Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vampire in tausend Farben und Formen
damagefilter
09.05.2008, 16:15
Wo ich grad die Umfrage gemacht hab (^^) fiel mir das mal ein.
Es gibt ja sowas von viele verschiedene Varianten von Vampiren...
Es fängt bei den durchaus unansehnlichen Monstern an, die brutal das Blut aus den Körpern ihrer Opfer rauben und das Opfer dann stirbt, und es geht bis zu den Drakulas der Welt, die dann aussehen wie Menschen und ganz toll sind und trotzdem blutrünstig werden können.
Dazwischen (oder davor und danach) gibt es ja noch hunderte anderer Varianten von wie ein Vampir so sein kann. Ich hab mich gefragt, welche Sorte Vampir ihr am ehesten gut fändet. Auch in Verbindung mit verschiedenen Geschichten, oder ob ihr gar mal selbst eine Sorte Vampir kreirt habt?
Ich find das fürchterlich interessant. ;)
Ich hab mir meine eigenen Vampiren erstellt:D
Da hab ich mir einfach ein paar Klischees von ihnen genommen, sie ein wenig umgeändert und mir so eine Geschichte über Vampire erstellt, mal schauen vielleicht schreib ich die mal rein....
Ich stelle mir Vampire gar nicht soo böse vor, klar können sie einen Menschen töten wenn sie ihn beissen aber das machen sie nur im Notfall^^
Das Thema ist spannend, da hast du recht damagefilter
Ich würde da noch liebend gern alles mögliche über "meine" Vampire reinschreiben aber hab leider keine Zeit mehr später dann mal....
damagefilter
10.05.2008, 13:08
Gar kein Thema, dann fang ich da einfach mal an.
Mein Vampirsüppchen besteht natürlich auch aus einigen Klischees und aus einigen Zusammensetzungen, die jedem Klischee widersprechen.
So haben meine Vampire ihren Ursprung in einem Ritual, welches die Menschen pflegten auszuüben um einen perfekten Krieger zu erschaffen. So was okkultes war das ;)
Dann gibt es bei meinen Vampiren Generationen. Und jede generation weist mehr schwächen auf, als ihre vorige. Das heißt, die erste Generation ist im Prinzip nur vom Blut abhängig. Kein schlafen in Särgen, keine Lichtempfindlichkeit und so weiter. Die 4te Generation ist die schwächste. Die können kein Licht ab, und auch Silber nicht, müssen in Särgen schlafen und das tags über und brauchen mehr Blut als alle anderen.
Ausserdem sind meine Vampire dazu fähig, sich eigenständig fortzupflanzen .... ihr wisst schon ;)
Da gibts dann auch noch Erbregeln was für eine Generation dabei heraus kommt, wenn ... und so weiter.
Und jetzt (haltet euch fest)
als ob Vampire nicht schon cool genug wären, können die auch noch Magie wirken. Meistens Elemtare Magie und meißtens auch nur das Spiel mit dem Feuer. Da gibts dann noch Kriegerkasten (Feuer-Wasserkrieger etc)
Ja, so ungefähr sieht das bei meinen Vampiren aus.
Achja, sie trinken ihr Blut aus der Dose. Und meißtens synthetisiertes Blut weil Menschenblut ist knapp in meiner Welt ;)
PoiSonPaiNter
10.05.2008, 15:13
Also ich hab mir auch mal ne eigene Vampirart ausgedacht. Die Art verbindet einige Dinge die ich in diversen Filmen und Büchern gesehn/-lesen habe.
Meine Art heißt D'Warker, was soviel bedeutet wie Day Walker, also Tagwandler. Es gibt nur wenige von ihnen, denn iwann hat der Älteste mal beschlossen das nur er entscheiden darf wer erschaffen wird. Wobei sich niht immer daran gehalten wird!:D
Die Erschaffung geschieht durch den Biss, hierbei muss fast das ganze Blut ausgesaugt werden und der- oder diejenige muss ein paar Tropfen des Erschafferblutes trinken(<-Klischee). Sie brauchen zwar Blut aber sie müssen nicht den ganzen Menschen leertrinken, ein paar Liter genügen (Menschentötung verboten, wegen der sonst sinkenden Zahl). Im Speichel haben sie einen Stoff der Wunden verschließt daher bleiben kaum Rückstände nach einem Angriff.
Wie gesagt können sie Sonnenlicht vertragen, nur wenn sie in ihrer "zweiten Form" sind oder gerade etwas getrunken haben, sind sie anfällig dafür. Sie sehen aus wie normale Menschen, können auch in dieser Gestalt trinken(=Zahnverlängerung). Wolllen sie sich schneller fortbewegen haben sie noch die "zweite Form", dann sehen sie den Vampiren aus Van Helsing sehr ähnlich (*fan*) :D, nur das die Proportionen etwas anders sind! Ebenfalls daraus entnommen und abgewandelt, dass sie nur von einer bestimmten Werwolfsart (European Giant) getötet werden können. Normale Waffen oder auch heilige Symbole können ihnen nichts anhaben, da sie enorme (und schnelle) Selbstheilungskräfte haben.
Natürliche Fortpflanzung klappt nur dann, wenn der D'Warker die Partnerin/den Partner während des Aktes beißt. Die Kinder haben dann die gleichen Anlagen, allerdings in (minimal) abgeschwächter Form. Bei Kleinkindern bzw. Babys kann es dazu kommen, dass sie Blut benötigen (keinen Appetit auf menschliche Nahrung).
Das dürfte soweit alles dazu sein...eine würdige 100! :D *prost*
Nicht nur ihr "erfindet" Vampirarten, auch die Literatur und die Filmindustrie wimmelt davon. Und überall sind sie ein bisschen anders. Die bei Pratchett sind eigentlich wie du und ich und gewerkschaftlich organisiert, die bei Buffy zerfallen in der Sonne zu Asche, manche kann mit einem Pflock ins Herz töten, manche ernähren sich von Blut, einige sind Ungeheuer, andere recht knuffig. Viele sind arrogant und überheblich. Andere große Kämpfer, wieder andere Feiglinge.
Mein Lieblingsvampir sieht aus wie Angel, ist witzig wie Spike, sensibel wie Lestat, reich wie Graf Dracula - und er trägt unaufgefordert den Müll raus.
damagefilter
10.05.2008, 19:28
@PoiSonPaiNter: Klingt nach einer gehörigen Ladung Blade im Ansatz. Das Daywaling und so ;) Aber ich bin da ja auch nicht besser. Wobei ich den Meisten Kram aus einem Buch habe, welches da den passenden Titel "Vampire" trägt :D
So passierts hehe.
@Hathor: Der trägt denn Müll rus? Wie geil is der denn? :D
Wie mein Lieblingsvampir aussieht? -- Wie Edward Cullen natürlich! :D ;)
Ähem... ja, wenn ich jetzt mal die Twilight Reihe außen vor lasse, dann gefallen mir Vampire, die die typischen Klischees bedienen eigentlich noch am Besten. Soll heißen, der Idealvampir zerfällt in der Sonne zu Staub, muss sich von menschlichem Blut ernähren und ist eine Kreatur der Nacht. Außerdem quält ihn sein Gewissen, bzw. seine Sehnsucht nach dem Leben.
Die Figur des Graf Krolock aus dem Musical Tanz der Vampire kommt dem ziemlich nah, jedenfalls so wie er im Lied "Die unstillbare Gier (http://youtube.com/watch?v=fC72WTJ_Ius&feature=related)" dargestellt wird.
damagefilter
10.05.2008, 23:49
Das ist wirklich mal ganz klassisch, auf jeden Fall.
Mit der Sorte Vampir lassen sich auch wunderbare Geschichten erzählen(ganz offensichtlich :D)
Für meine Vampire trifft das zum Beispiel auf die 4te Generation zu.
Es ist schon nicht schön, wenn man in so einem Blut-Geschäft stehen muss und von allen ausgelacht wird, weil man nicht an die Sonne kann ;)
Vampire können ja auch mobben. Schön isses nich, aber wo Leben ist, ist auch Streit. Hehe.
Rotkätzchen
11.05.2008, 02:03
Den Prototyp meines Lieblings-Vampir-Typen gibt Brad Pitt in Interview mit einem Vampir ab. Verdammt zum Blutsauger, hilflos in seiner Blutlust, und doch bewahrte er sich Menschlichkeit. Klar, das ist absoluter Kitsch, aber in besagtem Film einfach grandios dargestellt und überzeugend in Szene gesetzt. Naja, aber Kitsch war demnach auch nicht weniger der nette Vampir Angel von Buffy. ;)
Generell bevorzuge ich den tragischen Vampir-Typen, melancholisch und in sich zerrissen. Allerdings gibt es in der mir bekannten Literatur nicht gerade wenige, die dieses Klischee nicht hemmungslos überstrapazieren.
Wobei ich denke, dass Vampire schon einem bestimmten Klischee entsprechen sollen. Wenn nicht, sind es eben keine Vampire, sondern Parodien von Vampiren oder etwas ganz anderes.
Beispiel: in Terry Pratchetts Scheibenwelt gibt es Karotte, einen Zwerg, der zwei Meter groß ist. Nicht gerade das, was unter einem Zwerg so landläufig verstanden wird.
Vampie sind eben düster, geheimnisvoll, tragisch, blutrünstig - wenn auch oft wider Willen. Aber das ist eben ihre Natur.
BTW: ich hasse auch Knoblauchgeruch, bin aber defintiv keine Vampirin. Und ich reagiere allergisch auf Weihrauch. But that's another story.
damagefilter
11.05.2008, 12:49
Ich hab mal gelesen: Vampir definiert ein Wesen oder eine Form (zb Staatsform)
die immer nimmt, jedoch nicht gibt. (Schmarotzer)
Im Falle der Vampire wäre das nun Blut und so lange sie also Blut trinken, ohne welches von ihrem eigenen abzugeben, sind es Vampire, laut dieser definition ;)
PoiSonPaiNter
11.05.2008, 13:53
@damagefilter: Klar is das von Blade abgeguckt, der Film ist zwar Müll, aber ich fand die Idee mit dem lichtunempfindlichen Vampir klasse.
MMn sollte ein Vampir eine Ausstrahlung haben, bei der man das Übermenschliche schon von weitem sieht. Das von ihnen eine gewisse Macht und Anziehungskraft ausgeht, auch ein klein wenig Arroganz steht ihnen gut.
Was haltet ihr von der Variante das sie sich in Tiere verwandeln können oder doch lieber die Tier"beschwörung"?
Also ich stelle mir einen Vampir erst als richtig mächtig vor wenn er andere Wesen kontrollieren und manipulieren kann. Das er sich selbst in ein richtiges Tier verwandelt, klingt iwie albern. Typische Tiere die mit Vampiren in Verbindung gebracht werden sind ja Fledermaus und Wolf, die genau so nachtaktiv sind wie Vampire. Und mindestens genauso Interessant. :bat: :bat: :bat: (<-süße Tierchen).
Dann heißt es ja auch noch, dass Vampire kein fließendes Wasser überqueren können und nicht umhin kommen Körner zu zählen, die man ihnen vor die Füße wirft. Die beiden Sachen finde ich iwie dumm, aber wir werden wahrscheinlich nie erfahren wie es wirklich ist! :D Leider! :(
damagefilter
11.05.2008, 14:04
@PoiSonPaiNter
Es gibt da ein Buch, das heißt "Vampire", auf dessen Cover ist Mr.Nosferatu aus dem Clan der Nosferati zu sehen.
Wie auch immer, da steht jedenfalls drin, woher der ganze Quatsch mit dem Körner zählen und fließendem Wasser kommt. Das waren nämlich einfach nur Methoden, sich selbst, als nicht-Vampir, zu schützen, indem man dem Vampir, der im Mittelalter wirklih arg gefürchtet war, eine Schwäche zuzuschreiben.
*EDIT*
Und später wurde das dann von den Schreiberlingen dieser Welt aufgenommen.
*ENDEDIT*
Ja aber dasmit dem Sonnenlicht-Unempfindlichen, muss ich zugeben, hatte ich auch als erstes von Blade :D
PoiSonPaiNter
11.05.2008, 14:27
@ damagefilter: Glaube ich kenne das Buch...kannst du mal nen Amazon-Link einfügen?
Die Menschheit versucht grundsätzlich schlimme iwo abzuschwächen.
Ich kann mich da an eine Geschichte erinnern die sie mal bei Galileo Mystery gebracht haben. Da ging es um zwei Dörfer in denen Menschen auf unerklärliche Weise verstorben sind. Kurze Zeit später hat man die ersten die gestorben sind ausgegraben und untersucht. Die Leichen waren kaum verwest und die Ärzte haben sie in ihren Berichten als Vampire bezeichnet. Heute konnte man feststellen das die Menschen sehr wahrscheinlich einer Seuche erlegen sind, deren Erreger im Sumpf lebten in dem die Schafe grasten, die wurden dann gegessen...und so weiter...und die Leichen sind aufgrund des Lehmbodens unverwest geblieben.
Spontan würden mir jetzt auch die "wahren" Vampire Vlad "Tepes" Dracula und Elisabeth Bathory einfallen, die ja auch für ihre Blutrünstigkeit bekannt waren. (Klick) (http://www.fantasy-forum.org/showthread.php?t=510&highlight=dracula)
wir können alle nicht wissen, was vampire sind und ob sie überhaupt blut saugen.
wir wissen noch nicht einmal ob es sie gibt. wir wissen nicht, wie sie aussehen, wir wissen nicht, wie sie sich verhalten.
deswegen erlaube ich mir erst gar keine interpretation dieser fabelwesen. es ist in eminen augen genau dassselbe wie mit "hexen", "feen" oder "elfen". wer sagt uns, dass glühwürmchen nicht in echt feen sind?
wer sagt, dass "feen" kleine, menschenähnliche wensen sind und keine käfer die ihren hintern zum leuten bringen?
es könnte genauso gut sein, dass "vampire" ganz normale menschen sind, die körperlich den bedarf nach mehr fleisch haben oder eben auch das gegenteil - das sie fleisch gar nicht vertragen.
vielleicht hat irgendein mensch früher einen "vampir" getroffen, einen hass auf ihn entwickelt und ammenmärchen über diese rasse geschrieben.
es gibt so unendlich viele möglichkeiten, was ein "vampir" sein könnte, dass ich das gar nicht alles aufzählen möchte und vor allem könnte...
nur eines ist für mich klar: "vampire" sind - falls es sie gibt - genauso unterschiedlich wie wir menschen und keine blutrünstigen kreaturen, dénen es nur ums töten geht.
vielleicht leben ja auch "vampire" unter uns?!
damagefilter
12.05.2008, 20:46
@bisou: In besagtem Buch findet sich tatsächlich die Ergründung wo Vampire herstammen, historisch Dokumentierter Weise.
Hatte tatsächlich etwas mit nicht verwesten Leichen zu tun, die aufgedunsen waren etc.
Hm....Ich hab bei Amazon irgendwie nichts gefunden.
Hab aber auch nich bis zum Ende gesucht. keine Zeit. aber ich werde es finden. Genau wie ich auch meine DDR-Literatur nochmal finden werde :D
Ich würde da noch liebend gern alles mögliche über "meine" Vampire reinschreiben aber hab leider keine Zeit mehr später dann mal....
So und jetzt hab ich genug zeit;)
Also:
Meine Vampire bestehen aus drei Stämmen, die sich lächerlicherweise wegen der Haarfarbe bilden :D Den Schwarzhaarigen, den Blonden und den Braunhaarigen. Alle drei Stämme haben ihren Boss, die zusammen arbeiten. Die Stämme sind schon mit vielen Heiraten näher aneinandergebunden worden, wobei auch andere Haarfarben entstanden wie Rot oder Grau.
Unter den Vampiren gibt es die gebissenen und die geborenen Vampire. Die gebisseenen wurden von den geborenen gebissen, den die gebissenen können nicht beissen. (ein bisschen zu viel beissen drin ich weiss, kanns aber nicht anders formulieren im moment:D) Die geborenen Vampire sind solche, deren Eltern Vampire sind, geboren oder gebissen macht keinen Unterschied. Nach dem Biss ist man min. 2 Stunden in einem art Koma, indem einem die ganze Geschichte der Vampire erzählt wird.
Alle Vampire haben spitze Zähne, die sie schrumpfen lassen können, die geborenen können mit denen Menschen beissen und so ihre Gefolghschaft erweitern und die gebissenen können Blutsaugen,sie brauchen das Blut nicht unbedingt, sie können es trinken wie wasser also wenn sie durst haben.
Sie haben aber noch andere Fähigkeiten, in denen sie sich aber üben müssen.
Sie können sich vor einem Spiegel unsichtbar machen und sie haben eine aussergewöhnlich schnelle und gute Waffentechnik.
Die Feinde der Vampire sind (wer ahnts den nicht) die Werwölfe, mit denen sie schon seit ihrer Entstehung im Konflikt liegen. Die sogenannten VH (Englisch Vampire Hunters= Vampirjäger) sind Menschen die von der Existenz der Vampire wissen und sie mit speziellen High-tech Waffen umbringen wollen.
Wie schon gesagt, ich habe ein paar Klischees genommen und sie umgeändert. Könnte auch sein, dass ich ein wenig einfluss von Vampirfilmen oder Büchern hab Ein paar sachen hab ich aber auch selbst erfunden.
PoiSonPaiNter
12.05.2008, 22:16
Unter den Vampiren gibt es die gebissenen und die geborenen Vampire. Die gebisseenen wurden von den geborenen gebissen, den die gebissenen können nicht beissen. Was für ein geiler Satz! *muahaha* Den musst/brauchst du nicht verändern, er erklärt alles! *lol*
Die geborenen Vampire sind solche, deren Eltern Vampire sind, geboren oder gebissen macht keinen Unterschied Und wer beisst die Eltern? X.X Warum macht es keinen Unterschied? Sind die ganzen Fragen überhaupt gestattet? X.X
Und wer beisst die Eltern? X.X Warum macht es keinen Unterschied? Sind die ganzen Fragen überhaupt gestattet? X.X
Natürlich darfst du fragen!
Also ich hoffe ich verstehe deine fragen richtig, bin mir nämlich nicht so sicher...
Und wer beisst die Eltern?
Na ein geborener Vampir! oder meintest du die frage anders? es wird immer geborene und gebissene Vampire geben, denn auch gebissene Vampirinnen kriegen geborene Vampire und diese geborenen Vampire beissen wiederum Menschen... und so geht das immer weiter
Warum macht es keinen Unterschied?
Da würden die geborenen ja aussterben, denn wenn eine geborene Vampirin ihr Kind von einem gebissenen Vampir noch beissen müsste, könnte es keine Menschen mehr beissen...^^(schon wieder so viel beissen drin:rolleyes:)
John Doe
13.05.2008, 20:23
Im P&P-Rollenspiel „World of Darkness“ vom amerikanischen Verlag „White Wolf“ geht es unter anderem auch um Vampire. Die Macher haben dabei eine erstaunlich dichte Welt rund um den Vampirmythos erschaffen (siehe auch dieser thread) (http://www.fantasy-forum.org/showthread.php?t=450&page=2).
Es gibt mehrere „Clans“, die wiederum im Laufe der Zeit verschiedene Blutlinien gebildet haben. Der Sage nach stammen die Vampire von Kain ab, daher auch der gebräuchlichere Name „Kainskinder“. Bis zum 21. Jahrhundert entstanden insgesamt fünfzehn Generationen, wobei Angehörige der letzten beiden Generationen „Dünnblütige“ genannt werden, schwächere Kainskinder, die der Sage nach den Untergang der Vampirgesellschaft einläuten sollen. Die Angehörigen der dritten Generation sind die sogenannten „Vorsintflutlichen“, extrem mächtige Vampire, die auch die verschiedenen Clans gegründet haben. Vampire, die von ihrem „Erschaffer“ verstoßen worden sind, werden Caitiff genannt.
Vampire dieser Welt sind Untote. Sie besitzen keinen Stoffwechsel, sind also auf keine Nahrung oder Luft angewiesen und sind unempfindlich gegen Krankheiten und Gifte. Dafür brauchen sie in regelmäßigen Abständen „Vitae“, also Blut von lebenden Wesen, um nicht in Starre zu verfallen. Sie besitzen eine enorm hohe Regenerationsfähigkeit und große Widerstandskraft gegen Projektilwaffen. Viel empfindlicher sind sie gegen Sonnenlicht, Feuer und Klingenwaffen wie Schwerter oder Dolche. Jeder Clan hat verschiedene „Disziplinen“ entwickelt, mächtige Fähigkeiten, die jedoch nicht mit Zaubern zu verwechseln sind. Vampire sind im Gegensatz zu Menschen nicht fähig, Magie zu wirken.
Vampire können „Sethkinder“, also Menschen, von ihrem eigenen Blut trinken lassen und sie so an sich binden. Solche Menschen werden als „Ghule“ bezeichnet und entwickeln bestimmte übersinnliche Fähigkeiten. Das „Diablerieren“, also das Aussaugen eines Vampirs durch einen anderen, lässt die Macht des Ausführenden beträchtlich steigen, wird allerdings fast überall aufs Schärfste unter Strafe gestellt.
Die meisten Vampire halten sich an den „Pfad der Menschlichkeit“, der verhindert, dass das „Tier“ in ihnen die Oberhand gewinnt und wahllos jeden angreift.
In der modernen Zeit sind viel weniger die Clans für die Vampirpolitik ausschlaggebend, sondern vielmehr die „Sekten“, Zusammenschlüsse verschiedener Interessensgruppen. Die drei wichtigsten sind die „Camarilla“, der „Sabbat“ und die „Anarchen“. Die Camarilla ist die mächtigste davon und darum bemüht, dass Vampire unerkannt unter den Menschen leben. Sie sind davon überzeugt, dass sie einen offenen Krieg gegen die zahlreicheren Menschen nicht gewinnen würden, da sie im Mittelalter schon einmal fast vernichtet worden sind. Außerdem streiten sie die Rückkehr der Vorsintflutlichen ab. Der Sabbat ist der Überzeugung, dass sie sich nicht verstecken brauchen und streben nach der Weltherrschaft. Sie halten die Camarilla für Handlanger der Vorsintflutlichen, die der Sage nach eines Tages zurückkehren sollen, um alle Vampire zu vernichten. Die Anarchen sind ein loser Zusammenschluss von Vampiren, die jegliche Machthierarchien zerstören wollen, da Hierarchien ihrer Meinung nach immer Egoismus und daraus resultierende Konflikte bedeuten.
Eine kurze Vorstellung verschiedener Clans:
Clan Ventrue: die Anführer der Camarilla, und in der gesamten Geschichte der erfolgreichste aller Clans. Sie halten sich für die geborenen Herrscher und können die Gedanken anderer steuern. Ventrue pflegen einen dekadenten Lebensstil und lenkten die Geschicke des alten Roms.
Clan Brujah: einer der zerrissensten Clans. Früher waren sie Kriegerphilosophen und mit dem Schwert und der Feder gleichermaßen bewandert, heutzutage besteht der Großteil aus temperamentvollen und chaotischen Idealisten, die auf ihre pure Muskelkraft setzen. Sie waren maßgeblich an der Gründung der Anarchenbewegung beteiligt.
Clan Toreador: sie lieben alles „Schöne“, egal ob Personen, Literatur, Musik, Kunst oder sogar Sonnenaufgänge. Toreador gelten als überdurchschnittlich gutaussehend und können sich von allen Vampiren am besten unter Menschen mischen, deren Nähe sie auch meistens suchen.
Clan Malkavianer: sie sind ausnahmslos Verrückte, zumindest in den Augen der anderen Clans. Es gibt kein charakterspezifisches Verhalten eines Malkavianers, sie reden oft in verwirrenden Metaphern, nur um kurz darauf völlig normal zu wirken. Alle Mitglieder dieses Clans sind im „Wahnsinnsnetzwerk“ telepathisch miteinander verbunden und wissen Dinge, bevor sie überhaupt mit ihnen in Kontakt kommen.
Clan Nosferatu: die äußerlich abstoßensten Vampire sind völlig deformiert, wodurch sie meist abgeschieden in der Kanalisation hausen. Dafür sind sie geistig rege und extrem anpassungsfähig. In der modernen Zeit stellen sie zudem die besten Computerhacker.
Clan Gangrel: diese Einzelgänger haben gelernt, mit dem Tier in ihnen im Einklang zu leben und sogar die Gestalt verschiedener Tiere anzunehmen. Diese Verbundenheit geht manchmal so weit, dass einige Clansmitglieder dauerhafte tierhafte Ausprägungen erhalten, wie einen Wolfsschwanz.
Clan Tremere: die „Hexer“ waren einst menschliche Magier, die versuchten, mit Vampirblut Unsterblichkeit zu erlangen. Das Experiment klappte nur teilweise und verwandelte die Magier in Untote. Sie haben wie kein anderer Clan Verbrechen gegen andere Vampirclans begangen und ihnen wird von fast niemandem getraut.
Clan Lasombra: ein Clan, der dem der Ventrue ähnelt, jedoch sehr viel mehr aus dem Hintergrund agiert. Sie besitzen Macht über Schatten und haben ironischerweise als einzige Vampire kein Spiegelbild.
Clan Tzimisce: ein gefürchteter Clan, der lange Zeit ganz Osteuropa beherrschte. Sie sind wie die Ventrue und die Lasombra ein „Herrscherclan“, und lenken zusammen mit den Lasombra die Geschicke des Sabbat. Tzimisce besitzen die Fähigkeit, fast jede erdenkliche Gestalt anzunehmen.
Das war eine kleine Zusammenfassung der grundlegenden Zusammenhänge, jedoch ist diese Rollenspielwelt wirklich extrem umfangreich und in den USA enorm erfolgreich, ähnlich AD&D.
damagefilter
13.05.2008, 21:10
Das alles findet man genau so/sehr ähnlich im Buch Nod.
Das ist folglich nicht ausgedacht, zumindest nicht von dem Verlag, sondern
der wahren Erzählung nachempfunden, wie sie auch im original Buch von Nod drinstehen soll...angeblich. Das Echte hab ich bis jetzt noch nicht gesehen.
Naja, jedenfalls die Clans, die Kainskinder etc, das stammt alles aus biblischen Geschichten ab. Eine sehr interesannte Sache, diese Seite der Vampire mal zu studieren.
Ich hab mich mit dem ganzen Amazon-Zeugs noch nich eingefuchst, also hier mal so:
http://www.amazon.de/Das-Buch-Nod-Sam-Chupp/dp/3931612228/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1210705296&sr=1-1
(Ich verspreche auch hoch und heilig, mich darüber noch zu belesen)
Habs zwei mal gelesen. Ich fands so spannend ;)
PoiSonPaiNter
14.05.2008, 07:45
Und wer beisst die Eltern?
Na ein geborener Vampir! oder meintest du die frage anders?
Ein bisschen, dass ging mehr so in die Richtung: Woher stammen der/die erste/n? Also die allerersten Eltern.
Der Sage nach stammen die Vampire von Kain ab, daher auch der gebräuchlichere Name „Kainskinder“.
Es gibt allerdings auch die Variante "Kinder des Judas", dass sie vom Verräter Christus abstammen und daher zu Untoten geworden sind. Wes Craven erzählt die Geschichte in seiner Dracula Version, auch Heitz verwendet diesen Namen, nur hab ich das Buch noch nicht gelesen...*schäm*...
Craven stellt es ungefähr so da: Judas erhängte sich nach dem Tod Jesus´ und dadurch das er Selbstmord begang wurde er bestraft zur ewigen Verdammnis und zum ersten Vampir. Dadurch das der Strick bei Sonnenaufgang riss, konnte er nur noch ein Leben in der Dunkelheit führen und sich vom Blut der Menschen ernähren. Glaube ich mich zu erinnern, habs lang nicht mehr gesehn...*eyesroll*...
Ein bisschen, dass ging mehr so in die Richtung: Woher stammen der/die erste/n? Also die allerersten Eltern.
Im 17.Jh verbreitete der erste Vampir, Faon (auch "Fäon") Vanpid (woraus sich dann der begriff Vampir bildete) in England Angst und Schrecken. Wie er ein geborener Vampir wurde, weiss niemand.... Er entsprach ganz den Klischees und Vorstellungen der Menschen: Leichenblass, Schwarzhaarig und Nachtaktiv.
Jedenfalls biss und heiratete er die Tochter des englischen Königs, die strohblonde haare hatte, so entstanden die ersten zwei Stämme, ihr Sohn war braunhaarig und gründete dann den dritten Stamm
Meine Vampire sind also mit der englischen Königsfamilie verwandt :D
Ich selbst hab noch keine Vampire kreirt, aber ich kenne ein paar.;)
Aber eine Freundin von mir hat sich ein paar gedanken gemacht, zB:
Die Menschen vergraben die Toten, weil sich ihre Körper ansonsten nach dem Tod in Vampire verwandeln, Erde unterbindet diesen Prozess. Allerdings haben Vampire die auf diese Art entstanden noch 90% Menschliches an sich. Vampire, die duch einen Bis zu ihresgleichen wurden, sind noch 50% mensch an sich und wer es aus eigenem antrieb wurde, ist Vampir durch und durch.
Das gleich gilt bei ihr für Werwölfe. Find ich ganz interessant, obwohl ich das Mit der Verwandlung nach dem Tod für Schwachsinn halte...*nein*
damagefilter
16.05.2008, 00:04
Meine Vampire sind also mit der englischen Königsfamilie verwandt :D
Das is doch mal was. Wenn ich mich also von einen von denen beknabbern lasse, bin ich ja sozusagen auch ein bischen englischer König :D
Ich hab nochmal was gefunden, undzwar die Herkunft des Sprichwortes "Ins Gras beißen"
Das hat tatsächlich was mit Vampiren zu tun.
Undzwar hat man den Toten früher Grasnaben mit ins Grab gelegt, für den Fall, dass sie zu Vampiren werden, so sollten sie in das Gras beißen um ihren Drang, etwas beißen zu müssen zu unterbinden.
Wer hätte das gedacht? hehe
Ich hab nochmal was gefunden, undzwar die Herkunft des Sprichwortes "Ins Gras beißen"
Das hat tatsächlich was mit Vampiren zu tun.
Das kam mir doch sehr komisch vor, deshalb hab ich mal nachgeschaut:
Man findet im Netz überall die Erklärung, dass in der Schlacht Verletzte ins Gras bissen, um die Schmerzen besser ertragen zu können.
Sry für Off Topic
SargAsmus
16.05.2008, 10:51
für mich müssen vampire folgende eigenschaften besitzen:
1) hang zu ookultem oder schwarzer magie
2) magische fähigkeiten (eher elementarer natur: feuer etc)
3) die liebe zur dunkelheit
4) raffinesse und dunkles uraltes wissen in verstaubten bibliotheken
5) entstehung durch vererbung oder rituelle umwandlung eines nicht-vampirs. weniger das klassische blut-saugen als vielmehr okkulte rituale.
so, mehr fällt mir spontan nicht ein...
damagefilter
16.05.2008, 11:21
Man findet im Netz überall die Erklärung, dass in der Schlacht Verletzte ins Gras bissen, um die Schmerzen besser ertragen zu können.
Dann hat sich da der Mensch, der das schrieb wohl geirrt, wenn er der Annahme war, dass es von Vampiren herrührt.
Aber zugegebenermaßen, es wäre eine coole erklärung :D
dragonheart
19.05.2008, 15:27
Also der Film "Interview mit einem Vampir" hat mich total fasziniert ^^
Es war kein solches hirnloses Töten, wie man es oft sieht.
Einen Vampir stelle ich mir eben folgendermaßen vor:
Auf jeden Fall muss er intelligent sein und nicht irgendwie monstermäßig hässlich. Er darf ruhig bösartig sein, aber er sollte auch etwas gefühlvoll sein.
Ich hasse diese Filme, in denen Vampire so total eklig und hässlich dargestellt werden und nur so immer seine Opfer aussaugen.
Klar, das kann schon sein ^^ Aber hässlich? ò.ó ^^
Na ja, ich gebs jetzt auf ^^
LG Dragonheart
Scheunentor
12.09.2008, 23:11
Beispiel: in Terry Pratchetts Scheibenwelt gibt es Karotte, einen Zwerg, der zwei Meter groß ist. Nicht gerade das, was unter einem Zwerg so landläufig verstanden wird.
Sry für off topic, aber Karotte ist kein Zwerg. Er ist ein Mensch der als Findelkind bei Zwergen aufgewachsen ist.
Zu Vampiren kann ich sagen, dass mir die verschiedenen Clans und deren Entstehungsgeschichte aus der WoD (World of Darkness) wie von John Doe beschrieben enorm gut gefallen und ich alles verschlinge was ich über diese in die Finger bekomm. Das ganze besitzt für mich so viel Tiefe und liefert für mich alles was ich mir unter dem Begriff Vampire vorstelle, bzw. Wünsche.
Asfalasarion
15.09.2008, 00:24
Die besten Vampire gibts in Hellsing (dem Manga - nicht dem beknackten Film).
Ich meine Nazi-Vampire - coolere Bösewichter gibts nicht.
Allgemein kann ich nur sagen, dass mir die altertümlichen Vampire (ihr wisst schon Särge, Fledermäuse, alte Schlösser, Stehkragen, usw.) besser gefallen als so moderne Reformer-Vampire (Blade, etc.).
Ein richtiger Vampir muss imo etwas Tragisches, Geheimnisvolles, Faszinierendes, Gefährliches, "Sündenhaftes", Wildes und Zivilisiertes, Über- und Unterlegenes haben.
Cullabay
31.01.2009, 12:26
Allgemein kann ich nur sagen, dass mir die altertümlichen Vampire (ihr wisst schon Särge, Fledermäuse, alte Schlösser, Stehkragen, usw.) besser gefallen als so moderne Reformer-Vampire (Blade, etc.).
Ein richtiger Vampir muss imo etwas Tragisches, Geheimnisvolles, Faszinierendes, Gefährliches, "Sündenhaftes", Wildes und Zivilisiertes, Über- und Unterlegenes haben.
Bei mir ist es auch so. Ein Vampir, der so menschenähnlich und zivilisiert geworden ist, dass er seine Lust auf Blut immer beherrschen kann und so gar nichts bedrohliches mehr an sich hat, ist für mich irgendwie kein Vampir mehr sondern meist nur eine andere Form eines Superhelden - Hat er doch meist übermenschliche Fähigkeiten. Auch sind Vampir für mich gerade dadurch gekennzeichnet, dass sie Geschöpfe der Nacht sind. Die modernen Vampire, denen das Tageslicht gar nichts mehr ausmacht gefallen mir gar nicht.
Wenn ein Vampir nicht auf Menschenjagd geht und auf der Seite der "Guten" steht gehört für mich aber dazu, dass ihm das schwer fällt und er immer wieder seinen inneren Dämon bekämpfen und überwinden muss - und auch evtl. auch mal unterliegt.
AMBER schattensturm
31.01.2009, 12:30
Ich bin tatsächlich ein Fan der Vampir-Machart in dem gleichnamigen Rollenspiel. Mit der Idee der Clans konnte ich mich zwar nie so richtig anfreunden, aber abgesehen davon stimmt eigentlich alles. Das gilt sowohl für Masquerade als auch Requiem.
Lythande
01.02.2009, 12:14
Hallo,
Vampire - da muss ich eigentlich immer an den kleinen Vampir Rüdiger denken, der einen Menschen - Anton Bohnsack - zum Freund hat. Es ist eine tolle Kindergeschichte, aber sie büßt nichts von ihrer Gefahr ein, die von Vampiren ausgehen sollte, da auch Rüdiger oder seine gruselige Tante Dorothee immer Durst auf Menschenblut verspüren. Das war so mein erster Kontakt zu vampirischer Literatur.
Lythande
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