr interessant - nur kommen dauernd Wiederholungen auf BR Alpha aber man kann alle Folgen online gucken - auf graphische Qualität kommt es dabei weniger an:
http://www.br-online.de/br-alpha/alpha-centauri/alpha-centauri-harald-lesch-videothek-ID1207836664586.xml
Darauf hätte ich, wenn der Threadstarter geantwortet hätte, auch verlinkt. ^^" Der Mann ist einfach genial, diese Themen so zu präsentieren, dass jeder sie auch ohne großes Vorwissen versteht. Die meisten alpha centauri Folgen habe ich schon mehrfach gesehen, nachdem die seit einer oder zwei Wochen endlich komplett online sind.
Nuja, und er hat schon ziemlich oft Science-Fiction Themen, die er dann aus dem Wissenschaftlichen Aspekt sieht. Bestes Beispiel von 1999 "Kann Star Trek Wirklichkeit werden?"
Hmjoa, und sonst glaube ich ist Rusch's Beitrag nichts mehr anzufügen.
Ich fass das Thema, das ich recht interessant finde, mal etwas weiter und verschiebe es ins Allgemeinforum.
Ich denke, dass es uns nie gelingen wird, die Zeit auszutricksen und dass alle Vorstellungen von Zeitreisen reine Utopie sind.
Aber es ist schon eine faszinierende Vorstellung. Stellt euch vor, wenn wir die Zeit manipulieren könnten, könnten auch Weltraumreisen mit Unterlichtgeschwindigkeit ans Ziel führen und dann würden wir sie ganz sicher finden: Die anderen, die da draußen irgendwo, irgendwann mal waren oder sein werden.*beam*
Danke für eure schnelle Hilfe.
Wir sind in unserer Forschungsarbeit auch zu dem Endschluss gekommen, dass es bestimmt irgendwann möglich sei wird durch die Zeit zu reisen.
In die Zukunft zu reisen ist ja streng genommen schon jetzt möglich, jedoch ohne Rückfahrschein. Und wer will das schon?X.X
Verräter
09.05.2008, 11:28
Danke für eure schnelle Hilfe.
Wir sind in unserer Forschungsarbeit auch zu dem Endschluss gekommen, dass es bestimmt irgendwann möglich sei wird durch die Zeit zu reisen.
In die Zukunft zu reisen ist ja streng genommen schon jetzt möglich, jedoch ohne Rückfahrschein.
Hä?
Das musst du mir jetzt aber bitte mal näher erläutern. Wie reist man denn bitte in die Zukunft?? *eek* Und wie soll mann in Zukunft in die Vergangenheit reisen können?
Und wer will das schon?
Ich... o_O
Du nimmst mir das Wort aus den Tasten, Verräter ;)
Genau das wollte ich auch fragen: wie bitte? Ihr seid zu dem End-Schluss gekommen, dass Zeitreisen jetzt schon möglich sind? Wie das denn bitte? Und das in einem Schul-Forschungs-Projekt? Ihr habt hoffentlich das Nobelpreis-Komitee benachrichtigt :D
Nun ja. Man kann das Leben als Reise in die Zukunft bezeichnen. : ) Wir bewegen uns ständig weiter vorwärts durch die Zeit, aber ohne Möglichkeit an einem Punkt (in einer Variante der Gegenwart) stehen zu bleiben.
Insofern wird das gerne als humorvolles Beispiel für Zeitreise ohne Rückfahrtschein genommen. (Man kann halt auch nicht mehr zurück zum Ausgangspunkt der Reise.)
Das einzige was bei entsprechend hoher Geschwindigkeit noch ginge, wäre, langsamer zu reisen als der Rest. (Siehe Zeitdilatation (http://de.wikipedia.org/wiki/Zeitdilatation))
Insgesamt halte ich es aber für unwahrscheinlich, dass wir jemals rückwärts durch die Zeit reisen oder vorwärts (unter Auslassung des Erlebens der Zeit dazwischen) springen können. Und sollte es doch irgendwem gelingen die Gesetze von Raum und Zeit zu durchbrechen (immerhin gibt es angeblich mehr als 3 + 1 Dimensionen... wenn ich nur wüsste wo ich den Quatsch mal gelesen habe), gibt das wahrscheinlich allerlei seltsame Auswirkungen auf unsere Realität.
John Doe
09.05.2008, 18:08
Das einzige was bei entsprechend hoher Geschwindigkeit noch ginge, wäre, langsamer zu reisen als der Rest.
Dito, relativ gesehen wäre das eine Reise in die Vergangenheit, jedoch wirklich in der Zeit zurückzugehen, steht nach momentanem Kenntnisstand im Konflikt mit jeglichen physikalischen Gesetzen.
Ein Beispiel für eine "Zeitreise" wäre die Sonne: da das Licht, das von der Sonne emittiert wird, einige Minuten benötigt, um den Weg zur Erde zurückzulegen, sehen wir die Sonne wohl stets, wie sie in der Vergangenheit (in der Zeit vor den besagten paar Minuten) aussah.
nazgul666-rr
09.05.2008, 18:23
nun alles im Universum betrachten wir in der Vergangenheit - das das Licht die kosmische Geschwindigkeitsbegrenzung festlegt brauchen auch alle optischen Informationen ihre Zeit um anzukommen
weitere Theorie:
allerdings können wir in die Zukunft reisen nur ohne Rückfahrtschein... - wir müssen es nur hinbekommen ein Raumschiff auf nahe Lichtgeschwindigkeit zu beschleunigen (Ionenantrieb könnte vielversprechend sein) und eine paar jährige Mission im All durchführen und zur Erde zurückkehren - für uns wäre die normale Zeit vergangen sagen wir 5 oder 10 Jahre und wir sind ein junger Mensch - für die Menschen auf der Erde können dann auch 1-2 Generationen vergangen sein oder ihre Kollegen von der Bodenstation sind im Rentenalter
das ist Einstein^^ - ich glaube ich hab damit ein Teil der Relativitätstheorie damit verstanden^^ *freu*
Verräter
09.05.2008, 20:05
Zumindest den einfachsten Teil oO Das Weltbild, dass Einstein da geschaffen hat, ist so extrem verwirrend und mit normaler Logik nicht im geringsten nachvollziehbar. Ich kenne auch nur die Anfänge, weil ich schon nach kurzer Zeit aufgehört habe mich damit zu beschäftigen, da mir plötzlich einfach der Durchblick fehlte. Aber ich weiß: Damit bin ich nicht allein. Kaum jemand auf dieser Welt versteht, was Einstein da eigentlich sagen wollte. Irgendwie traurig :(
Das einzige was bei entsprechend hoher Geschwindigkeit noch ginge, wäre, langsamer zu reisen als der Rest.
Manch einer würde ja jetzt sagen: Dann reisen wir so schnell, dass die Uhr irgendwann stehen bleibt und dann noch ein Stück schneller, bis sie sich zurück dreht. Was an 2 Dingen scheiter:
1. Gibt es keine Überlichtgeschwindigkeit. Und die einfache Lichtgeschwindigkeit reicht dafür nicht aus.
2.Wenn du zusammen mit der Uhr reist, siehst du sie immer normal ticken. IMMER! In allen anderen Systemen bleibt alles so wie es vorher war, nur dass Sie dich theoretisch "rückwärts" sehen müssten.
Denken wir uns einfach mal, wir könnten so schnell beschleunigen, dass eine Sekunde im Geschwindigkeits-System exakt eine "Gegensekunde" im anderen, stillen System entsprechen würde. Man würde vom Stillen System das andere System dann in dem Zustand sehen, in dem es in einer Sekunde sein wird und nach einer Sekunde in diesem Zustand, in dem es vor einer Sekunde war. Im Geschwindigkeitssystem allerdings, würde man keine Veränderung bemerken. Man würde einfach so weiterfliegen, all die Sekunden lang.
Wenn man also von 0 auf Lichtgeschwindigkeit ohne Zeitverzögerung beschleunigen würde, diese Geschwindigkeit exakt eine Minute lang hält und dann abrupt auf 0 bremst, wieder ohne Verzögerung. Was würde jemand anderes dann sehen? Er müsste sich in der ersten Sekunde dort sehen, wo du dich in der letzten aufhältst und sehen wie du innerhalb dieser Minute zu deinem Ursprung zurück kehrst. Wenn du jetzt aber plötzlich nur 50 Sekunden fliegst, fehlt plötzlich Zeit? Denn, die letzten 10 Sekunden müsstest du ja bereits rückwärts geflogen sein? Aber ok,... ich bewege mich da in eine Sackgasse hinein. Andere Frage: Wie viel Zeit ist in dieser Minute Überlichtgeschwindigkeit vergangen?
Das dürfte so ungefähr eine Minute gewesen sein, in denen du das gesamte Universum verneint hast, ein Paradoxon gestellt hast, dass deine eigene Existenz unmöglich macht, aber durch die Zeit gereist bist du immer noch nicht.
Ich behaupte, man kann nicht durch die Zeit reisen, weil Zeit keine einheitliche Größe in diesem Universum darstellt. Aber... Ich habe keine Ahnung! Und kann im Prinzip nur über die Bröckchen Wissen nachdenken, die ich tatsächlich habe und die langen bei weitem nicht um dort tatsächlich etwas beweisen zu können.
Das lustige ist: In den meisten SciFi-Büchern/Serien/Filmen in denen Überlichtgeschwindigkeit vorkommt, vergeht die Zeit innerhalb des Raumschiffs (bzw. des Bereichs mit Überlichtgeschwindigkeit) und im übrigen Universum gleich schnell. Nichts von wegen Zeitreise, meist nicht einmal Zeitdilatation.
(Oftmals wird auch gar nicht mir unmöglicher-Geschwindigkeit gereist, sondern stattdessen wird munter durch Wurmlöcher, Sprungtore oder Hyperraum gesprungen, um zumindest einem Teil des Problems zu entkommen.)
Die Gedanken was bei Überlichtgeschwindigkeit passiert, kann man sich eigentlich sparen, denn unter normalen Voraussetzungen ist sie nicht möglich. Man kann einfach nicht so lange beschleunigen bis man über die Lichtgeschwindigkeit hinaus ist. Die Zeit ist nämlich nicht das einzige Probleme. Die Masse steigt nämlich auch zunehmend an, so dass immer mehr Energie für die Beschleunigung aufgebracht werden müsste. Angenommen Lichtgeschwindigkeit wäre möglich, dann wäre die Masse unendlich. (Mit anderen Worten: Für limes V gegen c wird m unendlich. muahaha...) Mehr Glück beim Versuch Lichtgeschwindigkeit zu erreichen hat man dann vielleicht, wenn man aus purer Energie besteht... also wenn man z.B. Licht ist. Spannende Frage in dem Zusammenhang: Vergeht für Licht Zeit? Und ist das für Licht überhaupt in irgendeiner Art und Weise relevant? :)
Oder noch einmal anders: Aus falschen Voraussetzungen kann man alles folgern.
Wie jeder weiss, verwandeln sich Menschen bei Überlichtgeschwindigkeit in Ameisen.
Aber um zum eigentlichen Thema zurück zu kommen. Obwohl sie nicht möglich sind, finde ich Zeitreisen im SciFi-Genre immer wieder interessant. Man kann sich stundenlang den Kopf über Zeitparadoxa zerbrechen und wird doch nie eine zufriedenstellende Antwort bekommen. : ) Zumal die Probleme von Zeitreisen überall anders behandelt werden.
Bei Doctor Who ist zum Beispiel zu beobachten, dass der Doctor Ereignisse deren Teil er erst einmal geworden ist nicht noch mal zusätzlich verändern kann (bzw. soll). Er kann also nicht zurückreisen und seine eigenen Aktionen verändern oder sich selbst Tipps geben. Früher haben das die Timelords verhindert... und wenn sie es nicht täten, geht so einiges im Doctor Who Universum schief, wie man z.B. in der Folge 'Father's Day' sehen kann. Normalerweise löscht der Doctor also die ursprüngliche Zeitlinie aus, wenn er versucht sich selbst zu begegnen. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel, wenn die Timelords dem Doctor frühere Versionen seiner selbst zur Hilfe schicken oder kosmische Ereignisse Zeitlinien zusammenlegen.
Etwas endgültiger sind da die Auswirkungen im Roman Timescout von Robert Asprin. Ein Mensch, der dort auf seine eigene Zeitlinie trifft, hört ab diesem Zeitpunkt einfach auf zu existieren (ohne jedoch seine Existenz vor dem Zeitpunkt rückgängig zu machen). Timescouts, die neue Tore in die Vergangenheit oder Zukunft erkunden, leben also in der ständigen Gefahr, irgendwann einfach zu verschwinden.
... ganz im Gegensatz zu zum Beispiel Ion Tichy in den Sterntagebüchern von Stanislaw Lem. Ion Tichy begegnet sich in einer Geschichte gleich mehrfach selbst, nur um sich erst selbst zu verprügeln und dann später darüber zu lamentieren.
... so.. reicht erst einmal. Mehr Gefasel vielleicht später. Zum Beispiel finde ich auch die Fragestellung (in Büchern Filmen usw.) interessant, ob man die Zeitlinie an sich ändern kann (also ob man sich selbst auslöschen könnte), oder ob einfach bei jeder Änderung ganz neue Zeitlinien entstehen... also die Frage nach Kausalität. Wird auch in jedem SciFi-Werk anders gelöst.
- fin -
Also ein Flug mit annähernder Geschwindigkeit ist keinesfalls eine Zeitreise. Es vergeht lediglich die Zeit subjektiv in unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Ein Reise zurück in die Vergangenheit ist unmöglich.
Die Erklärung, warum die SF auf die Physik pfeift lieft auf der Hand: Man könnte kaum die Geschichten erzählen, wenn man Jahrhunderte einplanen müsste.
Es gibt aber Romane, die genau dies als Grundlage nahmen, wie "Der ewige Krieg" von Joe Haldemann oder "Eine Tiefe am Himmel" von Vernor Vinge.
Böse Zungen könnten auch einfach behaupten, dass die Autoren von Physik keine Ahnung haben oder (um ihnen die Würde nicht zu nehmen), dass die Autoren glauben, die Leserschaft würde das überfordern. ;)
Was die Raum-Zeit-Krümmung der Relativitätstheorie angeht, bin ich schon seit dem Schulunterricht darüber etwas skeptisch. Letztendlich ist es nur ein Modell, denn bisher wurde die Lichtgeschwindigkeit ja nichtmal annähernd erreicht. Woher will man dann wissen, ob es nicht auch Geschwindigkeiten jenseits der Lichtgeschwindigkeit gibt (wenn die in den Lehrbüchern angegebene überhaupt stimmt)? Falls es sie gibt, wäre die Relativitätstheorie für die Katz und man hätte die Möglichkeit einer "Pseudo-Zeitreise" gefunden, da man das Licht bei der Ausbreitung überholen könnte, die tatsächliche Zeit läuft aber genauso schnell weiter. Falls nein, wäre die Theorie bewiesen und Zeitreisen durch Über-Lichtgeschwindigkeit wären ausgeschlossen.
Bevor es einen experimentellen Beweis der Relativitätstheorie gibt, betrachte ich die Sache jedenfalls mit Zweifeln. Es wäre ja nicht das erste mal, dass bewiesen wird, dass gilt Theorie != Praxis.
SemSimkin
15.05.2008, 22:08
Hmm, habe Physik in der 10ten abgewählt ... daher: Warum genau soll bei Überlichtgeschwindigkeit die Zeit "überholt" werden ? Definiert das Licht wie eine Sanduhr die Zeit ? Aber wie schon gesagt ist das ja reine Theorie ... zuerst hieß es bei 100khm mit der Eisenbahn würde das Gehirn eines Menschen platzen. Heute fährt jeder Mittelklassewagen doppelt so schnell. Dann hieß es, die Schallmauer zu durchbrechen sei lächerlich. Heute fliegen Flugzeuge mit Mach5. Von daher könnte ich persönlich fast wetten, dass wir uns diesmal auch wieder selbst zu ernst mit den Theorien nehmen.
Wenn du mit Lichtgeschwindigkeit reisen würdest, dann würdest du ja ständig ein und dasselbe Bild sehen, da du dich eben mit der gleichen Geschwindigkeit fortbewegst, wie sich das Licht ausbreitet. Bei der Fortbewegung mit Schallgeschwindigkeit sammeln sich auch die vom Flugzeug erzeugten Schallwellen und es bildet sich ein lauter Knall.
Wärst du schneller als die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Lichts, dann müsstest du im Prinzip die Bilder in umgekehrter Reihenfolge wahrnehmen, so wie bei einem rückwärts abgespielten Video, sprich du siehst etwas, das eigentlich bereits an dir vorbeigezogen ist. (Es kann aber auch sein, dass man dann gar nichts mehr sieht, da man sich dazu in dieselbe Richtung bewegen muss, in der sich das Licht ausbreitet und das Licht nicht auf der Netzhaut ankommt.)
Jetzt stellt sich die Frage was man sich unter "Zeit" vorstellt. Betrachtet man die Zeit als eine vom Ort unabhängige Größe (ist es hier 13:00 ist es auf Planet xy auch 13:00), vergeht die Zeit auch bei Überlichtgeschwindigkeit im normalen Tempo. Sieht man die Zeit als eine orts- und damit wahrnehmungsabhängige Größe an, dann kann man theoretisch durchaus in der Zeit rückwärts reisen, wenn man eben seinen Ort schnell genug wechselt.
Die Relativitätstheorie geht wohl von dem letzten Fall aus, andernfalls würde sie keinen Sinn ergeben. Da der Mensch die Welt größtenteils durch das Sehen wahrnimmt, stellt sich mir dabei die Frage, ob die Zeit nicht nur eine Erfindung der Menschheit ist. Was wäre denn, wenn der Mensch nicht sehen könnte? Vielleicht wäre die Zeit dann an der Schallgeschwindigkeit gemessen.
Da die Theorie offenbar auf der beschränkten menschlichen Wahrnehmung aufbaut, lassen sich mit dieser Vorstellung gut Dinge begründen und leicht rechnen. Die Theorie ist aber eben auch nur eine Theorie, denn sie entspricht nicht unbedingt der Realität. Ein Bild, das ich wahrnehme muss ja nicht im selben Augenblick erzeugt worden sein, sondern kann schon früher entstanden sein und ist erst jetzt bei mir angekommen, wie z.B. das Sonnenlicht.
Im Sinne der Relativitätstheorie ist es mit der Zeit also ähnlich wie mit der Wahrheit: Sie hängt von der Sichtweise des Betrachters ab. :)
In der Physik gibt es den Begriff der Tachyonen: Teilchen, die sich schneller bewegen als das Licht. Allerdings konnte noch niemand ein Tachyon nachweisen, weil sie sich eben schneller als das Licht bewegen und deswegen nicht wahrgenommen werden können. Manch einer führt gerade die Tatsache, dass man keine gefunden hat als Beweis dafür an, das es sie gibt. ;)
Das ist unlogisch, nach der Argumentation dürfte man auch ein Überschallflugzeug nicht hören.
Lundamyrstrollet
20.05.2008, 00:16
Unwahr, da sich ein Flugzeug nach newtonschen Maßstäben bewegt. Die Schallgeschwindigkeit ist nur eine ortsspezifische Konstante. Relativistische Betrachtungen opfern die Konstanz der von uns definierten 4 Dimensionen der Lichtgeschwindigkeit. Nicht nur das, auch die Masse ist demnach kein fester Wert mehr. Einsteins Leistung bestand nicht primär darin die relativistischen Formeln aufzustellen, sondern überhaupt erstmal so kühn und innovativ zu denken. Die einzigen (bislang nachgewiesenen) Teilchen die sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegen sind Photonen, sie sind das was wir als Licht empfinden. Sie sind masselos, haben eine Ausdehnung von (definitiv!!!) null und für sie vergeht keine Zeit. Das wiederum ergibt eine interessante Weltsicht: Ein Photon müsste (hätte es Augen, Bewusstsein, usw...) sich als Teil eines Ganzen sehen, welches eine Ausdehnung von null hat (Längenkontraktion). Es ist aus seiner Sicht zu keiner Zeit und doch immer an jedem Punkt im Universum... Deshalb liebe ich Physik!!! War jetzt zwar Off-Topic aber naja...:D
Zum Thema, ich denke Zeitreisen sind möglich. Genau wie man sich in räumlichen Dimensionen vor und zurück bewegen kann, sollte dies (vllt) auch in anderen Dimensionen möglich sein. Vllt erfordert dies einen Wechsel in ein anderes Kontinuum (à la Subraum oder Slipstream, usw), wer weiß...
SemSimkin
24.05.2008, 00:17
Hmm. Aber es wäre ja schon ein ziemlicher Glückstreffer, wenn ein Wissenschaftler aus den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts praktisch den Stein der Weisen gefunden haben sollte. Es wäre auch einfach zu langweilig, wenn wir für immer unter Lichtgeschwindigkeit herumdümpeln müssten :D. Entsprechend zu meiner obigen Ausführung könnte ich somit wetten, dass wir in 1 - 2 Jahrhunderten diese Hürde auch genommen haben. Dran, drauf, drüber ! wie die Panzergrenadiere sagen. Zeitreisen halte ich aber für zu Verquer. Da gibt es doch dieses Argument, dass dann bei uns alles von Zeittouristen wimmeln müsste, da ja alle Zeitreisenden aus jedem Zeitpunkt in der Zukunft aufeinmal ankommen würden ...
Nein nein, du weißt doch wie das ist. Den Zeitreisenden darf niemand sehen, denn wenn ihn jemand sieht, könnte das unabsehbare Folgen für die eigene Existenz haben. Wird man also durch die veränderte Vergangenheit schon vor dem Zeitpunkt ausradiert, an dem man in die Vergangenheit gereist ist, hätte das Reisen an sich schon gar nicht stattfinden können.
Und 1-2 Jahrhunderte bis zur Lichtgeschwindigkeit? Wenn es uns dann noch gibt, dann mit Keulen, in Höhlen lebend, einer zotteliegen Frisur und Plumpsklo im Wald.
Wer Ironie findet: Psst, nicht weitersagen!
nazgul666-rr
25.05.2008, 22:57
hmm wenn den Zeitreisenden kann man ja vll sehen nur darf er sich nirgendswo einmischen andernfalls kommt das berühmnte Zeitreiseproblem-Frage: Kann ich meine Oma (anderer Vorfahre) erschießen, bevor sie meine Mutter geboren hat?
aber der Beste Ausgang von Zeitänderung wäre sicher, dass eine alternative Zeitlinie entstehen würde wobei wir dann bei dem Multiversum wären, was sowieso nach der Stringtheorie wahrscheinlich ist - jedenfalls hab ich was über Multiversen Theorie in dem Buch "Das elegante Universum" gelesen von Brian Green - ich mein da kam auch Zeitreisen drin vor
Das elegante Universum: Superstrings, verborgene Dimensionen und die Suche nach der Weltformel
Aus der Amazon.de-Redaktion
Eine der paradoxen Feststellungen der modernen Physik lautet: "In ihrer momentanen Formulierung ist es nicht möglich, dass die allgemeine Relativitätstheorie und die Quantenmechanik richtig sind". Beide sind in ihrem jeweiligen Bereich überaus präzise: Die Relativitätstheorie erklärt das Verhalten des Universums im großen Maßstab, während die Quantenmechanik das Verhalten subatomarer Teilchen beschreibt. Unter extremen Bedingungen wie Schwarzen Löchern kollidieren beide Theorien allerdings. Brian Greene, ein Spezialist in der Quantentheorie, glaubt, dass beide Pfeiler der Physik in der Superstring-Theorie vereinigt werden können, einer Theorie für alles. Die Superstring-Theorie ist bereits als Teil der Physik des 21. Jahrhunderts bezeichnet worden, der zufällig bereits im 20. Jahrhundert aufgetaucht ist. Mit anderen Worten: Sie ist noch nicht ganz fertig. Trotz aller Unsicherheiten -- "String-Theoretiker suchen nach ungefähren Lösungen für ungefähre Gleichungen" -- gibt Greene eine Tour d'String, die auch wissenschaftlichen Ansprüchen standhält.
Soweit ich das jetzt zusammenbringe gibt es in der SF drei Theorien, was bei Zeitreisen in der Vergangenheit sind nicht möglich passiert.
1. Änderungen der Vergangenheit sind nicht möglich, weil immer etwas dazwischen kommt und den Zeitreisenden so abhält, etwas zu ändern
2. Änderungen der Vergangenheit sind möglich, die Auswirkungen waren aber schon verher zu spüren (sprich, der Zeitreisende schließt einen offen Kreis)
3. Änderungen sind möglich, die Zukunft ändert sich und ein Paralelluniversum entsteht.
Ich tendiere zu 2.
Grundsätzlich ist das Problem bei Zeitreisen ja auch ein örtliches, der Der Punkt, auf dem ich jetzt gerade stehe, war vor einem halben Jahr viele tausend Kilometer entfernt. Die Erde dreht sich und umkreist die Sonne und dann kommt noch die Bewegung des Sonnensystems hinzu. Dies zu lösen wäre sicherlich eine große Aufgabe.
Hat zwar direkt nichts mit SciFi zu tun, aber mir ist dabei gerade wieder die schon etwas ältere Komödie "...und täglich grüßt das Murmeltier" mit Bill Murray in den Sinn gekommen.
In gewisser Weise ist es dort eine Mischung aus deinen Theorien 1 und 3. Die Existenz der Zukunft setzt voraus, dass in der Gegenwart ein bestimmtes Ereignis eintritt. Solange Phil Connors nicht das richtige tut, bleibt er in der Zeitschleife gefangen und muss den gleichen Tag mit leichten Variationen immer wieder erleben.
Die Örtlichkeit kann es, wenn man es ganz genau nimmt, gar nicht geben, wenn man davon ausgeht, dass sich das Universum ständig ausdehnen würde. Schließlich braucht man ja zur Bestimmung des Ortes immer einen Bezugspunkt. Ändert sich der aber ständig, lässt sich der genaue Ort nicht bestimmen. Bahnfahrer kennen das als das Problem "Fahre ich gerade oder nicht?", wenn man durch das Fenster nur einen anderen Zug, aber nicht den Boden oder etwas aus der Umgebung sieht.
John Doe
28.05.2008, 22:02
Ein weiteres fiktives Beispiel wäre die "Back to the Future"-Trilogie. Wenn man bedenkt, wie energisch Doc Brown immer wieder versucht hatte, Marty zu erkären, dass er sich endlich einmal angewöhnen müsse, "vierdimensional" zu denken. "Die Brücke ist im Jahr 1985 bereits fertiggestellt" und derlei. Das ändert aber nichts an der Genialität der Filme.
Ich glaube, wenn Zeitreisen irgendwann einmal möglich wären, würden heutzutage tausende von Menschen täglich die Erde besuchen, die sich irgendwann einmal entschließen....entschlossen haben........entschlossen haben werden, würden, könnten...., die Erde im Jahre 2008 zu besuchen......
Erde im Jahr 3129: "Wie war das noch mal, als es Deutschland noch gab und dieses Deutschland Europameister wurde.....?"
Tausende von Jahren mit Abermilliarden von Menschen, die theoretisch in die Vergangenheit reisen können. Da muss es doch hier nur so wimmeln von Zeitreisenden (Gruß an SemSimkin). Und alle haben eine Karte für`s Finale.
Ich glaube, wenn Zeitreisen irgendwann einmal möglich wären, würden heutzutage tausende von Menschen täglich die Erde besuchen, die sich irgendwann einmal entschließen....entschlossen haben........entschlossen haben werden, würden, könnten...., die Erde im Jahre 2008 zu besuchen......
Ich kann mir schon bildlich vorstellen, wie die Lottoannahmestellen aussehen, wenn es so weit ist. Die Glücksspielbranche hätte definitiv ausgedient. :D
Ich bin vor kurzem über eine schon 2 Jahre alte Dokumentation von 3sat zu Zeitreisen aus wissenschaftlicher Sicht gestolpert:
http://video.google.de/videoplay?docid=-6896101748661253282
Die Seite zu der Sendung:
http://www.3sat.de/hitec/magazin/97500/index.html
Original von Rush:
2. Änderungen der Vergangenheit sind möglich, die Auswirkungen waren aber schon verher zu spüren (sprich, der Zeitreisende schließt einen offen Kreis)
Wie ist das mit dem offenen Kreis gemeint?
Ich versuche mal ein Beispiel zu finden, dass für mich nicht nur die Begnung mit dem eigenen Ich sondern auch andere Gegebenheiten schwierig logisch zu erklären macht.
Vielleicht kann mir jemand ein Buch empfehlen, in dem dieses konkrete Paradoxon irgendwie behandelt wird.
Sagen wir ich sehe 2008 einen Stein und reise nach 2005 um ihn zu verrücken.
Dann exisitiert er 2008 doch gar nicht mehr an dieser Stelle und ich kann gar nicht auf die Idee kommen zurückzureisen und ihn zu verrücken.
Als "schwerwiegenderes" Beispiel:
Ich reise zurück und verhindere den zweiten Weltkrieg. Ich habe Glück, Mama und Pappa lernen sich trotzdem kennen, ich wachse auf, und..
Was schnell wieder soll ich verhindern?
Sagen wir, ich behalte nach der Veränderung das Wissen bei, wie die Alternativgegenwart ausgesehen hätte. Aber außer dem "ich" nach der Veränderung, braucht mein "ich" das überhaupt erst in die Zeitmaschine steigt dieses Wissen doch genauso.
Und, wenn durch meine Einmischung nur ein alternativer Zeitstrang geschaffen wird das alte Leid sich dadurch aber nicht ändert, macht es dann Sinn einen zu erschaffen?
Zurück zu dem "offenen Kreis":
Nach meinem Steinbeispiel würde das bedeuten, dass kein Stein da ist, der Zeitreisende aber von einem wissenden Dritten den Auftrag bekommt, dass er auch wegbleibt?
Sorry, wenn das jetzt alles ein bisschen konfus klingt, aber ich habe mich mit dem praktischen Auswirkungen immer mehr beschäftigt, als mit der physikalischen Machbarkeit. :)
Vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen.
Interessantes Thema, das ja auch in vielen Filmen & Geschichten vorkommt. Ich versuch mir grad mal vorzustellen, was denn Zeit eigl. ist... Eigentlich ist es doch nur die Bewegung von allen möglichen "Zeugs" (Teilchen aller Art). Sprich, wenn sich nichts mehr bewegt, dann vergeht auch keine Zeit mehr. Und das Gegenteil von Bewegung gib´s ja eigl. nicht. Daher denke ich, das man in der Zeit selber nicht vor oder zurückreisen kann. Man kann die Zeit durch Bewegung lediglich unterschiedlich schnell ablaufen lassen.
Mit der Temperatur würde ich sagen ist das ähnlich. Es gibt hohe und niedrige, aber das Gegenteil davon gibt es nicht. Spätestens beim absoluten Nullpunkt (~273°C) ist dann Schluss. *cool*
Interessant find ich allerdings die Eigenschaften von verschiedenen Stoffen, wenn man sich dieser Grenze nähert. Helium und einige andere Gase werden suprafluid und Metalle werden supraleitend. Kurz gesagt, Flüssikeiten verlieren jeglichen Reibungwiderstand und Metalle ihren elektrischen Widerstand.
Ich denke, dass schon bei einer Annährerung an die Lichtgeschwindigkeit ähnliche unerwartete Ereignisse wie bei extrem tiefen Temp. auftreten werden.
Und bei Überlichtgeschwindigkeit? Sollte es jemals möglich sein sich so schnell fortzubewegen, dann werden gewiss eine Vielzahl an "aussergewöhlichen Dingen" passieren, aber ich glaube kaum, dass dadurch eine Zeitreise möglich ist.
biene-3126
30.07.2009, 22:47
also diese geschichte mit dem stein ist sehr interessant
aber wenn man in der zeit zurückreisen würde dann könnte man nicht mehr in die gegenwart kommen da die Zeitmaschine noch nicht existiert oderX.XX.X
Interessantes Thema.
Das Geschwindigkeit Zeit verändert weiß man ja seit einigen Jahren.
Man hatte da zwei Atomuhren, die genauesten der Welt gleich eingestellt. Eine blieb in Paris, die andere machte eine Reise in der Concorde, dem schnellsten Passagier-Flugzeug, was es gibt, nach New York und zurück.
Siehe da, die Uhren zeigten nicht mehr die gleiche Zeit an, leider weiß ich nicht mehr, wie groß der Unterschied war.
Zum Thema Zeitreisen: Das Paradoxon, dass man ein Ereignis in der Vergangenheit ändert und deswegen ja eigentlich gar nicht mehr in die Vergangenheit reist, um es zu verhindern, wodurch es dann doch geschah, kann man meiner Meinung sehr leicht umgehen. Das Geheimnis ist entweder das Multiversum, oder die multiplen Zeitlinien.
Ein Beispiel: Meine Frau wurde erschossen und ich weiß, wer es war.
Die Zeitlinie hätte dann dann die Ereignisse: Mörder bereitet sich auf Tat vor, Freundin wird erschossen, Mörder wird identifiziert.
Ich reise zurück lauere dem Mörder auf und verhinder den Mord an meiner Freundin, weil ich ihm die Waffe entreise und ihm eins über den Schädel ziehe :D
So, jetzt entsteht das Paradoxon, weswegen soll ich noch in die Vergangenheit reisen, um den Mord zu verhindern, er ist ja schon verhindert.
Meiner Meinung nach, entsteht im Moment des Zurückreisens eine andere Zeitlinie: Ich reise zurück, weil ich den Mord verhindern will, würde dann das Ereignis heißen, somit hab ich das Wissen und kann den Mord verhindern.
Was mit meinem anderen Ich passiert, weiß ich nicht. Vielleicht wird mein anderes Ich verschwinden, weil ein und dieselbe Person nicht zwei Orte einnehmen kann.
Deswegen, es ist nur Hörensagen, besteht die Theorie, dass wenn jemand in die Zeit zurückreist, dass das ganze Universum auseinander bricht, weil sich die Masse verändert. Ähnliches gibt es auch über den Zerfall von einem Proton.
Iskierka
26.01.2010, 20:48
also ich habe ein buch (mittlerweile auch teil 2) mit einer zeitreisenden gelesen! aber dieses würde ich eher in Fantasy einsortieren, es heißt Rubinrot (2.: Saphirblau). Gwendolyn kann NUR in die vergangenheit reisen!
und ich habe "die zeitmaschine" gesehen! aber soweit ich weiß die 2. verfilmung!
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