Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mobbing
Ähm ich bin jetzt doof. In welcher Richtung meinst du das? Mobber, die Angst entwickeln, oder doch eher die Mobbing Opfer, die vor anderen Menschen Angst haben?
Ja, ich wollte ausdrücken, dass Opfer von Mobbing soziale Phobien bzw. Angst vor ihren Mitmenschen Entwickeln können. Es gibt Menschen, die nicht einmal mehr aus dem Haus und unter Menschen gehen können, ohne Panikattacken zu bekommen. Die Täter wissen oft gar nicht was sie mit ihrem
Tun anrichten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jeder Täter so boshaft ist und diese Konsequenzen in Kauf nimmt. Aber niemand ist selbst schuld am eigenen Gemobbtwerden. Es gibt nichts, womit Mobbing gerechtfertigt werden kann und niemand ist gegen Mobbing gewappnet.
Es gibt nichts, womit Mobbing gerechtfertigt werden kann
@Kain: Würdest du niemanden mobben wollen, der dich mal gemobbt hat? Ob man sich dann dazu herablassen will, ist eine andere Frage, aber GERECHTFERTIGT wäre es doch in dem Fall, oder?
Aber niemand ist selbst schuld am eigenen Gemobbtwerden.
Ich bin der Meinung: DOCH.
Zum Mobbing gehören immer 2 Seiten. Natürlich kann man nicht anstelle der anderen handeln. Aber man kann sich verteidigen oder man kann sich weiterhin wie ein Opfer verhalten. Und wenn man als Mobbingopfer nichts an seinem eigenen Verhalten zu ändern versucht, sondern in Mitleid versinkt "ach sind die anderen böse, ach geht es mir schlecht", dann ist man mitschuldig an der eigenen Situation.
Ich denke nur, die meisten finden es bequemer, die Schuld auf andere zu schieben und somit nichts an sich ändern zu müssen.
...und niemand ist gegen Mobbing gewappnet.
Naja, wenn man zu sich selber steht, mit all den Nachteilen und Schwächen, dann gibt es ja nichts, womit dich die anderen mobben können. Sie können's VERSUCHEN. Aber das Problem ist, dass, eine Person zu mobben, der das am Allerwertesten vorbeigeht, ziemlich langweilig ist. Und man wird nach kürzester Zeit in Ruhe gelassen.
dragonheart
09.12.2008, 21:11
LoL...
@Kain: Würdest du niemanden mobben wollen, der dich mal gemobbt hat? Ob man sich dann dazu herablassen will, ist eine andere Frage, aber GERECHTFERTIGT wäre es doch in dem Fall, oder?
Nein. Eben nicht. Mobbing ist nie Gerechtfertigt. Und ich würde es nie, nie meinen Mobbern wünschen. Niemals.
Zum Mobbing gehören immer 2 Seiten. Natürlich kann man nicht anstelle der anderen handeln. Aber man kann sich verteidigen oder man kann sich weiterhin wie ein Opfer verhalten. Und wenn man als Mobbingopfer nichts an seinem eigenen Verhalten zu ändern versucht, sondern in Mitleid versinkt "ach sind die anderen böse, ach geht es mir schlecht", dann ist man mitschuldig an der eigenen Situation.
Weißt du. Ich frag mich, was du denkst, was wir machen. Willst du mir tatsächlich sagen, dass alle Mobbingopfer Schuld an ihrer Situation sind?
Und dass sie sich ändern sollen?
Eine ziemlich einseitige Meinung, finde ich. Du machst es dir auch irgendwie einfach. Du sagst eben, die Leute, die gemobbt werden, sollen etwas an ihrem Verhalten ändern, dann werden sie eben nicht mehr gemobbt.
Denkst du wirklich, wir finden es toll gemobbt zu werden, weil wir uns Leid tun?
Ich frage mich wirklich, woher du dieses Wissen nimmst, weil ich kaum glaube dass du jemals gemobbt wurdest. Nie richtig, sonst würdest du nie sowas schreiben. Wenn du nämlich wirklich gemobbt wirst, ist es scheißegal, wirklich scheißegal, was du machst. Da kannst du dich durchschlagen, es kann dir am A* vorbeigehen, du kannst sie vollkommen ignorieren, es bringt nichts.
Und ich komm mir wirklich nicht vor, als würde ich mit einer Fahne durch die Welt rennen: Hallo, ich bin ein Opfer. Mobbt mich, aber dalli!
Übrigens… Man kann nicht sagen, dass ich alles hinnehme. (Und nur so… Wenns wirklich heftig ist, dann kann man nicht ignorieren, auch wenn man es versucht ^_^)
Ignorier doch mal, wenn du geschlagen oder die Treppe runtergeschubst wirst… lol
Ich denke nur, die meisten finden es bequemer, die Schuld auf andere zu schieben und somit nichts an sich ändern zu müssen.
Die Schuld auf andere schieben...
Na hör mal..... Der, der Gewalttätig wird, ist im Unrecht also auch schuld... soll, der, der geschlagen wird auch noch die Schuld auf sich nehmen... weil er vllt. kein passendes (geändertes) Gesicht aufgesetzt hat?!
Naja, wenn man zu sich selber steht, mit all den Nachteilen und Schwächen, dann gibt es ja nichts, womit dich die anderen mobben können. Sie können's VERSUCHEN. Aber das Problem ist, dass, eine Person zu mobben, der das am Allerwertesten vorbeigeht, ziemlich langweilig ist. Und man wird nach kürzester Zeit in Ruhe gelassen.
Ja, wie gesagt… Siehe oben… Wenn einer ein paar Mal gesagt kriegt, man hätte abstehende Ohren und sieht das als Mobbing an.... Über sowas kann man natürlich weghören.... So etwas kann einem am Arsch vorbei gehen... aber das ist kein Mobbing.
LG Dragonheart
In meinem Fall hat es damals geholfen, dass meine Eltern zu meinem Klassenlehrer gegangen sind.
Allerdings hängt das sehr stark von den Eltern und dem betroffenen Lehrer ab ...
@Kain: Würdest du niemanden mobben wollen, der dich mal gemobbt hat? Ob man sich dann dazu herablassen will, ist eine andere Frage, aber GERECHTFERTIGT wäre es doch in dem Fall, oder?
Dann würde ich ja vom Opfer zum Täter mutieren und währe meiner Meinung nach keine Bohne besser, ums salopp zu formulieren. Ich für mich persönlich halte es da eher mit dem kategorischen Imperativ von Kant:
„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“
Auge um Auge, Zahn um Zahn als allgemeine Gesetzgebung kannst du nicht wirklich wollen, oder?
Zum Mobbing gehören immer 2 Seiten. Natürlich kann man nicht anstelle der anderen handeln. Aber man kann sich verteidigen oder man kann sich weiterhin wie ein Opfer verhalten. Und wenn man als Mobbingopfer nichts an seinem eigenen Verhalten zu ändern versucht, sondern in Mitleid versinkt "ach sind die anderen böse, ach geht es mir schlecht", dann ist man mitschuldig an der eigenen Situation.
Ich denke nur, die meisten finden es bequemer, die Schuld auf andere zu schieben und somit nichts an sich ändern zu müssen.
Was konnten die Juden dafür, dass sich im dritten Reich so ein geballter Hass gegen sie entladen hat - NICHTS außer die Tatsache, dass sie Juden waren, eine Minderheit die als Sündenbock diente.
So ergeht es vielen Mobbingopfern, einzig und allein ihre Existenz reicht aus, um sie zu drangsalieren. Warum sollte ein Mobbingopfer sein Verhalten ändern, da wären wir wieder bei der Individualitätsfrage, so zu werden wie andere mich gerne hätten, kann nicht der Weg sein. Wenn du allerdings meinst dass Mobbingopfer die Anschluss bei ihren Peinigern suchen, das heißt Leute die immer wieder zu den gleichen Leuten rennen von denen sie getreten werden, selbst Schuld an ihrer Misere sind, dann muss ich dir allerdings doch teilweise recht geben.
In Selbstmitleid zerfließen soll natürlich auch keiner, eine Form des Widerstands sollte es schon geben, aber nicht indem ich mich auf das gleiche Niveau herab lasse.
Ich bin als Kind und Jugendlicher eher schmächtiger Statur gewesen und mußte deshalb oft als Prügelknabe herhalten, so was zerrt schon am Selbstwertgefühl. Ich habe für mich persönlich die Konsequenz daraus gezogen und bin ins Fitnessstudio gegangen und habe ordentlich gegessen.
Ich wurde wieder Selbstbewusster und in Ruhe gelassen. Aber es kann doch nicht sein, dass wir alle Bodybuilder werden müssen, damit wir nicht mehr geschlagen werden, in was für einer Welt leben wir eigentlich, obwohl ich aus heutiger Sicht froh bin mit diesem Sport angefangen zu haben, Krafttraining macht mir einfach sehr viel Spaß.
Gegen verbale Gewalt hingegen hilft auch kein Krafttraining und sie kann ebenso schmerzhaft sein, Gewalt ist Gewalt. Ignorieren und darüber stehen ist nicht immer möglich. Sicher man darf nicht alles an sich ranlassen, aber was sind dass für Menschen mit denen man alles machen kann, ohne das sie es in irgendeiner Form noch tangiert. Das erinnert mich an den Film Full Metal Jacket, wer die Beleidungen und das Mobbing während der Ausbildung psychisch übersteht, der kann dann als Soldaten-Zombie in den Krieg ziehen.
Rückspiegelgott
10.12.2008, 07:17
@Kain: Würdest du niemanden mobben wollen, der dich mal gemobbt hat? Ob man sich dann dazu herablassen will, ist eine andere Frage, aber GERECHTFERTIGT wäre es doch in dem Fall, oder?
Gerechtfertigt? NEIN! Aber ich könnte es verstehen, auch wenn ich es nicht gut finde. Zweimal Unrecht macht kein Recht!
Gegen verbale Gewalt hingegen hilft auch kein Krafttraining und sie kann ebenso schmerzhaft sein
Ich finde verbale Gewalt (und psychische Gewalt) schlimmer als körperliche.
"Sticks and stones may break my bones, but words will hurt forever."
Zum Mobbing gehören immer 2 Seiten.
Grundsätzlich ja, aber meißtens kann eine Seite nichts dafür / dagegen unternemen.
Aber ich hatte auch einen in der Klasse (früher hätte man Kameradenschwein gesagt) der auch nicht gerade beliebt war, der sich aber viel zu oft selbst in solche Situationen gebracht hat. Zum Beispiel war er über die Ferien 2 Stunden im Selbstverteidigungskurs, ohne großartig was zu tun (ich war mit ihm da), nach den Ferien hatten wir beschlossen ihn in Ruhe zu lassen. Was macht er als er ins Klassenzimmer kommt? Er ruft ganz laut: "Ich kann jetzt Tek-Won-Do, ihr könnt mich nichtmehr in den Papierkorb stecken!"*mph*
Zum Mobbing gehören immer 2 Seiten.
Großer Irrtum. Jedenfalls nicht in dem Sinn, dass das Opfer auch nur in geringster Weise "schuld" dran ist.
Es ist eben das Wesen des Mobbings, dass grundlos jemand seelisch oder auch körperlich fertig gemacht wird. Alles andere wäre Streit, Zwietracht, Rivalität.
Ein Mobbingopfer ist nur Opfer, niemals für sein Schicksal verantwortlich. Ich vergleiche es mit Folter. Der Gefolterte ist völlig hilflos und ausgeliefert. Und das Mobbingopfer ebenfalls.
Und noch etwas: es gibt Gesetze gegen Mobbing. Mobbing ist kein "Kavaliersdelikt". Niemand hat das Recht dazu.
Ich bin als Kind und Jugendlicher eher schmächtiger Statur gewesen und mußte deshalb oft als Prügelknabe herhalten, so was zerrt schon am Selbstwertgefühl. Ich habe für mich persönlich die Konsequenz daraus gezogen und bin ins Fitnessstudio gegangen und habe ordentlich gegessen.
Ich wurde wieder Selbstbewusster und in Ruhe gelassen. Aber es kann doch nicht sein, dass wir alle Bodybuilder werden müssen, damit wir nicht mehr geschlagen werden, in was für einer Welt leben wir eigentlich, obwohl ich aus heutiger Sicht froh bin mit diesem Sport angefangen zu haben, Krafttraining macht mir einfach sehr viel Spaß.
@Kain: Also nee mit 1,52m und 45kg würd ich mich auch nicht als Bodybuilderin bezeichnen. Aber mich hat man auch in Ruhe gelassen.
Ich denke, es hat vor allem mit Selbstbewusstsein zu tun. Natürlich gibt es immer Ausnahmen. Und natürlich gibt es eine Grenze, an der selbt der Stärkste verzweifeln würde. Nur kommt es meistens nicht dazu, wenn man von vornherein nicht ins "Beuteschema" fällt.
Aber generell werden selbstbewusste Menschen (die es wirklich sind, und nicht nur so tun), in Ruhe gelassen. Es wird fast ausschließlich auf die losgegangen, die Unsicherheit ausstrahlen und an sich selber zweifeln.
Da wirst du zustimmen, oder?
Und du fragst dich noch, in was für einer Welt wir leben? Das ist glaube ich auf den vielen Seiten zu diesem Thema gut genug beantwortet.:)
An der Welt kannst du nichts ändern. Aber daran, wie du in dieser Welt zurecht kommst. NUR daran. So einfach sehe ich die Sache.
Ob es fair oder gerecht ist, sei mal dahingestellt, aber es gibt einfach keinen anderen Weg.
Und ausserdem denke ich, dass dir Bodybuilding nicht nur unmittelbar für Kraft etwas gebracht hat, sondern vor allem, dass du glücklicher mit deinem Leben geworden bist, weil es dir ja viel Spaß macht, und dich selber mehr gemocht hast.
P.S. Hier im Forum scheinen einige zu denken, ich wüsste nicht, wovon ich rede. Wenn es so wäre, hätte ich es mir niemals herausgenommen, solche Beiträge zu schreiben wie den oben.
Zu dem Thema: ich wurde jahrelang gemobbt, habe mir Sachen angetan, die echt hässlich sind. So ziemlich die ganze Palette durch. Abgesehen von Selbstmord natürlich. ;) Ich war sowohl selisch als auch körperlich kaputt.
Ich habe auch zwei Krankenhausaufenthalte und eine Psychotherapie hinter mir und es hat (ich weiß es hört sich furchtbar pathetisch an) Wunden hinterlassen, die vielleicht nie verheilen werden. Ich schreib noch heute abend was, wenn ich daheim bin.
LG
Lustig dass du so etwas schreibst. Ich wollte nach dem Abi Internationales Management auf der BA (da arbeitet man immer abwechselnd bei einer Firma und besucht Vorlesungen), studieren. Und hatte zu dem Zeitpunkt komplett rote Haare. So richtig knallrot. Und Piercins in den Ohren und eins im Gesicht.(...)
(...)Es ist ja nicht so dass mir mein Traumberuf es nicht wert wäre, die Haare "normal" zu färben, mir ist nur aufgefallen, dass ich so einen Beruf nicht will.
Nach langem Überlegen bin ich zu dem Entschluss gekommen, mein Hobby zum Beruf (in dem Fall Studienrichtung) zu machen und bin auf eine Designhochschule gegangen. Man muss hierfür auch eine Aufnahmeprüfung machen, bei der verrückte Ideen zu den Bewertungskriterien gehören!!!
Jetzt habe ich noch mehr Piercings im Gesicht, ziehe 15 cm hohe Lackschuhe in die FH an, mache mir Knochen(selbstgemachte natürlich) in die Haare und habe die halbe Woche bis zu den Ellbogen bunt angemalte Arme, weil montags immer Malerei ist und Acrylfarbe so gut auf der Haut haftet.(...)
Es ist immer gut, wenn man einen Kreis findet der zu einem passt. Meine Hochachtung dafür, dass du zu dem gestanden hast was du bist. Ich war nicht so mutig. ^^
Ich bin sehr lange ein Mobbingopfer gewesen, und wenn ich gerade nicht gemobbt wurde, war ich einfach nur unbeliebt. Jetzt bin ich sogar recht beliebt, weil die Menschen an der FH gerade das schätzen, wofür mich die anderen verachtet haben. Und weil ich gelernt habe, mich selber zu mögen.
Was absolut für meine These spricht. Vielen dank L.S. :D
Nein, ernsthaft. Ich freue mich für dich. Und ich würde jedem Menschen wünschen, dass er seinen Platz im Leben findet. Einen Platz wo er sich wohl fühlt, akzeptiert und verstanden wird und sich nicht zu verstecken brauch.
Und ich würde jedem Menschen wünschen, dass er seinen Platz im Leben findet. Einen Platz wo er sich wohl fühlt, akzeptiert und verstanden wird und sich nicht zu verstecken brauch.
Ich ebenfalls.
Allerdings muss man schon selber das schöne Plätzchen suchen.
Niemand rennt dir mit deinem Glück hinterher und präsentiert es dir auf einem Silbertablett.
Und selbst da wird es immer Idioten und Neider geben, die probieren, es einem zu vermiesen. Gibts bei uns auch.
Aber im Großen und Ganzen ist es schon "mein Plätzchen".
Nein. Eben nicht. Mobbing ist nie Gerechtfertigt. Und ich würde es nie, nie meinen Mobbern wünschen. Niemals.
Und würdest du es auch den Leuten nicht wünschen, die Schlimmeres getan haben? Gemordet? Gefoltert? Wäre es auch dann nicht gerechtfertigt, wenn es nicht nur theoretisch ist, sondern einem von deinen Lieben angetan wurde?
Weißt du. Ich frag mich, was du denkst, was wir machen. Willst du mir tatsächlich sagen, dass alle Mobbingopfer Schuld an ihrer Situation sind?
Und dass sie sich ändern sollen?
Genau genommen sagte ich, dass man nicht SICH ändern soll, sonden sein VERHALTEN. Das ist ein Unterschied. Sich selber sollte man schon akzeptieren, sonst gibt man ja den „Feinden“ recht, wenn man denkt, man sei nichts wert.
Du kannst weder die anderen ändern, noch dir deine Umwelt zurechtbiegen. Das einzige, woran du arbeiten kannst, ist dein Verhalten/ deine Einstellung.
Naja Weglaufen geht natürlich auch. Aber das ist doch keine Dauerlösung.
Eine ziemlich einseitige Meinung, finde ich. Du machst es dir auch irgendwie einfach. Du sagst eben, die Leute, die gemobbt werden, sollen etwas an ihrem Verhalten ändern, dann werden sie eben nicht mehr gemobbt.
Genau das sage ich. Hab aber nicht behauptet, dass es einfach ist. Aber überleg mal, wenn du an den anderen nichts ändern KANNST, und an dir nichts ändern WILLST, dann kannst du ja echt wenig in deinem Leben bestimmen. Nicht nur aufs Mobbing bezogen.
Denkst du wirklich, wir finden es toll gemobbt zu werden, weil wir uns Leid tun?
Ich frage mich wirklich, woher du dieses Wissen nimmst, weil ich kaum glaube dass du jemals gemobbt wurdest. Nie richtig, sonst würdest du nie sowas schreiben. Wenn du nämlich wirklich gemobbt wirst, ist es scheißegal, wirklich scheißegal, was du machst.
Ich war sehr lange Mobbingopfer. Mehr steht weiter oben, ich möchte mich nicht selber zitieren. Und es war richtiges Mobbing, nicht wegen abstehender Ohren oder so. Obwohl auch das kränken kann.
Und irgendwie hat es sich genau ins Gegenteil gekehrt. Natürlich nicht IRGENDWIE. Dazu waren Jahre von harter Arbeit nötig. An mir selber. Aber jetzt habe ich sehr gute Freunde, bin erfolgreich im Studium, mit meinem Aussehen zufrieden usw. Und beliebt. Das kann ja kaum daher kommen, dass ich eine komplett falsche Einstellung habe.
Die Schuld auf andere schieben...
Na hör mal..... Der, der Gewalttätig wird, ist im Unrecht also auch schuld... soll, der, der geschlagen wird auch noch die Schuld auf sich nehmen... weil er vllt. kein passendes (geändertes) Gesicht aufgesetzt hat?!
Natürlich ist der Mobber nicht unschuldig. Aber indem man NICHTS tut, macht man sich auch mitverantwortlich für die Situation. Es gibt auch andere Wege, als ein anderes Gesicht aufzusetzen.Und die funktionieren. Wie gesagt, man muss nur handeln. Sonst kann man lange drauf warten, dass sich etwas ändert.
Da kannst du dich durchschlagen, es kann dir am A* vorbeigehen, du kannst sie vollkommen ignorieren, es bringt nichts.
Und ich komm mir wirklich nicht vor, als würde ich mit einer Fahne durch die Welt rennen: Hallo, ich bin ein Opfer. Mobbt mich, aber dalli!
Wahrscheinlich tust du es aber trotzdem. Man muss dafür ja keine Fahne mit sich herumschleppen. Aber wahrscheinlich drückst du durch deine Körpersprache, deine Art zu reden oder Ähnliches Unsicherheit aus.
Du kennst doch bestimmt Menschen, die Autorität ausstrahlen. Sie sind nicht unbedingt besonders groß, besonders schön oder haben teure Klamotten an. Aber irgendwie hat man sofort Respekt vor ihnen und hört ihnen zu. Bei Mobbingopfern ist es genau andersrum, die strahlen Unsicherheit und Schwäche aus. Es läuft dann aufs Gleiche raus, als würdest du tatsächlich mit einer Opfer-Fahne rumlaufen. Nur dass du die Fahne weglegen kannst und die Ausstrahlung nicht. Das macht dich einfach immer zu einem potentiellen Opfer. Was natürlich nicht bedeutet, dass dich jeder Mobben wird.
Aber die Gefahr besteht dann immer. Denn selbt in der besten Klasse/ Firma/ Familie kann und wird es Idioten geben. Man kann es natürlich akzeptieren und die Ganze Zeit Angst davor haben. Oder immer wieder weglaufen. Oder man ändert etwas.
Und ich will damit auf keinen Fall das Verhalten der Mobber rechtfertigen. Es ist natürlich nicht fair, die Schwäche der anderen auszunützen. Aber die Tatsache, dass es nicht fair ist, was dir angetan wird, macht für dich das Leben nicht schöner.
Übrigens… Man kann nicht sagen, dass ich alles hinnehme. (Und nur so… Wenns wirklich heftig ist, dann kann man nicht ignorieren, auch wenn man es versucht ^_^)
Ignorier doch mal, wenn du geschlagen oder die Treppe runtergeschubst wirst…
Ignorieren funktioniert in dem Fall natürlich schlecht :). Aber man kann daran arbeiten, dass es nicht wieder vorkommt. Und wenn du dankst, du hast alles probiert, dann darfst du nicht resignieren. Probier weiter. Bei mir hats ja auch geklappt. :)
RickyLee
10.12.2008, 18:15
Manche finden sie jedoch nie.
Weil es keine gibt. Weil sie wirklich einzigartig sind. Und sie sind ihr Leben lang unglücklich, weil Einzigartigkeit ein Verbrechen ist. Und ganz sicher nichts erstrebenswertes.
Dagegen gibt es nur eine Lösung; Akzeptanz üben.
Ich habe eine recht hohe Hemmschwelle/Schmerzgrenze, was "seltsamkeit" angeht. Von vielen wird Gutmütigkeit ausgenutzt werden, aber solange es von zwanzig Leuten bei einem ankommt, der es nötig hat, bin ich zufrieden.
@ Akissi: ganz deiner Meinung. Wir haben ein Nachbarskind, erst 3 oder so, voll niedlich.
Quält schildkröten und Tiere (hab ich deswegen auch schon angeschnauzt... ohgott, das arme Reptil! Wies mit den Beinchen gewackelt hat... -.-)
Kann sich keine Sekunde benehmen, reagiert nicht mal auf "Halts Maul" (wirklich keine Sekunde. Selbst als sein Urgroßvater nebenan tot im Bett lag und alle getrauert haben. Und was er gemacht hat, was kein lebhaftes Kind-Sein, sondern einfach nur kein Benehmen haben)
Und was sagen die Eltern, wenn das passiert?
Mutter: *fast unhörbare Fistelstimme* nein, felix, das darfst du nicht, felix, lass das.
Was kümmerts ihn?
Rüschtüsch. Nix.
...mangelnde Erziehung -.-
Aber das war wohl schon irgendwo off-topic.
Simon the Sorcerer
10.12.2008, 19:52
Hallo,
ich verfolge diese Thema hier schon länger, und hab mich eigentlich noch nicht geäußert.
Weil ich selbst nie oder so gut wie nicht gemobbt wurde, ein kleines bißchen ab und zu, aber hey, es kann einen ja nicht Jeder mögen.
Ganz einfach hatte ich´s aber auch nicht, als sehr dünner kleiner Junge der in allem nur Mittelmaß war.
Doch es war für mich normal, es war eben so bei uns. Heute bekommst du es ab, morgen ein Anderer. Wobei es nie etwas mit Gewalt zu tun hatte, mehr mit lustig machen auf Kosten Anderer.
Ich weiß das so etwas auch weh tun kann, ja auch aus eigener Erfahrung.
Und wenn ihr mich fragt ob ich schon selbst gemobbt habe, muß ich erhlich mit ja antworten. Zwar nicht in dem Ausmaß wie es hier vielen wiederfahren ist, aber man könnte manches so bezeichnen.
Naja, ich könnte sagen: "es ist schon eine Ewigkeit her und das wir Kinder waren" doch das tue ich nicht, weil es keine Entschuldigung ist. Mobbing ist nicht entschuldbar, da geb ich euch recht.
Doch nun muß ich Jemandem "standing Ovations" geben, L.S. hat es mMn direkt auf den Punkt gebracht und spricht mir aus der Seele.
Man sollte immer kämpfen und weiter machen und auch an sich arbeiten.
Ihr könnt jetzt sagen: "der hat ja keine Ahnung, der hat doch selbst gemobbt !" Das weiß ich selbst am besten.
Aber eins könnt ihr mir glauben, es hat mir im nachhinein leid getan und ich hab mich bemüht mit den Leuten die es früher am ärgsten getroffen hat, heute ein gute verhältniss zu haben. Ich hab mich nie mit Worten bei Ihnen entschuldigt (dazu fehlt mir der Mut und es ist mir peinlich), sondern mit Taten und Gesten.
Aber auch zu meinen damaligen Mobbern habe ich ein gutes Verhältniss. Einige der Opfer und Täter zähle ich heute zu meinem Freundeskreis.
Und wenn ihr jetzt immer noch denkt: "der alte Ex-mobber hat keine Ahnung"
Muß ich euch sagen, dass ich jetzt schon seit 15 Jahren in der Jugendarbeit tätig bin und versuche eine Gruppe von Kindern zu besseren Erwachsenen zu machen, ja zu besseren Menschen. Auch die Schwächeren aufgebaut bzw. den Stärkeren eine gewisse rücksicht und führsorge vermittelt habe und es inzwischen eine Gruppe von jungen Erwachsenen ist, die aus allen sozialen Schichten kommen und sehr unterschiedlich sind aber trotzdem wunderbar zusammen harmonieren und sich tolerieren.
Das Prinzip funktioniert also, es muß nur an SICH gearbeitet werden und damit meine ich JEDEN. Die Welt wird sich für euch nicht ändern, und Jeder der etwas anderes behauptet lebt in einer Traumwelt oder ist hoffnungslos egoistisch.
Ihr müßt euch nicht "verränken" ihr müßt nur einen Mittelweg finden zwischen "sich aufgeben" und "egoistischer Individualität die nur ihren eigenen Weg kennt". Lernt euch zu biegen, doch dabei nicht zu brechen.
(Ok, die letzten Sätze klingen ziemlich geschwollen, aber ich kann mich im Moment nicht besser ausdrücken.)
Grüße
Mad Bull
10.12.2008, 20:02
Hallo Dragonheart,
ich selber bin, wegen Extravaganz, mit Mobbing groß geworden und habe durch viele bittere Lektionen eine menge gelernt. An deinen Postings kann ich daraus schliesen, daß du noch lange nicht gebrochen bist. Diese legen in der Regel ein sehr apathisches Verhalten an den Tag.
Du arbeitest daran. Dir fehlt noch die richtige Strategie.
Andererseits braucht auch eine gute Strategie Zeit um ihre gewünschte Wirkung zu entfalten. Du und die anderen armen Teufel werden den richtigen Weg finden.
Hier sind noch ein paar Überlegungen von mir zu deinen Punkten.
Sie werden dir vielleicht nicht gefallen, doch du brauchst Fakten und keine Mythen. Die Fantasystories können dir nicht das geben was du brauchst.
Und ich würde es nie, nie meinen Mobbern wünschen.
Das brauchst du auch nicht. Sie ernten was sie sähen.
Zwei Typen, die mir übelst auf den Zeiger gingen, sind von Leuten verprügelt worden, die ich selber nicht mal kannte. Gewalt zieht auch weitere Gewalt an.
Weißt du. Ich frag mich, was du denkst, was wir machen. Willst du mir tatsächlich sagen, dass alle Mobbingopfer Schuld an ihrer Situation sind?
Und dass sie sich ändern sollen?
Diese Person hat leider recht. :(
Im Umgang mit solchen Asozialen gelten andere Bedingungen.
...wirklich scheißegal, was du machst. Da kannst du dich durchschlagen, es kann dir am A* vorbeigehen, du kannst sie vollkommen ignorieren, es bringt nichts.
Richtig.
Sie werden statt dessen immer dreißter und gemeiner.
Das ist das Los derer, die sich nicht wehren.
Und ich komm mir wirklich nicht vor, als würde ich mit einer Fahne durch die Welt rennen: Hallo, ich bin ein Opfer. Mobbt mich, aber dalli!
Ich weiss was du damit meinst.
Ich kann das bei dir schlecht beurteilen, den ich sehe nicht wie du dich in der Öffentlichkeit bewegst. Schriftlich bewegst du dich recht geschickt.;)
Übrigens… Man kann nicht sagen, dass ich alles hinnehme. (Und nur so… Wenns wirklich heftig ist, dann kann man nicht ignorieren, auch wenn man es versucht ^_^)
Da brauchst du dir auch keinen Vorwurf machen. Es ist menschlich wenn man erschreckt oder irgendwann mal ausrastet. Es gibt ein Pensum wo wirklich bei jedem das Maß voll ist.
Ignorier doch mal, wenn du geschlagen oder die Treppe runtergeschubst wirst… lol
Ganz böses Foul. Wenn du an der richtigen Stelle petzen gehst, können sie Ärger kriegen. Natürlich ist es verpönt zu petzen. Aber nicht mehr bei so was.
Wer da noch meckert hat Realitätsverlust.
Schriftlich ist immer gut.
Die Schuld auf andere schieben...
Na hör mal..... Der, der Gewalttätig wird, ist im Unrecht also auch schuld... soll, der, der geschlagen wird auch noch die Schuld auf sich nehmen... weil er vllt. kein passendes (geändertes) Gesicht aufgesetzt hat?!
Man ist sehr wohl mitschuldig, wenn man so ein gravierendes Fehlverhalten durch gehen lässt! Gewalt, egal welcher art, hat in einer Gemeinschaft nichts zu suchen. Sonst ist das keine Gemeinschaft.
Was mich noch irritiert:
Warum geht gehst du nicht in eine andere Schule?
Hat es keine Konsequenzen gegeben, als du die Treppe runter geflogen bist?
Wow, seit meinem letzten Posting hat sich hier die Einstellung aber kann's schön verändert.
Ich zitiere nichts, weil ich auf etwas anderes hinaus will.
Es wurde mehrmals gesagt, dass man sich wehren soll. Wie?
Die Frage ist ernst gemeint, denn wenn die Mobber zahlenmäßig überragend sind und mit Waffen, wie allgemeiner Akzeptanz, Sprachgewandheit und fiesen Streichen, bewaffnet sind, wie soll man sich wehren, wenn man keine Waffe besitzt, oder nicht weiß, wie man sie einsetzen kann?
Bevor die Idee des Ignorierens wieder kommt, es gibt da Grenzen. Natürlich kann man versuchen, Dinge zu ignorieren, aber das hat Grenzen.
Denn das größte Mobbing-Zentrum ist nun einmal die Schule. Und dort wird unterrichtet.
Und bei mir war es der Fall, dass wenn ich eine falsche Antwort auf eine Frage gab (mal ehrlich, dass passiert jeden), dann gab's Getuschel, oder offene Meinungen, häufig wurde es dann in den Pausen überspitzt dargestellt, so als wäre ich auf den Kopf gefallen.
Vor allem sollte man beachten, dass Mobben einen psychisch verändern kann und dann können einige Dinge dominant werden.
Ich hatte häufig versucht, mich anders zu verhalten, aber es war sehr schwer, überhaupt aus dem alten Schema heraus zu treten und viel zu einfach, in das Schema wieder zurück zu fallen.
Und dann die Körpersprache. Jeder kann mit erhobenen Hauptes durch die Schule, oder dem Arbeitsplatz gehen, für andere wirken, als wäre er mit sich zufrieden und glücklich, aber wenn er es nicht wirklich ist, bemerken andere Menschen das, alles unterbewusst. Und dann wirkt dieses Selbtbewusstsein aufgesetzt. Und wenn jemand das weiß und ist gerade auf der 'Suche' nach seinem nächsten 'Opfer' präsentiert man sich, ohen es zu wissen.
Ob ich meinen Mobbern, das gleiche wünsche, was sie mir angetan haben?
Ich muss ehrlich sein: Ich weiß es nicht.
Ein Teil von mir ist sicher auf Rache aus. Würde sicher gerne mal jemanden fertig machen, dass er sich in die letzte Ecke verkriecht und so.
Aber ich habe einen meiner Ex-Mobber gut vier Jahre nachdem sich unsere Wege getrennt haben, kurz wieder getroffen. Es war nur ne Sache von ner Minute oder so, haben uns die Hand gegeben und mussten uns schon wieder verabschieden, weil mein Bus abfahrtbereit war.
Hinterher dachte ich nur, dass ich ihm auch irgendwas fieses sagen könnte, so als Hinweis: Danke für's mobben. Aber das hätte er sicher nicht verstanden und ich fand's da auch nicht richtig.
Und ich akzeptiere auch die Meinung, dass die Mobbingopfer auch etwas schuld haben. Da kann ich nur sagen: Es ist möglich, dass ich eine 'Art' Mitschuld trage, die mir damals nicht bewusst war.
Sehr gut finde ich auch die Tipps, die gegeben wurden.
Ist fast schon bedauerlich, dass ich zu meiner Schulzeit nicht die Möglichkeit hatte, diese Kommunikation zu genießen.
Damals hatte ich niemanden, dem ich mich so anvertrauen konnte, oder wollte, um über dieses Thema zu reden, vermutlich, weil ich mich geschämt habe, oder schlimmeres, ich weiß es nicht mehr.
Grüße
Es wurde mehrmals gesagt, dass man sich wehren soll. Wie?
…
Und dann die Körpersprache. Jeder kann mit erhobenen Hauptes durch die Schule, oder dem Arbeitsplatz gehen, für andere wirken, als wäre er mit sich zufrieden und glücklich, aber wenn er es nicht wirklich ist, bemerken andere Menschen das, alles unterbewusst. Und dann wirkt dieses Selbtbewusstsein aufgesetzt. Und wenn jemand das weiß und ist gerade auf der 'Suche' nach seinem nächsten 'Opfer' präsentiert man sich, ohen es zu wissen.
Genau darauf will ich hinaus. Wehren in dem Sinne, dass man so tut, als wäre man selbstbewusst oder gut gelaunt, oder freche Sprüche klopfen und dabei schüchtern zur Seite schauen macht die Sache nur noch schlimmer.
Sich richtig wehren kann man nur, wenn man auch selber daran glaubt, was man tut/ sagt. Klar weißt du als Mobbingopfer im Kopf, dass die anderen erbärmlich sind, wenn sie so etwas betreiben und du nicht weniger wert bist. Aber so richtig überzeugt davon ist man dann doch nicht (wie denn ohne Freunde?).
Aber ab dem Moment, wo man lernt, seine Schwächen zu mögen (die machen doch einen Charakter erst aus!!!) und sich nicht dafür schämt, ist man fast nicht mehr angreifbar. Meistens gibt es diese vermeintlichen Schwächen gar nicht mal, sie wurden dir nur von den Mobbern zugeschrieben oder sind anerzogene gesellschaftliche Werte, denen man nicht entspricht.
z.B. Egoismus: sehr schlechte Eigenschaft!!!
Aber man kann ja auch auf die Idee kommen:Vielleicht bin ich egoistisch, aber trotzdem zuverlässig und für andere da, wenns drauf ankommt. Dann ist mein Egoismus nicht weiter schlimm.
Man muss sich nicht ändern. Man kann es aber auch nicht. Deshalb ist Mobbing ein Teufelskreis: du glaubst, etwas stimmt mit dir nicht, bist verunsichert und versuchst, dich zu ändern. Da es nicht klappt, entwickelst du einen Selbsthass und die anderen bekommen das was sie wollten und mobben dich erst recht.
Man kann nur lernen, mit den Gegebenheiten (Charakter/ Aussehen/ …) optimal umzugehen.
Klar würde theoretisch auch der Stärkste irgendwann an Mobbig kaputtgehen, wenn es nie aufhört.
Aber praktisch wird man höchstwahrscheinlich (Ausnahmen gibt’s natürlich immer) aufhören dich zu mobben. Weil keinen Spaß mehr macht.
Wenn man eine Person wegen ihrem Egoismus fertigmachen will, und sie ist aus voller Überzeugung der Meinung: „Ja und??? Ist immer noch besser, als sich von Leuten ausnutzen zu lassen, die die Hilfe nicht zu schätzen wissen.“
So jemanden lässt man in Ruhe.
Nachdem ich gelernt habe, zu akzeptieren, dass ich ohne meine „Schwächen“ nicht mehr ich wäre (und ich bin schon gern ich), hat nicht mal jemand VERSUCHT, mich zu mobben.
Hey ich bin arrogant, eingebildet und extrem labil. Und es ist gut so. Denn es hindert mich nicht daran, Respekt vor Leistungen anderer zu haben und die Menschen, die ich schätze, bekommen meine Arroganz auch kaum ab usw.
Und weil ich arrogant rüberkomme, werde ich nie von irgendwelchen Checkern in der Fußgängerzone angelabert (sehr angenehm für mich, was würde ich nur ohne meine geliebte Arroganz machen?!).
Deswegen denke ich auch oft:
Danke für's mobben.
Ich habe jetzt so ein wunderschönes Leben, weil ich durch die Auseinandersetzung mit meinen „Schwächen“ so viel über Lebensqualität gerernt habe.
Mad Bull
16.12.2008, 11:47
Hallo Heryst,
durch L.S. hat du und Dragonheart eine menge brauchbare Infos.
Ich habe es mehrmals gründlich durch gelesen und konnte nichts falsches fest stellen.
Hier sind noch ein paar Überlegungen meinerseits:
Es wurde mehrmals gesagt, dass man sich wehren soll. Wie?
-In den man schon mal dafür sorgt ein "ruhiges Hinterland" zu haben.
Das ist in der Regel das Zuhause.
-Angriffe variieren häufig. In sachen Angriff und Verteidigung ist der Mensch besonders kreativ. Nach der Lehre des Philosophen Heraklit ist der Krieg der Vater aller Dinge.
-Soziale Kompetenzen trainieren.
-Eigene Menschenkenntnis schulen. In dem Fall besonders interessant zu wissen, wann ein Mensch einen anderen Menschen angreift.
Zu prüfen welche Umstände dies begünstigen.
-Sehr wichtig ist, welche art Mensch bringt dich vorwärts und tut dir auch
gut.
-Auch wenn man sich strafbar macht und der Mobber zum offiziellen Opfer wird. Eine ordentliche Schlägerei lässt so manchen Dummkopf wieder schlagartig vernünftig werden. Da zeigt sich der Meister in seiner Mäßigung.
Der Dummkopf muss nicht fast tot getreten werden. Eine gut plazierte Ohrfeige kann eine menge Bewirken.
Bevor die Idee des Ignorierens wieder kommt, es gibt da Grenzen.
Richtig, wenn es richtig eklig wird, hat man ein legitimes Mittel diesen asozialen Menschen auch anzugreifen.
Vor allem wenn die Beleidigungen noch auf Familie, Glauben, Nation, etc. zielen. Bei tätlichen Angriffen hat man einen legitimen Grund den Schulbesuch zu verweigern.
Denn das größte Mobbing-Zentrum ist nun einmal die Schule.
Und in alle anderen Orte wo Menschen festgehalten werden.
Gefängnisse, Kasernen, etc.
Und bei mir war es der Fall, dass wenn ich eine falsche Antwort auf eine Frage gab (mal ehrlich, dass passiert jeden), dann gab's Getuschel
Das ist menschlich. Es wird immer geklatscht und getrascht.
Wen man nicht im Gespräch bleibt, ist man gar nicht aktiv am Leben beteiligt.
Vor allem sollte man beachten, dass Mobben einen psychisch verändern kann
In dem man z. B. mehr Lebenserfahrung bekommt und abgebrühter wird.
Und dann die Körpersprache. Jeder kann mit erhobenen Hauptes durch die Schule, oder dem Arbeitsplatz gehen, für andere wirken,
Das Leben ist Bluff. Nicht umsonst gibt es den Begriff Pokerface.
Ein Teil von mir ist sicher auf Rache aus. Würde sicher gerne mal jemanden fertig machen, dass er sich in die letzte Ecke verkriecht und so.
Das ist auch menschlich. Sadismus ist unterschiedlich ausgeprägt.
So wie man seine Mitmenschen behandelt, so wird man auch behandelt.
So viel dazu. Noch Fragen?
So viel dazu. Noch Fragen?
Wenn es nur so einfach wäre: Hier das Problem, da ein Patentrezept. Aber leider läuft es nicht so.
Oder denkt ihr wirklich, Mobbingopfer wüssten nicht selber, dass sie auf manches nicht oder anders reagieren sollten, dass sie an ihren Reaktionen oder ihren Emotionen arbeiten sollten, manches nicht so an sich heranlassen und und und...?
Sich oder etwas zu ändern geht manchmal einfach nicht. Manchmal gelingt es auch nicht, um Hilfe zu bitten. Genau wie man niemandem sagen kann "Nun sei doch mal spontan" oder "Nun sei halt nicht deprimiert", denn solche Phrasen bewirken meist genau das Gegenteil.
Bitte nicht missverstehen:
Alle Ratschläge sind gut gemeint. Aber dass sie durchführbar sind, wage ich zu bezweifeln. Und ich fürchte auch, dass sich manche Mobbingopfer (gerade die, die am schlimmsten in der Sch**** stecken) dadurch nur noch mehr frustriert fühlen. Im Wort "Ratschlag" steckt nicht umsonst das Wort "Schlag"...
Mad Bull
16.12.2008, 13:33
Wenn es nur so einfach wäre: Hier das Problem, da ein Patentrezept. Aber leider läuft es nicht so.
Da hast du recht Hathor. Ein wesentlicher Denkfehler ist, alle Probleme mit dem rationalen Denken zu lösen. In der Ratio sind alle persönlichen Erfahrungen eines Menschen gespeichert. Darum ist auch die Furcht vor dem Unbekannten so groß. H.P.Lovecraft lies oft davon inspirieren.
Und darum reagieren Menschen oft so verstört auf das Anderssein ihrer Mitmenschen.
Gläubige Menschen haben Antwort darauf.
Sie vertrauen auf die universelle Intelligenz. Sie vertrauen auf Gott.
Alle Ratschläge sind gut gemeint. Aber dass sie durchführbar sind, wage ich zu bezweifeln...
Im Wort "Ratschlag" steckt nicht umsonst das Wort "Schlag"...
Ja, die menschliche Psyche und die Situationen sind m.E. so unterschiedlich, das solche Ratschläge - wie man genau was besser machen kann, in den meisten Fällen sowieso eher nutzlos sind. Mobbing können m.M.n. nur die verhindern, die bei solchen Vorfällen wegsehen.
@Mad Bull
Bei einigen Sachen kann ich dir nicht zustimmen z.B. folgende:
In dem man z. B. mehr Lebenserfahrung bekommt und abgebrühter wird.
Lebenserfahrung hin oder her - Mobbing ist m.M.n. nicht die richtige Erfahrungsquelle für das "allgemeine" Leben. Man sagt ja manchmal beiläufig "Was uns nicht umbringt, das macht uns härter". In Sachen Mobbing trifft dieser Satz aber m.E. nicht zu. Solche Art "Erfarungen" sollte m.M.n. niemand sammeln.
Mit Mobbing (Psychoterror) kann man die Seele eines jeden! Menschen mehr oder weniger direkt oder indirekt für den Rest seines Leben oder zumindest für einen sehr langen Zeitaum "kaputt" machen - die Seele wird m.E. bei solchen Vorgängen regelrecht zerstört.
Eine ordentliche Schlägerei lässt so manchen Dummkopf wieder schlagartig vernünftig werden. Es gelten aber immer gewisse Regeln, selbst in der Schule - der Beliebtheitsgrad dürfte bei sowas auch nicht gerade ansteigen, geschweige denn das Mobbing beenden.
Die meisten Mobbingopfer können sich auch nicht mehr im Sinne von Gewalt wehren - aber wenn "Gewalt" die anderen so schnell "vernünftig" werden liese, dann gäbe es dieses Thema doch gar nicht. 99,99 % aller Opfer reagieren m.M.n. letztlich (zum Glück!) nicht mit Gewalt.
Im späteren Leben kann man mit sowas auch schnell im Gefängnis landen, oder zumindest für eine Körperverletzung belangt werden - Durchsetzungsvermögen, egal in welchem Lebensalter, sieht für mich dann doch anders aus.
Und "Dummköpfe", die sowas machen, sind in der Regel eigl. auch keine. Denn die wissen meist ganz genau, wann, wie & wo sie einen "treffen" können und wann sie eigl. damit aufhören müssten.
Simon the Sorcerer
16.12.2008, 20:48
Zitat:
Zitatvon Hathor:
Alle Ratschläge sind gut gemeint. Aber dass sie durchführbar sind, wage ich zu bezweifeln...
Im Wort "Ratschlag" steckt nicht umsonst das Wort "Schlag"...
Ja, die menschliche Psyche und die Situationen sind m.E. so unterschiedlich, das solche Ratschläge - wie man genau was besser machen kann, in den meisten Fällen sowieso eher nutzlos sind. Mobbing können m.M.n. nur die verhindern, die bei solchen Vorfällen wegsehen.
Also wenn ich das richtig verstehe, wollt ihr weder Lösungsvorschläge noch Ratschläge wie es evtl. einfacher wird... ?
Was wollt ihr dann...? MAOAM ?
Nein, Schertz bei Seite !
Wollt ihr etwa Mitleid...? Das euch Jeder bedauert...?
Und euch zustimmt was für arme Würstchen ihr seid ?
SORRY, nicht von mir ! Denn wer sich in seinem Selbstmitleid suhlt und nur von Allen bemitleidet werden will, dem ist nicht zu helfen. Da habt ihr recht !
Ich spreche natürlich nicht alle von euch an, nur einige, denn es gibt auch manche die sich wirklich bemühen etwas zu ändern. Euch wünsche ich Glück und nur das Beste !
Euch anderen wünsche ich nur eins..., die Erkenntnis das Selbstmitleid nicht hilft und einen nur noch weiter in die Depression treibt !
Wacht auf bevor es ganz zu spät ist !
Oder um mich einer ziemlich ausgelatschten Flosskel zu bedienen :
Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott !
Denkt mal über den tieferen Sinn nach...und ich meine nicht nur den religiösen...! *zu Mad Bull zwinker*
Grüße
Also wenn ich das richtig verstehe, wollt ihr weder Lösungsvorschläge noch Ratschläge wie es evtl. einfacher wird... ?
Wacht auf bevor es ganz zu spät ist !
Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott !
@Missionar Simon: du hast völlig missinterpretiert, was ich gesagt habe. Ich wollte lediglich zu bedenken geben, dass es für Mobbingopfer nicht so einfach ist wie manche (Hobby)Psychologen hier meinen.
Und für diejenigen, die sich im Teufelskreis von Ursache und Wirkung befinden, ist viel mehr vonnöten als Ratschläge. Da muss man selber eingefahrene Denkmuster verlassen oder sogar professionelle Unterstützung suchen.
Simon the Sorcerer
16.12.2008, 21:22
@Missionar Simon: du hast völlig missinterpretiert, was ich gesagt habe. Ich wollte lediglich zu bedenken geben, dass es für Mobbingopfer nicht so einfach ist wie manche (Hobby)Psychologen hier meinen.
Und für diejenigen, die sich im Teufelskreis von Ursache und Wirkung befinden, ist viel mehr vonnöten als Ratschläge. Da muss man selber eingefahrene Denkmuster verlassen oder sogar professionelle Unterstützung suchen.
Hmh, Hmh, Hmh, jetzt muß ich selbst über meinen implusiven Post schmunzeln.
Ich glaube ich hab dich wirklich mißverstanden. Ich weiß, dass da mehr dazu gehört, aber was bleibt mir anderes übrig als gute Ratschläge zu erteilen und versuchen die Leute wach zu rütteln um aus ihrem Teufelskreis auszubrechen.
Da muss man selber eingefahrene Denkmuster verlassen oder sogar professionelle Unterstützung suchen.
Und das ist genau das, was ich versuche den Leuten klar zu machen. Wieso schaffst du das jetzt so perfekt in einem Satz ? *grummel*;)
Grüße vom "Missionar"*grins*
Dumm wie es klingt:
Wenn jemand unter einer Situation wie Mobbing leidet, zeigt er wenigstens, dass er menschlich ist und ein Herz hat.
Ein ehemaliger Bekannter von mir hat einem immer nur gepredigt, dass man alles an sich abprallen lassen soll, dass man immer kämpfen muss, nie zaudern darf, immer hart sein muss (äußerlich wie innerlich) und das einen ja "alles nur härter macht, nicht umbringt."
Diese Einstellung ist furchtbar. Das ist viel schlimmer, als zu jammern oder verzweifelt zu sein.
Man verliert so nämlich alles, was einen Menschen ausmacht. Gefühle, Mitleid, Sympathie ...
*nein*
Sehr interessant wie sich die Diskussion hier entwickelt. ^^
Dann steuere ich auch mal wieder etwas bei:
(...)Das Prinzip funktioniert also, es muß nur an SICH gearbeitet werden und damit meine ich JEDEN. Die Welt wird sich für euch nicht ändern, und Jeder der etwas anderes behauptet lebt in einer Traumwelt oder ist hoffnungslos egoistisch.(...)
Damit erkläre ich mich nicht einverstanden.
Ich bin zwar nicht egoistisch genug zu verlangen, dass sich die Welt für mich ändert. Aber ich verlange, dass sie mich so akzeptiert wie ich bin und bin nicht bereit mich für die Welt zu ändern. Ist das wirklich schon zu viel? ;)
(...)Aber ab dem Moment, wo man lernt, seine Schwächen zu mögen (die machen doch einen Charakter erst aus!!!) und sich nicht dafür schämt, ist man fast nicht mehr angreifbar. Meistens gibt es diese vermeintlichen Schwächen gar nicht mal, sie wurden dir nur von den Mobbern zugeschrieben oder sind anerzogene gesellschaftliche Werte, denen man nicht entspricht.(...)
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man nur dann eine Chance hat seine Schwächen und Charakterzüge mögen zu lernen, wenn man jemanden gefunden hat, der sie ebenfalls mag. Alleine ist das fast nicht zu schaffen. Wenn du von allen Seiten zu spüren bekommst, wie minderwertig du bist, fällt es schwer dagegen anzukämpfen. Erst wenn man Unterstützung durch Gleichgesinnte erfahren hat, fällt es leichter die anderen Stimmen zu ignorieren.
Wie es ja auch bei dir der Fall war, L.S.. Du bist in eine Umgebung gekommen wo du gerade wegen deiner Vorlieben gemocht wurdest und hast erst dann gelernt dich selber zu mögen. Man muss schon einen sehr starken Willen haben um es in einer feindlichen Umgebung zu schaffen.
(...)Auch wenn man sich strafbar macht und der Mobber zum offiziellen Opfer wird. Eine ordentliche Schlägerei lässt so manchen Dummkopf wieder schlagartig vernünftig werden. Da zeigt sich der Meister in seiner Mäßigung.
Der Dummkopf muss nicht fast tot getreten werden. Eine gut plazierte Ohrfeige kann eine menge Bewirken.(...)
Diese Aussage klingt sehr – entschuldige – naiv. Mobber gehören meistens zur High Society der Klasse. Und du meinst, dass es eine gute Idee ist der Prominenz eine Ohrfeige zu geben? Das wird keine positiven Folgen haben. Der Krieg mag der Vater aller Dinge sein, aber der Krieg hat Regeln und ohne Rückendeckung in die Offensive zu gehen, wenn man damit riskiert den Rest der Truppe gegen sich aufzubringen, ist strategisch sehr unklug.
(...)Ein ehemaliger Bekannter von mir hat einem immer nur gepredigt, dass man alles an sich abprallen lassen soll, dass man immer kämpfen muss, nie zaudern darf, immer hart sein muss (äußerlich wie innerlich) und das einen ja "alles nur härter macht, nicht umbringt."
Diese Einstellung ist furchtbar. Das ist viel schlimmer, als zu jammern oder verzweifelt zu sein.
Man verliert so nämlich alles, was einen Menschen ausmacht. Gefühle, Mitleid, Sympathie ...
*nein*
Ich muss deinem Bekannten fast recht geben. Es ist nicht verkehrt ein wenig hart zu sein. Sensibel und nett zu sein, zahlt sich einfach nicht aus. Und jammern und verzweifelt zu sein hilft dir nicht bei deinen Problemen. Lieber ein wenig abgebrühter sein und nicht zu viel an sich heran lassen. Man muss ja nicht gleich zum Stein werden. Nur ein Bisschen. ^^“
Simon the Sorcerer
17.12.2008, 11:34
Zitat:
Zitat von Simon the Sorcerer
(...)Das Prinzip funktioniert also, es muß nur an SICH gearbeitet werden und damit meine ich JEDEN. Die Welt wird sich für euch nicht ändern, und Jeder der etwas anderes behauptet lebt in einer Traumwelt oder ist hoffnungslos egoistisch.(...)
Damit erkläre ich mich nicht einverstanden.
Ich bin zwar nicht egoistisch genug zu verlangen, dass sich die Welt für mich ändert. Aber ich verlange, dass sie mich so akzeptiert wie ich bin und bin nicht bereit mich für die Welt zu ändern. Ist das wirklich schon zu viel?
Nein ist es nicht, ich meinte nur : Wenn sich Jeder(Mobber und Opfer) ein kleines bißchen ändern, ändert sich dann nicht auch die Welt ?
Und wenn man bie sich anfängt, muß sich auch der Mobber zwangsläufig ändern (Aktion-Reaktion). Doch selbst wenn dies nicht geschieht, hat man wenigstens was für sich getan, was einen auch stärken kann.
Bsp: Eineige der dummen, alten Mobbing Sprüche gehn mir inzwischen wirklich am A.... vorbei. Und Morgen sind es wieder ein paar mehr die mir nix ausmachen usw...
Zitat von Haramis
(...)Ein ehemaliger Bekannter von mir hat einem immer nur gepredigt, dass man alles an sich abprallen lassen soll, dass man immer kämpfen muss, nie zaudern darf, immer hart sein muss (äußerlich wie innerlich) und das einen ja "alles nur härter macht, nicht umbringt."
Diese Einstellung ist furchtbar. Das ist viel schlimmer, als zu jammern oder verzweifelt zu sein.
Man verliert so nämlich alles, was einen Menschen ausmacht. Gefühle, Mitleid, Sympathie ...
Gefühle und Mitleid sind ja auch was erhaltenswertes, aber das eine muß ja nicht den Verzicht auf das andere bedeuten...
Man muß nur lernen es zu regulieren, sozusagen eine Blockade die man nach bedarf errichten und fallen lassen kann.
Meine Kritik galt nur dem Selbstmitleid...
Grüße
Mad Bull
17.12.2008, 11:51
J
@Mad Bull
Bei einigen Sachen kann ich dir nicht zustimmen
aber wenn "Gewalt" die anderen so schnell "vernünftig" werden liese, dann gäbe es dieses Thema doch gar nicht.
Hallo Conan.
Ich habe auch nicht um Zustimmung gebeten.
Der Text von dir ist das übliche Gerede, was man den guten Ton nennt.
Es gibt viele Alternativen die ohne Gewalt auskommen.
Aber hast du dich den nicht mal gefragt warum es Polizei und Militär gibt?
Diese Aussage klingt sehr – entschuldige – naiv. Mobber gehören meistens zur High Society der Klasse. Und du meinst, dass es eine gute Idee ist der Prominenz eine Ohrfeige zu geben? Das wird keine positiven Folgen haben. Der Krieg mag der Vater aller Dinge sein, aber der Krieg hat Regeln und ohne Rückendeckung in die Offensive zu gehen, wenn man damit riskiert den Rest der Truppe gegen sich aufzubringen, ist strategisch sehr unklug.
Hallo grey,
aus deinen obrigen Texten konnte ich entnehmen, dass du nicht angeeckt bist. Darum brauchtest du auch nie gegen solches Gesocks antreten.
Menschen sind verschieden. Nicht jeder geht so glatt durch wie du.
Solange deine und Conans Strategie euch voran bringen, haben sie auch ihre
Gültigkeit. Für mich sind sie Mist. Solltet ihr auch mal zu lange wie der letzte Dreck behandelt werden, bekommt ihr eure Friedfertigkeit schon aus getrieben.
Hallo grey,
aus deinen obrigen Texten konnte ich entnehmen, dass du nicht angeeckt bist. Darum brauchtest du auch nie gegen solches Gesocks antreten.
Menschen sind verschieden. Nicht jeder geht so glatt durch wie du.
Solange deine und Conans Strategie euch voran bringen, haben sie auch ihre
Gültigkeit. Für mich sind sie Mist. Solltet ihr auch mal zu lange wie der letzte Dreck behandelt werden, bekommt ihr eure Friedfertigkeit schon aus getrieben.
Ich versuche meine Texte bewusst neutral zu halten, sie also nicht von persönlichen Gefühlen beeinflussen zu lassen. Das scheint mir in diesem Fall besonders gut gelungen zu sein. ^^
Ich bin alles andere als glatt durchgekommen, Mad Bull.
Ursprünglich komme ich aus Sibiriern. Meine Familie wohnte in einem Dorf, das mehrere Hundert Kilometer von der nächsten großen Stadt entfernt war – Omsk. Als ich nach Deutschland kam, kannte ich die Sprache nicht, war mit dem Leben in einer Stadt nicht vertraut, hatte einen Sprachfehler und Akne. Denkst du, so jemand kommt glatt durch die Schule? ^^
Du kannst mir glauben, dass ich sehr wohl weiß wovon ich spreche.
Was mit Mobbingopfern passiert, die in die Offensive gehen, durfte ich persönlich erfahren. Ich wurde danach dermaßen erniedrigt und gedemütigt, dass ich mich für den Rest des Schuljahres nicht mehr getraut habe den Mund auch nur aufzumachen in die falsche Richtung. Daher meine Einschätzung deines Vorschlags. ;)
Nein ist es nicht, ich meinte nur : Wenn sich Jeder(Mobber und Opfer) ein kleines bißchen ändern, ändert sich dann nicht auch die Welt ?
Und wenn man bie sich anfängt, muß sich auch der Mobber zwangsläufig ändern (Aktion-Reaktion). Doch selbst wenn dies nicht geschieht, hat man wenigstens was für sich getan, was einen auch stärken kann.
Bsp: Eineige der dummen, alten Mobbing Sprüche gehn mir inzwischen wirklich am A.... vorbei. Und Morgen sind es wieder ein paar mehr die mir nix ausmachen usw...
Dazu schreibe ich heute Abend etwas. Muss jetzt los. :( Werde die Antwort dann hier rein editieren.
EDIT
Im Grunde muss ich dir jetzt zustimmen. Weil ich wirklich daran glaube: Um die Welt zu ändern in der wir leben, müssen sich die Menschen ändern. Jeder einzelne von uns. Also auch ich. So … wie komme ich da wieder raus? :D
Okay. Man kann sich auf verschiedene Art und Weise ändern:
Zum einen, kann man seinen Horizont erweitern, seinen Körper und Geist ausbauen und stärken und eben versuchen ein besserer, stärkerer Mensch zu werden. Das alles tut man für gewöhnlich freiwillig. Sofern der Wille dazu da ist, kann sich jeder Mensch zu einer besseren Version seines Selbst entwickeln.
Es gibt aber auch die Veränderung, die man vollzieht weil man sich dazu genötigt fühlt. Ich nehme wieder L.S. als Beispiel (nicht böse sein L.S. ^^“). Um einen Job zu bekommen, hat sie mit dem Gedanken gespielt ihr Äußeres den Anforderungen des Jobs anzupassen, was aber ganz klar gegen ihre Vorlieben ging. Sie wollte also einen Teil ihrer Selbst für die Stelle opfern und sich ändern. Gut, dass sie sich am Ende doch dagegen entschieden hat. Aber es gibt viele Menschen, die das nicht getan haben. Sie haben sich selbst aufgegeben um irgendwo unter- und mit den anderen auszukommen. Das kann aber doch nicht sein! Jeder sollte das sein dürfen was er ist. Solange er niemanden dadurch gefährdet natürlich. ^^“
Lange Rede kurzer Sinn: Veränderung, ja! Aber nur wenn ich aus freien Stücken entscheide es zu tun, ohne von meiner Umwelt dazu gezwungen zu werden.
Hmm, viele Kommentare hier führen mir gerade ein wenig meine Kindheit vor Augen. Ich wurde ausschließlich auf physischen Wege gemobbt (sprich: die sogenannte Klassenkeile wartete alle paar Tage auf mich). Lag hauptsächlich daran, dass ich mich an den Blödsinn der anderen nie beteiligen wollte.
Wobei mit "Blödsinn" solche Dinge wie gemeinschaftliche Zerstörung von Schuleigentum, Verunreinigung des Schulgeländes oder "Essensschlachten" gemeint waren.
Von meiner Mutter kam der allseits bekannte Rat: "Ignorier sie, irgendwann hören sie von alleine auf" - mhh, wie so etwas wirkt, werden wohl die meisten wissen.
Von meinem Vater das übliche: "Wehr dich." - sinnlos, wenn du alleine stehst und gleichzeitig 10 andere auf dich einprügeln.
Meine Lehrerin hat dann irgendwann mal tatsächlich meinen Eltern den Rat gegeben, auf mich einzuwirken.
Ich sollte doch mal aufhören, immer so vernünftig zu sein und doch ab und an mal mitmachen. Als ich dann tatsächlich mal mitmischte, war es weder meiner Lehrerin, noch meinen Eltern recht.
Und hat auch nur begrenzt geholfen.
Und auch dass wehren mit seiner Intelligenz bringt nicht viel, wenn man für jeden überlegenen Spruch eine überlegene Faust im Gesicht hat.
Akzeptanz habe ich erst erhalten, als ich meinen Tunnelblick abgelegt und mich umgeschaut habe. Ich war nicht allein, aber ich und die andern wurden immer separiert. Ich war froh, wenn ich mal nicht dran war, und den anderen ging es genauso. Also bin ich irgendwann mal dazwischengegangen, als jemand anders zusammengeprügelt wurde. Ich hab mich vor ihn gestellt - und einen ganzen Sack Prügel eingeheimst, genauso wie der andere auch.
Doch beim nächsten Mal stand ich nicht mehr allein da, und der andere auch nicht - und die Wackelkandidaten auf der Gegenseite ließen von uns ab.
Es stärkt unwahrscheinlich, zu wissen, dass jemand bereit ist, sich vor einem zu stellen. Und man verschafft sich einem Bündnispartner, wenn man einem anderen hilft, der genauso wenig akzeptiert wird.
Das hilft nicht nur bei Prüglern, auch psychologische Mobber sind in dem Moment abgeschreckt, wenn Leute für Opfer Partei ergreifen.
Und wer könnte das besser tun, als jemand, der selbst gemobbt wurde und die Probleme kennt.
LG
Treogen
Nightfarer
17.12.2008, 15:14
Kurz so reingeworfen:
Heutige Situation. Sportunterricht. Ich bin ganz schlecht und hab daher mal meinen Lehrer gefragt ob ich vielleicht etwas anderes machen kann, ich richtig programm ausarbeiten oder ausfrage über irgendwelche Regeln. Er holte den Bock raus, prima! Denkst dir, ok, dann machen wir halt das, naja, einen Tag davor habe ich mir gedacht, meine Klasse ist ja eigentlich doch ganz ok.
Doch meine Meinung hat sich wieder geändert. Tja, während wir übten, ich allein am Bock, sprangen welche einfach so drüber und grinsen dir ins Gesicht. Na prima! Mobbing auf ganz anderen niveau, ganz unterbewusst, vor allem, nachdem die Noten gemacht wurden und wir Fußball gespielt haben (ich war geradezu begeister, denn ich hasse Fußball), also war ich unmotiviert, war im Tor und musste nichts tun, die Leute die in meiner Mannschaft waren, haben alles gemacht. Auf einmal schnauzt mich einer an, ja könnte ja auch mal was machen und nicht nur blöd rumgucken. Hallo, ich wollte mich sogar einbringen, aber immer wenn ich probiert habe, würde ich mehr oder weniger verdrängt. Super! Danach war ich sticksauer. Klar, oder?
Irgendwie ist das Mobbing, außerdem hat eine Lehrerin mal gesagt, ich soll doch mehr mit meiner Klasse machen, toll, bei einer Klasse, die nichts mit mir zu tun haben, wie soll man da sich einbringen. Die Logik von manchen Menschen ist komisch
Kurz so reingeworfen:
Heutige Situation. Sportunterricht. Ich bin ganz schlecht und hab daher mal meinen Lehrer gefragt ob ich vielleicht etwas anderes machen kann, ich richtig programm ausarbeiten oder ausfrage über irgendwelche Regeln. Er holte den Bock raus, prima! Denkst dir, ok, dann machen wir halt das, naja, einen Tag davor habe ich mir gedacht, meine Klasse ist ja eigentlich doch ganz ok.
Doch meine Meinung hat sich wieder geändert. Tja, während wir übten, ich allein am Bock, sprangen welche einfach so drüber und grinsen dir ins Gesicht. Na prima! Mobbing auf ganz anderen niveau, ganz unterbewusst, vor allem, nachdem die Noten gemacht wurden und wir Fußball gespielt haben (ich war geradezu begeister, denn ich hasse Fußball), also war ich unmotiviert, war im Tor und musste nichts tun, die Leute die in meiner Mannschaft waren, haben alles gemacht. Auf einmal schnauzt mich einer an, ja könnte ja auch mal was machen und nicht nur blöd rumgucken. Hallo, ich wollte mich sogar einbringen, aber immer wenn ich probiert habe, würde ich mehr oder weniger verdrängt. Super! Danach war ich sticksauer. Klar, oder?
Irgendwie ist das Mobbing, außerdem hat eine Lehrerin mal gesagt, ich soll doch mehr mit meiner Klasse machen, toll, bei einer Klasse, die nichts mit mir zu tun haben, wie soll man da sich einbringen. Die Logik von manchen Menschen ist komisch
Vor allem im Sportunterricht sieht man schnell, wie die Rangfolge innerhalb der Klasse ist. Denn die, die ganz unten stehen, bleiben bei der Gruppenbildung für Spiele immer übrig. Zwar brauche wir meist immer 4er Gruppen ... meine beiden Freundinnen und ich sind zu dritt. Eine andere Gruppe möchte aber unbedingt zu fünft bleiben, weil sie sich doch alle so lieb haben und nicht einmal für eine Runde Volleyball getrennt sein können. Es folgen verzweifelte Blicke in die Runde (Vielleich erbarmt sich ja jemand aus der anderen Klasse und kommt in die Gruppe der 'Außenseiter'). Nein, erst die Lehrerin muss einen zu uns zerren.
Auch während dem Spiel wird schnell klar, dass man nicht erwünscht ist. Wenn Handball oder FUßball gespielt wird, dann bekomme ich in 30 Minuten vielleicht 2mal den Ball. Das ist aber auch schon das überhaupt mögliche Maximum.
Aber ehrlich gesagt: Die Lehrer machen auch nichts! Nein, sie beteiligen sich munter am Mobbing. Scheint anscheinend Spaß zu machen, bestimmte Leute vor der ganzen Klasse als faulen Haufen zu bezeichnen, oder wenn man vielleicht in einem Halbjahr mal vergessen hat, die Hausaufgaben zu machen, kommt so etwas wie >> Ja, du wirst es wohl nötig haben, keine Hausaufgaben zu machen! << (Das hat man davon, wenn man ehrlich ist und nicht in der Stunde zuvor abschreibt :rolleyes:) Auch Sportlehrer schlagen sich sehr schnell auf eine Seite. Wenn man im Volleyball zuschaut, wie der Ball auf den Biden fliegt, bekommt man eine 1. Versucht man irgendwie den Ball noch über's Netz zu spielen, hauptsache er ist drüben und die gegnerische Mannschaft muss den noch irgendwie ins Spiel bekommen, wird das 'nur' eine 2! Ich meine, ich kann mich das nächste Mal auch hinstellen und lieber meine Haar ezurecht zupfen, Vielleicht bekomme ich dann auch eine 1?
Ich find's einfach nur erschreckend, dass Mobbing schon zum Alltag gehört und es für viele selbsverständlich ist, andere psychisch oder physisch fertig zu machen.
Dass sich in einer Klasse eine Rangfolge entwickelt, ist auch normal -würde ich sagen. Wonach sich das richtet, ist ziemlich egal. Aber es ist unmöglich von unten nach oben steigen,
Das Interessanteste überhaupt war, dass wir im Ethik-Unterricht darüber gesprochen haben, wie man denn Mobbing erkennt und was man dagegen tun kann. Ich habe meine Klappe gehalten. Die Lehrerin war mir absolut verhasst, da sie mich wegen 0,5 Punkten hat durchfallen lassen ... und auch nach 5 Wochen jeden Tag mindestens 2 Stunden lernen ich diese Nachprüfung nicht geschafft habe. Meinen Norwegenurlaub hat sie mir auf jeden Fall versaut! Im Zeugnis ging es auch um 0.01 im Durchschnitt.
Es ist sehr interessant zu sehen, wie man eigentlich aus der Klemme kommen sollte ... Der Theorie nach! Das waren auch solche Dinge wie 'Alles an sich apprallen lassen', 'Zum Lehrer gehen', 'Zurückmobben' usw. Hilft alles nichts, weil sonst hat man bald die gesammten Parallelklassen gegen sich und ich habe keine Lust die Schule zu wechseln.
Nightfarer
17.12.2008, 18:05
So in etwa ist auch auch bei uns im Sportunterricht, man erkennt wirklich die Rangfolge, vor allem im Sportunterricht. Traurig, aber wahr.
Rückspiegelgott
18.12.2008, 07:12
@ Nightfarer: Das hat mir geholfen den Sportuntericht (vor allem das Fußball)zu überleben:
-Nicht in's Tor (Ich weiche Dingen die schnell auf mich zukommen intuitiv aus, deswegen hab ich nie was gehalten)
- Als Feldspieler nach vorne (Auch wenn du Verteidiger sein sollst)
- Wenn du den Ball siehst hau ihn in Richtung Tor (Wenn sich einer von den "guten" beschwert hat hab ich immer gesagt, dass ich es nur so wie er gemacht hab)
- Wenn du groß und nicht der schlankste bist (wie ich:p) hilft es mit Geschrei auf den mit Ball zuzurennen, der wird den Ball schnell abgeben und unter Umständen einen Fehler machen
PS: Das sind keine Patentrezepte, kann sein das manches auch nur bei mir Funktioniert hat, da ich eine gute Klasse hatte, nur in Sport sind einige zu Idioten geworden, bzw. haben wir noch Idioten aus der Paralellklasse importieren müssen*mph*
Mad Bull
18.12.2008, 10:32
I
Ich bin alles andere als glatt durchgekommen, Mad Bull.
...
Was mit Mobbingopfern passiert, die in die Offensive gehen, durfte ich persönlich erfahren. Ich wurde danach dermaßen erniedrigt und gedemütigt,
Gut grey,
hier bin ich eines besseren belehrt worden.
Leider hat man eben nicht immer gute Karten um gutes Spiel zu machen.
Da hast du recht.
Aber bei dir ist es rum und du bist bei uns dabei. Das zählt.
Ich denke, das viele Opfer wehrlos sind, weil sie es glauben, daß sie wehrlos sind. Viele Mobber sind so feige wie sie fies sind. Man muss auch immer wieder an der richtigen Stelle petzen, dann kriegen die Angst.
@treogen
Brauchbares Posting.
Sorry dass ich jetzt in den OT gehen muss, aber ich habe mich gerade tierisch über etwas aufgeregt.
Mad Bull....du sagst zu treogen "brauchbares Posting"?! Entschuldige mal bitte, auch wenn das jetzt unhöflich klingt, wofür zum Teufel hälst du dich? treogen erzählt uns von seinen persönlichen Erfahrungen, die schmerzhaft waren und ihn - wie es scheint - auch gebrandmarkt haben. Das ist mutig, es ist von jedem mutig, seine Vergangenheit -vor allem wenn sie grob gesagt beschissen war - ins Internet zu stellen. Wo Menschen sie lesen können, die man persönlich gar nicht kennt. Wo man Spott ernten kann.
Ich finde es extrem dreist und unverschämt, wenn du wie ein Neunmalklug daherkommst und sagst: ooooch treogen, das war aber ein nettes Posting. Fertig. Aus. Ohne Aussage. Ohne jegliche Stellungnahme.
Nur die Überzeugung, dass du scheinbar etwas besseres als er bist. DAS ist für mich ein Flame. Und zwar ein unverschämter.
Ich habe mich bislang zurückgehalten. Und ich sage dir jetzt, dass mir deine Posts gewaltig gegen den Strich gehen.
Es ist mir ehrlich gesagt egal, was du erlebt hast oder was nicht, aber wenn du hier einen Monday Morning Quaterback raushängen lässt (danke an die Amerikaner für diese wundervolle Bezeichnung), dann ist das für mich respektlos und indiskutabel.
Ich bin auch in keinster Weise bereit, von dieser Meinung abzuweichen. Wenn man mit Respekt behandelt werden möchte, dann muss man anderen auch den ihnen würdigen Respekt zollen. Du scheinst keinen Respekt zu verlangen. Schön. Damit wäre das ja auch geklärt.
Und um noch etwas kleines OnTopic dranzuhängen:
Mobbern Angst zu machen, was soll das bitte bringen? Es ist doch eigentlich nur das Zurückschlagen durch das Bedienen der "gegnerischen Waffen". Ich vertrete die Überzeugung, dass Mobber nicht feige sind. In Gruppen sind sie das vielleicht. Oder mit einem Freund. Aber wenn du alleine vor jemandem stehst, der dich dann - ohne Rückhalt von außen - physisch und psychisch fertig macht, dann ist das nicht mehr feige.
Das ist dann einfach nur noch mies - finde ich.
Da fallen dann ganz schnell - auch im Vorbeigehen - mal die Sprüche: boah, ist die fett! Ist mir gestern passiert. Und es passiert häufiger, jeden Tag vielleicht?
Und dann frage ich mich manchmal: das soll unsere Gesellschaft sein? Das ist doch nichts weiter als ein kranker Parasit.
Ich bin fertig. Und bist sauer. Aber das macht nichts, das legt sich wieder. Ich bin ja kein Mobber und lasse es an anderen raus. Man sollte meinen, man (als Mobber) könne sich auch anderweitig abreagieren. Geht aber scheinbar nicht. Schade.
Mad Bull
18.12.2008, 13:37
Tja bisou,
das sind alles Überlegungen von meiner Seite aus.
Ich habe sehr wohl Respekt vor andere.
Nur wenn du mit meinen Postings nichts anfangen kannst,
heist das noch lange nicht, dass du für alle sprechen kannst.
Und vergesse bitte nicht, daß dies ein öffentlicher Kanal ist.
Da sind noch ganz andere unterwegs als ich.
Es ist in Ordnung wenn man was in den falschen Hals kriegt und sagt was sache ist. Nur nicht, das man dann so ausfallend wird wie du.
Komm mal wieder runter, ok?
treogen hat einen Post verfasst, der auch Mut macht.
Davon können wir mehr gebrauchen.
Darum finde ich ihn brauchbar!
Also erstmal 2 Nächte schlafen, bisou, und du wirst feststellen,
daß dich meine Posts immer noch nicht umgebracht haben.;)
So, Leute, langsam reicht's.
@bisou: Ich gebe dir vom Sinn her recht, aber du hast's da ein wenig übertrieben. Bis über die beleidigende Grenze bist du in meinen Augen nicht gegangen (objektiv betrachtet), aber wir brauchen hier keine vor-Neujahrs-Stimmung in dem Sinne, dass jederzeit jemand in die Luft gehen könnte.
Ich kann verstehen, dass man sich über Dinge, auf die man persönlich viel Wert legt, schnell aufregt und das dann auch gerne loswird. Trotzdem würde ich darum bitten, dass doch nochmal vorher tief Luft geholt wird, das ist immer die beste Lösung - für andere und nachträglich auch für einen selbst - auch wenn ich selber weiß, wie schwer das manchmal fällt. Seine Meinung zu vertreten ist gut und wünschenswert, aber das wäre beinahe übers Ziel hinaus geschossen.
@MadBull: Wie gesagt stimme ich bisou in gewisser Weise zu: Ich beobachte die Entwicklung dieses Gespräches schon eine Weile und natürlich hast auch du wie jeder andere ein Recht darauf, deine Meinung einzubringen und zu vertreten, aber ich würde dich doch sehr bitten, diese Oberlehrer-Attitüde abzulegen, die du in dieser Sache an den Tag legst (den Eindruck habe ich zumindest gewonnen). Jeder hat andere Ansichten und gerade bei einem so wichtigen und vielseitigen Thema wie diesem sollte man nicht versuchen, alles mit einer Pauschallösung beantworten zu wollen, nur weil man sie selbst für die beste hält, und anderer Leute Ansichten respektieren und überdenken. Und es vllt irgendwann auch mal gut sein lassen.
Insgesamt würde ich gern mal anmerken, auch wenn sich dessen sicher schon die meisten bewusst sind... Mobbing ist ein sehr heikles Thema, jeder hat andere Erfahrungen gemacht, jeder wird damit anders fertig, jeder hat daraus andere Dinge gelernt und jeder hat ein anderes Wesen. Deshalb - ohne jemandem vorwerfen zu wollen, das getan zu haben - wär's schön, wenn in diesem Thread anderer Leute Standpunkt nicht als blödsinnig oder nicht nachvollziehbar oder was weiß ich abgestempelt und anerkannt werden. Und wenn ihr so gar nicht damit könnt, was ihr lest, einfach vllt mal nichts dazu sagen?
Mad Bull
18.12.2008, 17:40
Kein Problem Akissi.;)
Ich bin bisou auch nicht böse. Manchmal muss man etwas Dampf ablassen.
Sie sollte, in ihrem Interesse, lernen es so zu abzulassen, das sich keiner dabei verbrüht. Sonst wird sie noch mehr Stress anziehen.
Ich finde ansonsten bisou in Ordnung.
Und das mit den Oberlehrer hat durchaus seinen Grund Akissi. Sorry das ich nicht ´rüberkomm wie der Checker.Viele haben einfach keinen Plan von der Sache, und werden genau deswegen von den Mobbern mit leichtigkeit fertiggemacht. :(X.X
Klassensprecher und Betriebsäte werden vorallem wegen coole Sprüche gewählt. Nicht immer wissen die was zu tun ist, wenn mal das Kind in den Brunnen gefallen ist.
Ich habe schon andere beraten und diese haben nach 6 Monaten bestätigt, dass ich keinen Mist erzählt habe.
Wer mehr wissen will, kann mir eine PN schicken.
Nun werde ich mich wieder den schöneren Dingen des Lebens widmen.
Fertig.*cool*
Wie es ja auch bei dir der Fall war, L.S.. Du bist in eine Umgebung gekommen wo du gerade wegen deiner Vorlieben gemocht wurdest und hast erst dann gelernt dich selber zu mögen. Man muss schon einen sehr starken Willen haben um es in einer feindlichen Umgebung zu schaffen.
Da hast mich ein bissel falsch verstanden. Ich hab erst in der "feindlichen" Umgebung gelernt mich zu mögen. Und gerade in dieser Umgebung habe ich es wenigstens soweit geschafft, dass man mich nicht mehr angegriffen hat. Es ist sogar eine Freundschaft entstanden, und mit ein paar Leuten verstehe ich mich heute noch super.
Erst danach habe ich beschlossen, dass ich in meinem Beruf (womit man eben die meiste Zeit des Lebens verbringt) nicht von "normalen" Leuten umgeben sein möchte. Nicht wirklich aus Angst vor Mobbing, sondern um glücklich zu sein.:)
Und es ist ja auch nicht so, als wäre ich in meine FH zufällig reingefallen. Ich habe 1,5 Jahre Vorbereitungszeit, viel Mühe und Geld investiert, um in das Umfeld zu kommen, in dem ich mich wohl fühle.
Ich bin zwar nicht egoistisch genug zu verlangen, dass sich die Welt für mich ändert. Aber ich verlange, dass sie mich so akzeptiert wie ich bin und bin nicht bereit mich für die Welt zu ändern. Ist das wirklich schon zu viel? ;)
Ja ich glaube das ist es. Die "Welt" schert sich weder darum, was du von ihr verlangst, noch darum, was fair wäre/ ist.
Und wirklich ÄNDERN muss sich sowieso keiner. Nur sich ein wenig anpassen.
Und das macht sowieso jeder, sonst würde das soziale Zusammenleben nicht mehr funktionieren. Sein Verhalten ein bisschen an die Gegebenheiten anzupassen würde ich nicht als sich Ändern bezeichnen.
Und ausserdem, wenn du von der Welt erwarten könntest, dass sie dich akzeptiert, wie du bist, müsste dein Alltag folgendermaßen aussehen:
(also pauschal gesehen, ich kenne dich ja nicht so genau :D)
-Du sagst dem Chef ins Gesicht, dass du noch nie so idiotische Vorschläge wie seine gehört hast.
-Deine Kusine hat dir die ganze Woch liebevoll ein Weihnachtsgeschenk gebastelt und nach dem Auspacken sagst du "Es ist zwar süß, dass du dir so viel Mühe gegeben hast, aber ich kann es überhaupt nicht gebrauchen und hässlich finde ich es auch noch."
-Beim Date furzt du genüsslich guckst dann stolz, weil es ein richtiger Männerfurz war.
-Als du deinem Auftraggeber im Aufzug begegnest, sagst du "Sorry ich lass die Projektbesprechung heut' sausen, ich bin noch voll verkatert und geh' jetzt heim pennen!"
-Du pinkelst an eine Hausecke in der Fußgängerzone, weil du es nicht einsiehst, für das dreckige Bahnhofsklo Geld zu zahlen.
-Du ziehst bei einer Kneipentour mit Kumpels Frauenklamotten an, weil du es einfach lustig findest.
Aber wer ist schon nach aussen 100% er selber? Ohnehin fast niemend.
Es gibt die Unterschiedlichsten Gründe, warum man sein Verhalten an die "Welt" anpasst.
Es ist auch durchaus möglich sich nicht anzupassen und zu sagen "entweder man akzeptiert mich genauso, oder man kann mir gestohlen bleiben". I
Ich will nicht behaupten, dass die Einstellung falsch ist. Man muss in dem Fall nur mit den Konsequenzen leben können. :D
Da hast mich ein bissel falsch verstanden. Ich hab erst in der "feindlichen" Umgebung gelernt mich zu mögen. Und gerade in dieser Umgebung habe ich es wenigstens soweit geschafft, dass man mich nicht mehr angegriffen hat. Es ist sogar eine Freundschaft entstanden, und mit ein paar Leuten verstehe ich mich heute noch super.(...)
Dir ist aber schon klar, dass du meine schöne These gerade kaputt gemacht hast? Wie kann man nur so grausam sein?! :(
^^
Dennoch. Etwas muss passiert sein. Irgendwas hat deine Einstellung zu den Umständen verändert und damit veränderten sich auch die Umstände. Man geht doch nicht hin und sagt sich „Heute ist ein schöner Tag, heute höre ich mal auf mich vor den bösen Mobbern zu fürchten, werde selbstbewusst und lerne mich so zu mögen wie ich bin!“ Gut, habe ich damals sehr oft zu mir gesagt. Zumindest sinngemäß. Funktioniert hat es aber nie. Also: Wie hast du das angestellt? ^^
Ja ich glaube das ist es. Die "Welt" schert sich weder darum, was du von ihr verlangst, noch darum, was fair wäre/ ist.
Und wirklich ÄNDERN muss sich sowieso keiner. Nur sich ein wenig anpassen.
Und das macht sowieso jeder, sonst würde das soziale Zusammenleben nicht mehr funktionieren. Sein Verhalten ein bisschen an die Gegebenheiten anzupassen würde ich nicht als sich Ändern bezeichnen.
Und ausserdem, wenn du von der Welt erwarten könntest, dass sie dich akzeptiert, wie du bist, müsste dein Alltag folgendermaßen aussehen:
(also pauschal gesehen, ich kenne dich ja nicht so genau :D)
(...)
*lachen muss* Klasse Beispiele. Besonders gefällt mir die Sache mit dem Männerfurz. Sollte ich unbedingt einmal ausprobieren. ^^
Aber jetzt mal im Ernst: Die Welt schert sich in der tat nicht darum was ich verlange, warum maßt sie sich also an etwas von mir zu verlangen? Das sehe ich nicht ein.
Ich widerspreche dir in einer Sache, L.S.: wenn du in dieser Welt zu etwas bringen willst und dafür nicht die nötigen Eigenschaften mitbringst, musst du dich ändern. Sich den örtlichen Sitten und Bräuchen anzupassen bringt da nicht viel. Die mainstream Gesellschaft hat eine bestimmte Vorstellung davon, wie du zu sein hast. Erfüllst du die Kriterien nicht, bist du raus. Das ist paradox, weil sich diese Einstellung nur deshalb halten kann, weil alle (alle kursiv weils natürlich eben doch nicht alle sind) der Idealvorstellung von dem erfolgreichen Karrieremenschen hinterher jagen. Würden sie nur einen Augenblick stehen bleiben und sich fragen, was zur Hölle sie da eigentlich machen, würde das ganze System wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen.
Diesen Gruppenzwang, diese Herdenbewegung halte ich für den Grund des Mobbings. Mobbing kann sich nicht durchsetzen, wenn nicht die ganze Herde mitmacht. Entweder aktiv, oder durch bewusstes Ignorieren.
Simon the Sorcerer
22.12.2008, 22:04
Aber jetzt mal im Ernst: Die Welt schert sich in der tat nicht darum was ich verlange, warum maßt sie sich also an etwas von mir zu verlangen? Das sehe ich nicht ein.
Aber die Welt verlangt doch gar nix von dir ?! Wenn du "nicht" nach Ihren "Regeln" spielst, dreht Sie sich trotzdem weiter und nur du bleibst "auf der Strecke" ! Ob du es nun einsiehst oder nicht, der Welt ist das egal...
...so und nun raus aus Ernst*grins*
*sry, konnt ich mir nicht verkneifen*
Grüße
Phoenixa
23.12.2008, 01:01
Ich möchte darüber einen Thread eröffnen, da mir das gerade einfach ein persönliches Bedürfnis ist. Was sind eure Erfahrungen damit? Kennt ihr jemanden, der gemobbt wird, wurdet ihr schon selbst oder mobbt ihr gar jemanden?
Zudem möchte ich folgenden Text beilegen:
Einige wissen es, einige nicht: Vor einigen Jahren hatte ich eine ziemlich lange depressive Phase... wegen Mobbing. Vermutlich werden nie die richtigen Leute diese Zeilen lesen, aber:
Denkt nach. Bitte. Auch wenn es jemanden in eurer Klasse gibt, der irgendwie seltsam, scheiße aussehend, dumm oder ähnliches ist... macht ihn nicht fertig. Damit meine ich nicht, ihm keine auf die Nuss zu geben, wenn er oder sie Scheiße baut, macht es einfach nicht, wie es mit mir gemacht wurde: Jeden Tag Ausschluss aus sämtlichen Gruppenprojekten, ein Einzeltisch neben der Tafel, weil niemand neben mir sitzen wollte, Selbsthass, Depressionen, Bauchschmerzen, jeden Tag, bevor ich in die Schule gehen musste und jeden Abend mit tränennassem Kissen ins Bett...
Nicht zu vergessen das eine Mal, als alle Jungs aus meiner Klasse mich auf dem Heimweg verfolgt und mit Grasbüscheln beschmissen haben... oder die Nachrufe, jedes Mal, wenn ich an der Bushaltestelle vorbeigelaufen bin, die Beschimpfungen und Verarschungen während der Stunde... Jeden einzelnen verdammten Tag, drei Jahre lang. Dann konnte ich endlich die Schule wechseln und raus aus der Hölle...
Das liest sich leicht, es zu erleben ist unendlich schwer. Denn wenn man jeden Tag gesagt bekommt, dass man nichts wert ist, beginnt man es irgendwann schließlich selbst zu glauben. Dann ist es schon fast zu spät. Denn was noch schlimmer ist als das, was äußerlich passiert, ist das, was innen vor sich geht...
Und hinterher auf der Beerdigung machen alle betroffene Gesichter und keiner will wissen, wie es dazu kam.
Ein solches Verhalten ist Mord auf Raten. Es führt zum Selbstmord.
So weit ist es bei mir Gott sei Dank nicht gekommen. Lasst nicht zu, dass es in eurer Klasse auf soweit kommt... Denn mir fehlen 3 Jahre meines Lebens, zumindest was die soziale Entwicklung angeht... Noch ein ganzes Jahr später habe ich alle Jungs gehasst, weil ich nicht wusste, das es auch welche gibt, die anders sind. 3 Jahre lang ohne Pubertät. Meine Schulnoten damals waren tadellos, ich hatte ja kein Privatleben. Keine beste Freundin, mit der man Zettelchen während der Stunde austauscht, keinen ersten Kuss auf einer Party mit Flaschendrehen, kein ins Kino gehen mit Freunden...
Meine Familie hat mir in dieser Zeit sehr geholfen, ich konnte mit ihnen reden und etwas glückliche Zeit verbringen. Ich bin ihnen wirklich unglaublich dankbar, denn letztendlich waren sie und meine beste Freundin (die auf die gleiche Schule, aber in eine andere Klassenstufe ging) der Grund, weshalb ich nicht suizid begangen oder mich je geritzt habe: Ich wollte ihnen das nicht antun.
Heute geht es mir gut, ich habe Freunde gefunden, die auch teils ähnliches durchgemacht haben und allmählich habe ich die folgende Vermutung: Ich bin vielleicht doch nicht so schlecht, dass mich alle hassen müssen...
Jo, die Phase musste ich auch schon durchmachen. Als ich auf eine andere Schule gewechselt habe und dort 'anders' war. Weil ich nicht dreist Lehrer beschimpft habe und weil ich Hausaufgaben gemacht habe, haben die mich da versucht wegzukriegen. Aber irgendwann hab ich die dann nur noch voller Verachtung angeguckt und sie mit Ignoranz bestraft, da haben die dann auch aufgehört, jetzt ignoriere ich sie und sie mich, und ich bin auch zufrieden mit der Situation, und was die über mich denken ist mir ziemlich egal..
Dir ist aber schon klar, dass du meine schöne These gerade kaputt gemacht hast? Wie kann man nur so grausam sein?!
Ich bin doch gar nicht grausam ich fang nur an dich zu mobben *gg*
scherz
Dennoch. Etwas muss passiert sein. Irgendwas hat deine Einstellung zu den Umständen verändert und damit veränderten sich auch die Umstände. Man geht doch nicht hin und sagt sich „Heute ist ein schöner Tag, heute höre ich mal auf mich vor den bösen Mobbern zu fürchten, werde selbstbewusst und lerne mich so zu mögen wie ich bin!“ Gut, habe ich damals sehr oft zu mir gesagt. Zumindest sinngemäß. Funktioniert hat es aber nie.
Aber ungefähr so wars. Ich habe erst aus dem Ethikunterricht ein paar Gedanken aufgeschnappt, die ich recht einleuchtend fand. (Das mit sich selber mögen, dass „Schwäche“ ein relativer Begriff ist usw.) und hab angefangen drüber nachzudenken und sie radikal umzusetzen. Erstmal nur in meinem Kopf.
Und eine bestimmte Denkweise kann man sich angewöhnen wie alles andere auch. Sofern man es wirklich selber glaubt.
Wenns bei dir nicht funktioniert hat, hast du’s entweder zu früh aufgegeben oder nicht wirklich geglaubt.
Und hab mir alle möglichen dummen Sprüche durch den Kopf gehen lassen und fiese Antworten darauf ausgedacht. Natürlich kommt die gleiche Situation nicht mehr vor, aber ich bin durch diese „Übungen“ einfach schlagfertiger geworden.
Dann habe ich etwas geschafft (ich sag nicht was - zu persönlich), was schwierig und mir extrem wichtig war.
Und irgendwann im Laufe der nächsten Woche musste ich vor der Klasse etwas vortragen und wurde mal wieder dumm angemacht. Und plötzlich hab ich festgestellt: DAS IST MIR JA SO EGAL!!!
Dann hab ich einfach laut aber ruhig der Klasse gesagt (sinngemäß, ich weiß den genauen Wortlaut nicht mehr)
Hey Leute, würds euch was ausmachen mal kurz die Klappe zu halten und mit mir GANZ NORMAL zu reden ?!!
Und auch danach konnte ich mich verbal gut verteidigen. Beliebt hat es mich nicht unbedingt gemacht, aber man hat mich in Ruhe gelassen.
Ich widerspreche dir in einer Sache, L.S.: wenn du in dieser Welt zu etwas bringen willst und dafür nicht die nötigen Eigenschaften mitbringst, musst du dich ändern. Sich den örtlichen Sitten und Bräuchen anzupassen bringt da nicht viel. Die mainstream Gesellschaft hat eine bestimmte Vorstellung davon, wie du zu sein hast. Erfüllst du die Kriterien nicht, bist du raus.
Gut ich glaube wir einfach eine grundsätzlich unterschiedliche Einstellung, was das angeht.
Ich gehe davon aus, dass man sich gar nicht ändern KANN. Nur in dem Sinne, dass man sich weiter entwickelt, aber nicht in dem, dass man seinen Charakter in die Richtung biegt, die man gerade für sinnvoll hält.
Mann kann mMn bestimmte Eigenschaften zeigen oder verbergen, aber man kann weder neue zum Charakter hinzu fügen, noch andere löschen. Also bleibt wohl keine Wahl, als zu robieren, optimal mit dem umzugehen, was du bist. Denn nichts ist mehr prädestiniert zum Mobbingopfer als Menschen, die gewaltsam versuchen, etwas/ jemand zu sein der man nicht ist.
Wenn man natürlich davon ausgeht, dass man sich ändern KANN, könnte es für manche die klügere Wahl sein, sich zu ändern.
Die mainstream Gesellschaft hat eine bestimmte Vorstellung davon, wie du zu sein hast. Erfüllst du die Kriterien nicht, bist du raus. Das ist paradox, weil sich diese Einstellung nur deshalb halten kann, weil alle (alle kursiv weils natürlich eben doch nicht alle sind) der Idealvorstellung von dem erfolgreichen Karrieremenschen hinterher jagen. Würden sie nur einen Augenblick stehen bleiben und sich fragen, was zur Hölle sie da eigentlich machen, würde das ganze System wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen.
Diesen Gruppenzwang, diese Herdenbewegung halte ich für den Grund des Mobbings. Mobbing kann sich nicht durchsetzen, wenn nicht die ganze Herde mitmacht. Entweder aktiv, oder durch bewusstes Ignorieren.
Der Sache mit dem Gruppenzwang stimme ich absolut zu.
Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht, dass auch Paradiesvögel in der Mainstreamgesellschaft durchaus respektiert werden. Die haben’s eben schwerer. Aber wenn so jemand aufgrund seiner Andersartigkeit absolut innovative Ideen hat und sie durchsetzen kann, und sich nicht versteckt, kann man auch mehr erreichen als jemand, der immer mit der Masse schwimmt.
Ich bin doch gar nicht grausam ich fang nur an dich zu mobben *gg*
scherz
Ein Scherz verliert sehr viel von seiner Wirkung, wenn du ihn als „Scherz“ kennzeichnest. ^^
Aber ungefähr so wars. Ich habe erst aus dem Ethikunterricht ein paar Gedanken aufgeschnappt, die ich recht einleuchtend fand. (Das mit sich selber mögen, dass „Schwäche“ ein relativer Begriff ist usw.) und hab angefangen drüber nachzudenken und sie radikal umzusetzen. Erstmal nur in meinem Kopf.
Und eine bestimmte Denkweise kann man sich angewöhnen wie alles andere auch. Sofern man es wirklich selber glaubt.(...)
Ich habe es ähnlich gemacht. Allerdings nicht allein und es war trotzdem noch ein schwieriger und langwieriger Vorgang, der mich zu dem Glauben führte, dass es als Solonummer nicht zu schaffen ist. Also habe ich mich entweder total geirrt, oder du hast einen extrem starken Willen und ich sollte dich bewundern. ^^
Es ist wohl mit dem Besteigen einer steilen Felswand zu vergleichen, während man von oben mit Felsbrocken beworfen wird. Es ist gut jemanden zu haben, der dir zusätzlichen Halt gibt. Dass es auch ohne geht, habe ich nicht geglaubt.
Gut ich glaube wir einfach eine grundsätzlich unterschiedliche Einstellung, was das angeht.
Ich gehe davon aus, dass man sich gar nicht ändern KANN. Nur in dem Sinne, dass man sich weiter entwickelt, aber nicht in dem, dass man seinen Charakter in die Richtung biegt, die man gerade für sinnvoll hält.
Mann kann mMn bestimmte Eigenschaften zeigen oder verbergen, aber man kann weder neue zum Charakter hinzu fügen, noch andere löschen. Also bleibt wohl keine Wahl, als zu robieren, optimal mit dem umzugehen, was du bist. Denn nichts ist mehr prädestiniert zum Mobbingopfer als Menschen, die gewaltsam versuchen, etwas/ jemand zu sein der man nicht ist.
Wenn man natürlich davon ausgeht, dass man sich ändern KANN, könnte es für manche die klügere Wahl sein, sich zu ändern.
Das würde aber bedeuten, dass das was der Mensch später sein wird sich schon bei der Geburt entscheidet und sich nicht durch Familie, Umfeld und persönliche Erfahrungen festlegt. Sicher starten wir alle mit einer gewissen Grundprogrammierung in die Welt, welche die Richtung angibt. Aber ich glaube doch, dass das was wir letztendlich werden vom Leben geformt wird, das wir geführt und den Entscheidungen, die wir getroffen haben.
Ich finde zum Beispiel schon, dass ich mich im Laufe meines Lebens verändert habe. Mehrmals. Das was ich heute bin, halte ich für die Summe meiner Erfahrungen und der Menschen, die mein Leben auf die eine oder andere Art und Weise bereichert haben.
Ein Mensch mit großen Charakterschwächen kann, durch äußere Umstände oder eine Person, dazu inspiriert werden an ihnen zu arbeiten. Es ist kein leichter Weg, aber es funktioniert. Das muss einfach so sein. ^^“
Der Sache mit dem Gruppenzwang stimme ich absolut zu.
Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht, dass auch Paradiesvögel in der Mainstreamgesellschaft durchaus respektiert werden. Die haben’s eben schwerer. Aber wenn so jemand aufgrund seiner Andersartigkeit absolut innovative Ideen hat und sie durchsetzen kann, und sich nicht versteckt, kann man auch mehr erreichen als jemand, der immer mit der Masse schwimmt.
Das Problem an der Sache hast du bereits selbst genannt: Wenn er sie durchsetzen kann.
Können lange nicht alle. Nicht alle Paradiesvögel haben ein schönes glänzendes Gefieder oder eine wohlklingende Stimme um zu überzeugen. Die wenigsten haben überhaupt eine innovative Idee. Sie wollen nicht die Welt verändern. Sie sind einfach anders. Sie sehen vielleicht anders aus. Sie denken vielleicht anders. Oder sie fühlen anders. Aber sie wollen dasselbe wie alle anderen Menschen: Dazu gehören, Verstanden werden, Glücklich sein. Viele sind nicht so mutig wie du und nehmen ihr eigenes Leben in die Hand und suchen sich ihren Platz im Leben. Viele von ihnen trauen sich überhaupt nicht an andere Menschen heran, aus Angst vor Zurückweisung. Ich denke solche Menschen sind sehr froh, wenn sie irgendwo unterkommen und sind bereit einiges (auch Schlechtes) dafür zu tun um zu bleiben. Und dass sie das müssen, finde ich doof.
Ein Scherz verliert sehr viel von seiner Wirkung, wenn du ihn als „Scherz“ kennzeichnest . ^^
Ist mit klar. Auch wenn ich dich nicht als jemanden einschätze, der keinen Spaß versteht, wollt ich die Möglichkeit ausschließen, dass du es in den falschen Hals kriegst.
Ich habe es ähnlich gemacht. Allerdings nicht allein und es war trotzdem noch ein schwieriger und langwieriger Vorgang, der mich zu dem Glauben führte, dass es als Solonummer nicht zu schaffen ist. Also habe ich mich entweder total geirrt, oder du hast einen extrem starken Willen und ich sollte dich bewundern.
Aber geklappt hat’ s doch bei dir oder? Zumindest hörst…ähh liest du dich nicht wie ein armes Opfer an.
Ganz ehrlich: ich weiß, dass ich keinen schwachen Willen habe, aber ob er extrem stark ist, kann ich nicht einschätzen. Vielleicht hatte ich einfach mehr Glück.
Es ist wohl mit dem Besteigen einer steilen Felswand zu vergleichen, während man von oben mit Felsbrocken beworfen wird. Es ist gut jemanden zu haben, der dir zusätzlichen Halt gibt. Dass es auch ohne geht, habe ich nicht geglaubt.
Super Vergleich!!!
Was heißt ohne… ich glaube, die Wenigsten sind GANZ allein. Auch wenn es einem in dem Moment so vorkommt. Klar ist die Mutti oder der Opa nicht die Person, an die man sich als Heranwachsender klammern will. Aber sie haben dich lieb wie du bist (ich glaub’ selber nicht dass ich sowas schreibe… aber was solls ich bin eine Frau ich darf kitschiges Zeug von mir geben!) und sie können einem auch ein bisschen Halt geben.
Das würde aber bedeuten, dass das was der Mensch später sein wird sich schon bei der Geburt entscheidet und sich nicht durch Familie, Umfeld und persönliche Erfahrungen festlegt. Sicher starten wir alle mit einer gewissen Grundprogrammierung in die Welt, welche die Richtung angibt. Aber ich glaube doch, dass das was wir letztendlich werden vom Leben geformt wird, das wir geführt und den Entscheidungen, die wir getroffen haben.
Genau das meine ich ja! Dass man sich im Sinne der Weiterentwicklung durchaus „ändern“ kann. Aber sich nicht frei zwischen allen Charaktereigenschaften entscheiden wie man grad lustig ist.
Ich bin der Meinung, dass man sich nicht ändern kann, weil man seinen Charakter besser an die Ansprüche der Gesellschaft anpassen will. In der Art: egoistisch sein ist out und unchristlich, also hör’ ich auf egoistisch zu sein. Dann kann man nach aussen so tun als wäre man kein Egoist mehr, bleibt es aber trotzdem.
Oder: Niemand in meinem Umfeld versteht es, dass mich gern in meine Fantasiewelt zurückziehe und ich werde nur ausgelacht, weil ich die dicken Fantasyromane mit mir herumschleppe. Also gebe ich meine Fantasiewelt auf und lebe nur in der „normalen“ Welt.
So etwas ist in meinen Augen keine richtige Veränderung. Es ist nur eine Maske die bewirkt, dass man unglücklich und unsicher ist und nicht glaubwürdig ’rüberkommt.
Ich finde zum Beispiel schon, dass ich mich im Laufe meines Lebens verändert habe. Mehrmals. Das was ich heute bin, halte ich für die Summe meiner Erfahrungen und der Menschen, die mein Leben auf die eine oder andere Art und Weise bereichert haben.
Aber die Menschen die dein Leben bereichert haben, waren wahrscheinlich auch etwas Besoneres, oder? Ich glaube nicht, dass du dich am Ottonormalverbraucher orientiert hast.
Und ich kann mir auch schlecht vorstellen, dass deine Erfahrungen dich gelehrt haben, das Besondere, was dich ausmacht, aufzugeben um ein Teil einer grauen Masse zu werden.
Ein Mensch mit großen Charakterschwächen kann, durch äußere Umstände oder eine Person, dazu inspiriert werden an ihnen zu arbeiten. Es ist kein leichter Weg, aber es funktioniert. Das muss einfach so sein.
Ja, da stimme ich dir zu.
Ich denke nur, das „Problem“ ist: Was nennst du eine Charakterschwäche? Natürlich kann man durch äußere Umstände oder eine Person, dazu inspiriert werden an ihnen zu arbeiten. Aber vielleicht entfernt es dich gerade von den Ansprüchen von deinem Umfeld? Vielleich kommst du ja gerade zu dem Entschluss, dass das, was allgemein als Schwäche gilt, dir im Leben weiterhilft? Oder dass du etwas, das allgemein bewundert wird, verachtenswert findest? z.B. die
Idealvorstellung von dem erfolgreichen Karrieremenschen
Das heisst, wenn man zu dem Entschluss kommt, man muss sich ändern, um nicht mehr gemobbt zu werden oder einfach um glücklich mit den anderen zusammen zu leben und darüber nachdenkt, führt es unter Umständen dazu, dass man eventuell noch mehr „anders“ wird als man ohnehin schon war.
Wie bei mir der Fall war. Nachdem ich ergebnislos probiert habe, netter zu werden, hab ich gemerkt, dass ich ohne meine Arroganz nicht leben kann. Weil sie eine Art Schild für mich ist.
Können lange nicht alle. Nicht alle Paradiesvögel haben ein schönes glänzendes Gefieder oder eine wohlklingende Stimme um zu überzeugen. Die wenigsten haben überhaupt eine innovative Idee.
Stimmt. Ich habe das Glück, ein solches „glänzendes Gefieder“ (=Talent) zu haben. Ich rechne mir diese Tatsache auch nicht als persönlichen Verdienst an. Sorry. Ich habe nicht dran gedacht, dass nicht alle so viel Glück haben wie ich.
Wobei ich denke, dass JEDER sein Talent hat. Manche haben es nur nicht entdeckt, schämen sich sogar vielleich dafür.
Sie wollen nicht die Welt verändern. Sie sind einfach anders. Sie sehen vielleicht anders aus. Sie denken vielleicht anders. Oder sie fühlen anders. Aber sie wollen dasselbe wie alle anderen Menschen: Dazu gehören, Verstanden werden, Glücklich sein.
Jeder hat das Recht, dazu zu gehören, verstanden zu werden und glücklich zu sein. Aber wer NICHTS dafür tut, hat es meiner Meinung nach nicht unbedingt verdient.
Viele sind nicht so mutig wie du und nehmen ihr eigenes Leben in die Hand und suchen sich ihren Platz im Leben (…) Ich denke solche Menschen sind sehr froh, wenn sie irgendwo unterkommen und sind bereit einiges (auch Schlechtes) dafür zu tun um zu bleiben. Und dass sie das müssen, finde ich doof.
Natürlich ist es doof aber es gibt nur die zwei Optionen: etwas unternehmen oder unglücklich sein. Umsonst gibt’s nur Käse in der Mäusefalle.
Der Herr Zauberer hats mMn ganz cool auf den Punkt gebracht:
…Wenn du "nicht" nach Ihren "Regeln" spielst, dreht Sie sich trotzdem weiter und nur du bleibst "auf der Strecke" ! Ob du es nun einsiehst oder nicht, der Welt ist das egal...
Viele von ihnen trauen sich überhaupt nicht an andere Menschen heran, aus Angst vor Zurückweisung.
Fällt mir heut noch extrem schwer. Ich bewundere die Leute, die jemanden kennenlernen, ein paar mal mit demjenigen etwas unternehmen und dann befreundet sind. Bei mir dauert es meistens Jahre, selbst wenn ich die Person jeden Tag sehe. Ich hab mich aber damit abgefunden, dass es bei mir wahrscheinlich nie so einfach funktionieren wird. Meistens ist läuft es ziemlich blöd: zum Spaß haben bin ich immer bereit aber sobald ich merke, dass man sich anfreunden könnte, bin ich nur noch oberflächlich. Und warte darauf, dass der/ die andere es deutlich macht, dass er/ sie mich wirklich mag. Wenn das nicht passiert, verläuft sich alles im Sand. Auch wenn es manchmal weh tut zu sehen wie Leute, mit denen ich mich super verstanden habe, mit der halben Welt befreundet zu sein scheinen ausser mir… ich kann damit leben.:)
Ist mit klar. Auch wenn ich dich nicht als jemanden einschätze, der keinen Spaß versteht, wollt ich die Möglichkeit ausschließen, dass du es in den falschen Hals kriegst.
Mach dir darüber mal keine Gedanken. Beiß mich, kratz mich, gib mir unanständige Tiernamen und nimm mich niemals zu ernst. Dann sollte alles funktionieren. ^^
Ich kürze die Sache etwas ab und gehe nicht auf jeden deiner Punkte ein. Sonst würde das glaube ich den Rahmen sprengen und wir haben auch etliche Punkte, die zu weit ins Off-Topic gehen. Vielleicht sollte jemand einen Thread über die Selbstverwirklichung des Menschen und die Hindernisse dabei aufmachen. ^^
Aber geklappt hat’ s doch bei dir oder? Zumindest hörst…ähh liest du dich nicht wie ein armes Opfer an.
Ganz ehrlich: ich weiß, dass ich keinen schwachen Willen habe, aber ob er extrem stark ist, kann ich nicht einschätzen. Vielleicht hatte ich einfach mehr Glück.
(...)
Super Vergleich!!!
Was heißt ohne… ich glaube, die Wenigsten sind GANZ allein. Auch wenn es einem in dem Moment so vorkommt. Klar ist die Mutti oder der Opa nicht die Person, an die man sich als Heranwachsender klammern will. Aber sie haben dich lieb wie du bist (ich glaub’ selber nicht dass ich sowas schreibe… aber was solls ich bin eine Frau ich darf kitschiges Zeug von mir geben!) und sie können einem auch ein bisschen Halt geben.
Ich denke hier hat schon mal jemand geschrieben, dass ein intaktes Elternhaus sehr wichtig bei der Bewältigung solcher Probleme ist. Ich denke auch, dass es stimmt. Aber Halt und vor allem Bestätigung sucht man als Teenager doch eher außerhalb davon.
Genau das meine ich ja! Dass man sich im Sinne der Weiterentwicklung durchaus „ändern“ kann. Aber sich nicht frei zwischen allen Charaktereigenschaften entscheiden wie man grad lustig ist.
Ich bin der Meinung, dass man sich nicht ändern kann, weil man seinen Charakter besser an die Ansprüche der Gesellschaft anpassen will. In der Art: egoistisch sein ist out und unchristlich, also hör’ ich auf egoistisch zu sein. Dann kann man nach aussen so tun als wäre man kein Egoist mehr, bleibt es aber trotzdem.
Oder: Niemand in meinem Umfeld versteht es, dass mich gern in meine Fantasiewelt zurückziehe und ich werde nur ausgelacht, weil ich die dicken Fantasyromane mit mir herumschleppe. Also gebe ich meine Fantasiewelt auf und lebe nur in der „normalen“ Welt.
So etwas ist in meinen Augen keine richtige Veränderung. Es ist nur eine Maske die bewirkt, dass man unglücklich und unsicher ist und nicht glaubwürdig ’rüberkommt.
Okay, dann habe ich dich einfach nur falsch verstanden. Aber zum Thema Masken: Tragen wir sie nicht dennoch? Jeder einzelne von uns? Oder um dich zu zitieren: „Aber wer ist schon nach aussen 100% er selber?„
Aber die Menschen die dein Leben bereichert haben, waren wahrscheinlich auch etwas Besoneres, oder?
Ein paar. Eine ganz besonders. Herz des Zweifels und des Widerspruchs. Man .. ist es wirklich schon so spät, dass ich das wirklich geschrieben habe? Na ... egal. :D
Ich glaube nicht, dass du dich am Ottonormalverbraucher orientiert hast.
Und ich kann mir auch schlecht vorstellen, dass deine Erfahrungen dich gelehrt haben, das Besondere, was dich ausmacht, aufzugeben um ein Teil einer grauen Masse zu werden.(...)
Eigentlich das genaue Gegenteil. Ich würde die graue Masse doch nicht so verurteilen wenn ich Teil davon wäre.
Ich rede nicht von einem Menschen, der sich gut mit seiner Umwelt verträgt, ich rede von einer Umwelt welche sich gut mit dem Menschen verträgt. Ganz gleich was er ist und aus sich gemacht hat.
Sobald die typische Grüppchenbildung verschiedenster Interessengemeinschaften nicht mehr nötig ist, werde ich zufrieden sein. Wenn das Ich nicht mehr hinter dem Wir anstehen muss.
Und um auf den Herrn Zauberer einzugehen:
Die Welt lässt mich nicht in Ruhe liegen, während sie sich weiter dreht. Das ist das Problem an der Sache. ^^
(...)Fällt mir heut noch extrem schwer. Ich bewundere die Leute, die jemanden kennenlernen, ein paar mal mit demjenigen etwas unternehmen und dann befreundet sind. Bei mir dauert es meistens Jahre, selbst wenn ich die Person jeden Tag sehe. Ich hab mich aber damit abgefunden, dass es bei mir wahrscheinlich nie so einfach funktionieren wird. Meistens ist läuft es ziemlich blöd: zum Spaß haben bin ich immer bereit aber sobald ich merke, dass man sich anfreunden könnte, bin ich nur noch oberflächlich. Und warte darauf, dass der/ die andere es deutlich macht, dass er/ sie mich wirklich mag. Wenn das nicht passiert, verläuft sich alles im Sand. Auch wenn es manchmal weh tut zu sehen wie Leute, mit denen ich mich super verstanden habe, mit der halben Welt befreundet zu sein scheinen ausser mir… ich kann damit leben.:)
Geht mir genau so. Ich bin im RL eigentlich sehr schüchtern und schließe nur sehr schwer Freundschaften. Dazu kommt noch, dass alle so schrecklich laut sind und durcheinander reden. Da komm ich meistens gar nicht zum Zuge. Dazu habe ich mir etwas einfallen lassen:
„Immer lauter wird die Welt, sag mir mein Freund, wie verschaffst du dir Gehör!?“ - „Ich schweige.“
:D
Okay, dann habe ich dich einfach nur falsch verstanden. Aber zum Thema Masken: Tragen wir sie nicht dennoch? Jeder einzelne von uns? Oder um dich zu zitieren: „Aber wer ist schon nach aussen 100% er selber?„ :D
Ok, ich hab mich zu schwammig ausgedrückt. Jetzt nochmal:
Ein bisschen Maske: gut. Gehört auch mMn zur Höflichkeit, zum Respekt vor Anderen und zum sozialen Zusammenleben überhaupt dazu.
Wenn man sich komplett verstellt, wäre es mehr als eine Maske, es wäre sowas wie ein Ganzkörperkondom. Das ist schlecht.
...Dazu kommt noch, dass alle so schrecklich laut sind und durcheinander reden. Da komm ich meistens gar nicht zum Zuge. ...
Du sollst dich ja auch nicht mit den Stimmen in deinem Kopf streiten :D
Mad Bull
30.12.2008, 12:59
Bin wieder da.:)
Vor mehr als zwei Wochen habe ich den Opfern ein Angebot gemacht,
wie sie das eigene Mobbing in den Griff kriegen können.
Ich bin angenehm überrascht. Kein gezeigtes Interesse.
Das ist ein gutes Zeichen. Schonmal deswegen, weil genug eigenes Selbstvertrauen vorhanden ist und von woanders genug Schützenhilfe geleistet wird. Mehr Zeit für meine Arbeit und für meine Freizeit.
Na ja, im moment sind noch Ferien oder es ist Urlaub.
Spätestens Ende Januar sieht man dann die alten Peiniger wieder.
Es freut mich, dass die Opfer wissen was zu tun ist.
Feiert noch schön Silvester
Euer Mad Bull*winke*
SemSimkin
31.12.2008, 16:36
Erneut ein geistreicher Kommentar von meinem besonderen Foren-Favoriten Madbull ! :rolleyes:
'Nen halben Monat nichts posten, aber dann hier soetwas ablassen. Super, da wird deutlich, welcher Beitrag hier nicht geistreich ist.
Sry, wenn ich gerade ebenfalls einen OT Beitrag abliefere, aber das musste mal gesagt werden. Es kann doch nicht sein, dass hier die ganze Zeit, zum Teil gemeinsam, auf einem Mitglied rumgehackt wird.
Jellybelly
31.12.2008, 18:08
Ich habe jetzt nicht alles gelesen, aber ich kenn das Thema, darum habe auch ich eine sehr kleine Geschichte zu erzählen:
Ich bin nicht wirklich ein Mobbing-Opfer, ich habe eigentlich ein paar Freunde (ich bezeichne auch nicht wirklich viele als meine Freunde, ich mag nicht diese Menschen, die auf einen zu kommen und sagen, dass man nach einer Woche, in der man ein paar Mal gequatscht hat, man die besten Freunde sind)- Aber es gibt da ne Sache, die mit "Mobbing" zutun hat:
Ich bin homosexuell - zum Glück akzeptieren dass die meisten, es gibt sogar einen "coolen, älteren, schon einmal sitzen gebliebenen und strafversetzten" Jungen in meiner Klasse, der mal sagte, er würde jeden schlagen, der was gegen meine Sexualität sagt.
Trotzdem ärgerte mich die Zeit vor meinem Outing: Alle fragten mich, ob ich schwul sei. Dabei gab es keinerlei Andeutungen darauf, ich hab mich vllt. etwas anders verhalten als andere Jungen aber trotzdem hatte ich zu dieser Zeit etwas Minderwertigkeitskomplexe und war sehr traurig über das, was manche mir damit antaten. Aber mittlerweile habe ich mich so geändert, dass ich meine Gefühle verbergen udn wenig an mich heranlassen kann (das letzet Mal geweint habe ich vor einigen Jahren).
gruß,
jb
PoiSonPaiNter
01.01.2009, 14:10
Aber mittlerweile habe ich mich so geändert, dass ich meine Gefühle verbergen udn wenig an mich heranlassen kann (das letzet Mal geweint habe ich vor einigen Jahren).
Aber komplett deine ganzen Gefühle verbergen ist auch nicht gut...das kenn ich aus eigener Erfahrung. Kaum jmd lasse ich wirklich an mich ran und Gefühle in der Öffentlichkeit zeigen? Wozu geht die doch nichts an!
Denke mal das die Gedankengänge dir sehr bekannt vorkommen...
Das viele Menschen Homosexualität in unserer heutigen Zeit immer noch nicht akzeptieren finde ich zum *zensiert*. Jeder Mensch ist etwas besonderes, also sollte man sich nicht wegen seiner Sexualität verstecken müssen...bin zwar nicht selbst davon betroffen, aber da ich einige Monate mit einer Lesbe zusammengewohnt habe, habe ich auch einiges über die Situationen in der sie - und du wahrscheinlich auch - leb(s)t erfahren...und Diskriminierung ist immer noch eine der schlimmsten Fassaden des Mobbings...
Jellybelly
01.01.2009, 14:55
Aber komplett deine ganzen Gefühle verbergen ist auch nicht gut...das kenn ich aus eigener Erfahrung. Kaum jmd lasse ich wirklich an mich ran und Gefühle in der Öffentlichkeit zeigen? Wozu geht die doch nichts an!
Denke mal das die Gedankengänge dir sehr bekannt vorkommen...
Es ist ja nicht unbedingt so, dass ich total deprimiert bin - unter Freunden bin ich eben ein klein wenig aufgedreht und komischerweise bekomme ich ständig Lachanfälle. Wenn ich alleine bin, bin ich dann aber oft traurig oder eben total ruhig und gefühlvoll :( Ich weiß halt nicht wirklich, ob ich mich bei Freunden verstelle, oder ob ich eben einmal so und einmal so bin. Ich versuche, dass in den Griff zu bekommen.
Das viele Menschen Homosexualität in unserer heutigen Zeit immer noch nicht akzeptieren finde ich zum *zensiert*. Jeder Mensch ist etwas besonderes, also sollte man sich nicht wegen seiner Sexualität verstecken müssen...bin zwar nicht selbst davon betroffen, aber da ich einige Monate mit einer Lesbe zusammengewohnt habe, habe ich auch einiges über die Situationen in der sie - und du wahrscheinlich auch - leb(s)t erfahren...und Diskriminierung ist immer noch eine der schlimmsten Fassaden des Mobbings...
Dann kann ich ja froh sein, dass es bei mir nicht so schlimm ist - ich würde mir sowas aber aber auch nicht gefallen lassen. Es bedeutet ja nicht, dass, nur weil ich eine "Schw.u.ch.t.el. bin, wie manche Leute gerne sagen" mich nicht wehren etc. kann. Ich werd zwar nicht handgreiflich, weil ich mir das schon vor ewigkeiten abgewöhnt habe, aber ich sag demjenigen, deer mich diskriminiert, klipp und klar meine Meinung.
gruß,
jb
Es ist ja nicht unbedingt so, dass ich total deprimiert bin - unter Freunden bin ich eben ein klein wenig aufgedreht und komischerweise bekomme ich ständig Lachanfälle. Wenn ich alleine bin, bin ich dann aber oft traurig oder eben total ruhig und gefühlvoll :( Ich weiß halt nicht wirklich, ob ich mich bei Freunden verstelle, oder ob ich eben einmal so und einmal so bin. Ich versuche, dass in den Griff zu bekommen.
*ei* Das gibt sich dann wieder von alleine in ein paar Jahren. Die Pubertät hats in sich. Gott weiss, ich bin froh, dass ich sie hinter mir hab.
Mach dir also keine Sorgen, das ist normal. *ja*
Jellybelly
05.01.2009, 16:40
*ei* Das gibt sich dann wieder von alleine in ein paar Jahren. Die Pubertät hats in sich. Gott weiss, ich bin froh, dass ich sie hinter mir hab.
Mach dir also keine Sorgen, das ist normal. *ja*
okay- danke Idalia das hat mir echt geholfen *bussi*
Ich könnte bei jeder einzelnen Geschichte über Mobbing fast in Tränen ausbrechen.
Es stimmt mich immer wieder traurig, vor allem dann, wenn ich solche Geschichten höre, ohne selbst denjenigen helfen zu können.
In jungen jahren hatte ich wohl selbst auch schon ein oder zwei mal eine brutale Ader gezeigt, aber das war wohl eher ein Ausraster und kein Mobbing. aber alleine schon dafür, dass ich selbst nur in Milisekunden bereit war, der person, die mich reizte, etwas anzutun, könnte ich mich bis heute hassen. Aber mobben könnte ich nie, ich war immer ein Außenseiter, immer lieb und nett zu allen und während die anderen rumtobten dachte ich über gott und die Welt nach. Vermutlich konnte ich deshalb mich als Junge schon früh sehr gut einfühlen. Und vielleicht reagiere ich deshalb nicht gleich wie ein Trottel, wenn mich Mädchen auf gefühlsmäßige Dinge ansprechen *ja*
In meiner ersten schule wurde ich nei richtig gemobbt. Ich hatte ein paar Schuljahre lang jemanden, den ich auf den Tod nicht ausstehen konnte und er und ich triezten uns gegenseitig. Doch mit der zeit geschah das Wunder. Und heute sind er und ich beste Freunde. Daran sah ich, dass es kein richtiges Mobbing war. Aber er musste auch erst mal etwas zur Ruhe kommen
In meiner zweiten Schule wurde ich zunächst nicht gemobbt. Das kam erst später. Aber auch hier war es keine Gruppe, sondern nur ein einzelner Schüler, der mich immer hänselte und beleidigte. Und mit ihm bin ich heute noch nicht fest befreundet. Aber im Nachhinein sehe ich, dass er nicht so schlimm war, er hatte halt ADS und war weder gewaltbereit noch unvernünftig. In wirklich ernsten Fällen wusste er, was Sache ist. Ich bereue es ein bisschen, ihn nicht mehr so oft zu sehen.
Und nun meine dritte Schule. Hier werde ich eigentlich so gut wie gar nicht gemobbt vor. Auch wenn ich manchmal das Gefühl habe, dass man nicht so oft die nähe zu mir sucht. Aber ich komme mir nicht ungerecht behandelt vor und fühle mich sehr wohl, ich werde diese Schule vermissen. Da war letztens ein sehr harter Fall an meiner jetzigen Schule. Ein Mädchen wurde von ein paar leuten gepiesakt und gedemütigt, das sollen angeblich so 20 bis 40 Schüler gewesen sein (Wobei ich mich immer noch wundere, dass das keinem aufgefallen ist). Daraufhin kam natürlich Polizei etc. Angeblich gings darum unter anderem, dass das Mädchen wohl sehr kritish zum Thema Religion gestanden hat, und ein paar muslimische Schüler wohl darauf sehr empfindlich reagiert haben. Was da nun wirklich war, weiß ich natürlich nicht. Wichtig war mir aber ab da, dass ich möglichst helfe, diesen Fall mit zu lösen. Da gingen wir also in einen extra Raum, wo eine Menge Zeugen waren, die aufschreiben sollten, was sie gesehen hatten. Normalerweise hätte ich eine halbe Stunde vor 13 Uhr schon Schulschluss gehabt. Doch ich blieb bis 14 oder 15 Uhr, und wollte das alles überwachen. Es war mir wichtig. Dazu kam, dass ich noch den ganzen Tag nichts gegessen hatte, doch auch das war mir egal, bis mir unsere Bio-Lehrerin einen Schokoriegel gab. Danach ging ich nach Hause, als alles geklärt war, auch wenn ich liebend egrne noch mehr geholfen hätte. Doch dafür war ich nicht in dem zuständigen Schülerkomittee. Deshalb hatte ich ein teilweise mulmiges Gefühl, aber wenigstens hatte es sich allgemein langsam etwas beruhigt.
Ich würde auch heute jetzt noch für jeden einspringen und den Mobbern erst mal sagen "Traut ihr euch nun, oder seid ihr zu feige?".
Tja tja, ich finde es gut, dass hier manche so viel über ihre Gefühle sprechen, dafür ist eine Gemeinschaft schließlich da ;)
Eveningprayer
25.01.2009, 18:40
Das ist ja wohl die mieseste Tour, die möglich ist... haben die eigentlich nichts anderes zu tun?
Aber sich dagegen zu wehren, ist wahrscheinlich schwer... mir fiele da jetzt auch keine Pauschallösung ein... letztendlich muss man wahrscheinlich beim lieben, unschuldigen, ahnungslosen Verhalten bleiben, auch wenn's schwer fällt. Z.B. hätte man nicht viel sagen können, wenn du den Deckel mit den Worten "Sorry, hab ich wohl vorhin übersehen." hingelegt hättest; am süßesten ist es für die natürlich, wenn sie merken, dass du genau weißt, was abgeht, aber nichts dagegen tun kannst.
Mannmannmann, das liest sich wirklich wie sone Anime-Storyline, so extrem fiese Sachen, die man im echten Leben nie erwarten würde...
Aber man weiß nie, vllt war's auch nur mal son Ding aus einer Laune heraus und wird nie wieder erwähnt.
So verehrte Damen und Herren Leser und Leserinnen...
Zu der Frage, ob "die" nichts besseres zu tun haben - egal ob es nun diese Menschen aus der Schulklasse des Dragon betrifft oder nicht -
Nein, diese Menschen haben nichts besseres zu tun. Man könnte sie als niederträchtig bezeichen oder glauben in ihnen wohne ein Dämon, der sie all diese Gemeinheiten tun lässt. Tatsache ist aber, dass sie es genau wissen was sie tun, ohne etwas von den Konsequenzen dahinter wissen zu wollen oder vielleicht auch gar zu ahnen.
Auch ich musste mich in meinem Leben in der vergangenen - nun ja - 10 Jahren tagtäglich mit Mobbing auseinandersetzen. Begonnen hat es, wie man hier ja überwiegend liest, in der Schule.
Damals, als ich als Neue in die 9. Klasse einer Gesamtschule kam (Grund: Lapidar die Schule gewechselt).
Ja, Kinder und Jugendliche sind grausam.
Wer nun aber denkt, die Arbeitswelt sei anders, der irrt sich ganz gewaltig. Sicher, es kommt immer auf die Menschen an, auf die man trifft. Tatsache ist aber, dass Menschen, besonders aber Frauen, dazu neigen irgendwelche Intriegen gegen andere Menschen zu spinnen, aus ganz perfiden und haltlosen Gründen.
Sie tun es. Tagtäglich. Es sind oft weitreichende Folgen. Sie können einen durch ihr Agieren krank machen. Damit das nicht passiert, kündigen andere Kollegen, suchen sich etwas Neues und der Wahnsinn an der Sache: Der Chef weiß es und er kann nichts dagegen tun.
Es stellen sich also elementare Fragen:
Wehrt man sich oder wehrt man sich nicht?
Führt man eine Liste über all die Gemeinheiten, die einem zugetragen werden? Soll man später dem Chef von der auf dem eigenen Schreibtisch ausgelegten Stellenausschreibung erzählen?
Oder sollte man es gleich tun?
Tut man es, fragt man sich, wie werden sie reagieren?
Immerhin weiß jeder: Einer Aktion folgt eine Reaktion...
Man ist immer zum Abwägen gezwungen...wird automatisch nach den ersten Gefühlsausbrüchen kühler, kalkulierter und sagt letztlich nichts, da man herausgefunden hat, das es genau das ist, was die anderen wohl zur Weißglut treibt.
Und doch weiß man auch, es kann nicht ewig so weitergehen.
Was also soll man tun?
Mehr als diese Frage bleibt in den meisten Fällen nicht übrig. Was soll man tun?
Eine schwerwiegende Entscheidung, die mit Sicherheit ebenso weiter ins Verderben führen kann.
Und doch: Was soll man tun?
Folgendes tut man:
Man spielt ein Spiel, das man zu spielen gezwungen wird. Ein gefährliches Katz und Maus-Spiel.
Und doch ist man gefangen.
Denn richtig wehren, so wie in der Schule, ohne Freunde, ohne Lehrer, ohne überhaupt irgendeinen Menschen in gleicher Situation zu haben, der einem Mut und Hoffnung gibt, das ganze doch irgendwie zu überstehen und diese ganzen negativen Erfahrungen zu weitreichendem Wissen werden zu lassen...richtig wehren kann man sich nicht. Denn letztlich schadet man sich oft noch mehr dadurch als es einfach zu ertragen.
Mhm, ich könnte hier einige Fallbeispiele dazu schreiben. Ähnliche Vorfälle wie die offensichtliche Stellenausschreibung auf meinem Schreibtisch oder gar andere.
So grausam das klingt. Im Grunde muss man in der Hinsicht abstumpfen:
Man selbst ist sich der Nächste. Schaue, wo Du bleibst. Erst dann mache Dir über die anderen Gedanken.
Recht und Gerechtigkeit wird es in diesen Fällen äußerst selten geben. Die "Mobber" werden zu 99,99 % ungeschoren davon kommen.
Das ist grausam und dessen bin ich mir bewusst. Wenn man sich jedoch in dieser Situation befindet, darf man nicht mehr auf die anderen Rücksicht nehmen, darf ihnen kein Oberwasser geben, sondern muss gucken, wo man selbst bleibt und dass man es mit Freunden, die man außerhalb dieser Situationen hat, übersteht. Denn außerhalb dieses "Spiels": Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.
Man darf es auch nicht falsch verstehen: Hass oder andere harte Gefühle bringe ich diesen Personen nicht entgegen. Das sollte man auch nicht. Verachtung für ihr Handeln, ja. Aber weder Hass noch Rachegelüste sollten aufkommen, denn dann wird man leicht zu dem, was man selbst gerade noch verabscheut hat.
Mehr, als euch das mit auf den Weg zu geben, kann ich nicht. Trotzdem hoffe ich, dass sich das Lesen dieser langen Zeilen doch gelohnt hat. Denn eines ist sicher: Man ist nicht alleine.
Also ich werde derzeit nicht gemobbt und sehe das als sehr großes Glück an. Ganz einfach, weil ich aus eigener, jahrelanger Erfahrung weiß, wie das ist. Das große Problem ist, dass es leider, wenn man mal in der Schiene drin ist, anders, als einem das andere vielleicht weismachen wollen, keine realistische Möglichkeit gibt, da wieder rauszukommen. Gerade in der Schule --- es helfen weder Hilfbereitschaft, noch irgendwelche "coolen Aktionen" oder Mut, keine schlagfertigen Antworten - wenn man mal bei einer Gruppe da reingerutscht ist, kommt man so schnell nicht raus. Es wird im Laufe der Jahre oft besser, aber nicht zwingend - umgekehrt, wenn man die Leute mehrere Jahre nicht gesehen und dann wieder trifft, ist alles im Lot.
Grundsätzlich mag es sein, dass es nach der Schule auch Mobbing gibt, aber man ist dem nicht mehr ganz so hilflos ausgeliefert. Zum einen hat man - hoffentlich - seine Persönlichkeit gefestigt, zum anderen hat man mehr Möglichkeiten, sich sein Umfeld auszusuchen. Ich habe beispielsweise meine Eltern öfter auf einen möglichen Schulwechsel angesprochen, aber das hieß es immer, dass das nicht geht, weil es ja in der Nähe keinen genau gleichen Schultyp gibt (hatte irgendwas damit zu tun, dass ich in meinem erst später Latein hatte) und damit war die Sache erledigt.
Im Job ist es natürlich sicher auch schlimm, aber man kann sich zumindest selbst die Alternativen überlegen.
Jetzt im Studium habe ich zwar auch Kurse, wo mir ab und an wer blöd kommen will, aber hier ist es einerseits so, dass man nur selten mit den Leuten zusammensein muss (1-2 Mal/Woche, ein Semester lang) und es ist überhaupt leichter, dass man mit diesen Personen nicht so direkt zu tun haben muss. In meiner Schulklasse musste ich jahrelang sechs Tage die Woche mit denselben Leuten in einem Raum sitzen, da kann man wem einfach nicht aus dem Weg gehen.
Tipp kann ich eigentlich nur den geben: Man sollte sich nicht die Schuld geben, wenn man gemobbt wird. Das ist einfach eine Gruppendymanik, da wird halt wer rausgepickt und sobald sich eine Gruppe gefunden hat, den zu dissen, fühlen sie sich stark. Aber es ist auf keinen Fall jetzt der GRUND, weil man eine Zahnspange trägt, dick oder homosexuell oder "dumm" (die verspotteten "Dummen" sind in den meisten Fällen sogar ziemlich intelligent) oder schwarz oder sonst was ist. Das sind nur vorgeschobene Gründe. Irgendein Opfer brauchen die Leute halt, gerade, wenn sie selbst unsicher sind oder unzufrieden mit ihrem Leben. Teilweise sind die sg. "Gründe" echt absurd --- ich wurde z.B. acht Jahre lang verspottet, weil ich "zu langsam rede".
Aber wisst ihr was, neulich habe ich eine ganz nette Summe kassiert, dafür, dass ich Leuten öffentlich vorlese. Und das war dann eine ganz besondere Genugtuung. Meine Sprechgeschwindigkeit hat sich überhaupt nicht erhöht, aber offenbar hat außerhalb der Schule kein Mensch ein Problem damit.
Was mich aber beim Mobben immer am meisten getroffen hat, war, dass sich praktisch keiner traut, nicht mitzumachen. Also gerade bei selbst Betroffenen habe ich mir eigentlich immer erwartet, dass da Beistand zu erwarten wäre, wenn man selbst dran ist, war aber nie so. Obwohl die Leute ja wissen müssten, wie man sich fühlt. Ganz im Gegenteil haben die dann meistens besonders enthusiastisch mitgemacht.
Einmal hat mich ein Bursch heimlich drauf angesprochen und gesagt: "Weißt du, ich fand das voll gemein vorhin, aber ich habe mich einfach nicht getraut, was zu sagen." und allein das war etwas, was mir in der Situation viel gebracht hat. Weil wenn man mal drin ist, denkt man dann manchmal auch, dass mans vielleicht ja verdient hat.
Ich glaube, es geht im "Kampf gegen das Mobbing" gar nicht so sehr darum, dass man jetzt dagegen ankämpft, es hilft den Betroffenen schon sehr, wenn man nur einfach nicht mitmacht. Das ist ohnehin schon mehr, als man von den meisten Leuten erwarten kann.
Cullabay
29.01.2009, 10:41
Zuerst einmal muss ich sagen, das was ich hier in diesem Thread gelesen habe hat mich echt schockiert.
Meine eigene Schulzeit ist schon ziemlich lange vorbei und auch bei uns gab es Cliquen, die sich Mobbingopfer ausgesucht haben, aber in einem solch brutalen zerstörerischen Ausmaß wie das was hier geschildert wird hat das niemals stattgefunden.
Jetzt frage ich mich ob das Zufall ist oder ob sich da in der Gesellschaft grundsätzlich was geändert hat.
Der wichtigste Unterschied, den ich bemerke: Bei uns haben niemals alle in der Klasse beim Mobbing mitgemacht! Es gab nicht diese kollektive Hexenjagd, mit der so viele hier im Thread schreckliche Erfahrungen gemacht haben.
Ist heutzutage der Druck zur Konformität so hoch, dass jeder, der nicht der Mehrheitsnorm entspricht ausgegrenzt wird?
Aus meiner persönlichen Erfahrung stimme ich mit Nina vollständig überein: Das wichtigste im Kampf gegen Mobbing ist, dass man selbst nicht mitmacht wenn jemand gemobbt wird. Auch wenn man diese Person selbst auch nicht besonders gut leiden kann.
Zwei meiner besten Freundinnen waren zeitweise Mobbingopfer in meiner Klasse. Am Anfang mochte ich sie auch nicht besonders, aber da es eben auch einige in der Klasse gab, die nicht mitgemobbt haben, haben sie trotzdem Anschluß gefunden und nachdem man (ich) sie eine Weile besser kennengelernt hatte, sind genau sie meine besten Freundinnen geworden, auch jetzt noch.
Und man sollte auch nicht zuviel Angst haben für andere gegen Mobber einzutreten. Die schweigenden Zuschauer, die das Mobbing in Wirklichkeit auch ablehnen sind meist mehr als man denkt. Wenn einer anfängt ( nicht das Mobbingopfer selbst) gegen die Mobber anzugehen findet er doch meist Unterstützung. Als ich mich mal mit einer der Oberzicken meiner Klasse geprügelt habe war die große Mehrheit auf meiner Seite.
Eveningprayer
01.02.2009, 19:03
Grundsätzlich mag es sein, dass es nach der Schule auch Mobbing gibt, aber man ist dem nicht mehr ganz so hilflos ausgeliefert. Zum einen hat man - hoffentlich - seine Persönlichkeit gefestigt, zum anderen hat man mehr Möglichkeiten, sich sein Umfeld auszusuchen.
Darf ich lachen? >.<"
Also ganz ehrlich, diese Einstellung ist blauäugig. Sicherlich hört man von Mobbing im Berufsalltag nicht viel. Hin und wieder geht wohl mal ein Fall durch die Presse, aber insgesamt bleibt es eher ruhig.
Tatsache ist, dass es jeden Tag - genau wie in der Schule - passiert.
Und wer bitte denkt, wenn man einen Job gefunden hat, daran, ob die Menschen dort auch potentielle Mobber sein könnten?
Wohl die wenigsten.
Vor allem wird der Chef sich beim Einstellungsgespräch wohl kaum damit rühmen, dass es in seinem Team Personen gibt, die gleicher sind als andere. Was nützt es einem also gefestigt zu sein, wenn das, was man jeden Tag ausübt, um zu überleben, die reinste Hölle ist.
Sich ne andere Stelle suchen?
Ganz so einfach ist das alles nicht.
Simon the Sorcerer
01.02.2009, 19:33
Da muß ich Evenigprayer allerdings zustimmen. Ich will diejenigen unter euch jetzt nicht all der Hoffnung berauben, dass es nach der Schule besser wird.
Aber im Job kann es euch genausogut passieren wie in der Schule. Und ein Job, bei der momentanen Wirtschaftslage, ist einiges Wert.
Vor allem wenn eine Existens mit Familie dran hängt. Da kann man mal nicht so einfach die Schule wechseln oder bei kleineren Firmen, die Abteilung. Keine Sorge, alles schon durchgemacht.
Und was bleibt dann als Alternative ? Kündigen und Arbeitslosengeld bzw. Hartz4 zu beziehen ? Das kam für mich nie in Frage, lieber durchquälen und weiterbewerben. Es geht jeden Morgen eine neue Sonne auf und diesmal könnte es klappen... (und das hat es nach 2 Jahren auch)
Ich kann mich in meinem jetzigen Job zwar nicht beschweren, da stimmt vieles (nicht alles aber vieles). Doch der Weg dorthin war alles andere als bequem. Denn wenn der Chef mobbt und einige der älteren Mitarbeiter, die schon 20 Jahre im Betrieb sind, da hat man als Berufsanfänger nicht viel zu lachen.
Der Spruch "Lehrjahre sind keine Herrenjahre" kommt nicht von ungefähr. Und gelernt hab ich, fürs Leben.
Denn nur wer daraus seine Lehren zieht, kann gestärkt aus so einer Sache hervor gehn.
Es geht auch anders herum:
Dass ältere Arbeitnehmer von jüngeren Kollegen gemobbt werden - wg ihres Alters.
Dabei bereichern doch Menschen unterschiedlichen Alters jedes Unternehmen.
Grundsätzlich mag es sein, dass es nach der Schule auch Mobbing gibt, aber man ist dem nicht mehr ganz so hilflos ausgeliefert. Zum einen hat man - hoffentlich - seine Persönlichkeit gefestigt, zum anderen hat man mehr Möglichkeiten, sich sein Umfeld auszusuchen.
Liebe Nina, das mag eine landläufige Meinung sein, aber ich versichere Dir, dass dem garantiert nicht so ist! In der Schule mag einem zwar das ganze Cliquengehabe wie Mobbing erscheinen, aber oft ist es das gar nicht, sondern einfach pubertäres Verhalten. Denn wie und ob man in der Schule seine Leistung bringt, hängt letztlich von einem selbst ab. Die Arbeit verhaust Du und niemand für Dich. Sicher kann das Nicht-zu-einer-Clique-gehören und das gepiesackt werden mit dafür sorgen, dass man eben die Arbeit verhaut, aber letztlich hängt es von einem selbst ab. Es gab auch zu meiner Schulzeit (die mittlerweile 31 Jahre zurück liegt) solche Erscheinungen. Die gab es schon immer.
Im Beruf gemobbt zu werden, ist aber etwas völlig anderes. Und weitaus schwerwiegender! Da können - wie schon von Simon the Sorcerer angeführt - Existenzen davon abhängen. Zudem, im Berufsalltag ist es um einiges leichter, dass jemand Deine Leistung sabotiert. Da wird eine Info nicht weitergegeben und schon steht man dumm da ... keiner erinnert sich dann an die Info. Da werden Termine nicht mitgeteilt ... und schon fährt Dich der Chef an, warum Du das nicht erledigt hast ... jeder behauptet aber, Dir den Termin mitgeteilt zu haben. Du kannst Dich anstrengen wie Du willst ... wenn andere Dich mobben und Deine Arbeit sabotieren, hast Du keine Chance. Alternativen gibt es weit weniger als in der Schule! Jobwechsel? Stadtwechsel? Das ist (und war) nie so einfach!
Was erschwerend hinzukommt: In der Schule wird man in aller Regel aufgrund von Äußerlichkeiten (Kleidung, Brille, Figur usw.) aus einer Clique ausgeschlossen. Im Berufsleben greift man in aller Regel die Psyche eines Menschen an. In der Schule wissen die Mobber oft gar nicht, was sie tun - und wenn, dann ist es Gruppen-Imponier-Gehabe. Im Berufsleben wissen die Mobber sehr wohl, was sie tun und benutzen es ganz bewusst als Werkzeug. Und Du stehst dem weit hilfloser gegenüber, als Du denkst!
Ich möchte nicht in Abrede stellen, dass auch an der Schule gemobbt wird. Aber das sind kindliche Spiele im Vergleich zum echten Berufsmobbing!
Ich möchte nicht in Abrede stellen, dass auch an der Schule gemobbt wird. Aber das sind kindliche Spiele im Vergleich zum echten Berufsmobbing!
Lieber HMP
Deine Haltung kommt mir gerade sehr arrogant und von-herab vor. Vielleicht liegt es auch daran, dass deine Schulzeit schon 30 Jahre her ist. Es ist nicht fair, Mobbing in der Schule als kindliche Spiele zu bezeichnen. Und damit quasi zu sagen: "Stellt euch nicht so an, ihr Babies!". (so kommt das rüber, nur damit du dir das bewusst bist).
Sicher stimme ich dir zu, dass Mobbing am Arbeitsplatz viel schwerwiegendere Auswirkungen hat als das in der Schule der Fall ist.
Aber auch in der Schule gemobbt zu werden ist traumatisch und kann dein Leben zur Hölle machen. Ich weiss das nur zu gut. Cliquengezicke ist nicht dasselbe, wie wenn sich einer oder meherere es zum Ziel machen dir systematisch das Leben schwer zu machen.
Jedenfalls, will ich damit nur sagen, allen die, die das gerade durchmachen und Opfer von Mobbing in der Schule sind, wird deine Aussage nicht gerade helfen, eher das Gegenteil. :rolleyes:
Nur weil es was schlimmeres gibt, macht es das andere nicht besser.
Lieber HMP
Deine Haltung kommt mir gerade sehr arrogant und von-herab vor. Herzlichen Dank! Ich werde ganz sicher meine Meinung zukünftig anderweitig kundtun und hier einfach nur mitlesen. Wie in anderen Foren auch.
Vielleicht liegt es auch daran, dass deine Schulzeit schon 30 Jahre her ist. Es ist nicht fair, Mobbing in der Schule als kindliche Spiele zu bezeichnen. Und damit quasi zu sagen: "Stellt euch nicht so an, ihr Babies!". (so kommt das rüber, nur damit du dir das bewusst bist). Ich habe nicht gesagt, dass es kindliche Spiele sind - ich setzte es in einen Vergleich: Aber das sind kindliche Spiele im Vergleich zum echten Berufsmobbing.
Jedenfalls, will ich damit nur sagen, allen die, die das gerade durchmachen und Opfer von Mobbing in der Schule sind, wird deine Aussage nicht gerade helfen, eher das Gegenteil. :rolleyes:
Nur weil es was schlimmeres gibt, macht es das andere nicht besser.
Sorry, es ging (und geht) mir nicht darum jemandem zu helfen. Das kann ich nicht. Worum es mir ging, war eine Meinung kundzutun, dass es eben nicht ganz richtig ist zu denken, dass es nach der Schule einfacher wird.
Bitte keinen Streit :)
Idalia, ich finde eigentlich nicht, dass HMP arrogant oder belehrend oder von-oben-herab geschrieben hat.
Es ist seine Meinung, die im übrigen sehr fundiert und realitätsnah erklärt wird. Und ich (und nicht nur ich) hätte sehr gern, wenn du weiterhin an unseren Diskussionen teilnimmst, HMP.
Keinem Mobbingopfer geht es gut, ob Schüler, Schülerin, ob jüngerer oder älterer Arbeitnehmer.
Bitte keinen Streit :) Wir tun unsere Bestes, nicht wahr, Idalia *winke*?
Keinem Mobbingopfer geht es gut, ob Schüler, Schülerin, ob jüngerer oder älterer Arbeitnehmer. Richtig! Es ist daher schon traurig, wenn man ein Gesetz wie das AGG braucht, damit die Menschen "gezwungenermaßen" Sitte und Anstand beachten.
Wir tun unsere Bestes, nicht wahr, Idalia *winke*?
Ja *freu*
Ich habe mich hier immer zurückgehalten was zum Thema zu posten, obwohl es mir oft in den Fingern gejuckt hat.
Ich selbst wurde eine Zeit lang in der Schule gemobbt. Ich bin mit meiner Familie von der Stadt aufs Lang gezogen und wurde prompt in der Schule abgestempelt als die blöde Stadtschnepfe, die sich als was besseres sieht. Dabei kannten die mich gar nicht, hatten auch noch nicht gross mit mir gesprochen. Ich war da noch sehr schüchtern und war total verunsichert, weil mir alles fremd war. Vielleciht wurde meine Zurückhaltung als Arroganz bewertet, wahrscheinlich sogar. Es dauerte ein ganzes Jahr bis ich endlich Freunde fand und kurze Zeit später wechselte ich aber auch schon wieder die Schule. Für mich war diese Zeit wirklich schlimm, ständig angemacht zu werden, beklaut zu werden, meine Sachen zerstört oder besuddelt vorzufinden und ständig gemeine Zettelchen bei mir in der Tasche zu finden.
Ich habe aber daraus viel gelernt, frei nach dem Motto was mich nicht umbringt macht mich stärker. Ich habe gelernt offensiver und dadurch offener zu anderen zu sein, und auch mal über meinen Schatten zu bringen.
Heute bin ich erwachsen (wenn auch nicht immer ;) ), und weiss dass das ganze auch mit der Pubertät zu tun hatte. Eine gefestigte Persönlichkeit ist ein wichtiger Faktor um nicht mehr so schnell in die Opferrolle zu fallen.
Heutzutage bin ich sehr kommunikativ, lebenslustig und eine freche kleine Person (wenn man anderen so glauben soll *grins* ).
An alle die gerade durch die Hölle gehen, es gibt Licht am Ende des Tunnels. Und manchmal ist Angriff die beste Verteidigung. (Das soll aber nicht heissen, das ihr mit gleichen Mitteln zurückschlagen müsst. Begebt euch keinesfalls auf dieses tiefe Niveau)
So, das tat gut. Liebe Grüsse und ja nicht aufgeben! :)
Nachtrag: Um noch auf Simons und HMPs Posts einzugehen
Ich teile eure Meinung, dass Mobbing am Arbeitsplatz auf einem ganz anderen Level spielt, auch ist dort die Ohnmacht dem Mobbing gegenüber grösser. Diejenigen Personen zu konfrontieren bringt wahrscheinlich meist nichts. Ich selbst habe damit keine grosse Erfahrung, trotzdem weiss ich was Konkurrenzdenken auslösen kann und wie manche das zuweit treiben. Ernüchternd ist auch die Tatsache das solches Konkurrenzdenken von oben auch gewollt und gefördert wird. ò.ó
Ich habe nach euren Beiträgen darüber nachgedacht und bin dann zu einem Schluss gekommen: Gemobbt werden ist wohl immer schlimm, unabhängig vom Alter. Ich muss auch gestehen, dass ich beruflich keine nennenswerte Erfahrung habe, aber nach der Schule ist alles besser geworden.
In der Schule war es aber auch nicht so harmlos. Für viele - auch für mich damals - dürften Mord und Selbstmordgedanken zum Alltag zählen. (Nur dass eben zum Glück die meisten nichts davon ausführen.) Das ist sicher nicht normal.
Es gibt auch genug Jugendliche, die so Sachen anfangen wie Cutten oder sich die Augenbrauen ausreißen, von Esstörungen ganz zu schweigen - das kann kein "kindliches Spiel" sein, das sind ernste Symptome, die zumindest teilweise auf Mobbing zurückzuführen sein dürften.
Übrigens ist auch das Konkurrenzdenken unter Schülern hoch - meine Eltern bespielsweise wollten immer auch den Notenspiegel sehen, es reichte also nicht, selbst eine passable Note zu haben, man musste besser als die anderen sein - oder die anderen mussten schlechter sein. (Was ja die Basis für Mobbing ist - man macht andere schlecht, um selbst besser dazustehen.) Außerdem wollten oft Mitschülerinnen von mir (den Burschen war das eher egal) oft meine Schularbeiten sehen und verglichen die Fehlerquote. In Einzelfällen gab es auch hinterrücks Beschwerden an die Lehrer, wenn jemand eine bessere Note, aber angeblich mehr Fehler hatte.
Das paradoxe daran war: Streber durfte man natürlich auch keiner sein. Das Ideal waren Schüler, die ohne zu lernen die besten Noten schrieben. Dass das natürlich nicht der Normalfall ist, brauche ich wohl nicht erzählen - ich habe immer viel gelernt, meistens gut Ergebnisse gehabt, aber eben auch nicht immer. Und da durfte man natürlich nicht sagen, dass man etwas gelernt hat, weil sonst wurde man gleich gemobbt.
Ich habe mich auch mal bei einem Lehrer beschwert wegen zu viel Lernstoff oder zu unfangreichen Hausübungen über das Wochenende, weil es ja eigentlich nicht erlaubt ist, im Samstagsunterricht Hausaufgaben bis Montag zu geben und da sind mir immer die anderen Schüler in den Rücken gefallen so ungefähr, das ist doch kein Problem, das liest man sich einmal durch und kann es und die Hausübung erledigt man in einem halben Stündchen, was einem nicht um das Wochenende bringt. Die, die anderer Meinung waren, haben natürlich geschwiegen, beim Rest bin ich heute überzeugt, dass sie das ganze Wochenende dran gesessen sind und einfach gelogen haben, damit sich als intelligenter dastehen.
Heute im Studium geht es mir besser damit, ich habe da mit Leuten zu tun, die auch ehrlich sagen können, wenn ihnen was schwerfällt (und ich kann das demnach auch) und statt dass sie da was Abfälliges zu mir sagen, mir Tipps geben.
Etwas besser geht es eben Leuten, die eine Alternative sehen, diese "Gemeinschaft" zu verlassen. Das mit der Angst vor Arbeitslosigkeit und dem Druck, die Familie "ernähren" zu müssen, wie ihr mir erklärt habt, leuchtet mir ein. Umgekehrt darf aber kein jugendlicher Schüler eigenmächtig die Schule wechseln und wenn der es will, ist mit enormen Schwierigkeiten und Unverständnis zu rechnen. Dazu ist in der Phase auch der Zeitbegriff ein anderer - Erwachsene sagen oft: "He, du hast doch nur mehr drei Jahre, das kann doch nicht so schwer sein, die da irgendwie rüberzubringen!", aber je jünger man ist, desto mehr ist ein gefühltes Jahr. Für mich waren damals auch ein paar Jahre quasi ein Zustand "für immer", ohne die geringste Hoffnung, dass es je besser wird.
Mobbing ist - egal wann, egal wo, egal wie - immer schlimm, leider aber allzuoft Alltag.
Ich wollte das Mobbing in der Schule keineswegs abwerten - falls das so angekommen sein sollte. Ich wollte es lediglich im Vergleich zum Berufsleben sehen. Und da hat es eine völlig andere Qualität.
In der Schule wird man oft - wie Idalia und Nina auch schreiben - gemobbt, weil man einfach anders ist: man kleidet sich anders, man spricht anders, man kommt aus der Stadt (oder vom Land), man lernt zuviel, man lernt zu wenig. Wenn ich es im Vergleich als kindliches Spiel genannt habe, dann meine ich sicher nicht damit, dass es ein kindliches Spiel ist. Ich wollte damit lediglich den Unterschied in den Konsequenzen etwas darstellen. Sorry, falls das misslungen ist - ich suche einen besseren Vergleich.
Ganz sicher kann auch das Mobbing in der Schule psychische Auswirkungen haben bis hin zu dem, was Nina schreibt. (Aber diese Auswirkungen haben auch noch andere Hintergründe. Unter anderem die, dass man auch von den Eltern "gemobbt" wird, wenn man deren Erwartungen was Leistung, Verhalten etc. nicht entspricht.) Mobbing in der Schule hat meines Erachtens oft den Hintergrund, dass eine Gruppe einen Einzelnen (aber auch eine andere, kleine Gruppe) fertig machen will, um Macht zu demonstrieren: "Du trägst keine Adidas-Turnschuhe. Dich machen wir fertig!" Das meinte ich mit Äußerlichkeiten. Noch nie diese Erfahrung gemacht, dass aufgrund fehlender Status-Symbole man eben einfach nicht dazugehört und dafür gemobbt wird? Im Grunde ohne Sinn und ohne Zweck, einfach nur weil ...
Vielleicht wird nun deutlicher, was ich mit dem Vergleich kindliches Spiel meinte. Für die Mobber ist es oft ein Spiel. Dass sie sich der Konsequenzen und Auswirkungen nicht bewusst sind (oder in den seltensten Fällen), ist ein anderes Thema. Ich habe zumindest die Erfahrung gemacht, dass es mit steigender Klassenstufe besser wird. Aufhören tut es nie.
Im Berufsleben hingegen ist es kein "Spiel" mehr. Dort geht es nicht einfach darum, jemanden fertig zu machen, weil es einfach "Spaß" macht und Macht demonstriert werden soll. Mobbing im Beruf hat ganz klar den Sinn und Zweck zu zerstören: die Existenz, die Karriere, das Leben. Erwachsene (so man bei solchen Menschen davon reden kann) sind sich der Auswirkungen ihres Tuns bewusst und tun es genau darum. Sie setzen das Mobbing zielgerichtet als Werkzeug ein. "Uns gefällt der neue Kollege nicht. Der tut zu viel zu gut. Den mobben wir weg!" - "Die sieht gut aus und gefällt unserem Chef. Die mobben wir weg!" - "Unser neuer Chef ist ein A... Den mobben wir weg!" (Ja, denn im Berufsleben funktioniert es durchaus, den Chef wegzumobben. Mit einem Lehrer (= Vorgesetzen) hätte man es wahrscheinlich sehr schwer.)
Vielleicht sollte ich es so vergleichen:
Der Unterschied zwischen Schulmobbing und Berufsmobbing ist der, dass Schülern in aller Regel noch gewisse Erfahrungen fehlen, die sie erst noch machen müssen (wie jeder sie machen muss). Oft handeln sie situativ und spontan, meist mit einem kurzfristigen Plan. (Ich zumindest habe nicht erlebt, dass in der Schule das Mobbing länger als ein paar Wochen im voraus geplant wird. Meist wurden die Streiche sehr kurzfristig ausgeheckt und resultierten aus einer spontanen Idee heraus.)
Berufsmobbing wird von Erwachsenen durchgeführt, die diese Erfahrungen schon haben. Sie handeln selten spontan oder situativ. Ihr Mobbing ist geplant, oft sehr langfristig und vor allem sehr zielgerichtet. Im Berufsmobbing geht es selten darum, Macht zu demonstrieren. Aber es geht immer darum zu zerstören.
Nichtsdestotrotz: Mobbing ist immer schlimm. Egal wo, egal wann, egal wie.
Rückspiegelgott
03.02.2009, 10:24
Mit einem Lehrer (= Vorgesetzen) hätte man es wahrscheinlich sehr schwer.
Da muss ich dir widersprechen, ich habe (durch Pfadfinderei) einigen Kontakt zu Jugendlichen (12 - 15 Jahre, von Haupt- über Realschule zu Gymnasium). Mir ist von ihnen schon öfters zu Ohren gekommen, das die Lehrkraft nach wenigen Minuten das Klassenzimmer verlassen hat, außer stande den Unterricht fortzusetzen. Wenn ich richtig informiert bin hat eine Lehrerin sogar aufgehört an dieser Schule zu unterrichten.
Da muss ich dir widersprechen, ich habe (durch Pfadfinderei) einigen Kontakt zu Jugendlichen (12 - 15 Jahre, von Haupt- über Realschule zu Gymnasium). Mir ist von ihnen schon öfters zu Ohren gekommen, das die Lehrkraft nach wenigen Minuten das Klassenzimmer verlassen hat, außer stande den Unterricht fortzusetzen. Wenn ich richtig informiert bin hat eine Lehrerin sogar aufgehört an dieser Schule zu unterrichten.
Ich gestehe, in dem Fall lasse ich mich ungern eines Besseren belehren. Nein, nicht weil ich mich nicht gerne belehren lasse, wenn ich nicht richtig liege, sondern weil es natürlich erschreckend ist.
Ich relativiere daher meine Aussage:
Mit einem Lehrer (= Vorgesetzten) ist das sicher auch möglich, bedarf aber weitaus mehr Energie, um zum Ziel zu kommen.
PoiSonPaiNter
03.02.2009, 18:31
Ich relativiere daher meine Aussage:
Mit einem Lehrer (= Vorgesetzten) ist das sicher auch möglich, bedarf aber weitaus mehr Energie, um zum Ziel zu kommen.
Ich glaube du musst deine Aussage noch einmal verändern...denn es Bedarf nicht viel Energie eine Lehrerin zu quälen...:(
In meiner alten Schule war und ist das leider Gang und Gebe...als ich selbst noch dort war nahmen meine Mitschüler zB einen Tafellappen und klopften ihn auf dem Lehrerstuhl ab, sodass die Lehrerin mit der wir danach hatte sich da drauf setzen würde und andere solche Sachen...
Dann gab/gibt es noch Klasse, die einfach den Lehrer ignorieren, sobald ein Schüler merkt, dass der Mann/die Frau, der/die vor ihm steht keine Autoritätsperson ist wird nach einem Weg gesucht ihn/sie fertig zu machen und das ist sogar unabhängig vom Geschlecht...
Eine Lehrerin, bei der ich zugeben muss, dass ich anfangs die "Witze", die über sie gemacht wurden auch lustig fand, als ich allerdings gemerkt habe wie kompetent sie ist habe ich mich rausgehalten und sie - so weit ich mich erinnern kann - auch verteidigt...jedenfalls hat sie mittlerweile Anzeichen für das Burn-Out-Syndrom, was ich sehr schlimm finde, da sie wirklich eine klasse Lehrerin ist...:(
Eine weitere Lehrerin hat zZ Schulverbot, weil sie sich durch die lauten Klassen einen Tinnitus zugezogen hat.
Und ein Lehrer war grundsätzlich, wenn er mit einer bestimmten Klasse Unterricht hatte krank, weil er systematisch von ihnen fertig gemacht wurde...nur um mal ein paar Bsp zu nennen...
Mag sein, dass das Mobbing in Schulen spontaner abläuft als in Betrieben(, etc), aber manchmal (oder sogar meistens) ist das der schlimmere Weg.
Im Betrieb kannst du noch etwas dagegen tun, sodenn du deinem Chef davon erzählst und der nicht mitmacht, auf jeden Fall, hast du da mehr Rechte und Mglkeiten, als wenn du ein "hilfloser" Schüler bist.
Und wenn du dir mal die ersten Seiten durchliest, dann wirst du sehen, wie schlimm das "spontane" Mobbing sein kann...
Ich glaube du musst deine Aussage noch einmal verändern...denn es Bedarf nicht viel Energie eine Lehrerin zu quälen...:( Mobbing (und ich meine damit das, was eben als Fachbegriff darunter zu verstehen ist) und quälen (ärgern, nerven, Streich spielen etc.) ist nicht ganz dasselbe. Natürlich haben wir auch unseren Lehrern Streiche gespielt, sicher. Aber wir haben sie nicht gemobbt. Zum Mobben, zum echten Mobben, bedarf es einer ziemlichen Energie!
In meiner alten Schule war und ist das leider Gang und Gebe...als ich selbst noch dort war nahmen meine Mitschüler zB einen Tafellappen und klopften ihn auf dem Lehrerstuhl ab, sodass die Lehrerin mit der wir danach hatte sich da drauf setzen würde und andere solche Sachen...
Dann gab/gibt es noch Klasse, die einfach den Lehrer ignorieren, sobald ein Schüler merkt, dass der Mann/die Frau, der/die vor ihm steht keine Autoritätsperson ist wird nach einem Weg gesucht ihn/sie fertig zu machen und das ist sogar unabhängig vom Geschlecht...
Eine Lehrerin, bei der ich zugeben muss, dass ich anfangs die "Witze", die über sie gemacht wurden auch lustig fand, als ich allerdings gemerkt habe wie kompetent sie ist habe ich mich rausgehalten und sie - so weit ich mich erinnern kann - auch verteidigt...jedenfalls hat sie mittlerweile Anzeichen für das Burn-Out-Syndrom, was ich sehr schlimm finde, da sie wirklich eine klasse Lehrerin ist...:( Ob das Burn-Out nur vom Mobben/ quälen kommt? Burn-Out ist heute schon fast eine Volkskrankheit (und das meine ich nicht abfällig. Ich habe Kolleginnen und Kollegen, die darunter leiden/ gelitten haben. Keine(r) wurde gemobbt. Das hatte ganz andere Ursachen!)
Mag sein, dass das Mobbing in Schulen spontaner abläuft als in Betrieben(, etc), aber manchmal (oder sogar meistens) ist das der schlimmere Weg.
Im Betrieb kannst du noch etwas dagegen tun, sodenn du deinem Chef davon erzählst und der nicht mitmacht, auf jeden Fall, hast du da mehr Rechte und Mglkeiten, als wenn du ein "hilfloser" Schüler bist. Ich glaube, da irrst Du Dich. Wenn Du nämlich erst zum Chef oder sonst einem Beauftragten gehen musst, dann ist es meist schon zu spät. Und danach noch viel schlimmer!
Und wenn du dir mal die ersten Seiten durchliest, dann wirst du sehen, wie schlimm das "spontane" Mobbing sein kann... Nochmal: Mobbing, egal in welcher Form, ist schlimm. Ob spontan oder geplant. Ich kenne beide Arten von Mobbing. Gestehe mir einfach zu, dass ich Berufsmobbing für "schlimmer" halte als Schulmobbing. Zumindest habe ich diese Erfahrung gemacht (aktiv und passiv).
PoiSonPaiNter
03.02.2009, 19:34
Mobbing (und ich meine damit das, was eben als Fachbegriff darunter zu verstehen ist) und quälen (ärgern, nerven, Streich spielen etc.) ist nicht ganz dasselbe. Natürlich haben wir auch unseren Lehrern Streiche gespielt, sicher. Aber wir haben sie nicht gemobbt. Zum Mobben, zum echten Mobben, bedarf es einer ziemlichen Energie!Mobbing hat was mit Kontinuität zu tun und wenn dir immer wieder die gleichen (oder ähnliche) "Streiche" gespielt werden, nur allein um zu sehen, dass du ausrastest, den Tränen nahe bist oder sogar weinst, ist das in meinen Augen Mobbing! Wenn sich ein Lehrer fürchtet in den Unterricht zu kommen, ist es erst recht Mobbing, denn auch Schüler haben - wenn sie gemobbt werden, Angst in die Schule zu gehen.
Und ja ich bin mir dessen sicher, weil sie hatte wirklich eine extrem aggressive Klasse, die egtl nur das tat was sie nicht sollte...
Ich glaube, da irrst Du Dich. Wenn Du nämlich erst zum Chef oder sonst einem Beauftragten gehen musst, dann ist es meist schon zu spät. Und danach noch viel schlimmer!
Und wo wäre da bitte der Unterschied zur Schule? Ob du zum Direktor rennen musst oder zum Chef ist das Gleiche! Es kommt auf den Chef bzw Direktor an,
nur hat der Chef mehr Handlungsfreiheiten und ist nicht so eingeschränkt.
Simon the Sorcerer
03.02.2009, 20:37
Und wo wäre da bitte der Unterschied zur Schule? Ob du zum Direktor rennen musst oder zum Chef ist das Gleiche! Es kommt auf den Chef bzw Direktor an,
nur hat der Chef mehr Handlungsfreiheiten und ist nicht so eingeschränkt.
Hallo PoiSonPaiNter,
was ich jetzt schreibe und damit sagen will, ist wirklich nicht gegen dich gerichtet und nicht persönlich gemeint, dafür mag ich dich zu sehr ;).
Also versteh mich jetzt bitte nicht falsch, wenn ich sage:
Ich finde nicht, dass du das beutreilen kannst.*ja* Weil du ja noch nicht weißt, wie es im Berufsleben zugeht.
Weil du einfach noch nicht weißt wie es ist, Verantwortung für einen Familie zu haben und Banken mit Hypotheken im Nacken zu haben.*nein*
Wie es ist auf einen Job angewiesen zu sein.
HMP und ich (und noch einige andere) haben die Erfahrungen schon gemacht, beide Schule und Beruf.
Sicher bei dir und HMP liegt evtl. eine Generation dazwischen, aber ich bin noch nicht so lange aus der Schule raus.
Außerdem hab ich durch meine Kids(Pfadfinder, siehe einige Seiten weiter vorne), ein sehr gut befreundetes Lehrerpärchen und meine Schwägerin die auch Lehrerin ist, recht gute Einblicke in den Schulalltag.
Aber keine Sorge, die Erfahrungen (hauptsächlich positive) Berufsleben und Familie, machst du bestimmt und hoffentlich auch noch.*ja*:D
Und noch ein Wort zum Vergleich Mobbing Schule/Beruf, ich finde die zwei Arten von Mobbing sollte man eig. gar nicht vergleichen.
Denn sie gehören zu zwei völlig verschiedenen Lebensabschnitten und sind für die jeweiligen Opfer auf jeden Fall schlimm.
edit Nachtrag: Chefs können auch mobben !:(
Grüße
PoiSonPaiNter
03.02.2009, 20:57
Vllt habe ich mich etwas ungenau ausgedrückt, aber es ging mir mehr darum die Aussage zu wiederlegen, dass es schon zu spät ist wenn man zum Chef gehen muss. Denn in dieser Hinsicht unterscheidet es sich denke ich nicht wirklich, da man ja erstmal bis zum Chef/Direktor "durchdringen" muss.
Natürlich kann ich noch nicht beurteilen, wie es in einer Arbeitssituation ist, da ich ja erst im August anfange selbst zu "arbeiten". Aber es ging mir wie gesagt nur um die Aussage:
Wenn Du nämlich erst zum Chef oder sonst einem Beauftragten gehen musst, dann ist es meist schon zu spät.
Und in dieser Hinsicht kann man das sehr wohl miteinander vergleichen, ob du jemanden mobbst, der momentan seine Identität sucht (Schule), oder der viel am Hals hat (Arbeit), beides ist eine psychische Belastung, auch wenn es unterschiedliche Lebensabschnitte sind.
Man kann nur die Einzelfälle nicht miteinander vergleichen, da JEDES Mobbing anders ist...wie die vielen verschiedenen Bsp allein in diesem Thread beweisen.
Das ist zwar jetzt eine starke Verallgemeinerung, aber um es mal etwas bsphafter auszudrücken versuche ich es mal so: Selbst Menschen die Mobbing in der Schule für "harmlos" empfanden und am Arbeitsplatz für "herb", haben in der Schule sehr wahrscheinlich ein anderes Mobbing durchgemacht, genauso ist es anders herum.
Kinder können genauso grausam sein, wie Erwachsene, mindestens...
Hoffentlich hab ich mich jetzt besser ausgedrückt...=/
Natürlich kann ich noch nicht beurteilen, wie es in einer Arbeitssituation ist, da ich ja erst im August anfange selbst zu "arbeiten". Aber es ging mir wie gesagt nur um die Aussage: Ich könnte nun sagen, wenn Du noch keine Erfahrung hast, kannst Du keine Meinung haben, aber das tue ich nicht. Denn man kann sich durchaus eine Meinung bilden, ohne die Erfahrung zu haben. Diese Meinung ist allerdings noch nicht fundiert genug. Insofern: ich verstehe Deine Meinung und respektiere sie. Ich weiß, was Du sagen willst. Ich hoffe nur, dass die Realität Dich nicht eines anderen belehrt.
Ein Chef hat nämlich nicht so viele Möglichkeiten, wie Du glaubst. Und je größer der Betrieb ist, destoweniger. Chef muss nicht gleich Firmeninhaber sein, sondern eben einfach nur der Vorgesetzte. Dessen Handlungsfreiheit ist durch viele Dinge eingeschränkt. Dazu kommen Gewerkschaften, Betriebsrat, Bestriebsversfassungsgestz, Kündigungschutz usw. Diese Steine müssen erst aus dem Weg geräumt werden, ehe wirklich etwas passiert. Zudem: ein Chef ist daran interssiert, dass der Laden läuft. Einzelschicksale - das mag sich hart anhören - interessieren ihn oft nicht, solange alles seinen gewünschten Gang geht.
Ein Schuldirektor hat es hier - im Verhältnis gesehen! - erheblich einfacher. Außerdem (und diese Erfahrung habe ich gemacht), steht ein Direktor in aller Regel hinter dem Lehrer, nicht hinter dem Schüler. Ein Chef ... steht zunächst einmal hinter sich selbst. Dann hinter der Firma und ihrem Wohlergehen (sprich wie läuft der Laden). Erst dann kommt der einzelne Arbeitnehmer. Ausnahmen bestätigen dabei die Regel. Und Chefrenner - glaub mir - kommen nirgendwo gut an!
Rückspiegelgott
04.02.2009, 07:04
Zuersteinmal möchte ich Simon zustimmen, man kann nicht Mobbing mit Mobbing vergleichen. Dafür gibt es zu viele unterschiedliche Arten, und jeder reagiert anders darauf. Schlimm sind alle Formen, und es gibt auch kein ungerechter oder falscher.
Ein Schuldirektor hat es hier - im Verhältnis gesehen! - erheblich einfacher. Außerdem (und diese Erfahrung habe ich gemacht), steht ein Direktor in aller Regel hinter dem Lehrer, nicht hinter dem Schüler. Ein Chef ... steht zunächst einmal hinter sich selbst. Dann hinter der Firma und ihrem Wohlergehen (sprich wie läuft der Laden). Erst dann kommt der einzelne Arbeitnehmer. Ausnahmen bestätigen dabei die Regel. Und Chefrenner - glaub mir - kommen nirgendwo gut an!
Kleine Anmerkung: Normalerweise ja, aber ich hab da auch schon von einem Lehrer gehört der mit den Worten: "So schlimm sind die sicher nicht." in die Klasse zurückgeschickt wurde.
Cullabay
04.02.2009, 10:09
@HMP Zitat:
Im Beruf gemobbt zu werden, ist aber etwas völlig anderes. Und weitaus schwerwiegender! Da können - wie schon von Simon the Sorcerer angeführt - Existenzen davon abhängen.(und war) nie so einfach!
Was erschwerend hinzukommt: In der Schule wird man in aller Regel aufgrund von Äußerlichkeiten (Kleidung, Brille, Figur usw.) aus einer Clique ausgeschlossen. Im Berufsleben greift man in aller Regel die Psyche eines Menschen an. In der Schule wissen die Mobber oft gar nicht, was sie tun - und wenn, dann ist es Gruppen-Imponier-Gehabe. Im Berufsleben wissen die Mobber sehr wohl, was sie tun und benutzen es ganz bewusst als Werkzeug. Und Du stehst dem weit hilfloser gegenüber, als Du denkst!
Ich möchte nicht in Abrede stellen, dass auch an der Schule gemobbt wird. Aber das sind kindliche Spiele im Vergleich zum echten Berufsmobbing![/QUOTE]
Das sehe ich nicht ganz so wie Du. Mag manches in der Schulzeit Dir hier vorkommen wie kindliche Spiele oder reines Cliquen-Imponiergehabe bin ich doch nicht der Meinung dass das im Gegensatz zu beruflichem Mobbing harmloser wäre.
Du sagst bei Berufs-Mobbing können Existenzen gefährdet werden. Da hast Du recht. Aber bei einem so massiven Schul-Mobbing, wie es hier in diesem Forum mehrere erlebt haben kann die gesamte Persönlichkeit zerstört wereden, bevor sie sich überhaupt vollständig entwickeln konnte. Und das kann in meinen Augen weit gravierendere Folgen haben als so manches berufliche Mobbing bei einer an sich ungestörten Persönlichkeit.
Und wer kann ausschließen, dass auch spätere Mobbing-Opfer deswegen wieder zu solchen werden, weil sie in ihrer Pubertät das Selbstwertgefühl zerstört bekamen.
Kleine Anmerkung: Normalerweise ja, aber ich hab da auch schon von einem Lehrer gehört der mit den Worten: "So schlimm sind die sicher nicht." in die Klasse zurückgeschickt wurde.
Die positive (negative) Ausnahme von der negativen (positiven) Regel gibt es immer. Es gibt auch Chefs, die bei ersten Anzeichen von Mobbing im Betrieb knallhart reagieren und die Mobber sich ziemlich drastisch zur Brust nehmen - ist aber auch die Ausnahme.
AMBER schattensturm
04.02.2009, 18:20
Die positive (negative) Ausnahme von der negativen (positiven) Regel gibt es immer. Es gibt auch Chefs, die bei ersten Anzeichen von Mobbing im Betrieb knallhart reagieren und die Mobber sich ziemlich drastisch zur Brust nehmen - ist aber auch die Ausnahme.
Wobei "beim ersten Anzeichen" "knallhart reagieren" und "ziemlich drastisch zur Brust nehmen" meiner Ansicht nach auch nicht die adäquateste Lösung ist, weil es das Betriebsklima auch stören kann. Richtig und gut ist, wenn der Vorgesetzte offen Stellung gegen Mobbing bezieht und unmissverständlich äußert, dass er dies nicht duldet. Das persönliche Donnerwetter sollte meiner Ansicht nach erst bei Wiederholung folgen.
Das sehe ich nicht ganz so wie Du. Mag manches in der Schulzeit Dir hier vorkommen wie kindliche Spiele oder reines Cliquen-Imponiergehabe bin ich doch nicht der Meinung dass das im Gegensatz zu beruflichem Mobbing harmloser wäre.
Du sagst bei Berufs-Mobbing können Existenzen gefährdet werden. Da hast Du recht. Aber bei einem so massiven Schul-Mobbing, wie es hier in diesem Forum mehrere erlebt haben kann die gesamte Persönlichkeit zerstört wereden, bevor sie sich überhaupt vollständig entwickeln konnte. Und das kann in meinen Augen weit gravierendere Folgen haben als so manches berufliche Mobbing bei einer an sich ungestörten Persönlichkeit.
Und wer kann ausschließen, dass auch spätere Mobbing-Opfer deswegen wieder zu solchen werden, weil sie in ihrer Pubertät das Selbstwertgefühl zerstört bekamen.
Nochmal: Es war im Vergleich. Ich schrieb bereits, dass es keine kindlichen Spiele sind.
Über die Folgen sind wir wahrscheinlich unterschiedlicher Ansicht und unterschiedlicher Meinung. Wie ich aber ebenfalls schon schrieb: Mobbing in welcher Form, egal wann, egal wo, egal wie, ist schlimm. Unabhängig davon, werden beim Berufsmobbing nicht nur Persönlichkeiten oder Karrieren oder Existenzen zerstört. Ich habe erlebt, dass Familien zerstört wurden, dass nicht nur ein Mensch (der direkt betroffene) daran zu Grunde ging. Oft genug wird die Familie mit ein Opfer. Aus vielerlei Gründen ... und da kannst Du gefestigt sein, wie Du willst!
Wenn jemand (egal ob Schüler, Lehrer, Arbeitnehmer, Ausländer, Andersgesinnter ... wer auch immer) Opfer von Mobbing wird, dann ist das verdammenswert. Jeder Art von Mobbing gehört vehement und entschlossen entgegengetreten.
Wobei "beim ersten Anzeichen" "knallhart reagieren" und "ziemlich drastisch zur Brust nehmen" meiner Ansicht nach auch nicht die adäquateste Lösung ist, weil es das Betriebsklima auch stören kann. Ja und nein, es ist immer eine Gratwanderung und hängt sicher von vielen Faktoren ab.
Richtig und gut ist, wenn der Vorgesetzte offen Stellung gegen Mobbing bezieht und unmissverständlich äußert, dass er dies nicht duldet. Das persönliche Donnerwetter sollte meiner Ansicht nach erst bei Wiederholung folgen. Auch hier ja und nein. Für das Opfer kann das offen Stellung gegen Mobbing bezieht und unmissverständlich äußert, dass er dies nicht duldet. möglicherweise nicht genug sein. Es kann durchaus sein, dass bereits eine Tat (von Seiten des Chefs) folgen muss, weil Worte nicht (mehr) ausreichend sind.
Doch wie gesagt, ein solches Verhalten des Chefs (das frühe Stellung beziehen) ist eher die Ausnahme von der Regel.
Simon the Sorcerer
04.02.2009, 18:48
Ich will mal ganz kurz was zur Diskussion stellen :
Was ist wenn der Cehf mobbt ? Und er auch gleich Firmenbesitzer ist ? Und die Firma so klein ist, dass sie weder Betriebsrat noch Gewerkschaftsangehörige besitzt ?
Tja, mußte ich zwei Jahre aushalten ! Und der beste Satz meines Chefs war :
"Der Kunde muß zufrieden sein, nicht der Mitarbeiter !"
Grüße
Ich will mal ganz kurz was zur Diskussion stellen :
Was ist wenn der Cehf mobbt ? Und er auch gleich Firmenbesitzer ist ? Und die Firma so klein ist, dass sie weder Betriebsrat noch Gewerkschaftsangehörige besitzt ?
Tja, mußte ich zwei Jahre aushalten ! Und der beste Satz meines Chefs war :
"Der Kunde muß zufrieden sein, nicht der Mitarbeiter !"
Grüße
Ich schrieb irgendwo weiter oben schon: "Der Chef hat zunächst ein Interesse: der Laden muss laufen!" Ob der "Laden" nun nur eine Abteilung, eine Filiale oder das ganze (eigene) Unternehmen ist, das spielt keine Rolle.
Übrigens (nur so am Rande): wir haben 250 Mitarbeiter ... aber auch keinen Betriebsrat *cool*!
Invisible Hand
04.02.2009, 19:12
Ich muss sagen, dass ich nicht gut finde wie hier Mobbing verglichen und gewertet wird. Jede Person reagiert anders darauf und ich denke Mobbing ist immer so schlimm, wie es sich für das Opfer anfühlt.
Eveningprayer
04.02.2009, 22:28
Ich glaube du musst deine Aussage noch einmal verändern...denn es Bedarf nicht viel Energie eine Lehrerin zu quälen...:(
In meiner alten Schule war und ist das leider Gang und Gebe...als ich selbst noch dort war nahmen meine Mitschüler zB einen Tafellappen und klopften ihn auf dem Lehrerstuhl ab, sodass die Lehrerin mit der wir danach hatte sich da drauf setzen würde und andere solche Sachen...
Also hierauf gehe ich jetzt nur dahingehend ein, dass ich mich frage, was letztlich das Resultat oder sollte man eher sagen, der Ursprung dieses Verhaltens mancher Schüler ist?
Gut, das ist im Grunde nur eine Randbemerkung, aber die musste mal zwingend raus.
Im großen und ganzen kann ich HMP nur Recht geben.
Die Dimensionen, die das Mobbing im Berufsleben erreicht, sind wahrlich ein paar andere. Man wird sich eben auch erst der Tragweite bewusst, wenn man älter, erfahrener ist.
Es heißt ja nicht umsonst Erwachsen werden..., wobei an dieser Stelle anzumerken sei, dass ich niemandem trotz jungen Alters die Weisheit absprechen möchte.
Ich sehe es allerdings momentan bei mir. Jedoch kann und möchte ich hierauf nicht genauer eingehen. Es würde
a) sehr lange dauern (und ich bezweifle, dass dieser Lesestoff gut wäre)
b) habe ich keine Lust den ganzen Mobbingmist aufzuwärmen (es ist schlimm genug, dass er ständig passiert) ^^"
Sicher hat der Chef auch ein gewisses Interesse daran, dass sein Laden läuft. Im Grunde aber sollte er sich vielleicht öfter überlegen, dass sein Laden noch besser funktioniere, wenn er nicht jeden gegen jeden ausspielte. Aber das ist alles herrlich in der Theorie gesagt! In der Praxis passiert gar nichts.
Und seien wir doch mal ehrlich:
Was nützt einem das AGG?
Was nützt einem das Procedere?
Was nützt es, sich dem Chef anzuvertrauen, gleichgültig ob dieser nun mobbt oder dies nur duldet?
Fazit des ganzen ist lediglich, dass man, wenn man sich wehrt, durch eine noch härtere Schule als zuvor gehen muss. Dann kann man sich erst so richtig warm anziehen.
Letztlich bleibt da also nur die Wahl von Psychomedikamenten, oder eben "ein dickes Fell" besorgen.
Alles nicht so einfach und vor allem soll man nun nicht auf die Idee kommen, das sei leicht von mir daher gesagt.
Ich weiß, wovon ich hier rede und was letztlich als letzte Konsequenz des ganzen da steht.
Aber meine Erfahrung ist: Lerne drüber zu stehen. Heule und boxe, wenn es nötig ist in ein Taschentuch oder anderes... Mache deine Arbeit und versuche etwas anderes zu finden.
Ob es dort dann letztlich besser wird: Wer weiß?
Die Energie und die Hoffnung aber lassen einen nicht aufgeben.
Es hört sich grausam an, letztlich ist es aber das, was zählt: Nicht aufgeben.
Jeder für sich selbst.
Denn ebenso grausamerweise muss man ebenso feststellen, dass man im Berufsleben trotz Teamarbeit Einzelkämpfer ist, wenn Mobbing vorherrscht.
Preußens Gloria und sonstige netten Dinge, wie ein AGG, helfen nicht. Die Beweislast liegt nämlich in den meisten Fällen ganz alleine bei dem Opfer...
Ich hab jetzt schon eine ganze weile nichts mehr zum thema gepostet, aber halt mitgelesen. Auf jeden Fall muss ich zustimmen, mobbing ist immer schlimm, ich habs zwar nicht so arg erlebt, aber es war für mich schon schlimm genug wegen meines aussehens und meiner guten zensuren fertig gemacht zuwerden. Das hat mich eine zeit lang richtig runtergezogen. Aber wie HMP auch schon erwähnt hat, wird es mit der steigenden Klassenstufe meist besser.
Ich habe mir zum beispiel ansehen erkämpft, indem ich genutzt hab, dass ich gut in der Schule war und anderen geholfen hab, so wurde es nach einer weile ruhiger. Und es gibt fast immer jeanden mit dem man sich anfreunden kann, der einem dann zur seite steht. Also meine tips an mobbingopfer: nuzt eure stärken, irgendwas hilfreiches kann jeder, glaubt an euch und seht immer nach vorne. Und sucht euch irgendjemanden mit dem ihr eure pausen verbringen könnt, es hilft, auch wenn derjenige nicht in eurer klasse ist einfach eine bezugsperson zu haben, bei der ihr euch auch mal ausweinen könnt. Das sind die dinge die mir immer geholfen haben, ach und schießt auch mal mit worten zurück, es funktioniert nicht immer aber manchmal schon.
So, hoffe das war jetzt ein hilfreicher beitrag, ich werd jetzt auch wieder öfter mal meinen senf dazu geben:D
Gruß Fanni
Ich wurde auch zwischen der 7. und der 9. ordentlich gemobbt. Nur, die Sache ist die: Die paar, von denen ich anfangs gemobbt wurde, haben dann praktisch sämtlichen anderen aus der Stufe erzählt, ich sei ja blöd und was weiß ich noch alles. Klar, ich habs mitgekriegt, aber ich habe mir nie sonderlich was draus gemacht. Ich bin eigentlich kein Mensch der sich nur wohl fühlt wenn er von unglaublich vielen Leuten umringt ist. Ich komm prinzipiell auch alleine klar. Diese drei Jahre Mobbing haben mich dazu gebracht, in der Schule gar nichts mahr zu sagen. Nicht dass ich Angst hätte, ich habs mir einfach nur abgewöhnt. Und so ist meine Lage jetzt:
Ich trinke nicht einen Tropfen Alkohol (erstens weils mir nicht schmeckt, und zweitens... naja, ich hab meine Gründe), ich red mit so gut wie niemandem (in der Schule jedenfalls) und ich bleib auch Abends meistens zuhaus. Und ich muss sagen, ich bin eigentlich ganz zufrieden mit meinem Leben. Einsam fühl ich mich nicht.
Das heißt aber nicht dass jeder das so machen muss: Es gibt immer einen Weg raus. Ob man das jetzt so macht wie ich, oder ob man auf eine andere Schule geht (was für mich hier in C.R keine Option ist). Manchmal sieht es echt aussichtslos aus, ich kann das nachvollziehen, aber irgendwie hauts noch hin. Auch wenns erst nach dem Abi/der Schule ist.
Nightfarer
26.03.2009, 19:11
Ich wurde auch zwischen der 7. und der 9. ordentlich gemobbt. Nur, die Sache ist die: Die paar, von denen ich anfangs gemobbt wurde, haben dann praktisch sämtlichen anderen aus der Stufe erzählt, ich sei ja blöd und was weiß ich noch alles. Klar, ich habs mitgekriegt, aber ich habe mir nie sonderlich was draus gemacht. Ich bin eigentlich kein Mensch der sich nur wohl fühlt wenn er von unglaublich vielen Leuten umringt ist. Ich komm prinzipiell auch alleine klar. Diese drei Jahre Mobbing haben mich dazu gebracht, in der Schule gar nichts mahr zu sagen. Nicht dass ich Angst hätte, ich habs mir einfach nur abgewöhnt. Und so ist meine Lage jetzt:
Ich trinke nicht einen Tropfen Alkohol (erstens weils mir nicht schmeckt, und zweitens... naja, ich hab meine Gründe), ich red mit so gut wie niemandem (in der Schule jedenfalls) und ich bleib auch Abends meistens zuhaus. Und ich muss sagen, ich bin eigentlich ganz zufrieden mit meinem Leben. Einsam fühl ich mich nicht.
Das heißt aber nicht dass jeder das so machen muss: Es gibt immer einen Weg raus. Ob man das jetzt so macht wie ich, oder ob man auf eine andere Schule geht (was für mich hier in C.R keine Option ist). Manchmal sieht es echt aussichtslos aus, ich kann das nachvollziehen, aber irgendwie hauts noch hin. Auch wenns erst nach dem Abi/der Schule ist.
Ich bin eigentlich auch so. Schön das ich nicht der einzige bin. Da freue ich mich.
Werwolf95
27.03.2009, 14:59
Mir gehts so ähnlich wie den zweien über mir, aber ich bin mitten drin und es ist doch um einiges schlimmer.:(ich mag garnicht dran denken.
Die redenüber mich als wär ich irgendein Tier oder ein affe, schlimm is das:(
Mir vergeht alles ... ich mags nichtmal mehr hinschreiben, vllt ein andermal.:(
Ich sag nur soviel :
- Es ist schlimm
- Es deprimiert
- Es löst minderwertigkeitsgefühle aus
- Ich kann nicht ausweichen
- Es wird jeden tag schlimmer
- Es löst hass aus
- Wut
- Reißt tiefste Abgründe in mir auf, die ich nicht näher beschreiben möchte aber ich bekomme langsam angst vor mir selbst ...
- Aber ich möchte kein Mitleid, ich will das selber schaffen, und ich weiß dass ich das irgendwie schaffen kann ich muss nurnoch rausfinden wie
und an alle anderen "Mitopfer" ich kann gut verstehen wie ihr euch fühlt, Mobbing ist wirklich nicht schön und ich frage mich wie die Mobber drauf reagieren würden, wenn man den Spieß umdreht.
midnighter
27.03.2009, 21:04
Mir geht es auch teilweise so wie den 3 Leuten über mir. Ich bin nicht der Party Typ der sich jedes Wochende die Birne voll saufen muss, um Spaß zu haben. Mir schickt auch ein Abend mit einem guten Buch auf dem Sofa.
Mobbing ist einer der schlimmsten Sachen die einem Menschen passieren kann. Und Schule bietet da den besten Platz für. Kinder und Jugendliche können so gehässig und gemein sein. Nur weil ein Mensch anders ist, heißt es nicht das er weniger Wert ist. So lange die Leuten nicht lernen das anders nicht gleich schlecht bedeutet wird es immer Menschen geben die sehr schwer in ihrer Seele verletzt werden und ein Leben lang damit zu kämpfen haben. Ich kenne das auch zu genüge. Auf der Grundschule ist noch alles in Ordnung, doch sobald man auf die Weiterführendeschule kommt geht der Kampf los. Da heißt es, entweder du bist beliebt oder du gehst gnadenlos unter. Dieser Terror ist sowas von unerträglich das man nur noch am verzweifeln ist und manchmal einfach nur noch aufgeben möchte.
Man muss da so aufpassen das man daran nicht zerbricht. Für diese Leute ist dass alles nur ein goßer Spaß aber für die die es trifft ist es die reinste Hölle.
Und wer hilft einem dabei? Niemand! Von Lehrern kann man da meistens keine Hife erwarten. Die sind in der Hinsicht sowas von blind.
Man muss selber stark sein und seine ganze Kraft aufbringen um dagegen anzukommen. Mir hilft es immer wenn ich mir sage, das diese Leute irgendwann in ihrem Leben, mit ihrem Verhalten sowas von auf die Fresse fliegen und am Boden liegen werden. Dass ich irgendwann einen guten Beruf habe und gut Leben kann. Dass ich ein netter, freundlicher und hilfsbereiter Mensch bin.
Also immer stark bleiben und sich nicht untergriegen lassen. Ich weiß leichter gesagt als getan. Aber trotzdem. Gebt diesen Leuten nicht noch die genugtung euch am Boden zu sehen. Irgendwo auf der Welt hat jeder seinen Platz und eine Person die zu einem hält, auch wenn man dies manchmal nicht glaube kann.
Das hat mich ehrlich gesagt schon ein bisschen schokiert als ich oben gelesen hab dass es andren 3 Leuten ähnlich geht wie mir!! Ich werd nicht sagen dass es mir Leid tut, weil Mitleid alles nur noch schlimmer macht. Auch dass hab ich erlebt: Als ich es meinen Eltern erzählt habe, hatte sie soviel Mitleid dass sie mich zu einer Psychologin geschickt haben. Sowas macht dann alles nur noch schlimmer: ich hab mich dann auch noch abartig gefühlt, als würde man mich irgendwie für geistig behindert halten...*mph*
Das heißt jetzt nicht, dass man keine hilfe holen sollte: man sollte nur kein Mitleid zulassen und auch keine Psychologen, die machen alles nämlich nur noch schlimmer. Ich habe es auch allein hingekriegt, und ich weiß, jeder andere kann das auch.
Ach ich wiedersprech mir selber!! Falls jmd meinen Punkt nicht versteht, einfach melden, dann versuch ichs genauer zu erklären.
Nightfarer
28.03.2009, 09:20
Das hat mich ehrlich gesagt schon ein bisschen schokiert als ich oben gelesen hab dass es andren 3 Leuten ähnlich geht wie mir!! Ich werd nicht sagen dass es mir Leid tut, weil Mitleid alles nur noch schlimmer macht. Auch dass hab ich erlebt: Als ich es meinen Eltern erzählt habe, hatte sie soviel Mitleid dass sie mich zu einer Psychologin geschickt haben. Sowas macht dann alles nur noch schlimmer: ich hab mich dann auch noch abartig gefühlt, als würde man mich irgendwie für geistig behindert halten...*mph*
Das heißt jetzt nicht, dass man keine hilfe holen sollte: man sollte nur kein Mitleid zulassen und auch keine Psychologen, die machen alles nämlich nur noch schlimmer. Ich habe es auch allein hingekriegt, und ich weiß, jeder andere kann das auch.
Ach ich wiedersprech mir selber!! Falls jmd meinen Punkt nicht versteht, einfach melden, dann versuch ichs genauer zu erklären.
Also zu den Psychologen, meiner Ansicht wirklich gute Leute, ich habe schon in meinen Umfeld mitbekommen, dass die wirklich helfen können, wenn es ein Problem gibt. Psychologen sind nicht schlecht, ganz im Gegenteil, wenn du einen guten bekommst, können die dir wirklich helfen, also Psychologe und Geisteskrank, die Mischung ist nicht immer vorhatten, es gibt auch Leute die wegen kleineren Problemen hingehen und geholfen werden kann.
*~Leya~*
28.03.2009, 18:07
also das mit dem mobbing bekomm ich jetzt in meiner klasse hautnah mit. nicht ich werde gemobbt, sondern eine schülerin.
sie hat keine einzigen freunde, kleidet sich auch anders und scheint geistig ein bisschen zurückgeblieben zu sein(was aber glaub ich nicht stimmt).
um ehrlich zu sein ist sie aber auch ein bisschen selbst schuld. ich möchte jetzt nicht herzlos klingen, aber sie veranlasst die andern aus der klasse einfach dazu sie fertig zu machen.
ich bin mir nicht sicher aber vielleicht bin ich auch ein bisschen schuld dran. vor 3 jahren bin ich in diese klasse gekommen und sie hat sich total an mich geklammert weil ich die einzige nette war. das ging dann 1 jahr lang so. ich hab immer versucht sie aus dem loch rauszuholen aber das ging nicht. dann hab ich ihr das klargemacht und sofort schreibt sie einen text über ihr leben, vonwegen dass ich ihr das leben gerettet hab, weil sie mich kennengelernt hat als sie sich umbringen wollte, und dass sie sich umbringen würde falls ich sie fallenliesse. diesen text hat sie an alle lehrer und an mich weitergeleitet.
mich hat das wahnsinnig geschockt, dann hab ich mich mit meiner familie deswegen unterhalten und hab sie dann trotzdem abserviert. sie wurde damals aber auch immer schlimmer. hat mich als ihr eigenes eigentum gesehen und auch so bezeichnet und noch vieles mehr. das hat auch mich langsam zerstört.
deshalb hab ich mich von ihr losgesagt und mit ihr das abkommen getroffen dass ich sie nun überhaupt nicht mehr beachte, falls ich das so sagen kann, und sie mich auch nicht. damit war sie zufrieden, solange ich sie nicht mobbe, das hab ich auch nicht. sie hat sich nicht umgeracht, wurde aber trotzdem immer schlimmer. jetzt mobbt sie die ganze klasse ausser mir, aber ich KANN ihr einfach nicht helfen. ich hab angst vor den folgen. ihr wurden sogar schon die bremskabel am fahrrad zweimal durchgeschnitten und ihr werden sachen gestohlen. sie macht mir absichtlich ein schlechtes gewissen und die lehrer verstehen das nicht. ich finde dass sie unbedingt hilfe braucht, professionelle hilfe, nicht von mir. und sie sollte die klasse wechseln. liege ich damit so falsch?
midnighter
28.03.2009, 21:22
@Leyla
Ich kann deine Situation sehr gut nachvollziehen.
Aber du hast die richtige Endscheidung getroffen. Dich trifft da keine Schuld.
Man kann nicht nur mit einem Menschen befreundet sein, nur damit er nicht verletzt wird. Da ist weder ihm noch dir mit geholfen. Denn im Endeffekt machst du dich damit selber nur kaputt. Du bist nicht der Eigentum eines anderen Mensches und du kannst selber über dein Leben bestimmen. Und es ist nicht in Ordnung von dem Mädchen dir ein schlechtes Gewisse einzureden.
Was nicht geht geht einfach nicht. Und es kann nicht sein das man sich soo für einen anderen verbiegt, und sich damit selber fertig macht, nur damit der andere sich besser fühlt.
Trotzdem finde ich es gut von dir dass du dir sorgen um das Mädchen machts. Denn es ist in keinster weise von deiner Klasse ok sie fertig zu machen. Das mit dem Fahrrad ist echt schon grenzwertig.
Am besten redest du da mal mit einem Lehrer drüber. Vielleicht auch mal mit dem Mädchen zusammen. Lehrer dürften darüber eigentlich nicht so leichfertig drüber hinwegsehen. Wenn das nichts hilft probiere es mal bei den Eltern des Mädchens.
Aber pass auf das du dich da nicht zu sehr mit reinziehen lässt. Später schadest du dir damit nur selber.
@Leya: Mh, das ist eine schwierige Situation... vorweg mal das Folgende: Ganz unabhängig davon, ob jemand nervig oder sonst was ist, es gibt NICHTS, durch das Mobbing gerechtfertigt würde. "Sie/Er ist selbst schuld" hört man oft und ich will auch nicht abstreiten, dass das in der Hinsicht stimmen mag, dass derjenige tatsächlich in gewisser Weise unerträglich ist. Wenn ich deshalb sage "Ne, den mag ich nicht" - gut. Aber egal wie ätzend jemand sein mag, es gibt einem nicht das Recht, ihn anzugreifen. Und damit ist diese Schuldzuweisung entwertet. Dahinter verstecken sich die Mobber nur immer wieder gerne (womit ich nicht sagen will, dass du mitmobbst ;))
Klammern ist ätzend, ich hatte auch mal eine solche Klassenkameradin und war einmal mit einer auf einer Konfifreizeit in einem Zimmer... ich fand die Situation auch immer höchst unschön. Denn einerseits kann ich nicht anders, als nett zu dem-/derjenigen zu sein, andererseits mag ich es auch nicht, wenn jemand 24/7 an meinen Fersen hängt. Was dann dazu führt, dass ich am Ende meiner Geduld gereizt reagiere und der Betroffene die Welt nicht mehr versteht.
Daher ist das, was einem immer schwer fällt, denke ich am Wichtigsten: Sagen, was man denkt und was einen stört.
Wenn du ihr wirklich nur deshalb nicht hilfst, weil du Angst vor den Konsequenzen von ihrer Seite aus hast und nicht vor denen, die evtl von der Klasse kommen könnten... ich meine, ich kenne das Mädchen nicht, aber zumal du diese Abmachung mit ihr hast, müsste es doch möglich sein, ihr zu vermitteln, dass du es nicht aufgrund dem Wunsch nach einer wunderbaren Freundschaft, sondern weil du es für richtig hältst, tust.
So oder so... ich bin nach wie vor der Meinung, dass man keinesfalls nur zusehen darf. Schon gar nicht, wenn es solche Ausmaße annimmt. Natürlich schafft man sich dadurch Druck und deswegen finde ich es auch nachvollziehbar, wenn man nichts tut. Wenn du denkst, dass du das nicht aushältst, tu es dir nicht an... ich kann dir nicht sagen, dass ich es richtig finde, aber ich kann es verstehen. Und ich kann auch verstehen, dass das Mädchen dich ankotzt, das würde es mich auch. Nur wie gesagt - wenn es die eigene Psyche aushält, nur dann - ist das denke ich trotzdem kein Grund, sich nicht dazwischenzustellen. Solange man klarmacht, was Sache ist. Hilfe mag eine gute Basis für eine Freundschaft sein, aber wenn du die nicht willst, ist das dein gutes Recht.
@Hydra: Ich finde es schade, dass Psychologen und Psychiater noch immer dieses "Bekloppte mit Titel"-Image haben. Es ist eben nicht so, dass nur "Klapsenreife" zum Psychologen gehören.
Abgesehen davon würde sich glaube ich niemand von allein als psychisch krank einstufen. "Ja klar, man fühlt sich mal schlecht und ist auch mal deprimiert oder sowas, aber Psychologen-reif? Pf, ich bin doch nicht gestört." Klar, ich bin ja ich, egal wie ich bin und die Frage danach, ob meiner Psyche vllt eine Behandlung gut täte, liegt meistens außer Reichweite.
Psychologen versuchen vor allem eins: Helfen. Wenn sie das nicht zumindest bis zum gewissen Punkt wollten, hätten sie ihren Beruf nicht gewählt, denn es ist in einem Wort oft verdammt anstrengend, wirklich zu helfen. Es wäre wirklich mal an der Zeit, dass nicht mehr alle Welt sofort einen Schrecken bekommt, wenn sie einen Besuch beim Psychologen empfohlen bekommen. Es ist nichts schlechtes und es machte einen nicht zum Verrückten.
Wo ich allerdings zustimmen würde ist, dass ein Psychologe dem Mobbing keine Abhilfe schafft. Man hat dadurch eine Stütze und wird sozusagen professionell wieder hochgeholt, aber natürlich schaffen Sitzungen beim Psychologen die Mobber nicht aus der Welt, leider.
*~Leya~*
29.03.2009, 10:20
@Akissi und midnighter: jetzt hab ich zwei total unterschiedliche meinungen gehört.
ich hab auch schon mit den lehrern darüber gesprochen und sie wohl auch , denn einige von den lehrern haben mich auch schon darauf angesprochen. mit ihrer mutter ist allerdings überhaupt nicht zu reden. sie macht mir vorwürfe und lacht darüber wenn es meiner klassenkameradin in der schule so schlecht geht, dass sie sie abholen muss. für mich ein zeichen von überforderung.
naja. jedenfalls hab ich jetzt beschlossen, dass ich ,so wie's akissi vorgeschlagen hat, versuchen werde ihr zu helfen, soweit es mir nicht selbst schadet. das ändert aber nichts an meiner meinung dass sie dringend auf eine andere schule gehört.
jedenfalls danke für eure ehrliche meinung und ratschläge. vielleicht könnt ihr mir ja bei gelegenheit die daumen drücken, dass sich alles zum besseren wendet.
lg leya
RickyLee
29.03.2009, 10:51
Mhhh... mit dieser Art von Menschen habe ich auch schon Bekanntschaft gemacht...
Ich nenne sie "schwarze Löcher", weil sie immer Hilfe brauchen und es schaffen, auch Leute in ihrer Umgebung mit hinunter zu ziehen.
Und das bescheuerte daran ist, dass sie die Leute, die ihnen helfen wollen, nach einer Weile auch noch schlecht behandeln...
Ja, solche kenne ich... und leider habe ich bisher noch kein Patentrezept gefunden, wie man ihnen helfen kann bzw. wie man sich verhält, wenn man so jemanden hat...
Bisher war es bei mir meist auch so, dass ich, muss ich beschämenderweise zugeben, den Kontakt abgebrochen habe, weil ich gemerkt habe, dass sie sich seelisch in Tiefen begeben, zu denen ich ihnen nicht folgen kann oder will... oder ich war irgendwann so wütend, dass ich beschlossen habe, dass es besser ist, wenn ich den Kontakt abbreche, als dass ich betreffender Person mein Handy in den Rachen stopfe, weil er/sie in regelmäßigen Abständen so unglaubliche Aktionen gebracht hat...
Mit solchen Leuten umzugehen ist schließlich immer ein Drahtseilakt zwischen nicht zu nahe heranlassen bzw. sich kaputt machen lassen und nicht im Stich lassen...
Mr. Hyde
30.03.2009, 15:28
Gestatten, mein Name ist Störenfried und ich möchte das Thema mal von einer anderen Seite beleuchten und ein wenig verständnis für die Täter aufbringen. Ich bin sicher nicht "für" mobbing aber manche Leute treiben es mit ihrem Willen anderst zu sein einfach auf die Spitze. Ich darf ein Beispiel nennen, es geht um einen ehemaligen Schulkamaraden. Naja wo fange ich an... Ihr kennt doch sicher die ganzen Werbungen für Star-Wars Fanartikel - Lichtschwerter, Action-Figuren usw - wo man sich immer fragt "Wer kauft das eigentlich?". Tja, mein Mitschüler und er hatte wirklich alles, vom Lichtschwert bis zum Darth-Vader Kostüm. Das schlimme daran, er nahm alles mit in die Schule und das mit 21 Jahren. Ich bin ein gutmütiger Mensch aber wenn jemand am ersten Tag in die Klasse kommt und sich mit den Worten vorstellt "Mein Name ist so und so und ich bin ein Jedi-Ritter" und daraufhin noch sein Lichtschwert auspackt... Darf ich da nicht Lachen? Entschuldigung aber ich auch nur ein Mensch und wenn ich das witzig finde... Was soll ich machen? Ist mir egal wenn jemand anders sagt ich mobbe aber ich will mit dem nichts zu tun haben. Die anderen Leute haben immer gut reden "Hört auf den auszugrenzen". Ja, aber schlussendlich muss ich dann mit dem verrückten reden nur damit ein anderer ein gutes Gewissen hat. Machnche Leute sind einfach selber an ihrem Unglück schuld.
Es gibt natürlich auch andere Fälle bei denen ich es nicht verstehe und Mobbing kann man in keinem Fall gutheißen aber wenn sich jemand dazu entschließt aufzufallen dann muss er auch mit den Konsequenzen leben können.
Ja, aber schlussendlich muss ich dann mit dem verrückten reden nur damit ein anderer ein gutes Gewissen hat. Machnche Leute sind einfach selber an ihrem Unglück schuld.
Du hast gut reden, als eine der Tausend Fliegen. ^^
Niemand verlangt von dir, den Jedi-Ritter zu deinem neuen besten Freund zu machen. Nur seine Andersartigkeit solltest du akzeptieren. Genau so wie du auch, lebt er seine Interessen und Neigungen aus und schadet niemanden damit. Sein einziges Verfehlen ist, dass seine Art durchzudrehen, sich wesentlich von der Art durchzudrehen anderer unterscheidet.
Mir persönlich wäre er viel sympathischer und interessanter vorgekommen, als der traurige Haufen der Menschen, die tatsächlich meinen normal zu sein. Vielleicht hätte ich mir sogar ein Lichtschwert gekauft. Aber ein rotes. Denn jedes Extrem braucht eine Gegenseite. :D
Das schlimme daran, er nahm alles mit in die Schule und das mit 21 Jahren. Ich bin ein gutmütiger Mensch aber wenn jemand am ersten Tag in die Klasse kommt und sich mit den Worten vorstellt "Mein Name ist so und so und ich bin ein Jedi-Ritter" und daraufhin noch sein Lichtschwert auspackt... Darf ich da nicht Lachen?
Schön das du ein Gutmütiger Mensch bist.
Ich finde es schon ok in der o.g. Situation dann zu lachen, hätt ich wahrscheinlich auch gemacht, allerdings kommts drauf an wie die Sache weitergeht.
Wenn ich mal über jemanden Lache mobb ich ja m.M.n noch nicht.
Allerdings muss ich sagen das die größte Eigenart noch kein Grund ist jemand zu Terrorisieren. Manchmal sollten die Menschen eifnach öfter sagen "Ist mir doch egal"
"He schau mal wie der rumläuft"--"Ist mir doch egal"
"Ey was die für Scheiss Musik hört--"Ist mir doch egal"
So und jetzt probiern wirs alle zusammen 1....2.....3.....:D
Mobber sind doch eh meistens Leute die unbedingt auffallen wollen weil ihnen in der Familie oder im Freundeskreis was fehlt.
Oder ihr eigenes Leben ist so uninteressant das sie sich das der andern ganz genau anschauen und sich drüber lustig machen.
[........] aber wenn jemand am ersten Tag in die Klasse kommt und sich mit den Worten vorstellt "Mein Name ist so und so und ich bin ein Jedi-Ritter" und daraufhin noch sein Lichtschwert auspackt... Darf ich da nicht Lachen? Entschuldigung aber ich auch nur ein Mensch und wenn ich das witzig finde... Was soll ich machen? Ist mir egal wenn jemand anders sagt ich mobbe aber ich will mit dem nichts zu tun haben.
Klar darfst du da lachen =) Hätte ich wahrscheinlich auch gemacht. Die Vorstellung ist schon sehr komisch *g*
Aber ich finde auch, dass das noch kein Mobbing ist..Man muss auch mal über sich selbst (und andere *g*) lachen können. Und deine Handlung würde ich auf keinen Fall als Mobbing bezeichnen..Und auch wenn du nichts mit ihm zu tun haben möchtest, ist das kein Mobbing. Man kann ja nicht mit jedem befreundet sein.. Es gibt doch immer Menschen, die man aufgrund ihres Verhaltens/ihrer Art nicht mag. Das ist ganz natürlich.
Und solange du ihn nicht fertig machst, ist doch alles in Butter.
Mr. Hyde
31.03.2009, 18:44
Mir persönlich wäre er viel sympathischer und interessanter vorgekommen, als der traurige Haufen der Menschen, die tatsächlich meinen normal zu sein.
Wenn du gesehen hättest wie Überzeugt er davon war ein Jedi-Ritter zu sein, dann würdest du es sicher nicht mehr so interessant und sympathisch finden. Wir haben uns schließlich auf „psychisch krank“ geeinigt.
Aber ich finde auch, dass das noch kein Mobbing ist..Man muss auch mal über sich selbst (und andere *g*) lachen können. Und deine Handlung würde ich auf keinen Fall als Mobbing bezeichnen..Und auch wenn du nichts mit ihm zu tun haben möchtest, ist das kein Mobbing.
Naja, wir haben nicht nur einmal über ihn gelacht sondern eigentlich immer wenn er was gesagt hat. Fairerweise muss man aber dazu sagen dass er wirklich nur „Blödsinn“ geredet hat. Und damit war die Sache ja nicht erledigt, wir haben ihn so zu sagen ausgegrenzt. Wir haben ihn nach der Schule nirgendwohin mitgenommen und auch sonst ist er ständig nur alleine rumgestanden, in allen Pausen und Klassenausflügen weil wirklich keiner mit ihm reden wollte. Für einen Außenstehenden ist das wohl Mobbing und auch der Lehrkörper hat uns dann vorgeworfen wir würden ihn mobben. Da kamen dann so super Sätze wie „Hört auf zu Lachen wenn er was sagt“. Wie? Soll ich dann dort sitzen, ganz verkrampft, mit tränenden Augen, mir die Hand auf den Mund pressen und zu mir selbst sagen „Lach nicht, lach nicht, lach nicht…“. Der Lehrer hätte lieber zu ihm gehen sollen und ihm sagen sollen das er sich nicht ständig zum Hans Wurst machen soll.
Ich wollte nur sagen macht es euch nicht zu leicht wenn ihr mit dem Finger auf jemanden zeigt und sagt das ist der böse Mobber. Der ist manchmal unschuldiger als das Opfer…
Nun muss ich doch auch was dazu sagen...
Erst dachte ich auch wie andere: was für ein armer Tropf, einfach lächerlich, sich für einen Jedi zu halten. Und ich hätte sicher auch über ihn gelacht. Wer wohl nicht?
Nur zu lachen über offensichtlichen Unsinn, das empfinde ich nicht als Mobbing.
Wohl aber das, was nachher kam. Permanent über jede seiner Äußerungen und Aktionen zu lachen, ihn auszugrenzen... das ist Mobbing. Ganz übles Mobbing.
Der Lehrer hätte lieber zu ihm gehen sollen und ihm sagen sollen das er sich nicht ständig zum Hans Wurst machen soll.
Meinst du? Offensichtlich war nicht alles, was er sagte und tat, so total blöd.
Wir haben uns schließlich auf „psychisch krank“ geeinigt.
Das zu lesen, entsetzt mich. Ihr maßt euch an, den Geisteszustand eines anderen nur auf Grund seines seltsamen Verhaltens abzuqualifizieren.
Ich frage mich wirklich, welches Verhalten "kranker" ist: eine an und für sich harmlose Spinnerei, die eigentlich niemandem weh tut. Oder euer Verhalten, das ich äußerst verletzend finde.
Mir persönlich wäre er viel sympathischer und interessanter vorgekommen, als der traurige Haufen der Menschen, die tatsächlich meinen normal zu sein. Vielleicht hätte ich mir sogar ein Lichtschwert gekauft. Aber ein rotes. Denn jedes Extrem braucht eine Gegenseite. :D
Nicht jeder ist, wie der große Rest, und wer anders ist, muss sich oft genug damit durchkämpfen, wo mehr Akzeptanz angebracht wäre. Um Position zu beziehen: Ja, es sieht so aus, als wären die Reaktionen von Mr. Hyde und seinen Kollegen in Mobbing ausgeartet. Und Mr.Hyde selber darf sich Gedanken darüber machen, wo "mal drüber lachen" in kollektives Mobbing umschlägt, die Entwicklung kann ja subtil verlaufen.
Es sollte aber auch nicht ausser Betracht bleiben, dass es vielleicht Grenzen fürs "anders sein" gibt. Anders ausgedrückt: Wenn ich meine Mitmenschen so oft wie möglich mit Nachdruck und Ausdauer dazu anhalte, mich für einen Deppen zu halten, muss ich mich dann darüber wundern, dass sie es irgendwann tun? Selbst ein erwachsenerer Mensch als unser Beispiel-Jedi würde wissen, dass es einerseits geduldige und tolerante Menschen gibt, die Leute akzeptieren können, die aus dem Mainstream rausfallen. Und dass es andererseits viele gibt, die das eben nicht können.
Es ist zwar schade, dass Leute mit einem offensichtlich kindlichen Gemüt so schnell zur Zielscheibe werden. Aber auch so jemand muss begreifen können, warum es soweit gekommen ist, dass alle ihn allein stehen lassen. Wenn er das nicht einsehen kann, ist Mr. Hyde vielleicht nicht soweit von der Wahrheit weg, wie man ihm jetzt vorwerfen mag.
Es gibt Mobbingopfer, die völlig unschuldig dazu werden. Die einfach nicht so berechnend sind wie ihre Umwelt, stiller, schüchterner, und auf die sich ein paar Täter und eine feige Mehrheit als Zielscheibe einigen. Und es gibt so Geschichten wie hier geschildert. Auch wenn Mr.Hyde letztlich seine Optik korrigieren sollte, etwas differenzieren muss man imho schon.
Es ist zwar schade, dass Leute mit einem offensichtlich kindlichen Gemüt so schnell zur Zielscheibe werden. Aber auch so jemand muss begreifen können, warum es soweit gekommen ist, dass alle ihn allein stehen lassen. Wenn er das nicht einsehen kann, ist Mr. Hyde vielleicht nicht soweit von der Wahrheit weg, wie man ihm jetzt vorwerfen mag.
Es gibt Mobbingopfer, die völlig unschuldig dazu werden. Die einfach nicht so berechnend sind wie ihre Umwelt, stiller, schüchterner, und auf die sich ein paar Täter und eine feige Mehrheit als Zielscheibe einigen. Und es gibt so Geschichten wie hier geschildert. Auch wenn Mr.Hyde letztlich seine Optik korrigieren sollte, etwas differenzieren muss man imho schon.
Ähm... jetzt stell dir mal vor, dieser Jemand "begreift" diesen Grund. Und was wäre deiner Meinung nach jetzt die Konsequenz, die derjenige dann daraus zu ziehen hat? Dass er sich dann wohl verstellen muss? Also genau das, von dem immer alle hoch und heilig geloben sie würden es niemandem aufzwingen wollen? Oder auch das, was im Grunde gar nicht möglich ist?
So seltsam dieser Mensch auch sein mag... Tut mir Leid, wie ich schon weiter oben schrieb, ist dieses ständige "Aber der is ja selbst schuld" nichts als selbstgefälliges Gerede. Ich mag daran "schuld" sein, wenn mich jemand nicht mag und damit kann ich leben, denn genauso bin ich schuld daran, wenn mich jemand gern hat.
Wenn dieses Nicht-Mögen dann aber in Ausgrenzung und was weiß ich noch ausartet, ist es vollkommen egal, worin der Täter das begründet sehen will. Keine Form von Abneigung oder sonst irgendetwas gibt mir eine Rechtfertigung dafür, jemanden mutwillig und dauerhaft bzw wiederholt zu demütigen und/oder verletzen. Schon gar nicht, wenn ich diesen Jemand nicht länger als ein paar Stunden pro Schultag sehe.
Diese gesamte Thematik mit dem Jedi-Ritter ist schon ein ziemliches Extrembeispiel... wie schon einige schrieben: Ich hätte auch gelacht. Und ich würde auch vllt mal über eine Äußerung lachen, wenn sie tatsächlich witzig ist. Aber nicht deshalb, weil sie unglücklich formuliert oder seltsam oder sonst was ist.
So oder so frage ich mich mal wieder: Ist es eigentlich wirklich so schwer, das Folgende umzusetzen: Dem, was ich nicht mag, gehe ich so lange wie möglich aus dem Weg. Wenn ich jemanden nicht mag, halt ich mich eben von ihm fern. Und wenn er zu mir kommt und ich es echt nicht mehr aushalte - meine Güte, da wird man doch wohl mal den Mund aufmachen und seine Unzufriedenheit äußern können.
Ich habe manchmal den Eindruck, dass Mobbing seine Anfänge oft in der Frustration der späteren Täter nimmt. Zu Teilen in der Frustration darüber, die eigene Unzufriedenheit nicht zum Ausdruck zu bringen. Wenn ich jemanden nicht in meiner Nähe haben will, kann ich ihm das doch wohl irgendwie vermitteln, ohne ihn monatelang erst in meine Nähe zu lassen und ihn dann so subtil wegzusticheln, dass er es jedes Mal als schlechte Unterhaltung abtut und es wieder versucht.
Natürlich darf man mal genervt sein. Natürlich darf man sich mal ärgern und natürlich darf man auch mal eine Bemerkung oder Stichelei fallen lassen. Aber jemanden bewusst, immer wieder und auf Teufel komm raus zu kränken und sich dabei am Besten noch selbst in den (positiven) Mittelpunkt zu stellen ist nichts als gemein und unnötig.
Ähm... jetzt stell dir mal vor, dieser Jemand "begreift" diesen Grund. Und was wäre deiner Meinung nach jetzt die Konsequenz, die derjenige dann daraus zu ziehen hat? Dass er sich dann wohl verstellen muss?
Dass er zumindest die Konsequenzen daraus versteht. Und dass er weiss, dass er vor der Entscheidung steht, anders und allein zu sein, oder sich anpassen und vielleicht mit sich selbst nicht im reinen zu sein.
Diese gesamte Thematik mit dem Jedi-Ritter ist schon ein ziemliches Extrembeispiel... wie schon einige schrieben: Ich hätte auch gelacht.
Ein Extrembeispiel, sicher. Aber daraus folgt die Frage: Wie weit kann ich mich ausserhalb des Mainstreams stellen, ohne mich über die Folgen zu wundern? Wenn ich den anderen zu verstehen gebe "Ich bin anders. Absolut nicht das, was ihr normal nennt" - muss ich dann nicht auch akzeptieren dass die anderen sagen "Normal ist der nicht" ?
Invisible Hand
31.03.2009, 21:12
Wir haben uns schließlich auf „psychisch krank“ geeinigt. Erstmals finde ich es, wie Hathor schon erwähnt hat, ein wenig anmassend jemanden für geistig krank zu erklären nur weil sie/er sich nicht so verhält wie die grosse Mehrheit. :eek: Zweitens, selbst falls jemand geistig krank sein sollte, ist dies doch wohl noch lange kein Grund jemanden zu mobben. Ganz im Gegenteil, solchen Leute sollten man m.M.n. jedenfalls helfen und nicht das Leben noch schwerer machen.
Und dass er weiss, dass er vor der Entscheidung steht, anders und allein zu sein, oder sich anpassen und vielleicht mit sich selbst nicht im reinen zu sein.Das ist ja genau das Problem. Wieso kann eine Person nicht akzeptiert werden trotz ihrer Andersartigkeit? *nein*
Ein Extrembeispiel, sicher. Aber daraus folgt die Frage: Wie weit kann ich mich ausserhalb des Mainstreams stellen, ohne mich über die Folgen zu wundern? Wenn ich den anderen zu verstehen gebe "Ich bin anders. Absolut nicht das, was ihr normal nennt" - muss ich dann nicht auch akzeptieren dass die anderen sagen "Normal ist der nicht" ? Und das rechtfertigt dann Mobbing oder wie? Nur weil man nicht "normal" ist, ist es doch nicht in Ordnung fertig gemacht zu werden. ò.ó
Und nur weil sich viele Menschen gegenüber "Querschlägern" intolerant, ignorant und arrogant verhalten, ist es doch nicht automatisch die Schuld der Querschläger dass sie anstossen sondern m.M.n. ist es die Schuld der Mehrheit.
Dass er zumindest die Konsequenzen daraus versteht. Und dass er weiss, dass er vor der Entscheidung steht, anders und allein zu sein, oder sich anpassen und vielleicht mit sich selbst nicht im reinen zu sein.
Das heißt also, ich muss mich nach den anderen richten, um nicht von ihnen zertreten zu werden? Es geht mir bei dem Ganzen nicht darum, dass Menschen die sehr "anders" sind, nicht so schnell Anschluss finden, auch wenn auch das unschön sein kann - ich rede davon, dass sie dafür ausgelacht und, naja, gemobbt eben werden für das, was sie sind. Das ist der Punkt. Es gibt viele, die mit wenigen Freuden leben können, aber nur wenige, die es mit vielen Feinden schaffen.
Ein Extrembeispiel, sicher. Aber daraus folgt die Frage: Wie weit kann ich mich ausserhalb des Mainstreams stellen, ohne mich über die Folgen zu wundern? Wenn ich den anderen zu verstehen gebe "Ich bin anders. Absolut nicht das, was ihr normal nennt" - muss ich dann nicht auch akzeptieren dass die anderen sagen "Normal ist der nicht" ?
Im Allgemeinen haben die, die nur "anders" sind, um anders zu sein, eine dicke Haut, weil sie auf Widerstand vorbereitet sind bzw diesen ja in irgendeiner Weise erzeugen wollen. Wenn diese Leute sich dann über den Widerstand beschweren... gut, dumm gelaufen, hätte man sich vorer überlegen sollen. Aber auch hier ist Mobbing unangebracht.
Es ist nu nunmal meistens so, wie du ja auch schon erwähnt hast, dass der Jemand nicht aus Provokationsgründen anders oder seltsam oder was weiß ich ist, sondern einfach, weil er er selbst ist. Und dafür dann derartig hinterfotzig zurückgestossen zu werden, ist... naja, such dir ein Wort aus.
Zu welcher Sorte der Jediritter gehört, weiß ich nicht, und ich will auch gar keine Vermutungen darüber aufstellen.
Und das rechtfertigt dann Mobbing oder wie? Nur weil man nicht "normal" ist, ist es doch nicht in Ordnung fertig gemacht zu werden. ò.ó
Hey, wo hat sueno gesagt, dass das in Ordnung ist? Reg dich mal ab...
Außerdem hat er sich jetzt auf das extreme Jedi-Beispiel bezogen. Und naja...es IST halt so, dass jemand, der sich so extrem "anders" verhält eher skeptisch vom "mainstream" beäugt wird.. Ähm..das ist jetzt harmlos ausgedrückt.
Und man kann nichts an der Tatsache ändern, dass eben solche Leute öfter Mobbing-Opfer sind. Damit will aber niemand sagen, dass es gut ist. Nur, dass es eben so IST.
Und mal ehrlich...Ich wurde nie gemobbt, habe nie jemanden gemobbt und habe es auch nicht vor..aaber.wenn früher einer bei mir in den Klassenraum gesprungen wäre und allen ernstes gesagt hätte, er sei ein Jedi, Spiderman oder was weiß ich, hätte ich im ersten Moment gedacht, er hätte nicht mehr alle Tassen im Schrank.
Da kann mir keiner was anderes erzählen.
Und man sollte auch aufpassen, wann man von Mobbing spricht. Lästern zB tut jeder mal..und es ist halb so wild.
Eigentlich wollte ich mich für heute zurückhalten. Es scheint auch bei vorsichtigster Formulierung nicht leicht, hier bei der Meinungsmehrheit nicht anzuecken. Nebenbei gebührt Mr.Hyde durchaus ein gewisser Respekt für die unpopuläre Meinung, auch wenn er damit zu weit geht.
Aber...
Und das rechtfertigt dann Mobbing oder wie? Nur weil man nicht "normal" ist, ist es doch nicht in Ordnung fertig gemacht zu werden. ò.ó
Das habe ich weder gesagt, noch ist das aus meinem Posting als zwingend zu entnehmen. Sei bitte so freundlich und mach mir deine Fehlschlüsse nicht zum Vorwurf.
Invisible Hand
31.03.2009, 22:45
Das habe ich weder gesagt, noch ist das aus meinem Posting als zwingend zu entnehmen. Sei bitte so freundlich und mach mir deine Fehlschlüsse nicht zum Vorwurf. Tut mir leid, ich hab wirklich etwas überreagiert. *schäm* Es ging mir eigentlich eben darum, dass es verbreitet ist, Menschen zu mobben nur weil sie anders sind. So was macht mich echt wütend und da hab ich den (Kurz-)Schluss gezogen du gehörtest zu "ihnen. Verzeihung *fleh*
Und mal ehrlich...Ich wurde nie gemobbt, habe nie jemanden gemobbt und habe es auch nicht vor..aaber.wenn früher einer bei mir in den Klassenraum gesprungen wäre und allen ernstes gesagt hätte, er sei ein Jedi, Spiderman oder was weiß ich, hätte ich im ersten Moment gedacht, er hätte nicht mehr alle Tassen im Schrank.
Da kann mir keiner was anderes erzählen. Aber es ist, finde ich, ein Unterschied, ob du jemanden für einen "Spinner" hälst, oder ob du jemanden mobbst.
Verzeihung *fleh*
Kein Problem.
Aber es ist, finde ich, ein Unterschied, ob du jemanden für einen "Spinner" hälst, oder ob du jemanden mobbst.
Ich glaube, genau das gleiche meint Mila auch.
Wenn du gesehen hättest wie Überzeugt er davon war ein Jedi-Ritter zu sein, dann würdest du es sicher nicht mehr so interessant und sympathisch finden.
Warum nicht? Jedi-Ritter, sind meiner Ansicht nach sehr sympathische Gesellen. Sie verteidigen das Recht, beschützen die Schwachen und haben meist eine edle und aufrichtige Gesinnung. Wenn dein Freund wirklich überzeugt war, ein Jedi zu sein und diese Rolle ebenso überzeugend spielte, so wäre er die Verkörperung vieler Tugenden, die den meisten Menschen heute abhanden gekommen sind. Und so etwas soll ich nicht sympathisch und interessant finden? ^^
Es sollte aber auch nicht ausser Betracht bleiben, dass es vielleicht Grenzen fürs "anders sein" gibt.
Es gibt keine Grenzen für Andersartigkeit. Es gibt welche für unsere Bereitschaft Andersartigkeit zu akzeptieren und sie mit unserer eigenen Welt zu vereinbaren. Und nur daran, lohnt es sich zu arbeiten. ;)
Mr. Hyde
01.04.2009, 17:41
Wohl aber das, was nachher kam. Permanent über jede seiner Äußerungen und Aktionen zu lachen, ihn auszugrenzen... das ist Mobbing. Ganz übles Mobbing.
…Offensichtlich war nicht alles, was er sagte und tat, so total blöd.
Die schulischen Leistungen waren akzeptabel und selbst wenn nicht dafür hätte ihn niemand ausgelacht. Etwas nicht zu wissen ist keine Schande und in unsere Klasse gab es viele die wenig wussten. Aber wenn jemand auf dem Raucherhof ein Lichtschwertduell mit sich selbst aufführt… ich habe es schon beschrieben, man kann nicht anders. Du musst lachen, nicht aus Böswilligkeit sondern weil es man es witzig findet. Insofern kann ich mir den Vorwurf ihn ausgelacht zu haben nicht gefallen lassen. Er hat sich zum Affen gemacht und ich habe gelacht… das ist etwas anderes als auslachen! Die Lehrern haben das Problem eben verkannt weil sie sich nie „privat“ mit ihm unterhalten haben sondern meistens über schulische Belange. Sonst hätten sie bemerkt das nicht wir das Problem waren sondern seine Art mit der er sich selbst ausgegrenzt hat.
Das zu lesen, entsetzt mich. Ihr maßt euch an, den Geisteszustand eines anderen nur auf Grund seines seltsamen Verhaltens abzuqualifizieren. Ich frage mich wirklich, welches Verhalten "kranker" ist: eine an und für sich harmlose Spinnerei, die eigentlich niemandem weh tut. Oder euer Verhalten, das ich äußerst verletzend finde.
Letztenendes kann ich über seinen Geisteszustand natürlich keine qualifizierte Aussage machen aber es wird mir doch erlaubt sein eine Meinung zu haben. Wer weiß, vielleicht ist er nur ein Misanthrop und will mit gar keinem reden…
Ich gebe dir recht unser Verhalten war verletzend und es war uns selbst unangenehm inn ständig allein in der Ecke stehen zu sehn. Aber bei allen Versuchen ihn einzugliedern hat er sich absolut lächerlich gemacht. Wenn du jemanden in eine Konversation verwickeln willst und derjenige fängt an Wookie zu reden und verlangt dann von dir allen Ernstes das du ihn verstehst… Tut mir leid, alles hat seine Grenzen. Wenn jemand nicht mehr in der Lage ist zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden dann braucht er keinen Anschluss an die Gesellschaft sondern Hilfe.
So oder so frage ich mich mal wieder: Ist es eigentlich wirklich so schwer, das Folgende umzusetzen: Dem, was ich nicht mag, gehe ich so lange wie möglich aus dem Weg. Wenn ich jemanden nicht mag, halt ich mich eben von ihm fern. Und wenn er zu mir kommt und ich es echt nicht mehr aushalte - meine Güte, da wird man doch wohl mal den Mund aufmachen und seine Unzufriedenheit äußern können.
Ich kann zwischen dem was du schreibst und dem was wir gemacht haben nicht viele Unterschiede erkennen. Scheinbar ist es in Ordnung wenn eine einzelne Person sich so verhält. Wenn aber eine Gruppe sich gegenüber einem Einzelnen so verhält ist es plötzlich Mobbing.
Mir fällt gerade auf das Mobbing wieder eines von diesen dämlichen Modewörtern ist. Bis heute weiß keiner was „metrosexuell“ ist und „Mobbing“ wird mit zunehmender Länge der Diskussion auch immer schwammiger. Mobbing ist also wenn eine Gruppe einen einzelnen nicht leiden kann. Warum hat dieses Wort dann eine derart negative Wertung, ich kann in diesem Verhalten nichts verwerfliches erkenne. Es gibt „auslachen“, „ärgern“ oder „diskriminieren“ und das ist alles falsch aber jemanden nicht zu mögen kann doch kein Vergehen sein. Ein Wort von denjenigen erfunden die sich ausgegrenzt fühlen damit sie die Schuld an ihrer Unbeliebtheit auf andere schieben können. Die einfache Wahrheit, du passt nicht zur Gruppe.
Nebenbei gebührt Mr.Hyde durchaus ein gewisser Respekt für die unpopuläre Meinung, auch wenn er damit zu weit geht.
Danke. Jetzt kann ich mich gar nicht entscheiden ob das eine Beleidigung oder ein Komplement ist… :D
Mobbing ist also wenn eine Gruppe einen einzelnen nicht leiden kann. Warum hat dieses Wort dann eine derart negative Wertung, ich kann in diesem Verhalten nichts verwerfliches erkenne. Es gibt „auslachen“, „ärgern“ oder „diskriminieren“ und das ist alles falsch aber jemanden nicht zu mögen kann doch kein Vergehen sein. Ein Wort von denjenigen erfunden die sich ausgegrenzt fühlen damit sie die Schuld an ihrer Unbeliebtheit auf andere schieben können. Die einfache Wahrheit, du passt nicht zur Gruppe.
Äh... nein.
Mal vorweg genommen: Ich habe nie gesagt, dass sich das, was ich gesagt habe, nur auf einzelne Personen bezieht. Man kann niemanden zwingen, jemanden zu mögen und das verlangt auch nur sehr selten jemand. Jemanden nicht zu mögen, ist aber etwas anderes, als ihn zu mobben.
Als Mobbing bezeichnet man es nicht, wenn mehrere Leute einen einzelnen nicht mögen und das wäre auch ziemlicher Schwachsinn. Ich bin mir sicher, dass es so einige Leute gibt, die mich nicht mögen und fühle mich zurzeit in keiner Weise gemobbt. Ich sage es jetzt zum 3ten Mal: Schlimm und verwerflich wird eine Antisympathie erst dann, wenn sie in mutwillig verletzenden Handlungen resultiert. Kurz als Mobbing bezeichnet.
Das Ganze als Erfindung der Opfer abzuwatschen, damit macht man es sich finde ich verdammt einfach.
Damit kanzelst du also Mobbing - ein Sammelbegriff für Diskriminierung, Demütigung und körperliches und/oder psychisches Angreifen eines einzelnen durch eine Gruppe - als ein bloßes Hirngespinst der Betroffenen ab, oder wie darf ich das verstehen?
Ich denke mal, ich sollte mich auch mal zu Wort melden... Hab mir das Ganze jetzt auch mal durchgelesen und ich denke mal es ist an der Zeit auch was zu schreiben...
Ich denke ja, dass ihr mittlerweilen (die letzten 2 posts evtl ausgenommen) den Unterschied zwischen mobbing und einfach nur verarschen verdrängt habt! Beides ist nicht toll, keine Frage! Aber Mobben ist doch noch schlimmer!!!
Wenn sich jemand (ich sags nicht gern) abnormal aufführt (soll nicht heißen, dass ich das schlimm finde, sondern diejenige Person benimmt sich nicht so wie alle anderen - was ja nicht unbedingt was schlechtes sein muss) dann muss er/sie doch damit rechnen, dass er ausgelacht wird! Und - um auf das Jedi Beispiel zurück zu kommen - er sich am ersten Tag so hinstellt, also bitte!!! Wer da nicht gelacht hätte, den will ich sehn!
Man kann jemanden "verarschen" und ihm damit zeigen, dass sein Verhalten (in den Augen der Anderen) nicht gerade das Beste ist - man kann sich trotzdem mit ihm unterhalten oder sonst was...
Wenn ich mich heute zum Affen mache, dann ernte ich auch den Spott der anderen! Aber das heißt noch lange nicht, dass ich gemobbt werde!
Liest man sich z.B. den ersten Post von Ricky durch, DAS ist mobbing! Aber sich über jemanden lustig zu machen... Ganz klar NEIN!!!
Natürlich kommt es immer drauf an, mit wem man unterwegs ist und wie gut man diejenige Person kennt! Ich denke Zyrozz kann mir da nur zustimmen, wen ich jetzt sage, dass wir beide uns gegenseitig schwach anreden und sobald der andere 'ne Vorlage gibt, man da sofort drauf einsteigt und ihn deswegen durch den Dreck zieht! Wir wissen aber halt wie es gemeint ist!
Bei mir in der Klasse war auch mal einer, der öfter verarscht wurde als alle anderen! Er hat uns halt auch dementsprechende Vorlagen geliefert! Und ein Kumpel von mir lässt halt diese nicht aus!
Aber trotzdem ist der in der Pause nicht alleine rumgestanden oder sonst was! Er war bei uns in der Gruppe dabei!
Und bevor jemand irgendwas sagt, in der 5ten und 6ten Klasse war ich selbst ein Opfer! Und das war nimmer verarschen! Mittlerweilen würde man es Mobbing heißen! Ich habe Schläge abbekommen und halt vor allem verbale Attacken! Zu dieser Zeit habe ich mich echt nicht wohl gefühlt, vor allem weil mein damaliger "bester Freund" nur blöd daneben gestanden ist und nix gemacht hat!
Bei mir hat sich das Ganze gelegt, dass ich dann in die 7te Klasse gekommen bin und somit von der Hauptschule in die Realschule gewechselt habe! Ab diesem Zeitpunkt war wieder alles in Ordnung. Da gabs auch einen der etwas mehr verarscht wurde als alle anderen - ich gebs zu, von mir auch, bloß ich verstehe mich mit ihm heute noch prächtig!
Wie meine Vorredner auch schon gesagt haben, man muss ja nicht jeden mögen, bloß man sollte halt wissen, wo die Grenzen sind (von derjenigen Person).
EDIT: hat jemand heute z.B. eine orange Hose an und einen pinken Pullover, dann sagt man doch zu ihm "Was hast'n du für hässliche Klamotten an?" oder lacht ihn aus, wenn man ihn sieht! Man mobbt ihn aber deswegen noch nicht gleich!
Mr. Hyde
03.04.2009, 13:55
Damit kanzelst du also Mobbing - ein Sammelbegriff für Diskriminierung, Demütigung und körperliches und/oder psychisches Angreifen eines einzelnen durch eine Gruppe - als ein bloßes Hirngespinst der Betroffenen ab, oder wie darf ich das verstehen?
Den Sammelbegriffe lehne ich ab und teilweise finde ich auch das Mobbing nur in der Einbildung der Betroffenen stattfindet. Für konkrete Vorfälle gibt es ja das passende Wort – Diskriminierung, Gewalt, Demütigung etc. Mobbing wird meistens nur in Extremfällen verwendet wenn entweder alles oder gar nichts zutrifft. Dann ist es natürlich schwer für jemanden der nur das Wort Mobbing aufschnappt die entsprechenden Konsequenzen zu setzten oder die Situation richtig einzuschätzen. Warum nicht gleich alle Vergehen und Verbrechen auf der Welt unter einem Begriff versammeln, nennen wir es „Das Böse“. Er hat „das Böse“ begangen… sicher sehr einfach für einen Richter bei der Anklage ein Urteil zu fällen.
Das Ganze als Erfindung der Opfer abzuwatschen, damit macht man es sich finde ich verdammt einfach.
Findest du? Etwa genauso einfach wie diejenigen die alle „Mobber“ in eine Kategorie einordnen. Frustrierte, aggressive Gewalttäter die mit Komplexen zu kämpfen haben und ihren Selbsthass auf andere projizieren… erinnert mich an den Liedtext von Arschloch (die Ärzte). Anstatt sich auf die Täter zu versteifen sollte man sich lieber mal die Opfer vornehmen. Eine Strafe für Mobber kann sinnvoll sein viel wichtiger wäre es aber dem Opfer zu helfen und zwar in der Weise das es nicht mehr das Ziel von solchen Attacken wird. Das erinnert mich an ein Zitat das hier ziemlich gut passt. Aus dem Film „Full Metal Jacket“ – als der Soldat Paula seine Feldkiste nicht absperrt sagt der Ausbildner zu ihm: „Wenn es nicht soviele Arschlöcher wie sie auf der Welt geben würde dann würde auch nicht so viel geklaut werden.“ Gelegenheit macht Diebe… und „Mobber“.
Lagsam versteh ich deinen Standpunkt überhaupt nicht mehr... ich glaube auch nicht, dass es noch viel Sinn macht, das immer weiter auszuwalzen, scheinbar ist sogar Ethik Meinungssache.
Ich würde nicht behaupten, dass jeder Mobber aus denselben Gründen mobbt und genauso ist mir klar, dass die meisten Mobber ansonsten auch eher durchschnittliche Jugendliche sind. Das ist allerdings kaum relevant. Der Grund ist vollkommen egal, wenn er in Mobbing oder einer anderen Form von Quälerei resultiert, ist jeder Grund gleich ungerechtfertigt.
Und genauso egal ist es, ob sich das Mobbing "nur" im Kopf des Opfers abspielt, denn nur dort ist es eine Gefahr und sorgt für verheerende Folgen. Abgesehen davon muss auch dieses "Hirngespinst" irgendwo seinen Ursprung haben, ganz egal, wie empfindlich derjenige sein mag.
erinnert mich an den Liedtext von Arschloch (die Ärzte)
Das Lied heißt übrigens Schrei nach Liebe.
Invisible Hand
03.04.2009, 14:52
Warum nicht gleich alle Vergehen und Verbrechen auf der Welt unter einem Begriff versammeln, nennen wir es „Das Böse“. Er hat „das Böse“ begangen… sicher sehr einfach für einen Richter bei der Anklage ein Urteil zu fällen. Einfach nicht, aber man könnte immer noch sagen, das "Das Böse" unterlassen werden sollte. ;):p
Anstatt sich auf die Täter zu versteifen sollte man sich lieber mal die Opfer vornehmen. Eine Strafe für Mobber kann sinnvoll sein viel wichtiger wäre es aber dem Opfer zu helfen und zwar in der Weise das es nicht mehr das Ziel von solchen Attacken wird. Das erinnert mich an ein Zitat das hier ziemlich gut passt. Aus dem Film „Full Metal Jacket“ – als der Soldat Paula seine Feldkiste nicht absperrt sagt der Ausbildner zu ihm: „Wenn es nicht soviele Arschlöcher wie sie auf der Welt geben würde dann würde auch nicht so viel geklaut werden.“ Gelegenheit macht Diebe… und „Mobber“. Das kommt jetzt so rüber, als ob die Opfer die Hauptschuld daran tragen würden gemobbt zu werden. Genausogut könnte man behaupten, Polen sei auf Grund seines schwachen Militärs 1939, daran Schuld, dass es von Nazi-Deutschland angegriffen wurde oder dass eine vergewaltigte Frau selbst daran Schuld ist, weil sie den Täter mit ihren Reizen dazu "getrieben" hat. :eek: Solch eine Argumentationsweise führt dazu, dass man den Tätern die eigene Entscheidungsfreiheit abspricht und sie zu "Opfern der Umstände" macht und gleichsam ihre Taten als automatische Folge des Verhaltens der Opfer aussehen lässt. Indem du verlangst, dass sich die Opfer den Tätern nicht als Zielscheibe präsentieren sollten gibst du den Tätern noch mehr Macht über die Opfer bzw. rechtfertigst ihre bereits vorhandene Macht. :( Die Täter sehen sich so doch nur darin bestätigt, dass sie potentielle Opfer, die sich nicht wie von dir verlangt nicht als Ziel präsentieren, auch mobben/töten/vergewaltigen/unterwerfen dürfen. *mph*
Mad Bull
03.04.2009, 17:06
Mr Hyde,
wenn du schon meinst, als bekennender Mobber dich hier in diesem Forum zu produzieren, bedeutet das für dich auch gradezustehen. Dafür sind die meisten Mobber nämlich viel zu feige.
Es ist verständlich, das du und deine "Gemeinschaft" mit dem Schulhofjedi überfordert gewesen seit. Ich frage mich, was hat das hier mit uns zu tun?
Sowas klärt man in Schule mit den Verantwortlichen und nicht hier.
Was du gemacht hast war glasklares Mobbing und dafür sollst du dich echt was schämen. Und wenn du noch Charakter hast, bringst du den Müll in Ordnung, den du da verzapft hast!
RickyLee
03.04.2009, 17:10
Puh, alsooo...
Ich ziehe mich anders an, da ist mir auch klar, dass mich nicht alle Leute doll finden, aber damit kann ich leben. Da ist mir meine eigene Meinung und Persönlichkeit ehrlich gesagt lieber, als von allen gemocht zu werden.
Die Konsequenzen, also, dass mich manche als Satanistin bezeichnen (obwohl ich eigentlich gläubig bin und die einzige aus meinem Konfirmationskurs, die die Konfirmation nicht nur wegen dem Geld gemacht hat...) oder mich schräg anschauen, das muss ich dann eben auch abkönnen, so viel Charakterstärke gehört dazu.
Solch einen Extremfall kenne ich auch...
Und ich verstehe sehr gut, dass das sehr beängstigend und/oder lustig sein kann und man sich da evtl. nicht immer zurückhalten kann, denn man ist ja selbst nur ein Mensch.
Ich hab mich, da mir sein Verhalten ZU extrem vorkam, einfach von ihm fern gehalten. Und ich würde auch vorschlagen, dass es am besten ist, sich dem anderen gegenüber neutral zu verhalten.* Denn wenn man jemanden auslacht, ausgrenzt und isoliert, dann wird er in der Regel auch nicht normal, sondern nur noch extremer.
Einsamkeit ist die liebste Gespielin des Wahnsinns.
Und ich weiß, wovon ich rede.
*= z.B. Sind meine Mobber aus der alten Klasse jetzt in meine Schule gekommen und ich mach sie auch nicht nieder, obwohl ich die Gelegenheit dazu hätte. Obwohl ich immernoch Kiefernschmerzen bekomme, wenn ich sie sehe. Aber das ist eine andere Geschichte. Ich muss nicht mit ihnen reden, aber wenn ich doch muss, tu ichs normal.
Sich in das Bild eines Jedi-Ritters reinzusteigern, macht mir persönlich Sorgen. Er hat zu wenig Umgang mit echten Menschen. Sich selbst in eine Fantasiefigur zu verwandeln, was auch irgendwo etwas mit Allmachtsfantasien zu tun hat, ist der erste Schritt, den Boden unter den Füßen zu verlieren...
Solche Leute müssen vorsichtig wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeführt werden, denn ein Stück Realität, an dem er sich festklammern kann, braucht jeder und das hat auch nichts mehr mit einem ausgefallenen Lebensstil zu tun. Eventuell könnt ihr nicht so viel Verständnis und Geduld aufbringen und das ist verständlich, das kann fast niemand.
Und noch was: Wenn er Wookie redet (oder Leuten in seiner Umgebung Namen aus Harry Potter gibt/ sich für einen Halbgott hält und davon überzeugt ist,d en Regen heute Morgen verursacht zu haben, kann man ihm dann nicht einfach sagen, dass er das lassen soll?
Wenn er sich gegen jegliche Kommunikationsversuche stellt, dann kann man ihm nicht helfen (man kann ihn aber trotzdem in Ruhe lassen!). Da wird er in Zukunft nur auf Star Wars Conventions glücklich sein.
Ich für meinen Teil, habe sehr oft und verzweifelt versucht, mich mit anderen aus der Klasse zu unterhalten, was sich leider als unmöglich herausgestellt hat...
Vielleicht war ich in ihren Augen ja auch ein Jedi-Ritter...
Apropos, Mr Hyde: Geh du mal eine Klasse voller Normalos und stell dich damit vor, dass du Fantasy Fan bist. Für die bist du der Freak.
Entschuldige. Was ich damit sagen will: Ich denke, ich verstehe deinen Standpunkt, aber "normal" ist auch immer so eine Sache der Definition.
Und da ist noch eine Sache: ich bin, so sehe ich das zumindest, gerade im Aufräumstadium, ich werde nicht mehr aktiv gemobbt, ich hab auch keine Wunden mehr, nur die Narben pieksen ab und an...
Ich würde mir wirklich unbändig wünschen, dass sie mir einfach SAGEN, WIESO ich das alles erleiden musste, warum ich es verdient habe, dass niemand mit mir redet und das mehrere Jahre lang, warum ich immer aus allen Projekten ausgeschlossen wurde und keine Freunde hatte, warum man mir auf dem Nachhauseweg abgewandelte, verhöhnende Lieder nachgerufen hat, warum nie jemand neben mir sitzen wollte, warum man mir verachtende Spitznamen gegeben hat, obwohl ich doch nur (aus meiner Sicht) immer still in der Klasse gesessen bin...
Irgendetwas ganz schlimmes muss ich ja wohl getan haben?! Oder nicht?!
Simon the Sorcerer
03.04.2009, 21:18
Ich würde mir wirklich unbändig wünschen, dass sie mir einfach SAGEN, WIESO ich das alles erleiden musste, warum ich es verdient habe, dass niemand mit mir redet und das mehrere Jahre lang, warum ich immer aus allen Projekten ausgeschlossen wurde und keine Freunde hatte, warum man mir auf dem Nachhauseweg abgewandelte, verhöhnende Lieder nachgerufen hat, warum nie jemand neben mir sitzen wollte, warum man mir verachtende Spitznamen gegeben hat, obwohl ich doch nur (aus meiner Sicht) immer still in der Klasse gesessen bin...
Irgendetwas ganz schlimmes muss ich ja wohl getan haben?! Oder nicht?!
Nein Ricky, du hast eigentlich nichts falsch gemacht und kannst auch nichts dafür. Die Antwort ist ganz einfach, die Opfer sind immer die Schwächsten der Gemeinschaft, die sich nicht wehren, die Schüchternen, die Kleinen, die Stillen.
Ich führe es auch gerne auf die niedersten Instinkte zurück.
Bsp:
Eine Gruppe Raubtiere, hat ein schwaches oder krankes Tier, dann wird es entweder von den anderen Tod gebissen oder zurückgelassen.
Und das Alpha-Männchen einer Schulklasse, findet ganz schnell raus wer die Omega´s sind. Und es spielt keine Rolle welchen Charakter derjenige hat, es zählt einfach nur das er das "scheinbar" Schwächste Glied der Kette ist (nach den Maßstäben des Alpha-Männchens).
Wobei ich es teilweise auch als Entwicklungsprozess gesehen habe, im nachhinein, in meinem Fall zumindest (wie ich weiter vorne beschrieben habe).
Es gehört einfach zum Leben dazu, mit Ablehnung umzugehen und sich durchzusetzen. Wenn es aber ausartet wie in den meisten Fällen, kann man es wirklich nicht mehr als Entwicklungsprozess bezeichnen, das weiß ich auch.
Teilweise verstehe ich Mr. Hyde sogar, bei uns gabs auch so einen Aussenseiter, nur hatte er sich aufs Millitär spezialisiert...(Erfurt und Winenden waren damals noch nicht aktuell, sonst hätten sie ihn aus dem Verkehr gezogen).
Er kannte den Film Full Metal Jacket auswendig (inkl. Geräuschen), schrieb ein DIN A4 Heft die Woche über dein 2.Weltkrieg voll (jede Woche !) und kam an Fasching in voller Kampfmontur und Tarnschminke(mit 15 !).
Er wurd auch ausgelacht und ausgegrenzt, meist haben wir uns aber ganz normal mit ihm unterhalten.
Nur eben nicht wenn er seine Aussetzer hatte...
Doch er war nicht dumm, er wußte sehr wohl das er sich dadurch von der Klasse abgrenzte. Also wählte er seinen Weg selbst und muß dann auch in kauf nehmen, dass man über ihn lacht !
Was ich damit sagen will ist : Über andere lachen ist nicht gleich Mobbing und nicht jedes Opfer ist an seiner Situation unschuldig. Aber man sollte auch keine Täter in die Opfer-Rolle reden...
Ich denke da hat Mr. Hyde sich evtl. etwas zu drastisch ausgedrückt.
Ach und @ Invisible Hand: Du solltest Mobbing nicht mit Völkermord vergleichen. *nein*
Grüße
Einsamkeit ist die liebste Gespielin des Wahnsinns.
Bestechend formuliert und glasklar wahr.
Mr. Hyde
03.04.2009, 23:56
Das Lied heißt übrigens Schrei nach Liebe.
Verdammt, mir als Ärzte-Fan... da ist beim schreiben und hin und her schieben was daneben gegangen - natürlich heißt das Lied "Schrei nach Liebe".
Mag sein das wir auf keinen grünen Zweig kommen… ich zweifle nichts von dem was du sagst an. Das was du unter Mobbing bezeichnest (Diskriminierung, Demütigung usw.) findet sicherlich statt. Ich finde es nur nicht gut all diese Begriffe in einem Wort zu vereinen vor allem dann wenn in den seltensten Fällen alles zutrifft und es auch vor kommen kann das gar nichts zutrifft. Klug ist die Sache nicht denn je konkreter man etwas bezeichnet, desto schneller kann man eine Situation bewerten und handeln. Spätestens wenn der Begriff „körperliche Gewalt“ fällt ist klar dass gehandelt werden muss. Bei Mobbing ist es immer ein Rätselraten, vielleicht ja, vielleicht nein. Aber wir müssen uns ja nicht an Definitionen aufhängen.
Alles was ich gesagt habe ist, dass Opfer manchmal eine Situation provozieren und Täter manchmal keine Täter sind sonder einfach nur nach deinem Grundsatz handeln. Sie gehen dem was sie nicht mögen aus dem Weg. Mag sein das es nur eine Frage der Zeit ist bis aus dieser passiven Haltung aktives Mobbing wird.
Apropos, Mr Hyde: Geh du mal eine Klasse voller Normalos und stell dich damit vor, dass du Fantasy Fan bist. Für die bist du der Freak. Entschuldige. Was ich damit sagen will: Ich denke, ich verstehe deinen Standpunkt, aber "normal" ist auch immer so eine Sache der Definition.
Also ich hab schon viel schlimmere Sachen gemacht… Am ersten Schultag hat mir ein Freund einen Hieb unter die „Gürtellinie“ verpasst woraufhin ich weinend am Boden gelegen bin und er sich vor lauter lachen angekotzt hat – vor mindestens 300 Leuten. Ich hab beim Bundesheer mit einem Kollegen Magic gespielt usw. und mit den Hobbys Fantasy, Lesen und „Killerspiele“ ist man sowieso eine laufende Zielscheibe. Ich bin sicherlich für viele Leute ein Freak. :D
Ich denke da hat Mr. Hyde sich evtl. etwas zu drastisch ausgedrückt.
Wenn es so ist tut es mir leid. Ich habe einen Hang zum übertreiben aber nichts von dem was ich sage ist böse gemeint. Falls sich jemand angegriffen oder in seiner Eher verletzt fühlt entschuldige ich mich. Nichts für ungut… ;)
Invisible Hand
04.04.2009, 12:53
@ Simon the Sorcerer:
Wo habe ich den Mobbing mit Völkermord verglichen? Und dass meine Vergleiche hinken ist mir bewusst. :rolleyes:;) Ich wollte damit lediglich die Problematik aufzeigen die entsteht, wenn man die Täter von ihrer Schuld "freispricht" und das eigentliche Problem auf das Opfer schiebt.
Ich habe einen Hang zum übertreiben Geht mir auch so. :D
Mad Bull
04.04.2009, 13:27
Ich denke da hat Mr. Hyde sich evtl. etwas zu drastisch ausgedrückt.
Wenn es so ist tut es mir leid. Ich habe einen Hang zum übertreiben aber nichts von dem was ich sage ist böse gemeint. Falls sich jemand angegriffen oder in seiner Eher verletzt fühlt entschuldige ich mich. Nichts für ungut… ;)
Ich nehme deine Entschuldigung an Mr. Hyde.
Manchmal muss man klares und unmissverständliches deutsch reden,
damit man dieses Übel Mobbing überhaupt in den Griff kriegt.
Nur was muss ich jetzt wieder lesen?
Erst gibst du zu, dass du und deine "Gemeinschaft" mit solchen seltsamen Leuten, wie den Jedi, überfordert seit und dich dann immer wieder über ihn lustig machst.
Was muss ich jetzt lesen? Auf einmal selbst ein Fantasyfreak, der jederzeit zur Zielscheibe werden kann. Nein, das kann ich dir leider nicht abkaufen.
Ich hab beim Bundesheer mit einem Kollegen Magic gespielt usw. und mit den Hobbys Fantasy, Lesen und „Killerspiele“ ist man sowieso eine laufende Zielscheibe. Ich bin sicherlich für viele Leute ein Freak.
Was muss ich jetzt lesen? Auf einmal selbst ein Fantasyfreak, der jederzeit zur Zielscheibe werden kann. Nein, das kann ich dir leider nicht abkaufen.
Wieso kannst du ihm das nicht abkaufen? Ich mein wenn er jetzt geschrieben hätt "Ich halt mich für nen Ritter so wie der sich für nen Jedi hielt" Dann würd ich sagen ok, kauf ich dir nich ab, aber das was Hyde da beschreibt is doch nich so "verrückt" wie das andere. Ich kann vielleicht nicht erklären was normal ist, aber ich kann zwischen Verrücktheiten unterscheiden.
Der Thread is doch dafür da das Leute ihre Erlebnisse mit dem Mobbing schildern und andere ihre Meinung dazu schreiben können, Hilfe/Tipps anzubieten, oder ihr Mitleid wenn es denn überhaupt erwünscht ist.
Das "Mobbing" hier niemand gut findet ist doch klar und ich denk man weiss das auch voneinander.
Das ist eine ewige Diskussion und immer wenn man meint:"So jetzt können wir mal aufhörn über die selben Meinungen zu Diskutiern!"
Kommt jemand und schreibt "Ich find Mobbing auch doof, aber...." Und ab dem Wort Aber geht die nächste Diskussion los die wieder genauso endet wie die ersten.
RickyLee
04.04.2009, 21:59
Alles was ich gesagt habe ist, dass Opfer manchmal eine Situation provozieren und Täter manchmal keine Täter sind sonder einfach nur nach deinem Grundsatz handeln. Sie gehen dem was sie nicht mögen aus dem Weg. Mag sein das es nur eine Frage der Zeit ist bis aus dieser passiven Haltung aktives Mobbing wird.
Ich verstehe, was du meinst... es dauert auch als Opfer eine Weile, bis man begreift, dass man selbst nicht ganz unschuldig daran ist, dass man so behandelt wurde bzw. dass einen manche Leute nicht mögen. (wie z.B. eine Brille tragen und sich nicht schminken, obwohl sich alle anderen Mädchen aufhübschen, gelegentlich neunmalkluge Bemerkungen abgeben oder sich auch krasser anders verhalten.)
Aber ich werde nicht müde zu wiederholen:
In RUHE lassen. Nicht MOBBEN.
(Damit meine ich nicht, wie ein rohes Ei behandeln. Wenn er/sie scheiße baut, dann ruhig auch sagen, aber damit hat sichs...)
Meinungsfreiheit hat jeder, das Recht, andere deswegen fertig zu machen, nicht. Und für Leute, die aktiv gemobbt werden oder einst aktiv gemobbt wurden und sowieso schon sensibilisiert für das Thema sind, sind Aussagen wie "du bist ja selbst Schuld daran" natürlich ein rotes Tuch bzw. stürzen sie in noch tiefere Verzweiflung. Welcher Mensch kann schon behaupten, dass er oder sie aus seiner eigenen Haut einfach herausschlüpfen kann?
(In solchen Fällen denkt man meist extrem, von wegen:
"es liegt an deinem Verhalten, dass du gemobbt wirst."/"Du bist selbst Schuld daran".
"Okay, an meinem Verhalten liegt es? An meiner Person? Aber ich kann doch nicht einfach jemand anders werden! Ich könnte natürlich versuchen, jeden Tag eine innere Maske zu tragen, aber irgendwann einmal fällt sie und dann geht alles wieder von vorne los! Bin ich wirklich so schlimm?"
Merke: Leute, die in solch einer Opferposition sind, fühlen sich darin gefangen und es fällt ihnen, erstmal, da die Umwelt nicht auf sie eingeht, zweitens, weil sie fast kein Selbstvertrauen mehr haben und nicht aus sich herausgehen können nicht leicht, aus ihrer Muschelschale heraus zu kommen. Sie denken, dass sowieso schon alles verloren ist und man sie bis in alle Zeit als der Freak ansieht, als den man sie gerade sieht. Und leider haben sie auch oft Recht damit...)
--> ich erzähle nur aus eigener Erfahrung, der Einzelfall kann sich mit Sicherheit unterscheiden.
Zudem kommen solche Gedankenspiralen dazu, dass man sich wertlos vorkommt und wenn man dann doch Freunde hat, dann jammert man sie zu bzw. hat das Gefühl ihnen auf die Nerven zu gehen, wodurch man ihnen tatsächlich auf die Nerven geht, worauf wieder folgt, dass man sich wertlos fühlt, weil nicht einmal die eigenen Freunde es mit einem aushalten...
Ich verstehe allerdings allein schon deshalb deinen Standpunkt, weil ich auch mal so einen hatte, der sich alle Freundschaften immer verbaut hat, eben dadurch, dass er so ist, wie er nunmal ist. Manchmal hat man auch einfach eine Persönlichkeit (ist Querdenker, oder Traumtänzer z.B.), was einen eher zur Zielscheibe macht.
Aber ich plädiere einfach immernoch für mehr Akzeptanz bzw. Toleranz.
Es kann doch nicht SO schwer sein, einfach nur nett mit seinem Gegenüber umzugehen, selbst wenn es sich nicht politisch korrekt verhält.
Mann.
Is doch wahr.
Mad Bull
05.04.2009, 04:06
Wieso kannst du ihm das nicht abkaufen?
Hallo zyrozz,
das kann ich dir sagen. Er vertritt einen Standpunkt, in dem die Opfer diesen Mist durch ihr eigenes Verhalten begünstigen. Wäre er ein Außenstehender oder selbst ein Opfer, wäre das soweit kein Problem für mich.
Aber er hat selbst gemobbt und, ich denke, er wird es wieder tun.
Alle Mobber, die ich bis jetzt gefragt habe, haben immer von sich abgelenkt.
Und er hat es weiter oben auch verharmlosen wollen.
Die haben für ihr verwerfliches Tun nie die Verantwortung übernommen.
Alleine kann man mit denen ein sinnvolles Gespräch führen, in der Gruppe kann man das als Betroffer oft vergessen. Diese nette Gespräche führen sie mit einem, um das schlechte Gewissen zu beruhigen oder aus Angst verschlagen zu werden.
Mr. Hyde
06.04.2009, 01:36
...das kann ich dir sagen. Er vertritt einen Standpunkt, in dem die Opfer diesen Mist durch ihr eigenes Verhalten begünstigen. Wäre er ein Außenstehender oder selbst ein Opfer, wäre das soweit kein Problem für mich.
Vielleicht ist mein Standpunkt ein Grund warum ich nicht zum Opfer geworden bin. Ich kann ein Freak sein und werde trotzdem akzeptiert. Ich weiß eben wie viel ich meinen Mitmenschen zumuten kann. Der Trick ,man muss Kompromisse eingehen – eine Lektion fürs Leben, gratis… :D
Aber er hat selbst gemobbt und, ich denke, er wird es wieder tun.
Alle Mobber, die ich bis jetzt gefragt habe, haben immer von sich abgelenkt.
Und er hat es weiter oben auch verharmlosen wollen.
Die haben für ihr verwerfliches Tun nie die Verantwortung übernommen.
Alleine kann man mit denen ein sinnvolles Gespräch führen, in der Gruppe kann man das als Betroffer oft vergessen. Diese nette Gespräche führen sie mit einem, um das schlechte Gewissen zu beruhigen oder aus Angst verschlagen zu werden.
Eines vorweg, ich habe weder ein schlechtes Gewissen noch hab ich Angst meine Meinung zu sagen.
Deine Einstellung ist eigentlich genau der Grund warum ich hier überhaupt gepostet habe. Die schnappst irgendwo das Wort „Mobbing“ auf, glaubst eine Situation zu erkennen und bist sofort Feuer und Flamme. Du zeigst mit dem Finger auf mich und überhäufst mich gleich mit unhaltbaren Beschuldigungen. Dabei gibst du dir keine Mühe die Argumente beider Seiten zu prüfen du siehst einfach nur das was du sehen willst, bist nicht objektiv. Du scheinst irgendwann mal Opfer gewesen zu sein und jetzt ist für dich beim Wort "Mobbing" natürlich alles klar. Du weißt genau wer Schuld hat, du kennst die Beweggründe der Täter und überhaupt - es ist sowieso immer das selbe... So ist es aber eben nicht.
Jetzt zu deinen Anschuldigungen: Tut mir Leid wenn es dir nicht gefällt dass ich manche Leute nicht mag und ihnen deshalb aus dem Weg gehe. Ich bin weder ausgebildeter Psychologe noch bin darauf fixiert mit allen Menschen auf der Welt Freundschaft zu schließen. Wenn ich merke ich verstehe mich mit jemand nicht dann akzeptiere ich das. Und für diese verwerfliche Tat übernehme ich natürlich die volle Verantwortung…
Ich glaube gleich im ersten Posten habe ich geschrieben dass ich aktives Mobbing ablehne und es keinesfalls gutheiße. Einen oder Zwei Posts weiter habe ich dann gesagt dass ich auch weiß dass unser Verhalten verletzend war und ich es bedaure aber es praktisch nicht zu vermeiden war. Die Gruppe wird sich nicht an einen einzelnen anpassen – sowas zu erwarten ist utopisch – sondern der einzelne an die Gruppe. Und wenn jemand sich wie in unserem Fall nicht anpassen will dann muss er mit der Ausgrenzung leben. Dafür übernehme ich keine Verantwortung…
Zu dramatisch? :D
Mad Bull
07.04.2009, 17:30
Gut Mr. Hyde,
das erklärt natürlich einiges. Was in dem letzten Post von dir zu lesen gewesen ist, ist nur menschlich. Das bringt dich jetzt nicht mehr mit den Asozialen in Verbindung, die ich in meinem letzten Post zitiert habe.
Leider hatten diese so ähnlich geredet, es in zwei Stunden vergessen und dann weiter machten, wie bisher.*nein*
Ich werde sehen, wie du dich hier in zukunft verhälst.
Du könntest auch in den Ursachen noch etwas konkreter werden.
Bis jetzt hatten wir:
-den Schulhofjedi, der jetzt eh geschichte ist
-das Anpassen. Ein sehr weiträumiger Begriff.
Und mehr nicht?
RickyLee
18.05.2009, 17:28
Mh... hab grade erfahren, dass einer meiner früheren Klassenkameraden gestorben sein soll, genauer gesagt: Sich selbst erhängt.
Hab natürlich erstmal gleich rumtelefoniert und nachgefragt, wer es denn ist, da mir keiner genaue Angaben machen konnte. Aber es war niemand aus meiner Klasse, sondern aus der Klasse darunter und ich hab ihn auch nicht gekannt.
Nur drei Sachen:
Er wurde auch gemobbt und hatte bereits ein paar mal angedroht, sich umzubringen. Es ist immer wieder das gleiche Muster, warum nur?
Und einer meiner früheren Klassenkameraden hatte sich seiner angenommen, sich also um ihn gekümmert. Und das macht mich glücklich... es zeigt, dass er auch eine menschliche Seite hat, so schrecklich das auch klingen mag, wenn ich ihm die Menschlichkeit vorher abgesprochen habe...
Und ich wünschte, ich könnte solche Sachen vorher wissen... nur damit ich mir einbilden kann, dass sich so etwas verhindern lassen könnte... -.- aber vermutlich hätte ich ihm nicht mal helfen können, wenn ich ihn gekannt hätte.
Stardust
18.05.2009, 18:12
Ich wurde immer gemobbt aufgrunddessen dass ich so still und schüchtern bin. Dazu bin ich immer sehr nett und versuche immer anderen zu helfen. Tja, das fanden einige Jungs und Mädels wohl sehr lustig. Sie glaubten, da ich so still bin und selten viel und lange reden, könnte ich mich auch nicht richtig atikulieren etc... Allerdings sollten solche Leute erstmals vor ihrer eigenen Haustüre kehren. Wirft mir jemand einen dummen Spruch entgegen, erwidere ich auch dementsprechend nichts. Was soll ich denn sagen? Ich begebe mich sicherlich nicht auf das gleiche Niveau herab.
Durch das ständige Gespottete kam der berühmt-berüchtige Bumerangeffekt zum Einsatz: desto mehr sie mich gemobbt haben, desto schüchtener wurde ich und desto mehr wurde ich wieder gemobbt. War ein Teufelskreislauf.
Es war nicht bloß die ständig beleidigenden Sprüche. Mir wurden Sachen weggenommen, Taten angehängt, die ich gar nicht getan hatte und ich kann reinen Gewissens sagen nie was von den Dingen je nur in Erwägung gezogen zu haben, haben mir Spinnen ins Bett getan, als ich auf Schulandwoche war(und ich eine Höllenangst vor Spinnen), haben mich mit Schnee eingerieben(und ich werde aufgrund einer angeborenen, recht leichten, aber doch vorhandenen Immunschwäche oft krank), die Treppen hinuntergestoßen,...
Meine Mutter hat es gewusst, hat auch versucht dagegen etwas zu unternehmen. Aber desto mehr mir von meiner Mum und meinen Lehrern geholfen wurde, desto ekelhafter wurden sie.
Dazu wollte auch niemand mehr so recht mit mir reden oder gar mit mir befreundet sein. Wenige haben sie sich trotz der Aussicht auch danach gemobbt zu werden getraut und sie sind heute noch sehr, sehr gute Freunde von mir.
Ich bin zwar noch immer sehr schüchtern und still, aber ich fühle mich dafür recht wohl in meiner neuen Klasse. Die ist auch erwachsener als meine Gynasiumklasse und dafür bin ich ihnen dankbar. Dafür dass sie nicht solche Leute wie meine vorige Klasse sind, die denken es sei cool jemanden fertig zu machen.
Jedenfalls habe ich mich nie gewehrt, zuminderst nicht körperlich. Das habe und hatte ich nicht nötig und ich greife generell nie zur Gewalt.
Allerdings merke ich immer und immer wieder, dass es doch Spuren hinterlassen hat. Beispielsweise wenn ich verunsichert werde und das geschieht doch recht schnell.
unglaub so schlimm war es/ist es bei uns an der schule nie
ich werd zwar auch schnell Opfer von Mobbing und dummen Sprüchen, aber nie bei mir in der Klasse (bis auf ein paar Ausnahmen, aber Idioten gibts wohl überall), eher im Bus oder im Dorf, weshalb ich auch selten wegen eines einzigen Jungen was mit unseren Dorfleuten unternommen habe. Ist eigentlich idiotisch, aber ich wollte diesem einen eben unbedingt aus dem Weg gehen.
Dafür gabs in meiner alten Klasse einen, der absolut jeden dumme Sprüche an den Kopf wirft und auch sonst nur negativ auffällt. Dabei hält er sich auch noch für soo cool und merkt gar nicht, dass ihn keiner mag. Aber das gehört wohl nicht in diesen Thread.
Lord Dralnu
25.05.2009, 18:45
Ein solches Verhalten ist Mord auf Raten. Es führt zum Selbstmord.
So weit ist es bei mir Gott sei Dank nicht gekommen.
Wie bist du dann gestorben? Zombies sind doch untot :rolleyes:.
Ach und tut mir Leid wegen meiner Taktlosigkeit. Ich besitze ein ziemlich beschissenes Einfühlungsvermögen und lache inzwischen nur noch über MobberInnen.
Ich möchte darüber einen Thread eröffnen, da mir das gerade einfach ein persönliches Bedürfnis ist. Was sind eure Erfahrungen damit? Kennt ihr jemanden, der gemobbt wird, wurdet ihr schon selbst oder mobbt ihr gar jemanden?
Zudem möchte ich folgenden Text beilegen:
Einige wissen es, einige nicht: Vor einigen Jahren hatte ich eine ziemlich lange depressive Phase... wegen Mobbing. Vermutlich werden nie die richtigen Leute diese Zeilen lesen, aber:
Denkt nach. Bitte. Auch wenn es jemanden in eurer Klasse gibt, der irgendwie seltsam, scheiße aussehend, dumm oder ähnliches ist... macht ihn nicht fertig. Damit meine ich nicht, ihm keine auf die Nuss zu geben, wenn er oder sie Scheiße baut, macht es einfach nicht, wie es mit mir gemacht wurde: Jeden Tag Ausschluss aus sämtlichen Gruppenprojekten, ein Einzeltisch neben der Tafel, weil niemand neben mir sitzen wollte, Selbsthass, Depressionen, Bauchschmerzen, jeden Tag, bevor ich in die Schule gehen musste und jeden Abend mit tränennassem Kissen ins Bett...
Nicht zu vergessen das eine Mal, als alle Jungs aus meiner Klasse mich auf dem Heimweg verfolgt und mit Grasbüscheln beschmissen haben... oder die Nachrufe, jedes Mal, wenn ich an der Bushaltestelle vorbeigelaufen bin, die Beschimpfungen und Verarschungen während der Stunde... Jeden einzelnen verdammten Tag, drei Jahre lang. Dann konnte ich endlich die Schule wechseln und raus aus der Hölle...
Das liest sich leicht, es zu erleben ist unendlich schwer. Denn wenn man jeden Tag gesagt bekommt, dass man nichts wert ist, beginnt man es irgendwann schließlich selbst zu glauben. Dann ist es schon fast zu spät. Denn was noch schlimmer ist als das, was äußerlich passiert, ist das, was innen vor sich geht...
Und hinterher auf der Beerdigung machen alle betroffene Gesichter und keiner will wissen, wie es dazu kam.
Ein solches Verhalten ist Mord auf Raten. Es führt zum Selbstmord.
So weit ist es bei mir Gott sei Dank nicht gekommen.
Lasst nicht zu, dass es in eurer Klasse auf soweit kommt... Denn mir fehlen 3 Jahre meines Lebens, zumindest was die soziale Entwicklung angeht... Noch ein ganzes Jahr später habe ich alle Jungs gehasst, weil ich nicht wusste, das es auch welche gibt, die anders sind. 3 Jahre lang ohne Pubertät. Meine Schulnoten damals waren tadellos, ich hatte ja kein Privatleben. Keine beste Freundin, mit der man Zettelchen während der Stunde austauscht, keinen ersten Kuss auf einer Party mit Flaschendrehen, kein ins Kino gehen mit Freunden...
Meine Familie hat mir in dieser Zeit sehr geholfen, ich konnte mit ihnen reden und etwas glückliche Zeit verbringen. Ich bin ihnen wirklich unglaublich dankbar, denn letztendlich waren sie und meine beste Freundin (die auf die gleiche Schule, aber in eine andere Klassenstufe ging) der Grund, weshalb ich nicht suizid begangen oder mich je geritzt habe: Ich wollte ihnen das nicht antun.
Heute geht es mir gut, ich habe Freunde gefunden, die auch teils ähnliches durchgemacht haben und allmählich habe ich die folgende Vermutung: Ich bin vielleicht doch nicht so schlecht, dass mich alle hassen müssen...
sooooooooooo.... Erstmal schön, dass du diesen Thread eröffnet hast, ein immer aktueller werdendes Thema! Ich würde mal sagen durch Mobbing wurden bereits wesentlich mehr Leute in den Suizid getrieben als die paar Möchtegern-Amok-Rambos die es bisher in Deutschland gab über den Jordan geschickt haben(ja, ich weiß, ich bin taktlos....schon wieder...).
Was ich irgendwie lustig finde, ist, dass sich deine Geschichte(zumindest die aus dem 1. Post, konnte jetzt nur den und ein paar ab Seite 26 durchgehen...) eigentlich sehr ähnlich anhört wie meine, mit ein paar kleinen Unterschieden. Ich bin männlich, für mich haben sie keine Lieder gesungen, sie haben mich nicht auf dem Nachhauseweg verfolgt(sinnlos, der dauerte 2 Minuten zu Fuß) und bei mir waren's 6 Jahre. 4 Jahre Grundschule und 2 Jahre Gymnasium. Nein, nicht 2 Jahre in der Sporthalle(obwohl, eigentlich zu einem großen Teil dort...), sondern in der Schul...-art(?) Gymnasium. Ja, auch in Gymnasien gibt es Mobbing, auch in welchen, die unter "Schule ohne Gewalt, Schule mit Courage" eingetragen sind....oh Gott, wie ich auf solche Titel scheiße...
Ehrlich gesagt kann ich mich gar nicht mehr an die gründe in der Grundschule erinnern, ist immerhin auch 4 Jahre her, dass ich dort war. Soweit ich weiß war ich da relativ normal, erst in der 4. Klasse wurde ich "pummelig". Allerdings fand ich Spiort auch schon davor scheiße.
Womit wir beim nächsten Punkt wären. Sport scheiße gefunden...!? Genau. Warm? Ich bin ein Kopfmensch. Nein, besser, ein Hirnmensch. Mit dem Hirn kann man nähmlich keine Kopfbälle beim Fußball machen, mit dem Kopf geht das noch. Was folgt daraus? Ich lese gern. Ich haber gern Informationsinput. Ich DENKE viel und gern. Mein körper ist für mich nicht viel mehr als eine (lästige) Hülle, die mich bei geisiger Betätigung oder Vergnügung(auch geistiger, wie z. B. das Lesen von Artikeln) teilweise sogar behindert(Müdigkeit nach langem Lesen). Was fiolgt daraus? Richti, ich wurde pummelig. Daruas wiederum und aus dessen Ursache folgt ebenfalls: Ich wurde gemobbt.
Was soviel heißt wie: Regelmäßig rottete sich die halbe Klasse usammen und machte mich zur Sau. Dabei ging es oft um nichs bestimmtes. Ich wurde einfach nur zur weißglut gereizt oder gequält, bis ich geheult habe. Einige besonders "prägende" Ereignise sind mir noch im Kopf geblieben, wie z. B. als ich nur mit Unterhose bekleidet aus dem Umkleideraum ausgesperrt wurde, Wie mir ein 2-Kilo Eisbrocken ins Gesicht geschlagen wurde oder wie ich mit 9 Jahren hinter dem Schulhaus saß und abwechselnd nach dem Gnadentod und meiner Mutter schrie. Die Sekretärin, die nach 2 Stunden kam, meinte nur, ich dürfe mich unter keinen Umständen vom Unterricht entfernen.
Daraus resultierend war ich eine Weile psychisch so labil, dass man mich sehr leicht zu einem Punkt bringen konnte, wo ich komplett ausrastete. Also wild um sich schlagen, rumbrüllen, sich in eine Ecke verkriechen, jeden anbrüllen der auch nur in die Nähe kommt(auch alle "Tröster") und stundenlang rumheulen. Natürlich ist das Denken die ganze Zeit abgeschaltet, bis auf beschriebenes Verlangen nach dem Gnadentod. Im Endeffekt war wohl der einzige Grund, dass ich mich nicht umgebracht habe, dass ich immer weinen musste, wenn ich daran dachte wie meine Eltern trauern würden. Btw, ich empfand mich eigentlich sogar als Last für sie, weil sie ja mit mir litten.
Nun ja, im Endeffekt hätte ich Feigling mich wohl eh nicht getraut.... allein schon deshalb, weil ja noch die Chance besteht, dasas man nicht in die Leere kommt sondern ins Fegefeuer oder man wird als Insekt wiedergeboren oder so.... ich weiß, eigentlich denkt man in solchen Momenten nicht an so weinen Quatsch, aber mein Hirn funktioniert anders als das der meisten Leute, daher kommen meine Taktlosigkeit, mein seltamer/nicht vorhandener Humor(jedenfalls z. T.) und sehr seltsames Denken, wozu auch die verrücktesten Assoziationen gehören. Bzw. ganz logische eben nicht, z. B. ergibt die Gleichung Schule = Scheiße für mich keinen Sinn, womit ich oftmals ganz schön anecke. Nun ja, ich bin halt verrückt. Aber ich schweife ab.....
Im Endeffekt hat meine Klasse irgendwann mal aufgehört mich zu piesacken. Aufm Gymmi war es auch weniger schlimm als auf der Grundschule. Da waren's alles Arschlöcher, später gab's eigentlich nur noch Idioten und Clowns.
Ich bin anders und werde inzwischen so akzeptiert(mehr oder weniger). Ich teile eigentlich überhaupt keine Interessen oder Hobbies mit Klassenkameraden, deshalb spricht man auch kaum miteinander. Das ist schon nicht ganz so stoll, da ich eigentlich ein sehr konversationsfreudiger Menasch bin. Allerdings mag ich Gespräche gern auf einem gewissen Niveauhaben, und sie sollten auch über nicht ganz so banale Themen wie die Fußball-WM stattfinden. Deshalb bin ich was das angeht bei den meisten meines Alters an der falschen Adresse :/.
6 Jahrwe sind ne lange Zeit. Ich hab mir eine harte Schale zugelegt, und was da durch dringt, kann ich immernoch ignorieren, auch wenn es mir innerlich einen Stich verpasst. Meine Eltern(und eigentlich nahezu alle Erwachsenen, die mal mit mir reden) sind total begeistert von mir, und inzwischen ist mkir die Meinung gleichaltriger über mich komplett egal. Das ist das Ding mit dem anders sein. Wenn man anders ist, dann brauch einen nur die Meinung derer zu interessieren, die so sind wie man selbst, oder einem persönlich nahestehen. Bei mir sind das Freunde(ausnahmslos Kopfmenschen), Eltern, andere Verwandte, andere Kopfmenschen, intellektuelle Erwachsene.
Ich bin mir nicht ganz sicher ob mein Post das rüberbringt, was ich versucht habe ihn rüberbringen zu lassen, aber da ich eigentlich gar nichts darüber weiß, wer das hier liest, kann ich genausogut alle anderen User als nicht-Kopfmenschen und damit ihre Meinung dazu als unwichtig einstufen;).
Und zu Mobbern: Es gibt die Arschlich-Mobber, wie bei mir an der Grundschule. Am Gymmi(ok, später am Gymmi, der Anfang war auch dort scheiße) waren es zum großen Teil ganz gewöhnliche präpubertäre Kabbeleien, die mich aufregten. Aber obwohl alle gemerkt haben, wie sehr mich dieser "Kleinkram" trifft, hat keiner aufgehört....
Und ich kann bestätigen, dass Mobbing auch noch spät Nachwirkungen hat. Ich bin ein sehr ernster Mensch geworden, viel Humor ist nicht mehr übrig. Das bisschen was überlebt hast, ist größtenteils ungesund verdreht, teils zum Morbiden, teils zum Makabren, teils zum völlig Unsinnigen hin. Ich meine mich zu erinnern, dass ich früher oftmals recht fröhlich gewesen bin. Inzwischen ist es mir unmöglich zu lächeln oder hauch nur halbwegs echt zu grinsen. Das einzige was mich noch zum lachen bringt, ist ein guter Witz(zudem habe ich mir angewöhnt, aus Bitterkeit zu lachen).
Und an alle Mobber: Für mich seid ihr nichts als Abschaum. Ihr zerstört zu eurem eigenen Vergnügen und gesellschaftlichem Vorteil(in einer Gesellschaft, mit der ich nix zu tun haben will) das Leben und die Seele anderer, ihr nehmt ihnen Dinge wie Freude, Lebenslust, Selbstwertgefühl. Im Endeffekt ist es wie mit den Nazis: ihr als Minderheit glaubt, ihr seid im Recht, aber denkt ihr wirklich, ihr mit euren Moral-/Ethikvorstellungen habt recht und der Rest der Welt nicht? Oh, ich vergaß, ihr seid ja gar nicht moralisch. Kein bisschen. Wie traurig. Wirklich traurig.
Die Gesellschaft empfindet euch als Makel, Schandfleck, und wäre euch am liebsten los.
(Und ICH habe mangelnde soziale Kompetenzen? Pffff. Ich verachte kontinuierliche Niveaulosigkeit/Fröhlichkeit. Was ist daran auszusetzen? wenigstens mobbe ich niemanden, ich will(daraus folgend) nur nichts mit den meisten meines Alters zu tun haben. Und die nichts mit mir. Also sind wir quit, oder nicht?!)
Mir kann inzwischen keiner mehr was anhaben mit irgendwelchen ämmerlichen Versuchen mich zu mobben(siehe meine Signatur...), aber ich will einfach nur "Präventionsarbeit" leisten(sei dadurch, dass ich Mobbern vor Augen führe was sie für *** sind oder dass ich dazu aufrufe auf die Meinung von "normalen", die einen mobben, zu pfeifen), damit andere nicht ebenso leiden müssen wie Ricky oder ich oder weiß gott wer noch alles.
PPS: Und BITTE, ritzt euch nicht, das hilft überhauptnichts, tut weh, ist voll eklig und verursacht bleibende Narben. gebt euch meinetwegen Ohrfeigen, aber ein Unterarm voller Narben dürfte die Parntnersuche und ähnliches doch erheblich erschweren.
PPPS: Im i-net bin ich witziger als im RL. Aber ich grinse auch nicht, wenn ich am Rechner was lustiges schreibe, es ist mehr gewöhnungssache, um dem Leser das Lesen angenehmer zu machen.
PPPPS: Bei weiteren Fragen könnt ihr gerne diesen Thread nutzen, ich beabsichtige demnächst mal nach seiner Aktualisierung reinzuschauen.
PPPPPS: Für alle die es nicht wissen, "PS" bedeutet "post scriptum", jedes weitere "p" steht für noch ein "post". PPS heßt also übersetzt "nach nach-dem-Schriftstück".
Wow das ist ja echt der Hammer. Was deine Klassen"kameraden" mit dir gemacht haben. So schlimm wars bei uns nie. Egal ob an der Grundschule oder Gymnasium. Dagegen kommen mir meine Probleme absolut harmlos vor.
Ich denke nicht, dass du alle hier im Forum als Nicht-Kopfmenschen bezeichnen kannst. Ich hab Mathe-Lk und dazu braucht man wohl sein Hirn (Sport find ich übrigens auch bescheuert. Warum kann ma des ned a mal in der Kollegstufe abwählen)
Dass du nicht mehr lachst finde ich echt schade. Ich finde erst dadurch wird das Leben lebenswert. Ich wüsste nicht was ich tun würde, wenn ich nicht mehr zum lachen fähig wäre.
Vielleicht schaffst dus doch irgendwann wieder richtig zu lachen, sofern du mit den richtige Leuten zusammen bist.
Ich wünsch es mir auf jeden Fall für dich.
PS: Ich weiß was post scriptum bedeutet nur der Großteil meiner Freunde hasst Latein und würd mich bei irgendwelchen lateinischen Zitaten immer am liebsten fressen.
PPS: Zu deiner Signatur. Ich hab wahrscheinlich auch keine Chance auf internationale Plätze. Wurde in Englisch immer schlechter. Lag aber vielleicht auch daran, dass ich immer wegen meiner etwas schlechten Aussprache der englischen Wörter ausgelacht wurde und deshalb im Unterricht bald gar nichts mehr sagte, wodurch ich viel zu wenig Übung in Englisch bekam.
Werwolf95
27.05.2009, 20:13
@Dralnu: wow.. erstmal: langer und wirklich guter beitrag hier ;)
zweitens: du sprichst mir aus der Seele :rolleyes: fast alle deie beschreibungen treffen (bzw. trafen) auch auf mich zu; außer dass du männlich bist und ich nich xD.
bei mir hat sich die Situation inzwischen glücklicherweise gebessert.. oder ich bemerke es garnichtmehr. Ich glaube dass es wirklich in gewisser weise hilft einfach alle zu ignorieren, wenn man selbst zu stolz ist um auch auf das blöde sprüche niveau zu sinken.. ich würde mir elends blöd vorkommen dabei(ja ich bin ein stolzer mensch.. -.-).
Ich weis nicht genau wierum es hilft.
Entweder, die anderen haben wirklich keinen Spaß mehr daran mich direkt zu mobben, sondern rufen nur im unterricht bei jeder (un)passender die ("nette") verar***ung meines nachnamens und ein zitat aus irgendeinem meinermeinung nach äußerst bescheuerten lied : Joanna du geile sau. (dazu muss man sagen: ich heiße Johanna )
Dazu sag ich nur: HAHA ich hab die ironie bemerkt, und ich bin nicht taub. Danke und herzlichen glückwunsch zu einem schlechten witz.
allerdings stört mich das inzwischen nicht das geringste. Echt es ist mir völlig wurscht :).
ich höre es schon sogut wie garnicht mehr, da es wirklich so oft kommt, dass es für mich inzwischen schon alltagsgeräusche sind, auf die ich nichtmehr achte. warscheinlich würde es mir komisch vorkommen wenn sie damit aufhören würden^^.
mir ist die meinung anderer gleichaltriger über mich völlig egal (damit meine ich ebenfalls wie Lord Dralnu leute, die nur aufs äußere achten :rolleyes:).
Mögen sie mich für egoistisch halten, für ignorant oder hochmütig. mir ist es Egal.
Mich stören meine freundinnen inzwischen sogar mehr als meine mobber, da sie eig überhaupt keine interessen mit mir teieln und ich das gefühk habe ich wäre ihnen gleichgültig, aber mich stört das auch nur ganz wenig.. ich bin eben anders, ich denke anders, ich hab andere interessen und mir ist gutes aussehen bei anderen unwichtig. ich achte mehr auf die inneren werte, ganz im gegenteil zu den meißten anderen.
und ich schäume nur so über vor Schaden freude:
mein ehemals größter Mobber, nennen wie ihn A, hat inzwischen einige Verweise kassiert und außerdem einem anderen Schüler das Handy kaputt gemacht, als wir in dessen Klassenzimmer waren. Das ganze wurde immernoch nicht aufgeklährt und nun ging die ganze sache an die Polizei.
Ja, ich weiß sowas ist nicht lustig, aber das hat A sich selbst eingebrock und wenn A es zugegeben hätte wäre alles schon vorbei. Aber es tut meiner Seele gut ihren peiniger gequält zu sehen.. *sich über ihre auf einmal andere schreibart wundert^^*
ich könnte jezt noch viel mehr schreiben, aber das wäre dann fast so, als würde ich Dralnus Beitrag abschreiben, weil ich eig. genau die gleich meinung habe.. und die gleiche einstellung.
Ich bin auch ein Kopfmensch, mag keinen Sport und Fußball schon garnicht und ich hege die gleiche Verachtung gegenüber Mobbern und leuten die nur auf das aussehen wert legen. ... .. .
so genung für jezt ;)
wow - langer thread.
Ich muss vorwegnehmen, dass ich nicht alles gelesen habe, aber das tut nicht viel zur Sache.
Mobbing ist gemein, aber leider bleibt es nicht aus, dass es passiert.
Einzelne Menschen sind ganz nett - im Rudel/Gruppen jedoch wird ständig ausgelotet, wer das schwächste Glied ist auf auf den gehts dann mit Knüppeln los.
Gruppenzwang - kann sich auch keiner der Gruppe von frei machen.
Im Stillen mobben nennt man auch "Lästern". Kenne niemanden der da nicht gerne mitmacht.
Ist halt doof wenns auf die Schiene kommt, das es offensichtlich um Ausgrenzung oder Gewalt geht. Jedoch gehts ja so nie los.
Menschen testen sich immer erstmal aus.
Die Körperhaltung (Körpersprache), also der Ausdruck meiner körperlichen und seelischen Verfassung drückt jeder ununterbrochen aus.
Damit geht es erstmal los - Opfer erkennt man schon aus großer Entfernung.
Es wird immer so viel wert auf gepflegte art und weise der Verbalakrobatik gelegt, aber niemand schert sich um seine Körpersprache, dabei sollte jedem klar sein, das ca. 90% der Sprache nonverbal ist.
Was ich sagen will ist nur, dass man sich erst mal zu Opfer macht ohne es selber so ganz zu verstehen ...
In meiner Schulzeit/Klasse gab es auch einen Jungen der gemobbt wurde.
Es wurde alles nur noch schlimmer als er in einen Kung-Fu-Verein beitrat.
Das konnte er nicht für sich behalten - trug im Sportunterricht ein T-Shirt mit dem Lable der Kung-Fu-Schule ...
Na ja, den Rest kann man sich denken - er wurde direkt im Sportunterricht aufgezogen und konnte sich natürlich noch nicht gut wehren.
Übung macht halt nur den Meister - kein T-Shirt.
Es war auch einfach nur Provokant und dumm.
Ich weiß auch nicht, wie man aus der Opferrolle heraus kommt, aber nicht so.
Anfangen würde ich aber schon mal damit die gleichen Psychospielchen zu spielen wie meine Peiniger. In diesem Zusammenhang soll mal "Re-Framing" erwähnt werden.
Damit kann man schon mal ganz nette Dinge anstellen.
Ansonsten kann ich nur jedem empfehlen sich nicht jeden Schuh anzuziehen.
Eine Beleidigung ist für den Beleidiger nur von Erfolg gekrönt, wenn man darauf reagiert. Ab und an mal jemanden ins leere Laufen lassen ist ganz lustig und führt erstaunliche Resultate zu tage.
Last not least gab es mal eine Untersuchung (habs nicht mehr als link, aber wer viel zeit hat kann ja mal weird.com durchlesen - hier etwas ähnliches als link zum nachlesen (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,269038,00.html)), bei der es um den Vergleich zwischen psychologischen "Schmerzen" und phyiskalischen Schmerzen ging (1).
Es wurde jedenfalls entdeckt, dass die Angst vor sozialer Ausgrenzung aus einer Gruppe für Menschen schlimm ist und im Gehirn die gleichen Areale heftigst reagieren, die sich auch aktivieren wenn wirk physikalische Schmerzen erleiden.
Die Natur hat uns eben so gemacht: Unser Überleben ist nur gesichert, wenn wir teil einer Gruppe sind. Damit uns das leichter fällt uns besser an die Gruppe anzupassen erleiden wir "Schmerz" wenn wir ausgegrenzt werden.
Ähnlich wie unser Schamgefühl ...
(1) Amber hat mich darauf hingewiesen - auch wenn ich denke das verstanden wird was ich geschrieben habe sollte es hier nicht fehlen:
es heißt psychischischer, nicht psychologischer Schmerz und physischer, nicht physikalischer Schmerz. Nur falls Du Deinen Eintrag noch ändern willst.
Wobei ich denke, dass Kampfsportarten grundsätzlich gut sind. (Mach selber Karate, bin aber erst bei Orange) Ein Freund von mir hat erzählt, dass er mit einer in die Klasse ging, die seit der Grundschule Karate macht und sich deshalb schon ganz anders und selbstsicherer bewegt als die andern Mädchen (hatte in der Unterstufe schon grün). Wodurch sie natürlich als Mobbingopfer eher wegfällt.
Grundsätzlich würd ichs aber nicht groß rumposaunen, da man sich am Anfang wirklich noch nicht wehren kann und einen die anderen eher auslachen.
Mad Bull
30.05.2009, 22:05
Kampfsport ist eine feine Sache.
Wer richtig kämpfen lernen will, muss Vollkontakt machen.
Alles andere ist Ballett.
Muskeln und große Statur sind von großen Vorteil.
Spargeltarzans und Mädels müssen leider länger und intensiver trainieren.
@Mad Bull entschuldige, aber ich glaube du schießt da mit der Aussage etwas übers Ziel hinaus. Wer sich einfach nur in der Schule zur Wehr setzen will, für den tuts eigentlich jede Kampfsportart und dafür muss man auch kein Muskelpaket werden. Mit ein paar grundlegenden Techniken - wenn sie denn sitzen - lassen sich die typischen Mobber eigentlich immer schon gut ruhig stellen. Zumal man im Kampfsport auch das nötige Selbstbewusstsein lernt, so dass man genug sichere Ausstrahlung auch ohne eine bestimmte Statur hat. Die richtige Körperhaltung reicht da völlig aus.
Und ich möchte jetzt keine Diskussion lostreten, welcher Kampfsport der beste ist, aber deine Aussage "Alles andere ist Ballett." ist doch etwas sehr pauschal und unbedacht, findest du nicht? ;)
Zum Thema Mobbing:
Ich kann mich ehrlich gesagt nicht mehr gut erinnern. Mein Kopf sagt mir: "Ja, du hast große Probleme damit gehabt in der Schule". Und einige Nachwirkungen merke ich noch. Es ist nie großartig körperlich gewesen - denn so blöd es klingt und obwohl ich ein Mädchen bin, kräftemäßig war ich den meisten deutlich überlegen - sondern es war einfach immer so, dass man mir klarmachte, dass ich nicht dazugehörte, ganz besonders von der fünften bis zur zehnten Klasse.
Aber mittlerweile ist es nur noch so, dass ich lieber einmal mehr nachfrage "wollt ihr mich denn auch dabei haben?" wenn mich jemand einlädt, und eben manchmal etwas unsicher bin, ob ich mich richtig verhalte - ansonsten habe ich wohl keine größeren Schäden davongetragen. So mit 15, als ich das erste Mal nach langer Zeit richtige Freunde - außerhalb der Schule - hatte, da war das unheimlich toll und ich muss auch richtig aufgeblüht sein. Irgendwie hab ich mittlerweile all das hinter mir gelassen, vom Gefühl her kann ich mich wirklich kaum mehr dran erinnern, es ist nur noch so ein kleiner Schatten einer Erinnerung da. Hab ich entweder Glück gehabt, oder ich komm wohl doch besser mit mir klar, als ich mal gedacht habe *ja*
Mad Bull
30.05.2009, 23:53
Wer sich einfach nur in der Schule zur Wehr setzen will, für den tuts eigentlich jede Kampfsportart und dafür muss man auch kein Muskelpaket werden.
Man braucht überhaupt keinen Kampfsport um sich auf der Schule durchzusetzen. Ausnahmen sind Schulen, wie die Rütlischule.
Wichtiger ist das soziale Training. Vor allem die Bildung von Menschenkenntnis.
Mit ein paar grundlegenden Techniken - wenn sie denn sitzen - lassen sich die typischen Mobber eigentlich immer schon gut ruhig stellen.
Mein Reden Storm. Eine gut plazierte Ohrfeige zur rechten Zeit kann für Ruhe sorgen.Auf Schulen, wie die Rütli, beeindruckt das keinen mehr.
Und für Kampfsportler gilt: Auf der Straße gewonnen, vor Gericht verloren.
Zumal man im Kampfsport auch das nötige Selbstbewusstsein lernt
Richtig.
Der Vorteil im Kampfsport ist die stärkere Angstkonfrontation.
Beim Sparring oder Bruchtest geht am Anfang jedem die Flöte.
Aber Selbstbewusstsein kann man auch in anderen Dingen trainieren.
Und ich möchte jetzt keine Diskussion lostreten, welcher Kampfsport der beste ist, aber deine Aussage "Alles andere ist Ballett." ist doch etwas sehr pauschal und unbedacht, findest du nicht? ;)
Nöö, ohne Vollkontakt, keine Kampfpraxis. Beim Freefight kann man sehen welche Techniken was taugen.
Ich kann mich ehrlich gesagt nicht mehr gut erinnern.
Brauchst du auch nicht. Mobber sind Dummschwaller.
Sowas muss man sich nicht merken.
Man braucht überhaupt keinen Kampfsport um sich auf der Schule durchzusetzen. ... Eine gut plazierte Ohrfeige zur rechten Zeit kann für Ruhe sorgen.
"Mobbing, Theorie und Praxis". Du bist dir vielleicht der Tatsache bewusst, dass Mobbing oft von "körperlich stärker" in Richtung "körperlich schwächer" ausgeht. Und eine gut plazierte Ohrfeige hat dann Repressalien zur Folge, die die eine Ohrfeige nicht aufwiegen. Dann, wenn es kein Lehrer oder sonstwer sieht; dann, wenn es vor der Klasse demütigt. Oder auch alleine.
Natürlich sollte Kampfsport nicht nötig sein; es kann ja nicht eine Gesellschaft unser Ziel sein, in der unter Braungurt kein Leben möglich ist. Aber die Vorteile einer Karatelaufbahn von frühen Zeiten an sind auch nicht zu übersehen.
Und für Kampfsportler gilt: Auf der Straße gewonnen, vor Gericht verloren.
Du meinst wohl eher "wer dem anderen den Kiefer zerhaut, ist dann vor Gericht der dumme". Ja, sollte so sein. Ist leider auch nicht immer der Fall.
Aber selbst wenn es so wäre - gute Fähigkeiten in Karate, Jiu Jitsu, Kung Fu etc führen nicht automatisch dazu, dass du einen Angreifer krankenhausreif schlägst. Und es wird eher dazu führen, dass du nicht soweit gehen musst und vielleicht gar nicht in die Situation kommst.
Mad Bull
31.05.2009, 17:56
"Mobbing, Theorie und Praxis". Du bist dir vielleicht der Tatsache bewusst, dass Mobbing oft von "körperlich stärker" in Richtung "körperlich schwächer" ausgeht. Und eine gut plazierte Ohrfeige hat dann Repressalien zur Folge, die die eine Ohrfeige nicht aufwiegen.
Bevor eine Ohrfeige kommt, hat der Ärger in der Regel schon lange angefangen. Sie selbst ist nur eine von vielen Möglichkeiten, diesem Übel wirksam bei zukommen. Es wird demonstriert, dass man eben nicht alles mit sich machen lässt. Das ist der Hauptfehler schlechthin. Die Betroffenen lassen sich alles gefallen, mit der Hoffnung, dass es irgendwann aufhören wird.
Leider wird es durch die Untätigkeit nur noch schlimmer.
Oh, daran erinner ich mich noch ziemlich gut: Ich wurde für eine solche Ohrfeige einfach ausgelacht. Das wirkte in dem Moment sicher auch ziemlich verzweifelt und ich denke, dass es das häufig tun kann, gerade wenn man von einer Meute stänkernder Leute umgeben ist und dann auf die Weise nur einen angehen kann.
Oh Mobbing... ja, das kenne ich nur zu gut.
Kinder können schrecklich sein.
Ich selbst hatte viele Probleme in der Schule.
Ich hatte ein ziemlich großes sprachliches Problem, wegen Stottern.
Der Grund daür war, dass ich -bis ich 4,5 Jahre alt war- fast taub bzw stark schwerhörig war. Bis dahin hatte ich keine Möglichkeit durch hören meine Sprache zu entwickeln. Und da ich alles was ich versucht habe zu sprechen selbst sehr leise wahrgenommen habe, habe ich deshalb zusätzlich noch sehr leise gesprochen. Schließlich entwickelte sich dieser Defizit in Form von Stottern. Trotzdem wurde ich mit 6 Jahren eingeschult.
Da ich ein sehr stilles und zurückhaltendes Kind war, wurde ich automatisch zur Zielscheibe, vor allem für meine Lehrerin (aus welchem Grund auch immer).
Meine Lehrerin hat zu der Zeit "Fehlerlesen" eingführt und mich vorzugsweise drangenommen. Tja, und wegen des Stotterns kam ich nicht einmal über das erste Wort hinweg. Jahrelang wurde ich deswegen nur gemobbt.
Vor allem wenn man dann Angst hat zu stottern, führt das automatisch dazu.
So ging es dann weiter bis zur 9. Klasse.
Irgendwann hatte ich dann auch aufgegeben meine mündlichen Noten verbessern zu wollen.
Allerdings hatte ich schriftlich immer eine 1-2 und mündlich 5-6, sodass die endgültige Note sich auf eine 4 belief.
Auch heute ist es noch so dass ich lieber schreibe als spreche, weil die Erfahrungen zur Gewohnheit werden.
Obwohl sich bis heute das Stottern fast vollkommen gelegt hat, außer wenn ich nervös bin. Aber aufgrund meiner Erfahrung in der Schule habe ich eine ziemlich große Abneigung gegen das Klassensystem entwickelt.
Was nicht von Vorteil sein kann.
Da gab es noch etwas: im Alter von 12 fing es an dass man mich beschuldigte Drogen zu nehmen, wegen meiner Augen.
Worüber ich mich heute schlapplache.
Was aber nur daran lag, dass ich hellblau bis manchmal fast weiße Augen habe und unausgeschlafen sind die Pupillen immer größer.
RickyLee
13.06.2009, 13:18
Mh...
Als Kleinkind hab ich gelispelt, aber das war soweit kein Problem, weils aufgehört hat, als ich in die Schule kam. Das einzige Defizit war bei mir, dass ich kein schwäbisch konnte. Man sollte es nicht glauben, aber das ist auch ein Grund, jemanden zu schickanieren, wenn er keinen Dialekt kann...
Das mit der Ohrfeige mag ein Mittel sein - wenn man ohnehin eine starke Aura hat und so wirkt, als wäre man stark. Wenn man schwach und verunsichert wirkt - wie bei den meisten Mobbingopfern, wird den Mobbern klar, dass es nur das schnappen eines in die Ecke gedrängten Hundes ist. Oder die netten beliebten Mädchen, die einen sonst nicht beachten, wenn man selbst schickaniert wird, reden mit einem ein ernstes wörtchen "weil, sowas kann man nicht machen, das geht ja gar nicht, ne? Glieder dich doch mal in die Klassengemeinschaft ein!" Weil die netten beliebten Mädchen sind ja sooo nett und gehen sofort gegen Unrecht vor und wollen nur allen helfen.
Pf.
Mh...
Als Kleinkind hab ich gelispelt, aber das war soweit kein Problem, weils aufgehört hat, als ich in die Schule kam. Das einzige Defizit war bei mir, dass ich kein schwäbisch konnte. Man sollte es nicht glauben, aber das ist auch ein Grund, jemanden zu schickanieren, wenn er keinen Dialekt kann...
Das habe ich auch schon mal gehört, gerade in Bezug auf schwäbisch. Die Praxishelferin eines Arztes von mir, die sicher schon um die 50 ist, sagte dass sie ihre Schulzeit zeitweise in Schwaben verbringen musste. Als geborene Norddeutsche konnte sie diesen merkwürdigen Dialekt natürlich nicht und wurde nach Strich und Faden gemobbt, wie sie sich erinnerte. Die einzige Türkin der Klasse hingegen konnte hervorragend schwäbeln und mobbte in erster Linie mit. Das muss schon ca 35 Jahre her sein, aber die Erinnerung ist noch sehr lebendig in ihr.
"Mir könne alles, ausser hochdeutsch".
Ähnliche Geschichten gibt es über Bayrisch, Hessisch, Pfälzisch, Platt usw. Also tut bitte nicht so, als ob gerade wir Schwaben Mobber seien, nur weil jemand nicht schwäbisch kann ... Ansonsten müsste ich annehmen, dass hier Schwaben gemobbt werden ... *ja*
@HMP ich weiß nicht, was du für Vorstellungen von Norddeutschland hast, aber Platt wird hier oben wirklich nicht mehr aktiv verfolgt und ist eher eine Randerscheinung in tiefen Provinzen ;)
Tatsächlich ist es bei uns eher so, dass Leute mit Dialekt gern mal auf die Schippe genommen werden, sogar noch in der Uni, wo es ja normal ist, dass man aus verschiedenen Gegenden kommt. Ein Kommilitone von mir wird teilweise wirklich wegen seiner deutlich thüringischen Aussprache angegangen und für zurückgeblieben gehalten :rolleyes:
@ Storm: Das war eine Auflistung von Dialekten und nicht speziell auf Platt gemünzt ...
Lord Dralnu
13.06.2009, 22:23
Oh, daran erinner ich mich noch ziemlich gut: Ich wurde für eine solche Ohrfeige einfach ausgelacht. Das wirkte in dem Moment sicher auch ziemlich verzweifelt und ich denke, dass es das häufig tun kann, gerade wenn man von einer Meute stänkernder Leute umgeben ist und dann auf die Weise nur einen angehen kann.
Ach, das waren ja noch Zeiten... Bei mir war es meist der unbeholfene Tritt, dem so ziemlich jeder ausweichen konnte. Bzw. war auch so ziemlich jeder schneller als ich, die entsprechenden Personen konnten also ganz bequem wegtraben und mich dabei beleidigen. Erinnert mich an das sogenannte "kiten" einer Spielart des Fernkämpfers in einigen RPGs. Aber ich schweife ab...
Zitat:
Mh...
Als Kleinkind hab ich gelispelt, aber das war soweit kein Problem, weils aufgehört hat, als ich in die Schule kam. Das einzige Defizit war bei mir, dass ich kein schwäbisch konnte. Man sollte es nicht glauben, aber das ist auch ein Grund, jemanden zu schickanieren, wenn er keinen Dialekt kann...
Das habe ich auch schon mal gehört, gerade in Bezug auf schwäbisch. Die Praxishelferin eines Arztes von mir, die sicher schon um die 50 ist, sagte dass sie ihre Schulzeit zeitweise in Schwaben verbringen musste. Als geborene Norddeutsche konnte sie diesen merkwürdigen Dialekt natürlich nicht und wurde nach Strich und Faden gemobbt, wie sie sich erinnerte. Die einzige Türkin der Klasse hingegen konnte hervorragend schwäbeln und mobbte in erster Linie mit. Das muss schon ca 35 Jahre her sein, aber die Erinnerung ist noch sehr lebendig in ihr.
"Mir könne alles, ausser hochdeutsch".
LOOOL. Dass jemand gemobbt wird, weil er KEINEN Akzent hat, ist ja mal echt krass:eek:. Aber Leute, die keinen Akzent haben, haben für manche Akzentler wohl einfach den am weitesten verbreiteten^^.
Mh...
Als Kleinkind hab ich gelispelt, aber das war soweit kein Problem, weils aufgehört hat, als ich in die Schule kam. Das einzige Defizit war bei mir, dass ich kein schwäbisch konnte. Man sollte es nicht glauben, aber das ist auch ein Grund, jemanden zu schickanieren, wenn er keinen Dialekt kann...
Das mit der Ohrfeige mag ein Mittel sein - wenn man ohnehin eine starke Aura hat und so wirkt, als wäre man stark. Wenn man schwach und verunsichert wirkt - wie bei den meisten Mobbingopfern, wird den Mobbern klar, dass es nur das schnappen eines in die Ecke gedrängten Hundes ist. Oder die netten beliebten Mädchen, die einen sonst nicht beachten, wenn man selbst schickaniert wird, reden mit einem ein ernstes wörtchen "weil, sowas kann man nicht machen, das geht ja gar nicht, ne? Glieder dich doch mal in die Klassengemeinschaft ein!" Weil die netten beliebten Mädchen sind ja sooo nett und gehen sofort gegen Unrecht vor und wollen nur allen helfen.
Pf.
Ich lisbele jetzt noch ein bisschen, aber das ist nicht direkt ein Sprachfehler, sondern wird durch zu hohen Speichelfluss("die lebende SUPERSOAKER") und hohes Sprechtempo ausgelöst. Allerdings wurde ich dafür nie gemobbt, denn mit den entsprechenden Personen habe ich nie wirklich viel geredet^^.;)
Nachdem was du da erzählst, scheinen Grundschulleher einiges mit netten beliebten Mädchen gemeinsam zu haben:rolleyes:...
Zum Thema Mobbing:
Ich kann mich ehrlich gesagt nicht mehr gut erinnern. Mein Kopf sagt mir: "Ja, du hast große Probleme damit gehabt in der Schule". Und einige Nachwirkungen merke ich noch. Es ist nie großartig körperlich gewesen - denn so blöd es klingt und obwohl ich ein Mädchen bin, kräftemäßig war ich den meisten deutlich überlegen - sondern es war einfach immer so, dass man mir klarmachte, dass ich nicht dazugehörte, ganz besonders von der fünften bis zur zehnten Klasse.
Ganz ähnlich auch bei mir. In dem Zustand, in den ich ab einer gewissen Menge an Provokation kam(völlig außer Kontrolle; hysterisch; unberechenbar; zu keinem klaren denken fähig; mit dem unbändigen Willen erfüllt, irgendwas zu ZERSCHMETTERN[und das mit 9, 10 Jahren(bis 13)... wenn ich das so revidiere, hört es sich wie ein Horrorszenario an, aber ich weiß, dass es stimmt*nein*]), hätte es wahrscheinlich tote gegeben(ok, etwas übertrieben ;)), wenn ich irgendjemanden in die Finger bekommen hätte, und auch sonst brachte ich im Prinzip ein höheres "Kampfgewicht" mit, aber es hat sich halt nie einer erwischen lassen. Eine Szene ist mir da im Gedächtnis hängengeblieben: Ich werde ununterbrochen von irgendsonem erbärmlichen Würstchen aufgezogen und gehänselt, er hat einen roller, fährt also immer weg, wenn ich nur einen Schritt mache. ich verfolge ihn trotzdem, vergeblich. Dann fährt er über einen Stein, der >Roller fällt um, er auf den Boden. Er rappelt sich auf, ich bin da. Er verspricht, nichts mehr zu machen, wenn ich ihm nix tu. Ich tu also nix, er steigt auf den Roller, fährt 3 Meter weg und beginnt sofort wieder vom neuen.....
Dass ich nicht dazugehörte, wurde mir durch kontinuierliche Beleidigungen, Denunzierungen, Hänseleien, "Streiche" und teilweise auch physische Gewalt deutlich genug gemacht(es gab regelrechte Schichtwechsel). Richtig gesagt wurde mir das auch erst in Klasse 5-7, also am Anfang auf dem gymnasium. Bei allem als letzter gewählt, Gruppen immer mit der Schüleranzahl gebildet, dass ich übrigblieb, etc. Wie man das hat so kennt. Trotzdem habe ich törichterweise irgendwie Kontakt gesucht. Nach einiger Zeit wurde mir allerdings klar, dass allein schon die Niveaulosigkeit der Personen an sich eine ordentliche soziale Interaktion verhinderte, und als mir das klar wurde, wollte ich auch gar nichts mehr mit den entsprechenden Leuten zu tun haben. Inzwischen schaffe ich es, dass die Klasse Gruppen mit ungünstiger Schülerzahl bildet(auch gegen den Willen des Lehrers), weil ich alleine arbeiten will, und mache deutlich, dass ich die "Klassengemeinschaft" überhauptnicht brauche. Was das angeht, macht bei Lehrern etc. verpfeifen auch richtig Spaß:D. Natürlich nicht für jede Kleinigkeit, dass lohnt den "Papierkram" ja gar nicht, aber größere Tischschmierereien, kopieren der hausaufgabe aus Wikipedia.... wenn sich die entsprechenden Schüler dann vor der ganzen Klasse permanent über den Tischputzdienst beschweren...einfach köstlich*clap*^^.
Nun ja, irgendwann wurde eingesehen, dass das Kraftmaximum verbaler Gewalt nicht mehr ausreicht, um meinen Panzer zu durchbrechen, und bei physicher Gewalt passen die Lehrer dann doch etwas besser auf.
Und noch später scheint die allgemeine geistige Reife so sehr angestiegen zu sein, dass ich inzwischen akzeptiert werde. Nicht dass ich es inzwischen noch "nötig" hätte akzeptiert zu werden, aber es erleichtert einem dann doch einige Dinge.
Aber ich werde natürlich immer unerklärlich, seltsam, verrückt*vogel* bleiben und das will ich auch. Denn sonst wäre ich ja für mich selbst zu langweilig, und da nehme ich das Mobbing in der Vergangenheit gerne in kauf.
(heute relaxxt(in ihren augen) das ganze (Mobber-)Pack von der Grundschule auf der Hauptschule(bzw. siecht dort dahin(in meinen Augen)), wird es später aufgrund zu stark verwurzelter Asozialität und beschissener Erziehung nie zu was bringen. Und ich habe für dieses Schicksal(welches das vieler Mobber sein dürfte) nur zwei Worte übrig: Ha! Hahahahahahahah!!!*muahaha*)
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Wenn ihr was zu dem Post schreiben wollt, dann bitte die Signatur beachten!!! Trifft in der nacht/am Abend besonders zu!
RickyLee
13.06.2009, 23:07
"Mir könne alles, ausser hochdeutsch".
...oh ja, ich hasse diesen Satz. Zum Glück lassen mich die Leute inzwischen in Ruhe damit.
Hm, bin ich da schon noch im richtigen Thread?
Du lieber Himmel, eine Hänselei wegen des Dialekts ist doch kein Mobbing.
Es ist schon interessant, wie rasch man momentan mit diesem Begriff zur Hand ist, wenn auch nur kleiner Widerspruch kommt, wenn geneckt oder kritisiert ist. Meinem Sprachempfinden nach ist Mobbing etwas Schwerwiegenderes. Etwas, was die Seele nachhaltig verletzt. Nicht etwas, worüber ich mich halt mal ärgere.
Da müsste ich mich permanent gemobbt und diskriminiert fühlen. Ich habe zwar eine Sprechausbildung in perfektem Hochdeutsch genossen, benütze privat aber gerne eine Umgangssprache mit leichtem ortsüblichem Akzent. Na und? Wer meinen Akzent lustig findet, der soll doch... Ich finde ihn charmant. Genau wie andere Dialekte. Ich hör da gern zu und versuche sie nachzuahmen. Völlig ohne Mobbingabsicht... ;)
Hm, bin ich da schon noch im richtigen Thread?
Und ob. Wir meinen etwas ganz verschiedenes. Natürlich ist es kein Mobbing, wenn ich dir sage, dass dein gedehntes Wienerisch vom Sprechen im Schlaf kaum zu unterscheiden ist. Oder wenn du mir mitteilst, dass mein Hochdeutsch das interessanteste ist seit der Erfindung des kleinen Zeigers an der Uhr.
Es geht aber um etwas anderes: Da, wo viele Kinder in der Lage sind, sich im Dialekt auszudrücken, und ein anderer kann das nicht, ist bereits ein Unterscheidungsmerkmal gefunden. Mehr braucht es in den meisten Fällen ja nicht. Wenn es dazu um "den Neuen in der Klasse" geht, der sich überhaupt erst mal reinfinden und vielleicht durchsetzen muss, hat er schon eine Form von Zielscheibe angepappt bekommen. Dann fehlt nur noch einer oder eine Gruppe, denen nur jemand fürs mobben gefehlt hat, und es kann losgehen.
Dann geht es nicht mehr um gegenseitige Neckereien über die Sprache, sondern um Ausgrenzung und Markierung. Es ist auch absolut keine Seltenheit, dass das über diese Schiene dazu kommt. Und wir sind voll im Thema.
RickyLee
14.06.2009, 22:45
Hm, bin ich da schon noch im richtigen Thread?
Du lieber Himmel, eine Hänselei wegen des Dialekts ist doch kein Mobbing.
Joa, also ich würde sagen, es gehört in den Großraumthread "Schikanen".
Da sind wir halt etwas vom Thema abgerutscht.
Ferner möcht ich aber hinzufügen, dass schickanieren und hänseln auch zum Oberthema Mobbing gehört. Es ist sozusagen Werkzeug des Mobbers.
Man kann auch wegen ganz kleiner Sachen gemobbt werden: Wegen Dialekt, wegen der Brille, wegen des Namens...
Und der Unterschied ist ja zwischen dir, Hathor und Mobbern, dass die damit nicht locker umgehen, sondern das machen, um einen zu verunsichern. Sowas kann auch ins extreme getrieben werden.
Wie ist das z.B. wenn dich ein oder mehrere Jungs andauernd nachäffen, jedes Mal lachen, wenn du was sagst oder sagen, dass sie dich nicht verstehen, obwohl du genau weißt, dass sie es tun. Sowas kann man beliebig ausbauen... (Bei mir wars zum Glück nur n bissel gehänsel. Nur einmal hat mich der große Bruder einer Freundin gefragt, ob ich nicht "normal reden kann". Aber das war eher erheiternd XD)
Ich denke auch, das kann man mit jeder kleinen Sache machen (bei mir wars der Nachname und der ist echt nicht schlimm = Gerstenkorn
Daraus wurde:
Gerschte
King Gerschte (ich bin ja kein Mädchen, haha)
Und: Gerschte, wir lieben dich, dich und dein Arschgesicht (gelegentlich gesungen, wenn ich an der Bushhaltestelle vorbei kam).
Man mags kaum glauben, aber ich hab meinen Nachnamen nach ner Weile gehasst.
Natürlich wird niemand gemobbt, der das nötige Selbstvertrauen hat sich zu verteidigen. Aber das sind ja gerade die Ziele: die nicht Selbstbewussten, die Zurückhaltenden u.ä., denn gerade durch diese bekannte "Opferhaltung" macht man sich verletzbar, und das wird nunmal gerne ausgenutzt.
Irgendwann im Leben lernt man natürlich dazu.
Entweder geht man unter oder man reißt sich zusammen.
Inzwischen stehe ich darüber und habe eine Menge Selbstbewusstsein gesammelt, weil gerade diese Stärke der Effekt ist wenn man bereit ist aus Fehlern und negativen Erlebnissen zu lernen.
Ich selbst denke heutzutage ganz bewusst daran, dass alles was mir wiederfährt auch einen Ursprung in meinem Verhalten hat, sodass ich aufhöre die Fehler bei anderen zu suchen. Das ist nämlich oft der Grund, weshalb diese Spirale immer weiter seine Kreise zieht, anstatt dass man nach der Quelle sucht, nach möglichen Erklärungen. Denn es ändert sich nichts, wenn man ständig versucht Ausreden für dergleichen zu suchen.
In dem Punkt sollte man ehrlich sich selbst gegenüber sein.
Denn sicher ist "Zu allem gehören immer 2". Das gilt in punkto Konversation als auch in der Auswirkung eines Verhaltens.
Trotzdem dauert es seine Zeit bis man sich im Klaren wird, dass man das eigene Selbstbewusstsein aus sich selbst heraus aufbauen muss, anstatt von der Hilfe anderer abhängig zu sein.
Natürlich wird niemand gemobbt, der das nötige Selbstvertrauen hat sich zu verteidigen. Aber das sind ja gerade die Ziele: die nicht Selbstbewussten, die Zurückhaltenden u.ä., denn gerade durch diese bekannte "Opferhaltung" macht man sich verletzbar, und das wird nunmal gerne ausgenutzt.Irgendwann im Leben lernt man natürlich dazu.
Entweder geht man unter oder man reißt sich zusammen.
Hier muss ich doch mal etwas zu schreiben, ich denke das man das nicht so einfach pauschal sagen darf. Es kommt hier sehr stark auf die Ziele an die der Mobber erreichen will. Versucht dich z. B. ein Vorgesetzter in der Firma zu mobben hat er ganz andere Mittel und Wege das auch zu schaffen. Wenn du da nicht den sozialen Rückhalt der Familie und ein wenig Geld auf der Kannte hast das dir Rückhalt gibt, wird auch das gesündeste Selbsvertrauen irgendwann bröckeln. Ich habe selbst zwei Jahre an solch einem Fall genagt, hätte ich nicht einen Schwung Kollegen die Familie und wirklich aufopferungsvolle und mit jeder Faser ihres Jobs begleitende Anwälte gehabt, wäre ich daran vielleicht auch zugrunde gegangen.
Die Macht die jemandem feste und eingespielte Strukturen ermöglichen, werden sehr oft genutzt um unliebsame Mitarbeiter elegant aus den Unternehmen zu mobben. Dagegen hilft leider das Selbstbewustsein wenig, klar, der der es sich leisten kann Kündigt, der mutigere geht vl. sogar richtig gegen seinen Widersacher vor, und dann gibt es auch noch den ein oder anderen der mal Hand anlegt, wer könnte es ihm verdenken. Das schlimme ist leider nur, das man dann mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit seinen Job los ist. So oder so.
Aber und da muss ich dir recht geben, in jedem der Fälle geht man als persönlicher Sieger für sein Ego hervor. Nur in unserer Zeit kann man sich dafür leider kein Brot kaufen oder die Miete bezahlen und genau das wissen die Mobber auch. leider *seufz*
Nur um es vorweg zu schreiben, ich möchte hier nicht zum kuschen vor Mobbern animieren, ganz im Gegenteil, ich würde jedem anraten nur alle rechtlich erdenklichen Mittel auszuschöpfen die einem bleiben. Mobbern gehört das Handwerk gelegt, leider und das zeigen viele Jahre in denen ich als Personalratsmitglied tätig war, sieht die Realität oft ganz anders aus.
liebe Grüße
Allanon
Natürlich lässt sich das nicht verallgemeinern, so wie sich nichts verallgemeinern lässt. Es gibt so viele Arten von Mobbing und so unterschiedlich sind auch die Auswirkungen. Manchmal sind die Mittel wirklich begrenzt, aber Mittel gibt es dennoch. Wie und warum jemand so handelt wie er handelt, ist natürlich individuell wie deren Möglichkeiten die es in Betracht zu ziehen gibt.
Wiederum gibt es unterschiedliche Motive, und was Mobbing letztendlich wirklich darstellt liegt meist im Auge des Betrachters.
Denn Mobbing kann sowohl psychisch als auch physische Folgen haben.
Meistens resultiert aus psychischen Folgen auch mither die physischen.
Ich habe gerade einen Interessanten Leserbrief gefunden der zum denken anregt, veröffentlicht in der Spielezeitschrift Maniac.
Ich habe gerade einen Interessanten Leserbrief gefunden der zum denken anregt, veröffentlicht in der Spielezeitschrift Maniac.
Hier der Link zum Artikel.
WoW, der Leserbrief war wirklich sehr interessant und vor allem auch bewegend. Man kann es aus der Sicht einer solchen Person absolut sich vorstellen, dass für so jemanden, irgendwann ein Zeitpunkt kommen kann, wo man austickt und sich nicht mehr anders helfen kann. Ich weiß jetzt nicht, ob es immer auf einen Amoklauf rauslaufen muss, aber in den meisten Fällen wird man wohl doch sein Lebenlang geprägt sein.
Naja, wie heisst es so schön. Kinder, Jugendliche können am grausamsten sein... Ich glaub das stimmt auch. :)
Yussuf der Esel
28.10.2009, 14:28
Naja, aber wenn man wirklich jeden, über den sich mal lustig gemacht wird, als Mobbinopfer bezeichnete, hätten wir bald ne depressice Klasse.
Der eine ist klein, der andere ein Bonzenkind, der nächste läuft lustig, der nächste stinkt und ich hab ne "gewöhnungsbedürftige" Frisur...
Bei uns hat jeder irgentwas, weshalb er schonmal irgendwie ausgelacht oder weshalb schon Witze gemacht wurden, aber ich denke mal keiner fühlt sich damit als gemobbt (auch ich nicht). Jeder Mensch hat halt einige lustige Eigenarten, das Wort "mobbing" ist einfach so ein Begriff der immer wichtiger genommen wird, als er ist. So ähnlich wie z.B. Burn-out oder Killerspiel.
Wird vollkommen überbewertet dieses Zeug.
RickyLee
01.11.2009, 15:00
Also es ist möglich, dass manche den Begriff Mobbing Vorschnell zur Hand nehmen, aber glaube mir: Das ist keine Sache, die auf die leichte Schulter genommen werden sollte.
Es GIBT Fälle, da es eine Schulklasse schafft, jemanden zum Selbstmord oder Amoklauf zu treiben. Und hey, dass eine Gruppe Minderheiten ausgrenzt, beschimpft und sogar tätlich angreift aufgrund schwachsinniger Gründe, wissen wir nicht erst seit dem Nationalsozialismus.
Ich mein, ich könnte ja irgendwas aus meiner Leidensgeschichte erzählen. Aber ich bin es leid, es immer wieder auszuwälzen und in diesem Thread wurde eigentlich auch schon alles gesagt...
Jeder Mensch hat halt einige lustige Eigenarten, das Wort "mobbing" ist einfach so ein Begriff der immer wichtiger genommen wird, als er ist. So ähnlich wie z.B. Burn-out oder Killerspiel.
Wird vollkommen überbewertet dieses Zeug.
Kleine Sticheleien und Mobbing sind aber, wie Ricky schon sagte, zwei völlig verschiedene Dinge! Ich denke daher auch, dass Mobbing gar nicht ernst genug genommen werden kann.
Es GIBT Fälle, da es eine Schulklasse schafft, jemanden zum Selbstmord oder Amoklauf zu treiben. Und hey, dass eine Gruppe Minderheiten ausgrenzt, beschimpft und sogar tätlich angreift aufgrund schwachsinniger Gründe, wissen wir nicht erst seit dem Nationalsozialismus.
Ja, Mobbing ist keine "Erfindung" der Neuzeit, sondern diese Sache gibt es eigl. schon genauso lange wie es Menschen gibt - nur der Begriff hat sich halt im Laufe der Zeit geändert.
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Knochenbrüche oder ähnliche Verletzungen können z.B. in absehbarer Zeit heilen. Aber kann man eigl. auch die Seele "reparieren" wenn sie kaputt/verletzt ist?
Mit Psychologen, Therapien oder einfach nur mit Gesprächen mit Vertrauenspersonen (Verwandete, Bekannte, Freunde etc.) viell. schon - mit viel Zeit und bis zu einem gewissen Maß.
Aber es bleiben, genau wie bei physischen Verletzungen "Narben" zurück, die einen ein ganzes Leben lang begleiten ...und von Zeit zu Zeit schmerzen.
Die Hölle gibt es m.E. nicht nur im "Jenseits" - sie kann auch mitten im realen Leben Wirklichkeit werden und das jederzeit.
Viele, die sich hier ihre ganz eigenen Erfahrungen & Erlebnisse über´s Mobbing von der Seele geschrieben haben, haben sie bestimmt schon selbst erlebt - die sog. "Hölle auf Erden".
Ganz so einfach oder "überbewertet" scheint das mit dem Mobbing also nicht zu sein.
Nicht umsonst ist dieser Thread hier einer der größten im Forum und auch die Beiträge gehören mit zu den Umfangreichsten. :)
RickyLee
01.11.2009, 22:04
Nicht umsonst ist dieser Thread hier einer der größten im Forum und auch die Beiträge gehören mit zu den Umfangreichsten. :)
Ohhh ja. Ich hatte ja keine Ahnung, als ich den Thread eröffnet hab...
Das ist... extrem bitter und traurig, dass so eine große Menge von Leid angespült wurde...
Und was die Narben angeht:
Ich stecke in einem Dilemma.
Ich habs wohl schonmal erzählt: Die Kerle, die mich früher fertig gemacht haben (nach einer Pause von ca. 4-5 Jahren) sind inzwischen echt nett geworden. Und das ist gruselig. Mit einem, von dem ich noch ganz genau weiß, was er gemacht hat, kann ich mich sogar super über Bücher unterhalten (er hat nen ziemlich guten Geschmack), weil er ja, kp, auf einmal ein Hirn entwickelt hat.
Und eine Seite von mir sagt jetzt: Jah, du bist den ganzen Hass und die schlimmen Gedanken doch sowieso leid, also vergiss das ganze irgendwann, vergib ihnen doch.
Und die andere Seite sagt (praktisch mein 14-jähriges Ich): Es war so schlimm, so schrecklich und du willst das einfach beiseite legen? Wie kann du ihnen verzeihen? Sie haben dich nichtmal um Verzeihung gebeten!
Und aus dem ganzen kommt die schreckliche Erkenntnis:
Die haben mich nicht fertig gemacht, weil ich böse war oder weil ich es verdient habe, die sind nicht mal selber böse. Sie haben halt einfach getan, weil... ihnen langweilig war oder, keine Ahnung, sie für ihr Alter einfach doof waren. Die Leute von damals gibt es so gesehen nicht mehr, sie wissen vermutlich nicht einmal mehr, was sie mir angetan haben... und ich komm mir so... verarscht vor. Haben die das Recht, auf einmal so unschuldig zu sein?!
Und das ist einfach... fast noch schwerer zu ertragen, als wenn sie all das aus einem richtigen Grund gemacht hätten!
Muss ich ihnen eigentlich verzeihen oder geht mein Seelenheil flöten, wenn ichs nicht tue? o.O
Simon the Sorcerer
01.11.2009, 22:26
Und eine Seite von mir sagt jetzt: Jah, du bist den ganzen Hass und die schlimmen Gedanken doch sowieso leid, also vergiss das ganze irgendwann, vergib ihnen doch.
Und die andere Seite sagt (praktisch mein 14-jähriges Ich): Es war so schlimm, so schrecklich und du willst das einfach beiseite legen? Wie kann du ihnen verzeihen? Sie haben dich nichtmal um Verzeihung gebeten!
*mit einem gezielten Feuerstrahl beide kleine Einflüsterer von Rickey's Schultern wegbrutzel*
Hat dir noch Niemand gesagt nicht auf die Stimmen zu hören ? ;)
Und aus dem ganzen kommt die schreckliche Erkenntnis:
Die haben mich nicht fertig gemacht, weil ich böse war oder weil ich es verdient habe, die sind nicht mal selber böse. Sie haben halt einfach getan, weil... ihnen langweilig war oder, keine Ahnung, sie für ihr Alter einfach doof waren. Die Leute von damals gibt es so gesehen nicht mehr, sie wissen vermutlich nicht einmal mehr, was sie mir angetan haben... und ich komm mir so... verarscht vor. Haben die das Recht, auf einmal so unschuldig zu sein?!
Glaub mir, viele wissen es wirklich nicht mehr, da sie es nicht als solches wahrgenommen haben...
Muss ich ihnen eigentlich verzeihen oder geht mein Seelenheil flöten, wenn ichs nicht tue? o.O
Ach, Seelenfriede wird überbewertet, finds einfach raus !
Vergeben ist eine, wenn nicht sogar "die" am schwierigsten zu erlernende Tugend !
Grüße
@Ricky: Also... ich weiß ja jetzt nicht, wie gut und, eh, belastbar das Verhältnis jetzt ist, aber... vllt bestünde ja die Möglichkeit, sie darauf anzusprechen. Nicht im Sinne von "Weißt du eigentlich, dass ich allen Grund hätte, dich zu hassen?", sondern vllt die Frage nach dem Warum oder nach was auch immer dir am meisten auf der Seele brennt. Wenn das heute vernünftige Menschen sind und sie es tatsächlich einfach vergessen haben - weil es für sie kein schlimmes Erlebnis war - könnte es sogar sein, dass du dann eine Entschuldigung bekämest...
Ich denke mir, dass Mobbing wirklich in vielen Fällen aus dem Blickwinkel der "Täter" nichts als eine Spielerei ist - oder zumindest als eine solche anfängt und deshalb auch weiterhin so eingestuft wird. Auch beschäftigt das Ganze einen glaub ich in dieser Rolle nicht den ganzen Tag und ist auch kein so einschlagendes, prägendes Erlebnis wie für die Opfer... das könnte eine Rolle bei diesem Vergessen spielen. Irgendwie werden sie sich schon noch daran erinnern... aber Erinnerungen ändern sich bekanntlich entsprechend dem, was man heute darüber denkt und mit welchen Gefühlen das verbunden war und blablabla. Ich würde mich wirklich mal erkundigen, wenn es nicht allzu schwer fällt (und wie gesagt durch das Verhältnis ermöglicht ist) ... vllt ist das Ganze in seinem Kopf als eine beidseitig blöde, kindische Spielerei abgespeichert und -getan.
Yussuf der Esel
02.11.2009, 13:34
Meine Schwester hatte sowas in der Art auch mal. In der siebten Klasse oder so. Ich erinnere mich nicht mehr genau daran, ob es richtig schlimm war, ich weiß nur noch, dass sie damals immer ziemlich traurig war, weil sie von irgendwelchen Jungen fertig gemacht wurde.
Was ich allerdings weiß ist, dass wenn man Mobbing über eine längere Zeit seelisch überstanden hat, dass man dann umso stärker daraus hervorgeht.
Ich kann mir dieses ganze Mobbing aber nur schwer vorstellen. Ich kann es mir einfach nicht vorstellen, wie man jemanden so sehr schikanieren kann, dass der Betroffene sich selber umbringt. Irgendwann bekommt doch jeder mal Mitleid und hört auf. X.X
Andererseits wenn ich mir so die ganzen Ergebnisse bei Google durchlese, was manche Leute schon durchgemacht haben, dann gibt es wohl doch Menschen, die einfach schreckliches erlebt haben.
Und ich kann mir kaum vorstellen, dass es bei denen einfach aus Langeweile war... (auch wenn das bei dir ja durchaus sein kann)
Verräter
02.11.2009, 14:52
Mobbing in Form von Regelmäßiger Körperlicher Gewalt ist leider keine Seltenheit, aber denke ich auch die schlimmste aller anzunehmenden Formen.
Der Selbstmord vieler dieser Personen ist auch keine Neuheit, aber leider relativ leicht zu erklären. Wenn man einem Kind Tag für Tag ausdrücklich zeigt/sagt, dass es nichts Wert sei, kommt es häufig dazu, dass diese Einstellung irgendwann (und wenn auch nach Jahren) einfach übernommen wird. Es gibt unglaublich viele Menschen, die aufgrund von Kleinigkeiten (on mass) aus der Schule ein sehr schwaches Selbstbewusstsein besitzen.
Wenn dazu noch andere Probleme miteinfließen, wie z.b. schwacher Familiärer Halt, sehr begrenzt Freundschaften (was oftmals ebenfalls einfach durch Mobbing entsteht - und man stelle sich einmal ein Kind/Teenager vor, der absolut niemanden besitzt an dem er Halt suchen kann, spielen kann, reden kann, usw.), Perspektivlosigkeit, und vieles mehr.
Dass dabei Selbstmord entsteht ist eben leider so.
Wird vollkommen überbewertet dieses Zeug.
Man kann es kaum hoch genug bewerten um den Terror, der in Kinderköpfen existiert, gerecht zu werden.
Meiner Meinung nach.
Ich selbst wurde Gott sei Dank nicht wirklich gemobbt. Natürlich, hin und wieder kleine Scherze auf meine Kosten, aber das erging denke ich jedem mal so. Ich kann nicht behaupten, mir deswegen allzu große Sorgen gemacht zu haben oder weinend nach Hause gekommen zu sein. Natürlich, auch ich habe wegen Streitigketen etc. meine Mutter aufgesucht, aber nie war es eigentlich so schlimm, dass ich wegen Mobbing Selbstmordgedanken hegte.
Ich selbst bekam es damals bei einem Jungen aus meiner Parallelklasse mit. Dieser wurde in allen erdenklichen Ecken von jedem gemobbt. Ständig wurde über ihn hergezogen, er besaß auch gar kein Selbstbewusstsein, hatte keine Freunde, nichts einfach..
Irgendwann erfuhr ich dann durch eine Freundin, die gerade über ihn herzog, von seiner Situation und fragte eine andere, wie sie die Idee fände, wenn ich ihn etwas in die Schule integrieren würde, denn mich kennt fast die ganze Schule, da ich sehr engagiert dort tätig bin und auch viele gute Bekanntschaften hege und Pflege. Wie dem auch sei, sie sagte, es wäre einen Versuch wert. So setzte ich mich in MSN mit ihm in Kontakt und fragte ihn, ob er die morgige Pause nicht mal mit mir verbringen wolle.
Am nächsten Tag sind wir zusammen durch die Schule gelaufen, und ich muss echt sagen, ohne jetzt zu übertreiben, dass wirklich jeder uns angeguckt hat und auch dumme Sprüche gefallen sind, von wegen ich wäre ja verliebt in ihn und so einen Quatsch.
Aber mich hat das nicht im Geringsten gejuckt, ich habe seit dem Tag jede Pause mit ihm verbracht und auch versucht, ihn in meinen Freundeskreis einzuintegrieren. Das klappte auch ganz gut, bis er mir dann irgendwann beichtete, dass er in mich verliebt sei. Was noch schlimmer war und bei mir einen echten Schock ausgelöst hatte: Er hatte sich meinen Namen in sein Handgelenk geritzt (da, wo die Pulsadern verlaufen..).
Vielleicht habe ich zu schnell gehandelt und auch im Endeffekt bereue ich, dass ich nicht noch mit ihm drüber geredet habe, aber ich war einfach so schockiert, dass ich zu meiner Vertrauenslehrern gegangen bin und es ihr erzählt habe (sie stand auch in Kontakt zu ihm wegen des Mobbings). Daraufhin emphal sie mir, Abstand von ihm zu nehmen etc. Er hatte mich kurze Zeit später noch eingeladen, bei seinem Konzert zu erscheinen, er hatte extra ein Stück für mich geschrieben. x.x (Er spielt ausgezeichnet Violine, doch ich war an dem Tag leider wirklich krank und konnte nicht kommen. :( )
Seitdem habe ich den Anschluss zu ihm verloren und er auch den zu seinen Schulkamaraden. Zwar ist das Mobbing weniger geworden, aber er wird noch genauso wenig akkzeptiert wie zu Anfang, und ich würde ihm wirklich gerne da raus helfen, aber ich will nicht, dass es wieder so wird, wie davor. Vor allem blockt er auch jeden Kontakt mit mir ab.. dass das passierte ist nun auch schon 2 Jahre her, und trotzdem nagt es an meinem Gewissen, mich nicht mit ihm ausgesprochen zu haben..
Was ich damit sagen will, ist einfach, dass es manchmal einfach nicht leicht ist, Menschen aus so einer Situation rauszuholen und man es eventuell auch schlimmer machen kann, wobei ich hoffe, dass das nie so weit kommen wird, egal bei wem.
Auch finde ich es gut, wenn man denen, die gemobbt werden, zur Seite steht und nicht blind der Idiotenmasse nachmacht, die ständig jemanden haben müssen, auf dem sie ihr Selbstbewusstsein und ihre Selbstsicherheit etc. trainieren und testen können.
Mal sehen, ich denke, ich werde demnächst wieder versuchen, mit ihm etwas näher in Kontakt zu treten, als nur Blickkontakt zu hegen..
RickyLee
03.11.2009, 05:25
Hey, Nazurka!
Was du gemacht hast, finde ich persönlich lobens und bemerkenswert, denn sich gegen die Masse zu stellen um so jemandem zu helfen, erfordert sehr viel Mut.
Und in deinem Falle ist es tatsächlich nachvollziehbar, wenn du den Kontakt abgebrochen hast. Ich meine, Freundschaften kann man trotz allem nicht erzwingen und wenn das Verhältnis so aussieht, dass die Liebe krankhafte Züge annimmt (das mit dem Ritzen und dass man sich sehr auf eine Person fixiert, wenn man sonst keine Freunde hat, ist leider sowas wie ne Konsequenz oder Nebenerscheinung des Mobbings) dann sollte man tatsächlich Abstand nehmen.
Vielleicht kommt es ja aber noch einmal zur Aussprache, wer weiß?
Yussuf der Esel
03.11.2009, 13:35
Ich kenne das Problem, dass ausgegrenzte Leute sehr anhänglich werden, wenn man mal netter zu ihnen ist, als die Anderen.
Es gibt einen Jungen meiner Klasse, der zwar nicht gemobbt aber dennoch irgendwie ausgegrenzt wurde. Weil er mir aber irgendwie trotzdem sympatisch war, habe ich mich immer zu ihm gestellt in den Pausen und so.
Als er dann nach ein paar Monaten ein bisschen besser in der Klasse integriert war, ist er mir trotzdem immer noch auf Schritt und Tritt gefolgt.
Das fande ich ziemlich nervig, denn obwohl ich ihn voll ok finde wollte ich ihn ja nicht ständig um mich rum haben. Ich bin einmal deswegen ein bisschen wütend geworden, ich hoffe er ist deshalb nicht zu gekränkt aber zumindest ist es seitdem besser geworden und mittlerweile hat er auch recht viele Freunde. :)
Hey, Nazurka!
Was du gemacht hast, finde ich persönlich lobens und bemerkenswert, denn sich gegen die Masse zu stellen um so jemandem zu helfen, erfordert sehr viel Mut.
Und in deinem Falle ist es tatsächlich nachvollziehbar, wenn du den Kontakt abgebrochen hast. Ich meine, Freundschaften kann man trotz allem nicht erzwingen und wenn das Verhältnis so aussieht, dass die Liebe krankhafte Züge annimmt (das mit dem Ritzen und dass man sich sehr auf eine Person fixiert, wenn man sonst keine Freunde hat, ist leider sowas wie ne Konsequenz oder Nebenerscheinung des Mobbings) dann sollte man tatsächlich Abstand nehmen.
Vielleicht kommt es ja aber noch einmal zur Aussprache, wer weiß?
Erstmal danke für dein Lob. :)
Ja, ich hoffe, dass es noch mal eine Aussprache geben wird. Ich sehe ja selbst, dass es ihm nicht gut geht, allerdings ist es nunmal schwer das wieder gerade zu biegen.. wenn es denn überhaupt geht. x.x
Das Problem ist, dass ich eigentlich hoffte, dass es nun, da wir in der Oberstufe sind, anders sein würde, weil ja auch neue Leute an die Schule kamen. Zwar hat er anscheinend immernoch nicht den Anschluss an die Stufe bekommen, aber er wird nicht mehr so hart gemobbt wie z.B. in der 9. Klasse.
Ich werde evtl. auch mal meine Vertrauenslehrerin fragen, was ich ihrer Meinung nach machen sollte und ob sie weiß, wie es ihm momentan geht. Ich hoffe, seine Situation bessert sich noch. Es ist doch so schade, wenn ein Kind/Jugendlicher die Schulzeit nicht genauso genießen kann, wie es andere tun.. eigentlich sollte es sowas in einer Gesellschaft wie unserer nicht geben. *nein**nein*:(
@Yussuf der Esel:
Es ist gut, dass das bei dir geklappt hat und dass du das gemacht hast. Auch von mir der gehörige Respekt! *ja*
Finde das Verhalten von Nazurka auch sehr lobenswert. Habe nämlich in meiner Schulzeit selbst Erfahrungen mit mobbing gemacht. Ist dann erst besser geworden als ich angefangen hatte absichtlich anders als die Masse zu sein. Auf der Berufschule hab ich mich mit einem angefreundet der auch immer ziemlich übel fertig gemacht worden ist. Da hatte ich glaube ich das Problem selbst nicht mehr so, da die Mitschüler dachten ich tu nur so schüchtern.^^ Freunde hatte ich dann zwar auch nicht viele, wurde aber zumindest in Ruhe gelassen.
Für meinen Freund war es besonders schlimm das wir Blockunterricht hatten und dort dann unter der woche auch geschlafen haben. So kam er nie von den Idioten weg. Naja also Respekt Nazurka!*ja*
Ich weiß nicht so recht. Natürlich finde ich es irgendwo schmeichelnd, "Respekt" für sowas zu bekommen, aber irgendwie kann ich das nicht so richtig "annehmen", glauben, keine Ahnung..
Ich finde nicht, dass es was anderes wäre, als wenn jemand anderes jetzt jemandem hilft, der auch gemobbt wurde. Dieser "Respekt" gebürt also auch eigentlich jedem, der keine Angst davor hat, zu helfen.
Es gibt ja auch viele, die gerne helfen würden, es sich aber nicht trauen, weil sie dann auch im Blickfang der Mobber kanden, und das ist auch ein großes Problem. Aber wie will man sowas bekämpfen, geschweige denn verhindern? Dieses Problem wird es immer geben, mal in größeren, mal in kleineren Ausmaßen. Und nicht viele haben die Zivilcourage, da einzugreifen, wo es eigentliuch nötig wäre..
:(
Bei mir in der Schule war Mobbing auch oft an der Tagesordnung, einer hatt sogar die Schule gewächselt weil er wegen seiner Herkunft und den mangelnden Deutschkenntnissen gemobbt wurde.
Ich selber wurde auch regelmäßig gemobbt, naja, bis ich mal ausgerastet bin und einen vermöbelt habe.*schäm* Ab dann wars wie im Wolfsrudel, zeigst du Zähne wirst du in Ruhe gelassen.
Später in der Polytechnischen Schule (gibts die eigentlich in Deutschland?) gab es in unserer Klasse zwar noch mehr Mobbing, aber da war ich schon mit den Meisten befreundet bzw. neutral und wurde daher in Ruhe gelassen.
Bei mir in der Schule war Mobbing auch oft an der Tagesordnung, einer hatt sogar die Schule gewächselt weil er wegen seiner Herkunft und den mangelnden Deutschkenntnissen gemobbt wurde.
Ich selber wurde auch regelmäßig gemobbt, naja, bis ich mal ausgerastet bin und einen vermöbelt habe.*schäm* Ab dann wars wie im Wolfsrudel, zeigst du Zähne wirst du in Ruhe gelassen.
Später in der Polytechnischen Schule (gibts die eigentlich in Deutschland?) gab es in unserer Klasse zwar noch mehr Mobbing, aber da war ich schon mit den Meisten befreundet bzw. neutral und wurde daher in Ruhe gelassen.
Darf ich fragen, auf was für eine Schulart du gegangen bist? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Mobbing wirklich so aufsteigend ist. Haupt- Real- und dann Gymnasium, wobei ich im Gymnasium bin und trotzdem viel Mobbing herrscht.
Was ich auch sehr erschreckend finde ist die Erkenntnis, dass dieses "Machtgefühl", dass ein Mobber durch das ärgern anderer, vielleicht auch schwächerer, bekommt nicht abschwächt. Es gibt auch viele Fälle, wo dann wirklich Volljährige Schüler zum Mobbingopfer werden, und das finde ich schon hart.
Natürlich kommt es auf den Charakter an. Wenn jetzt jemand auf mich zukommen würde und versuchen würde alles schlecht zu machen, was ich sage oder mache, würde ich den glaube ich auslachen. Die kalte Schulter zeigen, mich würde das gar icht jucken, und der würde dann wahrscheinlich aufhören.
Doch manchen geht dass dann einfach auch so nahe, dass sie das ganze emotional einfach nicht verkraften, ihnen gesagtes im Kopf herumschwirrt und sie dann irgendwann denken, dass es wirklich so ist. Das macht einen Menschen kaputt, zumindest kann es dahin führen, denn es gibt viele Menschen, die sowas wirklich verletzt und trifft..
Vermithrax
04.11.2009, 23:31
*Hand heb* Ja, ich war Mobbing-Opfer. Auf dem Gymnasium, selbst dort tummelten sich genügend reizende Menschen, die sich einen regelrechten Leistungssport daraus machten, andere zu verletzen. Nicht körperlich, aber seelisch. Ich würde mal behaupten, dass die Narben auf meiner Seele recht gut verheilt sind. Nachdem mir ein Schulwechsel als einzige Alternative ans Herz gelegt worden war, kamen danach nie wieder schulische Mobbing-Erlebnisse auf mich zu. Glücklicherweise. Sonst hätte ich das womöglich nicht verkraftet.
Schon pervers, wenn man in dieser misslichen Lage des Außenseiters gelandet ist, der nicht mal mehr auf seine Freunde bauen kann, denen er tagtäglich zwischen Schulbus und -bank begegnet. Ausrasten hat nix gebracht, Gespräche mit den Lehrern/Eltern ebenso nicht. Ganz zu schweigen von den gewalttätigen Gedanken, die sich da berechtigterweise Bahn brachen.
@Nazurka: ich bin in Österreich zuerst in die Volks,-dann Haupt und dann ein Jahr Polytechnische Schule gegangen. Da gabs (am meisten in der Hauptschule) die ganze Palette von Sticheleien, Schlägereien, fiesen Streichen bis Beleidigungen alles.
Das Interesante ist ja, wenn man sich nicht völlig isoliert sondern mit der restlichen Klasse normal anfreundet, dann fühlen sich manche irgendwie dazu berufen dir zu helfen wenn du gemobbt wirst. So hatte ich oft Leibwächter:D.
Unser Klassenvorstand hat mal den Spruch losgelassen: "Jedes mal wenn ich nach der Pause in die Klasse gehe, hat jemand jemanden im Schwitzkasten"*ja*
Werwolf95
05.11.2009, 10:50
... Ganz zu schweigen von den gewalttätigen Gedanken, die sich da berechtigterweise Bahn brachen.
ohja.. das kenn ich leider nur zu gut, aus eigener erfahrung -.-"
Ist schon hart was manch ein Mobbingopfer dann für Gedanken bekommt.
war bei mir auch so, ich hatte auch wirklich Angst vor mir selbst, dass ich dann doch irgendwie die Kontrolle verlier und.. naja.
Ich hab mir zwar äußerlich kaum was anmerken lassen, aber ich hatte wirklich Angst davor was anzustellen, und vor den Konsequenzen..
Und andererseits.. hatte ich sehr, sehr ... blutige.. Gedanken.(genaueres beschreib ich jetzt nicht *hust*)
Ich weis nicht ob sich das jemand vorstellen kann, wenn ich versuche das Gefühl zu beschreiben.. es war wie ein Wahn...
Man wird zu zwei komplett verschiedenen Personen, irgendwie..
auf der einen Seite die blutrünstige Killer-Bestie (ja, das ist wohl die beste beschreibung dafür, was ich gefühlt hab *nein*) und auf der anderen Seite eine verzweifelte Schülerin, die leiber einfach nur wegrennen möchte.
Inzwischen hat sich das ganze zum Glück gebessert, der Ober-Mobber ist durchgefallen letztes Schuljahr und ist deshalb nichtmehr in der klasse und den anderen macht das jetzt nicht mehr gar so viel Spaß wie mit ihm.
Außerdem bin ich wahnsinnig froh, dass ich nicht ausgerastet bin, und dass ich wieder normal denken kann :)
Meine Klasse gibt jetzt lieber ihren Lehrern alberne Spitznamen (öh.. Besen ?! *oi*was soll das für ein Name sein?) und bringt dann neugierige andere lehrkräfte zum Verzweifeln, weil die unbedingt wissen möchten wer denn gemeint ist :rolleyes:.(Aber dann ham die Bubis wenigstens ihren spaß und lassen mich in frieden *flöt*)
Also solche Situationen können sich auch bessern *ja*
Vermithrax
05.11.2009, 16:52
Ohne jetzt die Amokläufer an Schulen gar zu stark in Schutz nehmen zu wollen: Ich kann deren Verhalten wirklich nachvollziehen. Erst wird über einen längeren Zeitraum hinweg verzweifelte Wut angestaut, für die sich privat kein passendes Ventil findet. Und sollte der Siedepunkt erreicht sein, läuft das Faß der Gewalt über, man blendet alle Stimmen der Vernunft aus und zieht sein Ding durch. Gott, wie oft hab ich mir vorgestellt, den Peinigern sonstwas anzutun. Ich besaß im Gegensatz zu den Durchdrehenden aber noch genug...na ja, was wird es gewesen sein...Furcht vor den Folgen, vernünftige Gedanken plus die Hoffnung, dass es irgendwann nur besser werden konnte.
Die allwissenden Amok-Experten aus den Mediendiskussionen wissen doch im Grunde genommen gar nichts darüber, wie es in einem Mobbing-Opfer wirklich aussieht, es sei denn, sie urteilen aus eigener Erfahrung.
@Vermithrax: Hast Du denn schon mal von einen, auch nur einen einzigen Amoklauf gehört, der sich gezielt gegen Mobber richteteX.X Amok bedeutet ja wohl eher Angriff auf zufällige Opfer, auch ganz liebe, die sich immer für ein gutes soziales Miteinander eingesetzt haben. Ich finde deine Thesen daher ehrlichgesagt ziemlich bedenklich. o.O
Vermithrax
05.11.2009, 18:24
Haben die Amokschützen ihre wirklichen Freunde umgeballert? Ich entsinne mich, dass dem nicht so gewesen ist. Und was all die anderen zufällig ausgewählten Opfer betrifft: Im Rausch der Tat dürfte den Tätern ziemlich egal sein, wer ihnen da vor die Knarre huscht. Hauptsache jemand muss für den eigenen erlittenen Schaden bezahlen. Mag bedenklich klingen, aber das ist eben meine Ansicht der Dinge.
Verräter
05.11.2009, 19:00
Uhhhh ... ohhh... Amokläufe sind ein unglaublich schwieriges Thema. Und ich persönlich möchte mir nicth anmaßen zu wissen was in Köpfen derer vor sich geht, die eine solche Tat begehen. Die meisten ab einem gewissen Grade an Verzweiflung wählen den Suizid (der nach einigen Quellen auch einiges an Rachegedanken mit sich trägt) aber keinen Amok.
Es scheint tatsächlich berechtigte gründe dafür zu geben, warum sich die Welt so furchtbar uneinig darüber ist, wem man die Schuld in die Schuhe legen sollte. (auch wenn "Gewalt-Spiele" wohl mit Abstand das kleinste Problem von allen sein dürfte, aber das wissen ja schon alle, wollen wir hier nicht näher thematisieren)
Soweit ich gelesen habe, gibt es durchaus Amokläufe die direkt mit dem Terror-Alltag Schule zu tun haben, aber auch dort Grundsätzlich mit schweren Psychischen defekten verknüpft ist. (Nun ist natürlich die Frage, inwiefern diese ebenfalls folgen des "Mobbings" ist, der in Extremfällen ein ganzes Leben lang angehalten hat und dadurch natürlich intensiv in die Entwicklung des Kindes eingreift)
Ist der Hass aber einmal soweit fortgeschritten, langt es dem Täter auch irgendwas oder irgendjemanden zu treffen. Dort wird die gesamte Schule als Ort für alle Probleme gesehen, in dem alle gleich, alle Feinde sind. Und wenn es erst einmal so weit gekommen ist, spielt es keine Rolle mehr wen man letztendlich trifft.
Falsetto
05.11.2009, 19:22
Salve!![...]
Es scheint tatsächlich berechtigte gründe dafür zu geben, warum sich die Welt so furchtbar uneinig darüber ist, wem man die Schuld in die Schuhe legen sollte. (auch wenn "Gewalt-Spiele" wohl mit Abstand das kleinste Problem von allen sein dürfte, aber das wissen ja schon alle, wollen wir hier nicht näher thematisieren)
[...]
Ist der Hass aber einmal soweit fortgeschritten, langt es dem Täter auch irgendwas oder irgendjemanden zu treffen. Dort wird die gesamte Schule als Ort für alle Probleme gesehen, in dem alle gleich, alle Feinde sind. Und wenn es erst einmal so weit gekommen ist, spielt es keine Rolle mehr wen man letztendlich trifft.
Ja, da stimme ich dir wirklich zu. Es ist eine unberechenbare Sache und leider auch sehr hochgeputscht (wodurch viele "Gefährdete" die Hemmungen verlieren).
Zum Topic selbst: Ich weiß, wie es ist gemobbt zu werden. In letzter Zeit fängt das wieder häufiger an, und es ist schrecklich. Ich persönlich kann bestätigen, dass man dadurch u.a. sehr agressiv werden kann. Gedanken können sich durchaus damit beschäftigen, diese Leute zu schlagen, ihnen richtig heftige Sachen an den Kopf zu pfeffern, etc.... Aber solange es nur bei den Gedanken bleibt, ist daran ja nichts verwerfliches. Und das braucht man auch, ich bräuchte es jedenfalls. Wenn nicht, würde die Lebensfreude rapide sinken.
Das Schlimmste ist, dass man es jenen Menschen, die mobben, nicht begreiflich machen kann. Es ist einfach widerwärtig...
Ich weiß, bringt nicht wirklich neue Aspekte in die Diskussion (dafür: Verzeihung), aber ich wollte einfach mal sagen, wie ich mich zu diesem Thema fühle (und "meinen Senf dazu abgeben" sozusagen)... :)
Soviel von mir...
Vermithrax
05.11.2009, 20:07
"Das Schlimmste ist, dass man es jenen Menschen, die mobben, nicht begreiflich machen kann. Es ist einfach widerwärtig..."
Die erfahren erst, wie beschissen sich sowas anfühlt, wenn sie selber zum Opfer werden. Vorher ergötzen sie sich einfach an dem Leid, das sie anderen zufügen können. Je mehr sie sehen, dass ihre Methoden erfolgreich sind, umso fleißiger gehen sie ans Werk.
"Das Schlimmste ist, dass man es jenen Menschen, die mobben, nicht begreiflich machen kann. Es ist einfach widerwärtig..."
Hier möchte ich doch ein klein wenig widersprechen, es ist noch schlimmer. Es gibt viele die genau wissen was sie tun. Dies sogar zielgerichtet und absolut bewusst.
Ich mag sogar noch einen Schritt weiter gehen und sagen das die die Unwissenheit über die Folgen ihres Handelns heucheln, die schlimmsten innerhalb der Mobberzunft sind. Wer bewusst mobbt, der weis was er tut, und ist sich auch der Folgen, wenn auch vl. nicht im ganzen Rahmen bewusst. Was er damit erreichen will, weis er aber sicherlich.
liebe Grüße
Allanon
Vermithrax
05.11.2009, 22:12
Weiß ich doch, deswegen hab ich das aus dem vorhergehenden Post rausgenommen und ausdrücken wollen, dass Mobber wissen, was sie anrichten. Allerdings nicht mit dem üblichen Quote, sondern nur den Gänsefüßchen. ^^
midnighter
05.11.2009, 22:17
Darf ich fragen, auf was für eine Schulart du gegangen bist? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Mobbing wirklich so aufsteigend ist. Haupt- Real- und dann Gymnasium, wobei ich im Gymnasium bin und trotzdem viel Mobbing herrscht.
Da stimme ich dir voll zu Nazurka. Ohne jetzt jemanden persönlich angreifen zu wollen, aber es ist wirklich so, dass auf der Haupt- und Realschule Mobbing schlimmer ist, als auf dem Gymnasium.
Ich bin 6 Jahre lang auf eine Realschule gegangen, die direkt neben der Hauptschule ist, und über sich auch noch die Sonderschule hat.
Was meint ihr was da abgeht. Da war nicht nur einmal die Polizei.
Jetzt habe ich gerade aufs Gymnasium gewechselt und dort ist es ganz anders. Ich glaube, das hat auch teilweise etwas mit Intelligenz zu tun; auf dem Gym. ist einfach ein ganz anderes Menschenklientel- wenn ich das jetzt mal so sagen darf. Was nicht heißen soll, dass es dort überhaupt kein Mobbing gibt. Aber deutlich weniger.
Für mich war es auch nicht immer so leicht auf Real, aber ich hab mich irgendwie dadurch gewurschtelt. Ich glaube man muss bei so Sachen schon eine gewisse stärke haben, um daran nicht zu zerbrechen.
Ich finde, das Schlimmste ist, dass sich viele Mobber vor anderen-besonders vor Lehrern und Erwachsenen- sehr gut verkaufen können. Wenn sie unter sich sind, andere Leute fertig machen und vor Lehrer sich als Musterschüler presentieren. Lehrer sind dann immer ganz erstaunt, wenn man ihnen erzählt, wie so leute sich wirklich verhalten.
Spreche da aus eigener Erfahrung *mph*
Zu den Amokläufern: Ich kann ihr Verhalten in gewisserweiße schon nachvollziehen, was natürlich nicht heißen soll, dass ich dieses billige.
Das kann einfach nicht die Lösung des Problems sein, so verzweifelt man auch ist.
Hier möchte ich doch ein klein wenig widersprechen, es ist noch schlimmer. Es gibt viele die genau wissen was sie tun. Dies sogar zielgerichtet und absolut bewusst.
Es gibt auch gedankenloses Mobbing. Ich kann mich leider nicht davon freisprechen, in meiner Schulzeit an "passivem" Mobbing beteiligt gewesen zu sein.
Wir haben unserem "Opfer" keine Gewalt angetan, weder körperlich noch verbal, sondern ihn lediglich aus allen gemeinsamen Aktivitäten ausgeschlossen. Das kann qualitativ nicht mit den hier vorgebrachten Geschichten mithalten, aber ich bin sicher, daß diese Art der Isolation sicherlich auch Spuren an seiner Psyche und seinem Selbstbewußtsein hinterlassen hat.
Das war mir aber damals nicht bewußt. Ich fand den einfach nur doof und wollte nichts mit ihm zu tun haben.
Es gibt auch gedankenloses Mobbing. Ich kann mich leider nicht davon freisprechen, in meiner Schulzeit an "passivem" Mobbing beteiligt gewesen zu sein.
Wir haben unserem "Opfer" keine Gewalt angetan, weder körperlich noch verbal, sondern ihn lediglich aus allen gemeinsamen Aktivitäten ausgeschlossen. Das kann qualitativ nicht mit den hier vorgebrachten Geschichten mithalten, aber ich bin sicher, daß diese Art der Isolation sicherlich auch Spuren an seiner Psyche und seinem Selbstbewußtsein hinterlassen hat.
Das war mir aber damals nicht bewußt. Ich fand den einfach nur doof und wollte nichts mit ihm zu tun haben.
Na ja, wenn es deinen eigene Entscheidung war, das du gegen diesen Menschen eine Abneigung, hattest, ihr nicht auf einer Wellenlänge wart oder wie auch immer, und dies nicht aus reinem Gruppenzwang heraus entstanden ist kann man ja von deiner Warte aus noch nicht wirklich vom Mobbing sprechen. Dies würde dann zutreffen, wenn du ihn nicht nur aus den Unternehmungen sondern vl. auch Bewusst aus Gesprächen herausnehmen würdes. Das Hallo oder guten Morgen nicht abnehmen/erwidern usw. Absichtlich bei Ankündigungen (Stundenausfälle, Hausaufgaben) außen vor lassen usw. Ich hoffe du weist was ich meine.
Ansonsten empfinde ich das erst als Mobbing, wenn gezielt alles unternommen wird, damit die/derjenige gar keinen Anschluß bekommt.
liebe Grüße
Allanon
Es gibt auch gedankenloses Mobbing. Ich kann mich leider nicht davon freisprechen, in meiner Schulzeit an "passivem" Mobbing beteiligt gewesen zu sein.
Wir haben unserem "Opfer" keine Gewalt angetan, weder körperlich noch verbal, sondern ihn lediglich aus allen gemeinsamen Aktivitäten ausgeschlossen. Das kann qualitativ nicht mit den hier vorgebrachten Geschichten mithalten, aber ich bin sicher, daß diese Art der Isolation sicherlich auch Spuren an seiner Psyche und seinem Selbstbewußtsein hinterlassen hat.
Das war mir aber damals nicht bewußt. Ich fand den einfach nur doof und wollte nichts mit ihm zu tun haben.
So einen Kandidaten habe ich auch bei mir im Leistungskurs. Er ist eigentlich ein ganz netter Typ unso. Aber wenn man dann zu nett zu ihm ist, denkt er, er sei der Obermacker und hört überhaupt nicht mehr "auf andere" im Sinne der egoistischen Seite seines Ichs. Er wird rücksichtslos, drängt sich überall rein, und das finden wir (andere inbegriffen) dann natürlich auch nicht gut. Doch leider gibt es irgendwie kein Mittelding, und wenn wir ihm sagen, wieso, weshalb, warum.. er versteht es dann einfach nicht. Ich glaube, da fehlt bei ihm ein Schalter dafür.
Was ich damit sagen will ist, dass es auch einfach, wie du schon erwähnt hattest, Fälle gibt, wo man einfach jemanden als Mensch nicht mag und deswegen unbewusst/bewusst isoliert (wobei wir das noch nichtmal machen, weder körperlich/privat noch verbal). Doch irgendwann wird auch da die Grenze reißen. Allerdings denke ich nicht, dass das in Mobbing ausarten wird, dazu sind die Leute in unserem Leistungskurs einfach viel zu.. nunja, was heißt schlau. Sie machen das halt nicht, weil sie wissen, was man damit anrichten kann. Verantwortungsbewusst, evtl. ;)
Ansonsten: Ich habe meine Vertrauenslehrerin gefragt und sie meinte, es sei schon etwas besser geworden und ich wurde auch von einer Freundin abgesprochen, ob ich noch Kontakt mit ihm hätte.. zumindest sehe ih ihn öfter mit einer Gruppe von Jungs dastehen und reden und das freut mich natürlich sehr! Das wird mich aber nicht davon abhalten, ihn demnächst mal wieder anzusprechen.. ;)
Ischtar66
07.11.2009, 09:09
Mobbing gibt es in den Schulen und in der Arbeitswelt.In meinem Job hatte ich auch so einen Fall! Das ist Krank was eineige einen einzigen antun können.
Es sollte ein Gesetz geben das die die gemoppt werden geschützt sind!
Aber unsere Gesetzte sind miss!
Mobbing gibt es in den Schulen und in der Arbeitswelt.In meinem Job hatte ich auch so einen Fall! Das ist Krank was eineige einen einzigen antun können.
Es sollte ein Gesetz geben das die die gemoppt werden geschützt sind!
Aber unsere Gesetzte sind miss!
Okay.. also ein "Gesetz" dagegen würde herzlich wenig bringen. Im Grunde steht ja schon in der Verfassung, dass die Würde des Menschen unantastbar is, etc. Wer sich daran hält, ist wieder ne andere Sache.
Zu den Gesetzen kurz: Es gibt gute und schlechte, damit muss man sich abfinden und das geht jedem so und ist auch nicht nur in Deutschland so. :)
Back to Topic:
Man würde ja meinen, mit dem Erwachsenwerden legt sich das und die Mobber kommen zu Verstand oder so. Aber nein, auch in der Arbeitswelt gibt es sowas anscheinend. Frage mich, wieso der Chef da nichts macht, oder bekommt er einfach nichts mit?
Ich finde das schon irgendwie armselig. ;)
Back to Topic:
Man würde ja meinen, mit dem Erwachsenwerden legt sich das und die Mobber kommen zu Verstand oder so. Aber nein, auch in der Arbeitswelt gibt es sowas anscheinend. Frage mich, wieso der Chef da nichts macht, oder bekommt er einfach nichts mit?
Ich finde das schon irgendwie armselig. ;)
Insofern stimmt es schon irgendwie: High School never ends... xD
Aber ich muss mich auch immer wieder wundern, wie sowas zustande kommt. Ich meine, ich kann mir schon vorstellen, dass einem jemand schrecklich auf die Nerven geht und je nachdem ob man ihn oft sehen und mit ihm in Kontakt treten muss bzw. ihm nur schwer bis gar nicht aus dem Weg gehen kann, staut sich da vllt auch iwann ziemlich was an (kuckt hier jemand Stromberg? :D). Aber dass das darin resultiert, dass derjenige von allen Seiten einstecken muss, evtl. sogar ab ieinem Zeitpunkt ohne tatsächlichen aktuellen "Anlass"... damit wären wir wieder beim alten "Wieso?"
[...]
Aber dass das darin resultiert, dass derjenige von allen Seiten einstecken muss, evtl. sogar ab ieinem Zeitpunkt ohne tatsächlichen aktuellen "Anlass"... damit wären wir wieder beim alten "Wieso?"
Weil die Menschen so sind. Menschen sind dafür gemacht. Ein "Wir haben uns alle lieb" kann nie eintreten und wird es auch nie. Ich habe vorhin noch "Das Supertalent" gesehen. Ich meine, jeder von uns könnte nachvollziehen, wieso sich die Zuschauer weggedreht, gebuht und den Daumen nach unten gezeigt haben. Und trotzdem ist es in der Art und Weise Mobbing (wobei das natürlich nicht ganz stimmt, da Mobbing ja auf längere Zeit von gezielten auf gezielte Leute ausgeübt wird).
Damit will ich einfach meinen, dass die Menschen sich an dem Leiden anderer ergötzen. Und das lässt sich nicht abstellen und wird auch bei jedem zu finden sein..
Damit will ich einfach meinen, dass die Menschen sich an dem Leiden anderer ergötzen. Und das lässt sich nicht abstellen und wird auch bei jedem zu finden sein..Das resultiert wohl aus dem Ur-Instinkt dem Überlebenstrieb, daß nur der Stärkste, Beste überlebt. Den Schwachen fressen die Wölfe...oder wie war der Spruch - den Letzten beissen die Hunde?
Widerlich das ganze System.
Sehr berührend Vieles, das ich hier lesen mußte.
Offenbar bin ich ebenfalls anders, nicht schubladisierbar, gegen den Strom schwimmend etc. -denn ich wurde schon in der Schule aufs übelste gemobbt, das eskalierte so schlimm, daß ich Panikattacken hatte, in die Schule zu gehn, Depressionen sowieso - Kommentar meiner Professorin zu meiner besorgten Mutter:"Sie muß Schlucken lernen!". Wie? dieTeenagerzeit ist die schönste Zeit?..es war eine Horrorzeit...Einsam..ausgetilgt...ausgeschlossen.. .mein Refugium -meine Fantasie.
Endlich durfte ich dann die Schule wechseln.
Das Schauspiel und ein Italienaufenthalt hat mir dann sehr geholfen einen Hauch von Selbstwertgefühl zu bekommen.
Wobei ich sagen muß, die Basis, daß ich ein dankbares Opfer für Mobbing bin haben meine Eltern gelegt -
Das liest sich leicht, es zu erleben ist unendlich schwer. Denn wenn man jeden Tag gesagt bekommt, dass man nichts wert ist, beginnt man es irgendwann schließlich selbst zu glauben.So ist es.
Für meinen Vater bin ich heute noch nix wert - "zu blöd zum Sch***" (aber ja doch -er ist Akademiker der Herr Dr.)
Und meine Mutter hat offensichtlich ihre Komplexe an mir kompensiert, indem wann immer ich dachte, etwas geleistet zu haben, etwas geschaffen zu haben - eben auch etwas wert zu sein - redete sie mir ein, ohne sie wär ich Nichts, das hätte ich alles nur ihr zu verdanken.
Resultat ein unglücklicher Mensch voller Unsicherheit und Schüchternheit - schon beim Start verurteilt zum Scheitern.
Zum Glück wie schon erwähnt hat mein Italienaufenthalt mich dann aus der Sch*** rausgerissen und dann meine Schauspielausbildung und schließlich meine Arbeit bei diversen Theatern.
Dennoch blieb ich immer ein Aussenseiter und wurde besonders dort wo ich so gerne dazu gehören wollte meistens rausgemobbt wie z.B. bei den Karl Mayspielen. Schon allein wegen meiner anderen Art zu reiten (ich verwende weder Trense, noch Gerte noch Sporen).
Die beste Idee war dann mit meiner Xena-Show - endlich mein eigener Boss und Widerlinge haben in meiner Crew null Chance. Endlich machte ich meine Schwäche zur Tugend - anders bin ich offenbar sowieso und als Xena können mich die Menschen endlich einordnen und wo ich früher rausgeflogen bin hab ich zum Großteil jetzt Vip Status.
Dadurch wurde mein Selbswertgefühl schon ziemlich geheilt.
Und ich bemühe mich eine harte Schale zu bekommen.
Denn auch wenn man ein Bißl Erfolg oder Lebensfreude hat, gibts genug Neider oder Wichtigtuer .
Für meinen Vater bin ich nach wie vor Nichts. Meine Mutter gibts leider nimmer.
Zur Zeit werde ich von den Großeltern väterlicherseits meines jüngsten Sohnes aufs Übelste gemobbt - denen passt mein Künstlerleben nicht, und sie tun alles um mich als Schlampe und Rabenmutter anzuschwärzen, wollen, daß ich unsere Pferde weggebe etc. etc. und mich zu demoralisieren wo nur geht - das geht soweit, daß sie mich z.B. als ich eine Webdesignausbildung machte (tagsüber zu normalen Bürozeiten ) sofort wegen Vernachlässigung beim Jugendamt anzeigten. Dabei sind meine Kinder bereits Teenager und gehen aufs Gymnasium.
Zum Glück hab ich mein Xenading - wie schongesagt, wenn es privat sehr übel hergeht und ich dann wieder als Xena vom Publikum umjubelt werde
und in strahlende Kinderaugen seh - dann weiß ich - das, was ich bin kann nicht so falsch sein.
@Xena: Einige Sachen haben wir gemein. Für meinen Großvater bin ich auch nie gut genug. Ich arbeite als Elektroniker in einer Spielautomaten-Firma, also quasi in der Werkstatt und PC´s herrichten. Er will das ich studieren gehe, obwohl ich komplett zufrieden in meinem Job bin. Und dann kommen immer die Prädigten über mein Dessineteresse an Religion usw. Und so bald ich nicht genauso aussehe/ mich nicht genauso benehme wie der Großteil der Menschen, bin ich gleich ein Gestöhrter.*mph*
PS. -Großeltern väterlicherseits meines jüngsten Sohnes - Das sind dann doch deine Schwiegereltern, oder? Lass dir von denen nicht auf der Nase rumtanzen.
@Xena: Einige Sachen haben wir gemein. Für meinen Großvater bin ich auch nie gut genug. Ich arbeite als Elektroniker in einer Spielautomaten-Firma, also quasi in der Werkstatt und PC´s herrichten. Er will das ich studieren gehe, obwohl ich komplett zufrieden in meinem Job bin. Und dann kommen immer die Prädigten über mein Dessineteresse an Religion usw. Und so bald ich nicht genauso aussehe/ mich nicht genauso benehme wie der Großteil der Menschen, bin ich gleich ein Gestöhrter.*mph*
PS. -Großeltern väterlicherseits meines jüngsten Sohnes - Das sind dann doch deine Schwiegereltern, oder? Lass dir von denen nicht auf der Nase rumtanzen.OMg das hätt ich fast vergessen - wegen der Religion - da ich Alleinerzieherin bin also alleine mit den Kids bin - und mein Vater und die "Schwiegereltern" alle besonders katholisch sind und ich ein Freigeist bin, ui da wär ich von denen wären wir im Mittelalter schon gesteinigt und verbrannt worden. Ich böse "Heidin".
Und die sind meine Ex- Schwiegereltern - wir waren nie verheiratet - als ich mich für den kleinen entschied ging die Beziehung flott auseinander, damals wolltens zusammen mit dem Kindesvater, daß ich abtreibe. Diese tollen Sauberleute.
... besonders katholisch sind ... damals wolltens zusammen mit dem Kindesvater, daß ich abtreibe. Diese tollen Sauberleute.
Ich habe ein verdammt ausgeglichenes Gemüt, aber diese Art von Doppelmoral weckt in mir immer wieder eine ungeahnte Aggressivität.
Nach aussen hin den guten Christen (Buddhisten, Moslem, lupenreinen Demokraten, whatever) spielen, um auch ja gut vor den Nachbarn dazustehen und in der einen Situation, wo man seine angeblichen Ideale in die Tat umsetzen kann, tötet man lieber ein ungeborenes Leben, als mit ein paar Unbequemlichkeiten zurechtzukommen. Widerliches, verlogenes Pack.
Schön, daß Du Stärke zeigst, und Dich von solchen Krampen nicht unterkriegen lässt.
Nach aussen hin den guten Christen (Buddhisten, Moslem, lupenreinen Demokraten, whatever) spielen, ...
Es gibt auch jede Menge doppelmoralige Atheisten, Monarchen usw. ... so nebenbei bemerkt ;) ...
Doppelmoral kennt weder religiöse noch soziale Grenzen.
Genau das wollte ich durch die Auflistung in Klammern verdeutlichen ;-)
Ich hab das Thema mal ausgegraben weil ich im Moment in einer ähnlichen Situation stecke und ich es am liebsten raus schreien würde.
Ich bin Arzthelferin und habe im September meinen Job verloren (der eh befristet war) da meine ehemalige Chefin mich ganz schlicht nicht leiden konnte, am Fleiß, Engagement, Wissbegierde etc lag es nicht, ich denke es war einfach meine Nase oder die Art wie ich atme, keine Ahnung. Jedenfalls war ich dann eine Weile krank geschrieben weil mir alles zu viel, der o.g. Grund hat an mir und meinem Sebstbewusstsein genagt und nebenbei steckte meine Oma in einer Chemo und das 400km weit weg ohne das ich was tun konnte.
Nun, letzte Woche habe ich eine neue Stelle begonnen, bei einem berühmten Neurochirurgen mit Patienten aus ganz Deutschland etc, angestellt bin ich jedoch bei einer auf med. Personal spezialisierten Zeitarbeitsfirma. War mir aber egal denn ich wollte wieder arbeiten und hoffte, hier noch was lernen zu können und freute mich über die neue Herausforderung und den Gewinn in meinem Lebenslauf.
Am ersten Tag stellte sich schon heraus das es keinen dort gibt der mich einarbeiten würde oder auch nur was zeigen könnte. Ich soll dort die Neurophysiologie machen, die ich gelernt habe als ich vor 7 Jahren schon einmal bei einem Neurologen tätig war. Ich habe jedoch von Anfang an keinen Heal daraus gemacht das alles eingestaubt ist und ich in der Anfangszeit Führung und Leitung brauche um es wieder auf zu frischen. Ich habe mir dann bis zu dem 1. Arbeitstag Lektüre mit genommen und so mein theorethisches Wissen zu Haus aufgefrischt, Unterlagen zusammen getragen die mir helfen könnten etc.
Meine Vorgängerin ist schwanger geworden und seid einer Zeit AU zu Haus und sie kommt auch nicht zum "erklären" nochmal kurz zurück. VOn den anderen kann es keiner, ja hat es noch nicht mal einer am Rande gesehen, mitbekommen oder zugeschaut.
Ich habe mich rein gestürzt und gedacht "Übung macht den Meister". Schon am 2. Tag wurde mir aber klar das es einfach ohne praktische Einarbeitung (auch die Technik ist anders wie früher) nicht geht und ich habe vorgeschlagen mal in einer neurologischen Praxis bei sowas zu zu sehen.
Mein Chef ist die Arroganz in Person (wohl durch seinen heftigen Erfolg), er steht ganz oben auf seinem Podest und bekommt vor lauter Kopf-in-den-Wolken nicht mit das es Menschen um ihn herum sind.
Montag kam die erste Standpauke, wie unfähig ich sei, das er einen wollte der das könnte und das ohne Einarbeitung oder was zeigen oder so einen "Unsinn", das meine Vorgängerin noch jung war und er in sie investiert habe (er hat sie 2 Wo nach München geschickt um das zu lernen) er aber bei einer alten (ich bin 30), ausgelernten Fachkraft die ihn so und so viel kostet nichts invesiert - auch keine Zeit bei einem anderen Neurologen zum abschauen von dem einen oder anderen. Das er mir nicht helfen werde da er sich sonst vor den Patienten "terminieren" würde und ich solle bloß nicht darauf kommen ihn zu fragen. Ich müsse es so schaffen. Das bisherige könne er alles löschen und nichts abrechnen, vielleicht würde ich den "Verlust" ja merken wenn er mir das vom Gehalt abziehen würde (ich weiß, kann er nicht, bin ja nicht bei ihm angestellt).
Heute dann wieder mittags die selbe Sache, wieder ein "sie können es ja immer noch nicht", "sie sind unfähig", "haben sie uns belogen als sie sagten sie können die UNtersuchungen?"...naja und so weiter.
Eben dann der Anruf der Praxisleitkraft das ich morgen vormittag gar nicht kommen brauche da es so ja keinen Sinn macht und ich abends mit einem PC-Techniker das zu den Untersuchungen gehörende Programm lernen solle und dann alles klappen würde (meine Wiederrede, das auch dieser Mann mir bei meinen anatomischen und medizinischen Fragen nicht weiter helfen kann hab ich mir dieses mal schon gespart). Danach wird sich nichts ändern und ich stehe wieder Joblos da, und das noch bei einer Zeitarbeitsfirma die mich mit einer Frist von 2 Tagen kündigen kann.
Das alles demotiviert mich entsetzlich, es ist frustrierend an einem Punkt nicht vorbei zu kommen und ein bisschen UNterstützung verzweifelt zu suchen, die einem aber aus Überheblichkeit verwehrt wird. Mein Selbstbewusstsein ist völlig im Keller. Ich denke den ganzen Tag und Nachts an nichts anderes als daran wie ichs hätte besser/anders machen können oder warum ich mich für diese Stelle entschieden habe und das ich besser die andere genommen hätte, wär mir nicht mein "da lern ich noch was" Illusion dazwischen gekommen wär.
Tut mir leid für den langen Text, danke für die, die ihn bis hierher gelesen haben;)
LG
Rineth
Wie schonmal hier erwähnt, es hilft wahrscheinlich mehr, sich sowas von der Seele zu reden, und zu wissen, dass andere zuhören (lesen), als "altkluge" Ratschläge zu erteilen. Weshalb ich mir das auch spare ;)
Nur ein paar Überlegungen zu deinem Text.
Der Chef, den du beschriebst, er kommt mir wie einer jener Menschen vor, die es verlernt haben, andere um sich herum als fühlende Wesen wahrzunehmen. Vor allem, wenn es um seine eigenen Angestellten geht.
Für solche sind es keine Menschen, die für ihn arbeiten. Es sind nur Teile in einem komplexen Bauwerk, und wenn eines nicht richtig funktioniert, wird es ausgetauscht.
Seltsam, dass es in jedem Lebensabschnitt eine Art des Mobbings gibt. Die Form ändert sich mit jedem Feld, dass man betritt, doch die Wirkung, bleibt gleich.
Und man selbst, gliedert sich immer woanders ein.
Rineth:
Meine bescheidene Meinung: Raus da.
In so einer Situation machst Du Dich nur selber kaputt. Meine Ex-Freundin war in einer ähnlichen Situation, sie hat direkt nach dem Studium im Jugendamt angefangen und bekam dort keine Einarbeitung und null Unterstützung, hatte aber von Tag eins an die volle Verantwortung für alle Fälle des Vorgängers, musste schon in der ersten Woche vor Gericht ein Gutachten über eine Familie ablegen, die sie nur aus den Akten kannte, usw.
Sowas kann halt nicht gut gehen, der Druck macht einen psychisch fertig. Sie hat dann nach 3 Wochen die Reißleine gezogen, gekündigt und sich für den Rest der Zeit krankschreiben lassen. Und das keinen Tag zu früh.
Je länger Du Dich in dieser verfahrenen Situation befindest, desto schlimmer wirds. Also wieder die Kontrolle über das eigene Leben übernehmen, dem Möchtegern-Chef den Mittelfinger zeigen und das Selbstbewußtsein in einem Job erneuern, in dem man sicherer ist und die Kollegen keine Arschgeigen.
Temeraire
01.12.2009, 08:25
Rineth:
Das hört sich echt ganz schön fies an! Leider kann ich nichts weiteres dazu sagen aber Seppel und Envo haben schon Recht. :) Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute!
Naja... Ich hab auch ziemlich Pech gehabt was ''Mobbing'' betrifft. Ich war irgendwie schon immer ''die, die anders ist''.
In der 5. Klasse wurde alles immer schlimmer. Man hat mich verfolgt, mit Steinen beworfen (hahaha...) und so weiter...
Selbst die Lehrer wollten mir nicht helfen. Die Mitschüler waren neidisch auf meine guten Noten (die ich am liebsten in lauter 6en verwandeln würde) und fanden es wohl doof das ich mich nicht anpassen wollte. Nein, ich hatte einfach keine Lust mir sämtliche Hip-Hop Musik anzuhören und die Leute mit ''alta''; ''digga'' anzusprechen. Nein, danke!
Als mir dann alles zuviel wurde bin ich dann auf ein anderes Gymnasium gewechselt. Das Beste was mir passieren konnte. Die Schüler waren einfach total nett und hilfsbereit und die Lehrer auch ganz okay (so wie Lehrer halt sind :D )
Alles hätte super laufen können, doch ein altbekanntes Problem wollte mir wieder einen Strich durch die Rechnung machen -> Magenschmerzen.
Ich leide schon seit Jahren daran - nie wusste man weder was es war, noch wieso ich dauernd Magenschmerzen hatte.
Das 1. Schulhalbjahr der 7. Klasse verging meine Fehltage wurden zwischendurch immer mehr und ich wusste immernoch nicht was ich dagegen tun könnte. Einige Male sagte mein Arzt etwas von Zöliakie... ich sollte mal versuchen auf Weizen zu verzichten und Produkte aus Maismehl probieren. Hmm... nö. Umstellung war irgendwie hart und schließlich war es keine entgültige Diagnose - noch nicht. Der Dezember kam und ich durfte eine weitere Magenspiegelung durchmachen. (die erste war nicht gut verlaufen -.- auch wieder eine Geschichte für sich) Am 24. Dezember (juhuu) kam dann eine E-Mail mit der Diagnose : Zöliakie.
Weihnachten war für mich gegessen und mein Leben sollte wieder ein wenig schwärzer werden. Die Umstellung erwies sich als wirklich schwer und mittlerweile hatte ich aus freien Stücken entschieden das Gymnasium zu verlassen, damit der Druck nicht so stark ist.
Eindeutige Fehlentscheidung.
Da keine geeigneten Schulen Plätze freihatten, blieb mir nur noch die Möglichkeit auf die Gesamtschule zu gehen.
Der Unterricht war viel zu leicht und ich war wieder in der gleichen Situation wie in der 5. Klasse. Leute erwarten das du dich anpasst und die Lehrer sind meist auch nicht viel besser.
Naja, Augen zu und durch - denkste.
Da ich wieder viele Fehltage hatte fing die Lehrerin ( Zicke -.-) an wild rumzuspekulieren. Ich würde ja schwänzen... Alles klar.
Auch dieses halbe Jahr überstand ich nur mit Mühe und einigen Gesprächen mit Psychologen. Diese ganze Wut und Trauer entwickelte sich dann irgendwann zu einer Depression...
Ich komme immernoch nicht zur Ruhe. Mittlerweile haben wir alle neue Klassen bekommen. Mein Lehrer ist zwar nett aber... naja das kommt mit dem Alter ( soll nicht heißen das ich meine alle älteren Leute scheinen schwerhörig zu sein, gewiss nicht xD)
Vor Kurzem war ich auf Kur ( 6 Wochen). Dort habe ich wirklich zum ersten Mal erfahren wie es ist richtige Freunde zu haben... =/
Hab dort ein Mädchen ( nun ja xD... Sie ist fast 20) kennengelernt die selbst totaler Fantasyfan ist :)
Nun ja... auch wenn mir bald eine stationäre Therapie bevorsteht bin ich immernoch ziemlich 'down'.
Das Lesen, die Musik und die wenigen Leute die mich unterstützen sind eigentlich noch das Einzige was mich am Leben hält. (also neben meiner Familie)
Puh, das ist echt ganz schön lang geworden - obwohl ich einige Sachen rausgelassen habe...
Daran sehe ich schon wieder das sich ganz schön viel angestaut hat :(
Lord Dralnu
01.12.2009, 17:16
Aua, das klingt hart. Mir ging es so ähnlich, deshalb hab ich dann ab der 5. das Gymnasium besucht(in Berlin geht die Grundschule bis zur 6., und ab der 7. geht man auf eine "weiterführende" Schule). Ironischerweise wurde mir das vom Grund des Mobbings(nicht von ihm selbst) ermöglicht, und da ergings mir auch ähnlich, insofern es sich um Andersartigkeit, und direkt dadurch bedingte gute Noten und Referenzen handelte :/. Damals hab ich mir auch gewünscht, einfach strohblöd zu sein... Auf dem Gymnasium ging es dann noch 1 3/4 Jahre weiter, dann hatte ich mich einerseits emotional derartig zugepanzert, das mir das meiste nichts mehr ausmachte, und andererseits hat meine Klasse irgendwann begriffen, dass es NICHT für alle beteiligten nur großen Spaß bringt, jemanden regelmäßig emotional kurzzuschließen...
Was diese Zöliakie angeht: Sollte die Umstellung nicht eigentlich die Schmerzen aufhören lassen? "Unlustigerweise" hatte ich auch ein ähnliches Problem......
Am meisten tut mir für dich das Verlassen des Gymnasiums leid... meine Rechnung lautet immer: Wenn es auf dem Gymnasium schon von Vollidioten wimmelt, wie sieht es dann auf Schulen mit niedrigerem Niveau aus? Nicht nur, das die Anspruchslosigkeit einem wahrscheinlich jegliche Motivation raubt, erst die Leute die sich da rumtreiben... wenn ich an einer Hauptschule vorbeigehe, habe ich teilweise fast Angst, dass mich da irgendwer anspricht... (das mag seeeehhr vorurteilsbehaftet sein, aber bei manchen Schulen ist das nun einmal angebracht(zumindest für meine Person), und warum sollte ICH mich über die Hauptschulen in meiner Umgebung informieren? wenn ich eine sehe, mache ich sicherheitshalber einen Bogen darum)
Nunja, also ich wünsche dir auf jeden Fall eine erfolgreiche Therapie(mir hat sie ein bisschen geholfen... als sie anfing, hatten meine Probleme allerdings schon seit einiger Zeit angefangen zu verschwinden) und auch sonst noch alles gute. Meiner Erfahrung nach ist die Familie in solchen Situationen das, worauf du dich am meisten verlassen kannst. Viel Glück noch!
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Vor allem in diesem Thread bitte ich darum, meine Signatur zu beachten. Wenn ich irgendwen angreife, verletze o. ä. ist dies
mit HÖCHSTER WAHRSCHEINLICHKEIT keine Absicht.
Mein mangelndes Einfühlunsvermögen erleichtert mir mein Leben auch nicht gerade....
Temeraire
01.12.2009, 17:36
Was diese Zöliakie angeht: Sollte die Umstellung nicht eigentlich die Schmerzen aufhören lassen?
Oh ja eigentlich schon. Die Schmerzen gehen nach etwa 1 1/2 Monaten weg. Naja wa heißt weg? Sie vermindern sich...
Auch wenn es total doof ist, habe ich mich gegen diese Umstellung entschieden. Man wird dadurch total ausgegrenzt. Immer muss man etwas anderes Essen, nie kann man ganz normal in der Schulcafeteria mit den Anderen essen.
Ich werde oft ausgefragt und verspottet deswegen... Ich hasse es.
Nicht nur, das die Anspruchslosigkeit einem wahrscheinlich jegliche Motivation raubt, erst die Leute die sich da rumtreiben... wenn ich an einer Hauptschule vorbeigehe, habe ich teilweise fast Angst, dass mich da irgendwer anspricht... (das mag seeeehhr vorurteilsbehaftet sein, aber bei manchen Schulen ist das nun einmal angebracht(zumindest für meine Person),
Und genau so sehe ich das auch. Insgesamt die ganze Gegend hier ist auf einem total niedrigem Niveau. Naja, das ist ein Thema für sich (bei dem ich nur die Augen rollen kann :rolleyes:)
Hach... der Weg wird nicht leicht werden.
Ich danke dir Lord Dralnu! Deine Worte geben mir einen weiteren Anstoß/ Kraft um diesen Weg zu gehen und die Trauer hinter mir zu lassen.*ja*
Hmmm, das mit der Therapie hab ich auch vor mir. Ich hab den Job nun geschmissen und bin krank geschrieben. Ich weiß nur nicht wie ich meinem Hausarzt begreiflich machen kann das ich erst Ende Januar den ersten Termin beim Psychologen habe (und das war schon der schnellste)...er hätte bezüglich der AU wohl gern Rückendeckung von einem Facharzt, kann ich ja verstehen, aber ich kann keinen aus dem Hut zaubern :(
Und diesmal mache ich nicht den Fehler das erst Beste Jobangebot anzunehmen sondern prüfe die Umstände GANZ genau...und hoffe das mein Hausarzt derweilen einsieht das eine depressive Episode nicht innerhalb von einer Woche gegessen ist :(
Oh ja das kenne ich auch ( leider)
Hatte mit einem gutem jetzt ex Bekannten einen Pferdhof auf die Beine gestellt meistens ich alleine da er von Pferden keine Ahnung hat, er kennt nur Kühe.
Als der Stall dann fast voll war kam dann der eine und andere die ihm auch etwas geholfen haben und auch immer noch helfen.
Irgendwann kamm dann der zeitpunkt wo die Personen die geholfen haben Extra Würste haben wollten.
ich sagte das geht nicht dann wollen alles das haben da sind sie Sauer gewurden, und Dachte sich dann was Lustiges aus.
Ja wenn ich kam hörte man auf zu Reden Drehte sich um und ging oder man zeigte auf mich und fing an zu Lachen!
Ein Tolles gefühl das muss ich sagen Ironisch Gemeint.
Ich hielt durch den es war mein Traum sowas zu machen.
Ich hatte auch zwei die auf meiner Seite waren.
Aber die hatten auch verloren.
Jedenfalls wurde es so schlimm das ich Beleidigt und Bedroht wurden bin zu meinem Bekannter also mein Chef, er sagte immer das ist ja nicht so schlimm die meinen das nicht so! selbst mit Zeugen hatte man bei ihm keine Chance.
Also habe ich ihm dann gesagt entweder gehn die zicken oder ich
er sagte die sind doch so nett und lieb ( das ich nicht lache)
Also ging ich!
Das ich gemoppt wurde kann ich Verkraften !
Aber das nach einer fast 25 Jährigen Freundschaft einem nicht geglaubt wurde, nah ja das musste ich ersmal Verdauen aber auch das habe ich geschaft.
Jetzt freue ich mich das er mit seinen Leuten immer mal wieder so richtig schön Ärger hat den wir Wohnen ja in einem Dorf*grins*
Sorry für die Querwerbung, aber...
Einen kleinen Beitrag von mir zum Thema "Mobbing" findet man zur Zeit ganz frisch auf www.das-andere-buch.com unter
Die andere Geschichte - Kerze - Ein wunderschöner Tag.
Klar kann diese Geschichte nicht alle Fazetten des Mobbings aufnehmen und es ist auch keine reine Mobnbinggeschichte - aber vielleicht einen Blick wert.
Direktlink zur Geschichte (http://nr1-shop.de/cgi-bin/shopserver/shops/s000226/index.cgi?aktion=pages&pd=390)
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